{"id":70680,"date":"2019-05-03T11:44:10","date_gmt":"2019-05-03T09:44:10","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=70680"},"modified":"2019-05-03T11:44:10","modified_gmt":"2019-05-03T09:44:10","slug":"xi-r-13-17-eugh-vorlage-zur-nummer-der-rechnung-im-vorsteuerverguetungsantrag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-13-17-eugh-vorlage-zur-nummer-der-rechnung-im-vorsteuerverguetungsantrag\/","title":{"rendered":"XI&nbsp;R&nbsp;13\/17 &#8211; EuGH-Vorlage zur &quot;Nummer der Rechnung&quot; im Vorsteuerverg&uuml;tungsantrag"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss (EuGH-Vorlage) vom 13.2.2019, XI R 13\/17<br \/>ECLI:DE:BFH:2019:VE.130219.XIR13.17.0<\/p>\n<p class=\"titel\">EuGH-Vorlage zur &quot;Nummer der Rechnung&quot; im Vorsteuerverg&uuml;tungsantrag<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Ist Art. 8 Abs. 2 Buchst. d der Richtlinie 2008\/9\/EG, demzufolge in dem Erstattungsantrag f&uuml;r jeden Mitgliedstaat der Erstattung und f&uuml;r jede Rechnung u.a. die Nummer der Rechnung anzugeben ist, dahingehend auszulegen, dass auch die Angabe der Referenznummer einer Rechnung gen&uuml;gt, die als zus&auml;tzliches Ordnungskriterium neben der Rechnungsnummer auf einem Rechnungsbeleg ausgewiesen ist?<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Falls die vorstehende Frage zu verneinen ist: Gilt ein Erstattungsantrag, in dem statt der Rechnungsnummer die Referenznummer einer Rechnung angegeben worden ist, als formell vollst&auml;ndig und i.S. von Art. 15 Abs. 1 Satz 2 der Richtlinie 2008\/9\/EG als fristwahrend vorgelegt?<\/p>\n<\/p>\n<p>3. Ist bei der Beantwortung der Frage 2 zu ber&uuml;cksichtigen, dass der nicht im Mitgliedstaat der Erstattung ans&auml;ssige Steuerpflichtige aus Sicht eines verst&auml;ndigen Antragstellers aufgrund der Gestaltung des elektronischen Portals im Ans&auml;ssigkeitsstaat und des Vordrucks des Erstattungs-Mitgliedstaats annehmen durfte, es gen&uuml;ge f&uuml;r eine ordnungsgem&auml;&szlig;e, jedenfalls formell vollst&auml;ndige und fristgerechte Antragstellung die Eintragung einer anderen Kennziffer als der Rechnungsnummer, um eine Zuordnung der antragsgegenst&auml;ndlichen Rechnung zu erm&ouml;glichen?<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>I. Dem Gerichtshof der Europ&auml;ischen Union werden folgende Fragen zur Vorabentscheidung vorgelegt:<\/p>\n<\/p>\n<p>1. Ist Art. 8 Abs. 2 Buchst. d der Richtlinie 2008\/9\/EG des Rates vom 12. Februar 2008 zur Regelung der Erstattung der Mehrwertsteuer gem&auml;&szlig; der Richtlinie 2006\/112\/EG an nicht im Mitgliedstaat der Erstattung, sondern in einem anderen Mitgliedstaat ans&auml;ssige Steuerpflichtige (Richtlinie 2008\/9\/EG), demzufolge in dem Erstattungsantrag f&uuml;r jeden Mitgliedstaat der Erstattung und f&uuml;r jede Rechnung unter anderem die Nummer der Rechnung anzugeben ist, dahingehend auszulegen, dass auch die Angabe der Referenznummer einer Rechnung gen&uuml;gt, die als zus&auml;tzliches Ordnungskriterium neben der Rechnungsnummer auf einem Rechnungsbeleg ausgewiesen ist?<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Falls die vorstehende Frage zu verneinen ist: Gilt ein Erstattungsantrag, in dem statt der Rechnungsnummer die Referenznummer einer Rechnung angegeben worden ist, als formell vollst&auml;ndig und im Sinne von Art. 15 Abs. 1 Satz 2 der Richtlinie 2008\/9\/EG als fristwahrend vorgelegt?<\/p>\n<\/p>\n<p>3. Ist bei der Beantwortung der Frage 2 zu ber&uuml;cksichtigen, dass der nicht im Mitgliedstaat der Erstattung ans&auml;ssige Steuerpflichtige aus Sicht eines verst&auml;ndigen Antragstellers aufgrund der Gestaltung des elektronischen Portals im Ans&auml;ssigkeitsstaat und des Vordrucks des Erstattungs-Mitgliedstaats annehmen durfte, es gen&uuml;ge f&uuml;r eine ordnungsgem&auml;&szlig;e, jedenfalls formell vollst&auml;ndige und fristgerechte Antragstellung die Eintragung einer anderen Kennziffer als der Rechnungsnummer, um eine Zuordnung der antragsgegenst&auml;ndlichen Rechnung zu erm&ouml;glichen?<\/p>\n<\/p>\n<p>II. Das Revisionsverfahren wird bis zur Entscheidung des Gerichtshofs der Europ&auml;ischen Union ausgesetzt.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Sachverhalt des Ausgangsverfahrens<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin), eine in der Republik &Ouml;sterreich (&Ouml;sterreich) ans&auml;ssige Kapitalgesellschaft, deren Unternehmensgegenstand die Abwicklung von Speditions- und Frachtauftr&auml;gen ist, beantragte am 29.&nbsp;Oktober 2012 die Verg&uuml;tung von Vorsteuern f&uuml;r den Zeitraum Juli bis September 2012 (Verg&uuml;tungszeitraum) in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR im Rahmen des besonderen Verfahrens nach &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;9 des Umsatzsteuergesetzes (UStG) in Verbindung mit &sect;&sect;&nbsp;59&nbsp;ff. der Umsatzsteuer-Durchf&uuml;hrungsverordnung (UStDV) in der f&uuml;r den Verg&uuml;tungszeitraum ma&szlig;geblichen Fassung durch das Jahressteuergesetz (JStG) 2009 vom 19.&nbsp;Dezember 2008 (Bundesgesetzblatt I 2008, 2794) &#8211;UStDV a.F.&#8211;. Der Verg&uuml;tungsantrag wurde dem Beklagten und Revisionskl&auml;ger (Bundeszentralamt f&uuml;r Steuern &#8211;BZSt&#8211;) &uuml;ber das von der Finanzverwaltung in &Ouml;sterreich eingerichtete Portal elektronisch &uuml;bermittelt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dem Antrag lagen im Wesentlichen Rechnungen &uuml;ber die Lieferung von Kraftstoffen, aus denen die Kl&auml;gerin den Vorsteuerabzug geltend macht, zugrunde. In der amtlichen Anlage zum Antrag ist zu einzelnen Rechnungen der A unter den laufenden Nummern 1, 7, 12, 18, 19 und 24 in der Spalte &quot;Beleg-Nr&quot; nicht die in der jeweiligen Rechnung aufgef&uuml;hrte Rechnungsnummer, sondern eine weitere, jeweils in der Rechnung ausgewiesene und in der Buchhaltung der Kl&auml;gerin erfasste Referenznummer (&quot;Zusamf. Ref.&quot;) eingetragen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Bescheid vom 25.&nbsp;Januar 2013 setzte das BZSt die Vorsteuerverg&uuml;tung f&uuml;r den Streitzeitraum auf &#8230;&nbsp;EUR fest. Im &Uuml;brigen lehnte es den Verg&uuml;tungsantrag mit der Begr&uuml;ndung ab, dass zu den Antragspositionen 1, 7, 12, 18, 19 und 24 in der Anlage zum Antrag entgegen den gesetzlichen Anforderungen nicht die auf den Rechnungen angegebenen Rechnungsnummern eingetragen worden seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hiergegen wandte sich die Kl&auml;gerin mit Eingabe vom 8.&nbsp;Februar 2013, die das BZSt als Einspruch behandelte und als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckwies (Einspruchsentscheidung vom 7.&nbsp;Januar 2014). Die Kl&auml;gerin habe zu den streitigen Antragspositionen innerhalb der mit Ablauf des 30.&nbsp;September 2013 endenden Antragsfrist keinen den gesetzlichen Anforderungen entsprechenden Vorsteuerverg&uuml;tungsantrag vorgelegt. Eine Wiedereinsetzung in die Antragsfrist komme nicht in Betracht. Die Kl&auml;gerin sei bereits mit den Bescheiden vom 28.&nbsp;September 2012 f&uuml;r die Verg&uuml;tungszeitr&auml;ume Juli bis September 2011, Oktober bis Dezember 2011 sowie Januar bis M&auml;rz 2012 auf die unzureichende Angabe der Rechnungsnummer bei den von A erteilten Rechnungen hingewiesen worden. Zudem sei die Kl&auml;gerin mit dem Bescheid vom 25.&nbsp;Januar 2013 und einem nachfolgenden Er&ouml;rterungsschreiben dar&uuml;ber informiert worden, dass die Angabe der Rechnungsnummer in der Anlage zum Antrag korrekt sein m&uuml;sse. Zu diesem Zeitpunkt w&auml;re es der Kl&auml;gerin noch m&ouml;glich gewesen, innerhalb der Antragsfrist die Angaben in der gesetzlich geforderten Form beizubringen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Klage hatte Erfolg. Das Finanzgericht (FG) K&ouml;ln f&uuml;hrte in seinem Urteil vom 14.&nbsp;September 2016&nbsp;&nbsp;2&nbsp;K&nbsp;195\/14 (abgedruckt in Entscheidungen der Finanzgerichte &#8211;EFG&#8211; 2016, 2098) im Wesentlichen aus, die Kl&auml;gerin habe zu dem geltend gemachten Verg&uuml;tungsanspruch innerhalb der hierf&uuml;r gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;9 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 UStG in Verbindung mit &sect;&nbsp;61 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 UStDV a.F. am 30.&nbsp;September 2013 abgelaufenen Antragsfrist einen ordnungsgem&auml;&szlig;en Verg&uuml;tungsantrag &uuml;bermittelt. Die Angabe der in den streitgegenst&auml;ndlichen Rechnungen neben der Rechnungsnummer ausgewiesenen Referenznummer gen&uuml;ge den Anforderungen an eine formwirksame Antragstellung. Jedenfalls f&uuml;hre die fehlerhafte Angabe einer Rechnungsnummer nicht zur Unwirksamkeit des Vorsteuerverg&uuml;tungsantrags, wenn sie &#8211;wie bei der von der Kl&auml;gerin jeweils angegebenen Referenznummer&#8211; nicht als &quot;inhaltsleer&quot;, mithin als nicht erfolgt angesehen werden k&ouml;nne.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gt das BZSt die Verletzung materiellen Rechts und bringt im Kern vor, das FG habe Art.&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 der Richtlinie 2008\/9\/EG fehlerhaft ausgelegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die ma&szlig;geblichen Rechtsvorschriften<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nationales Recht<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">a) In &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;9 S&auml;tze&nbsp;1 und 2 UStG in seiner auf den Rechtsstreit des Ausgangsverfahrens anwendbaren Fassung durch Art.&nbsp;7 Nr.&nbsp;13 Buchst.&nbsp;c JStG 2009 hei&szlig;t es:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&quot;Zur Vereinfachung des Besteuerungsverfahrens kann das Bundesministerium der Finanzen mit Zustimmung des Bundesrates durch Rechtsverordnung die Verg&uuml;tung der Vorsteuerbetr&auml;ge (&sect;&nbsp;15) an im Ausland ans&auml;ssige Unternehmer, abweichend von &sect;&nbsp;16 und von den Abs&auml;tzen&nbsp;1 bis 4, in einem besonderen Verfahren regeln. Dabei kann auch angeordnet werden, &#8230; (2.) innerhalb welcher Frist der Verg&uuml;tungsantrag zu stellen ist, &#8230; (4.) wie und in welchem Umfang Vorsteuerbetr&auml;ge durch Vorlage von Rechnungen und Einfuhrbelegen nachzuweisen sind, &#8230; .&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">b) Auf der Grundlage von &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;9 Satz&nbsp;1 UStG bestimmte &sect;&nbsp;61 Abs.&nbsp;1 UStDV a.F. in der f&uuml;r den Verg&uuml;tungszeitraum ma&szlig;geblichen Fassung durch Art.&nbsp;8 Nr.&nbsp;7 JStG 2009:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&quot;Der im &uuml;brigen Gemeinschaftsgebiet ans&auml;ssige Unternehmer hat den Verg&uuml;tungsantrag nach amtlich vorgeschriebenem Datensatz durch Datenfern&uuml;bertragung nach Ma&szlig;gabe der Steuerdaten-&Uuml;bermittlungsverordnung &uuml;ber das in dem Mitgliedstaat, in dem der Unternehmer ans&auml;ssig ist, eingerichtete elektronische Portal dem Bundeszentralamt f&uuml;r Steuern zu &uuml;bermitteln.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">c) In &sect;&nbsp;61 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 UStDV in der Fassung durch Art.&nbsp;8 Nr.&nbsp;7 JStG 2009 ist ferner bestimmt:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&quot;Die Verg&uuml;tung ist binnen neun Monaten nach Ablauf des Kalenderjahres, in dem der Verg&uuml;tungsanspruch entstanden ist, zu beantragen.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Unionsrecht<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">a) Art.&nbsp;171 Abs.&nbsp;1 der Richtlinie 2006\/112\/EG des Rates vom 28.&nbsp;November 2006 &uuml;ber das gemeinsame Mehrwertsteuersystem (Richtlinie 2006\/112\/EG) bestimmt:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&quot;Die Erstattung der Mehrwertsteuer an Steuerpflichtige, die nicht in dem Mitgliedstaat, in dem sie die Gegenst&auml;nde und Dienstleistungen erwerben oder mit der Mehrwertsteuer belastete Gegenst&auml;nde einf&uuml;hren, sondern in einem anderen Mitgliedstaat ans&auml;ssig sind, erfolgt nach dem in der Richtlinie 2008\/9\/EG vorgesehenen Verfahren.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Richtlinie 2008\/9\/EG lautet in<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">aa) Art.&nbsp;7:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&quot;Um eine Erstattung von Mehrwertsteuer im Mitgliedstaat der Erstattung zu erhalten, muss der nicht im Mitgliedstaat der Erstattung ans&auml;ssige Steuerpflichtige einen elektronischen Erstattungsantrag an diesen Mitgliedstaat richten und diesen in dem Mitgliedstaat, in dem er ans&auml;ssig ist, &uuml;ber das von letzterem Mitgliedstaat eingerichtete elektronische Portal einreichen.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">bb) Art.&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;d:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&quot;Neben den in Absatz&nbsp;1 genannten Angaben sind in dem Erstattungsantrag f&uuml;r jeden Mitgliedstaat der Erstattung und f&uuml;r jede Rechnung oder jedes Einfuhrdokument folgende Angaben zu machen: &#8230; (d) Datum und Nummer der Rechnung oder des Einfuhrdokuments; &#8230; .&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">cc) Art.&nbsp;15 Abs.&nbsp;1:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&quot;Der Erstattungsantrag muss dem Mitgliedstaat, in dem der Steuerpflichtige ans&auml;ssig ist, sp&auml;testens am 30.&nbsp;September des auf den Erstattungszeitraum folgenden Kalenderjahres vorliegen. Der Erstattungsantrag gilt nur dann als vorgelegt, wenn der Antragsteller alle in den Artikeln&nbsp;8, 9 und 11 geforderten Angaben gemacht hat.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>III. Rechtliche W&uuml;rdigung nach nationalem Recht<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der vorlegende Senat neigt dazu, die Vorentscheidung zu best&auml;tigen und die Revision des BZSt als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Da &#8211;Gegenteiliges ist weder vorgebracht, festgestellt noch ersichtlich&#8211; die weiteren Voraussetzungen f&uuml;r eine Vorsteuerverg&uuml;tung vorliegen, ist der von der Kl&auml;gerin im besonderen Verfahren gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;9 UStG in Verbindung mit &sect;&sect;&nbsp;59&nbsp;ff. UStDV a.F. geltend gemachte Anspruch auf Erstattung auch hinsichtlich der streitgegenst&auml;ndlichen Antragspositionen begr&uuml;ndet, wenn sie f&uuml;r diese die &quot;Nummer der Rechnung&quot; nach Ma&szlig;gabe von &sect;&nbsp;61 Abs.&nbsp;1 UStDV a.F. innerhalb der gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;9 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 UStG in Verbindung mit &sect;&nbsp;61 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 UStDV am 30.&nbsp;September 2013 abgelaufenen Antragsfrist angegeben hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Geltendmachung des Vorsteuerabzugs im Verg&uuml;tungsverfahren setzt einen ordnungsgem&auml;&szlig; und fristgerecht gestellten Antrag voraus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der Bundesfinanzhof (BFH) hat bereits in &Uuml;bereinstimmung mit der Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europ&auml;ischen Union &#8211;EuGH&#8211; (vgl. Urteil Elsacom vom 21.&nbsp;Juni 2012 C-294\/11, EU:C:2012:382, Bundessteuerblatt &#8211;BStBl&#8211; II 2012, 942, Rz&nbsp;34, noch zu Art.&nbsp;7 Abs.&nbsp;1 Unterabs.&nbsp;1 der Achten Richtlinie 79\/1072\/EWG des Rates vom 6.&nbsp;Dezember 1979 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten &uuml;ber die Umsatzsteuern &#8211; Verfahren zur Erstattung der Mehrwertsteuer an nicht im Inland ans&auml;ssige Steuerpflichtige &#8211;Richtlinie 79\/1072\/EWG&#8211;) entschieden, dass es sich bei der Antragsfrist f&uuml;r den Verg&uuml;tungsantrag &#8211;im Streitfall neun Monate nach Ablauf des Kalenderjahrs (&sect;&nbsp;61 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 UStDV a.F.)&#8211; um eine nicht verl&auml;ngerbare Ausschlussfrist handelt (vgl. BFH-Beschl&uuml;sse vom 24.&nbsp;Juli 2012 V&nbsp;B&nbsp;76\/11, Sammlung amtlich nicht ver&ouml;ffentlichter Entscheidungen des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH\/NV&#8211; 2012, 1840, Rz&nbsp;7; vom 14.&nbsp;Dezember 2012 V&nbsp;B&nbsp;20\/12, BFH\/NV 2013, 996, Rz&nbsp;7; vom 9.&nbsp;Januar 2014 XI&nbsp;B&nbsp;11\/13, BFH\/NV 2014, 915, Rz&nbsp;14; vom 18.&nbsp;Juli 2016 V&nbsp;B&nbsp;5\/16, BFH\/NV 2016, 1594, Rz&nbsp;3; BFH-Urteile vom 18.&nbsp;Januar 2007 V&nbsp;R&nbsp;23\/05, Sammlung der Entscheidungen des Bundesfinanzhofs &#8211;BFHE&#8211; 217, 32, BStBl II 2007, 430, unter II.4., Rz&nbsp;39; vom 24.&nbsp;September 2015 V&nbsp;R&nbsp;9\/14, BFHE 251, 449, BStBl II 2015, 1067, Rz&nbsp;15; jeweils mit weiteren Nachweisen).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Wird diese Frist ohne Verschulden vers&auml;umt, so kommt unter den Voraussetzungen des &sect;&nbsp;110 der Abgabenordnung Wiedereinsetzung in den vorigen Stand in Betracht (vgl. BFH-Urteile vom 21.&nbsp;Oktober 1999 V&nbsp;R&nbsp;76\/98, BFHE 190, 239, BStBl II 2000, 214, unter II.2., Rz&nbsp;23&nbsp;ff., zu &sect;&sect;&nbsp;59&nbsp;ff. UStDV 1993; in BFHE 217, 32, BStBl II 2007, 430, unter II.4., Rz&nbsp;40; BFH-Beschluss in BFH\/NV 2016, 1594, Rz&nbsp;3; jeweils mit weiteren Nachweisen). Die Voraussetzungen hierf&uuml;r liegen im Streitfall jedoch schon deshalb nicht vor, weil das BZSt &#8211;wie es unwidersprochen vorgebracht hat&#8211; die Kl&auml;gerin bereits mit den Bescheiden vom 28.&nbsp;September 2012 auf die unzureichende Angabe der Rechnungsnummer betreffend den Rechnungsaussteller A hingewiesen hat. Dar&uuml;ber hinaus hat es die Kl&auml;gerin mit dem angefochtenen Bescheid vom 25.&nbsp;Januar 2013 sowie einem nachfolgenden Er&ouml;rterungsschreiben noch vor Ablauf der Antragsfrist dar&uuml;ber belehrt, dass die Angabe der Rechnungsnummer in der Anlage zum Antrag korrekt sein m&uuml;sse.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Ferner hat der BFH &#8211;noch zu Art.&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a der Richtlinie 79\/1072\/EWG betreffend Abschnitt&nbsp;9 Buchst.&nbsp;a des vormals amtlichen Vordrucks hinsichtlich der Angabe der Art der T&auml;tigkeit&#8211; entschieden, dass zur Wahrung der Ausschlussfrist des &sect;&nbsp;61 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 UStDV a.F. der Unternehmer einen Antrag stellen muss, in dem er Angaben zu den geforderten Mindestinformationen macht (vgl. BFH-Urteil in BFHE 251, 449, BStBl II 2015, 1067, Rz&nbsp;15, mit weiterem Nachweis).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Der dem Ausgangsverfahren zugrunde liegende Vorsteuerverg&uuml;tungsantrag der Kl&auml;gerin ist nach Ansicht der Vorinstanz, der sich der vorlegende Senat anschlie&szlig;en m&ouml;chte, auch hinsichtlich der streitgegenst&auml;ndlichen Antragspositionen wirksam vorgelegt worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Gegenstand des amtlich vorgeschriebenen Datensatzes, auf den &sect;&nbsp;61 Abs.&nbsp;1 UStDV a.F. Bezug nimmt, ist unter anderem eine Antragsanlage. In dieser Anlage sind die Rechnungen, f&uuml;r die die Vorsteuerverg&uuml;tung begehrt wird, im Einzelnen aufzulisten. Nach Art.&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;d der Richtlinie 2008\/9\/EG geh&ouml;rt hierzu unter anderem die &quot;Nummer der Rechnung&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Wird die nach &sect;&nbsp;61 Abs.&nbsp;1 UStDV a.F. im Rahmen des in Bezug genommenen amtlich vorgeschriebenen Datensatzes erforderliche Rechnungsnummer fehlerhaft angegeben, f&uuml;hrt dies nicht in jedem Fall zur Unwirksamkeit des Vorsteuerverg&uuml;tungsantrags. Nur wenn die Erkl&auml;rung im Antrag als &quot;inhaltsleer&quot;, mithin als nicht erfolgt angesehen werden k&ouml;nnte, w&auml;re eine fehlende Angabe der geforderten Rechnungsnummer anzunehmen und l&auml;ge ein unvollst&auml;ndiger und damit unwirksamer Antrag vor. Dies ist jedoch im Ausgangsverfahren nicht der Fall.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die Angabe der Referenznummer einer Rechnung statt der Rechnungsnummer mag zwar inhaltlich nicht zutreffend sein, sie ist &#8211;wie die Vorentscheidung zu Recht erkannt hat&#8211; jedoch nicht &quot;inhaltsleer&quot; und verf&uuml;gt &uuml;ber einen eigenst&auml;ndigen Erkl&auml;rungswert. Die Kl&auml;gerin hat das f&uuml;r sie bei der Zuordnung der Einzelbelege ma&szlig;gebliche Ordnungskriterium angegeben. Die Angabe der Referenznummer erm&ouml;glicht &#8211;wie die Angabe der Rechnungsnummer&#8211; eine eindeutige Zuordnung der Rechnungen, die Gegenstand des Vorsteuerverg&uuml;tungsantrags sind. Der innerhalb der Ausschlussfrist beim BZSt eingegangene Antrag der Kl&auml;gerin auf Vorsteuerverg&uuml;tung war demnach allenfalls unrichtig, jedenfalls nicht unvollst&auml;ndig und damit nicht unwirksam.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Dem steht nicht entgegen, dass &#8211;wie die Vorentscheidung gleichfalls zu Recht erkannt hat&#8211; gegebenenfalls weitere R&uuml;ckfragen seitens des BZSt erforderlich sind, um &uuml;ber den Vorsteuerverg&uuml;tungsantrag abschlie&szlig;end entscheiden zu k&ouml;nnen. Soweit die Kl&auml;gerin erst nach Ablauf der Antragsfrist mit einer erg&auml;nzenden tabellarischen &Uuml;bersicht eine Zuordnung der Referenznummer zu den jeweiligen Rechnungsnummern vorgenommen hat, handelt es sich um eine sowohl unabh&auml;ngig von den Formvorschriften als auch unabh&auml;ngig von der Antragsfrist noch m&ouml;gliche Erg&auml;nzung der Antragsangaben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>IV. Zur Anrufung des EuGH<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Der vorlegende Senat h&auml;lt f&uuml;r nicht zweifelsfrei, ob dieses Ergebnis im Einklang mit dem Unionsrecht steht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Das in &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;9 UStG in Verbindung mit &sect;&sect;&nbsp;59&nbsp;ff. UStDV geregelte Vorsteuerverg&uuml;tungsverfahren beruht auf der unionsrechtlichen Vorgabe der Richtlinie 2008\/9\/EG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Es bestehen Zweifel an der zutreffenden Auslegung von Art.&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;d und Art.&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 der Richtlinie 2008\/9\/EG. Der Senat h&auml;lt es daher f&uuml;r erforderlich, den EuGH um eine Vorabentscheidung zu den im Tenor bezeichneten Fragen zu ersuchen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Zu den Vorlagefragen<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Zur ersten Vorlagefrage<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Unionsrechtlich kl&auml;rungsbed&uuml;rftig ist nach Auffassung des Senats, ob Art.&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;d der Richtlinie 2008\/9\/EG, demzufolge in dem Erstattungsantrag f&uuml;r jeden Mitgliedstaat der Erstattung und f&uuml;r jede Rechnung unter anderem die &quot;Nummer der Rechnung&quot; anzugeben ist, dahingehend auszulegen ist, dass auch die Angabe der Referenznummer einer Rechnung gen&uuml;gt, die als zus&auml;tzliches Ordnungskriterium neben der Rechnungsnummer auf einem Rechnungsbeleg ausgewiesen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Es ist fraglich, ob der Wortlaut &quot;Nummer der Rechnung&quot; in Art.&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;d der Richtlinie 2008\/9\/EG zwingend gleichbedeutend ist mit der nach Art.&nbsp;226 Nr.&nbsp;2 der Richtlinie 2006\/112\/EG erforderlichen &quot;fortlaufende[n] Nummer mit einer oder mehreren Zahlenreihen, die zur Identifizierung der [f&uuml;r Mehrwertsteuerzwecke ausgestellten] Rechnung einmalig vergeben wird&quot;. Im nationalen Recht ist dies die &quot;Rechnungsnummer&quot; im Sinne von &sect;&nbsp;14 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 UStG, worauf das BZSt abstellt. Die von Art.&nbsp;226 Nr.&nbsp;2 der Richtlinie 2006\/112\/EG abweichende Formulierung &quot;Nummer der Rechnung&quot; l&auml;sst die Annahme zu, dass &#8211;wie schon die Vorinstanz im Ausgangsverfahren erkannt hat&#8211; f&uuml;r die Wirksamkeit eines Vorsteuerverg&uuml;tungsantrags die Angabe eines auf dem Rechnungsbeleg ausgewiesenen Ordnungskriteriums erforderlich ist, hierf&uuml;r jedoch auch ein anderes, neben der Rechnungsnummer im Sinne des Art.&nbsp;226 Nr.&nbsp;2 der Richtlinie 2006\/112\/EG gleichfalls auf dem Rechnungsbeleg ausgewiesenes Identifikationskriterium gen&uuml;gt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Hierbei ist zu ber&uuml;cksichtigen, dass die Richtlinie 2008\/9\/EG weder die Voraussetzungen f&uuml;r die Aus&uuml;bung noch den Umfang des Rechts auf Erstattung bestimmen soll. Nach Art.&nbsp;5 Abs.&nbsp;2 dieser Richtlinie wird n&auml;mlich unbeschadet ihres Art.&nbsp;6 der Anspruch auf Vorsteuererstattung nach der Richtlinie 2006\/112\/EG bestimmt, wie diese Richtlinie im Mitgliedstaat der Erstattung angewendet wird (vgl. EuGH-Urteil Volkswagen vom 21.&nbsp;M&auml;rz 2018 C-533\/16, EU:C:2018:204, Umsatzsteuer-Rundschau &#8211;UR&#8211; 2018, 359, Rz&nbsp;35).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Der Anspruch eines in einem Mitgliedstaat niedergelassenen Steuerpflichtigen auf die in der Richtlinie 2008\/9\/EG geregelte Erstattung der in einem anderen Mitgliedstaat entrichteten Mehrwertsteuer entspricht daher dem Anspruch auf Abzug der in seinem eigenen Mitgliedstaat entrichteten Vorsteuer, den die Richtlinie 2006\/112\/EG zu seinen Gunsten eingef&uuml;hrt hat (vgl. EuGH-Urteile Daimler und Widex vom 25.&nbsp;Oktober 2012 C-318\/11 und C-319\/11, EU:C:2012:666, UR 2012, 932, Rz&nbsp;41, mit weiterem Nachweis; Volkswagen, EU:C:2018:204, UR 2018, 359, Rz&nbsp;36). Durch die Regelung des Vorsteuerabzugs &#8211;und damit auch der Erstattungen&#8211; soll der Unternehmer n&auml;mlich vollst&auml;ndig von der im Rahmen seiner gesamten wirtschaftlichen T&auml;tigkeit geschuldeten oder entrichteten Mehrwertsteuer entlastet werden. Das gemeinsame Mehrwertsteuersystem gew&auml;hrleistet auf diese Weise die Neutralit&auml;t hinsichtlich der steuerlichen Belastung aller wirtschaftlichen T&auml;tigkeiten unabh&auml;ngig von ihrem Zweck und ihrem Ergebnis, sofern diese T&auml;tigkeiten selbst grunds&auml;tzlich der Mehrwertsteuer unterliegen (vgl. EuGH-Urteile Senatex vom 15.&nbsp;September 2016 C-518\/14, EU:C:2016:691, UR 2016, 800, Rz&nbsp;27; SMS group vom 21.&nbsp;September 2017 C-441\/16, EU:C:2017:712, Mehrwertsteuerrecht 2017, 916, Rz&nbsp;40, jeweils mit weiteren Nachweisen; Volkswagen, EU:C:2018:204, UR 2018, 359, Rz&nbsp;38). Der Neutralit&auml;tsgrundsatz erfordert nach Ansicht des vorlegenden Senats, die Wendung &quot;Nummer der Rechnung&quot; in Art.&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;d der Richtlinie 2008\/9\/EG dahingehend zu verstehen, dass im Rahmen des Erstattungsantrags auch die Angabe eines auf dem Rechnungsbeleg ausgewiesenen, weiteren und eindeutigen Ordnungskriteriums ausreichend ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Dem k&ouml;nnte entgegenstehen, dass das Recht auf Vorsteuerabzug der Einhaltung sowohl materieller als auch formeller Anforderungen und Bedingungen unterliegt (vgl. EuGH-Urteile Paper Consult vom 19.&nbsp;Oktober 2017 C-101\/16, EU:C:2017:775, UR 2018, 213, Rz&nbsp;38; Volkswagen, EU:C:2018:204, UR 2018, 359, Rz&nbsp;40). Zu den Einzelheiten der Aus&uuml;bung des Rechts auf Vorsteuerabzug legt Art.&nbsp;178 Buchst.&nbsp;a der Richtlinie 2006\/112\/EG fest, dass der Steuerpflichtige eine gem&auml;&szlig; deren Art.&nbsp;220 bis 236 und 238 bis 240 ausgestellte Rechnung besitzen muss (vgl. EuGH-Urteile Paper Consult, EU:C:2017:775, UR 2018, 213, Rz&nbsp;40; Volkswagen, EU:C:2018:204, UR 2018, 359, Rz&nbsp;42). Danach w&auml;re Art.&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;d der Richtlinie 2008\/9\/EG m&ouml;glicherweise einschr&auml;nkend so zu verstehen, dass im Rahmen des Erstattungsantrags allein die Angabe der auf dem Rechnungsbeleg ausgewiesenen Rechnungsnummer im Sinne von Art.&nbsp;226 Nr.&nbsp;2 der Richtlinie 2006\/112\/EG den Anforderungen gen&uuml;gt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Ein strenges Verst&auml;ndnis des Art.&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;d der Richtlinie 2008\/9\/EG k&ouml;nnte zudem zu unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;igen Ergebnissen f&uuml;hren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach dem Grundsatz der Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit d&uuml;rfen Ma&szlig;nahmen nicht &uuml;ber das zur Erreichung ihres Ziels Erforderliche hinausgehen (vgl. z.B. EuGH-Urteil Garage Molenheide und andere vom 18.&nbsp;Dezember 1997 C-286\/94 und andere, EU:C:1997:623, UR 1998, 470, Rz&nbsp;48; Kommission\/Portugal vom 29.&nbsp;Juni 2017 C-126\/15, EU:C:2017:504, Zeitschrift f&uuml;r Internationales Wirtschaftsrecht 2017, 232, Rz&nbsp;64, mit weiteren Nachweisen zur Rechtsprechung des EuGH; BFH-Urteile vom 22.&nbsp;Juli 2010 V&nbsp;R&nbsp;36\/08, BFH\/NV 2011, 316; in BFHE 251, 449, BStBl II 2015, 1067, Rz&nbsp;23). Der vollst&auml;ndig ausgef&uuml;llte Antrag auf Vorsteuerverg&uuml;tung soll die Beh&ouml;rde in die Lage versetzen, die Voraussetzungen f&uuml;r die Steuerverg&uuml;tung zeitnah (das hei&szlig;t innerhalb von vier Monaten ab Eingang des Erstattungsantrags, vergleiche Art.&nbsp;19 Abs.&nbsp;2 der Richtlinie 2008\/9\/EG) pr&uuml;fen zu k&ouml;nnen. Unter diesem Gesichtspunkt ist dem Art.&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;d der Richtlinie 2008\/9\/EG, wonach unter anderem die &quot;Nummer der Rechnung&quot; anzugeben ist, auch &#8211;wie im Streitfall&#8211; mit der im Antrag angegebenen Referenznummer gen&uuml;ge getan, weil sie im Rahmen der Pr&uuml;fung des Vorsteuerverg&uuml;tungsantrags der Beh&ouml;rde eine eindeutige Zuordnung der gegenst&auml;ndlichen Rechnung erm&ouml;glicht. Die Angabe der Rechnungsnummer im Sinne von Art.&nbsp;226 Nr.&nbsp;2 der Richtlinie 2006\/112\/EG im Erstattungsantrag ist zur Erreichung des Ziels, eine eindeutige Zuordnung der Rechnung vornehmen zu k&ouml;nnen, zwar geeignet und zweckm&auml;&szlig;ig, jedoch nicht erforderlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Zur zweiten Vorlagefrage<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ferner h&auml;lt es der vorlegende Senat f&uuml;r unionsrechtlich kl&auml;rungsbed&uuml;rftig, ob &#8211;falls die vorstehende Frage zu verneinen ist&#8211; ein Erstattungsantrag, in dem die Referenznummer der Rechnung angegeben worden ist, als formell vollst&auml;ndig und im Sinne von Art.&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 der Richtlinie 2008\/9\/EG als fristwahrend vorgelegt gilt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Der Erstattungsantrag gilt nach Art.&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 der Richtlinie 2008\/9\/EG nur dann als vorgelegt, wenn der Antragsteller alle unter anderem in Art.&nbsp;8 der Richtlinie 2008\/9\/EG geforderten Angaben macht. Art.&nbsp;10 der Richtlinie 2008\/9\/EG ist dort nicht genannt. Ein Antrag, der statt der Rechnungsnummer im Sinne von Art.&nbsp;226 Nr.&nbsp;2 der Richtlinie 2006\/112\/EG eine funktionsgleiche Referenznummer enth&auml;lt, w&auml;re &#8211;f&uuml;r den Fall, dass die erste Vorlagefrage zu verneinen ist&#8211; zwar unrichtig, jedoch nicht unvollst&auml;ndig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Der vorlegende Senat ist der Ansicht, dass die Wirksamkeit eines Vorsteuerverg&uuml;tungsantrags im Sinne von Art.&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 der Richtlinie 2008\/9\/EG nicht seine inhaltliche Richtigkeit, sondern seine formelle Vollst&auml;ndigkeit voraussetzt. Dies entspricht erkennbar auch der Auffassung der Europ&auml;ischen Kommission. Sie hat am 24.&nbsp;Januar 2019 beschlossen, die Bundesrepublik Deutschland vor dem EuGH zu verklagen, weil Antr&auml;ge auf Mehrwertsteuererstattung von Unternehmen aus anderen Mitgliedstaaten abgelehnt werden, ohne zus&auml;tzliche Angaben beim Erstattungsantragsteller einzuholen, wenn nach Auffassung der deutschen Beh&ouml;rden die Informationen &uuml;ber die Art der gelieferten Gegenst&auml;nde beziehungsweise der erbrachten Dienstleistungen nicht ausreichen, um &uuml;ber eine Mehrwertsteuererstattung zu entscheiden (vgl. Europ&auml;ische Kommission &#8211; Pressemitteilung vom 24.&nbsp;Januar 2019 &#8211; IP\/19\/472).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Zur dritten Vorlagefrage<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Au&szlig;erdem ist unionsrechtlich zu kl&auml;ren, ob &#8211;was die dritte Vorlagefrage betrifft&#8211; hinsichtlich der fristwahrenden Vorlage des Erstattungsantrags im Sinne von Art.&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 der Richtlinie 2008\/9\/EG zu ber&uuml;cksichtigen ist, dass der nicht im Mitgliedstaat der Erstattung ans&auml;ssige Steuerpflichtige aus Sicht eines verst&auml;ndigen Antragstellers annehmen durfte, es gen&uuml;ge f&uuml;r eine ordnungsgem&auml;&szlig;e, jedenfalls formell vollst&auml;ndige und fristgerechte Antragstellung die Eintragung einer anderen Kennziffer als der Rechnungsnummer, um eine Zuordnung der antragsgegenst&auml;ndlichen Rechnung zu erm&ouml;glichen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dieser erg&auml;nzenden Frage liegt zugrunde, dass nach den Feststellungen der Vorinstanz im Ausgangsverfahren die f&uuml;r die vom BZSt geforderte Rechnungsnummer ma&szlig;gebliche Spalte der Anlage zum Verg&uuml;tungsantrag nicht die Bezeichnung &quot;Rechnungsnummer&quot; tr&auml;gt, sondern mit der allgemeinen Formulierung &quot;Beleg-Nr&quot; &uuml;berschrieben ist, und dass das von der &ouml;sterreichischen Verwaltung zur Verf&uuml;gung gestellte (von der Kl&auml;gerin genutzte) Portal f&uuml;r die elektronische Antragstellung eine (weitere) hiervon abweichende Bezeichnung als &quot;Bezugsnummer&quot; aufweist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Antwort des EuGH auf die Vorlagefragen ist im Streitfall entscheidungserheblich. Sie ist f&uuml;r die dem vorlegenden Senat obliegende richtlinienkonforme Auslegung des &sect;&nbsp;61 Abs.&nbsp;1 UStDV a.F. vorgreiflich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Rechtsgrundlage f&uuml;r die Anrufung des EuGH ist Art.&nbsp;267 Abs.&nbsp;3 des Vertrags &uuml;ber die Arbeitsweise der Europ&auml;ischen Union.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>V. Das Revisionsverfahren wird bis zu einer Entscheidung des EuGH ausgesetzt (&sect;&nbsp;121 Satz&nbsp;1 in Verbindung mit &sect;&nbsp;74 der Finanzgerichtsordnung).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss (EuGH-Vorlage) vom 13.2.2019, XI R 13\/17ECLI:DE:BFH:2019:VE.130219.XIR13.17.0 EuGH-Vorlage zur &quot;Nummer der Rechnung&quot; im Vorsteuerverg&uuml;tungsantrag Leits&auml;tze 1. Ist Art. 8 Abs. 2 Buchst. d der Richtlinie 2008\/9\/EG, demzufolge in dem Erstattungsantrag f&uuml;r jeden Mitgliedstaat der Erstattung und f&uuml;r jede Rechnung u.a. die Nummer der Rechnung anzugeben ist, dahingehend auszulegen, dass auch die Angabe der Referenznummer &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-13-17-eugh-vorlage-zur-nummer-der-rechnung-im-vorsteuerverguetungsantrag\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">XI&nbsp;R&nbsp;13\/17 &#8211; EuGH-Vorlage zur &quot;Nummer der Rechnung&quot; im Vorsteuerverg&uuml;tungsantrag<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-70680","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70680","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=70680"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70680\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=70680"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=70680"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=70680"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}