{"id":71057,"date":"2019-08-22T18:06:01","date_gmt":"2019-08-22T16:06:01","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=71057"},"modified":"2019-08-22T18:07:07","modified_gmt":"2019-08-22T16:07:07","slug":"vii-r-33-17-zollfreiheit-fuer-pharmazeutische-stoffe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vii-r-33-17-zollfreiheit-fuer-pharmazeutische-stoffe\/","title":{"rendered":"VII&nbsp;R&nbsp;33\/17 &#8211; Zollfreiheit f&uuml;r pharmazeutische Stoffe"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 23.5.2019, VII R 33\/17<br \/>ECLI:DE:BFH:2019:B.230519.VIIR33.17.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Zollfreiheit f&uuml;r pharmazeutische Stoffe<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>NV: Die Zollfreiheit nach Teil III, Abschnitt II, Anhang 3 der KN auf Grundlage der &quot;Liste der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vergebenen internationalen Freinamen (INN) f&uuml;r pharmazeutische Stoffe, f&uuml;r die Zollfreiheit gilt&quot; setzt voraus, dass die zu verzollende Ware sowohl mit ihrem INN als auch mit ihrer Chemical Abstracts Service Registry Number (CAS RN) dort genannt ist.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision der Kl&auml;gerin gegen das Urteil des Finanzgerichts D&uuml;sseldorf vom 08.09.2017 &#8211; 4 K 628\/16 Z wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat die Kl&auml;gerin zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) meldete im Zeitraum vom 10.&nbsp;August 2012 bis zum 19.&nbsp;Dezember 2014 in mehreren F&auml;llen Iopamidol, einen Rohstoff f&uuml;r die Herstellung von R&ouml;ntgenkontrastmitteln, entweder unter der Unterpos.&nbsp;3004&nbsp;90&nbsp;00 der Kombinierten Nomenklatur (KN) oder unter der Unterpos.&nbsp;2924&nbsp;29&nbsp;98 KN mit dem Zusatzcode&nbsp;2500 zur &Uuml;berf&uuml;hrung in den zollrechtlich freien Verkehr an. Aufgrund dieser Angaben wurde zun&auml;chst kein Zoll erhoben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach einer Au&szlig;enpr&uuml;fung gelangte der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Hauptzollamt &#8211;HZA&#8211;) zu dem Ergebnis, das Iopamidol sei in die Unterpos.&nbsp;2924&nbsp;29&nbsp;98 KN einzureihen. Es sei nicht von den Z&ouml;llen befreit, weil die Chemical Abstracts Service Registry Number (CAS RN) f&uuml;r die Substanz 60166-93-0 laute. Dementsprechend erhob das HZA mit Bescheiden vom 29.&nbsp;Juli 2015 und vom 30.&nbsp;September 2015 Zoll nach.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) urteilte, die Einfuhrabgabenbescheide seien rechtm&auml;&szlig;ig, weil f&uuml;r das Iopamidol ein Zollsatz von 6,5&nbsp;% anzuwenden sei. Gem&auml;&szlig; Anhang&nbsp;3 der KN 2012 und 2013 sei nur Iopamidol der CAS RN 62883-00-5 und gem&auml;&szlig; Anhang&nbsp;3 der KN 2014 nur Iopamidol der CAS RN 60208-45-9 zollfrei. Der Anhang&nbsp;3 der KN k&ouml;nne nicht dahin ausgelegt werden, dass dar&uuml;ber hinaus auch Iopamidol der CAS RN 60166-93-0 im Einfuhrzeitraum zollfrei gewesen sei. Selbst wenn man davon ausgehe, dass das im Anhang&nbsp;3 der KN genannte Iopamidol ein Gemisch sei, das pharmazeutisch nicht mehr verwendet werde und als solches unzutreffend bezeichnet worden sei, w&auml;hrend das von der Kl&auml;gerin angemeldete Iopamidol eine chemisch reinere Substanz sei, f&uuml;hre dies nicht zur Ung&uuml;ltigkeit dieser Bestimmungen. Die mittlerweile geregelte Zollfreiheit des Iopamidols der CAS RN 60166-93-0 sei erst sp&auml;ter in Kraft getreten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ihre Revision begr&uuml;ndet die Kl&auml;gerin unter Hinweis auf ihre Ausf&uuml;hrungen im Einspruchs- und Klageverfahren und erg&auml;nzt, das Iopamidol der CAS RN 60166-93-0 sei als Grundsubstanz f&uuml;r Kontrastmittel in der Medizin in die Unterpos.&nbsp;2924&nbsp;29&nbsp;98 KN mit Zusatzcode&nbsp;2500 einzureihen und damit zollfrei. Im Anhang&nbsp;3 der KN 2012, 2013 und 2014 sei eine Substanz mit dem vermeintlichen Freinamen Iopamidol unter der CAS&nbsp;RN 62883-00-5 bzw. 60208-45-9 aufgef&uuml;hrt. Die Substanz, die dahinter stehe, sei jedoch das Racemat von Iopamidol, das seit 1997 in der Europ&auml;ischen Union (EU) nicht mehr zu pharmazeutischen Zwecken verwendet werde. Der Chemical Abstracts Service und das Europ&auml;ische Arzneibuch kennten den Freinamen Iopamidol ausschlie&szlig;lich unter der CAS&nbsp;RN&nbsp;60166-93-0. Der Wortlaut des Anhangs&nbsp;3 der KN sei somit nicht eindeutig und dahin auszulegen, dass Iopamidol mit der CAS RN 60166-93-0 gemeint sei. Der genannte Anhang sei au&szlig;erdem mit Wirkung vom 1.&nbsp;Januar 2017 entsprechend ge&auml;ndert worden. Sinn und Zweck des Anhangs&nbsp;3 der KN sei die Zollbefreiung f&uuml;r pharmazeutische Stoffe. Bei der Substanz mit der CAS&nbsp;RN&nbsp;60166-93-0 liege ein Stoff mit gegen&uuml;ber den Substanzen mit der CAS&nbsp;RN&nbsp;62883-00-5 bzw. 60208-45-9 unterschiedlichen chemischen Eigenschaften vor. Es sei daher auch von einem Tatsachen- oder Rechtsirrtum des Verordnungsgebers auszugehen. Weiterhin liege eine Rechtsverletzung im Hinblick auf Art.&nbsp;20 der Charta der Grundrechte der Europ&auml;ischen Union vor, weil die mit dem Freinamen Iopamidol bezeichnete Substanz mit der CAS RN 60166-93-0 von der EU-Kommission rechtswidrig nicht explizit im Anhang der KN aufgef&uuml;hrt gewesen sei. Das FG habe keinen Sachgrund festgestellt, der die Ungleichbehandlung der Substanzen rechtfertige.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt sinngem&auml;&szlig;,<br \/>die Vorentscheidung und die Einfuhrabgabenbescheide vom 29.&nbsp;Juli 2015 und vom 30.&nbsp;September 2015 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 3.&nbsp;Februar 2016 aufzuheben, soweit darin Zoll aufgrund der Eintarifierung der eingef&uuml;hrten Waren mit der TARIC-Codenummer 2924&nbsp;29&nbsp;98&nbsp;99&nbsp;0 unter dem Zusatzcode&nbsp;2501 nacherhoben worden sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das HZA beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine Zollfreiheit komme nicht in Betracht, weil das Erzeugnis der Kl&auml;gerin nicht im Anhang&nbsp;3 der KN zu finden sei. Die von der Kl&auml;gerin f&uuml;r richtig gehaltene Auslegung w&uuml;rde darauf hinauslaufen, die CAS RN 60208-45-9 bzw. 62883-00-5 durch die CAS RN 60166-93-0 zu ersetzen. Dies k&ouml;nne jedoch nur der Verordnungsgeber selbst vornehmen. Au&szlig;erdem liege hier eine eindeutige Regelung vor. Dar&uuml;ber hinaus k&ouml;nne es sein, dass einzelne pharmazeutische Erzeugnisse nur deshalb nicht oder noch nicht zollfrei seien, weil noch keine erneute &Uuml;berpr&uuml;fung in den hierf&uuml;r zust&auml;ndigen Gremien stattgefunden habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Entscheidung ergeht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;126a der Finanzgerichtsordnung (FGO). Der Senat h&auml;lt einstimmig die Revision f&uuml;r unbegr&uuml;ndet und eine m&uuml;ndliche Verhandlung nicht f&uuml;r erforderlich. Die Beteiligten sind davon unterrichtet worden und hatten Gelegenheit zur Stellungnahme.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 FGO). Das erstinstanzliche Urteil entspricht Bundesrecht (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Das HZA hat f&uuml;r die Einfuhren von Iopamidol mit der CAS&nbsp;RN&nbsp;60166-93-0 im Jahr 2012 zu Recht den Zusatzcode&nbsp;2501 zu Unterpos. 2924&nbsp;29&nbsp;98&nbsp;99&nbsp;0 KN i.d.F. der Verordnung (EU) Nr.&nbsp;1006\/2011 der Kommission vom 27.&nbsp;September 2011 zur &Auml;nderung von Anhang&nbsp;I der Verordnung (EWG) Nr.&nbsp;2658\/87 des Rates &uuml;ber die zolltarifliche und statistische Nomenklatur sowie den Gemeinsamen Zolltarif (Amtsblatt der Europ&auml;ischen Union &#8211;ABlEU&#8211; 2011, Nr.&nbsp;L&nbsp;282\/1) bzw. f&uuml;r die Einfuhren im Jahr 2013 i.d.F. der Durchf&uuml;hrungsverordnung (EU) Nr.&nbsp;927\/2012 der Kommission vom 9.&nbsp;Oktober 2012 zur &Auml;nderung von Anhang&nbsp;I der Verordnung (EWG) Nr.&nbsp;2658\/87 des Rates &uuml;ber die zolltarifliche und statistische Nomenklatur sowie den Gemeinsamen Zolltarif (ABlEU 2012, Nr.&nbsp;L&nbsp;304\/1) sowie f&uuml;r die Einfuhren im Jahr 2014 i.d.F. der Durchf&uuml;hrungsverordnung (EU) Nr.&nbsp;1001\/2013 der Kommission vom 4.&nbsp;Oktober 2013 zur &Auml;nderung von Anhang&nbsp;I der Verordnung (EWG) Nr.&nbsp;2658\/87 des Rates &uuml;ber die zolltarifliche und statistische Nomenklatur sowie den Gemeinsamen Zolltarif (ABlEU 2013, Nr.&nbsp;L&nbsp;290\/1) angewandt und gem&auml;&szlig; Art.&nbsp;220 Abs.&nbsp;1 des Zollkodex Zoll nacherhoben. Eine Anwendung des Zusatzcodes&nbsp;2500 und damit eine zollfreie Einfuhr kommen nicht in Betracht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach Teil&nbsp;III &quot;Anh&auml;nge zum Zolltarif&quot;, Abschnitt&nbsp;II &quot;Liste der pharmazeutischen Stoffe, f&uuml;r die Zollfreiheit gilt&quot;, Anhang&nbsp;3 der KN &quot;Liste der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vergebenen internationalen Freinamen (INN) f&uuml;r pharmazeutische Stoffe, f&uuml;r die Zollfreiheit gilt&quot; der genannten Verordnungen ist im Rahmen der Unterpos. 2924&nbsp;29&nbsp;98 KN nur Iopamidol mit der CAS RN 62883-00-5 bzw. 60208-45-9 zollfrei, w&auml;hrend Iopamidol mit der CAS&nbsp;RN&nbsp;60166-93-0 nicht in der Liste der zollfreien pharmazeutischen Stoffe genannt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Gew&auml;hrung einer Zollfreiheit allein aufgrund des Freinamens Iopamidol bzw. eine Gleichstellung von Iopamidol mit der CAS&nbsp;RN&nbsp;60166-93-0 mit Iopamidol mit der CAS&nbsp;RN&nbsp;62883-00-5 bzw. 60208-45-9 kommen nicht in Betracht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach Teil&nbsp;I Titel&nbsp;II &quot;Besondere Bestimmungen&quot; C Nr.&nbsp;1 Ziff.&nbsp;1 des Anhangs&nbsp;I der Verordnung (EWG) Nr.&nbsp;2658\/87 des Rates vom 23.&nbsp;Juli 1987 &uuml;ber die zolltarifliche und statistische Nomenklatur sowie den gemeinsamen Zolltarif (Amtsblatt der Europ&auml;ischen Gemeinschaften 1987, Nr.&nbsp;L&nbsp;256\/1) in den im Streitfall ma&szlig;geblichen Fassungen werden pharmazeutische Substanzen, die sowohl durch die CAS RN identifiziert als auch durch die international non-proprietary names (INN), aufgelistet im Anhang&nbsp;3 der KN, erfasst werden, von den Z&ouml;llen befreit. Demnach m&uuml;ssen beide der genannten Voraussetzungen kumulativ erf&uuml;llt sein. Dies ergibt sich auch aus Nr.&nbsp;2 Ziff.&nbsp;1, wonach bei einer gegen&uuml;ber der CAS RN geringeren Anzahl der von einem INN umfassten Substanzen die Zollfreiheit nur f&uuml;r die Letzteren gilt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der erkennende Senat hat mit Urteil vom 23.&nbsp;April 2014&nbsp;&#8211; VII&nbsp;R&nbsp;27\/13 (BFHE 246, 88, Zeitschrift f&uuml;r Z&ouml;lle und Verbrauchsteuern &#8211;ZfZ&#8211; 2015, 237) best&auml;tigt, dass die pharmazeutischen Substanzen zur Erlangung einer Zollfreiheit sowohl durch die CAS RN als auch durch die INN identifiziert sein m&uuml;ssen (vgl. auch Senatsbeschluss vom 14.&nbsp;Oktober 2009&nbsp;&#8211; VII&nbsp;B&nbsp;86\/09, BFH\/NV 2010, 703).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Eine extensive Auslegung des genannten Anhangs dahin, dass auch f&uuml;r Iopamidol mit der CAS&nbsp;RN&nbsp;60166-93-0 eine Zollbefreiung zu gew&auml;hren ist, oder eine entsprechende Anwendung der Zollfreiheit kommen nicht in Betracht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europ&auml;ischen Union (EuGH) sind bei der Auslegung einer Bestimmung des Unionsrechts nicht nur ihr Wortlaut zu ber&uuml;cksichtigen, sondern auch ihr Zusammenhang und die Ziele, die mit der Regelung, zu der sie geh&ouml;rt, verfolgt werden (EuGH-Urteil Prenninger u.a. vom 7.&nbsp;August 2018&nbsp;&#8211; C-329\/17, EU:C:2018:640, Rz&nbsp;31). Daher ist zu ber&uuml;cksichtigen, dass die Bestimmung, die die Anwendung einer Zollbefreiung vorsieht, eine Ausnahme von dem Grundsatz darstellt, dass in die EU eingef&uuml;hrte Erzeugnisse generell zollpflichtig sind. Sie ist daher als abweichende Bestimmung eng auszulegen (EuGH-Urteil Marishipping and Transport vom 17.&nbsp;Februar 2011&nbsp;&#8211; C-11\/10, EU:C:2011:91, Rz&nbsp;16, ZfZ 2011, 78).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dass der Unionsgesetzgeber das Iopamidol mit der CAS&nbsp;RN&nbsp;60166-93-0 ebenfalls hat zollfrei stellen wollen und der genannte Anhang daher entsprechend auszulegen ist, ist nicht erkennbar. Gegen eine Ankn&uuml;pfung der Zollfreiheit allein an den INN spricht schon, dass die Weltgesundheitsorganisation die Freinamen zu pharmazeutischen Zwecken bzw. zur Vereinheitlichung der Produktbezeichnungen und damit unabh&auml;ngig von zollrechtlichen &Uuml;berlegungen vergibt und die INN nicht rechtsverbindlich sind (vgl. Nr.&nbsp;1 und Nr.&nbsp;2.2 der &quot;guidelines on the use of international nonproprietary names (INNs) for pharmaceutical substances&quot;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine entsprechende Anwendung der Zollfreiheit auf Iopamidol mit der CAS&nbsp;RN&nbsp;60166-93-0 widerspr&auml;che dem klaren Wortlaut der oben dargestellten Allgemeinen Vorschriften f&uuml;r pharmazeutische Erzeugnisse, wonach f&uuml;r die Gew&auml;hrung einer Zollfreiheit die CAS RN und die INN kumulativ vorliegen m&uuml;ssen. Eine Regelungsl&uuml;cke in Bezug auf die streitgegenst&auml;ndlichen Erzeugnisse ist nicht ersichtlich, so dass eine Analogie nicht in Betracht kommt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>W&uuml;rde f&uuml;r Iopamidol mit der CAS&nbsp;RN&nbsp;60166-93-0 eine Zollfreiheit gew&auml;hrt, obwohl diese nach der in den Streitjahren g&uuml;ltigen Regelung in Anhang 3 der KN nicht vorgesehen war, griffe dies in die Rechtssetzungskompetenz der Europ&auml;ischen Kommission aus Art.&nbsp;2 der eingangs genannten Verordnungen ein. Es ist jedoch allein Aufgabe des europ&auml;ischen Normgebers, diejenigen pharmazeutischen Substanzen eindeutig mit Freinamen und zugeh&ouml;riger CAS RN zu bezeichnen, f&uuml;r die Zollfreiheit beansprucht werden kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Auch der Rechtsprechung des EuGH sind keine Hinweise zu entnehmen, dass Iopamidol mit der CAS&nbsp;RN&nbsp;60166-93-0 in den Streitjahren h&auml;tte zollfrei eingef&uuml;hrt werden k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der EuGH legt die zollbefreiende Regelung der KN dahin aus, dass pharmazeutische Substanzen nicht zollbefreit sind, wenn sie &#8211;abgesehen von eventuellen in diesen Substanzen vorhandenen Verunreinigungen aus R&uuml;ckst&auml;nden&#8211; nicht in reiner Form vorliegen (vgl. EuGH-Urteil Marishipping and Transport, EU:C:2011:91, ZfZ 2011, 78, vgl. auch Senatsurteil in BFHE 246, 88, ZfZ 2015, 237). Danach setzt die Anwendung der entsprechenden Befreiungsvorschrift voraus, dass f&uuml;r die reine Substanz eine Zollfreiheit bestanden h&auml;tte (vgl. EuGH-Urteil Marishipping and Transport, EU:C:2011:91, Rz&nbsp;17, ZfZ 2011, 78), was im Streitfall nach den Vorgaben der KN gerade nicht der Fall ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zum anderen weist der EuGH ausdr&uuml;cklich darauf hin, dass Bestimmungen &uuml;ber Aussetzungen und Befreiungen von Z&ouml;llen den Erfordernissen der Rechtssicherheit gen&uuml;gen und den Schwierigkeiten Rechnung tragen m&uuml;ssen, denen die nationalen Zollverwaltungen aufgrund des Umfangs und der Komplexit&auml;t der Aufgaben, die sie zu erf&uuml;llen haben, gegen&uuml;berstehen (EuGH-Urteil Marishipping and Transport, EU:C:2011:91, Rz&nbsp;23, ZfZ 2011, 78). Die notwendige Rechtssicherheit sowie eine einheitliche Anwendung der KN einschlie&szlig;lich ihrer Anh&auml;nge w&auml;ren jedoch nicht gew&auml;hrleistet, wenn die nationalen Zollverwaltungen zu entscheiden h&auml;tten, ob Unstimmigkeiten in Anhang&nbsp;3 der KN zu Gunsten der INN oder zu Gunsten der CAS RN zu entscheiden w&auml;ren bzw. ab welchem Zeitpunkt eine entsprechende Auslegung vorgenommen werden sollte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Eine r&uuml;ckwirkende Anwendung der mit der Durchf&uuml;hrungsverordnung (EU) Nr.&nbsp;2016\/1821 der Kommission vom 6.&nbsp;Oktober 2016 zur &Auml;nderung von Anhang I der Verordnung (EWG) Nr.&nbsp;2658\/87 des Rates &uuml;ber die zolltarifliche und statistische Nomenklatur sowie den Gemeinsamen Zolltarif (ABlEU 2016, Nr.&nbsp;L&nbsp;294\/1) eingef&uuml;hrte Zollfreiheit von Iopamidol der CAS&nbsp;RN&nbsp;60166-93-0 (vgl. Teil&nbsp;I Titel&nbsp;II C Nr.&nbsp;1 Ziff.&nbsp;1 i.V.m. Anhang&nbsp;3 der KN) ist ebenfalls nicht zul&auml;ssig, weil diese Verordnung erst ab dem 1.&nbsp;Januar 2017 anwendbar ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Anhaltspunkte daf&uuml;r, dass es sich bei der Nennung des Iopamidols zusammen mit der CAS&nbsp;RN&nbsp;62883-00-5 bzw. 60208-45-9 in den vorher g&uuml;ltigen Fassungen der KN bzw. des TARIC um eine blo&szlig;e Falschbezeichnung handelt (falsa demonstratio non nocet), vermag der beschlie&szlig;ende Senat nicht zu erkennen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Zweifel an der Auslegung von Unionsrecht bestehen insoweit nicht, weshalb der Senat ein Vorabentscheidungsersuchen an den EuGH gem&auml;&szlig; Art.&nbsp;267 des Vertrags &uuml;ber die Arbeitsweise der Europ&auml;ischen Union (vgl. konsolidierte Fassung in ABlEU 2016, Nr.&nbsp;C&nbsp;202\/47) nicht f&uuml;r angezeigt h&auml;lt (vgl. EuGH-Urteil CILFIT vom 6.&nbsp;Oktober 1982&nbsp;&#8211; Rs.&nbsp;283\/81, EU:C:1982:335).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 23.5.2019, VII R 33\/17ECLI:DE:BFH:2019:B.230519.VIIR33.17.0 Zollfreiheit f&uuml;r pharmazeutische Stoffe Leits&auml;tze NV: Die Zollfreiheit nach Teil III, Abschnitt II, Anhang 3 der KN auf Grundlage der &quot;Liste der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vergebenen internationalen Freinamen (INN) f&uuml;r pharmazeutische Stoffe, f&uuml;r die Zollfreiheit gilt&quot; setzt voraus, dass die zu verzollende Ware sowohl mit ihrem INN &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vii-r-33-17-zollfreiheit-fuer-pharmazeutische-stoffe\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VII&nbsp;R&nbsp;33\/17 &#8211; Zollfreiheit f&uuml;r pharmazeutische Stoffe<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-71057","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71057","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=71057"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71057\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=71057"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=71057"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=71057"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}