{"id":70523,"date":"2019-03-29T12:16:49","date_gmt":"2019-03-29T10:16:49","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=70523"},"modified":"2019-03-29T12:16:49","modified_gmt":"2019-03-29T10:16:49","slug":"v-r-45-17-berufsverbaende-in-der-umsatzsteuer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/v-r-45-17-berufsverbaende-in-der-umsatzsteuer\/","title":{"rendered":"V&nbsp;R&nbsp;45\/17 &#8211; Berufsverb&auml;nde in der Umsatzsteuer"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 13.12.2018, V R 45\/17<br \/>ECLI:DE:BFH:2018:U.131218.VR45.17.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Berufsverb&auml;nde in der Umsatzsteuer<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Ein Berufsverband i.S. von &sect; 5 Abs. 1 Nr. 5 KStG kann entgeltliche Leistungen an seine Mitglieder oder Dritte im Rahmen eines wirtschaftlichen Gesch&auml;ftsbetriebs nur erbringen, wenn sein Verbandszweck nicht hierauf gerichtet ist, sondern es sich hierbei um eine Nebent&auml;tigkeit handelt.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision des Beklagten wird das Urteil des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg vom 13. September 2017&nbsp;&nbsp;2 K 2164\/15 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Sache wird an das Finanzgericht Berlin-Brandenburg zur&uuml;ckverwiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Diesem wird die Entscheidung &uuml;ber die Kosten des Revisionsverfahrens &uuml;bertragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger und Revisionsbeklagte (Kl&auml;ger) ist ein eingetragener Verein, der nach seiner Satzung als Bundesverband die Interessen eines Industriezweigs vertritt. Er &quot;hat die Aufgabe, seine Mitglieder in sozial-, wirtschafts- und branchenpolitischen sowie fachlichen Fragen national und international zu vertreten und bei ihren wirtschaftlichen Zielen zu unterst&uuml;tzen, soweit sich diese nicht auf den Bereich eines angeschlossenen Landesverbandes beschr&auml;nken&quot; (&sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;2 der Satzung). Er &quot;vertritt keine Individual- oder Mehrheitsinteressen einzelner oder mehrerer Mitglieder, die nicht mit den Interessen der gesamten deutschen [X-]Industrie im Einklang stehen. Insbesondere ist es ihm untersagt, die Interessen eines oder mehrerer Mitglieder gegen&uuml;ber einem Wettbewerber unmittelbar oder mittelbar zu vertreten bzw. durchzusetzen&quot; (&sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;6 der Satzung).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Entsprechend seiner Beitragsordnung stellte der Kl&auml;ger seinen Mitgliedern hinsichtlich der Mitgliedsbeitr&auml;ge Rechnungen mit gesondertem Ausweis einer Umsatzsteuer von 19&nbsp;% aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit seiner Umsatzsteuer-Voranmeldung f&uuml;r Juni 2014 machte der Kl&auml;ger f&uuml;r seine T&auml;tigkeit den Vorsteuerabzug geltend. Mit Bescheid zur Umsatzsteuer-Vorauszahlung f&uuml;r Juni 2014 vom 1.&nbsp;Juli 2015 versagte der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) den Vorsteuerabzug. Der Kl&auml;ger sei bei seiner T&auml;tigkeit f&uuml;r seine Mitglieder nicht als Unternehmer t&auml;tig geworden. Die in den Rechnungen ausgewiesene Steuer schulde er nach &sect;&nbsp;14c Abs.&nbsp;2 des Umsatzsteuergesetzes (UStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die hiergegen eingelegte Sprungklage hatte Erfolg. Nach dem in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2018, 63 ver&ouml;ffentlichten Urteil des Finanzgerichts (FG) ist ein Berufsverband zum vollen Vorsteuerabzug berechtigt, wenn er mit seinem sich an alle Mitglieder richtenden Leistungsangebot die Voraussetzungen eines steuerbaren Leistungsaustauschs erf&uuml;llt, insgesamt unternehmerisch (wirtschaftlich) t&auml;tig ist und damit nur wirtschaftliche Interessen verfolgt und die geltend gemachten Vorsteuerbetr&auml;ge Eingangsleistungen betreffen, die vollumf&auml;nglich einer wirtschaftlichen T&auml;tigkeit zugeordnet werden k&ouml;nnen. Der Annahme von entgeltlichen Leistungen stehe es nicht entgegen, dass nicht jedes Mitglied des Berufsverbands gleicherma&szlig;en von dessen jeweiligen T&auml;tigkeiten profitiere und nicht im gleichen Umfang die Leistungsangebote abrufen d&uuml;rfe. Entscheidend sei vielmehr, dass den Mitgliedern als Gegenleistung f&uuml;r ihre Mitgliedsbeitr&auml;ge die M&ouml;glichkeit der Inanspruchnahme der Leistungsangebote erm&ouml;glicht werde. Ein Berufsverband k&ouml;nne steuerbare Leistungen an seine Mitglieder auch insoweit erbringen, als er satzungsgem&auml;&szlig;e Zwecke wie &Ouml;ffentlichkeitsarbeit, Verbesserung der politischen und gesellschaftlichen Wahrnehmung und der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen f&uuml;r die in ihm organisierten Unternehmen und Verb&auml;nde der Branche wahrnehme.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hiergegen wendet sich das FA mit seiner Revision. Das FG sei rechtsfehlerhaft davon ausgegangen, dass der Kl&auml;ger nur sehr untergeordnet allgemeine ideelle Zwecke verfolgt habe und er insgesamt unternehmerisch t&auml;tig gewesen sei. Zu ber&uuml;cksichtigen sei, dass es sich bei dem Kl&auml;ger um einen Berufsverband nach &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes (KStG) handele. Dieser m&uuml;sse die allgemeinen Belange aller Berufsangeh&ouml;rigen und nicht nur die besonderen Belange einzelner Angeh&ouml;riger wahrnehmen. Dies treffe nach Internetrecherchen auch auf den Kl&auml;ger zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>das Urteil des FG aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es bestehe keine Bindung an Verwaltungsanweisungen. Welche Schlussfolgerungen sich aus der K&ouml;rperschaftsteuerbefreiung nach &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 KStG ergeben sollten, sei unklar. Diese Vorschrift sei f&uuml;r die umsatzsteuerrechtliche Beurteilung nicht ma&szlig;geblich. Auch die bei der Gemeinn&uuml;tzigkeit erforderliche F&ouml;rderung der Allgemeinheit stehe einer steuerbaren Leistungserbringung durch gemeinn&uuml;tzige Sportvereine nicht entgegen. Auf die Internetrecherchen komme es nicht an. Das FG habe alle Umst&auml;nde des Streitfalls gew&uuml;rdigt. Der Unternehmereigenschaft stehe die K&ouml;rperschaftsteuerbefreiung nicht entgegen. Das nationale Recht sehe in Abweichung von Art.&nbsp;132 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;l der Richtlinie 2006\/112\/EG des Rates vom 28.&nbsp;November 2006 &uuml;ber das gemeinsame Mehrwertsteuersystem (MwStSystRL) keine Befreiung f&uuml;r Berufsverb&auml;nde vor. Bei Vorliegen echter Mitgliedsbeitr&auml;ge liege nach &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;5 KStG kein wirtschaftlicher Gesch&auml;ftsbetrieb vor. Es erg&auml;ben sich keine Auswirkungen f&uuml;r die K&ouml;rperschaftsteuerbefreiung. Der Berufsverband sei ein freiwilliger Zusammenschluss. Daher vertrete er anders als bei einer Zwangsmitgliedschaft die Interessen aller Mitglieder.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision des FA ist begr&uuml;ndet. Das Urteil des FG ist aufzuheben und die Sache an das FG zur&uuml;ckzuverweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG ist rechtsfehlerhaft davon ausgegangen, dass der Kl&auml;ger bei seinen Verbandsaktivit&auml;ten im vollen Umfang als Unternehmer t&auml;tig war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Unternehmereigenschaft setzt eine entgeltliche Leistungst&auml;tigkeit voraus und beschr&auml;nkt sich dem Umfang nach hierauf.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Unternehmer ist nach &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 UStG, wer eine gewerbliche oder berufliche T&auml;tigkeit selbst&auml;ndig aus&uuml;bt. Das Unternehmen umfasst die gesamte gewerbliche oder berufliche T&auml;tigkeit des Unternehmers. Gewerblich oder beruflich ist jede nachhaltige T&auml;tigkeit zur Erzielung von Einnahmen, auch wenn die Absicht, Gewinn zu erzielen, fehlt oder eine Personenvereinigung nur gegen&uuml;ber ihren Mitgliedern t&auml;tig wird. Unionsrechtlich beruht dies auf Art.&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 MwStSystRL. Als Steuerpflichtiger gilt danach, wer eine wirtschaftliche T&auml;tigkeit unabh&auml;ngig von ihrem Ort, Zweck und Ergebnis selbst&auml;ndig aus&uuml;bt. Als wirtschaftliche T&auml;tigkeit gelten zudem alle T&auml;tigkeiten eines Erzeugers, H&auml;ndlers oder Dienstleistenden einschlie&szlig;lich der T&auml;tigkeiten der Urproduzenten, der Landwirte sowie der freien Berufe und der diesen gleichgestellten Berufe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Wie der Gerichtshof der Europ&auml;ischen Union (EuGH) bereits ausdr&uuml;cklich entschieden hat, setzt die wirtschaftliche T&auml;tigkeit in diesem Sinne voraus, dass mit ihr einer der in Art.&nbsp;2 MwStSystRL genannten Steuertatbest&auml;nde erf&uuml;llt wird (EuGH-Urteil Gemeente Borsele vom 12.&nbsp;Mai 2016 C-520\/14, EU:C:2016:334, Rz&nbsp;21), so dass Leistungen gegen Entgelt i.S. von &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 UStG vorliegen m&uuml;ssen. Dies entspricht der Rechtsprechung des erkennenden Senats (Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 15.&nbsp;Dezember 2016 V&nbsp;R&nbsp;44\/15, BFHE 256, 557, unter II.2.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Bei Vereinen, die gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 UStG auch gegen&uuml;ber ihren Mitgliedern durch Erbringung entgeltlicher Leistungen t&auml;tig sein k&ouml;nnen, ist in Bezug auf das Erfordernis einer entgeltlichen Leistungst&auml;tigkeit f&uuml;r die Unternehmereigenschaft wie folgt zu unterscheiden:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Leistungen einer Vereinigung zur F&ouml;rderung bestimmter Branchenerzeugnisse, die die gemeinsamen Interessen der branchenangeh&ouml;rigen Mitglieder betreffen, die dem gesamten Wirtschaftszweig zugutekommen und bei denen sich eine Wirkung zugunsten der einzelnen Mitglieder nur mittelbar aus den Vorteilen ableitet, die allgemein dem gesamten Wirtschaftszweig erwachsen, f&uuml;hren nicht zu einer entgeltlichen Leistungserbringung an die Mitglieder (EuGH-Urteil Apple and Pear Development Council vom 8.&nbsp;M&auml;rz 1988&nbsp;&nbsp;102\/86, EU:C:1988:120, Rz&nbsp;14). Dies gilt grunds&auml;tzlich f&uuml;r die Wahrnehmung der allgemeinen Mitgliederinteressen (EuGH-Urteil VNLTO vom 12.&nbsp;Februar 2009 C-515\/07, EU:C:2009:88, Rz&nbsp;34).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Demgegen&uuml;ber kann ein Verein gegen&uuml;ber seinen Mitgliedern entgeltliche Leistungen z.B. dadurch erbringen, dass er diesen dauerhaft Sportanlagen und damit verbundene Vorteile zur Verf&uuml;gung stellt, die die Mitglieder z.B. durch ihre Jahresbeitr&auml;ge verg&uuml;ten, ohne dass es dabei darauf ankommt, ob der Verein &quot;auf Verlangen seiner Mitglieder gezielte Leistungen erbringt&quot; (EuGH-Urteil Kennemer Golf vom 21.&nbsp;M&auml;rz 2002 C-174\/00, EU:C:2002:200, Rz&nbsp;40, und Senatsurteile vom 9.&nbsp;August 2007 V&nbsp;R&nbsp;27\/04, BFHE 217, 314, Leitsatz&nbsp;3; vom 11.&nbsp;Oktober 2007 V&nbsp;R&nbsp;69\/06, BFHE 219, 287, Leitsatz&nbsp;2). Mit dieser Rechtsprechung ist die Verwaltungsauffassung, nach der es bei &quot;echten Mitgliederbeitr&auml;gen&quot; allgemein an einem Leistungsaustausch fehlt (Abschn.&nbsp;1.4 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 des Umsatzsteuer-Anwendungserlasses) nicht vereinbar (BFH-Urteil vom 20.&nbsp;M&auml;rz 2014 V&nbsp;R&nbsp;4\/13, BFHE 245, 397, unter II.1.a). Vielmehr ist die Abgrenzung zwischen &quot;echten&quot; und &quot;unechten&quot; Mitgliederbeitr&auml;gen danach vorzunehmen, ob es zu einer Leistungserbringung an die Mitglieder im vorstehenden Sinne kommt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Abweichendes ergibt sich entgegen der Auffassung des Kl&auml;gers nicht aus der Steuerfreiheit nach Art.&nbsp;132 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;l MwStSystRL f&uuml;r die dort bezeichneten Leistungen durch Einrichtungen ohne Gewinnstreben, die z.B. gewerkschaftliche oder staatsb&uuml;rgerliche Ziele verfolgen, an ihre Mitglieder in deren gemeinsamen Interesse gegen einen satzungsm&auml;&szlig;ig festgelegten Betrag, wenn die Steuerfreiheit nicht zu einer Wettbewerbsverzerrung f&uuml;hrt. Denn von einer Steuerbefreiung kann nicht auf eine allgemeine Steuerbarkeit geschlossen werden. Aus Art.&nbsp;132 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;l MwStSystRL folgt daher nur, dass Leistungen gegen satzungsm&auml;&szlig;ig festgelegte Beitr&auml;ge steuerbar sein k&ouml;nnen, was sich ebenso aus der Rechtsprechung von EuGH und BFH ergibt (s. oben II.1.b&nbsp;bb). Nicht abzuleiten ist hieraus, dass alle T&auml;tigkeiten von Einrichtungen ohne Gewinnstreben zu den von der Steuerfreiheit vorausgesetzten &quot;Dienstleistungen und eng damit zusammenh&auml;ngenden Lieferungen&quot; f&uuml;hren. Insoweit bleibt es bei der vorstehenden Abgrenzung (s. oben II.1.b).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Dies ist auch bei Berufsverb&auml;nden i.S. von &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 KStG zu beachten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Berufsverb&auml;nde sind Zusammenschl&uuml;sse nat&uuml;rlicher Personen oder Unternehmen, die allgemeine, aus der beruflichen oder unternehmerischen T&auml;tigkeit erwachsende ideelle und wirtschaftliche Interessen eines Wirtschaftszweigs oder der Angeh&ouml;rigen eines Berufs wahrnehmen (BFH-Urteile vom 4.&nbsp;Juni 2003 I&nbsp;R&nbsp;45\/02, BFHE 203, 43, BStBl II 2003, 891, unter II.1., und vom 13.&nbsp;M&auml;rz 2012 I&nbsp;R&nbsp;46\/11, BFH\/NV 2012, 1181, unter II.1.a). Die Steuerfreiheit der Berufs- und Wirtschaftsverb&auml;nde beruht auf der gesetzespolitischen Anerkennung ihres Wirkens f&uuml;r die allgemeinen wirtschaftlichen Interessen ihrer Mitglieder als eines Wirkens im Interesse der Allgemeinheit (BFH-Urteil vom 29.&nbsp;November 1967 I&nbsp;67\/65, BFHE 91, 45, BStBl II 1968, 236, Leitsatz&nbsp;1). Daher muss der Berufsverband die wirtschaftlichen Interessen aller Angeh&ouml;rigen des Berufs- oder Wirtschaftszweigs wahrnehmen und nicht nur Interessen einzelner Angeh&ouml;riger des Berufs- oder Wirtschaftszweigs als Individualinteressen vertreten (BFH-Urteile in BFHE 203, 43, BStBl II 2003, 891, unter II.1., und in BFH\/NV 2012, 1181, unter II.1.a).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Folge dieser Begriffsdefinition ist auch, dass der Zweck des Berufsverbands &#8211;wie in &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 KStG zudem ausdr&uuml;cklich angeordnet&#8211; nicht auf einen wirtschaftlichen Gesch&auml;ftsbetrieb &quot;gerichtet&quot; sein darf. Wird ein derartiger Gesch&auml;ftsbetrieb demgegen&uuml;ber nur als Nebent&auml;tigkeit unterhalten, ohne Verbandszweck zu sein, ist dies f&uuml;r die Steuerfreiheit dem Grunde nach unbeachtlich, da sie dann nur im Umfang dieser Nebent&auml;tigkeit ausgeschlossen ist (&sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 Satz&nbsp;1, 2 Buchst.&nbsp;a KStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Somit kann der Berufsverband ohne Verlust der K&ouml;rperschaftsteuerbefreiung entgeltliche Leistungen an seine Mitglieder oder Dritte im Rahmen eines wirtschaftlichen Gesch&auml;ftsbetriebs (zum Entstehen des wirtschaftlichen Gesch&auml;ftsbetriebs durch Erbringung entgeltlicher Leistungen vgl. BFH-Urteil in BFHE 245, 397, unter II.2.c&nbsp;bb&nbsp;(1) zu &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;8 Buchst.&nbsp;a Satz&nbsp;2 UStG i.V.m. &sect;&sect;&nbsp;64, 14 der Abgabenordnung &#8211;AO&#8211;) nur erbringen, wenn sein Verbandszweck nicht hierauf gerichtet ist, sondern es sich hierbei um eine Nebent&auml;tigkeit handelt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dementsprechend hat sich die Hauptt&auml;tigkeit des Berufsverbands auf die Wahrnehmung der allgemeinen Mitgliederinteressen zu beschr&auml;nken, wobei sich eine Wirkung zugunsten der einzelnen Mitglieder dann nur mittelbar aus den Vorteilen ableiten darf, die sich allgemein aus der Verbandst&auml;tigkeit ergeben, so dass es nicht zu einer weitergehenden Leistungserbringung an die Mitglieder kommt (s. oben II.1.b&nbsp;aa). Eine derartige Leistungst&auml;tigkeit gegen Entgelt darf &#8211;im Rahmen eines wirtschaftlichen Gesch&auml;ftsbetriebs&#8211; nur Nebenzweck des k&ouml;rperschaftsteuerfreien Berufsverbands sein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Entgegen der Auffassung des Kl&auml;gers besteht kein Wertungswiderspruch zur Besteuerung steuerbeg&uuml;nstigter K&ouml;rperschaften i.S. von &sect;&sect;&nbsp;52&nbsp;ff. AO. Denn wie der BFH bereits ausdr&uuml;cklich entschieden hat, steht auch bei diesen das Unterhalten eines wirtschaftlichen Gesch&auml;ftsbetriebs der Gemeinn&uuml;tzigkeit entgegen, wenn dieser in der Gesamtschau unter Versto&szlig; gegen &sect;&nbsp;56 AO zum Selbstzweck wird und neben die Verfolgung des gemeinn&uuml;tzigen Zwecks tritt (BFH-Urteil vom 4.&nbsp;April 2007 I&nbsp;R&nbsp;76\/05, BFHE 217, 1, BStBl II 2007, 631, unter II.3.c).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nicht zu entscheiden hat der erkennende Senat dabei nach den Verh&auml;ltnissen des Streitfalls, welche Bedeutung bei gemeinn&uuml;tzigen K&ouml;rperschaften nach &sect;&sect;&nbsp;64, 14 AO dem Merkmal einer selbst&auml;ndigen T&auml;tigkeit zukommt. Im Hinblick auf die mit &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;9 KStG verfolgten Ziele (s. oben II.2.a) f&uuml;hren jedenfalls entgeltliche Leistungst&auml;tigkeiten bei den dieser Vorschrift unterliegenden Berufsverb&auml;nden zu einer selbst&auml;ndigen T&auml;tigkeit.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Danach ist das Urteil des FG aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Streitfall hat das FG rechtsfehlerhaft die Stellung des Kl&auml;gers als Berufsverband v&ouml;llig au&szlig;er Betracht gelassen und es damit unterlassen, die gesamten Umst&auml;nde des Streitfalls zu w&uuml;rdigen (zu diesem Erfordernis vgl. z.B. BFH-Urteil vom 24.&nbsp;September 2014 V&nbsp;R&nbsp;54\/13, BFH\/NV 2015, 364, unter II.1.b&nbsp;aa). Hierin liegt ein Rechtsfehler, der zur Aufhebung der Vorentscheidung f&uuml;hrt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Denn wie das FG durch Bezugnahme auf die K&ouml;rperschaftsteuerakten festgestellt hat und im &Uuml;brigen zwischen den Beteiligten auch nicht streitig ist, nimmt der Kl&auml;ger f&uuml;r sich in Anspruch, als Berufsverband nach &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 KStG von der K&ouml;rperschaftsteuer befreit zu sein. Folge einer derartigen Stellung als Berufsverband ist es, dass der Verbandszweck nicht auf einen wirtschaftlichen Gesch&auml;ftsbetrieb durch Erbringung entgeltlicher Leistungen an die Mitglieder gerichtet sein darf und sich eine derartige Leistungst&auml;tigkeit somit auf Nebent&auml;tigkeiten des Berufsverbands zu beschr&auml;nken hat (s. oben II.2.c).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Damit nicht vereinbar ist die Annahme des FG, dass die von den Mitgliedern mit ihren Beitr&auml;gen bezahlte Verbandsarbeit des Kl&auml;gers in allen ihren Auspr&auml;gungen den individuellen Vorteilen der Mitglieder wirtschaftlich f&ouml;rderlich ist, diesen nicht nur mittelbar zugutekommt, sondern das T&auml;tigkeitsangebot Leistungen vergleichbar ist, wie sie ansonsten auch externe Dienstleister wie Werbeagenturen, Lobbyisten, Interessenvertreter, Networker, technische und wissenschaftliche Berater, Marktanalysten u.a. im Interesse ihrer Auftraggeber gegen Entgelt erbringen. Ebenso entspricht es nicht der Stellung eines k&ouml;rperschaftsteuerbefreiten Berufsverbands, wenn die Mitglieder diesem entsprechend dem Vortrag des Kl&auml;gers vorrangig in Erwartung eines individualisierten Nutzens beitreten, es ihnen darum geht, einen Mehrwert f&uuml;r sich zu erhalten, f&uuml;r den sie sonst anderweitige Aufwendungen t&auml;tigen m&uuml;ssen, sie eigene Aufgaben zentral durch den Kl&auml;ger erledigen lassen wollen und hierf&uuml;r Entgelte entrichten, so dass dem Kl&auml;ger in der Gesamtschau die Funktion eines Dienstleisters zukommt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Sache ist nicht spruchreif. Das FG hat im zweiten Rechtsgang &uuml;ber die Unternehmereigenschaft des Kl&auml;gers dem Grunde und dem Umfang nach neu zu entscheiden (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;5 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bei der erneuten W&uuml;rdigung kann das FG durchaus zu dem Ergebnis einer vollumf&auml;nglichen Unternehmerstellung des Kl&auml;gers kommen. Das FA h&auml;tte dann allerdings &#8211;ggf. unter Anwendung von &sect;&nbsp;174 Abs.&nbsp;2 AO&#8211; die sich hieraus ergebenden k&ouml;rperschaftsteuerrechtlichen Konsequenzen zu ziehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sollte das FG demgegen&uuml;ber von einer nur teilweisen Unternehmerstellung des Kl&auml;gers bei der T&auml;tigkeit gegen&uuml;ber den Mitgliedern ausgehen, w&auml;re dies zum einen f&uuml;r die K&ouml;rperschaftsteuerfreiheit unbeachtlich und w&uuml;rde zum anderen dazu f&uuml;hren, dass die Mitgliedsbeitr&auml;ge umsatzsteuerrechtlich teilweise als Entgelt f&uuml;r steuerbare Leistungen anzusehen und dementsprechend aufzuteilen w&auml;ren. Bei einer derartigen Aufteilung ist dann auch die Steuerfreiheit nach &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;22 Buchst.&nbsp;a UStG in Betracht zu ziehen. F&uuml;r den Vorsteuerabzug nach &sect;&nbsp;15 UStG kommt es im &Uuml;brigen vorrangig auf das Bestehen eines direkten und unmittelbaren Zusammenhangs zwischen Eingangsleistungen und einzelnen nichtsteuerbaren, steuerfreien oder steuerpflichtigen T&auml;tigkeitsbereichen an. Eine Vorsteueraufteilung ist nur f&uuml;r die Leistungsbez&uuml;ge vorzunehmen, die mit mehreren dieser Bereiche direkt und unmittelbar zusammenh&auml;ngen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die &Uuml;bertragung der Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 13.12.2018, V R 45\/17ECLI:DE:BFH:2018:U.131218.VR45.17.0 Berufsverb&auml;nde in der Umsatzsteuer Leits&auml;tze Ein Berufsverband i.S. von &sect; 5 Abs. 1 Nr. 5 KStG kann entgeltliche Leistungen an seine Mitglieder oder Dritte im Rahmen eines wirtschaftlichen Gesch&auml;ftsbetriebs nur erbringen, wenn sein Verbandszweck nicht hierauf gerichtet ist, sondern es sich hierbei um eine Nebent&auml;tigkeit handelt. Tenor Auf &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/v-r-45-17-berufsverbaende-in-der-umsatzsteuer\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">V&nbsp;R&nbsp;45\/17 &#8211; Berufsverb&auml;nde in der Umsatzsteuer<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-70523","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70523","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=70523"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70523\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=70523"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=70523"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=70523"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}