{"id":71056,"date":"2019-08-22T18:05:33","date_gmt":"2019-08-22T16:05:33","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=71056"},"modified":"2019-08-22T18:06:46","modified_gmt":"2019-08-22T16:06:46","slug":"viii-r-26-16-im-wesentlichen-inhaltsgleich-mit-bfh-urteil-vom-752019-viii-r-2-16-zur-frage-der-gewerblichkeit-der-taetigkeit-eines-rentenberaters","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-r-26-16-im-wesentlichen-inhaltsgleich-mit-bfh-urteil-vom-752019-viii-r-2-16-zur-frage-der-gewerblichkeit-der-taetigkeit-eines-rentenberaters\/","title":{"rendered":"VIII&nbsp;R&nbsp;26\/16 &#8211; Im Wesentlichen inhaltsgleich mit BFH-Urteil vom 7.5.2019&nbsp;&nbsp;VIII R 2\/16 &#8211; Zur Frage der Gewerblichkeit der T&auml;tigkeit eines Rentenberaters"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 7.5.2019, VIII R 26\/16<br \/>ECLI:DE:BFH:2019:U.070519.VIIIR26.16.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Im Wesentlichen inhaltsgleich mit BFH-Urteil vom 7.5.2019&nbsp;&nbsp;VIII R 2\/16 &#8211; Zur Frage der Gewerblichkeit der T&auml;tigkeit eines Rentenberaters<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Der Rentenberater &uuml;bt keine T&auml;tigkeit aus, die einem der in &sect; 18 Abs. 1 Nr. 1 Satz 2 EStG genannten Katalogberufe &#8211;insbesondere dem des Rechtsanwalts bzw. Steuerberaters&#8211; &auml;hnlich ist. Es fehlt an einer Vergleichbarkeit von Ausbildung und ausge&uuml;bter T&auml;tigkeit.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Der Rentenberater erzielt auch keine Eink&uuml;nfte aus sonstiger selbst&auml;ndiger T&auml;tigkeit gem&auml;&szlig; &sect; 18 Abs. 1 Nr. 3 EStG, denn seine T&auml;tigkeit ist im Schwerpunkt beratender Natur und &#8211;anders als die gesetzlichen Regelbeispiele&#8211; nicht berufsbildtypisch durch eine selbst&auml;ndige fremdn&uuml;tzige T&auml;tigkeit in einem fremden Gesch&auml;ftskreis sowie durch Aufgaben der Verm&ouml;gensverwaltung gepr&auml;gt.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision der Kl&auml;gerin gegen das Urteil des Finanzgerichts D&uuml;sseldorf vom 31.08.2016 &#8211; 2 K 3950\/14 G wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat die Kl&auml;gerin zu tragen.<\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) ist Rentenberaterin und seit 2009 hauptberuflich selbst&auml;ndig t&auml;tig. Der Schwerpunkt ihrer T&auml;tigkeit liegt im Versorgungsausgleichsrecht, in dem sie nach den Feststellungen des Finanzgerichts (FG) eine anerkannte Expertin ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin absolvierte zun&auml;chst eine Ausbildung zur B&uuml;rokauffrau sowie die zweij&auml;hrige h&ouml;here Handelsschule. Im Anschluss war sie 16&nbsp;Jahre lang im Bereich der Altersversorgung in der Hauptverwaltung einer Krankenkasse t&auml;tig; sp&auml;ter war sie als Referentin und Spezialistin in den Rechtsgebieten &quot;gesetzliche Rentenversicherung&quot; und &quot;Versorgungsausgleichsrecht&quot; besch&auml;ftigt. Im Jahr 2004 wurde ihr nach dem Rechtsberatungsgesetz die Erlaubnis zur Besorgung fremder Rechtsangelegenheiten im Sachbereich eines Rentenberaters erteilt. 2005 erhielt sie die Zulassung zum m&uuml;ndlichen Verhandeln vor den Sozialgerichten und dem Landessozialgericht. Inzwischen ist die Kl&auml;gerin mit der Erlaubnis zur Besorgung fremder Rechtsangelegenheiten im Sachbereich eines Rentenberaters ohne Beschr&auml;nkung auf den au&szlig;ergerichtlichen Bereich sowie mit der Zulassung zum m&uuml;ndlichen Verhandeln vor den Sozialgerichten des Landes &#8230; und dem Landessozialgericht &#8230; im Rechtsdienstleistungsregister registriert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin erkl&auml;rte in ihrer Einkommensteuererkl&auml;rung f&uuml;r das Streitjahr (2011) Eink&uuml;nfte aus freiberuflicher T&auml;tigkeit. Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) folgte dem nicht und setzte auf der Grundlage des erkl&auml;rten Gewinns einen Gewerbesteuermessbetrag fest. Die nach erfolglosem Einspruchsverfahren erhobene Klage wies das FG mit in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2017, 213 ver&ouml;ffentlichtem Urteil vom 31.&nbsp;August 2016&nbsp;&#8211; 2&nbsp;K&nbsp;3950\/14&nbsp;G ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der hiergegen gerichteten Revision r&uuml;gt die Kl&auml;gerin die Verletzung von &sect;&nbsp;18 des Einkommensteuergesetzes (EStG) und Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 des Grundgesetzes (GG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG habe die Bedeutung des zentralen Begriffs der &quot;freiberuflichen T&auml;tigkeit&quot; verkannt. Die &quot;Katalogberufe&quot; und die &quot;&auml;hnlichen Berufe&quot; f&auml;nden ihren Oberbegriff in den &quot;freien Berufen&quot;. Das FG habe unterlassen, den Rechtsbegriff des freien Berufs zu definieren bzw. das oder die bestimmenden Merkmale darzustellen. Es habe &sect;&nbsp;1 des Partnerschaftsgesellschaftsgesetzes (PartGG) unbeachtet gelassen und zudem eine Pr&uuml;fung der Berufs&auml;hnlichkeit vorgenommen, ohne sich mit dem Berufsbild des Rentenberaters auseinanderzusetzen. Dieses sei dem eines Rechtsanwalts &auml;hnlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Entgegen der Auffassung des FG scheitere die Annahme einer dem Rechtsanwalt &auml;hnlichen T&auml;tigkeit nicht an den bestehenden Ausbildungsunterschieden. Das schwerpunktm&auml;&szlig;ige Abstellen auf die Ausbildung verkenne die Bedeutung des Kriteriums der Freiberuflichkeit in &sect;&nbsp;18 EStG. Ma&szlig;geblich f&uuml;r die Berufs&auml;hnlichkeit sei die Art und Modalit&auml;t der in Rede stehenden freiberuflichen T&auml;tigkeit, nicht hingegen die Ausbildung. Auch &uuml;berzeuge nicht, dass der ausge&uuml;bte Beruf in quantitativer Hinsicht dem des Vergleichsberufs entsprechen m&uuml;sse. Der Rentenberater werde nicht nur in einem einzigen Aufgabengebiet des Rechtsanwalts t&auml;tig. Seine T&auml;tigkeit umfasse verschiedene Bereiche des Sozialrechts, Verwaltungsrechts und Arbeitsrechts. Auch Rechtsanw&auml;lte seien heute spezialisiert; das Bild des Universalanwalts sei &uuml;berholt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es bestehe ferner eine &Auml;hnlichkeit mit dem Beruf des Steuerberaters. Es k&ouml;nne nicht ma&szlig;geblich sein, dass im Vergleich zum Rechtsanwalt eine geringere fachliche &Uuml;berschneidung bzw. N&auml;he zu den Aufgaben der Steuerberater und Steuerbevollm&auml;chtigten bestehe. Entgegen der Auffassung des FG sei es zudem von Bedeutung, dass die Zulassungsvoraussetzungen f&uuml;r die Steuerbevollm&auml;chtigtenpr&uuml;fung mit der Qualifikation des Rentenberaters vergleichbar gewesen seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die T&auml;tigkeit des Rentenberaters sei jedenfalls eine sonstige selbst&auml;ndige T&auml;tigkeit i.S. des &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 EStG. Zwar stehe die Verm&ouml;gensverwaltung nicht im Vordergrund, sie komme jedoch in Betracht, soweit es um die Verwaltung des mit Renten verbundenen Verm&ouml;gens gehe. Die Beratungs- und Vertretungst&auml;tigkeit des Rentenberaters betreffe auch die Verwendung vorhandenen Verm&ouml;gens, um weitere Verm&ouml;gensanspr&uuml;che zu erwerben. Dies ergebe sich schon aus der Rechtsberatung als Kernt&auml;tigkeit zur M&ouml;glichkeit einer freiwilligen Beitragsleistung zur gesetzlichen Rentenversicherung, im Rahmen der Wahlm&ouml;glichkeit einer Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung (z.B. als selbst&auml;ndig T&auml;tiger), zur Zahlung von Aufstockungsbeitr&auml;gen zur Vermeidung eines Rentenabschlages in der gesetzlichen Rentenversicherung wie auch zur Zahlung von Betr&auml;gen zum Ausgleich einer Rentenminderung durch einen Versorgungsausgleich. Vergleichbare T&auml;tigkeiten gebe es z.B. im Bereich der berufsst&auml;ndischen Versorgungswerke. Der Rentenberater gestalte demnach aktiv die Verm&ouml;gensinteressen seiner Mandanten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Schlie&szlig;lich erscheine auch am Ma&szlig;stab des Gleichheitssatzes des Art.&nbsp;3 GG eine steuerrechtliche Gleichbehandlung des Rentenberaters mit den genannten Berufen geboten. Seine T&auml;tigkeit sei in den f&uuml;r die Freiberuflichkeit wesentlichen Kriterien mit dem des Rechtsanwalts, Steuerberaters oder Rechtsbeistands vergleichbar. Das Festhalten der Rechtsprechung am Kriterium der Vergleichbarkeit zu einem der in &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG genannten Katalogberufe und die in diesem Zusammenhang gestellten hohen Anforderungen f&uuml;hrten letztlich zu einem gleichheitswidrigen Ausschluss neuer Berufe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt,<br \/>die angefochtene Vorentscheidung und den Gewerbesteuermessbetragsbescheid f&uuml;r 2011 vom 12.&nbsp;August 2013 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 17.&nbsp;November 2014 aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat die T&auml;tigkeit der Kl&auml;gerin als Rentenberaterin zutreffend als gewerblich i.S. des &sect;&nbsp;2 des Gewerbesteuergesetzes (GewStG) i.V.m. &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;2 EStG beurteilt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG i.V.m. &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;2 EStG unterliegen der Gewerbesteuer nur (inl&auml;ndische) gewerbliche Unternehmen i.S. des EStG; nicht gewerblich sind danach Unternehmen, deren Bet&auml;tigung als Aus&uuml;bung eines freien Berufs oder als eine selbst&auml;ndige T&auml;tigkeit (&sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 und Nr.&nbsp;3 EStG) anzusehen ist. Die T&auml;tigkeit eines Rentenberaters ist nicht den Eink&uuml;nften aus selbst&auml;ndiger Arbeit i.S. des &sect;&nbsp;18 EStG zuzurechnen, sondern den gewerblichen Eink&uuml;nften i.S. des &sect;&nbsp;15 EStG (vgl. Senatsurteil vom 7.&nbsp;Mai 2019&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;R&nbsp;2\/16, zur amtlichen Ver&ouml;ffentlichung bestimmt; vgl. auch S&auml;chsisches FG, Urteil vom 13.&nbsp;August 2015&nbsp;&#8211; 1&nbsp;K&nbsp;189\/14, EFG 2016, 1715, mit zust. Anmerkung Wackerbeck; Finanzministerium des Landes Schleswig-Holstein, Kurzinformation vom 19.&nbsp;August 2016&nbsp;&#8211; VI&nbsp;302-&nbsp;S&nbsp;2245-&nbsp;034, Deutsches Steuerrecht &#8211;DStR&#8211; 2016, 2045; Bl&uuml;mich\/Hutter, &sect;&nbsp;18 EStG Rz&nbsp;131; Schmidt\/Wacker, EStG, 37.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;18 Rz&nbsp;155, Stichwort Versicherungsberater; a.A. G&uuml;roff in Littmann\/Bitz\/Pust, Das Einkommensteuerrecht, Kommentar, &sect;&nbsp;18 EStG Rz&nbsp;172; offengelassen, allerdings zweifelnd in Bezug auf die Gewerblichkeit des ehrenamtlich t&auml;tigen Versichertenberaters: Senatsurteil vom 3.&nbsp;Juli 2018&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;R&nbsp;28\/15, BFHE 261, 537, BStBl II 2018, 715).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Rentenberater sind registrierte Personen, die aufgrund besonderer Sachkunde Rechtsdienstleistungen im Bereich der Rentenberatung auf dem Gebiet der gesetzlichen Renten- und Unfallversicherung, des sozialen Entsch&auml;digungsrechts, des &uuml;brigen Sozialversicherungs- und Schwerbehindertenrechts mit Bezug zur gesetzlichen Rente sowie der betrieblichen und berufsst&auml;ndischen Versorgung erbringen d&uuml;rfen (vgl. &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 des Rechtsdienstleistungsgesetzes &#8211;RDG&#8211;). Voraussetzungen f&uuml;r eine Registrierung sind die pers&ouml;nliche Eignung und Zuverl&auml;ssigkeit sowie die theoretische und praktische Sachkunde in dem Bereich bzw. in den Teilbereichen des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 RDG, in denen die Rechtsdienstleistung erbracht werden soll und eine Berufshaftpflichtversicherung mit einer Mindestversicherungssumme von 250.000&nbsp;EUR pro Versicherungsfall (&sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;1 RDG). Die Verg&uuml;tung des Rentenberaters richtet sich nach dem Rechtsanwaltsverg&uuml;tungsgesetz (&sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 des Einf&uuml;hrungsgesetzes zum Rechtsdienstleistungsgesetz). Rentenberater geh&ouml;ren zu dem Personenkreis, der Beratungshilfe leisten darf (&sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 des Gesetzes &uuml;ber Rechtsberatung und Vertretung f&uuml;r B&uuml;rger mit geringem Einkommen &#8211;Beratungshilfegesetz&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Kl&auml;gerin &uuml;bt als Rentenberaterin unstreitig keinen der in &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 EStG aufgef&uuml;hrten Katalogberufe aus. Ihre T&auml;tigkeit ist aber auch &#8211;wie das FG zutreffend erkannt hat&#8211; keinem der Katalogberufe i.S. des &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 EStG &auml;hnlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(aa) Ein &auml;hnlicher Beruf liegt vor, wenn er in wesentlichen Punkten mit einem der in &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 EStG genannten Katalogberufe verglichen werden kann (st&auml;ndige Rechtsprechung: z.B. Senatsurteil vom 25.&nbsp;April 2017&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;R&nbsp;24\/14, BFHE 257, 451, BStBl II 2017, 908, m.w.N.). Einen einheitlichen Oberbegriff der freien Berufe gibt es &#8211;entgegen der Auffassung der Kl&auml;gerin&#8211; nicht (vgl. Beschluss des Bundesverfassungsgerichts &#8211;BVerfG&#8211; vom 25.&nbsp;Oktober 1977&nbsp;&#8211; 1&nbsp;BvR&nbsp;15\/75, BVerfGE 46, 224, BStBl II 1978, 125). Geht es darum, ob eine Berufst&auml;tigkeit der eines Katalogberufs &auml;hnlich ist, gen&uuml;gt eine sog. Gruppen&auml;hnlichkeit, also die &Auml;hnlichkeit zum &quot;Freiberufler an sich&quot; oder zu einer bestimmten Gruppe freiberuflicher T&auml;tigkeiten nicht. Da der Gesetzgeber die Katalogberufe detailliert aufz&auml;hlt, m&uuml;ssen die &auml;hnlichen Berufe speziell einem dieser Berufe &auml;hnlich sein (z.B. Senatsurteile in BFHE 257, 451, BStBl II 2017, 908, und vom 14.&nbsp;Mai 2014&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;R&nbsp;18\/11, BFHE 246, 396, BStBl II 2015, 128, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Erforderlich ist die Vergleichbarkeit sowohl der Ausbildung als auch der ausge&uuml;bten beruflichen T&auml;tigkeit (vgl. z.B. Senatsurteil in BFHE 257, 451, BStBl II 2017, 908; Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 22.&nbsp;Januar 2004&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;51\/01, BFHE 205, 151, BStBl II 2004, 509, m.w.N.). Die f&uuml;r den vergleichbaren Katalogberuf erforderlichen Kenntnisse m&uuml;ssen nachgewiesen sein, die so qualifizierte Arbeit muss den wesentlichen Teil der gesamten Berufst&auml;tigkeit ausmachen und dem &auml;hnlichen Beruf das Gepr&auml;ge i.S. des Katalogberufs geben (z.B. Senatsurteil in BFHE 257, 451, BStBl II 2017, 908; BFH-Urteil in BFHE 205, 151, BStBl II 2004, 509, m.w.N.). Es gen&uuml;gt daher nicht, wenn der Steuerpflichtige die T&auml;tigkeit aus&uuml;bt, die auch von den Angeh&ouml;rigen der genannten Katalogberufe ausge&uuml;bt wird (z.B. BFH-Urteil vom 16.&nbsp;Oktober 1997&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;19\/97, BFHE 184, 456, BStBl&nbsp;II 1998, 139, zum Versicherungsberater). Auch darf die ausge&uuml;bte T&auml;tigkeit nicht blo&szlig; einen kleinen Ausschnitt aus dem Katalogberuf erfassen (BFH-Urteil vom 7.&nbsp;September 1989&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;156\/86, BFH\/NV 1991, 359, m.w.N.; vgl. auch BFH-Urteil in BFHE 184, 456, BStBl II 1998, 139).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ob ein einem Katalogberuf i.S. des &sect;&nbsp;18 EStG &auml;hnlicher Beruf vorliegt, bestimmt sich nach ertragsteuerlichen Grunds&auml;tzen (vgl. Senatsurteil in BFHE 257, 451, BStBl II 2017, 908, m.w.N.), nicht hingegen nach der Zuordnung in den Katalog der freien Berufe gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;2 PartGG (vgl. zur fehlenden pr&auml;judiziellen Wirkung in Bezug auf die steuerliche Behandlung von Sachverst&auml;ndigen: Bericht des Rechtsausschusses, BTDrucks&nbsp;12\/7642, S.&nbsp;12, sowie BFH-Beschluss vom 3.&nbsp;M&auml;rz 1998&nbsp;&#8211; IV&nbsp;B&nbsp;18\/97, BFH\/NV 1998, 1206).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(bb) Ausgehend von diesen Grunds&auml;tzen (vgl. Senatsurteil vom 7.&nbsp;Mai 2019&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;R&nbsp;2\/16, zur amtlichen Ver&ouml;ffentlichung bestimmt) ist es revisionsrechtlich nicht zu beanstanden, dass das FG angenommen hat, die T&auml;tigkeit der Kl&auml;gerin sei keinem der Katalogberufe &auml;hnlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Eine &Auml;hnlichkeit mit dem Beruf des Rechtsanwalts scheidet bereits wegen der fehlenden Vergleichbarkeit der Ausbildungen aus (vgl. auch S&auml;chsisches FG, Urteil in EFG 2016, 1715, mit zust. Anmerkung Wackerbeck; Kurzinformation des Finanzministeriums des Landes Schleswig-Holstein in DStR 2016, 2045; Stuhrmann, in: Kirchhof\/S&ouml;hn\/ Mellinghoff, EStG, &sect;&nbsp;18 Rz&nbsp;B&nbsp;270, Rentenberater; a.A. Schleswig-Holsteinisches FG, Urteil vom 30.&nbsp;Oktober 1984&nbsp;&#8211; V&nbsp;93\/83, Der Rechtsbeistand 1984, 223).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zur Rechtsanwaltschaft zugelassen werden kann gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;4 der Bundesrechtsanwaltsordnung (BRAO) nur, wer die Bef&auml;higung zum Richteramt nach dem Deutschen Richtergesetz erlangt hat, die Eingliederungsvoraussetzungen nach Teil&nbsp;3 des Gesetzes &uuml;ber die T&auml;tigkeit europ&auml;ischer Rechtsanw&auml;lte in Deutschland (EuRAG) erf&uuml;llt oder &uuml;ber eine Bescheinigung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;16a Abs.&nbsp;5 EuRAG verf&uuml;gt. Dies ist nicht der Fall. Nach den f&uuml;r den Senat gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO bindenden Feststellungen des FG verf&uuml;gt die Kl&auml;gerin nicht &uuml;ber eine vergleichbare Ausbildung. Auch wenn sie als Rentenberaterin &uuml;ber besondere Sachkunde verf&uuml;gen muss und sie in ihrem T&auml;tigkeitsschwerpunkt, dem Versorgungsausgleichsrecht, eine anerkannte Expertin ist, fehlt ihr eine Ausbildung, die in Tiefe und Breite der eines Rechtsanwalts vergleichbar ist (vgl. zum Erfordernis der Vergleichbarkeit der Ausbildung z.B. BFH-Urteil vom 14.&nbsp;Juni 2007&nbsp;&#8211; XI&nbsp;R&nbsp;11\/06, BFH\/NV 2007, 2091, m.w.N.). Eine derart vergleichbare Ausbildung ist nicht verzichtbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zudem ist das Aufgabengebiet der Kl&auml;gerin gegen&uuml;ber dem des Rechtsanwalts rechtlich erheblich beschr&auml;nkt. W&auml;hrend sie &#8211;auch unter Einbeziehung der gesetzlich erlaubten Nebenleistungen&#8211; nur begrenzt zur Erbringung von Rechtsdienstleistungen berechtigt ist (vgl. &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 RDG, &sect;&nbsp;5 RDG), kann der Rechtsanwalt als unabh&auml;ngiger Vertreter und Berater in allen Rechtsangelegenheiten t&auml;tig sein (vgl. &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 BRAO). Vor diesem Hintergrund f&uuml;hrt die Rechtsprechung zur Einordnung der T&auml;tigkeit eines Rechtsbeistands (vgl. hierzu insbesondere BFH-Urteil in BFHE 184, 456, BStBl II 1998, 139) bzw. eines Rechtskonsulenten bzw. Prozessagenten (vgl. Beschluss des Reichsfinanzhofs vom 7.&nbsp;Dezember 1938&nbsp;&#8211; VI&nbsp;718\/38, RStBl 1939, 215) zu keinem anderen Ergebnis.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Entgegen der Auffassung der Kl&auml;gerin besteht keine Vergleichbarkeit mit dem Beruf des Steuerberaters oder Steuerbevollm&auml;chtigten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Ausbildung der Kl&auml;gerin ist &#8211;weder in ihrer Tiefe noch in ihrer Breite&#8211; mit der Ausbildung eines Steuerberaters, die die Bereiche des steuerlichen Verfahrensrechts, des Steuerstraf- und Steuerordnungswidrigkeitenrechts, der Steuern vom Einkommen und Ertrag, des Bewertungsrechts, der Erbschaftsteuer und der Grundsteuer, der Verbrauch- und Verkehrsteuern, der Grundz&uuml;ge des Zollrechts, des Handelsrechts sowie der Grundz&uuml;ge des B&uuml;rgerlichen Rechts, des Gesellschaftsrechts, des Insolvenzrechts und des Rechts der Europ&auml;ischen Gemeinschaft, der Betriebswirtschaft und des Rechnungswesens, der Volkswirtschaft und des Berufsrechts umfasst (vgl. Homepage der Bundessteuerberaterkammer, www.bstbk.de), vergleichbar. Auch fehlt es an einer Vergleichbarkeit zur Ausbildung des Steuerbevollm&auml;chtigten, denn eine solche gibt es nicht mehr. Der Zugang zu diesem Beruf ist ausgeschlossen. Der Antrag zur Pr&uuml;fung als Steuerbevollm&auml;chtigter konnte nur bis zum 12.&nbsp;August 1980 gestellt werden (vgl. &sect;&nbsp;156 Abs.&nbsp;5 des Steuerberatungsgesetzes&nbsp;a.F.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zudem weist die T&auml;tigkeit der Kl&auml;gerin &#8211;wie das FG zutreffend erkannt hat&#8211; inhaltlich keine hinreichenden &Uuml;berschneidungen zu der eines Steuerberaters bzw. eines Steuerbevollm&auml;chtigten auf (vgl. S&auml;chsisches FG, Urteil in EFG 2016, 1715, mit zust. Anmerkung Wackerbeck; vgl. auch Kurzinformation des Finanzministeriums des Landes Schleswig-Holstein in DStR 2016, 2045; a.A. Romswinkel\/Golfels, Neue Wirtschafts-Briefe 2018, 1401, 1403). Auch wenn beide Rechtsberater sind und die Interessen ihrer Mandanten vertreten, so tun sie dies in g&auml;nzlich unterschiedlichen Rechtsgebieten. Diese sind weder ihrem Umfang noch ihrem Inhalt nach vergleichbar. Allein aus dem Umstand, dass das Gesetz mit den Katalogberufen des Steuerberaters und Steuerbevollm&auml;chtigten ausdr&uuml;cklich eine beratende T&auml;tigkeit im Bereich des Steuerrechts als freiberuflich anerkennt, folgt nicht, dass andere, auf einzelne, dem Steuerrecht nicht vergleichbare Rechtsgebiete beschr&auml;nkte Rechtsberatungst&auml;tigkeiten &#8211;wie die des Rentenberaters&#8211; als freiberuflich i.S. des &sect;&nbsp;18 EStG anzusehen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Schlie&szlig;lich scheidet auch eine &Auml;hnlichkeit mit dem Beruf des beratenden Betriebswirts mangels Vergleichbarkeit von Ausbildung und ausge&uuml;bter T&auml;tigkeit aus. Die Kl&auml;gerin ist weder mit den Hauptbereichen der Betriebswirtschaftslehre (zu denen Unternehmensf&uuml;hrung, Leistungserstellung &#8211;Fertigung von G&uuml;tern\/Bereitstellung von Dienstleistungen&#8211;, Materialwirtschaft, Finanzierung, Vertrieb, Verwaltungs- und Rechnungswesen sowie Personalwesen geh&ouml;ren; vgl. hierzu BFH-Urteile vom 18.&nbsp;April 2007&nbsp;&#8211; XI&nbsp;R&nbsp;34\/06, BFH\/NV 2007, 1495; vom 31.&nbsp;August 2005&nbsp;&#8211; XI&nbsp;R&nbsp;62\/04, BFH\/NV 2006, 505, m.w.N.) vertraut, noch ist sie in diesen Bereichen t&auml;tig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(cc) Anders als die Kl&auml;gerin meint, folgt aus der Senatsentscheidung vom 20.&nbsp;November 2018&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;R&nbsp;26\/15 (BFHE 263, 162) nichts anderes. Eine &Uuml;bertragung der Erw&auml;gungen des Senates zur Vergleichbarkeit der T&auml;tigkeit des Heileurythmisten mit der eines Krankengymnasten\/Physiotherapeuten auf den Streitfall ist schon deshalb ausgeschlossen, weil sie die Vergleichbarkeit mit einem Beruf betreffen, der &#8211;anders als z.B. der des Rechtsanwaltes oder Steuerberaters&#8211; nicht erlaubnispflichtig ist (vgl. auch BFH-Urteil vom 28.&nbsp;August 2003&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;69\/00, BFHE 203, 429, BStBl II 2004, 954, mit Hinweis auch zum Beruf des Ingenieurs) und der als sog. Heilhilfsberuf neben anderen Heilberufen (wie z.B. dem Arzt) ausdr&uuml;cklich im Gesetz genannt ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(dd) Das FG hat ebenfalls zutreffend erkannt, dass die Kl&auml;gerin keine Eink&uuml;nfte aus sonstiger selbst&auml;ndiger Arbeit gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 EStG erzielt. Danach geh&ouml;ren zu den Eink&uuml;nften aus selbst&auml;ndiger Arbeit auch &quot;Eink&uuml;nfte aus sonstiger selbst&auml;ndiger Arbeit, z.B. Verg&uuml;tungen f&uuml;r die Vollstreckung von Testamenten, f&uuml;r Verm&ouml;gensverwaltung und f&uuml;r die T&auml;tigkeit als Aufsichtsratsmitglied&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Die Vorschrift des &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 EStG enth&auml;lt keinen abschlie&szlig;enden Katalog in Betracht kommender &quot;Eink&uuml;nfte aus sonstiger selbst&auml;ndiger Arbeit&quot;, sondern lediglich die Auflistung von Regelbeispielen. Weitere T&auml;tigkeiten fallen ebenfalls in den Anwendungsbereich der Norm, wenn sie ihrer Art nach den Regelbeispielen des &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 EStG &auml;hnlich sind (Grundsatz der sog. Gruppen&auml;hnlichkeit). Das ist z.B. der Fall, wenn die T&auml;tigkeit die Betreuung fremder Verm&ouml;gensinteressen umfasst, aber dar&uuml;ber hinaus auch dann, wenn es sich um eine selbst&auml;ndig ausge&uuml;bte fremdn&uuml;tzige T&auml;tigkeit in einem fremden Gesch&auml;ftskreis handelt (Senatsurteile vom 15.&nbsp;Juni 2010&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;R&nbsp;10\/09, BFHE 230, 47, BStBl II 2010, 906, und VIII&nbsp;R&nbsp;14\/09, BFHE 230, 54, BStBl II 2010, 909, zu Berufsbetreuern und Verfahrenspflegern; BFH-Urteil vom 31.&nbsp;Januar 2017&nbsp;&#8211; IX&nbsp;R&nbsp;10\/16, BFHE 256, 250, BStBl II 2018, 571; vgl. auch BFH-Beschluss vom 13.&nbsp;Juni 2013&nbsp;&#8211; III&nbsp;B&nbsp;156\/12, BFH\/NV 2013, 1420).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r die Anwendung des &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 EStG ist es danach ausreichend, aber auch erforderlich, dass die T&auml;tigkeit den im Gesetz genannten T&auml;tigkeiten &auml;hnlich ist, denn die dort angef&uuml;hrten Beispiele sollen den Begriff der sonstigen selbst&auml;ndigen T&auml;tigkeit charakterisieren (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. BFH-Urteile vom 28.&nbsp;Juni 2001&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;10\/00, BFHE 196, 84, BStBl II 2002, 338, und in BFHE 256, 250, BStBl II 2018, 571, m.w.N.). Die in &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 EStG aufgef&uuml;hrten Regelbeispiele ersch&ouml;pfen sich nicht in der blo&szlig;en Verm&ouml;gensverwaltung, sondern sie umfassen zus&auml;tzliche Aufgaben, wie etwa die Leistung von Rechtsbeistand durch den Testamentsvollstrecker oder unternehmerische Kontrolle durch das Aufsichtsratsmitglied (vgl. Senatsurteile in BFHE 230, 47, BStBl II 2010, 906, und in BFHE 230, 54, BStBl II 2010, 909). Demgegen&uuml;ber ist eine rein beratende T&auml;tigkeit, die sich z.B. auf die Erteilung von Anlageempfehlungen beschr&auml;nkt, ohne dass die zur Verm&ouml;gensanlage erforderlichen Verf&uuml;gungen selbst vorgenommen werden k&ouml;nnen oder ein Depot betreut wird, nicht von &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 EStG erfasst (vgl. BFH-Urteil vom 2.&nbsp;September 1988&nbsp;&#8211; III&nbsp;R&nbsp;58\/85, BFHE 154, 332, BStBl II 1989, 24; vgl. auch Senatsbeschluss vom 8.&nbsp;Februar 2013&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;B&nbsp;54\/12, BFH\/NV 2013, 1098, zum Anlageberater\/Finanzanalysten).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 EStG kommt nicht die Funktion eines Auffangtatbestands zu. Ihm sind daher insbesondere nicht jene (rechts-)beratenden T&auml;tigkeiten zuzuordnen, die &#8211;mangels vergleichbarer Ausbildung oder T&auml;tigkeit&#8211; keinem der in &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;1 EStG genannten Katalogberufe &auml;hnlich sind. Auch solche fallen nur dann in den Anwendungsbereich der Norm, wenn sie ihrer Art nach den Regelbeispielen des &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 EStG &auml;hnlich sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Nach diesen Grunds&auml;tzen hat die Kl&auml;gerin keine sonstige selbst&auml;ndige Arbeit i.S. des &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 EStG ausge&uuml;bt. Ihre T&auml;tigkeit als Rentenberaterin ist nicht &#8211;wie die gesetzlichen Regelbeispiele&#8211; berufsbildtypisch durch eine selbst&auml;ndige fremdn&uuml;tzige T&auml;tigkeit in einem fremden Gesch&auml;ftskreis sowie durch Aufgaben der Verm&ouml;gensverwaltung gepr&auml;gt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ihre T&auml;tigkeit, die z.B. Fragen der gesetzlichen Rentenversicherung, betrieblichen und berufsst&auml;ndischen Versorgung sowie des Versorgungsausgleichs umfasst, betrifft zwar wesentliche Verm&ouml;gensfragen ihrer Kunden. In diesem Zusammenhang erbringt die Kl&auml;gerin Beratungsleistungen, pr&uuml;ft Rentenberechnungen und die ihren Kunden zustehenden Anspr&uuml;che; sie vertritt ihre Kunden bei der Durchsetzung ihrer Rechte sowohl gerichtlich als auch au&szlig;ergerichtlich. Ihre T&auml;tigkeit ist jedoch im Schwerpunkt beratender Natur und nicht &#8211;wie die eines Verm&ouml;gensverwalters&#8211; dadurch gepr&auml;gt, dass sie das ihr anvertraute Verm&ouml;gen ihrer Kunden verwaltet. Dies gilt auch, soweit ihre T&auml;tigkeit die Verwendung vorhandenen Verm&ouml;gens zum (weiteren) Aufbau von Anspr&uuml;chen aus der gesetzlichen Rentenversicherung (z.B. im Rahmen der Wahlm&ouml;glichkeit einer Versicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung) bzw. zur Vermeidung von Rentenabschl&auml;gen (z.B. durch Zahlung von Aufstockungsbetr&auml;gen) betrifft. Auch hier liegt der Schwerpunkt der T&auml;tigkeit in der Beratung. Ihr ist das Verm&ouml;gen ihrer Kunden nicht zur Verwaltung anvertraut. Dementsprechend fehlt ihr die &#8211;f&uuml;r die in &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 EStG genannten Regelbeispiele der Testamentsvollstreckung bzw. Verm&ouml;gensverwaltung&#8211; typische Verwaltungs- und Verf&uuml;gungsbefugnis &uuml;ber das fremde Verm&ouml;gen (vgl. &sect;&nbsp;2205 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs zum Testamentsvollstrecker; vgl. Stuhrmann, in: Kirchhof\/S&ouml;hn\/Mellinghoff, a.a.O., &sect;&nbsp;18 Rz&nbsp;B&nbsp;227, zum Verm&ouml;gensverwalter; vgl. zur Bedeutung des &Uuml;bergangs der Verwaltungs- und Verf&uuml;gungsbefugnis auch BFH-Urteile vom 11.&nbsp;Mai 1989&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;152\/86, BFHE 157, 148, BStBl II 1989, 729; vom 23.&nbsp;Mai 1984&nbsp;&#8211; I&nbsp;R&nbsp;122\/81, BFHE 141, 505, BStBl II 1984, 823; vom 5.&nbsp;Juli 1973&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;127\/69, BFHE 110, 40, BStBl II 1973, 730, zum Konkurs- bzw. Zwangsverwalter).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(ee) Entgegen der Auffassung der Kl&auml;gerin liegt auch kein Versto&szlig; gegen Art.&nbsp;3 GG vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG z&auml;hlt zur Bestimmung des Begriffs der freiberuflichen T&auml;tigkeit verschiedene sog. Katalogberufe auf und erweitert diese Aufz&auml;hlung um &#8222;&auml;hnliche Berufe&#8220;. So gen&uuml;gt der Gesetzgeber nicht nur dem Bestimmtheitsgebot, dem bei einer Ankn&uuml;pfung allein an das Merkmal der Freiberuflichkeit nicht entsprochen w&auml;re. Der Gesetzgeber bewegt sich mit der Ankn&uuml;pfung an die genannten &#8222;klassischen&#8220; Katalogberufe auch in dem ihm zustehenden Gestaltungsspielraum. Dem steht nicht entgegen, dass sich seit der Einf&uuml;hrung bzw. letzten &Auml;nderung des &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG neue Berufe entwickelt haben, die durch eine hohe Spezialisierung gepr&auml;gt sind. Trotz dieser Entwicklung erachtet der Senat die gesetzliche Ankn&uuml;pfung an die &#8222;klassischen&#8220; Katalogberufe (weiterhin) als zul&auml;ssig. Diese geben damit (weiterhin) den Ma&szlig;stab f&uuml;r die Vergleichbarkeitspr&uuml;fung vor, die sich in sachgerechter Weise sowohl auf die Vergleichbarkeit der Ausbildung als auch der T&auml;tigkeit erstrecken muss.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Die von der Kl&auml;gerin geforderte Gleichstellung zu den in &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG als freiberuflich anerkannten Berufen ist auch nicht etwa deshalb geboten, weil das Berufsbild des Rentenberaters diesen so nahe steht, dass die Nichtanerkennung sachlich nicht zu rechtfertigen w&auml;re (vgl. BVerfG-Beschluss in BVerfGE 46, 224, BStBl II 1978, 125). Die Nichtanwendung des &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG auf die T&auml;tigkeit der Kl&auml;gerin als Rentenberaterin ist wegen der fehlenden Vergleichbarkeit von Ausbildung und ausge&uuml;bter T&auml;tigkeit sachlich gerechtfertigt. Dass der BFH f&uuml;r die Annahme der &Auml;hnlichkeit mit einem der Katalogberufe des &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 EStG eine Vergleichbarkeit sowohl der Ausbildung bzw. Kenntnisse als auch der ausge&uuml;bten beruflichen T&auml;tigkeit verlangt, hat das BVerfG nicht beanstandet. Vielmehr hat es insbesondere die Ausbildung bzw. die Kenntnisse als regelm&auml;&szlig;ig zul&auml;ssiges und einleuchtendes Unterscheidungskriterium anerkannt (z.B. BVerfG-Beschluss vom 9.&nbsp;Oktober 1990&nbsp;&#8211; 2&nbsp;BvR&nbsp;146\/90, juris; vgl. hierzu auch BFH-Urteil in BFH\/NV 2007, 2091, und BFH-Beschluss vom 9.&nbsp;M&auml;rz 2012&nbsp;&#8211; III&nbsp;B&nbsp;244\/11, BFH\/NV 2012, 1119, jeweils m.w.N.). Ebenfalls sachlich gerechtfertigt ist es, im Rahmen des Vergleichs der T&auml;tigkeit der Kl&auml;gerin mit den in &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 EStG genannten Regelbeispielen auf die fehlende berufsbildtypische Pr&auml;gung durch Aufgaben der Verm&ouml;gensverwaltung abzustellen. Auch aus Art.&nbsp;3 GG ergibt sich kein Gebot, den Regelbeispielen des &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 EStG eine im Schwerpunkt beratende T&auml;tigkeit gleichzustellen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 7.5.2019, VIII R 26\/16ECLI:DE:BFH:2019:U.070519.VIIIR26.16.0 Im Wesentlichen inhaltsgleich mit BFH-Urteil vom 7.5.2019&nbsp;&nbsp;VIII R 2\/16 &#8211; Zur Frage der Gewerblichkeit der T&auml;tigkeit eines Rentenberaters Leits&auml;tze 1. Der Rentenberater &uuml;bt keine T&auml;tigkeit aus, die einem der in &sect; 18 Abs. 1 Nr. 1 Satz 2 EStG genannten Katalogberufe &#8211;insbesondere dem des Rechtsanwalts bzw. Steuerberaters&#8211; &auml;hnlich &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-r-26-16-im-wesentlichen-inhaltsgleich-mit-bfh-urteil-vom-752019-viii-r-2-16-zur-frage-der-gewerblichkeit-der-taetigkeit-eines-rentenberaters\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VIII&nbsp;R&nbsp;26\/16 &#8211; Im Wesentlichen inhaltsgleich mit BFH-Urteil vom 7.5.2019&nbsp;&nbsp;VIII R 2\/16 &#8211; Zur Frage der Gewerblichkeit der T&auml;tigkeit eines Rentenberaters<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-71056","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71056","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=71056"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71056\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=71056"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=71056"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=71056"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}