{"id":70850,"date":"2019-06-30T12:51:40","date_gmt":"2019-06-30T10:51:40","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=70850"},"modified":"2019-06-30T12:51:40","modified_gmt":"2019-06-30T10:51:40","slug":"i-r-71-16-steuerfreistellung-nach-par-8b-abs-2-kstg-bei-gewinn-und-umsatzabhaengigen-kaufpreisforderungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-71-16-steuerfreistellung-nach-par-8b-abs-2-kstg-bei-gewinn-und-umsatzabhaengigen-kaufpreisforderungen\/","title":{"rendered":"I&nbsp;R&nbsp;71\/16 &#8211; Steuerfreistellung nach &sect; 8b Abs. 2 KStG bei gewinn- und umsatzabh&auml;ngigen Kaufpreisforderungen"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 19.12.2018, I R 71\/16<br \/>ECLI:DE:BFH:2018:U.191218.IR71.16.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Steuerfreistellung nach &sect; 8b Abs. 2 KStG bei gewinn- und umsatzabh&auml;ngigen Kaufpreisforderungen<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Die Rechtsprechung, nach der gewinn- oder umsatzabh&auml;ngige Kaufpreisforderungen erst im Zeitpunkt ihrer Realisation zu einem Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn f&uuml;hren, gilt auch f&uuml;r Ver&auml;u&szlig;erungsgewinne nach &sect; 8b Abs. 2 KStG.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision des Beklagten gegen das Urteil des Finanzgerichts Hamburg vom 19. September 2016&nbsp;&nbsp;6 K 67\/15 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat der Beklagte zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin), eine GmbH, wurde im Jahr 1998 gegr&uuml;ndet. Anteilseigner der Kl&auml;gerin sind neben einem weiteren Gesellschafter die C-GmbH (C) sowie die D-GmbH (D). In ihrer Bilanz zum 31.&nbsp;Dezember 1998 aktivierte die Kl&auml;gerin eine Beteiligung an der A-GmbH. Mit Kaufvertrag vom &#8230; 1999 ver&auml;u&szlig;erte die Kl&auml;gerin 75&nbsp;v.H. der Anteile an der A-GmbH (insgesamt hielt sie 75,2&nbsp;v.H. des Stammkapitals) an die B-GmbH. Die B-GmbH erhielt au&szlig;erdem die alleinigen Nutzungsrechte an den durch die A-GmbH entwickelten &#8230; .<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kaufpreis setzt sich aus einem sofort zahlbaren fixen Betrag in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;DM und einem &quot;variablen Kaufpreis&quot; zusammen. Letzterer bemisst sich nach der Summe der unter Punkt&nbsp;2 Nr.&nbsp;4 des Kaufvertrages detailliert aufgef&uuml;hrten Einzelpreise f&uuml;r jedes dort benannte System. Hiervon war ein Betrag von &#8230;&nbsp;DM als Vorauszahlung sofort zahlbar. Der variable Kaufpreis richtete sich nach den tats&auml;chlich verkauften &#8230; bis zum Jahr 2025 und wurde monatlich von der B-GmbH abgerechnet und gezahlt; zudem wurde er durch eine Garantie &uuml;ber &#8230;&nbsp;DM abgesichert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hinsichtlich der restlichen Anteile an der A-GmbH in H&ouml;he von 25&nbsp;v.H. wurde eine Erwerbs- bzw. Verkaufsoption zu einem festen Kaufpreis vereinbart, die fr&uuml;hestens zwei Jahre nach Wirksamwerden der ersten Anteilsver&auml;u&szlig;erung ausge&uuml;bt werden konnte. Nach Aus&uuml;bung der Option sollte zudem der variable Kaufpreis nach Abzug der der Kl&auml;gerin garantierten Mindestsumme (&#8230;&nbsp;DM) zwischen den Altgesellschaftern aufgeteilt werden. Die Verkaufsoption wurde am 19.&nbsp;September 2002 ausge&uuml;bt. Die B-GmbH hielt danach alle Anteile an der A-GmbH.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die monatlichen variablen Kaufpreisraten der Anteilsver&auml;u&szlig;erung aus dem Jahr 1999 wurden zun&auml;chst als Forderungseingang gegen die &#8230;&nbsp;DM zzgl. Zinsen verbucht und anschlie&szlig;end mit der Vorauszahlung in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;DM verrechnet. Nach &Uuml;berzahlung des garantierten variablen Kaufpreises (M&auml;rz 2003) wurden die Zahlungen der B-GmbH bei der Kl&auml;gerin als Erl&ouml;s erfasst.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin weist in ihrem Jahresabschluss f&uuml;r das Streitjahr (2009) einen Jahresfehlbetrag aus. In ihrer Gewinn- und Verlustrechnung sind dabei &quot;Ertr&auml;ge variabler Kaufpreisanteil&quot; A-GmbH in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR enthalten, die nach der K&ouml;rperschaftsteuererkl&auml;rung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;8b des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes in der f&uuml;r das Streitjahr geltenden Fassung (KStG) au&szlig;er Ansatz bleiben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) setzte die K&ouml;rperschaftsteuer und den Gewerbesteuermessbetrag 2009 auf jeweils 0&nbsp;EUR fest. Allerdings ging er dabei davon aus, dass der von der Kl&auml;gerin als steuerbefreit erkl&auml;rte inl&auml;ndische Gewinn in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR als steuerpflichtig zu ber&uuml;cksichtigen sei, da es sich um Zahlungen aus dem Anteilsverkauf des Jahres 1999 handele, auf die &sect;&nbsp;8b KStG keine Anwendung finde. Die streitgegenst&auml;ndlichen Bescheide wurden mehrfach ge&auml;ndert, die &Auml;nderungen betrafen jedoch nicht den als steuerpflichtig eingeordneten Gewinn in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) Hamburg hat der nach erfolglosem Einspruch erhobenen Klage mit Urteil vom 19.&nbsp;September 2016&nbsp;&nbsp;6&nbsp;K&nbsp;67\/15 stattgegeben (Entscheidungen der Finanzgerichte &#8211;EFG&#8211; 2016, 1987).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit seiner Revision beantragt das FA, das Urteil des FG aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision des FA ist unbegr&uuml;ndet und daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG hat zutreffend angenommen, dass die streitgegenst&auml;ndlichen Zahlungen der B-GmbH nach &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;2 KStG bei der Ermittlung des Einkommens und infolgedessen auch des Gewerbeertrags (&sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;4 Halbsatz&nbsp;2 des Gewerbesteuergesetzes in der f&uuml;r das Streitjahr geltenden Fassung &#8211;GewStG&#8211;) der Kl&auml;gerin au&szlig;er Ansatz bleiben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Das Urteil der Vorinstanz leidet nicht an einem Verfahrensfehler. Zwar stellt eine unterbliebene notwendige Beiladung einen vom Revisionsgericht von Amts wegen zu pr&uuml;fenden Versto&szlig; gegen die Grundordnung des Verfahrens dar (z.B. Senatsurteil vom 27.&nbsp;September 2017 I&nbsp;R&nbsp;62\/15, BFH\/NV 2018, 620, m.w.N.). Im Streitfall hat es das FG aber nicht verfahrensfehlerhaft unterlassen, die C sowie die D nach &sect;&nbsp;60 Abs.&nbsp;3 FGO (notwendig) als Anteilseigner der Kl&auml;gerin beizuladen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;60 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 FGO sind Dritte zum finanzgerichtlichen Verfahren notwendig beizuladen, wenn diese an dem streitigen Rechtsverh&auml;ltnis derart beteiligt sind, dass die gerichtliche Entscheidung auch ihnen gegen&uuml;ber nur einheitlich ergehen kann. Das ist der Fall, wenn die Entscheidung nach Ma&szlig;gabe des materiellen Steuerrechts notwendigerweise und unmittelbar Rechte oder Rechtsbeziehungen des Dritten gestaltet, best&auml;tigt, ver&auml;ndert oder zum Erl&ouml;schen bringt (z.B. Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 19.&nbsp;April 1988 VII&nbsp;R&nbsp;56\/87, BFHE 153, 472, BStBl II 1988, 789). Die notwendige Beiladung soll sicherstellen, dass eine Sachentscheidung, die die Rechte eines Dritten in der vorbezeichneten Weise betrifft und aus diesem Grunde auch ihm gegen&uuml;ber nur einheitlich ergehen kann, nicht ohne Beteiligung dieses Dritten erlassen wird (z.B. BFH-Beschluss vom 12.&nbsp;Januar 2001 VI&nbsp;R&nbsp;49\/98, BFHE 194, 6, BStBl II 2001, 246).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Voraussetzungen einer notwendigen Beiladung i.S. von &sect;&nbsp;60 Abs.&nbsp;3 FGO liegen danach nicht vor. Gegenstand des anh&auml;ngigen Verfahrens ist ausschlie&szlig;lich die K&ouml;rperschaftsteuer der Kl&auml;gerin. Die im Schriftsatz der C aufgeworfenen Fragestellungen, ob Gegenstand des Kaufvertrages aus dem Jahr 1999 ein Anteilskauf, oder &#8211;zumindest partiell&#8211; ein verdeckter Rechtekauf war, und die daraus resultierende rechtliche Beurteilung wirkt nicht notwendig und unmittelbar auf die steuerrechtlichen Verh&auml;ltnisse der C ein. Die Entscheidung hier&uuml;ber ist im K&ouml;rperschaftsteuerbescheid der C zu treffen. Der vorliegend zu entscheidende Rechtsstreit kann daher nicht unmittelbar gestaltend in die Rechte der Antragsteller eingreifen; vielmehr bedarf es gegen&uuml;ber den Antragstellern eines weiteren Steuerbescheides (vgl. BFH-Beschluss vom 16.&nbsp;M&auml;rz 1999 VIII&nbsp;B&nbsp;90\/98, BFH\/NV 1999, 1232). Soweit die D ein rechtliches Interesse als Gesellschafterin der Kl&auml;gerin geltend macht, weist der Senat darauf hin, dass im Revisionsverfahren nur die notwendige Beiladung zul&auml;ssig ist (&sect;&nbsp;123 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 und 2 FGO). Die Beiladung der C und der D war daher abzulehnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Vorinstanz ist zu Recht von der Zul&auml;ssigkeit der Klage ausgegangen, obgleich diese sich gegen Bescheide richtet, durch die die K&ouml;rperschaftsteuer und der Gewerbesteuermessbetrag f&uuml;r das Streitjahr auf jeweils Null&nbsp;EUR festgesetzt worden sind (sog. Nullbescheide).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Bei sog. Nullbescheiden fehlt es zwar regelm&auml;&szlig;ig an der Beschwer (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. Senatsurteile vom 8.&nbsp;November 1989 I&nbsp;R&nbsp;174\/86, BFHE 158, 540, BStBl II 1990, 91; vom 7.&nbsp;Dezember 2016 I&nbsp;R&nbsp;76\/14, BFHE 256, 314, BStBl II 2017, 704; vom 31.&nbsp;Januar 2018 I&nbsp;R&nbsp;25\/16, BFH\/NV 2018, 838, m.w.N.). Ausnahmsweise kann die Klage gegen einen Nullbescheid aber zul&auml;ssig sein, wenn der Bescheid sich f&uuml;r den Kl&auml;ger deshalb nachteilig auswirkt, weil in ihm angesetzte Besteuerungsgrundlagen im Rahmen anderer Verfahren verbindliche Entscheidungsvorgaben liefern (Senatsurteile vom 8.&nbsp;Juni 2011 I&nbsp;R&nbsp;79\/10, BFHE 234, 101, BStBl II 2012, 421; vom 21.&nbsp;September 2011 I&nbsp;R&nbsp;7\/11, BFHE 235, 273, BStBl II 2014, 616; in BFHE 256, 314, BStBl II 2017, 704, jeweils m.w.N.). Dies ist vorliegend der Fall.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Das Vorliegen einer Beschwer hat der Senat unter Geltung des &sect;&nbsp;10d Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;4 und 5 des Einkommensteuergesetzes (EStG) i.d.F. des Jahressteuergesetzes 2010 (JStG 2010) vom 8.&nbsp;Dezember 2010 (BGBl I 2010, 1768, BStBl I 2010, 1394) mit Urteilen in BFHE 256, 314, BStBl II 2017, 704 sowie in BFH\/NV 2018, 838, bezogen auf einen auf Null&nbsp;EUR lautenden K&ouml;rperschaftsteuerbescheid ebenso bejaht, wie unter Geltung des &sect;&nbsp;35b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 Halbsatz&nbsp;1 GewStG i.d.F. des JStG 2010 mit Urteil vom 6.&nbsp;Dezember 2016 I&nbsp;R&nbsp;79\/15 (BFHE 256, 199), bezogen auf einen auf Null&nbsp;EUR lautenden Gewerbesteuermessbescheid. Der Senat verweist hinsichtlich der vorgenannten gesetzlichen Neukonzeption und der damit bewirkten inhaltlichen Bindung an den Einkommen-\/K&ouml;rperschaftsteuerbescheid bzw. Gewerbesteuermessbescheid auf die genannten Senatsentscheidungen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Das FG hat die Rechtsgrunds&auml;tze dieser Entscheidungen zutreffend auf den Streitfall &uuml;bertragen. Es ist dabei davon ausgegangen, dass &sect;&nbsp;10d Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;4 und 5 EStG i.d.F. des JStG 2010 bzw. &sect;&nbsp;35b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 Halbsatz&nbsp;1 GewStG i.d.F. des JStG 2010 im Streitfall anzuwenden sind, da die Erkl&auml;rung zur Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags zur K&ouml;rperschaftsteuer bzw. die Erkl&auml;rung zur Feststellung des vortragsf&auml;higen Gewerbeverlustes jeweils am 7.&nbsp;Februar 2011 und damit jedenfalls nach dem in &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;25 Satz&nbsp;5 EStG i.d.F. des JStG 2010 bzw. &sect;&nbsp;36 Abs.&nbsp;10 Satz&nbsp;1 GewStG i.d.F. des JStG 2010 geforderten Zeitpunkt (13.&nbsp;Dezember 2010) abgegeben worden sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Das FG hat weiter zutreffend erkannt, dass die Zahlungen in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR zu Unrecht nicht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;2 KStG freigestellt worden sind. Dementsprechend ist das Einkommen der Kl&auml;gerin unter Ber&uuml;cksichtigung des pauschalen Betriebsausgabenabzugsverbots von 5&nbsp;v.H. (&sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 KStG) au&szlig;erbilanziell um einen Betrag in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR zu k&uuml;rzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 KStG bleiben bei der Ermittlung des Einkommens u.a. einer unbeschr&auml;nkt steuerpflichtigen Kapitalgesellschaft (vgl. &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 KStG) &#8211;und damit auch der Kl&auml;gerin&#8211; Gewinne aus der Ver&auml;u&szlig;erung eines Anteils an einer K&ouml;rperschaft oder Personenvereinigung, deren Leistungen beim Empf&auml;nger zu Einnahmen i.S. des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1, 2, 9 und 10 Buchst.&nbsp;a EStG geh&ouml;ren, au&szlig;er Ansatz. Die Voraussetzungen dieser Vorschrift sind im Streitfall erf&uuml;llt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die Vorinstanz ist zu Recht davon ausgegangen, dass eine Ver&auml;u&szlig;erung i.S. des &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 KStG vorliegt. Diese erfordert eine entgeltliche &Uuml;bertragung des zivilrechtlichen oder (zumindest) wirtschaftlichen Eigentums an Wirtschaftsg&uuml;tern auf ein anderes (Steuer-)Rechtssubjekt. Nach den Feststellungen der Vorinstanz hat die Kl&auml;gerin mit Kaufvertrag vom &#8230; 1999&nbsp;&nbsp;75&nbsp;v.H. der Anteile an der A-GmbH an die B-GmbH ver&auml;u&szlig;ert und damit die Inhaberschaft an den Anteilen &uuml;bertragen. Die Modalit&auml;ten der Zahlungsvereinbarung im Streitfall (u.a. Bemessung eines variablen Kaufpreises nach den tats&auml;chlich verkauften &#8230; bis zum Jahr 2025) und die daraus folgende zeitlich gestreckte Entrichtung des vereinbarten Kaufpreises haben dabei auf die Anteils&uuml;bertragung zum Zeitpunkt des Kaufvertrages im Jahr 1999 keinen Einfluss. Nach der Rechtsprechung des Gro&szlig;en Senats des BFH entsteht ein Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn im Zeitpunkt des &Uuml;bergangs der wirtschaftlichen Inhaberstellung unabh&auml;ngig davon, ob der vereinbarte Kaufpreis sofort f&auml;llig, in Raten zahlbar oder langfristig gestundet ist und wann der Verkaufserl&ouml;s dem Ver&auml;u&szlig;erer tats&auml;chlich zuflie&szlig;t (Beschluss vom 19.&nbsp;Juli 1993 GrS&nbsp;2\/92, BFHE 172, 66, BStBl II 1993, 897, unter&nbsp;C.II.2.b). Der Beschluss ist zwar zu &sect;&nbsp;16 EStG ergangen; die genannten Grunds&auml;tze beanspruchen aber allgemeine Geltung (vgl. BFH-Urteil vom 17.&nbsp;Juli 2013 X&nbsp;R&nbsp;40\/10, BFHE 242, 58, BStBl II 2013, 883) und sind auch f&uuml;r &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;2 KStG zu beachten (vgl. hierzu bereits Senatsurteil vom 22.&nbsp;Dezember 2010 I&nbsp;R&nbsp;58\/10, BFHE 232, 185, BStBl II 2015, 668). Folge hiervon ist, dass die im Streitjahr erhaltenen variablen Kaufpreiszahlungen Teil des Ver&auml;u&szlig;erungserl&ouml;ses und damit zugleich Teil des Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns sind (vgl. zu &sect;&nbsp;16 EStG BFH-Urteil vom 28.&nbsp;September 1967 IV&nbsp;288\/62, BFHE 90, 324, BStBl II 1968, 76, unter&nbsp;4.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Der hiergegen seitens des FA erhobene Einwand, der variable Kaufpreis geh&ouml;re nicht zum Ver&auml;u&szlig;erungserl&ouml;s, greift nicht durch.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aaa) Das FA leitet seine Auffassung aus der Feststellung im Tatbestand des vorinstanzlichen Urteils, die B-GmbH habe &quot;au&szlig;erdem&quot; die alleinigen Nutzungsrechte an den &#8230; erhalten, ab, dass zwei Ver&auml;u&szlig;erungsvorg&auml;nge stattgefunden h&auml;tten. Demgem&auml;&szlig; seien die vertraglich vereinbarten Zahlungen in der Weise aufzuteilen, dass f&uuml;r den Erwerb der Gesellschaftsanteile an der A-GmbH der &quot;fixe Kaufpreis&quot; und f&uuml;r die &Uuml;bertragung der alleinigen Nutzungsrechte an den &#8230; der &quot;variable Kaufpreis&quot; gezahlt worden sei. Die streitgegenst&auml;ndlichen Zahlungen seien somit nicht f&uuml;r eine Anteilsver&auml;u&szlig;erung i.S. des &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;2 KStG geleistet worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bbb) Ein solcher Vertragsinhalt l&auml;sst sich aus den Feststellungen der Vorinstanz jedoch nicht entnehmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Nach den Feststellungen des FG ist im Ausgangspunkt zwar Gegenstand der vertraglichen Vereinbarungen der Verkauf der Gesellschaftsanteile an der A-GmbH. Weiter hat das FG festgestellt, dass sich der Kaufpreis aus einem fixen und einem variablen Teil zusammensetzt. Hieraus hat die Vorinstanz den Schluss gezogen, dass die Gesellschaftsanteile alleiniger Gegenstand des Kaufvertrages sind und der vereinbarte Kaufpreis als Entgelt hierf&uuml;r zu entrichten ist. Den tatrichterlichen Feststellungen ist zwar weiter auch zu entnehmen, dass die B-GmbH au&szlig;erdem die Nutzungsrechte an den durch die A-GmbH entwickelten &#8230; erhalten hat. Den Schluss des FA, dass deshalb der variable Kaufpreis auf die &Uuml;bertragung der Nutzungsrechte entfallen m&uuml;sse, hat die Vorinstanz jedoch nicht gezogen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Diese vom FG gefundene Auslegung h&auml;lt einer revisionsrichterlichen &Uuml;berpr&uuml;fung stand. Die Auslegung einzelner Abreden und die sich daraus ergebende Gesamtw&uuml;rdigung der jeweils zu beurteilenden Vereinbarungen obliegt grunds&auml;tzlich dem Tatrichter. Dessen Einsch&auml;tzung kann das Revisionsgericht nur daraufhin &uuml;berpr&uuml;fen, ob sie in verfahrensfehlerhafter Weise zustande gekommen ist oder ob sie gegen Denkgesetze oder gegen allgemeine Erfahrungss&auml;tze verst&ouml;&szlig;t; ist dies nicht der Fall, so ist die tatrichterliche W&uuml;rdigung auch dann revisionsrechtlich bindend (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO), wenn ein abweichendes Verst&auml;ndnis gleicherma&szlig;en m&ouml;glich oder sogar nahe liegend ist (vgl. z.B. Senatsurteil vom 31.&nbsp;Mai 2017 I&nbsp;R&nbsp;91\/15, BFH\/NV 2018, 16, m.w.N.). Das FG konnte im Streitfall aus den von ihm festgestellten Vereinbarungen sowie deren tats&auml;chlichen Durchf&uuml;hrung den Schluss ziehen, dass sich die festen oder variablen Teile des Kaufpreises nicht auf einen Erwerb von Nutzungsrechten durch die B-GmbH beziehen. Angesichts des im Kaufvertrag klar benannten Gegenstands des Vertrages (Verkauf von Anteilen an der A-GmbH) war die Schlussfolgerung der Vorinstanz, dass sich der vereinbarte Kaufpreis allein auf diesen Vertragsgegenstand bezieht, jedenfalls m&ouml;glich. Sie verst&ouml;&szlig;t weder gegen Denkgesetze noch gegen Erfahrungss&auml;tze. Die W&uuml;rdigung der Vorinstanz liegt im &Uuml;brigen insofern nahe, als der Kaufvertrag keine Regelung zur &Uuml;bertragung von Nutzungsrechten enth&auml;lt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn i.S. von &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 KStG ist nach Satz&nbsp;2 der Vorschrift der Betrag, um den der Ver&auml;u&szlig;erungspreis oder der an dessen Stelle tretende Wert nach Abzug der Ver&auml;u&szlig;erungskosten den Wert &uuml;bersteigt, der sich nach den Vorschriften &uuml;ber die steuerliche Gewinnermittlung im Zeitpunkt der Ver&auml;u&szlig;erung ergibt (Buchwert). Nach allgemeiner Meinung ist als Ver&auml;u&szlig;erungspreis dabei die Gegenleistung anzusehen, die der Ver&auml;u&szlig;erer vom Erwerber f&uuml;r die Anteils&uuml;bertragung erh&auml;lt. Das ist regelm&auml;&szlig;ig der vereinbarte Kaufpreis mit seinem Nennwert; dieser Betrag ist dann gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;2 KStG steuerlich au&szlig;er Ansatz zu lassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn entsteht zwar grunds&auml;tzlich im Ver&auml;u&szlig;erungszeitpunkt, und zwar unabh&auml;ngig davon, ob der vereinbarte Kaufpreis sofort f&auml;llig, in Raten zahlbar oder langfristig gestundet ist und wann der Verkaufserl&ouml;s dem Ver&auml;u&szlig;erer tats&auml;chlich zuflie&szlig;t (vgl. Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH in BFHE 172, 66, BStBl II 1993, 897, m.w.N.). Der Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn ist damit regelm&auml;&szlig;ig stichtagsbezogen auf den Ver&auml;u&szlig;erungszeitpunkt zu ermitteln (vgl. z.B. BFH-Urteil vom 21.&nbsp;September 1982 VIII&nbsp;R&nbsp;140\/79, BFHE 137, 407, BStBl II 1983, 289). F&uuml;r F&auml;lle der gewinn- oder umsatzabh&auml;ngigen Kaufpreisforderungen ist hingegen nach st&auml;ndiger Rechtsprechung auf die Realisation des Ver&auml;u&szlig;erungsentgelts abzustellen, da der Ver&auml;u&szlig;erer die Gewinne erst im Zuflusszeitpunkt erzielt (vgl. BFH-Urteil vom 27.&nbsp;Oktober 2015 VIII&nbsp;R&nbsp;47\/12, BFHE 252, 80, BStBl II 2016, 600 mit Hinweis auf BFH-Urteile vom 14.&nbsp;Mai 2002 VIII&nbsp;R&nbsp;8\/01, BFHE 199, 198, BStBl II 2002, 532, und vom 17.&nbsp;Juli 2013 X&nbsp;R&nbsp;40\/10, BFHE 242, 58, BStBl II 2013, 883). Auch diese zu den Ver&auml;u&szlig;erungsgewinnen nach &sect;&sect;&nbsp;16, 17 EStG ergangene Rechtsprechung ist f&uuml;r Ver&auml;u&szlig;erungsgewinne nach &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 und 2 KStG zu beachten. Hierzu hat der Senat bereits in seinem Urteil in BFHE 232, 185, BStBl II 2015, 668 ausgef&uuml;hrt, dass die Regelung des &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;2 KStG an einen einmaligen Vorgang ankn&uuml;pfe und das Gesetz typisierend von der Vorstellung ausgehe, bei dem Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn handele es sich um thesaurierte (komprimierte) Gewinne. Die gesetzliche Zielvorstellung, durch die Steuerfreistellung die vorangegangene (k&ouml;rperschaft-)steuerliche Vorbelastung beim Anteilseigner zu neutralisieren, gelinge nur, wenn man den Ver&auml;u&szlig;erungsvorgang &#8211;&auml;hnlich wie bei &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;2 und &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;2 EStG&#8211; als isolierten, einmaligen Vorgang begreife und diesen Vorgang von der laufenden Besteuerung des Anteilseigners abgrenze. Entsprechendes muss dann aber auch f&uuml;r die Beurteilung gewinn- oder umsatzabh&auml;ngiger Kaufpreisforderungen gelten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Folge des Vorstehenden ist, dass die streitgegenst&auml;ndlichen Zahlungen zwar Teil des Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns, aber im Zeitpunkt ihres Zuflusses gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;2 KStG steuerlich au&szlig;er Ansatz zu lassen sind. Dem steht nicht entgegen, dass gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;34 Abs.&nbsp;7 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 KStG (urspr&uuml;nglich &sect;&nbsp;34 Abs.&nbsp;6d KStG i.d.F. des Gesetzes zur Senkung der Steuers&auml;tze und zur Reform der Unternehmensbesteuerung &#8211;Steuersenkungsgesetz&#8211; vom 23.&nbsp;Oktober 2000, BGBl I 2000, 1433, BStBl I 2000, 1428) die Vorschrift des &sect;&nbsp;8b KStG bezogen auf den Streitfall erstmals f&uuml;r Gewinne und Gewinnminderungen der Kl&auml;gerin ab dem 1.&nbsp;Januar 2002 anzuwenden ist. Der Kaufvertrag wurde zwar vor diesem Zeitpunkt geschlossen, die streitigen Zahlungen sind aber erst im Streitjahr zugeflossen und der Gewinn der Kl&auml;gerin damit erst zu diesem Zeitpunkt entstanden. Hierauf stellt auch &sect;&nbsp;34 Abs.&nbsp;7 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 KStG ab. Der &Uuml;bergangsregelung ist weder nach ihrem Wortlaut noch den einschl&auml;gigen Gesetzesmaterialien ein Anhalt daf&uuml;r zu entnehmen, dass der Abschluss des dinglichen Rechtsgesch&auml;fts &#8211;und damit das Jahr 1999&#8211; als ma&szlig;geblich anzusehen w&auml;re. Vielmehr zeigen die Anwendungsvorschriften f&uuml;r &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;40 EStG und &sect;&nbsp;8b KStG auf, dass die Einf&uuml;hrung der Ver&auml;u&szlig;erungsgewinnbefreiung hinsichtlich inl&auml;ndischer Beteiligungen ab dem Zeitpunkt gelten soll, ab dem f&uuml;r die Aussch&uuml;ttungen nicht mehr das Anrechnungsverfahren, sondern ebenfalls die Steuerfreiheit gelten soll (vgl. zu dieser Argumentation FG M&uuml;nchen, Urteil vom 25.&nbsp;April 2016&nbsp;&nbsp;7&nbsp;K&nbsp;1364\/14, EFG 2016, 1360).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 19.12.2018, I R 71\/16ECLI:DE:BFH:2018:U.191218.IR71.16.0 Steuerfreistellung nach &sect; 8b Abs. 2 KStG bei gewinn- und umsatzabh&auml;ngigen Kaufpreisforderungen Leits&auml;tze Die Rechtsprechung, nach der gewinn- oder umsatzabh&auml;ngige Kaufpreisforderungen erst im Zeitpunkt ihrer Realisation zu einem Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn f&uuml;hren, gilt auch f&uuml;r Ver&auml;u&szlig;erungsgewinne nach &sect; 8b Abs. 2 KStG. Tenor Die Revision des Beklagten gegen das Urteil &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-71-16-steuerfreistellung-nach-par-8b-abs-2-kstg-bei-gewinn-und-umsatzabhaengigen-kaufpreisforderungen\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">I&nbsp;R&nbsp;71\/16 &#8211; Steuerfreistellung nach &sect; 8b Abs. 2 KStG bei gewinn- und umsatzabh&auml;ngigen Kaufpreisforderungen<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-70850","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70850","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=70850"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70850\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=70850"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=70850"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=70850"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}