{"id":70683,"date":"2019-05-03T11:44:21","date_gmt":"2019-05-03T09:44:21","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=70683"},"modified":"2019-05-03T11:44:21","modified_gmt":"2019-05-03T09:44:21","slug":"iii-b-7-18-wohnsitz-oder-gewoehnlicher-aufenthalt-im-inland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-b-7-18-wohnsitz-oder-gewoehnlicher-aufenthalt-im-inland\/","title":{"rendered":"III&nbsp;B&nbsp;7\/18 &#8211; Wohnsitz oder gew&ouml;hnlicher Aufenthalt im Inland"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 21.2.2019, III B 7\/18<br \/>ECLI:DE:BFH:2019:B.210219.IIIB7.18.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Wohnsitz oder gew&ouml;hnlicher Aufenthalt im Inland<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>NV: Der Frage, welche Anforderungen an einen inl&auml;ndischen Wohnsitz oder gew&ouml;hnlichen Aufenthalt zu stellen sind, kommt keine grunds&auml;tzliche Bedeutung zu, denn sie ist nicht kl&auml;rungsbed&uuml;rftig, weil die Grunds&auml;tze, nach denen sich bestimmt, ob jemand einen Wohnsitz oder gew&ouml;hnlichen Aufenthalt im Inland hat, durch langj&auml;hrige Rechtsprechung gekl&auml;rt sind. Ob diese Voraussetzungen gegeben sind, ist nach den objektiven Umst&auml;nden des Einzelfalls zu beurteilen.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Beschwerde der Kl&auml;gerin wegen Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des Finanzgerichts N&uuml;rnberg vom 29. November 2017 5 K 1134\/14 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Beschwerdeverfahrens hat die Kl&auml;gerin zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beklagte und Beschwerdegegnerin (Familienkasse) hob die Kindergeldfestsetzung f&uuml;r die Kinder der Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin) mit Bescheid vom 4.&nbsp;M&auml;rz 2014 ab Juli 2010 auf und forderte das f&uuml;r den Zeitraum Juli 2010 bis Juni 2011 gezahlte Kindergeld in H&ouml;he von 6.696&nbsp;EUR zur&uuml;ck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Einspruch und Klage hatten keinen Erfolg. Das Finanzgericht (FG) entschied, die Kl&auml;gerin erf&uuml;lle die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;62 des Einkommensteuergesetzes (EStG) nicht; sie habe insbesondere weder einen Wohnsitz (&sect;&nbsp;8 der Abgabenordnung &#8211;AO&#8211;) noch ihren gew&ouml;hnlichen Aufenthalt (&sect;&nbsp;9 AO) im Inland. Die Familienwohnung in L (Inland) sei sp&auml;testens Ende Juni 2010 aufgegeben worden; anschlie&szlig;end habe die Kl&auml;gerin mit ihrem Ehemann und ihrem j&uuml;ngsten Sohn in England gewohnt. Sie habe weder im Haushalt ihrer Schwiegereltern noch in der von ihrer Tochter und deren Partner angemieteten 50&nbsp;m&sup2; gro&szlig;en Zweiraumwohnung &uuml;ber eine Wohnung verf&uuml;gt. Die Aufenthalte in der Bundesrepublik Deutschland (Deutschland) seien zwar umfangreich, &uuml;berstiegen aber nicht den f&uuml;r Besuchsaufenthalte &uuml;blichen Rahmen. Daf&uuml;r spreche auch die famili&auml;re Situation.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zur Begr&uuml;ndung ihrer Nichtzulassungsbeschwerde tr&auml;gt die Kl&auml;gerin vor, die Rechtssache sei grunds&auml;tzlich bedeutsam und erfordere eine Entscheidung des Bundesfinanzhofs (BFH) zur Fortbildung des Rechts und zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung. Das FG-Urteil weiche von den BFH-Urteilen vom 18.&nbsp;Juli 2013 III&nbsp;R&nbsp;71\/11 (BFH\/NV 2014, 24) und vom 18.&nbsp;Dezember 2013 III&nbsp;R&nbsp;44\/12 (BFHE 244, 344, BStBl II 2015, 143) ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beschwerde ist unbegr&uuml;ndet und durch Beschluss zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Die geltend gemachten Zulassungsgr&uuml;nde liegen nicht vor, soweit sie &uuml;berhaupt in einer den Anforderungen des &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO gen&uuml;genden Weise dargelegt wurden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Revision ist nicht wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung der Rechtssache zuzulassen (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Eine Rechtsfrage hat grunds&auml;tzliche Bedeutung, wenn ihre Beantwortung durch den BFH aus Gr&uuml;nden der Rechtssicherheit, der Rechtseinheitlichkeit oder der Rechtsentwicklung im allgemeinen Interesse liegt. Dabei soll es sich um eine aus rechtssystematischen Gr&uuml;nden bedeutsame Frage handeln, die kl&auml;rungsbed&uuml;rftig und im zu erwartenden Revisionsverfahren kl&auml;rungsf&auml;hig sein muss. Eine Rechtsfrage ist nicht mehr kl&auml;rungsbed&uuml;rftig, wenn sie bereits durch die Rechtsprechung des BFH hinreichend gekl&auml;rt ist und keine neuen Gesichtspunkte erkennbar sind, die eine erneute Pr&uuml;fung und Entscheidung durch den BFH erforderlich machen (z.B. BFH-Beschl&uuml;sse vom 28.&nbsp;Juni 2006 IV&nbsp;B&nbsp;75\/05, BFH\/NV 2006, 2243; vom 19.&nbsp;September 2013 III&nbsp;B&nbsp;53\/13, BFH\/NV 2014, 38).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zur Darlegung der grunds&auml;tzlichen Bedeutung ist daher eine bestimmte f&uuml;r die Entscheidung des Streitfalls erhebliche abstrakte Rechtsfrage herauszustellen, der grunds&auml;tzliche Bedeutung zukommen soll. Hierzu bedarf es substantiierter Angaben, inwieweit die aufgeworfene Frage im Interesse der Allgemeinheit an der einheitlichen Fortentwicklung und Handhabung des Rechts kl&auml;rungsbed&uuml;rftig und im konkreten Fall auch kl&auml;rungsf&auml;hig ist. Dazu muss ausgef&uuml;hrt werden, in welchem Umfang, von welcher Seite und aus welchem Grunde die Beantwortung der Frage zweifelhaft und streitig ist. Insbesondere muss sich die Kl&auml;gerin auch mit der bereits vorhandenen Rechtsprechung auseinandersetzen und substantiiert darlegen, weshalb nach ihrer Ansicht diese Rechtsprechung keine Kl&auml;rung herbeigef&uuml;hrt habe. Bei Streitfragen, die ma&szlig;geblich von der Beurteilung des Einzelfalls abh&auml;ngen, bedarf es substantiierter Darlegungen, weshalb der Rechtsfrage ausnahmsweise eine &uuml;ber den Einzelfall hinausgehende Bedeutung zukommen soll (vgl. z.B. Senatsbeschluss vom 14.&nbsp;April 2016 III&nbsp;B&nbsp;108\/15, BFH\/NV 2016, 1250, Rz&nbsp;12).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Diesen Anforderungen gen&uuml;gt die Beschwerdebegr&uuml;ndung nicht. Soweit die Kl&auml;gerin vorbringt, die Voraussetzungen eines inl&auml;ndischen Wohnsitzes oder gew&ouml;hnlichen Aufenthaltes seien streitig, fehlt es bereits an der ordnungsgem&auml;&szlig;en Konkretisierung einer entscheidungserheblichen Rechtsfrage. Die Konkretisierung erfordert regelm&auml;&szlig;ig, dass die Rechtsfrage mit &quot;Ja&quot; oder mit &quot;Nein&quot; beantwortet werden kann (z.B. Senatsbeschluss vom 21.&nbsp;Juni 2016 III&nbsp;B&nbsp;95\/15, BFH\/NV 2016, 1575, Rz&nbsp;11). Die Kl&auml;gerin setzt sich zudem weder mit der gesetzlichen Regelung noch mit der einschl&auml;gigen Rechtsprechung oder dem Schrifttum auseinander.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Frage, welche Anforderungen an einen inl&auml;ndischen Wohnsitz oder gew&ouml;hnlichen Aufenthalt zu stellen sind, ist zudem nicht kl&auml;rungsbed&uuml;rftig. Denn die Grunds&auml;tze, nach denen sich bestimmt, ob jemand einen Wohnsitz oder gew&ouml;hnlichen Aufenthalt im Inland hat, sind durch langj&auml;hrige Rechtsprechung gekl&auml;rt (z.B. Senatsurteil vom 20.&nbsp;November 2008 III&nbsp;R&nbsp;53\/05, BFH\/NV 2009, 564). Ob diese Voraussetzungen gegeben sind, ist nach den objektiven Umst&auml;nden des Einzelfalls zu beurteilen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Revision ist auch nicht zur Fortbildung des Rechts zuzulassen (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2&nbsp;&nbsp;1.&nbsp;Alternative FGO). Dieser Zulassungsgrund ist ein Unterfall des Zulassungsgrundes der grunds&auml;tzlichen Bedeutung (vgl. BFH-Beschluss vom 24.&nbsp;Juli 2017 XI&nbsp;B&nbsp;37\/17, BFH\/NV 2017, 1635, Rz&nbsp;16). Die Revision ist zur Fortbildung des Rechts zuzulassen, wenn davon auszugehen ist, dass im Einzelfall Veranlassung besteht, Grunds&auml;tze und Leitlinien f&uuml;r die Auslegung von Gesetzesbestimmungen des materiellen Rechts oder des Verfahrensrechts aufzustellen oder Gesetzesl&uuml;cken rechtssch&ouml;pferisch auszuf&uuml;llen (z.B. BFH-Beschluss vom 24.&nbsp;Juni 2014 XI&nbsp;B&nbsp;45\/13, BFH\/NV 2014, 1584, Rz&nbsp;35). Dieser Zulassungsgrund setzt eine kl&auml;rungsbed&uuml;rftige und kl&auml;rbare Rechtsfrage voraus (BFH-Beschluss vom 24.&nbsp;Juli 2017 XI&nbsp;B&nbsp;25\/17, BFH\/NV 2017, 1591, Rz&nbsp;25), an der es hier &#8211;wie oben ausgef&uuml;hrt&#8211; fehlt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Revision ist auch nicht zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2&nbsp;&nbsp;2.&nbsp;Alternative FGO) zuzulassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Zulassung der Revision aus diesem Grund setzt voraus, dass das FG in einer Rechtsfrage von der Entscheidung eines anderen Gerichts abgewichen ist, dass dabei &uuml;ber dieselbe Rechtsfrage entschieden wurde und diese f&uuml;r beide Entscheidungen rechtserheblich war, dass die Entscheidungen zu gleichen oder vergleichbaren Sachverhalten ergangen sind, dass die abweichend beantwortete Rechtsfrage im Revisionsverfahren gekl&auml;rt werden kann und dass eine Entscheidung des BFH zur Wahrung der Rechtseinheit erforderlich ist. Ferner muss das Urteil des FG im Grunds&auml;tzlichen von der Divergenzentscheidung abweichen (z.B. Senatsbeschluss vom 20.&nbsp;Mai 2016 III&nbsp;B&nbsp;62\/15, BFH\/NV 2016, 1293, Rz&nbsp;16, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Das FG-Urteil weicht weder vom Senatsurteil in BFHE 244, 344, BStBl II 2015, 143 noch vom Senatsurteil in BFH\/NV 2014, 24 ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Senatsurteil in BFHE 244, 344, BStBl II 2015, 143 betrifft einen Kl&auml;ger, der neben seinem Lebensmittelpunkt und Hauptwohnsitz in Tschechien einen Zweitwohnsitz im Inland beibehalten hatte; gestritten wurde &uuml;ber die Frage, ob die Anwendbarkeit der &sect;&sect;&nbsp;62&nbsp;ff. EStG durch Gemeinschaftsrecht ausgeschlossen war. Nach den Feststellungen des angefochtenen FG-Urteils hatte die Kl&auml;gerin dagegen keinen inl&auml;ndischen Wohnsitz.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Senatsurteil in BFH\/NV 2014, 24 betrifft ebenfalls einen anders gelagerten Sachverhalt: Die dortige Kl&auml;gerin lebte mit ihrer Familie in Deutschland, nahm aber in den Niederlanden eine abh&auml;ngige Besch&auml;ftigung auf. Streitig war, ob &#8211;trotz des inl&auml;ndischen Wohnsitzes&#8211; aufgrund der Besch&auml;ftigung im Ausland nur noch ein Anspruch auf niederl&auml;ndische Familienleistungen bestand.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Soweit die Kl&auml;gerin die materielle Fehlerhaftigkeit der Vorentscheidung r&uuml;gt, legt sie keinen Zulassungsgrund dar. Materiell-rechtliche Fehler k&ouml;nnen nur im Falle qualifizierter Rechtsanwendungsfehler i.S. einer willk&uuml;rlichen oder greifbar gesetzwidrigen Entscheidung zur Revisionszulassung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2&nbsp;&nbsp;2.&nbsp;Alternative FGO f&uuml;hren. Etwaige, unterhalb dieser Schwelle liegende, auch erhebliche Rechtsfehler des FG &#8211;wenn solche &uuml;berhaupt vorliegen sollten, was hier nicht ersichtlich ist&#8211; reichen nicht aus, um eine greifbare Gesetzwidrigkeit oder gar eine Willk&uuml;rlichkeit der angefochtenen Entscheidung und somit einen Grund f&uuml;r die Zulassung der Revision anzunehmen (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. z.B. BFH-Beschluss vom 9.&nbsp;Oktober 2018 VIII&nbsp;B&nbsp;49\/18, BFH\/NV 2019, 17).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Von einer weiteren Begr&uuml;ndung sieht der Senat ab (&sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 21.2.2019, III B 7\/18ECLI:DE:BFH:2019:B.210219.IIIB7.18.0 Wohnsitz oder gew&ouml;hnlicher Aufenthalt im Inland Leits&auml;tze NV: Der Frage, welche Anforderungen an einen inl&auml;ndischen Wohnsitz oder gew&ouml;hnlichen Aufenthalt zu stellen sind, kommt keine grunds&auml;tzliche Bedeutung zu, denn sie ist nicht kl&auml;rungsbed&uuml;rftig, weil die Grunds&auml;tze, nach denen sich bestimmt, ob jemand einen Wohnsitz oder gew&ouml;hnlichen Aufenthalt im Inland &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-b-7-18-wohnsitz-oder-gewoehnlicher-aufenthalt-im-inland\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">III&nbsp;B&nbsp;7\/18 &#8211; Wohnsitz oder gew&ouml;hnlicher Aufenthalt im Inland<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-70683","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70683","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=70683"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70683\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=70683"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=70683"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=70683"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}