{"id":70860,"date":"2019-06-30T12:51:23","date_gmt":"2019-06-30T10:51:23","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=70860"},"modified":"2019-06-30T12:51:23","modified_gmt":"2019-06-30T10:51:23","slug":"iii-r-27-18-teilweise-inhaltsgleich-mit-bfh-urteil-vom-11122018-iii-r-26-18-mehraktige-ausbildung-im-kindergeldrecht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-r-27-18-teilweise-inhaltsgleich-mit-bfh-urteil-vom-11122018-iii-r-26-18-mehraktige-ausbildung-im-kindergeldrecht\/","title":{"rendered":"III&nbsp;R&nbsp;27\/18 &#8211; Teilweise inhaltsgleich mit BFH-Urteil vom 11.12.2018 III R 26\/18 &#8211; Mehraktige Ausbildung im Kindergeldrecht"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 20.2.2019, III R 27\/18<br \/>ECLI:DE:BFH:2019:U.200219.IIIR27.18.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Teilweise inhaltsgleich mit BFH-Urteil vom 11.12.2018 III R 26\/18 &#8211; Mehraktige Ausbildung im Kindergeldrecht<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>NV: Eine einheitliche Erstausbildung ist nicht gegeben, wenn ein Kind nach der ersten abgeschlossenen Berufsausbildung eine Erwerbst&auml;tigkeit aufnimmt, die im Vergleich zu einer gleichzeitigen weiteren Ausbildung als &quot;Hauptsache&quot; anzusehen ist.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision der Beklagten wird das Urteil des Nieders&auml;chsischen Finanzgerichts vom 17. April 2018&nbsp;&nbsp;13 K 178\/17 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Sache wird an das Nieders&auml;chsische Finanzgericht zur&uuml;ckverwiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Diesem wird die Entscheidung &uuml;ber die Kosten des Revisionsverfahrens &uuml;bertragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger und Revisionsbeklagte (Kl&auml;ger) ist Vater eines im Juli 1993 geborenen Sohnes (S), der im Juli 2012 das Abitur bestanden und im Januar 2016 eine Ausbildung zum Bankkaufmann erfolgreich abgeschlossen hat und seitdem bei einer Bank mit einer w&ouml;chentlichen Arbeitszeit von 31,5&nbsp;Stunden als Junior-Firmenkundenberater besch&auml;ftigt ist. Sein Nettoverdienst betr&auml;gt monatlich etwa 1.400&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (Familienkasse) hob die Festsetzung von Kindergeld ab Februar 2016 durch einen bestandskr&auml;ftig gewordenen Bescheid vom 1.&nbsp;Februar 2016 wegen Beendigung der Berufsausbildung auf.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bereits im September 2015 hatte S von seinem Arbeitgeber die Auskunft erhalten, dass er ein berufsbegleitendes Studium betreiben k&ouml;nne und dabei unterst&uuml;tzt werde. Im M&auml;rz 2016 schloss S mit der Bank einen Fortbildungsvertrag; vereinbart wurde die H&ouml;he einer m&ouml;glichen Kosten&uuml;bernahme, die Freistellung von der H&auml;lfte der in die Arbeitszeit fallenden Pr&auml;senztage beim Studium, sowie das Recht auf Reduzierung der w&ouml;chentlichen Arbeitszeit um bis zu 20&nbsp;%.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 1.&nbsp;Mai 2016 begann S ein Studium zum Bachelor of Arts &#8211; Business Administration &#8211; Finance &#038; Management an der X-Hochschule in Y, f&uuml;r das er sich am 11.&nbsp;M&auml;rz 2016 beworben hatte und von dem die Familienkasse erst durch den Kindergeldantrag vom 1.&nbsp;Juni 2017 erfuhr. Dieser Antrag wurde mit Bescheid vom 20.&nbsp;Juni 2017 ab dem Monat Februar 2017 abgelehnt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Zulassung zum Studium konnte u.a. durch die Hochschulzugangsberechtigung und eine mindestens zweij&auml;hrige Berufserfahrung in der Praxis oder in einer Ausbildung erreicht werden. Das Studium dauert in der Regel drei Jahre und beinhaltet 48&nbsp;Pr&auml;senztage. F&uuml;r Studierende ohne zweij&auml;hrige Berufserfahrung verl&auml;ngert sich die Regelstudienzeit auf vier Jahre.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r die Pr&auml;senzveranstaltungen wurden den Studenten vorab Skripte &uuml;bermittelt, deren Umfang zwischen 64 und 170&nbsp;Seiten betrug. Dar&uuml;ber hinaus erhielten sie Seminarbeschreibungen mit Hinweisen f&uuml;r die Vorbereitung anhand von Fachliteratur. Neben Klausuren waren Berichte zu erstellen und eine Projektstudienarbeit, eine Studienarbeit und eine Bachelorarbeit anzufertigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Einspruch gegen den Bescheid vom 20.&nbsp;Juni 2017 wurde durch Einspruchsentscheidung vom 3.&nbsp;August 2017 abgelehnt, weil S regelm&auml;&szlig;ig mehr als 20&nbsp;Stunden w&ouml;chentlich arbeite und die weitere Ausbildung nicht sp&auml;testens einen Monat nach Abschluss des vorangegangenen Ausbildungsabschnitts angezeigt worden sei; es fehle daher an einem engen zeitlichen Zusammenhang zwischen Lehre und Studium.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Klage hatte Erfolg. Das Finanzgericht (FG) entschied, der Bachelor-Studiengang stehe in einem engen zeitlichen und sachlichen Zusammenhang mit der Banklehre und geh&ouml;re daher noch zur Erstausbildung. Der geringe zeitliche Umfang der Pr&auml;senzstunden stehe der Annahme einer Berufsausbildung nicht entgegen. Das Studium sei auch mit der erforderlichen Ernsthaftigkeit betrieben worden. Dies ergebe sich ausweislich der Seminarbeschreibungen aus dem hohen Vorbereitungsbedarf und daraus, dass alle Klausuren bestanden wurden. Berufserfahrung sei f&uuml;r die Zulassung zum Studium nicht erforderlich gewesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Familienkasse r&uuml;gt die Verletzung materiellen Rechts. Sie beantragt, das FG-Urteil aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung des vorinstanzlichen Urteils und zur Zur&uuml;ckverweisung der Sache nach &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung (FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach &sect;&nbsp;62 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1, &sect;&nbsp;63 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1, Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a des Einkommensteuergesetzes (EStG) besteht Anspruch auf Kindergeld f&uuml;r ein Kind, das das 18., aber noch nicht das 25.&nbsp;Lebensjahr vollendet hat, wenn dieses f&uuml;r einen Beruf ausgebildet wird. In den F&auml;llen des &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG wird ein Kind nach &sect;&nbsp;63 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG i.V.m. &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;2 EStG nach Abschluss einer erstmaligen Berufsausbildung oder eines Erststudiums nur ber&uuml;cksichtigt, wenn es keiner Erwerbst&auml;tigkeit nachgeht. Eine Erwerbst&auml;tigkeit mit bis zu 20&nbsp;Stunden regelm&auml;&szlig;iger w&ouml;chentlicher Arbeitszeit, ein Ausbildungsdienstverh&auml;ltnis oder ein geringf&uuml;giges Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnis i.S. der &sect;&sect;&nbsp;8 und 8a des Vierten Buches Sozialgesetzbuch sind insoweit unsch&auml;dlich (&sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;3 EStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Hinsichtlich der Auslegung der in &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;2 EStG verwendeten Tatbestandsmerkmale erstmalige Berufsausbildung und Erststudium hat der Senat entschieden, dass das Erststudium nur einen Unterfall des Oberbegriffes erstmalige Berufsausbildung darstellt (Senatsurteil vom 3.&nbsp;Juli 2014 III&nbsp;R&nbsp;52\/13, BFHE 246, 427, BStBl II 2015, 152, Rz&nbsp;19&nbsp;ff.) und der Erstausbildungsbegriff des &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;2 EStG enger auszulegen ist als das in &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a EStG verwendete Tatbestandsmerkmal &quot;Kind, das &#8230; f&uuml;r einen Beruf ausgebildet wird&quot; (Senatsurteil in BFHE 246, 427, BStBl II 2015, 152, Rz&nbsp;22 ff.). Die den Erstausbildungsbegriff des &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;2 EStG begrenzenden Kriterien hat der Senat dabei vor allem in folgenden Punkten gesehen: Es muss sich um einen &ouml;ffentlich-rechtlich geordneten Ausbildungsgang handeln (Senatsurteil in BFHE 246, 427, BStBl II 2015, 152, Rz&nbsp;24). Dieser muss auf einen Abschluss ausgerichtet sein, der in Form einer Pr&uuml;fung erfolgt (Senatsurteil in BFHE 246, 427, BStBl II 2015, 152, Rz&nbsp;24). Durch die berufliche Ausbildungsma&szlig;nahme muss das Kind die notwendigen fachlichen F&auml;higkeiten und Kenntnisse erwerben, die zur Aufnahme eines Berufs bef&auml;higen, wodurch insbesondere eine Abgrenzung gegen&uuml;ber dem Besuch einer allgemein bildenden Schule erfolgen soll (Senatsurteil in BFHE 246, 427, BStBl II 2015, 152, Rz&nbsp;24). Liegen mehrere Ausbildungsabschnitte vor, k&ouml;nnen diese auch eine einheitliche Erstausbildung darstellen, wenn sie zeitlich und inhaltlich so aufeinander abgestimmt sind, dass die Ausbildung nach Erreichen des ersten Abschlusses fortgesetzt werden soll und das vom Kind angestrebte Berufsziel erst &uuml;ber den weiterf&uuml;hrenden Abschluss erreicht werden kann (Senatsurteil in BFHE 246, 427, BStBl II 2015, 152, Rz&nbsp;27). In einem solchen Fall muss aufgrund objektiver Beweisanzeichen erkennbar sein, dass das Kind die f&uuml;r sein angestrebtes Berufsziel erforderliche Ausbildung nicht bereits mit dem ersten erlangten Abschluss beendet hat (Senatsurteil in BFHE 246, 427, BStBl II 2015, 152, Rz&nbsp;30). Dabei ist darauf abzustellen, ob sich die einzelnen Ausbildungsabschnitte als integrative Teile einer einheitlichen Ausbildung darstellen. Insoweit kommt es vor allem darauf an, ob die Ausbildungsabschnitte in einem engen sachlichen Zusammenhang (z.B. dieselbe Berufssparte, derselbe fachliche Bereich) zueinander stehen und in engem zeitlichen Zusammenhang durchgef&uuml;hrt werden (Senatsurteil in BFHE 246, 427, BStBl II 2015, 152, Rz&nbsp;30).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>An einer Ausbildungseinheit fehlt es dagegen, wenn bereits die Aufnahme des zweiten Ausbildungsabschnitts eine berufspraktische T&auml;tigkeit voraussetzt oder das Kind nach dem Ende des ersten Ausbildungsabschnitts eine Berufst&auml;tigkeit aufnimmt, die nicht nur der zeitlichen &Uuml;berbr&uuml;ckung bis zum n&auml;chstm&ouml;glichen Beginn des weiteren Ausbildungsabschnitts dient (Senatsurteil vom 4.&nbsp;Februar 2016 III&nbsp;R&nbsp;14\/15, BFHE 253, 145, BStBl II 2016, 615, Rz&nbsp;15).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Diese Rechtsprechungsgrunds&auml;tze sind f&uuml;r F&auml;lle, in denen die einheitliche Erstausbildung mit daneben ausge&uuml;bter Erwerbst&auml;tigkeit von einer berufsbegleitend durchgef&uuml;hrten Weiterbildung (Zweitausbildung) abzugrenzen ist, fortzuentwickeln und zu pr&auml;zisieren (vgl. das Senatsurteil vom 11.&nbsp;Dezember 2018 III&nbsp;R&nbsp;26\/18, BFHE 263, 209).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Danach kann es an einer einheitlichen Erstausbildung auch dann fehlen, wenn das Kind nach Erlangung des ersten Abschlusses in einem &ouml;ffentlich-rechtlich geordneten Ausbildungsgang eine Berufst&auml;tigkeit aufnimmt und die daneben in einem weiteren Ausbildungsabschnitt durchgef&uuml;hrten Ausbildungsma&szlig;nahmen gegen&uuml;ber der Berufst&auml;tigkeit in den Hintergrund treten. Ob die nach Erlangung des Abschlusses aufgenommene Berufst&auml;tigkeit die Hauptsache und die weiteren Ausbildungsma&szlig;nahmen eine auf Weiterbildung und\/oder Aufstieg in dem bereits aufgenommenen Berufszweig gerichtete Nebensache darstellen, ist dabei anhand einer Gesamtw&uuml;rdigung der Verh&auml;ltnisse zu entscheiden, f&uuml;r die vor allem die nachfolgenden Kriterien von Bedeutung sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) F&uuml;r die Aufnahme einer Berufst&auml;tigkeit als Hauptsache spricht, dass sich das Kind l&auml;ngerfristig an einen Arbeitgeber bindet, indem es etwa ein zeitlich unbefristetes oder auf jedenfalls mehr als 26&nbsp;Wochen befristetes Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnis mit einer regelm&auml;&szlig;igen vollzeitigen oder nahezu vollzeitigen Wochenarbeitszeit eingeht. Ist das Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnis dagegen bis zum Beginn des n&auml;chsten Ausbildungsabschnitts befristet oder &uuml;berschreitet die regelm&auml;&szlig;ige Wochenarbeitszeit die 20-Stundengrenze allenfalls geringf&uuml;gig, kann dies f&uuml;r eine im Vordergrund stehende Berufsausbildung sprechen, die noch Teil einer einheitlichen Erstausbildung ist. F&uuml;r eine im Vordergrund stehende Berufsausbildung kommt es auch darauf an, in welchem zeitlichen Verh&auml;ltnis die Arbeitst&auml;tigkeit und die Ausbildungsma&szlig;nahmen zueinander stehen. Da die Summe aus Arbeits- und Ausbildungszeit nicht selten &uuml;ber 40&nbsp;Wochenstunden liegen wird, kann allein eine regelm&auml;&szlig;ige Wochenarbeitszeit von &uuml;ber 20&nbsp;Stunden noch nicht den Ausschlag geben. F&uuml;hrt das Kind etwa neben einer 22&nbsp;Wochenstunden umfassenden Arbeitst&auml;tigkeit ein Vollzeitstudium an einer Universit&auml;t durch, kann auch weiter der Ausbildungscharakter im Vordergrund stehen (s. hierzu etwa Urteil des Bundesfinanzhofs vom 3.&nbsp;September 2015 VI&nbsp;R&nbsp;9\/15, BFHE 251, 10, BStBl II 2016, 166).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Weiter ist von Bedeutung, ob das Kind mit der nach Erlangung des ersten Abschlusses aufgenommenen Berufst&auml;tigkeit bereits die durch den Abschluss erlangte Qualifikation nutzt, um eine durch diese er&ouml;ffnete Berufst&auml;tigkeit auszu&uuml;ben. Wird z.B. ein Geselle oder Kaufmann von seinem Ausbildungsbetrieb im erlernten Beruf &uuml;bernommen oder nimmt ein Bachelor eine durch diesen Abschluss er&ouml;ffnete Stelle an, kann dies Indiz daf&uuml;r sein, dass die Berufst&auml;tigkeit in den Vordergrund getreten ist. Denn ein solcher Sachverhalt spricht daf&uuml;r, dass die weiteren Ausbildungsma&szlig;nahmen nur der beruflichen Weiterbildung oder H&ouml;herqualifizierung in einem bereits aufgenommenen und ausge&uuml;bten Beruf dienen. Nimmt das Kind dagegen eine Berufst&auml;tigkeit auf, die ihm auch ohne den erlangten Abschluss er&ouml;ffnet w&auml;re (z.B. Aushilfst&auml;tigkeit in der Gastronomie oder im Handel) oder handelt es sich bei der Erwerbst&auml;tigkeit typischerweise nicht um eine dauerhafte Berufst&auml;tigkeit (z.B. bei einem Bachelor, der w&auml;hrend des nachfolgenden Masterstudiums mit 19&nbsp;Stunden als wissenschaftliche Hilfskraft t&auml;tig ist und daneben drei Nachhilfestunden pro Woche gibt), kann das f&uuml;r eine im Vordergrund stehende Berufsausbildung sprechen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Dar&uuml;ber hinaus ist in die Gesamtbetrachtung einzubeziehen, inwieweit die Arbeitst&auml;tigkeit im Hinblick auf den Zeitpunkt ihrer Durchf&uuml;hrung den im n&auml;chsten Ausbildungsabschnitt durchgef&uuml;hrten Ausbildungsma&szlig;nahmen untergeordnet ist und die Besch&auml;ftigung mithin nach ihrem &auml;u&szlig;eren Erscheinungsbild &quot;neben der Ausbildung&quot; durchgef&uuml;hrt wird. Wird etwa eine Teilzeitt&auml;tigkeit von regelm&auml;&szlig;ig 22&nbsp;Wochenstunden so verteilt, dass sie sich dem jeweiligen Ausbildungsplan anpasst, ist das ein Indiz f&uuml;r eine im Vordergrund stehende Ausbildung. Gleiches gilt, wenn das Kind etwa w&auml;hrend des Semesters maximal 20&nbsp;Wochenstunden arbeitet, durch eine w&auml;hrend der Semesterferien erh&ouml;hte Wochenstundenzahl aber auf eine durchschnittliche Arbeitszeit von mehr als 20&nbsp;Wochenstunden kommt. Arbeitet das Kind dagegen ann&auml;hernd vollzeitig und werden die Ausbildungsma&szlig;nahmen nur am Abend und am Wochenende durchgef&uuml;hrt, deutet dies darauf hin, dass die weiteren Ausbildungsma&szlig;nahmen nur &quot;neben der Berufst&auml;tigkeit&quot; durchgef&uuml;hrt werden. Schlie&szlig;lich kann auch von Bedeutung sein, ob und inwieweit die Berufst&auml;tigkeit und die Ausbildungsma&szlig;nahmen &uuml;ber den zeitlichen Aspekt hinaus auch inhaltlich aufeinander abgestimmt sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Diese Fortentwicklung und Pr&auml;zisierung des Erstausbildungsbegriffes widerspricht nicht der Begr&uuml;ndung zum Entwurf des Steuervereinfachungsgesetzes 2011. Danach besteht nach Abschluss einer erstmaligen Berufsausbildung oder eines Erststudiums die widerlegbare Vermutung, dass das Kind in der Lage ist, sich selbst zu unterhalten, und damit nicht mehr zu ber&uuml;cksichtigen sei. Die Vermutung gilt durch den Nachweis als widerlegt, dass das Kind sich in einer weiteren Berufsausbildung befindet und tats&auml;chlich keiner (sch&auml;dlichen) Erwerbst&auml;tigkeit nachgeht, die Zeit und Arbeitskraft &uuml;berwiegend in Anspruch nimmt (BTDrucks 17\/5125, S.&nbsp;41). Dar&uuml;ber hinaus hat der Gesetzgeber zwar ausgef&uuml;hrt, dass auch Ausbildungsg&auml;nge (z.B. Abendschulen, Fernstudium), die neben einer (Vollzeit-)Erwerbst&auml;tigkeit durchgef&uuml;hrt werden, beg&uuml;nstigt werden sollen. Dies sollte aber nach der Gesetzesbegr&uuml;ndung nur f&uuml;r F&auml;lle gelten, in denen eine vorhergehende Berufsausbildung noch nicht durchgef&uuml;hrt worden ist. Aus dem Sinn und Zweck des Gesetzes, welche sich aus der Begr&uuml;ndung ergeben und auch in &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;4 S&auml;tze&nbsp;2 und 3 EStG ihren Niederschlag gefunden haben, wird erkennbar, dass ein weiterer Ausbildungsabschnitt nach Abschluss einer vorhergehenden Berufsausbildung nur dann Teil einer einheitlichen Erstausbildung sein soll, wenn er im Verh&auml;ltnis zur Erwerbst&auml;tigkeit nicht zur &quot;Nebensache&quot; wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Soweit sich aus der Rechtsprechung des Senats in seinen Urteilen in BFHE 246, 427, BStBl II 2015, 152 und vom 8.&nbsp;September 2016 III&nbsp;R&nbsp;27\/15 (BFHE 255, 202, BStBl II 2017, 278) etwas anderes ergibt, wird hieran nicht weiter festgehalten. Der VI.&nbsp;Senat hat mitgeteilt, dass er einer Abweichung von seinem Urteil in BFHE 251, 10, BStBl II 2016, 166 zustimmt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Das mit der Revision angegriffene Urteil entspricht nicht diesen fortentwickelten Rechtsgrunds&auml;tzen und ist daher aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat zutreffend angenommen, dass S im Streitzeitraum die Voraussetzungen eines Ber&uuml;cksichtigungstatbestands erf&uuml;llte und dass ein enger zeitlicher und sachlicher Zusammenhang zwischen der Banklehre und dem Studium bestand. Es hat jedoch anhand anderer als der oben dargelegten Grunds&auml;tze gepr&uuml;ft, ob das Studium des S noch Bestandteil seiner Erstausbildung war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Sache ist nicht spruchreif. Der Senat kann auf der Grundlage der vom FG bisher getroffenen Feststellungen nicht entscheiden, ob S infolge seiner nicht vollzeitigen Besch&auml;ftigung bei der Bank in den von ihm angestrebten Beruf eintrat und er das im Mai 2016 begonnene Studium nicht mehr als Teil einer einheitlichen Erstausbildung, sondern als berufsbegleitende Weiterbildungsma&szlig;nahme durchf&uuml;hrte und daher die regelm&auml;&szlig;ig mehr als 20&nbsp;Wochenstunden umfassende Berufst&auml;tigkeit seiner Ber&uuml;cksichtigung i.S. des &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a EStG wegen der zuvor abgeschlossenen Erstausbildung entgegensteht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Das FG wird im zweiten Rechtsgang nach Ma&szlig;gabe der vorgenannten Rechtsgrunds&auml;tze u.a. zu w&uuml;rdigen haben, inwieweit durch die Besch&auml;ftigung bei der Bank die durch den Abschluss als Bankkaufmann erlangte Qualifikation genutzt wurde. Entsprechendes gilt f&uuml;r das Verh&auml;ltnis der Ausbildung zur Erwerbst&auml;tigkeit unter Einbeziehung der Vorbereitungs- und Unterrichtszeiten der Hochschule und des Umfanges der Erwerbst&auml;tigkeit (s. oben II.1.b&nbsp;bb und cc). Insoweit k&ouml;nnte auch von Bedeutung sein, ob und inwieweit S &uuml;ber die Reduzierung seiner Wochenarbeitszeit auf 31,5&nbsp;Stunden hinaus &#8211;wie im Fortbildungsvertrag vorgesehen&#8211; von der Bank regelm&auml;&szlig;ig oder im Einzelfall f&uuml;r weitere Stunden oder Tage freigestellt wurde oder die Wochenarbeitszeit weiter verk&uuml;rzt wurde. Danach ist zu entscheiden, ob das Ausbildungsverh&auml;ltnis eher dem Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnis untergeordnet war oder umgekehrt das Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnis dem Ausbildungsverh&auml;ltnis.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Entgegen der Auffassung der Familienkasse kann eine einheitliche Berufsausbildung im vorliegenden Falle nicht bereits mit der Begr&uuml;ndung verneint werden, dass der Abschluss des zweiten Ausbildungsabschnitts &#8211;Bachelor of Arts&#8211; eine Berufst&auml;tigkeit voraussetzte. Dies ergibt sich bereits daraus, dass die f&uuml;r die Zulassung zum Studium f&uuml;r Abiturienten erforderliche zweij&auml;hrige Berufserfahrung nach den Feststellungen des FG auch in einer Ausbildung &#8211;hier also der vorangegangenen Banklehre&#8211; erworben werden konnte und zudem auch Studierende ohne zweij&auml;hrige Berufserfahrung zugelassen wurden, wobei sich die Regelstudienzeit auf vier Jahre verl&auml;ngerte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Entgegen der Ansicht der Familienkasse bedurfte es auch nicht einer sofort nach Abschluss der Lehre erfolgenden Mitteilung der Absicht zur Fortsetzung der Ausbildung (entgegen der Dienstanweisung zum Kindergeld nach dem Einkommensteuergesetz 2018 V&nbsp;6.1 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;8). Der Untersuchungsgrundsatz (&sect;&nbsp;88 Abs.&nbsp;1 und Abs.&nbsp;2 der Abgabenordnung, &sect;&nbsp;76 Abs.&nbsp;1 und Abs.&nbsp;4 FGO) gebietet auch die Ber&uuml;cksichtigung von Beweisanzeichen, die erst nach Ablauf des Anspruchszeitraums bekannt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die &Uuml;bertragung der Kostenentscheidung auf das FG folgt aus &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 20.2.2019, III R 27\/18ECLI:DE:BFH:2019:U.200219.IIIR27.18.0 Teilweise inhaltsgleich mit BFH-Urteil vom 11.12.2018 III R 26\/18 &#8211; Mehraktige Ausbildung im Kindergeldrecht Leits&auml;tze NV: Eine einheitliche Erstausbildung ist nicht gegeben, wenn ein Kind nach der ersten abgeschlossenen Berufsausbildung eine Erwerbst&auml;tigkeit aufnimmt, die im Vergleich zu einer gleichzeitigen weiteren Ausbildung als &quot;Hauptsache&quot; anzusehen ist. Tenor Auf die &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-r-27-18-teilweise-inhaltsgleich-mit-bfh-urteil-vom-11122018-iii-r-26-18-mehraktige-ausbildung-im-kindergeldrecht\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">III&nbsp;R&nbsp;27\/18 &#8211; Teilweise inhaltsgleich mit BFH-Urteil vom 11.12.2018 III R 26\/18 &#8211; Mehraktige Ausbildung im Kindergeldrecht<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-70860","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70860","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=70860"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70860\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=70860"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=70860"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=70860"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}