{"id":70526,"date":"2019-03-29T12:15:40","date_gmt":"2019-03-29T10:15:40","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=70526"},"modified":"2019-03-29T12:15:40","modified_gmt":"2019-03-29T10:15:40","slug":"ix-r-13-17-geschlossener-immobilienfonds-beiladung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ix-r-13-17-geschlossener-immobilienfonds-beiladung\/","title":{"rendered":"IX&nbsp;R&nbsp;13\/17 &#8211; Geschlossener Immobilienfonds &#8211; Beiladung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 4.12.2018, IX R 13\/17<br \/>ECLI:DE:BFH:2018:U.041218.IXR13.17.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Geschlossener Immobilienfonds &#8211; Beiladung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>NV: Eine KG mit Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung ist zu dem finanzgerichtlichen Verfahren eines ihrer Gesellschafter, der den Ansatz von Rechtsverfolgungskosten als Sonderwerbungskosten geltend macht, notwendig beizuladen.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision des Kl&auml;gers wird das Urteil des Hessischen Finanzgerichts vom 23. August 2016&nbsp;&nbsp;7 K 1015\/15 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Sache wird an das Hessische Finanzgericht zur&uuml;ckverwiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Diesem wird die Entscheidung &uuml;ber die Kosten des Revisionsverfahrens &uuml;bertragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) h&auml;lt seit Ende des Jahres 1996 eine Beteiligung an dem geschlossenen Immobilienfonds X-GmbH&nbsp;&#038;&nbsp;Co.&nbsp;KG. Die vereinbarte Beteiligungssumme betrug netto 61.355,03&nbsp;EUR zuz&uuml;glich eines Agios in H&ouml;he von 5&nbsp;%, insgesamt somit 64.422,78&nbsp;EUR. Der Kl&auml;ger erzielte hieraus &uuml;ber mehrere Jahre Eink&uuml;nfte aus Vermietung und Verpachtung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Da sich die Beteiligung wirtschaftlich nachteilig entwickelte, beantragte der Kl&auml;ger am 15.&nbsp;Dezember 2011 bei der &ouml;ffentlichen Rechtsauskunft- und Vergleichsstelle (&Ouml;RA) der Stadt Y die Einleitung eines G&uuml;teverfahrens gegen die Z-Grundbesitz mbH und die M-Bank mit dem Antrag, im Wege des gro&szlig;en Schadensersatzes die gezahlte Einlage zuz&uuml;glich Agio und entgangenen Gewinn, abz&uuml;glich erhaltener Aussch&uuml;ttungen, mithin 102.350,43&nbsp;EUR Zug um Zug gegen &Uuml;bertragung der Beteiligung zur&uuml;ckzuzahlen. Hierf&uuml;r berechnete die &Ouml;RA im Jahr 2012 (Streitjahr) Geb&uuml;hren in H&ouml;he von 745&nbsp;EUR, ausgehend von einem Gegenstandswert von 102.350,43&nbsp;EUR. Der vom Kl&auml;ger beauftragte Rechtsanwalt stellte mit Rechnung vom 10.&nbsp;Januar 2012 Geb&uuml;hren in H&ouml;he von 1.825,32&nbsp;EUR auf einen Gegenstandswert von 61.355,03&nbsp;EUR in Rechnung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nachdem das G&uuml;teverfahren Ende November 2012 gescheitert war, erhob der Kl&auml;ger beim Landgericht Klage gegen die M-Bank auf Schadensersatz wegen Prospekthaftung und Beratungsverschulden. Auch hier machte der Kl&auml;ger neben dem Hauptanspruch in H&ouml;he von 64.422,78&nbsp;EUR einen Anspruch auf entgangenen Gewinn in H&ouml;he von 37.927,66&nbsp;EUR geltend. Die Klage blieb in erster und zweiter Instanz erfolglos. Der urspr&uuml;nglich auf 102.350,44&nbsp;EUR festgesetzte Geb&uuml;hrenstreitwert wurde mit Beschluss des Oberlandesgerichts vom 7.&nbsp;M&auml;rz 2014 auf 64.422,78&nbsp;EUR herabgesetzt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Bescheid f&uuml;r 2012 &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen und des verrechenbaren Verlustes nach &sect;&nbsp;15a Abs.&nbsp;4&nbsp;des Einkommensteuergesetzes (EStG) vom 2.&nbsp;Mai&nbsp;2014 versagte der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) dem Kl&auml;ger den Ansatz von Rechtsverfolgungskosten in H&ouml;he von insgesamt 2.570,32&nbsp;EUR als Sonderwerbungskosten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der hiergegen gerichtete Einspruch hatte keinen Erfolg. Das Finanzgericht (FG) wies die dagegen erhobene Klage mit dem in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2017, 1165 ver&ouml;ffentlichten Urteil ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gt der Kl&auml;ger die Verletzung materiellen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt,<br \/>das Urteil des Hessischen FG vom 23.&nbsp;August 2016&nbsp;&nbsp;7&nbsp;K&nbsp;1015\/15 aufzuheben, den Bescheid f&uuml;r 2012 &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen und des verrechenbaren Verlustes nach &sect;&nbsp;15a Abs.&nbsp;4 EStG vom 2.&nbsp;Mai 2014 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 15.&nbsp;Mai 2015 dahingehend abzu&auml;ndern, dass weitere Sonderwerbungskosten in H&ouml;he von 2.570,32&nbsp;EUR bei den Eink&uuml;nften des Kl&auml;gers aus Vermietung und Verpachtung, resultierend aus seiner Kommanditbeteiligung an der X-GmbH&nbsp;&#038;&nbsp;Co.&nbsp;KG, zum Abzug zugelassen werden,<br \/>hilfsweise,<br \/>das Urteil des Hessischen FG vom 23.&nbsp;August 2016&nbsp;&nbsp;7&nbsp;K&nbsp;1015\/15 aufzuheben und die Sache zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung an das Hessische FG zur&uuml;ckzuverweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung des angefochtenen Urteils und zur Zur&uuml;ckverweisung der Sache an das FG zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG hat es verfahrensfehlerhaft unterlassen, die X-GmbH&nbsp;&#038;&nbsp;Co.&nbsp;KG zum Verfahren notwendig beizuladen. Die unterbliebene notwendige Beiladung ist ein vom Revisionsgericht von Amts wegen zu pr&uuml;fender Versto&szlig; gegen die Grundordnung des Verfahrens (vgl. z.B. Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 13.&nbsp;April 2017 IV&nbsp;R&nbsp;25\/15, BFH\/NV 2017, 1182, Rz&nbsp;7&nbsp;f., m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;60 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 FGO sind Dritte (notwendig) zum Verfahren beizuladen, wenn sie an dem streitigen Rechtsverh&auml;ltnis derart beteiligt sind, dass die Entscheidung auch ihnen gegen&uuml;ber nur einheitlich ergehen kann. Dies gilt nicht f&uuml;r Mitberechtigte, die nach &sect;&nbsp;48 FGO nicht klagebefugt sind (&sect;&nbsp;60 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Eine KG mit Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung ist nach &sect;&nbsp;48 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Alternative&nbsp;1 FGO im finanzgerichtlichen Verfahren wegen gesonderter und einheitlicher Feststellung sowohl beteiligtenf&auml;hig als auch subjektiv klagebefugt. Die genannte Regelung ist dahin zu verstehen, dass die Personengesellschaft als Prozessstandschafterin f&uuml;r ihre Gesellschafter und ihrerseits vertreten durch ihren Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Klage gegen den Feststellungsbescheid erheben kann, der sich inhaltlich nicht an die Gesellschaft, sondern an die einzelnen Gesellschafter als Subjekte der Einkommensteuer richtet (vgl. z.B. BFH-Urteil vom 29.&nbsp;November 2012 IV&nbsp;R&nbsp;37\/10, BFH\/NV 2013, 910, Rz&nbsp;17, zur GbR, und Senatsurteil vom 11.&nbsp;August 1992 IX&nbsp;R&nbsp;6\/88, BFH\/NV 1993, 45; vgl. auch Gr&auml;ber\/Levedag, Finanzgerichtsordnung, 8.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;48 Rz&nbsp;31&nbsp;f.). Die KG ist hierbei auch dann zu dem Rechtsstreit eines ihrer Gesellschafter beizuladen, wenn sie von dem Ausgang des Verfahrens nicht betroffen ist (z.B. Senatsurteil vom 30.&nbsp;November 1993 IX&nbsp;R&nbsp;20\/92, BFH\/NV 1995, 975, und Senatsbeschluss vom 11.&nbsp;Februar 2002 IX&nbsp;B&nbsp;146\/01, BFH\/NV 2002, 796, unter II.1.a, m.w.N.; Gr&auml;ber\/ Levedag, a.a.O., &sect;&nbsp;60 Rz&nbsp;59 Stichwort: &quot;Gesellschafter\/Gemeinschafter&quot; und &quot;Sonderwerbungskosten&quot;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der BFH kann im Rahmen des ihm zustehenden Ermessens eine vom FG zu Unrecht unterlassene notwendige Beiladung im Revisionsverfahren nach &sect;&nbsp;123 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 i.V.m. &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 FGO nachholen (vgl. z.B. BFH-Urteile vom 5.&nbsp;Juni 2008 IV&nbsp;R&nbsp;79\/05, BFHE 222, 20, BStBl II 2009, 15, unter II.1., m.w.N., und vom 7.&nbsp;Juni 2018 IV&nbsp;R&nbsp;11\/16, BFH\/NV 2018, 1156, Rz&nbsp;24, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Der Senat &uuml;bt sein Ermessen &#8211;im Interesse der Verfahrensbeschleunigung und zur Vermeidung von Verfahrenskosten&#8211; dahingehend aus, den Rechtsstreit zur Entscheidung &uuml;ber die Beiladung der X-GmbH&nbsp;&#038;&nbsp;Co.&nbsp;KG an das FG zur&uuml;ckzuverweisen. Aus den Gr&uuml;nden der Vorentscheidung wird nicht ersichtlich, weshalb das FG die X-GmbH&nbsp;&#038;&nbsp;Co.&nbsp;KG nicht zum Verfahren beigeladen hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. F&uuml;r den zweiten Rechtsgang weist der Senat &#8211;ohne Bindungswirkung f&uuml;r das FG&#8211; darauf hin, dass ausweislich der in Bezug genommenen Einspruchsentscheidung vom 15.&nbsp;Mai 2015, der steuerliche Berater der KG zur Fristwahrung form- und fristgerecht Einspruch eingelegt habe, da Sonderwerbungskosten der Anleger teilweise unber&uuml;cksichtigt geblieben seien. Insoweit stellt sich die Frage, ob das sich bei den beigezogenen Akten befindliche Schreiben vom 3.&nbsp;Juli 2014 (vgl. Einkommensteuerakte Bl.&nbsp;182) ein eigener Einspruch des Kl&auml;gers ist. Hiergegen k&ouml;nnte sprechen, dass der Kl&auml;ger als Rechtsanwalt in dem Schreiben ausdr&uuml;cklich nur erkl&auml;rt hat, er werde das Rechtsmittelverfahren &quot;fortf&uuml;hren&quot;, das Schreiben erst am 4.&nbsp;Juli 2014 und damit au&szlig;erhalb der Einspruchsfrist des &sect;&nbsp;355 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 der Abgabenordnung (AO) beim FA eingegangen ist, der Einspruch daher wohl unzul&auml;ssig w&auml;re und der Kl&auml;ger zum Einspruchsverfahren der KG nach &sect;&nbsp;360 Abs.&nbsp;3 AO ohnehin notwendig hinzuzuziehen gewesen w&auml;re. Ob die notwendige Hinzuziehung erfolgt ist, kann der Senat nicht beurteilen; die Einspruchsentscheidung vom 15.&nbsp;Mai 2015 spricht f&uuml;r die Annahme, dass eine Hinzuziehung (bislang) nicht erfolgt ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 4.12.2018, IX R 13\/17ECLI:DE:BFH:2018:U.041218.IXR13.17.0 Geschlossener Immobilienfonds &#8211; Beiladung Leits&auml;tze NV: Eine KG mit Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung ist zu dem finanzgerichtlichen Verfahren eines ihrer Gesellschafter, der den Ansatz von Rechtsverfolgungskosten als Sonderwerbungskosten geltend macht, notwendig beizuladen. Tenor Auf die Revision des Kl&auml;gers wird das Urteil des Hessischen Finanzgerichts vom 23. 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