{"id":71069,"date":"2019-08-22T18:08:44","date_gmt":"2019-08-22T16:08:44","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=71069"},"modified":"2019-08-22T18:08:44","modified_gmt":"2019-08-22T16:08:44","slug":"v-r-70-17-gewinnpauschalierung-bei-wissenschaftlichen-tagungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/v-r-70-17-gewinnpauschalierung-bei-wissenschaftlichen-tagungen\/","title":{"rendered":"V&nbsp;R&nbsp;70\/17 &#8211; Gewinnpauschalierung bei wissenschaftlichen Tagungen"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 26.6.2019, V R 70\/17<br \/>ECLI:DE:BFH:2019:U.260619.VR70.17.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Gewinnpauschalierung bei wissenschaftlichen Tagungen<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Werbung i.S. von &sect; 64 Abs. 6 Nr. 1 AO ist auch durch die Vermietung von Standfl&auml;chen bei Kongressen m&ouml;glich.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision des Beklagten gegen das Urteil des Finanzgerichts D&uuml;sseldorf vom 05.09.2017 &#8211; 6 K 2010\/16 K,G wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat der Beklagte zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger und Revisionsbeklagte (Kl&auml;ger) ist ein gemeinn&uuml;tziger Verein zur Selbsthilfe von und f&uuml;r Personen, die an der X-Krankheit leiden. Dem Zweckbetrieb &quot;Veranstaltung wissenschaftlicher Kongresse&quot; ordnete er auch Einnahmen aus der Vermietung von Informationsst&auml;nden an Pharmaunternehmen (Standmieten) zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Demgegen&uuml;ber ging der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) in den K&ouml;rperschaftsteuerbescheiden 2013 und 2014 vom 26.&nbsp;Januar 2015 davon aus, dass die Einnahmen aus der Standvermietung nicht zweckbetriebszugeh&ouml;rig seien. Dies legte er auch den Gewerbesteuermessbescheiden 2013 und 2014 vom 6.&nbsp;Februar 2015 zugrunde. Die Einspr&uuml;che hatten keinen Erfolg.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) gab der Klage teilweise statt. Nach dem in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2017, 1725 ver&ouml;ffentlichten Urteil geh&ouml;rt die Standvermietung zwar nicht zu einem Zweckbetrieb, kann aber nach &sect;&nbsp;64 Abs.&nbsp;6 Nr.&nbsp;1 der Abgabenordnung (AO) pauschal besteuert werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hiergegen wendet sich das FA mit der Revision. &sect;&nbsp;64 Abs.&nbsp;6 Nr.&nbsp;1 AO sei nicht anwendbar, da es f&uuml;r den Begriff der Werbung kennzeichnend sei, dass die gemeinn&uuml;tzige K&ouml;rperschaft selbst Werbung betreibe, so dass es nicht ausreiche, Ausstellern Werbung f&uuml;r sich selbst zu erm&ouml;glichen. Es solle nur f&uuml;r konkret benannte Bereiche eine &Uuml;berbesteuerung vermieden werden. Zudem sei der erforderliche Zusammenhang nicht gegeben. Es habe sich um Laienveranstaltungen gehandelt. &Uuml;berdies liege ein Versto&szlig; gegen &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 des Gesetzes &uuml;ber die Werbung auf dem Gebiete des Heilwesens &#8211;Heilmittelwerbegesetz&#8211; (HeilMWerbG) vor. Die Aussteller seien Hersteller von verschreibungspflichtigen Medikamenten gewesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>das Urteil des FG insoweit aufzuheben, als es der Klage stattgegeben hat und die Klage auch insoweit abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger hat keinen ausdr&uuml;cklichen Antrag gestellt. Er macht geltend, dass Standmieten und Sponsoring einem Zweckbetrieb zuzurechnen seien. Er erf&uuml;lle damit unmittelbare Satzungszwecke. Ein Gebot kostendeckender Entgelte bestehe nicht. Andere Anbieter auf diesem Markt gebe es nicht. Beim Sponsoring fehle es schon an einem wirtschaftlichen Gesch&auml;ftsbetrieb. Zumindest st&uuml;nden die Einnahmen aus den Standmieten und aus dem Sponsoring in einem unmittelbaren Zusammenhang mit einem Zweckbetrieb.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Die Vermietung der Informationsst&auml;nde ist zwar kein Zweckbetrieb nach &sect;&nbsp;65 AO; sie erf&uuml;llt aber die Voraussetzungen f&uuml;r die pauschale Besteuerung nach &sect;&nbsp;64 Abs.&nbsp;6 Nr.&nbsp;1 AO. Das FG hat den Gewinn aus der Werbung durch Vermieten der Standfl&auml;chen bei den Kongressen zutreffend mit 15&nbsp;% der Einnahmen der K&ouml;rperschaftsteuer und den Gewerbesteuermessbetr&auml;gen f&uuml;r die Streitjahre (2013, 2014) zugrunde gelegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Der Kl&auml;ger unterhielt mit der Vermietung der Standfl&auml;chen bei den Kongressveranstaltungen keinen Zweckbetrieb nach &sect;&nbsp;65 AO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Ein Zweckbetrieb liegt gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;65 AO vor, wenn der Betrieb in seiner Gesamtrichtung dazu dient, die steuerbeg&uuml;nstigten satzungsm&auml;&szlig;igen Zwecke der K&ouml;rperschaft zu verwirklichen (&sect;&nbsp;65 Nr.&nbsp;1 AO), diese Zwecke nur durch einen solchen Gesch&auml;ftsbetrieb erreicht werden k&ouml;nnen (&sect;&nbsp;65 Nr.&nbsp;2 AO) und der wirtschaftliche Gesch&auml;ftsbetrieb zu nicht beg&uuml;nstigten Betrieben derselben oder &auml;hnlicher Art nicht in gr&ouml;&szlig;erem Umfang in Wettbewerb tritt, als es bei Erf&uuml;llung der steuerbeg&uuml;nstigten Zwecke unvermeidbar ist (&sect;&nbsp;65 Nr.&nbsp;3 AO). F&uuml;r die Annahme eines Zweckbetriebs m&uuml;ssen alle drei Voraussetzungen erf&uuml;llt sein (Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 30.&nbsp;November 2016&nbsp;&#8211; V&nbsp;R&nbsp;53\/15, BFHE 255, 513, BStBl II 2017, 1224, Rz&nbsp;16).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Im Streitfall diente die Vermietung von Standfl&auml;chen in ihrer Gesamtrichtung nicht der Verwirklichung satzungsm&auml;&szlig;iger gemeinn&uuml;tziger Aufgaben des Kl&auml;gers, sondern der Beschaffung zus&auml;tzlicher Mittel f&uuml;r seine T&auml;tigkeit. Das FG konnte hierf&uuml;r darauf abstellen, dass der Kl&auml;ger die Standpl&auml;tze zu einem weit &uuml;ber den eigenen Kosten liegenden Entgelt &uuml;berlassen hatte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit der Kl&auml;ger hiergegen einwendet, ohne Standmieten sei ihm die Erf&uuml;llung seiner satzungsm&auml;&szlig;igen Aufgaben nicht m&ouml;glich, versteht der erkennende Senat den schriftlichen Vortrag des in der m&uuml;ndlichen Verhandlung nicht erschienenen Kl&auml;gers dahingehend, dass er sich damit nur gegen den Angriff des FA gegen die teilweise Klagestattgabe durch das FG wendet, nicht aber, dass er eine weitergehende Klagestattgabe erreichen will. Unabh&auml;ngig von der Frage der Auslegung seines Vortrages kommt aber die Annahme eines Zweckbetriebs nicht in Betracht, da aus dem &Uuml;berschreiten der Kostendeckung auf den f&uuml;r &sect;&nbsp;65 AO sch&auml;dlichen Hauptzweck der Mittelbeschaffung zu schlie&szlig;en ist. Denn die Annahme eines Zweckbetriebs i.S. von &sect;&nbsp;65 AO kommt nicht in Betracht, wenn die T&auml;tigkeit in ihrer Gesamtheit selbst nicht der Zweckerreichung, sondern lediglich zur Mittelbeschaffung dient (BFH-Urteil vom 5.&nbsp;August 2010&nbsp;&#8211; V&nbsp;R&nbsp;54\/09, BFHE 231, 289, BStBl II 2011, 191, Rz&nbsp;31).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Das FG hat zudem zutreffend die Anwendung von &sect;&nbsp;64 Abs.&nbsp;6 Nr.&nbsp;1 AO bejaht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;64 Abs.&nbsp;6 Nr.&nbsp;1 AO kann bei einem steuerpflichtigen wirtschaftlichen Gesch&auml;ftsbetrieb, der sich aus Werbung f&uuml;r Unternehmen ergibt, die im Zusammenhang mit der steuerbeg&uuml;nstigten T&auml;tigkeit einschlie&szlig;lich Zweckbetrieben stattfindet, der Besteuerung ein Gewinn von 15&nbsp;% der Einnahmen zugrunde gelegt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Diese Voraussetzungen liegen hier vor. Der Kl&auml;ger wirbt i.S. von &sect;&nbsp;64 Abs.&nbsp;6 Nr.&nbsp;1 AO durch Vermietung der Standfl&auml;chen im Zusammenhang mit seiner steuerbeg&uuml;nstigten T&auml;tigkeit.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Der Wortlaut des &sect;&nbsp;64 Abs.&nbsp;6 Nr.&nbsp;1 AO l&auml;sst offen, wer die Werbeleistung aktiv erbringen muss und l&auml;sst somit auch die Auslegung zu, dass passive Duldungsleistungen ausreichen. Dies wird durch den Normzweck und die Entstehungsgeschichte der Vorschrift best&auml;tigt. Bei der Werbung kann es sich nach der amtlichen Gesetzesbegr&uuml;ndung (s. BTDrucks 14\/4626, S.&nbsp;7) insbesondere um Banden- oder Trikotwerbung handeln. Dem ist die im Streitfall vorliegende Vermietung von Standfl&auml;chen gleichzustellen. Denn auch bei der Bandenwerbung ist nicht danach zu unterscheiden, ob die steuerbeg&uuml;nstigte K&ouml;rperschaft die Banden mit selbst erstelltem Werbematerial best&uuml;ckt oder die Bandenfl&auml;che &uuml;berl&auml;sst, damit der Leistungsempf&auml;nger sein eigenes Werbematerial anbringt. Beide F&auml;lle erf&uuml;llen den mit der Vorschrift verfolgten Zweck der Vermeidung einer &Uuml;berbesteuerung. Dabei ist auch zu ber&uuml;cksichtigen, dass die Gefahr einer &Uuml;berbesteuerung bei einer blo&szlig;en &Uuml;berlassung aufgrund der dann geringeren Kosten sogar noch verst&auml;rkt droht (vgl. auch zur Standvermietung an Unternehmen zur Selbstdarstellung oder Produktwerbung Schmidt\/Fritz, Der Betrieb 2001, 2062, 2064).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die Werbung bei den Zweckbetriebsveranstaltungen stand mit diesen und damit mit der steuerbeg&uuml;nstigten T&auml;tigkeit im Zusammenhang. Pharmaunternehmen w&auml;ren ohne Durchf&uuml;hrung des Kongresses nicht bereit gewesen, die vereinbarten Betr&auml;ge zu bezahlen. Zudem sind die Kosten des Kongresses und damit die Anmietung von R&auml;umlichkeiten f&uuml;r den Kongress etc. durch diesen veranlasst.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Die Einwendungen des FA hiergegen greifen nicht durch. Soweit das FA darauf hinweist, nach der Gesetzesbegr&uuml;ndung m&uuml;sse es f&uuml;r die Werbung unabdingbare Gesch&auml;ftsgrundlage sein, dass die steuerbeg&uuml;nstigte Veranstaltung stattfinde, liegt diese Voraussetzung nach den Verh&auml;ltnissen des Streitfalls vor. Denn die unabdingbare Gesch&auml;ftsgrundlage erfordert nur den nach dem Wortlaut des &sect;&nbsp;64 Abs.&nbsp;6 Nr.&nbsp;1 AO erforderlichen Zusammenhang. Dass dieselbe Werbung in einem anderen Kontext auch ohne steuerbeg&uuml;nstigte T&auml;tigkeit erfolgen kann, ist als hypothetische &Uuml;berlegung ohne Bedeutung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zudem kommt es auf das Werbeverbot nach &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 HeilMWerbG nicht an, da dieses einer blo&szlig;en Informationsverschaffung an Interessierte nicht entgegensteht (vgl. z.B. Urteil des Bundesgerichtshofs vom 19.&nbsp;Oktober 2011&nbsp;&#8211; I&nbsp;ZR&nbsp;223\/06, MultiMedia und Recht 2012, 370). Selbst wenn ein Versto&szlig; gegen diese Vorschrift vorl&auml;ge, w&auml;re dies nach &sect;&nbsp;40 AO unbeachtlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. &Uuml;ber die Frage des Sponsorings ist nicht zu entscheiden, da sich der erstinstanzliche Klageantrag auf die steuerlichen Auswirkungen der Standmieten beschr&auml;nkte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 26.6.2019, V R 70\/17ECLI:DE:BFH:2019:U.260619.VR70.17.0 Gewinnpauschalierung bei wissenschaftlichen Tagungen Leits&auml;tze Werbung i.S. von &sect; 64 Abs. 6 Nr. 1 AO ist auch durch die Vermietung von Standfl&auml;chen bei Kongressen m&ouml;glich. Tenor Die Revision des Beklagten gegen das Urteil des Finanzgerichts D&uuml;sseldorf vom 05.09.2017 &#8211; 6 K 2010\/16 K,G wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen. Die &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/v-r-70-17-gewinnpauschalierung-bei-wissenschaftlichen-tagungen\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">V&nbsp;R&nbsp;70\/17 &#8211; Gewinnpauschalierung bei wissenschaftlichen Tagungen<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-71069","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71069","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=71069"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71069\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=71069"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=71069"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=71069"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}