{"id":71051,"date":"2019-08-22T18:05:45","date_gmt":"2019-08-22T16:05:45","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=71051"},"modified":"2019-08-22T18:06:55","modified_gmt":"2019-08-22T16:06:55","slug":"viii-r-35-16-zur-qualifizierung-der-taetigkeit-eines-pruefingenieurs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-r-35-16-zur-qualifizierung-der-taetigkeit-eines-pruefingenieurs\/","title":{"rendered":"VIII&nbsp;R&nbsp;35\/16 &#8211; Zur Qualifizierung der T&auml;tigkeit eines Pr&uuml;fingenieurs"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 14.5.2019, VIII R 35\/16<br \/>ECLI:DE:BFH:2019:U.140519.VIIIR35.16.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Zur Qualifizierung der T&auml;tigkeit eines Pr&uuml;fingenieurs<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Pr&uuml;fingenieure, die Hauptuntersuchungen und Sicherheitspr&uuml;fungen durchf&uuml;hren, &uuml;ben eine freiberufliche T&auml;tigkeit i.S. des &sect; 18 EStG aus.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Der Freiberuflichkeit der T&auml;tigkeit eines Pr&uuml;fingenieurs steht die Mithilfe fachlich vorgebildeter Arbeitskr&auml;fte nicht entgegen, wenn er weiterhin leitend und eigenverantwortlich i.S. des &sect; 18 Abs. 1 Nr. 1 Satz 3 EStG t&auml;tig ist. An einer eigenverantwortlichen T&auml;tigkeit fehlt es jedoch, wenn angestellte Pr&uuml;fingenieure eigenst&auml;ndig Hauptuntersuchungen durchf&uuml;hren und dabei lediglich stichprobenartig &uuml;berwacht werden.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision der Kl&auml;gerin gegen das Urteil des S&auml;chsischen Finanzgerichts vom 24.02.2016 &#8211; 2 K 1479\/15 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat die Kl&auml;gerin zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) ist eine GbR, die auf dem Gebiet der Erstellung von Beweissicherungsgutachten und der Bewertung von Kfz t&auml;tig ist. Sie f&uuml;hrt Hauptuntersuchungen sowie Abgasuntersuchungen durch und erbringt weitere Pr&uuml;ft&auml;tigkeiten. Neben den Gesellschaftern A und B, die beide Diplom-Ingenieure (FH) und Pr&uuml;fingenieure sind, besch&auml;ftigt sie drei weitere Pr&uuml;fingenieure. Nach den Feststellungen des Finanzgerichts (FG) ist die Kl&auml;gerin Mitglied in der Pr&uuml;forganisation K&Uuml;S (Kraftfahrzeug&uuml;berwachungsorganisation freiberuflicher Kfz-Sachverst&auml;ndiger).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin erkl&auml;rte f&uuml;r das Streitjahr 2009 Eink&uuml;nfte aus selbst&auml;ndiger T&auml;tigkeit. Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) stellte die Eink&uuml;nfte zun&auml;chst erkl&auml;rungsgem&auml;&szlig; unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung fest.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Rahmen einer betriebsnahen Veranlagung gelangte die Pr&uuml;ferin zu der Auffassung, die Kl&auml;gerin erziele Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb. Sie ermittelte zum einen, dass die Gesellschafter A und B 1&nbsp;408 Gutachten (Schadensgutachten und Fahrzeugbewertungen) erstellt hatten. Zum anderen stellte sie den Umfang der Pr&uuml;ft&auml;tigkeiten (Hauptuntersuchungen: 6&nbsp;722, Abgasuntersuchungen: 1&nbsp;360, Anbauma&szlig;nahmen: 224, Feinstaubplaketten: 228, sonstige Pr&uuml;ft&auml;tigkeit: 742) der Kl&auml;gerin fest. Von den Hauptuntersuchungen hatten die Gesellschafter A und B 1&nbsp;153 (A: 1&nbsp;024, B: 129) und die angestellten Pr&uuml;fingenieure 5&nbsp;569 durchgef&uuml;hrt. Diese hatten auch s&auml;mtliche Abgasuntersuchungen &uuml;bernommen. Damit &#8211;so die Pr&uuml;ferin&#8211; erbr&auml;chten die Angestellten der Kl&auml;gerin den gr&ouml;&szlig;ten Teil der Pr&uuml;faufgaben. Eine eigenverantwortliche T&auml;tigkeit der Gesellschafter der Kl&auml;gerin liege nicht mehr vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dementsprechend erlie&szlig; das FA am 16.&nbsp;Dezember 2014 einen Gewerbesteuermessbescheid f&uuml;r 2009 sowie einen ge&auml;nderten Bescheid &uuml;ber die einheitliche und gesonderte Feststellung von Besteuerungsgrundlagen f&uuml;r die Einkommensteuer f&uuml;r 2009, in dem es nunmehr Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb feststellte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die hiergegen gerichteten Einspr&uuml;che blieben ohne Erfolg (Einspruchsentscheidungen vom 16.&nbsp;September 2015), ebenso die nachfolgende Klage vor dem S&auml;chsischen FG 2&nbsp;K&nbsp;1479\/15 (Entscheidungen der Finanzgerichte 2016, 1341). Ihre hiergegen gerichtete Revision begr&uuml;ndet die Kl&auml;gerin mit der Verletzung von Bundesrecht. Das FG habe bei der Beurteilung des Merkmals der eigenverantwortlichen T&auml;tigkeit insbesondere nicht hinreichend beachtet, dass die Arbeit des Pr&uuml;fingenieurs weitestgehend gesetzlich geregelt und damit der Raum f&uuml;r umfassende Kontrollma&szlig;nahmen durch die Gesellschafter beschr&auml;nkt sei. Dies k&ouml;nne nicht zu ihren Lasten gehen, da sie ansonsten &#8211;entgegen &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 des Einkommensteuergesetzes (EStG)&#8211; vom Einsatz vorgebildeter Mitarbeiter ausgeschlossen sei. Die Kl&auml;gerin r&uuml;gt zudem Verfahrensfehler des FG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt,<br \/>das Urteil des S&auml;chsischen FG vom 24.&nbsp;Februar 2016&nbsp;-2&nbsp;K&nbsp;1479\/15 und den Bescheid &uuml;ber den Gewerbesteuermessbetrag 2009 vom 16.&nbsp;Dezember 2014 sowie die Einspruchsentscheidung vom 16.&nbsp;September 2015 aufzuheben sowie den Bescheid &uuml;ber die einheitliche und gesonderte Feststellung von Besteuerungsgrundlagen f&uuml;r die Einkommensteuer 2009 vom 16.&nbsp;Dezember 2014 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 16.&nbsp;September 2015 dahingehend zu &auml;ndern, dass Eink&uuml;nfte aus selbst&auml;ndiger T&auml;tigkeit in H&ouml;he von 419.933,94&nbsp;EUR festgestellt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision der Kl&auml;gerin ist unbegr&uuml;ndet. Sie war daher zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat im Ergebnis zutreffend erkannt, dass die Kl&auml;gerin im Streitjahr Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb erzielt hat (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2, Abs.&nbsp;4 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Die Gesellschafter der Kl&auml;gerin waren in Bezug auf die durch die angestellten Pr&uuml;fingenieure durchgef&uuml;hrten Hauptuntersuchungen und sonstigen Pr&uuml;ft&auml;tigkeiten nicht eigenverantwortlich t&auml;tig. Die Kl&auml;gerin hat daher insgesamt gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;1 EStG Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb erzielt und unterliegt gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 des Gewerbesteuergesetzes (GewStG) i.V.m. &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 GewStG der Gewerbesteuer.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Kl&auml;gerin, die den Bescheid &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen f&uuml;r das Streitjahr allein in Bezug auf die Qualifikation der Eink&uuml;nfte angefochten hat (vgl. zur selbst&auml;ndigen Anfechtbarkeit dieser Feststellung z.B. Senatsurteil vom 21.&nbsp;Februar 2017&nbsp;&#8211;&nbsp;VIII&nbsp;R&nbsp;46\/13, BFHE 257, 198, BStBl II 2017, 745), hat insgesamt Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb erzielt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Eine Personengesellschaft entfaltet nur dann eine T&auml;tigkeit, die die Aus&uuml;bung eines freien Berufs i.S. von &sect;&nbsp;18 EStG darstellt, wenn s&auml;mtliche Gesellschafter die Merkmale eines freien Berufs erf&uuml;llen (z.B. Senatsurteile vom 27.&nbsp;August 2014&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;R&nbsp;6\/12, BFHE 247, 513, BStBl II 2015, 1002; vom 26.&nbsp;Januar 2011&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;R&nbsp;3\/10, BFHE 232, 453, BStBl II 2011, 498; vom 15.&nbsp;Juni 2010&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;R&nbsp;10\/09, BFHE 230, 47, BStBl II 2010, 906; vom 21.&nbsp;Februar 2017&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;R&nbsp;45\/13, BFHE 257, 256, BStBl II 2018, 4; vom 10.&nbsp;Oktober 2012&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;R&nbsp;42\/10, BFHE 238, 444, BStBl II 2013, 79, m.w.N.). Jeder Gesellschafter muss &uuml;ber die pers&ouml;nliche Berufsqualifikation verf&uuml;gen und eine freiberufliche T&auml;tigkeit, zu deren Aus&uuml;bung er pers&ouml;nlich qualifiziert ist, tats&auml;chlich entfalten (vgl. z.B. Senatsurteile vom 28.&nbsp;Oktober 2008&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;R&nbsp;69\/06, BFHE 223, 206, BStBl II 2009, 642, und in BFHE 238, 444, BStBl II 2013, 79).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der freiberuflichen T&auml;tigkeit eines Berufstr&auml;gers steht die Mithilfe fachlich vorgebildeter Arbeitskr&auml;fte nicht entgegen (&sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 EStG). Allerdings ist diese nur unsch&auml;dlich, wenn die pers&ouml;nliche Teilnahme des Berufstr&auml;gers an der praktischen Arbeit in ausreichendem Umfang gew&auml;hrleistet ist (vgl. z.B. Senatsbeschluss vom 12.&nbsp;Juni 2018&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;B&nbsp;154\/17, BFH\/NV 2018, 945; Senatsurteile vom 15.&nbsp;Dezember 2010&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;R&nbsp;50\/09, BFHE 232, 162, BStBl II 2011, 506; in BFHE 247, 513, BStBl II 2015, 1002; in BFHE 232, 453, BStBl 2011, 498). Die Leistung muss den &#8222;Stempel der Pers&ouml;nlichkeit&#8220; des Berufstr&auml;gers tragen, die T&auml;tigkeit der Mitarbeiter muss als solche des Berufstr&auml;gers erkennbar und damit ihm pers&ouml;nlich zurechenbar sein (vgl. Brandt in Herrmann\/Heuer\/Raupach, &sect;&nbsp;18 EStG Rz&nbsp;232; vgl. auch St&ouml;cker in Lademann, EStG, &sect;&nbsp;18 EStG Rz&nbsp;128&nbsp;f.; vgl. auch Sarrazin in Lenski\/Steinberg, Gewerbesteuergesetz, &sect;&nbsp;2 Rz&nbsp;433). In welchem Umfang der Berufstr&auml;ger selbst t&auml;tig sein muss, h&auml;ngt vom jeweiligen Berufsbild ab (vgl. Senatsurteil vom 8.&nbsp;Oktober 2008&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;R&nbsp;53\/07, BFHE 223, 272, BStBl II 2009, 143, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch bei Berufsgruppen, in denen der das Berufsbild pr&auml;gende &#8222;pers&ouml;nliche, individuelle Dienst&#8220; am Auftraggeber in den Hintergrund tritt (vgl. zum Arzt f&uuml;r Laboratoriumsmedizin &#8211; Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 21.&nbsp;M&auml;rz 1995&nbsp;&#8211; XI&nbsp;R&nbsp;85\/93, BFHE 177, 377, BStBl II 1995, 732; s.a. Senatsbeschluss in BFH\/NV 2018, 945) bzw. in technisch-naturwissenschaftlichen Berufen, in denen infolge des technischen Fortschritts der Anteil der &#8222;individuell freiberuflichen&#8220; Arbeitsleistung kleiner (geworden) ist, kann nicht auf das Erfordernis der pers&ouml;nlichen Teilnahme an der praktischen Arbeit verzichtet werden (vgl. Schmidt\/Wacker, EStG, 38.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;18 Rz&nbsp;28). Daher muss auch bei diesen Berufsgruppen die fehlende Mitarbeit am einzelnen Auftrag auf Ausnahmen und vereinzelte Routinef&auml;lle beschr&auml;nkt bleiben (vgl. zum Bau- bzw. Vermessungsingenieur z.B. BFH-Beschluss vom 7.&nbsp;Juli 2005&nbsp;&#8211; XI&nbsp;B&nbsp;227\/03, BFH\/NV 2006, 55; BFH-Urteile vom 20.&nbsp;April 1989&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;299\/83, BFHE 157, 106, BStBl II 1989, 727; vom 11.&nbsp;September 1968&nbsp;&#8211; I&nbsp;R&nbsp;173\/66, BFHE 93, 468, BStBl II 1968, 820).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dementsprechend ist ein selbst&auml;ndig t&auml;tiger Ingenieur nur eigenverantwortlich t&auml;tig, wenn die Ausf&uuml;hrung jedes einzelnen Auftrags ihm selbst &#8211;und nicht dem qualifizierten Mitarbeiter, den Hilfskr&auml;ften oder dem Unternehmen als Ganzem&#8211; zuzurechnen bzw. als seine erkennbar ist (vgl. BFH-Urteil in BFHE 177, 377, BStBl II 1995, 732, m.w.N.; vgl. zum Bau- bzw. Vermessungsingenieur z.B. BFH-Beschluss in BFH\/NV 2006, 55; BFH-Urteile in BFHE 157, 106, BStBl II 1989, 727; in BFHE 93, 468, BStBl II 1968, 820).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Gemessen an diesen Grunds&auml;tzen waren die Gesellschafter der Kl&auml;gerin zwar freiberuflich t&auml;tig, soweit sie selbst Hauptuntersuchungen durchgef&uuml;hrt haben (A: 1&nbsp;024, B: 129). Soweit die Kl&auml;gerin den &uuml;berwiegenden Teil der Hauptuntersuchungen (5&nbsp;569 von 6&nbsp;722) und der sonstigen Pr&uuml;ft&auml;tigkeiten durch angestellte Pr&uuml;fingenieure hat durchf&uuml;hren lassen, fehlt es jedoch &#8211;wie das FG zutreffend erkannt hat&#8211; an einer eigenverantwortlichen T&auml;tigkeit der Gesellschafter der Kl&auml;gerin.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die Gesellschafter der Kl&auml;gerin sind freiberuflich t&auml;tig geworden, soweit sie selbst Hauptuntersuchungen durchgef&uuml;hrt haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Zu den freien Berufen i.S. des &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 EStG geh&ouml;rt u.a. die selbst&auml;ndig ausge&uuml;bte T&auml;tigkeit als Ingenieur. Auch der Pr&uuml;fingenieur, der Hauptuntersuchungen und Sicherheitspr&uuml;fungen durchf&uuml;hrt, wird freiberuflich t&auml;tig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zu den Hauptaufgaben des Pr&uuml;fingenieurs z&auml;hlt die Durchf&uuml;hrung von Hauptuntersuchungen und Sicherheitspr&uuml;fungen an Fahrzeugen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;29 der Stra&szlig;enverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) sowie die Erstellung von &Auml;nderungsabnahmen nach &sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;3 StVZO. Untersuchungsumfang und -ablauf der Hauptuntersuchung sowie der Sicherheitspr&uuml;fungen sind detailliert geregelt (vgl. insbesondere &sect;&nbsp;29 StVZO, Anlage&nbsp;VIII, VIIIa, VIIIb zu &sect;&nbsp;29 StVZO, Richtlinie f&uuml;r die Durchf&uuml;hrung der Hauptuntersuchung und die Beurteilung der dabei festgestellten M&auml;ngel an Fahrzeugen &#8211;sog. HU-Richtlinie&#8211;). Der Pr&uuml;fingenieur hat das vorgef&uuml;hrte Fahrzeug mit Hilfe messtechnischer Verfahren aber auch visuell nach Ma&szlig;gabe der gesetzlichen Regelungen, Verordnungen, Leitlinien und Hinweise auf Vorschriftsm&auml;&szlig;igkeit und technische M&auml;ngel zu untersuchen, etwaige M&auml;ngel zu beurteilen und zuzuordnen, &uuml;ber die Erteilung der Pr&uuml;fplakette zu entscheiden und die Untersuchung sowie deren Ergebnisse zu dokumentieren. Hierf&uuml;r tr&auml;gt er die Verantwortung (auch) gegen&uuml;ber der ihn betrauenden &Uuml;berwachungsorganisation, in deren Namen er t&auml;tig ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Dass die Art, der Umfang und die Durchf&uuml;hrung der Hauptuntersuchung sowie der Sicherheitspr&uuml;fungen umfassend reglementiert ist, schlie&szlig;t f&uuml;r sich die Annahme einer freiberuflichen T&auml;tigkeit nicht aus. Die umfassende Reglementierung soll die Qualit&auml;t und die Gleichm&auml;&szlig;igkeit der Pr&uuml;fleistungen nach Ma&szlig;gabe der gesetzlichen Vorschriften und Vorgaben sicherstellen. Sie macht jedoch &#8211;wie auch die in Anlage&nbsp;VIIIb Ziff.&nbsp;3 zu &sect;&nbsp;29 StVZO geregelten Anforderungen an Pr&uuml;fingenieure best&auml;tigen&#8211; eine qualifizierte Ingenieurleistung nicht entbehrlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Soweit die Kl&auml;gerin den &uuml;berwiegenden Teil der Hauptuntersuchungen und sonstigen Pr&uuml;ft&auml;tigkeit durch angestellte Pr&uuml;fingenieure hat durchf&uuml;hren lassen, fehlt es jedoch an einer eigenverantwortlichen T&auml;tigkeit der Gesellschafter der Kl&auml;gerin.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Die Kl&auml;gerin hat zwar auch in Bezug auf diese Pr&uuml;fungen die Pr&uuml;forte und -ger&auml;te zur Verf&uuml;gung gestellt, ist als Mitglied der K&Uuml;S in Erscheinung getreten und war in den Pr&uuml;fprotokollen ausgewiesen. Allerdings haben die Gesellschafter an den von den angestellten Pr&uuml;fingenieuren durchgef&uuml;hrten Untersuchungen regelm&auml;&szlig;ig nicht pers&ouml;nlich teilgenommen, sondern diese lediglich stichprobenartig &uuml;berwacht. Sie wurden in seltenen Zweifelsf&auml;llen hinzugezogen. Auch haben sie gepr&uuml;ft, ob der Untersuchungsbericht ordnungsgem&auml;&szlig; ausgef&uuml;llt ist. Die durch die Unterschrift unter den Pr&uuml;fungsbericht dokumentierte Verantwortung f&uuml;r die jeweilige Hauptuntersuchung verblieb jedoch bei dem die Pr&uuml;fung durchf&uuml;hrenden angestellten Pr&uuml;fingenieur. Eine derartige Einbindung der Gesellschafter in die von den angestellten Pr&uuml;fingenieuren eigenst&auml;ndig durchgef&uuml;hrten und zu verantwortenden Pr&uuml;fungen gen&uuml;gt nicht, um die T&auml;tigkeit der angestellten Pr&uuml;fingenieure als solche der Gesellschafter erkennbar zu machen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Dass infolge der umfassenden gesetzlichen Vorgaben f&uuml;r die T&auml;tigkeit des Pr&uuml;fingenieurs eingehende Kontrollma&szlig;nahmen der Gesellschafter der Kl&auml;gerin ebenso ausgeschlossen sind wie die Festlegung der Untersuchungsmethode bzw. des -inhalts oder ein Vorbehalt der &Uuml;bernahme &#8222;problematischer F&auml;lle&#8220;, rechtfertigt es entgegen der Auffassung der Kl&auml;gerin nicht, eine eingeschr&auml;nkte Kontrollt&auml;tigkeit f&uuml;r die Annahme der Eigenverantwortlichkeit gen&uuml;gen zu lassen. Daran &auml;ndert auch der Umstand, dass die T&auml;tigkeit des Pr&uuml;fingenieurs hoheitlich ist und der Fahrzeughalter keine h&ouml;chstpers&ouml;nliche, individuelle Leistung der Gesellschafter der Kl&auml;gerin erwartet, nichts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) In dem dargelegten Verst&auml;ndnis des Merkmals der Eigenverantwortlichkeit liegt keine &Uuml;berdehnung der Anforderungen des &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 EStG, zumal der Einsatz fachlich vorgebildeter Mitarbeiter f&uuml;r Pr&uuml;fingenieure &#8211;entgegen der Auffassung der Kl&auml;gerin&#8211; nach den genannten Grunds&auml;tzen nicht ausgeschlossen, sondern lediglich eingeschr&auml;nkt ist. Der Gesetzgeber will zwar nach Wortlaut und Zweck des &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 EStG keinen Bereich der freien Berufe i.S. des &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG von der M&ouml;glichkeit des Einsatzes fachlich vorgebildeter Mitarbeiter ausschlie&szlig;en (vgl. Senatsurteil vom 16.&nbsp;Juli 2014&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;R&nbsp;41\/12, BFHE 247, 195, BStBl II 2015, 216). &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 EStG erm&auml;chtigt jedoch weder dazu, Routineaufgaben vollst&auml;ndig auf einen angestellten Berufstr&auml;ger zu delegieren (vgl. auch Senatsbeschluss in BFH\/NV 2018, 945, zum Laborarzt), noch will die Regelung &#8211;wie der Begriff der &#8222;Mithilfe&#8220; verdeutlicht&#8211; erm&ouml;glichen, dem Berufstr&auml;ger eine T&auml;tigkeit als eigene zuzurechnen, die tats&auml;chlich ein anderer, angestellter Berufstr&auml;ger eigenst&auml;ndig ausf&uuml;hrt und zu verantworten hat. Dies gilt insbesondere, wenn &#8211;wie im Streitfall&#8211; der Berufstr&auml;ger selbst im Zusammenhang mit einer solchen Leistungserbringung nur sehr eingeschr&auml;nkt t&auml;tig sein kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Erbringen die Gesellschafter einer Personengesellschaft &#8211;wie im Streitfall die Gesellschafter der Kl&auml;gerin&#8211; ihre Leistungen teilweise freiberuflich und teilweise &#8211;mangels Eigenverantwortlichkeit&#8211; gewerblich, so ist ihre T&auml;tigkeit nach &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;1 EStG insgesamt als gewerblich zu qualifizieren (z.B. Senatsurteile vom 3.&nbsp;November 2015&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;R&nbsp;62\/13, BFHE 252, 283, BStBl II 2016, 381; in BFHE 247, 513, BStBl II 2015, 1002; vom 4.&nbsp;Juli 2007&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;R&nbsp;77\/05, BFH\/NV 2008, 53) .<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der Bereich, in dem die Gesellschafter der Kl&auml;gerin nicht eigenverantwortlich t&auml;tig sind, f&uuml;hrt zu gewerblichen Eink&uuml;nften i.S. des &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG. Dieser ist getrennt von den freiberuflichen T&auml;tigkeiten der Gesellschafter der Kl&auml;gerin zu betrachten (vgl. zum Merkmal der Trennbarkeit z.B. Senatsurteil in BFHE 247, 513, BStBl II 2015, 1002, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Hinreichende Anhaltspunkte daf&uuml;r, dass eine Umqualifizierung der Eink&uuml;nfte gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;1 EStG ausnahmsweise nach dem Grundsatz der Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit ausgeschlossen sein k&ouml;nnte, weil die gewerblichen Eink&uuml;nfte der Kl&auml;gerin lediglich ein &auml;u&szlig;erst geringes Ausma&szlig; haben (sog. Bagatellgrenze: vgl. hierzu z.B. Senatsurteile vom 27.&nbsp;August 2014&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;R&nbsp;41\/11, BFHE 247, 506, BStBl II 2015, 999, und in BFHE 247, 513, BStBl II 2015, 1002), fehlen. Letzteres ergibt sich auch nicht unter Ber&uuml;cksichtigung der Behauptung der Kl&auml;gerin, die Ergebnisse der wirtschaftlichen T&auml;tigkeit beruhten im Wesentlichen auf der Erstellung der Gutachten durch ihre Gesellschafter. Denn in Anbetracht des Umfanges der von den angestellten Pr&uuml;fingenieuren durchgef&uuml;hrten Pr&uuml;ft&auml;tigkeiten ist nicht ersichtlich, dass die von der Rechtsprechung entwickelte sog. Bagatellgrenze unterschritten wird, d.h. insbesondere die Nettoums&auml;tze aus dieser T&auml;tigkeit unter dem absoluten H&ouml;chstbetrag von 24.500&nbsp;EUR liegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die von der Kl&auml;gerin erhobenen Verfahrensr&uuml;gen hat der Senat gepr&uuml;ft, aber nicht f&uuml;r durchgreifend erachtet. Er sieht insoweit von einer Begr&uuml;ndung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;6 Satz&nbsp;1 FGO ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 14.5.2019, VIII R 35\/16ECLI:DE:BFH:2019:U.140519.VIIIR35.16.0 Zur Qualifizierung der T&auml;tigkeit eines Pr&uuml;fingenieurs Leits&auml;tze 1. Pr&uuml;fingenieure, die Hauptuntersuchungen und Sicherheitspr&uuml;fungen durchf&uuml;hren, &uuml;ben eine freiberufliche T&auml;tigkeit i.S. des &sect; 18 EStG aus. 2. Der Freiberuflichkeit der T&auml;tigkeit eines Pr&uuml;fingenieurs steht die Mithilfe fachlich vorgebildeter Arbeitskr&auml;fte nicht entgegen, wenn er weiterhin leitend und eigenverantwortlich i.S. des &sect; &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-r-35-16-zur-qualifizierung-der-taetigkeit-eines-pruefingenieurs\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VIII&nbsp;R&nbsp;35\/16 &#8211; Zur Qualifizierung der T&auml;tigkeit eines Pr&uuml;fingenieurs<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-71051","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71051","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=71051"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71051\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=71051"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=71051"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=71051"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}