{"id":70564,"date":"2019-04-08T19:24:36","date_gmt":"2019-04-08T17:24:36","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=70564"},"modified":"2019-04-08T19:24:36","modified_gmt":"2019-04-08T17:24:36","slug":"x-b-45-18-beruecksichtigung-eines-schrottwertes-von-schiffen-bei-der-bemessung-der-afa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-45-18-beruecksichtigung-eines-schrottwertes-von-schiffen-bei-der-bemessung-der-afa\/","title":{"rendered":"X&nbsp;B&nbsp;45\/18 &#8211; Ber&uuml;cksichtigung eines Schrottwertes von Schiffen bei der Bemessung der AfA"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 1.3.2019, X B 45\/18<br \/>ECLI:DE:BFH:2019:B.010319.XB45.18.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Ber&uuml;cksichtigung eines Schrottwertes von Schiffen bei der Bemessung der AfA<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. NV: Im Rahmen der Pr&uuml;fung, ob bei der Bemessung der AfA von Schiffen ein verbleibender Schrottwert im Verh&auml;ltnis zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten wirtschaftlich ins Gewicht f&auml;llt, ist auf die tats&auml;chlichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzustellen.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. NV: Die Ermittlung der Umst&auml;nde und Kriterien, die im Bereich der Binnenschifffahrt zur Bestimmung eines &#8211;der absoluten H&ouml;he nach&#8211; als erheblich ins Gewicht fallenden Wertes ma&szlig;gebend sind, sowie deren Feststellung und W&uuml;rdigung im konkreten Einzelfall obliegt dem hierf&uuml;r berufenen FG.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Beschwerde des Beklagten wegen Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des Finanzgerichts Baden-W&uuml;rttemberg vom 14. Februar 2018 7 K 1320\/17 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Beschwerdeverfahrens hat der Beklagte zu tragen.<\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beschwerde ist zum Teil unzul&auml;ssig und im &Uuml;brigen unbegr&uuml;ndet. Sie ist daher insgesamt als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Revision ist nicht wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung der Rechtssache gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung (FGO) zuzulassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Grunds&auml;tzliche Bedeutung kommt einer Rechtssache zu, wenn die f&uuml;r die Beurteilung des Streitfalls ma&szlig;gebliche Rechtsfrage das (abstrakte) Interesse der Allgemeinheit an der einheitlichen Entwicklung und Handhabung des Rechts ber&uuml;hrt. Au&szlig;erdem muss die Rechtsfrage kl&auml;rungsbed&uuml;rftig und in einem k&uuml;nftigen Revisionsverfahren kl&auml;rungsf&auml;hig sein (vgl. statt vieler Senatsbeschluss vom 23.&nbsp;Januar 2013 X&nbsp;B&nbsp;84\/12, BFH\/NV 2013, 771, Rz&nbsp;9). An der Kl&auml;rungsbed&uuml;rftigkeit fehlt es, wenn die Rechtsfrage durch die Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) hinreichend gekl&auml;rt ist und keine neuen Gesichtspunkte erkennbar sind, die eine erneute Pr&uuml;fung und Entscheidung erforderlich machen (vgl. z.B. Senatsbeschluss vom 23.&nbsp;Juni 2017 X&nbsp;B&nbsp;151\/16, BFH\/NV 2017, 1434, Rz&nbsp;7; ebenso BFH-Beschluss vom 22.&nbsp;Dezember 2011 XI&nbsp;B&nbsp;21\/11, BFH\/NV 2012, 813, Rz&nbsp;5).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Diese Voraussetzungen sind f&uuml;r keine der vom Beklagten und Beschwerdef&uuml;hrer (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) formulierten Rechtsfragen erf&uuml;llt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Das FA wirft zum einen folgende Rechtsfrage auf:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>&quot;Ist f&uuml;r die Beurteilung, ob bei einem Binnenschiff ein ins Gewicht fallender Rest-Schrottwert vorliegt, im Rahmen der Pr&uuml;fung der relativen Wertgrenze auf die tats&auml;chlichen oder auf die fiktiven (f&uuml;r ein vergleichbares Neuschiff) Anschaffungskosten abzustellen?&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Da die Rechtsfrage, so wie gestellt, nicht mit &quot;ja&quot; oder mit &quot;nein&quot; beantwortet werden kann (vgl. BFH-Beschluss vom 21.&nbsp;September 2016 VI&nbsp;B&nbsp;34\/16, BFH\/NV 2017, 26, Rz&nbsp;5), ist zun&auml;chst klarzustellen, dass hier &#8211;nicht voneinander getrennt&#8211; zwei Rechtsfragen formuliert werden, ob n&auml;mlich (bei den Absetzungen f&uuml;r Abnutzung &#8211;AfA&#8211;) auf die tats&auml;chlichen Anschaffungskosten (&quot;ja&quot;) oder auf die fiktiven Anschaffungskosten (&quot;nein&quot;) abzustellen sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Beide Rechtsfragen sind durch die Rechtsprechung des BFH bereits hinreichend gekl&auml;rt (vgl. Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 7.&nbsp;Dezember 1967 GrS&nbsp;1\/67, BFHE 91, 93, BStBl II 1968, 268, Rz&nbsp;17&nbsp;ff.; BFH-Urteile vom 22.&nbsp;Juli 1971 IV&nbsp;R&nbsp;74\/66, BFHE 103, 63, BStBl II 1971, 800, unter 2.; vom 4.&nbsp;Juni 1992 IV&nbsp;R&nbsp;101\/90, BFHE 169, 397, BStBl II 1993, 276, unter 3.; vom 1.&nbsp;Oktober 1992 IV&nbsp;R&nbsp;97\/91, BFHE 169, 180, BStBl II 1993, 284, unter 4.). Danach kommt es bei der Frage der relativen Gewichtigkeit auf das Verh&auml;ltnis zwischen Schrottwert und den tats&auml;chlichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten, also nicht auf das Verh&auml;ltnis zu fiktiven Anschaffungs- oder Herstellungskosten an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach der Rechtsprechung des Gro&szlig;en Senats des BFH (vgl. Beschluss in BFHE 91, 93, BStBl II 1968, 268, Rz&nbsp;17&nbsp;ff.) bezwecken die AfA den Ausgleich des Wertverlusts, der an den Gegenst&auml;nden des Anlageverm&ouml;gens durch die Nutzung im Betrieb entsteht. Da ein schrottreifer Gegenstand nicht mehr im Betrieb genutzt werde, k&ouml;nne bei ihm deshalb ein Wertverlust durch Abnutzung nicht entstehen. Weil die AfA nur den durch die Abnutzung entstandenen Wertverlust ausgleichen sollten, m&uuml;sse ein erheblicher Schrottwert bei der Bemessung der AfA ausscheiden. Die Regelung der AfA in &sect;&nbsp;7 des Einkommensteuergesetzes (EStG) sei sehr schematisch und diene insoweit der Vereinfachung. Dem Willen des Gesetzgebers zur Schematisierung und Vereinfachung sei dadurch Rechnung zu tragen, dass in den Regelf&auml;llen, in denen der Schrottwert im Vergleich zu den Anschaffungskosten oder Herstellungskosten wirtschaftlich nicht ins Gewicht falle, die AfA bis auf den Erinnerungswert von 1&nbsp;DM (EUR) vorzunehmen seien. Nur wenn, wie im Allgemeinen bei schweren Gegenst&auml;nden und bei Gegenst&auml;nden aus wertvollem Material (z.B. bei Schiffen), ein Schrottwert zu erwarten sei, der im Vergleich zu den Anschaffungskosten oder Herstellungskosten erheblich ins Gewicht falle, sei dieser bei der Verteilung der Anschaffungskosten oder Herstellungskosten auf die betriebsgew&ouml;hnliche Nutzungsdauer in der Weise zu ber&uuml;cksichtigen, dass lediglich der Unterschied zwischen den Anschaffungskosten und Herstellungskosten und dem Schrottwert verteilt werde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hiernach kommt es bei der Bestimmung der AfA auf die Erheblichkeit des Schrottwerts in Relation zu den tats&auml;chlichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten an. In diesem Zusammenhang ist die vom Finanzgericht (FG) hervorgehobene Unterscheidung danach, ob ein neues oder gebrauchtes Wirtschaftsgut angeschafft wurde, unerheblich. Der Umstand, dass sich der Wert eines gebrauchten Wirtschaftsguts im Laufe der Zeit durch Abnutzung vermindert, so dass bei dem &#8211;f&uuml;r die Bemessung der AfA&#8211; vorzunehmenden Vergleich der Schrottwert im Verh&auml;ltnis zu den Anschaffungskosten mit zunehmendem Wertverlust st&auml;rker ins Gewicht f&auml;llt, liegt auf tats&auml;chlicher Ebene. Hieraus &#8211;wie das FG&#8211; eine rechtfertigungsbed&uuml;rftige Benachteiligung gebrauchter Wirtschaftsg&uuml;ter gegen&uuml;ber neuen Wirtschaftsg&uuml;tern abzuleiten, &uuml;berzeugt daher ebenso wenig wie die behauptete Notwendigkeit eines R&uuml;ckgriffs auf einen rein fiktiven, schwer feststellbaren Anschaffungswert f&uuml;r ein neues Wirtschaftsgut, das ohnehin im Hinblick auf Fortschritt und Entwicklung nur mehr oder weniger mit einem fr&uuml;her &#8211;m&ouml;glicherweise vor Jahrzehnten hergestellten&#8211; gebrauchten Wirtschaftsgut vergleichbar w&auml;re.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die angegriffene Entscheidung des FG hat zwar die bisherige BFH-Rechtsprechung im konkreten Einzelfall &#8211;bei der Ermittlung der AfA von Binnenschiffen&#8211; nicht zutreffend angewendet. Die R&uuml;ge der falschen Rechtsanwendung durch das FG ist aber im Nichtzulassungsbeschwerdeverfahren grunds&auml;tzlich unbeachtlich (vgl. BFH-Beschluss vom 7.&nbsp;Oktober 2015 VI&nbsp;B&nbsp;49\/15, BFH\/NV 2016, 38, Rz&nbsp;20) und vermag nur unter den &#8211;hier nicht hinreichend dargelegten&#8211; Voraussetzungen des &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 FGO (dazu unter 2.) die Revisionszulassung zu rechtfertigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Desgleichen kommt auch der weiteren Rechtsfrage,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>&quot;Ist f&uuml;r die Beurteilung, ob bei einem Binnenschiff ein ins Gewicht fallender Rest-Schrottwert vorliegt, im Rahmen der Pr&uuml;fung der absoluten Wertgrenze ein um die Inflation seit 1971 bereinigter Wert von 20.000&nbsp;DM heranzuziehen?&quot;,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>keine grunds&auml;tzliche Bedeutung zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Es kann offenbleiben, ob das Beschwerdevorbringen des FA den Darlegungsanforderungen nach &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO gen&uuml;gt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bedenken bestehen insoweit, als das FA &#8211;bez&uuml;glich der Kl&auml;rungsbed&uuml;rftigkeit der aufgeworfenen Rechtsfrage&#8211; allein die finanzbeh&ouml;rdliche Erlass- und Verf&uuml;gungslage ohne Auswertung der hierzu in der Literatur vertretenen Auffassungen darstellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dar&uuml;ber hinaus ist zweifelhaft, ob die Kl&auml;rungsf&auml;higkeit der weiteren Rechtsfrage in der Beschwerdebegr&uuml;ndung schl&uuml;ssig dargetan ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA geht im Kern davon aus, dass die vom FG herangezogene absolute Grenze der bisherigen BFH-Rechtsprechung nicht zu entnehmen sei, vielmehr noch (erstmals) ein absoluter Mindestwert gefunden werden m&uuml;sse, der auf nachvollziehbaren Grundlagen beruhe. Insoweit f&uuml;hrt es aus, dass als Anhaltspunkt f&uuml;r eine Wertfindung dienen k&ouml;nnte, was die einschl&auml;gigen Umsatz- und Ertragszahlen des Gewerbes &quot;Binnenschifffahrt&quot; als wirtschaftlich ins Gewicht fallend erscheinen lie&szlig;en.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese Begr&uuml;ndung l&auml;sst nicht erkennen, inwieweit auf der Grundlage der aufgeworfenen Rechtsfrage eine absolute Wertgrenze in einem Revisionsverfahren bestimmt werden k&ouml;nnte. Das FA selbst h&auml;lt diesbez&uuml;glich den R&uuml;ckgriff auf Sachverhaltsumst&auml;nde (z.B. Umsatz- und Ertragszahlen in der Binnenschifffahrt) f&uuml;r bedeutsam, die vom FG nicht festgestellt worden sind, ohne dass Verfahrensr&uuml;gen erhoben wurden. Nach der Beschwerde selbst w&auml;re die aufgeworfene Rechtsfrage somit nicht kl&auml;rungsf&auml;hig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Die Beschwerde ist jedenfalls unbegr&uuml;ndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(a) Dem FA ist allerdings darin beizupflichten, dass sich dem BFH-Urteil in BFHE 103, 63, BStBl II 1971, 800, unter 2.a), auf das das FG f&uuml;r seinen Ansatz Bezug nimmt, eine absolute Wertgrenze in H&ouml;he von 20.000&nbsp;DM, die &#8211;lediglich durch Ber&uuml;cksichtigung der zwischenzeitlich eingetretenen Inflation&#8211; auf die Verh&auml;ltnisse des Streitjahres 2011 fortgeschrieben werden m&uuml;sste und daher 31.588&nbsp;EUR betragen w&uuml;rde, nicht entnehmen l&auml;sst.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Vielmehr hat der IV. Senat des BFH seinerzeit allein entschieden, die Auffassung des FG, dass die angesetzten Schrottwerte ihrer absoluten H&ouml;he nach nicht ins Gewicht fielen, nicht zu beanstanden sei. Bei einem Schrottwert von 3.600&nbsp;DM k&ouml;nne schon der absoluten H&ouml;he nach nicht von einem bedeutenden Restwert i.S. der oben dargestellten Rechtsprechung des Gro&szlig;en Senats des BFH gesprochen werden. Den Inhalt der damaligen Einkommensteuerkartei der Oberfinanzdirektion M&uuml;nchen-N&uuml;rnberg, wonach ein erheblich ins Gewicht fallender Schrottwert bei Schiffen nicht anzunehmen sei, wenn er voraussichtlich weder mehr als 10&nbsp;v.H. der Anschaffungs- oder Herstellungskosten des Wirtschaftsgutes noch mehr als 20.000&nbsp;DM betragen werde, hat der IV.&nbsp;Senat des BFH in seinem Urteil in BFHE 103, 63, BStBl II 1971, 800 lediglich als Beleg f&uuml;r seine &#8211;seinerzeit erstmals vertretene&#8211; Auffassung angef&uuml;hrt, dass der relative Ma&szlig;stab nicht das einzige Kriterium f&uuml;r die Gewichtigkeit eines Schrottwerts sei, vielmehr von einem betr&auml;chtlichen Restwert nur gesprochen werden k&ouml;nne, wenn dieser auch absolut gesehen ins Gewicht falle. Hiervon &#8211;von einem Kriterium der absoluten Gewichtigkeit&#8211; gehe zum Teil auch die Finanzverwaltung selbst aus. Nur insoweit verweist der IV.&nbsp;Senat des BFH auf die genannte Einkommensteuerkartei, ohne jedoch auf die darin enthaltenen Wertgrenzen n&auml;her einzugehen oder abzustellen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(b) Dennoch kann die Revision nicht zugelassen werden, denn die grunds&auml;tzliche Bedeutung ist mangels Kl&auml;rungsf&auml;higkeit der aufgeworfenen Rechtsfrage zu verneinen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(aa) Nach st&auml;ndiger Rechtsprechung setzt die Zulassung wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung der Rechtssache (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO) voraus, dass eine Kl&auml;rung der aufgeworfenen Rechtsfrage im Revisionsverfahren erwartet werden kann. Die Revision ist in diesem Falle jedoch nur dann zuzulassen, wenn sich die grunds&auml;tzliche Bedeutung unmittelbar und nicht erst aufgrund weiterer Sachaufkl&auml;rung nach Aufhebung und Zur&uuml;ckverweisung beantworten l&auml;sst (vgl. BFH-Beschluss vom 12.&nbsp;Dezember 2000 III&nbsp;B&nbsp;61\/00, BFH\/NV 2001, 634, Rz&nbsp;2; Gr&auml;ber\/Ratschow, Finanzgerichtsordnung, 8.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;115 Rz&nbsp;33).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(bb) An einer Kl&auml;rungsf&auml;higkeit in diesem Sinne fehlt es hier, da sich der BFH in einem k&uuml;nftigen Revisionsverfahren nicht in bindender Weise zu der aufgeworfenen Rechtsfrage &auml;u&szlig;ern k&ouml;nnte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diesbez&uuml;glich muss zun&auml;chst einmal &#8211;gegebenenfalls mithilfe eines Sachverst&auml;ndigengutachtens&#8211; aufgekl&auml;rt werden, welche Umst&auml;nde bzw. Kriterien im Bereich der Binnenschifffahrt zur Bestimmung eines &#8211;der absoluten H&ouml;he nach&#8211; als erheblich ins Gewicht fallenden Wertes ma&szlig;gebend sind. Die Ermittlung dieser Umst&auml;nde, deren Feststellung und W&uuml;rdigung im Einzelfall obliegt dem hierf&uuml;r berufenen FG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zudem ist zu ber&uuml;cksichtigen, dass bei der Bestimmung eines der absoluten H&ouml;he nach bedeutenden Restwertes m&ouml;glicherweise auch nach dem jeweils in Rede stehenden Gegenstand zu unterscheiden ist. So ist der bei Binnenschiffen als unerheblich angesehene Restwert von 3.600&nbsp;DM bei der Betrachtung des Schlachtwertes einer Kuh gerade nicht als entscheidender (unerheblicher) Wert betrachtet worden (vgl. BFH-Urteil in BFHE 169, 397, BStBl II 1993, 276, unter 3.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Vor diesem Hintergrund d&uuml;rfte auch eine Unterscheidung zwischen Binnenschiffen und Seeschiffen angezeigt sein, worauf die differenzierende Erlass- und Verf&uuml;gungslage der Finanzbeh&ouml;rden hindeutet. Eine entsprechende Pr&uuml;fung w&auml;re ebenfalls vom FG vorzunehmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Da somit die zur Beantwortung der aufgeworfenen Rechtsfrage vorausgehenden Feststellungen bez&uuml;glich der wertbestimmenden Umst&auml;nde durch die hierzu berufene Instanz fehlen, ist die Kl&auml;rung in einem Revisionsverfahren nicht zu erwarten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Nach dem Vorstehenden scheidet auch eine Zulassung der Revision zur Fortbildung des Rechts (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;1 FGO) aus. Die aufgeworfenen Rechtsfragen sind in einem Revisionsverfahren nicht kl&auml;rungsbed&uuml;rftig (s. unter 1.&nbsp;b). Dieser Zulassungsgrund stellt einen Spezialfall des Zulassungsgrundes der grunds&auml;tzlichen Bedeutung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO dar und setzt ebenfalls das Vorliegen einer hinreichend bestimmten und im Allgemeininteresse liegenden kl&auml;rungsbed&uuml;rftigen und kl&auml;rbaren Rechtsfrage voraus (st&auml;ndige BFH-Rechtsprechung, vgl. z.B. Beschl&uuml;sse vom 2.&nbsp;April 2014 XI&nbsp;B&nbsp;16\/14, BFH\/NV 2014, 1098, Rz&nbsp;14, und vom 15.&nbsp;Dezember 2004 X&nbsp;B&nbsp;48\/04, BFH\/NV 2005, 698, Rz&nbsp;2, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Revision ist auch nicht zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung zuzulassen (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Voraussetzungen einer Divergenz nach &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;2 FGO werden nicht in einer &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO gen&uuml;genden Weise dargelegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Zur schl&uuml;ssigen Darlegung einer Divergenzr&uuml;ge geh&ouml;rt u.a. eine hinreichend genaue Bezeichnung der vermeintlichen Divergenzentscheidung sowie die Gegen&uuml;berstellung tragender, abstrakter Rechtss&auml;tze aus dem angefochtenen Urteil des FG einerseits und aus den behaupteten Divergenzentscheidungen andererseits, um eine Abweichung deutlich erkennbar zu machen (vgl. Senatsbeschl&uuml;sse vom 10.&nbsp;Mai 2012 X&nbsp;B&nbsp;57\/11, BFH\/NV 2012, 1307, Rz&nbsp;2, 3, m.w.N., sowie vom 5.&nbsp;M&auml;rz 2018 X&nbsp;B&nbsp;44\/17, BFH\/NV 2018, 637, Rz&nbsp;17&nbsp;ff.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Diesen Anforderungen gen&uuml;gt die Beschwerdebegr&uuml;ndung nicht. Soweit das FA dem angefochtenen Urteil den Rechtssatz entnimmt, dass im Rahmen der Untersuchung, ob ein ins Gewicht fallender Rest-Schrottwert vorliege, zur Bestimmung der relativen Wertgrenze auf das Verh&auml;ltnis zwischen Rest-Schrottwert und den Anschaffungs- oder Herstellungskosten eines neuen Wirtschaftsgutes abzustellen sei, stellt es diesem Satz jedoch &#8211;im &Uuml;brigen auch ohne Benennung einer Divergenzentscheidung&#8211; keinen hiervon abweichenden Rechtssatz gegen&uuml;ber. Vielmehr wird lediglich allgemein ausgef&uuml;hrt, es l&auml;gen keine Anhaltspunkte daf&uuml;r vor, dass der BFH in seiner bisherigen Judikatur zu diesem Themenbereich von einem gesonderten, von der Begrifflichkeit des &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;7 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG abweichenden Begriff der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten ausgegangen sei. Soweit die Beschwerde in diesem Zusammenhang die Entscheidung des BFH in BFHE 103, 63, BStBl II 1971, 800 anf&uuml;hrt, wird wiederum kein dieser Entscheidung zugrunde liegender, divergierender Rechtssatz herausgearbeitet. Vielmehr dient die Bezugnahme hier lediglich als weiteres Argument des FA f&uuml;r die Ma&szlig;geblichkeit der tats&auml;chlichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten: So sei der Ansatz des FG, bei der Relation auf die Anschaffungs- oder Herstellungskosten eines neuen Wirtschaftsgutes abzustellen, mit Blick auf die in dieser Entscheidung vom BFH vorgenommene Einf&uuml;hrung eines absoluten Mindestwertes nicht &uuml;berzeugend. Dem Umstand, dass mit abnehmenden Anschaffungskosten in der Verkaufskette f&uuml;r gebrauchte Schiffe auch der relative Wert kontinuierlich abnehme, habe der BFH gerade mithilfe des absoluten Mindestwertes Rechnung tragen wollen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Revision ist auch nicht nach &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;2 FGO wegen eines (qualifizierten) Rechtsfehlers zuzulassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Dieser Zulassungsgrund ist nur gegeben, wenn die Entscheidung des FG in einem solchen Ma&szlig;e fehlerhaft ist, dass das Vertrauen in die Rechtsprechung nur durch eine h&ouml;chstrichterliche Korrektur der finanzgerichtlichen Entscheidung wiederhergestellt werden kann; die Entscheidung muss objektiv willk&uuml;rlich erscheinen oder greifbar gesetzwidrig sein (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. Senatsbeschluss vom 21.&nbsp;Juli 2017 X&nbsp;B&nbsp;167\/16, BFH\/NV 2017, 1447, Rz&nbsp;15). Greifbare Gesetzwidrigkeit ist anzunehmen, wenn das Urteil jeglicher gesetzlichen Grundlage entbehrt oder auf einer offensichtlich Wortlaut und Gesetzeszweck widersprechenden Gesetzesauslegung beruht. Eine Entscheidung ist dann (objektiv) willk&uuml;rlich, wenn die fehlerhafte Rechtsanwendung bei verst&auml;ndiger W&uuml;rdigung nicht mehr verst&auml;ndlich ist und sich daher der Schluss aufdr&auml;ngt, dass sie auf sachfremden Erw&auml;gungen beruht. Von Willk&uuml;r kann dagegen nicht gesprochen werden, wenn das Gericht sich mit der Rechtslage eingehend auseinandergesetzt hat und seine Auffassung nicht jedes sachlichen Grundes entbehrt. Unterhalb dieser Schwelle liegende (auch erhebliche) Rechtsfehler reichen dagegen nicht aus, um eine greifbare Gesetzwidrigkeit bzw. eine Willk&uuml;rlichkeit der angefochtenen Entscheidung anzunehmen. Fehler in der Anwendung des materiellen Rechts im konkreten Einzelfall rechtfertigen f&uuml;r sich genommen nicht die Zulassung der Revision (vgl. BFH-Beschluss vom 3.&nbsp;August 2017 IX&nbsp;B&nbsp;54\/17, BFH\/NV 2017, 1449, Rz&nbsp;4). Die Voraussetzungen eines qualifizierten Rechtsanwendungsfehlers sind in der Beschwerdeschrift darzulegen (vgl. BFH-Beschluss vom 24.&nbsp;Juli 2006 IX&nbsp;B&nbsp;208\/05, BFH\/NV 2006, 2269, Rz&nbsp;5), insbesondere der schwerwiegende Fehler, seine Offensichtlichkeit sowie seine Korrekturm&ouml;glichkeit im Revisionsverfahren (z.B. BFH-Beschluss vom 20.&nbsp;Mai 2016 III&nbsp;B&nbsp;62\/15, BFH\/NV 2016, 1293, Rz&nbsp;8).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Vorliegend hat das FA nicht geltend gemacht, das FG-Urteil sei im vorstehenden Sinne objektiv willk&uuml;rlich oder greifbar gesetzwidrig. Vielmehr geht es entweder von einer &#8211;unterhalb der Schwelle des qualifizierten Rechtsfehlers liegenden&#8211; falschen Anwendung der h&ouml;chstrichterlichen Rechtsprechung oder davon aus, dass die von ihm aufgeworfenen Rechtsfragen durch die BFH-Rechtsprechung noch gar nicht gekl&auml;rt seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Schlie&szlig;lich hat das FA &#8211;unter Bezugnahme auf eine Kommentarstelle (vgl. D&uuml;rr in Schwarz\/Pahlke, AO\/FGO, &sect;&nbsp;116 FGO Rz&nbsp;36) und die darin aufgef&uuml;hrten Entscheidungen des BFH aus den Jahren 2001 und 2002&#8211; vorgetragen, der Revisionszulassungsgrund nach &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;2 FGO erfasse auch den Fall, dass noch keine divergierenden Judikate vorhanden, aber aufgrund des in dem angegriffenen FG-Urteil aufgestellten Rechtssatzes zuk&uuml;nftig zu erwarten seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Der Sache nach begehrt das FA insoweit &#8211;au&szlig;erhalb der in der st&auml;ndigen BFH-Rechtsprechung anerkannten Fallgruppen der Zulassung wegen Divergenz und wegen eines qualifizierten Rechtsanwendungsfehlers&#8211; die Zulassung wegen Wiederholungs- oder Nachahmungsgefahr (vgl. Senatsbeschluss vom 15.&nbsp;April 2003 X&nbsp;B&nbsp;104\/01, juris, Rz&nbsp;24, unter II.6.d). Ob ein solcher Zulassungsgrund in Betracht kommt, kann hier dahingestellt bleiben (ablehnend im Falle der Wiederholungsgefahr: BFH-Beschluss vom 10.&nbsp;Juli 2012 IX&nbsp;B&nbsp;184\/11, BFH\/NV 2012, 1813, Rz&nbsp;4; Gr&auml;ber\/Ratschow, a.a.O., &sect;&nbsp;115 Rz&nbsp;71, und Werth in Gosch, AO\/FGO, &sect;&nbsp;115 FGO Rz&nbsp;124).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Denn ein solcher Zulassungsgrund w&auml;re schon nicht schl&uuml;ssig dargelegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Au&szlig;er der Behauptung, dass divergierende Judikate aufgrund des in dem angefochtenen FG-Urteil aufgestellten Rechtssatzes zuk&uuml;nftig zu erwarten seien, hat die Beschwerde nichts vorgetragen. Diesbez&uuml;glich hat die (fr&uuml;here) Rechtsprechung zwar das schl&uuml;ssige Vorbringen f&uuml;r ausreichend gehalten, die Entscheidung des FG beruhe auf einer offensichtlich falschen Rechtsanwendung, da in diesem Fall davon auszugehen w&auml;re, dass andere Finanzgerichte der beanstandeten Entscheidung nicht folgten (vgl. Senatsbeschl&uuml;sse vom 4.&nbsp;Dezember 2001 X&nbsp;B&nbsp;112\/01, BFH\/NV 2002, 346, unter 2., und vom 18.&nbsp;Juli 2001 X&nbsp;B&nbsp;46\/01, BFH\/NV 2001, 1596, Rz&nbsp;9). Aber auch diesen Anforderungen wird die Beschwerdebegr&uuml;ndung nicht gerecht. Denn sie &auml;u&szlig;ert sich nicht zu der Frage der Offensichtlichkeit der fehlerhaften Rechtsanwendung bzw. der Wahrscheinlichkeit einer Abweichung anderer Finanzgerichte von der angegriffenen Entscheidung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dar&uuml;ber hinaus hat die (fr&uuml;here) Rechtsprechung f&uuml;r den Fall, dass die Einheit der Rechtsprechung vorbeugend sichergestellt werden soll, die Herausstellung einer bestimmten abstrakten, in der angefochtenen Vorentscheidung beantworteten tragenden Rechtsfrage und die Darlegung deren h&ouml;chstrichterlicher Kl&auml;rungsbed&uuml;rftigkeit gefordert (vgl. Senatsbeschl&uuml;sse vom 10.&nbsp;April 2003 X&nbsp;B&nbsp;104\/02, juris, unter 3.b), und vom 15.&nbsp;April 2003 X&nbsp;B&nbsp;89\/02, juris, unter 2.b). Vorliegend ist der vom FA formulierte Rechtssatz, den das FG in dem angegriffenen Urteil aufgestellt haben soll, nicht in der Weise konkretisiert worden, dass er als Grundlage einer Entscheidung des BFH zur Vermeidung divergierender zuk&uuml;nftiger gerichtlicher Entscheidungen dienen k&ouml;nnte. Insbesondere fehlt darin eine n&auml;here Bestimmung, welches &quot;neue Wirtschaftsgut&quot; &#8211;beispielsweise im Falle der bereits zur&uuml;ckliegenden Einstellung der Produktion&#8211; und inwieweit dieses bei der H&ouml;he der Anschaffungs- oder Herstellungskosten in den Blick zu nehmen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Von einer Darstellung des Sachverhaltes sowie einer weiteren Begr&uuml;ndung sieht der Senat gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 Halbsatz&nbsp;2 FGO ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 1.3.2019, X B 45\/18ECLI:DE:BFH:2019:B.010319.XB45.18.0 Ber&uuml;cksichtigung eines Schrottwertes von Schiffen bei der Bemessung der AfA Leits&auml;tze 1. NV: Im Rahmen der Pr&uuml;fung, ob bei der Bemessung der AfA von Schiffen ein verbleibender Schrottwert im Verh&auml;ltnis zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten wirtschaftlich ins Gewicht f&auml;llt, ist auf die tats&auml;chlichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzustellen. 2. &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-45-18-beruecksichtigung-eines-schrottwertes-von-schiffen-bei-der-bemessung-der-afa\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">X&nbsp;B&nbsp;45\/18 &#8211; Ber&uuml;cksichtigung eines Schrottwertes von Schiffen bei der Bemessung der AfA<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-70564","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70564","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=70564"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70564\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=70564"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=70564"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=70564"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}