{"id":70642,"date":"2019-04-28T18:50:26","date_gmt":"2019-04-28T16:50:26","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=70642"},"modified":"2019-04-28T18:50:26","modified_gmt":"2019-04-28T16:50:26","slug":"xi-r-41-17-teilwertabschreibung-auf-anteile-an-offenen-immobilienfonds-deren-ausgabe-und-ruecknahme-endgueltig-eingestellt-ist-keine-wesentliche-aenderung-der-prozesslage-bei-wechsel-des-zur-entscheid","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-41-17-teilwertabschreibung-auf-anteile-an-offenen-immobilienfonds-deren-ausgabe-und-ruecknahme-endgueltig-eingestellt-ist-keine-wesentliche-aenderung-der-prozesslage-bei-wechsel-des-zur-entscheid\/","title":{"rendered":"XI&nbsp;R&nbsp;41\/17 &#8211; Teilwertabschreibung auf Anteile an offenen Immobilienfonds, deren Ausgabe und R&uuml;cknahme endg&uuml;ltig eingestellt ist; keine wesentliche &Auml;nderung der Prozesslage bei Wechsel des zur Entscheidung berufenen Spruchk&ouml;rpers"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 13.2.2019, XI R 41\/17<br \/>ECLI:DE:BFH:2019:U.130219.XIR41.17.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Teilwertabschreibung auf Anteile an offenen Immobilienfonds, deren Ausgabe und R&uuml;cknahme endg&uuml;ltig eingestellt ist; keine wesentliche &Auml;nderung der Prozesslage bei Wechsel des zur Entscheidung berufenen Spruchk&ouml;rpers<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Der Teilwert von Anteilen an offenen Immobilienfonds, deren Ausgabe und R&uuml;cknahme endg&uuml;ltig eingestellt ist, ist der B&ouml;rsenkurs der Anteile im Handel im Freiverkehr.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Eine voraussichtlich dauernde Wertminderung von Anteilen an offenen Immobilienfonds, deren Ausgabe und R&uuml;cknahme endg&uuml;ltig eingestellt ist, liegt vor, wenn der B&ouml;rsenwert zum Bilanzstichtag unter denjenigen im Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile gesunken ist und der Kursverlust die Bagatellgrenze von 5 % der Anschaffungskosten bei Erwerb &uuml;berschreitet.<\/p>\n<\/p>\n<p>3. Eine zum Widerruf der Erkl&auml;rung, auf m&uuml;ndliche Verhandlung zu verzichten, berechtigende wesentliche &Auml;nderung der Prozesslage liegt nicht vor, wenn der zur Entscheidung berufene Spruchk&ouml;rper wechselt.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision der Kl&auml;gerin wird das Urteil des Finanzgerichts M&uuml;nster vom 28. Oktober 2016&nbsp;&nbsp;9 K 2393\/14 K aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Sache wird an das Finanzgericht M&uuml;nster zur&uuml;ckverwiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Diesem wird die Entscheidung &uuml;ber die Kosten des Revisionsverfahrens &uuml;bertragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beteiligten streiten &uuml;ber den Bilanzansatz von Anteilen an in Liquidation befindlichen offenen Immobilienfonds, bei denen am 31.&nbsp;Dezember 2012 die Anteilsr&uuml;cknahme endg&uuml;ltig ausgesetzt war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin), eine eingetragene Genossenschaft, ist Gesamtrechtsnachfolgerin der (Bank).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Bank hielt in ihrem Betriebsverm&ouml;gen zum 31.&nbsp;Dezember 2012 (Bilanzstichtag) Anteile an offenen Immobilienfonds (AXA Immoselect, KanAm grundinvest Fonds, SEB Immoinvest und CS Euroreal), die sich zum Bilanzstichtag in Liquidation befanden und bei denen die Ausgabe und R&uuml;ckgabe von Anteilen endg&uuml;ltig ausgesetzt war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin nahm dies zum Anlass, die Anteile zum 31.&nbsp;Dezember 2012 vom bisher angesetzten R&uuml;cknahmepreis auf den sog. Zweitmarktwert abzuschreiben. Der Zweitmarktwert ist der B&ouml;rsenkurs im Handel mit den Anteilen im Freiverkehr (insbesondere der Hamburger B&ouml;rse). Da die Ausgabe und R&uuml;cknahme der Anteile endg&uuml;ltig ausgesetzt war, war der Handel am Zweitmarkt an der B&ouml;rse die einzige M&ouml;glichkeit, Anteile der betroffenen Fonds zu ver&auml;u&szlig;ern oder zu erwerben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) setzte die K&ouml;rperschaftsteuer f&uuml;r das Jahr 2012 (Streitjahr) gegen&uuml;ber der Kl&auml;gerin als Gesamtrechtsnachfolgerin der Bank zun&auml;chst durch Bescheid vom 30.&nbsp;September 2013 erkl&auml;rungsgem&auml;&szlig; fest; der Bescheid erging unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung (&sect;&nbsp;164 Abs.&nbsp;1 der Abgabenordnung &#8211;AO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach Durchf&uuml;hrung einer Au&szlig;enpr&uuml;fung erkannte das FA im K&ouml;rperschaftsteuer-&Auml;nderungsbescheid f&uuml;r das Streitjahr vom 30.&nbsp;April 2014 die Teilwertabschreibungen hinsichtlich der oben genannten offenen Immobilienfonds auf den Zweitmarktwert in H&ouml;he von 1.001.857,70&nbsp;EUR nicht an. Der Einspruch blieb erfolglos (Einspruchsentscheidung vom 26.&nbsp;Juni 2014).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Laufe des Klageverfahrens hat das FA unter dem 23.&nbsp;Oktober 2015 aus hier nicht streitigen Gr&uuml;nden einen &Auml;nderungsbescheid wegen K&ouml;rperschaftsteuer f&uuml;r das Streitjahr erlassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Klage machte die Kl&auml;gerin im weiteren Verlauf des Verfahrens nur noch geltend, die Versagung der Teilwertabschreibung ihrer Anteile an den vorgenannten offenen Immobilienfonds auf den &uuml;ber die B&ouml;rse ermittelten Zweitmarktwert sei rechtswidrig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) M&uuml;nster wies die Klage mit seinem in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2017, 379 ver&ouml;ffentlichten Urteil vom 28.&nbsp;Oktober 2016&nbsp;&nbsp;9&nbsp;K&nbsp;2393\/14&nbsp;K ab. Es nahm an, bezogen auf die Anteile der Kl&auml;gerin lie&szlig;en sich die Voraussetzungen f&uuml;r eine Teilwertabschreibung nicht feststellen. Sei aus den vorgenannten Gr&uuml;nden bereits nach allgemeinen Grunds&auml;tzen die von der Kl&auml;gerin begehrte Teilwertabschreibung nicht anzuerkennen, bed&uuml;rfe es keiner Entscheidung dar&uuml;ber, ob auch das in &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 des Investmentsteuergesetzes i.d.F. vor Inkrafttreten des Gesetzes vom 19.&nbsp;Juli 2016 (BGBl I 2016, 1730) &#8211;InvStG a.F.&#8211; zum Ausdruck kommende Transparenzprinzip eine Abschreibung der Immobilienfonds-Anteile ausschlie&szlig;e oder einschr&auml;nke.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Revision r&uuml;gt die Kl&auml;gerin Verletzung materiellen Rechts (&sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 und 2, Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 des Einkommensteuergesetzes &#8211;EStG&#8211;). Die Zul&auml;ssigkeit der Teilwertabschreibung ergebe sich sowohl aus der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) als auch aus den allgemeinen Grunds&auml;tzen der Teilwertabschreibung. Zutreffende Sch&auml;tzungsgrundlage k&ouml;nne nur ein Wert sein, den ein gedachter Erwerber tats&auml;chlich bezahle, d.h. die Wiederbeschaffungskosten. Im vorliegenden Fall k&ouml;nne hierf&uuml;r der R&uuml;cknahmepreis nicht zugrunde gelegt werden, weil die Fondsgesellschaft gerade nicht mehr bereit sei, den R&uuml;cknahmepreis zu zahlen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ausgehend von den Kursen der B&ouml;rse Hamburg liege auch eine voraussichtlich dauernde Wertminderung vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt sinngem&auml;&szlig;, die Vorentscheidung und die Einspruchsentscheidung aufzuheben sowie den Bescheid &uuml;ber K&ouml;rperschaftsteuer f&uuml;r das Jahr 2012 in Gestalt des &Auml;nderungsbescheids vom 23.&nbsp;Oktober 2015 dahingehend zu &auml;ndern, dass weitere Teilwertabschreibungen in H&ouml;he von 1.001.857,70&nbsp;EUR ber&uuml;cksichtigt werden und die K&ouml;rperschaftsteuer entsprechend niedriger festgesetzt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ma&szlig;geblich f&uuml;r die Bewertung sei der R&uuml;cknahmepreis. Dass die R&uuml;cknahme dauerhaft ausgesetzt sei, sei unerheblich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist begr&uuml;ndet; sie f&uuml;hrt zur Aufhebung der Vorentscheidung und zur Zur&uuml;ckverweisung des Rechtsstreits an das FG zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG hat zu Unrecht angenommen, dass im Streitjahr die Voraussetzungen f&uuml;r eine Teilwertabschreibung nicht vorliegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Kl&auml;gerin ermittelt ihren Gewinn nach &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes in der im Streitjahr geltenden Fassung (KStG) i.V.m. &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 EStG. Sie muss dabei gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG f&uuml;r den Schluss eines jeden Wirtschaftsjahres das Betriebsverm&ouml;gen ansetzen, das nach den handelsrechtlichen Grunds&auml;tzen ordnungsm&auml;&szlig;iger Buchf&uuml;hrung auszuweisen ist und die Bewertung jenes Betriebsverm&ouml;gens nach &sect;&nbsp;6 EStG vornehmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Nach &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG sind die nicht in &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG genannten Wirtschaftsg&uuml;ter &#8211;u.a. Wirtschaftsg&uuml;ter des Umlaufverm&ouml;gens&#8211; grunds&auml;tzlich mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten anzusetzen. Jedoch kann an Stelle jener Werte der Teilwert angesetzt werden, wenn er aufgrund einer voraussichtlich dauernden Wertminderung niedriger ist (&sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG). Das Gesetz sieht insoweit f&uuml;r die Bewertung von Umlaufverm&ouml;gen keine abweichenden Regelungen vor (s. dazu BeckOK InvStG 2004\/B&ouml;decker, 14.&nbsp;Ed. 15.01.2019, InvStG &sect;&nbsp;2 Rn.&nbsp;41.11; s.a. L&uuml;bbeh&uuml;sen in Berger\/Steck\/ L&uuml;bbeh&uuml;sen, InvG\/InvStG, &sect;&nbsp;2 InvStG Rz&nbsp;100).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Teilwert der von der Kl&auml;gerin gehaltenen Anteile ist der B&ouml;rsenkurs der Anteile.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Teilwert ist der Betrag, den ein Erwerber des ganzen Betriebs im Rahmen des Gesamtkaufpreises f&uuml;r das einzelne Wirtschaftsgut ansetzen w&uuml;rde; dabei ist davon auszugehen, dass der Erwerber den Betrieb fortf&uuml;hrt (&sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 EStG). Bei der Ermittlung des Teilwerts als objektivem Wert handelt es sich um eine Sch&auml;tzung i.S. des &sect;&nbsp;162 AO, die Tatsachenfeststellung i.S. von &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO ist und daher revisionsrechtlich nur daraufhin &uuml;berpr&uuml;ft werden kann, ob sie dem Grunde nach zul&auml;ssig war, in verfahrensfehlerfreier Weise zustande gekommen ist und nicht gegen anerkannte Sch&auml;tzungsgrunds&auml;tze, Denkgesetze und allgemeine Erfahrungss&auml;tze verst&ouml;&szlig;t (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. BFH-Urteile vom 16.&nbsp;Dezember 2015 IV&nbsp;R&nbsp;18\/12, BFHE 252, 408, BStBl II 2016, 346, Rz&nbsp;29&nbsp;f.; vom 17.&nbsp;August 2017 IV&nbsp;R&nbsp;3\/14, BFHE 259, 111, Rz&nbsp;21).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Zutreffend ist das FG im Rahmen seiner Sch&auml;tzung zun&auml;chst davon ausgegangen, dass der Teilwert von im Umlaufverm&ouml;gen gehaltenen Anteilen an offenen Immobilienfonds grunds&auml;tzlich der R&uuml;cknahmepreis ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Da bei der Teilwertermittlung die Sicht eines gedachten Erwerbers des Betriebs einzunehmen ist (&sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 i.V.m. Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 EStG), ist bei der Ermittlung des Teilwerts von Anteilen an Investmentfonds im Anlageverm&ouml;gen auf den Ausgabepreis, d.h. auf den Preis, zu dem die Anteilsscheine erworben werden k&ouml;nnen, abzustellen (vgl. BFH-Urteile vom 5.&nbsp;Oktober 1972 IV&nbsp;R&nbsp;118\/70, BFHE 107, 414, BStBl II 1973, 207; vom 21.&nbsp;September 2011 I&nbsp;R&nbsp;7\/11, BFHE 235, 273, BStBl II 2014, 616, Rz&nbsp;14); denn der Wiederbeschaffungspreis entspricht im allgemeinen dem B&ouml;rsen- oder Marktpreis am Bilanzstichtag (vgl. BFH-Urteil vom 13.&nbsp;M&auml;rz 1964 IV&nbsp;236\/63&nbsp;S, BFHE 79, 529, BStBl III 1964, 426, unter&nbsp;1., Rz&nbsp;12).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Der Teilwert von Investmentanteilen, die f&uuml;r den Betrieb entbehrlich sind, wird aber durch den R&uuml;cknahmepreis der Anteile bestimmt (vgl. BFH-Urteile vom 22.&nbsp;M&auml;rz 1972 I&nbsp;R&nbsp;199\/69, BFHE 105, 141, BStBl II 1972, 489; in BFHE 107, 414, BStBl II 1973, 207). Dies ist Auspr&auml;gung des Grundsatzes, dass der Teilwert von zum Absatz bestimmten Wirtschaftsg&uuml;tern des Betriebsverm&ouml;gens nicht nur von ihren Wiederbeschaffungskosten, sondern auch von ihrem voraussichtlichen Ver&auml;u&szlig;erungserl&ouml;s abh&auml;ngt (BFH-Urteile vom 25.&nbsp;August 1983 IV&nbsp;R&nbsp;218\/80, BFHE 139, 268, BStBl II 1984, 33, unter&nbsp;2., Rz&nbsp;19; vom 6.&nbsp;Dezember 1995 I&nbsp;R&nbsp;51\/95, BFHE 179, 326, BStBl II 1998, 781, unter&nbsp;II.2.b, Rz&nbsp;15; vom 29.&nbsp;April 1999 IV&nbsp;R&nbsp;14\/98, BFHE 189, 51, BStBl II 1999, 681, unter II.1., Rz&nbsp;8); der Einzelver&auml;u&szlig;erungspreis entspricht dem Preis, den der Steuerpflichtige h&auml;tte erzielen k&ouml;nnen, wenn er das Wirtschaftsgut am Stichtag einzeln ohne R&uuml;cksicht auf die Betriebszugeh&ouml;rigkeit ver&auml;u&szlig;ert h&auml;tte (vgl. BFH-Urteil vom 5.&nbsp;November 1981 IV&nbsp;R&nbsp;103\/79, BFHE 135, 6, BStBl II 1982, 258, Rz&nbsp;13); er wird in der Regel mit dem Verkehrswert gleichgesetzt (vgl. BFH-Urteil in BFHE 139, 268, BStBl II 1984, 33, unter&nbsp;2., Rz&nbsp;19).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Dieser Rechtsprechung, der sich der Senat f&uuml;r den Fall, dass eine Ausgabe und R&uuml;cknahme von Anteilen erfolgt, anschlie&szlig;t, liegt allerdings &#8211;wie unter&nbsp;b) dargelegt&#8211; die Annahme zugrunde, dass Fondsanteile zum Ausgabepreis (als Wiederbeschaffungskosten) von der Fondsgesellschaft erworben bzw. zum R&uuml;cknahmepreis (als Einzelver&auml;u&szlig;erungspreis) an die Fondsgesellschaft zur&uuml;ckgegeben (ver&auml;u&szlig;ert) werden k&ouml;nnen. Diese M&ouml;glichkeit kann und wird ein gedachter Erwerber des Betriebs nutzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Ist hingegen &#8211;wie hier&#8211; die Ausgabe von Anteilen durch die Fondsgesellschaft endg&uuml;ltig ausgesetzt, ist, was das FG nicht hinreichend beachtet hat, f&uuml;r jedermann ein Erwerb von der und eine R&uuml;ckgabe an die Fondsgesellschaft ausgeschlossen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) In einer solchen Situation k&ouml;nnen weder die Wiederbeschaffungskosten mit dem Ausgabepreis, der nicht existiert, noch der Ver&auml;u&szlig;erungserl&ouml;s, den der Steuerpflichtige h&auml;tte erzielen k&ouml;nnen, wenn er das Wirtschaftsgut am Stichtag einzeln ohne R&uuml;cksicht auf die Betriebszugeh&ouml;rigkeit ver&auml;u&szlig;ert h&auml;tte, mit dem R&uuml;cknahmepreis, der existiert, gleichgesetzt werden; denn der Weg des Erwerbs (zum Ausgabepreis) bzw. der Ver&auml;u&szlig;erung (zum R&uuml;cknahmepreis) ist verschlossen, und zwar nicht nur vor&uuml;bergehend, sondern endg&uuml;ltig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Ein gedachter Erwerber des Betriebs muss daher f&uuml;r gedachte Erwerbe bzw. Ver&auml;u&szlig;erungen andere M&ouml;glichkeiten nutzen. Entsprechend m&uuml;ssen die Wiederbeschaffungskosten bzw. Einzelver&auml;u&szlig;erungspreise anhand der objektiv zur Verf&uuml;gung stehenden Erwerbs- bzw. Ver&auml;u&szlig;erungsm&ouml;glichkeiten bestimmt werden. Im Streitfall sind dies, worauf die Kl&auml;gerin zu Recht hinweist, der Erwerb und die Ver&auml;u&szlig;erung an der B&ouml;rse (Zweitmarkt). Der Ver&auml;u&szlig;erungserl&ouml;s, den der gedachte Erwerber h&auml;tte erzielen k&ouml;nnen, wenn er das Wirtschaftsgut am Stichtag einzeln ohne R&uuml;cksicht auf die Betriebszugeh&ouml;rigkeit ver&auml;u&szlig;ert h&auml;tte, ist daher der B&ouml;rsenkurs an einer B&ouml;rse, an der die Fondsanteile gehandelt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Im Streitfall liegt auch eine voraussichtlich dauernde Wertminderung der Anteile vor; die Vorentscheidung ist deshalb aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der Begriff der &quot;voraussichtlich dauernden Wertminderung&quot; ist weder im Handelsgesetzbuch noch im Steuerrecht definiert. Er bezeichnet im Grundsatz eine Minderung des Teilwerts (handelsrechtlich: des beizulegenden Werts), die einerseits nicht endg&uuml;ltig sein muss, andererseits aber nicht nur vor&uuml;bergehend sein darf. Ob eine Wertminderung &quot;voraussichtlich dauernd&quot; ist, muss unter Ber&uuml;cksichtigung der Eigenart des jeweils in Rede stehenden Wirtschaftsguts beurteilt werden (vgl. BFH-Urteil vom 27.&nbsp;November 1974 I&nbsp;R&nbsp;123\/73, BFHE 114, 415, BStBl II 1975, 294). Die Feststellungs- und Beweislast tr&auml;gt der Steuerpflichtige.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Bei Umlaufverm&ouml;gen geht die Finanzverwaltung davon aus, dass zus&auml;tzliche wertaufhellende Erkenntnisse grunds&auml;tzlich in die Beurteilung einer voraussichtlich dauernden Wertminderung der Wirtschaftsg&uuml;ter zum Bilanzstichtag einzubeziehen sind (vgl. Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen &#8211;BMF&#8211; vom 2.&nbsp;September 2016, BStBl I 2016, 995, Tz&nbsp;16).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Nach der Rechtsprechung des BFH ist bei b&ouml;rsennotierten Aktien von einer voraussichtlich dauernden Wertminderung grunds&auml;tzlich dann auszugehen, wenn der B&ouml;rsenwert zum Bilanzstichtag unter denjenigen im Zeitpunkt des Aktienerwerbs gesunken ist und der Kursverlust die Bagatellgrenze von 5&nbsp;% der Notierung bei Erwerb &uuml;berschreitet (vgl. BFH-Urteile vom 26.&nbsp;September 2007 I&nbsp;R&nbsp;58\/06, BFHE 219, 100, BStBl II 2009, 294; vom 21.&nbsp;September 2011 I&nbsp;R&nbsp;89\/10, BFHE 235, 263, BStBl II 2014, 612; BFH-Beschluss vom 8.&nbsp;Februar 2012 IV&nbsp;B&nbsp;13\/11, BFH\/NV 2012, 963, Rz&nbsp;3; BFH-Urteil vom 21.&nbsp;September 2016 X&nbsp;R&nbsp;58\/14, BFH\/NV 2017, 275, Rz&nbsp;61; zu F&auml;llen des gezahlten Paketzuschlags s. BFH-Urteil vom 16.&nbsp;Dezember 2015 IV&nbsp;R&nbsp;18\/12, BFHE 252, 408, BStBl II 2016, 346, Rz&nbsp;41). Ma&szlig;gebend daf&uuml;r ist neben der Notwendigkeit der Typisierung im Massenverfahren, dass der aktuelle B&ouml;rsenkurs die informationsgest&uuml;tzte Einsch&auml;tzung einer gro&szlig;en Zahl von Marktteilnehmern &uuml;ber die k&uuml;nftigen Risiken und Erfolgsaussichten des jeweiligen Unternehmens widerspiegelt und zugleich deren Erwartung ausdr&uuml;ckt, dass der jetzt gefundene Kurs voraussichtlich dauerhaften Charakter besitzt. Der aktuelle B&ouml;rsenwert weist &#8211;im Vergleich zum Kurswert bei Erwerb der Anteile&#8211; eine h&ouml;here Wahrscheinlichkeit auf, die k&uuml;nftige Kursentwicklung zu prognostizieren; deshalb kommt es nicht in Betracht, bei der Prognose &uuml;ber die zuk&uuml;nftige Wertentwicklung einer Aktie deren B&ouml;rsennotierung durch einen vermeintlich besseren oder jedenfalls nicht hinl&auml;nglich verifizierbaren Sch&auml;tzwert zu ersetzen (BFH-Urteil in BFHE 235, 263, BStBl II 2014, 612, Rz&nbsp;15 und 16).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Diese Rechtsprechung hat der BFH auf Investmentanteile &uuml;bertragen, wenn das Verm&ouml;gen des Investmentfonds &uuml;berwiegend in an B&ouml;rsen gehandelten Aktien angelegt ist (vgl. BFH-Urteil in BFHE 235, 273, BStBl II 2014, 616). Auch im Rahmen der auf die Kursnotierungen von Aktien gest&uuml;tzten Bewertung von Investmentanteilen sei anzunehmen, dass &#8211;vorbehaltlich einer Bagatellgrenze von 5&nbsp;% der Erwerbskosten&#8211; jeder R&uuml;ckgang des Ausgabepreises zugleich auch die Dauerhaftigkeit dieser Wertminderung abbildet. Was f&uuml;r Wertver&auml;nderungen aufgrund des B&ouml;rsenkurses gilt, gelte auch f&uuml;r Wertver&auml;nderungen aufgrund des W&auml;hrungswechselkurses (vgl. BFH-Urteil vom 21.&nbsp;September 2016 I&nbsp;R&nbsp;63\/15, BFHE 256, 11, BStBl II 2017, 357, Rz&nbsp;16, 17&nbsp;ff.). Ob eine &quot;dauernde Wertminderung&quot; f&uuml;r Investmentanteile im Umlaufverm&ouml;gen, die regelm&auml;&szlig;ig f&uuml;r Ver&auml;u&szlig;erungszwecke gehalten werden, gegeben sein kann, wurde dabei ausdr&uuml;cklich offen gelassen (vgl. BFH-Urteil vom 29.&nbsp;M&auml;rz 2017 I&nbsp;R&nbsp;73\/15, BFHE 258, 38, BStBl II 2017, 1065, Rz&nbsp;12, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Bei festverzinslichen Wertpapieren hat der BFH hingegen angenommen, dass sich ein Absinken des Kurswerts unter den Nominalwert jedenfalls dann, wenn sich darin nicht ein Risiko hinsichtlich der R&uuml;ckzahlung widerspiegelt, als nur vor&uuml;bergehend und folglich als nicht dauerhaft erweist (BFH-Urteile vom 8.&nbsp;Juni 2011 I&nbsp;R&nbsp;98\/10, BFHE 234, 137, BStBl II 2012, 716; vom 18.&nbsp;April 2018 I&nbsp;R&nbsp;37\/16, BFHE 261, 166, BStBl II 2019, 73). Ma&szlig;gebend daf&uuml;r ist, dass festverzinsliche Wertpapiere regelm&auml;&szlig;ig eine Forderung in H&ouml;he ihres Nominalwerts verbriefen. Der Inhaber eines solchen Papiers hat mithin das gesicherte Recht, am Ende der Laufzeit diesen Nominalwert zu erhalten. Diese Sicherheit hat er an jedem Bilanzstichtag, und zwar unabh&auml;ngig davon, ob zwischenzeitlich infolge bestimmter Marktgegebenheiten der Kurswert des Papiers unter dessen Nominalwert liegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ee) Bei nicht notierten Anteilen ist erforderlich, dass der innere Wert der Beteiligung im Nachhinein gesunken ist (vgl. BFH-Urteil vom 7.&nbsp;Mai 2014 X&nbsp;R&nbsp;19\/11, BFH\/NV 2014, 1736, Rz&nbsp;31). Auch Wechselkursschwankungen berechtigen grunds&auml;tzlich nicht zur Teilwertabschreibung (vgl. BFH-Urteil vom 4.&nbsp;Februar 2014 I&nbsp;R&nbsp;53\/12, BFH\/NV 2014, 1016, Rz&nbsp;11&nbsp;ff.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Gemessen daran liegt im Streitfall &#8211;entgegen der Auffassung des FG&#8211; eine voraussichtlich dauernde Wertminderung vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Das FG hat angenommen, es existierten zwei miteinander konkurrierende Werte, n&auml;mlich der R&uuml;cknahmewert und der Zweitmarktwert; es sei aber nicht verifizierbar, dass der Zweitmarktwert der zutreffendere Wert sei. Aus der Aussetzung der R&uuml;cknahme lasse sich allein nicht ableiten, dass der Anteilseigner wahrscheinlich keinen anteiligen Erl&ouml;s in H&ouml;he der R&uuml;cknahmepreise, sondern nur in H&ouml;he der niedrigeren Zweitmarktwerte erwarten d&uuml;rfe. Eine zutreffende Grundst&uuml;cksbewertung m&ouml;ge schwierig sein und selten zu einem eindeutigen Ergebnis f&uuml;hren. Der Gesetzgeber gehe aber mit den Regelungen des Investmentgesetzes (InvG) von der M&ouml;glichkeit aus, Immobilien hinreichend sicher bewerten zu k&ouml;nnen, regele detailliert das Verfahren zur Feststellung der R&uuml;cknahmewerte und sichere so die fachliche Qualit&auml;t der Bewertung. F&uuml;r die Annahme, in den F&auml;llen einer Aussetzung der Anteilsr&uuml;cknahme bei einem offenen Immobilienfonds beinhalte der Zweitmarktwert eine zutreffendere Bewertung, best&uuml;nden keine hinreichenden Anhaltspunkte. Da die Marktteilnehmer an der B&ouml;rse kaum in der Lage seien, kurzfristig eine eigene Bewertung des Sonderverm&ouml;gens durchzuf&uuml;hren, m&uuml;ssten auch sie die Verkehrswerte, die in den R&uuml;cknahmepreisen zum Ausdruck kommen, zur Grundlage ihres Handelns nehmen und k&ouml;nnten allenfalls aufgrund bestimmter, nicht n&auml;her ermittelbarer Erwartungen Abschl&auml;ge vornehmen. Soweit es sich um die Erwartung handeln sollte, dass die Immobilien aufgrund eines angeblichen Zeitdrucks nicht ann&auml;hernd zum Verkehrswert ver&auml;u&szlig;ert werden k&ouml;nnten, verm&ouml;ge das FG dem nicht zu folgen. Denn ein solcher Zeitdruck bestehe nicht. Man habe im Streitfall nicht verifizieren k&ouml;nnen, welche Umst&auml;nde von den Marktteilnehmern an der B&ouml;rse in die Bewertung der Anteile eingepreist worden seien. Nicht auszuschlie&szlig;ende Notverk&auml;ufe k&ouml;nnten nach allgemeinen Grunds&auml;tzen eine Teilwertabschreibung nicht rechtfertigen; bei ihnen entfalle die Indizwirkung der Realit&auml;tsgerechtigkeit des Wertes von k&uuml;rzlich durchgef&uuml;hrten Verk&auml;ufen. Es lasse sich schlie&szlig;lich nicht einwenden, der R&uuml;cknahmepreis k&ouml;nne nicht zugrunde gelegt werden, weil es sich um einen rein fiktiven Wert handele. Solange der Anteilseigner erwarten d&uuml;rfe, dass entweder der Fonds wieder ge&ouml;ffnet wird und er seine Anteile zum R&uuml;cknahmepreis zur&uuml;ckgeben kann, oder eine Verwertung des Sonderverm&ouml;gens zu den ermittelten Verkehrswerten erfolgen kann, sei der R&uuml;cknahmepreis zutreffend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Dies ist nicht frei von Rechtsfehlern. Ein Anteilseigner konnte aufgrund der endg&uuml;ltigen Aussetzung der Anteilsr&uuml;cknahme nicht erwarten, dass der Fonds wieder ge&ouml;ffnet wird und er seine Anteile zum R&uuml;cknahmepreis zur&uuml;ckgeben kann. Ebenso wenig konnte er erwarten, dass eine Verwertung des Sonderverm&ouml;gens zu den ermittelten Verkehrswerten erfolgen kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Der B&ouml;rsenwert spiegelt nach der unter&nbsp;a) genannten Rechtsprechung des BFH die Auffassungen der Marktteilnehmer &uuml;ber den Wert wider. Die Preise beinhalten die Einsch&auml;tzung der k&uuml;nftigen Risiken und Erfolgsaussichten und geben daher zu einem gegebenen Stichtag die Erwartungen einer gro&szlig;en Zahl von Marktteilnehmern &uuml;ber die zuk&uuml;nftige Entwicklung des Kurses sowie die Einsch&auml;tzung wieder, dass der jetzt gefundene Kurs &quot;voraussichtlich&quot; dauerhaften Charakter besitzt. Spiegelt aber der aktuelle B&ouml;rsenkurs die Einsch&auml;tzung der Marktteilnehmer &uuml;ber die k&uuml;nftige Entwicklung des B&ouml;rsenkurses wider, kann nicht, wie das FG meint, vom Steuerpflichtigen erwartet werden, dass er &uuml;ber bessere prognostische F&auml;higkeiten verf&uuml;gt als der Markt (BFH-Urteil in BFHE 219, 100, BStBl II 2009, 294). Er darf sich daher grunds&auml;tzlich auf die Einsch&auml;tzung des Marktes berufen und diese zugrunde legen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Zwar stand, wie das FG zutreffend erkannt hat, im Streitfall bei den endg&uuml;ltig von der R&uuml;cknahme ausgesetzten offenen Immobilienfonds, anders als bei Aktien, mit dem R&uuml;cknahmepreis der Fondsgesellschaft ein Wert zur Verf&uuml;gung, der den von der Fondsgesellschaft ermittelten Substanzwert des Fondsanteils repr&auml;sentiert. Der Wert eines Anteils an einem Immobilienfonds war nach den Regeln des &sect;&nbsp;36 Abs.&nbsp;1 InvG zu ermitteln, wobei jedoch die Besonderheiten des Immobilien-Sonderverm&ouml;gens zu ber&uuml;cksichtigen waren, bei dem f&uuml;r die Bewertung von Immobilien (&sect;&nbsp;79 Abs.&nbsp;1 InvG) und von Immobilien-Gesellschaften (&sect;&nbsp;70 InvG) eigenst&auml;ndige Bewertungsregeln galten (Klusak in Berger\/ Steck\/L&uuml;bbeh&uuml;sen, a.a.O., &sect;&nbsp;79 InvG Rz&nbsp;13). Der Wert des Anteils ergab sich aus der Teilung des Wertes des Sonderverm&ouml;gens durch die Zahl der in den Verkehr gelangten Anteile (&sect;&nbsp;36 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 InvG a.F.). Der Wert des Sonderverm&ouml;gens war aufgrund der jeweiligen Kurswerte der zu ihm geh&ouml;renden Verm&ouml;gensgegenst&auml;nde abz&uuml;glich der aufgenommenen Kredite und sonstigen Verbindlichkeiten von der Depotbank unter Mitwirkung der Kapitalanlagegesellschaft oder von der Kapitalanlagegesellschaft selbst b&ouml;rsent&auml;glich zu ermitteln (&sect;&nbsp;36 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 InvG). Bei den hier zu beurteilenden Fonds als Immobilien-Sonderverm&ouml;gen (&sect;&nbsp;66 InvG a.F.) war nach &sect;&nbsp;79 Abs.&nbsp;3 InvG unter Ber&uuml;cksichtigung der Bewertungen nach &sect;&nbsp;79 Abs.&nbsp;1 sowie &sect;&nbsp;70 InvG der Wert des Anteils am Sonderverm&ouml;gen sowie der Ausgabe- und R&uuml;cknahmepreis eines Anteils in Abweichung von &sect;&nbsp;36 Abs.&nbsp;1 InvG mindestens zu jedem R&uuml;cknahmetermin und zu jedem Ausgabetermin zu ermitteln. F&uuml;r Verm&ouml;gensgegenst&auml;nde i.S. des &sect;&nbsp;67 Abs.&nbsp;1 und 2 InvG und des &sect;&nbsp;68 Abs.&nbsp;1 InvG war als Verkehrswert der vom Sachverst&auml;ndigenausschuss oder Abschlusspr&uuml;fer ermittelte Wert anzusetzen (&sect;&nbsp;79 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 InvG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Allerdings war auch dieser Wert, was das FG nicht hinreichend ber&uuml;cksichtigt hat, lediglich ein Sch&auml;tzwert. Auch dieser Wert unterlag den Schwankungen des Marktes. Eine der Rechtslage bei festverzinslichen Wertpapieren entsprechende Situation, dass ein gesichertes Recht besteht, am Ende der Laufzeit einen bestimmten Wert (Nominalwert) zu erhalten, liegt insoweit nicht vor. Ob eine Verwertung des Sonderverm&ouml;gens zu den ermittelten Verkehrswerten erfolgen kann, war objektiv ungewiss. Dann kann vom Steuerpflichtigen auch insoweit nicht erwartet werden, dass er &uuml;ber bessere prognostische F&auml;higkeiten verf&uuml;gt als der Markt (vgl. BFH-Urteile in BFHE 219, 100, BStBl II 2009, 294, unter&nbsp;II.1.d, Rz&nbsp;12; in BFHE 235, 263, BStBl II 2014, 612, Rz&nbsp;12). Der B&ouml;rsenkurs weist jedenfalls eine h&ouml;here Wahrscheinlichkeit auf, die k&uuml;nftige Kursentwicklung zu prognostizieren, als dies bei den historischen Anschaffungskosten der Anteile der Fall ist (vgl. BFH-Urteile in BFHE 219, 100, BStBl II 2009, 294, unter&nbsp;II.1.d, Rz&nbsp;13; in BFHE 235, 263, BStBl II 2014, 612, Rz&nbsp;13).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(4) Zwar darf &#8211;wovon das FG ebenfalls zu Recht ausgegangen ist&#8211; eine voraussichtlich dauernde Wertminderung nicht nach dem Kurswert bestimmt werden, wenn aufgrund konkreter und objektiv &uuml;berpr&uuml;fbarer Anhaltspunkte davon auszugehen ist, dass der B&ouml;rsenpreis den tats&auml;chlichen Anteilswert nicht widerspiegelt (vgl. BFH-Urteil in BFHE 235, 263, BStBl II 2014, 612, Rz&nbsp;17). Davon wird bei Investmentfonds, bei denen die Ausgabe und R&uuml;cknahme von Anteilen nicht endg&uuml;ltig ausgesetzt ist, auch regelm&auml;&szlig;ig auszugehen sein, wenn sich der Kurswert vom Ausgabe- bzw. R&uuml;cknahmepreis entfernt. Im Streitfall liegt jedoch die Sondersituation vor, dass sowohl die nach &sect;&nbsp;79 Abs.&nbsp;1 InvG mit der Bewertung des Investmentverm&ouml;gens befassten Personen (Sachverst&auml;ndige bzw. Abschlusspr&uuml;fer, s. dazu auch &sect;&nbsp;77 InvG) als auch die Marktteilnehmer einsch&auml;tzen mussten, welchen Einfluss die Liquidation der Investmentfonds auf den Wert des von ihnen gehaltenen Verm&ouml;gens hat. Das Verm&ouml;gen war f&uuml;r die Marktteilnehmer aus der Verm&ouml;gens&uuml;bersicht des &sect;&nbsp;79 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 InvG ersichtlich. Auch in einem solchen Fall entspricht die typisierende &#8211;und zudem durch das Wertaufholungsgebot des &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Satz&nbsp;3 i.V.m. Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;4 EStG legitimierte&#8211; Annahme, dass sich im Regelfall der Kurs unter den Bedingungen eines informationseffizienten Kapitalmarkts gebildet habe, dem Erfordernis eines gleichheitsgerechten Gesetzesvollzugs (vgl. BFH-Urteil in BFHE 235, 263, BStBl II 2014, 612, Rz&nbsp;17).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(5) Der Senat ber&uuml;cksichtigt im Rahmen seiner Beurteilung auch, dass bei einem Anstieg des Teilwerts das Wertaufholungsgebot (&sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Satz&nbsp;3 i.V.m. Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;4 EStG) eingreift: Soweit die B&ouml;rsenkurse in Folgejahren gestiegen sein sollten (Scope, Offene Immobilienfonds in Abwicklung &#8211; Ergebnisse der Fondsliquidationen vom 27.&nbsp;M&auml;rz 2018, S.&nbsp;10 und Abbildung 9, www.scopeanalysis.com), ist die Teilwertabschreibung wieder aufzuholen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Sache ist nicht spruchreif.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Zwar hat die Kl&auml;gerin ihr Klagebegehren im Klageverfahren eingeschr&auml;nkt, so dass nur noch die vom Senat zu beurteilende Teilwertabschreibung streitig ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Das FG hat allerdings nicht gepr&uuml;ft, ob die Kl&auml;gerin die H&ouml;he der Teilwertabschreibungen zutreffend ermittelt hat. Dies ist nachzuholen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Au&szlig;erdem kann aufgrund der fehlenden tats&auml;chlichen Feststellungen des FG nicht beurteilt werden, ob sich aufgrund von &sect;&nbsp;8 InvStG a.F. Auswirkungen auf die H&ouml;he der Teilwertabschreibungen ergeben (vgl. dazu auch BMF-Schreiben in BStBl I 2016, 995, Tz&nbsp;26; vom 18.&nbsp;August 2009, BStBl I 2009, 931, Tz&nbsp;165&nbsp;ff., sowie &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 InvStG a.F.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Nach &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Halbsatz&nbsp;2 InvStG a.F. durften Verm&ouml;gensminderungen, die aus Wirtschaftsg&uuml;tern herr&uuml;hren, auf deren Ertr&auml;ge &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 InvStG a.F. anzuwenden ist, das Einkommen nicht mindern. Nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 InvStG a.F. waren die auf Investmentanteile entfallenden Aussch&uuml;ttungen und aussch&uuml;ttungsgleichen Ertr&auml;ge u.a. bei der Veranlagung der K&ouml;rperschaftsteuer au&szlig;er Betracht zu lassen, als sie aus einem ausl&auml;ndischen Staat entfallende Eink&uuml;nfte enthalten, f&uuml;r die die Bundesrepublik Deutschland aufgrund eines Abkommens zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf die Aus&uuml;bung des Besteuerungsrechts verzichtet hat. Bei Ansatz eines niedrigeren Teilwerts ist der zu ber&uuml;cksichtigende Teil nach &sect;&nbsp;3c Abs.&nbsp;2 EStG und &sect;&nbsp;8b KStG, vorbehaltlich einer Berichtigung nach Satz&nbsp;4, der Unterschied zwischen dem Aktiengewinn auf den ma&szlig;gebenden R&uuml;cknahmepreis zum Zeitpunkt der Bewertung einerseits und dem Aktiengewinn auf den R&uuml;cknahmepreis zum Zeitpunkt der Anschaffung andererseits, soweit dieser Unterschiedsbetrag sich auf den Bilanzansatz ausgewirkt hat (&sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 InvStG a.F.). Entsprechendes gilt bei Gewinnen aus dem Ansatz des in &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Satz&nbsp;3 EStG bezeichneten Wertes f&uuml;r die Ermittlung des zu ber&uuml;cksichtigenden Teils nach &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;40 EStG oder &sect;&nbsp;8b KStG (&sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 InvStG a.F.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Das FG hat &#8211;ausgehend von seiner Rechtsauffassung konsequenterweise&#8211; dazu bewusst keine tats&auml;chlichen Feststellungen getroffen, so dass der Senat nicht beurteilen kann, ob diese Vorschriften Auswirkungen auf die von der Kl&auml;gerin vorgenommene Teilwertabschreibung haben. Die Sache geht auch insoweit zur Nachholung der erforderlichen tats&auml;chlichen Feststellungen an das FG zur&uuml;ck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>6. Die &Uuml;bertragung der Kostenentscheidung auf das FG folgt aus &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>7. Der Senat entscheidet mit Einverst&auml;ndnis der Beteiligten ohne m&uuml;ndliche Verhandlung (&sect;&nbsp;90 Abs.&nbsp;2, &sect;&nbsp;121 Satz&nbsp;1 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Das FA hat mit Schreiben vom 11.&nbsp;Mai 2017 und die Kl&auml;gerin hat mit Schreiben vom 3.&nbsp;Dezember 2018 auf m&uuml;ndliche Verhandlung verzichtet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>51<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Dass das FA im Schreiben vom 30.&nbsp;Mai 2017 erkl&auml;rt hat, es sei abweichend vom Schreiben vom 11.&nbsp;Mai 2017 doch nicht mit einer Entscheidung ohne m&uuml;ndliche Verhandlung einverstanden, f&uuml;hrt zu keiner anderen Beurteilung; denn der Verzicht kann aufgrund seiner prozessgestaltenden Wirkung im Interesse einer eindeutigen und klaren prozessrechtlichen Lage grunds&auml;tzlich weder widerrufen noch wegen Irrtums angefochten werden (BFH-Urteil vom 8.&nbsp;April 2014 I&nbsp;R&nbsp;51\/12, BFHE 246, 7, BStBl II 2014, 982, Rz&nbsp;28, m.w.N.). Dies gilt auch dann, wenn sich der andere Beteiligte im Zeitpunkt des Widerrufs dazu noch nicht erkl&auml;rt hat (vgl. BFH-Urteil vom 8.&nbsp;Juni 1994 IV&nbsp;R&nbsp;9\/94, BFH\/NV 1995, 129, unter&nbsp;a, Rz&nbsp;13; Wendl in Gosch, FGO &sect;&nbsp;90 Rz&nbsp;32). Einen Verbrauch des Verzichts durch Zeitablauf gibt es ebenfalls nicht (vgl. Beschluss des Bundesverwaltungsgerichts vom 4.&nbsp;Juni 2014&nbsp;&nbsp;5&nbsp;B&nbsp;11\/14, Neue Zeitschrift f&uuml;r Verwaltungsrecht-Rechtsprechungs-Report 2014, 740, Rz&nbsp;12; Brandis in Tipke\/Kruse, Abgabenordnung, Finanzgerichtsordnung, &sect;&nbsp;90 FGO Rz&nbsp;12).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>52<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Zwar haben die Beteiligten das Recht, ihre Verzichtserkl&auml;rung zu widerrufen, wenn sich die Prozesslage wesentlich &auml;ndert (vgl. z.B. BFH-Beschluss vom 22.&nbsp;Oktober 2003 I&nbsp;B&nbsp;39\/03, BFH\/NV 2004, 350, unter&nbsp;II., Rz&nbsp;6; Schallmoser in H&uuml;bschmann\/ Hepp\/Spitaler, &sect;&nbsp;90 FGO Rz&nbsp;57&nbsp;ff.). Der im Streitfall mit Wirkung vom 1.&nbsp;Januar 2018 eingetretene Wechsel des zur Entscheidung berufenen Spruchk&ouml;rpers f&uuml;hrt aber nicht zu einer wesentlichen &Auml;nderung der Prozesslage (vgl. BFH-Urteil vom 30.&nbsp;August 1994 V&nbsp;R&nbsp;19\/94, BFH\/NV 1995, 684, unter&nbsp;II.2.a, Rz&nbsp;8; BFH-Beschluss vom 3.&nbsp;Dezember 1996 VIII&nbsp;S&nbsp;3\/96, BFH\/NV 1997, 292, unter&nbsp;b&nbsp;aa, Rz&nbsp;5; s.a. BFH-Urteil vom 11.&nbsp;November 2008 IX&nbsp;R&nbsp;14\/07, BFHE 223, 308, BStBl II 2009, 309, unter&nbsp;II., Rz&nbsp;15).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 13.2.2019, XI R 41\/17ECLI:DE:BFH:2019:U.130219.XIR41.17.0 Teilwertabschreibung auf Anteile an offenen Immobilienfonds, deren Ausgabe und R&uuml;cknahme endg&uuml;ltig eingestellt ist; keine wesentliche &Auml;nderung der Prozesslage bei Wechsel des zur Entscheidung berufenen Spruchk&ouml;rpers Leits&auml;tze 1. 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