{"id":70953,"date":"2019-07-20T13:59:12","date_gmt":"2019-07-20T11:59:12","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=70953"},"modified":"2019-07-20T13:59:57","modified_gmt":"2019-07-20T11:59:57","slug":"x-r-23-16-verschmelzung-einer-kapitalgesellschaft-auf-ihren-gesellschafter-ausnahmsweise-kein-steuerpflichtiger-konfusionsgewinn-trotz-vereinigung-einer-wertgeminderten-forderung-des-gesellschafters-m","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-23-16-verschmelzung-einer-kapitalgesellschaft-auf-ihren-gesellschafter-ausnahmsweise-kein-steuerpflichtiger-konfusionsgewinn-trotz-vereinigung-einer-wertgeminderten-forderung-des-gesellschafters-m\/","title":{"rendered":"X&nbsp;R&nbsp;23\/16 &#8211; Verschmelzung einer Kapitalgesellschaft auf ihren Gesellschafter: Ausnahmsweise kein steuerpflichtiger Konfusionsgewinn trotz Vereinigung einer wertgeminderten Forderung des Gesellschafters mit einer Darlehensverbindlichkeit der Gesellschaft"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 9.4.2019, X R 23\/16<br \/>ECLI:DE:BFH:2019:U.090419.XR23.16.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Verschmelzung einer Kapitalgesellschaft auf ihren Gesellschafter: Ausnahmsweise kein steuerpflichtiger Konfusionsgewinn trotz Vereinigung einer wertgeminderten Forderung des Gesellschafters mit einer Darlehensverbindlichkeit der Gesellschaft<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Wird eine Kapitalgesellschaft auf ihren Gesellschafter verschmolzen, gilt eine zum Privatverm&ouml;gen des Gesellschafters geh&ouml;rende Forderung gegen die &uuml;bertragende K&ouml;rperschaft als in das Betriebsverm&ouml;gen des &uuml;bernehmenden Rechtstr&auml;gers eingelegt.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. War die Forderung wertgemindert und h&auml;tte sich ihr Ausfall im Falle ihrer weiteren Zugeh&ouml;rigkeit zum Privatverm&ouml;gen bei der Verwirklichung eines Realisationstatbestands nach &sect; 17 EStG einkommensteuermindernd ausgewirkt, ist als Einlagewert nicht der (geminderte) Teilwert anzusetzen, sondern derjenige Wert, mit dem die Forderung im Falle der Verwirklichung eines Realisationstatbestands nach &sect; 17 EStG als nachtr&auml;gliche Anschaffungskosten zu ber&uuml;cksichtigen gewesen w&auml;re (Fortf&uuml;hrung des Senatsurteils vom 29. November 2017 &#8211; X R 8\/16, BFHE 260, 224, BStBl II 2018, 426, Rz 68 ff.).<\/p>\n<\/p>\n<p>3. Nach den bis zum 27. September 2017 geltenden Grunds&auml;tzen f&uuml;r die Ber&uuml;cksichtigung von Forderungsverlusten bei &sect; 17 EStG f&uuml;hrt der Ausfall eines Krisendarlehens zu nachtr&auml;glichen Anschaffungskosten. Ein Krisendarlehen ist anzunehmen, wenn sich die Gesellschaft zum Zeitpunkt der Darlehensgew&auml;hrung in einer Krise befindet, d.h. die R&uuml;ckzahlung angesichts der finanziellen Situation der Gesellschaft in einem Ma&szlig;e gef&auml;hrdet ist, dass ein ordentlicher Kaufmann das Risiko einer Kreditgew&auml;hrung zu denselben Bedingungen wie der Gesellschafter nicht mehr eingegangen w&auml;re.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision des Kl&auml;gers werden das Urteil des Finanzgerichts Baden-W&uuml;rttemberg, Au&szlig;ensenate Freiburg, vom 21.06.2016&nbsp;&nbsp;&nbsp;11 K 1536\/14 und die Einspruchsentscheidungen des Beklagten vom 08.04.2014 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Einkommensteuerbescheide 2008 bis 2010 vom 21.12.2012 sowie die Gewerbesteuermessbescheide 2009 und 2010 vom 18.03.2013 werden dahingehend ge&auml;ndert, dass keine Ertr&auml;ge aus der Aufl&ouml;sung einer f&uuml;r den Konfusionsgewinn gebildeten R&uuml;cklage in H&ouml;he von jeweils 41.659 EUR j&auml;hrlich angesetzt werden.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Berechnung der H&ouml;he der Steuer&nbsp;&nbsp;und Messbetr&auml;ge wird dem Beklagten &uuml;bertragen.<\/p>\n<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des gesamten Verfahrens hat der Beklagte zu tragen.<\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger), der in den Streitjahren 2008 bis 2010 einzeln zur Einkommensteuer veranlagt wurde, betrieb urspr&uuml;nglich ein gewerbliches Einzelunternehmen. Im Jahr 1996 gr&uuml;ndete er eine GmbH, an der er zun&auml;chst mit 99&nbsp;% beteiligt war und deren Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer er wurde. Zum 1.&nbsp;Oktober 1996 brachte er sein Einzelunternehmen im Rahmen einer Kapitalerh&ouml;hung gegen Sacheinlage in die GmbH ein. Die GmbH-Anteile behandelte er als Privatverm&ouml;gen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) hat keine Feststellungen dazu getroffen, wie der Kl&auml;ger seinerzeit sein Bewertungswahlrecht nach &sect;&nbsp;20 des Umwandlungssteuergesetzes 1995 (UmwStG 1995) ausge&uuml;bt hatte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In der Folgezeit gew&auml;hrte der Kl&auml;ger der GmbH drei Darlehen. Er hat hierzu unwidersprochen vorgetragen, er habe im eigenen Namen Bankkredite aufgenommen und die Darlehensvaluta an die GmbH weitergeleitet. Ferner bestand ein Gesellschafter-Verrechnungskonto. Die Zinsen aus den Darlehen und dem Verrechnungskonto erkl&auml;rte der Kl&auml;ger einkommensteuerlich als Einnahmen aus Kapitalverm&ouml;gen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In den Jahren 2004 und 2005 gab der Kl&auml;ger gegen&uuml;ber der GmbH in Bezug auf die drei Darlehensforderungen sowie auf Anspr&uuml;che aus dem Gesellschafter-Verrechnungskonto samt r&uuml;ckst&auml;ndiger Gehaltszahlungen vier Rangr&uuml;cktrittserkl&auml;rungen &uuml;ber 52.000&nbsp;EUR, 15.000&nbsp;EUR, 50.000&nbsp;EUR bzw. 8.777,13&nbsp;EUR ab. Die von dem Rangr&uuml;cktritt umfassten Forderungen waren nur nach Beseitigung der &Uuml;berschuldung und nur aus k&uuml;nftigen Gewinnen, aus einem Liquidations&uuml;berschuss oder einem die sonstigen Verbindlichkeiten &uuml;bersteigenden Verm&ouml;gen der Gesellschaft zu bedienen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 10.&nbsp;Juni 2008 errichtete der Kl&auml;ger &#8211;der zwischenzeitlich Alleingesellschafter der GmbH geworden war&#8211; eine notarielle Urkunde, deren Teil B. einen Verschmelzungsvertrag enthielt. In diesem &uuml;bertrug die GmbH ihr Verm&ouml;gen als Ganzes mit allen Rechten und Pflichten unter Aufl&ouml;sung ohne Abwicklung im Wege der Verschmelzung durch Aufnahme auf den Kl&auml;ger (&sect;&nbsp;2 Nr.&nbsp;1, &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 des Umwandlungsgesetzes). In Abschnitt&nbsp;B.II. der Urkunde hie&szlig; es: &quot;Der Verschmelzung wird die noch in Erstellung begriffene Bilanz der GmbH zum 31.12.2007 als Schlussbilanz gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;2 UmwG zugrundegelegt.&quot; Als Stichtag f&uuml;r die &Uuml;bernahme des Verm&ouml;gens im Innenverh&auml;ltnis wurde der Beginn des 1.&nbsp;Januar 2008 festgelegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In der Bilanz der GmbH zum 31.&nbsp;Dezember 2007 sind aus den drei Darlehen und dem Gesellschafter-Verrechnungskonto Verbindlichkeiten gegen&uuml;ber dem Kl&auml;ger in H&ouml;he von insgesamt 124.976,50&nbsp;EUR ausgewiesen, ferner ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag von 144.835,12&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Verschmelzung wurde am 27.&nbsp;August 2008 in das Handelsregister der GmbH eingetragen. Der Kl&auml;ger setzte den Betrieb der GmbH als Einzelunternehmer fort und kn&uuml;pfte in der Bilanz des Einzelunternehmens zum 31.&nbsp;Dezember 2008 an die Buchwerte aus der Bilanz der GmbH zum 31.&nbsp;Dezember 2007 an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Rahmen einer anschlie&szlig;end durchgef&uuml;hrten Au&szlig;enpr&uuml;fung ermittelte der Pr&uuml;fer einen &Uuml;bernahmeverlust. Dieser blieb gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;6 Satz&nbsp;4 des Umwandlungssteuergesetzes in der ab dem 13.&nbsp;Dezember 2006 geltenden Fassung (UmwStG) ertragsteuerrechtlich vollst&auml;ndig au&szlig;er Ansatz, weil sich f&uuml;r den Kl&auml;ger mangels offener R&uuml;cklagen der GmbH kein Bezug nach &sect;&nbsp;7 UmwStG ergeben hatte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ferner vertrat der Pr&uuml;fer die Ansicht, die Vereinigung der Forderungen des Kl&auml;gers gegen die GmbH mit den korrespondierenden Verbindlichkeiten der GmbH habe im Veranlagungszeitraum 2007 beim Kl&auml;ger zu einem Konfusionsgewinn in H&ouml;he von 124.976,50&nbsp;EUR gef&uuml;hrt. Die Forderungen h&auml;tten bis zum 31.&nbsp;Dezember 2007 zum Privatverm&ouml;gen des Kl&auml;gers geh&ouml;rt. Da ihr Teilwert wegen der &Uuml;berschuldung der GmbH 0&nbsp;EUR betragen habe, habe der Buchgewinn aus dem Wegfall des Passivpostens nicht durch den Wegfall eines entsprechenden Aktivpostens neutralisiert werden k&ouml;nnen. Dabei ging der Pr&uuml;fer &#8211;wie sich aus den Ausf&uuml;hrungen in Tz&nbsp;18 des vom FG in Bezug genommenen Betriebspr&uuml;fungsberichts ergibt&#8211; ausdr&uuml;cklich von einer Einlage der Darlehensforderungen in das Betriebsverm&ouml;gen des Einzelunternehmens aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auf Antrag des Kl&auml;gers verteilte der Pr&uuml;fer den &Uuml;bernahmefolgegewinn gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 UmwStG gleichm&auml;&szlig;ig auf die Jahre 2008 bis 2010, in denen sich hierdurch eine Gewinnerh&ouml;hung von jeweils 41.658,83&nbsp;EUR ergab. Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) erlie&szlig; entsprechend ge&auml;nderte Einkommensteuerbescheide f&uuml;r 2008 bis 2010 und zus&auml;tzlich ge&auml;nderte Gewerbesteuermessbescheide f&uuml;r 2009 und 2010. Der gleichzeitig erlassene ge&auml;nderte Einkommensteuerbescheid f&uuml;r 2007 f&uuml;hrte zu einer Herabsetzung der festgesetzten Steuer.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im anschlie&szlig;enden Einspruchs- und Klageverfahren wandte sich der Kl&auml;ger zun&auml;chst gegen alle genannten &Auml;nderungsbescheide. In der m&uuml;ndlichen Verhandlung vor dem FG nahm er die Klage gegen den Einkommensteuerbescheid 2007 zur&uuml;ck. Hierzu hei&szlig;t es im Protokoll der m&uuml;ndlichen Verhandlung: &quot;Nach einem Hinweis auf die fehlende Beschwer der auf die Einkommensteuer 2007 bezogenen Klage nimmt der Kl&auml;ger die Klage insoweit zur&uuml;ck.&quot; Der Kl&auml;ger hat erkl&auml;rt, dieser Hinweis sei &#8211;was das Protokoll offenl&auml;sst&#8211; vom FG ausgegangen. Das FA hat sich zu dieser Frage nicht ge&auml;u&szlig;ert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG wies die Klage ab (Entscheidungen der Finanzgerichte &#8211;EFG&#8211; 2016, 1571). Zur Begr&uuml;ndung f&uuml;hrte es aus, die Ermittlung des Konfusionsgewinns durch den Pr&uuml;fer sei zutreffend. Der Senat habe zwar eine teleologische Reduktion der &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1, &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 UmwStG erwogen, weil diese Vorschriften eine Steuerpflicht anordneten, obwohl sich die im Privatverm&ouml;gen eingetretene Wertminderung der Forderungen in F&auml;llen wie dem vorliegenden nicht steuermindernd ausgewirkt haben k&ouml;nne. An einer solchen Auslegung sehe sich der Senat aber durch den eindeutigen Wortlaut der gesetzlichen Vorschriften gehindert. Der Gesetzgeber habe es f&uuml;r ausreichend erachtet, die steuerlichen Folgen durch die M&ouml;glichkeit, einen &Uuml;bernahmefolgegewinn &uuml;ber drei Jahre verteilen zu k&ouml;nnen, abzumildern.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit seiner Revision r&uuml;gt der Kl&auml;ger in erster Linie, das FG h&auml;tte eine teleologische Reduktion der &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1, &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 UmwStG vornehmen m&uuml;ssen. Aus den Gesetzesmaterialien zu den Vorg&auml;ngervorschriften des &sect;&nbsp;6 UmwStG gehe hervor, dass der Gesetzgeber einen &Uuml;bernahmefolgegewinn nur dann habe besteuern wollen, wenn er sich aus Ma&szlig;nahmen ergeben habe, die sich zuvor zugunsten des Steuerpflichtigen ausgewirkt h&auml;tten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt,<br \/>das angefochtene Urteil und die Einspruchsentscheidungen vom 8.&nbsp;April 2014 aufzuheben und die Einkommensteuerbescheide 2008 bis 2010 vom 21.&nbsp;Dezember 2012 sowie die Gewerbesteuermessbescheide 2009 und 2010 vom 18.&nbsp;M&auml;rz 2013 dahingehend zu &auml;ndern, dass die Ertr&auml;ge aus der Aufl&ouml;sung einer f&uuml;r den Konfusionsgewinn gebildeten R&uuml;cklage in H&ouml;he von jeweils 41.659&nbsp;EUR j&auml;hrlich nicht mehr ber&uuml;cksichtigt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es vertritt nunmehr die Auffassung, der Kl&auml;ger verfolge sein Anliegen in den falschen Jahren. Der Streit &uuml;ber das Entstehen eines &Uuml;bernahmefolgegewinns k&ouml;nne nur in Bezug auf den Veranlagungszeitraum 2007 ausgetragen werden, in dem ein solcher Gewinn allein entstanden sein k&ouml;nne. Die zun&auml;chst auch gegen den Einkommensteuerbescheid 2007 gerichtete Klage habe der Kl&auml;ger aber zur&uuml;ckgenommen. Bei den gewinnerh&ouml;henden R&uuml;cklagenaufl&ouml;sungen der verbleibenden Streitjahre 2008 bis 2010 handele es sich nur um bilanzielle Folgewirkungen eines Sachverhalts, der ertragsteuerrechtlich verbindlich bereits in der Bilanz und im bestandskr&auml;ftigen Einkommensteuerbescheid f&uuml;r 2007 gew&uuml;rdigt worden sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Unabh&auml;ngig davon scheide die vom Kl&auml;ger begehrte teleologische Reduktion der &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1, &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 UmwStG vorliegend aus, da die Wortlautauslegung noch nicht zu einem sinnwidrigen Ergebnis f&uuml;hre. Blo&szlig;e rechtspolitische Fehler, die nicht die Stufe einer planwidrigen Unvollst&auml;ndigkeit des Gesetzes erreichten, k&ouml;nnten nicht durch eine teleologische Reduktion korrigiert werden. Eine solche sei auch deshalb nicht geboten, weil der Kl&auml;ger die Entstehung eines Konfusionsgewinns durch einfache Gestaltungen &#8211;den rechtzeitigen Ausspruch eines Forderungsverzichts vor der Verschmelzung oder aber die Liquidation der GmbH statt der Verschmelzung&#8211; h&auml;tte vermeiden k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im &Uuml;brigen w&uuml;rde die vom Kl&auml;ger erstrebte teleologische Reduktion zu einer doppelten Ber&uuml;cksichtigung des Wertverlusts der Forderung f&uuml;hren, was mit der Systematik des &sect;&nbsp;4 UmwStG und des &sect;&nbsp;17 des Einkommensteuergesetzes (EStG) unvereinbar sei. Nur die wortlautgem&auml;&szlig;e Anwendung der gesetzlichen Regelungen f&uuml;hre zu einer Gleichbehandlung der Gesellschafterfinanzierung durch Eigen- oder Fremdkapital.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dar&uuml;ber hinaus sei der Kl&auml;ger nicht schutzw&uuml;rdig, so dass ihm die Vorteile aus einer teleologischen Reduktion nicht zugutekommen d&uuml;rften. Denn im Rahmen der Au&szlig;enpr&uuml;fung sei wegen der m&ouml;glicherweise nicht vollst&auml;ndigen Erfassung der Betriebseinnahmen des Einzelunternehmens f&uuml;r die Streitjahre eine Zusch&auml;tzung von jeweils 6.000&nbsp;EUR vorgenommen worden, die der Kl&auml;ger akzeptiert habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung des angefochtenen Urteils und zur antragsgem&auml;&szlig;en Herabsetzung der angefochtenen Steuer- und Messbetragsfestsetzungen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Vereinigung der Forderungen des Kl&auml;gers gegen die GmbH mit den korrespondierenden Verbindlichkeiten der GmbH hat im Streitfall nicht zur Entstehung eines &Uuml;bernahmefolgegewinns gef&uuml;hrt. Damit gibt es keine Grundlage f&uuml;r die Bildung einer R&uuml;cklage nach &sect;&nbsp;6 UmwStG und f&uuml;r deren gewinnerh&ouml;hende Aufl&ouml;sung in den Streitjahren. Dies gilt unabh&auml;ngig davon, ob die Beteiligung des Kl&auml;gers an der GmbH &#8211;wozu das FG keine Feststellungen getroffen hat, wovon die Beteiligten aber unausgesprochen auszugehen scheinen&#8211; unter &sect;&nbsp;17 EStG fiel (dazu unten 1.) oder ob es sich um einbringungsgeborene Anteile i.S. des &sect;&nbsp;21 UmwStG 1995 handelte (unten 2.). Der Kl&auml;ger wird auch nicht durch die Grunds&auml;tze &uuml;ber den formellen Bilanzenzusammenhang daran gehindert, sich gegen die erst in den Streitjahren 2008 bis 2010 eingetretenen Gewinnauswirkungen der &#8211;materiell-rechtlich fehlerhaften&#8211; Rechtsauffassung des FA zu wenden (unten 3.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Im Rahmen der Ermittlung des &Uuml;bernahmeergebnisses gelten Anteile an der &uuml;bertragenden K&ouml;rperschaft, auf die &sect;&nbsp;17 EStG anzuwenden ist, als mit den Anschaffungskosten in das Betriebsverm&ouml;gen des &uuml;bernehmenden Rechtstr&auml;gers eingelegt (dazu unten&nbsp;a). Geh&ouml;rte nicht nur die Beteiligung, sondern auch eine Forderung des Gesellschafters gegen die &uuml;bertragende K&ouml;rperschaft zu seinem Privatverm&ouml;gen, gilt auch diese als in das Betriebsverm&ouml;gen eingelegt (unten&nbsp;b). Im Falle der Wertminderung einer solchen Forderung ist ihre Einlage nach den zu &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 Halbsatz&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b EStG entwickelten Grunds&auml;tzen mit den Anschaffungskosten zu bewerten, sofern der Ausfall der Forderung sich im Falle ihrer weiteren Zugeh&ouml;rigkeit zum Privatverm&ouml;gen bei der Verwirklichung eines Realisierungstatbestands nach &sect;&nbsp;17 EStG einkommensteuerrechtlich ausgewirkt h&auml;tte (unten&nbsp;c). Diese Voraussetzungen sind im Streitfall erf&uuml;llt, da die Darlehen, die der Kl&auml;ger der GmbH gew&auml;hrt hatte, als Krisendarlehen i.S. der zu &sect;&nbsp;17 EStG ergangenen Rechtsprechung anzusehen sind (unten d). Weil danach die Forderungen des Kl&auml;gers und die korrespondierenden Verbindlichkeiten der GmbH im Rahmen der &Uuml;bernahme mit denselben Betr&auml;gen &#8211;jeweils den Nennwerten&#8211; zu bewerten sind, ergibt sich im Streitfall kein &Uuml;bernahmefolgegewinn (unten&nbsp;e).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;2 UmwStG gelten Anteile an der &uuml;bertragenden K&ouml;rperschaft i.S. des &sect;&nbsp;17 EStG, die an dem steuerlichen &Uuml;bertragungsstichtag nicht zu einem Betriebsverm&ouml;gen eines Gesellschafters der &uuml;bernehmenden Personengesellschaft oder einer nat&uuml;rlichen Person geh&ouml;ren, f&uuml;r die Ermittlung des Gewinns als an diesem Stichtag in das Betriebsverm&ouml;gen des &uuml;bernehmenden Rechtstr&auml;gers mit den Anschaffungskosten eingelegt. Diese Vorschrift ist im Streitfall auf die Beteiligung des Kl&auml;gers an der GmbH anwendbar, sofern man &#8211;was an dieser Stelle erforderlich ist&#8211; unterstellt, dass die Beteiligung unter &sect;&nbsp;17 EStG fiel.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Nach nahezu allgemeiner Auffassung, der sich auch das FG angeschlossen hat und die der erkennende Senat f&uuml;r zutreffend erachtet, gilt eine zum Privatverm&ouml;gen geh&ouml;rende Forderung gegen die &uuml;bertragende K&ouml;rperschaft ebenfalls als in das Betriebsverm&ouml;gen des &uuml;bernehmenden Rechtstr&auml;gers eingelegt (Widmann in Widmann\/Mayer, Umwandlungsrecht, &sect;&nbsp;6 UmwStG Rz&nbsp;65; Birkemeier in R&ouml;dder\/Herlinghaus\/van&nbsp;Lishaut, UmwStG, 2.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;6 Rz&nbsp;29; Schmitt\/H&ouml;rtnagl\/Stratz, Umwandlungsgesetz, Umwandlungssteuergesetz, 7.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;6 UmwStG Rz&nbsp;22; Haritz in Haritz\/Menner, Umwandlungssteuergesetz, 4.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;6 Rz&nbsp;33; Schnitter in Frotscher\/Dr&uuml;en, KStG-Kommentar, &sect;&nbsp;6 UmwStG Rz&nbsp;24; Bron in Kraft\/Edelmann\/Bron, &sect;&nbsp;6 UmwStG Rz&nbsp;62; Klingebiel\/Patt\/ Rasche\/Krause, Umwandlungssteuerrecht, 4.&nbsp;Aufl., Teil&nbsp;B.6.3.1 [S.&nbsp;186]; Centrale-Gutachtendienst, GmbH-Rundschau 1997, 497; H&auml;fke, Die Information f&uuml;r Steuerberater und Wirtschaftspr&uuml;fer 2003, 221, 224; Pung in D&ouml;tsch\/Patt\/Pung\/M&ouml;hlenbrock, Umwandlungssteuerrecht 2012, &sect;&nbsp;6 UmwStG Rz&nbsp;9; anders aber Pung\/Werner in D&ouml;tsch\/ Pung\/M&ouml;hlenbrock, Die K&ouml;rperschaftsteuer, &sect;&nbsp;4 UmwStG Rz&nbsp;71).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Annahme einer Einlage auch der Forderung ist nach Auffassung des Senats schon deshalb zwingend, weil sich ohne eine solche Einlage selbst bei einer in vollem Umfang werthaltigen Gesellschafterforderung gegen die &uuml;bertragende K&ouml;rperschaft stets ein Konfusionsgewinn in H&ouml;he des Nennwerts dieser Forderung erg&auml;be. Zwar st&uuml;nden sich in einem derartigen Fall die Forderung (des Gesellschafters) und die Verbindlichkeit (der Kapitalgesellschaft) wertgleich gegen&uuml;ber. Wenn aber lediglich die Verbindlichkeit, nicht jedoch die korrespondierende Forderung in das Betriebsverm&ouml;gen des &uuml;bernehmenden Einzelunternehmens gelangen w&uuml;rde, k&ouml;nnte der Buchgewinn aus dem Wegfall des Passivpostens nicht mit dem Buchverlust aus dem Wegfall eines korrespondierenden Aktivpostens <em>des Betriebsverm&ouml;gens<\/em> saldiert werden, so dass es bilanziell stets zu einem buchm&auml;&szlig;igen Konfusionsgewinn k&auml;me.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nichts anderes folgt daraus, dass das FA die grunds&auml;tzliche einkommensteuerrechtliche Unbeachtlichkeit privater Darlehen nach der bis 2008 geltenden Rechtslage anf&uuml;hrt. Denn in den F&auml;llen des &sect;&nbsp;17 EStG handelt es sich gerade nicht um den Regelfall eines &quot;privaten Darlehens&quot;, sondern um ein Darlehen, dessen Ausfall zu nachtr&auml;glichen &#8211;steuerwirksamen&#8211; Anschaffungskosten auf die Beteiligung f&uuml;hren kann, so dass hier schon nach den allgemeinen einkommensteuerrechtlichen Grunds&auml;tzen eine Steuerverstrickung zu bejahen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Auch bei der Bewertung der Einlage einer solchen Forderung des Gesellschafters gegen die Kapitalgesellschaft sind die zu &sect;&nbsp;17 EStG entwickelten Grunds&auml;tze zu ber&uuml;cksichtigen, um Widerspr&uuml;che zu vermeiden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) F&uuml;r die Bewertung der Einlage von Forderungen gelten grunds&auml;tzlich die Vorschriften des &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 EStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Senat hat indes bereits entschieden, dass die von der h&ouml;chstrichterlichen Rechtsprechung zu &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 Halbsatz&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b EStG entwickelten Grunds&auml;tze zur Bewertung der Einlage wertgeminderter Beteiligungen i.S. des &sect;&nbsp;17 EStG in ein Betriebsverm&ouml;gen entsprechend auf die Bewertung der Einlage solcher wertgeminderter Gesellschafterdarlehensforderungen anzuwenden sind, deren Ausfall sich im Falle der weiteren Zugeh&ouml;rigkeit der Forderung und der korrespondierenden Beteiligung zum Privatverm&ouml;gen bei der Verwirklichung eines Realisierungstatbestands nach &sect;&nbsp;17 EStG einkommensteuerrechtlich ausgewirkt h&auml;tte. Daher ist in diesen F&auml;llen als Einlagewert nicht der Teilwert anzusetzen, sondern derjenige Wert, mit dem die Forderung im Falle der Verwirklichung eines Realisierungstatbestands nach &sect;&nbsp;17 EStG als nachtr&auml;gliche Anschaffungskosten zu ber&uuml;cksichtigen gewesen w&auml;re. Wegen der Einzelheiten und der Begr&uuml;ndung verweist der Senat auf sein Urteil vom 29.&nbsp;November 2017&nbsp;&#8211; X&nbsp;R&nbsp;8\/16 (BFHE 260, 224, BStBl II 2018, 426, Rz&nbsp;68&nbsp;ff.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es ist kein Grund ersichtlich, die im Rahmen eines Verschmelzungsvorgangs fingierte Einlage einer &#8211;zu einer Beteiligung i.S. des &sect;&nbsp;17 EStG geh&ouml;renden&#8211; Forderung von der Anwendung dieser Grunds&auml;tze auszunehmen. Tragend f&uuml;r die vom Senat &#8211;dort f&uuml;r den Fall der Einlage einer wertgeminderten Forderung infolge der Begr&uuml;ndung einer Betriebsaufspaltung&#8211; vorgenommene Auslegung des &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 Halbsatz&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b EStG war, dass es als planwidrige Regelungsl&uuml;cke anzusehen ist, wenn sich der Ausfall einer zum Privatverm&ouml;gen geh&ouml;renden, aber bei &sect;&nbsp;17 EStG steuerverstrickten Forderung bei Verwirklichung eines der in &sect;&nbsp;17 EStG genannten Realisationstatbest&auml;nde steuermindernd ausgewirkt h&auml;tte, diese Wertminderung aber steuerlich endg&uuml;ltig unbeachtlich wird, wenn die Forderung durch eine Einlagefiktion dem Betriebsverm&ouml;gen zugeordnet wird. Dieselbe Interessenlage besteht aber auch in der vorliegend zu beurteilenden Sachverhaltskonstellation, die dadurch gekennzeichnet ist, dass die Einlage einer wertgeminderten Forderung infolge einer Verschmelzung fingiert wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die hiergegen vom FA vorgebrachten Argumente greifen nicht durch.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Das FA meint zun&auml;chst, der Sachverhalt, der dem Senatsurteil in BFHE 260, 224, BStBl II 2018, 426 zugrunde gelegen habe, sei nicht mit dem vorliegenden Sachverhalt vergleichbar. W&auml;hrend die Forderung dort zum Betriebsverm&ouml;gen geh&ouml;rt habe, handele es sich hier um Privatverm&ouml;gen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dieser Einwand ist unzutreffend. In beiden F&auml;llen hatte der Senat die Frage zu beurteilen, wie die Einlage einer Forderung aus dem Privatverm&ouml;gen in das Betriebsverm&ouml;gen zu bewerten ist. Im Senatsurteil in BFHE 260, 224, BStBl II 2018, 426 ging es um die Einlage einer &#8211;zuvor zum Privatverm&ouml;gen geh&ouml;renden, aber dort nach &sect;&nbsp;17 EStG ber&uuml;cksichtigungsf&auml;higen&#8211; Forderung in ein Betriebsverm&ouml;gen, wobei die Einlage durch die Begr&uuml;ndung einer Betriebsaufspaltung ausgel&ouml;st worden war. Im vorliegenden Fall beruht die Einlage einer &#8211;zuvor zum Privatverm&ouml;gen geh&ouml;renden, aber dort nach &sect;&nbsp;17 EStG ber&uuml;cksichtigungsf&auml;higen&#8211; Forderung in das Betriebsverm&ouml;gen auf einer sachgerechten Auslegung der &sect;&sect;&nbsp;5, 6 UmwStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Im Ausgangspunkt zutreffend weist das FA zwar darauf hin, dass nach heutiger Rechtslage andere Grunds&auml;tze f&uuml;r die Ber&uuml;cksichtigung von Forderungsverlusten im Privatverm&ouml;gen gelten. Vorliegend ist aber ein Verschmelzungsvorgang zum Stichtag 1.&nbsp;Januar 2008 zu beurteilen; hierf&uuml;r sind weiterhin die damals geltenden Rechtsgrunds&auml;tze anzuwenden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(a) Der IX.&nbsp;Senat des Bundesfinanzhofs (BFH) hat zwar die bisherige Rechtsprechung zur Einbeziehung kapitalersetzender Gesellschafterdarlehen in die Anschaffungskosten i.S. des &sect;&nbsp;17 EStG f&uuml;r die Zeit ab dem Inkrafttreten des Gesetzes zur Modernisierung des GmbH-Rechts und zur Bek&auml;mpfung von Missbr&auml;uchen (MoMiG) vom 23.&nbsp;Oktober 2008 (BGBl I 2008, 2026) nicht mehr fortgef&uuml;hrt, diese Rechtsfolge aber auf Sachverhalte beschr&auml;nkt, die nach dem 27.&nbsp;September 2017 verwirklicht werden (BFH-Urteil vom 11.&nbsp;Juli 2017&nbsp;&#8211; IX&nbsp;R&nbsp;36\/15, BFHE 258, 427, BStBl II 2019, 208). Der vorliegend ma&szlig;gebende Verschmelzungsstichtag 1.&nbsp;Januar 2008 liegt sowohl vor dem Inkrafttreten des MoMiG (gem&auml;&szlig; Art.&nbsp;25 MoMiG war dies der 1.&nbsp;November 2008) als auch &#8211;erst recht&#8211; vor dem vom IX. Senat genannten Stichtag.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(b) Die ab 2009 geltenden gesetzlichen Neuregelungen f&uuml;r die Besteuerung der Eink&uuml;nfte aus Kapitalverm&ouml;gen (vgl. insoweit &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;28 Satz&nbsp;16 EStG und Schmidt\/Levedag, EStG, 38.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;20 Rz&nbsp;255) k&ouml;nnen f&uuml;r die Auslegung und Anwendung der bis einschlie&szlig;lich 2008 ma&szlig;gebenden Rechtslage ebenfalls nicht von Bedeutung sein. Zudem hat der VIII.&nbsp;Senat des BFH f&uuml;r Sachverhalte, die seit 2009 verwirklicht werden, die M&ouml;glichkeiten der einkommensteuerrechtlichen Geltendmachung von Forderungsverlusten im Privatverm&ouml;gen deutlich erweitert (z.B. BFH-Urteile vom 24.&nbsp;Oktober 2017&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;R&nbsp;13\/15, BFHE 259, 535, und vom 12.&nbsp;Juni 2018&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;R&nbsp;32\/16, BFHE 262, 74, BStBl II 2019, 221).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Der vom FA behauptete Wertungswiderspruch zwischen der Behandlung der Finanzierung einer Kapitalgesellschaft durch Eigen- oder Fremdmittel des Gesellschafters liegt nicht vor. Vielmehr bewirkt die vom Senat vorgenommene teleologische Auslegung gerade die Gleichbehandlung beider Finanzierungsformen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA meint, die nachtr&auml;glichen Anschaffungskosten aus den Gesellschafterdarlehen seien genau einmal zu ber&uuml;cksichtigen, und zwar bei der Ermittlung des &Uuml;bernahmeergebnisses (&sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;4 bis 7 UmwStG). Der sich dort ergebende &Uuml;bernahmeverlust bleibe aber kraft gesetzlicher Anordnung au&szlig;er Ansatz. Dasselbe Ergebnis w&auml;re bei einer Finanzierung der GmbH durch Eigenkapital eingetreten; auch in diesem Fall w&auml;ren dem Kl&auml;ger nachtr&auml;gliche Anschaffungskosten entstanden, die bei der Ermittlung des &Uuml;bernahmeergebnisses ber&uuml;cksichtigt worden, aber aufgrund des sich ergebenden Verlusts au&szlig;er Ansatz geblieben w&auml;ren. Wenn der Senat nun die nachtr&auml;glichen Anschaffungskosten aus den Gesellschafterdarlehen ein weiteres Mal im Rahmen der Ermittlung des &Uuml;bernahmefolgegewinns ber&uuml;cksichtigen wolle, stelle dies eine Doppelber&uuml;cksichtigung dar, die demjenigen Gesellschafter, der die GmbH mit Eigenmitteln finanziert habe, nicht zugutekomme.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Senat kann offenlassen, wie das &Uuml;bernahmeergebnis erster Stufe beim Vorhandensein einer wertgeminderten Gesellschafterforderung zu ermitteln ist, da im vorliegenden Verfahren allein streitig ist, ob &#8211;au&szlig;erhalb dieses &Uuml;bernahmeergebnisses&#8211; ein Konfusionsgewinn (&Uuml;bernahmefolgegewinn) angefallen ist. Insoweit &uuml;bersieht das FA, dass es bei einer Finanzierung der Kapitalgesellschaft durch Eigenmittel von vornherein keine Forderung gibt, deren Wertminderung geeignet w&auml;re, einen &Uuml;bernahmefolgegewinn auszul&ouml;sen. Bei einer Eigenmittelfinanzierung kann die Situation, der sich der Kl&auml;ger ausgesetzt sieht, daher von vornherein nicht eintreten. Die vom Senat vorgenommene Auslegung dient daher der Gleichbehandlung beider Finanzierungsformen. Nach der vom FA vertretenen Auslegung w&uuml;rde nur beim Einsatz von Fremdkapital, nicht aber bei der Eigenmittelfinanzierung einer Kapitalgesellschaft ein steuerpflichtiger &Uuml;bernahmefolgegewinn beim Gesellschafter entstehen; es k&auml;me also gerade zu der &#8211;vom FA selbst nicht f&uuml;r zutreffend gehaltenen&#8211; Ungleichbehandlung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(4) Eine &#8211;wie hier&#8211; nach den allgemein anerkannten juristischen Methoden vorzunehmende teleologische Auslegung einer steuerrechtlichen Vorschrift stellt auch dann, wenn sie im Ergebnis zugunsten des Steuerpflichtigen wirkt, nicht etwa eine Billigkeitsma&szlig;nahme dar, f&uuml;r die gegebenenfalls eine &quot;Erlassw&uuml;rdigkeit&quot; des Steuerpflichtigen zu fordern sein k&ouml;nnte. Der Hinweis des FA, dass der Betriebspr&uuml;fer bei der Gewinnermittlung des Kl&auml;gers eine Hinzusch&auml;tzung wegen m&ouml;glicherweise nicht vollst&auml;ndiger Erfassung der Betriebseinnahmen vorgenommen habe, ist daher von vornherein rechtlich unhaltbar. Ein &#8211;eventuelles&#8211; Fehlverhalten eines Steuerpflichtigen bei der Einnahmenerfassung ist bei der Auslegung des Gesetzes in F&auml;llen der Einlage wertgeminderter Forderungen aus Gesellschafterdarlehen nicht zu ber&uuml;cksichtigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Im Streitfall h&auml;tten sich bei Verwirklichung eines der in &sect;&nbsp;17 EStG genannten Realisationstatbest&auml;nde die Nennbetr&auml;ge der Forderungen des Kl&auml;gers gegen die GmbH steuermindernd ausgewirkt, da es sich um Krisendarlehen i.S. der zu &sect;&nbsp;17 EStG ergangenen Rechtsprechung handelte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Nach st&auml;ndiger Rechtsprechung zu der &#8211;im Streitfall noch anzuwendenden&#8211; Rechtslage vor Aufhebung der &sect;&sect;&nbsp;32a, 32b des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschr&auml;nkter Haftung durch das MoMiG war der Ausfall von Finanzierungshilfen, die durch das Gesellschaftsverh&auml;ltnis veranlasst waren &#8211;insbesondere von kapitalersetzenden Darlehen&#8211;, bei Verwirklichung eines Realisationstatbestands nach &sect;&nbsp;17 EStG dadurch gewinnmindernd zu ber&uuml;cksichtigen, dass hier im Rahmen der Ermittlung des Ver&auml;u&szlig;erungs- oder Liquidationsergebnisses nachtr&auml;gliche Anschaffungskosten der Beteiligung anzusetzen waren (z.B. BFH-Urteil vom 18.&nbsp;August 1992&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;R&nbsp;13\/90, BFHE 169, 90, BStBl II 1993, 34, unter 2.). Diese normspezifische weite Auslegung des Begriffs der Anschaffungskosten hat der BFH f&uuml;r geboten erachtet, weil in den F&auml;llen des &sect;&nbsp;17 EStG der Gewinn aus der Ver&auml;u&szlig;erung des Anteils bzw. der Liquidation der Gesellschaft dem Grunde nach in gleicher Weise und der H&ouml;he nach gem&auml;&szlig; &auml;hnlichen Grunds&auml;tzen wie bei einem Mitunternehmer als Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb erfasst werden soll (BFH-Urteil vom 27.&nbsp;Oktober 1992&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;R&nbsp;87\/89, BFHE 170, 53, BStBl II 1993, 340, unter&nbsp;a).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Au&szlig;erhalb des Anwendungsbereichs dieser Grunds&auml;tze respektiert das Einkommensteuerrecht demgegen&uuml;ber die Entscheidung der Gesellschafter, der Gesellschaft nicht Eigenkapital, sondern Fremdkapital zur Verf&uuml;gung zu stellen (vgl. BFH-Urteile vom 2.&nbsp;April 2008&nbsp;&#8211; IX&nbsp;R&nbsp;76\/06, BFHE 221, 7, BStBl II 2008, 706, unter II.2.b, und in BFHE 258, 427, BStBl II 2019, 208, Rz&nbsp;21).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Auf der Grundlage dieser Rechtsprechung ist ein Darlehen u.a. dann durch das Gesellschaftsverh&auml;ltnis veranlasst, wenn die Gesellschaft sich zum Zeitpunkt der Darlehensgew&auml;hrung in einer Krise befindet (Krisendarlehen), d.h. die R&uuml;ckzahlung angesichts der finanziellen Situation der Gesellschaft in einem Ma&szlig;e gef&auml;hrdet ist, dass ein ordentlicher Kaufmann das Risiko einer Kreditgew&auml;hrung zu denselben Bedingungen wie der Gesellschafter nicht mehr eingegangen w&auml;re. F&uuml;r die H&ouml;he der nachtr&auml;glichen Anschaffungskosten ist in diesem Fall der Nennwert des Darlehens ma&szlig;geblich (zum Ganzen ausf&uuml;hrlich BFH-Urteil vom 4.&nbsp;November 1997&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;R&nbsp;18\/94, BFHE 184, 374, BStBl II 1999, 344, unter 2.a,&nbsp;b, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Diese Voraussetzungen liegen im Streitfall vor. Der Kl&auml;ger hat &#8211;unter Vorlage eines Darlehensvertrags zwischen ihm und einem Kreditinstitut, der dieses Vorbringen st&uuml;tzt&#8211; unwidersprochen vorgetragen, dass er im eigenen Namen Bankdarlehen aufgenommen und an die GmbH weitergereicht habe. Die bilanziellen Verh&auml;ltnisse der nominell &uuml;berschuldeten GmbH lassen eine Kreditw&uuml;rdigkeit nicht erkennen. Auch der Pr&uuml;fer selbst hat die Darlehensnennbetr&auml;ge bei der Ermittlung des Buchwerts der GmbH-Anteile ber&uuml;cksichtigt, ist also ebenfalls davon ausgegangen, dass diese die Voraussetzungen f&uuml;r eine Ber&uuml;cksichtigung nach &sect;&nbsp;17 EStG erf&uuml;llen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Wenn die Forderungen des Kl&auml;gers bei ihrer Einlage in das Betriebsverm&ouml;gen aber mit ihren Anschaffungskosten &#8211;d.h. mit den Nennbetr&auml;gen bzw. den noch valutierenden Betr&auml;gen&#8211; zu bewerten sind, dann ergibt sich durch ihre Vereinigung mit den korrespondierenden Verbindlichkeiten der GmbH, die ebenfalls mit den noch valutierenden Betr&auml;gen zu Nennwerten passiviert sind, kein Konfusionsgewinn.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Im Ergebnis w&uuml;rde nichts anderes gelten, wenn die Beteiligung des Kl&auml;gers an der GmbH als einbringungsgeboren i.S. des &sect;&nbsp;21 UmwStG 1995 anzusehen w&auml;re.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Das FG hat keine Feststellungen dazu getroffen, wie der Kl&auml;ger sein Bewertungswahlrecht (&sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;2 UmwStG 1995) anl&auml;sslich der Einbringung des fr&uuml;heren Einzelunternehmens in die GmbH im Jahr 1996 ausge&uuml;bt hat. Es kann daher nicht ausgeschlossen werden, dass die Einbringung zu einem Wert unterhalb der Teilwerte vorgenommen worden ist. In diesem Fall w&auml;ren gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;21 UmwStG 1995 einbringungsgeborene Anteile entstanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Bei sachgerechter Auslegung m&uuml;ssen f&uuml;r Forderungen aus Gesellschafterdarlehen jedenfalls dann, wenn &#8211;wie hier&#8211; die Beteiligung neben den Voraussetzungen des vorrangigen &sect;&nbsp;21 UmwStG 1995 zugleich auch die des &sect;&nbsp;17 EStG erf&uuml;llt, die zu &sect;&nbsp;17 EStG entwickelten Grunds&auml;tze gelten (grundlegend hierzu &#8211;betreffend die insoweit vergleichbare Vorschrift des &sect;&nbsp;21 UmwStG 1977&#8211; BFH-Urteil vom 29.&nbsp;M&auml;rz 2000&nbsp;&#8211; I&nbsp;R&nbsp;22\/99, BFHE 192, 56, BStBl II 2000, 508; vgl. ab 2006 auch &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;6 EStG). Die mit solchen einbringungsgeborenen Anteilen verbundenen Forderungen des Kl&auml;gers w&auml;ren im Rahmen ihrer verschmelzungsbedingten Einlage in das Betriebsverm&ouml;gen daher ebenso zu bewerten wie Forderungen, die mit Anteilen i.S. des &sect;&nbsp;17 EStG verbunden sind. Wegen der Einzelheiten der Begr&uuml;ndung verweist der Senat auf die Ausf&uuml;hrungen unter II.1. dieser Entscheidung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Ebenfalls zu keinem anderen Ergebnis k&auml;me man, wenn der Kl&auml;ger &#8211;wozu das FG ebenfalls keine Feststellungen getroffen hat&#8211; zu einem bestimmten Zeitpunkt zwischen dem eventuellen Entstehen einbringungsgeborener Anteile und der Verschmelzung einen Entstrickungsantrag nach &sect;&nbsp;21 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 UmwStG 1995 gestellt h&auml;tte. In einem solchen Fall w&auml;re nach den Grunds&auml;tzen des &sect;&nbsp;16 EStG (vgl. &sect;&nbsp;21 Abs.&nbsp;1 Satz 1 UmwStG 1995) ein Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn zu ermitteln gewesen. Dabei w&auml;re an die Stelle des Ver&auml;u&szlig;erungspreises der gemeine Wert der Anteile getreten (&sect;&nbsp;21 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 UmwStG 1995). Da ein solcher Entstrickungsgewinn sich nicht nach den Grunds&auml;tzen des &sect;&nbsp;17 EStG, sondern kraft ausdr&uuml;cklichen Verweises nach denen des &sect;&nbsp;16 EStG ermittelt, w&auml;ren die Forderungen aus den Gesellschafterdarlehen dabei unber&uuml;cksichtigt geblieben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>51<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach Vornahme einer solchen Entstrickung w&uuml;rden f&uuml;r die Anteile die Grunds&auml;tze des &#8211;nun nicht mehr durch &sect;&nbsp;21 UmwStG 1995 verdr&auml;ngten&#8211; &sect;&nbsp;17 EStG gelten (BFH-Urteil vom 24.&nbsp;Juni 2008&nbsp;&#8211; IX&nbsp;R&nbsp;58\/05, BFHE 222, 367, BStBl II 2008, 872, unter II.2.), so dass die Ausf&uuml;hrungen unter II.1. dieser Entscheidung auch auf diese Fallvariante anzuwenden w&auml;ren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>52<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Es kann offenbleiben, ob ein etwaiger &Uuml;bernahmefolgegewinn im Streitfall bereits im Jahr 2007 entstanden w&auml;re und ob der dem Kl&auml;ger in der m&uuml;ndlichen Verhandlung vor dem FG erteilte &#8211;und insoweit eine Klager&uuml;cknahme bewirkende&#8211; Hinweis, die Klage hinsichtlich des Einkommensteuerbescheids 2007 sei mangels Beschwer unzul&auml;ssig, zutreffend war. In jedem Fall wird der Kl&auml;ger durch die Grunds&auml;tze &uuml;ber den formellen Bilanzenzusammenhang nicht daran gehindert, sich gegen die erst und ausschlie&szlig;lich in den Streitjahren 2008 bis 2010 eingetretenen Gewinnauswirkungen der &#8211;materiell-rechtlich fehlerhaften&#8211; Rechtsauffassung des FA zu wenden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>53<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach dem Prinzip des formellen Bilanzenzusammenhangs (&sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG) ist ein Bilanzierungsfehler, der in einer Bilanz enthalten ist, die einer verfahrensrechtlich nicht mehr &auml;nderbaren Steuerveranlagung zugrunde liegt, grunds&auml;tzlich erst in der <em>Schlussbilanz<\/em> des ersten Jahres, dessen Veranlagung verfahrensrechtlich noch &auml;nderbar (&quot;offen&quot;) ist, richtigzustellen (vgl. z.B. BFH-Urteil vom 10.&nbsp;Dezember 1992&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;118\/90, BFHE 170, 336, BStBl II 1994, 381, unter II.a, m.w.N.). Eine Ausnahme von diesem Grundsatz gilt jedoch, wenn der Bilanzierungsfehler in den Vorjahren ohne Auswirkung auf die H&ouml;he des Gewinns bzw. der festgesetzten Steuern geblieben ist. In diesem Fall ist der Fehler in der <em>Anfangsbilanz<\/em> des ersten offenen Jahres erfolgsneutral zu korrigieren (zum Ganzen BFH-Urteile vom 29.&nbsp;Oktober 1991&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;R&nbsp;51\/84, BFHE 166, 431, BStBl II 1992, 512, unter II.3., und vom 29.&nbsp;Juli 2015&nbsp;&#8211; X&nbsp;R&nbsp;37\/13, BFH\/NV 2016, 536, Rz&nbsp;58, beide m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>54<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Nach diesen Grunds&auml;tzen ist die Korrektur des Fehlers vorliegend in der Anfangsbilanz des Einzelunternehmens f&uuml;r das erste Streitjahr (2008) vorzunehmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>55<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Pr&uuml;fer hatte in der Schlussbilanz zum 31.&nbsp;Dezember des bestandskr&auml;ftig veranlagten Jahres 2007 die Forderung des Kl&auml;gers gegen die GmbH zu Unrecht mit 0&nbsp;EUR bewertet; der dadurch entstandene Konfusionsgewinn wurde aber im Jahr 2007 durch Bildung der in &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 UmwStG vorgesehenen R&uuml;cklage in vollem Umfang neutralisiert. In der Anfangsbilanz zum 1.&nbsp;Januar des ersten verfahrensrechtlich noch offenen Jahres 2008 ist daher die &#8211;materiell-rechtlich zu Unrecht gebildete&#8211; R&uuml;cklage nach &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 UmwStG enthalten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>56<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Bilanz darf zum 1.&nbsp;Januar 2008 gewinnneutral korrigiert werden, da der Bilanzierungsfehler im Jahr 2007 ohne Auswirkung auf den Gewinn bzw. die festgesetzte Steuer geblieben ist. F&uuml;r die Beurteilung, ob ein Vorgang im Fehlerjahr erfolgswirksam oder gewinnneutral war, ist nicht isoliert auf den einzelnen Bilanzposten abzustellen &#8211;hier: auf die gewinnmindernde Einbuchung der R&uuml;cklage-; vielmehr ist eine Saldierung aller Bilanzposten vorzunehmen, die durch die fehlerhafte Buchung (durch den Vorgang) ber&uuml;hrt werden (Senatsurteil in BFH\/NV 2016, 536, Rz&nbsp;58, m.w.N.). Betrachtet man aber die fehlerhafte Einlage der Forderung mit einem Wert von 0&nbsp;EUR und die auf dem dadurch entstandenen Konfusionsgewinn beruhende R&uuml;cklage, ergibt sich, dass dieser Vorgang im Jahr 2007 insgesamt nicht zu einer Gewinnauswirkung gef&uuml;hrt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>57<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Wird in der Anfangsbilanz zum 1.&nbsp;Januar 2008 die Einlage der Forderung mit dem zutreffenden Wert erfasst und die R&uuml;cklage dementsprechend ausgebucht, gibt es keine bilanzielle Grundlage f&uuml;r die vom FA jeweils in H&ouml;he von 41.659&nbsp;EUR vorgenommenen gewinnerh&ouml;henden R&uuml;cklagenaufl&ouml;sungen in den Streitjahren 2008 bis 2010 mehr.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>58<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Ermittlung der festzusetzenden Steuer- und Messbetr&auml;ge wird gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;100 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2, &sect;&nbsp;121 Satz&nbsp;1 FGO dem FA &uuml;bertragen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>59<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;1 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 9.4.2019, X R 23\/16ECLI:DE:BFH:2019:U.090419.XR23.16.0 Verschmelzung einer Kapitalgesellschaft auf ihren Gesellschafter: Ausnahmsweise kein steuerpflichtiger Konfusionsgewinn trotz Vereinigung einer wertgeminderten Forderung des Gesellschafters mit einer Darlehensverbindlichkeit der Gesellschaft Leits&auml;tze 1. Wird eine Kapitalgesellschaft auf ihren Gesellschafter verschmolzen, gilt eine zum Privatverm&ouml;gen des Gesellschafters geh&ouml;rende Forderung gegen die &uuml;bertragende K&ouml;rperschaft als in das Betriebsverm&ouml;gen des &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-23-16-verschmelzung-einer-kapitalgesellschaft-auf-ihren-gesellschafter-ausnahmsweise-kein-steuerpflichtiger-konfusionsgewinn-trotz-vereinigung-einer-wertgeminderten-forderung-des-gesellschafters-m\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">X&nbsp;R&nbsp;23\/16 &#8211; Verschmelzung einer Kapitalgesellschaft auf ihren Gesellschafter: Ausnahmsweise kein steuerpflichtiger Konfusionsgewinn trotz Vereinigung einer wertgeminderten Forderung des Gesellschafters mit einer Darlehensverbindlichkeit der Gesellschaft<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-70953","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70953","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=70953"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70953\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=70953"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=70953"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=70953"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}