{"id":71141,"date":"2019-09-12T16:51:36","date_gmt":"2019-09-12T14:51:36","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=71141"},"modified":"2019-09-12T16:51:36","modified_gmt":"2019-09-12T14:51:36","slug":"xi-r-11-17-eugh-vorlage-zur-umsatzsteuerrechtlichen-behandlung-von-gutachtertaetigkeiten-im-auftrag-des-mdk","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-11-17-eugh-vorlage-zur-umsatzsteuerrechtlichen-behandlung-von-gutachtertaetigkeiten-im-auftrag-des-mdk\/","title":{"rendered":"XI&nbsp;R&nbsp;11\/17 &#8211; EuGH-Vorlage zur umsatzsteuerrechtlichen Behandlung von Gutachtert&auml;tigkeiten im Auftrag des MDK"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss (EuGH-Vorlage) vom 10.4.2019, XI R 11\/17<br \/>ECLI:DE:BFH:2019:VE.100419.XIR11.17.0<\/p>\n<p class=\"titel\">EuGH-Vorlage zur umsatzsteuerrechtlichen Behandlung von Gutachtert&auml;tigkeiten im Auftrag des MDK<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Liegt unter Umst&auml;nden wie denen des Ausgangsverfahrens, in denen ein Steuerpflichtiger im Auftrag des MDK Gutachten zur Pflegebed&uuml;rftigkeit von Patienten erstellt, eine T&auml;tigkeit vor, die dem Anwendungsbereich des Art. 132 Abs. 1 Buchst. g der Richtlinie 2006\/112\/EG unterf&auml;llt?<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Falls die Frage 1 bejaht wird:<\/p>\n<\/p>\n<p>a) Reicht es f&uuml;r die Anerkennung eines Unternehmers als eine Einrichtung mit sozialem Charakter im Sinne des Art. 132 Abs. 1 Buchst. g der Richtlinie 2006\/112\/EG aus, dass dieser als Subunternehmer im Auftrag einer Einrichtung, die nach nationalem Recht als soziale Einrichtung im Sinne des Art. 132 Abs. 1 Buchst. g der Richtlinie 2006\/112\/EG anerkannt ist, Leistungen erbringt?<\/p>\n<\/p>\n<p>b) Falls die Frage 2a) verneint wird: Ist unter Umst&auml;nden wie denen des Ausgangsverfahrens die pauschale &Uuml;bernahme der Kosten einer anerkannten Einrichtung im Sinne des Art. 132 Abs. 1 Buchst. g der Richtlinie 2006\/112\/EG durch die Kranken- und Pflegekassen ausreichend daf&uuml;r, dass auch ein Subunternehmer dieser Einrichtung als eine anerkannte Einrichtung zu beurteilen ist?<\/p>\n<\/p>\n<p>c) Falls die Fragen 2a) und 2b) verneint werden: Darf der Mitgliedstaat die Anerkennung als Einrichtung mit sozialem Charakter davon abh&auml;ngig machen, dass der Steuerpflichtige einen Vertrag mit einem Tr&auml;ger der sozialen Sicherheit oder Sozialf&uuml;rsorge tats&auml;chlich abgeschlossen hat, oder reicht es f&uuml;r eine Anerkennung aus, dass nach nationalem Recht ein Vertrag abgeschlossen werden k&ouml;nnte?<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>I. Dem Gerichtshof der Europ&auml;ischen Union werden folgende Fragen zur Vorabentscheidung vorgelegt:<\/p>\n<\/p>\n<p>1. Liegt unter Umst&auml;nden wie denen des Ausgangsverfahrens, in denen ein Steuerpflichtiger im Auftrag des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung Gutachten zur Pflegebed&uuml;rftigkeit von Patienten erstellt, eine T&auml;tigkeit vor, die dem Anwendungsbereich des Art. 132 Abs. 1 Buchst. g der Richtlinie 2006\/112\/EG des Rates vom 28. November 2006 &uuml;ber das gemeinsame Mehrwertsteuersystem (Richtlinie 2006\/112\/EG) unterf&auml;llt?<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Falls die Frage 1 bejaht wird:<\/p>\n<\/p>\n<p>a) Reicht es f&uuml;r die Anerkennung eines Unternehmers als eine Einrichtung mit sozialem Charakter im Sinne des Art. 132 Abs. 1 Buchst. g der Richtlinie 2006\/112\/EG aus, dass dieser als Subunternehmer im Auftrag einer Einrichtung, die nach nationalem Recht als soziale Einrichtung im Sinne des Art. 132 Abs. 1 Buchst. g der Richtlinie 2006\/112\/EG anerkannt ist, Leistungen erbringt?<\/p>\n<\/p>\n<p>b) Falls die Frage 2a) verneint wird: Ist unter Umst&auml;nden wie denen des Ausgangsver-fahrens die pauschale &Uuml;bernahme der Kosten einer anerkannten Einrichtung im Sinne des Art. 132 Abs. 1 Buchst. g der Richtlinie 2006\/112\/EG durch die Kranken- und Pflegekassen ausreichend daf&uuml;r, dass auch ein Subunternehmer dieser Einrichtung als eine anerkannte Einrichtung zu beurteilen ist?<\/p>\n<\/p>\n<p>c) Falls die Fragen 2a) und 2b) verneint werden: Darf der Mitgliedstaat die Anerkennung als Einrichtung mit sozialem Charakter davon abh&auml;ngig machen, dass der Steuerpflichtige einen Vertrag mit einem Tr&auml;ger der sozialen Sicherheit oder Sozialf&uuml;rsorge tats&auml;chlich abgeschlossen hat, oder reicht es f&uuml;r eine Anerkennung aus, dass nach nationalem Recht ein Vertrag abgeschlossen werden k&ouml;nnte?<\/p>\n<\/p>\n<p>II. Das Revisionsverfahren wird bis zur Entscheidung des Gerichtshofs der Europ&auml;ischen Union ausgesetzt.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">A. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sachverhalt des Ausgangsverfahrens<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin) ist ausgebildete Krankenschwester mit medizinischer Grundausbildung und akademischer Ausbildung im Bereich der Pflegewissenschaft sowie einer Weiterbildung in Qualit&auml;tsmanagement im Bereich der Pflege. Zu ihrem Unternehmen geh&ouml;rte auch eine steuerpflichtige Unterrichtst&auml;tigkeit als Lehrerin f&uuml;r Pflege.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin erstellte in den Jahren 2012 bis 2014 (Streitjahre) f&uuml;r den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) Niedersachsen (Auftraggeber) Gutachten zur Pflegebed&uuml;rftigkeit von Patienten. Die Leistungen rechnete der MDK monatlich ihr gegen&uuml;ber ab, wobei er keine Umsatzsteuer auswies. Die Ums&auml;tze aus der Gutachtert&auml;tigkeit erkl&auml;rte die Kl&auml;gerin als steuerfrei, nahm jedoch den Vorsteuerabzug aus allen Eingangsleistungen ungek&uuml;rzt in Anspruch.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach einer Au&szlig;enpr&uuml;fung kam der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) zu der Auffassung, die Gutachtert&auml;tigkeit sei weder nach nationalem noch nach Unionsrecht umsatzsteuerfrei, erh&ouml;hte die bislang erkl&auml;rten Ums&auml;tze um die gegen&uuml;ber dem MDK abgerechneten Nettobetr&auml;ge, und setzte die Umsatzsteuer f&uuml;r 2012 und 2013 sowie die Vorauszahlungen f&uuml;r das 1. bis 3.&nbsp;Quartal 2014 mit Bescheiden vom 3.&nbsp;Februar 2015 entsprechend fest.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) gab der Klage zum &uuml;berwiegenden Teil statt. Es f&uuml;hrte im Wesentlichen aus, die Erstellung von Pflegegutachten sei als &quot;eng mit der Sozialf&uuml;rsorge und der sozialen Sicherheit verbundene Leistung&quot; unter unmittelbarer Berufung auf das Unionsrecht steuerfrei. Mit der seit November 2012 gesetzlich vorgesehenen M&ouml;glichkeit der Pflegekassen, unabh&auml;ngige Gutachter mit der Begutachtung der Sozialversicherten zu beauftragen, sei die Kl&auml;gerin aufgrund der Beauftragung durch den MDK auch als Einrichtung mit sozialem Charakter staatlich anerkannt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gt das FA die Verletzung materiellen Rechts. Es macht im Wesentlichen geltend, dass sich aus den nationalen Steuerbefreiungsvorschriften keine Steuerfreiheit der konkreten Gutachterleistungen ergebe. Da diese Regelungen unionsrechtskonform seien, sei ein unmittelbares Berufen auf Unionsrecht nicht m&ouml;glich. Im &Uuml;brigen sei nicht festgestellt, dass die Pflegekasse die Kosten f&uuml;r die gutachterliche T&auml;tigkeit der Kl&auml;gerin wissentlich &uuml;bernommen habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA hat w&auml;hrend des Revisionsverfahrens den Umsatzsteuerjahresbescheid f&uuml;r 2014 erlassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">B.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Senat setzt das Verfahren gem&auml;&szlig; &sect;&sect; 74, 121 Satz&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung aus und legt dem Gerichtshof der Europ&auml;ischen Union (EuGH) die im Tenor genannten Fragen gem&auml;&szlig; Art.&nbsp;267 Abs.&nbsp;3 des Vertrages &uuml;ber die Arbeitsweise der Europ&auml;ischen Union zur Vorabentscheidung vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die ma&szlig;geblichen Vorschriften und Bestimmungen<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nationales Recht<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die ma&szlig;geblichen Rechtsvorschriften des nationalen Rechts lauten wie folgt:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">a) &sect;&nbsp;1 des Umsatzsteuergesetzes in der Fassung des Jahressteuergesetzes 2009 vom 19.&nbsp;Dezember 2008 (Bundesgesetzblatt &#8211;BGBl&#8211; I 2008, 2794) &#8211;UStG&#8211; Steuerbare Ums&auml;tze<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&quot;(1) Der Umsatzsteuer unterliegen die folgenden Ums&auml;tze:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">1. die Lieferungen und sonstigen Leistungen, die ein Unternehmer im Inland gegen Entgelt im Rahmen seines Unternehmens ausf&uuml;hrt. &#8230;&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"3\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"3\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">b) &sect;&nbsp;4 UStG Steuerbefreiungen bei Lieferungen und sonstigen Leistungen<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"3\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&quot;Von den unter &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 fallenden Ums&auml;tzen sind steuerfrei: &#8230;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">14.&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">a)<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Heilbehandlungen im Bereich der Humanmedizin, die im Rahmen der Aus&uuml;bung der T&auml;tigkeit als Arzt, Zahnarzt, Heilpraktiker, Physiotherapeut, Hebamme oder einer &auml;hnlichen heilberuflichen T&auml;tigkeit durchgef&uuml;hrt werden. &#8230;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">b)<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Krankenhausbehandlungen und &auml;rztliche Heilbehandlungen einschlie&szlig;lich der Diagnostik, Befunderhebung, Vorsorge, Rehabilitation, Geburtshilfe und Hospizleistungen sowie damit eng verbundene Ums&auml;tze, die von Einrichtungen des &ouml;ffentlichen Rechts erbracht werden. &#8230;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"3\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">15. die Ums&auml;tze der gesetzlichen Tr&auml;ger der Sozialversicherung, der gesetzlichen Tr&auml;ger der Grundsicherung f&uuml;r Arbeitsuchende nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch sowie der gemeinsamen Einrichtungen nach &sect;&nbsp;44b Abs.&nbsp;1 des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch, der &ouml;rtlichen und &uuml;ber&ouml;rtlichen Tr&auml;ger der Sozialhilfe sowie der Verwaltungsbeh&ouml;rden und sonstigen Stellen der Kriegsopferversorgung einschlie&szlig;lich der Tr&auml;ger der Kriegsopferf&uuml;rsorge<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">a)<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">untereinander,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">b)<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">an die Versicherten, die Bezieher von Leistungen nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch, die Empf&auml;nger von Sozialhilfe oder die Versorgungsberechtigten. &#8230;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"3\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">15a. die auf Gesetz beruhenden Leistungen der Medizinischen Dienste der Krankenversicherung (&sect;&nbsp;278 [des F&uuml;nften Buches Sozialgesetzbuch &#8211;SGB&nbsp;V&#8211;]) und des Medizinischen Dienstes der Spitzenverb&auml;nde der Krankenkassen (&sect;&nbsp;282 SGB&nbsp;V) untereinander und f&uuml;r die gesetzlichen Tr&auml;ger der Sozialversicherung und deren Verb&auml;nde und f&uuml;r die Tr&auml;ger der Grundsicherung f&uuml;r Arbeitsuchende nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch sowie die gemeinsamen Einrichtungen nach &sect;&nbsp;44b des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"3\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">16. die mit dem Betrieb von Einrichtungen zur Betreuung oder Pflege k&ouml;rperlich, geistig oder seelisch hilfsbed&uuml;rftiger Personen eng verbundenen Leistungen, die von &#8230;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">k)&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">[ab 1.&nbsp;Juli 2013: Buchst.&nbsp;l] Einrichtungen, bei denen im vorangegangenen Kalenderjahr die Betreuungs- oder Pflegekosten in mindestens 40&nbsp;Prozent [ab 1.&nbsp;Juli 2013: mindestens 25&nbsp;Prozent] der F&auml;lle von den gesetzlichen Tr&auml;gern der Sozialversicherung oder der Sozialhilfe oder der f&uuml;r die Durchf&uuml;hrung der Kriegsopferversorgung zust&auml;ndigen Versorgungsverwaltung einschlie&szlig;lich der Tr&auml;ger der Kriegsopferf&uuml;rsorge ganz oder zum &uuml;berwiegenden Teil verg&uuml;tet worden sind, erbracht werden. &#8230;&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">c) &sect;&nbsp;18 des Elften Buches Sozialgesetzbuch in der Fassung des Gesetzes zu Neuausrichtung der Pflegeversicherung (PNG) vom 23. Oktober 2012 (BGBl I 2012, 2246) &#8211;SGB&nbsp;XI&#8211;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&quot;(1) Die Pflegekassen beauftragen den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung oder andere unabh&auml;ngige Gutachter mit der Pr&uuml;fung, ob die Voraussetzungen der Pflegebed&uuml;rftigkeit erf&uuml;llt sind und welche Stufe der Pflegebed&uuml;rftigkeit vorliegt. Im Rahmen dieser Pr&uuml;fungen haben der Medizinische Dienst oder die von der Pflegekasse beauftragten Gutachter durch eine Untersuchung des Antragstellers die Einschr&auml;nkungen bei den Verrichtungen im Sinne des &sect;&nbsp;14 Abs.&nbsp;4 festzustellen sowie Art, Umfang und voraussichtliche Dauer der Hilfebed&uuml;rftigkeit und das Vorliegen einer erheblich eingeschr&auml;nkten Alltagskompetenz nach &sect;&nbsp;45a zu ermitteln. Dar&uuml;ber hinaus sind auch Feststellungen dar&uuml;ber zu treffen, ob und in welchem Umfang Ma&szlig;nahmen zur Beseitigung, Minderung oder Verh&uuml;tung einer Verschlimmerung der Pflegebed&uuml;rftigkeit einschlie&szlig;lich der Leistungen zur medizinischen Rehabilitation geeignet, notwendig und zumutbar sind; insoweit haben Versicherte einen Anspruch gegen den zust&auml;ndigen Tr&auml;ger auf Leistungen zur medizinischen Rehabilitation. &#8230;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">(7) Die Aufgaben des Medizinischen Dienstes werden durch &Auml;rzte in enger Zusammenarbeit mit Pflegefachkr&auml;ften und anderen geeigneten Fachkr&auml;ften wahrgenommen. Die Pr&uuml;fung der Pflegebed&uuml;rftigkeit von Kindern ist in der Regel durch besonders geschulte Gutachter mit einer Qualifikation als Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin oder Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger oder als Kinder&auml;rztin oder Kinderarzt vorzunehmen. Der Medizinische Dienst ist befugt, den Pflegefachkr&auml;ften oder sonstigen geeigneten Fachkr&auml;ften, die nicht dem Medizinischen Dienst angeh&ouml;ren, die f&uuml;r deren jeweilige Beteiligung erforderlichen personenbezogenen Daten zu &uuml;bermitteln. F&uuml;r andere unabh&auml;ngige Gutachter gelten die S&auml;tze&nbsp;1 bis 3 entsprechend.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&sect; 53a SGB&nbsp;XI<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&quot;Der Spitzenverband Bund der Pflegekassen erl&auml;sst f&uuml;r den Bereich der sozialen Pflegeversicherung Richtlinien<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">1. &uuml;ber die Zusammenarbeit der Pflegekassen mit den Medizinischen Diensten,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">2. zur Durchf&uuml;hrung und Sicherstellung einer einheitlichen Begutachtung,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">3. &uuml;ber die von den Medizinischen Diensten zu &uuml;bermittelnden Berichte und Statistiken,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">4. zur Qualit&auml;tssicherung der Begutachtung und Beratung sowie &uuml;ber das Verfahren zur Durchf&uuml;hrung von Qualit&auml;tspr&uuml;fungen und zur Qualit&auml;tssicherung der Qualit&auml;tspr&uuml;fungen,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">5. &uuml;ber Grunds&auml;tze zur Fort- und Weiterbildung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Die Richtlinien bed&uuml;rfen der Zustimmung des Bundesministeriums f&uuml;r Gesundheit. Sie sind f&uuml;r die Medizinischen Dienste verbindlich.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">d) B&nbsp;1 der Richtlinien des Spitzenverbandes Bund der Pflegekassen (GKV-Spitzenverband) zur Begutachtung von Pflegebed&uuml;rftigkeit&nbsp;&nbsp;(Begutachtungsrichtlinien &#8211;BRi&#8211;) in der Fassung vom 8. Juni 2009<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&quot;Die Begutachtungen sind durch geschulte und qualifizierte Gutachter durchzuf&uuml;hren. Sie erfolgen durch &Auml;rzte, Pflegefachkr&auml;fte und andere Fachkr&auml;fte, die der Medizinische Dienst f&uuml;r die Bew&auml;ltigung des laufenden Arbeitsanfalls vorh&auml;lt. Der Medizinische Dienst kann zur Bew&auml;ltigung von Antragsspitzen und zu speziellen gutachterlichen Fragestellungen &Auml;rzte, Pflegefachkr&auml;fte oder andere geeignete Fachkr&auml;fte bei der Erstellung des Gutachtens als externe Kr&auml;fte beteiligen. Die Verantwortung f&uuml;r die Begutachtung tr&auml;gt der Medizinische Dienst auch dann, wenn externe Sachverst&auml;ndige beteiligt waren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Als externe Kr&auml;fte sind vorrangig Mitarbeiter anderer Gutachterdienste, insbesondere des &ouml;ffentlichen Gesundheitswesens und der Versorgungsverwaltung oder anderer Sozialleistungstr&auml;ger zu beauftragen.&nbsp;&nbsp;Sofern ausnahmsweise niedergelassene &Auml;rzte oder Pflegefachkr&auml;fte von Sozialstationen, gewerblichen Pflegediensten sowie in der Pflege selbst&auml;ndig T&auml;tige als externe Kr&auml;fte beauftragt werden, ist sicherzustellen, dass keine Interessenkollisionen entstehen.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">e) Ziff.&nbsp;2 Anforderungen an die Qualifikation der Gutachterinnen und Gutachter der Richtlinien des GKV-Spitzenverbands zur Zusammenarbeit der Pflegekassen mit anderen unabh&auml;ngigen Gutachtern (Unabh&auml;ngige Gutachter-Richtlinien &#8211;UGu-RiLi&#8211;) in der Fassung vom 6.&nbsp;Mai 2013<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&quot;(1) Die fachlichen Voraussetzungen, um als Gutachterinnen und Gutachter im Sinne der &#8218;Richtlinien zum Verfahren der Feststellung der Pflegebed&uuml;rftigkeit sowie zur pflegefachlichen Konkretisierung der Inhalte des Begutachtungsinstruments nach dem Elften Buch des Sozialgesetzbuches (Begutachtungs-Richtlinien-BRi)&#8216; t&auml;tig zu sein, erf&uuml;llen approbierte &Auml;rztinnen oder &Auml;rzte, die zur Feststellung der Rehabilitationsindikation entsprechend der &#8218;Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses &uuml;ber Leistungen zur medizinischen Rehabilitation (Rehabilitations-Richtlinie)&#8216; befugt sind. Dar&uuml;ber hinaus m&uuml;ssen sie &uuml;ber mindestens zwei Jahre Berufserfahrung&nbsp;&nbsp;in der ambulanten &auml;rztlichen Versorgung, einem Krankenhaus, einer Rehabilitationseinrichtung oder in einem sozialmedizinischen Dienst in den letzten 5&nbsp;Jahren vor Aufnahme der T&auml;tigkeit als Gutachterin bzw. Gutachter verf&uuml;gen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">(2) Die fachlichen Voraussetzungen, um als Gutachterin bzw. Gutachter im Sinne der Begutachtungs-Richtlinien t&auml;tig zu sein, sind ferner erf&uuml;llt, wenn eine Berufsqualifikation als Altenpflegerin oder Altenpfleger (dreij&auml;hrig ausgebildet nach Bundesrecht) oder Gesundheits- und Krankenpflegerin oder Gesundheits- und Krankenpfleger, Krankenschwester oder Krankenpfleger, Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin oder Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger, Kinderkrankenschwester oder Kinderkrankenpfleger mit mindestens 2&nbsp;Jahren Berufserfahrung in der ambulanten und\/oder station&auml;ren Pflege in den letzten 5&nbsp;Jahren vor Aufnahme der T&auml;tigkeit als Gutachterin bzw. Gutachter vorliegt. &#8230;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">(4) Die Gutachterinnen und Gutachter haben zus&auml;tzlich zu den fachlichen Voraussetzungen nach Absatz&nbsp;1 bis 3 nachzuweisen, dass sie folgende Schulungen erfolgreich absolviert haben:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;&nbsp;mindestens 50&nbsp;Stunden in den Begutachtungs-Richtlinien,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;&nbsp;mindestens 20&nbsp;Stunden in den Grundz&uuml;gen des Sozialrechts (insbesondere des SGB&nbsp;XI),<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;&nbsp;mindestens 10&nbsp;Stunden im Konfliktmanagement,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;&nbsp;Besonderheiten bei der Kinderbegutachtung, soweit Gutachterinnen oder Gutachter diese durchf&uuml;hren sollen; und<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;&nbsp;mindestens 10&nbsp;Begutachtungen in der praktischen Anwendung der Begutachtungs-Richtlinien. Dies beinhaltet die fachliche Begleitung der Gutachterin oder des Gutachters und die fachliche Auswertung des Gutachtens durch eine Schulungsperson.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Dar&uuml;ber hinaus sind mindestens j&auml;hrlich Nachschulungen zur Durchf&uuml;hrung von Begutachtungen von mindestens 16&nbsp;Stunden nachzuweisen. Sollten die Begutachtungs-Richtlinien zwischenzeitlich ge&auml;ndert werden, ist eine mindestens 16-st&uuml;ndige Nachschulung &uuml;ber die aktuellen Ver&auml;nderungen der Begutachtungs-Richtlinien bis sp&auml;testens 1&nbsp;Monat nach Inkrafttreten der Begutachtungs-Richtlinien nachzuweisen.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Unionsrecht<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>Unionsrechtlich sind die folgenden Bestimmungen der Richtlinie 2006\/112\/EG von Bedeutung:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"3\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"3\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">a) Art.&nbsp;2 Steueranwendungsbereich<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&quot;Der Mehrwertsteuer unterliegen folgende Ums&auml;tze:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">c)&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Dienstleistungen, die ein Steuerpflichtiger als solcher im Gebiet eines Mitgliedstaats gegen Entgelt t&auml;tigt; &#8230;&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"3\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"3\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">b) Art.&nbsp;132 Steuerbefreiungen f&uuml;r bestimmte, dem Gemeinwohl dienende T&auml;tigkeiten<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&quot;(1) Die Mitgliedstaaten befreien folgende Ums&auml;tze von der Steuer: &#8230;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">g)&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">eng mit der Sozialf&uuml;rsorge und der sozialen Sicherheit verbundene Dienstleistungen und Lieferungen von Gegenst&auml;nden, einschlie&szlig;lich derjenigen, die durch Altenheime, Einrichtungen des &ouml;ffentlichen Rechts oder andere von dem betreffenden Mitgliedstaat als Einrichtungen mit sozialem Charakter anerkannte Einrichtungen bewirkt werden; &#8230;&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"3\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"3\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">c) Art.&nbsp;134 Gr&uuml;nde des Ausschlusses von Steuerbefreiungen dem Gemeinwohl dienender Ums&auml;tze<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&quot;In folgenden F&auml;llen sind Lieferungen von Gegenst&auml;nden und Dienstleistungen von der Steuerbefreiung des Artikel&nbsp;132 Absatz&nbsp;1 Buchstaben&nbsp;b, g, h, i, l, m und n ausgeschlossen:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">a)<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">sie sind f&uuml;r die Ums&auml;tze, f&uuml;r die die Steuerbefreiung gew&auml;hrt wird, nicht unerl&auml;sslich;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">b)&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">sie sind im Wesentlichen dazu bestimmt, der Einrichtung zus&auml;tzliche Einnahmen durch Ums&auml;tze zu verschaffen, die in unmittelbarem Wettbewerb mit Ums&auml;tzen von der Mehrwertsteuer unterliegenden gewerblichen Unternehmen bewirkt werden.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Beurteilung nach nationalem Recht<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die gutachterlichen Leistungen der Kl&auml;gerin sind gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UStG steuerbar. Sie sind nach nationalem Recht auch steuerpflichtig, da die Voraussetzungen einer Steuerbefreiung nach &sect;&nbsp;4 UStG nicht erf&uuml;llt sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Es liegt keine steuerfreie Heilbehandlung nach &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;14 UStG vor. Denn die Gutachtert&auml;tigkeit des MDK und damit auch die der Kl&auml;gerin dient ihrem Hauptzweck nach weder der Behandlung, Linderung oder Vorbeugung einer Krankheit &#8211; sie dient vielmehr als Grundlage f&uuml;r die Feststellung, in welcher H&ouml;he dem Versicherten ein Anspruch auf Ersatz von Kosten nach dem Gesetz &uuml;ber die Pflegeversicherung zusteht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Wird eine Leistung in einem Zusammenhang erbracht, der die Feststellung zul&auml;sst, dass ihr Hauptziel nicht der Schutz einschlie&szlig;lich der Aufrechterhaltung oder Wiederherstellung der Gesundheit ist, sondern die Erstattung eines Gutachtens, das Voraussetzung einer Entscheidung ist, die Rechtswirkungen erzeugt, so liegt keine Heilbehandlung im Sinne des Unionsrechts (EuGH-Urteile Unterpertinger vom 20.&nbsp;November 2003&nbsp;&#8211; C-212\/01, EU:C:2003:625, Umsatzsteuer-Rundschau &#8211;UR&#8211; 2004, 70, Rz&nbsp;42&nbsp;ff.; D&#8217;Ambrumenil und Dispute Resolution Services vom 20.&nbsp;November 2003&nbsp;&#8211; C-307\/01, EU:C:2003:627, UR 2004, 75, Rz&nbsp;61) und im Sinne des &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;14 UStG vor (Beschluss des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 31.&nbsp;Juli 2007&nbsp;&#8211; V&nbsp;B&nbsp;98\/06, Sammlung der Entscheidungen des Bundesfinanzhofs &#8211;BFHE&#8211; 217, 94, Bundessteuerblatt &#8211;BStBl&#8211; II 2008, 35, unter II.2.b, Rz&nbsp;15; BFH-Urteil vom 8.&nbsp;Oktober 2008&nbsp;&#8211; V&nbsp;R&nbsp;32\/07, BFHE 222, 184, BStBl II 2009, 429, unter II.1.a, Rz&nbsp;11, mit weiteren Nachweisen &#8211;m.w.N.&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) So liegt der Fall hier. Der Entscheidung der Pflegekasse &uuml;ber die Gew&auml;hrung von Leistungen nach &sect;&nbsp;28 SGB&nbsp;XI geht ein Verwaltungsverfahren voraus. Ein unselbst&auml;ndiger Verfahrensschritt in diesem Verfahren ist die Begutachtung, ob eine Pflegebed&uuml;rftigkeit vorliegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Nach dem Aufgabenkatalog der &sect;&sect;&nbsp;275 und 276 Abs. 6&nbsp; SGB&nbsp;V sind die Krankenkassen in den gesetzlich bestimmten F&auml;llen verpflichtet, eine gutachterliche Stellungnahme des MDK einzuholen. Die Aufgaben des MDK im Rahmen der sozialen Pflegeversicherung ergeben sich zus&auml;tzlich zu den Bestimmungen des SGB&nbsp;V aus den Vorschriften des SGB&nbsp;XI.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Insofern regelt &sect;&nbsp;18 SGB&nbsp;XI, wie der Gutachter &#8211;ein Mitarbeiter eines MDK oder (ab 30.&nbsp;Oktober 2012) auch ein unabh&auml;ngiger Gutachter&#8211; in das Verwaltungsverfahren zur Entscheidung &uuml;ber die Gew&auml;hrung von Leistungen einzubeziehen ist. Ihm kommt die zentrale Aufgabe zu, den Pflegekassen den notwendigen medizinisch-pflegerischen Sachverstand zu verschaffen. Zu pr&uuml;fen sind vor allem, ob eine Pflegebed&uuml;rftigkeit vorliegt und welchem Pflegegrad diese zuzuordnen ist. Weiterhin kann zum Beispiel (z.B.) der Zeitanteil der Pflegeversicherung bei der Pflege von Personen mit besonders hohem Bedarf an behandlungspflegerischen Leistungen festzustellen sein. Die Feststellung dieser Tatbestandsmerkmale erfolgt jedoch nicht durch den Gutachter, sondern durch die Pflegekasse, welche sich seiner sachkundigen Hilfe bedient und die Entscheidung &uuml;ber die Gew&auml;hrung der beantragten Leistung unter Ber&uuml;cksichtigung der gutachterlichen Stellungnahme, aber m&ouml;glicherweise auch anderer Beweismittel, trifft (vergleiche &#8211;vgl.&#8211; Roller in Schlegel\/Voelzke, jurisPK-SGB&nbsp;XI, &sect;&nbsp;18 Rz&nbsp;11, 14).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Durch &sect;&nbsp;275 Abs.&nbsp;5 SGB&nbsp;V wird schlie&szlig;lich klargestellt, dass die &Auml;rzte des MDK nicht berechtigt sind, in die &auml;rztliche Behandlung einzugreifen. Aufgabe des MDK ist somit die Begutachtung f&uuml;r Zwecke der Sozialversicherung, nicht die Therapie (BFH-Urteile vom 28.&nbsp;Juni 2000&nbsp;&#8211; V&nbsp;R&nbsp;72\/99, BFHE 191, 463, BStBl II 2000, 554, unter II.1.e, Rz&nbsp;14&nbsp;ff.; in BFHE 222, 184, BStBl II 2009, 429, unter II.1.b, Rz&nbsp;12; Tehler in Rau\/D&uuml;rrw&auml;chter, Umsatzsteuergesetz, &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;15a Rz&nbsp;41).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Da es sich bei den Leistungen der Kl&auml;gerin auch nicht um Leistungen zur Betreuung oder Pflege von Personen handelt, ist &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;16 UStG nicht anwendbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Schlie&szlig;lich sind sowohl nach &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;15 UStG als auch nach &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;15a UStG nur die Ums&auml;tze der darin genannten Einrichtungen (z.B. der Sozialversicherungstr&auml;ger bzw. des MDK) steuerfrei. Die Kl&auml;gerin entspricht dieser Vorgabe nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Denn der MDK ist jeweils die nach &sect;&nbsp;278 Abs.&nbsp;2 SGB&nbsp;V in jedem Land von den Landesverb&auml;nden der Orts-, Betriebs- und Innungskrankenkassen, landwirtschaftlichen Krankenkassen und der Verb&auml;nde der Ersatzkassen errichtete und gemeinsam getragene Arbeitsgemeinschaft &quot;Medizinischer Dienst der Krankenversicherung&quot;. Die Pflegekassen, die gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;46 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 SGB&nbsp;XI bei der Krankenkasse errichtet werden, sind selbst nicht Mitglieder der MDK-Arbeitsgemeinschaften. Ebenso wenig ist die vom MDK beauftragte Kl&auml;gerin Teil des MDK.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>III. Zur Anrufung des EuGH<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin kann sich jedoch m&ouml;glicherweise unmittelbar auf eine Steuerfreiheit ihrer Leistungen nach Art.&nbsp;132 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;g der Richtlinie 2006\/112\/EG berufen. Denn die nationalen Regelungen nach &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;15 UStG bzw. &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;15a UStG befreien lediglich Leistungen der Sozialf&uuml;rsorge und der sozialen Sicherheit von der Besteuerung, nicht aber auch eng mit diesen Leistungen verbundene Leistungen, wie es Art.&nbsp;132 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;g der Richtlinie 2006\/112\/EG vorsieht. Ob die Leistungen der Kl&auml;gerin darunter zu fassen sind, ist jedoch unionsrechtlich zweifelhaft.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Zur ersten Rechtsfrage<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der ersten Frage soll gekl&auml;rt werden, ob eine Gutachtert&auml;tigkeit wie die im Ausgangsverfahren zu &#8211;eng mit der Sozialf&uuml;rsorge und der sozialen Sicherheit verbundenen&#8211; Ums&auml;tzen nach Art.&nbsp;132 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;g der Richtlinie 2006\/112\/EG f&uuml;hrt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Art.&nbsp;132 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;g der Richtlinie 2006\/112\/EG definiert nicht, was unter den Begriff &quot;eng mit der Sozialf&uuml;rsorge und der sozialen Sicherheit&quot; verbundenen Ums&auml;tzen zu fassen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die Befreiung gew&auml;hrt f&uuml;r bestimmte, im sozialen Sektor erbrachte Leistungen, die dem Gemeinwohl dienen, eine g&uuml;nstigere Mehrwertsteuerbehandlung. Dadurch zielt sie darauf ab, die Kosten dieser Leistungen zu senken und diese Leistungen dem Einzelnen, der sie in Anspruch nehmen k&ouml;nnte, zug&auml;nglicher zu machen (EuGH-Urteile Kingscrest Associates und Montecello vom 26.&nbsp;Mai 2005&nbsp;&#8211; C-498\/03, EU:C:2005:322, UR 2005, 453, Rz&nbsp;30; Les Jardins de Jouvence vom 21.&nbsp;Januar 2016&nbsp;&#8211; C-335\/14, EU:C:2016:36, H&ouml;chstrichterliche Finanzrechtsprechung &#8211;HFR&#8211; 2016, 287, Rz&nbsp;41).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Allerdings sind nicht alle dem Gemeinwohl dienenden T&auml;tigkeiten befreit. Art.&nbsp;132 der Richtlinie 2006\/112\/EG sieht Steuerbefreiungen nur f&uuml;r diejenigen T&auml;tigkeiten vor, die in der Vorschrift einzeln aufgef&uuml;hrt und genau beschrieben sind (EuGH-Urteile Brockenhurst College vom 4.&nbsp;Mai 2017&nbsp;&#8211; C-699\/15, EU:C:2017:344, UR 2017, 435, Rz&nbsp;22; The English Bridge Union vom 26.&nbsp;Oktober 2017&nbsp;&#8211; C-90\/16, EU:C:2017:814, HFR 2017, 1174, Rz&nbsp;21; A &#038; G Fahrschul-Akademie vom 14.&nbsp;M&auml;rz 2019&nbsp;&#8211; C-449\/17, EU:C:2019:202, Deutsches Steuerrecht &#8211;DStR&#8211; 2019, 620, Rz&nbsp;17). Folglich kann auch nicht jede Person, die eine dem Gemeinwohl dienende T&auml;tigkeit aus&uuml;bt, als eine vom Mitgliedstaat anerkannte Einrichtung angesehen werden (vgl. EuGH-Urteil Ordre des barreaux francophones et germanophone u.a. vom 28.&nbsp;Juli 2016&nbsp;&#8211; C-543\/14, EU:C:2016:605, UR 2016, 634, Rz&nbsp;60&nbsp;ff.; BFH-Urteil vom 29.&nbsp;M&auml;rz 2017&nbsp;&#8211; XI&nbsp;R&nbsp;6\/16, BFHE 257, 471, Rz&nbsp;30).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Die Begriffe, mit denen die Steuerbefreiungen des Art.&nbsp;132 der Richtlinie 2006\/112\/EG umschrieben sind, sind eng auszulegen, da sie Ausnahmen von dem allgemeinen, sich aus Art.&nbsp;2 der Richtlinie 2006\/112\/EG ergebenden Grundsatz darstellen, dass jede Leistung, die ein Steuerpflichtiger gegen Entgelt erbringt, der Mehrwertsteuer unterliegt. Diese Regel einer engen Auslegung bedeutet jedoch nicht, dass die zur Definition der Steuerbefreiungen des Art.&nbsp;132 der Richtlinie 2006\/112\/EG verwendeten Begriffe in einer Weise auszulegen sind, die den Befreiungen ihre Wirkung n&auml;hme (EuGH-Urteile Brockenhurst College, EU:C:2017:344, UR 2017, 435, Rz&nbsp;23; A &#038; G Fahrschul-Akademie, EU:C:2019:202, DStR 2019, 620, Rz&nbsp;19).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Bei den Gutachterleistungen der Kl&auml;gerin handelt es sich nicht um Leistungen der Sozialf&uuml;rsorge oder der sozialen Sicherheit, da die gutachterliche T&auml;tigkeit lediglich als Entscheidungshilfe f&uuml;r den Erlass von Leistungsbescheiden durch die Pflegekasse dient. Dass die Leistungen des MDK (auch soweit er sich dazu Dritter bedient) auf der Grundlage des SGB&nbsp;XI erbracht werden und dem Gemeinwohl dienen, ist insofern nicht ausreichend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Fraglich ist aber, ob es sich bei der gutachterlichen T&auml;tigkeit um eine mit der Sozialf&uuml;rsorge oder der sozialen Sicherheit eng verbundene Leistung im Sinne des Art.&nbsp;132 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;g der Richtlinie 2006\/112\/EG handelt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Nach der Rechtsprechung des EuGH kann eine eng mit einer beg&uuml;nstigten T&auml;tigkeit verbundene Leistung steuerfrei sein, wenn die Hauptt&auml;tigkeit selbst eine befreite T&auml;tigkeit ist und sowohl die Hauptt&auml;tigkeit als auch die damit eng verbundene Leistung von einer der in Art.&nbsp;132 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;g der Richtlinie 2006\/112\/EG genannten Einrichtungen erbracht werden (vgl. EuGH-Urteile Kinderopvang Enschede vom 9.&nbsp;Februar 2006&nbsp;&#8211; C-415\/04, EU:C:2006:95, Sammlung amtlich nicht ver&ouml;ffentlichter Entscheidungen des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH\/NV&#8211; 2006, Beilage&nbsp;3, 256, Rz&nbsp;21, 22; Horizon College vom 14.&nbsp;Juni 2007&nbsp;&#8211; C-434\/05, EU:C:2007:343, BFH\/NV 2007, Beilage&nbsp;4, 389, Rz&nbsp;34, 36).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Vorliegend ist die Leistungsgew&auml;hrung der Pflegekasse eine steuerbefreite Leistung der Sozialf&uuml;rsorge und der sozialen Sicherheit. Die Leistung der Kl&auml;gerin dient der Vorbereitung dieser T&auml;tigkeit. Die Pflegekasse und m&ouml;glicherweise die Kl&auml;gerin sind nach Art.&nbsp;132 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;g der Richtlinie 2006\/112\/EG anerkannte Leistungserbringer.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) L&auml;ge ein eng verbundener Umsatz vor, w&auml;re die Leistung f&uuml;r die T&auml;tigkeit der Pflegekasse unerl&auml;sslich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Leistungen nach Art.&nbsp;134 Buchst.&nbsp;a der Richtlinie 2006\/112\/EG, die eng mit den u.a. in Art.&nbsp;132 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;g der Richtlinie 2006\/112\/EG genannten T&auml;tigkeiten verbunden sind, k&ouml;nnen nur befreit werden, wenn sie zur Aus&uuml;bung dieser steuerbefreiten T&auml;tigkeiten unerl&auml;sslich sind (vgl. EuGH-Urteile Ygeia vom 1.&nbsp;Dezember 2005&nbsp;&#8211; C-394\/04 und C-395\/04, EU:C:2005:734, BFH\/NV 2006, Beilage&nbsp;2, 127, Rz&nbsp;26; Kinderopvang Enschede, EU:C:2006:95, BFH\/NV 2006, Beilage&nbsp;3, 256, Rz&nbsp;25; Horizon College, EU:C:2007:343, BFH\/NV 2007, Beilage&nbsp;4, 389, Rz&nbsp;38, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Bei der Pr&uuml;fung der Unerl&auml;sslichkeit der Leistungen ist zu ber&uuml;cksichtigen, ob die eng verbundene (gutachterliche) Leistung von solcher Art oder Qualit&auml;t ist, dass davon auszugehen ist, dass ohne Mitwirken des Gutachters eine gleichwertige Einsch&auml;tzung nicht zur Verf&uuml;gung st&uuml;nde und ohne R&uuml;ckgriff auf ein derartiges Gutachten keine Gleichwertigkeit der Pflegekassenleistungen gew&auml;hrleistet w&auml;re bzw. dass diese Leistung notwendig ist und denen von beg&uuml;nstigten Einrichtungen entspricht (vgl. analog EuGH-Urteile Kinderopvang Enschede, EU:C:2006:95, BFH\/NV 2006, Beilage&nbsp;3, 256, Rz&nbsp;27&nbsp;ff.; Horizon College, EU:C:2007:343, BFH\/NV 2007, Beilage&nbsp;4, 389, Rz&nbsp;39; Les Jardins de Jouvence, EU:C:2016:36, HFR 2016, 287, Rz&nbsp;53).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Dies ist hier der Fall. Denn ausweislich der Gesetzgebungsmaterialien (vgl. Drucksachen des Deutschen Bundestages &#8211;BTDrucks&#8211; 12\/5952, 36) ist f&uuml;r eine ganzheitliche Beurteilung der Pflegesituation, insbesondere der Behinderung und des Hilfsbedarfs, die Beteiligung von Pflegefachkr&auml;ften und anderer geeigneter Fachkr&auml;fte (z.B. Heil- und Sozialp&auml;dagogen, Sozialarbeiter, Psychologen), die entweder beim MDK angestellt oder von ihm im Einzelfall beauftragt werden, unverzichtbar. Au&szlig;erdem sieht B&nbsp;1 der BRi die Beteiligung von externen Kr&auml;ften bei der Erstellung von Gutachten des MDK zur Bew&auml;ltigung von Antragsspitzen und zu speziellen gutachterlichen Fragestellungen vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Schlie&szlig;lich wird die T&auml;tigkeit der Kl&auml;gerin nicht in unmittelbarem Wettbewerb zu T&auml;tigkeiten von der Mehrwertsteuer unterliegenden gewerblichen Unternehmen durchgef&uuml;hrt (Art.&nbsp;134 Buchst.&nbsp;b der Richtlinie 2006\/112\/EG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>f) Auch wenn der Gesetzgeber bei Einf&uuml;hrung des &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;15a UStG davon ausging, dass die gutachterliche T&auml;tigkeit des MDK eine eng mit der Sozialf&uuml;rsorge verbundene Leistung darstellt (vgl. BTDrucks 13\/3084, 25; vgl. auch BFH-Urteil in BFHE 222, 184, BStBl II 2009, 429, unter II.4., Rz&nbsp;21), und Leistungen, die auf der Grundlage des Sozialgesetzbuchs &#8211;hier &sect;&nbsp;18 SGB&nbsp;XI&#8211; erbracht werden, oftmals eng mit der sozialen F&uuml;rsorge oder der sozialen Sicherheit verbunden sind (vgl. &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 des Ersten Buches Sozialgesetzbuch; BFH-Urteil vom 7.&nbsp;Dezember 2016&nbsp;&#8211; XI&nbsp;R&nbsp;5\/15, BFHE 256, 550, Rz&nbsp;25), bestehen hieran jedoch unionsrechtliche Zweifel.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Zum einen handelt es sich nach der Rechtsprechung des vorlegenden Senats dann nicht um eng mit der Sozialf&uuml;rsorge verbundene Leistungen, wenn sie nicht gegen&uuml;ber dem Hilfsbed&uuml;rftigen, sondern an einen Unternehmer erbracht werden, der sie ben&ouml;tigt, um seine eigene steuerbefreite Ausgangsleistung an den jeweiligen Patienten oder Hilfsbed&uuml;rftigen zu erbringen (BFH-Urteil vom 1.&nbsp;Dezember 2010&nbsp;&#8211; XI&nbsp;R&nbsp;46\/08, BFHE 232, 232, Rz&nbsp;39). Dies gilt z.B. f&uuml;r die Gestellung von Personal (vgl. BFH-Beschluss vom 22.&nbsp;Juli 2015&nbsp;&#8211; V&nbsp;R&nbsp;20\/12, UR 2015, 877, Rz&nbsp;3; BFH-Urteil vom 14.&nbsp;Januar 2016&nbsp;&#8211; V&nbsp;R&nbsp;56\/14, BFH\/NV 2016, 792, Rz&nbsp;18, jeweils unter Bezugnahme auf das EuGH-Urteil &quot;go fair&quot; Zeitarbeit vom 12.&nbsp;M&auml;rz 2015&nbsp;&#8211; C-594\/13, EU:C:2015:164, UR 2015, 351, Rz&nbsp;28) oder allgemeine Gesch&auml;ftsf&uuml;hrungs- und Verwaltungsleistungen (vgl. BFH-Urteil in BFHE 256, 550, Rz&nbsp;24).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>51<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dem steht auch nicht entgegen, dass nach der Rechtsprechung des BFH ein steuerbefreiter Umsatz nach Art.&nbsp;132 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;c der Richtlinie 2006\/112\/EG auch dann vorliegen kann, wenn Leistungen nicht gegen&uuml;ber Patienten oder Krankenkassen erbracht werden. Denn f&uuml;r die Steuerfreiheit nach Art.&nbsp;132 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;c der Richtlinie 2006\/112\/EG kommt es nicht auf die Person des Leistungsempf&auml;ngers an, da sich die personenbezogene Voraussetzung der Steuerfreiheit auf den Leistenden beziehe, der Tr&auml;ger eines &auml;rztlichen oder arzt&auml;hnlichen Berufs sein m&uuml;sse (BFH-Urteil vom 2.&nbsp;August 2018&nbsp;&#8211; V&nbsp;R&nbsp;37\/17, BFHE 263, 63, Rz&nbsp;16, m.w.N.). Ob diese &Uuml;berlegung auch auf Art.&nbsp;132 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;g der Richtlinie 2006\/112\/EG &uuml;bertragbar ist, ist fraglich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>52<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Zum anderen hat auch der EuGH in der Rechtssache Unterpertinger (EuGH-Urteil Unterpertinger, EU:C:2003:625, UR 2004, 70) hinsichtlich eines vergleichbaren Sachverhalts (der Erstellung eines Gutachtens zum Gesundheitszustand einer Person im Hinblick darauf, Anhaltspunkte zu gewinnen, die f&uuml;r oder gegen einen Antrag auf Zahlung einer Invalidit&auml;tspension sprechen) eine Steuerbefreiung nach Art.&nbsp;132 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;g der Richtlinie 2006\/112\/EG nicht in Betracht gezogen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>53<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Zur Rechtsfrage 2a)<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit dieser Rechtsfrage soll f&uuml;r den Fall, dass die Frage&nbsp;1 bejaht wird, gekl&auml;rt werden, ob es f&uuml;r die Anerkennung eines Unternehmers als eine Einrichtung mit sozialem Charakter im Sinne des Art.&nbsp;132 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;g der Richtlinie 2006\/112\/EG ausreicht, dass dieser als Subunternehmer im Auftrag einer Einrichtung, die nach nationalem Recht als soziale Einrichtung im Sinne des Art.&nbsp;132 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;g der Richtlinie 2006\/112\/EG anerkannt ist, Leistungen erbringt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>54<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der Begriff der Einrichtung mit sozialem Charakter im Sinne des Art.&nbsp;132 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;g der Richtlinie 2006\/112\/EG ist grunds&auml;tzlich weit genug, um auch nat&uuml;rliche Personen und private Einheiten mit Gewinnerzielungsabsicht zu erfassen (vgl. dazu EuGH-Urteile Gregg vom 7.&nbsp;September 1999&nbsp;&#8211; C-216\/97, EU:C:1999:390, UR 1999, 419, Rz&nbsp;21; Kingscrest Associates und Montecello, EU:C:2005:322, UR 2005, 453, Rz&nbsp;35, 40; MDDP vom 28.&nbsp;November 2013&nbsp;&#8211; C-319\/12, EU:C:2013:778, HFR 2014, 177, Rz&nbsp;28, 31; BFH-Urteile in BFHE 257, 471, Rz&nbsp;28; vom 13.&nbsp;Juni 2018&nbsp;&#8211; XI&nbsp;R&nbsp;20\/16, BFHE 262, 220, Rz&nbsp;53, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>55<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">b) Nach den EuGH-Urteilen K&uuml;gler vom 10.&nbsp;September 2002&nbsp;&#8211; C-141\/00 (EU:C:2002:472, UR 2002, 513, Rz&nbsp;54, 58) und Zimmermann vom 15.&nbsp;November 2012&nbsp;&#8211; C-174\/11 (EU:C:2012:716, UR 2013, 35, Rz&nbsp;26) legt Art.&nbsp;132 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;g der Richtlinie 2006\/112\/EG die Voraussetzungen und Modalit&auml;ten der Anerkennung nicht fest. Vielmehr ist es Sache des innerstaatlichen Rechts jedes Mitgliedstaats, die Regeln aufzustellen, nach denen Einrichtungen die erforderliche Anerkennung gew&auml;hrt werden kann. Dabei haben die nationalen Beh&ouml;rden im Einklang mit dem Unionsrecht und unter der Kontrolle der nationalen Gerichte die f&uuml;r die Anerkennung ma&szlig;geblichen Gesichtspunkte zu ber&uuml;cksichtigen. Zu diesen geh&ouml;ren (vgl. BFH-Urteil in BFHE 257, 471, Rz&nbsp;29&nbsp;ff., m.w.N.):<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;&nbsp;das Bestehen spezifischer Vorschriften, bei denen es sich um nationale oder regionale Rechts- oder Verwaltungsvorschriften, Steuervorschriften oder Vorschriften im Bereich der sozialen Sicherheit handeln kann,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;&nbsp;das mit den T&auml;tigkeiten des betreffenden Steuerpflichtigen verbundene Gemeinwohlinteresse,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;&nbsp;die Tatsache, dass andere Steuerpflichtige mit den gleichen T&auml;tigkeiten bereits in den Genuss einer &auml;hnlichen Anerkennung kommen, und<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;&nbsp;die &Uuml;bernahme der Kosten der fraglichen Leistungen zum gro&szlig;en Teil durch Krankenkassen oder durch andere Einrichtungen der sozialen Sicherheit.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>56<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Nach der bisherigen Rechtsprechung des BFH erstreckt sich die Anerkennung des MDK als soziale Einrichtung im Sinne des Art.&nbsp;132 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;g der Richtlinie 2006\/112\/EG durch &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;15a UStG nicht auch auf Subunternehmer des MDK. Der Grundsatz der Neutralit&auml;t der Umsatzsteuer (vgl. EuGH-Urteile K&uuml;gler, EU:C:2002:473, UR 2002, 513, 1.&nbsp;Leitsatz sowie Rz&nbsp;30; Kingscrest Associates und Montecello, EU:C:2005:322, UR 2005, 453, Rz&nbsp;41; Turn- und Sportunion Waldburg vom 12.&nbsp;Januar 2006&nbsp;&#8211; C-246\/04, EU:C:2006:22, UR 2006, 224, Rz&nbsp;33) gebiete &#8211;auch unter dem Gesichtspunkt der freien Wahl des Organisationsmodells&#8211; insofern keine andere Auslegung (BFH-Urteile vom 8.&nbsp;November 2007&nbsp;&#8211; V&nbsp;R&nbsp;2\/06, BFHE 219, 428, BStBl II 2008, 634; in BFHE 222, 184, BStBl II 2009, 429). Denn selbst wenn ein Gutachten der Kl&auml;gerin die gleiche Qualit&auml;t wie das Gutachten einer beim MDK angestellten Fachkraft bzw. eines direkt von der Pflegekasse beauftragten Gutachters habe und ebenso zur Grundlage der Entscheidung der Pflegekasse werde, l&auml;gen dennoch unterschiedlich ausgestaltete rechtliche Situationen vor, die umsatzsteuerrechtlich nicht gleich behandelt werden m&uuml;ssten (BFH-Urteil in BFHE 219, 428, BStBl II 2008, 634, unter II.2.b&nbsp;dd, Rz&nbsp;43; in BFHE 222, 184, BStBl II 2009, 429, unter II.3., Rz&nbsp;19; a.A. Tehler in Rau\/D&uuml;rrw&auml;chter, a.a.O., &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;15a Rz&nbsp;118).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>57<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dies ergebe sich insbesondere daraus, dass die beg&uuml;nstigende Regelung des &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;15a UStG dadurch, dass sie nur f&uuml;r Leistungen des MDK gilt, unionsrechtskonform an ein personenbezogenes Merkmal ankn&uuml;pfe, was unterschiedliche Wettbewerbsbedingungen f&uuml;r verschiedene Wirtschaftsteilnehmer impliziere (BFH-Urteil vom 28.&nbsp;Juni 2017&nbsp;-XI&nbsp;R&nbsp;23\/14, BFHE 258, 517, Rz&nbsp;63, m.w.N.). Die freie Wahl des Organisationsmodells f&uuml;hre indessen nicht dazu, dass bei den Steuerbefreiungen, die &#8211;wie Art.&nbsp;132 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;g der Richtlinie 2006\/112\/EG mit der Anerkennung durch den Mitgliedstaat&#8211; unternehmerbezogene Merkmale voraussetzen, auf diese unternehmerbezogenen Merkmale unter Berufung auf die Freiheit des Organisationsmodells verzichtet werden k&ouml;nne (BFH-Urteile vom 8.&nbsp;August 2013&nbsp;&#8211; V&nbsp;R&nbsp;8\/12, BFHE 242, 548, Rz&nbsp;46; vom 9.&nbsp;M&auml;rz 2017&nbsp;&#8211; V&nbsp;R&nbsp;39\/16, BFHE 257, 456, Rz&nbsp;19).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>58<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Fraglich ist jedoch, ob sich etwas anderes daraus ergibt, dass &#8211;abgesehen von der datenschutzrechtlichen Regelung des &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;7 Satz&nbsp;3 SGB&nbsp;XI (als nicht ausreichend angesehen vom BFH-Urteil in BFHE 222, 184, BStBl II 2009, 429, unter II.4.b, Rz&nbsp;29)&#8211; mit den BRi vom Spitzenverband Bund der Pflegekassen erlassene und vom Bundesminister f&uuml;r Gesundheit genehmigte Regelungen bestehen, die die Einbindung Dritter durch den MDK zur Begutachtung rudiment&auml;r regeln (vgl. unter B&nbsp;1 der BRi), aber lediglich f&uuml;r den MDK gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;53a Satz&nbsp;3 SGB&nbsp;XI verbindlich sind. Hierin k&ouml;nnte eine hinreichende Anerkennung liegen, auch wenn der Gutachter Subunternehmer ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>59<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Zur Rechtsfrage 2b)<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit dieser Frage soll f&uuml;r den Fall, dass die Frage&nbsp;1 bejaht wird und die Subunternehmerstellung allein nicht ausreicht, gekl&auml;rt werden, ob die pauschale &Uuml;bernahme der Kosten des Hauptunternehmers durch die Kranken- und Pflegekassen daf&uuml;r ausreichend ist, dass auch ein Subunternehmer als eine anerkannte Einrichtung im Sinne des Art.&nbsp;132 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;g der Richtlinie 2006\/112\/EG zu beurteilen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>60<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Zu den im Einklang mit dem Unionsrecht f&uuml;r die Anerkennung als soziale Einrichtung ma&szlig;geblichen Gesichtspunkten geh&ouml;rt u.a. die &Uuml;bernahme der Kosten f&uuml;r die fraglichen Leistungen zum gro&szlig;en Teil durch Krankenkassen oder durch andere Einrichtungen der sozialen Sicherheit (EuGH-Urteil Zimmermann, EU:C:2012:716, UR 2013, 35, Rz&nbsp;31; BFH-Urteile in BFHE 256, 550, Rz&nbsp;29; in BFHE 258, 517, Rz&nbsp;40; jeweils m.w.N.; in BFHE 262, 220, Rz&nbsp;50).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>61<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ausreichend ist nach der Rechtsprechung des BFH grunds&auml;tzlich, dass die Kosten mittelbar (durchgeleitet) von Einrichtungen der sozialen Sicherheit getragen werden, auch wenn &#8211;wie beim Subunternehmer&#8211; keine direkten vertraglichen Beziehungen zum &ouml;ffentlichen Tr&auml;ger bestehen (BFH-Urteile vom 6.&nbsp;April 2016&nbsp;&#8211; V&nbsp;R&nbsp;55\/14, BFHE 253, 466, Rz&nbsp;38&nbsp;ff.; in BFHE 256, 550, Rz&nbsp;35; in BFHE 262, 220, Rz&nbsp;71; jeweils m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>62<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Finanzierung des MDK ist in &sect;&nbsp;281 SGB&nbsp;V geregelt. W&auml;hrend die f&uuml;r die Aufgaben des MKD nach &sect;&nbsp;275 Abs.&nbsp;1 bis 3a SGB&nbsp;V erforderlichen Mittel von den Krankenkassen durch eine Umlage aufgebracht werden (&sect;&nbsp;281 Abs.&nbsp;1 S&auml;tze&nbsp;1 bis 3 SGB&nbsp;V), sind die Leistungen der MDK im Rahmen der ihnen nach &sect;&nbsp;275 Abs.&nbsp;4 SGB&nbsp;V &uuml;bertragenen Aufgaben vom jeweiligen Auftraggeber durch aufwandsorientierte Nutzerentgelte zu verg&uuml;ten (&sect;&nbsp;281 Abs.&nbsp;1a SGB&nbsp;V). Die Umlage wird grunds&auml;tzlich nach dem Wohnortprinzip nach dem Verh&auml;ltnis der Mitgliederzahlen der Kassen im Zust&auml;ndigkeitsbereich des MDK bemessen (&sect;&nbsp;281 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 SGB&nbsp;V).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>63<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;281 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;5 SGB&nbsp;V tragen die Pflegekassen pauschal die H&auml;lfte der umlagefinanzierten Kosten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>64<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Die Begutachtung nach &sect;&nbsp;18 SGB&nbsp;XI wird danach durch Umlagen finanziert, wobei die Zuweisung der erforderlichen Mittel nach &sect;&nbsp;281 SGB&nbsp;V unabh&auml;ngig von der konkreten Inanspruchnahme durch die Pflegekasse und auch unabh&auml;ngig davon erfolgt, ob der MDK Dritte zur Erf&uuml;llung seiner Aufgaben &#8211;entsprechend den Vorgaben der BRi&#8211; eingeschaltet hat. Damit haben die Pflege- bzw. die Krankenkassen im Ergebnis mittelbar s&auml;mtliche Kosten der gutachterlichen T&auml;tigkeit der Kl&auml;gerin getragen (vgl. BFH-Urteil in BFHE 256, 550, Rz&nbsp;35).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>65<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Andererseits hat der deutsche Gesetzgeber bei der Umsetzung des Art.&nbsp;132 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;g der Richtlinie 2006\/112\/EG in nationales Recht hinsichtlich einer erforderlichen Kosten&uuml;bernahme durch Krankenkassen oder andere Einrichtungen der sozialen Sicherheit zum Teil den Begriff der &quot;Verg&uuml;tung&quot; gew&auml;hlt (vgl. z.B. &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;16 Buchst.&nbsp;k beziehungsweise ab 1.&nbsp;Juli 2013: Buchst.&nbsp;l UStG; &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;16 Satz&nbsp;2 UStG; &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;25 Satz&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b Doppelbuchst.&nbsp;bb UStG). Dies wird durch die Rechtsprechung des BFH dahingehend ausgelegt, dass aus der Verwendung des Ausdrucks &quot;verg&uuml;tet wurden&quot; statt &quot;Kosten&uuml;bernahme&quot; zwar nicht geschlossen werden k&ouml;nne, dass eine mittelbare Verg&uuml;tung nicht ausreiche (BFH-Urteil vom 22.&nbsp;Juni 2016&nbsp;&#8211; V&nbsp;R&nbsp;46\/15, BFHE 254, 272, Rz&nbsp;50). Voraussetzung einer &quot;Verg&uuml;tung&quot; sei jedoch zumindest, dass der zust&auml;ndige Tr&auml;ger die durch einen Subunternehmer an einen anderen Unternehmer im Rahmen der beg&uuml;nstigten T&auml;tigkeit erbrachten Leistungen kennt und die Kosten hierf&uuml;r, wenn auch mittelbar, tragen will (vgl. BFH-Urteile in BFHE 254, 272, Rz&nbsp;31; in BFHE 262, 220, Rz&nbsp;66). Verg&uuml;tet der Kostentr&auml;ger dagegen nicht Leistungen des Subunternehmers, sondern lediglich Leistungen des Leistungserbringers, liegt danach keine bei der Beurteilung einer Anerkennung im Sinne des Art.&nbsp;132 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;g der Richtlinie 2006\/112\/EG zu ber&uuml;cksichtigende Kosten&uuml;bernahme vor (BFH-Urteile vom 30.&nbsp;November 2016&nbsp;&#8211; V&nbsp;R&nbsp;10\/16, BFH\/NV 2017, 627, Rz&nbsp;13; in BFHE 262, 220, Rz&nbsp;68).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>66<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im vorliegenden Fall gibt es keine Feststellungen dazu, ob die Pflegekasse im Rahmen der pauschalen Kosten&uuml;bernahme f&uuml;r den MDK von den jeweiligen Subunternehmerleistungen wusste und diese auch &quot;verg&uuml;ten&quot; wollte. W&uuml;rde eine mittelbare Finanzierung nicht ausreichen, m&uuml;sste der Rechtsstreit an das FG zur&uuml;ckverwiesen werden. Hieraus ergibt sich die Vorlagefrage 2b).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>67<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Zur Rechtsfrage 2c)<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit dieser Frage soll f&uuml;r den Fall, dass die Frage&nbsp;1 bejaht wird und die Subunternehmerstellung nicht ausreicht, gekl&auml;rt werden, ob bei mittelbarer Kostentragung durch einen Sozialtr&auml;ger die Anerkennung als Einrichtung mit sozialem Charakter davon abh&auml;ngig gemacht werden kann, dass der Steuerpflichtige einen Vertrag mit einem Tr&auml;ger der sozialen Sicherheit oder Sozialf&uuml;rsorge tats&auml;chlich abgeschlossen hat, oder ob es f&uuml;r eine Anerkennung ausreicht, dass nach nationalem Recht ein Vertrag abgeschlossen werden k&ouml;nnte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>68<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach der Rechtsprechung des BFH kann die Kosten&uuml;bernahme nur dann zu einer solchen Anerkennung im Sinne des Art.&nbsp;132 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;g der Richtlinie 2006\/112\/EG f&uuml;hren, wenn diese gesetzlich geregelt ist. Demgem&auml;&szlig; kann es zu einer Anerkennung aufgrund einer vertraglich vereinbarten Kosten&uuml;bernahme nur dann kommen, wenn f&uuml;r den Vertragsschluss eine gesetzliche Grundlage besteht (BFH-Urteile vom 18.&nbsp;Februar 2016&nbsp;&#8211; V&nbsp;R&nbsp;46\/14, BFHE 253, 421, Rz&nbsp;43, m.w.N.; in BFHE 254, 272, Rz&nbsp;37). Ebenso wie der Umstand, dass keine &ouml;ffentliche Kostenbeteiligung gew&auml;hrt wird, f&uuml;r sich genommen eine solche Anerkennung nicht ausschlie&szlig;t (EuGH-Urteil Les Jardins de Jouvence, EU:C:2016:36, HFR 2016, 287, Rz&nbsp;39), f&uuml;hrt die abstrakte &Uuml;bernahmef&auml;higkeit von Kosten nicht zwingend zu einer Anerkennung als soziale Einrichtung (BFH-Urteil in BFHE 257, 456, Rz&nbsp;22).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>69<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bestehen nur geringe gesetzliche Anforderungen f&uuml;r einen Vertragsschluss, soll insofern die M&ouml;glichkeit eines Vertragsschlusses ausreichen (BFH-Urteil vom 18.&nbsp;August 2015&nbsp;&#8211; V&nbsp;R&nbsp;13\/14, BFHE 251, 282, Rz&nbsp;20&nbsp;f.). Sieht das Gesetz jedoch zahlreiche Bedingungen f&uuml;r einen Vertragsschluss vor, soll allein die abstrakte Kosten&uuml;bernahmef&auml;higkeit nicht ausreichen (BFH-Urteile in BFHE 257, 456, Rz&nbsp;20&nbsp;f.; vom 21.&nbsp;Juni 2017&nbsp;&#8211; V&nbsp;R&nbsp;29\/16, BFH\/NV 2017, 1465, Rz&nbsp;12), da der nationale Gesetzgeber bei der Ausgestaltung der unternehmerbezogenen Anerkennung befugt sei, z.B. die Leistungsqualit&auml;t zu ber&uuml;cksichtigen, wie sie sich etwa aus einer Pr&uuml;fung vor Vertragsschluss durch den Sozialhilfetr&auml;ger ergebe (BFH-Urteil in BFHE 257, 456, Rz&nbsp;18).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>70<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 SGB&nbsp;XI wurde mit Wirkung zum 30.&nbsp;Oktober 2012 durch das PNG dahingehend ge&auml;ndert, dass die Pflegekassen statt des MDK auch andere unabh&auml;ngige Gutachter mit der Pr&uuml;fung, ob die Voraussetzungen der Pflegebed&uuml;rftigkeit erf&uuml;llt sind und welcher Pflegegrad vorliegt bzw. f&uuml;r welchen Zeitanteil die Pflegeversicherung bei ambulant versorgten Pflegebed&uuml;rftigen die h&auml;lftigen Kosten zu tragen hat, beauftragen k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>71<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bei direkter Beauftragung von unabh&auml;ngigen Gutachtern gelten f&uuml;r die Pflegekassen (&sect;&nbsp;53b Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 SGB&nbsp;XI) die nach &sect; 53b SGB&nbsp;XI erlassenen UGu-RiLi, in denen z.B. in Ziff.&nbsp;2 die Qualifikationsanforderungen an die von den Pflegekassen beauftragten Gutachter detailliert geregelt sind. Dies k&ouml;nnte dahingehend verstanden werden, dass ein Vertrag besteht, sofern dies unionsrechtlich zul&auml;ssig ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>72<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die vorgelegten Rechtsfragen sind entscheidungserheblich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>73<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Eine Steuerbefreiung scheidet aus, wenn Frage 1 dahingehend zu beantworten ist, dass die Gutachtert&auml;tigkeit keine von Art.&nbsp;132 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;g der Richtlinie 2006\/112\/EG beg&uuml;nstigte T&auml;tigkeit darstellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>74<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Ist der Anwendungsbereich hingegen er&ouml;ffnet, kommt es f&uuml;r die Steuerpflicht der Gutachterleistungen darauf an, unter welchen Umst&auml;nden von einer Anerkennung auszugehen ist, insbesondere, ob die T&auml;tigkeit als Subunternehmer einer anerkannten Einrichtung ausreicht (Frage 2a). Wenn dies nicht ausreicht, ist entscheidend, ob eine pauschale Kostentragung gen&uuml;gt oder es einer wissentlichen und willentlichen Kosten&uuml;bernahme bedarf (Frage 2b), bzw. ob &#8211;und unter welchen Umst&auml;nden&#8211; eine gesetzliche Grundlage f&uuml;r einen direkten Vertragsschluss erforderlich ist (Frage 2c).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss (EuGH-Vorlage) vom 10.4.2019, XI R 11\/17ECLI:DE:BFH:2019:VE.100419.XIR11.17.0 EuGH-Vorlage zur umsatzsteuerrechtlichen Behandlung von Gutachtert&auml;tigkeiten im Auftrag des MDK Leits&auml;tze 1. Liegt unter Umst&auml;nden wie denen des Ausgangsverfahrens, in denen ein Steuerpflichtiger im Auftrag des MDK Gutachten zur Pflegebed&uuml;rftigkeit von Patienten erstellt, eine T&auml;tigkeit vor, die dem Anwendungsbereich des Art. 132 Abs. 1 Buchst. g der &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-11-17-eugh-vorlage-zur-umsatzsteuerrechtlichen-behandlung-von-gutachtertaetigkeiten-im-auftrag-des-mdk\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">XI&nbsp;R&nbsp;11\/17 &#8211; EuGH-Vorlage zur umsatzsteuerrechtlichen Behandlung von Gutachtert&auml;tigkeiten im Auftrag des MDK<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-71141","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71141","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=71141"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71141\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=71141"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=71141"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=71141"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}