{"id":70998,"date":"2019-08-05T11:03:00","date_gmt":"2019-08-05T09:03:00","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=70998"},"modified":"2019-08-05T11:03:00","modified_gmt":"2019-08-05T09:03:00","slug":"ii-r-28-15-grundstueckskaufvertrag-zwischen-gesellschaft-und-gesellschafter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ii-r-28-15-grundstueckskaufvertrag-zwischen-gesellschaft-und-gesellschafter\/","title":{"rendered":"II&nbsp;R&nbsp;28\/15 &#8211; Grundst&uuml;ckskaufvertrag zwischen Gesellschaft und Gesellschafter"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 20.2.2019, II R 28\/15<br \/>ECLI:DE:BFH:2019:U.200219.IIR28.15.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Grundst&uuml;ckskaufvertrag zwischen Gesellschaft und Gesellschafter<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Der Vertrag zwischen einer Gesellschaft und ihrem Gesellschafter, mit dem ein Anspruch des Gesellschafters auf &Uuml;bereignung eines Grundst&uuml;cks begr&uuml;ndet wird, unterliegt nach &sect; 1 Abs. 1 Nr. 1 GrEStG der Grunderwerbsteuer.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Die Bemessungsgrundlage richtet sich nach dem Wert der Gegenleistung und nicht nach dem Grundbesitzwert, wenn der Erwerb des Gesellschafters nicht zu Rechts&auml;nderungen der Gesellschafterstellung f&uuml;hrt.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision des Beklagten wird das Urteil des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg vom 26.02.2015 &#8211; 15 K 4223\/10 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Sache wird an das Finanzgericht Berlin-Brandenburg zur&uuml;ckverwiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Diesem wird die Entscheidung &uuml;ber die Kosten des Verfahrens &uuml;bertragen.<\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Gesellschaftsvertrag vom 1.&nbsp;Oktober 2007 gr&uuml;ndeten insgesamt neun Personen die C&nbsp;GbR. Zu den Gr&uuml;ndungsgesellschaftern geh&ouml;rten u.a. der Architekt H und der Projektmanager I. Weitere Personen, darunter die Kl&auml;ger und Revisionsbeklagten (Kl&auml;ger), traten sp&auml;ter bei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gesellschaftszweck war die Vorbereitung eines gemeinschaftlichen Bauvorhabens in Gestalt eines Mehrfamilienhauses durch Planungsma&szlig;nahmen einschlie&szlig;lich der Anwerbung weiterer Gesellschafter bis zur Vorbereitung des notariellen Grundst&uuml;ckskaufvertrags und der notariellen Teilungserkl&auml;rung. Die Gesellschaftsanteile sollten den k&uuml;nftigen Wohnungseigentumsanteilen entsprechen. Jeder Gesellschafter hatte die Ziele der Planungsgemeinschaft durch aktive Mitarbeit zu f&ouml;rdern. Die Kosten wurden mit 2.050&nbsp;EUR\/m&sup2; Wohnfl&auml;che im Mittel einschlie&szlig;lich Grundst&uuml;cks- und Nebenkosten (au&szlig;er Grunderwerbsteuer und Notarkosten) veranschlagt. Mit dem Erreichen der gesellschaftsvertraglichen Ziele sollte aus der C&nbsp;GbR eine Baugemeinschaft (G&nbsp;GbR) werden, die die Auftr&auml;ge und Vertr&auml;ge &uuml;bernehmen sollte. H &uuml;bernahm die Hochbauplanung, I das Baugemeinschafts-Projektmanagement.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit notariell beurkundetem Vertrag vom 9.&nbsp;Juli 2008 erwarben mehrere Personen, jedoch noch nicht die Kl&auml;ger, als Gesellschafter der C&nbsp;GbR ein unbebautes Grundst&uuml;ck zu einem Kaufpreis von 392.920&nbsp;EUR. Die Verk&auml;uferin erkl&auml;rte sich damit einverstanden, dass im Falle eines Gesellschafterwechsels auf K&auml;uferseite der Kaufvertrag entsprechend erg&auml;nzt werde. F&uuml;r diesen Erwerbsvorgang wurde mit Bescheid vom 22.&nbsp;Mai 2009 Grunderwerbsteuer festgesetzt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit notarieller Urkunde vom 1.&nbsp;Oktober 2008 wurde der Kaufvertrag insoweit ge&auml;ndert, als weitere, im Einzelnen benannte Personen zwischenzeitlich in die C&nbsp;GbR eingetreten waren und demzufolge nunmehr K&auml;uferin die entsprechend erweiterte C&nbsp;GbR war. Zu diesen weiteren Personen geh&ouml;rten auch die Kl&auml;ger.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 9.&nbsp;Oktober 2008 wurde der Bauantrag gestellt und im selben Jahr genehmigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Vertrag vom 20.&nbsp;Dezember 2008 gr&uuml;ndeten &uuml;ber 20&nbsp;Personen, darunter auch die Kl&auml;ger sowie I, nicht jedoch H, die G&nbsp;GbR zur Durchf&uuml;hrung eines gemeinschaftlichen Bauvorhabens auf dem zuvor erworbenen Grundst&uuml;ck. Die G&nbsp;GbR trat in die Vertr&auml;ge mit Planungsbeteiligten und Baufirmen, darunter in die Vertr&auml;ge mit H und I ein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 24.&nbsp;Februar 2009 schlossen die Gesellschafter der C&nbsp;GbR bzw. G&nbsp;GbR (in der Urkunde meist ohne Differenzierung nur als &quot;GbR&quot; bezeichnet), einen notariell beurkundeten Miteigentums&uuml;bereignungs- und Teilungsvertrag. &sect;&nbsp;2 listete die jeweils von den Mitgesellschaftern gehaltenen Gesellschaftsanteile auf, darunter f&uuml;r die Kl&auml;ger gemeinsam 3,78&nbsp;%. In &sect;&nbsp;3 wurden den Gesellschaftern Wohnungen bzw. Einheiten zugewiesen, darunter den Kl&auml;gern die Wohnung Nr.&nbsp;7.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&sect;&nbsp;4 des Vertrags vom 24.&nbsp;Februar 2009 regelt laut &Uuml;berschrift die &quot;&Uuml;bereignung von Miteigentumsanteilen&quot;. Die C&nbsp;GbR &uuml;bertrug gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;4.1 Nr.&nbsp;3 des Vertrags den Kl&auml;gern zu je 1\/2 einen Miteigentumsanteil von 378\/10&nbsp;000 an dem zu dieser Zeit noch unbebauten Grundst&uuml;ck. Die Vertragsbeteiligten waren sich einig, dass die Miteigentumsanteile jeweils in dem angegebenen Beteiligungsverh&auml;ltnis &uuml;bergehen, und bewilligten und beantragten die Eintragung der Eigentums&auml;nderung im Grundbuch. Am Schluss des &sect;&nbsp;4.3 des Vertrags hei&szlig;t es: &quot;Die Gegenleistung f&uuml;r die &Uuml;bereignung der Miteigentumsanteile ist durch die einzelnen Gesellschafter bereits erbracht.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In &sect;&nbsp;5 des Vertrags vom 24.&nbsp;Februar 2009 vereinbarten die Gesellschafter den der Urkunde beigef&uuml;gten Teilungsvertrag gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3 des Wohnungseigentumsgesetzes, mit dem u.a. die Miteigent&uuml;mer ihr Miteigentum an dem Grundst&uuml;ck in der Weise beschr&auml;nkten, dass nach Ma&szlig;gabe eines vorl&auml;ufigen Aufteilungsplans jedem Miteigent&uuml;mer abweichend von &sect;&nbsp;93 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs (BGB) das Sondereigentum an einer bestimmten Wohnung oder an nicht zu Wohnzwecken bestimmten R&auml;umen einger&auml;umt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach Mitteilung der Notarin von dem Eintritt der Rechtswirksamkeit des Vertrags forderte der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) bei der Bewertungsstelle des F-FA die Feststellung der Grundbesitzwerte an. Gleichzeitig setzte es im Wege der Sch&auml;tzung der Besteuerungsgrundlagen gegen&uuml;ber den Kl&auml;gern durch Bescheide vom 22.&nbsp;Mai 2009 f&uuml;r den Erwerbsvorgang (Vertrag vom 24.&nbsp;Februar 2009) gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 des Grunderwerbsteuergesetzes (GrEStG) Grunderwerbsteuer in H&ouml;he von jeweils 4.359&nbsp;EUR fest. Es ging von einem gesch&auml;tzten, den Kl&auml;gern jeweils zur H&auml;lfte zuzurechnenden Grundbesitzwert von 193.739&nbsp;EUR aus. Eine Steuerbefreiung nach &sect;&nbsp;6 bzw. &sect;&nbsp;7 GrEStG sei nicht zu gew&auml;hren. Der nach &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 GrEStG anzusetzende Grundbesitzwert werde nach dem Verkehrswert gesch&auml;tzt und ergebe sich aus den kalkulierten Baukosten. Der Vorgang sei als einheitliches Vertragswerk mit H und I als Projektanbieter zu besteuern.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Einspruch und Klage machten die Kl&auml;ger geltend, der Vorgang vom 24.&nbsp;Februar 2009 sei nach &sect;&nbsp;7 GrEStG von der Grunderwerbsteuer befreit. Im &Uuml;brigen liege kein einheitliches Vertragswerk vor, weil sie selbst Bauherren seien. Nachdem w&auml;hrend des Klageverfahrens das F-FA am 21.&nbsp;September 2010 den Grundbesitzwert f&uuml;r Zwecke der Grunderwerbsteuer auf 105.000&nbsp;EUR festgestellt hatte, setzte das FA die Grunderwerbsteuer mit &Auml;nderungsbescheiden vom 22.&nbsp;November 2010 nach &sect;&nbsp;175 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 der Abgabenordnung auf jeweils 2.362&nbsp;EUR fest.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) gab der Klage insoweit statt, als die Bemessungsgrundlage ohne die Kosten f&uuml;r das noch zu errichtende Geb&auml;ude anzusetzen sei. Eine Steuerbefreiung sei nicht zu gew&auml;hren. Da in der Urkunde vorrangig das Gesamthandseigentum der G&nbsp;GbR aufgeteilt worden sei, sei grunds&auml;tzlich &sect;&nbsp;7 Abs.&nbsp;2 GrEStG einschl&auml;gig, dem aber im Ergebnis &sect;&nbsp;7 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 GrEStG entgegenstehe. &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 GrEStG sei hingegen nicht anwendbar. Bei Vertragsschluss seien die Kl&auml;ger hinsichtlich der Bebauung nicht gegen&uuml;ber einer einheitlich agierenden Ver&auml;u&szlig;ererseite gebunden gewesen. Allein eine gesellschaftsvertragliche Verpflichtung zur Errichtung eines Mehrfamilienhauses reiche als interne Verpflichtung der Erwerber untereinander nicht aus. Das Urteil ist in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2015, 943 ver&ouml;ffentlicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision macht das FA geltend, die Entscheidung widerspreche den Grunds&auml;tzen der Rechtsprechung zum einheitlichen Vertragswerk. Es habe ein objektiv sachlicher Zusammenhang zwischen dem Kaufvertrag und den weiteren Vereinbarungen bestanden, kraft deren die Kl&auml;ger als Erwerber das bei Abschluss des Kaufvertrags unbebaute Grundst&uuml;ck in bebautem Zustand erhalten sollten. Die Verpflichtung der Ver&auml;u&szlig;ererseite zur baulichen Ver&auml;nderung des Grundst&uuml;cks folge aus dem mit Ausschlussandrohung versehenen Gesellschaftszweck der G&nbsp;GbR, die Bebauung des Grundst&uuml;cks in Anlehnung an die Baugenehmigung zu verwirklichen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>das FG-Urteil aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger beantragen,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist begr&uuml;ndet. Das FG-Urteil war aufzuheben und die Sache nach &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung zur&uuml;ckzuverweisen. Zutreffend ist das FG davon ausgegangen, dass die Bauerrichtungskosten nicht in die Bemessungsgrundlage f&uuml;r die Grunderwerbsteuer einzubeziehen sind. Die Feststellungen des FG erlauben es jedoch nicht, die Gegenleistung f&uuml;r den Erwerb der Miteigentumsanteile an dem unbebauten Grundst&uuml;ck zu bestimmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Der Erwerb des jeweiligen Miteigentumsanteils an dem unbebauten Grundst&uuml;ck ist nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 GrEStG grunderwerbsteuerbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 GrEStG unterliegt der Grunderwerbsteuer neben dem Kaufvertrag das Rechtsgesch&auml;ft, das den Anspruch auf &Uuml;bereignung eines inl&auml;ndischen Grundst&uuml;cks begr&uuml;ndet. Wegen der grunderwerbsteuerrechtlichen Selbst&auml;ndigkeit der Personengesellschaft k&ouml;nnen dazu auch Vertr&auml;ge zwischen einer solchen Gesellschaft und deren Gesellschaftern geh&ouml;ren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Streitfall erfolgte der Erwerb aufgrund des Vertrags vom 24.&nbsp;Februar 2009. &sect;&nbsp;4.1 dieses Vertrags ist in der Weise zu verstehen, dass sich die C&nbsp;GbR verpflichtete, den dort im einzelnen bezeichneten Personen, also auch den Kl&auml;gern, einen Miteigentumsanteil an dem streitgegenst&auml;ndlichen Grundst&uuml;ck mit der jeweils benannten Quote zu &uuml;bertragen. Im Anschluss daran wurde in &sect;&nbsp;5 des Vertrags das Miteigentum in Wohnungs- bzw. Sondereigentum umgewandelt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der Erwerb der Miteigentumsanteile im Vertrag vom 24.&nbsp;Februar 2009 war nicht nach &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 GrEStG von der Steuer befreit, da die R&uuml;ckausnahme des &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;4 GrEStG eingreift.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Nach &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 GrEStG wird die Steuer nicht erhoben, wenn ein Grundst&uuml;ck von einer Gesamthand in das Miteigentum mehrerer an der Gesamthand beteiligter Personen &uuml;bergeht, soweit der Bruchteil, den der einzelne Erwerber erh&auml;lt, dem Anteil entspricht, zu dem er am Verm&ouml;gen der Gesamthand beteiligt ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Nach &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 GrEStG gelten jedoch die Vorschriften der Abs&auml;tze&nbsp;1 bis 3 insoweit nicht, als ein Gesamth&auml;nder innerhalb von f&uuml;nf Jahren vor dem Erwerbsvorgang seinen Anteil an der Gesamthand durch Rechtsgesch&auml;ft unter Lebenden erworben hat. So verhielt es sich im Streitfall.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger haben innerhalb von weniger als f&uuml;nf Jahren vor dem Erwerbsvorgang (Erwerb der Miteigentumsanteile am 24.&nbsp;Februar 2009) ihren Anteil an der C&nbsp;GbR durch Rechtsgesch&auml;ft unter Lebenden erworben. Sie sind nach dem 9.&nbsp;Juli 2008 und vor dem 1.&nbsp;Oktober 2008 der C&nbsp;GbR beigetreten. Dies ergibt sich daraus, dass die Kl&auml;ger noch nicht als Gesellschafter der C&nbsp;GbR an dem Grundst&uuml;ckskaufvertrag vom 9.&nbsp;Juli 2008, sondern erst an dem ge&auml;nderten Grundst&uuml;ckskaufvertrag vom 1.&nbsp;Oktober 2008 beteiligt waren. Zum Zeitpunkt ihres Beitritts als Gesellschafter war das Grundst&uuml;ck bereits der C&nbsp;GbR zuzurechnen, weil diese es mit Kaufvertrag vom 9.&nbsp;Juli 2008 erworben hatte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der ge&auml;nderte Grundst&uuml;ckskaufvertrag vom 1.&nbsp;Oktober 2008, in dem als K&auml;uferin des Grundst&uuml;cks nunmehr die u.a. durch die Kl&auml;ger erweiterte C&nbsp;GbR aufgetreten ist, ist grunderwerbsteuerrechtlich nicht mehr von Bedeutung, weil das Grundst&uuml;ck bereits aufgrund des vorher geschlossenen Kaufvertrags der C&nbsp;GbR zuzurechnen war. Die C&nbsp;GbR ist grunderwerbsteuerrechtlich eine selbst&auml;ndige Rechtstr&auml;gerin. Auf ihren Gesellschafterbestand kommt es insoweit nicht an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Eine Steuerbefreiung nach &sect;&nbsp;7 Abs.&nbsp;1 GrEStG greift f&uuml;r den Erwerb der Miteigentumsanteile an dem Grundst&uuml;ck ebenfalls nicht ein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Tatbest&auml;nde des &sect;&nbsp;7 GrEStG betreffen die Umwandlung von gemeinschaftlichem Eigentum mehrerer Miteigent&uuml;mer oder einer Gesamthand in Fl&auml;cheneigentum. Sie erfassen damit nicht den mit &sect;&nbsp;4 des Vertrags vom 24.&nbsp;Februar 2009 verwirklichten Erwerb von Miteigentumsanteilen an einem Grundst&uuml;ck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Bemessungsgrundlage der Grunderwerbsteuer ist nach &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;1 GrEStG nach dem Wert der Gegenleistung ohne Einbeziehung der Kosten f&uuml;r das sp&auml;ter errichtete Geb&auml;ude zu bestimmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Voraussetzungen f&uuml;r den Ansatz des Grundbesitzwerts als Bemessungsgrundlage nach &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 GrEStG anstelle der Gegenleistung sind nicht erf&uuml;llt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 GrEStG i.V.m. &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;14 GrEStG i.d.F. vom 2.&nbsp;November 2015 (BGBl I 2015, 1834) wird die Steuer bei Erwerbsvorg&auml;ngen auf gesellschaftsvertraglicher Grundlage nach den Grundbesitzwerten i.S. des &sect;&nbsp;151 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;157 Abs.&nbsp;1 bis 3 des Bewertungsgesetzes bemessen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine gesellschaftsvertragliche Grundlage liegt bei Grundst&uuml;cks&uuml;berg&auml;ngen zwischen einer Gesellschaft und ihren Gesellschaftern vor, wenn die Gesellschafterstellung des beteiligten Gesellschafters in rechtlicher Hinsicht ber&uuml;hrt oder ver&auml;ndert wird (grundlegend Beschluss des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 26.&nbsp;Februar 2003&nbsp;&#8211; II&nbsp;B&nbsp;54\/02, BFHE 201, 326, BStBl II 2003, 483, unter II.1.; BFH-Urteil vom 16.&nbsp;Februar 2011&nbsp;&#8211; II&nbsp;R&nbsp;48\/08, BFHE 233, 190, BStBl II 2012, 295, Rz&nbsp;20), so z.B. durch Anwachsung nach &sect;&nbsp;738 BGB (vgl. BFH-Urteil vom 13.&nbsp;September 2006&nbsp;&#8211; II&nbsp;R&nbsp;37\/05, BFHE 215, 282, BStBl II 2007, 59, unter II.2.) oder durch Auseinandersetzung (vgl. BFH-Urteil vom 23.&nbsp;November 2011&nbsp;&#8211; II&nbsp;R&nbsp;64\/09, BFHE 235, 185, BStBl II 2012, 355, Rz&nbsp;27).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Daran fehlt es im Streitfall. Die Kl&auml;ger haben f&uuml;r den Erwerb der Miteigentumsanteile keine Gesellschaftsanteile an der C&nbsp;GbR oder einen Teil davon hergegeben. Zwar korrespondieren offenkundig die Gesellschaftsanteile von insgesamt 3,78&nbsp;% mit den Miteigentumsanteilen von insgesamt 378\/10&nbsp;000. Die Kl&auml;ger sind aber nicht aus der C&nbsp;GbR ausgeschieden, sondern haben ihre Gesellschaftsanteile in unver&auml;nderter H&ouml;he behalten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In &sect;&nbsp;4.3 des Vertrags vom 24.&nbsp;Februar 2009 war vereinbart, dass die Miteigentumsanteile an dem Grundst&uuml;ck u.a. auf die Kl&auml;ger jeweils in dem angegebenen Beteiligungsverh&auml;ltnis &uuml;bergehen und die Gegenleistung f&uuml;r die &Uuml;bereignung der Miteigentumsanteile durch die einzelnen Gesellschafter bereits erbracht ist. Diese Gegenleistung kann nicht in der Abtretung der Gesellschaftsanteile der Kl&auml;ger bestanden haben, weil die Kl&auml;ger zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses noch als Gesellschafter mit einer Beteiligung von insgesamt 3,78&nbsp;% in &sect;&nbsp;2 des Vertrags angef&uuml;hrt waren; ihre Beteiligung an der C&nbsp;GbR hatte sich also durch die Erbringung der Gegenleistung f&uuml;r den Erwerb der Miteigentumsanteile nicht ge&auml;ndert. Im Vertrag vom 24.&nbsp;Februar 2009 wurden ebenfalls keine Verf&uuml;gungen &uuml;ber die Gesellschaftsanteile der Kl&auml;ger getroffen. Die mit den noch nicht ver&auml;u&szlig;erten Miteigentumsanteilen von 34,24&nbsp;% im Zusammenhang stehenden &quot;weiteren Gesellschaftsanteile&quot; waren nach &sect;&nbsp;2 und &sect;&nbsp;4.2 des Vertrags der mit ihren bisherigen Gesellschaftern fortbestehenden C&nbsp;GbR zugeordnet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Als Gegenleistung gilt bei einem Kauf nach &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 GrEStG der Kaufpreis einschlie&szlig;lich der vom K&auml;ufer &uuml;bernommenen sonstigen Leistungen wie z.B. Planungskosten und der dem Verk&auml;ufer vorbehaltenen Nutzungen. Zur Bemessungsgrundlage geh&ouml;ren alle Leistungen des Erwerbers, die dieser nach den vertraglichen Vereinbarungen gew&auml;hrt, um das Grundst&uuml;ck zu erwerben (BFH-Urteil vom 25.&nbsp;April 2018&nbsp;&#8211; II&nbsp;R&nbsp;50\/15, BFHE 262, 169, BStBl II 2018, 602, Rz&nbsp;13).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Entscheidend f&uuml;r den Umfang der Bemessungsgrundlage ist dabei, in welchem tats&auml;chlichen Zustand das Grundst&uuml;ck zum Gegenstand des Erwerbsvorgangs gemacht wurde (vgl. BFH-Urteil vom 15.&nbsp;M&auml;rz 2001&nbsp;&#8211; II&nbsp;R&nbsp;51\/00, BFH\/NV 2001, 1297, unter II.). Der Gegenstand des Erwerbsvorgangs wird zun&auml;chst durch das den Steuertatbestand erf&uuml;llende zivilrechtliche Verpflichtungsgesch&auml;ft bestimmt. Ergibt sich jedoch aus weiteren Vereinbarungen, die mit diesem Rechtsgesch&auml;ft in einem rechtlichen oder zumindest objektiv sachlichen Zusammenhang stehen und auch mit anderen Vertragspartnern abgeschlossen sein k&ouml;nnen, dass der Erwerber bei objektiver Betrachtungsweise ein bebautes Grundst&uuml;ck erh&auml;lt, bezieht sich der grunderwerbsteuerrechtliche Erwerbsvorgang auf diesen einheitlichen Erwerbsgegenstand (vgl. BFH-Urteile vom 27.&nbsp;Oktober 2004&nbsp;&#8211; II&nbsp;R&nbsp;12\/03, BFHE 208, 51, BStBl II 2005, 220, unter II.1.a, und vom 6.&nbsp;Juli 2016&nbsp;&#8211; II&nbsp;R&nbsp;5\/15, BFHE 254, 77, BStBl II 2016, 895, Rz&nbsp;12). Daraus ergibt sich, dass Gegenstand des Erwerbs das Grundst&uuml;ck auch in einem (k&uuml;nftigen) Zustand sein kann, in den es erst zu versetzen ist (vgl. BFH-Urteil vom 5.&nbsp;Februar 1992&nbsp;&#8211; II&nbsp;R&nbsp;110\/88, BFHE 166, 402, BStBl II 1992, 357, unter II.1.a).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ein sachlicher Zusammenhang zwischen den Vertr&auml;gen ist gegeben, wenn der Erwerber im Zeitpunkt des Abschlusses des Grundst&uuml;ckskaufvertrags in seiner Entscheidung &uuml;ber das &quot;Ob&quot; und &quot;Wie&quot; der Bauma&szlig;nahme gegen&uuml;ber der Ver&auml;u&szlig;ererseite nicht mehr frei war und deshalb feststand, dass er das Grundst&uuml;ck nur in einem bestimmten (bebauten) Zustand erhalten w&uuml;rde (BFH-Urteil vom 23.&nbsp;August 2006&nbsp;&#8211; II&nbsp;R&nbsp;42\/04, BFH\/NV 2007, 760, unter II.1.a). Ein enger sachlicher Zusammenhang zwischen Kauf- und Bauvertrag wird indiziert, wenn der Ver&auml;u&szlig;erer aufgrund einer in bautechnischer und finanzieller Hinsicht konkreten und bis (ann&auml;hernd) zur Baureife gediehenen Vorplanung ein bestimmtes Geb&auml;ude auf einem bestimmten Grundst&uuml;ck zu einem im Wesentlichen feststehenden Preis anbietet und der Erwerber dieses Angebot annimmt (BFH-Urteil in BFH\/NV 2007, 760, unter II.1.a).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Auf der Ver&auml;u&szlig;ererseite k&ouml;nnen auch mehrere Personen als Vertragspartner auftreten, so dass sich die Anspr&uuml;che des Erwerbers auf &Uuml;bereignung des Grundst&uuml;cks und auf Errichtung des Geb&auml;udes zivilrechtlich gegen verschiedene Personen richten. Entscheidend ist insoweit, dass (auch) der den Grundst&uuml;cks&uuml;bereignungsanspruch begr&uuml;ndende Vertrag in ein Vertragsgeflecht miteinbezogen ist, das unter Ber&uuml;cksichtigung aller Umst&auml;nde darauf gerichtet ist, dem Erwerber als einheitlichen Erwerbsgegenstand das Grundst&uuml;ck in bebautem Zustand zu verschaffen. Dies ist regelm&auml;&szlig;ig anzunehmen, wenn die auf der Ver&auml;u&szlig;ererseite auftretenden Personen entweder personell, wirtschaftlich oder gesellschaftsrechtlich eng verbunden sind oder aufgrund von (nicht notwendigerweise vertraglichen) Abreden auf den Abschluss sowohl des Grundst&uuml;ckskaufvertrags als auch der Vertr&auml;ge, die der Bebauung des Grundst&uuml;cks dienen, hinwirken (vgl. BFH-Urteile in BFH\/NV 2007, 760, unter II.1.a, und in BFHE 254, 77, BStBl II 2016, 895, Rz&nbsp;13).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Voraussetzung ist allerdings, dass die auf der Ver&auml;u&szlig;ererseite t&auml;tigen Personen zur Ver&auml;nderung des k&ouml;rperlichen Zustands des Grundst&uuml;cks verpflichtet sind. Fehlt es an einer solchen Verpflichtung, betrifft die vom Erwerber geschuldete Verg&uuml;tung aus den geschlossenen Vertr&auml;gen nicht den Erwerb des bebauten Grundst&uuml;cks, sondern lediglich Dienstleistungen im Zusammenhang mit dem vom Erwerber selbst herzustellenden Geb&auml;ude, die Lieferung beweglicher Gegenst&auml;nde (z.B. Baumaterialien) oder die Bereitstellung von Planungsunterlagen. Solche Leistungen unterliegen nicht der Grunderwerbsteuer. Auf die Frage, ob das Grundst&uuml;ck sowie die sonstigen Dienst- und Sachleistungen von der Ver&auml;u&szlig;ererseite einheitlich angeboten wurden, kommt es beim Fehlen einer Herstellungs- oder Sanierungsverpflichtung der Ver&auml;u&szlig;ererseite ebenso wenig an wie darauf, ob die Vertr&auml;ge in einem objektiv engen sachlichen Zusammenhang stehen und der Erwerber bei Abschluss des Grundst&uuml;ckskaufvertrags hinsichtlich der konkreten Bebauung des Grundst&uuml;cks rechtlich oder auch nur wirtschaftlich gebunden war (vgl. BFH-Urteil vom 27.&nbsp;November 2013&nbsp;&#8211; II&nbsp;R&nbsp;56\/12, BFHE 243, 415, BStBl II 2014, 534, Rz&nbsp;12).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Nach diesen Ma&szlig;st&auml;ben waren Gegenstand des Erwerbs die Miteigentumsanteile am Grundst&uuml;ck in dem Zustand, in dem es sich zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses befand. Der Erwerb erstreckt sich nicht auf das sp&auml;ter errichtete Geb&auml;ude.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es fehlt an der notwendigen Verpflichtung einer Ver&auml;u&szlig;ererseite zur Ver&auml;nderung des k&ouml;rperlichen Zustands des Grundst&uuml;cks. Soweit die Gesellschafter der C&nbsp;GbR untereinander verpflichtet waren, den Gesellschaftszweck zu f&ouml;rdern und insoweit an den Bauma&szlig;nahmen mitzuwirken, handelte es sich um eine reine Verpflichtung zwischen den auf der Erwerberseite handelnden Personen. Die Einbindung von H und I stellt sich demgegen&uuml;ber als Beauftragung von Dienstleistern dar. Diese Auftr&auml;ge unterscheiden sich nicht von denjenigen Vertr&auml;gen, die ein Bauherr typischerweise mit seinen Auftragnehmern abschlie&szlig;t, und begr&uuml;ndeten keine Bindung der Erwerber einschlie&szlig;lich der Kl&auml;ger an ein vorgefertigtes Konzept. Vielmehr waren die Erwerber frei, das urspr&uuml;nglich geplante Bauvorhaben durchzuf&uuml;hren, zu modifizieren oder auch abzubrechen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Vorentscheidung war aufzuheben. Das FG hat zu der H&ouml;he der Gegenleistung f&uuml;r die von den Kl&auml;gern erworbenen Miteigentumsanteile an dem unbebauten Grundst&uuml;ck keine Feststellungen getroffen. Dies ist im zweiten Rechtsgang nachzuholen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r den Fall, dass es erneut zu einer streitigen Entscheidung kommen sollte, weist der Senat vorsorglich darauf hin, dass es einer Tenorierung, wie sie das FG im ersten Rechtsgang vorgenommen hat, an Bestimmtheit mangelt. Wenn ein FG nach &sect;&nbsp;100 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 FGO verfahren und die Steuerberechnung dem FA &uuml;bertragen will, muss es so weit entscheiden, dass dem FA nur noch die Berechnung der Steuer verbleibt (Gr&auml;ber\/ Stapperfend, Finanzgerichtsordnung, 9.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;100 Rz&nbsp;42). Es darf keine Wertungs-, Beurteilungs- oder Entscheidungsspielr&auml;ume mehr geben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Erst wenn die Gegenleistung nicht zu ermitteln sein sollte, er&ouml;ffnet &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Alternative&nbsp;2 GrEStG den Ansatz des sodann auf den Zeitpunkt des Vertragsabschlusses gesondert festzustellenden Grundbesitzwerts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die &Uuml;bertragung der Kostenentscheidung auf das FG folgt aus &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 20.2.2019, II R 28\/15ECLI:DE:BFH:2019:U.200219.IIR28.15.0 Grundst&uuml;ckskaufvertrag zwischen Gesellschaft und Gesellschafter Leits&auml;tze 1. Der Vertrag zwischen einer Gesellschaft und ihrem Gesellschafter, mit dem ein Anspruch des Gesellschafters auf &Uuml;bereignung eines Grundst&uuml;cks begr&uuml;ndet wird, unterliegt nach &sect; 1 Abs. 1 Nr. 1 GrEStG der Grunderwerbsteuer. 2. Die Bemessungsgrundlage richtet sich nach dem Wert der Gegenleistung &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ii-r-28-15-grundstueckskaufvertrag-zwischen-gesellschaft-und-gesellschafter\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">II&nbsp;R&nbsp;28\/15 &#8211; Grundst&uuml;ckskaufvertrag zwischen Gesellschaft und Gesellschafter<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-70998","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70998","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=70998"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70998\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=70998"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=70998"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=70998"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}