{"id":70629,"date":"2019-04-28T18:49:42","date_gmt":"2019-04-28T16:49:42","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=70629"},"modified":"2019-04-28T18:49:42","modified_gmt":"2019-04-28T16:49:42","slug":"i-r-69-16-steuerabzug-nach-par-50a-abs-1-nr-3-estg-bei-total-buy-out-vertrag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-69-16-steuerabzug-nach-par-50a-abs-1-nr-3-estg-bei-total-buy-out-vertrag\/","title":{"rendered":"I&nbsp;R&nbsp;69\/16 &#8211; Steuerabzug nach &sect; 50a Abs. 1 Nr. 3 EStG bei &quot;total buy out&quot;-Vertrag"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 24.10.2018, I R 69\/16<br \/>ECLI:DE:BFH:2018:U.241018.IR69.16.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Steuerabzug nach &sect; 50a Abs. 1 Nr. 3 EStG bei &quot;total buy out&quot;-Vertrag<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Eine Steuerabzugsverpflichtung nach &sect; 50a Abs. 1 Nr. 3 EStG besteht auch dann, wenn der beschr&auml;nkt steuerpflichtige Verg&uuml;tungsgl&auml;ubiger dem Verg&uuml;tungsschuldner ein umfassendes Nutzungsrecht an einem urheberrechtlich gesch&uuml;tzten Werk i.S. eines &quot;total buy out&quot; gegen eine einmalige Pauschalverg&uuml;tung einr&auml;umt.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision der Kl&auml;gerin gegen das Urteil des Finanzgerichts K&ouml;ln vom 25. August 2016&nbsp;&nbsp;13 K 2205\/13 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat die Kl&auml;gerin zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin), eine GmbH, geh&ouml;rt zu einem Medienkonzern. Sie ist nach einer Verschmelzung Gesamtrechtsnachfolgerin der A&nbsp;GmbH; diese Gesellschaft plante, einen Roman sowohl f&uuml;r das Kino als auch in einer Fernsehfassung zu verfilmen. Dazu schloss sie im Oktober 2010 mit der B&nbsp;Limited (Ltd.), einer in Gro&szlig;britannien ans&auml;ssigen Gesellschaft ohne Sitz oder Gesch&auml;ftsleitung in der Bundesrepublik Deutschland, einen Autorenvertrag zur &Uuml;berarbeitung eines von einem Dritten &#8211;W&#8211; verfassten Drehbuchs.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin, die Ltd. sowie E1 und E2 als Autoren schlossen am 10.&nbsp;M&auml;rz 2011 einen (weiteren) Vertrag mit dem Ziel der Fortentwicklung und &Uuml;berarbeitung des Drehbuchs f&uuml;r die Kinofassung sowie der Neuerstellung eines Drehbuchs zwecks Verfilmung im Rahmen eines Zweiteilers.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Ltd. und die Autoren r&auml;umten der Kl&auml;gerin unwiderruflich das ausschlie&szlig;liche, inhaltlich, zeitlich wie auch r&auml;umlich nicht beschr&auml;nkte Recht insbesondere zu Film-\/Fernsehzwecken, zur weltweiten Verwertung des Werkes einschlie&szlig;lich aller von der Ltd. und den Autoren produzierten oder vorgelegten Materialien und f&uuml;r s&auml;mtliche Nutzungen ein. Dabei umfasste das Recht der Kl&auml;gerin auch die Bearbeitung und Ver&auml;nderung. R&uuml;cktritt, K&uuml;ndigung oder &auml;hnliche Formen der R&uuml;ckabwicklung waren ausdr&uuml;cklich ausgeschlossen. Die Kl&auml;gerin war berechtigt, das Urheberrecht und Urheberrechtsverl&auml;ngerungen in Bezug auf das Werk im ganzen Universum einzutragen und zu sichern und alle Rechte, die Gegenstand des Vertrags waren, vollst&auml;ndig oder teilweise auf Dritte zu &uuml;bertragen. Zudem wurde vereinbart, dass die Ltd. sowie die Autoren auf R&uuml;ckfallrechte hinsichtlich der einger&auml;umten Rechte f&uuml;r einen Zeitraum von f&uuml;nf Jahren ab Vertragsschluss verzichteten. Falls die Kl&auml;gerin innerhalb dieses Zeitraums nicht mit den Dreharbeiten f&uuml;r die Produktion begonnen habe, k&ouml;nne der Autor den R&uuml;ckfall der Rechte beanspruchen. Der Vertrag wurde deutschem Recht unterstellt. Zur Erf&uuml;llung ihrer Verpflichtungen zahlte die Kl&auml;gerin am 28.&nbsp;April 2011&nbsp;&nbsp;20.000&nbsp;EUR an die Ltd. Eine Freistellungsbescheinigung des Bundeszentralamtes f&uuml;r Steuern (BZSt) f&uuml;r die Ltd. lag zu diesem Zeitpunkt noch nicht vor. Sie wurde erst sp&auml;ter f&uuml;r Verg&uuml;tungen, die ab dem 20.&nbsp;Mai 2011 an die Ltd. erbracht wurden, erteilt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nachdem die Kl&auml;gerin zun&auml;chst in der ersten Steueranmeldung f&uuml;r das zweite Kalendervierteljahr 2011 keinen Steuerabzug nach &sect;&nbsp;50a des Einkommensteuergesetzes in der im Streitzeitraum ma&szlig;gebenden Fassung (EStG) f&uuml;r die Zahlungen an die Ltd. vorgenommen hatte, gab sie am 18.&nbsp;April 2012 eine korrigierte Steueranmeldung ab, aus der sich einbehaltene Abzugsteuern in H&ouml;he von insgesamt 3.564&nbsp;EUR zzgl. 196,02&nbsp;EUR Solidarit&auml;tszuschlag ergaben. Zudem erkl&auml;rte die Kl&auml;gerin, es seien keine Betriebsausgaben angefallen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die nach erfolglosem Einspruch erhobene Klage hat das Finanzgericht (FG) K&ouml;ln abgewiesen (Urteil vom 25.&nbsp;August 2016&nbsp;&nbsp;13&nbsp;K&nbsp;2205\/13, Entscheidungen der Finanzgerichte &#8211;EFG&#8211; 2017, 311).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin r&uuml;gt die Verletzung materiellen Rechts und beantragt, unter Aufhebung des angefochtenen Urteils die Einspruchsentscheidung vom 14.&nbsp;Juni 2013 und die berichtigte Steueranmeldung f&uuml;r Steuerabzugsbetr&auml;ge nach &sect;&nbsp;50a EStG f&uuml;r das zweite Kalendervierteljahr 2011 vom 18.&nbsp;April 2012 dahingehend abzu&auml;ndern, dass die festgesetzte Abzugsteuer und der darauf entfallende Solidarit&auml;tszuschlag auf jeweils Null&nbsp;EUR herabgesetzt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) beantragt, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;122 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) zum Verfahren beigetretene Bundesministerium der Finanzen (BMF) unterst&uuml;tzt das Revisionsbegehren des FA, ohne einen eigenen Antrag zu stellen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist nicht begr&uuml;ndet und daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 FGO). Das FG hat ohne Rechtsfehler dahin erkannt, dass eine Steuerabzugspflicht besteht und diese vom FA zutreffend bemessen wurde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Kl&auml;gerin ist als Verg&uuml;tungsschuldnerin dazu berechtigt, eine &Auml;nderung der von ihr selbst abgegebenen Steueranmeldung (&sect;&nbsp;50a Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;3 EStG, &sect;&nbsp;73e Satz&nbsp;2 der Einkommensteuer-Durchf&uuml;hrungsverordnung &#8211;EStDV&#8211;), die gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;168 Satz&nbsp;1 der Abgabenordnung (AO) als Steuerfestsetzung unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung gilt, zu verlangen und eine Weigerung des FA, dem Antrag zu folgen, im Rechtsbehelfsverfahren &uuml;berpr&uuml;fen zu lassen. Gegenstand des Verfahrens ist das Bestehen bzw. der Umfang der Steuerentrichtungspflicht des Verg&uuml;tungsschuldners (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. Senatsurteile vom 5.&nbsp;Mai 2010 I&nbsp;R&nbsp;105\/08, BFH\/NV 2010, 2043; vom 27.&nbsp;Juli 2011 I&nbsp;R&nbsp;32\/10, BFHE 234, 292, BStBl II 2014, 513; Senatsbeschluss vom 7.&nbsp;September 2011 I&nbsp;B&nbsp;157\/10, BFHE 235, 215, BStBl II 2012, 590; Senatsurteil vom 25.&nbsp;April 2012 I&nbsp;R&nbsp;76\/10, BFH\/NV 2012, 1444).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Da die Ltd. aufgrund der von der Kl&auml;gerin bezogenen Verg&uuml;tung durch die inl&auml;ndische Verwertung ihrer urheberrechtlichen Schutzrechte die Voraussetzungen der beschr&auml;nkten Steuerpflicht erf&uuml;llt hatte (&sect;&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes &#8211;KStG&#8211; i.V.m. &sect;&nbsp;49 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;f Doppelbuchst.&nbsp;aa EStG), war die Kl&auml;gerin im Zeitpunkt der Zahlung verpflichtet, die Abzugsteuer nach &sect;&nbsp;50a Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3, Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;3 EStG, &sect;&nbsp;73e Satz&nbsp;2 EStDV anzumelden und abzuf&uuml;hren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;50a Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 EStG wird die Einkommensteuer bei beschr&auml;nkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs u.a. bei Eink&uuml;nften, die aus Verg&uuml;tungen f&uuml;r die &Uuml;berlassung der Nutzung oder des Rechts auf Nutzung von Rechten, insbesondere Urheberrechten und gewerblichen Schutzrechten, herr&uuml;hren (&sect;&nbsp;49 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2), erhoben. Die Steuer entsteht in dem Zeitpunkt, in dem die Verg&uuml;tung dem Gl&auml;ubiger zuflie&szlig;t (&sect;&nbsp;50a Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 bis 3 EStG). In diesem Zeitpunkt hat der Verg&uuml;tungsschuldner den Steuerabzug f&uuml;r Rechnung des Gl&auml;ubigers (Steuerschuldners) vorzunehmen. Er hat die innerhalb eines Kalendervierteljahres einbehaltene Steuer jeweils bis zum zehnten des dem Kalendervierteljahr folgenden Monats an das f&uuml;r ihn zust&auml;ndige Finanzamt (bei Zufluss nach dem 31.&nbsp;Dezember 2013 an das BZSt) abzuf&uuml;hren. Nach &sect;&nbsp;73e Satz&nbsp;2 EStDV hat der Schuldner bis zum gleichen Zeitpunkt dem nach &sect;&nbsp;73e Satz&nbsp;1 EStDV zust&auml;ndigen Finanzamt (bei Zufluss nach dem 31.&nbsp;Dezember 2013 dem BZSt) eine Steueranmeldung &uuml;ber den Gl&auml;ubiger, die H&ouml;he der Verg&uuml;tungen i.S. des &sect;&nbsp;50a Abs.&nbsp;1 EStG, die H&ouml;he und Art der von der Bemessungsgrundlage des Steuerabzugs abgezogenen Betriebsausgaben oder Werbungskosten und die H&ouml;he des Steuerabzugs zu &uuml;bersenden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;50a Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 EStG sind erf&uuml;llt; die Ltd. hat Eink&uuml;nfte erzielt, die aus Verg&uuml;tungen f&uuml;r die &Uuml;berlassung der Nutzung eines Urheberrechts herr&uuml;hren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die (britische) Ltd. als nach dem sog. Typenvergleich einer inl&auml;ndischen K&ouml;rperschaft entsprechende ausl&auml;ndische Gesellschaft hatte nach den Feststellungen des FG im Inland weder ihre Gesch&auml;ftsleitung noch ihren Sitz. Sie erf&uuml;llte jedoch aufgrund der von der Kl&auml;gerin bezogenen Verg&uuml;tung die Voraussetzungen der beschr&auml;nkten Steuerpflicht (&sect;&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 KStG i.V.m. &sect;&nbsp;49 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;f Doppelbuchst.&nbsp;aa EStG), da sie hierdurch ein urheberrechtliches Schutzrecht verwertet hatte (zur &quot;Verwertung&quot; i.S. einer &quot;wirtschaftlichen Weiterverwertung&quot; im Rahmen einer eigenen T&auml;tigkeit s. Senatsurteile vom 23.&nbsp;Mai 1973 I&nbsp;R&nbsp;163\/71, BFHE 111, 29, BStBl II 1974, 287; vom 5.&nbsp;November 1992 I&nbsp;R&nbsp;41\/92, BFHE 170, 204, BStBl II 1993, 407; ebenso BMF-Schreiben vom 27.&nbsp;Oktober 2017, BStBl I 2017, 1448 Rz&nbsp;6; Bl&uuml;mich\/Reimer, &sect;&nbsp;49 EStG Rz&nbsp;205). Die Verwertung fand auch im Inland statt; ma&szlig;geblich ist insoweit der Ort der Gesch&auml;ftsleitung des Verg&uuml;tungsschuldners (s. Senatsurteil vom 20.&nbsp;Juli 1988 I&nbsp;R&nbsp;174\/85, BFHE 154, 495, BStBl II 1989, 87; Senatsbeschluss in BFHE 235, 215, BStBl II 2012, 590; s.a. z.B. Bl&uuml;mich\/Reimer, &sect;&nbsp;49 EStG Rz&nbsp;206). Dies ist auch zwischen den Beteiligten nicht streitig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Ebenfalls ist zu Recht nicht im Streit, dass ein Steuerabzug ungeachtet etwaig entgegenstehender Regelungen in einem Abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung nach den nationalen Ma&szlig;gaben durchzuf&uuml;hren ist (&sect;&nbsp;50d Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Das FG hat ohne Rechtsfehler ferner dahin erkannt, dass die Ltd. Eink&uuml;nfte erzielt hat, die aus Verg&uuml;tungen f&uuml;r die &Uuml;berlassung des Rechts auf Nutzung von Rechten, insbesondere von Urheberrechten (als Rechte, die nach Ma&szlig;gabe des Gesetzes &uuml;ber Urheberrecht und verwandte Schutzrechte [Urheberrechtsgesetz &#8211;UrhG&#8211;] in der jeweils geltenden Fassung gesch&uuml;tzt sind, s. &sect;&nbsp;73a Abs.&nbsp;2 EStDV), herr&uuml;hren. Entgegen der Ansicht der Revision sind die Rechte &#8211;trotz der Vereinbarung eines &quot;total buy out&quot;&#8211; nicht ver&auml;u&szlig;ert worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aaa) &sect;&nbsp;50a Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 EStG erfasst nur Eink&uuml;nfte im Zusammenhang mit Verg&uuml;tungen f&uuml;r die &quot;&Uuml;berlassung der Nutzung oder des Rechts auf Nutzung von Rechten&quot;. Dabei ist eine zeitlich begrenzte &Uuml;berlassung von Rechten und damit eine Nutzungs&uuml;berlassung auch dann zu bejahen, wenn bei Abschluss des Vertrags ungewiss ist, ob und wann die &Uuml;berlassung zur Nutzung endet (Senatsbeschluss vom 1.&nbsp;Dezember 1982 I&nbsp;B&nbsp;11\/82, BFHE 137, 178, BStBl II 1983, 367; s.a. BFH-Urteil vom 23.&nbsp;April 2003 IX&nbsp;R&nbsp;57\/99, BFH\/NV 2003, 1311; BFH-Beschluss vom 22.&nbsp;Januar 1988 III&nbsp;B&nbsp;9\/87, BFHE 152, 539, BStBl II 1988, 537; Senatsurteile vom 23.&nbsp;Mai 1979 I&nbsp;R&nbsp;163\/77, BFHE 128, 213, BStBl II 1979, 757; vom 7.&nbsp;Dezember 1977 I&nbsp;R&nbsp;54\/75, BFHE 124, 175, BStBl II 1978, 355), nicht jedoch, wenn das Nutzungsrecht dem durch den Vertrag Berechtigten mit Gewissheit endg&uuml;ltig verbleibt (BFH-Urteil vom 27.&nbsp;Februar 1976 III&nbsp;R&nbsp;64\/74, BFHE 119, 77, BStBl II 1976, 529; s.a. Ma&szlig;baum\/M&uuml;ller, Betriebs-Berater 2015, 3031&nbsp;f.) oder ein R&uuml;ckfall kraft Vertrags nicht in Betracht kommt (Senatsbeschluss in BFHE 137, 178, BStBl II 1983, 367). Ein Nutzungsrecht wird hiernach dann nicht &quot;&uuml;berlassen&quot;, wenn es ver&auml;u&szlig;ert wird (z.B. Senatsurteile vom 16.&nbsp;Mai 2001 I&nbsp;R&nbsp;64\/99, BFHE 196, 210, BStBl II 2003, 641; vom 28.&nbsp;Januar 2004 I&nbsp;R&nbsp;73\/02, BFHE 205, 174, BStBl II 2005, 550; BMF-Schreiben vom 25.&nbsp;November 2010, BStBl I 2010, 1350 Rz&nbsp;23; Schmidt\/ Loschelder, EStG, 37.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;50a Rz&nbsp;13; Bl&uuml;mich\/Reimer, &sect;&nbsp;50a EStG Rz&nbsp;284 [vor EL&nbsp;135]; Kube in Kirchhof\/S&ouml;hn\/ Mellinghoff, EStG, &sect;&nbsp;50a Rz&nbsp;C&nbsp;75; Ma&szlig;baum in Herrmann\/Heuer\/ Raupach, &sect;&nbsp;50a EStG Rz&nbsp;58). Dem ist gleichzustellen, dass sich ein &uuml;berlassenes Recht w&auml;hrend der einger&auml;umten Nutzung wirtschaftlich vollst&auml;ndig verbraucht, wie z.B. bei einem veranstaltungs- oder werbekampagnenbezogenen Recht (Senatsurteile in BFHE 196, 210, BStBl II 2003, 641; in BFHE 205, 174, BStBl II 2005, 550; BMF-Schreiben in BStBl I 2010, 1350 Rz&nbsp;24; s.a. FG M&uuml;nster, Urteil vom 15.&nbsp;Dezember 2010&nbsp;&nbsp;8&nbsp;K&nbsp;1543\/07&nbsp;E, Deutsches Steuerrecht\/Entscheidungsdienst &#8211;DStRE&#8211; 2011, 1309 [Nutzungsdauer bis zum Zeitablauf des Patentschutzes]; Senatsurteil vom 13.&nbsp;Juni 2012 I&nbsp;R&nbsp;41\/11, BFHE 237, 360, BStBl II 2012, 880 zu einem abkommensrechtlichen Ver&auml;u&szlig;erungstatbestand). Die Frage, ob es sich um eine zeitlich begrenzte oder um eine endg&uuml;ltige &Uuml;berlassung von Rechten handelt, ist nach dem Vertrag und damit nach den Verh&auml;ltnissen zu beurteilen, wie sie sich bei Abschluss des Vertrags darstellen (z.B. BFH-Urteil in BFH\/NV 2003, 1311). Der Vertrag ist die Rechtsgrundlage f&uuml;r die &Uuml;berlassung der Rechte und bestimmt deshalb auch die Rechtsnatur der &Uuml;berlassung (Senatsurteil in BFHE 124, 175, BStBl II 1978, 355; FG M&uuml;nster, Urteil in DStRE 2011, 1309).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bbb) Dabei ist das FG im Streitfall ohne Rechtsfehler davon ausgegangen, dass der zwischen der Kl&auml;gerin und der Ltd. geschlossene Vertrag nicht auf eine &Uuml;bertragung des Urheberrechts gerichtet war. Denn das Urheberrecht ist nach der im Vertrag ausdr&uuml;cklich in Bezug genommenen nationalen Rechtsordnung (zur Zul&auml;ssigkeit und Ma&szlig;geblichkeit einer solchen Wahl s. Bundesgerichtshof &#8211;BGH&#8211;, Urteil vom 24.&nbsp;September 2014 I&nbsp;ZR&nbsp;35\/11, Neue Juristische Wochenschrift 2015, 1690) bereits seiner Natur nach grunds&auml;tzlich unver&auml;u&szlig;erlich (&sect;&nbsp;29 Abs.&nbsp;1 UrhG). Abweichendes gilt nur dann, soweit es um die Erf&uuml;llung einer Verf&uuml;gung von Todes wegen geht oder das Recht an Miterben im Wege der Erbauseinandersetzung &uuml;bertragen wird. Zul&auml;ssig sind nach &sect;&nbsp;29 Abs.&nbsp;2 UrhG lediglich die Einr&auml;umung von Nutzungsrechten i.S. des &sect;&nbsp;31 UrhG, schuldrechtliche Einwilligungen und Vereinbarungen zu Verwertungsrechten sowie die in &sect;&nbsp;39 UrhG geregelten Rechtsgesch&auml;fte &uuml;ber Urheberpers&ouml;nlichkeitsrechte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ccc) Das FG ist auf dieser Grundlage zu dem Ergebnis gekommen, dass die Nutzungs&uuml;berlassung im Streitfall (als Einr&auml;umung eines Nutzungsrechts i.S. des &sect;&nbsp;31 UrhG) ungeachtet der fehlenden zeitlichen Beschr&auml;nkung und der Einr&auml;umung eines unbeschr&auml;nkten Verf&uuml;gungsrechts der Kl&auml;gerin auch nicht in der Weise ausgestaltet ist, dass in wirtschaftlicher Hinsicht ein &#8211;den Regelungen des Steuerabzugs nicht unterfallender&#8211; &quot;wirtschaftlicher Rechtekauf&quot; an dem urheberrechtlich gesch&uuml;tzten Werk vorliegt (vgl. auch FG K&ouml;ln vom 28.&nbsp;September 2016&nbsp;&nbsp;3&nbsp;K&nbsp;2206\/13, EFG 2017, 298; im Ergebnis &uuml;bereinstimmend BMF-Schreiben in BStBl I 2010, 1350 Rz&nbsp;23; in BStBl I 2017, 1448 Rz&nbsp;11: betr. grenz&uuml;berschreitende Software-&Uuml;berlassung; Cloer\/Niemeyer, Deutsches Steuerrecht\/Steuerrechtliche Rechtsprechung kurzgefasst 2017, 177; Boller\/Gehrmann\/Ebeling, Internationale Wirtschaftsbriefe 2017, 273, 277 u. 278; L&uuml;dicke\/ Warias, Der Betrieb 2018, 1620, 1622&nbsp;f. [Filmrecht]; Wehmh&ouml;rner, Internationale Steuer-Rundschau 2018, 66, 68&nbsp;f.; ablehnend Hidien in Kirchhof\/S&ouml;hn\/Mellinghoff, a.a.O., &sect;&nbsp;49 Rz&nbsp;I 201 &quot;Urheberrecht&quot;; Gosch in Kirchhof, EStG, 17.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;50a Rz&nbsp;15; Schlotter\/Hruschka, Steuerberater-Jahrbuch &#8211;StbJb&#8211; 2017\/2018, 667, 676&nbsp;ff.; wohl ebenso Schmidt\/ Loschelder, a.a.O., &sect;&nbsp;50a Rz 13; Frase, K&ouml;lner Steuerdialog 2017, 20341, 20342). Der Senat folgt der Ansicht des FG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Unabh&auml;ngig von der Antwort auf die Frage, ob in der Konstellation des Streitfalls ein R&uuml;ckrufsrecht nach &sect;&nbsp;41 UrhG (s. insoweit allgemein Senatsbeschluss in BFHE 137, 178, BStBl II 1983, 367) bestehen kann, hat das vom FG ebenfalls angef&uuml;hrte Sachkriterium des fortdauernden Eventualanspruchs des Urhebers auf weitere Erfolgsbeteiligung (&sect;&nbsp;32a UrhG) ausreichendes Gewicht, die angefochtene Entscheidung zu tragen (s. zu dem Pr&uuml;fungsma&szlig;stab BFH-Urteil in BFH\/NV 2003, 1311; s.a. parallel &#8211;zu &sect;&nbsp;39 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 AO&#8211; z.B. BFH-Urteile vom 28.&nbsp;Mai 2015 IV&nbsp;R&nbsp;3\/13, BFH\/NV 2015, 1577; vom 2.&nbsp;Juni 2016 IV&nbsp;R&nbsp;23\/13, BFH\/NV 2016, 1433). Denn der mit dem Wesen und der Reichweite des Urheberrechts begr&uuml;ndete Rechtsanspruch aus &sect;&nbsp;32a UrhG, auf den nicht im Voraus verzichtet werden kann (&sect;&nbsp;32a Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 UrhG) und der sowohl wegen &sect;&nbsp;32b Nr.&nbsp;2 UrhG (Nutzungshandlungen im r&auml;umlichen Geltungsbereich des UrhG) als auch der Rechtswahl der Parteien im Streitfall anzuwenden ist (s. allgemein Schulze in Dreier\/Schulze, UrhG, 6.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;32b Rz&nbsp;3), sichert dem Urheber unter den dort genannten Voraussetzungen die weitere Beteiligung am wirtschaftlichen Erfolg seines Werks. &sect;&nbsp;32a UrhG begr&uuml;ndet einen Vertrags&auml;nderungsanspruch im Falle einer &Auml;quivalenzst&ouml;rung (Haedicke in Schricker\/Loewenheim, UrhG, 5.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;32a Rz&nbsp;6). Dies entspricht der Intention des deutschen Urheberrechtsgesetzes, dem eigentlichen Werksch&ouml;pfer angesichts der wirtschaftlichen &Uuml;bermacht der Medienkonzerne die Kontrolle &uuml;ber die Verwertung seiner Werke und Leistungen so weit wie m&ouml;glich zu erhalten (BGH-Urteil vom 28.&nbsp;Oktober 2010 I&nbsp;ZR&nbsp;18\/09, Gewerblicher Rechtsschutz und Urheberrecht 2011, 714; Dreier in Dreier\/Schulze, a.a.O., Einl.&nbsp;Rz&nbsp;19 und Schulze, ebenda, &sect;&nbsp;11 Rz&nbsp;8).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Dabei ist der bisherigen Rechtsprechung des BFH zur Abgrenzung von Nutzungs&uuml;berlassung einerseits und Rechte&uuml;bertragung andererseits (s. Nachweise oben zu aaa) zu entnehmen, dass der durch das UrhG vermittelten Rechtsstellung des &Uuml;berlassenden eine besondere Bedeutung zukommt. Insbesondere hat der &#8211;im einstweiligen Rechtsschutzverfahren ergangene&#8211; Senatsbeschluss in BFHE 137, 178, BStBl II 1983, 367 sowohl Best&auml;tigung in Endurteilen des erkennenden Senats als auch anderer Senate gefunden. Daran ist festzuhalten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Der Senat kann sich nicht dem Einwand der Kl&auml;gerin anschlie&szlig;en, dass die durch das UrhG bestimmte Rechtsposition des &Uuml;berlassenden im Falle des &quot;total buy out&quot; regelm&auml;&szlig;ig stark abgeschw&auml;cht und auf einen praktisch eher unwahrscheinlichen Geldanspruch gerichtet, eine Einwirkung auf das Nutzungsrecht als Kerninhalt der Zuordnungsentscheidung aber ausgeschlossen sei. Auch wenn sich bei einer umfassenden Nutzungsrechtseinr&auml;umung an weniger umfangreichen Werken oder Rohmaterial gegen einmalige Pauschalverg&uuml;tung die Bedeutung des Nachverg&uuml;tungsrechts nur schwer prognostizieren l&auml;sst (so Klomp, EFG 2017, 303, 304), betrifft der Anspruch den wirtschaftlichen Ertrag des (dem Urheber verbleibenden) Rechts und damit seine wirtschaftliche Substanz. Dies hindert eine Gleichstellung der Nutzungs&uuml;berlassung mit einer &Uuml;bertragung nach Ma&szlig;gabe einer &quot;verbrauchenden Rechte&uuml;berlassung&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Dem FG ist schlie&szlig;lich darin beizupflichten, dass es nicht in Betracht kommt, das Urheberrecht und das aus ihm abgeleitete (streitgegenst&auml;ndliche) Nutzungsrecht f&uuml;r den Tatbestandsbereich des Steuerabzugs aufzutrennen und f&uuml;r den Steuerabzug das Nutzungsrecht als eigenst&auml;ndiges (und vollst&auml;ndig auf die Kl&auml;gerin &uuml;bertragenes) Wirtschaftsgut zu w&uuml;rdigen. Zum einen bestimmt &#8211;wie erl&auml;utert&#8211; das fortbestehende Urheberrecht den Inhalt des Nutzungsrechts und damit auch die Abgrenzung von Nutzungs&uuml;berlassung einerseits und (rechtlichem oder wirtschaftlichem) Rechteverkauf andererseits. Zum anderen kommt es angesichts des Wortlauts des &sect;&nbsp;50a Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 EStG und des Zwecks des Steuerabzugsverfahrens nicht in Betracht, die Wertungen, die f&uuml;r den Bereich der bilanziellen Erfassung von Nutzungsrechten und Nutzungsm&ouml;glichkeiten ma&szlig;gebend sind, und die eine Abspaltung von Nutzungsrechten (mit der Qualifizierung des Entgelts als &quot;Erwerbsentgelt&quot;) und &quot;Stammrecht&quot; nahelegen (z.B. Anzinger in Herrmann\/Heuer\/Raupach, &sect;&nbsp;5 EStG Rz&nbsp;1787 a.E.; Anzinger\/Linn, StbJb 2017\/2018, 353, 368&nbsp;f.), der Frage nach dem Umfang der inl&auml;ndischen beschr&auml;nkten Steuerpflicht und der hiernach gebotenen Abgrenzung gegen&uuml;ber einer sog. verbrauchenden Rechte&uuml;berlassung zugrunde zu legen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Entscheidung des FG zur H&ouml;he der Bemessungsgrundlage des Steuerabzugs und zur H&ouml;he des Steuerabzugs l&auml;sst keine Rechtsfehler erkennen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 24.10.2018, I R 69\/16ECLI:DE:BFH:2018:U.241018.IR69.16.0 Steuerabzug nach &sect; 50a Abs. 1 Nr. 3 EStG bei &quot;total buy out&quot;-Vertrag Leits&auml;tze Eine Steuerabzugsverpflichtung nach &sect; 50a Abs. 1 Nr. 3 EStG besteht auch dann, wenn der beschr&auml;nkt steuerpflichtige Verg&uuml;tungsgl&auml;ubiger dem Verg&uuml;tungsschuldner ein umfassendes Nutzungsrecht an einem urheberrechtlich gesch&uuml;tzten Werk i.S. eines &quot;total buy out&quot; gegen &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-69-16-steuerabzug-nach-par-50a-abs-1-nr-3-estg-bei-total-buy-out-vertrag\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">I&nbsp;R&nbsp;69\/16 &#8211; Steuerabzug nach &sect; 50a Abs. 1 Nr. 3 EStG bei &quot;total buy out&quot;-Vertrag<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-70629","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70629","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=70629"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70629\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=70629"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=70629"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=70629"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}