{"id":70571,"date":"2019-04-08T19:24:03","date_gmt":"2019-04-08T17:24:03","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=70571"},"modified":"2019-04-08T19:24:03","modified_gmt":"2019-04-08T17:24:03","slug":"iv-r-24-15-aktivierung-des-bei-veraeusserung-eines-gmbh-anteils-vorbehaltenen-gewinnausschuettungsanspruchs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-24-15-aktivierung-des-bei-veraeusserung-eines-gmbh-anteils-vorbehaltenen-gewinnausschuettungsanspruchs\/","title":{"rendered":"IV&nbsp;R&nbsp;24\/15 &#8211; Aktivierung des bei Ver&auml;u&szlig;erung eines GmbH-Anteils vorbehaltenen Gewinnaussch&uuml;ttungsanspruchs"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 2.10.2018, IV R 24\/15<br \/>ECLI:DE:BFH:2018:U.021018.IVR24.15.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Aktivierung des bei Ver&auml;u&szlig;erung eines GmbH-Anteils vorbehaltenen Gewinnaussch&uuml;ttungsanspruchs<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. NV: Die Forderung gegen den Erwerber einer GmbH-Beteiligung aus dem Vorbehalt eines Gewinnaussch&uuml;ttungsanspruchs ist sogleich zu aktivieren, wenn dem Ver&auml;u&szlig;erer Anspr&uuml;che gegen den Erwerber auch bei Vereitelung des Anspruchs zustehen.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. NV: Gew&auml;hrt ein im Wege unechter Realteilung aus der Personengesellschaft ausscheidender Gesellschafter der Gesellschaft eine Leistung, mit der der Betrag ausgeglichen werden soll, um den der Wert des zur Abfindung &uuml;bertragenen Gesellschaftsverm&ouml;gens den Abfindungsanspruch &uuml;bersteigt, f&uuml;hrt diese Leistung bei der Personengesellschaft in voller H&ouml;he zu einem Gewinn.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision der Kl&auml;ger gegen das Urteil des Finanzgerichts M&uuml;nchen, Au&szlig;ensenate Augsburg, vom 5. Februar 2015&nbsp;&nbsp;15 K 582\/12 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens haben die Kl&auml;ger zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin zu 1. und Revisionskl&auml;gerin zu 1. (Kl&auml;gerin zu 1.) ist die in der Rechtsform einer GmbH &#038; Co. KG fortgef&uuml;hrte X-GmbH &#038; Co. GbR mbH, die ihrerseits aus der Y-GbR (GbR) hervorgegangen ist. Diese Gesellschaft hatte die Funktion einer Besitzgesellschaft in der Z-Unternehmensgruppe. An ihrem Verm&ouml;gen waren die Br&uuml;der A (Kl&auml;ger zu 2. und Revisionskl&auml;ger zu 2.), B und C beteiligt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Jahr 1998 beschlossen die drei Br&uuml;der, die Gesellschaften der Z-Unternehmensgruppe und weiteres Verm&ouml;gen aufzuteilen und dies in drei Stufen umzusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die erste Stufe bestand darin, dass aufgrund von Vertr&auml;gen vom 23.&nbsp;Dezember 1998 die neu gegr&uuml;ndete V-GmbH als weitere, aber am Gesellschaftsverm&ouml;gen nicht beteiligte Gesellschafterin in die GbR eintrat sowie A, B und C ihre zum bisherigen Sonderbetriebsverm&ouml;gen geh&ouml;renden Anteile an der K-GmbH und an der T-GmbH in die GbR einbrachten. Das Gewinnbezugsrecht aus den GmbH-Beteiligungen wurde in der Weise auf die GbR &uuml;bertragen, dass dieser alle Gewinne zustanden, deren Aussch&uuml;ttung k&uuml;nftig beschlossen w&uuml;rde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Rahmen der zweiten Stufe ver&auml;u&szlig;erten A und B zum 30.&nbsp;Dezember 1998 Teile ihrer Beteiligung an der GbR an C, so dass C nun zu 78&nbsp;% und A und B nur noch zu jeweils 11&nbsp;% beteiligt waren. C hatte im Gegenzug Zahlungen von &#8230;&nbsp;DM an B und &#8230;&nbsp;DM an A zu leisten. A erhielt zum Jahreswechsel 1998\/1999 eine Teilzahlung von &#8230;&nbsp;DM.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die dritte Stufe sollte in einer Aufteilung des Gesellschaftsverm&ouml;gens der GbR bestehen. Hierzu wurde am 13.&nbsp;Februar 1999 ein privatschriftlicher Gesellschafterbeschluss &quot;&uuml;ber Gesellschafterbeitritt und Realteilung&quot; gefasst. Auf C und eine neu aufgenommene &#8211;am Verm&ouml;gen nicht beteiligte&#8211; D-GmbH sollten zur gesamten Hand alle Gesch&auml;ftsanteile an der K-GmbH sowie der T-GmbH einschlie&szlig;lich aller Anspr&uuml;che auf noch nicht ausgesch&uuml;ttete Gewinne &uuml;bertragen werden. Die &uuml;brigen Gesellschafter sollten alle anderen Aktiva und Passiva zur gesamten Hand &uuml;bernehmen. Die Realteilung sollte mit wirtschaftlicher Wirkung zum Auseinandersetzungsstichtag 31.&nbsp;Dezember 1997 erfolgen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In der Folgezeit kam es wegen der Verm&ouml;gensauseinandersetzung zu zivilrechtlichen Rechtsstreiten zwischen A und B als Kl&auml;ger sowie C und durch ihn als Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer vertretenen Gesellschaften K-GmbH, T-GmbH und V-GmbH als Beklagte. Diese Rechtsstreite wurden durch Vergleich vor dem Oberlandesgericht (OLG) am 19.&nbsp;Dezember 2002 beigelegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r den weiteren Vollzug des noch nicht durchgef&uuml;hrten Gesellschafterbeschlusses &uuml;ber Gesellschafterbeitritt und Realteilung vom 13.&nbsp;Februar 1999 sah der Vergleich vor, dass sich die Parteien wirtschaftlich so stellen sollten, als w&auml;re der Beschluss zum damaligen Zeitpunkt vollzogen worden. Folgende Ma&szlig;nahmen zur Durchf&uuml;hrung des Gesellschafterbeschlusses wurden in dem Vergleich geregelt:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die K-GmbH sollte A ein zinsloses Darlehen in H&ouml;he von 383.468,91&nbsp;EUR &#8211;dies entspricht 750.000&nbsp;DM&#8211; gew&auml;hren. Dieses Darlehen war befristet bis zur vollst&auml;ndigen Auszahlung einer Dividende der K-GmbH an A in H&ouml;he einer Aussch&uuml;ttung von 1&nbsp;Mio.&nbsp;DM (nach K&ouml;rperschaftsteuer, vor Kapitalertragsteuer und pers&ouml;nlicher Einkommensteuer) und sollte durch Verrechnung mit dem Dividendenanspruch getilgt werden. Im Falle einer &#8211;nur au&szlig;erordentlich m&ouml;glichen&#8211; K&uuml;ndigung durch die Darlehensgeberin wurde ein Zahlungsanspruch des A gegen C in H&ouml;he von 750.000&nbsp;DM Zug um Zug gegen R&uuml;ckzahlung des Darlehens begr&uuml;ndet. C verpflichtete sich in eigener Person und als Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer noch zu errichtender Gesellschaften, die Voraussetzungen f&uuml;r diesen Anspruch unverz&uuml;glich zu schaffen. Vorsorglich trat C den Dividendenanspruch an A ab. F&uuml;r den Fall, dass die Finanzbeh&ouml;rden die Dividende ganz oder teilweise B oder C zurechnen und deshalb keine Besteuerung als Dividende bei A vornehmen sollten, sollte A den anderen Beteiligten 25&nbsp;% der zugerechneten Dividenden abz&uuml;glich Kapitalertragsteuer erstatten, soweit den anderen diese angerechnet worden sei. A wurde noch im Vergleichstermin ein Scheck &uuml;ber 383.468,91&nbsp;EUR &uuml;bergeben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kaufpreise f&uuml;r die Ver&auml;u&szlig;erung der Teilanteile an der GbR von A und B an C zum 30.&nbsp;Dezember 1998 wurden erh&ouml;ht, und zwar der Kaufpreis f&uuml;r A von bisher &#8230;&nbsp;DM auf &#8230;&nbsp;DM und f&uuml;r B von &#8230;&nbsp;DM auf &#8230;&nbsp;DM. Die Bezahlung wurde in dem Vergleich geregelt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Gesellschafterbeschluss vom 13.&nbsp;Februar 1999 sollte u.a. mit folgenden Ma&szlig;nahmen vollzogen werden:<br \/>C bringt seine Anteile an der GbR in die noch zu errichtende, aus ihm und der S-GmbH bestehende N-GmbH&nbsp;&#038;&nbsp;Co. KG (N-KG) ein, und zwar aufschiebend bedingt durch deren Eintragung im Handelsregister, sp&auml;testens aber zum 10.&nbsp;Januar 2003. Ebenfalls aufschiebend bedingt durch die Eintragung der N-KG und der Kl&auml;gerin zu 1. als Rechtsnachfolgerin der GbR scheidet die N-KG bzw. C anschlie&szlig;end aus der GbR aus, die zugleich ihre Anteile an der K-GmbH sowie der T-GmbH an die N-KG abtritt (bzw. an C f&uuml;r den Fall, dass die N-KG bis zum 10.&nbsp;Januar 2003 noch nicht im Handelsregister eingetragen sein sollte). Die Abtretung umfasst auch das Gewinnbezugsrecht f&uuml;r vergangene Gesch&auml;ftsjahre mit Ausnahme des Gewinnbezugsrechts des A in H&ouml;he von 1&nbsp;Mio.&nbsp;DM (nach K&ouml;rperschaftsteuer, vor Kapitalertragsteuer und pers&ouml;nlicher Einkommensteuer). Zu einer Gewinnaussch&uuml;ttung an A kam es in der Folgezeit nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) stellte mit Bescheid vom 22.&nbsp;Juli 2004 &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Grundlagen f&uuml;r die Einkommensbesteuerung (Gewinnfeststellung) betreffend das Jahr 2002 (Streitjahr) die Eink&uuml;nfte f&uuml;r die Kl&auml;gerin zu 1. als Rechtsnachfolgerin der GbR zun&auml;chst unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung erkl&auml;rungsgem&auml;&szlig; als Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb fest. A wurden hierbei laufende Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb in H&ouml;he von 39.328&nbsp;EUR zugerechnet. Am 23.&nbsp;August 2006 wurde der Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung aufgehoben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Urteil vom 2.&nbsp;Dezember 2009&nbsp;&nbsp;10&nbsp;K&nbsp;2634\/06 gab das Finanzgericht (FG) einer Klage betreffend den Gewinnfeststellungsbescheid 1998 statt und verminderte einen bisher f&uuml;r A festgestellten Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn um 383.468,92&nbsp;EUR. Die Zahlung dieses Betrags durch die K-GmbH an A betrachtete das FG nicht als Teil des Ver&auml;u&szlig;erungspreises f&uuml;r den &uuml;bertragenen Teilanteil an der GbR. Aus dem gerichtlichen Vergleich vor dem OLG ergebe sich, dass diese Zahlung in Zusammenhang mit der Realteilung gestanden und bezweckt habe, A vor seinem endg&uuml;ltigen Ausscheiden noch an unverteilten Gewinnen der K-GmbH zu beteiligen. Die steuerlichen Folgerungen des im Jahr 2002 geschlossenen Vergleichs seien nicht im (dortigen) Streitjahr 1998 zu ziehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 21.&nbsp;April 2010 &auml;nderte das FA den Gewinnfeststellungsbescheid 2002 unter Hinweis auf das FG-Urteil vom 2.&nbsp;Dezember 2009 und &sect;&nbsp;174 der Abgabenordnung (AO). A wurde neben dem bisher schon festgestellten laufenden Gewinn aus Gewerbebetrieb ein Gewinn aus Gewerbebetrieb, der nicht nach dem allgemeinen Schl&uuml;ssel zu verteilen ist, in H&ouml;he von 383.469&nbsp;EUR zugerechnet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Rahmen des Einspruchsverfahrens &auml;nderte das FA am 29.&nbsp;Dezember 2011 den Gewinnfeststellungsbescheid 2002 erneut dahingehend, dass es f&uuml;r die Kl&auml;gerin zu 1. einen nicht nach &sect;&nbsp;34 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 des Einkommensteuergesetzes (EStG) tarifbeg&uuml;nstigten Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn von 188.865&nbsp;EUR feststellte und diesen A zurechnete. Dieser Gewinn ergab sich aus einem Ver&auml;u&szlig;erungserl&ouml;s von 383.469&nbsp;EUR abz&uuml;glich des auf A entfallenden Buchwerts der Anteile an der K-GmbH von 5.739&nbsp;EUR und nach Abzug eines nach &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;40 EStG als steuerfrei behandelten Teils des Gewinns.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Einspruchsentscheidung vom 10.&nbsp;Januar 2012 wies das FA den Einspruch als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck. Die hiergegen erhobene Klage wies das FG mit Urteil vom 5.&nbsp;Februar 2015 als unbegr&uuml;ndet ab. A habe im Streitjahr 2002 einen Gewinn aus der Ver&auml;u&szlig;erung von Anteilen i.S. des &sect;&nbsp;17 EStG erzielt, den das FA zu Recht im Gewinnfeststellungsbescheid erfasst habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Revision r&uuml;gen die Kl&auml;ger die Verletzung materiellen Rechts. Die auf Grundlage des Vergleichs vor dem OLG im Jahr 2002 an A geleistete Zahlung sei als Gew&auml;hrung eines Darlehens zu behandeln und f&uuml;hre im Streitjahr nicht zu steuerbaren Eink&uuml;nften.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger beantragen,<br \/>das Urteil des FG M&uuml;nchen, Au&szlig;ensenate Augsburg, vom 5.&nbsp;Februar&nbsp;2015&nbsp;&nbsp;15&nbsp;K&nbsp;582\/12 und die Einspruchsentscheidung des FA vom 10.&nbsp;Januar 2012 sowie die Gewinnfeststellungsbescheide f&uuml;r 2002 des FA vom 21.&nbsp;April 2010 und vom 29.&nbsp;Dezember 2011 aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision der Kl&auml;gerin zu 1. ist als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen, weil das FG die Klage im Ergebnis zu Recht als unbegr&uuml;ndet abgewiesen hat, da sich das Urteil aus anderen Gr&uuml;nden als richtig darstellt (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;4 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Die Revision des Kl&auml;gers zu 2. ist mit der Ma&szlig;gabe als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen, dass die Klage als unzul&auml;ssig abgewiesen wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gegenstand des Revisionsverfahrens ist die gesonderte Feststellung eines im Gesamthandsverm&ouml;gen entstandenen, nicht tarifbeg&uuml;nstigten Ver&auml;u&szlig;erungs- oder Aufgabegewinns (dazu unter 1.). Der angefochtene &Auml;nderungsbescheid ist zutreffend auf &sect;&nbsp;174 Abs.&nbsp;4 AO gest&uuml;tzt worden und deshalb formell rechtm&auml;&szlig;ig (dazu unter&nbsp;2.). Das FG hat im Ergebnis richtig entschieden, dass f&uuml;r die Kl&auml;gerin zu 1. ein Ver&auml;u&szlig;erungs- oder Aufgabegewinn festzustellen war. Dieser Gewinn folgt allerdings nicht aus &sect;&nbsp;17 EStG, sondern aus &sect;&nbsp;16 EStG (dazu unter&nbsp;3.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Gegenstand des Revisionsverfahrens ist die Feststellung eines im Gesamthandsverm&ouml;gen der GbR entstandenen Ver&auml;u&szlig;erungs- oder Aufgabegewinns.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach st&auml;ndiger Rechtsprechung kann ein Gewinnfeststellungsbescheid eine Vielzahl selbst&auml;ndiger und damit auch selbst&auml;ndig anfechtbarer Feststellungen enthalten, die eigenst&auml;ndig in Bestandskraft erwachsen und deshalb f&uuml;r die in dem n&auml;mlichen Bescheid getroffenen und rechtlich nachgelagerten Feststellungen Bindungswirkung entfalten k&ouml;nnen. Solche selbst&auml;ndigen Feststellungen sind insbesondere die Qualifikation der Eink&uuml;nfte, das Bestehen einer Mitunternehmerschaft, die H&ouml;he des laufenden Gesamthandsgewinns sowie dessen Verteilung auf die Mitunternehmer und die H&ouml;he eines Sondergewinns bzw. einer Sonderverg&uuml;tung. Selbst&auml;ndig anfechtbar ist auch die Feststellung eines Ver&auml;u&szlig;erungs- oder Aufgabegewinns des einzelnen Mitunternehmers (z.B. Urteile des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 16.&nbsp;M&auml;rz 2017 IV&nbsp;R&nbsp;31\/14, BFHE 257, 292, BStBl II 2019, 24, Rz&nbsp;18, und vom 9.&nbsp;November 2017 IV&nbsp;R&nbsp;37\/14, BFHE 259, 545, BStBl&nbsp;II 2018, 227, Rz&nbsp;18). Eine selbst&auml;ndige Besteuerungsgrundlage stellt zudem die Qualifikation eines Ver&auml;u&szlig;erungs- oder Aufgabegewinns als Bestandteil der au&szlig;erordentlichen Eink&uuml;nfte nach &sect;&nbsp;34 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1, Abs.&nbsp;1 EStG und damit als tarifbeg&uuml;nstigt dar (vgl. BFH-Urteile vom 9.&nbsp;Dezember 2014 IV&nbsp;R&nbsp;36\/13, BFHE 248, 75, BStBl II 2015, 529, Rz&nbsp;15, und vom 8.&nbsp;Juni 2017 IV&nbsp;R&nbsp;6\/14, BFHE 258, 387, BStBl II 2017, 1053, Rz&nbsp;20). Entsteht ein Gewinn i.S. des &sect;&nbsp;16 EStG in dem Gesamthandsverm&ouml;gen einer Mitunternehmerschaft, so stellt auch dieser Gewinn ungeachtet dessen, ob die Voraussetzungen einer Tarifbeg&uuml;nstigung nach &sect;&nbsp;34 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1, Abs.&nbsp;1 EStG erf&uuml;llt sind, eine selbst&auml;ndig festzustellende Besteuerungsgrundlage i.S. von &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a AO dar (BFH-Urteil vom 1.&nbsp;Juli 2010 IV&nbsp;R&nbsp;34\/07). Denn die Qualifikation als Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn kann auch unter anderen Aspekten von Bedeutung sein, etwa f&uuml;r die Inanspruchnahme eines Freibetrags nach &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;4 EStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Im Streitfall ist ausschlie&szlig;lich ein Ver&auml;u&szlig;erungs- oder Aufgabegewinn im Gesamthandsverm&ouml;gen der GbR streitig, denn die Kl&auml;ger greifen die Feststellung an, wonach die GbR im Streitjahr einen steuerpflichtigen Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn von 188.865&nbsp;EUR erzielt hat. Nicht angefochten ist die weitere Feststellung, dass dieser Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn allein dem A zugerechnet wird. Klagebefugt ist in Bezug auf den Gesamthandsgewinn nur die Kl&auml;gerin zu 1. (&sect;&nbsp;48 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 FGO). Die Klage des Kl&auml;gers zu 2. ist unzul&auml;ssig, weil nicht &uuml;ber eine Frage gestritten wird, die ihn i.S. des &sect;&nbsp;48 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 FGO pers&ouml;nlich angeht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Der angefochtene Bescheid ist formell rechtm&auml;&szlig;ig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Das FA war nach &sect;&nbsp;174 Abs.&nbsp;4 AO berechtigt, den Gewinnfeststellungsbescheid 2002 vom 22.&nbsp;Juli 2004, dessen Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung am 23.&nbsp;August 2006 aufgehoben worden war, unter dem 21.&nbsp;April 2010 zu &auml;ndern.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Ist auf Grund irriger Beurteilung eines bestimmten Sachverhalts ein Steuerbescheid ergangen, der auf Grund eines Rechtsbehelfs oder sonst auf Antrag des Steuerpflichtigen durch die Finanzbeh&ouml;rde zu seinen Gunsten aufgehoben oder ge&auml;ndert wird, so k&ouml;nnen nach &sect;&nbsp;174 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 AO aus dem Sachverhalt nachtr&auml;glich durch Erlass oder &Auml;nderung eines Steuerbescheids die richtigen steuerlichen Folgerungen gezogen werden. Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;174 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;2 AO gilt dies auch dann, wenn der Steuerbescheid durch das Gericht aufgehoben oder ge&auml;ndert wird. Die Regelung findet nach &sect;&nbsp;181 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AO sinngem&auml;&szlig; auch auf Feststellungsbescheide Anwendung (BFH-Urteil vom 10.&nbsp;Mai 2012 IV&nbsp;R&nbsp;34\/09, BFHE 239, 485, BStBl II 2013, 471, Rz&nbsp;25).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine irrige Beurteilung eines Sachverhalts i.S. der genannten Vorschrift liegt vor, wenn sich die Beurteilung eines bestimmten Sachverhalts nachtr&auml;glich als unrichtig erweist. Sachverhalt i.S. des &sect;&nbsp;174 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 AO ist der einzelne Lebensvorgang, an den das Gesetz steuerliche Folgen kn&uuml;pft. Der Begriff des &quot;bestimmten Sachverhalts&quot; ist dabei nicht auf eine einzelne steuererhebliche Tatsache oder ein einzelnes Merkmal beschr&auml;nkt, sondern erfasst den einheitlichen, f&uuml;r diese Besteuerung ma&szlig;geblichen Sachverhaltskomplex. Unerheblich ist, ob der f&uuml;r die rechtsirrige Beurteilung urs&auml;chliche Fehler im Tats&auml;chlichen oder im Rechtlichen lag. Der Steuerpflichtige soll im Falle seines Obsiegens mit einem gewissen Rechtsstandpunkt an seiner Auffassung festgehalten werden, soweit derselbe Sachverhalt zu beurteilen ist (vgl. BFH-Urteil in BFHE 239, 485, BStBl II 2013, 471, Rz&nbsp;26). Eine Korrekturm&ouml;glichkeit ist danach etwa dann zu bejahen, wenn ein bestimmter Sachverhalt in einem anderen Besteuerungszeitraum als bisher geschehen zu erfassen ist und einem Rechtsbehelf aus diesem Grund stattgegeben wird (vgl. BFH-Urteil vom 19.&nbsp;Mai 2005 IV&nbsp;R&nbsp;17\/02, BFHE 209, 384, BStBl II 2005, 637, unter I.2.a).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Das FA hat zutreffend die Voraussetzungen der Korrekturnorm f&uuml;r den Streitfall bejaht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zu beurteilender Sachverhalt ist hier die Zahlung des Betrags von 383.468,91&nbsp;EUR an A am Tag des Vergleichs vor dem OLG. Diese Zahlung hatte das FA irrig im Gewinnfeststellungsbescheid f&uuml;r das Jahr 1998 erfasst, wie auf Grund des rechtskr&auml;ftigen Urteils des FG vom 2.&nbsp;Dezember 2009&nbsp;&nbsp;10&nbsp;K&nbsp;2634\/06 feststeht. Den Gewinnfeststellungsbescheid 1998 hat das FG auf Grund einer Klage der Kl&auml;ger zu deren Gunsten dahingehend ge&auml;ndert, dass die Zahlung nicht im dortigen Streitjahr 1998 ber&uuml;cksichtigt wurde. Demzufolge konnte das FA den Gewinnfeststellungsbescheid f&uuml;r das hiesige Streitjahr 2002 zu Lasten der Kl&auml;ger &auml;ndern, um die zutreffenden steuerlichen Folgerungen aus der Zahlung zu ziehen. Der erstmalige &Auml;nderungsbescheid erging am 21.&nbsp;April 2010 und damit innerhalb der Jahresfrist des &sect;&nbsp;174 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;3 AO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Auch der im Einspruchsverfahren ergangene erneute &Auml;nderungsbescheid vom 29.&nbsp;Dezember 2011 war formell rechtm&auml;&szlig;ig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die &Auml;nderungsbefugnis des FA ergibt sich aus &sect;&nbsp;367 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;172 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a AO, wonach &Auml;nderungen zugunsten des Steuerpflichtigen auch w&auml;hrend des Rechtsbehelfsverfahrens auf Grund eines rechtzeitig erhobenen Einspruchs zul&auml;ssig sind, auch wenn damit dem Einspruchsbegehren nicht vollst&auml;ndig abgeholfen wird. Ein solcher &Auml;nderungsbescheid wird nach &sect;&nbsp;365 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 AO zum Gegenstand des Einspruchsverfahrens.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Gewinnfeststellungsbescheid vom 29.&nbsp;Dezember 2011 erging w&auml;hrend des Verfahrens &uuml;ber den zul&auml;ssig von den Kl&auml;gern eingelegten Einspruch gegen den Bescheid vom 21.&nbsp;April 2010. Er wirkte zugunsten der Kl&auml;ger, weil der steuerpflichtige Gesamthandsgewinn von 383.469&nbsp;EUR auf 188.865&nbsp;EUR herabgesetzt wurde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Der angefochtene Bescheid verletzt die Kl&auml;gerin zu 1. auch materiell nicht in ihren Rechten. Das FA hat zu Recht einen Ver&auml;u&szlig;erungs- oder Aufgabegewinn der GbR infolge der Zahlung des Betrags von 383.468,91&nbsp;EUR an A festgestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Rechtlich unzutreffend hat das FG den festgestellten Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn allerdings auf &sect;&nbsp;17 EStG gest&uuml;tzt, denn die Anteile an der K-GmbH befanden sich im Zeitpunkt der &Uuml;bertragung in keinem Privatverm&ouml;gen, sondern im Betriebsverm&ouml;gen der GbR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Nach &sect;&nbsp;17 EStG geh&ouml;rt zu den Eink&uuml;nften aus Gewerbebetrieb auch der Gewinn aus der Ver&auml;u&szlig;erung von Anteilen an einer Kapitalgesellschaft, wenn der Ver&auml;u&szlig;erer innerhalb der letzten f&uuml;nf Jahre am Kapital der Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar zu mindestens 1&nbsp;% beteiligt war. Voraussetzung des &sect;&nbsp;17 EStG ist weiter, dass der Ver&auml;u&szlig;erer die Anteile in seinem Privatverm&ouml;gen h&auml;lt. Sind die Anteile Bestandteil eines (Sonder-)Betriebsverm&ouml;gens, geh&ouml;rt der Gewinn aus deren Ver&auml;u&szlig;erung nach den allgemeinen Regeln der Gewinnermittlung zu den betreffenden betrieblichen Eink&uuml;nften (z.B. BFH-Urteil vom 18.&nbsp;Dezember 2001 VIII&nbsp;R&nbsp;27\/00, BFHE 197, 483, BStBl II 2002, 733, unter II.3.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die Anteile an der K-GmbH, auf deren Ver&auml;u&szlig;erung sich das FG st&uuml;tzt, befanden sich bis zur verfahrensgegenst&auml;ndlichen &Uuml;bertragung im Rahmen des Vergleichs vor dem OLG im Streitjahr 2002 im Betriebsverm&ouml;gen der GbR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Die GbR erzielte im Streitjahr nach der insoweit nicht angefochtenen und damit bindenden Gewinnfeststellung Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb. Sie verf&uuml;gte folglich &uuml;ber ein Betriebsverm&ouml;gen. Dies ist zwischen den Beteiligten nicht streitig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Die Anteile an der K-GmbH geh&ouml;rten bei ihrer &Uuml;bertragung im Rahmen des Vergleichs zum Gesamthandsverm&ouml;gen der GbR. Sie waren durch Vollzug des zweiten Schritts der Umstrukturierung der Unternehmensgruppe von den Gesellschaftern A, B und C am 23.&nbsp;Dezember 1998 in das Gesamthandsverm&ouml;gen eingebracht worden. Mit dem &Uuml;bergang des zivilrechtlichen Eigentums ist entgegen der Auffassung des FG auch das wirtschaftliche Eigentum i.S. des &sect;&nbsp;39 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 AO auf die GbR &uuml;bergegangen. Soweit besondere Vereinbarungen &uuml;ber einen Teil der Gewinnbezugsrechte getroffen wurden, stehen diese dem &Uuml;bergang des wirtschaftlichen Eigentums nicht entgegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der GbR ist ein Ver&auml;u&szlig;erungs- oder Aufgabegewinn nach &sect;&nbsp;16 EStG entstanden. Dies gilt unabh&auml;ngig davon, ob die Anteile an der K-GmbH auf die N-KG oder in ein Betriebsverm&ouml;gen des C &uuml;bertragen worden sind (dazu nachfolgend unter II.3.b&nbsp;aa), oder ob die Anteile in das Privatverm&ouml;gen des C &uuml;bergegangen sind (dazu nachfolgend unter II.3.b&nbsp;bb). Einer weiteren Aufkl&auml;rung dieses Sachverhalts bedarf es nicht, denn in jedem Fall hat die &Uuml;bertragung zu einem Gewinn der GbR i.S. des &sect;&nbsp;16 EStG gef&uuml;hrt, der den festgestellten steuerpflichtigen Betrag von 188.865&nbsp;EUR nicht unterschreitet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Sind die Anteile an der K-GmbH auf die N-KG oder in ein Betriebsverm&ouml;gen des C &uuml;bertragen worden, ist der Vorgang als Spitzenausgleich f&uuml;r eine Sachwertabfindung im Rahmen einer unechten Realteilung zu beurteilen, der zu einem Gewinn i.S. des &sect;&nbsp;16 EStG mindestens in der festgestellten H&ouml;he f&uuml;hrt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Das Ausscheiden von C oder der zwischenzeitlich an dessen Stelle getretenen N-KG aus der GbR erf&uuml;llt die Voraussetzungen einer unechten Realteilung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(a) Werden im Zuge der Realteilung einer Mitunternehmerschaft Teilbetriebe, Mitunternehmeranteile oder einzelne Wirtschaftsg&uuml;ter in das jeweilige Betriebsverm&ouml;gen der einzelnen Mitunternehmer &uuml;bertragen, so sind bei der Ermittlung des Gewinns der Mitunternehmerschaft die Wirtschaftsg&uuml;ter mit den Werten anzusetzen, die sich nach den Vorschriften &uuml;ber die Gewinnermittlung ergeben, sofern die Besteuerung der stillen Reserven sichergestellt ist; der &uuml;bernehmende Mitunternehmer ist an diese Werte gebunden (&sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 EStG). Scheidet ein Mitunternehmer aus der Mitunternehmerschaft gegen Erhalt einer Abfindung aus dem Gesamthandsverm&ouml;gen aus, wird dieser Vorgang nach der neueren &#8211;und erst nach Ergehen der angefochtenen FG-Entscheidung ver&ouml;ffentlichten&#8211; Rechtsprechung des BFH als Aufgabe des Mitunternehmeranteils nach &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Alternative&nbsp;2 EStG behandelt, auf die die Regelungen &uuml;ber die Realteilung nach &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 EStG angewendet werden (sog. unechte Realteilung). Dies gilt unabh&auml;ngig davon, ob die Sachwertabfindung in einem Teilbetrieb, einem Mitunternehmeranteil oder in einzelnen Wirtschaftsg&uuml;tern besteht (BFH-Urteile vom 17.&nbsp;September 2015 III&nbsp;R&nbsp;49\/13, BFHE 252, 17, BStBl II 2017, 37; vom 30.&nbsp;M&auml;rz 2017 IV&nbsp;R&nbsp;11\/15, BFHE 257, 324, BStBl II 2019, 29; in BFHE 257, 292, BStBl II 2019, 24).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(b) Im Streitfall sind entweder C oder die im Ausscheidenszeitpunkt bereits eingetragene N-KG aus der GbR unter Abfindung mit Anteilen an der K-GmbH und der T-GmbH ausgeschieden, w&auml;hrend die Mitunternehmerschaft mit den verbleibenden Gesellschaftern in Gestalt der aus der GbR hervorgegangenen KG (Kl&auml;gerin zu 1.) weiter bestand. Sind die zur Abfindung dienenden GmbH-Beteiligungen nach den Grunds&auml;tzen der unechten Realteilung zum Buchwert auf den ausscheidenden Gesellschafter &uuml;bertragen worden, ergab sich aus der Sachwertabfindung kein Gewinn.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dies gilt unabh&auml;ngig davon, ob im Zeitpunkt des Ausscheidens noch C oder bereits die N-KG Mitunternehmerin (Gesellschafterin) der GbR war. W&auml;re die N-KG Mitunternehmerin gewesen, h&auml;tte sie ihre Mitunternehmerstellung dadurch erlangt, dass C seine Beteiligung an der GbR mit dem Entstehen der N-KG in diese gegen Gew&auml;hrung von Gesellschaftsrechten eingebracht h&auml;tte. Die Einbringung h&auml;tte unter Fortf&uuml;hrung der Buchwerte nach &sect;&nbsp;24 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 des Umwandlungssteuergesetzes stattgefunden und w&uuml;rde der weiteren Fortf&uuml;hrung der Buchwerte nach der unechten Realteilung nicht entgegenstehen. W&auml;ren die Anteile an der K-GmbH und der T-GmbH auf die N-KG &uuml;bertragen worden, ohne dass jene Gesellschafterin der GbR war, st&uuml;nde dies der unechten Realteilung ebenfalls nicht entgegen, weil an dem Verm&ouml;gen der N-KG nur C selbst beteiligt war. Denn die Verlagerung stiller Reserven in das Gesamthandsverm&ouml;gen einer Personengesellschaft, an deren Verm&ouml;gen nur Personen beteiligt sind, die vor der Betriebsaufgabe der Personengesellschaft oder vor dem Ausscheiden eines Gesellschafters gegen Abfindung aus dem Gesellschaftsverm&ouml;gen an dem Verm&ouml;gen der Personengesellschaft beteiligt waren, entspricht dem Zweck der Regelung in &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 EStG (BFH-Urteile vom 16.&nbsp;Dezember 2015 IV&nbsp;R&nbsp;8\/12, BFHE 252, 141, BStBl II 2017, 766, und in BFHE 257, 324, BStBl II 2019, 29).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Der GbR entstand mit der &Uuml;bertragung der Anteile an der K-GmbH auf den ausgeschiedenen Gesellschafter eine Forderung gegen diesen, die als Leistung eines Spitzenausgleichs zu beurteilen ist und bei der GbR zu einem Gewinn mindestens in der im angefochtenen Bescheid festgestellten H&ouml;he gef&uuml;hrt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(a) Nach dem vor dem OLG geschlossenen Vergleich sollten die GmbH-Anteile einschlie&szlig;lich des Gewinnbezugsrechts f&uuml;r die vergangenen Gesch&auml;ftsjahre an die N-KG bzw. C abgetreten werden. Hiervon sollte das Gewinnbezugsrecht des A gegen die K-GmbH in H&ouml;he von 1&nbsp;Mio.&nbsp;DM abz&uuml;glich 25&nbsp;% f&uuml;r pers&ouml;nliche Steuern ausgenommen sein (vgl. Ziffer 3.2.2.2 des Vergleichs). C trat zudem vorsorglich einen Dividendenanspruch in dieser H&ouml;he an A ab und verpflichtete sich, die Voraussetzungen zur Herstellung des Anspruchs zu schaffen, namentlich Jahresabschl&uuml;sse aufzustellen, festzustellen und einen Gewinnverteilungsbeschluss zu fassen. Zugleich gew&auml;hrte die K-GmbH A ein zinsloses Darlehen in H&ouml;he von 750.000&nbsp;DM, das nur durch Verrechnung mit dem Dividendenanspruch zur&uuml;ckzuzahlen war. Im Fall einer nur aus wichtigem Grund zul&auml;ssigen K&uuml;ndigung des Darlehens durch die K-GmbH sollte A ein Zahlungsanspruch von 750.000&nbsp;DM gegen C zustehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(b) Der Senat versteht die Vereinbarungen dahin, dass die GbR einen Anspruch auf Dividendenaussch&uuml;ttung erhalten und den daraus resultierenden Gewinn ihrem Gesellschafter A zuweisen sollte. A sollte &uuml;ber das Geld sofort verf&uuml;gen k&ouml;nnen, weshalb ihm die K-GmbH den Betrag im Wege eines Darlehens auszahlte, das durch Verrechnung mit dem sp&auml;ter bei tats&auml;chlicher Dividendenaussch&uuml;ttung entstehenden und an ihn weiterzuleitenden Gewinnanspruch zu tilgen war. Der Auffassung des FG, dass der Anspruch auf Dividendenaussch&uuml;ttung A selbst zustehen sollte, kann sich der Senat nicht anschlie&szlig;en. Er ist an die Vertragsauslegung des FG nicht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO gebunden, denn sie entspricht nicht den Grunds&auml;tzen der Auslegung nach &sect;&sect;&nbsp;133, 157 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs &#8211;BGB&#8211; (vgl. dazu z.B. BFH-Urteile vom 21.&nbsp;Oktober 2014 VIII&nbsp;R&nbsp;44\/11, BFHE 247, 308, BStBl II 2015, 593, und vom 7.&nbsp;Juni 2018 IV&nbsp;R&nbsp;37\/15, Rz&nbsp;36). Das FG hat n&auml;mlich nicht ber&uuml;cksichtigt, welche zivilrechtlichen Anspr&uuml;che in Bezug auf Dividenden aus fr&uuml;heren Gesch&auml;ftsjahren bestanden, und konnte deshalb auch nicht den Zusammenhang der im Vergleich getroffenen Vereinbarungen mit diesen Anspr&uuml;chen w&uuml;rdigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(aa) Gesellschaftsrechtlich entsteht der Anspruch auf Auszahlung des Gewinns nach &sect;&nbsp;29 des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschr&auml;nkter Haftung (GmbHG) erst mit der Feststellung des Jahresabschlusses und Fassung des Gewinnverwendungsbeschlusses (vgl. Urteile des Bundesgerichtshofs &#8211;BGH&#8211; vom 8.&nbsp;Dezember 1997 II&nbsp;ZR&nbsp;203\/96, unter I.1.; vom 30.&nbsp;Juni 2004 VIII&nbsp;ZR&nbsp;349\/03). Der Anspruch entsteht wegen der Bindung des Gewinnstammrechts an den Gesch&auml;ftsanteil in der Person desjenigen, der in diesem Zeitpunkt Inhaber von Gesch&auml;ftsanteilen der GmbH ist. Im Innenverh&auml;ltnis steht nach der dispositiven Regelung des &sect;&nbsp;101 Nr.&nbsp;2 Halbsatz&nbsp;2 BGB der Gewinnanteil allerdings demjenigen zu, der w&auml;hrend des Gesch&auml;ftsjahrs Inhaber von Gesellschaftsanteilen war (vgl. BFH-Urteil vom 7.&nbsp;Dezember 1983 I&nbsp;R&nbsp;70\/77, BFHE 140, 221, BStBl II 1984, 384, unter II.C.1.a). Wird ein Anteil abgetreten und keine von &sect;&nbsp;101 Nr.&nbsp;2 Halbsatz&nbsp;2 BGB abweichende Regelung getroffen, steht dem Ver&auml;u&szlig;erer ein schuldrechtlicher Ausgleichsanspruch in H&ouml;he des Gewinnanteils zu, der auf die Zeit seiner Beteiligung entf&auml;llt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Gewinnauszahlungsanspruch kann als k&uuml;nftiger Anspruch im Voraus abgetreten werden. Beh&auml;lt sich der Ver&auml;u&szlig;erer des Gesch&auml;ftsanteils das Gewinnbezugsrecht f&uuml;r die Zeit seiner Beteiligung vor, liegt darin eine rechtlich m&ouml;gliche R&uuml;ckabtretung des &#8211;von dem an den Gesch&auml;ftsanteil gebundenen Gewinnstammrecht zu unterscheidenden&#8211; Anspruchs auf Auszahlung des Gewinns (BGH-Urteil vom 30.&nbsp;Juni 2004 VIII&nbsp;ZR&nbsp;349\/03, unter II.1.). Voraussetzung dieses Gewinnauszahlungsanspruchs ist jedoch, dass eine Gewinnaussch&uuml;ttung beschlossen worden ist (vgl. BGH-Urteil vom 30.&nbsp;Januar 1995 II&nbsp;ZR&nbsp;45\/94, unter 3.). Hat sich der Anteilserwerber im Kaufvertrag verpflichtet, einen Gewinnverwendungsbeschluss herbeizuf&uuml;hren, steht dem Ver&auml;u&szlig;erer ein Anspruch auf Schadenersatz zu, wenn der Beschluss sp&auml;ter nicht gefasst wird (vgl. BGH-Urteil vom 30.&nbsp;Juni 2004 VIII&nbsp;ZR&nbsp;349\/03).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(bb) Vor diesem Hintergrund sind die Vereinbarungen in dem gerichtlichen Vergleich dahin zu verstehen, dass urspr&uuml;nglich A zustehende Dividendenanspr&uuml;che aus seiner fr&uuml;heren Beteiligung an der K-GmbH diesem auch nach Einbringung der Anteile in die GbR und Weiter&uuml;bertragung auf die N-KG bzw. C erhalten bleiben sollten. Zwar hatte A die Anteile ausdr&uuml;cklich einschlie&szlig;lich des Gewinnbezugsrechts in die GbR eingebracht. Diese Einbringung war allerdings Bestandteil der ersten Umstrukturierungsstufe und danach von Anfang an mit den anderen beiden Stufen einschlie&szlig;lich der Weiter&uuml;bertragung auf C bzw. eine von diesem beherrschte Gesellschaft mit dem Vorbehalt des Gewinnbezugsrechts verbunden. Dieser Vorbehalt konnte nur dem Ver&auml;u&szlig;erer, also der GbR, zustehen, die im Innenverh&auml;ltnis den Ertrag aus der Aussch&uuml;ttung als Gewinnvorab des A behandeln sollte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>51<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zur Absicherung des Anspruchs der GbR auf sp&auml;tere Aussch&uuml;ttung gew&auml;hrte die K-GmbH dem A ein Darlehen, das nur aus der Aussch&uuml;ttung zu tilgen war, die die GbR an den A weiterzuleiten hatte. Entsprechend wurde der Darlehensbetrag von der K-GmbH an A und nicht an die GbR gezahlt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>52<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(c) Der Vorbehalt des Gewinnanspruchs aus der K-GmbH f&uuml;hrte f&uuml;r die GbR zu einer Erh&ouml;hung ihres Betriebsverm&ouml;gens im Streitjahr und damit zu einem Gewinn i.S. des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 EStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>53<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(aa) Der Auffassung, wonach der Aussch&uuml;ttungsanspruch erst mit dem Gewinnverwendungsbeschluss entsteht und bis dahin unselbst&auml;ndiger Bestandteil des Mitgliedschaftsrechts ist, folgt auch das Steuerrecht (vgl. BFH-Urteile vom 21.&nbsp;Mai 1986 I&nbsp;R&nbsp;199\/84, BFHE 147, 44, BStBl II 1986, 794, unter 1.1.; vom 28.&nbsp;Februar 2013 IV&nbsp;R&nbsp;50\/09, BFHE 240, 270, BStBl II 2013, 494, Rz&nbsp;24; vom 21.&nbsp;Mai 2015 IV&nbsp;R&nbsp;15\/12, Rz&nbsp;13). Von dem Mitgliedschaftsrecht spaltet sich der Dividendenanspruch erst mit dem Gewinnverwendungsbeschluss ab, mit der Folge, dass eine Dividendenforderung gegen eine GmbH bis zur Fassung des Gewinnverwendungsbeschlusses noch nicht aktiviert werden darf (Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 7.&nbsp;August 2000 GrS&nbsp;2\/99, BFHE 192, 339, BStBl II 2000, 632).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>54<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Allerdings kann auch eine erst k&uuml;nftig entstehende Forderung zu aktivieren sein, wenn sie wirtschaftlich in der Vergangenheit verursacht und am Bilanzstichtag hinreichend sicher ist (BFH-Urteil vom 18.&nbsp;Dezember 2002 I&nbsp;R&nbsp;11\/02, BFHE 201, 228, BStBl II 2003, 400). Danach kann die Aktivierung einer Forderung gegen den Erwerber einer GmbH-Beteiligung aus dem Vorbehalt eines Gewinnaussch&uuml;ttungsanspruchs in Betracht kommen, wenn dem Ver&auml;u&szlig;erer Anspr&uuml;che gegen den Erwerber auch bei Vereitelung des Anspruchs zustehen (BFH-Urteil in BFHE 147, 44, BStBl II 1986, 794; BGH-Urteil vom 30.&nbsp;Juni 2004 VIII&nbsp;ZR&nbsp;349\/03).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>55<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(bb) Im Streitfall sind die Voraussetzungen f&uuml;r eine Aktivierung des Anspruchs der GbR gegen&uuml;ber dem Erwerber der Beteiligung (N-KG oder C) aus der vorbehaltenen Gewinnaussch&uuml;ttung erf&uuml;llt. Nach dem Vergleich war C pers&ouml;nlich sowie als Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der K-GmbH und Gesellschafter der N-KG verpflichtet, die Voraussetzungen f&uuml;r einen Gewinnverwendungsbeschluss zu schaffen und den Beschluss zu fassen. Zur Sicherheit war der daraus entstehende Dividendenanspruch in H&ouml;he des vorbehaltenen Betrags an A abgetreten. Der betreffende Betrag war sogleich in Gestalt eines nur aus dem k&uuml;nftigen Dividendenanspruch zu tilgenden Darlehens gezahlt worden. Damit war die Entstehung des Anspruchs so sicher, dass er auch unter Beachtung der Anforderungen des Vorsichtsprinzips zu aktivieren war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>56<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Aktivierung der Forderung von 750.000&nbsp;DM f&uuml;hrt zu einer Erh&ouml;hung des Betriebsverm&ouml;gens der GbR und damit zu einem im Streitjahr entstandenen Gewinn.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>57<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(d) Der Gewinn aus der Aktivierung der Forderung ist in voller H&ouml;he als Gewinn aus &sect;&nbsp;16 EStG gesondert und einheitlich festzustellen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>58<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(aa) Gew&auml;hrt ein im Wege unechter Realteilung ausscheidender Gesellschafter der Personengesellschaft eine Leistung, mit der der Betrag ausgeglichen werden soll, um den der Wert des zur Abfindung &uuml;bertragenen Gesellschaftsverm&ouml;gens den Abfindungsanspruch &uuml;bersteigt, f&uuml;hrt diese Leistung bei der Personengesellschaft in voller H&ouml;he zu einem Gewinn. Es handelt sich um einen sog. Spitzenausgleich, der &Auml;hnlichkeiten mit dem Spitzenausgleich bei einer echten Realteilung aufweist, wenn dort ein Realteiler einem anderen Realteiler einen Ausgleich daf&uuml;r zahlt, dass der Wert des ihm &uuml;bertragenen Gesellschaftsverm&ouml;gens seinen Auseinandersetzungsanspruch &uuml;bersteigt, w&auml;hrend dem anderen Realteiler hinter dessen Auseinandersetzungsanspruch im Wert zur&uuml;ckbleibendes Gesellschaftsverm&ouml;gen &uuml;bertragen worden ist (z.B. BFH-Urteile vom 1.&nbsp;Dezember 1992 VIII&nbsp;R&nbsp;57\/90, BFHE 170, 320, BStBl II 1994, 607; vom 11.&nbsp;April 2013 III&nbsp;R&nbsp;32\/12, BFHE 241, 346, BStBl II 2014, 242, Rz&nbsp;18).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>59<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ein Spitzenausgleich hat nach der Rechtsprechung des BFH bei einer echten Realteilung keine Auswirkung auf die Buchwertfortf&uuml;hrung f&uuml;r die aus dem Gesellschaftsverm&ouml;gen &uuml;bertragenen Wirtschaftsg&uuml;ter (BFH-Urteil in BFHE 170, 320, BStBl II 1994, 607, unter III.3.f; anderer Ansicht Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen vom 20.&nbsp;Dezember 2016 IV&nbsp;C&nbsp;6-S-2242\/07\/10002:004, BStBl I 2017, 36, unter VI.). Er wird vielmehr als Entgelt f&uuml;r die Abtretung eines Teils des Auseinandersetzungsanspruchs durch den ausgleichsberechtigten Realteiler verstanden und f&uuml;hrt f&uuml;r diesen in voller H&ouml;he zur Realisierung eines Gewinns (BFH-Urteile in BFHE 170, 320, BStBl II 1994, 607, unter III.3.h; vom 20.&nbsp;Oktober 2015 VIII&nbsp;R&nbsp;33\/13, BFHE 253, 28, BStBl II 2016, 596, Rz&nbsp;32). Zwar versagt diese Begr&uuml;ndung bei der unechten Realteilung, weil nur dem ausscheidenden Gesellschafter ein Ausgleichsanspruch nach &sect;&nbsp;738 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 BGB zusteht, w&auml;hrend weder den verbleibenden Gesellschaftern noch der Gesellschaft Anspr&uuml;che entstehen, die Gegenstand eines Forderungskaufs geworden sein k&ouml;nnten (BFH-Urteil in BFHE 252, 17, BStBl II 2017, 37, Rz&nbsp;64&nbsp;f.). Zwischen echter und unechter Realteilung besteht aber gleichwohl kein Unterschied insoweit, als die Leistung eines Spitzenausgleichs nicht als Gegenleistung f&uuml;r den Erwerb der &uuml;bertragenen Wirtschaftsg&uuml;ter angesehen werden kann und deshalb weder eine Minderung des Gewinns der Gesellschaft um einen Teil des Buchwerts der &uuml;bertragenen Wirtschaftsg&uuml;ter noch eine Buchwertaufstockung beim ausgeschiedenen Gesellschafter in Betracht kommen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>60<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(bb) Der Gewinn aus einem Spitzenausgleich bei einer echten Realteilung hat seinen Rechtsgrund im Aufgabetatbestand des &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;3 EStG, weil er durch die Aufgabe veranlasst ist (BFH-Urteil in BFHE 170, 320, BStBl II 1994, 607, unter III.4.). Dementsprechend ist auch der Gewinn aus dem Spitzenausgleich bei einer unechten Realteilung dem Aufgabetatbestand nach &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 i.V.m. Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG zuzuordnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>61<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(cc) Danach ist der Gewinn aus der Aktivierung des Gewinnaussch&uuml;ttungsanspruchs der GbR als Spitzenausgleich im Zusammenhang mit dem Ausscheiden der N-KG bzw. von C gegen Abfindung aus dem Gesellschaftsverm&ouml;gen anzusehen. Der &uuml;bertragene Anteil an der K-GmbH verk&ouml;rperte dabei in H&ouml;he des vorbehaltenen Gewinnaussch&uuml;ttungsanspruchs einen &uuml;ber den Abfindungsanspruch hinausgehenden Wert. Zu dessen Ausgleich &uuml;bernahm der ausscheidende Gesellschafter die Verpflichtung zur Auszahlung eines Betrags von 750.000&nbsp;DM aus der k&uuml;nftigen Gewinnaussch&uuml;ttung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>62<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(dd) Es kann dahinstehen, ob die Einnahme aus dem Spitzenausgleich nach &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;40 EStG in dessen im Streitjahr geltender Fassung zur H&auml;lfte steuerbefreit ist. Denn selbst wenn dies der Fall w&auml;re und die Steuerbefreiung bereits im Rahmen der gesonderten und einheitlichen Feststellung der Eink&uuml;nfte &#8211;wie vom FA gehandhabt&#8211; zu einer Minderung des festzustellenden Betrags f&uuml;hren w&uuml;rde, w&auml;re dieser Betrag mit 191.734&nbsp;EUR (50&nbsp;% von 383.469&nbsp;EUR) nicht niedriger als der im angefochtenen Bescheid festgestellte Betrag von 188.865&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>63<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Sind die Anteile an der K-GmbH und der T-GmbH nicht in ein Betriebsverm&ouml;gen des C oder der N-KG als Mitunternehmerin der GbR, sondern in das Privatverm&ouml;gen des C &uuml;bergegangen, ist der Vorgang als gewinnrealisierende Aufgabe des Mitunternehmeranteils durch C anzusehen. Daraus ist ein gesondert festzustellender Gewinn i.S. des &sect;&nbsp;16 EStG in H&ouml;he von mindestens 750.000&nbsp;DM entstanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>64<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Scheidet ein Gesellschafter gegen eine Sachwertabfindung aus einer Personengesellschaft aus, bei der die Voraussetzungen der Buchwertfortf&uuml;hrung nach &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 EStG nicht erf&uuml;llt sind, entsteht hierdurch ein Aufgabegewinn des ausscheidenden Gesellschafters in H&ouml;he der Differenz zwischen dem Abfindungsanspruch und dem Buchwert seines Kapitalkontos. In H&ouml;he dieses Betrags sind auf der Aktivseite der zu diesem Zweck aufzustellenden Abschichtungsbilanz die Buchwerte der Wirtschaftsg&uuml;ter, die stille Reserven beinhalten, anteilig aufzustocken. Auf der Passivseite ist eine entsprechende Verbindlichkeit gegen&uuml;ber dem Ausscheidenden auszuweisen. Die &Uuml;bertragung des Abfindungsguts zur Erf&uuml;llung des Abfindungsanspruchs f&uuml;hrt zur Aufdeckung der auf die verbleibenden Gesellschafter entfallenden stillen Reserven in diesem Wirtschaftsgut und zur Entstehung eines nach allgemeinen Grunds&auml;tzen zu besteuernden Gewinns der Gesamthand (vgl. BFH-Urteile vom 24.&nbsp;Mai 1973 IV&nbsp;R&nbsp;64\/70, BFHE 109, 438, BStBl II 1973, 655; vom 28.&nbsp;November 1989 VIII&nbsp;R&nbsp;40\/84, BFHE 159, 410, BStBl II 1990, 561, und vom 23.&nbsp;November 1995 IV&nbsp;R&nbsp;75\/94, BFHE 179, 307, BStBl II 1996, 194, unter 1.b&nbsp;cc, sowie BFH-Beschluss vom 6.&nbsp;Juli 2006 IV&nbsp;B&nbsp;95\/05, BFH\/NV 2006, 2246, unter II.1.b).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>65<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Im Streitfall ist danach der GbR aus der &Uuml;bertragung der Anteile an der K-GmbH und der T-GmbH ein Gewinn i.S. des &sect;&nbsp;16 EStG von mindestens 377.730&nbsp;EUR entstanden. Selbst wenn in den beiden GmbH-Anteilen keine stillen Reserven ruhten, als diese &#8211;wie hier unterstellt&#8211; auf C &uuml;bertragen wurden, hat zumindest der Aktivposten f&uuml;r den Anspruch auf vorbehaltene Gewinnaussch&uuml;ttungen von 750.000&nbsp;DM zu einem Gewinn im Zusammenhang mit der &Uuml;bertragung der Beteiligungen gef&uuml;hrt. Rechtsgrundlage dieses Gewinns ist &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Halbsatz&nbsp;1 EStG, weil die GbR s&auml;mtliche Anteile an der K-GmbH hielt und sie mithin einen (fiktiven) Teilbetrieb ver&auml;u&szlig;ert hat. Dementsprechend war f&uuml;r die GbR ein Gewinn i.S. des &sect;&nbsp;16 EStG gesondert und einheitlich festzustellen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>66<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Ob f&uuml;r die aus der Aktivierung folgende Betriebsverm&ouml;gensmehrung eine h&auml;lftige Steuerbefreiung nach &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;40 EStG in dessen im Streitjahr geltender Fassung zu ber&uuml;cksichtigen ist, bedarf keiner Entscheidung, weil auch dann der festzustellende Gewinn nicht niedriger als der im angefochtenen Bescheid festgestellte Betrag von 188.865&nbsp;EUR w&auml;re.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>67<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 2.10.2018, IV R 24\/15ECLI:DE:BFH:2018:U.021018.IVR24.15.0 Aktivierung des bei Ver&auml;u&szlig;erung eines GmbH-Anteils vorbehaltenen Gewinnaussch&uuml;ttungsanspruchs Leits&auml;tze 1. NV: Die Forderung gegen den Erwerber einer GmbH-Beteiligung aus dem Vorbehalt eines Gewinnaussch&uuml;ttungsanspruchs ist sogleich zu aktivieren, wenn dem Ver&auml;u&szlig;erer Anspr&uuml;che gegen den Erwerber auch bei Vereitelung des Anspruchs zustehen. 2. NV: Gew&auml;hrt ein im Wege unechter Realteilung &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-24-15-aktivierung-des-bei-veraeusserung-eines-gmbh-anteils-vorbehaltenen-gewinnausschuettungsanspruchs\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">IV&nbsp;R&nbsp;24\/15 &#8211; Aktivierung des bei Ver&auml;u&szlig;erung eines GmbH-Anteils vorbehaltenen Gewinnaussch&uuml;ttungsanspruchs<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-70571","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70571","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=70571"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70571\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=70571"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=70571"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=70571"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}