{"id":71074,"date":"2019-08-22T18:06:17","date_gmt":"2019-08-22T16:06:17","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=71074"},"modified":"2019-08-22T18:07:19","modified_gmt":"2019-08-22T16:07:19","slug":"iv-r-17-16-klagebefugnis-bei-einzelbekanntgabe-eines-feststellungsbescheids-nach-par-183-abs-2-ao","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-17-16-klagebefugnis-bei-einzelbekanntgabe-eines-feststellungsbescheids-nach-par-183-abs-2-ao\/","title":{"rendered":"IV&nbsp;R&nbsp;17\/16 &#8211; Klagebefugnis bei Einzelbekanntgabe eines Feststellungsbescheids nach &sect; 183 Abs. 2 AO"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 5.6.2019, IV R 17\/16<br \/>ECLI:DE:BFH:2019:U.050619.IVR17.16.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Klagebefugnis bei Einzelbekanntgabe eines Feststellungsbescheids nach &sect; 183 Abs. 2 AO<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>NV: Der Empf&auml;nger der Einzelbekanntgabe eines gesonderten und einheitlichen Feststellungsbescheids nach &sect; 183 Abs. 2 AO ist hinsichtlich einer auf ihn bezogenen, materiell belastenden Einspruchsentscheidung klagebefugt. Die Einschr&auml;nkungen des &sect; 48 FGO gelten im Fall der Einzelbekanntgabe nach &sect; 183 Abs. 2 AO nicht.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision der Kl&auml;ger zu 1. bis 3., 5. und 6., der Revisionskl&auml;ger, wird das Urteil des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg vom 01.03.2016 &#8211; 6 K 6371\/12 aufgehoben, soweit es die Revisionskl&auml;ger betrifft.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Sache wird insoweit an das Finanzgericht Berlin-Brandenburg zur&uuml;ckverwiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Diesem wird die Entscheidung &uuml;ber die Kosten des Verfahrens &uuml;bertragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger zu 1. bis 3., 5. und 6. und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) waren neben der Kl&auml;gerin zu 4., der M-GmbH &#038; Co. KG (M-KG), die keine Revision eingelegt hat, im Streitjahr (2008) Kommanditisten der N-KG i.L. (KG). An der KG, die im Jahr 1989 als geschlossener Immobilienfonds gegr&uuml;ndet wurde, haben sich rund 100&nbsp;Anleger als Kommanditisten beteiligt. Alleinige Komplement&auml;rin der KG war zun&auml;chst die N-GmbH, die im Jahr 2003 durch die B-GmbH ersetzt wurde. Nach &sect;&nbsp;7 des Gesellschaftsvertrags der KG obliegt die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung und Vertretung der KG der pers&ouml;nlich haftenden Gesellschafterin. Nach &sect;&nbsp;23 des Gesellschaftsvertrags ist die gesch&auml;ftsf&uuml;hrende Gesellschafterin oder ein von ihr bestimmter Dritter Liquidator. Gegenstand des Unternehmens der KG war die Nutzung eines auf dem von ihr erworbenen Erbbaugrundst&uuml;ck X-Stra&szlig;e &nbsp;129 bis 130 in A selbst errichteten Wohngeb&auml;udes des sozialen Wohnungsbaus mit 71&nbsp;Wohnungen. Die KG erzielte aufgrund ihrer gewerblichen Pr&auml;gung Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In den Jahren 2007 und 2008 geriet die KG in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung der KG stellte im Mai 2008 einen Antrag auf Er&ouml;ffnung des Insolvenzverfahrens &uuml;ber das Verm&ouml;gen der KG. Im Bericht des vorl&auml;ufigen Insolvenzverwalters wurde die Er&ouml;ffnung des Insolvenzverfahrens bef&uuml;rwortet. Weiter wurde ausgef&uuml;hrt, die erstrangig grundbuchlich gesicherten, von zwei Banken (A-Bank und B-Bank) der KG gew&auml;hrten Darlehen beliefen sich auf rund 10,6&nbsp;Mio.&nbsp;EUR. Bem&uuml;hungen um ein au&szlig;ergerichtliches Sanierungskonzept seien gescheitert. Es werde im Hinblick auf die den Anlegern drohende Nachversteuerung der negativen Kapitalkonten um freiwillige Sanierungsbeitr&auml;ge geworben und ein Insolvenzplan angestrebt, was aber einige Zeit in Anspruch nehme. Den Verkehrswert des Erbbaurechts einschlie&szlig;lich der Immobilie bezifferte der Insolvenzverwalter vorl&auml;ufig mit 2,88&nbsp;Mio.&nbsp;EUR. Das Insolvenzverfahren wurde im 15.&nbsp;Juli 2008 er&ouml;ffnet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Anschlie&szlig;end beauftragte die KG eine Steuerberatungsgesellschaft (S) mit der Vorbereitung einer Sanierung im Insolvenzplanverfahren. Mit Schreiben vom 3.&nbsp;November 2008 erl&auml;uterte die S das Sanierungskonzept, das darin bestand, Neukapital aufzubringen, um mit der B-Bank, die aufgrund von B&uuml;rgschaften der eigentliche Tr&auml;ger des Fremdkapitalrisikos sei, einen teilweisen Forderungserlass zu verhandeln. In einer Gesellschafterversammlung am 1.&nbsp;Dezember 2008 stimmten die anwesenden Gesellschafter der angestrebten Sanierung im Insolvenzplanverfahren und den dazu erforderlichen Kapitalma&szlig;nahmen mit gro&szlig;er Mehrheit zu. Nachdem die KG keinen Kapitalgeber finden konnte, ver&auml;u&szlig;erte der Insolvenzverwalter das Erbbaurecht im April 2010 f&uuml;r 2,88&nbsp;Mio.&nbsp;EUR. Ein vom Insolvenzverwalter beauftragter Wirtschaftspr&uuml;fer erstellte im M&auml;rz 2011 einen handelsrechtlichen Zwischenabschluss der KG auf den &#8230;&nbsp;Juli 2008 (Tag der Insolvenzer&ouml;ffnung) und den handelsrechtlichen Jahresabschluss auf den 31.&nbsp;Dezember 2008. In dem Zwischenabschluss zum &#8230;&nbsp;Juli 2008 wurde das Erbbaurecht, das zum 31.&nbsp;Dezember 2007 mit 7.298.498,51&nbsp;EUR im Anlageverm&ouml;gen ausgewiesen worden war, mit einem Betrag von 2,881&nbsp;Mio.&nbsp;EUR im Umlaufverm&ouml;gen ausgewiesen. Zugleich wurden der &quot;Sonderposten mit R&uuml;cklageanteil &sect;&nbsp;14 BerlinFG&quot; in H&ouml;he von 6.838.948,50&nbsp;EUR gewinnerh&ouml;hend und ein aktiver Rechnungsabgrenzungsposten (&quot;Erbbaurechteinmalentsch&auml;digung&quot;) in H&ouml;he von 952.741,47&nbsp;EUR gewinnmindernd aufgel&ouml;st. Im Ergebnis wies der Abschluss &#8230;&nbsp;Juli 2008 einen &Uuml;berschuss in H&ouml;he von 1.354.285,32&nbsp;EUR aus. Im Jahresabschluss zum 31.&nbsp;Dezember 2008 wurde f&uuml;r das am 15.&nbsp;Juli 2008 beginnende Rumpfgesch&auml;ftsjahr ein Fehlbetrag in H&ouml;he von 197.522,51&nbsp;EUR ausgewiesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nachdem f&uuml;r die KG keine Feststellungserkl&auml;rungen abgegeben worden waren, sch&auml;tzte der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) die Besteuerungsgrundlagen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;162 der Abgabenordnung (AO). In Anlehnung an die handelsrechtlichen Abschl&uuml;sse sch&auml;tzte das FA f&uuml;r das Streitjahr laufende Eink&uuml;nfte der KG in H&ouml;he von 1.156.762,81&nbsp;EUR (1.354.285,32&nbsp;EUR abz&uuml;glich 197.522,51&nbsp;EUR), die es nach Ma&szlig;gabe der Beteiligungsquote auf die Feststellungsbeteiligten verteilte. Den Bescheid f&uuml;r 2008 &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen und des verrechenbaren Verlustes nach &sect;&nbsp;15a Abs.&nbsp;4 des Einkommensteuergesetzes (EStG) vom 15.&nbsp;Juli 2011 gab das FA gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;183 Abs.&nbsp;2 AO im Wege der Einzelbekanntgabe bekannt. Der Bescheid war mit einer Rechtsbehelfsbelehrung versehen, in der u.a. ausgef&uuml;hrt wird: &quot;Zur Einlegung des Einspruchs ist der in &sect;&nbsp;352 AO benannte Personenkreis befugt&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger legten fristgerecht Einspr&uuml;che ein, mit denen sie sich gegen die Umgliederung des Erbbaurechts in das Umlaufverm&ouml;gen und die damit verbundenen Gewinnauswirkungen wandten. Sie machten geltend, die KG sei nachweislich bem&uuml;ht gewesen, das Unternehmen fortzuf&uuml;hren und eine Sanierung im Wege eines Insolvenzplanverfahrens herbeizuf&uuml;hren. Mit Schriftsatz vom 17.&nbsp;Oktober 2011 erkl&auml;rte der Prozessbevollm&auml;chtigte der Kl&auml;ger, auch die M-KG im Einspruchsverfahren zu vertreten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA forderte den Insolvenzplan an, den die Kl&auml;ger nicht einreichten. Daraufhin wies das FA die Einspr&uuml;che der Kl&auml;ger mit Einspruchsentscheidungen vom 28.&nbsp;September 2012 als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck. Das Erbbaurecht sei zu Recht in das Umlaufverm&ouml;gen umgegliedert worden. Den Einspruch der M-KG verwarf das FA als unzul&auml;ssig, da er nicht fristgerecht eingegangen sei. Die Einspruchsentscheidungen waren mit einer Rechtsbehelfsbelehrung versehen, die u.a. den Wortlaut des &sect;&nbsp;48 der Finanzgerichtsordnung (FGO) wiedergab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die dagegen gerichteten Klagen der Kl&auml;ger und der M-KG wies das Finanzgericht Berlin-Brandenburg (FG) nach Verbindung der Verfahren zur gemeinsamen Verhandlung und Entscheidung mit Gerichtsbescheid vom 1.&nbsp;M&auml;rz 2016&nbsp;&#8211; 6&nbsp;K&nbsp;6371\/12 als unzul&auml;ssig ab. Die Kl&auml;ger bzw. die M-KG seien nicht klagebefugt. Eine Klagebefugnis nach &sect;&nbsp;48 Abs.&nbsp;1 Nrn.&nbsp;1 bis 5 FGO scheide aus. Daran &auml;ndere auch nichts, dass das FA den angefochtenen Feststellungsbescheid im Wege der Einzelbekanntgabe gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;183 Abs.&nbsp;2 AO bekanntgegeben habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Hinblick auf die Unzul&auml;ssigkeit der Klage hat das FG ausdr&uuml;cklich auf eine notwendige Beiladung der KG und der &uuml;brigen Gesellschafter der KG verzichtet. Aufgrund der gro&szlig;en Zahl der Beizuladenden sei nach &sect;&nbsp;60a FGO zu verfahren; die Ver&ouml;ffentlichung in bundesweiten Zeitungen sei jedoch mit erheblichen Kosten f&uuml;r die Kl&auml;ger verbunden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Revision r&uuml;gen die Kl&auml;ger sinngem&auml;&szlig; die Verletzung von &sect;&nbsp;48 Abs.&nbsp;1 FGO und &sect;&nbsp;183 Abs.&nbsp;2 AO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sie tragen vor, die Klagebefugnis der Kl&auml;ger m&uuml;sse aus &sect;&nbsp;48 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 FGO abgeleitet werden. Denn zum Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen Bescheids (15.&nbsp;Juli 2011) sei die Komplement&auml;rin der KG infolge des Insolvenzverfahrens finanziell nicht mehr in der Lage gewesen, die Klagebefugnis nach &sect;&nbsp;48 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 FGO wahrzunehmen. Der Insolvenzverwalter erkl&auml;re sich f&uuml;r Feststellungserkl&auml;rungen und -bescheide nicht zust&auml;ndig, weil diese nicht das Verm&ouml;gen der Gesellschaft betr&auml;fen. Deshalb sei es auch bei der KG zu einem Sch&auml;tzbescheid gekommen. &sect;&nbsp;23 des Gesellschaftsvertrags der KG m&uuml;sse in dieser Situation restriktiv dahin ausgelegt werden, dass die Liquidatorenfunktion des Komplement&auml;rs nicht zum Tragen kommen solle. Die &quot;faktische Funktionslosigkeit&quot; des Komplement&auml;rs wiege umso schwerer, als zwischen Er&ouml;ffnung des Insolvenzverfahrens und Bescheiderlass drei Jahre vergangen seien. Der Bescheid sei zudem nach der im April 2010 erfolgten Verwertung der gesellschaftseigenen Immobilie ergangen; wenn der Insolvenzverwalter die Verwertung abgeschlossen habe, habe die Prozessstandschaft nach &sect;&nbsp;48 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 FGO keinen Sinn mehr.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine Klagebefugnis der Kl&auml;ger sei zudem nach &sect;&nbsp;48 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 FGO gegeben, weil der Streit &uuml;ber die Umgliederung der gesellschaftseigenen Immobilie in das Umlaufverm&ouml;gen die Frage nach der H&ouml;he des beg&uuml;nstigten Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns betreffe, welchen die Kl&auml;ger wegen der mit der Liquidation verbundenen Realisierung ihres negativen Kapitalkontos zu versteuern h&auml;tten. Durch die Aufdeckung stiller Reserven bei der Umgliederung ins Umlaufverm&ouml;gen werde zu Unrecht ein laufender Gewinn festgestellt, der zu einer K&uuml;rzung der negativen Kapitalkonten und damit zu einer K&uuml;rzung des in einem sp&auml;teren Kalenderjahr entstehenden beg&uuml;nstigten steuerlichen Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns f&uuml;hre. Diese mittelbare steuerliche Folge m&uuml;sse ausreichen, um auch eine Klagebefugnis nach &sect;&nbsp;48 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 FGO zu begr&uuml;nden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Schlie&szlig;lich ergebe sich eine Klagebefugnis der Kl&auml;ger aus der Einzelbekanntgabe des angefochtenen Bescheids nach &sect;&nbsp;183 Abs.&nbsp;2 AO. Ein Gesellschafter m&uuml;sse die M&ouml;glichkeit des Rechtsmittels gegen einen solchen Bescheid haben, zumal, wenn die Vertretung durch den ehemaligen Prozessstandschafter faktisch nicht gesichert und mit hoher Wahrscheinlichkeit sogar ausgeschlossen sei. Auch gehe es nicht an, dass ein Gesellschafter einen seit drei Jahren nicht mehr t&auml;tigen Komplement&auml;r von seiner Rechtsauffassung &uuml;berzeugen und die finanziellen Mittel f&uuml;r eine Klage zur Verf&uuml;gung stellen m&uuml;sse.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger beantragen sinngem&auml;&szlig;,<br \/>unter Aufhebung der vorinstanzlichen Entscheidung &#8211;soweit sie die Kl&auml;ger betrifft&#8211; den Bescheid f&uuml;r 2008 &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung der Besteuerungsgrundlagen und &uuml;ber den verrechenbaren Verlust nach &sect;&nbsp;15a Abs.&nbsp;4 EStG vom 15.&nbsp;Juli 2011 in der Gestalt der Einspruchsentscheidungen vom 28.&nbsp;September 2012 dahin zu &auml;ndern, dass als laufender Gewinn ein Verlust in H&ouml;he von 339.969,29&nbsp;EUR festgestellt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es verneint eine Klagebefugnis der Kl&auml;ger nach &sect;&nbsp;48 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 FGO, denn die KG habe sich durch die Er&ouml;ffnung des Insolvenzverfahrens in Liquidation befunden. Nach &sect;&nbsp;23 des Gesellschaftsvertrags sei die gesch&auml;ftsf&uuml;hrende B-GmbH der Liquidator. Ihre Befugnis nach &sect;&nbsp;48 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 FGO, vorrangig Klage gegen Feststellungsbescheide zu erheben, ende erst mit der Vollbeendigung der KG. Dabei sei unbeachtlich, aus welchen Gr&uuml;nden die B-GmbH von einer Klageerhebung abgesehen habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch eine Klagebefugnis aus &sect;&nbsp;48 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 FGO sei zu verneinen. Mit der Klage angefochten sei die Feststellung des laufenden Gewinns, die den Gesamthandsbereich und nicht den Sonderbereich der Kl&auml;ger betreffe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Weiterhin ergebe sich auch aus &sect;&nbsp;183 AO keine Klagebefugnis, denn diese sei nur in &sect;&nbsp;48 FGO geregelt. Deshalb k&ouml;nnten die Kl&auml;ger auch nur dann Klage gegen einzeln bekanntgegebene Bescheide erheben, wenn es weder einen zur Vertretung berufenen Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer noch einen gemeinsamen Empfangsbevollm&auml;chtigten gegeben h&auml;tte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision der Kl&auml;ger ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung des angefochtenen Urteils und zur Zur&uuml;ckverweisung der Sache an das FG zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung, soweit das Urteil die Kl&auml;ger (zu 1. bis 3., 5. und 6.) betrifft (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 FGO). Soweit das angegriffene Urteil die M-KG (Kl&auml;gerin zu 4.) betrifft, die keine Revision eingelegt hat, ist es rechtskr&auml;ftig (&sect;&nbsp;110 Abs.&nbsp;1 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Gegenstand der Revision ist nur die Feststellung des laufenden Gesamthandsgewinns.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) handelt es sich bei der gesonderten und einheitlichen Feststellung i.S. von &sect;&nbsp;179 Abs.&nbsp;1 und Abs.&nbsp;2, &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a AO &#8211;hier der Gewinnfeststellung 2008&#8211; und der Feststellung des verrechenbaren Verlustes i.S. des &sect;&nbsp;15a Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 EStG um zwei Verwaltungsakte, die auch gesondert und unabh&auml;ngig voneinander angefochten werden k&ouml;nnen und selbst&auml;ndig der Bestandskraft f&auml;hig sind. Dies gilt auch dann, wenn &#8211;wie vorliegend&#8211; die Bescheide gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;15a Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;5 EStG formell miteinander verbunden werden (BFH-Urteil vom 2.&nbsp;Februar 2017&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;47\/13, BFHE 257, 91, BStBl II 2017, 391, Rz&nbsp;12, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Ebenfalls nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des BFH kann ein Gewinnfeststellungsbescheid eine Vielzahl selbst&auml;ndiger und damit auch selbst&auml;ndig anfechtbarer Feststellungen enthalten, die eigenst&auml;ndig in Bestandskraft erwachsen und deshalb f&uuml;r die in dem n&auml;mlichen Bescheid getroffenen und rechtlich nachgelagerten Feststellungen Bindungswirkung entfalten k&ouml;nnen. Eine solche selbst&auml;ndige Regelung (Feststellung) ist auch die H&ouml;he des laufenden Gesamthandsgewinns (z.B. BFH-Urteil vom 16.&nbsp;M&auml;rz 2017&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;31\/14, BFHE 257, 292, BStBl II 2019, 24, Rz&nbsp;18, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Die Kl&auml;ger wenden sich wie schon in ihrer Klageschrift ausweislich der Revisionsbegr&uuml;ndung und ihres insoweit eindeutigen Antrags (n&auml;her zur Auslegung von Prozesserkl&auml;rungen z.B. BFH-Urteil vom 20.&nbsp;November 2014&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;47\/11, BFHE 248, 144, BStBl II 2015, 532, Rz&nbsp;18, m.w.N.) auch im Revisionsverfahren nur gegen die Feststellung des laufenden Gesamthandsgewinns. Weitere Feststellungen im Rahmen der Gewinnfeststellung 2008 sowie die Feststellung des verrechenbaren Verlustes i.S. des &sect;&nbsp;15a Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 EStG f&uuml;r das Streitjahr sind bestandskr&auml;ftig und vorliegend keiner &Uuml;berpr&uuml;fung mehr zug&auml;nglich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die M-KG (Kl&auml;gerin zu 4.) ist nicht nach &sect;&nbsp;122 Abs.&nbsp;1 FGO Beteiligte am Revisionsverfahren. Denn diese Vorschrift wirkt nur gegen&uuml;ber notwendigen Streitgenossen (Bergkemper in H&uuml;bschmann\/Hepp\/Spitaler &#8211;HHSp&#8211;, &sect;&nbsp;122 FGO Rz&nbsp;3); bei Vorliegen einer notwendigen Streitgenossenschaft ist der Kl&auml;ger, der nicht Revision eingelegt hat, grunds&auml;tzlich gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;59 FGO i.V.m. &sect;&nbsp;62 Abs.&nbsp;2 der Zivilprozessordnung (ZPO) zum Revisionsverfahren hinzuzuziehen (vgl. BFH-Urteil vom 30.&nbsp;Juli 1986&nbsp;&#8211; II&nbsp;R&nbsp;246\/83, BFHE 147, 120, BStBl II 1986, 820; Spindler in HHSp, &sect;&nbsp;59 FGO Rz&nbsp;8, 39). Im Streitfall war zwar urspr&uuml;nglich eine notwendige Streitgenossenschaft zwischen den Kl&auml;gern und der M-KG gegeben, denn das streitige Rechtsverh&auml;ltnis &#8211;hier die Feststellung des laufenden Gesamthandsgewinns im Rahmen der Gewinnfeststellung 2008 (II.1.)&#8211; kann ihnen gegen&uuml;ber &quot;nur einheitlich&quot; i.S. von &sect;&nbsp;62 Abs.&nbsp;1 Alternative&nbsp;1 ZPO festgestellt werden (vgl. auch BFH-Beschluss vom 6.&nbsp;Juli 1977&nbsp;&#8211; I&nbsp;R&nbsp;182\/76, BFHE 122, 437, BStBl II 1977, 696, unter 2.). Wird jedoch die Klage eines urspr&uuml;nglich notwendigen Streitgenossen &#8211;wie hier s&auml;mtliche Klagen der Kl&auml;ger und der M-KG&#8211; als unzul&auml;ssig abgewiesen, liegt keine notwendige Streitgenossenschaft mehr vor, so dass eine Hinzuziehung zum Revisionsverfahren ausscheidet (BFH-Urteil in BFHE 147, 120, BStBl II 1986, 820; Spindler in HHSp, &sect;&nbsp;59 FGO Rz&nbsp;8). In dieser Situation hat grunds&auml;tzlich eine notwendige Beiladung im Revisionsverfahren nach &sect;&nbsp;60 Abs.&nbsp;3 i.V.m. &sect;&nbsp;123 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 FGO zu erfolgen (vgl. Spindler in HHSp, &sect;&nbsp;59 FGO Rz&nbsp;8). Dabei steht einer notwendigen Beiladung der M-KG nicht entgegen, dass das angefochtene FG-Urteil, soweit es die M-KG betrifft, rechtskr&auml;ftig ist. Denn zum einen kann &uuml;ber die H&ouml;he des Gesamthandsgewinns nur einheitlich entschieden werden (II.3.c), sodass auch die M-KG als Kommanditistin der KG nach &sect;&nbsp;60 Abs.&nbsp;3 FGO notwendig beizuladen ist (vgl. zur Beiladung bei unzul&auml;ssiger Klageerhebung BFH-Urteil vom 7.&nbsp;August 1986&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;137\/83, BFHE 147, 224, BStBl II 1986, 910, unter 2.). Zum anderen kann die M-KG als Kl&auml;gerin zu 4. nicht schlechter gestellt werden als weitere Gesellschafter der KG, denen der angefochtene Gewinnfeststellungsbescheid 2008 einzeln bekanntgegeben worden ist, die jedoch keine Klage erhoben haben (vgl. II.3.c). Der Zweck einer Beiladung im Revisionsverfahren, eine Zur&uuml;ckverweisung der Sache an die Vorinstanz zu vermeiden (vgl. BFH-Urteil vom 14.&nbsp;Januar 2010&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;86\/06, Rz&nbsp;12, m.w.N.), ist allerdings auch dann zu beachten. Weil das angefochtene Urteil aufzuheben und die Sache an das FG zur&uuml;ckzuverweisen ist (dazu II.4.), sieht der Senat von einer Beiladung der M-KG ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Das FG hat es verfahrensfehlerhaft unterlassen, die KG nach &sect;&nbsp;60 Abs.&nbsp;3 i.V.m. &sect;&nbsp;48 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Alternative&nbsp;1 FGO notwendig beizuladen (II.3.b). Ebenso verfahrensfehlerhaft hat es das FG unterlassen, die nicht klagenden Gesellschafter der KG, denen der streitbefangene Gewinnfeststellungsbescheid einzeln bekanntgegeben worden ist, notwendig beizuladen (II.3.c). Eine unterbliebene notwendige Beiladung stellt einen vom Revisionsgericht von Amts wegen zu pr&uuml;fenden Versto&szlig; gegen die Grundordnung des Verfahrens dar (BFH-Urteile vom 12.&nbsp;Mai 2016&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;27\/13, Rz&nbsp;17, m.w.N.; vom 19.&nbsp;Januar 2017&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;50\/13, Rz&nbsp;12; vom 6.&nbsp;September 2017&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;1\/16, Rz&nbsp;31).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Zwar ist das FG zu Recht davon ausgegangen, dass von einer gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;60 Abs.&nbsp;3 FGO notwendigen Beiladung abgesehen werden kann, wenn die Klage offensichtlich unzul&auml;ssig ist (z.B. BFH-Beschluss vom 20.&nbsp;Juni 2012&nbsp;&#8211; IV&nbsp;B&nbsp;147\/11, Rz&nbsp;8, m.w.N.). Dabei hat es allerdings &#8211;wiederum verfahrensfehlerhaft (z.B. BFH-Urteil vom 25.&nbsp;September 2013&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;R&nbsp;17\/11, Rz&nbsp;30; BFH-Beschluss vom 19.&nbsp;September 2017&nbsp;&#8211; IV&nbsp;B&nbsp;85\/16, Rz&nbsp;2, m.w.N.)&#8211; &uuml;ber die Klage objektiv fehlerhaft nicht zur Sache, sondern durch Prozessurteil entschieden (dazu II.4. und II.5.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Nach &sect;&nbsp;60 Abs.&nbsp;3 FGO sind alle Beteiligten notwendig beizuladen, die i.S. des &sect;&nbsp;48 FGO klagebefugt sind. Im Streitfall ist die KG (weiterhin) klagebefugt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Nach &sect;&nbsp;48 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Alternative&nbsp;1 FGO k&ouml;nnen zur Vertretung berufene Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Klage gegen einen Bescheid &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen erheben. Diese Regelung ist dahin zu verstehen, dass die Personengesellschaft als Prozessstandschafterin f&uuml;r ihre Gesellschafter und ihrerseits vertreten durch ihre(n) Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Klage gegen den Gewinnfeststellungsbescheid erheben kann (z.B. BFH-Urteile vom 27.&nbsp;Mai 2004&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;48\/02, BFHE 206, 211, BStBl II 2004, 964; vom 11.&nbsp;November 2014&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;R&nbsp;37\/11, Rz&nbsp;27). Im Streitfall folgt aus der Vorschrift, dass die &#8211;nach den Feststellungen des FG nicht vollbeendete (zur vollbeendeten Personengesellschaft z.B. BFH-Urteil vom 30.&nbsp;August 2012&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;44\/10, Rz&nbsp;20, m.w.N.)&#8211; KG, nach den weiteren Feststellungen des FG vertreten durch die B-GmbH als alleinige Komplement&auml;rin und Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerin bzw. Liquidatorin, gesetzliche Prozessstandschafterin der Gesellschafter und damit immer klagebefugt ist, weshalb sie grunds&auml;tzlich beizuladen ist (vgl. BFH-Urteil vom 30.&nbsp;August 2012&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;44\/10, Rz&nbsp;19, m.w.N.). Zwar verliert der Insolvenzschuldner durch die Er&ouml;ffnung des Insolvenzverfahrens &uuml;ber sein Verm&ouml;gen seine materiellen Befugnisse (&sect;&nbsp;80 Abs.&nbsp;1 der Insolvenzordnung), womit grunds&auml;tzlich die Prozessf&uuml;hrungsbefugnis auf den Insolvenzverwalter &uuml;bergeht. Dies gilt aber nicht, soweit sich der Prozess gegen einen Feststellungsbescheid richtet, der ausschlie&szlig;lich die Gesellschafter und nicht die Personengesellschaft selbst betrifft, denn insoweit kann das zur Insolvenzmasse geh&ouml;rende Verm&ouml;gen nicht ber&uuml;hrt werden. Die Rechtsposition des organschaftlichen Gesch&auml;ftsf&uuml;hrers bleibt insoweit trotz der Insolvenz der Gesellschaft formell unangetastet. Die Personengesellschaft wird f&uuml;r das Feststellungsverfahren als insolvenzfreie Angelegenheit weiterhin durch die zur Vertretung berufenen Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer vertreten (BFH-Urteil vom 30.&nbsp;August 2012&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;44\/10, Rz&nbsp;19). Der Insolvenzverwalter ist insoweit nicht zum Verfahren beizuladen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Anderes ergibt sich auch nicht aus dem Umstand, dass das FA den streitbefangenen Gewinnfeststellungsbescheid nach &sect;&nbsp;183 Abs.&nbsp;2 AO einzeln an die nicht nach &sect;&nbsp;352 Abs.&nbsp;1 Nrn.&nbsp;2 bis 5 AO pers&ouml;nlich einspruchsbefugten Gesellschafter der KG bekanntgegeben hat. Ebenso wie die Personengesellschaft im Fall der Einzelbekanntgabe weiterhin nach &sect;&nbsp;352 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 AO einspruchsbefugt bleibt (BFH-Urteil in BFHE 206, 211, BStBl II 2004, 964, unter 1.b&nbsp;bb), bleibt die Gesellschaft &#8211;wenn wie hier die Voraussetzungen der Vorschrift gegeben sind&#8211; nach &sect;&nbsp;48 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Alternative&nbsp;1 FGO klagebefugt (vgl. BFH-Beschluss vom 2.&nbsp;November 2016&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;B&nbsp;57\/16, Rz&nbsp;5 und 9, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Des Weiteren hat eine notwendige Beiladung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;60 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 FGO der &uuml;brigen Gesellschafter der KG zu erfolgen, denen der angegriffene Gewinnfeststellungsbescheid 2008 einzeln bekanntgegeben worden ist, die jedoch keine Klage erhoben haben (zur Beiladung der M-KG bereits II.2.). Die Kl&auml;ger haben den gesonderten und einheitlichen Gewinnfeststellungsbescheid des Streitjahrs (nur) hinsichtlich der H&ouml;he des Gesamthandsgewinns angefochten (II.1.). &Uuml;ber dessen H&ouml;he kann jedoch nur einheitlich entschieden werden. Einer notwendigen Beiladung der nicht klagenden Feststellungsbeteiligten steht unter den Umst&auml;nden des Streitfalls nicht entgegen, dass die KG &#8211;wie dargestellt (II.3.b)&#8211; nach &sect;&nbsp;48 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Alternative&nbsp;1 FGO klagebefugt ist (zur daneben bestehenden Klagebefugnis der Gesellschafter s. II.5.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Der Senat holt die unterbliebenen Beiladungen nicht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;123 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 FGO nach, da das angefochtene Urteil schon aus anderen Gr&uuml;nden aufzuheben und die Sache an das FG zur&uuml;ckzuverweisen ist. Das FG hat die Klagen der Kl&auml;ger (zu 1. bis 3., 5. und 6.) zu Unrecht als unzul&auml;ssig abgewiesen (II.5.). Nach der st&auml;ndigen Rechtsprechung des BFH stellt es einen Verfahrensmangel i.S. des &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 FGO dar, wenn &uuml;ber eine zul&auml;ssige Klage nicht zur Sache, sondern durch Prozessurteil entschieden wird (BFH-Urteil vom 25.&nbsp;September 2013&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;R&nbsp;17\/11, Rz&nbsp;30, m.w.N.). Der Verfahrensfehler hat zur Folge, dass die Vorentscheidung, die &uuml;ber den Bescheid &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen 2008 wegen der Feststellung der H&ouml;he des laufenden Gesamthandsgewinns nicht in der Sache entschieden hat, aufzuheben und der Rechtsstreit zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung zur&uuml;ckzuverweisen ist (&sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;6 FGO). Denn die im Ermessen des BFH stehende Zur&uuml;ckverweisung ist bereits deshalb geboten, weil es an entsprechenden Feststellungen des FG zu der H&ouml;he des laufenden Gesamthandsgewinns fehlt (vgl. auch BFH-Beschluss vom 19.&nbsp;September 2017&nbsp;&#8211; IV&nbsp;B&nbsp;85\/16, Rz&nbsp;9).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Das FG ist zu Unrecht von der Unzul&auml;ssigkeit der Klagen der Kl&auml;ger (zu 1. bis 3., 5. und 6.) ausgegangen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Fall der Bekanntgabe eines gesonderten und einheitlichen Feststellungsbescheids samt der Einspruchsentscheidung an einen Feststellungsbeteiligten im Wege der Einzelbekanntgabe nach &sect;&nbsp;183 Abs.&nbsp;2 AO ist die von diesem als Bescheidadressat erhobene Klage auch dann zul&auml;ssig, wenn er durch die angefochtene Feststellung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;40 Abs.&nbsp;2 FGO beschwert ist und daneben &#8211;wie dargestellt (II.3.b)&#8211; eine vorrangige Klagebefugnis der Gesellschaft gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;48 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Alternative&nbsp;1 FGO besteht (BFH-Urteil in BFHE 206, 211, BStBl II 2004, 964, unter 1.b&nbsp;bb; BFH-Beschluss vom 2.&nbsp;November 2016&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;B&nbsp;57\/16, Rz&nbsp;5). Auch wenn der Bekanntgabeempf&auml;nger nicht nach &sect;&nbsp;352 Abs.&nbsp;1 Nrn.&nbsp;2 bis 5 AO pers&ouml;nlich einspruchsbefugt ist, folgt die Befugnis, einen Rechtsbehelf einzulegen, f&uuml;r den Empf&auml;nger der Einzelbekanntgabe nach &sect;&nbsp;183 Abs.&nbsp;2 AO daraus, dass ein belastender Verwaltungsakt an ihn gerichtet wird (BFH-Urteil in BFHE 206, 211, BStBl II 2004, 964, unter 1.b&nbsp;bb, m.w.N.); sie ist damit Ausfluss des verfassungsrechtlichen Gebots der Gew&auml;hrung eines effektiven Rechtsschutzes (Art.&nbsp;19 Abs.&nbsp;4 des Grundgesetzes &#8211;GG&#8211;). Insoweit unterscheidet sich die Einzelbekanntgabe nach &sect;&nbsp;183 Abs.&nbsp;2 AO &#8211;anders als das FG meint&#8211; von der Bekanntgabe eines Feststellungsbescheids an den Empfangsbevollm&auml;chtigten nach Abs.&nbsp;1 der Vorschrift, bei der zwar darauf hinzuweisen ist, dass die Bekanntgabe mit Wirkung f&uuml;r und gegen alle &#8211;materiell beschwerten&#8211; Feststellungsbeteiligten (als Inhaltsadressaten) erfolgt (&sect;&nbsp;183 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;5 AO), der einzelne Feststellungsbeteiligte aber aufgrund der Bekanntgabeerleichterung des &sect;&nbsp;183 Abs.&nbsp;1 AO nicht zugleich Bekanntgabeadressat des Verwaltungsakts ist (dazu auch z.B. Brandis in Tipke\/Kruse, Abgabenordnung, Finanzgerichtsordnung, &sect;&nbsp;179 AO Rz&nbsp;5 und 12, &sect;&nbsp;183 AO Rz&nbsp;1). Offen bleiben kann, ob eine pers&ouml;nliche Rechtsbehelfsbefugnis auch &#8211;wie wohl auch die Kl&auml;ger mit ihrem Hinweis auf die &quot;faktische Funktionslosigkeit&quot; der Komplement&auml;rin der KG meinen&#8211; auf die Annahme gest&uuml;tzt werden kann, dass in F&auml;llen der Einzelbekanntgabe der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer die Interessen der Gesellschafter nicht mehr wahrnimmt (so Brandis in Tipke\/Kruse, a.a.O., &sect;&nbsp;183 AO Rz&nbsp;26; Kunz in Gosch, &sect;&nbsp;183 AO Rz&nbsp;22). Jeder Bekanntgabeempf&auml;nger i.S. des &sect;&nbsp;183 Abs.&nbsp;2 AO ist demnach rechtsbehelfsbefugt (BFH-Urteil in BFHE 206, 211, BStBl II 2004, 964, unter 1.b&nbsp;bb; BFH-Beschluss vom 19.&nbsp;Dezember 2013&nbsp;&#8211; IV&nbsp;B&nbsp;73\/13, Rz&nbsp;18; S&ouml;hn in HHSp, &sect;&nbsp;183 AO Rz&nbsp;201). Aus den gleichen Gr&uuml;nden ist der Empf&auml;nger der Einzelbekanntgabe eines gesonderten und einheitlichen Feststellungsbescheids hinsichtlich einer auf ihn bezogenen, materiell belastenden (&sect;&nbsp;40 Abs.&nbsp;2 FGO) Einspruchsentscheidung klagebefugt (BFH-Beschluss vom 2.&nbsp;November 2016&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;B&nbsp;57\/16, Rz&nbsp;5; S&ouml;hn in HHSp, &sect;&nbsp;183 AO Rz&nbsp;201). Dies ungeachtet dessen, ob (auch) die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;48 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 FGO vorliegen; soweit dem Senatsbeschluss vom 19.&nbsp;Dezember 2013&nbsp;&#8211; IV&nbsp;B&nbsp;73\/13, Rz&nbsp;18, etwas anderes zu entnehmen sein sollte, h&auml;lt der erkennende Senat daran nicht fest. Denn die aus &sect;&nbsp;40 Abs.&nbsp;2 FGO i.V.m. Art.&nbsp;19 Abs.&nbsp;4 GG abzuleitende Klagebefugnis im Fall der Einzelbekanntgabe nach &sect;&nbsp;183 Abs.&nbsp;2 AO ist unabh&auml;ngig davon, ob eine vorrangige Klagebefugnis der Personengesellschaft gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;48 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Alternative&nbsp;1 FGO besteht (II.3.b; BFH-Urteil in BFHE 206, 211, BStBl II 2004, 964, unter 1.b&nbsp;bb; BFH-Beschluss vom 2.&nbsp;November 2016&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;B&nbsp;57\/16, Rz&nbsp;5) und ob hinsichtlich des Bekanntgabeempf&auml;ngers die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;48 Abs.&nbsp;1 Nrn.&nbsp;2 bis 5 FGO vorliegen. &sect;&nbsp;48 FGO ist insoweit unter Ber&uuml;cksichtigung der Vorgaben des Art.&nbsp;19 Abs.&nbsp;4 GG verfassungskonform auszulegen; danach kann die Vorschrift nicht dahin verstanden werden, dass sie den Rechtsschutz gegen einen den Bekanntgabeempf&auml;nger materiell belastenden Verwaltungsakt im Fall der Einzelbekanntgabe nach &sect;&nbsp;183 Abs.&nbsp;2 AO beschr&auml;nkt. Die Einschr&auml;nkungen des &sect;&nbsp;352 AO und des &sect;&nbsp;48 FGO gelten folglich im Fall der Einzelbekanntgabe nach &sect;&nbsp;183 Abs.&nbsp;2 AO nicht (gleicher Ansicht S&ouml;hn in HHSp, &sect;&nbsp;183 AO Rz 201). Gleichfalls nicht von Bedeutung f&uuml;r diese Klagebefugnis des Bekanntgabeempf&auml;ngers ist, ob die Finanzverwaltung zu Recht von der Vorschrift des &sect;&nbsp;183 Abs.&nbsp;2 AO Gebrauch gemacht hat; so geht die Verwaltung im Fall der Insolvenzer&ouml;ffnung vom Grundsatz der Einzelbekanntgabe aus (vgl. Anwendungserlass zur Abgabenordnung zu &sect;&nbsp;251, Nr.&nbsp;4.4.1.1), auch wenn die Personengesellschaft f&uuml;r das Gewinnfeststellungsverfahren als insolvenzfreie Angelegenheit weiterhin durch die zur Vertretung berufenen Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer vertreten wird (II.3.b&nbsp;aa).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>6. Ausgehend von der Zul&auml;ssigkeit der Klagen der Kl&auml;ger (zu 1. bis 3., 5. und 6.) wird das FG im zweiten Rechtsgang &#8211;neben den noch erforderlichen Beiladungen&#8211; auch die &#8211;aus seiner Sicht zu Recht bislang unterbliebenen&#8211; Feststellungen zur H&ouml;he des laufenden Gesamthandsgewinns nachzuholen haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>7. Der erkennende Senat entscheidet durch Urteil ohne m&uuml;ndliche Verhandlung (&sect;&nbsp;90 Abs.&nbsp;2 i.V.m. &sect;&nbsp;121 FGO). Die Kl&auml;ger und das FA haben &uuml;bereinstimmend auf eine m&uuml;ndliche Verhandlung verzichtet. Auf ein Einverst&auml;ndnis der M-KG kommt es nicht an, weil diese nicht Beteiligte am Revisionsverfahren ist (II.2.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>8. Die &Uuml;bertragung der Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 5.6.2019, IV R 17\/16ECLI:DE:BFH:2019:U.050619.IVR17.16.0 Klagebefugnis bei Einzelbekanntgabe eines Feststellungsbescheids nach &sect; 183 Abs. 2 AO Leits&auml;tze NV: Der Empf&auml;nger der Einzelbekanntgabe eines gesonderten und einheitlichen Feststellungsbescheids nach &sect; 183 Abs. 2 AO ist hinsichtlich einer auf ihn bezogenen, materiell belastenden Einspruchsentscheidung klagebefugt. Die Einschr&auml;nkungen des &sect; 48 FGO gelten im Fall der &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-17-16-klagebefugnis-bei-einzelbekanntgabe-eines-feststellungsbescheids-nach-par-183-abs-2-ao\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">IV&nbsp;R&nbsp;17\/16 &#8211; Klagebefugnis bei Einzelbekanntgabe eines Feststellungsbescheids nach &sect; 183 Abs. 2 AO<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-71074","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71074","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=71074"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71074\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=71074"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=71074"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=71074"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}