{"id":71142,"date":"2019-09-12T16:51:09","date_gmt":"2019-09-12T14:51:09","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=71142"},"modified":"2019-09-12T16:51:09","modified_gmt":"2019-09-12T14:51:09","slug":"iii-r-5-18-im-wesentlichen-inhaltsgleich-mit-bfh-urteil-vom-11042019-iii-r-36-15-keine-erweiterte-kuerzung-des-gewerbeertrags-einer-grundbesitzverwaltenden-kapitalgesellschaft-bei-mitverpachtung-von-b","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-r-5-18-im-wesentlichen-inhaltsgleich-mit-bfh-urteil-vom-11042019-iii-r-36-15-keine-erweiterte-kuerzung-des-gewerbeertrags-einer-grundbesitzverwaltenden-kapitalgesellschaft-bei-mitverpachtung-von-b\/","title":{"rendered":"III&nbsp;R&nbsp;5\/18 &#8211; Im Wesentlichen inhaltsgleich mit BFH-Urteil vom 11.04.2019 III R 36\/15 &#8211; Keine erweiterte K&uuml;rzung des Gewerbeertrags einer grundbesitzverwaltenden Kapitalgesellschaft bei Mitverpachtung von Betriebsvorrichtungen"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 11.4.2019, III R 5\/18<br \/>ECLI:DE:BFH:2019:U.110419.IIIR5.18.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Im Wesentlichen inhaltsgleich mit BFH-Urteil vom 11.04.2019 III R 36\/15 &#8211; Keine erweiterte K&uuml;rzung des Gewerbeertrags einer grundbesitzverwaltenden Kapitalgesellschaft bei Mitverpachtung von Betriebsvorrichtungen<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>NV: Eine erweiterte K&uuml;rzung des Gewerbeertrags nach &sect; 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG scheidet aus, wenn eine grundbesitzverwaltende GmbH ein Grundst&uuml;ck mit Betriebsvorrichtungen (hier: Autohaus mit Lackierkabinen) verpachtet. Dies gilt auch dann, wenn auf die Betriebsvorrichtungen nur ein geringer Teil der Pacht entf&auml;llt.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision der Kl&auml;gerin gegen das Urteil des Nieders&auml;chsischen Finanzgerichts vom 08.12.2016 &#8211; 10 K 111\/15 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat die Kl&auml;gerin zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Streitig ist, ob die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin), eine GmbH, die eigene und geleaste Grundst&uuml;cke, Geb&auml;ude und Wohnungen vermietete und verpachtete, die erweiterte K&uuml;rzung des Gewerbeertrags nach &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 S&auml;tze&nbsp;2 und 3 des Gewerbesteuergesetzes (GewStG) beanspruchen kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Streitjahr (2008) verpachtete die Kl&auml;gerin verschiedene, Anfang 2008 erworbene Grundst&uuml;cke an Autohausbetreiber. Das Grundst&uuml;ck K-Stra&szlig;e in X war an das Autohaus Y verpachtet. In der aufstehenden Werkstatthalle befanden sich drei miteinander verbundene Lackierkabinen sowie die dazugeh&ouml;rigen Zuluft- und Ablufteinrichtungen. Die mit der Werkstatthalle fest verbundenen Kabinen waren Neuinvestitionen der Kl&auml;gerin; die zuvor vorhandenen Lackierkabinen hatten den Umweltanforderungen nicht mehr entsprochen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) gew&auml;hrte zun&auml;chst die von der Kl&auml;gerin beantragte erweiterte K&uuml;rzung f&uuml;r Grundst&uuml;cksunternehmen in H&ouml;he von 380.711&nbsp;EUR und setzte den Messbetrag am 30.&nbsp;November 2009 unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung auf Null fest.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach einer Au&szlig;enpr&uuml;fung vertrat das FA die Auffassung, bei den Lackierkabinen handele es sich um Betriebsvorrichtungen, deren Vermietung der erweiterten K&uuml;rzung entgegenstehe. Der daraufhin ergangene &Auml;nderungsbescheid ber&uuml;cksichtigte deshalb nur noch eine nach dem Einheitswert der Betriebsgrundst&uuml;cke bemessene K&uuml;rzung (&sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 GewStG). Den dagegen eingelegten Einspruch wies das FA als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Klage hatte keinen Erfolg. Das Finanzgericht (FG) entschied (Entscheidungen der Finanzgerichte &#8211;EFG&#8211; 2018, 1458), bei den Lackierkabinen einschlie&szlig;lich Zu- und Ablufteinrichtungen handele es sich um Betriebsvorrichtungen des Werkstattbetriebs, deren Mitvermietung f&uuml;r die erweiterte K&uuml;rzung nicht ausnahmsweise unsch&auml;dlich sei, da das Grundverm&ouml;gen auch ohne die Lackierkabinen wirtschaftlich sinnvoll verpachtet werden k&ouml;nnte. Auf die Geringf&uuml;gigkeit der auf die Lackierkabinen entfallenden anteiligen Anschaffungs- und Herstellungskosten &#8211;laut Kl&auml;gerin 0,36&nbsp;%&#8211; und Mietzinsen &#8211;laut Kl&auml;gerin 0,3&nbsp;%&#8211; komme es nicht an; Ausnahmen vom Ausschlie&szlig;lichkeitserfordernis f&uuml;r F&auml;lle geringf&uuml;giger sch&auml;dlicher T&auml;tigkeiten seien auch nicht aufgrund des Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeitsgrundsatzes (Art.&nbsp;20 Abs.&nbsp;3 des Grundgesetzes &#8211;GG&#8211;) geboten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin r&uuml;gt mit ihrer dagegen gerichteten Revision die Verletzung materiellen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt,<br \/>das FG-Urteil und die Einspruchsentscheidung aufzuheben und den ge&auml;nderten Bescheid &uuml;ber den Gewerbesteuermessbetrag 2008 vom 18.&nbsp;M&auml;rz 2016 dahin zu &auml;ndern, dass die erweiterte K&uuml;rzung f&uuml;r Grundst&uuml;cksunternehmen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG gew&auml;hrt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG hat die erweiterte K&uuml;rzung des Gewinns und der Hinzurechnungen nach &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG zu Recht abgelehnt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Kl&auml;gerin war im Streitjahr als Kapitalgesellschaft gewerbesteuerpflichtig (&sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 und Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 GewStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 GewStG wird die Summe des Gewinns und der Hinzurechnungen um 1,2&nbsp;% des Einheitswerts des zum Betriebsverm&ouml;gen des Unternehmers geh&ouml;renden und nicht von der Grundsteuer befreiten Grundbesitzes gek&uuml;rzt; ma&szlig;gebend ist der Einheitswert des letzten Feststellungszeitpunktes vor dem Ende des Erhebungszeitraums (&sect;&nbsp;14 GewStG). Unternehmen, die ausschlie&szlig;lich eigenen Grundbesitz oder neben eigenem Grundbesitz eigenes Kapitalverm&ouml;gen verwalten und nutzen oder daneben Wohnungsbauten betreuen oder Kaufeigenheime, Kleinsiedlungen und Eigentumswohnungen errichten und ver&auml;u&szlig;ern, k&ouml;nnen stattdessen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG auf Antrag die Summe des Gewinns und der Hinzurechnungen um den Teil des Gewerbeertrags k&uuml;rzen, der auf die Verwaltung und Nutzung des eigenen Grundbesitzes entf&auml;llt (grundlegend Beschluss des Gro&szlig;en Senats des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 25.&nbsp;September 2018&nbsp;&#8211; GrS&nbsp;2\/16, BFHE 263, 225, BStBl II 2019, 262; BFH-Urteil vom 18.&nbsp;April 2000&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;R&nbsp;68\/98, BFHE 192, 100, BStBl II 2001, 359). Die K&uuml;rzung nach &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG ist grunds&auml;tzlich ausgeschlossen, wenn die Verwaltung oder Nutzung des eigenen Grundbesitzes die Grenzen der Gewerblichkeit &uuml;berschreitet (BFH-Urteil in BFHE 192, 100, BStBl II 2001, 359, unter II.3.b der Gr&uuml;nde).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die neben der Verm&ouml;gensverwaltung des Grundbesitzes erlaubten, jedoch nicht beg&uuml;nstigten T&auml;tigkeiten sind in &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 und 3 GewStG abschlie&szlig;end aufgez&auml;hlt (BFH-Urteil vom 14.&nbsp;Juni 2005&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;R&nbsp;3\/03, BFHE 210, 38, BStBl II 2005, 778, unter II.2.a der Gr&uuml;nde).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Zu Recht ist das FG davon ausgegangen, dass die Kl&auml;gerin auch Ertr&auml;ge erzielte, die nicht auf die Nutzung und Verwaltung von Grundbesitz im bewertungsrechtlichen Sinne zur&uuml;ckzuf&uuml;hren sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der in &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG verwendete Begriff des Grundbesitzes ist ebenso wie in Satz&nbsp;1 dieser Bestimmung im gegen&uuml;ber dem Einkommensteuerrecht engeren bewertungsrechtlichen Sinne zu verstehen (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. BFH-Urteile vom 22.&nbsp;Juni 1977&nbsp;&#8211; I&nbsp;R&nbsp;50\/75, BFHE 122, 534, BStBl II 1977, 778; vom 26.&nbsp;Februar 1992&nbsp;&#8211; I&nbsp;R&nbsp;53\/90, BFHE 167, 557, BStBl II 1992, 738; vom 20.&nbsp;September 2007&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;19\/05, BFHE 219, 190, BStBl II 2010, 985). Dies beruht auf dem Zweck des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 GewStG, die Doppelbelastung von Grundbesitz mit Realsteuern &#8211;Gewerbesteuer und Grundsteuer&#8211; zu vermeiden. Bei Ertr&auml;gen, die nicht auf die Nutzung und Verwaltung von Grundbesitz im bewertungsrechtlichen Sinne zur&uuml;ckzuf&uuml;hren sind, ist eine Doppelbelastung durch Grundsteuer und Gewerbesteuer nicht zu bef&uuml;rchten (BFH-Urteil in BFHE 219, 190, BStBl II 2010, 985).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der Umfang des Grundverm&ouml;gens ergibt sich aus &sect;&nbsp;68 des Bewertungsgesetzes &#8211;BewG&#8211; (BFH-Urteil in BFHE 219, 190, BStBl II 2010, 985). Danach geh&ouml;ren zum Grundverm&ouml;gen u.a. der Grund und Boden, die Geb&auml;ude, die sonstigen Bestandteile und das Zubeh&ouml;r (&sect;&nbsp;68 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 BewG), nicht aber Maschinen und sonstige Vorrichtungen aller Art, die zu einer Betriebsanlage geh&ouml;ren (Betriebsvorrichtungen), auch wenn sie wesentliche Bestandteile sind (&sect;&nbsp;68 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 BewG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aus dem gesetzlichen Erfordernis der Zugeh&ouml;rigkeit &quot;zu einer Betriebsanlage&quot; ergibt sich, dass der Begriff der Betriebsvorrichtung Gegenst&auml;nde voraussetzt, durch die das Gewerbe unmittelbar betrieben wird. Zwischen der Betriebsvorrichtung und dem Betriebsablauf muss ein &auml;hnlich enger Zusammenhang bestehen, wie er &uuml;blicherweise bei Maschinen gegeben ist. Dagegen reicht es nicht aus, wenn eine Anlage f&uuml;r einen Betrieb lediglich n&uuml;tzlich oder notwendig oder sogar gewerbepolizeilich vorgeschrieben ist. Entscheidend ist, ob die Gegenst&auml;nde von ihrer Funktion her unmittelbar zur Aus&uuml;bung des Gewerbes genutzt werden (Senatsurteil vom 28.&nbsp;Februar 2013&nbsp;&#8211; III&nbsp;R&nbsp;35\/12, BFHE 240, 453, BStBl II 2013, 606, Rz&nbsp;8, m.w.N.). F&uuml;r die Abgrenzung zwischen Geb&auml;udebestandteilen und Betriebsvorrichtungen kommt es deshalb darauf an, ob die Vorrichtung im Rahmen der allgemeinen Nutzung des Geb&auml;udes erforderlich ist oder ob sie unmittelbar der Aus&uuml;bung des Gewerbes dient (Senatsurteil vom 24.&nbsp;M&auml;rz 2006&nbsp;&#8211; III&nbsp;R&nbsp;40\/04, BFH\/NV 2006, 2130, unter II.1., m.w.N.; Bahns\/Graw, Finanz-Rundschau &#8211;FR&#8211; 2008, 257, 262). Die zivilrechtliche Einordnung eines Gegenstands als wesentlicher Geb&auml;udebestandteil schlie&szlig;t das Vorliegen einer Betriebsvorrichtung i.S. des &sect;&nbsp;68 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 BewG nicht aus (Senatsurteil in BFH\/NV 2006, 2130, unter II.1., m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Nach diesen Grunds&auml;tzen hat das FG die Lackierkabinen nebst dazugeh&ouml;rigen Zuluft- und Ablufteinrichtungen zutreffend als Betriebsvorrichtungen angesehen, die nach &sect;&nbsp;68 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 BewG nicht in das Grundverm&ouml;gen einzubeziehen sind und daher bewertungsrechtlich auch nicht zum Betriebsgrundst&uuml;ck K-Stra&szlig;e der Kl&auml;gerin geh&ouml;ren, das Teil ihres Grundbesitzes i.S. von &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Das FG ist auch zu Recht davon ausgegangen, dass die Mitvermietung der Lackierkabinen der erweiterten K&uuml;rzung entgegensteht und im Streitfall insbesondere keine der von der Rechtsprechung entwickelten Ausnahmen vom Ausschluss einer erweiterten K&uuml;rzung vorliegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die erweiterte K&uuml;rzung nach &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG ist durch das Erfordernis der Ausschlie&szlig;lichkeit tatbestandlich zweifach begrenzt: Zum einen ist die unternehmerische T&auml;tigkeit gegenst&auml;ndlich begrenzt, n&auml;mlich ausschlie&szlig;lich auf eigenen Grundbesitz oder daneben auch auf eigenes Kapitalverm&ouml;gen, zum anderen sind Art, Umfang und Intensit&auml;t der T&auml;tigkeit begrenzt, dass n&auml;mlich die Unternehmen dieses Verm&ouml;gen ausschlie&szlig;lich verwalten und nutzen (Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH in BFHE 263, 225, BStBl II 2019, 262, Rz&nbsp;73).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Nebent&auml;tigkeiten liegen innerhalb des von diesem Ausschlie&szlig;lichkeitsgebot gezogenen Rahmens und sind nicht k&uuml;rzungssch&auml;dlich, wenn sie der Verwaltung und Nutzung eigenen Grundbesitzes i.e.S. dienen und als zwingend notwendiger Teil einer wirtschaftlich sinnvoll gestalteten eigenen Grundst&uuml;cksverwaltung und -nutzung angesehen werden k&ouml;nnen (BFH-Urteile vom 23.&nbsp;Juli 1969&nbsp;&#8211; I&nbsp;R&nbsp;134\/66, BFHE 96, 403, BStBl II 1969, 664, unter II.2.b; in BFHE 167, 557, BStBl II 1992, 738; vom 17.&nbsp;Oktober 2002&nbsp;&#8211; I&nbsp;R&nbsp;24\/01, BFHE 200, 54, BStBl II 2003, 355, unter II.1.c&nbsp;bb; vom 17.&nbsp;Januar 2006&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;R&nbsp;60\/02, BFHE 213, 5, BStBl II 2006, 434, unter II.1.c&nbsp;bb; offen gelassen in BFH-Urteil vom 26.&nbsp;August 1993&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;18\/91, BFH\/NV 1994, 338, unter 2.; Gosch in Bl&uuml;mich, EStG\/KStG\/GewStG, &sect;&nbsp;9 GewStG Rz&nbsp;71, m.w.N.). Hierzu z&auml;hlen insbesondere der Betrieb notwendiger Sondereinrichtungen f&uuml;r die Mieter und notwendiger Sondereinrichtungen im Rahmen der allgemeinen Wohnungsbewirtschaftung, etwa die Unterhaltung zentraler Heizungsanlagen, Gartenanlagen und &Auml;hnlichem (BFH-Urteile in BFHE 213, 5, BStBl II 2006, 434; vom 5.&nbsp;M&auml;rz 2008&nbsp;&#8211; I&nbsp;R&nbsp;56\/07, BFH\/NV 2008, 1359, unter II.2.b). Eine dar&uuml;ber hinausgehende Mitvermietung von (nicht fest mit dem Grundst&uuml;ck verbundenen) Betriebsvorrichtungen schlie&szlig;t die K&uuml;rzung dagegen regelm&auml;&szlig;ig aus (BFH-Urteil in BFHE 210, 38, BStBl II 2005, 778, unter II.2.a&nbsp;a.E.; BFH-Beschluss vom 7.&nbsp;April 2011&nbsp;&#8211; IV&nbsp;B&nbsp;157\/09, BFH\/NV 2011, 1392, Rz&nbsp;13).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die Rechtsprechung des BFH setzt das Merkmal &quot;zwingend notwendig&quot; mit &quot;unentbehrlich&quot; gleich (BFH-Urteil in BFH\/NV 1994, 338, unter 3.; BFH-Beschluss in BFH\/NV 2011, 1392, Rz&nbsp;9; Roser in Lenski\/Steinberg, Gewerbesteuergesetz, &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Rz&nbsp;129; Wendt in L&uuml;dicke\/Mellinghoff\/R&ouml;dder [Hrsg.], Nationale und internationale Unternehmensbesteuerung in der Rechtsordnung, Festschrift f&uuml;r Dietmar Gosch, 2016, S.&nbsp;449, 454). Ob die Voraussetzungen f&uuml;r ein unsch&auml;dliches Nebengesch&auml;ft vorliegen, ist dabei anhand objektiver Umst&auml;nde festzustellen und nicht nach den Beziehungen zwischen dem Steuerpflichtigen einerseits und seinen tats&auml;chlichen Gesch&auml;ftspartnern andererseits zu beurteilen (G&uuml;roff in Glanegger\/G&uuml;roff, GewStG, 8.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Rz&nbsp;24). Denn die Erforderlichkeit eines Nebengesch&auml;ftes zur eigenen wirtschaftlich sinnvollen Grundst&uuml;cksverwaltung muss bereits dann verneint werden, wenn die Grundst&uuml;cksverwaltung und -nutzung zu etwa gleichen Bedingungen auch ohne dieses Nebengesch&auml;ft h&auml;tte durchgef&uuml;hrt werden k&ouml;nnen (vgl. BFH-Urteil in BFHE 96, 403, BStBl II 1969, 664; Gosch in Bl&uuml;mich, a.a.O., &sect;&nbsp;9 GewStG Rz&nbsp;72, m.w.N.; Bahns\/Graw, FR 2008, 257, 259).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Ausgehend von den tats&auml;chlichen Feststellungen des FG, die nicht mit Revisionsr&uuml;gen angegriffen wurden (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO), ist die Entscheidung des FG nicht zu beanstanden, nach der die &Uuml;berlassung der von der Kl&auml;gerin hergestellten Lackierkabinen kein zwingend notwendiger unentbehrlicher Teil einer wirtschaftlich sinnvoll gestalteten Grundst&uuml;cksverwaltung war. Denn das Grundst&uuml;ck h&auml;tte auch ohne die Lackierkabinen wirtschaftlich sinnvoll verpachtet werden k&ouml;nnen (vgl. dazu auch BFH-Urteile in BFH\/NV 1994, 338, unter 3.; vom 4.&nbsp;Oktober 2006&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;R&nbsp;48\/05, juris; BFH-Beschluss in BFH\/NV 2011, 1392, Rz&nbsp;9; Roser in Lenski\/Steinberg, a.a.O., &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Rz&nbsp;129; Wendt in L&uuml;dicke\/Mellinghoff\/R&ouml;dder, a.a.O., S.&nbsp;449, 454).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Der Senat kann offenlassen, ob ein unsch&auml;dliches Nebengesch&auml;ft auch dann in Betracht kommt, wenn mitverpachtete Gegenst&auml;nde nur wegen der Eigenart ihrer Nutzung durch den Mieter Betriebsvorrichtungen sind. Denn Lackierkabinen sind insoweit keine &quot;neutralen&quot; Gegenst&auml;nde, sondern stets und nicht nur &#8211;wie das Schwimmbad in dem durch das BFH-Urteil in BFHE 122, 534, BStBl II 1977, 778 entschiedenen Fall&#8211; aufgrund der besonderen Nutzung durch den Mieter Betriebsvorrichtungen. Unerheblich ist insoweit auch, ob die Lackierkabinen fest mit dem Grundst&uuml;ck verbunden sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Da die Kl&auml;gerin selbst die Lackierkabinen im Streitjahr erneuert hat, braucht der Senat auch nicht zu entscheiden, ob etwa die &Uuml;berlassung einer tats&auml;chlich nicht als solcher erkannten (und nicht bilanzierten), d.h. dem Verp&auml;chter nicht bewussten, Betriebsvorrichtung von untergeordneter Bedeutung der erweiterten K&uuml;rzung nicht entgegensteht (vgl. dazu Roser in Lenski\/Steinberg, Gewerbesteuergesetz, 125.&nbsp;Lieferung 10.2018, &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Rz&nbsp;128a).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Der Senat verkennt nicht, dass die durch die Versagung der erweiterten K&uuml;rzung ausgel&ouml;ste Gewerbesteuerbelastung unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig erscheinen mag, wenn auf die daf&uuml;r urs&auml;chliche Betriebsvorrichtung nur ein zu vernachl&auml;ssigender Teil &#8211;laut Kl&auml;gerin etwa 0,3&nbsp;%&#8211; des Pachtzinses entf&auml;llt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Eine allgemeine Geringf&uuml;gigkeitsgrenze, wonach die &Uuml;berlassung von Betriebsvorrichtungen der erweiterten K&uuml;rzung nicht entgegensteht, wenn die Betriebsvorrichtungen gegen&uuml;ber dem Grundverm&ouml;gen von geringem Wert sind oder auf sie nur ein geringer Teil der Miete oder Pacht entf&auml;llt, kommt aufgrund des dem Gesetzeswortlaut zu entnehmenden strengen Ausschlie&szlig;lichkeitsgebotes aber nicht in Betracht (BFH-Urteil vom 17.&nbsp;Mai 2006&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;R&nbsp;39\/05, BFHE 213, 64, BStBl II 2006, 659; Roser in Lenski\/ Steinberg, a.a.O., &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Rz&nbsp;128; Wendt, FR 2000, 1038). Eine Geringf&uuml;gigkeitsgrenze h&auml;tte eine Formulierung wie &quot;nahezu ausschlie&szlig;lich&quot;, &quot;&uuml;berwiegend&quot; oder &quot;haupts&auml;chlich&quot; oder &#8211;wie in &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;1 des Einkommensteuergesetzes (EStG)&#8211; zumindest das Fehlen des Wortes &quot;ausschlie&szlig;lich&quot; erfordert. Der Gesetzgeber hat zudem durch die in &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG enthaltene Aufz&auml;hlung der neben der Verwaltung und Nutzung eigenen Grundbesitzes erlaubten, aber nicht beg&uuml;nstigten T&auml;tigkeiten die Ausnahmen vom Ausschlie&szlig;lichkeitsgebot eingegrenzt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Ausnahmen wegen Geringf&uuml;gigkeit gebietet auch der verfassungsrechtlich gew&auml;hrleistete Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeitsgrundsatz (Art.&nbsp;20 Abs.&nbsp;3 GG) nicht. Vielmehr stellt sich die enge Ausgestaltung der Tatbestandsvoraussetzungen der erweiterten K&uuml;rzung als folgerichtige Umsetzung des gewerbesteuerrechtlichen Belastungsgrundes dar (Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH in BFHE 263, 225, BStBl II 2019, 262, Rz&nbsp;98).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Eine Geringf&uuml;gigkeitsschwelle ist auch nicht im Hinblick auf den in Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 GG enthaltenen Gleichbehandlungsgrundsatz geboten. Dies ergibt sich bereits daraus, dass dem Steuerpflichtigen die M&ouml;glichkeit er&ouml;ffnet ist, die Steuerbefreiung durch eine alternative Sachverhaltsgestaltung (z.B. eine Aufteilung der Vermietung des Grundbesitzes und der Betriebsvorrichtungen auf zwei Gesellschaften) zu erreichen (vgl. Beschl&uuml;sse des Bundesverfassungsgerichts vom 26.&nbsp;Oktober 2004&nbsp;&#8211; 2&nbsp;BvR&nbsp;246\/98, BFH\/NV 2005, Beilage&nbsp;3, 259, a.E.; vom 26.&nbsp;Februar 1993&nbsp;&#8211; 2&nbsp;BvR&nbsp;164\/92, H&ouml;chstrichterliche Finanzrechtsprechung 1993, 408, unter &quot;Aus Art.&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 GG &#8230;&quot;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Angesichts des klaren Gesetzeswortlauts und des Gesetzeszwecks, eine doppelte Besteuerung desselben Wirtschaftsguts durch die Grundsteuer und die Gewerbesteuer zu vermeiden, ist die erweiterte K&uuml;rzung nicht allen verm&ouml;gensverwaltenden Unternehmen zu gew&auml;hren, die kraft Rechtsform gewerbliche Eink&uuml;nfte erzielen, sondern nur denen, die ausschlie&szlig;lich eigenen Grundbesitz oder neben eigenem Grundbesitz eigenes Kapitalverm&ouml;gen verwalten und nutzen (Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH in BFHE 263, 225, BStBl II 2019, 262, Rz&nbsp;91&nbsp;f.). Soweit die Kl&auml;gerin daher die Auffassung vertritt, dass die &Uuml;berlassung von Grundst&uuml;cken mit Betriebsvorrichtungen der erweiterten K&uuml;rzung nicht entgegenstehe, wenn die Schwelle der privaten Verm&ouml;gensverwaltung zum Gewerbebetrieb nach &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;2 EStG nicht &uuml;berschritten werde, ist dem nicht zu folgen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>6. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;1, &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 11.4.2019, III R 5\/18ECLI:DE:BFH:2019:U.110419.IIIR5.18.0 Im Wesentlichen inhaltsgleich mit BFH-Urteil vom 11.04.2019 III R 36\/15 &#8211; Keine erweiterte K&uuml;rzung des Gewerbeertrags einer grundbesitzverwaltenden Kapitalgesellschaft bei Mitverpachtung von Betriebsvorrichtungen Leits&auml;tze NV: Eine erweiterte K&uuml;rzung des Gewerbeertrags nach &sect; 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG scheidet aus, wenn eine grundbesitzverwaltende GmbH ein Grundst&uuml;ck mit Betriebsvorrichtungen &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-r-5-18-im-wesentlichen-inhaltsgleich-mit-bfh-urteil-vom-11042019-iii-r-36-15-keine-erweiterte-kuerzung-des-gewerbeertrags-einer-grundbesitzverwaltenden-kapitalgesellschaft-bei-mitverpachtung-von-b\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">III&nbsp;R&nbsp;5\/18 &#8211; Im Wesentlichen inhaltsgleich mit BFH-Urteil vom 11.04.2019 III R 36\/15 &#8211; Keine erweiterte K&uuml;rzung des Gewerbeertrags einer grundbesitzverwaltenden Kapitalgesellschaft bei Mitverpachtung von Betriebsvorrichtungen<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-71142","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71142","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=71142"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71142\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=71142"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=71142"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=71142"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}