{"id":70591,"date":"2019-04-13T17:26:53","date_gmt":"2019-04-13T15:26:53","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=70591"},"modified":"2019-04-13T17:26:53","modified_gmt":"2019-04-13T15:26:53","slug":"xi-r-8-14-unternehmereigenschaft-sowie-vorsteuerabzug-und-korrektur-bei-vorauszahlung-fuer-nicht-geliefertes-blockheizkraftwerk-in-einem-betruegerischen-schneeballsystem-im-wesentlichen-inhaltsgleic-5","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-8-14-unternehmereigenschaft-sowie-vorsteuerabzug-und-korrektur-bei-vorauszahlung-fuer-nicht-geliefertes-blockheizkraftwerk-in-einem-betruegerischen-schneeballsystem-im-wesentlichen-inhaltsgleic-5\/","title":{"rendered":"XI&nbsp;R&nbsp;8\/14 &#8211; Unternehmereigenschaft sowie Vorsteuerabzug und -korrektur bei Vorauszahlung f&uuml;r nicht geliefertes Blockheizkraftwerk in einem betr&uuml;gerischen Schneeballsystem &#8211; Im Wesentlichen inhaltsgleich mit BFH-Urteil vom 05.12.2018 XI R 44\/14"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 5.12.2018, XI R 8\/14<br \/>ECLI:DE:BFH:2018:U.051218.XIR8.14.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Unternehmereigenschaft sowie Vorsteuerabzug und -korrektur bei Vorauszahlung f&uuml;r nicht geliefertes Blockheizkraftwerk in einem betr&uuml;gerischen Schneeballsystem &#8211; Im Wesentlichen inhaltsgleich mit BFH-Urteil vom 05.12.2018 XI R 44\/14<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. NV: Die Voraussetzungen der umsatzsteuerrechtlichen Unternehmereigenschaft des (Voraus- bzw.) Anzahlenden sind bei einer reinen Finanzierungsleistung ohne nachhaltige T&auml;tigkeit zur Erzielung von Einnahmen nicht erf&uuml;llt; davon kann bei einem Liefergesch&auml;ft aber nur dann gesprochen werden, wenn nach den zivilrechtlichen Vereinbarungen die Verf&uuml;gungsmacht &uuml;ber das k&uuml;nftig noch zu liefernde Blockheizkraftwerk zu keinem Zeitpunkt h&auml;tte verschafft werden sollen.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. NV: Der Vorsteuerabzug aus einer geleisteten Vorauszahlung ist dem Zahlenden nicht zu versagen, wenn zum Zeitpunkt seiner Leistung im Voraus die Lieferung sicher erschien, weil alle ma&szlig;geblichen Elemente der zuk&uuml;nftigen Lieferung als ihm bekannt angesehen werden konnten, und anhand objektiver Umst&auml;nde nicht erwiesen ist, dass er zu diesem Zeitpunkt wusste oder vern&uuml;nftigerweise h&auml;tte wissen m&uuml;ssen, dass die Bewirkung dieser Lieferung im betr&uuml;gerischen Schneeballsystem unsicher war.<\/p>\n<\/p>\n<p>3. NV: Die Vorsteuerberichtigung nach &sect; 17 Abs. 2 Nr. 2 UStG setzt die R&uuml;ckzahlung der geleisteten Vorauszahlung voraus; sie ist offenkundig unangemessen und daher ausgeschlossen, wenn der Erwerber anschlie&szlig;end von der Steuerbeh&ouml;rde die Erstattung der auf die fragliche Vorauszahlung entrichteten Steuer beanspruchen kann.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision des Kl&auml;gers wird das Urteil des Finanzgerichts des Landes Sachsen-Anhalt vom 30. April 2013&nbsp;&nbsp;4 K 840\/11 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Umsatzsteuer f&uuml;r 2010 wird unter Ab&auml;nderung des Umsatzsteuerbescheids f&uuml;r 2010 des Beklagten vom 25. Februar 2015 auf &#8230; EUR festgesetzt.<\/p>\n<\/p>\n<p>Im &Uuml;brigen wird die Klage abgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des gesamten Verfahrens haben der Kl&auml;ger und der Beklagte jeweils zu 1\/2 zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger), der im Jahr 2010 (Streitjahr) als Arbeitnehmer bei der X AG besch&auml;ftigt war, zeigte im Streitjahr r&uuml;ckwirkend zum 1.&nbsp;Dezember 2009 die Er&ouml;ffnung eines Gewerbebetriebes an. Er beabsichtige, ein Blockheizkraftwerk zu erwerben und dieses an einen Dritten zu verpachten, damit dieser es zur Stromgewinnung und Einspeisung nutzen k&ouml;nne.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 29.&nbsp;Mai 2010 bestellte der Kl&auml;ger bei der A ein Blockheizkraftwerk mit einer Leistung von 40&nbsp;kW zum Preis von 30.000&nbsp;EUR zzgl. 5.700&nbsp;EUR Umsatzsteuer, dessen Lieferung voraussichtlich 14&nbsp;Wochen nach Geldeingang vorgesehen war. Die mit Rechnung vom 31.&nbsp;Mai 2010 angeforderte Vorauszahlung in H&ouml;he von 35.700&nbsp;EUR, die &uuml;ber ein Darlehen finanziert wurde, &uuml;berwies der Kl&auml;ger am 12.&nbsp;August 2010. Ausweislich eines Stempels auf der Rechnung vom 31.&nbsp;Mai 2010 &quot;BEZAHLT 16.&nbsp;Aug. 2010&quot; ging der &uuml;berwiesene Betrag bei A an diesem Tag ein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beabsichtigte zun&auml;chst den Betrieb der in einem Container montierten Anlage (sog. Verwaltungsvertragsmodell). Von dem hierzu am 9.&nbsp;Juni 2010 mit einer Gesellschaft aus dem gesch&auml;ftlichen Umfeld der A geschlossenen Verwaltungs-, Service- sowie (den Stellplatz f&uuml;r die Anlage betreffenden) Mietvertrag ist der Kl&auml;ger mit Schreiben vom 19.&nbsp;September 2010 mit &quot;sofortiger Wirkung&quot; zur&uuml;ckgetreten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 4.&nbsp;Oktober 2010 kam durch Gegenzeichnung ein &quot;Pachtvertrag&quot; &uuml;ber das Blockheizkraftwerk mit dem Kl&auml;ger, der bereits am 22.&nbsp;September 2010 unterzeichnet hatte, zustande (sog. Verpachtungsmodell). A war danach berechtigt, das Blockheizkraftwerk zur Erzeugung von Strom und anderen Energien gegen eine j&auml;hrliche Pacht in H&ouml;he von 14.400&nbsp;EUR (netto), zahlbar in zw&ouml;lf monatlichen Raten zu jeweils 1.200&nbsp;EUR zzgl. Umsatzsteuer, zu nutzen. Der &quot;Pachtvertrag&quot; hatte eine Laufzeit von zehn Jahren. Dem Kl&auml;ger wurde die Option zur &quot;einseitigen Verl&auml;ngerung&quot; des &quot;Pachtvertrags&quot; um zweimal f&uuml;nf Jahre einger&auml;umt. Die vereinbarte &quot;Pacht&quot; war &quot;ab Beginn des zweiten Monats nach Abschluss&quot; zu zahlen, ohne dass es auf eine &Uuml;bergabe des Blockheizkraftwerks angekommen w&auml;re.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Au&szlig;erdem erwarb der Kl&auml;ger mit Rechnung vom 20.&nbsp;September 2010 einen PKW (&#8230;) zu einem Kaufpreis von &#8230;&nbsp;EUR zzgl. &#8230;&nbsp;EUR Umsatzsteuer.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger erhielt von A in den Monaten Oktober bis Dezember 2010 Zahlungen in H&ouml;he von jeweils 1.428&nbsp;EUR (1.200&nbsp;EUR zzgl. 228&nbsp;EUR Umsatzsteuer).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zur Lieferung, Verpachtung und zum Betrieb des Blockheizkraft-werks kam es nicht. Am 30.&nbsp;November 2010 wurden von der Staatsanwaltschaft u.a. die Gesch&auml;ftsr&auml;ume der A durchsucht und Personen festgenommen (s. dazu auch Beschluss des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 21.&nbsp;September 2016 XI&nbsp;R&nbsp;44\/14, BFHE 255, 328, Umsatzsteuer-Rundschau &#8211;UR&#8211; 2017, 72, Rz&nbsp;7). Am 1.&nbsp;Dezember 2010 teilte A auf ihrer Internetseite mit, dass die Produktion trotz der Durchsuchung weiterlaufe. In einer weiteren Nachricht am 3.&nbsp;Dezember 2010 wurde mitgeteilt, dass s&auml;mtliche Vertriebsaktivit&auml;ten eingestellt worden seien, insbesondere vorerst keine Bestellungen mehr angenommen und keine Container mehr ausgeliefert w&uuml;rden. Am 7.&nbsp;Dezember 2010 wurde im Fernsehen &uuml;ber &quot;das Betrugsmodell der A&quot; berichtet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auf einen Antrag vom 30.&nbsp;Dezember 2010 wurde am 1.&nbsp;M&auml;rz 2011 das Insolvenzverfahren &uuml;ber das Verm&ouml;gen der A er&ouml;ffnet (vgl. Finanzgericht &#8211;FG&#8211; Baden-W&uuml;rttemberg, Urteil vom 19.&nbsp;September 2014&nbsp; 9&nbsp;K&nbsp;2914\/12, juris, Rz&nbsp;13; BFH-Beschluss in BFHE 255, 328, UR 2017, 72, Rz&nbsp;8).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Landgericht (LG) N&uuml;rnberg-F&uuml;rth sprach elf Angeklagte, die im Bereich der A-Firmengruppe t&auml;tig waren, in 88&nbsp;F&auml;llen des gewerbs- und bandenm&auml;&szlig;igen Betrugs f&uuml;r schuldig (Urteil vom 27.&nbsp;Februar 2014&nbsp; 12&nbsp;KLs&nbsp;507&nbsp;Js&nbsp;1612\/10); dort ist ausgef&uuml;hrt: &quot;Die Angeklagten verkauften ab Anfang 2010 mit Raps&ouml;l betriebene Blockheizkraftwerke, die auf Grund eines angeblich &auml;u&szlig;erst niedrigen Verbrauchs auf Dauer extrem rentabel sein sollten. Die Angeklagten, die zuvor &uuml;berwiegend im Strukturvertrieb t&auml;tig waren und keine Erfahrungen mit der Herstellung und dem Betrieb von Blockheizkraftwerken hatten, nahmen billigend in Kauf, dass es nicht m&ouml;glich sein w&uuml;rde, Blockheizkraftwerke mit den zugesagten Eigenschaften, insbesondere dem wissenschaftlich nicht erkl&auml;rbaren Verbrauch, herzustellen. Sie nahmen daher billigend in Kauf, dass die K&auml;ufer der Blockheizkraftwerke, die jeweils Vorkasse leisten mussten, keine ad&auml;quate Gegenleistung erhalten.&quot; Das Urteil des LG ist rechtskr&auml;ftig (vgl. Beschluss des Bundesgerichtshofs vom 11.&nbsp;Juni 2015&nbsp; 1&nbsp;StR&nbsp;590\/14, Neue Zeitschrift f&uuml;r Strafrecht- Rechtsprechungs-Report 2015, 379).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) stimmte zwar der Umsatzsteuer-Jahreserkl&auml;rung f&uuml;r 2009 vom 7.&nbsp;Oktober 2010, mit dem der Kl&auml;ger einen Vorsteuer&uuml;berhang in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR geltend machte, zu. Es verweigerte jedoch seine Zustimmung zu den Umsatzsteuervoranmeldungen f&uuml;r die Monate August 2010 (&#8230;&nbsp;EUR) und September 2010 (&#8230;&nbsp;EUR), mit denen der Kl&auml;ger u.a. den Vorsteuerabzug aus dem Erwerb des Blockheizkraftwerks und des PKW geltend machte. Den Voranmeldungen f&uuml;r die Monate Oktober bis Dezember 2010 mit geringen Vorsteuer&uuml;berh&auml;ngen stimmte das FA (zun&auml;chst) wiederum zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach einer Umsatzsteuer-Sonderpr&uuml;fung vertrat das FA die Auffassung, dass der Kl&auml;ger kein Unternehmer sei, da er keine Leistungen gegen Entgelt erbracht habe. Zwar habe der Kl&auml;ger f&uuml;r die Monate Oktober bis Dezember 2010 als &quot;Pacht&quot; bezeichnete Zahlungen erhalten. Der Pachtgegenstand sei jedoch nicht hergestellt und der Vertragsinhalt nicht realisiert worden. Au&szlig;erdem habe der Kl&auml;ger eine auf Gestellung von Kapital gerichtete Investition get&auml;tigt, die keine unternehmerische T&auml;tigkeit im umsatzsteuerrechtlichen Sinne begr&uuml;nde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dementsprechend erlie&szlig; das FA am 23.&nbsp;Februar 2011 Umsatzsteuer-Vorauszahlungsbescheide f&uuml;r die Monate August und September 2010 in H&ouml;he von jeweils 0&nbsp;EUR sowie f&uuml;r die Monate Oktober bis Dezember 2010 in H&ouml;he von jeweils 228&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die vom Kl&auml;ger hiergegen jeweils eingelegten Einspr&uuml;che hatten keinen Erfolg (Einspruchsentscheidung vom 20.&nbsp;Juni 2011).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG des Landes Sachsen-Anhalt wies die dagegen erhobene Klage als unbegr&uuml;ndet ab. Das Urteil vom 30.&nbsp;April 2013&nbsp; 4&nbsp;K&nbsp;840\/11 ist ver&ouml;ffentlicht in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2013, 1613.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit seiner Revision r&uuml;gt der Kl&auml;ger die Verletzung formellen und materiellen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Beschluss vom 14.&nbsp;Februar 2017 XI&nbsp;R&nbsp;8\/14 hat der Senat das Verfahren nach &sect;&sect;&nbsp;74, 121 der Finanzgerichtsordnung (FGO) bis zur Entscheidung des Gerichtshofs der Europ&auml;ischen Union (EuGH) in der Rechtssache C-661\/16 ausgesetzt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auf die in Parallelverfahren ergangenen Vorabentscheidungsersuchen des XI. und des V.&nbsp;Senats des BFH (Beschl&uuml;sse in BFHE 255, 328, UR 2017, 72; vom 21.&nbsp;September 2016 V&nbsp;R&nbsp;29\/15, BFHE 255, 315, UR 2017, 66) hat der EuGH mit seinem Urteil Kollro&szlig; vom 31.&nbsp;Mai 2018 in den verbundenen Rechtssachen C-660\/16 und C-661\/16 (EU:C:2018:372, UR 2018, 519) wie folgt geantwortet:<br \/>&quot;1. Die Art.&nbsp;65 und 167 der Richtlinie 2006\/112\/EG des Rates vom 28.11.2006 &uuml;ber das gemeinsame Mehrwertsteuersystem [MwStSystRL] sind dahin auszulegen, dass unter Umst&auml;nden wie denen der Ausgangsverfahren das Recht auf Vorsteuerabzug hinsichtlich der Leistung einer Anzahlung dem potenziellen Erwerber der betreffenden Gegenst&auml;nde nicht versagt werden darf, wenn diese Anzahlung geleistet und vereinnahmt wurde und zum Zeitpunkt dieser Leistung alle ma&szlig;geblichen Elemente der zuk&uuml;nftigen Lieferung als dem Erwerber bekannt angesehen werden konnten und die Lieferung dieser Gegenst&auml;nde daher sicher erschien. Dem Erwerber darf ein solches Recht jedoch versagt werden, wenn anhand objektiver Umst&auml;nde erwiesen ist, dass er zum Zeitpunkt der Leistung der Anzahlung wusste oder vern&uuml;nftigerweise h&auml;tte wissen m&uuml;ssen, dass die Bewirkung dieser Lieferung unsicher war.<br \/>2. Die Art.&nbsp;185 und 186 der Richtlinie 2006\/112 sind dahin auszulegen, dass sie unter Umst&auml;nden wie denen der Ausgangsverfahren nationalen Rechtsvorschriften oder Gepflogenheiten nicht entgegenstehen, nach denen die Berichtigung des Vorsteuerabzugs hinsichtlich einer f&uuml;r die Lieferung eines Gegenstands geleisteten Anzahlung voraussetzt, dass diese Anzahlung vom Lieferer zur&uuml;ckgezahlt wird.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Revisionsverfahren hat das FA die Umsatzsteuer f&uuml;r das Streitjahr (2010) mit Umsatzsteuer-Jahresbescheid vom 25.&nbsp;Februar 2015 auf 684&nbsp;EUR festgesetzt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt sinngem&auml;&szlig;, die Vorentscheidung aufzuheben und den Umsatzsteuerbescheid f&uuml;r 2010 vom 25.&nbsp;Februar 2015 dahingehend zu &auml;ndern, dass die Umsatzsteuer f&uuml;r das Streitjahr entsprechend den Umsatzsteuer-Voranmeldungen f&uuml;r August bis Dezember 2010 festgesetzt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision des Kl&auml;gers ist begr&uuml;ndet. Das Urteil des FG ist schon aus verfahrensrechtlichen Gr&uuml;nden aufzuheben. Der Umsatzsteuerbescheid f&uuml;r 2010 vom 25.&nbsp;Februar 2015 ist im Umfang des Tenors zu &auml;ndern und die Klage im &Uuml;brigen abzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger ist im Streitjahr als Unternehmer i.S. von &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 des Umsatzsteuergesetzes (UStG) berechtigt, nach &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 UStG die Vorsteuer in H&ouml;he von 5.700&nbsp;EUR aus der Vorauszahlung f&uuml;r das Blockheizkraftwerk abzuziehen. Eine Berichtigung dieses Vorsteuerabzugs nach &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 UStG kommt im Streitjahr nicht in Betracht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die geltend gemachten Vorsteuern aus dem Erwerb des PKW sowie aus Bewirtungsaufwendungen und Rechnungen von Baum&auml;rkten sind nicht abziehbar. Im &Uuml;brigen schuldet der Kl&auml;ger Umsatzsteuer in H&ouml;he von 684&nbsp;EUR nach &sect;&nbsp;14c Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 UStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Vorentscheidung ist bereits aus verfahrensrechtlichen Gr&uuml;nden aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Das FA hat w&auml;hrend des Revisionsverfahrens den Umsatzsteuerbescheid f&uuml;r das Streitjahr vom 25.&nbsp;Februar 2015 erlassen. Dieser Jahresbescheid hat die angefochtenen Umsatzsteuer-Vorauszahlungsbescheide f&uuml;r August bis Dezember 2010 vom 23.&nbsp;Februar 2011, die Gegenstand des finanzgerichtlichen Verfahrens gewesen sind, ersetzt (vgl. BFH-Urteile vom 5.&nbsp;Juni 2014 XI&nbsp;R&nbsp;25\/12, BFHE 245, 465, BStBl II 2017, 806, Rz&nbsp;27, m.w.N.; vom 9.&nbsp;September 2015 XI&nbsp;R&nbsp;21\/13, BFH\/NV 2016, 597, Rz&nbsp;18; vom 12.&nbsp;Oktober 2016 XI&nbsp;R&nbsp;5\/14, BFHE&nbsp;255, 457, BStBl II 2017, 500, Rz&nbsp;18) und ist nach &sect;&nbsp;68 Satz&nbsp;1, &sect;&nbsp;121 Satz&nbsp;1 FGO Gegenstand des Revisionsverfahrens geworden. Da dem Urteil des FG nicht mehr existierende Bescheide zugrunde liegen, kann es keinen Bestand haben (vgl. z.B. BFH-Urteile vom 24.&nbsp;April 2013 XI&nbsp;R&nbsp;3\/11, BFHE 242, 410, BStBl II 2014, 86, Rz&nbsp;26; vom 16.&nbsp;Juni 2015 XI&nbsp;R&nbsp;18\/13, BFH\/NV 2015, 1607, Rz&nbsp;20; vom 21.&nbsp;Oktober 2015 XI&nbsp;R&nbsp;28\/14, BFHE&nbsp;252, 460, BStBl II 2016, 550, Rz&nbsp;22&nbsp;f.; in BFH\/NV 2016, 597, Rz&nbsp;18; in BFHE&nbsp;255, 457, BStBl II&nbsp;2017, 500, Rz&nbsp;18; jeweils m.w.N.; ferner BFH-Beschluss vom 27.&nbsp;September 2017 XI&nbsp;R&nbsp;18\/16, BFH\/NV 2018, 244, Rz&nbsp;17).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Dennoch bedarf es keiner Zur&uuml;ckverweisung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;127 FGO (vgl. dazu BFH-Urteil vom 21.&nbsp;Januar 2015 XI&nbsp;R&nbsp;12\/14, BFH\/NV 2015, 957, m.w.N.). Da die Sache spruchreif ist, der nunmehr streitgegenst&auml;ndliche Umsatzsteuerbescheid f&uuml;r das Streitjahr keine neuen Streitpunkte enth&auml;lt und der Kl&auml;ger seinen Antrag umgestellt hat, kann der Senat auf der Grundlage der fortgeltenden tats&auml;chlichen Feststellungen des FG in der Sache entscheiden (vgl. dazu z.B. BFH-Urteile in BFHE 245, 465, BStBl II 2017, 806, Rz&nbsp;29; vom 28.&nbsp;Mai 2015 IV&nbsp;R&nbsp;27\/12, BFHE 249, 544, BStBl II 2015, 837, Rz&nbsp;18; jeweils m.w.N.; in BFHE 255, 457, BStBl II&nbsp;2017, 500, Rz&nbsp;18).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Der Kl&auml;ger ist &#8211;anders als das FG entschieden hat&#8211; als Unternehmer anzusehen und damit grunds&auml;tzlich gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UStG zum Vorsteuerabzug berechtigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Unternehmer ist, wer eine gewerbliche oder berufliche T&auml;tigkeit selbst&auml;ndig aus&uuml;bt (&sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Satz 1 UStG). Gewerblich oder beruflich ist jede nachhaltige T&auml;tigkeit zur Erzielung von Einnahmen, auch wenn die Absicht, Gewinn zu erzielen, fehlt (&sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 UStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Unternehmer i.S. von &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UStG ist bereits, wer die durch objektive Anhaltspunkte belegte Absicht hat, eine unternehmerische T&auml;tigkeit auszu&uuml;ben, und erste Investitionsausgaben f&uuml;r diesen Zweck t&auml;tigt (vgl. BFH-Urteile vom 22.&nbsp;Februar 2001 V&nbsp;R&nbsp;77\/96, BFHE 194, 498, BStBl II 2003, 426, Leitsatz&nbsp;1; vom 8.&nbsp;M&auml;rz 2001 V&nbsp;R&nbsp;24\/98, BFHE 194, 522, BStBl II 2003, 430, Leitsatz&nbsp;1; vom 27.&nbsp;Januar 2011 V&nbsp;R&nbsp;21\/09, BFHE 233, 77, BStBl II 2011, 524, Rz&nbsp;34, m.w.N.; BFH-Beschluss in BFHE 255, 328, UR 2017, 72, Rz&nbsp;31).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Auch die Anzahlung auf einen Kaufpreis stellt eine solche Investition dar (vgl. dazu BFH-Urteile vom 17.&nbsp;Mai 2001 V&nbsp;R&nbsp;38\/00, BFHE 195, 437, BStBl II 2003, 434, Leitsatz&nbsp;1; in BFHE 233, 77, BStBl II 2011, 524, Rz&nbsp;34, m.w.N.; BFH-Beschluss in BFHE 255, 328, UR 2017, 72, Rz&nbsp;32).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der Betrieb eines Blockheizkraftwerks f&uuml;hrt zu einer unternehmerischen T&auml;tigkeit, wenn sie auf die nachhaltige Erzielung von Einnahmen durch regelm&auml;&szlig;ige Einspeisung von Strom in das allgemeine Stromnetz abzielt (vgl. BFH-Urteil vom 12.&nbsp;Dezember 2012 XI&nbsp;R&nbsp;3\/10, BFHE 239, 377, BStBl II 2014, 809, Rz&nbsp;16, m.w.N.; BFH-Beschluss in BFHE 255, 328, UR 2017, 72, Rz&nbsp;33). Gleiches gilt f&uuml;r die nachhaltige Vermietung (Verpachtung) eines k&ouml;rperlichen Gegenstands (vgl. z.B. BFH-Urteile vom 12.&nbsp;Dezember 1996 V&nbsp;R&nbsp;23\/93, BFHE 182, 388, BStBl II 1997, 368, unter II.1., Rz&nbsp;31; vom 2.&nbsp;Juli 2008 XI&nbsp;R&nbsp;60\/06, BFHE 222, 112, BStBl II 2009, 167, unter II.1., Rz&nbsp;16; jeweils m.w.N.; BFH-Beschluss in BFHE 255, 328, UR 2017, 72, Rz&nbsp;33).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Danach ist der Kl&auml;ger als Unternehmer i.S. von &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UStG anzusehen. Er hatte zum Zeitpunkt der Zahlung an A die durch objektive Anhaltspunkte belegte Absicht, eine unternehmerische T&auml;tigkeit aufzunehmen (vgl. BFH-Beschluss in BFHE 255, 328, UR 2017, 72, Rz&nbsp;34).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Dies gilt sowohl f&uuml;r seine urspr&uuml;ngliche Absicht, das Blockheizkraftwerk im Rahmen des sog. Verwaltungsvertragsmodells selbst zu betreiben und dabei Strom gegen Entgelt zu liefern, als auch f&uuml;r die nachfolgend ge&auml;nderte Absicht, das Blockheizkraftwerk im Rahmen des sog. Verpachtungsmodells zu verpachten. Beides sollte zu einer nachhaltigen und selbst&auml;ndig ausgef&uuml;hrten T&auml;tigkeit zur Einnahmeerzielung f&uuml;hren (vgl. dazu auch BFH-Beschluss in BFHE 255, 315, UR 2017, 66, Rz 25).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Im Hinblick hierauf war der Kl&auml;ger bereits aufgrund der ersten Vorbereitungshandlungen f&uuml;r diese T&auml;tigkeiten als Steuerpflichtiger anzusehen. Davon ist auch der V.&nbsp;Senat des BFH in seinen Parallelverfahren betreffenden Entscheidungen ausgegangen (vgl. BFH-Urteil vom 29.&nbsp;Januar 2015 V&nbsp;R&nbsp;51\/13, BFH\/NV 2015, 708, Rz&nbsp;17; BFH-Beschluss in BFHE 255, 315, UR 2017, 66, Rz&nbsp;26).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Dem kann nicht mit Erfolg entgegengehalten werden, dass es sich vorliegend &#8211;wie das FG meint&#8211; um eine &quot;Kapitalanlage&quot; gehandelt habe und der Kl&auml;ger deshalb nicht Unternehmer i.S. von &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Satz 1 UStG geworden sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Von einer reinen Finanzierungsleistung ohne nachhaltige T&auml;tigkeit zur Erzielung von Einnahmen k&ouml;nnte nur ausgegangen werden, wenn der Kl&auml;ger nach den zivilrechtlichen Vereinbarungen die Verf&uuml;gungsmacht &uuml;ber das k&uuml;nftig noch zu liefernde Blockheizkraftwerk f&uuml;r den Fall, dass es technisch m&ouml;glich gewesen w&auml;re, Blockheizkraftwerke mit den zugesicherten Eigenschaften herzustellen, und A die Absicht gehabt h&auml;tte, eine solcherart geschuldete Anlage zu liefern, zu keinem Zeitpunkt h&auml;tte erhalten sollen (vgl. dazu BFH-Urteil in BFH\/NV 2016, 597, Rz&nbsp;30&nbsp;ff.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Davon ist nach den vorliegenden f&uuml;r die umsatzsteuerrechtliche Beurteilung ma&szlig;gebenden zivilrechtlichen Leistungsbeziehungen, wie sie sich aus den vom FG in Bezug genommenen Vertr&auml;gen ergeben, im Streitfall nicht auszugehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des BFH ergibt sich regelm&auml;&szlig;ig aus den abgeschlossenen zivilrechtlichen Vereinbarungen, wer bei einem Umsatz als Leistender bzw. als Leistungsempf&auml;nger anzusehen ist (vgl. z.B. BFH-Urteile vom 24.&nbsp;April 2013 XI&nbsp;R&nbsp;7\/11, BFHE 241, 459, BStBl II 2013, 648, Rz&nbsp;22, m.w.N.; in BFH\/NV 2016, 597, Rz&nbsp;32). Dem entspricht die Rechtsprechung des EuGH (vgl. Urteil Newey vom 20.&nbsp;Juni 2013 C-653\/11, EU:C:2013:409, Mehrwertsteuerrecht &#8211;MwStR&#8211; 2013, 373, Rz&nbsp;43).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Streitfall h&auml;tte ausweislich der Auftragsbest&auml;tigung vom 31.&nbsp;Mai 2010 A als Lieferer dem Kl&auml;ger als Leistungsempf&auml;nger die Verf&uuml;gungsmacht an dem Blockheizkraftwerk verschafft, unabh&auml;ngig davon, dass dieser zum Zeitpunkt der Lieferung die Anlage physisch nicht entgegengenommen h&auml;tte. Der nach den zivilrechtlichen Vereinbarungen beabsichtigten Verschaffung der Verf&uuml;gungsmacht steht auch nicht entgegen, dass der Kl&auml;ger sowohl nach dem sog. Verwaltungsvertrags- als auch nach dem sog. Verpachtungsmodell weder mit Buchhaltung und Abrechnung noch Betrieb und Wartung oder Stellplatzanmietung unmittelbar befasst gewesen w&auml;re.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Eine von den vertraglichen Vereinbarungen abweichende Bestimmung des Leistenden kommt lediglich bei Vorliegen besonderer Umst&auml;nde in Betracht (vgl. z.B. BFH-Urteile vom 30.&nbsp;M&auml;rz 2006 V&nbsp;R&nbsp;9\/03, BFHE 213, 144, BStBl II 2006, 933, unter II.2.a, Rz&nbsp;16, m.w.N.; in BFH\/NV 2016, 597, Rz&nbsp;33). Der EuGH hat hierzu entschieden, dass sich herausstellen kann, &quot;dass einige Vertragsbestimmungen gelegentlich die wirtschaftliche und gesch&auml;ftliche Realit&auml;t der Transaktionen nicht vollst&auml;ndig widerspiegeln&quot;, was insbesondere der Fall sein kann, wenn die betreffenden Vertragsbestimmungen eine missbr&auml;uchliche Gestaltung darstellen (vgl. EuGH-Urteil Newey, EU:C:2013:409, MwStR 2013, 373, Rz&nbsp;44&nbsp;f.; s. ferner BFH-Urteil in BFH\/NV 2016, 597, Rz&nbsp;33). Davon kann ausgegangen werden, wenn zum einen die fraglichen Ums&auml;tze trotz formaler Anwendung der Voraussetzungen der einschl&auml;gigen Bestimmungen des Unionsrechts und des zu ihrer Umsetzung ergangenen nationalen Rechts zur Erlangung eines Steuervorteils f&uuml;hren, dessen Gew&auml;hrung dem mit diesen Bestimmungen verfolgten Ziel zuwiderliefe, und zum anderen aufgrund einer Reihe objektiver Anhaltspunkte ersichtlich ist, dass mit den fraglichen Ums&auml;tzen im Wesentlichen ein Steuervorteil bezweckt wird (vgl. z.B. BFH-Urteile vom 11.&nbsp;April 2013 V&nbsp;R&nbsp;28\/12, BFH\/NV 2013, 1638, Rz&nbsp;28; vom 16.&nbsp;Juni 2015 XI&nbsp;R&nbsp;17\/13, BFHE 250, 470, BStBl II 2015, 1024, Rz&nbsp;36; jeweils m.w.N.; in BFH\/NV 2016, 597, Rz&nbsp;34).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Streitfall kann nicht von einer missbr&auml;uchlichen Gestaltung ausgegangen werden, die es rechtfertigen w&uuml;rde, die vorliegenden zivilrechtlichen Vereinbarungen i.S. einer reinen Kapital&uuml;berlassung des Kl&auml;gers zu w&uuml;rdigen. Denn die zivilrechtlichen Vereinbarungen lassen &#8211;auch wenn sie Teil eines betr&uuml;gerischen Schneeballsystems waren&#8211; eine im vorgenannten Sinne rein k&uuml;nstliche, jeder wirtschaftlichen Realit&auml;t bare Gestaltung, die allein zu dem Zweck erfolgte, einen Steuervorteil zu erlangen, nicht erkennen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Dem Kl&auml;ger steht der streitige Vorsteuerabzug in H&ouml;he von 5.700&nbsp;EUR aus der Rechnung der A vom 31.&nbsp;Mai 2010 zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UStG kann ein Unternehmer die gesetzlich geschuldete Umsatzsteuer f&uuml;r Lieferungen und sonstige Leistungen, die von einem anderen Unternehmer f&uuml;r sein Unternehmen ausgef&uuml;hrt worden sind, als Vorsteuer abziehen. Die Aus&uuml;bung des Vorsteuerabzugs setzt voraus, dass der Unternehmer eine nach den &sect;&sect;&nbsp;14, 14a UStG ausgestellte Rechnung besitzt (&sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 UStG). Soweit der gesondert ausgewiesene Steuerbetrag auf eine Zahlung vor Ausf&uuml;hrung dieser Ums&auml;tze entf&auml;llt, ist er bereits abziehbar, wenn die Rechnung vorliegt und die Zahlung geleistet worden ist (&sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz 3 UStG). F&uuml;r eine Rechnung &uuml;ber ein vor Ausf&uuml;hrung der Leistung vereinnahmtes Entgelt gelten die Vorschriften f&uuml;r Rechnungen entsprechend (&sect;&nbsp;14 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 UStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Regelung des &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 UStG beruht auf Art.&nbsp;167 und Art.&nbsp;168 Buchst.&nbsp;a i.V.m. Art.&nbsp;65 MwStSystRL. Gem&auml;&szlig; Art.&nbsp;167 MwStSystRL entsteht das Recht auf Vorsteuerabzug, wenn der Anspruch auf die abziehbare Steuer entsteht. Werden Anzahlungen geleistet, bevor die Lieferung von Gegenst&auml;nden bewirkt oder die Dienstleistung erbracht ist, ist das gem&auml;&szlig; Art.&nbsp;65 MwStSystRL zum Zeitpunkt der Vereinnahmung des Entgelts der Fall (vgl. BFH-Urteil in BFH\/NV 2015, 708, Rz&nbsp;12).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Voraussetzungen nach &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 UStG f&uuml;r einen Vorsteuerabzug des gesondert ausgewiesenen Steuerbetrags auf eine Zahlung vor Ausf&uuml;hrung der Ums&auml;tze sind erf&uuml;llt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Der Kl&auml;ger hat &#8211;wie das FG unwidersprochen festgestellt hat&#8211; die mit Vorkasse angeforderte Zahlung f&uuml;r das bestellte Blockheizkraftwerk in H&ouml;he von 30.000&nbsp;EUR zzgl. 5.700&nbsp;EUR Umsatzsteuer, insgesamt 35.700&nbsp;EUR, durch &Uuml;berweisung vom 12.&nbsp;August 2010 geleistet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Dar&uuml;ber hinaus liegt dem Kl&auml;ger &#8211;wie das FG gleichfalls festgestellt hat&#8211; unter dem Datum vom 31.&nbsp;Mai 2010 eine Rechnung &uuml;ber die (k&uuml;nftige) Lieferung eines Blockheizkraftwerks i.S. von &sect;&nbsp;14 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 UStG vor, die den Anforderungen an die Rechnungsangaben nach &sect;&nbsp;14 Abs.&nbsp;4 UStG gen&uuml;gt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Zus&auml;tzliche Voraussetzung f&uuml;r den Vorsteuerabzug aus einer Anzahlung &#8211;nichts anderes gilt f&uuml;r eine Vorauszahlung wie im Streitfall&#8211; ist jedoch, dass der Eintritt des Steuertatbestandes zum Zeitpunkt der Anzahlung nicht &quot;unsicher&quot; ist (vgl. dazu EuGH-Urteile FIRIN vom 13.&nbsp;M&auml;rz 2014 C-107\/13, EU:C:2014:151, UR 2014, 705, Rz&nbsp;39, m.w.N.; Kollro&szlig;, EU:C:2018:372, UR 2018, 519, Rz&nbsp;41; ferner BFH-Urteil in BFH\/NV 2015, 708, Rz&nbsp;13; BFH-Beschl&uuml;sse in BFHE 255, 328, UR 2017, 72, Rz&nbsp;36, m.w.N.; in BFHE 255, 315, UR 2017, 66, Rz&nbsp;31).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Dies findet seinen Grund darin, dass der Vorsteuerabzug grunds&auml;tzlich erst dann entsteht, wenn auch der Anspruch auf die abziehbare Vorsteuer entsteht (vgl. dazu BFH-Urteil in BFH\/NV 2015, 708, Rz&nbsp;13). F&uuml;r den Fall, dass Anzahlungen geleistet werden, bevor &#8211;wie hier&#8211; die Lieferung von Gegenst&auml;nden bewirkt oder die Dienstleistung erbracht ist, sodass der Steueranspruch nach Art.&nbsp;65 MwStSystRL (&sect;&nbsp;13 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a Satz&nbsp;4 UStG) zum Zeitpunkt der Vereinnahmung entsprechend dem vereinnahmten Betrag entsteht, m&uuml;ssen alle ma&szlig;geblichen Elemente des Steuertatbestands, d.h. der k&uuml;nftigen Lieferung oder der k&uuml;nftigen Dienstleistung, bereits bekannt und somit die Gegenst&auml;nde oder die Dienstleistungen zum Zeitpunkt der Anzahlung genau bestimmt sein (vgl. dazu EuGH-Urteile Kollro&szlig;, EU:C:2018:372, UR 2018, 519, Rz&nbsp;40; BUPA Hospitals und Goldsborough Developments vom 21.&nbsp;Februar 2006 C-419\/02, EU:C:2006:122, UR 2006, 289, Rz&nbsp;48).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Zur Frage der Sicherheit der Bewirkung der Lieferung in F&auml;llen der (Voraus- bzw.) Anzahlung ist nach der EuGH-Rechtsprechung auf den Zeitpunkt der Leistung dieser Anzahlung abzustellen (vgl. dazu EuGH-Urteil Kollro&szlig;, EU:C:2018:372, UR 2018, 519, Rz&nbsp;42).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>51<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Das Recht auf Vorsteuerabzug hinsichtlich der Leistung einer Anzahlung darf dem potenziellen Erwerber der betreffenden Gegenst&auml;nde mithin nicht versagt werden, wenn diese Anzahlung geleistet und vereinnahmt wurde und zum Zeitpunkt dieser Leistung alle ma&szlig;geblichen Elemente der zuk&uuml;nftigen Lieferung als dem Erwerber bekannt angesehen werden konnten und die Lieferung dieser Gegenst&auml;nde daher sicher erschien (vgl. dazu EuGH-Urteil Kollro&szlig;, EU:C:2018:372, UR 2018, 519, Rz&nbsp;51). F&uuml;r F&auml;lle der &#8211;wie hier&#8211; Vorauszahlung gilt nichts anderes.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>52<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Danach erschien die fragliche k&uuml;nftige Lieferung des Blockheizkraftwerks im Streitfall zum ma&szlig;geblichen Zeitpunkt als sicher.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>53<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Das Blockheizkraftwerk, das geliefert werden sollte, war zu dem Zeitpunkt, zu dem der Kl&auml;ger seine Vorauszahlung am 12.&nbsp;August 2010 leistete, klar bezeichnet; insbesondere waren die Merkmale und der Preis klar bestimmt. Alle ma&szlig;geblichen Elemente der k&uuml;nftigen Lieferung des betreffenden Blockheizkraftwerks &#8211;wie z.B. Kaufgegenstand, Kaufpreis, Lieferzeitpunkt und der noch zu bestimmende Stellplatz als Ort der Lieferung&#8211; waren festgelegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>54<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Dem kann nicht mit Erfolg entgegengehalten werden, dass es denklogisch nicht m&ouml;glich sei, anhand einer Leistungsbeschreibung f&uuml;r ein auf dem Markt nicht existierendes Blockheizkraftwerk einen Gegenstand hinreichend zu bestimmen. Denn f&uuml;r die Beurteilung, ob die f&uuml;r die Entstehung des Mehrwertsteueranspruchs hinsichtlich der (Voraus- bzw.) Anzahlung und das damit einhergehende Recht auf Vorsteuerabzug erforderliche Sicherheit der Bewirkung der Lieferung oder Erbringung der Dienstleistung vorliegt, kommt es nicht darauf an, ob der nach Merkmalen und Preis klar bezeichnete Gegenstand zum ma&szlig;geblichen Zeitpunkt der Leistung dieser (Voraus- bzw.) Anzahlung bereits existent oder auf dem Markt verf&uuml;gbar ist. Eine dahingehende Einschr&auml;nkung ist weder dem nationalen Recht noch dem Unionsrecht zu entnehmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>55<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Darauf, dass im Streitfall von Anfang an feststand, dass A weder im Fall des Kl&auml;gers noch in den anderen zahlreichen F&auml;llen Blockheizkraftwerke liefern w&uuml;rde, kommt es nach dem EuGH-Urteil Kollro&szlig; (EU:C:2018:372, UR 2018, 519) nicht an. Der Vorsteuerabzug aus einer (Voraus- bzw.) Anzahlungsrechnung nach &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz 1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 UStG h&auml;ngt &#8211;anders als es der Senat noch im Vorlagebeschluss in BFHE 255, 328, UR 2017, 72 (Rz&nbsp;49) vertreten hat&#8211; nicht davon ab, ob der Zahlungsempf&auml;nger (hier: A) im Zahlungszeitpunkt die Leistung objektiv erbringen kann und ob er das will. Es reicht vielmehr aus, wenn anhand objektiver Umst&auml;nde nicht erwiesen ist, dass der (Voraus- bzw.) Anzahlende zum Zeitpunkt der Leistung der (Voraus- bzw.) Anzahlung wusste oder vern&uuml;nftigerweise h&auml;tte wissen m&uuml;ssen, dass die Bewirkung der Lieferung oder Erbringung der Dienstleistung ungewiss ist (vgl. EuGH-Urteil Kollro&szlig;, EU:C:2018:372, UR 2018, 519, Rz&nbsp;50).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>56<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(4) Anhaltspunkte daf&uuml;r, dass dem Kl&auml;ger die zur Verurteilung wegen banden- und gewerbsm&auml;&szlig;igen Betrugs f&uuml;hrenden Handlungen, die von f&uuml;r A handelnden Personen begangen wurden und aufgrund derer die Lieferung des Blockheizkraftwerks ausblieb, bereits zum Zeitpunkt der Leistung der Vorauszahlung bekannt waren, sind weder vorgetragen noch nach Aktenlage ersichtlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>57<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auf die nachfolgende Kenntnis des Kl&auml;gers, dass A zu keinem Zeitpunkt in der Lage gewesen war, den Kaufvertrag zu erf&uuml;llen und das geschuldete Blockheizkraftwerk zu liefern, kommt es nicht an. Denn sind die Voraussetzungen f&uuml;r die Entstehung der Mehrwertsteuerschuld zum Zeitpunkt der Vereinnahmung einer (Voraus- bzw.) Anzahlung erf&uuml;llt und entsteht daher &#8211;wie im Streitfall&#8211; das Recht auf Vorsteuerabzug, darf der Steuerpflichtige, der die (Voraus- bzw.) Anzahlung geleistet hat, dieses Recht zu diesem Zeitpunkt aus&uuml;ben, ohne dass weitere, sp&auml;ter bekannt gewordene Tatsachen zu ber&uuml;cksichtigen w&auml;ren, durch die die Bewirkung der betreffenden Lieferung oder die Erbringung der betreffenden Leistung unsicher w&uuml;rde (vgl. dazu EuGH-Urteil Kollro&szlig;, EU:C:2018:372, UR 2018, 519, Rz&nbsp;48).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>58<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Dem Kl&auml;ger ist der Vorsteuerabzug auch nicht zu versagen, weil er h&auml;tte wissen m&uuml;ssen, dass die Bewirkung dieser Lieferung unsicher war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>59<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Das Recht auf Vorsteuerabzug darf dem Erwerber in F&auml;llen der (Voraus- bzw.) Anzahlung zwar versagt werden, wenn anhand objektiver Umst&auml;nde erwiesen ist, dass er zum Zeitpunkt der Leistung der (Voraus- bzw.) Anzahlung wusste oder vern&uuml;nftigerweise h&auml;tte wissen m&uuml;ssen, dass die Bewirkung dieser Lieferung unsicher war (vgl. dazu EuGH-Urteil Kollro&szlig;, EU:C:2018:372, UR 2018, 519, Rz&nbsp;48 und 51).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>60<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Allerdings steht nicht anhand objektiver Umst&auml;nde fest, dass der Kl&auml;ger zum Zeitpunkt der Vorauszahlung vern&uuml;nftigerweise h&auml;tte wissen m&uuml;ssen, dass die Bewirkung der Lieferung des Blockheizkraftwerks unsicher war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>61<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Zwar h&auml;tte sich dem Kl&auml;ger zum Zeitpunkt der Vorauszahlung am 12.&nbsp;August 2010 aufdr&auml;ngen m&uuml;ssen, dass die in Aussicht gestellte Rentabilit&auml;t des Blockheizkraftwerks unrealistisch ist. Er h&auml;tte dabei &#8211;wenn er sich vor Leistung der Vorauszahlung in einschl&auml;gigen Internetforen kundig gemacht h&auml;tte&#8211;, aber &quot;nur&quot; vern&uuml;nftigerweise wissen m&uuml;ssen, dass das zu liefernde Blockheizkraftwerk die versprochene Effizienz nicht wird erreichen und er mithin die erwartete Rendite nicht wird erzielen k&ouml;nnen, nicht jedoch, dass die Lieferung des Gegenstandes nicht bewirkt werden w&uuml;rde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>62<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Zudem kann nicht davon ausgegangen werden, dass der Steuerpflichtige &#8211;wie hier der die Anschaffung fremdfinanzierende Kl&auml;ger&#8211; als Vertragspartner die Absicht hat, die mit der Bewirkung der Lieferung oder der Erbringung der Dienstleistung verbundenen finanziellen Folgen auf sich zu nehmen, wenn er wei&szlig; oder vern&uuml;nftigerweise wissen m&uuml;sste, dass diese Bewirkung der Lieferung oder Erbringung der Dienstleistung ungewiss ist (vgl. dazu EuGH-Urteil Kollro&szlig;, EU:C:2018:372, UR 2018, 519, Rz&nbsp;50).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>63<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Im &Uuml;brigen ergibt sich aus dem &quot;Pachtvertrag&quot; und seiner fehlenden tats&auml;chlichen Durchf&uuml;hrung nichts daf&uuml;r, dass der Kl&auml;ger vern&uuml;nftigerweise h&auml;tte wissen m&uuml;ssen, dass die Bewirkung der Lieferung des Blockheizkraftwerks unsicher war. Es handelt sich im Verh&auml;ltnis zum ma&szlig;geblichen Zeitpunkt der Leistung der Vorauszahlung f&uuml;r das Blockheizkraftwerk um nachfolgende bzw. k&uuml;nftige Sachumst&auml;nde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>64<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Schlie&szlig;lich ist das Recht auf Vorsteuerabzug im Streitfall nicht deshalb ausgeschlossen, weil die in Rede stehende Umsatzsteuer nach &sect;&nbsp;14c Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 UStG (Art.&nbsp;203 MwStSystRL) als von A unberechtigt ausgewiesener Steuerbetrag und damit nicht &quot;gesetzlich&quot;, wie in &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UStG f&uuml;r einen Vorsteuerabzug gefordert, geschuldet w&uuml;rde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>65<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Nach st&auml;ndiger Rechtsprechung von EuGH und BFH erstreckt sich das Recht auf Vorsteuerabzug zwar nicht auf eine Steuer, die ausschlie&szlig;lich deshalb geschuldet wird, weil sie in einer Rechnung ausgewiesen ist; vielmehr muss die ausgewiesene Steuer aufgrund der tats&auml;chlich erbrachten Lieferung oder sonstigen Leistung geschuldet werden (vgl. z.B. EuGH-Urteile Genius Holding vom 13.&nbsp;Dezember 1989 C-342\/87, EU:C:1989:635, Neue Juristische Wochenschrift 1991, 632; Bonik vom 6.&nbsp;Dezember 2012 C-285\/11, EU:C:2012:774, UR 2013, 195, Rz&nbsp;31; Stroy trans vom 31.&nbsp;Januar 2013 C-642\/11, EU:C:2013:54, UR 2013, 275, Rz&nbsp;42; LVK-56 vom 31.&nbsp;Januar 2013 C-643\/11, EU:C:2013:55, UR 2013, 346, Rz&nbsp;47; FIRIN, EU:C:2014:151, UR 2014, 705, Rz&nbsp;54; Kreuzmayr vom 21.&nbsp;Februar 2018 C-628\/16, EU:C:2018:84, UR 2018, 282, Rz&nbsp;43, m.w.N.; ebenso BFH-Urteile vom 2.&nbsp;April 1998 V&nbsp;R&nbsp;34\/97, BFHE 185, 536, BStBl II 1998, 695; vom 24.&nbsp;Februar 1994 V&nbsp;R&nbsp;43\/92, BFH\/NV 1995, 358, unter II.2.b, Rz&nbsp;14; vom 10.&nbsp;Dezember 2008 XI&nbsp;R&nbsp;57\/06, BFH\/NV 2009, 1156, unter II.1., Rz&nbsp;19; vom 16.&nbsp;September 2015 XI&nbsp;R&nbsp;47\/13, BFH\/NV 2016, 428, Rz&nbsp;54).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>66<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die in einer Rechnung &uuml;ber ein planm&auml;&szlig;ig nicht geliefertes Blockheizkraftwerk gesondert ausgewiesene Umsatzsteuer ist kein gesonderter Steuerausweis i.S. von &sect;&nbsp;14c Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 UStG (a.A. FG M&uuml;nster, Urteil vom 3.&nbsp;April 2014&nbsp; 5&nbsp;K&nbsp;383\/12&nbsp;U, EFG 2014, 877). Denn ist &#8211;wie hier&#8211; eine Unsicherheit &uuml;ber die ausstehende Leistungserbringung zu verneinen, liegt ein erf&uuml;llter Steuerentstehungstatbestand nach &sect;&nbsp;13 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a Satz&nbsp;4 UStG (Art.&nbsp;65 MwStSystRL) vor, der gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 UStG (Art.&nbsp;167 MwStSystRL) zum Vorsteuerabzug berechtigt. In diesem Fall ist die zum Vorsteuerabzug berechtigende Steuer beim vermeintlich Leistenden, der die Vorauszahlung vereinnahmt hat, entstanden (vgl. dazu EuGH-Urteil Kollro&szlig;, EU:C:2018:372, UR 2018, 519, Rz&nbsp;42&nbsp;f.). Auf die Frage einer Steuerschuld nach &sect;&nbsp;14c Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 UStG (Art.&nbsp;203 MwStSystRL) kommt es dann nicht an (vgl. dazu BFH-Beschluss in BFHE 255, 315, UR 2017, 66, Rz&nbsp;40; a.A. noch BFH-Beschluss in BFHE 255, 328, UR 2017, 72, Rz&nbsp;57).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>67<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Aus dem EuGH-Urteil SGI vom 27.&nbsp;Juni 2018 C-459\/17 und C-460\/17 (EU:C:2018:501, UR 2018, 684) folgt nichts anderes.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>68<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit der EuGH dort noch zu Art.&nbsp;17 der Sechsten Richtlinie 77\/388\/EWG des Rates vom 17.&nbsp;Mai 1977 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten &uuml;ber die Umsatzsteuern &#8211;nunmehr Art.&nbsp;167&nbsp;f. MwStSystRL&#8211; entschieden hat (Rz&nbsp;47), dass die Verwaltung, die einem steuerpflichtigen Rechnungsempf&auml;nger das Recht auf Abzug der auf der Rechnung ausgewiesenen Mehrwertsteuer versagt, nur nachweisen muss, dass die der Rechnung entsprechenden Ums&auml;tze tats&auml;chlich nicht bewirkt wurden, betrifft dies einen anderen Fall. In F&auml;llen der (Voraus- bzw.) Anzahlung entsteht der Steueranspruch abweichend von Art.&nbsp;63 MwStSystRL nicht zu dem Zeitpunkt, zu dem die Lieferung von Gegenst&auml;nden bewirkt oder die Dienstleistung erbracht wird, sondern gem&auml;&szlig; Art.&nbsp;65 MwStSystRL zum Zeitpunkt der Vereinnahmung entsprechend dem vereinnahmten Betrag (vgl. dazu EuGH-Urteil Kollro&szlig;, EU:C:2018:372, UR 2018, 519, Rz&nbsp;38&nbsp;f.). Dass (Voraus- bzw.) Anzahlungen, wenn sie vor Bewirkung der Lieferung oder Erbringung der Dienstleistung vereinnahmt werden, die Steuerschuld entstehen lassen, liegt daran, dass die Vertragspartner hiermit (aus objektivierter Sicht) ihre Absicht kundtun, im Voraus alle mit der Bewirkung der Lieferung oder der Erbringung der Dienstleistung verbundenen finanziellen Folgen auf sich zu nehmen (vgl. dazu EuGH-Urteile Kollro&szlig;, EU:C:2018:372, UR 2018, 519, Rz&nbsp;47; BUPA Hospitals und Goldsborough Developments, EU:C:2006:122, UR 2006, 289, Rz&nbsp;49). Entsteht der Steueranspruch in (Voraus- bzw.) Anzahlungsf&auml;llen mithin unabh&auml;ngig von der Bewirkung der Lieferung von Gegenst&auml;nden oder der Erbringung von Dienstleistungen, entsteht gem&auml;&szlig; Art.&nbsp;167 MwStSystRL zugleich das Recht auf Vorsteuerabzug, ohne dass die Lieferung bewirkt oder die Dienstleistung erbracht wurde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>69<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Eine Berichtigung des Vorsteuerabzugs aus der Vorauszahlung f&uuml;r das Blockheizkraftwerk nach &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 UStG kommt im Streitjahr nicht in Betracht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>70<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Hat sich die Bemessungsgrundlage f&uuml;r einen steuerpflichtigen Umsatz i.S. des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 UStG ge&auml;ndert, hat der Unternehmer, der diesen Umsatz ausgef&uuml;hrt hat, den daf&uuml;r geschuldeten Steuerbetrag zu berichtigen (&sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UStG). Ebenfalls ist der Vorsteuerabzug bei dem Unternehmer, an den dieser Umsatz ausgef&uuml;hrt wurde, zu berichtigen (&sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 UStG). Die Berichtigungen nach den S&auml;tzen 1 und 2 sind f&uuml;r den Besteuerungszeitraum vorzunehmen, in dem die &Auml;nderung der Bemessungsgrundlage eingetreten ist (&sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;7 UStG). Dies gilt nach &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 UStG sinngem&auml;&szlig;, wenn f&uuml;r eine vereinbarte Lieferung oder sonstige Leistung ein Entgelt entrichtet, die Lieferung oder sonstige Leistung jedoch nicht ausgef&uuml;hrt worden ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>71<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Dies steht im Einklang mit dem Unionsrecht. Der urspr&uuml;ngliche Vorsteuerabzug wird berichtigt, wenn der Vorsteuerabzug h&ouml;her oder niedriger ist als der, zu dessen Vornahme der Steuerpflichtige berechtigt war (Art.&nbsp;184 MwStSystRL). Die Berichtigung erfolgt insbesondere dann, wenn sich die Faktoren, die bei der Bestimmung des Vorsteuerabzugsbetrags ber&uuml;cksichtigt werden, nach Abgabe der Mehrwertsteuererkl&auml;rung ge&auml;ndert haben, zum Beispiel bei r&uuml;ckg&auml;ngig gemachten K&auml;ufen oder erlangten Rabatten (Art.&nbsp;185 Abs.&nbsp;1 MwStSystRL).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>72<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Eine Berichtigung des Vorsteuerabzugs nach &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 UStG bereits im Streitjahr (2010) ist nicht schon deshalb ausgeschlossen, weil &#8211;aus subjektiver Sicht des Kl&auml;gers&#8211; erst im Besteuerungszeitraum 2011 feststand, dass eine Lieferung des Blockheizkraftwerks nicht erfolgen wird. Die subjektive Sicht des Kl&auml;gers ist insoweit jedoch nicht ma&szlig;geblich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>73<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) In einem Fall, in dem &#8211;wie hier&#8211; feststeht, dass die Lieferung der Gegenst&auml;nde, f&uuml;r die der Erwerber eine (Voraus- bzw.) Anzahlung geleistet hatte, nicht bewirkt werden wird, ist davon auszugehen, dass sich die Faktoren, die bei der Bestimmung des Vorsteuerabzugsbetrags ber&uuml;cksichtigt werden, i.S. von Art.&nbsp;185 Abs.&nbsp;1 MwStSystRL nach Abgabe der Mehrwertsteuererkl&auml;rung ge&auml;ndert haben. In einem solchen Fall kann die Steuerverwaltung verlangen, dass der Steuerpflichtige die abgezogene Mehrwertsteuer berichtigt (vgl. dazu EuGH-Urteile FIRIN, EU:C:2014:151, UR 2014, 705, Rz 52; Kollro&szlig;, EU:C:2018:372, UR 2018, 519, Rz 58).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>74<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Danach kommt es f&uuml;r die Frage der Berichtigung nach &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 UStG nicht auf die subjektive Sicht des (Voraus- bzw.) Anzahlenden an. Ma&szlig;geblich ist, ob feststeht, dass die Lieferung von Gegenst&auml;nden, f&uuml;r die der Erwerber eine (Voraus- bzw.) Anzahlung geleistet hat, nicht bewirkt werden wird. Dies ist objektiv zu verstehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>75<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Im Streitfall stand sp&auml;testens im Dezember 2010 objektiv fest, dass die Lieferung des Blockheizkraftwerks, f&uuml;r das der Kl&auml;ger eine Vorauszahlung geleistet hat, nicht bewirkt werden wird. Da in einem solchen Fall davon auszugehen ist, dass sich die Faktoren, die bei der Bestimmung des Vorsteuerabzugsbetrags ber&uuml;cksichtigt werden, nach Abgabe der Mehrwertsteuererkl&auml;rung &#8211;f&uuml;r den hier in Rede stehenden Vorsteuerabzug die Umsatzsteuervoranmeldung f&uuml;r August 2010&#8211; ge&auml;ndert haben (vgl. dazu EuGH-Urteile FIRIN, EU:C:2014:151, UR 2014, 705, Rz&nbsp;52; Kollro&szlig;, EU:C:2018:372, UR 2018, 519, Rz&nbsp;58), ist die ma&szlig;gebliche &Auml;nderung der Bemessungsgrundlage noch im Streitjahr (2010) eingetreten. Danach k&ouml;nnte der in Rede stehende Vorsteuerabzug grunds&auml;tzlich in diesem Jahr nach &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 UStG berichtigt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>76<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Die Berichtigung des Vorsteuerabzugs nach &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 UStG scheitert jedoch an der ausgebliebenen R&uuml;ckzahlung der vom Kl&auml;ger geleisteten (Voraus- bzw.) Anzahlung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>77<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Der Berichtigung des Vorsteuerabzugs nach &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 UStG steht die Rechtsprechung des V.&nbsp;Senats des BFH in den Urteilen vom 2.&nbsp;September 2010 V&nbsp;R&nbsp;34\/09 (BFHE 231, 321, BStBl II 2011, 991, Leitsatz&nbsp;1 und Rz&nbsp;21), vom 8.&nbsp;September 2011 V&nbsp;R&nbsp;43\/10 (BFHE 235, 501, BStBl II 2014, 203, Rz&nbsp;27), vom 15.&nbsp;September 2011 V&nbsp;R&nbsp;36\/09 (BFHE 235, 507, BStBl II 2012, 365, Leitsatz und Rz&nbsp;23) sowie in BFH\/NV 2015, 708 (Rz&nbsp;16) entgegen, wonach die Steuer- wie auch die Vorsteuerberichtigung aus (Voraus- bzw.) Anzahlungen unter Ber&uuml;cksichtigung des Unionsrechts richtlinienkonform dahingehend einschr&auml;nkend auszulegen ist, dass die Berichtigung in beiden F&auml;llen eine R&uuml;ckzahlung der (Voraus- bzw.) Anzahlung voraussetzt (vgl. dazu auch BFH-Beschl&uuml;sse in BFHE 255, 315, UR 2017, 66, Rz&nbsp;49&nbsp;ff.; in BFHE 255, 328, UR 2017, 72, Rz&nbsp;55 und 65; zur &Auml;nderung der Bemessungsgrundlage und der Voraussetzung der tats&auml;chlichen R&uuml;ckzahlung des vereinnahmten Entgelts ferner BFH-Urteil vom 16.&nbsp;Mai 2018 XI&nbsp;R&nbsp;28\/16, BFHE&nbsp;261, 451, UR 2018, 678, Rz&nbsp;55&nbsp;ff., m.w.N.). Dieser Rechtsprechung schlie&szlig;t sich der erkennende Senat an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>78<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Dem steht das Unionsrecht nicht entgegen. Denn Art.&nbsp;185 und Art.&nbsp;186 MwStSystRL sind dahin auszulegen, dass sie &#8211;was der erkennende Senat in Bezug auf die Berichtigung des Vorsteuerabzugs nach &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 UStG bisher noch f&uuml;r fraglich hielt (vgl. BFH-Beschluss in BFHE 255, 328, UR 2017, 72, Rz&nbsp;65)&#8211; nationalen Rechtsvorschriften oder Gepflogenheiten nicht entgegenstehen, nach denen die Berichtigung des Vorsteuerabzugs hinsichtlich einer f&uuml;r die Lieferung eines Gegenstands geleisteten (Voraus- bzw.) Anzahlung voraussetzt, dass diese vom Lieferer zur&uuml;ckgezahlt wird, wenn die Lieferung letztlich nicht bewirkt wird (vgl. EuGH-Urteil Kollro&szlig;, EU:C:2018:372, UR 2018, 519, Rz&nbsp;69).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>79<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Dar&uuml;ber hinaus ist die Verpflichtung des Kl&auml;gers, den in Rede stehenden Vorsteuerabzug im Streitjahr i.S. von &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 UStG zu berichtigen, offenkundig unangemessen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>80<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Der EuGH hat dazu im zwei Parallelf&auml;lle betreffenden EuGH-Urteil Kollro&szlig; (EU:C:2018:372, UR 2018, 519) ausgef&uuml;hrt, dass der Umstand, dass die von dem Lieferer geschuldete Mehrwertsteuer selbst nicht berichtigt werden wird, grunds&auml;tzlich nichts am Recht der Steuerverwaltung &auml;ndere, die R&uuml;ckerstattung der Mehrwertsteuer zu verlangen, die von dem Erwerber von Gegenst&auml;nden aufgrund der f&uuml;r diese Lieferung geleisteten Anzahlung in Abzug gebracht worden sei (Rz&nbsp;63). Bei einer Berichtigung des Vorsteuerabzugs in einem Fall, in dem die (Voraus- bzw.) Anzahlung nicht zur&uuml;ckgezahlt worden sei, werde der Grundsatz der steuerlichen Neutralit&auml;t aber dadurch gewahrt, dass der Erwerber die von den Mitgliedstaaten vorzusehende M&ouml;glichkeit habe, die f&uuml;r die letztlich nicht erfolgte Lieferung der Gegenst&auml;nde geleistete (Voraus- bzw.) Anzahlung von seinem Lieferer zur&uuml;ckzuerhalten (Rz&nbsp;64, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>81<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Ist es f&uuml;r die Erwerber &#8211;wie unter den Umst&auml;nden des Streitfalls&#8211; angesichts der Zahlungsunf&auml;higkeit der Lieferer unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig schwierig oder sogar unm&ouml;glich, die R&uuml;ckzahlung der von ihnen f&uuml;r die Lieferung der bestellten Gegenst&auml;nde gutgl&auml;ubig geleisteten (Voraus- bzw.) Anzahlung zu erwirken, gilt dies jedoch nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>82<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Der EuGH hat zu F&auml;llen, in denen mangels eines steuerpflichtigen Umsatzes unberechtigt Mehrwertsteuer in Rechnung gestellt wurde, entschieden, dass die Grunds&auml;tze der Neutralit&auml;t und der Effektivit&auml;t zwar grunds&auml;tzlich nationalen Rechtsvorschriften nicht entgegenstehen, nach denen nur der Lieferer einen Anspruch auf Erstattung von zu Unrecht als Mehrwertsteuer gezahlten Betr&auml;gen gegen die zust&auml;ndigen Steuerbeh&ouml;rden hat und der Erwerber von Gegenst&auml;nden eine Klage gegen diesen Lieferer erheben muss, um seinerseits von diesem eine Erstattung zu erlangen. Wird jedoch eine solche Klage unm&ouml;glich oder &uuml;berm&auml;&szlig;ig erschwert, insbesondere im Fall der Zahlungsunf&auml;higkeit des Lieferers, k&ouml;nnen die genannten Grunds&auml;tze gebieten, dass der Erwerber seinen Antrag auf Erstattung unmittelbar an die Steuerbeh&ouml;rden richten kann (vgl. dazu EuGH-Urteil Kollro&szlig;, EU:C:2018:372, UR 2018, 519, Rz&nbsp;66, mit Bezugnahme auf die Rechtsprechung des EuGH im Urteil Reemtsma Cigarettenfabriken vom 15.&nbsp;Mai 2007 C-35\/05, EU:C:2007:167, H&ouml;chstrichterliche Finanzrechtsprechung &#8211;HFR&#8211; 2007, 515, Rz&nbsp;39, 41 und 42).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>83<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) W&auml;ren die Erwerber &#8211;wie hier der Kl&auml;ger&#8211; gezwungen, die hinsichtlich der auf die von ihnen geleisteten (Voraus- bzw.) Anzahlungen gezahlte Mehrwertsteuer vorgenommenen Abz&uuml;ge zu berichtigen, und erhielten sie keine Erstattung von den Lieferern, h&auml;tten sie nach den vorstehenden Erw&auml;gungen, die der EuGH auf die Umst&auml;nde wie denen des Streitfalls &uuml;bertr&auml;gt, gegen die Steuerbeh&ouml;rden eine Forderung in H&ouml;he des gleichen Betrags, den diese im Rahmen dieser Berichtigung erlangt haben (vgl. dazu EuGH-Urteil Kollro&szlig;, EU:C:2018:372, UR 2018, 519, Rz&nbsp;67).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>84<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Danach ist es offenkundig unangemessen, den Kl&auml;ger als Erwerber zu verpflichten, die Vorsteuerabz&uuml;ge zu berichtigen und anschlie&szlig;end von den Steuerbeh&ouml;rden die Erstattung der auf die fraglichen Anzahlungen entrichteten Mehrwertsteuer einzuklagen (vgl. dazu EuGH-Urteil Kollro&szlig;, EU:C:2018:372, UR 2018, 519, Rz&nbsp;68).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>85<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(4) Ein Versto&szlig; gegen das Gl&auml;ubigergleichbehandlungsgebot des Insolvenzrechts liegt hierin &#8211;anders als von einer Beh&ouml;rde in einem beim erkennenden Senat anh&auml;ngigen Parallelverfahren mit Bezug auf das BFH-Urteil vom 30.&nbsp;Juni 2015 VII&nbsp;R&nbsp;30\/14 (BFHE&nbsp;250, 34, UR 2015, 802, Rz&nbsp;25) vertreten&#8211; nicht. Denn die von den (vermeintlichen) Lieferern &#8211;wie hier von A&#8211; f&uuml;r die Vereinnahmung der (Voraus- bzw.) Anzahlungen an den Fiskus zu entrichtende Mehrwertsteuer wird, soweit diese (Voraus- bzw.) Anzahlungen angesichts ihrer Insolvenz nicht zur&uuml;ckgezahlt werden, nicht gem&auml;&szlig; Art.&nbsp;65, 90 und 123 MwStSystRL zu berichtigen sein (vgl. dazu EuGH-Urteil Kollro&szlig;, EU:C:2018:372, UR 2018, 519, Rz&nbsp;62). Daraus folgt ebenso, dass dem Fiskus unter Umst&auml;nden wie denen des Streitfalles dadurch, dass die Erwerber ihr Vorsteuerabzugsrecht aus diesen Anzahlungen aus&uuml;ben, kein Steuerausfallrisiko entsteht und die Gl&auml;ubiger an der an den Fiskus abgef&uuml;hrten Steuer ohnehin nicht partizipieren k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>86<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Das FG hat rechtsfehlerfrei dahin erkannt, dass ein weiterer Vorsteuerabzug aus dem Erwerb des PKW sowie aus den Bewirtungsaufwendungen und Baumarktrechnungen nach &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UStG nicht in Betracht kommt. Insoweit ist die unternehmerische Veranlassung nicht nachgewiesen. Die Revisionsbegr&uuml;ndung des Kl&auml;gers verh&auml;lt sich dazu nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>87<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>6. Der Kl&auml;ger schuldet &#8211;was zwischen den Beteiligten nicht im Streit steht&#8211; Umsatzsteuer in H&ouml;he von insgesamt 684&nbsp;EUR. Soweit er von A f&uuml;r die Monate Oktober bis Dezember 2010 Zahlungen in H&ouml;he von jeweils 1.200&nbsp;EUR zzgl. 228&nbsp;EUR Umsatzsteuer f&uuml;r die tats&auml;chlich nicht ausgef&uuml;hrte Verpachtung des nicht gelieferten Blockheizkraftwerks erhielt, schuldet er diese Steuer nach &sect;&nbsp;14c Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 UStG, da der Steuerbetrag im &quot;Pachtvertrag&quot; gesondert ausgewiesen ist, die sonstige Leistung in Gestalt der Verpachtung jedoch nicht ausgef&uuml;hrt wurde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>88<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>7. Auf die vom Kl&auml;ger erhobenen Verfahrensr&uuml;gen, die sich allein auf den fraglichen Vorsteuerabzug aus dem Erwerb des Blockheizkraftwerks beziehen, kommt es nicht mehr an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>89<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im &Uuml;brigen erachtet der Senat die die Verletzung des rechtlichen Geh&ouml;rs betreffende Verfahrensr&uuml;ge nicht f&uuml;r durchgreifend. Er sieht von einer Begr&uuml;ndung nach &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;6 Satz&nbsp;1 FGO ab, was auch bei einer R&uuml;ge der Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Geh&ouml;r zul&auml;ssig ist, wenn sie &#8211;wie im Streitfall hinsichtlich der ger&uuml;gten &Uuml;berraschungsentscheidung im Zusammenhang mit dem Vorhandensein des Pachtgegenstands&#8211; nicht das Gesamtergebnis des Verfahrens betrifft (vgl. dazu BFH-Urteile vom 29.&nbsp;April 2008 VIII&nbsp;R&nbsp;28\/07, BFHE 220, 332, BStBl II 2009, 842, unter II.2.b&nbsp;cc, Rz&nbsp;27, m.w.N.; vom 15.&nbsp;Januar 2015 I&nbsp;R&nbsp;69\/12, BFHE 249, 99, HFR 2015, 86, Rz&nbsp;44).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>90<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>8. Die Sache ist spruchreif. Der Klage ist im Umfang des Tenors stattzugeben. Im &Uuml;brigen ist sie als unbegr&uuml;ndet abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>91<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>9. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;136 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 5.12.2018, XI R 8\/14ECLI:DE:BFH:2018:U.051218.XIR8.14.0 Unternehmereigenschaft sowie Vorsteuerabzug und -korrektur bei Vorauszahlung f&uuml;r nicht geliefertes Blockheizkraftwerk in einem betr&uuml;gerischen Schneeballsystem &#8211; Im Wesentlichen inhaltsgleich mit BFH-Urteil vom 05.12.2018 XI R 44\/14 Leits&auml;tze 1. NV: Die Voraussetzungen der umsatzsteuerrechtlichen Unternehmereigenschaft des (Voraus- bzw.) 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