{"id":70791,"date":"2019-06-08T14:01:56","date_gmt":"2019-06-08T12:01:56","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=70791"},"modified":"2019-06-08T14:01:56","modified_gmt":"2019-06-08T12:01:56","slug":"vi-r-18-17-zur-abziehbarkeit-von-aufwendungen-fuer-einrichtungsgegenstaende-und-hausrat-im-rahmen-einer-doppelten-haushaltsfuehrung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-18-17-zur-abziehbarkeit-von-aufwendungen-fuer-einrichtungsgegenstaende-und-hausrat-im-rahmen-einer-doppelten-haushaltsfuehrung\/","title":{"rendered":"VI&nbsp;R&nbsp;18\/17 &#8211; Zur Abziehbarkeit von Aufwendungen f&uuml;r Einrichtungsgegenst&auml;nde und Hausrat im Rahmen einer doppelten Haushaltsf&uuml;hrung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 4.4.2019, VI R 18\/17<br \/>ECLI:DE:BFH:2019:U.040419.VIR18.17.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Zur Abziehbarkeit von Aufwendungen f&uuml;r Einrichtungsgegenst&auml;nde und Hausrat im Rahmen einer doppelten Haushaltsf&uuml;hrung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Kosten f&uuml;r Einrichtungsgegenst&auml;nde und Hausrat geh&ouml;ren nicht zu den Aufwendungen f&uuml;r die Nutzung der Unterkunft, die nach &sect; 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 5 Satz 4 EStG in der Fassung des Gesetzes zur &Auml;nderung und Vereinfachung der Unternehmensbesteuerung und des steuerlichen Reisekostenrechts vom 20. Februar 2013 (BGBl I 2013, 285) mit h&ouml;chstens 1.000 EUR im Monat angesetzt werden k&ouml;nnen.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Es handelt sich vielmehr um sonstige Mehraufwendungen einer doppelten Haushaltsf&uuml;hrung, die unter den allgemeinen Voraussetzungen des &sect; 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 5 EStG als Werbungskosten abziehbar sind.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision des Beklagten gegen das Urteil des Finanzgerichts D&uuml;sseldorf vom 14. M&auml;rz 2017&nbsp;&nbsp;13 K 1216\/16 E wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat der Beklagte zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger und Revisionsbeklagten (Kl&auml;ger) sind Eheleute, die f&uuml;r das Streitjahr (2014) zur Einkommensteuer zusammen veranlagt wurden. Die Kl&auml;ger unterhielten einen eigenen Hausstand in A. Ab dem 1.&nbsp;Mai des Streitjahres war der Kl&auml;ger bei der X angestellt und einer ersten T&auml;tigkeitsst&auml;tte in B zugeordnet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger mietete ab dem 1.&nbsp;Juni 2014 eine Zwei-Zimmer-Wohnung in C an. Die monatliche Miete betrug 660&nbsp;EUR zuz&uuml;glich 120&nbsp;EUR Betriebskostenvorauszahlung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In ihrer Einkommensteuererkl&auml;rung f&uuml;r das Streitjahr machten die Kl&auml;ger Aufwendungen des Kl&auml;gers f&uuml;r eine doppelte Haushaltsf&uuml;hrung in H&ouml;he von 10.325&nbsp;EUR geltend. Diese setzten sich wie folgt zusammen: Miete inkl. Betriebskostenvorauszahlung 5.460&nbsp;EUR&nbsp;(7&nbsp;x&nbsp;780&nbsp;EUR), Strom 210&nbsp;EUR, Telefon 306,73&nbsp;EUR, Rundfunkbeitrag 125,86&nbsp;EUR, Sonstiges 65,55&nbsp;EUR, Absetzung f&uuml;r Abnutzung (AfA) auf vom Kl&auml;ger angeschaffte Einrichtungsgegenst&auml;nde 661,69&nbsp;EUR sowie Aufwendungen f&uuml;r geringwertige Wirtschaftsg&uuml;ter in H&ouml;he von 3.495,60&nbsp;EUR. Dar&uuml;ber hinaus machte der Kl&auml;ger die von ihm im Streitjahr gezahlte Maklercourtage als Werbungskosten geltend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) erkannte bei den Mehraufwendungen f&uuml;r doppelte Haushaltsf&uuml;hrung Unterkunftskosten in H&ouml;he von 6.830&nbsp;EUR an (Miete, Strom, Telefon, Rundfunkbeitrag, Sonstiges und AfA auf die Einrichtungsgegenst&auml;nde, jeweils wie erkl&auml;rt). Au&szlig;erdem ber&uuml;cksichtigte das FA die Maklercourtage als Werbungskosten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Einspruch der Kl&auml;ger hatte teilweise Erfolg. Das FA vertrat nunmehr die Auffassung, die Aufwendungen f&uuml;r die geringwertigen Wirtschaftsg&uuml;ter (M&ouml;bel, Haushaltsartikel) seien in der nachgewiesenen H&ouml;he von 2.917,61&nbsp;EUR grunds&auml;tzlich als Werbungskosten anzuerkennen. Sie z&auml;hlten jedoch zu den nur beschr&auml;nkt abziehbaren Aufwendungen f&uuml;r die Nutzung der Unterkunft i.S. von &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Nr.&nbsp;5 Satz&nbsp;4 des Einkommensteuergesetzes (EStG) in der im Streitjahr geltenden Fassung. Unterkunftskosten seien in H&ouml;he von insgesamt 9.747,44&nbsp;EUR angefallen (darin enthalten AfA f&uuml;r angeschaffte Einrichtungsgegenst&auml;nde in H&ouml;he von 661,69&nbsp;EUR und Aufwendungen f&uuml;r geringwertige Wirtschaftsg&uuml;ter in H&ouml;he von 2.917,61&nbsp;EUR). Sie k&ouml;nnten jedoch nur mit einem H&ouml;chstbetrag von 8.000&nbsp;EUR (acht Monate x 1.000&nbsp;EUR) abgezogen werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) gab der Klage, mit der die Kl&auml;ger den Abzug weiterer Werbungskosten wegen der doppelten Haushaltsf&uuml;hrung in H&ouml;he von 1.747&nbsp;EUR begehrten, mit den in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2017, 721 ver&ouml;ffentlichten Gr&uuml;nden statt. Das FA habe die Werbungskosten zu Unrecht gek&uuml;rzt. Aufwendungen f&uuml;r Einrichtungsgegenst&auml;nde geh&ouml;rten nicht zu den Unterkunftskosten i.S. von &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Nr.&nbsp;5 Satz&nbsp;4 EStG, die bei einer doppelten Haushaltsf&uuml;hrung im Inland nur begrenzt abgezogen werden k&ouml;nnten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gt das FA die Verletzung materiellen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>das Urteil des FG aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger beantragen,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision des FA ist unbegr&uuml;ndet und deshalb zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG hat zu Recht entschieden, dass die AfA f&uuml;r die Einrichtungsgegenst&auml;nde und die Anschaffungskosten der geringwertigen Wirtschaftsg&uuml;ter (M&ouml;bel, Haushaltsartikel) notwendige Mehraufwendungen der beruflich veranlassten doppelten Haushaltsf&uuml;hrung des Kl&auml;gers darstellen. Die Vorinstanz ist ferner zutreffend davon ausgegangen, dass es sich bei den vorgenannten Aufwendungen nicht um solche &quot;f&uuml;r die Nutzung der Unterkunft&quot; handelt, die nach &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Nr.&nbsp;5 Satz&nbsp;4 EStG in der Fassung des Gesetzes zur &Auml;nderung und Vereinfachung der Unternehmensbesteuerung und des steuerlichen Reisekostenrechts vom 20.&nbsp;Februar 2013 (BGBl I 2013, 285) mit h&ouml;chstens 1.000&nbsp;EUR im Monat angesetzt werden k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Nr.&nbsp;5 EStG sind Werbungskosten auch notwendige Mehraufwendungen, die einem Arbeitnehmer wegen einer beruflich veranlassten doppelten Haushaltsf&uuml;hrung entstehen. Eine doppelte Haushaltsf&uuml;hrung liegt nur vor, wenn der Arbeitnehmer au&szlig;erhalb des Ortes seiner ersten T&auml;tigkeitsst&auml;tte einen eigenen Hausstand unterh&auml;lt und auch am Ort der ersten T&auml;tigkeitsst&auml;tte wohnt. Als Unterkunftskosten f&uuml;r eine doppelte Haushaltsf&uuml;hrung k&ouml;nnen im Inland die tats&auml;chlichen Aufwendungen f&uuml;r die Nutzung der Unterkunft angesetzt werden, h&ouml;chstens 1.000&nbsp;EUR im Monat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Voraussetzungen einer beruflich veranlassten doppelten Haushaltsf&uuml;hrung sind im Streitfall erf&uuml;llt, wie das FG ohne Rechtsfehler entschieden hat. Hiervon gehen auch die Beteiligten zu Recht &uuml;bereinstimmend aus. Der Kl&auml;ger unterhielt in A zusammen mit der Kl&auml;gerin einen eigenen Hausstand. Seine erste T&auml;tigkeitsst&auml;tte befand sich seit Mai des Streitjahres in B. Ab Juni des Streitjahres wohnte der Kl&auml;ger in einer angemieteten Wohnung in C. Diese lag unstreitig am Ort der ersten T&auml;tigkeitsst&auml;tte (s. dazu Senatsurteil vom 16.&nbsp;November 2017 VI&nbsp;R&nbsp;31\/16, BFHE 260, 143, BStBl II 2018, 404). Der Senat sieht insoweit von einer weiteren Begr&uuml;ndung ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Zu den notwendigen Mehraufwendungen, die nach &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Nr.&nbsp;5 EStG als Werbungskosten zu ber&uuml;cksichtigen sind, z&auml;hlen insbesondere Aufwendungen f&uuml;r w&ouml;chentliche Familienheimfahrten, (zeitlich befristete) Verpflegungsmehraufwendungen und die notwendigen Kosten der Unterkunft am Besch&auml;ftigungsort.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Unterkunftskosten am Besch&auml;ftigungsort sind nach der Rechtsprechung des Senats notwendig i.S. von &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Nr.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 EStG in der bis zum Veranlagungszeitraum 2013 geltenden Fassung, wenn sie den Durchschnittsmietzins einer 60&nbsp;qm-Wohnung am Besch&auml;ftigungsort nicht &uuml;berschreiten (grundlegend Senatsurteil vom 9.&nbsp;August 2007 VI&nbsp;R&nbsp;10\/06, BFHE 218, 380, BStBl II 2007, 820). Aber auch sonstige notwendige Mehraufwendungen, beispielsweise die Anschaffungskosten f&uuml;r die erforderliche Wohnungseinrichtung, soweit sie nicht &uuml;berh&ouml;ht sind, konnten daneben nach st&auml;ndiger Rechtsprechung als Werbungskosten abgezogen werden (z.B. Senatsurteil vom 13.&nbsp;November 2012 VI&nbsp;R&nbsp;50\/11, BFHE 240, 1, BStBl II 2013, 286, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Der Gesetzgeber hat &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Nr.&nbsp;5 EStG durch das Gesetz zur &Auml;nderung und Vereinfachung der Unternehmensbesteuerung und des steuerlichen Reisekostenrechts neu gefasst. Nach Satz&nbsp;4 dieser Vorschrift k&ouml;nnen &#8211;abweichend von der bisherigen Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH)&#8211; ab dem Veranlagungszeitraum 2014 als Unterkunftskosten f&uuml;r eine doppelte Haushaltsf&uuml;hrung im Inland die tats&auml;chlichen Aufwendungen f&uuml;r die Nutzung der Unterkunft angesetzt werden, h&ouml;chstens 1.000&nbsp;EUR im Monat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Gesetz bestimmt allerdings nicht n&auml;her, welche Aufwendungen der doppelten Haushaltsf&uuml;hrung auf &quot;die Nutzung der Unterkunft&quot; entfallen und daher nur begrenzt abziehbar sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach der Begr&uuml;ndung des Gesetzentwurfs der Fraktionen der CDU\/CSU und FDP (BTDrucks 17\/10774, S.&nbsp;13) sollte, um &quot;den Bereich der doppelten Haushaltsf&uuml;hrung zu vereinfachen&quot;, &quot;f&uuml;r das Inland auf die von den Arbeitgebern als aufwendig beschriebene Ermittlung der orts&uuml;blichen Vergleichsmiete (Durchschnittsmietzins) verzichtet und stattdessen auf die tats&auml;chlichen Unterkunftskosten abgestellt&quot; werden. Der Betrag von 1.000&nbsp;EUR im Monat umfasst nach der Begr&uuml;ndung des Gesetzentwurfs &quot;alle f&uuml;r die Unterkunft oder Wohnung entstehenden Aufwendungen: z.B. Miete inklusive Betriebskosten, Miet- oder Pachtgeb&uuml;hren f&uuml;r Kfz-Stellpl&auml;tze, auch in Tiefgaragen, Aufwendungen f&uuml;r Sondernutzung (wie Garten etc.), die vom Arbeitnehmer selbst getragen werden&quot;. Die Festsetzung des Betrags von 1.000&nbsp;EUR orientiere &quot;sich dabei an einer von der Rechtsprechung bisher immer herangezogenen, nach Lage und Ausstattung durchschnittlichen, ca. 60&nbsp;m&sup2; gro&szlig;en Wohnung&quot;. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Fachserie&nbsp;5 Heft&nbsp;1, Zusatzerhebung im Rahmen des Mikrozensus 2010) zahlten unter 6,2&nbsp;% aller Hauptmieterhaushalte in der Bundesrepublik Deutschland (Deutschland) eine monatliche Bruttokaltmiete von 1.000&nbsp;EUR und mehr. Bei weniger als 5,5&nbsp;% aller Hauptmieterhaushalte liege die monatliche Bruttokaltmiete bei 16,67&nbsp;EUR pro qm oder mehr. Bei mehr als 98,8&nbsp;% derjenigen Personen, die in einem Einpersonenhaushalt lebten, liege die Bruttokaltmiete unter 1.000&nbsp;EUR monatlich. Die breite Masse der in Deutschland genutzten Mietwohnungen liege somit innerhalb der 1.000&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Nach Ansicht der Finanzverwaltung (Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen &#8211;BMF&#8211; vom 24.&nbsp;Oktober 2014, BStBl I 2014, 1412, Rz&nbsp;104) umfasst der H&ouml;chstbetrag s&auml;mtliche entstehenden Aufwendungen wie Miete, Betriebskosten, Kosten der laufenden Reinigung und Pflege der Zweitwohnung oder -unterkunft, AfA f&uuml;r notwendige Einrichtungsgegenst&auml;nde (ohne Arbeitsmittel), Zweitwohnungsteuer, Rundfunkbeitrag, Miet- oder Pachtgeb&uuml;hren f&uuml;r Kfz-Stellpl&auml;tze und Aufwendungen f&uuml;r Sondernutzung (wie Garten), die vom Arbeitnehmer selbst getragen werden. Werde die Zweitwohnung oder -unterkunft m&ouml;bliert angemietet, seien die Aufwendungen bis zum H&ouml;chstbetrag ber&uuml;cksichtigungsf&auml;hig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Stehe die Zweitwohnung oder -unterkunft im Eigentum des Arbeitnehmers, seien die tats&auml;chlichen Aufwendungen (z.B. AfA, Schuldzinsen, Reparaturkosten, Nebenkosten) bis zum H&ouml;chstbetrag von 1.000&nbsp;EUR monatlich zu ber&uuml;cksichtigen. Insoweit w&uuml;rden die Grunds&auml;tze der BFH-Rechtsprechung (Senatsurteil vom 3.&nbsp;Dezember 1982 VI&nbsp;R&nbsp;228\/80, BFHE 137, 564, BStBl II 1983, 467) weiter gelten (BMF-Schreiben in BStBl I 2014, 1412, Rz&nbsp;103).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Im Schrifttum werden verschiedene Auffassungen ge&auml;u&szlig;ert, welche Aufwendungen zu den Unterkunftskosten i.S. von &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Nr.&nbsp;5 Satz 4 EStG geh&ouml;ren sollen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Teilweise wird die Ansicht vertreten, Unterkunftskosten seien bei einer Mietwohnung allein die Aufwendungen f&uuml;r die Kaltmiete und bei einer eigenen Wohnung AfA und Schuldzinsen. Folgeaufwendungen f&uuml;r Strom, Heizung, Reinigung und &auml;hnliche Nebenkosten seien ebenso wenig wie die Kosten (AfA) f&uuml;r notwendige Einrichtungsgegenst&auml;nde Unterkunftskosten. Sie seien als sonstige notwendige Mehraufwendungen zus&auml;tzlich zu ber&uuml;cksichtigen (Bergkemper in Herrmann\/Heuer\/Raupach, &sect;&nbsp;9 EStG Rz&nbsp;498; Bl&uuml;mich\/Th&uuml;rmer, &sect;&nbsp;9 EStG Rz&nbsp;402; Geserich, in: Kirchhof\/S&ouml;hn\/Mellinghoff, EStG, &sect;&nbsp;9 Rz&nbsp;G&nbsp;121, G&nbsp;122).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Nach anderer Auffassung geh&ouml;ren zu den Unterkunftskosten bei einer vom Steuerpflichtigen angemieteten Wohnung neben der Miete zwar auch die Nebenkosten (z.B. f&uuml;r Heizung, Wasser, Strom, Reinigung), bei einer im Eigentum des Steuerpflichtigen stehenden Wohnung alle hierf&uuml;r tats&auml;chlich angefallenen Aufwendungen (z.B. AfA, Schuldzinsen, Reparatur- und Nebenkosten). Die Aufwendungen z.B. f&uuml;r Einrichtung und Hausrat seien aber zus&auml;tzlich zum H&ouml;chstbetrag des &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Nr.&nbsp;5 Satz&nbsp;4 EStG zu ber&uuml;cksichtigen (Schmidt\/Kr&uuml;ger, EStG, 38.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;9 Rz&nbsp;247, 254; Wagner in Heuermann\/Wagner, LohnSt, F.&nbsp;Werbungskosten Rz&nbsp;357, 362; &auml;hnlich wohl auch K&ouml;hler in Bordewin\/Brandt, EStG, &sect;&nbsp;9 Rz&nbsp;1082, 1085, 1087).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Die Auffassung der Finanzverwaltung wird in der Literatur ebenfalls vertreten (z.B. A.&nbsp;Cla&szlig;en in Lademann, EStG, &sect;&nbsp;9 Rz&nbsp;109; Hartz\/Mee&szlig;en\/Wolf, ABC-F&uuml;hrer Lohnsteuer, &quot;Doppelte Haushaltsf&uuml;hrung&quot;, Rz&nbsp;142; Weiss, in: Kanzler\/Kraft\/B&auml;uml\/ Marx\/Hechtner, EStG, 4.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;9 Rz&nbsp;216; Harder-Buschner\/ Schramm, Neue Wirtschafts-Briefe 2013, Beilage&nbsp;1, S.&nbsp;2, 17). Teilweise wird dies dahin eingeschr&auml;nkt, dass Aufwendungen f&uuml;r die M&ouml;blierung der Wohnung, soweit sie den Rahmen des Notwendigen nicht &uuml;bersteigen w&uuml;rden, wie bisher neben den eigentlichen Wohnungskosten steuermindernd ber&uuml;cksichtigt werden k&ouml;nnten (Niermann, Der Betrieb 2013, 1015, 1023; Lochte in Frotscher\/Geurts, EStG, Freiburg 2018, &sect;&nbsp;9 Rz&nbsp;208, 209).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Nach Auffassung des Senats z&auml;hlen zu den Aufwendungen f&uuml;r die Nutzung der Unterkunft i.S. von &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Nr.&nbsp;5 Satz&nbsp;4 EStG, die (nur) mit dem H&ouml;chstbetrag von 1.000&nbsp;EUR pro Monat abgezogen werden k&ouml;nnen, alle Aufwendungen, die der Steuerpflichtige getragen hat, um die Unterkunft zu nutzen, soweit sie ihr einzeln zugeordnet werden k&ouml;nnen. Hat der Steuerpflichtige eine Wohnung angemietet, geh&ouml;rt zu diesen Aufwendungen zun&auml;chst die Bruttokaltmiete; bei einer Eigentumswohnung die AfA auf die Anschaffungs- oder Herstellungskosten sowie die Zinsen f&uuml;r Fremdkapital, soweit sie auf den Zeitraum der Nutzung entfallen. Aber auch die (warmen und kalten) Betriebskosten einschlie&szlig;lich der Stromkosten geh&ouml;ren zu diesen Unterkunftskosten (so bereits Senatsbeschluss vom 12.&nbsp;Juli 2017 VI&nbsp;R&nbsp;42\/15, BFHE 258, 439, BStBl II 2018, 13, Rz&nbsp;8, zu &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Nr.&nbsp;5 EStG&nbsp;a.F.), da sie durch den Gebrauch der Unterkunft oder durch das ihre Nutzung erm&ouml;glichende Eigentum des Steuerpflichtigen an der Unterkunft entstehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dem kann nicht entgegengehalten werden, der Gesetzgeber habe bei der Bemessung des H&ouml;chstbetrags von 1.000&nbsp;EUR nur die Bruttokaltmiete im Blick gehabt. Zwar trifft es zu, dass nach der Begr&uuml;ndung des Gesetzentwurfs die Bruttokaltmiete ber&uuml;cksichtigt wurde, soweit es um die Frage ging, welcher Prozentsatz der Hauptmieterhaushalte bzw. der Einpersonenhaushalte innerhalb der 1.000&nbsp;EUR-Grenze lag. Andererseits sollte nach der Begr&uuml;ndung des Gesetzentwurfs der Betrag von 1.000&nbsp;EUR die Miete inklusive Betriebskosten umfassen. Im &Uuml;brigen kann der Wille des Gesetzgebers bzw. der am Gesetzgebungsverfahren Beteiligten bei der Gesetzesauslegung nur insoweit ber&uuml;cksichtigt werden, als er auch im Text Niederschlag gefunden hat (Urteil des Bundesverfassungsgerichts &#8211;BVerfG&#8211; vom 16.&nbsp;Februar 1983&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvE&nbsp;1\/83 u.a., BVerfGE 62, 1, unter C.II.3.a, und BFH-Urteil vom 30.&nbsp;September 2015 II&nbsp;R&nbsp;13\/14, BFHE 251, 569, m.w.N.). Die Gesetzesmaterialien d&uuml;rfen nicht dazu verleiten, die subjektiven Vorstellungen der gesetzgebenden Instanzen dem objektiven Gesetzesinhalt gleichzusetzen (BVerfG-Urteil in BVerfGE 62, 1, unter C.II.3.a).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Dagegen geh&ouml;ren die Aufwendungen des Steuerpflichtigen f&uuml;r Haushaltsartikel und Einrichtungsgegenst&auml;nde einschlie&szlig;lich AfA nicht zu den Aufwendungen f&uuml;r die Nutzung der Unterkunft i.S. von &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Nr.&nbsp;5 Satz&nbsp;4 EStG. Diese Aufwendungen tr&auml;gt der Steuerpflichtige f&uuml;r die Anschaffung bestimmter Wirtschaftsg&uuml;ter oder sie dienen, wie die AfA, der Verteilung der Anschaffungskosten auf die Nutzungsdauer der entsprechenden Wirtschaftsg&uuml;ter (s. dazu BFH-Urteil vom 5.&nbsp;Dezember 1985 IV&nbsp;R&nbsp;112\/85, BFHE 145, 537, BStBl II 1986, 390). Daran &auml;ndert auch der Umstand nichts, dass der Steuerpflichtige die Wirtschaftsg&uuml;ter in der Unterkunft nutzt. Die Nutzung der Einrichtungsgegenst&auml;nde und der Haushaltsartikel ist nicht mit der Nutzung der Unterkunft als solcher gleichzusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch in der Begr&uuml;ndung des Gesetzentwurfs findet sich kein Hinweis darauf, dass die Aufwendungen (AfA) f&uuml;r Einrichtungsgegenst&auml;nde und Hausrat zu den Kosten f&uuml;r die Nutzung der Unterkunft z&auml;hlen sollen, die (nur) in H&ouml;he von 1.000&nbsp;EUR pro Monat abgezogen werden k&ouml;nnen. Es h&auml;tte angesichts der in der Begr&uuml;ndung des Gesetzentwurfs enthaltenen beispielhaften Aufz&auml;hlung solcher Kosten aber nahegelegen, auch diese Aufwendungen anzusprechen, wenn sie nach Meinung der Verfasser des Gesetzentwurfs zu den Kosten f&uuml;r die Nutzung der Unterkunft rechnen sollten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r die Auffassung des erkennenden Senats spricht dar&uuml;ber hinaus der Umstand, dass die Begr&uuml;ndung des Gesetzentwurfs mit der beispielhaften Aufz&auml;hlung der Aufwendungen f&uuml;r die Nutzung der Unterkunft, die von dem H&ouml;chstbetrag von 1.000&nbsp;EUR pro Monat erfasst werden sollen, nur typischerweise ratierlich anfallende Ausgaben auff&uuml;hrt. Aufwendungen f&uuml;r Einrichtungsgegenst&auml;nde und Haushaltsartikel fallen demgegen&uuml;ber in der Regel zusammengeballt an, m&ouml;gen sie &#8211;soweit keine geringwertigen Wirtschaftsg&uuml;ter vorliegen&#8211; auch nur verteilt auf die Nutzungsdauer &uuml;ber die AfA steuermindernd zu ber&uuml;cksichtigen sein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Letztlich hat der Senat schon bisher in seiner st&auml;ndigen Rechtsprechung zu den notwendigen Mehraufwendungen einer beruflich veranlassten doppelten Haushaltsf&uuml;hrung zwischen den Kosten der Unterkunft am Besch&auml;ftigungsort und den sonstigen notwendigen Mehraufwendungen einer doppelten Haushaltsf&uuml;hrung differenziert (z.B. Senatsurteil in BFHE 240, 1, BStBl II 2013, 286, Rz&nbsp;9). Die Anschaffungskosten f&uuml;r die erforderliche Wohnungseinrichtung rechnete der Senat dabei nicht den Unterkunftskosten, sondern den sonstigen notwendigen Mehraufwendungen zu (Senatsurteil in BFHE 240, 1, BStBl II 2013, 286, Rz&nbsp;9, m.w.N.). An dieser Rechtslage hat sich mit der Neufassung des &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Nr.&nbsp;5 EStG durch das Gesetz zur &Auml;nderung und Vereinfachung der Unternehmensbesteuerung und des steuerlichen Reisekostenrechts nichts ge&auml;ndert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>f) Nutzt der Steuerpflichtige keine Unterkunft, die in seinem Eigentum steht, sondern hat er eine m&ouml;blierte oder teilm&ouml;blierte Wohnung angemietet, ist dies im Hinblick auf die M&ouml;glichkeit, neben der Wohnung auch die mitvermieteten M&ouml;belst&uuml;cke nutzen zu k&ouml;nnen, regelm&auml;&szlig;ig mit einem gesteigerten Nutzungswert verbunden, der sich h&auml;ufig auch in einer h&ouml;heren Miete niederschl&auml;gt. Der Vermieter r&auml;umt dem Mieter durch die M&ouml;blierung &uuml;ber die Nutzung der Wohnung als solche hinaus sachlich einen Mehrwert an Gebrauchsm&ouml;glichkeiten ein (BFH-Urteil vom 6.&nbsp;Februar 2018 IX&nbsp;R&nbsp;14\/17, BFHE 261, 20, BStBl II 2018, 522, Rz&nbsp;16). Soweit der Mietvertrag keine Aufteilung der Miete f&uuml;r die &Uuml;berlassung der Wohnung und der M&ouml;belst&uuml;cke enth&auml;lt &#8211;wie es in der Regel der Fall sein wird&#8211;, ist die Miete im Sch&auml;tzwege (&sect;&nbsp;162 der Abgabenordnung, &sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO) aufzuteilen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Nach den vorgenannten Ma&szlig;st&auml;ben ist das Urteil des FG nicht zu beanstanden. Die Vorinstanz hat die Aufwendungen des Kl&auml;gers f&uuml;r die geringwertigen Wirtschaftsg&uuml;ter (M&ouml;bel, Haushaltsartikel) sowie die AfA f&uuml;r die vom Kl&auml;ger angeschafften Einrichtungsgegenst&auml;nde zutreffend als sonstige notwendige Mehraufwendungen der doppelten Haushaltsf&uuml;hrung angesehen und ohne die Beschr&auml;nkung des &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Nr.&nbsp;5 Satz&nbsp;4 EStG in voller H&ouml;he zum Abzug zugelassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hinsichtlich der Berechnung der Unterkunftskosten durch das FA merkt der Senat abschlie&szlig;end an, dass Aufwendungen f&uuml;r die Nutzung der Unterkunft (nur) ab Begr&uuml;ndung der doppelten Haushaltsf&uuml;hrung angesetzt werden d&uuml;rfen. Im Streitfall sind hiernach Unterkunftskosten ab Juni 2014 f&uuml;r sieben Monate, also in H&ouml;he von insgesamt 7.000&nbsp;EUR bezogen auf den Veranlagungszeitraum gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Nr.&nbsp;5 Satz&nbsp;4 EStG, abziehbar. Das FA hat daher zu Unrecht Unterkunftskosten f&uuml;r acht Monate mit Beginn der beruflichen T&auml;tigkeit des Kl&auml;gers in B anerkannt. Da die &uuml;brigen abziehbaren Kosten ohne AfA und Aufwendungen f&uuml;r geringwertige Wirtschaftsg&uuml;ter im Streitjahr aber lediglich 6.168,14&nbsp;EUR betrugen, vermag auch dieser dem FA zugunsten der Kl&auml;ger unterlaufene Rechtsfehler der Revision nicht zum Erfolg zu verhelfen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 4.4.2019, VI R 18\/17ECLI:DE:BFH:2019:U.040419.VIR18.17.0 Zur Abziehbarkeit von Aufwendungen f&uuml;r Einrichtungsgegenst&auml;nde und Hausrat im Rahmen einer doppelten Haushaltsf&uuml;hrung Leits&auml;tze 1. Kosten f&uuml;r Einrichtungsgegenst&auml;nde und Hausrat geh&ouml;ren nicht zu den Aufwendungen f&uuml;r die Nutzung der Unterkunft, die nach &sect; 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 5 Satz 4 EStG in der Fassung des Gesetzes &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-18-17-zur-abziehbarkeit-von-aufwendungen-fuer-einrichtungsgegenstaende-und-hausrat-im-rahmen-einer-doppelten-haushaltsfuehrung\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VI&nbsp;R&nbsp;18\/17 &#8211; Zur Abziehbarkeit von Aufwendungen f&uuml;r Einrichtungsgegenst&auml;nde und Hausrat im Rahmen einer doppelten Haushaltsf&uuml;hrung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-70791","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70791","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=70791"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70791\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=70791"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=70791"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=70791"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}