{"id":70794,"date":"2019-06-08T14:01:47","date_gmt":"2019-06-08T12:01:47","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=70794"},"modified":"2019-06-08T14:01:47","modified_gmt":"2019-06-08T12:01:47","slug":"ii-b-64-18-beschwerde-gegen-die-festsetzung-eines-ordnungsgelds","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ii-b-64-18-beschwerde-gegen-die-festsetzung-eines-ordnungsgelds\/","title":{"rendered":"II&nbsp;B&nbsp;64\/18 &#8211; Beschwerde gegen die Festsetzung eines Ordnungsgelds"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 1.4.2019, II B 64\/18<br \/>ECLI:DE:BFH:2019:B.010419.IIB64.18.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Beschwerde gegen die Festsetzung eines Ordnungsgelds<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>NV: Bei der Bemessung des Ordnungsgelds gegen einen zum Termin zur m&uuml;ndlichen Verhandlung und Beweisaufnahme nicht erschienenen Zeugen ist auch zu ber&uuml;cksichtigen, ob das Nichterscheinen des Zeugen zu einer Verz&ouml;gerung des Rechtsstreits gef&uuml;hrt hat.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Beschwerde des Beschwerdef&uuml;hrers wird der Beschluss des Finanzgerichts N&uuml;rnberg vom 30. Mai 2018&nbsp;&nbsp;4 K 26\/16 dahingehend ge&auml;ndert, dass das Ordnungsgeld auf 600 EUR herabgesetzt wird.<\/p>\n<\/p>\n<p>Im &Uuml;brigen wird die Beschwerde als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Verfahrens tragen der Beschwerdef&uuml;hrer zu 75 % und die Staatskasse zu 25 %.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 28.&nbsp;M&auml;rz 2018 wurde der Beschwerdef&uuml;hrer vom Finanzgericht (FG) als Zeuge zum Termin zur m&uuml;ndlichen Verhandlung und Beweisaufnahme am 24.&nbsp;Mai 2018 geladen. Er wurde darauf hingewiesen, dass f&uuml;r den Fall des unentschuldigten Nichterscheinens ein Ordnungsgeld nach &sect;&nbsp;82 der Finanzgerichtsordnung (FGO) i.V.m. &sect;&nbsp;380 der Zivilprozessordnung (ZPO) festzusetzen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Termin zur m&uuml;ndlichen Verhandlung erschien der Beschwerdef&uuml;hrer nicht. Der Prozessvertreter des Kl&auml;gers erkl&auml;rte im Termin zur m&uuml;ndlichen Verhandlung, dass der Beschwerdef&uuml;hrer ihn am Morgen des Verhandlungstags angerufen habe. Er habe mitgeteilt, dass er &quot;auf Mallorca Schwierigkeiten habe&quot; und daher den Termin nicht wahrnehmen k&ouml;nne. Zuvor hatte der Beschwerdef&uuml;hrer mit Schreiben vom 16.&nbsp;April 2018 &uuml;ber seinen Anwalt dem FG mitgeteilt, dass er zu dem streitigen Beweisthema nichts aussagen k&ouml;nne. Er bat darum, ihn von der Zeugenpflicht zu entbinden. Das FG lehnte dies mit Verf&uuml;gung vom 25.&nbsp;April 2018 ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Termin zur m&uuml;ndlichen Verhandlung am 24.&nbsp;Mai 2018 wurden die erschienenen Zeugen vernommen. Im Anschluss an den Termin erging am 30.&nbsp;Mai 2018 der Beschluss, den Beschwerdef&uuml;hrer und einen weiteren, zum Termin am 24.&nbsp;Mai 2018 nicht geladenen Zeugen zu vernehmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Wegen des Nichterscheinens zum Termin am 24.&nbsp;Mai 2018 setzte das FG durch Beschluss vom 30.&nbsp;Mai 2018 gegen den Beschwerdef&uuml;hrer ein Ordnungsgeld in H&ouml;he von 800&nbsp;EUR fest. Dagegen wendet sich der Beschwerdef&uuml;hrer mit der Beschwerde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beschwerde ist teilweise begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Herabsetzung des gegen den Beschwerdef&uuml;hrer festgesetzten Ordnungsgelds.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die &ouml;ffentlich-rechtliche Pflicht des ordnungsgem&auml;&szlig; geladenen Zeugen, zum Termin zu erscheinen, hat im Falle seines Ausbleibens zur Folge, dass dem Zeugen die dadurch verursachten Kosten auferlegt werden und gegen ihn ein Ordnungsgeld oder Ordnungshaft festgesetzt wird (&sect;&nbsp;82 FGO i.V.m. &sect;&nbsp;380 ZPO; vgl. Beschluss des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 11.&nbsp;September 2013 XI&nbsp;B&nbsp;111\/12, BFH\/NV 2013, 1944, Rz&nbsp;6). Diese Ma&szlig;nahmen sind gesetzlich zwingend vorgeschrieben. Sie entfallen nur, wenn der Zeuge das Ausbleiben &#8211;zumindest nachtr&auml;glich&#8211; gen&uuml;gend entschuldigt (&sect;&nbsp;82 FGO i.V.m. &sect;&nbsp;381 ZPO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Streitfall hatte das FG den Beschwerdef&uuml;hrer ordnungsgem&auml;&szlig; als Zeugen geladen (&sect;&nbsp;82 FGO i.V.m. &sect;&nbsp;377 Abs.&nbsp;2 ZPO). Die von ihm vorgetragenen Gr&uuml;nde f&uuml;r sein Fernbleiben rechtfertigen nicht die vollst&auml;ndige Aufhebung des angefochtenen Beschlusses. Die Vers&auml;umung eines Termins durch einen ordnungsgem&auml;&szlig; geladenen Zeugen ist nach st&auml;ndiger Rechtsprechung nur bei Vorliegen schwerwiegender Gr&uuml;nde gen&uuml;gend entschuldigt (vgl. BFH-Beschluss in BFH\/NV 2013, 1944, Rz&nbsp;8, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Derartige Gr&uuml;nde hat der Beschwerdef&uuml;hrer nicht geltend gemacht, auch nicht nachtr&auml;glich. Soweit er &#8211;nach eigenen Angaben im guten Glauben&#8211; davon ausgegangen ist, dass seine Aussage nicht mehr erforderlich sei, entschuldigt dies sein Ausbleiben nicht. Das FG hatte dem Beschwerdef&uuml;hrer &uuml;ber dessen Anwalt ausdr&uuml;cklich mitgeteilt, dass er von der Pflicht zur Zeugenaussage nicht entbunden sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Das vom FG festgesetzte Ordnungsgeld von 800&nbsp;EUR ist zu hoch.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Ma&szlig;gebend f&uuml;r die nach pflichtgem&auml;&szlig;em Ermessen zu bestimmende H&ouml;he des Ordnungsgelds, das 5&nbsp;EUR bis 1.000&nbsp;EUR betragen darf (Art.&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 des Einf&uuml;hrungsgesetzes zum Strafgesetzbuch), sind insbesondere die Bedeutung der Rechtssache sowie der Zeugenaussage f&uuml;r die Entscheidung, ferner die Schwere der Pflichtverletzung und die wirtschaftlichen Verh&auml;ltnisse des Zeugen (vgl. BFH-Beschluss in BFH\/NV 2013, 1944, Rz&nbsp;10, m.w.N.). Ferner ist bei der Festsetzung der H&ouml;he des Ordnungsgelds zu ber&uuml;cksichtigen, ob sich der Rechtsstreit durch das Nichterscheinen des Zeugen verz&ouml;gert hat. &sect;&nbsp;380 ZPO dient auch der Verhinderung pflichtwidriger Verfahrensverz&ouml;gerungen; der Rechtsstreit soll im Interesse des effektiven Rechtsschutzes nach M&ouml;glichkeit in einem Haupttermin erledigt werden (vgl. Beschluss des Oberlandesgerichts Oldenburg vom 30.&nbsp;August 2016&nbsp;&nbsp;8&nbsp;W&nbsp;62\/16, Monatsschrift f&uuml;r Deutsches Recht 2017, 171).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Das FG hat die Festsetzung des Ordnungsgelds am oberen Rand des gesetzlichen Rahmens damit begr&uuml;ndet, dass die Aussage des Beschwerdef&uuml;hrers f&uuml;r den Ausgang des Verfahrens eine erhebliche Bedeutung habe. Der Beschwerdef&uuml;hrer habe zudem keine konkreten Gr&uuml;nde benannt, weshalb er an der m&uuml;ndlichen Verhandlung nicht habe teilnehmen k&ouml;nnen. Auch im Nachgang zur m&uuml;ndlichen Verhandlung habe er sein Nichterscheinen nicht ordnungsgem&auml;&szlig; entschuldigt. Er habe seine Pflichten als Zeuge bewusst verletzt. Die wirtschaftlichen Verh&auml;ltnisse des Beschwerdef&uuml;hrers lie&szlig;en eine Festsetzung eines Ordnungsgelds in H&ouml;he von 800&nbsp;EUR zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Diese Ermessenserw&auml;gungen allein tragen die Festsetzung des Ordnungsgelds in H&ouml;he von 800&nbsp;EUR nicht. Das FG hat das Verschulden des Beschwerdef&uuml;hrers zwar hinreichend gew&uuml;rdigt und auch ber&uuml;cksichtigt, dass sich das Verfahren durch das Nichterscheinen des Beschwerdef&uuml;hrers verz&ouml;gert hat. Nicht ber&uuml;cksichtigt hat es allerdings, dass zu dem neuen Beweistermin ein weiterer &#8211;im urspr&uuml;nglichen Beweisbeschluss vom 15.&nbsp;Mai 2018 nicht vorgesehener Zeuge&#8211; geladen wurde, auch wenn dieser sp&auml;ter aus anderen Gr&uuml;nden wieder abgeladen wurde. Insoweit war nach Auffassung des FG zun&auml;chst ohnehin ein weiterer Termin zur Beweisaufnahme erforderlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Andererseits ist das Verschulden des Beschwerdef&uuml;hrers nicht so gering einzusch&auml;tzen, dass von einem Ordnungsgeld insgesamt abzusehen w&auml;re (vgl. BFH-Beschluss in BFH\/NV 2013, 1944, Rz&nbsp;11, m.w.N.). Der Senat h&auml;lt deshalb unter Ber&uuml;cksichtigung der gesamten Umst&auml;nde ein Ordnungsgeld in H&ouml;he von 600&nbsp;EUR f&uuml;r angemessen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;136 Abs.&nbsp;1 FGO. Soweit die (au&szlig;ergerichtlichen) Kosten nicht vom Beschwerdef&uuml;hrer zu tragen sind, fallen sie der Staatskasse zur Last (vgl. BFH-Beschl&uuml;sse vom 10.&nbsp;Januar 1986 IX&nbsp;B&nbsp;5\/85, BFHE 145, 314, BStBl II 1986, 270, und in BFH\/NV 2013, 1944, Rz&nbsp;14). Zwar vertritt der Bundesgerichtshof (BGH) f&uuml;r die Zivilgerichtsbarkeit die Auffassung, dass eine Kostenentscheidung nicht veranlasst sei, weil die Auslagen des Zeugen zu Lasten der nach dem Schlussurteil kostenpflichtigen Partei gingen (vgl. z.B. BGH-Beschluss vom 22.&nbsp;Juni 2011 I&nbsp;ZB&nbsp;77\/10, Rz&nbsp;23, m.w.N. auch zu anderen Auffassungen in der Literatur und Rechtsprechung). Diese Auffassung ist jedoch auf das finanzgerichtliche Verfahren, in dem das FG den Sachverhalt von Amts wegen erforscht (&sect;&nbsp;76 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO), nicht zu &uuml;bertragen. Mit diesem Verfahren, in dem Zeugen &#8211;von Auslandssachverhalten abgesehen&#8211; nicht von einer beweisbelasteten Partei gestellt werden m&uuml;ssen, ist es nicht vereinbar, dem im Hauptsacheverfahren unterlegenen Beteiligten die au&szlig;ergerichtlichen Kosten des Zeugen im Beschwerdeverfahren gegen die Ordnungsgeldfestsetzung des FG im Ergebnis aufzuerlegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 1.4.2019, II B 64\/18ECLI:DE:BFH:2019:B.010419.IIB64.18.0 Beschwerde gegen die Festsetzung eines Ordnungsgelds Leits&auml;tze NV: Bei der Bemessung des Ordnungsgelds gegen einen zum Termin zur m&uuml;ndlichen Verhandlung und Beweisaufnahme nicht erschienenen Zeugen ist auch zu ber&uuml;cksichtigen, ob das Nichterscheinen des Zeugen zu einer Verz&ouml;gerung des Rechtsstreits gef&uuml;hrt hat. 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