{"id":71067,"date":"2019-08-22T18:06:20","date_gmt":"2019-08-22T16:06:20","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=71067"},"modified":"2019-08-22T18:07:21","modified_gmt":"2019-08-22T16:07:21","slug":"iv-r-34-16-inhaltsadressat-eines-gewerbesteuermessbescheids-bei-ein-unternehmer-personengesellschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-34-16-inhaltsadressat-eines-gewerbesteuermessbescheids-bei-ein-unternehmer-personengesellschaft\/","title":{"rendered":"IV&nbsp;R&nbsp;34\/16 &#8211; Inhaltsadressat eines Gewerbesteuermessbescheids bei Ein-Unternehmer-Personengesellschaft"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 6.6.2019, IV R 34\/16<br \/>ECLI:DE:BFH:2019:U.060619.IVR34.16.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Inhaltsadressat eines Gewerbesteuermessbescheids bei Ein-Unternehmer-Personengesellschaft<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. NV: Erf&uuml;llt der einzige Kommanditist einer KG nicht die Voraussetzungen eines Mitunternehmers, verbirgt sich hinter der KG ertragsteuerrechtlich der Komplement&auml;r als Allein-Unternehmer.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. NV: Der hinter der Personengesellschaft stehende Allein-Unternehmer ist Schuldner der Gewerbesteuer. An ihn sind Gewerbesteuermessbescheid und Zerlegungsbescheid zu richten.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision der Kl&auml;ger werden das Urteil des Nieders&auml;chsischen Finanzgerichts vom 22.06.2016 &#8211; 2 K 11311\/15, die Einspruchsentscheidung des Beklagten vom 26.08.2015 sowie die Bescheide des Beklagten vom 30.08.2010 und vom 24.06.2015 &uuml;ber die Festsetzung des Gewerbesteuermessbetrags und &uuml;ber die Zerlegung des Gewerbesteuermessbetrags f&uuml;r die Jahre 2000 bis 2003 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des gesamten Verfahrens hat der Beklagte zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Als Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin aufgetreten ist die E-KG (KG), deren Komplement&auml;r M und deren einziger Kommanditist C sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In &sect;&nbsp;9 des Gesellschaftsvertrags vom 13.&nbsp;September 1973 (GV) hei&szlig;t es:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/th>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&quot;Der von der [KG] erwirtschaftete Gewinn flie&szlig;t in voller H&ouml;he dem Komplement&auml;r [M] zu. Der Kommanditist [C] ist vom Gewinn der [KG] ausgeschlossen und haftet bei Verlust mit seiner Einlage von&nbsp;DM&nbsp;2.000,-. Dem Kommanditisten wird lediglich seine Kapitaleinlage mit einem gleitenden Zinssatz, der um 3% &uuml;ber dem jeweils am Gesch&auml;ftsjahresschlu&szlig; g&uuml;ltigen Lombardsatz liegt, verzinst. Ma&szlig;gebend f&uuml;r die Verzinsung ist der Bestand am ersten Tage eines jeden Gesch&auml;ftsjahres, dies gilt sowohl f&uuml;r positive als auch f&uuml;r negative Salden. Der Kommanditist [C] ist berechtigt, seine Kapitaleinlage jederzeit zu erh&ouml;hen, allerdings bedarf dies der Zustimmung des Komplement&auml;rs [M].&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach &sect;&nbsp;18 GV werden Beschl&uuml;sse, die die &Auml;nderung des Gesellschaftsvertrags oder die Aufl&ouml;sung der Gesellschaft betreffen, von M alleine gefasst und bed&uuml;rfen keiner Zustimmung von C.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r die Streitjahre 2000 bis 2003 gab die KG unter ihrem Namen Gewerbesteuererkl&auml;rungen und Erkl&auml;rungen f&uuml;r die Zerlegung des Gewerbesteuermessbetrags ab. Die entsprechenden Bescheide wurden an &quot;Herrn [M] in Firma [KG]&quot; als Empfangsbevollm&auml;chtigter der KG erlassen (am 14.&nbsp;Januar 2002 f&uuml;r das Jahr 2000, am 30.&nbsp;April 2003 f&uuml;r das Jahr 2001, am 5.&nbsp;April 2004 f&uuml;r das Jahr 2002 und am 3.&nbsp;Januar 2005 f&uuml;r das Jahr 2003).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach einer Betriebspr&uuml;fung f&uuml;r die Streitjahre, die aufgrund einer Pr&uuml;fungsanordnung f&uuml;r die KG vom 13.&nbsp;Mai 2005 durchgef&uuml;hrt worden war, erlie&szlig; der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) nach &sect;&nbsp;164 Abs.&nbsp;2 der Abgabenordnung (AO) auf der Grundlage eines nach Einwendungen der KG &uuml;berarbeiteten Berichts vom 30.&nbsp;April 2010 neben ge&auml;nderten Bescheiden &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung der Besteuerungsgrundlagen unter dem 30.&nbsp;August 2010 auch ge&auml;nderte Bescheide &uuml;ber den Gewerbesteuermessbetrag und &uuml;ber die Zerlegung der Gewerbesteuermessbetr&auml;ge f&uuml;r die Streitjahre, mit denen Messbetr&auml;ge&nbsp;&nbsp;von 37.110&nbsp;DM f&uuml;r das Jahr 2000, von 48.885&nbsp;DM f&uuml;r das Jahr 2001, von 50.005&nbsp;EUR f&uuml;r das Jahr 2002 und von 47.960&nbsp;EUR f&uuml;r das Jahr 2003 festgesetzt wurden. S&auml;mtliche Bescheide waren im Adressfeld an &quot;Herrn [M] in Firma [KG]&quot; gerichtet, dies allerdings nach einem Zusatz zu Beginn der Bescheide &quot;als Empfangsbevollm&auml;chtigter f&uuml;r die Firma [KG]&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit namens der KG eingelegten Einspr&uuml;chen gegen die &Auml;nderungsbescheide wurde die Aufhebung aller Bescheide beantragt, weil die Bescheide an die KG und damit an ein nicht existierendes Steuersubjekt gerichtet seien, denn die KG sei keine Mitunternehmerschaft. In steuerlicher Hinsicht handele es sich um ein Einzelunternehmen von M.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA teilte schlie&szlig;lich die Auffassung, dass es an einer Mitunternehmerschaft fehle, und hob die angefochtenen &Auml;nderungsbescheide &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung der Besteuerungsgrundlagen der KG mit an &quot;[M] in Firma [KG]&quot; gerichtetem Sammelbescheid vom 20.&nbsp;April 2015 auf. In dem Bescheid hie&szlig; es, dieser sei Grundlagenbescheid f&uuml;r noch durchzuf&uuml;hrende gesonderte Feststellungen und habe Bindungswirkung nach &sect;&nbsp;182 Abs.&nbsp;1 AO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In Bezug auf die Festsetzung des Gewerbesteuermessbetrags und dessen Zerlegung ergingen mit Datum vom 24.&nbsp;Juni 2015 unter einer anderen Steuernummer als nach &sect;&nbsp;35b des Gewerbesteuergesetzes (GewStG) ge&auml;ndert gekennzeichnete Bescheide, mit denen Gewerbesteuermessbetr&auml;ge von 35.900&nbsp;DM (2000), von 47.680&nbsp;DM (2001), von 49.390&nbsp;EUR (2002) und von 47.360&nbsp;EUR (2003) festgesetzt wurden. In den Erl&auml;uterungen zu den Bescheiden hie&szlig; es, diese tr&auml;ten an die Stelle der angefochtenen Gewerbesteuermessbescheide unter der fr&uuml;heren Steuernummer. Die Einspr&uuml;che seien nicht erledigt. Das Verfahren werde fortgesetzt, weiterer Einspr&uuml;che bed&uuml;rfe es nicht. Die Messbetr&auml;ge waren niedriger als die in den vorherigen Bescheiden, was auf Ver&auml;nderungen bei Abschreibungen infolge eines finanzgerichtlichen Verfahrens f&uuml;r Vorjahre beruhte. Adressiert waren die Bescheide an &quot;Herrn [M] in Firma [KG]&quot;; im Betreff hie&szlig; es &quot;f&uuml;r die [KG]&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auf die Bescheide reagierte M mit einem Schreiben seiner Bevollm&auml;chtigten vom 29.&nbsp;Juli 2015, beim FA eingegangen am 31.&nbsp;Juli 2015, mit dem die Aufhebung der Bescheide beantragt wurde, weil diese auf ersatzlos aufgehobenen Gewinnfeststellungsbescheiden beruhten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&quot;&Uuml;ber die Einspr&uuml;che vom 17.09.2010 und 31.07.2015 der Firma [KG]&quot; entschied das FA mit unter beiden Steuernummern erlassenem &quot;Einspruchsbescheid&quot; vom 26.&nbsp;August 2015 und bezeichnete dabei in den Gr&uuml;nden teils die KG, teils M als Einspruchsf&uuml;hrer. Die Einspr&uuml;che wurden als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen, weil die Bescheide nach &sect;&nbsp;35b GewStG zutreffend ergangen und dahingehend auszulegen seien, dass Inhaltsadressat die KG als Steuerschuldnerin sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hiergegen erhob &quot;die KG&quot; Klage.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) wies die Klage mit Urteil vom 22.&nbsp;Juni 2016&nbsp;&#8211; 2&nbsp;K&nbsp;11311\/15 als unbegr&uuml;ndet ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision machen die Kl&auml;ger verfahrensrechtlich einen Versto&szlig; gegen &sect;&nbsp;96 der Finanzgerichtsordnung (FGO) und materiell eine fehlerhafte Auslegung des &sect;&nbsp;119 AO geltend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sie beantragen,<br \/>das Urteil des Nieders&auml;chsischen FG vom 22.&nbsp;Juni 2016&nbsp;&#8211; 2&nbsp;K&nbsp;11311\/15, die Einspruchsentscheidung des FA vom 26.&nbsp;August 2015 sowie die Bescheide des FA vom 30.&nbsp;August 2010 und vom 24.&nbsp;Juni 2015 &uuml;ber die Festsetzung des Gewerbesteuermessbetrags und &uuml;ber die Zerlegung des Gewerbesteuermessbetrags f&uuml;r die Jahre 2000 bis 2003 aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist zul&auml;ssig und begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung der Vorentscheidung, der angefochtenen Bescheide und der Einspruchsentscheidung (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Klage und Revision werden dahin ausgelegt, dass sie von der KG und M erhoben worden sind (1.). Die Gewerbesteuermessbescheide und Zerlegungsbescheide vom 30.&nbsp;August 2010 richten sich zu Unrecht an die KG (2.), w&auml;hrend die Bescheide vom 24.&nbsp;Juni 2015 zwar zutreffend an M gerichtet sind, aber wegen Eintritts der Festsetzungsverj&auml;hrung nicht mehr ergehen durften (3.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Klage und Revision werden rechtsschutzgew&auml;hrend dahin ausgelegt, dass die KG Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin in Bezug auf die Bescheide vom 30.&nbsp;August 2010 und M Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger in Bezug auf die Bescheide vom 24.&nbsp;Juni 2015 ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Bescheide richten sich an unterschiedliche Inhaltsadressaten. Zwar lassen die Verwaltungsakte Zweifel an der Bestimmung des Inhaltsadressaten zu. Im Wege der Auslegung kann jedoch allen Bescheiden jeweils ein bestimmter Inhaltsadressat zugeordnet werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Ist die Bezeichnung des Inhaltsadressaten nicht eindeutig falsch, sondern mehrdeutig, ist zun&auml;chst zu versuchen, durch Auslegung zu kl&auml;ren, wer Inhaltsadressat des Steuerverwaltungsakts ist (Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 13.&nbsp;Oktober 2005&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;55\/04, BFHE 211, 387, BStBl II 2006, 404). Der Inhaltsadressat muss nicht zwingend f&uuml;r einen Dritten aus dem Bescheid selbst oder aus beigef&uuml;gten Unterlagen erkennbar sein; entscheidend ist, ob der Inhaltsadressat durch Auslegung anhand der den Betroffenen bekannten Umst&auml;nde hinreichend sicher bestimmt werden kann (BFH-Urteil vom 17.&nbsp;November 2005&nbsp;&#8211; III&nbsp;R&nbsp;8\/03, BFHE 212, 72, BStBl II 2006, 287, unter II.1.b der Gr&uuml;nde).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Bei einem Gewerbesteuermessbescheid ist richtiger Inhaltsadressat der Steuerschuldner (BFH-Urteil vom 15.&nbsp;April 2010&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;67\/07, Rz&nbsp;18). Als Beteiligter des Zerlegungsverfahrens ist der Steuerschuldner auch Inhaltsadressat eines Zerlegungsbescheids (&sect;&nbsp;188 Abs.&nbsp;1 AO). Steuerschuldner ist nach &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 S&auml;tze&nbsp;1 und 2 GewStG der Unternehmer und damit derjenige, f&uuml;r dessen Rechnung das Gewerbe betrieben wird. Ist die T&auml;tigkeit einer Personengesellschaft Gewerbebetrieb, ist die Gesellschaft auch Schuldnerin der Gewerbesteuer (&sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 GewStG). Das setzt allerdings voraus, dass der Gewerbebetrieb auf Rechnung mehrerer Mitunternehmer i.S. des &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 des Einkommensteuergesetzes (EStG) gef&uuml;hrt wird. Fehlt es an einer Mitunternehmerschaft und verbirgt sich hinter der Personengesellschaft ertragsteuerrechtlich nur ein Unternehmer, ist allein dieser Schuldner der Gewerbesteuer (BFH-Urteil vom 3.&nbsp;Februar 2010&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;26\/07, BFHE 228, 365, BStBl II 2010, 751, Rz&nbsp;39&nbsp;ff.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Die Bescheide vom 30.&nbsp;August 2010 richteten sich danach inhaltlich an die KG als Steuerschuldner. Zwar waren die Bescheide an M in der KG adressiert, sollten M aber ausdr&uuml;cklich nur als Empfangsbevollm&auml;chtigter der KG, also nicht als Steuerschuldner in eigener Person bekanntgegeben werden. Dieses Verst&auml;ndnis entspricht auch dem Empf&auml;ngerhorizont nach dem aktenkundigen Stand der seinerzeit vertretenen Rechtsansichten. Weder dem Bericht &uuml;ber die Betriebspr&uuml;fung vom 30.&nbsp;April 2010 noch der Stellungnahme der damaligen Bevollm&auml;chtigten der KG zu diesem Bericht vom 29.&nbsp;Juni 2010 ist zu entnehmen, dass die Beurteilung der KG als Mitunternehmerschaft Gegenstand von Diskussionen gewesen w&auml;re. Aufgrund der jahrelangen Handhabung in der Vergangenheit gingen alle Beteiligten bis zum Ergehen der Bescheide &uuml;bereinstimmend davon aus, dass die KG eine Mitunternehmerschaft sei, und konnten die Gewerbesteuermessbescheide und Zerlegungsbescheide in Auswertung der Betriebspr&uuml;fung nur dahin verstehen, dass Steuerschuldner die KG sein sollte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Demgegen&uuml;ber waren die Bescheide vom 24.&nbsp;Juni 2015 nach dem Empf&auml;ngerhorizont als an M pers&ouml;nlich gerichtet zu verstehen. Sie waren ebenfalls im Adressfeld an M in Firma der KG gerichtet, sollten diesem im Unterschied zu den vorangegangenen Bescheiden aber &quot;f&uuml;r die KG&quot; und nicht mehr &quot;als Empfangsbevollm&auml;chtigter f&uuml;r die Firma &#8230;&nbsp;KG&quot; bekanntgegeben werden. Die M bekannten Umst&auml;nde im Zusammenhang mit dem Ergehen der Bescheide lie&szlig;en f&uuml;r ihn deutlich erkennen, dass die Bescheide an ihn selbst als Inhaltsadressaten ergehen sollten. Denn den Bescheiden war vorausgegangen, dass im Einspruchsverfahren gegen die Bescheide vom 30.&nbsp;August 2010 ausdr&uuml;cklich die fehlende Mitunternehmerschaft geltend gemacht worden war. Dieser Argumentation war die Finanzverwaltung schlie&szlig;lich nach l&auml;ngerer &Uuml;berlegung gefolgt und hatte deshalb die Bescheide &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung der Besteuerungsgrundlagen f&uuml;r die KG aufgehoben. Die danach ergangenen Bescheide sollten danach eindeutig der Umsetzung der im Einspruchsverfahren gewonnenen Erkenntnis dienen, dass keine Mitunternehmerschaft, sondern ein Einzelunternehmen von M bestand.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Beteiligten hatten erkannt, dass sich die Bescheide an unterschiedliche Inhaltsadressaten richteten. Auf der Seite des Adressaten ergibt sich dies daraus, dass der Einspruch gegen die Bescheide vom 30.&nbsp;August 2010 von der KG erhoben wurde, w&auml;hrend der Antrag auf Aufhebung der Bescheide vom 24.&nbsp;Juni 2015 von der damaligen Bevollm&auml;chtigen f&uuml;r M in Firma der KG gestellt wurde. Dementsprechend bezeichnete auch das FA in den Gr&uuml;nden der Einspruchsentscheidung vom 26.&nbsp;August 2015 sowohl die KG als auch M selbst als Einspruchsf&uuml;hrer.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Bei rechtsschutzgew&auml;hrender Auslegung von Klage und Revision ist danach die KG als Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin in Bezug auf die Bescheide vom 30.&nbsp;August 2010 und M als Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger in Bezug auf die Bescheide vom 24.&nbsp;Juni 2015 anzusehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des BFH ist im Zweifel davon auszugehen, dass der Steuerpflichtige denjenigen Rechtsbehelf hat einlegen wollen, der seinem materiell-rechtlichen Begehren am ehesten zum Erfolg verhilft (BFH-Urteil vom 1.&nbsp;Juli 2004&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;4\/03, BFH\/NV 2005, 162, m.w.N.). Ziel der hier erhobenen Anfechtungsklage ist die ersatzlose Aufhebung der angefochtenen Bescheide. Dies kann jeweils nur von demjenigen erreicht werden, der Adressat des Bescheids ist und der ein Vorverfahren i.S. des &sect;&nbsp;44 Abs.&nbsp;1 FGO durchgef&uuml;hrt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Gewerbesteuermessbescheide und Zerlegungsbescheide vom 30.&nbsp;August 2010 sind rechtswidrig, weil sie sich &#8211;wie ausgef&uuml;hrt&#8211; an die KG richten, diese aber nicht Schuldnerin der Gewerbesteuer ist. Schuldnerin der Gewerbesteuer w&auml;re die KG nach &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 GewStG nur, wenn sie eine Mitunternehmerschaft w&auml;re (s. dazu oben unter II.1.a&nbsp;bb). Daran fehlt es aber, wovon die Beteiligten im Ergebnis auch &uuml;bereinstimmend ausgehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Eine Mitunternehmerschaft setzt voraus, dass mehrere Personen in mitunternehmerschaftlicher Verbundenheit Mitunternehmerrisiko tragen und Mitunternehmerinitiative entfalten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mitunternehmer i.S. des &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG ist, wer zivilrechtlich Gesellschafter einer Personengesellschaft ist oder &#8211;in Ausnahmef&auml;llen&#8211; eine diesem wirtschaftlich vergleichbare Stellung innehat, Mitunternehmerrisiko tr&auml;gt und Mitunternehmerinitiative entfaltet sowie die Absicht zur Gewinnerzielung hat (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. z.B. BFH-Urteil vom 22.&nbsp;Juni 2017&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;42\/13, BFHE 259, 258, Rz&nbsp;32, m.w.N.). Mitunternehmerinitiative bedeutet vor allem Teilnahme an unternehmerischen Entscheidungen, wie sie z.B. Gesellschaftern oder diesen vergleichbaren Personen als Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer, Prokuristen oder andere leitende Angestellte obliegen (vgl. hierzu und zum Folgenden z.B. BFH-Urteil vom 13.&nbsp;Juli 2017&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;41\/14, BFHE 258, 459, BStBl II 2017, 1133, Rz&nbsp;20, m.w.N.). Ausreichend ist schon die M&ouml;glichkeit zur Aus&uuml;bung von Gesellschafterrechten, die wenigstens den Stimm-, Kontroll- und Widerspruchsrechten angen&auml;hert sind, die einem Kommanditisten nach dem Handelsgesetzbuch zustehen oder die den gesellschaftsrechtlichen Kontrollrechten nach &sect;&nbsp;716 Abs.&nbsp;1 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs entsprechen (BFH-Urteil vom 21.&nbsp;Oktober 2015&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;43\/12, BFHE 252, 193, BStBl II 2016, 517, Rz&nbsp;30). Mitunternehmerrisiko tr&auml;gt, wer gesellschaftsrechtlich oder diesem Status wirtschaftlich vergleichbar am Erfolg und Misserfolg eines gewerblichen Unternehmens teilnimmt. Dieses Risiko wird regelm&auml;&szlig;ig durch Beteiligung am Gewinn und Verlust sowie an den stillen Reserven des Anlageverm&ouml;gens einschlie&szlig;lich eines Gesch&auml;ftswerts vermittelt (Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 25.&nbsp;Juni 1984&nbsp;&#8211; GrS&nbsp;4\/82, BFHE 141, 405, BStBl II 1984, 751, unter C.V.3.b&nbsp;cc und C.V.3.c; vgl. auch BFH-Urteile vom 30.&nbsp;Juni 2005&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;40\/03, BFH\/NV 2005, 1994, unter 1.; in BFHE 252, 193, BStBl II 2016, 517, Rz&nbsp;30, und in BFHE 258, 459, BStBl II&nbsp;2017, 1133, Rz&nbsp;20). Die Merkmale der Mitunternehmerschaft sind unter Ber&uuml;cksichtigung aller die rechtliche und wirtschaftliche Stellung einer Person insgesamt bestimmenden Umst&auml;nde zu w&uuml;rdigen (z.B. BFH-Urteil in BFHE 258, 459, BStBl II 2017, 1133, Rz&nbsp;20, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Danach war die hier zu beurteilende KG keine Mitunternehmerschaft, weil zwar M, nicht aber C die Merkmale eines Mitunternehmers erf&uuml;llte. C fehlte es an einem ausreichenden Mitunternehmerrisiko, weil er weder am laufenden Gewinn noch an den stillen Reserven beteiligt war, und an ausreichender Mitunternehmerinitiative, weil er nicht nur von der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung ausgeschlossen war, sondern noch nicht einmal an Beschl&uuml;ssen mitwirken durfte, die die &Auml;nderung des Gesellschaftsvertrags oder die Aufl&ouml;sung der Gesellschaft betrafen. Unternehmerrisiko und Unternehmerinitiative standen danach alleine M zu, so dass dieser einziger Unternehmer des Betriebs der KG war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die &#8211;zutreffend&#8211; an M gerichteten Gewerbesteuermessbescheide und Zerlegungsbescheide vom 24.&nbsp;Juni 2015 sind noch nicht bestandskr&auml;ftig, aber rechtswidrig, weil bei ihrem Ergehen die Festsetzungsfrist abgelaufen war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) M hat die Bescheide rechtzeitig angefochten, so dass sie nicht bestandskr&auml;ftig geworden sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Bescheide wurden nach Aktenlage am 24.&nbsp;Juni 2015 zur Post gegeben, so dass das als Einspruch zu verstehende und am 31.&nbsp;Juli 2015 eingegangene Schreiben der Bevollm&auml;chtigten vom 29.&nbsp;Juli 2015 nicht die Monatsfrist des &sect;&nbsp;355 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AO wahren konnte. Den Bescheiden war zwar eine im Allgemeinen zutreffende Rechtsbehelfsbelehrung angef&uuml;gt, der aber der Hinweis in der Begr&uuml;ndung der Bescheide gegen&uuml;berstand, es bed&uuml;rfe keines Einspruchs, weil das bisherige Einspruchsverfahren fortgesetzt werde. Aufgrund dieser widerspr&uuml;chlichen Angaben fehlt es an einer ordnungsgem&auml;&szlig;en Rechtsbehelfsbelehrung mit der Folge, dass nach &sect;&nbsp;356 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 AO innerhalb eines Jahres nach Bekanntgabe fristgem&auml;&szlig; Einspruch eingelegt werden konnte. Das am 31.&nbsp;Juli 2015 eingegangene Schreiben ist damit als fristgerechter Einspruch anzusehen, der den Eintritt der Bestandkraft verhindert hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Bescheide durften wegen Ablaufs der Festsetzungsfrist nicht erlassen werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Nach &sect;&nbsp;169 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AO ist eine Steuerfestsetzung nicht mehr zul&auml;ssig, wenn die Festsetzungsfrist abgelaufen ist. Dies gilt auch f&uuml;r die Festsetzung und Zerlegung von Steuermessbetr&auml;gen (&sect;&nbsp;184 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3, &sect;&nbsp;185 AO). Selbst wenn die Festsetzungsfrist von vier Jahren (&sect;&nbsp;169 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 AO) zu dem sp&auml;testen Zeitpunkt nach &sect;&nbsp;170 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 AO begonnen haben sollte, war sie bei Erlass der Bescheide am 24.&nbsp;Juni 2015 f&uuml;r alle Streitjahre abgelaufen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Der Ablauf der Frist war nicht gehemmt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Eine Ablaufhemmung ergab sich nicht aus &sect;&nbsp;171 Abs.&nbsp;4 AO. Die Regelung setzt voraus, dass vor Ablauf der Festsetzungsfrist aufgrund einer wirksamen Pr&uuml;fungsanordnung mit einer Au&szlig;enpr&uuml;fung begonnen oder deren Beginn auf Antrag des Steuerpflichtigen hinausgeschoben worden ist. Dabei bestimmt die Pr&uuml;fungsanordnung neben dem sachlichen auch den pers&ouml;nlichen Umfang der Ablaufhemmung (BFH-Urteile vom 15.&nbsp;Dezember 1989&nbsp;&#8211; VI&nbsp;R&nbsp;151\/86, BFHE 159, 296, BStBl II 1990, 526; vom 25.&nbsp;April 2006&nbsp;&#8211; X&nbsp;R&nbsp;42\/05, BFHE 212, 421, BStBl II 2007, 220).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Streitfall hat eine Au&szlig;enpr&uuml;fung bei der KG stattgefunden. Als zu pr&uuml;fender Steuerpflichtiger wurde in der Pr&uuml;fungsanordnung vom 13.&nbsp;Mai 2005 die KG bezeichnet. Eine Ablaufhemmung kann sich deshalb nur f&uuml;r Verwaltungsakte ergeben, die an die KG als Inhaltsadressatin gerichtet sind. Auf den Ablauf der Festsetzungsfrist f&uuml;r an M gerichtete Verwaltungsakte erstreckt sich die Ablaufhemmung nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Auch aus &sect;&nbsp;170 Abs.&nbsp;3a AO ergibt sich keine Ablaufhemmung in Bezug auf die Festsetzungen gegen&uuml;ber M. Nach dieser Vorschrift l&auml;uft die Festsetzungsfrist nicht ab, bevor &uuml;ber einen Einspruch gegen einen Steuerbescheid entschieden worden ist. Diese Hemmung des Ablaufs der Festsetzungsfrist gilt in pers&ouml;nlicher Hinsicht nur f&uuml;r den Adressaten des mit dem Einspruch angegriffenen Bescheids (BFH-Beschluss vom 2.&nbsp;April 2002&nbsp;&#8211; IX&nbsp;B&nbsp;66\/01, BFH\/NV 2002, 898).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine Hemmung nach &sect;&nbsp;170 Abs.&nbsp;3a AO k&ouml;nnte im Streitfall allenfalls durch den Einspruch gegen die Bescheide vom 30.&nbsp;August 2010 ausgel&ouml;st worden sein. Da Adressat dieser Bescheide aber die KG war, kann sich aus dem dagegen erhobenen Einspruch keine Hemmung der Festsetzungsverj&auml;hrung von Anspr&uuml;chen gegen&uuml;ber M ergeben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Die Bescheide vom 24.&nbsp;Juni 2015 k&ouml;nnen auch nicht auf &sect;&nbsp;174 Abs.&nbsp;4 AO gest&uuml;tzt werden mit der Folge, dass die Festsetzungsfrist gewahrt w&auml;re.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es kann dahinstehen, ob die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;174 Abs.&nbsp;4 AO im Einzelnen erf&uuml;llt sind. Denn die Vorschrift gilt nach &sect;&nbsp;174 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 AO gegen&uuml;ber Dritten nur dann, wenn diese an dem Verfahren, das zur Aufhebung oder &Auml;nderung des Ausgangsbescheids gef&uuml;hrt hat, beteiligt oder zumindest zu diesem hinzugezogen waren. Dritter in diesem Zusammenhang ist jeder, der nicht als Inhaltsadressat von dem Ausgangsbescheid betroffen wird; ma&szlig;geblich ist allein die formale Stellung im Verfahren (BFH-Urteile vom 5.&nbsp;Mai 1993&nbsp;&#8211; X&nbsp;R&nbsp;111\/91, BFHE 171, 400, BStBl II 1993, 817; vom 19.&nbsp;Dezember 2013&nbsp;&#8211; V&nbsp;R&nbsp;5\/12, BFHE 244, 494, BStBl II 2016, 585, Rz&nbsp;37). Die Beteiligung am Verfahren etwa als gesetzlicher Vertreter oder Empfangsbevollm&auml;chtigter des Inhaltsadressaten reicht nicht aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Bescheide vom 30.&nbsp;August 2010 waren an die KG als Inhaltsadressatin gerichtet. Gegen&uuml;ber der KG war M ungeachtet seiner gesellschaftsrechtlichen Stellung und seiner Funktion als Empfangsbevollm&auml;chtigter der KG als Dritter anzusehen. In eigener Stellung als Steuerschuldner war M an diesem Verfahren nicht beteiligt; er war auch nicht nach &sect;&nbsp;174 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 AO zu dem Verfahren hinzugezogen. Ein gegen ihn gerichteter Bescheid kann daher nicht auf &sect;&nbsp;174 Abs.&nbsp;4 AO gest&uuml;tzt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Selbst wenn man der Auslegung der Bescheide durch den Senat nicht folgen wollte, m&uuml;sste die Revision Erfolg haben und zur Stattgabe der Klage f&uuml;hren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sollte man die Bescheide vom 24.&nbsp;Juni 2015 dahin verstehen, dass sie weiterhin an die KG gerichtet waren, w&uuml;rden diese Bescheide als &Auml;nderungsbescheide an die Stelle der Ausgangsbescheide vom 30.&nbsp;August 2010 treten. Wie jene w&auml;ren dann auch die neuen Bescheide an den falschen Inhaltsadressaten gerichtet und m&uuml;ssten aufgehoben werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sollte umgekehrt angenommen werden, dass die an die KG gerichteten Ausgangsbescheide vom 30.&nbsp;August 2010 mit Ergehen der an M gerichteten Bescheide vom 24.&nbsp;Juni 2015 ersatzlos aufgehoben worden sind, w&uuml;rde dies nichts daran &auml;ndern, dass die Bescheide vom 24.&nbsp;Juni 2015 nach Ablauf der Festsetzungsfrist ergangen und deshalb aufzuheben sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Sache ist entscheidungsreif. Unter Aufhebung des Urteils des FG sind auf die Klagen der KG und des M die Bescheide vom 30.&nbsp;August 2010 und vom 24.&nbsp;Juni 2015 sowie die Einspruchsentscheidung vom 26.&nbsp;August 2015 ersatzlos aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auf den ger&uuml;gten Verfahrensversto&szlig; kommt es bei dieser Sachlage nicht an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>6. Die Kosten des gesamten Verfahrens hat das FA zu tragen (&sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;1 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 6.6.2019, IV R 34\/16ECLI:DE:BFH:2019:U.060619.IVR34.16.0 Inhaltsadressat eines Gewerbesteuermessbescheids bei Ein-Unternehmer-Personengesellschaft Leits&auml;tze 1. NV: Erf&uuml;llt der einzige Kommanditist einer KG nicht die Voraussetzungen eines Mitunternehmers, verbirgt sich hinter der KG ertragsteuerrechtlich der Komplement&auml;r als Allein-Unternehmer. 2. NV: Der hinter der Personengesellschaft stehende Allein-Unternehmer ist Schuldner der Gewerbesteuer. An ihn sind Gewerbesteuermessbescheid und Zerlegungsbescheid zu &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-34-16-inhaltsadressat-eines-gewerbesteuermessbescheids-bei-ein-unternehmer-personengesellschaft\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">IV&nbsp;R&nbsp;34\/16 &#8211; Inhaltsadressat eines Gewerbesteuermessbescheids bei Ein-Unternehmer-Personengesellschaft<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-71067","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71067","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=71067"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71067\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=71067"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=71067"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=71067"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}