{"id":70869,"date":"2019-06-30T12:51:20","date_gmt":"2019-06-30T10:51:20","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=70869"},"modified":"2019-06-30T12:51:20","modified_gmt":"2019-06-30T10:51:20","slug":"iv-r-1-17-fiktive-einlage-nach-par-5-abs-2-umwstg-ins-gesamthandsvermoegen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-1-17-fiktive-einlage-nach-par-5-abs-2-umwstg-ins-gesamthandsvermoegen\/","title":{"rendered":"IV&nbsp;R&nbsp;1\/17 &#8211; Fiktive Einlage nach &sect; 5 Abs. 2 UmwStG ins Gesamthandsverm&ouml;gen"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 11.4.2019, IV R 1\/17<br \/>ECLI:DE:BFH:2019:U.110419.IVR1.17.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Fiktive Einlage nach &sect; 5 Abs. 2 UmwStG ins Gesamthandsverm&ouml;gen<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Im Fall des Formwechsels von einer Kapital- in eine Personengesellschaft ist die Besteuerung der offenen R&uuml;cklagen der Kapitalgesellschaft nach &sect; 7 Satz 1 UmwStG bei nach &sect; 5 Abs. 2 UmwStG fiktiv als eingelegt behandelten Anteilen als Gewinn der Gesamthand und nicht als Sondergewinn des bisherigen Anteilseigners zu behandeln.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision der Kl&auml;gerin werden das Urteil des Schleswig-Holsteinischen Finanzgerichts vom 15. September 2016&nbsp;&nbsp;4 K 98\/15, die Einspruchsentscheidung des Beklagten vom 8. September 2015 sowie die Feststellung eines Sondergewinns des Beigeladenen im Bescheid &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung der Besteuerungsgrundlagen 2007 vom 6. Mai 2015 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des gesamten Verfahrens hat der Beklagte zu tragen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Au&szlig;ergerichtliche Kosten des Beigeladenen werden nicht erstattet.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) ist eine durch formwechselnde Umwandlung aus der B-GmbH hervorgegangene GmbH &#038; Co. KG. Alleiniger Kommanditist ist D, der zuvor alleiniger Anteilseigner der B-GmbH war und der mit Beschluss des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 27.&nbsp;Juni 2018 IV&nbsp;R&nbsp;1\/17 zu dem Verfahren beigeladen worden ist (im Folgenden: Beigeladener). Komplement&auml;rin ohne Beteiligung am Gesellschaftsverm&ouml;gen ist die B Verwaltungsgesellschaft mbH.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Formwechsel erfolgte aufgrund eines Umwandlungsbeschlusses vom 20.&nbsp;August 2008 und wurde durch Eintragung in das Handelsregister am 7.&nbsp;Oktober 2008 vollzogen. Der Umwandlung wurde eine Bilanz der B-GmbH auf den 31.&nbsp;Dezember 2007 zugrunde gelegt. In dieser waren neben dem gezeichneten Kapital von 25.000&nbsp;EUR ein Bilanzgewinn von 140.603,52&nbsp;EUR (davon Gewinnvortrag 188,74 EUR) sowie ein Sonderposten mit R&uuml;cklageanteil von 42.000&nbsp;EUR ausgewiesen. F&uuml;r das Jahr 2007 nahm die B-GmbH einen Investitionsabzugsbetrag gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;7g Abs.&nbsp;1 des Einkommensteuergesetzes (EStG) in H&ouml;he von 140.400&nbsp;EUR in Anspruch.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diesen Betrag rechnete die Kl&auml;gerin in den Folgejahren ihrem Gewinn nach &sect;&nbsp;7g Abs.&nbsp;2 EStG hinzu (2008: 130.330&nbsp;EUR, 2009: Restbetrag). Das Finanzamt S (FA S), an dessen Stelle infolge einer Neuordnung der Zust&auml;ndigkeiten der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) getreten ist, folgte dem und erlie&szlig; f&uuml;r die Kl&auml;gerin insoweit erkl&auml;rungsgem&auml;&szlig; einen Bescheid &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen 2008. Sp&auml;ter gelangte das FA S zu der Auffassung, dass im Zusammenhang mit der Umwandlung der Bilanzgewinn als fiktiv ausgesch&uuml;ttet gelte, was zu einer entsprechenden Sonderbetriebseinnahme des Anteilseigners f&uuml;hre. Mit ge&auml;ndertem Bescheid vom 31.&nbsp;Januar 2012 stellte das FA&nbsp;S deshalb einen unter &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;40, &sect;&nbsp;3c Abs.&nbsp;2 EStG, &sect;&nbsp;8b des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes (KStG), &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;7 des Umwandlungssteuergesetzes (UmwStG) fallenden erh&ouml;hten Sondergewinn des Beigeladenen fest.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die hiergegen nach erfolglosem Einspruch erhobene Klage wies das Finanzgericht (FG) mit Urteil vom 29.&nbsp;Januar 2014&nbsp;&nbsp;2&nbsp;K&nbsp;219\/12 als unbegr&uuml;ndet ab. W&auml;hrend des Revisionsverfahrens beim BFH half das FA&nbsp;S dem Klagebegehren durch erneut ge&auml;nderten Bescheid &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen f&uuml;r 2008 vom 25.&nbsp;August 2014 ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Grund f&uuml;r die Abhilfe war eine ge&auml;nderte Auffassung des FA&nbsp;S &uuml;ber den Veranlagungszeitraum, in dem die fiktive Gewinnaussch&uuml;ttung zu erfassen sei. Die Aussch&uuml;ttung sei dem Feststellungszeitraum 2007 zuzurechnen, weil die steuerliche Schlussbilanz der B-GmbH auf den 31.&nbsp;Dezember 2007 aufgestellt worden und dieser Tag zugleich als steuerlicher &Uuml;bertragungsstichtag anzusehen sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dementsprechend erlie&szlig; das FA S unter dem 6.&nbsp;Mai 2015 einen Bescheid &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen f&uuml;r 2007, mit dem es einen &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;40, &sect;&nbsp;3c Abs.&nbsp;2 EStG, &sect;&nbsp;8b KStG, &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;7 UmwStG unterliegenden Sondergewinn des Beigeladenen aus Gewerbebetrieb feststellte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hiergegen erhob die Kl&auml;gerin erneut Einspruch und nach dessen Zur&uuml;ckweisung durch Einspruchsentscheidung vom 8.&nbsp;September 2015 Klage beim FG. Das FG wies die Klage ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der vom FG zugelassenen Revision macht die Kl&auml;gerin weiter geltend, dass die Erfassung des Sondergewinns im Streitjahr zu einer verfassungswidrigen Doppelbesteuerung f&uuml;hre.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;1 UmwStG sei l&uuml;ckenhaft, weil er &sect;&nbsp;7g EStG in dessen Fassung ab 2007 noch nicht habe ber&uuml;cksichtigen k&ouml;nnen. Zur Vermeidung einer verfassungswidrigen Doppelbesteuerung sei die Vorschrift dahin auszulegen, dass ein Investitionsabzugsbetrag in gleicher Weise wie die fr&uuml;here Ansparr&uuml;cklage nicht als Bestandteil des Eigenkapitals behandelt werde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und der Beigeladene beantragen,<br \/>unter Aufhebung der Vorentscheidung den Bescheid &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen f&uuml;r 2007 vom 6.&nbsp;Mai 2015 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 8.&nbsp;September 2015 dahin zu &auml;ndern, dass der Sondergewinn des Beigeladenen aus Gewerbebetrieb auf 0&nbsp;EUR festgestellt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung der Vorentscheidung, der Einspruchsentscheidung und der Feststellung eines Sondergewinns des Beigeladenen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es fehlt bereits dem Grunde nach an einer Rechtsgrundlage f&uuml;r den festgestellten Sondergewinn des Beigeladenen (1.). Im &Uuml;brigen ergibt sich der nach &sect;&nbsp;9 Satz&nbsp;1, &sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;1 UmwStG zuzurechnende Gewinn aus dem Eigenkapital der formgewechselten GmbH abz&uuml;glich des Bestands des steuerlichen Einlagekontos i.S. des &sect;&nbsp;27 KStG und des in Anspruch genommenen Investitionsabzugsbetrags nach &sect;&nbsp;7g EStG (2.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Im Fall des Formwechsels von einer Kapital- in eine Personengesellschaft ist die Besteuerung der offenen R&uuml;cklagen der Kapitalgesellschaft nach &sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;1 UmwStG bei nach &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;2 UmwStG fiktiv als eingelegt behandelten Anteilen als Gewinn der Gesamthand und nicht als Sondergewinn des bisherigen Anteilseigners zu behandeln.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Wird eine Kapitalgesellschaft formwechselnd in eine Personengesellschaft umgewandelt, ist dem Anteilseigner ungeachtet dessen, ob f&uuml;r ihn ein &Uuml;bernahmeergebnis nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;4 UmwStG zu ermitteln ist, nach &sect;&nbsp;9 Satz 1, &sect;&nbsp;7 Satz 1 UmwStG der Teil des in der Steuerbilanz ausgewiesenen Eigenkapitals abz&uuml;glich des Bestands des steuerlichen Einlagekontos i.S. des &sect;&nbsp;27 KStG, der sich nach Anwendung des &sect;&nbsp;29 Abs.&nbsp;1 KStG ergibt, in dem Verh&auml;ltnis der Anteile zum Nennkapital der &uuml;bertragenden K&ouml;rperschaft als Einnahmen aus Kapitalverm&ouml;gen zuzurechnen. Zweck der Zurechnung nach &sect;&nbsp;7 UmwStG ist es, das deutsche Besteuerungsrecht an den offenen Gewinnr&uuml;cklagen der bisherigen Kapitalgesellschaft auch gegen&uuml;ber solchen Anteilseignern, bei denen ein &Uuml;bernahmegewinn i.S. von &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;4 UmwStG nicht in der Bundesrepublik Deutschland besteuert werden k&ouml;nnte, sicherzustellen (BTDrucks 16\/2710, S.&nbsp;40; Birkemeier in R&ouml;dder\/Herlinghaus\/van Lishaut, UmwStG, 2.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;7 Rz&nbsp;2). Die Vorschrift fingiert zu diesem Zweck eine Totalaussch&uuml;ttung an die Anteilseigner der Kapitalgesellschaft, weil Gewinnr&uuml;cklagen nach dem Formwechsel in eine Personengesellschaft zu Eigenkapital der Gesellschaft werden, das die Gesellschafter ohne ertragsteuerliche Belastung entnehmen k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) H&auml;lt der Anteilseigner die Anteile an der Kapitalgesellschaft am steuerlichen &Uuml;bertragungsstichtag nicht in einem Betriebsverm&ouml;gen und erf&uuml;llen die Anteile die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;17 EStG, gelten sie nach &sect;&nbsp;9 Satz&nbsp;1, &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;2 UmwStG f&uuml;r die Ermittlung des Gewinns als am &Uuml;bertragungsstichtag in das Betriebsverm&ouml;gen der Personengesellschaft eingelegt. Die Einlagefiktion bewirkt einerseits, dass die Anteile in die Ermittlung des &Uuml;bernahmeergebnisses nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 UmwStG eingehen. Sie hat andererseits nach &Uuml;berzeugung des Senats aber auch zur Folge, dass die fiktive Aussch&uuml;ttung nach &sect;&nbsp;7 UmwStG der infolge der Einlagefiktion nun als Anteilseignerin geltenden Personengesellschaft zuzurechnen ist. Damit werden die Eink&uuml;nfte wegen der von &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;8 Satz&nbsp;1 EStG angeordneten Subsidiarit&auml;t von Kapitaleink&uuml;nften Bestandteil der betrieblichen Eink&uuml;nfte der Personengesellschaft. F&uuml;r dieses Verst&auml;ndnis spricht auch die Regelung in &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 UmwStG. Danach ist in F&auml;llen der Einlagefiktion des &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;2 UmwStG ein Gewinn nach &sect;&nbsp;7 UmwStG gewerbesteuerlich nicht zu erfassen. Die Vorschrift sollte ausweislich der Gesetzesmaterialien sicherstellen, dass der aus der fiktiven Aussch&uuml;ttung resultierende Gewinn nicht der Gewerbesteuer unterliegt (BTDrucks 16\/3369, S.&nbsp;10). Einer solchen Sicherstellung h&auml;tte es nicht bedurft, wenn die Aussch&uuml;ttung zu ohnehin nicht gewerbesteuerbelasteten Kapitaleink&uuml;nften i.S. des &sect;&nbsp;20 EStG f&uuml;hren w&uuml;rde. Vorausgesetzt wurde deshalb vom Gesetzgeber, dass die fiktive Aussch&uuml;ttung zu betrieblichen und grunds&auml;tzlich gewerbesteuerbelasteten Eink&uuml;nften geh&ouml;rt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Danach ist das FG zu Recht und in &Uuml;bereinstimmung mit der von ihm ausf&uuml;hrlich dargestellten &uuml;berwiegenden Meinung im Schrifttum der Vorstellung von der sog. erweiterten Einlagefiktion gefolgt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Folge dieser Fiktion kann allerdings entgegen der Auffassung des FG nicht sein, dass der Gewinn aus der fiktiven Totalaussch&uuml;ttung nach &sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;1 UmwStG als Sondergewinn des bisherigen Anteilseigners zu erfassen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gelten die Anteile als in das Betriebsverm&ouml;gen der Personengesellschaft eingelegt, um in die Ermittlung des &Uuml;bernahmeergebnisses einbezogen werden zu k&ouml;nnen, muss von einer fiktiven Einlage in das Gesamthandsverm&ouml;gen der Personengesellschaft ausgegangen werden. Gelten die Anteile damit als zum Gesamthandsverm&ouml;gen der Personengesellschaft geh&ouml;rend, f&auml;llt auch der Gewinn aus der fiktiven Aussch&uuml;ttung an den Anteilseigner nach &sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;1 UmwStG im Gesamthandsverm&ouml;gen an. Ein solcher Gewinn muss deshalb als Gesamthandsgewinn festgestellt werden (ebenso Birkemeier in R&ouml;dder\/Herlinghaus\/van Lishaut, a.a.O., &sect;&nbsp;7 Rz&nbsp;32).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Streitfall hat das FA danach fehlerhaft einen Sondergewinn des Beigeladenen festgestellt. Diese Feststellung ist von der Feststellung eines Gesamthandsgewinns zu unterscheiden. Es handelt sich um verschiedene und jeweils selbst&auml;ndig &uuml;berpr&uuml;fbare und der Bestandskraft zug&auml;ngliche Besteuerungsgrundlagen, zwischen denen im Klageverfahren nicht saldiert werden darf. Die Feststellung des Sondergewinns ist danach aufzuheben, weil sie im Revisionsverfahren in voller H&ouml;he streitig ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Unabh&auml;ngig von der fehlerhaften Zuordnung zum Sonderbereich des Beigeladenen sind FA und FG auch zu Unrecht davon ausgegangen, dass die Inanspruchnahme des Investitionsabzugsbetrags von 140.400&nbsp;EUR durch die B-GmbH f&uuml;r die H&ouml;he des nach &sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;1 UmwStG als ausgesch&uuml;ttet geltenden Betrags ohne Bedeutung ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dem Zweck des &sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;1 UmwStG folgend ist der Begriff des in der Steuerbilanz ausgewiesenen Eigenkapitals im Sinne dieser Vorschrift einschr&auml;nkend dahin auszulegen, dass ein au&szlig;erbilanziell gebildeter und dem Gewinn noch nicht nach &sect;&nbsp;7g Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG hinzugerechneter Investitionsabzugsbetrag das bilanzierte Eigenkapital mindert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Zweck der Zurechnung nach &sect;&nbsp;7 UmwStG ist es &#8211;wie oben ausgef&uuml;hrt&#8211;, zu verhindern, dass bisher unbesteuerte Gewinnr&uuml;cklagen dadurch endg&uuml;ltig der Besteuerung entzogen werden, dass sie nach dem Formwechsel in eine Personengesellschaft von den Gesellschaftern als deren Eigenkapital ohne ertragsteuerliche Belastung entnommen werden k&ouml;nnen. Soweit Gewinnr&uuml;cklagen der Kapitalgesellschaft auch nach dem Formwechsel auf der Ebene der Personengesellschaft der Besteuerung unterliegen, besteht eine solche Gefahr der ertragsteuerlichen Entstrickung durch den Formwechsel jedoch nicht, so dass es insoweit auch keiner fiktiven Aussch&uuml;ttung infolge des Formwechsels bedarf.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Dementsprechend legt die Finanzverwaltung selbst den Begriff des in der Steuerbilanz ausgewiesenen Eigenkapitals einschr&auml;nkend aus und nimmt Passivposten, die aufgrund steuerrechtlicher Vorschriften erst bei ihrer Aufl&ouml;sung zu versteuern sind, vom Eigenkapital im Sinne dieser Regelung aus (Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen vom 11.&nbsp;November 2011 IV&nbsp;C&nbsp;2-S&nbsp;1978-b\/08\/10001\/\/2011\/0903665, BStBl I 2011, 1314, Tz.&nbsp;07.04). Als solche Posten werden ausdr&uuml;cklich Sonderposten mit R&uuml;cklageanteil i.S. des &sect;&nbsp;247 Abs.&nbsp;3 des Handelsgesetzbuchs in dessen Fassung vor Inkrafttreten des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes vom 25.&nbsp;Mai 2009 (BGBl I 2009, 1102) genannt. Zu diesen Posten geh&ouml;ren u.a. Ansparr&uuml;cklagen nach &sect;&nbsp;7g Abs.&nbsp;3 EStG in dessen bis 2007 geltender Fassung und R&uuml;cklagen nach &sect;&nbsp;6b Abs.&nbsp;3 EStG. Beide R&uuml;cklagen werden zu Lasten des Gewinns gebildet und sind nach dem Bilanzstichtag entweder gewinnerh&ouml;hend oder durch Minderung von Aktivposten der Bilanz unter Legung stiller Reserven aufzul&ouml;sen. Die Besteuerung des Gewinns wird dadurch &uuml;ber den Bilanzstichtag hinausgeschoben. Ist die R&uuml;cklage von der Kapitalgesellschaft gebildet worden, bleibt sie auch nach dem Formwechsel bestehen und bewirkt, dass die Besteuerung des Gewinns sp&auml;ter auf der Ebene der Personengesellschaft stattfindet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Die Inanspruchnahme eines Investitionsabzugsbetrags nach &sect;&nbsp;7g Abs.&nbsp;1 EStG hat entgegen der Auffassung des FG und des FA eine vergleichbare gewinnverschiebende Wirkung, die lediglich in der Bilanz keinen Niederschlag findet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die Inanspruchnahme eines Investitionsabzugsbetrags bewirkt in dem betreffenden Wirtschaftsjahr eine Minderung des nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 bzw. &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 EStG ermittelten Gewinns. Der Abzugsbetrag schl&auml;gt sich im Unterschied zur fr&uuml;heren Gewinnr&uuml;cklage in der Bilanz nicht nieder. Wird bis zum Ende des dritten auf das Wirtschaftsjahr des Abzugs folgenden Wirtschaftsjahrs ein beg&uuml;nstigtes Wirtschaftsgut angeschafft oder hergestellt, ist der Investitionsabzugsbetrag nach der f&uuml;r das Streitjahr geltenden Fassung des &sect;&nbsp;7g Abs.&nbsp;2 EStG dem nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 bzw. &sect;&nbsp;5 EStG ermittelten Gewinn in H&ouml;he von 40&nbsp;% der Anschaffungs- und Herstellungskosten hinzuzurechnen (&sect;&nbsp;7g Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG). Die Hinzurechnung findet ebenfalls au&szlig;erhalb der Bilanz statt. Kommt es innerhalb der genannten Frist nicht zu einer beg&uuml;nstigten Investition oder wird der Investitionsabzugsbetrag durch Hinzurechnungen in Investitionsjahren nicht verbraucht, ist der Investitionsabzugsbetrag ganz bzw. in H&ouml;he des Restbetrags im Abzugsjahr r&uuml;ckg&auml;ngig zu machen (&sect;&nbsp;7g Abs.&nbsp;3 EStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Daraus ergibt sich im Hinblick auf den Zweck des &sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;1 UmwStG, dass eine Versteuerung des vor dem Formwechsel in Anspruch genommenen Investitionsabzugsbetrags in jedem Fall nach &sect;&nbsp;7g EStG sichergestellt ist. Entweder findet die Besteuerung r&uuml;ckwirkend noch auf der Ebene der Kapitalgesellschaft statt, wenn und soweit der Investitionsabzugsbetrag mangels ausreichender Investitionen nach &sect;&nbsp;7g Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 EStG r&uuml;ckg&auml;ngig zu machen ist. Oder aber die Besteuerung erfolgt nach dem Formwechsel im Jahr der Investition durch Hinzurechnung zum Gewinn der Personengesellschaft nach &sect;&nbsp;7g Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG. Die Besteuerung eines Gewinns aus einer fiktiven Totalaussch&uuml;ttung nach &sect;&nbsp;7 Satz 1 UmwStG w&uuml;rde danach in H&ouml;he eines vor dem Umwandlungszeitpunkt in Anspruch genommenen Investitionsabzugsbetrags zu einer doppelten Besteuerung f&uuml;hren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Abweichendes ergibt sich nicht aus &sect;&nbsp;7g Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG. Danach k&ouml;nnen die Anschaffungs- oder Herstellungskosten des Investitionsguts im Wirtschaftsjahr der Investition um bis zu 40&nbsp;%, h&ouml;chstens jedoch um die Hinzurechnung nach &sect;&nbsp;7g Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG gewinnmindernd herabgesetzt werden. Entsprechend vermindert sich die Bemessungsgrundlage f&uuml;r die Abschreibung des Wirtschaftsguts. Die Vorschrift gew&auml;hrt ein Wahlrecht zur Inanspruchnahme einer Gewinnminderung, mit der die Gewinnhinzurechnung nach &sect;&nbsp;7g Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG kompensiert werden kann. Die Gewinnminderung hat mit einer Sonderabschreibung vergleichbare Wirkungen, denn sie f&uuml;hrt zur Minderung des Aktivpostens f&uuml;r das Investitionsgut in der steuerlichen Bilanz und zur entsprechenden Minderung der Bemessungsgrundlage f&uuml;r Abschreibungen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r zum Umwandlungsstichtag gebildete und noch nicht durch gewinnerh&ouml;hende &Uuml;bertragung auf Investitionsg&uuml;ter aufgel&ouml;ste Investitionsabzugsbetr&auml;ge kann die M&ouml;glichkeit, zu einem sp&auml;teren Zeitpunkt ein erst nach der Umwandlung zur Gewinnminderung f&uuml;hrendes Wahlrecht auszu&uuml;ben, keine Bedeutung haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Danach ist &sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;1 UmwStG teleologisch dahingehend eingeschr&auml;nkt auszulegen, dass die Zurechnung des Eigenkapitals um bis zum steuerlichen &Uuml;bertragungsstichtag in Anspruch genommene und noch nicht durch &Uuml;bertragung oder in anderer Weise aufgel&ouml;ste Investitionsabzugsbetr&auml;ge i.S. des &sect;&nbsp;7g EStG zu mindern ist (anderer Ansicht Birkemeier in R&ouml;dder\/Herlinghaus\/ van&nbsp;Lishaut, a.a.O., &sect;&nbsp;7 Rz&nbsp;15b; Bl&uuml;mich\/Klingberg, &sect;&nbsp;7 UmwStG 2006 Rz&nbsp;14; Pung\/Werner in D&ouml;tsch\/Pung\/M&ouml;hlenbrock, Kommentar zum KStG und EStG, &sect;&nbsp;7 UmwStG, Rz&nbsp;8; Schmitt\/H&ouml;rtnagl\/Stratz, Umwandlungsgesetz, Umwandlungssteuergesetz, 8.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;7 UmwStG Rz&nbsp;7; Schnitter in Frotscher\/Dr&uuml;en, KStG\/GewStG\/UmwStG, &sect;&nbsp;7 UmwStG Rz&nbsp;16; St&ouml;ber in Lademann, EStG, &sect;&nbsp;7 UmwStG Rz&nbsp;13; von Glasenapp, Betriebs-Berater 2014, 1009). Ob der Investitionsabzugsbetrag dem Grunde und der H&ouml;he nach zu Recht gebildet worden ist, ist in diesem Zusammenhang ohne Bedeutung (vgl. zur Bildung einer Ansparr&uuml;cklage nach &sect;&nbsp;7g EStG a.F. vor einer Umwandlung Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 14.&nbsp;April 2015 GrS&nbsp;2\/12, BFHE 250, 338, BStBl II 2015, 1007).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Sache ist entscheidungsreif. Die Feststellung des Sondergewinns f&uuml;r den Beigeladenen ist in voller H&ouml;he aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;1 FGO. Die Erstattung der au&szlig;ergerichtlichen Kosten des Beigeladenen war nicht anzuordnen, weil der Beigeladene lediglich den Antrag der Kl&auml;gerin &uuml;bernommen, das Verfahren im &Uuml;brigen aber nicht durch eigene Beitr&auml;ge gef&ouml;rdert hat (&sect;&nbsp;139 Abs.&nbsp;4 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 11.4.2019, IV R 1\/17ECLI:DE:BFH:2019:U.110419.IVR1.17.0 Fiktive Einlage nach &sect; 5 Abs. 2 UmwStG ins Gesamthandsverm&ouml;gen Leits&auml;tze Im Fall des Formwechsels von einer Kapital- in eine Personengesellschaft ist die Besteuerung der offenen R&uuml;cklagen der Kapitalgesellschaft nach &sect; 7 Satz 1 UmwStG bei nach &sect; 5 Abs. 2 UmwStG fiktiv als eingelegt behandelten Anteilen als &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-1-17-fiktive-einlage-nach-par-5-abs-2-umwstg-ins-gesamthandsvermoegen\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">IV&nbsp;R&nbsp;1\/17 &#8211; Fiktive Einlage nach &sect; 5 Abs. 2 UmwStG ins Gesamthandsverm&ouml;gen<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-70869","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70869","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=70869"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70869\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=70869"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=70869"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=70869"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}