{"id":71072,"date":"2019-08-22T18:06:24","date_gmt":"2019-08-22T16:06:24","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=71072"},"modified":"2019-08-22T18:07:24","modified_gmt":"2019-08-22T16:07:24","slug":"iv-r-7-16-klagebefugnis-bei-verlustfeststellungsbescheid-nach-par-15b-abs-4-estg-voraussetzungen-eines-steuerstundungsmodells-is-von-par-15b-abs-1-satz-1-und-abs-2-estg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-7-16-klagebefugnis-bei-verlustfeststellungsbescheid-nach-par-15b-abs-4-estg-voraussetzungen-eines-steuerstundungsmodells-is-von-par-15b-abs-1-satz-1-und-abs-2-estg\/","title":{"rendered":"IV&nbsp;R&nbsp;7\/16 &#8211; Klagebefugnis bei Verlustfeststellungsbescheid nach &sect; 15b Abs. 4 EStG; Voraussetzungen eines Steuerstundungsmodells i.S. von &sect; 15b Abs. 1 Satz 1 und Abs. 2 EStG"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 6.6.2019, IV R 7\/16<br \/>ECLI:DE:BFH:2019:U.060619.IVR7.16.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Klagebefugnis bei Verlustfeststellungsbescheid nach &sect; 15b Abs. 4 EStG; Voraussetzungen eines Steuerstundungsmodells i.S. von &sect; 15b Abs. 1 Satz 1 und Abs. 2 EStG<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Der Verlustfeststellungsbescheid nach &sect; 15b Abs. 4 EStG und die gesonderte und einheitliche Feststellung i.S. der &sect;&sect; 179 Abs. 1 und Abs. 2, 180 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 Buchst. a AO sind zwei eigenst&auml;ndige Verwaltungsakte, die nach &sect; 15b Abs. 4 Satz 5 EStG verbunden werden k&ouml;nnen.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Hinsichtlich des an eine Personengesellschaft gerichteten, mit dem Gewinnfeststellungsbescheid verbundenen Verlustfeststellungsbescheids nach &sect; 15b Abs. 4 EStG sind neben der Gesellschaft nach &sect; 48 Abs. 1 Nr. 1 FGO auch deren Gesellschafter, f&uuml;r die nicht ausgleichsf&auml;hige Verluste festgestellt worden sind, nach &sect; 48 Abs. 1 Nr. 5 FGO klagebefugt. Klagt nur die Personengesellschaft gegen den Verlustfeststellungsbescheid, sind die betroffenen Gesellschafter nach &sect; 60 Abs. 3 i.V.m. &sect; 48 Abs. 1 Nr. 5 FGO notwendig beizuladen.<\/p>\n<\/p>\n<p>3. Die Anwendungsregelung zu &sect; 15b EStG (im Streitfall &sect; 52 Abs. 33a Satz 1 EStG) und die Frage, ob im konkreten Fall die Einkunftsquelle als Steuerstundungsmodell i.S. des &sect; 15b Abs. 1 Satz 1 und Abs. 2 EStG einzuordnen ist, sind anleger- bzw. gesellschafterbezogen zu pr&uuml;fen.<\/p>\n<\/p>\n<p>4. Ein Steuerstundungsmodell i.S. von &sect; 15b Abs. 1 Satz 1 und Abs. 2 EStG kann auch vorliegen, wenn die prognostizierten Verluste auf gesetzlichen Abschreibungsmethoden (degressive AfA, Sonderabschreibungen) beruhen. Die Verlustausgleichsbeschr&auml;nkung des &sect; 15b EStG steht nicht im Widerspruch zu vom Gesetzgeber geschaffenen Lenkungsma&szlig;nahmen.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision des Beklagten wird das Urteil des Finanzgerichts M&uuml;nster vom 24.11.2015 &#8211; 12 K 3933\/12 F aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Sache wird an das Finanzgericht M&uuml;nster zur&uuml;ckverwiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Diesem wird die Entscheidung &uuml;ber die Kosten des Verfahrens &uuml;bertragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin) wurde am 28.&nbsp;Oktober 2005 unter der Firma T-GmbH &#038; Co.&nbsp;KG mit Sitz in O in das Handelsregister eingetragen. Gegenstand des Unternehmens der Kl&auml;gerin war die Errichtung und der Betrieb von Biogasanlagen an verschiedenen langfristig gepachteten Standorten in der Bundesrepublik Deutschland (Deutschland). Gesch&auml;ftsf&uuml;hrende Kommanditistin war zun&auml;chst die A-AG (A), Komplement&auml;rin der Kl&auml;gerin die T-GmbH ebenfalls mit Sitz in O.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Um weitere Kommanditisten zu werben, legte die Kl&auml;gerin einen 142-seitigen Emissionsprospekt auf. Die potentiellen Anleger sollten sich als Kommanditisten an einem &quot;geschlossenen Bioenergiefonds&quot; beteiligen. Bei einem &#8211;so der Prospekt&#8211; &quot;&uuml;berschaubaren&quot; Anlagebetrag ab 5.000&nbsp;EUR konnte die Beteiligung sowohl unmittelbar als auch mittelbar &uuml;ber einen Treuh&auml;nder erfolgen. Den Anlegern wurde die M&ouml;glichkeit einer ordentlichen K&uuml;ndigung nach Ablauf von zehn Jahren einger&auml;umt. Die Gesellschaft sollte bis zum 31.&nbsp;Dezember 2026 laufen. Eine Verl&auml;ngerung war nicht vorgesehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach Insolvenz der T-Firmengruppe im Jahr 2009 erfolgte eine Umfirmierung der Kl&auml;gerin in G-GmbH&nbsp;&#038; Co.&nbsp;KG unter Sitzverlegung nach P. Gesch&auml;ftsf&uuml;hrende Komplement&auml;rin ohne Kapitalbeteiligung ist seither die G-Verwaltungs-GmbH.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In den Jahren 2005 und 2006 beteiligten sich mehr als 350&nbsp;Kommanditisten an der Gesellschaft. Bis zur Schlie&szlig;ung des Fonds am 30.&nbsp;April 2006 betrug das gezeichnete Eigenkapital &#8230;&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) stellte zun&auml;chst die erwirtschafteten Verluste der Streitjahre (2005 bis 2007) in Feststellungsbescheiden f&uuml;r diese Jahre gesondert und einheitlich fest.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Anschluss an eine Au&szlig;enpr&uuml;fung vertrat das FA in Bescheiden &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen und des verrechenbaren Verlustes nach &sect;&nbsp;15b Abs.&nbsp;4 des Einkommensteuergesetzes in der in den Streitjahren g&uuml;ltigen Fassung (EStG) f&uuml;r 2005 bis 2007 vom 13.&nbsp;bzw. 23.&nbsp;Februar 2012 die Auffassung, dass es sich bei den der H&ouml;he nach unstreitigen Verlusten von 36.647,71&nbsp;EUR (2005), 462.559,04&nbsp;EUR (2006) und &#8211;so die Feststellung des Finanzgerichts (FG)&#8211; 219.237,69&nbsp;EUR (2007) um Verluste im Zusammenhang mit einem Steuerstundungsmodell i.S. des &sect;&nbsp;15b EStG handele, die nur mit zuk&uuml;nftigen Eink&uuml;nften verrechnet werden k&ouml;nnten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Einspruch der Kl&auml;gerin hatte keinen Erfolg (Einspruchsentscheidung vom 17.&nbsp;Oktober 2012). Im Laufe des nachfolgenden Klageverfahrens, in dem sich die Kl&auml;gerin gegen die Verlustfeststellung nach &sect;&nbsp;15b Abs.&nbsp;4 EStG f&uuml;r die Streitjahre gewandt hat, ist &uuml;ber das Verm&ouml;gen der Kl&auml;gerin mit Beschluss des Amtsgerichts &#8230; vom &#8230; 2013 das Insolvenzverfahren er&ouml;ffnet worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Urteil vom 24.&nbsp;November 2015&nbsp;&#8211; 12&nbsp;K&nbsp;3933\/12&nbsp;F hat das FG M&uuml;nster die Feststellungsbescheide f&uuml;r die Jahre 2005 bis 2007 vom 13. und 23.&nbsp;Februar 2012 in Gestalt der Einspruchsentscheidung dahin ge&auml;ndert, dass die Feststellung des nicht ausgleichsf&auml;higen Verlustes nach &sect;&nbsp;15b Abs.&nbsp;4 EStG aufgehoben wird. Ein Steuerstundungsmodell i.S. des &sect;&nbsp;15b EStG liege im Streitfall nicht vor. Der Verkaufsprospekt der A sei auf die Werbung von (Klein-)Anlegern ausgerichtet, die beabsichtigten, nachhaltig, zukunftsorientiert und lukrativ in die Erzeugung von Bioenergie zu investieren. Vorgesehen sei die Errichtung von zun&auml;chst neun Biogasanlagen im norddeutschen Raum gewesen. Dieses Konzept stelle bereits dem Grunde nach eine betriebswirtschaftlich sinnvolle Investition dar, die in Deutschland durch entsprechende F&ouml;rderung auf der Einnahmenseite seit Jahren politisch unterst&uuml;tzt und gef&ouml;rdert werde. Eine modellhafte Gestaltung, die auf die Erzielung steuerlicher Vorteile vornehmlich durch negative Eink&uuml;nfte der Anleger in der Anfangsphase des Konzepts gerichtet sei, lasse sich aus dem Verkaufsprospekt nicht herleiten. Dieser stelle auf nur sieben Seiten die steuerliche Rechtslage dar und weise lediglich in der Ergebnisprognose f&uuml;r das Jahr der Erstinbetriebnahme der Biogasanlagen ein negatives steuerliches Ergebnis von rund 1,4&nbsp;Mio. EUR aus. Dieses Ergebnis sei im Wesentlichen bestimmt durch die Inanspruchnahme degressiver Absetzungen f&uuml;r Abnutzung (AfA) und von Sonderabschreibungen. Dies f&uuml;hre im Streitfall zu typischen Anlaufverlusten, die gerade nicht in den Anwendungsbereich des &sect;&nbsp;15b EStG fallen sollten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hiergegen wendet sich das FA mit seiner Revision und r&uuml;gt die Verletzung von &sect;&nbsp;15b EStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es tr&auml;gt u.a. vor, dass entgegen der Ansicht des FG &#8211;bei zwischen den Beteiligten unstreitiger Gewinnerzielungsabsicht&#8211; ein Steuerstundungsmodell vorliege. Eine modellhafte Gestaltung liege vor, weil nach dem von der A vorgelegten Verkaufsprospekt ein vorgefertigtes Konzept angeboten worden sei. Die Anleger h&auml;tten vorrangig eine kapitalm&auml;&szlig;ige Beteiligung angestrebt und kein Interesse an einem Einfluss auf die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung gehabt. Auch habe das Konzept potentiellen Anlegern die M&ouml;glichkeit einer vergleichsweise hohen Steuerstundung geboten, die zwar nicht im Vordergrund der Anlagestrategie gestanden habe, aber auch nicht von nur untergeordneter Bedeutung gewesen sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>das Urteil des FG M&uuml;nster vom 24.&nbsp;November 2015&nbsp;&#8211; 12&nbsp;K&nbsp;3933\/12&nbsp;F aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sie h&auml;lt die in den Jahren 2005 bis 2007 erzielten Verluste f&uuml;r sofort ausgleichsf&auml;hig. Durch &sect;&nbsp;15b EStG sollten nur Steuerstundungen ausgeschlossen werden, die &#8211;anders als bei Biogasanlagen&#8211; zu betriebswirtschaftlich wenig sinnvollen Investitionen f&uuml;hrten. Es liege keine modellhafte Gestaltung vor, die auf die Erzielung steuerlicher Verluste ausgerichtet sei. Damit sei auch nicht geworben worden, denn der Prospekt stelle lediglich die geltende steuerliche Rechtslage dar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist begr&uuml;ndet und f&uuml;hrt zur Aufhebung des angefochtenen FG-Urteils sowie zur Zur&uuml;ckverweisung der Sache zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung an das FG (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Gegenstand des Revisionsverfahrens ist ausgehend von dem eindeutigen Klageantrag &#8211;wie zwischen den Beteiligten auch unstreitig ist&#8211; allein die Feststellung des verrechenbaren Verlustes gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;15b Abs.&nbsp;4 EStG f&uuml;r die Streitjahre. Zwar durfte das FA die angegriffenen Verlustfeststellungsbescheide nach &sect;&nbsp;15b Abs.&nbsp;4 EStG jeweils mit der gesonderten und einheitlichen Feststellung i.S. der &sect;&sect;&nbsp;179 Abs.&nbsp;1 und Abs.&nbsp;2, 180 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a der Abgabenordnung (AO) f&uuml;r die Streitjahre verbinden (&sect;&nbsp;15b Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;5 EStG). Gleichwohl handelt es sich jeweils um zwei eigenst&auml;ndige Verwaltungsakte mit selbst&auml;ndigem Regelungsgehalt (Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 19.&nbsp;Januar 2017&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;50\/14, BFHE 257, 35, BStBl II 2017, 456, Rz&nbsp;102, m.w.N.), die auch selbst&auml;ndig angefochten werden und in Bestandskraft erwachsen k&ouml;nnen; insoweit gilt nichts anderes als f&uuml;r die Gewinnfeststellung und die Feststellung des verrechenbaren Verlustes i.S. des &sect;&nbsp;15a Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 EStG, die nach Satz&nbsp;5 jener Vorschrift ebenfalls miteinander verbunden werden k&ouml;nnen (vgl. dazu BFH-Urteil vom 20.&nbsp;November 2014&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;47\/11, BFHE 248, 144, BStBl II 2015, 532, Rz&nbsp;20&nbsp;ff.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Zwar ist das FG zutreffend von einer Klagebefugnis der Kl&auml;gerin ausgegangen. Auch ist es zutreffend davon ausgegangen, dass die ehemalige Komplement&auml;r-GmbH der Kl&auml;gerin nicht nach &sect;&nbsp;60 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;48 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 FGO beizuladen war. Es hat es jedoch vers&auml;umt, die in den Streitjahren an der Kl&auml;gerin beteiligten Kommanditisten (die jetzige Komplement&auml;r-GmbH ist erst seit dem Jahr 2009 an der Kl&auml;gerin beteiligt) zum Klageverfahren nach &sect;&nbsp;60 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;48 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 FGO notwendig beizuladen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Kl&auml;gerin war in Bezug auf die streitige Feststellung des verrechenbaren Verlustes f&uuml;r die Streitjahre gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;15b Abs.&nbsp;4 EStG i.V.m. &sect;&nbsp;48 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 FGO klagebefugt, denn die Feststellung des verrechenbaren Verlustes war im Streitfall mit der gesonderten und einheitlichen Feststellung des Gewinns der Gesellschaft verbunden (BFH-Urteil vom 17.&nbsp;Januar 2017&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;R&nbsp;7\/13, BFHE 256, 492, BStBl II 2017, 700, Rz&nbsp;21). Danach erfolgte auch die Verlustfeststellung gesondert und einheitlich (&sect;&nbsp;15b Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;5 Halbsatz&nbsp;2 EStG), so dass &sect;&nbsp;48 FGO eingreift. Insoweit gilt nichts anderes als f&uuml;r die gesonderte Feststellung des verrechenbaren Verlustes nach &sect;&nbsp;15a Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 EStG (vgl. dazu z.B. BFH-Urteile vom 1.&nbsp;Juni 1989&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;19\/88, BFHE 157, 181, BStBl II 1989, 1018; vom 30.&nbsp;M&auml;rz 1993&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;R&nbsp;63\/91, BFHE 171, 213, BStBl II 1993, 706; vom 7.&nbsp;April 2005&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;24\/03, BFHE 209, 353, BStBl II 2005, 598, unter I.), denn &sect;&nbsp;15b Abs.&nbsp;4 EStG entspricht mit seinen verfahrensrechtlichen Regelungen den in &sect;&nbsp;15a Abs.&nbsp;4 EStG getroffenen Regelungen weitgehend (Rei&szlig; in Kirchhof, EStG, 18.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;15b Rz&nbsp;60). Dass die Kl&auml;gerin sich mit der Klage allein gegen die Feststellung des verrechenbaren Verlustes wendet, l&auml;sst ihre Klagebefugnis als Prozessstandschafterin gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;48 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 FGO nicht entfallen (BFH-Urteil in BFHE 256, 492, BStBl II 2017, 700, Rz&nbsp;21); ebenso nicht der Umstand, dass es im vorliegenden Rechtsstreit allein um Fragen geht, die die Kommanditisten der Kl&auml;gerin i.S. von &sect;&nbsp;48 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 FGO pers&ouml;nlich angehen (dazu nachfolgend unter II.2.c; vgl. z.B. BFH-Urteil vom 19.&nbsp;Dezember 2012&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;41\/09, BFHE 240, 73, BStBl II 2013, 313, Rz&nbsp;24, m.w.N.). Dar&uuml;ber hinaus besteht die Klagebefugnis der Kl&auml;gerin, da die Verlustfeststellung nach &sect;&nbsp;15b Abs.&nbsp;4 EStG wie die Gewinnfeststellung zu den insolvenzfreien Angelegenheiten geh&ouml;rt, auch nach Er&ouml;ffnung des Insolvenzverfahrens fort (vgl. f&uuml;r die Gewinnfeststellung BFH-Urteil vom 3.&nbsp;September 2009&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;17\/07, BFHE 227, 293, BStBl II 2010, 631, unter B.I.2.a, m.w.N.). Zwar verliert der Insolvenzschuldner durch die Er&ouml;ffnung des Insolvenzverfahrens &uuml;ber sein Verm&ouml;gen seine materiellen Befugnisse (&sect;&nbsp;80 Abs.&nbsp;1 der Insolvenzordnung), womit grunds&auml;tzlich die Prozessf&uuml;hrungsbefugnis auf den Insolvenzverwalter &uuml;bergeht. Dies gilt aber &#8211;wovon zutreffend auch das FG ausgegangen ist&#8211; nicht, soweit sich der Prozess gegen einen Feststellungsbescheid richtet, der ausschlie&szlig;lich den Gesellschafter und nicht die Personengesellschaft selbst betrifft, denn insoweit kann das zur Insolvenzmasse geh&ouml;rende Verm&ouml;gen nicht ber&uuml;hrt werden (vgl. BFH-Urteil vom 30.&nbsp;August 2012&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;44\/10, Rz&nbsp;19).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Zutreffend ist das FG auch davon ausgegangen, dass die in den Streitjahren als Komplement&auml;rin an der Kl&auml;gerin beteiligte GmbH nicht als ausgeschiedene Gesellschafterin i.S. des &sect;&nbsp;48 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 FGO beizuladen war. Denn nach den Feststellungen des FG war diese an Gewinn und Verlust nicht beteiligt. Demnach kommt f&uuml;r sie keine Feststellung eines Verlustes nach &sect;&nbsp;15b Abs.&nbsp;4 EStG in Betracht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Ebenso wie die Verlustverwertungsbeschr&auml;nkung des &sect;&nbsp;15a Abs.&nbsp;1 EStG im Rahmen des Feststellungsverfahrens nach &sect;&nbsp;15a Abs.&nbsp;4 S&auml;tze&nbsp;1 und 5 EStG (vgl. z.B. BFH-Urteile in BFHE 209, 353, BStBl II 2005, 598, unter I.; in BFHE 248, 144, BStBl II 2015, 532, Rz&nbsp;24, m.w.N.) ist jedoch auch die Verlustausgleichsbeschr&auml;nkung nach &sect;&nbsp;15b Abs.&nbsp;1 EStG im Rahmen des Feststellungsverfahrens nach &sect;&nbsp;15b Abs.&nbsp;4 S&auml;tze&nbsp;1 und 5 EStG eine Frage, die i.S. von &sect;&nbsp;48 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 FGO die Gesellschafter der betreffenden Personengesellschaft pers&ouml;nlich angeht. Obwohl auch das FG davon ausgegangen ist, dass die angefochtenen Feststellungsbescheide ausschlie&szlig;lich die an den streitbefangenen Verlusten beteiligten Gesellschafter der Kl&auml;gerin betreffen, hat das FG es vers&auml;umt, die in den Streitjahren an der Kl&auml;gerin beteiligten Kommanditisten &#8211;soweit f&uuml;r diese nicht ausgleichsf&auml;hige Verluste festgestellt worden sind&#8211; zur Klage der Gesellschaft notwendig beizuladen. Die Beiladung von nicht klagenden Gesellschaftern, f&uuml;r die nicht ausgleichsf&auml;hige Verluste festgestellt worden sind, w&auml;re nur dann entbehrlich, wenn nur einer oder einzelne Gesellschafter gegen einen Verlustfeststellungsbescheid nach &sect;&nbsp;15b Abs.&nbsp;4 EStG &#8211;neben der Gesellschaft oder unter deren notwendiger Beiladung&#8211; klagten; denn dann w&auml;ren die &uuml;brigen Gesellschafter von den f&uuml;r die klagenden Gesellschafter festgestellten Verlusten nicht i.S. von &sect;&nbsp;48 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 FGO betroffen. Hier ist die Klage jedoch von der Kl&auml;gerin in Bezug auf alle an den Verlusten beteiligten Gesellschafter erhoben worden, so dass diese s&auml;mtlich beizuladen waren. Eine unterbliebene notwendige Beiladung stellt einen Versto&szlig; gegen die Grundordnung des Verfahrens dar. Die Vorschriften &uuml;ber die notwendige Beiladung regeln eine unverzichtbare Sachentscheidungsvoraussetzung, die vom Revisionsgericht von Amts wegen zu pr&uuml;fen ist (z.B. BFH-Urteil vom 12.&nbsp;Mai 2016&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;27\/13, Rz&nbsp;17, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. &sect;&nbsp;123 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 FGO er&ouml;ffnet zwar dem BFH die M&ouml;glichkeit, eine notwendige Beiladung im Revisionsverfahren nachzuholen (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. BFH-Urteil vom 4.&nbsp;September 2014&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;44\/13, Rz&nbsp;14, m.w.N.). Der Senat &uuml;bt dieses Ermessen dahingehend aus, die unterbliebene Beiladung nicht nachzuholen und die Sache zur erneuten Verhandlung und Entscheidung an das FG zur&uuml;ckzuverweisen. Dies ist im Streitfall zweckm&auml;&szlig;ig und ermessensgerecht. Die betroffenen Gesellschafter der Kl&auml;gerin hatten bisher weder im Einspruchs- noch im Klageverfahren die M&ouml;glichkeit, sich zu den angegriffenen Feststellungsbescheiden in tats&auml;chlicher und rechtlicher Hinsicht zu &auml;u&szlig;ern (vgl. auch z.B. BFH-Urteil vom 19.&nbsp;Januar 2017&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;5\/16, Rz&nbsp;16&nbsp;f.). Hinzu kommt, dass es dem Senat mangels hinreichender Feststellungen des FG nicht m&ouml;glich ist, zu &uuml;berpr&uuml;fen, inwieweit &sect;&nbsp;15b EStG nach Ma&szlig;gabe der Anwendungsregelung des &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;33a EStG (heute &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;25 EStG) &#8211;anleger- bzw. gesellschafterbezogen&#8211; im Streitfall (zeitlich) &uuml;berhaupt anwendbar ist. Nur soweit &sect;&nbsp;15b EStG im Streitfall anwendbar ist, kommt es auf die zwischen den Beteiligten er&ouml;rterten Rechtsfragen an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;33a Satz&nbsp;1 EStG ist &sect;&nbsp;15b EStG nur auf Verluste der dort bezeichneten Steuerstundungsmodelle anzuwenden, denen der Steuerpflichtige nach dem 10.&nbsp;November 2005 beigetreten ist oder f&uuml;r die nach dem 10.&nbsp;November 2005 mit dem Au&szlig;envertrieb begonnen wurde. Der Au&szlig;envertrieb beginnt in dem Zeitpunkt, in dem die Voraussetzungen f&uuml;r die Ver&auml;u&szlig;erung der konkret bestimmbaren Fondsanteile erf&uuml;llt sind und die Gesellschaft selbst oder &uuml;ber ein Vertriebsunternehmen mit Au&szlig;enwirkung an den Markt herangetreten ist (&sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;33a Satz&nbsp;2 EStG). Dem Beginn des Au&szlig;envertriebs stehen der Beschluss von Kapitalerh&ouml;hungen und die Reinvestition von Erl&ouml;sen in neue Projekte gleich (&sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;33a Satz&nbsp;3 EStG). Besteht das Steuerstundungsmodell nicht im Erwerb eines Anteils an einem geschlossenen Fonds, ist &sect;&nbsp;15b EStG anzuwenden, wenn die Investition nach dem 10.&nbsp;November 2005 rechtsverbindlich get&auml;tigt wurde (&sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;33a Satz&nbsp;4 EStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die bisherigen Feststellungen des FG tragen zwar dessen &#8211;allerdings mit der ohne weitere Pr&uuml;fung verwendeten blo&szlig;en Bezeichnung der Kl&auml;gerin als &quot;geschlossener Anlagefonds&quot; nur sinngem&auml;&szlig;e&#8211; W&uuml;rdigung, dass es sich bei der Kl&auml;gerin um einen geschlossenen Fonds i.S. des &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;33a Satz&nbsp;4 i.V.m. Satz&nbsp;1 EStG gehandelt habe. Denn nach den vom FG getroffenen Feststellungen wurde der &quot;Fonds&quot; am 30.&nbsp;April 2006 geschlossen. Dies kann nur bedeuten, dass im Streitfall nach einer Zeichnungsphase keine neuen Anleger mehr aufgenommen wurden (n&auml;her zum Begriff des geschlossenen Fonds i.S. des &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;33a Satz&nbsp;4 i.V.m. Satz&nbsp;1 EStG s. BFH-Urteil vom 1.&nbsp;September 2016&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;17\/13, BFHE 254, 443, BStBl II 2016, 1003, Rz&nbsp;14&nbsp;ff.). Ist die Kl&auml;gerin als geschlossener Fonds i.S. von &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;33a Satz&nbsp;4 i.V.m. Satz&nbsp;1 EStG anzusehen, so ist f&uuml;r die Anwendung des &sect;&nbsp;15b EStG gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;33a Satz&nbsp;1 EStG der Zeitpunkt des Beitritts der Gesellschafter ma&szlig;geblich; auf den Zeitpunkt der Investition nach &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;33a Satz&nbsp;4 EStG kommt es nicht an. Alternativ ist nach &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;33a Satz&nbsp;1 EStG der Zeitpunkt ma&szlig;gebend, in dem mit dem Au&szlig;envertrieb i.S. von &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;33a S&auml;tze&nbsp;2 und 3 EStG begonnen wurde. Den bisherigen Feststellungen des FG l&auml;sst sich jedoch lediglich entnehmen, dass sich &quot;in den Jahren 2005 und 2006&quot; mehr als 350&nbsp;Kommanditisten an der Kl&auml;gerin beteiligt haben. Inwieweit ein Beitritt der einzelnen Gesellschafter &#8211;&sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;33a Satz&nbsp;1 EStG ist insoweit anlegerbezogen formuliert (&quot;der Steuerpflichtige&quot;)&#8211; bereits vor dem 11.&nbsp;November 2005 erfolgt ist oder zu welchem Zeitpunkt im Streitfall mit dem Au&szlig;envertrieb begonnen wurde, hat das FG nicht festgestellt. Auch der Formulierung im Tatbestand des angefochtenen FG-Urteils, die Kl&auml;gerin sei ein geschlossener Anlagefonds, der am 28.&nbsp;Oktober 2005 von der A aufgelegt worden sei, l&auml;sst sich solches nicht entnehmen. Ausweislich des Au&szlig;enpr&uuml;fungsberichts vom 3.&nbsp;Januar 2012 handelt es sich bei dem 28.&nbsp;Oktober 2005 um den Zeitpunkt der Eintragung der Kl&auml;gerin in das Handelsregister.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Soweit aufgrund der noch zu treffenden Feststellungen &sect;&nbsp;15b EStG nach Ma&szlig;gabe des &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;33a EStG im Streitfall zur Anwendung gelangt, weist der Senat f&uuml;r den zweiten Rechtsgang auf Folgendes hin:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nachdem die Anwendungsregelung zu &sect;&nbsp;15b EStG anleger- bzw. gesellschafterbezogen zu pr&uuml;fen ist, ist f&uuml;r jeden der noch beizuladenden Kommanditisten der Kl&auml;gerin zu entscheiden, ob die Verlustausgleichsbeschr&auml;nkung nach &sect;&nbsp;15b Abs.&nbsp;1 EStG in seiner Person (zeitlich) Anwendung findet. Die anlegerbezogene Betrachtung ist bei einer Personengesellschaft als sog. Fondskonstruktion aber auch auf die Frage bezogen, ob im konkreten Fall die Einkunftsquelle als Steuerstundungsmodell i.S. des &sect;&nbsp;15b Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 und Abs.&nbsp;2 EStG einzuordnen ist. Da auch der Sonderbetriebsverm&ouml;gensbereich des jeweiligen Gesellschafters in die W&uuml;rdigung einzubeziehen ist (n&auml;her dazu Rei&szlig; in Kirchhof, a.a.O., &sect;&nbsp;15b Rz&nbsp;48; vgl. auch Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen vom 17.&nbsp;Juli 2007&nbsp;&#8211; IV&nbsp;B&nbsp;2-S&nbsp;2241-b\/07\/0001, BStBl&nbsp;I 2007, 542, Rz&nbsp;18), kann das Vorliegen eines Steuerstundungsmodells nur in Bezug auf den einzelnen Anleger (Gesellschafter) und dessen Anteil an den gemeinsam erzielten Eink&uuml;nften entschieden und folglich nicht f&uuml;r alle Anleger einheitlich beantwortet werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Ist die Anwendbarkeit des &sect;&nbsp;15b EStG f&uuml;r einen (einzelnen) Gesellschafter einer Personengesellschaft als sog. Fondskonstruktion zum Zeitpunkt des Beitritts zu bejahen, so gilt dies nicht nur im ersten Jahr der Beteiligung, sondern auch f&uuml;r ihm in der Folgezeit aus seiner Beteiligung zugerechnete Verluste. Gleiches gilt aber grunds&auml;tzlich &#8211;d.h. ohne nachtr&auml;gliche &Auml;nderung des Modellkonzepts (dazu z.B. Schmidt\/Seeger, EStG, 38.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;15b Rz&nbsp;19)&#8211; auch f&uuml;r die Voraussetzungen eines Steuerstundungsmodells. Zwar handelt es sich bei den von der j&auml;hrlichen gesonderten Feststellung nach &sect;&nbsp;15b Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 EStG umfassten Einzelelementen, darunter auch die Einordnung der Einkunftsquelle als Steuerstundungsmodell, nicht um jeweils verfahrensrechtlich abgrenzbare eigenst&auml;ndige Feststellungen wie bei gesonderten und einheitlichen Feststellungen gem&auml;&szlig; &sect;&sect;&nbsp;179&nbsp;ff. AO, die in einem Bescheid verbunden werden k&ouml;nnen (BFH-Urteil vom 11.&nbsp;November 2015&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;R&nbsp;74\/13, BFHE 252, 364, BStBl II 2016, 388, Rz&nbsp;20). Diese k&ouml;nnen folglich auch nicht selbst&auml;ndig in Bestandskraft erwachsen. Liegen indes im ersten Jahr der Beteiligung die Voraussetzungen eines Steuerstundungsmodells i.S. des &sect;&nbsp;15b Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 und Abs.&nbsp;2 EStG vor, so gilt dies denklogisch grunds&auml;tzlich auch f&uuml;r die Folgezeit der Beteiligung des einzelnen Anlegers. Die gesetzliche Definition des Begriffs des Steuerstundungsmodells (&sect;&nbsp;15b Abs.&nbsp;2 EStG) schlie&szlig;t es aus, ohne nachtr&auml;gliche &Auml;nderung des Modellkonzepts f&uuml;r die Dauer der Beteiligung an einer sog. Fondskonstruktion f&uuml;r einzelne Jahre zu unterschiedlichen Ergebnissen zu gelangen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Was unter einem Steuerstundungsmodell zu verstehen ist, hat der Gesetzgeber in &sect;&nbsp;15b Abs.&nbsp;2 EStG geregelt. Ein Steuerstundungsmodell i.S. des &sect;&nbsp;15b Abs.&nbsp;1 EStG liegt danach vor, wenn auf Grund einer modellhaften Gestaltung steuerliche Vorteile in Form negativer Eink&uuml;nfte erzielt werden sollen (&sect;&nbsp;15b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG). Dies ist der Fall, wenn dem Steuerpflichtigen auf Grund eines vorgefertigten Konzepts die M&ouml;glichkeit geboten werden soll, zumindest in der Anfangsphase der Investition Verluste mit &uuml;brigen Eink&uuml;nften zu verrechnen (&sect;&nbsp;15b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG). Dabei ist es ohne Belang, auf welchen Vorschriften die negativen Eink&uuml;nfte beruhen (&sect;&nbsp;15b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;3 EStG). Ob in der Sache ein Steuerstundungsmodell gegeben ist, ist im Wege einer wertenden Gesamtbetrachtung der entsprechenden Einzelfallumst&auml;nde zu ermitteln (BFH-Urteil vom 6.&nbsp;Februar 2014&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;59\/10, BFHE 244, 385, BStBl II 2014, 465, Rz&nbsp;15, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) F&uuml;r die Annahme einer modellhaften Gestaltung i.S. des &sect;&nbsp;15b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG ist nach dessen Satz&nbsp;2 zun&auml;chst ein &quot;vorgefertigtes Konzept&quot; erforderlich (ausf&uuml;hrlich dazu BFH-Urteil in BFHE 244, 385, BStBl II 2014, 465, Rz&nbsp;16&nbsp;ff.). Dieses muss bezogen auf den Gesch&auml;ftsgegenstand der Gesellschaft als auch auf ihre Konstruktion bereits vor der eigentlichen Investitionsentscheidung durch den oder die Initiatoren festgelegt worden sein. Es wird typischerweise, wenn auch nicht zwingend, mittels eines Anlegerprospekts oder aber in &auml;hnlicher Form vertrieben. Dass es sich im Streitfall insbesondere nach Ma&szlig;gabe des einer Beteiligung an der Kl&auml;gerin zugrunde liegenden Prospekts um ein vorgefertigtes Konzept gehandelt hat, ist zwischen den Beteiligten unstreitig. Dass sich das FG dem angeschlossen hat, begegnet keinen rechtlichen Zweifeln.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Nach dem Wortlaut des &sect;&nbsp;15b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG ist es zur Annahme eines Steuerstundungsmodells au&szlig;erdem erforderlich, dass auf Grund der modellhaften Gestaltung steuerliche Vorteile in Form negativer Eink&uuml;nfte erzielt werden sollen. Ausweislich des Satzes 2 der Vorschrift ist das der Fall, wenn dem Steuerpflichtigen auf Grund des vorgefertigten Konzepts die M&ouml;glichkeit geboten werden soll, zumindest in der Anfangsphase der Investition Verluste mit &uuml;brigen Eink&uuml;nften zu verrechnen (ausf&uuml;hrlich dazu BFH-Urteil in BFHE 244, 385, BStBl&nbsp;II 2014, 465, Rz&nbsp;23 ff.). Dazu muss der Initiator das vorgefertigte Konzept auf die Erzielung negativer Eink&uuml;nfte ausrichten, so dass der wirtschaftliche Erfolg des Konzepts auf entsprechenden Steuervorteilen aufbaut; im Vordergrund stehen muss die Erzielung negativer Eink&uuml;nfte allerdings nicht. Nicht erforderlich ist es auch, dass der Anbieter im Rahmen des Konzeptvertriebs mit den entsprechenden Steuervorteilen positiv wirbt (BFH-Urteil in BFHE 244, 385, BStBl&nbsp;II 2014, 465, Rz&nbsp;25). Insoweit kommt es &#8211;anders als das FG wohl meint&#8211; auch nicht darauf an, in welchem seitenm&auml;&szlig;igen Verh&auml;ltnis steuerliche Erl&auml;uterungen eines Prospekts zu dessen Gesamtumfang stehen. Die Entscheidung des FG wird auch nicht von der Erw&auml;gung getragen, dass die im Prospekt ausgewiesene Ergebnisprognose im Wesentlichen durch die Inanspruchnahme degressiver AfA und von Sonderabschreibungen bestimmt sei. Zum einen ist es nach dem eindeutigen Wortlaut des &sect;&nbsp;15b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;3 EStG &#8211;anders als das FG meint&#8211; ohne Belang, auf welchen Vorschriften die negativen Eink&uuml;nfte beruhen. Zum anderen ist zu ber&uuml;cksichtigen, dass der Inanspruchnahme degressiver AfA und von Sonderabschreibungen die Aus&uuml;bung von Wahlrechten zugrunde liegt. Soweit durch die &#8211;ggf. sogar ausdr&uuml;cklich den potentiellen Anlegern angek&uuml;ndigte&#8211; Aus&uuml;bung steuerlicher Wahlrechte Verluste generiert werden, kann dies ein Indiz daf&uuml;r sein, dass das vorgefertigte Konzept auf die Erzielung negativer Eink&uuml;nfte ausgerichtet ist. Deshalb schlie&szlig;t sich der Senat nicht der (auch) im Schrifttum (Schmidt\/Seeger, a.a.O., &sect;15b Rz&nbsp;17; wohl anderer Ansicht Bl&uuml;mich\/Heuermann, &sect;&nbsp;15b EStG Rz&nbsp;16) vertretenen Auffassung an, dass prognostizierte Verluste, die auf gesetzlichen Abschreibungsmethoden beruhen, nicht zur Anwendung des &sect;&nbsp;15b EStG f&uuml;hren. Weiterhin ist f&uuml;r die Anwendung des &sect;&nbsp;15b EStG &#8211;anders als das FG wohl meint&#8211; nicht Voraussetzung, dass es sich um eine betriebswirtschaftlich nicht oder wenig sinnvolle Investition handelt. Unabh&auml;ngig von der Frage, wie eine solche Sinnhaftigkeit zu bemessen w&auml;re, l&auml;sst sich eine solche Voraussetzung &#8211;wie auch das FA in seiner Revisionsbegr&uuml;ndung ausgef&uuml;hrt hat&#8211; weder dem Gesetzeswortlaut noch dem Gesetzeszweck entnehmen. Selbst soweit in den Gesetzesmaterialien ausgef&uuml;hrt wird, bei den vom Gesetzgeber mit &sect;&nbsp;15b EStG in den Blick genommenen F&auml;llen handele es sich vielfach um betriebswirtschaftlich wenig sinnvolle Investitionen, die ohne die damit verbundenen steuerlichen Vorteile nicht get&auml;tigt w&uuml;rden (BTDrucks 16\/107, S.&nbsp;6; dazu auch BFH-Urteil in BFHE 244, 385, BStBl&nbsp;II 2014, 465, Rz&nbsp;14), bringt dies keinen Lenkungszweck der Vorschrift zum Ausdruck; vielmehr enth&auml;lt dieser vom Gesetzgeber behauptete Erfahrungssatz nur eine zus&auml;tzliche Rechtfertigung einer Verlustausgleichsbeschr&auml;nkung zur Begrenzung der Attraktivit&auml;t sog. Steuerstundungsmodelle. Als Tatbestandsmerkmal hat er indes keinen Eingang in das Gesetz gefunden. Deshalb sind auch an anderer Stelle staatlich gef&ouml;rderte Investitionen wie z.B. in erneuerbare Energien &#8211;selbst wenn sich deren betriebswirtschaftliche Sinnhaftigkeit erst aus einer solchen F&ouml;rderung ergibt&#8211; nicht von vorneherein von der Anwendung des &sect;&nbsp;15b EStG ausgeschlossen. Denn dem Gesetzgeber steht es zum einen grunds&auml;tzlich frei, die Reichweite staatlicher F&ouml;rderung von Investitionen zu bestimmen. Zum anderen setzt sich der Gesetzgeber mit &sect;&nbsp;15b EStG nicht in Widerspruch zu eventuell von ihm geschaffenen Lenkungsma&szlig;nahmen, wenn man davon ausgeht, dass die Vorschrift nicht verhindern will, dass solche Lenkungsvorschriften von Einzelinvestoren genutzt werden, sie aber verhindern will, dass die Nutzung dieser F&ouml;rderm&ouml;glichkeiten konzeptionell aufgearbeitet und einer Vielzahl von Steuerpflichtigen angeboten wird (Hallerbach in Herrmann\/Heuer\/Raupach, &sect;&nbsp;15b EStG Rz&nbsp;40). Deshalb ist es nicht zu beanstanden, wenn der Gesetzgeber bei Vorliegen der Voraussetzungen des &sect;&nbsp;15b EStG &#8211;&uuml;ber die im Streitfall &uuml;berschrittene Nichtaufgriffsgrenze des &sect;&nbsp;15b Abs.&nbsp;3 EStG hinaus&#8211; keine Ausnahmen hinsichtlich bestimmter Investitionen zugelassen hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Auf dieser Grundlage wird das FG im zweiten Rechtsgang zu pr&uuml;fen haben, ob Anlegern die M&ouml;glichkeit der Verlustverrechnung &quot;geboten&quot; werden sollte (vgl. BFH-Urteil in BFHE 244, 385, BStBl II 2014, 465, Rz&nbsp;15).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 6.6.2019, IV R 7\/16ECLI:DE:BFH:2019:U.060619.IVR7.16.0 Klagebefugnis bei Verlustfeststellungsbescheid nach &sect; 15b Abs. 4 EStG; Voraussetzungen eines Steuerstundungsmodells i.S. von &sect; 15b Abs. 1 Satz 1 und Abs. 2 EStG Leits&auml;tze 1. Der Verlustfeststellungsbescheid nach &sect; 15b Abs. 4 EStG und die gesonderte und einheitliche Feststellung i.S. der &sect;&sect; 179 Abs. 1 und Abs. &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-7-16-klagebefugnis-bei-verlustfeststellungsbescheid-nach-par-15b-abs-4-estg-voraussetzungen-eines-steuerstundungsmodells-is-von-par-15b-abs-1-satz-1-und-abs-2-estg\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">IV&nbsp;R&nbsp;7\/16 &#8211; Klagebefugnis bei Verlustfeststellungsbescheid nach &sect; 15b Abs. 4 EStG; Voraussetzungen eines Steuerstundungsmodells i.S. von &sect; 15b Abs. 1 Satz 1 und Abs. 2 EStG<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-71072","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71072","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=71072"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71072\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=71072"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=71072"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=71072"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}