{"id":70584,"date":"2019-04-13T17:26:37","date_gmt":"2019-04-13T15:26:37","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=70584"},"modified":"2019-04-13T17:26:37","modified_gmt":"2019-04-13T15:26:37","slug":"i-r-78-16-verdeckte-gewinnausschuettung-bei-rueckstellung-fuer-drohende-haftungsinanspruchnahme-nach-par-73-ao","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-78-16-verdeckte-gewinnausschuettung-bei-rueckstellung-fuer-drohende-haftungsinanspruchnahme-nach-par-73-ao\/","title":{"rendered":"I&nbsp;R&nbsp;78\/16 &#8211; Verdeckte Gewinnaussch&uuml;ttung bei R&uuml;ckstellung f&uuml;r drohende Haftungsinanspruchnahme nach &sect; 73 AO"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 24.10.2018, I R 78\/16<br \/>ECLI:DE:BFH:2018:U.241018.IR78.16.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Verdeckte Gewinnaussch&uuml;ttung bei R&uuml;ckstellung f&uuml;r drohende Haftungsinanspruchnahme nach &sect; 73 AO<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Aufwendungen einer Organgesellschaft aufgrund einer Haftungsinanspruchnahme f&uuml;r K&ouml;rperschaftsteuerschulden des Organtr&auml;gers nach &sect; 73 AO fallen nicht unter das Abzugsverbot des &sect; 10 Nr. 2 KStG. Sie sind als vGA zu qualifizieren.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision der Kl&auml;gerin gegen das Urteil des Finanzgerichts M&uuml;nster vom 4. August 2016&nbsp;&nbsp;9 K 3999\/13 K,G wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat die Kl&auml;gerin zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwischen der Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin), damals in der Rechtsform einer GmbH, als Organgesellschaft und der B-AG als Organtr&auml;gerin bestand seit dem &#8230; 1990 eine k&ouml;rperschaftsteuerrechtliche Organschaft, die zum 31.&nbsp;Dezember 2000 beendet wurde. Im Jahr 2005 wurden die Gesch&auml;ftsanteile der Kl&auml;gerin an andere Gesellschafter ver&auml;u&szlig;ert. &Uuml;ber das Verm&ouml;gen der B-AG wurde im Jahr 2009 das Insolvenzverfahren er&ouml;ffnet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das f&uuml;r die B-AG i.L. zust&auml;ndige Finanzamt teilte der Kl&auml;gerin mit Schreiben vom 14.&nbsp;Oktober 2009 mit, dass es beabsichtige, sie f&uuml;r K&ouml;rperschaftsteuerschulden der B-AG gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;73 der Abgabenordnung (AO) in Haftung zu nehmen. Im Wege einer tats&auml;chlichen Verst&auml;ndigung wurde ein quotaler Haftungsbetrag f&uuml;r die K&ouml;rperschaftsteuer 2000 der B-AG i.L. von &#8230;&nbsp;EUR vereinbart. Ein entsprechender Haftungsbescheid erging unter dem 17.&nbsp;Juni 2010.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In ihrem Jahresabschluss zum 31.&nbsp;Dezember 2009 bildete die Kl&auml;gerin wegen der drohenden Haftungsinanspruchnahme gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;73 AO eine R&uuml;ckstellung in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR. Im Rahmen ihrer K&ouml;rperschaftsteuererkl&auml;rung f&uuml;r das Streitjahr (2009) wies sie ausdr&uuml;cklich darauf hin, dass sie die Haftungsschulden nach &sect;&nbsp;73 AO als abzugsf&auml;hig ansehe, weil es sich nicht um Steuern i.S. des &sect;&nbsp;10 Nr.&nbsp;2 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes (KStG) handele. Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) folgte dem zun&auml;chst und veranlagte die Kl&auml;gerin erkl&auml;rungsgem&auml;&szlig; unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung. Im Anschluss an eine Au&szlig;enpr&uuml;fung &auml;nderte er seine Auffassung, rechnete den zur&uuml;ckgestellten Betrag gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;10 Nr.&nbsp;2 KStG au&szlig;erbilanziell dem Gewinn der Kl&auml;gerin wieder hinzu und &auml;nderte den Bescheid &uuml;ber K&ouml;rperschaftsteuer 2009 entsprechend ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die nach erfolglosem Einspruch erhobene Klage hat das Finanzgericht (FG) M&uuml;nster mit Urteil vom 4.&nbsp;August 2016&nbsp;&nbsp;9&nbsp;K&nbsp;3999\/13&nbsp;K,G (Entscheidungen der Finanzgerichte &#8211;EFG&#8211; 2017, 149) als unbegr&uuml;ndet abgewiesen. Das FG hat zwar angenommen, dass die vom FA vorgenommene au&szlig;erbilanzielle Gewinnerh&ouml;hung nicht auf &sect;&nbsp;10 Nr.&nbsp;2 KStG gest&uuml;tzt werden k&ouml;nne, nahm aber in Bezug auf die Passivierung einer R&uuml;ckstellung f&uuml;r die drohende Haftungsinanspruchnahme der Kl&auml;gerin als Organgesellschaft nach &sect;&nbsp;73 AO f&uuml;r K&ouml;rperschaftsteuerschulden des Organtr&auml;gers eine verdeckte Gewinnaussch&uuml;ttung (vGA) an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hiergegen richtet sich die Revision der Kl&auml;gerin, mit der sie eine Verletzung materiellen Rechts geltend macht. Sie beantragt, das Urteil des FG aufzuheben und den K&ouml;rperschaftsteuerbescheid sowie den Gewerbesteuermessbescheid f&uuml;r das Streitjahr dahingehend zu &auml;ndern, dass die Haftungsschuld in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR weder gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;10 Nr.&nbsp;2 KStG noch als vGA dem Gewinn hinzugerechnet wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision der Kl&auml;gerin ist unbegr&uuml;ndet und daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG hat im Ergebnis zutreffend angenommen, dass die einkommensmindernde R&uuml;ckstellung f&uuml;r eine drohende Haftungsinanspruchnahme nach &sect;&nbsp;73 AO durch eine au&szlig;erbilanzielle Gewinnerh&ouml;hung zu neutralisieren ist. Eine solche ist zwar nicht nach &sect;&nbsp;10 Nr.&nbsp;2 KStG (nachfolgend unter 2.), aber nach &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 KStG (nachfolgend unter 3.) vorzunehmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;1 KStG i.V.m. &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 des Einkommensteuergesetzes &#8211;EStG&#8211; (f&uuml;r die Gewerbesteuer i.V.m. &sect;&nbsp;7 des Gewerbesteuergesetzes &#8211;GewStG&#8211;) hat die Kl&auml;gerin in ihren Bilanzen das Betriebsverm&ouml;gen anzusetzen, das nach den handelsrechtlichen Grunds&auml;tzen ordnungsm&auml;&szlig;iger Buchf&uuml;hrung (GoB) auszuweisen ist. Die handelsrechtlichen GoB ergeben sich insbesondere aus den Bestimmungen des Ersten Abschnitts des Dritten Buchs &quot;Vorschriften f&uuml;r alle Kaufleute&quot; der &sect;&sect;&nbsp;238&nbsp;ff. des Handelsgesetzbuchs (HGB).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;249 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Variante&nbsp;1 HGB sind R&uuml;ckstellungen f&uuml;r ungewisse Verbindlichkeiten zu bilden. Voraussetzung f&uuml;r die Bildung einer R&uuml;ckstellung f&uuml;r ungewisse Verbindlichkeiten ist nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) entweder das Bestehen einer dem Betrage nach ungewissen, dem Grunde nach aber bestehenden Verbindlichkeit (Tatbestand&nbsp;1) oder die hinreichende Wahrscheinlichkeit des k&uuml;nftigen Entstehens einer &#8211;ggf. zugleich auch ihrer H&ouml;he nach noch ungewissen&#8211; Verbindlichkeit und ihre wirtschaftliche Verursachung in der Zeit vor dem Bilanzstichtag (Tatbestand&nbsp;2; vgl. z.B. Senatsurteil vom 25.&nbsp;Januar 2017 I&nbsp;R&nbsp;70\/15, BFHE 257, 66, BStBl II 2017, 780). Diese Voraussetzungen sind im Einzelfall auf der Grundlage objektiver, am Bilanzstichtag vorliegender Tatsachen aus der Sicht eines sorgf&auml;ltigen und gewissenhaften Kaufmanns zu beurteilen (vgl. z.B. Senatsurteil vom 30.&nbsp;Januar 2002 I&nbsp;R&nbsp;68\/00, BFHE 197, 530, BStBl II 2002, 688). Dieser muss dar&uuml;ber hinaus ernsthaft mit seiner Inanspruchnahme rechnen (vgl. BFH-Urteil vom 19.&nbsp;Oktober 1993 VIII&nbsp;R&nbsp;14\/92, BFHE 172, 456, BStBl II 1993, 891, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat im Streitfall die Voraussetzungen des vorgenannten zweiten Tatbestandes bejaht, indem es das Bestehen und die Geltendmachung eines Anspruchs nach &sect;&nbsp;73 AO aufgrund des Schreibens des f&uuml;r die B-AG i.L. zust&auml;ndigen Finanzamts vom 14.&nbsp;Oktober 2009 als wahrscheinlich angesehen hat. Dabei ist die Vorinstanz davon ausgegangen, dass ein gesamtschuldnerischer Ausgleichsanspruch gegen den Organtr&auml;ger nicht werthaltig und deshalb nicht r&uuml;ckstellungsmindernd zu ber&uuml;cksichtigen sei. Die Revision hat Einwendungen hiergegen nicht erhoben. Auch f&uuml;r den Senat sind insoweit keine Rechtsfehler ersichtlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die hiernach zu passivierende R&uuml;ckstellung wird nicht dadurch neutralisiert, dass dem Jahresergebnis der Kl&auml;gerin der entsprechende Betrag au&szlig;erbilanziell nach &sect;&nbsp;10 Nr.&nbsp;2 KStG wieder hinzuzurechnen w&auml;re.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Das FG hat zu Recht dahin erkannt, dass Aufwendungen einer Organgesellschaft aufgrund einer Haftungsinanspruchnahme f&uuml;r K&ouml;rperschaftsteuerschulden des Organtr&auml;gers nach &sect;&nbsp;73 AO nicht unter das Abzugsverbot des &sect;&nbsp;10 Nr.&nbsp;2 KStG fallen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;10 Nr.&nbsp;2 KStG sind u.a. die Steuern vom Einkommen und sonstige Personensteuern nicht abziehbar; das gilt gleicherma&szlig;en f&uuml;r die auf diese Steuern entfallenden Nebenleistungen. Zur Auslegung dieser Norm hat die Vorinstanz zutreffend auf die Rechtsprechung des BFH zur&uuml;ckgegriffen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Nach dem Wortlaut der Norm greift das Abzugsverbot des &sect;&nbsp;10 Nr.&nbsp;2 KStG f&uuml;r &quot;Steuern&quot; vom Einkommen oder andere Personen-&quot;steuern&quot;. Dazu z&auml;hlt u.a. die K&ouml;rperschaftsteuer (Senatsurteil vom 23.&nbsp;November 1988 I&nbsp;R&nbsp;180\/85, BFHE 154, 552, BStBl II 1989, 116). Nicht erfasst werden hingegen Haftungsschulden, da die AO sowohl nach ihrem Wortlaut als auch nach ihrer Systematik eindeutig zwischen Steueranspr&uuml;chen (Steuerschulden) einerseits und Haftungsanspr&uuml;chen (Haftungsschulden) als gesonderten Anspr&uuml;chen (Verpflichtungen) aus dem Steuerschuldverh&auml;ltnis andererseits unterscheidet (&sect;&nbsp;37 Abs.&nbsp;1 AO). Demgem&auml;&szlig; hat der BFH es in anderen Zusammenh&auml;ngen abgelehnt, Vorschriften der AO zu Steuerbescheiden auf Haftungsbescheide zu &uuml;bertragen, sofern diese nicht ausdr&uuml;cklich genannt wurden und die Normen zur Haftung keinen Verweis auf die Regelungen zu Steuerbescheiden enthielten (vgl. BFH-Urteil vom 25.&nbsp;Juli 1989 VII&nbsp;R&nbsp;39\/86, BFHE 157, 322, BStBl II 1989, 821, zu Prozesszinsen nach &sect;&nbsp;236 AO; vom 25.&nbsp;Februar 1997 VII&nbsp;R&nbsp;15\/96, BFHE 182, 480, BStBl II 1998, 2, zu S&auml;umniszuschl&auml;gen). Die von der AO vorgenommene Differenzierung zwischen Steuerschulden und Haftungsschulden ist hiernach auch der Auslegung des &sect;&nbsp;10 Nr.&nbsp;2 KStG zugrunde zu legen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Nur dieses Verst&auml;ndnis entspricht der Rechtsprechung des Senats, nach der der Begriff der Steuer in &sect;&nbsp;10 Nr.&nbsp;2 Halbsatz&nbsp;1 KStG in strikter Anlehnung an die Begriffsbildung der AO eng auszulegen ist (vgl. Senatsurteil in BFHE 154, 552, BStBl II 1989, 116, zu Stundungszinsen). Auch hierauf hat die Vorinstanz zutreffend verwiesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die mit der R&uuml;ckstellung verbundene Gewinnminderung wird jedoch dadurch neutralisiert, dass dem Jahresergebnis der Kl&auml;gerin der entsprechende Betrag au&szlig;erbilanziell als vGA gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 KStG wieder hinzugerechnet wird. Hiervon ist im Ergebnis auch das FG ausgegangen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Unter einer vGA i.S. des &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 KStG ist bei einer Kapitalgesellschaft eine Verm&ouml;gensminderung (verhinderte Verm&ouml;gensmehrung) zu verstehen, die durch das Gesellschaftsverh&auml;ltnis veranlasst ist, sich auf die H&ouml;he des Unterschiedsbetrages gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG i.V.m. &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;1 KStG (f&uuml;r die Gewerbesteuer i.V.m. &sect;&nbsp;7 GewStG) auswirkt und in keinem Zusammenhang zu einer offenen Aussch&uuml;ttung steht. F&uuml;r den gr&ouml;&szlig;ten Teil der entschiedenen F&auml;lle hat der Senat die Veranlassung durch das Gesellschaftsverh&auml;ltnis angenommen, wenn die Kapitalgesellschaft ihrem Gesellschafter einen Verm&ouml;gensvorteil zuwendet, den sie bei der Sorgfalt eines ordentlichen und gewissenhaften Gesch&auml;ftsleiters einem Nichtgesellschafter nicht gew&auml;hrt h&auml;tte (st&auml;ndige Rechtsprechung des Senats, seit Urteil vom 16.&nbsp;M&auml;rz 1967 I&nbsp;261\/63, BFHE 89, 208, BStBl III 1967, 626). Au&szlig;erdem muss der Vorgang geeignet sein, bei dem beg&uuml;nstigten Gesellschafter einen Bezug i.S. des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 EStG auszul&ouml;sen (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. Senatsurteile vom 7.&nbsp;August 2002 I&nbsp;R&nbsp;2\/02, BFHE 200, 197, BStBl II 2004, 131; vom 8.&nbsp;September 2010 I&nbsp;R&nbsp;6\/09, BFHE 231, 75, BStBl II 2013, 186).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Das FG hat hierzu erl&auml;utert, dass bei der Kl&auml;gerin eine Verm&ouml;gensminderung durch die Passivierung der R&uuml;ckstellung f&uuml;r die drohende Haftungsinanspruchnahme eingetreten ist, die sich auf die H&ouml;he des Unterschiedsbetrages gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG i.V.m. &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;1 KStG ausgewirkt hat und in keinem Zusammenhang zu einer offenen Aussch&uuml;ttung stand. Da ein (m&ouml;glicher) gesamtschuldnerischer Ausgleichsanspruch der Kl&auml;gerin gegen ihre Organtr&auml;gerin gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;426 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs (vgl. Urteil des Bundesgerichtshofs vom 1.&nbsp;Dezember 2003 II&nbsp;ZR&nbsp;202\/01, GmbH-Rundschau 2004, 258; hierzu auch Senatsbeschluss vom 21.&nbsp;Dezember 2004 I&nbsp;R&nbsp;107\/03, BFHE 208, 288, BStBl II 2005, 490) nach den insoweit bindenden Feststellungen des FG (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO) nicht werthaltig war, musste die Vorinstanz dabei nicht weiter der Frage nachgehen, ob ein solcher Anspruch zu einer &#8211;steuerlich unbeachtlichen&#8211; R&uuml;ckg&auml;ngigmachung einer bereits eingetretenen Verm&ouml;gensminderung f&uuml;hrt (st&auml;ndige Rechtsprechung des Senats, seit Urteil vom 19.&nbsp;Januar 1977 I&nbsp;R&nbsp;188\/74, BFHE 123, 124, BStBl II 1977, 847) oder eine Verm&ouml;gensminderung von Anfang an unterbleibt, weil ein derartiger Ausgleichsanspruch als sog. Vorteilsausgleich anzusehen w&auml;re (vgl. z.B. Senatsurteil vom 8.&nbsp;Juni 1977 I&nbsp;R&nbsp;95\/75, BFHE 122, 491, BStBl II 1977, 704; zur Problematik Weber, Die Unternehmensbesteuerung &#8211;Ubg&#8211; 2017, 206).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Das FG ist schlie&szlig;lich zu Recht davon ausgegangen, dass die verm&ouml;gensmindernde Haftungsinanspruchnahme der Kl&auml;gerin durch das Gesellschaftsverh&auml;ltnis zur Organtr&auml;gerin veranlasst war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Voraussetzung einer vGA ist die Veranlassung der Verm&ouml;gensminderung durch das Gesellschaftsverh&auml;ltnis. Zutreffend verweist die Vorinstanz darauf, dass der Ma&szlig;stab des Verhaltens eines ordentlichen und gewissenhaften Gesch&auml;ftsleiters der Kapitalgesellschaft im Rahmen der Veranlassungspr&uuml;fung lediglich dazu dient, die Hauptanwendungsf&auml;lle des &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 KStG n&auml;her zu bezeichnen, andere Sachverhalte aber nicht von vornherein aus dem Anwendungsbereich der vGA ausgenommen werden. Im Ergebnis ist bei der Pr&uuml;fung der Veranlassung durch das Gesellschaftsverh&auml;ltnis auf die allgemeine Dogmatik des Veranlassungsprinzips zur&uuml;ckzugreifen (in diesem Sinne Weber, Ubg 2017, 206); ausreichend ist nach st&auml;ndiger Rechtsprechung f&uuml;r den Tatbestand der vGA bereits eine Mitveranlassung der Verm&ouml;gensminderung durch das Gesellschaftsverh&auml;ltnis (z.B. Senatsurteile vom 23.&nbsp;Juli 2003 I&nbsp;R&nbsp;80\/02, BFHE 203, 114, BStBl II 2003, 926; vom 27.&nbsp;April 2005 I&nbsp;R&nbsp;75\/04, BFHE 210, 108, BStBl II 2005, 702; vom 20.&nbsp;August 2008 I&nbsp;R&nbsp;19\/07, BFHE 222, 494, BStBl II 2011, 60).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Letzteres ist vorliegend darin zu sehen, dass die Kl&auml;gerin mit der B-AG einen Gewinnabf&uuml;hrungsvertrag geschlossen hat, der zur Begr&uuml;ndung des Organschaftsverh&auml;ltnisses und damit auch zur &Uuml;bernahme des &#8211;genuin organschaftsrechtlichen&#8211; Haftungsrisikos nach &sect;&nbsp;73 AO gef&uuml;hrt hat. Der Abschluss eines Gewinnabf&uuml;hrungsvertrags mit dem beherrschenden Gesellschafter ist stets durch das Gesellschaftsverh&auml;ltnis veranlasst. Denn ein ordentlicher und gewissenhafter Gesch&auml;ftsleiter einer Kapitalgesellschaft w&uuml;rde die Gesellschaft nicht gegen&uuml;ber einem gesellschaftsfremden Dritten verpflichten, ihren gesamten Gewinn an diesen abzuf&uuml;hren und zus&auml;tzlich das Risiko zu &uuml;bernehmen, f&uuml;r dessen Steuerschulden zu haften. Die Eingehung einer solchen Verpflichtung durch die Organgesellschaft ist wirtschaftlich nur mit dem vorrangigen Konzerninteresse zu erkl&auml;ren und r&uuml;hrt folglich aus dem Gesellschaftsverh&auml;ltnis her.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Der Beurteilung als vGA steht im Streitfall nicht entgegen, dass das Organschaftsverh&auml;ltnis mit der B-AG zum Zeitpunkt des Eintritts der Verm&ouml;gensminderung nicht mehr bestanden hat. Der Umstand, dass die durch das Gesellschaftsverh&auml;ltnis veranlasste &Uuml;bernahme des Haftungsrisikos nach &sect;&nbsp;73 AO sich zeitlich erst nach Beendigung des Organschaftsverh&auml;ltnisses realisiert hat, vermag am Ergebnis der Veranlassungspr&uuml;fung nichts mehr zu &auml;ndern.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 24.10.2018, I R 78\/16ECLI:DE:BFH:2018:U.241018.IR78.16.0 Verdeckte Gewinnaussch&uuml;ttung bei R&uuml;ckstellung f&uuml;r drohende Haftungsinanspruchnahme nach &sect; 73 AO Leits&auml;tze Aufwendungen einer Organgesellschaft aufgrund einer Haftungsinanspruchnahme f&uuml;r K&ouml;rperschaftsteuerschulden des Organtr&auml;gers nach &sect; 73 AO fallen nicht unter das Abzugsverbot des &sect; 10 Nr. 2 KStG. Sie sind als vGA zu qualifizieren. Tenor Die Revision der Kl&auml;gerin &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-78-16-verdeckte-gewinnausschuettung-bei-rueckstellung-fuer-drohende-haftungsinanspruchnahme-nach-par-73-ao\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">I&nbsp;R&nbsp;78\/16 &#8211; Verdeckte Gewinnaussch&uuml;ttung bei R&uuml;ckstellung f&uuml;r drohende Haftungsinanspruchnahme nach &sect; 73 AO<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-70584","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70584","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=70584"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70584\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=70584"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=70584"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=70584"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}