{"id":70949,"date":"2019-07-20T13:59:00","date_gmt":"2019-07-20T11:59:00","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=70949"},"modified":"2019-07-20T13:59:46","modified_gmt":"2019-07-20T11:59:46","slug":"vi-r-40-16-erste-taetigkeitsstaette-einer-flugzeugfuehrerin-nach-neuem-reisekostenrecht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-40-16-erste-taetigkeitsstaette-einer-flugzeugfuehrerin-nach-neuem-reisekostenrecht\/","title":{"rendered":"VI&nbsp;R&nbsp;40\/16 &#8211; Erste T&auml;tigkeitsst&auml;tte einer Flugzeugf&uuml;hrerin nach neuem Reisekostenrecht"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 11.4.2019, VI R 40\/16<br \/>ECLI:DE:BFH:2019:U.110419.VIR40.16.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Erste T&auml;tigkeitsst&auml;tte einer Flugzeugf&uuml;hrerin nach neuem Reisekostenrecht<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Ortsfeste betriebliche Einrichtungen sind r&auml;umlich zusammengefasste Sachmittel, die der T&auml;tigkeit des Arbeitgebers, eines verbundenen Unternehmens oder eines vom Arbeitgeber bestimmten Dritten dienen und mit dem Erdboden verbunden oder dazu bestimmt sind, &uuml;berwiegend standortgebunden genutzt zu werden.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Eine (gro&szlig;r&auml;umige) erste T&auml;tigkeitsst&auml;tte liegt auch vor, wenn eine Vielzahl solcher Mittel, die f&uuml;r sich betrachtet selbst&auml;ndige betriebliche Einrichtungen darstellen k&ouml;nnen, r&auml;umlich abgrenzbar in einem organisatorischen, technischen oder wirtschaftlichen Zusammenhang mit der betrieblichen T&auml;tigkeit des Arbeitgebers, eines verbundenen Unternehmens oder eines vom Arbeitgeber bestimmten Dritten stehen. Demgem&auml;&szlig; kommt als eine solche erste T&auml;tigkeitsst&auml;tte auch ein gro&szlig;fl&auml;chiges und entsprechend infrastrukturell erschlossenes Gebiet (z.B. Werksanlage, Betriebsgel&auml;nde, Bahnhof oder Flughafen) in Betracht.<\/p>\n<\/p>\n<p>3. Eine Flugzeugf&uuml;hrerin, die von ihrem Arbeitgeber arbeitsrechtlich einem Flughafen dauerhaft zugeordnet ist und auf dem Flughafengel&auml;nde zumindest in geringem Umfang T&auml;tigkeiten erbringt, die sie als Flugzeugf&uuml;hrerin arbeitsvertraglich schuldet, hat dort ihre erste T&auml;tigkeitsst&auml;tte.<\/p>\n<\/p>\n<p>4. Die Zuordnung zu einer ortsfesten betrieblichen Einrichtung wird durch die dienst- oder arbeitsrechtlichen Festlegungen sowie diese ausf&uuml;llenden Absprachen bestimmt. Einer gesonderten Zuordnung f&uuml;r einkommensteuerliche Zwecke bedarf es nicht.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision der Kl&auml;gerin gegen das Urteil des Finanzgerichts Hamburg vom 13.10.2016 &#8211; 6 K 20\/16 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat die Kl&auml;gerin zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Streitig ist, ob Aufwendungen f&uuml;r Fahrten einer Flugzeugf&uuml;hrerin von und zu ihrem Heimatflughafen (home base) unter der Geltung des neuen Reisekostenrechts nach Dienstreisegrunds&auml;tzen oder nach Ma&szlig;gabe der Entfernungspauschale als Werbungskosten sowie Mehraufwendungen f&uuml;r Verpflegung anzusetzen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) ist seit September 2007 als Flugzeugf&uuml;hrerin bei der A angestellt. Sie war zun&auml;chst bei &quot;X\/0\/0&quot; in X, sp&auml;ter in Y besch&auml;ftigt. Im Arbeitsvertrag war vereinbart, dass die A die Kl&auml;gerin auch auf anderen Flugzeugmustern, an anderen Orten sowie vor&uuml;bergehend bei anderen Unternehmen im Konzern einsetzen konnte (Tz.&nbsp;1 Abs.&nbsp;2).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Schreiben vom November 2011 versetzte die A die Kl&auml;gerin aufgrund ihrer Umschulung auf den A340 ab Dezember 2011 vom Flughafen Y (Y\/0\/0) zum Flughafen X (X\/0\/1). Im Versetzungsschreiben behielt sich die A &#8211;wie schon im Anstellungsvertrag&#8211; vor, die Kl&auml;gerin auf anderen Flugzeugmustern, an anderen Orten sowie vor&uuml;bergehend bei anderen Unternehmen im A Konzern einzusetzen. Nach dem Streitjahr (2014) wurde die Kl&auml;gerin auf ihren Antrag hin wieder nach Y versetzt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Im Operations Manual Part&nbsp;A (OM-A) der A ist Folgendes bestimmt (Kapitel&nbsp;7, Revision&nbsp;36):<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">7.DE.100 Geltungsbereich<br \/>Im OM-A Kapitel&nbsp;7 sind die Anforderungen an A als Betreiber gewerblichen Luftverkehrs und deren Besatzungsmitglieder in Bezug auf Flug- und Dienstzeitbeschr&auml;nkungen und Ruhevorschriften f&uuml;r Besatzungsmitglieder festgelegt. Dieses OM-A Kapitel&nbsp;7 ist der gesetzlich geforderte und beh&ouml;rdlich genehmigte Flugzeitspezifikationsplan der A, der allen geltenden Rechtsvorschriften entspricht. (&#8230;)<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">7.DE.105 Begriffsbestimmungen<br \/>(&#8230;)<br \/>14. &quot;Heimatbasis&quot; (home base): der von A gegen&uuml;ber dem Besatzungsmitglied benannte Ort, wo das Besatzungsmitglied normalerweise eine Dienstzeit oder eine Abfolge von Dienstzeiten beginnt und beendet und wo A normalerweise nicht f&uuml;r die Unterbringung des betreffenden Besatzungsmitglieds verantwortlich ist; (&#8230;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">7.DE.200 Heimatbasis<br \/>(a) Die Heimatbasis ist ein einzelner Flughafenstandort, der mit einem hohen Grad an Best&auml;ndigkeit zugewiesen ist.<br \/>A weist die Heimatbasis individuell im Arbeitsvertrag zu. (&#8230;)<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ferner sind unter 7.DE.205.a OM-A &#8211;in Abh&auml;ngigkeit vom Flugzeugtyp und vom Abflughafen&#8211; die Zeiten f&uuml;r das vor jedem Flug erforderliche Briefing festgelegt, die zwischen 60 und 100&nbsp;Minuten betragen. Nach Kapitel&nbsp;14 Ziffer&nbsp;14.3.1.1 OM-A muss jedes Besatzungsmitglied &uuml;ber einen dienstlichen Wohnsitz im Einzugsbereich seines Einsatzorts verf&uuml;gen, von dem aus der Flugdienst w&auml;hrend des Bereitschaftsdiensts innerhalb von 60&nbsp;Minuten nach Benachrichtigung angetreten werden kann. F&uuml;r die Bef&ouml;rderung zum und vom Dienst am Einsatzort ist nach Kapitel&nbsp;14 Ziffer&nbsp;14.3.3.1 OM-A das einzelne Besatzungsmitglied verantwortlich. Als Dienstreisen gelten dementsprechend Reisen im dienstlichen Auftrag au&szlig;erhalb des &uuml;blichen Streckeneinsatzes, z.B. die Anreise zum Simulator oder Public Relations Assignments (14.4.1.1 OM-A). Kosten hierf&uuml;r tr&auml;gt die A (14.4.1.3 OM-A).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Streitjahr war die Kl&auml;gerin als First Officer (Copilotin) t&auml;tig und ausschlie&szlig;lich im internationalen Flugverkehr eingesetzt. Sie hatte insgesamt 24&nbsp;Eins&auml;tze bei 139&nbsp;Arbeitstagen, darunter f&uuml;nf Bereitschaftsdienste, einen B&uuml;rodienst, einen Simulatorcheck und eine medizinische Untersuchung. S&auml;mtliche Flugeins&auml;tze, die zwischen einem und sechs Tagen dauerten, begann und beendete die Kl&auml;gerin am Flughafen X. Zu den dienstlichen Eins&auml;tzen reiste sie im Streitjahr an 39&nbsp;Tagen mit dem Flugzeug oder mit ihrem eigenen PKW von ihrem Wohnort an und dorthin wieder ab. Bei einem fr&uuml;hen Dienstbeginn reiste sie am Vortag an und &uuml;bernachtete in einem Hotel in X. Entsprechend verfuhr sie bei einem sp&auml;ten Dienstende und bei unmittelbar aufeinander folgenden Bereitschaftsdiensten und Schulungen. Von der A erhielt die Kl&auml;gerin Abwesenheitsgeld f&uuml;r die Eins&auml;tze im Streckendienst, beginnend mit dem planm&auml;&szlig;igen Abflug und endend mit der in den flight-logs angegebenen Blockzeit (gem&auml;&szlig; Tarifvertrag der A).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zu den Aufgaben der Kl&auml;gerin als Copilotin geh&ouml;rte es u.a., vor jedem Abflug an dem vorgeschriebenen Briefing der Flugbesatzung, das in sog. Briefingr&auml;umen der A am Flughafen X stattfand, teilzunehmen, die Wettermeldungen zu &uuml;berpr&uuml;fen, sich an der Beurteilung der Wetterlage zu beteiligen, alle notwendigen Unterlagen und Informationen zur Durchf&uuml;hrung des Flugs einzuholen, den Flugplan zu &uuml;berpr&uuml;fen, sich mit dem technischen Status des Flugzeugs vertraut zu machen, daf&uuml;r zu sorgen, dass alle Flugunterlagen vollst&auml;ndig an Bord verf&uuml;gbar waren, die Abflugdaten zu errechnen und die an Bord befindliche Kraftstoffmenge mit der vorgeschriebenen Menge zu vergleichen. Nach dem Flug musste sie den Kommandanten bei der Vervollst&auml;ndigung der Flugunterlagen unterst&uuml;tzen und auf Anweisung schriftliche Berichte erstellen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die A teilte dem Beklagten und Revisionsbeklagten (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) auf Anfrage mit, beim fliegenden Personal der A bestehe eine arbeitsrechtliche Zuordnung zu einem konkreten Flughafen (Stationierungsort), von wo der Mitarbeiter regelm&auml;&szlig;ig seinen Dienst beginne und beende. In Einzelf&auml;llen erfolgten abweichende Zuordnungen &uuml;ber Weisungen des Arbeitgebers, wobei der Stationierungsort im Versetzungsschreiben benannt sei, sodass auch in diesen F&auml;llen eine eindeutige Zuordnung und damit eine erste T&auml;tigkeitsst&auml;tte gegeben sei. Die Zuordnung ergebe sich somit aus den Dienstvertr&auml;gen bzw. erg&auml;nzenden Versetzungsschreiben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In ihrer Einkommensteuererkl&auml;rung machte die Kl&auml;gerin u.a. Fahrtkosten von der Wohnung zum Flughafen X nach Dienstreisegrunds&auml;tzen sowie entsprechende Verpflegungsmehraufwendungen und &Uuml;bernachtungskosten am Dienstort als Werbungskosten bei ihren Eink&uuml;nften aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit geltend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Rahmen der streitigen Einkommensteuerfestsetzung lie&szlig; das FA lediglich die Kosten f&uuml;r die &Uuml;bernachtungen am Dienstort in tats&auml;chlicher H&ouml;he zum Werbungskostenabzug zu. Die geltend gemachten Fahrtkosten setzte es lediglich mit der Entfernungspauschale an. Mehraufwendungen f&uuml;r Verpflegung ber&uuml;cksichtigte das FA nicht. Die A habe der Kl&auml;gerin den Flughafen X (im Arbeitsvertrag) als erste T&auml;tigkeitsst&auml;tte zugewiesen. Daher k&ouml;nnten Verpflegungsmehraufwendungen f&uuml;r die An- und Abreisetage nicht und Aufwendungen f&uuml;r die Fahrten zwischen der Wohnung und dem Flughafen X nur in H&ouml;he der Entfernungspauschale ber&uuml;cksichtigt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die daraufhin erhobene Klage wies das Finanzgericht (FG) mit den in Entscheidungen der Finanzgerichte 2017, 27 ver&ouml;ffentlichten Gr&uuml;nden ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gt die Kl&auml;gerin die Verletzung materiellen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sie beantragt,<br \/>das Urteil des FG Hamburg vom 13.&nbsp;Oktober 2016&nbsp;&#8211; 6&nbsp;K&nbsp;20\/16 sowie die Einspruchsentscheidung des FA vom 12.&nbsp;Januar 2016 aufzuheben und den Einkommensteuerbescheid 2014 vom 25.&nbsp;November 2015 dahingehend zu &auml;ndern, dass bei den Eink&uuml;nften aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit weitere Werbungskosten in H&ouml;he von 2.095,71&nbsp;EUR ber&uuml;cksichtigt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) ist dem Rechtsstreit beigetreten. Einen Antrag hat es nicht gestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision der Kl&auml;gerin ist unbegr&uuml;ndet und daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG hat zutreffend entschieden, dass die Kl&auml;gerin im Streitjahr am Flughafen X &#8211;ihrem Stationierungs- bzw. Heimatflughafen (home&nbsp;base)&#8211; ihre erste T&auml;tigkeitsst&auml;tte i.S. des &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;4 des Einkommensteuergesetzes in der im Streitjahr geltenden Fassung (EStG) hatte. Es hat deshalb zu Recht die Aufwendungen der Kl&auml;gerin f&uuml;r die Fahrten zwischen ihrem Wohnort und dem Flughafen X lediglich mit der Entfernungspauschale sowie die geltend gemachten weiteren Verpflegungsmehraufwendungen nicht zum Werbungskostenabzug zugelassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Beruflich veranlasste Fahrtkosten sind Erwerbsaufwendungen. Handelt es sich bei den Aufwendungen des Arbeitnehmers um solche f&uuml;r die Wege zwischen Wohnung und erster T&auml;tigkeitsst&auml;tte i.S. des &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;4 EStG, ist zu deren Abgeltung f&uuml;r jeden Arbeitstag, an dem der Arbeitnehmer die erste T&auml;tigkeitsst&auml;tte aufsucht, grunds&auml;tzlich eine Entfernungspauschale f&uuml;r jeden vollen Kilometer der Entfernung zwischen Wohnung und erster T&auml;tigkeitsst&auml;tte von 0,30&nbsp;EUR anzusetzen (&sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Nr.&nbsp;4 S&auml;tze&nbsp;1 und 2 EStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Wird der Arbeitnehmer au&szlig;erhalb seiner Wohnung und ersten T&auml;tigkeitsst&auml;tte beruflich t&auml;tig (ausw&auml;rtige berufliche T&auml;tigkeit), ist gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;4a Satz&nbsp;1 EStG zur Abgeltung der ihm tats&auml;chlich entstandenen, beruflich veranlassten Mehraufwendungen eine Verpflegungspauschale nach Ma&szlig;gabe des Satzes&nbsp;3 anzusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Erste T&auml;tigkeitsst&auml;tte ist nach der Legaldefinition in &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 EStG die ortsfeste betriebliche Einrichtung des Arbeitgebers, eines verbundenen Unternehmens (&sect;&nbsp;15 des Aktiengesetzes) oder eines vom Arbeitgeber bestimmten Dritten, der der Arbeitnehmer dauerhaft zugeordnet ist. Der durch das Gesetz zur &Auml;nderung und Vereinfachung der Unternehmensbesteuerung und des steuerlichen Reisekostenrechts vom 20.&nbsp;Februar 2013 (BGBl I 2013, 285) neu eingef&uuml;hrte und in &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 EStG definierte Begriff der &quot;ersten T&auml;tigkeitsst&auml;tte&quot; tritt an die Stelle des bisherigen unbestimmten Rechtsbegriffs der &quot;regelm&auml;&szlig;igen Arbeitsst&auml;tte&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Ortsfeste betriebliche Einrichtungen sind r&auml;umlich zusammengefasste Sachmittel, die der T&auml;tigkeit des Arbeitgebers, eines verbundenen Unternehmens oder eines vom Arbeitgeber bestimmten Dritten dienen und mit dem Erdboden verbunden oder dazu bestimmt sind, &uuml;berwiegend standortgebunden genutzt zu werden. Eine (gro&szlig;r&auml;umige) erste T&auml;tigkeitsst&auml;tte liegt auch vor, wenn eine Vielzahl solcher Mittel, die f&uuml;r sich betrachtet selbst&auml;ndige betriebliche Einrichtungen darstellen k&ouml;nnen (z.B. Werkst&auml;tten und Werkshallen, B&uuml;rogeb&auml;ude und -etagen sowie Verkaufs- und andere Wirtschaftsbauten), r&auml;umlich abgrenzbar in einem organisatorischen, technischen oder wirtschaftlichen Zusammenhang mit der betrieblichen T&auml;tigkeit des Arbeitgebers, eines verbundenen Unternehmens oder eines vom Arbeitgeber bestimmten Dritten stehen. Demgem&auml;&szlig; kommt als eine solche erste T&auml;tigkeitsst&auml;tte auch ein gro&szlig;fl&auml;chiges und entsprechend infrastrukturell erschlossenes Gebiet (z.B. Werksanlage, Betriebsgel&auml;nde, Bahnhof oder Flughafen) in Betracht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Zuordnung zu einer solchen Einrichtung wird gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;2 EStG durch die dienst- oder arbeitsrechtlichen Festlegungen sowie die diese ausf&uuml;llenden Absprachen und Weisungen bestimmt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Nach der gesetzlichen Konzeption &#8211;und der die Neuordnung des steuerlichen Reisekostenrechts pr&auml;genden Grundentscheidung&#8211; wird die erste T&auml;tigkeitsst&auml;tte vorrangig anhand der arbeits(vertrag)- oder dienstrechtlichen Zuordnung des Arbeitnehmers durch den Arbeitgeber bestimmt, hilfsweise mittels quantitativer Kriterien (BTDrucks 17\/10774, S.&nbsp;15; ebenso BMF-Schreiben vom 24.&nbsp;Oktober 2014&nbsp;&#8211; IV&nbsp;C&nbsp;5&nbsp;S&nbsp;2353\/14\/10002, BStBl I 2014, 1412, Rz&nbsp;2; Niermann, Der Betrieb &#8211;DB&#8211; 2013, 1015; Isenhardt, DB 2014, 1316; Thomas, Deutsches Steuerrecht 2014, 497; Bl&uuml;mich\/ Th&uuml;rmer, &sect;&nbsp;9 EStG Rz&nbsp;559; Schmidt\/Kr&uuml;ger, EStG, 38.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;9 Rz&nbsp;303; Oertel in Kirchhof, EStG, 18.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;9 Rz&nbsp;52; K&ouml;hler in Bordewin\/Brandt, &sect;&nbsp;9 EStG Rz&nbsp;1402; kritisch Bergkemper, Finanz-Rundschau &#8211;FR&#8211; 2013, 1017; ders. in Herrmann\/Heuer\/ Raupach &#8211;HHR&#8211;, &sect;&nbsp;9 EStG Rz&nbsp;546).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Zu den arbeits- oder dienstrechtlichen Weisungen und Verf&uuml;gungen (im weiteren Verlauf: arbeitsrechtliche) z&auml;hlen alle schriftlichen, aber auch m&uuml;ndlichen Absprachen oder Weisungen (BTDrucks 17\/10774, S.&nbsp;15). Die Zuordnung kann also insbesondere im Arbeitsvertrag oder durch Aus&uuml;bung des Direktionsrechts (bspw. im Beamtenverh&auml;ltnis durch dienstliche Anordnung) kraft der Organisationsgewalt des Arbeitgebers oder Dienstherrn (im weiteren Verlauf: Arbeitgeber) vorgenommen werden. Die Zuordnung zu einer ersten T&auml;tigkeitsst&auml;tte muss dabei nicht ausdr&uuml;cklich erfolgen. Sie setzt auch nicht voraus, dass sich der Arbeitgeber der steuerrechtlichen Folgen dieser Entscheidung bewusst ist. Wird der Arbeitnehmer von seinem Arbeitgeber einer betrieblichen Einrichtung zugeordnet, weil er dort seine Arbeitsleistung erbringen soll, ist diese Zuordnung aufgrund der steuerrechtlichen Ankn&uuml;pfung an das Dienst- oder Arbeitsrecht vielmehr auch steuerrechtlich ma&szlig;gebend. Deshalb bedarf es neben der arbeitsrechtlichen Zuordnung zu einer betrieblichen Einrichtung keiner gesonderten Zuweisung zu einer ersten T&auml;tigkeitsst&auml;tte f&uuml;r einkommensteuerrechtliche Zwecke. Denn der Gesetzgeber wollte mit der Neuregelung des steuerlichen Reisekostenrechts auch das Auseinanderfallen der arbeitsrechtlichen von der steuerrechtlichen Einordnung bestimmter Zahlungen als Reisekosten verringern (BTDrucks 17\/10774, S.&nbsp;15). Entscheidend ist, ob der Arbeitnehmer aus der Sicht ex&nbsp;ante nach den arbeitsrechtlichen Festlegungen an einer ortsfesten betrieblichen Einrichtung des Arbeitgebers, eines verbundenen Unternehmens oder eines vom Arbeitgeber bestimmten Dritten t&auml;tig werden sollte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Die arbeitsrechtliche Zuordnungsentscheidung des Arbeitgebers als solche muss f&uuml;r ihre steuerliche Wirksamkeit nicht dokumentiert werden (a.A. BMF-Schreiben in BStBl I 2014, 1412, Rz&nbsp;10). Eine Dokumentationspflicht ist &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;2 EStG nicht zu entnehmen. Die Feststellung einer entsprechenden Zuordnung ist vielmehr durch alle nach der FGO zugelassenen Beweismittel m&ouml;glich und durch das FG im Rahmen einer umfassenden W&uuml;rdigung aller Umst&auml;nde des Einzelfalls zu treffen. So entspricht es regelm&auml;&szlig;ig der Lebenswirklichkeit, dass der Arbeitnehmer der betrieblichen Einrichtung des Arbeitgebers zugeordnet ist, in der er tats&auml;chlich t&auml;tig ist oder werden soll.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Ist der Arbeitnehmer einer bestimmten T&auml;tigkeitsst&auml;tte arbeitsrechtlich zugeordnet, kommt es aufgrund des Direktionsrechts des Arbeitgebers f&uuml;r das Auffinden der ersten T&auml;tigkeitsst&auml;tte auf den qualitativen Schwerpunkt der T&auml;tigkeit, die der Arbeitnehmer dort aus&uuml;bt oder aus&uuml;ben soll, entgegen der bis 2013 geltenden Rechtslage nicht mehr an (BTDrucks 17\/10774, S.&nbsp;15; BMF-Schreiben in BStBl I 2014, 1412, Rz&nbsp;8; Niermann, DB 2013, 1015; Bergkemper, FR 2013, 1017; Bl&uuml;mich\/Th&uuml;rmer, &sect;&nbsp;9 EStG Rz&nbsp;551, 554 und 559; Schmidt\/Kr&uuml;ger, a.a.O., &sect;&nbsp;9 Rz&nbsp;303; Oertel in Kirchhof, a.a.O., &sect;&nbsp;9 Rz&nbsp;52; K&ouml;hler in Bordewin\/Brandt, &sect;&nbsp;9 EStG Rz&nbsp;1402; Lochte in Frotscher\/Geurts, EStG, Freiburg 2018, &sect;&nbsp;9 Rz&nbsp;122b und 252a; A.&nbsp;Cla&szlig;en in Lademann, EStG, &sect;&nbsp;9 EStG Rz&nbsp;68; Schramm\/Harder-Buschner, Neue Wirtschafts-Briefe 2014, 26, 33; kritisch HHR\/Bergkemper, &sect;&nbsp;9 EStG Rz&nbsp;546).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Erforderlich, aber auch ausreichend ist, dass der Arbeitnehmer am Ort der ersten T&auml;tigkeitsst&auml;tte zumindest in geringem Umfang T&auml;tigkeiten zu erbringen hat, die er arbeitsvertraglich oder dienstrechtlich schuldet und die zu dem von ihm ausge&uuml;bten Berufsbild geh&ouml;ren. Nur dann kann die &quot;erste T&auml;tigkeitsst&auml;tte&quot; als Ankn&uuml;pfungspunkt f&uuml;r den Ansatz von Wegekosten nach Ma&szlig;gabe der Entfernungspauschale und als Abgrenzungsmerkmal gegen&uuml;ber einer ausw&auml;rtigen beruflichen T&auml;tigkeit dienen. Dies folgt nach Auffassung des erkennenden Senats insbesondere aus &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;3 EStG, der zumindest f&uuml;r den Regelfall davon ausgeht, dass der Arbeitnehmer an diesem Ort auch t&auml;tig werden soll. Dar&uuml;ber hinaus ist das Erfordernis einer arbeitsvertrag- oder dienstrechtlich geschuldeten Bet&auml;tigung an diesem Ort nicht zuletzt dem Wortsinn des Tatbestandsmerkmals &quot;erste T&auml;tigkeitsst&auml;tte&quot; geschuldet. Denn ein Ort, an dem der Steuerpflichtige nicht t&auml;tig wird (oder f&uuml;r den Regelfall nicht t&auml;tig werden soll), kann nicht als T&auml;tigkeitsst&auml;tte angesehen werden. Schlie&szlig;lich zwingt auch das objektive Nettoprinzip, den Begriff der ersten T&auml;tigkeitsst&auml;tte dahingehend auszulegen. Denn anderenfalls bestimmt sich die Steuerlast nicht &#8211;gleichheitsrechtlich geboten&#8211; nach der individuellen Leistungsf&auml;higkeit des Steuerpflichtigen, sondern nach dem Belieben seines Arbeitgebers.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Von einer dauerhaften Zuordnung ist ausweislich der in &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;3 EStG aufgef&uuml;hrten Regelbeispiele insbesondere auszugehen, wenn der Arbeitnehmer unbefristet, f&uuml;r die Dauer des Dienstverh&auml;ltnisses oder &uuml;ber einen Zeitraum von 48&nbsp;Monaten hinaus an einer solchen T&auml;tigkeitsst&auml;tte t&auml;tig werden soll. Fehlt eine solche dienst- oder arbeitsrechtliche Festlegung auf eine T&auml;tigkeitsst&auml;tte oder ist sie nicht eindeutig, ist erste T&auml;tigkeitsst&auml;tte entsprechend &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;4 EStG die betriebliche Einrichtung, an der der Arbeitnehmer dauerhaft<br \/>1. typischerweise arbeitst&auml;glich t&auml;tig werden soll oder<br \/>2. je Arbeitswoche zwei volle Arbeitstage oder mindestens ein Drittel seiner vereinbarten regelm&auml;&szlig;igen Arbeitszeit t&auml;tig werden soll.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Eine Zuordnung ist unbefristet i.S. des &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;3&nbsp;&nbsp;1.&nbsp;Alternative EStG, wenn die Dauer der Zuordnung zu einer T&auml;tigkeitsst&auml;tte aus der ma&szlig;geblichen Sicht ex&nbsp;ante nicht kalenderm&auml;&szlig;ig bestimmt ist und sich auch nicht aus Art, Zweck oder Beschaffenheit der Arbeitsleistung ergibt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die Zuordnung erfolgt gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;3&nbsp;&nbsp;2.&nbsp;Alternative EStG f&uuml;r die Dauer des Arbeits- oder Dienstverh&auml;ltnisses, wenn sie aus der ma&szlig;geblichen Sicht ex&nbsp;ante f&uuml;r die gesamte Dauer des Arbeits- oder Dienstverh&auml;ltnisses Bestand haben soll. Dies kann insbesondere angenommen werden, wenn die Zuordnung im Rahmen des Arbeits- oder Dienstverh&auml;ltnisses unbefristet oder (ausdr&uuml;cklich) f&uuml;r dessen gesamte Dauer erfolgt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Nach diesen Ma&szlig;st&auml;ben ist das FG zu Recht davon ausgegangen, dass die Kl&auml;gerin im Streitjahr ihre erste T&auml;tigkeitsst&auml;tte am Flughafen X hatte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach den bindenden (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO) Feststellungen des FG verf&uuml;gt die A am Flughafen X &uuml;ber mehrere Betriebsgeb&auml;ude. Diese innerhalb wie au&szlig;erhalb des Sicherheitsbereichs befindlichen Geb&auml;ude, in denen auch die sog. Briefingr&auml;ume der A belegen sind, bilden die &quot;A-basis&quot; X, die steuerrechtlich eine ortsfeste (gro&szlig;r&auml;umige) betriebliche Einrichtung &#8211;hier des Arbeitgebers der Kl&auml;gerin&#8211; bildet. Denn die Geb&auml;ude stehen in einem organisatorischen und wirtschaftlichen Zusammenhang mit der betrieblichen T&auml;tigkeit des Arbeitgebers. Sie bilden eine r&auml;umlich abgrenzbare funktionale betriebliche Einheit.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Dieser betrieblichen Einrichtung war die Kl&auml;gerin auch dauerhaft zugeordnet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Nach den nicht mit Verfahrensr&uuml;gen angegriffenen und den Senat ebenfalls bindenden Feststellungen des FG (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO) wurde die Kl&auml;gerin ab Dezember 2011 vom Flughafen Y &#8211;Y\/0\/0&#8211; (zur&uuml;ck) zum Flughafen X (X\/0\/1) versetzt. Einkommensteuerrechtlich stellt sich diese arbeitsrechtliche Weisung als Zuordnung zur A-basis am Flughafen X i.S. von &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;3 EStG dar. Der Kl&auml;gerin wurde dadurch der Flughafen X verbindlich als home&nbsp;base zugewiesen. Denn sie hatte nunmehr von dort aus ihren Dienst anzutreten und zu beenden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Diese Zuordnung erfolgte auch unbefristet. Dem steht der Umstand, dass die Kl&auml;gerin (jederzeit) erneut an einen anderen Ort versetzt werden konnte, nicht entgegen. Denn die Zuordnung zur A-basis am Flughafen X war weder kalenderm&auml;&szlig;ig bestimmt noch ergab sich aus Art, Zweck oder Beschaffenheit der Arbeitsleistung eine Befristung. Die jederzeitige M&ouml;glichkeit einer Versetzung als solche f&uuml;hrt noch nicht zu einer lediglich befristeten Zuordnung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Ebenso wenig vermag der Einwand der Kl&auml;gerin, die A habe mit der Zuweisung einer home&nbsp;base lediglich nationalen wie EU-rechtlichen Vorgaben, insbesondere Ziffer&nbsp;1.7 des Anhangs&nbsp;III Abschn.&nbsp;Q&nbsp;OPS&nbsp;1.1095 der Verordnung (EG) Nr.&nbsp;859\/2008 der Kommission vom 20.&nbsp;August 2008 (EU-OPS; Amtsblatt der Europ&auml;ischen Union &#8211;ABlEU&#8211; L&nbsp;254, S.&nbsp;1) Rechnung tragen, aber keine erste T&auml;tigkeitsst&auml;tte i.S. von &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;4 EStG zuweisen wollen, vorliegend gegen eine erste T&auml;tigkeitsst&auml;tte der Kl&auml;gerin am Flughafen X zu streiten. Denn einer gesonderten Zuordnung zu einer ersten T&auml;tigkeitsst&auml;tte f&uuml;r einkommensteuerliche Zwecke bedarf es nicht. Die in Ziffer&nbsp;1.7 des Anhangs&nbsp;III Abschn.&nbsp;Q&nbsp;OPS&nbsp;1.1095 der Verordnung (EG) Nr.&nbsp;859\/2008 der Kommission vom 20.&nbsp;August 2008 (EU-OPS; ABlEU L&nbsp;254, S.&nbsp;1) geregelte Verpflichtung von Luftfahrtunternehmen, f&uuml;r jedes Besatzungsmitglied eine Heimatbasis festzulegen, und die arbeitsvertragliche Umsetzung der dahingehenden Verpflichtung verdeutlicht vielmehr den vom Steuergesetzgeber beabsichtigten Gleichklang von Arbeits- und Steuerrecht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Ebenso rechtsunerheblich ist der Einwand der Kl&auml;gerin, ihr sei der Stationierungsflughafen schon vor der Einf&uuml;hrung des neuen Reisekostenrechts von ihrem Arbeitgeber zugewiesen worden. Zwar ist der Kl&auml;gerin zuzugeben, dass der Arbeitgeber f&uuml;r einen bereits abgelaufenen Veranlagungszeitraum nicht r&uuml;ckwirkend eine bislang unterbliebene Zuordnungsentscheidung nachholen kann. Dies ist im Streitfall jedoch nicht der Fall. Denn das Versetzungsschreiben vom November 2011 ist zukunftsbezogen. Im &Uuml;brigen gilt auch insoweit die Ma&szlig;geblichkeit der arbeits- oder dienstrechtlichen Festlegung. Sofern diese &#8211;wie vorliegend&#8211; auch jenseits des 31.&nbsp;Dezember 2013 fortwirkt, bedarf es keiner erneuten und insbesondere einkommensteuerrechtlichen Festlegung einer ersten T&auml;tigkeitsst&auml;tte i.S. von &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;4 EStG. Vielmehr nimmt das neue &#8211;zum 1.&nbsp;Januar 2014 in Kraft getretene&#8211; steuerliche Reisekostenrecht die vorgefundenen arbeits- und dienstrechtlichen Festlegungen des Arbeitgebers auf.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Da die Kl&auml;gerin der A-basis am Flughafen X damit bereits aufgrund der dienstrechtlichen Festlegung ihres Arbeitgebers i.S. des &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 EStG dauerhaft zugeordnet war, kommt es auf die Erf&uuml;llung der quantitativen Kriterien des &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;4 EStG im Streitfall nicht an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Schlie&szlig;lich ist die Kl&auml;gerin dort auch in dem erforderlichen Umfang t&auml;tig geworden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach den bindenden Feststellungen des FG war die Kl&auml;gerin im Streitjahr &#8211;wenn auch in geringem Umfang&#8211; in der A-basis am Flughafen X t&auml;tig. Denn zu den Aufgaben der Kl&auml;gerin geh&ouml;rte es u.a., vor jedem Abflug in der A-basis auf dem Flughafen X an dem 60- bis 100-min&uuml;tigen Briefing der Flugbesatzung teilzunehmen, die Wettermeldungen zu &uuml;berpr&uuml;fen, sich an der Beurteilung der Wetterlage zu beteiligen, alle notwendigen Unterlagen und Informationen zur Durchf&uuml;hrung des Fluges einzuholen, den Flugplan zu &uuml;berpr&uuml;fen, sich mit dem technischen Status des Flugzeugs vertraut zu machen und die Abflugdaten zu errechnen. Nach dem Flug musste sie den Kommandanten bei der Vervollst&auml;ndigung der Flugunterlagen unterst&uuml;tzen und auf Anweisung schriftliche Berichte erstellen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die W&uuml;rdigung des FG, dass die Kl&auml;gerin damit in hinreichendem Umfang ihre eigentliche Berufst&auml;tigkeit als Copilotin auch in einer ortsfesten betrieblichen Einrichtung ihres Arbeitgebers am Flughafen X ausge&uuml;bt hat, ist danach revisionsrechtlich nicht zu beanstanden. Denn insbesondere die Teilnahme an dem vor jedem Flug obligatorischen Briefing z&auml;hlt zu den arbeitsvertraglichen Pflichten der Kl&auml;gerin und geh&ouml;rt zu dem von ihr ausge&uuml;bten Beruf der Flugzeugf&uuml;hrerin. Der Umstand, dass die Kl&auml;gerin ihre T&auml;tigkeit schwerpunktm&auml;&szlig;ig in einem Flugzeug aus&uuml;bt, das mangels Ortsfestigkeit seinerseits keine erste T&auml;tigkeitsst&auml;tte ist, steht dem &#8211;wie oben ausgef&uuml;hrt&#8211; nach der Neuordnung des steuerlichen Reisekostenrechts nicht mehr entgegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Da die Kl&auml;gerin im Streitjahr eine erste T&auml;tigkeitsst&auml;tte auf dem Betriebsgel&auml;nde der A am Flughafen X hatte, sind ihre Aufwendungen f&uuml;r die Fahrten zwischen ihrem Wohnort und dem Flughafen X mit der vom FA bereits ber&uuml;cksichtigten Entfernungspauschale gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Nr.&nbsp;4 Satz&nbsp;2 EStG abgegolten. Ein Versto&szlig; gegen das objektive Nettoprinzip ist dadurch nicht zu beklagen. Es begegnet keinen verfassungsrechtlichen Bedenken, dass durch die Entfernungspauschale Aufwendungen f&uuml;r Fahrten zwischen Wohnung und erster T&auml;tigkeitsst&auml;tte abgegolten werden (Senatsurteil vom 4.&nbsp;April 2019&nbsp;&#8211; VI&nbsp;R&nbsp;27\/17, zur amtlichen Ver&ouml;ffentlichung bestimmt).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>6. Ein Ansatz der begehrten Mehraufwendungen f&uuml;r Verpflegung kommt ebenfalls nicht in Betracht, da die Kl&auml;gerin nach den bindenden Feststellungen des FG (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO) nicht nachgewiesen hat, dass sie an den entsprechenden Tagen &#8211;wie in &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;4a S&auml;tze&nbsp;2 und 3 Nr.&nbsp;3 EStG vorausgesetzt&#8211; mehr als acht Stunden von ihrer Wohnung und dem Betriebsgel&auml;nde der A am Flughafen X als ersten T&auml;tigkeitsst&auml;tte abwesend war. Eine Abwesenheit von mehr als acht Stunden nur von der Wohnung reicht nach dem Gesetzeswortlaut nicht aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>7. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 11.4.2019, VI R 40\/16ECLI:DE:BFH:2019:U.110419.VIR40.16.0 Erste T&auml;tigkeitsst&auml;tte einer Flugzeugf&uuml;hrerin nach neuem Reisekostenrecht Leits&auml;tze 1. Ortsfeste betriebliche Einrichtungen sind r&auml;umlich zusammengefasste Sachmittel, die der T&auml;tigkeit des Arbeitgebers, eines verbundenen Unternehmens oder eines vom Arbeitgeber bestimmten Dritten dienen und mit dem Erdboden verbunden oder dazu bestimmt sind, &uuml;berwiegend standortgebunden genutzt zu werden. 2. 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