{"id":70954,"date":"2019-07-20T13:59:06","date_gmt":"2019-07-20T11:59:06","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=70954"},"modified":"2019-07-20T13:59:52","modified_gmt":"2019-07-20T11:59:52","slug":"vi-r-17-17-im-wesentlichen-inhaltsgleich-mit-bfh-urteil-vom-11042019-vi-r-40-16-erste-taetigkeitsstaette-des-fliegenden-personals-nach-neuem-reisekostenrecht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-17-17-im-wesentlichen-inhaltsgleich-mit-bfh-urteil-vom-11042019-vi-r-40-16-erste-taetigkeitsstaette-des-fliegenden-personals-nach-neuem-reisekostenrecht\/","title":{"rendered":"VI&nbsp;R&nbsp;17\/17 &#8211; Im Wesentlichen inhaltsgleich mit BFH-Urteil vom 11.04.2019&nbsp;&nbsp;VI R 40\/16 &#8211; Erste T&auml;tigkeitsst&auml;tte des fliegenden Personals nach neuem Reisekostenrecht"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 10.4.2019, VI R 17\/17<br \/>ECLI:DE:BFH:2019:U.100419.VIR17.17.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Im Wesentlichen inhaltsgleich mit BFH-Urteil vom 11.04.2019&nbsp;&nbsp;VI R 40\/16 &#8211; Erste T&auml;tigkeitsst&auml;tte des fliegenden Personals nach neuem Reisekostenrecht<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. NV: Fliegendes Personal, das vom Arbeitgeber einem Flughafen dauerhaft zugeordnet ist, hat seine erste T&auml;tigkeitsst&auml;tte in den dort belegenen ortsfesten betrieblichen Einrichtungen des Arbeitgebers, eines verbundenen Unternehmens (&sect; 15 AktG) oder eines vom Arbeitgeber bestimmten Dritten, wenn es dort zumindest in geringem Umfang arbeitsvertraglich geschuldete T&auml;tigkeiten aus&uuml;bt.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. NV: Die Feststellung einer entsprechenden Zuordnung ist durch alle nach der FGO zugelassenen Beweismittel m&ouml;glich und durch das FG im Rahmen einer umfassenden W&uuml;rdigung aller Umst&auml;nde des Einzelfalls zu treffen.<\/p>\n<\/p>\n<p>3. NV: Es entspricht regelm&auml;&szlig;ig der Lebenswirklichkeit, dass der Arbeitnehmer der betrieblichen Einrichtung des Arbeitgebers zugeordnet ist, in der er tats&auml;chlich t&auml;tig ist oder werden soll.<\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision der Kl&auml;ger wird das Urteil des Hessischen Finanzgerichts vom 23.02.2017 &#8211; 1 K 1824\/15 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Sache wird an das Hessische Finanzgericht zur&uuml;ckverwiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Diesem wird die Entscheidung &uuml;ber die Kosten des Verfahrens &uuml;bertragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Streitig ist, ob Aufwendungen f&uuml;r Fahrten einer Flugbegleiterin und eines Flugzeugf&uuml;hrers zu ihrem Heimatflughafen (home&nbsp;base) unter der Geltung des neuen Reisekostenrechts nach Dienstreisegrunds&auml;tzen oder lediglich nach Ma&szlig;gabe der Entfernungspauschale als Werbungskosten anzusetzen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) sind Ehegatten und wurden f&uuml;r das Streitjahr (2014) zur Einkommensteuer zusammen veranlagt. Der Kl&auml;ger erzielte Eink&uuml;nfte aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit als Pilot bei der A. Die Kl&auml;gerin erzielte Eink&uuml;nfte aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit als Flugbegleiterin. Sie ist bei der B in C angestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In dem Arbeitsvertrag des Kl&auml;gers vom Oktober 2007 ist bestimmt, dass er &quot;zun&auml;chst bei X\/0\/0 in X besch&auml;ftigt&quot; wird. Zudem ist dort vereinbart, dass die A den Kl&auml;ger auch auf anderen Flugzeugmustern, an anderen Orten sowie vor&uuml;bergehend bei anderen Unternehmen im Konzern einsetzen k&ouml;nne (Tz.&nbsp;1 Abs.&nbsp;2). Die Kl&auml;gerin ist laut Arbeitsvertrag vom Mai 2003 als &quot;Flugbegleiterin mit Einsatzort X&quot; besch&auml;ftigt. &Uuml;berdies ist bestimmt, die Kl&auml;gerin k&ouml;nne auch mit einer anderen im Interesse der B liegenden Aufgabe &#8211;unter Umst&auml;nden auch an einem anderen Ort im In- und Ausland&#8211; betraut werden (&sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;2). In ihren Strecken-Einsatzabrechnungen ist als home&nbsp;base X\/0 benannt. In den Flugstunden-&Uuml;bersichten des Kl&auml;gers ist als Dienststelle X\/0\/1 bzw. X\/0\/2 ausgewiesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ausweislich der im Verwaltungsverfahren vorgelegten Flugstunden-&Uuml;bersichten begannen und endeten die Eins&auml;tze des Kl&auml;gers regelm&auml;&szlig;ig &#8211;wenn auch nicht an jedem Arbeitstag&#8211; am Flughafen X. Die Eins&auml;tze der Kl&auml;gerin begannen und endeten gem&auml;&szlig; den vorgelegten Strecken-Einsatzabrechnungen ebenfalls in der Regel am Flughafen X.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In ihrer Einkommensteuererkl&auml;rung erkl&auml;rte der Kl&auml;ger Aufwendungen f&uuml;r Reisekosten in H&ouml;he von 3.027&nbsp;EUR. Die Kl&auml;gerin machte Fahrtkosten in H&ouml;he von 1.123&nbsp;EUR als Werbungskosten geltend. Beide ermittelten die Kosten f&uuml;r die Fahrten nach Dienstreisegrunds&auml;tzen. Sie gaben an, dass der Kl&auml;ger an 97&nbsp;Tagen und die Kl&auml;gerin an 36&nbsp;Tagen von der Wohnung zu dem Flughafen X (und zur&uuml;ck) gefahren seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Rahmen der streitigen Einkommensteuerfestsetzung ber&uuml;cksichtigte der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) die geltend gemachten Aufwendungen f&uuml;r die Wege zwischen der Wohnung und dem Flughafen in X jedoch lediglich in H&ouml;he der Entfernungspauschale.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die nach erfolglosem Vorverfahren erhobene Klage wies das Finanzgericht (FG) mit den in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2017, 823 ver&ouml;ffentlichten Gr&uuml;nden ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gen die Kl&auml;ger die Verletzung materiellen und formellen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sie beantragen,<br \/>das Urteil des Hessischen FG vom 23.&nbsp;Februar 2017&nbsp;&#8211; 1&nbsp;K&nbsp;1824\/15 sowie die Einspruchsentscheidung des FA vom 4.&nbsp;September 2015 aufzuheben und den Einkommensteuerbescheid 2014 vom 23.&nbsp;Juni 2015 dahingehend zu &auml;ndern, dass bei den Eink&uuml;nften der Kl&auml;gerin aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit weitere Werbungskosten in H&ouml;he von 562&nbsp;EUR und bei den Eink&uuml;nften des Kl&auml;gers aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit weitere Werbungskosten in H&ouml;he von 1.513&nbsp;EUR ber&uuml;cksichtigt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) ist dem Rechtsstreit beigetreten. Einen Antrag hat es nicht gestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision der Kl&auml;ger ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung der Vorentscheidung und zur Zur&uuml;ckverweisung der Sache an das FG zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG ist zwar zutreffend davon ausgegangen, dass sowohl die Kl&auml;gerin als auch der Kl&auml;ger im Streitjahr einer (gro&szlig;r&auml;umigen) betrieblichen Einrichtung ihres Arbeitgebers oder eines mit diesem verbundenen Unternehmens i.S. des &sect;&nbsp;15 des Aktiengesetzes (AktG) zugeordnet waren. Der Senat kann jedoch aufgrund der Feststellungen der Vorinstanz nicht beurteilen, ob die Kl&auml;ger dort auch in dem erforderlichen Umfang t&auml;tig geworden sind, um diese betrieblichen Einrichtungen als erste T&auml;tigkeitsst&auml;tte i.S. des &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;4 des Einkommensteuergesetzes in der im Streitjahr geltenden Fassung (EStG) einzuordnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Beruflich veranlasste Fahrtkosten sind Erwerbsaufwendungen. Handelt es sich bei den Aufwendungen des Arbeitnehmers um solche f&uuml;r die Wege zwischen Wohnung und erster T&auml;tigkeitsst&auml;tte i.S. des &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;4 EStG, ist zu deren Abgeltung f&uuml;r jeden Arbeitstag, an dem der Arbeitnehmer die erste T&auml;tigkeitsst&auml;tte aufsucht, grunds&auml;tzlich eine Entfernungspauschale f&uuml;r jeden vollen Kilometer der Entfernung zwischen Wohnung und erster T&auml;tigkeitsst&auml;tte von 0,30&nbsp;EUR anzusetzen (&sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Nr.&nbsp;4 S&auml;tze&nbsp;1 und 2 EStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Wird der Arbeitnehmer au&szlig;erhalb seiner Wohnung und ersten T&auml;tigkeitsst&auml;tte beruflich t&auml;tig (ausw&auml;rtige berufliche T&auml;tigkeit), ist gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;4a Satz&nbsp;1 EStG zur Abgeltung der ihm tats&auml;chlich entstandenen, beruflich veranlassten Mehraufwendungen eine Verpflegungspauschale nach Ma&szlig;gabe des Satzes&nbsp;3 anzusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Erste T&auml;tigkeitsst&auml;tte ist nach der Legaldefinition in &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 EStG die ortsfeste betriebliche Einrichtung des Arbeitgebers, eines verbundenen Unternehmens (&sect;&nbsp;15 AktG) oder eines vom Arbeitgeber bestimmten Dritten, der der Arbeitnehmer dauerhaft zugeordnet ist. Der durch das Gesetz zur &Auml;nderung und Vereinfachung der Unternehmensbesteuerung und des steuerlichen Reisekostenrechts vom 20.&nbsp;Februar 2013 (BGBl I 2013, 285) neu eingef&uuml;hrte und in &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 EStG definierte Begriff der &quot;ersten T&auml;tigkeitsst&auml;tte&quot; tritt an die Stelle des bisherigen unbestimmten Rechtsbegriffs der &quot;regelm&auml;&szlig;igen Arbeitsst&auml;tte&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Ortsfeste betriebliche Einrichtungen sind r&auml;umlich zusammengefasste Sachmittel, die der T&auml;tigkeit des Arbeitgebers, eines verbundenen Unternehmens oder eines vom Arbeitgeber bestimmten Dritten dienen und mit dem Erdboden verbunden oder dazu bestimmt sind, &uuml;berwiegend standortgebunden genutzt zu werden. Eine (gro&szlig;r&auml;umige) erste T&auml;tigkeitsst&auml;tte liegt auch vor, wenn eine Vielzahl solcher Mittel, die f&uuml;r sich betrachtet selbst&auml;ndige betriebliche Einrichtungen darstellen k&ouml;nnen (z.B. Werkst&auml;tten und Werkshallen, B&uuml;rogeb&auml;ude und -etagen sowie Verkaufs- und andere Wirtschaftsbauten), r&auml;umlich abgrenzbar in einem organisatorischen, technischen oder wirtschaftlichen Zusammenhang mit der betrieblichen T&auml;tigkeit des Arbeitgebers, eines verbundenen Unternehmens oder eines vom Arbeitgeber bestimmten Dritten stehen. Demgem&auml;&szlig; kommt als eine solche erste T&auml;tigkeitsst&auml;tte auch ein gro&szlig;fl&auml;chiges und entsprechend infrastrukturell erschlossenes Gebiet (z.B. Werksanlage, Betriebsgel&auml;nde, Bahnhof oder Flughafen) in Betracht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Zuordnung zu einer solchen Einrichtung wird gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;2 EStG durch die dienst- oder arbeitsrechtlichen Festlegungen sowie die diese ausf&uuml;llenden Absprachen und Weisungen bestimmt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Nach der gesetzlichen Konzeption &#8211;und der die Neuordnung des steuerlichen Reisekostenrechts pr&auml;genden Grundentscheidung&#8211; wird die erste T&auml;tigkeitsst&auml;tte vorrangig anhand der arbeits(vertrag)- oder dienstrechtlichen Zuordnung des Arbeitnehmers durch den Arbeitgeber bestimmt, hilfsweise mittels quantitativer Kriterien (BTDrucks 17\/10774, S.&nbsp;15; ebenso BMF-Schreiben vom 24.&nbsp;Oktober 2014&nbsp;&#8211; IV&nbsp;C&nbsp;5&nbsp;S&nbsp;2353\/14\/10002, BStBl I 2014, 1412, Rz&nbsp;2; Niermann, Der Betrieb &#8211;DB&#8211; 2013, 1015; Isenhardt, DB 2014, 1316; Thomas, Deutsches Steuerrecht 2014, 497; Bl&uuml;mich\/ Th&uuml;rmer, &sect;&nbsp;9 EStG Rz&nbsp;559; Schmidt\/Kr&uuml;ger, EStG, 38.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;9 Rz&nbsp;303; Oertel in Kirchhof, EStG, 18.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;9 Rz&nbsp;52; K&ouml;hler in Bordewin\/Brandt, &sect;&nbsp;9 EStG Rz&nbsp;1402; kritisch Bergkemper, Finanz-Rundschau &#8211;FR&#8211; 2013, 1017; ders. in Herrmann\/Heuer\/ Raupach &#8211;HHR&#8211;, &sect;&nbsp;9 EStG Rz&nbsp;546).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Zu den arbeits- oder dienstrechtlichen Weisungen und Verf&uuml;gungen (im weiteren Verlauf: arbeitsrechtliche) z&auml;hlen alle schriftlichen, aber auch m&uuml;ndlichen Absprachen oder Weisungen (BTDrucks 17\/10774, S.&nbsp;15). Die Zuordnung kann also insbesondere im Arbeitsvertrag oder durch Aus&uuml;bung des Direktionsrechts (bspw. im Beamtenverh&auml;ltnis durch dienstliche Anordnung) kraft der Organisationsgewalt des Arbeitgebers oder Dienstherrn (im weiteren Verlauf: Arbeitgeber) vorgenommen werden. Die Zuordnung zu einer ersten T&auml;tigkeitsst&auml;tte muss dabei nicht ausdr&uuml;cklich erfolgen. Sie setzt auch nicht voraus, dass sich der Arbeitgeber der steuerrechtlichen Folgen dieser Entscheidung bewusst ist. Wird der Arbeitnehmer von seinem Arbeitgeber einer betrieblichen Einrichtung zugeordnet, weil er dort seine Arbeitsleistung erbringen soll, ist diese Zuordnung aufgrund der steuerrechtlichen Ankn&uuml;pfung an das Dienst- oder Arbeitsrecht vielmehr auch steuerrechtlich ma&szlig;gebend. Deshalb bedarf es neben der arbeitsrechtlichen Zuordnung zu einer betrieblichen Einrichtung keiner gesonderten Zuweisung zu einer ersten T&auml;tigkeitsst&auml;tte f&uuml;r einkommensteuerrechtliche Zwecke. Denn der Gesetzgeber wollte mit der Neuregelung des steuerlichen Reisekostenrechts auch das Auseinanderfallen der arbeitsrechtlichen von der steuerrechtlichen Einordnung bestimmter Zahlungen als Reisekosten verringern (BTDrucks 17\/10774, S.&nbsp;15). Entscheidend ist, ob der Arbeitnehmer aus der Sicht ex&nbsp;ante nach den arbeitsrechtlichen Festlegungen an einer ortsfesten betrieblichen Einrichtung des Arbeitgebers, eines verbundenen Unternehmens oder eines vom Arbeitgeber bestimmten Dritten t&auml;tig werden sollte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Die arbeitsrechtliche Zuordnungsentscheidung des Arbeitgebers als solche muss f&uuml;r ihre steuerliche Wirksamkeit nicht dokumentiert werden (a.A. BMF-Schreiben in BStBl I 2014, 1412, Rz&nbsp;10). Eine Dokumentationspflicht ist &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;2 EStG nicht zu entnehmen. Die Feststellung einer entsprechenden Zuordnung ist vielmehr durch alle nach der FGO zugelassenen Beweismittel m&ouml;glich und durch das FG im Rahmen einer umfassenden W&uuml;rdigung aller Umst&auml;nde des Einzelfalls zu treffen. So entspricht es regelm&auml;&szlig;ig der Lebenswirklichkeit, dass der Arbeitnehmer der betrieblichen Einrichtung des Arbeitgebers zugeordnet ist, in der er tats&auml;chlich t&auml;tig ist oder werden soll.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Ist der Arbeitnehmer einer bestimmten T&auml;tigkeitsst&auml;tte arbeitsrechtlich zugeordnet, kommt es aufgrund des Direktionsrechts des Arbeitgebers f&uuml;r das Auffinden der ersten T&auml;tigkeitsst&auml;tte auf den qualitativen Schwerpunkt der T&auml;tigkeit, die der Arbeitnehmer dort aus&uuml;bt oder aus&uuml;ben soll, entgegen der bis 2013 geltenden Rechtslage nicht mehr an (BTDrucks 17\/10774, S.&nbsp;15; BMF-Schreiben in BStBl I 2014, 1412, Rz&nbsp;8; Niermann, DB 2013, 1015; Bergkemper, FR 2013, 1017; Bl&uuml;mich\/Th&uuml;rmer, &sect;&nbsp;9 EStG Rz&nbsp;551, 554 und 559; Schmidt\/Kr&uuml;ger, a.a.O., &sect;&nbsp;9 Rz&nbsp;303; Oertel in Kirchhof, a.a.O., &sect;&nbsp;9 Rz&nbsp;52; K&ouml;hler in Bordewin\/Brandt, &sect;&nbsp;9 EStG Rz&nbsp;1402; Lochte in Frotscher\/Geurts, EStG, Freiburg 2018, &sect;&nbsp;9 Rz&nbsp;122b und 252a; A.&nbsp;Cla&szlig;en in Lademann, EStG, &sect;&nbsp;9 Rz&nbsp;68; Schramm\/Harder-Buschner, Neue Wirtschafts-Briefe 2014, 26, 33; kritisch HHR\/Bergkemper, &sect;&nbsp;9 EStG Rz&nbsp;546).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Erforderlich, aber auch ausreichend ist, dass der Arbeitnehmer am Ort der ersten T&auml;tigkeitsst&auml;tte zumindest in geringem Umfang T&auml;tigkeiten zu erbringen hat, die er arbeitsvertraglich oder dienstrechtlich schuldet und die zu dem von ihm ausge&uuml;bten Berufsbild geh&ouml;ren. Nur dann kann die &quot;erste T&auml;tigkeitsst&auml;tte&quot; als Ankn&uuml;pfungspunkt f&uuml;r den Ansatz von Wegekosten nach Ma&szlig;gabe der Entfernungspauschale und als Abgrenzungsmerkmal gegen&uuml;ber einer ausw&auml;rtigen beruflichen T&auml;tigkeit dienen. Dies folgt nach Auffassung des erkennenden Senats insbesondere aus &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;3 EStG, der zumindest f&uuml;r den Regelfall davon ausgeht, dass der Arbeitnehmer an diesem Ort auch t&auml;tig werden soll. Dar&uuml;ber hinaus ist das Erfordernis einer arbeitsvertrag- oder dienstrechtlich geschuldeten Bet&auml;tigung an diesem Ort nicht zuletzt dem Wortsinn des Tatbestandsmerkmals &quot;erste T&auml;tigkeitsst&auml;tte&quot; geschuldet. Denn ein Ort, an dem der Steuerpflichtige nicht t&auml;tig wird (oder f&uuml;r den Regelfall nicht t&auml;tig werden soll), kann nicht als T&auml;tigkeitsst&auml;tte angesehen werden. Schlie&szlig;lich zwingt auch das objektive Nettoprinzip, den Begriff der ersten T&auml;tigkeitsst&auml;tte dahingehend auszulegen. Denn anderenfalls bestimmt sich die Steuerlast nicht &#8211;gleichheitsrechtlich geboten&#8211; nach der individuellen Leistungsf&auml;higkeit des Steuerpflichtigen, sondern nach dem Belieben seines Arbeitgebers.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Von einer dauerhaften Zuordnung ist ausweislich der in &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;3 EStG aufgef&uuml;hrten Regelbeispiele insbesondere auszugehen, wenn der Arbeitnehmer unbefristet, f&uuml;r die Dauer des Dienstverh&auml;ltnisses oder &uuml;ber einen Zeitraum von 48&nbsp;Monaten hinaus an einer solchen T&auml;tigkeitsst&auml;tte t&auml;tig werden soll. Fehlt eine solche dienst- oder arbeitsrechtliche Festlegung auf eine T&auml;tigkeitsst&auml;tte oder ist sie nicht eindeutig, ist erste T&auml;tigkeitsst&auml;tte entsprechend &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;4 EStG die betriebliche Einrichtung, an der der Arbeitnehmer dauerhaft<br \/>1. typischerweise arbeitst&auml;glich t&auml;tig werden soll oder<br \/>2. je Arbeitswoche zwei volle Arbeitstage oder mindestens ein Drittel seiner vereinbarten regelm&auml;&szlig;igen Arbeitszeit t&auml;tig werden soll.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Eine Zuordnung ist unbefristet i.S. des &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;3&nbsp;&nbsp;1.&nbsp;Alternative EStG, wenn die Dauer der Zuordnung zu einer T&auml;tigkeitsst&auml;tte aus der ma&szlig;geblichen Sicht ex&nbsp;ante nicht kalenderm&auml;&szlig;ig bestimmt ist und sich auch nicht aus Art, Zweck oder Beschaffenheit der Arbeitsleistung ergibt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die Zuordnung erfolgt gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;3&nbsp;&nbsp;2.&nbsp;Alternative EStG f&uuml;r die Dauer des Arbeits- oder Dienstverh&auml;ltnisses, wenn sie aus der ma&szlig;geblichen Sicht ex&nbsp;ante f&uuml;r die gesamte Dauer des Arbeits- oder Dienstverh&auml;ltnisses Bestand haben soll. Dies kann insbesondere angenommen werden, wenn die Zuordnung im Rahmen des Arbeits- oder Dienstverh&auml;ltnisses unbefristet oder (ausdr&uuml;cklich) f&uuml;r dessen gesamte Dauer erfolgt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Nach diesen Ma&szlig;st&auml;ben ist das FG zun&auml;chst zutreffend davon ausgegangen, dass sowohl die Kl&auml;gerin als auch der Kl&auml;ger im Streitjahr dem Betriebsgel&auml;nde der A am Flughafen X und damit einer ortsfesten (gro&szlig;r&auml;umigen) betrieblichen Einrichtung ihres Arbeitgebers bzw. eines mit diesem verbundenen Unternehmens i.S. des &sect;&nbsp;15 AktG zugeordnet waren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach den bindenden (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO) und von den Beteiligten nicht bestrittenen Feststellungen des FG verf&uuml;gt die A am Flughafen X &uuml;ber mehrere Betriebsgeb&auml;ude. Diese innerhalb wie au&szlig;erhalb des Sicherheitsbereichs befindlichen Geb&auml;ude bilden die &quot;A-basis&quot; X, die steuerrechtlich eine ortsfeste (gro&szlig;r&auml;umige) betriebliche Einrichtung &#8211;hier des Arbeitgebers des Kl&auml;gers und im Hinblick auf die Kl&auml;gerin eines mit ihrem Arbeitgeber verbundenen Unternehmens (&sect;&nbsp;15 AktG)&#8211; bildet. Denn die Geb&auml;ude stehen in einem organisatorischen und wirtschaftlichen Zusammenhang mit der betrieblichen T&auml;tigkeit des Arbeitgebers bzw. eines mit diesem verbundenen Unternehmens. Sie bilden eine r&auml;umlich abgrenzbare funktionale betriebliche Einheit.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Dieser betrieblichen Einrichtung waren die Kl&auml;gerin und der Kl&auml;ger auch dauerhaft zugeordnet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) In den Arbeitsvertr&auml;gen der Kl&auml;ger ist X als Besch&auml;ftigungs- bzw. Einsatzort bestimmt. In den Strecken-Einsatzabrechnungen der Kl&auml;gerin ist zudem X\/0 und damit der Flughafen X auch als home&nbsp;base benannt. In den Flugstunden-&Uuml;bersichten des Kl&auml;gers ist als Dienststelle X\/0\/1 bzw. X\/0\/2 ausgewiesen. Der Erkl&auml;rungswert dieser arbeitsrechtlichen Festlegung ist insoweit eindeutig. Das Vorbringen der Kl&auml;ger, damit sei keine ortsfeste betriebliche Einrichtung der A am Flughafen X, sondern die Stadt oder der Gro&szlig;raum X bezeichnet, kann deshalb nicht verfangen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zudem haben Kl&auml;gerin wie Kl&auml;ger aufgrund dieser Festlegung ihren fliegerischen Dienst &#8211;ausweislich der im Verwaltungsverfahren vorgelegten Flugstunden-&Uuml;bersichten\/ Strecken-Einsatzabrechnungen&#8211; ersichtlich in einer am Flughafen X belegenen betrieblichen Einrichtung ihres Arbeitgebers bzw. eines mit diesem verbundenen Unternehmens und nicht im Stadtgebiet oder Umland von X angetreten und beendet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ebenso wenig vermag der Einwand der Kl&auml;ger, die A habe mit der Zuweisung einer home&nbsp;base lediglich nationalen wie EU-rechtlichen Vorgaben, insbesondere Ziffer&nbsp;1.7 des Anhangs&nbsp;III Abschn.&nbsp;Q&nbsp;OPS&nbsp;1.1095 der Verordnung (EG) Nr.&nbsp;859\/2008 der Kommission vom 20.&nbsp;August 2008 (EU-OPS; Amtsblatt der Europ&auml;ischen Union &#8211;ABlEU&#8211; L&nbsp;254, S.&nbsp;1) Rechnung tragen, aber keine erste T&auml;tigkeitsst&auml;tte i.S. von &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;4 EStG zuweisen wollen, vorliegend gegen eine erste T&auml;tigkeitsst&auml;tte der Kl&auml;ger am Flughafen X zu streiten. Denn einer gesonderten Zuordnung zu einer ersten T&auml;tigkeitsst&auml;tte f&uuml;r einkommensteuerliche Zwecke bedarf es nicht. Die in Ziffer&nbsp;1.7 des Anhangs&nbsp;III Abschn.&nbsp;Q&nbsp;OPS&nbsp;1.1095 der Verordnung (EG) Nr.&nbsp;859\/2008 der Kommission vom 20.&nbsp;August 2008 (EU-OPS; ABlEU L&nbsp;254, S.&nbsp;1) geregelte Verpflichtung von Luftfahrtunternehmen, f&uuml;r jedes Besatzungsmitglied eine Heimatbasis festzulegen, und die arbeitsvertragliche Umsetzung der dahingehenden Verpflichtung verdeutlicht vielmehr den vom Steuergesetzgeber beabsichtigten Gleichklang von Arbeits- und Steuerrecht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Rechtsunerheblich ist auch der Einwand der Kl&auml;ger, die &quot;vermeintliche&quot; Zuordnung zum Flughafen X noch vor der Einf&uuml;hrung des neuen Reisekostenrechts k&ouml;nne keine diesbez&uuml;glichen steuerlichen Rechtsfolgen zeitigen. Denn eine arbeits- oder dienstrechtliche Festlegung, die &#8211;wie vorliegend&#8211; bereits vor dem 31.&nbsp;Dezember 2013 erfolgte, wirkt fort. Es bedarf keiner erneuten und insbesondere einkommensteuerrechtlichen Festlegung einer ersten T&auml;tigkeitsst&auml;tte i.S. von &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;4 EStG. Vielmehr nimmt das neue &#8211;zum 1.&nbsp;Januar 2014 in Kraft getretene&#8211; steuerliche Reisekostenrecht die vorgefundenen arbeits- und dienstrechtlichen Festlegungen des Arbeitgebers auf.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Zudem hat das FG ohne Rechtsfehler entschieden, dass die Kl&auml;ger von ihren Arbeitgebern dem Betriebsgel&auml;nde der A am Flughafen X dauerhaft zugeordnet waren. Die Zuweisungen der Kl&auml;ger erfolgten unbefristet, wenn auch unter einem Versetzungsvorbehalt. Einkommensteuerrechtlich stellt sich diese arbeitsrechtliche Weisung als dauerhafte Zuordnung zur A-basis am Flughafen X i.S. von &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;3 EStG dar. Denn die Dauer der Zuordnung zu dieser T&auml;tigkeitsst&auml;tte ist weder kalenderm&auml;&szlig;ig noch nach Art, Zweck oder Beschaffenheit der Arbeitsleistung zeitlich bestimmt worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit sich die Kl&auml;ger f&uuml;r ihre gegenteilige Auffassung auf das Nieders&auml;chsische FG berufen, das mit Urteil vom 30.&nbsp;November 2016&nbsp;&#8211; 9&nbsp;K&nbsp;130\/16 (EFG 2017, 202) entschieden hat, die Weisung des Leiharbeitgebers, &quot;bis auf Weiteres&quot; in einer betrieblichen Einrichtung des Entleihers t&auml;tig zu sein, k&ouml;nne entgegen dem BMF-Schreiben in BStBl I 2014, 1412, Rz&nbsp;13 nicht als unbefristete Zuordnung des Arbeitnehmers i.S. des &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;3&nbsp;&nbsp;1.&nbsp;Alternative EStG angesehen werden, verkennen sie, dass diese Entscheidung zu einem mit dem Streitfall nicht vergleichbaren Sachverhalt ergangen ist. Dar&uuml;ber hinaus hat der erkennende Senat in seinem Urteil vom 10.&nbsp;April 2019&nbsp;&#8211; VI&nbsp;R&nbsp;6\/17 (zur amtlichen Ver&ouml;ffentlichung bestimmt) die Revision gegen das Urteil des Nieders&auml;chsischen FG in EFG 2017, 202 nur im Ergebnis als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen. Die Auffassung des FG, eine Zuordnung &quot;bis auf Weiteres&quot; sei lediglich befristet, hat der erkennende Senat hingegen gerade nicht best&auml;tigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Da die Kl&auml;ger dem Betriebsgel&auml;nde der A am Flughafen X damit bereits aufgrund der dienstrechtlichen Festlegung ihres Arbeitgebers i.S. des &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 EStG dauerhaft zugeordnet waren, kommt es auf die Erf&uuml;llung der quantitativen Kriterien des &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;4 EStG im Streitfall nicht an. Insbesondere ist unerheblich, ob die Kl&auml;ger dort typischerweise arbeitst&auml;glich oder je Arbeitswoche zwei volle Arbeitstage oder mindestens ein Drittel ihrer vereinbarten regelm&auml;&szlig;igen Arbeitszeit t&auml;tig werden sollten. Der Einwand der Kl&auml;ger, sie seien als Angeh&ouml;rige des fliegenden Personals regelm&auml;&szlig;ig im Flugzeug sowie au&szlig;erhalb des Betriebsgel&auml;ndes der A, insbesondere an anderen Flugh&auml;fen, und damit nicht typischerweise arbeitst&auml;glich auf dem Betriebsgel&auml;nde der A am Flughafen X t&auml;tig, greift deshalb nicht durch.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Gleichwohl kann die Entscheidung des FG keinen Bestand haben. Denn der Senat kann aufgrund der Feststellungen der Vorinstanz nicht beurteilen, ob die Kl&auml;ger auf dem Betriebsgel&auml;nde der A am Flughafen X auch in dem erforderlichen Umfang t&auml;tig geworden sind, um diese betriebliche Einrichtung als erste T&auml;tigkeitsst&auml;tte i.S. des &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;4 EStG einzuordnen. Das FG hat insoweit lediglich festgestellt, dass die Kl&auml;ger dort ihren fliegerischen Dienst regelm&auml;&szlig;ig begonnen und beendet haben. Hieraus l&auml;sst sich jedoch lediglich auf die Anwesenheit der Kl&auml;ger auf dem Betriebsgel&auml;nde der A am Flughafen X schlie&szlig;en. In welchem Umfang die Kl&auml;ger dort ihrer eigentlichen Berufst&auml;tigkeit nachgekommen sind, d.h. zumindest in geringem Umfang arbeitsvertraglich geschuldete, berufsbildbezogene T&auml;tigkeiten ausge&uuml;bt haben, wird hieraus nicht erkennbar. Entsprechende Erkenntnisse lassen sich auch nicht aus den vom FG bem&uuml;hten Flugstunden-&Uuml;bersichten gewinnen. Die Behauptung des FG, die Kl&auml;ger h&auml;tten im A-Standort X Lehrg&auml;nge, B&uuml;rot&auml;tigkeiten, Gesundheits&uuml;berpr&uuml;fungen, Bereitschaftsdienste und das Simulatortraining abgeleistet, wird mithin nicht durch dessen Feststellungen belegt. Diese Feststellungen hat das FG im zweiten Rechtsgang nachzuholen und entsprechend zu w&uuml;rdigen. Dabei darf es ber&uuml;cksichtigen, dass insbesondere die Teilnahme an dem vor jedem Flug obligatorischen Briefing regelm&auml;&szlig;ig zu den arbeitsvertraglichen Pflichten und dem Berufsbild des fliegenden Personals z&auml;hlt. Der Umstand, dass die Kl&auml;ger ihre T&auml;tigkeit schwerpunktm&auml;&szlig;ig in einem Flugzeug aus&uuml;ben, das mangels Ortsfestigkeit seinerseits keine erste T&auml;tigkeitsst&auml;tte ist, ist hingegen unerheblich. Denn auf den qualitativen Schwerpunkt der beruflichen T&auml;tigkeit des Steuerpflichtigen kommt es nach der gesetzlichen Neuregelung f&uuml;r das Auffinden einer ersten T&auml;tigkeitsst&auml;tte i.S. des &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;4 EStG nicht mehr an (Senatsurteil vom 11.&nbsp;April 2019&nbsp;&#8211; VI&nbsp;R&nbsp;40\/16, zur amtlichen Ver&ouml;ffentlichung bestimmt).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>6. Da die Revision der Kl&auml;ger Erfolg hat, braucht der Senat nicht &uuml;ber die erhobenen Verfahrensr&uuml;gen zu entscheiden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>7. Eine Wiederer&ouml;ffnung der m&uuml;ndlichen Verhandlung vom 10.&nbsp;April 2019 kommt nicht in Betracht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Das Gericht ist verpflichtet, einen Schriftsatz der Beteiligten zu ber&uuml;cksichtigen, der zwar nach der Beschlussfassung &uuml;ber das Urteil, aber vor dessen Verk&uuml;ndung oder Zustellung eingeht. Kommt das Gericht dieser Verpflichtung nicht nach, so verletzt es den Anspruch des betroffenen Beteiligten auf rechtliches Geh&ouml;r. Denn das Gericht muss Antr&auml;ge und Erkl&auml;rungen der Beteiligten zur Kenntnis nehmen und in Erw&auml;gung ziehen, die ihm vor dem Ergehen der Entscheidung zugehen. Ma&szlig;gebender Zeitpunkt ist die Verk&uuml;ndung des Urteils oder seine Herausgabe zur Zustellung. Handelt es sich um ein aufgrund m&uuml;ndlicher Verhandlung beschlossenes und gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;104 Abs.&nbsp;2 FGO zuzustellendes Urteil, kann ma&szlig;gebender Zeitpunkt auch die formlose Bekanntgabe der von den Richtern am Bundesfinanzhof unterschriebenen Urteilsformel durch die Gesch&auml;ftsstelle an einen der Beteiligten sein (Senatsurteil vom 7.&nbsp;Mai 2015&nbsp;&#8211; VI&nbsp;R&nbsp;44\/13, BFHE 249, 523, BStBl II 2015, 890, Rz&nbsp;20, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Gehen vor der Wirksamkeit eines nach der m&uuml;ndlichen Verhandlung (nur) beschlossenen Urteils noch das Verfahren betreffende Schrifts&auml;tze ein, muss der Bundesfinanzhof die Frage der Wiederer&ouml;ffnung der m&uuml;ndlichen Verhandlung pr&uuml;fen und seine hier&uuml;ber getroffene Ermessensentscheidung (vgl. &sect;&nbsp;93 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 i.V.m. &sect;&nbsp;121 Satz&nbsp;1 FGO) sowie die zugrunde liegenden Erw&auml;gungen in einem gesonderten Beschluss oder als Teil des Urteils zum Ausdruck bringen; hierauf haben die Prozessbeteiligten zur Wahrung ihres rechtlichen Geh&ouml;rs einen Anspruch (Senatsurteil in BFHE 249, 523, BStBl II 2015, 890, Rz&nbsp;21, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Nach diesen Grunds&auml;tzen war der von den Kl&auml;gern per Telefax am 22.&nbsp;April 2019 eingereichte Schriftsatz &#8211;anders als das am 14.&nbsp;Mai 2019 per Telefax eingegangene weitere Schreiben der Kl&auml;ger&#8211; zu ber&uuml;cksichtigen. Denn er ist vor der formlosen Bekanntgabe der unterschriebenen Urteilsformel durch die Gesch&auml;ftsstelle an einen der Beteiligten &#8211;hier am 25.&nbsp;April 2019 gegen&uuml;ber dem FA&#8211; eingegangen. Allerdings verlangt der Inhalt dieses &#8211;wie im &Uuml;brigen auch des weiteren&#8211; Schriftsatzes nicht nach einer Wiederer&ouml;ffnung der m&uuml;ndlichen Verhandlung. Denn die darin enthaltenen rechtlichen Ausf&uuml;hrungen betreffend die Frage, ob die Kl&auml;ger an ihrer ersten T&auml;tigkeitsst&auml;tte typischerweise arbeitst&auml;glich oder arbeitst&auml;glich &uuml;berwiegend berufstypisch im Ausland t&auml;tig werden, sind rechtsunerheblich. Gleiches gilt, soweit die Kl&auml;ger die Ausw&auml;rtst&auml;tigkeit von den T&auml;tigkeiten an einer ersten T&auml;tigkeitsst&auml;tte allein nach dem Berufsbild und\/oder dem qualitativen Schwerpunkt der T&auml;tigkeit des Arbeitnehmers abgrenzen wollen. Nach der gesetzlichen Konzeption &#8211;und der die Neuordnung des steuerlichen Reisekostenrechts pr&auml;genden Grundentscheidung&#8211; wird die erste T&auml;tigkeitsst&auml;tte nicht (mehr) danach, sondern vorrangig anhand der arbeits(vertrag)- oder dienstrechtlichen Festlegungen durch den Arbeitgeber bestimmt. Ebenso wenig vermag der Einwand der Kl&auml;ger, das neue steuerliche Reisekostenrecht sei aufgrund eines anhaltenden Vollzugsdefizits verfassungswidrig, die Wiederer&ouml;ffnung der Verhandlung zu rechtfertigen. Denn insoweit zeigen die Kl&auml;ger lediglich die mit dem neuen Recht einhergehenden Rechtsanwendungsunsicherheiten auf. Diese beruhen nicht auf einem strukturellen Vollzugsdefizit, sondern darauf, dass eine einheitliche Anwendung des neuen Rechts erst noch durch die h&ouml;chstrichterliche Rechtsprechung gepr&auml;gt werden muss. Schlie&szlig;lich kommt der Senat auch unter Ber&uuml;cksichtigung der Ausf&uuml;hrungen zur steuerrechtlichen Ma&szlig;geblichkeit der streitgegenst&auml;ndlichen Zuordnungsentscheidung zu keinem anderen Entscheidungsergebnis. Entsprechendes gilt f&uuml;r Erkenntnisse, die der Bevollm&auml;chtigte der Kl&auml;ger in einem Gespr&auml;ch mit der Vertreterin des dem Verfahren beigetretenen BMF nach Schluss der m&uuml;ndlichen Verhandlung gewonnen haben will.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>8. Die &Uuml;bertragung der Kostenentscheidung auf das FG folgt aus &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 10.4.2019, VI R 17\/17ECLI:DE:BFH:2019:U.100419.VIR17.17.0 Im Wesentlichen inhaltsgleich mit BFH-Urteil vom 11.04.2019&nbsp;&nbsp;VI R 40\/16 &#8211; Erste T&auml;tigkeitsst&auml;tte des fliegenden Personals nach neuem Reisekostenrecht Leits&auml;tze 1. 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