{"id":71148,"date":"2019-09-12T16:51:33","date_gmt":"2019-09-12T14:51:33","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=71148"},"modified":"2019-09-12T16:51:33","modified_gmt":"2019-09-12T14:51:33","slug":"vi-r-11-17-zusammenhang-einer-gepachteten-jagd-mit-einem-ebenfalls-gepachteten-land-und-forstwirtschaftlichen-betrieb-einer-personengesellschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-11-17-zusammenhang-einer-gepachteten-jagd-mit-einem-ebenfalls-gepachteten-land-und-forstwirtschaftlichen-betrieb-einer-personengesellschaft\/","title":{"rendered":"VI&nbsp;R&nbsp;11\/17 &#8211; Zusammenhang einer gepachteten Jagd mit einem ebenfalls gepachteten land- und forstwirtschaftlichen Betrieb einer Personengesellschaft"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 22.5.2019, VI R 11\/17<br \/>ECLI:DE:BFH:2019:U.220519.VIR11.17.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Zusammenhang einer gepachteten Jagd mit einem ebenfalls gepachteten land- und forstwirtschaftlichen Betrieb einer Personengesellschaft<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Die Eink&uuml;nfte aus der Jagd stehen im Zusammenhang mit einem land- und forstwirtschaftlichen Pachtbetrieb, wenn sich das gepachtete Jagdaus&uuml;bungsrecht auf die bewirtschafteten Pachtfl&auml;chen erstreckt.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Bilden die Fl&auml;chen eines land- und forstwirtschaftlichen Pachtbetriebs einen Eigenjagdbezirk und werden diesem durch Vertrag gest&uuml;tzt auf &sect; 5 Abs. 1 BJagdG Fl&auml;chen angegliedert, so ist der Zusammenhang der Jagd in dem vergr&ouml;&szlig;erten gepachteten Eigenjagdbezirk mit dem land- und forstwirtschaftlichen Pachtbetrieb jedenfalls dann noch zu bejahen, wenn die Jagd &uuml;berwiegend auf eigenbetrieblich genutzten Fl&auml;chen ausge&uuml;bt wird.<\/p>\n<\/p>\n<p>3. Ist Inhaberin des land- und forstwirtschaftlichen Betriebs eine Personengesellschaft, kann der erforderliche Zusammenhang der Eink&uuml;nfte aus der Jagd mit dem Betrieb der Personengesellschaft regelm&auml;&szlig;ig nur gegeben sein, wenn das Jagdaus&uuml;bungsrecht einem Gesellschafter zusteht.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision der Kl&auml;gerin wird das Urteil des Nieders&auml;chsischen Finanzgerichts vom 25.01.2017 &#8211; 11 K 80\/16 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Sache wird an das Nieders&auml;chsische Finanzgericht zur&uuml;ckverwiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Diesem wird die Entscheidung &uuml;ber die Kosten des Verfahrens &uuml;bertragen.<\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) ist eine GbR, die von M, seiner Ehefrau R und F unter der Bezeichnung F-R GbR errichtet wurde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Vertrag vom Juli 1995 pachtete die Kl&auml;gerin vom &#8230; Klosterfonds, vertreten durch die Klosterkammer &#8230;, das Klostergut X mit einer Gesamtfl&auml;che von 500&nbsp;ha, davon 480&nbsp;ha landwirtschaftliche Nutzfl&auml;che f&uuml;r die Zeit vom 1.&nbsp;Juli 1995 bis zum 30.&nbsp;Juni 2013.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit weiterem von M im Dezember 1996 unterzeichnetem Vertrag (im Weiteren Jagdpachtvertrag) verpachtete der &#8230; Klosterfonds, vertreten durch die Klosterkammer &#8230;, an M die gesamte Jagdnutzung des Eigenjagdbezirks &#8222;Klostergut X&#8220; zur Gr&ouml;&szlig;e von insgesamt 670&nbsp;ha. Dieser umfasste die gepachtete Gutsfl&auml;che von 500&nbsp;ha und ebenfalls dem Klosterfonds geh&ouml;rende Streulandfl&auml;chen von 20&nbsp;ha sowie eine im Eigentum der Landesforstverwaltung stehende Fl&auml;che von 140&nbsp;ha. Letztere Fl&auml;che setzte sich aus vier Teilfl&auml;chen zusammen. Die Teilfl&auml;chen 1 und 2 waren vollst&auml;ndig von den Eigentumsfl&auml;chen des Klosterguts umschlossen. Die Teilfl&auml;chen&nbsp;3 und 4 waren am Rand der Eigentumsfl&auml;chen gelegen und grenzten auch an andere Jagdbezirke an. Alle vier im Eigentum der Landesforstverwaltung stehenden Teilfl&auml;chen wurden mit Vertrag von Mai 1995 (im Weiteren Angliederungsvertrag) zwischen dem Land &#8230; (Landesforstverwaltung) und der Klosterkammer &#8230; dem Eigenjagdbezirk des Klosterguts X im Interesse einer ordnungsgem&auml;&szlig;en Jagdpflege und Jagdaus&uuml;bung gegen eine j&auml;hrliche Entsch&auml;digung angegliedert. Nach dem Jagdpachtvertrag, der auf den Angliederungsvertrag Bezug nimmt, war M verpflichtet, den Pachtzins, der hinsichtlich der angegliederten Fl&auml;chen in derselben H&ouml;he wie im Angliederungsvertrag vereinbart war, unmittelbar an die Landesforstverwaltung zu leisten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In den Streitjahren (2006 bis 2010) waren die Tochter von M und R, K, und F alleinige Gesellschafter der Kl&auml;gerin.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In den Streitjahren ermittelte die Kl&auml;gerin ihre Eink&uuml;nfte aus Land- und Forstwirtschaft durch Betriebsverm&ouml;gensvergleich f&uuml;r das landwirtschaftliche Normalwirtschaftsjahr vom 1.&nbsp;Juli bis zum 30.&nbsp;Juni des Folgejahres. Den laufenden Gesamthandsgewinn k&uuml;rzte sie um Aufwendungen f&uuml;r die Jagdpacht und die Jagdsteuer. Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) veranlagte die Kl&auml;gerin zun&auml;chst erkl&auml;rungsgem&auml;&szlig; unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach einer Au&szlig;enpr&uuml;fung verneinte das FA einen hinreichenden Zusammenhang der Jagdaufwendungen mit den Eink&uuml;nften aus Land- und Forstwirtschaft, soweit diese durch die Jagdaus&uuml;bung auf den nicht von den Eigentumsfl&auml;chen des Klosterguts umschlossenen Teilfl&auml;chen&nbsp;3 und 4 der Landesforstverwaltung verursacht waren, und lie&szlig; die damit in Zusammenhang stehenden Aufwendungen f&uuml;r Jagdpacht und Jagdsteuer in dem unter dem 26.&nbsp;September 2013 ge&auml;nderten Gewinnfeststellungsbescheiden f&uuml;r die Streitjahre fl&auml;chenanteilig nicht als Betriebsausgaben bei den Eink&uuml;nften aus Land- und Forstwirtschaft zu. Der Einspruch der Kl&auml;gerin blieb erfolglos.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die im Anschluss erhobene Klage wies das Finanzgericht (FG) mit den in Entscheidungen der Finanzgerichte 2017, 1508 ver&ouml;ffentlichten Gr&uuml;nden ab. Das FA habe die Aufwendungen, die auf die gepachtete Jagdnutzung auf den angrenzenden Teilfl&auml;chen entfielen, zu Recht nicht als Betriebsausgaben bei den Eink&uuml;nften der Kl&auml;gerin aus Land- und Forstwirtschaft ber&uuml;cksichtigt. Im Streitfall l&auml;gen zwei Jagdbezirke vor, da nicht positiv festgestellt werden k&ouml;nne, dass die Voraussetzungen f&uuml;r eine Abrundung i.S. des &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 des Bundesjagdgesetzes (BJagdG) vorgelegen h&auml;tten. Die vorgenommene Aufteilung der Kosten am Ma&szlig;stab der Fl&auml;chen als Sch&auml;tzungsma&szlig;stab sei sachgerecht und nicht zu beanstanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gt die Kl&auml;gerin die Verletzung formellen und materiellen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sie beantragt sinngem&auml;&szlig;,<br \/>das FG-Urteil sowie die Einspruchsentscheidung vom 29.&nbsp;Februar 2016 aufzuheben und die Bescheide &uuml;ber die einheitliche und gesonderte Feststellung der Besteuerungsgrundlage 2006 bis 2010 vom 26.&nbsp;September 2013 dahingehend zu &auml;ndern, dass die Eink&uuml;nfte aus Land- und Forstwirtschaft 2006 um 2.716,44&nbsp;EUR, 2007 um 2.748,32&nbsp;EUR, 2008 um 2.718,52&nbsp;EUR, 2009 um 2.736,69&nbsp;EUR und 2010 um 2.736,69&nbsp;EUR gemindert werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt sinngem&auml;&szlig;,<br \/>die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision der Kl&auml;gerin ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung des angefochtenen Urteils und zur Zur&uuml;ckverweisung der Rechtssache zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG ist fehlerhaft davon ausgegangen, dass ein betrieblicher Zusammenhang der Verluste aus der Jagd mit den Eink&uuml;nften aus Land- und Forstwirtschaft f&uuml;r die angrenzenden Teilfl&auml;chen 3 und 4 schon deshalb zu verneinen sei, weil das von der Kl&auml;gerin gepachtete Jagdrevier sich aus zwei separaten Jagdbezirken zusammensetze, n&auml;mlich aus dem Eigenjagdbezirk &quot;Klostergut X&quot; und aus den zugepachteten Jagdfl&auml;chen des Landes &#8230;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach &sect;&nbsp;13 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 des Einkommensteuergesetzes (EStG) geh&ouml;ren zu den Eink&uuml;nften aus Land- und Forstwirtschaft u.a. Eink&uuml;nfte und damit auch Verluste aus einer Jagd, wenn diese mit dem Betrieb einer Landwirtschaft oder einer Forstwirtschaft im Zusammenhang stehen. Dieser im Gesetz nicht n&auml;her erl&auml;uterte Zusammenhang besteht nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH), wenn die Jagd des Land- und Forstwirts dem eigenen land- und forstwirtschaftlichen Betrieb dergestalt dient, dass sie den land- und forstwirtschaftlich genutzten Grundfl&auml;chen des Betriebs zugutekommt (BFH-Urteile vom 13.&nbsp;Juli 1978&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;35\/77, BFHE 126, 152, BStBl II 1979, 100, 102; vom 11.&nbsp;Juli 1996&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;71\/95, BFH\/NV 1997, 103, und vom 16.&nbsp;Mai 2002&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;19\/00, BFHE 199, 266, BStBl II 2002, 692). Die Bejahung eines solchen Zusammenhangs setzt voraus, dass die Jagd zumindest &uuml;berwiegend auf den eigenen oder gepachteten Grundst&uuml;cken des betreffenden land- und forstwirtschaftlichen Betriebs ausge&uuml;bt wird (BFH-Urteil in BFHE 126, 152 , BStBl II 1979, 100).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Einen solchen betrieblichen Zusammenhang hat der BFH stets bejaht, wenn der Land- und Forstwirt in einem Eigenjagdbezirk (&sect;&nbsp;7 BJagdG) die Jagd selbst aus&uuml;bt. Nach &sect;&nbsp;7 Abs.&nbsp;1 BJagdG bilden zusammenh&auml;ngende Grundfl&auml;chen mit einer land-, forst- oder fischereiwirtschaftlich nutzbaren Fl&auml;che von 75&nbsp;ha an, die im Eigentum ein und derselben Person oder einer Personengemeinschaft stehen, einen Eigenjagdbezirk. Die Jagdaus&uuml;bung durch den Eigent&uuml;mer der Fl&auml;chen dient nicht nur der Verhinderung von Wildsch&auml;den, sei es nun in der Landwirtschaft oder aber in einem rein forstwirtschaftlichen Betrieb, sondern auch der gebotenen Abstimmung erforderlicher land- und forstwirtschaftlicher Arbeiten mit der Hege und Pflege des Wildes sowie dem Wildabschuss (BFH-Urteil in BFHE 199, 266, BStBl II 2002, 692).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Werden neben einer Eigenjagd noch weitere Jagdfl&auml;chen zugepachtet, besteht der betriebliche Zusammenhang nur dann, wenn die Zupachtung aus zwingenden &ouml;ffentlich-rechtlichen Gr&uuml;nden erfolgt oder zur ordnungsgem&auml;&szlig;en Bewirtschaftung des land- und forstwirtschaftlichen Betriebs erforderlich ist oder wenn die zugepachteten Jagdfl&auml;chen &uuml;berwiegend eigenbetrieblich genutzt werden (BFH-Urteil in BFH\/NV 1997, 103). Zwingende &ouml;ffentlich-rechtliche Gr&uuml;nde liegen nach der Rechtsprechung des BFH vor, wenn dem Besitzer der Eigenjagd entweder durch beh&ouml;rdlichen Akt fremde Jagdfl&auml;chen zur Bejagung zugewiesen werden oder der Steuerpflichtige zur Vermeidung einer hoheitlichen Ma&szlig;nahme einen Pachtvertrag abschlie&szlig;t. Bedingung f&uuml;r die zweite Alternative ist, dass die Voraussetzungen f&uuml;r eine entsprechende hoheitliche Ma&szlig;nahme vorlagen und ihre Durchf&uuml;hrung ernstlich drohte (BFH-Urteil in BFH\/NV 1997, 103).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Diese Grunds&auml;tze gelten gleicherma&szlig;en f&uuml;r den P&auml;chter eines land- und forstwirtschaftlichen Betriebs, der einen Eigenjagdbezirk pachtet, der sich auf die von ihm bewirtschafteten Pachtfl&auml;chen erstreckt. Denn &sect;&nbsp;13 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 EStG stellt nicht auf einen Zusammenhang der Jagd mit einem land- und forstwirtschaftlichen Eigentumsbetrieb ab, sondern lediglich auf einen Zusammenhang mit dem Betrieb einer Land- und Forstwirtschaft. Entsprechend kann auch das von einem Jagdp&auml;chter wahrgenommene Jagdaus&uuml;bungsrecht seinen land- und forstwirtschaftlich genutzten Pachtfl&auml;chen zugutekommen und damit seinem land- und forstwirtschaftlichen Pachtbetrieb dienen (s. BFH-Urteil in BFHE 126, 152, BStBl II 1979, 100; ebenso Gmach, Finanz-Rundschau 1994, 381, 384).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. a) Bei Anwendung dieser Grunds&auml;tze ist das FG deshalb zun&auml;chst zu Recht davon ausgegangen, dass der erforderliche Zusammenhang der Jagdaufwendungen mit dem land- und forstwirtschaftlichen Betrieb der Kl&auml;gerin nicht schon deshalb zu verneinen ist, weil die Kl&auml;gerin nicht Eigent&uuml;merin der land- und forstwirtschaftlichen Fl&auml;chen und damit auch nicht Inhaberin des Jagdrechts ist. Denn nach den vorstehenden Ausf&uuml;hrungen kann auch das von einem Jagdp&auml;chter wahrgenommene Jagdaus&uuml;bungsrecht seinem gepachteten land- und forstwirtschaftlichen Betrieb dergestalt dienen, dass die Jagd den land- und forstwirtschaftlich genutzten Fl&auml;chen des Betriebs zugutekommt. Hiervon gehen letztlich auch die Beteiligten aus, da die Abzugsf&auml;higkeit der Aufwendungen f&uuml;r Jagdsteuer und Jagdpacht unstreitig ist, soweit diese auf die im Eigentum des Klosterfonds stehenden und von der Kl&auml;gerin gepachteten landwirtschaftlichen (Jagd-)Fl&auml;chen entfallen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Zu Unrecht hat das FG den erforderlichen Zusammenhang der Jagdaufwendungen mit dem land- und forstwirtschaftlichen Betrieb der Kl&auml;gerin aber deshalb verneint, weil die streitigen im Eigentum der Landesforstverwaltung stehenden angrenzenden Teilfl&auml;chen&nbsp;3 und 4 einen von dem Eigenjagdbezirk des Klosterguts unabh&auml;ngigen Jagdbezirk bildeten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Nach der vom FG in Bezug genommenen Vereinbarung zwischen dem Land &#8230; (Landesforstverwaltung) und der Klosterkammer &#8230; als Eigent&uuml;merin des Jagdbezirks &quot;Klostergut X&quot; aus Mai 1995 wurden (auch) diese Fl&auml;chen gem&auml;&szlig; Art.&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 und Abs.&nbsp;2 des Nieders&auml;chsischen Landesjagdgesetzes (LJagdG) (jetzt &sect;&nbsp;7 Abs.&nbsp;1 des Nieders&auml;chsischen Jagdgesetzes &#8211;NJagdG&#8211;) i.V.m. &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 BJagdG dem (Eigen-)Jagdbezirk &quot;Klostergut X&quot; im Interesse einer ordnungsgem&auml;&szlig;en Jagdpflege und Jagdaus&uuml;bung angegliedert. Diese Vereinbarung einschlie&szlig;lich der ebenfalls erforderlichen und auch durch die Bezirksregierung &#8230; erteilten Genehmigung datieren zeitlich sowohl vor dem von der Kl&auml;gerin im Juli 1995 geschlossenen Pachtvertrag &uuml;ber das Klostergut als auch dem von M erst im Dezember 1996 unterzeichneten Jagdpachtvertrag &uuml;ber den Eigenjagdbezirk des Klosterguts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Des Weiteren hat das FG f&uuml;r den BFH bindend festgestellt, dass die Abrundung eines Eigenjagdbezirks nach dem einschl&auml;gigen Landesrecht &#8211;unter den Voraussetzungen des &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 BJagdG&#8211; wirksam durch Vertrag zwischen den Beteiligten geregelt werden konnte und es keiner Verf&uuml;gung der Jagdbeh&ouml;rde bedurfte (Art.&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 LJagdG bzw. &sect;&nbsp;7 Abs.&nbsp;1 NJagdG). Rechtsfolge dieser wirksamen Angliederungsvereinbarung ist gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 BJagdG, dass (auch) die angegliederten Teilfl&auml;chen der Landesforstverwaltung zusammen mit den Fl&auml;chen des Eigenjagdbezirks &quot;Klostergut X&quot; einen einheitlichen Jagdbezirk bilden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die vertraglich vereinbarte Abrundung f&uuml;hrte dabei zu einem Wechsel des Inhabers des Jagdaus&uuml;bungsrechts. Durch die Angliederung der Teilfl&auml;chen entstand zwischen der Klosterkammer als Eigent&uuml;merin des Eigenjagdbezirks und dem Land &#8230; als Eigent&uuml;mer der angegliederten Fl&auml;chen in Bezug auf das Jagdaus&uuml;bungsrecht ein pacht&auml;hnliches Verh&auml;ltnis (vgl. Rose, Jagdrecht in Niedersachsen, 33.&nbsp;Aufl. 2015, &sect;&nbsp;7 NJagdG, Rz&nbsp;2). Das auf diese Weise neu definierte Jagdaus&uuml;bungsrecht konnte wiederum gem&auml;&szlig; dem in &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;1 und 2 BJagdG n&auml;her ausgeformten Prinzip der &#8211;sachlichen und r&auml;umlichen&#8211; Unteilbarkeit des Jagdaus&uuml;bungsrechts nur in seiner Gesamtheit Gegenstand eines (sp&auml;teren) Jagdpachtvertrags sein (vgl. Urteil des Bundesgerichtshofs vom 4.&nbsp;Juli 1991&nbsp;&#8211; III&nbsp;ZR&nbsp;101\/90, BGHZ&nbsp;115, 116).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Mithin konnte M nur den durch die Klosterkammer und die Landesforstverwaltung im Wege der Angliederung vergr&ouml;&szlig;erten Eigenjagdbezirk &quot;Klostergut X&quot; pachten. Dass die Jagd mit dem land- und forstwirtschaftlichen Betrieb der Kl&auml;gerin bezogen auf den urspr&uuml;nglichen Eigenjagdbezirk &quot;Klostergut X&quot; in einem hinreichendem Zusammenhang stand, steht zwischen den Beteiligten nicht in Streit.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der von &sect;&nbsp;13 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 EStG vorausgesetzte Zusammenhang des Jagdaus&uuml;bungsrechts mit der Land- und Forstwirtschaft kann aber f&uuml;r die angegliederten Teilfl&auml;chen nicht anders beurteilt werden als f&uuml;r die gepachteten und von der Kl&auml;gerin bewirtschafteten Fl&auml;chen des &quot;Klostergut X&quot;, die den urspr&uuml;nglichen Eigenjagdbezirk bildeten. Daf&uuml;r spricht insbesondere, dass die Angliederung von Fl&auml;chen nach &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 BJagdG voraussetzt, dass sie den notwendigen Erfordernissen der Jagdpflege und Jagdaus&uuml;bung im Eigenbezirk dient. Insoweit dient auch die Jagd auf den angegliederten Fl&auml;chen der Verhinderung von Wildsch&auml;den im land- und forstwirtschaftlichen Betrieb des Jagdp&auml;chters sowie der gebotenen Abstimmung erforderlicher land- und forstwirtschaftlicher Arbeiten mit der Hege und Pflege des Wildes sowie dem Wildabschuss. Angesichts dessen bejaht der Senat den Zusammenhang der auf die angegliederten Fl&auml;chen entfallenden Jagdaufwendungen mit der Land- und Forstwirtschaft jedenfalls dann noch, wenn, wie im Streitfall, die angegliederten Fl&auml;chen die bewirtschafteten Pachtfl&auml;chen, die den urspr&uuml;nglichen Eigenbezirk bildeten, nicht &uuml;berwiegen (s. dazu BFH-Urteil in BFHE 126, 152 , BStBl II 1979, 100).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Vorentscheidung beruht auf anderen Rechtss&auml;tzen und ist daher aufzuheben. Der Senat kann allerdings nicht in der Sache entscheiden, da er anhand der Feststellungen des FG, wonach nicht die Kl&auml;gerin, sondern M Jagdp&auml;chter war, nicht beurteilen kann, ob die streitigen Aufwendungen in Gestalt der anteiligen Jagdpacht und Jagdsteuer gewinnmindernd bei der Ermittlung des laufenden Gesamthandsgewinns der Kl&auml;gerin zu ber&uuml;cksichtigen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) P&auml;chterin des Klosterguts ist die Kl&auml;gerin, deren Gesellschafter in den Streitjahren K und F waren. Dagegen schloss nach den bindenden Feststellungen des FG (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO) M den Jagdpachtvertrag mit dem Klosterfonds ab. Dies beruhte ersichtlich auf dem Umstand, dass das Jagdaus&uuml;bungsrecht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;5 BJagdG nur an eine nat&uuml;rliche Person verpachtet werden kann. Das FG hat indes &#8211;aus seiner materiellen Sicht zu Recht&#8211; keine Feststellungen dazu getroffen, ob und inwieweit das Jagdaus&uuml;bungsrecht, sollte es in den Streitjahren tats&auml;chlich noch dem M zugestanden haben, (noch) durch den Betrieb der Kl&auml;gerin veranlasst war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der nach &sect;&nbsp;13 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 EStG erforderliche Zusammenhang der Eink&uuml;nfte aus Jagd mit dem Betrieb einer Land- oder Forstwirtschaft einer Personengesellschaft kann regelm&auml;&szlig;ig nur bejaht werden, wenn das Jagdaus&uuml;bungsrecht einem Gesellschafter zusteht, sei es als Eigenjagdbesitzer oder als P&auml;chter eines Jagdbezirks. Nur in diesem Fall kann die Jagd dem land- und forstwirtschaftlichen Betrieb der Gesellschaft dienen. Demgegen&uuml;ber ist ein betrieblicher Zusammenhang der Jagdaufwendungen eines ausgeschiedenen Gesellschafters mit den Eink&uuml;nften aus Land- und Forstwirtschaft einer fortbestehenden Gesellschaft grunds&auml;tzlich zu verneinen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Zudem entstehen die Aufwendungen f&uuml;r die Jagd, wie die Jagdpacht und die Jagdsteuer, in der Person des Jagdaus&uuml;bungsberechtigten. Ist dieser Mitunternehmer einer land- und forstwirtschaftlichen Mitunternehmerschaft, wie hier der Kl&auml;gerin, fallen die Aufwendungen im Sonderbetriebsverm&ouml;gen des Mitunternehmers an und sind damit in dessen Sonderbilanz zu erfassen. Nur wenn eine entsprechende ausdr&uuml;ckliche oder konkludente Abrede (Aufwandserstattung oder T&auml;tigkeitsverg&uuml;tung) zwischen der Gesellschaft und dem Gesellschafter besteht, k&ouml;nnen die Aufwendungen den laufenden Gesamthandsgewinn der Mitunternehmerschaft mindern. Korrespondierend damit ist dann in der Sonderbilanz eine Sonderbetriebseinnahme in derselben H&ouml;he zu erfassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Das FG wird daher im zweiten Rechtsgang zu kl&auml;ren haben, ob das Jagdaus&uuml;bungsrecht an dem (vertraglich vergr&ouml;&szlig;erten) Eigenjagdbezirk &quot;Klostergut X&quot; in den Streitjahren tats&auml;chlich noch M zustand oder aber durch nachtr&auml;gliche &Auml;nderungen des Jagdpachtvertrags auf K und\/oder F als nunmehrige alleinige Gesellschafter der Kl&auml;gerin &uuml;bergegangen war. Sollte letzteres der Fall sein, wird es weiter zu pr&uuml;fen haben, ob im Streitzeitraum insoweit eine entsprechende Vereinbarung oder Abrede &uuml;ber eine Erstattung an den Gesellschafter bzw. &Uuml;bernahme seiner Kosten bestand. Des Weiteren wird das FG zu beachten haben, dass im vorliegenden Verfahren nur &uuml;ber den laufenden Gesamthandsgewinn zu entscheiden ist, da nur dieser angefochten wurde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Da die Revision der Kl&auml;gerin bereits mit der Sachr&uuml;ge Erfolg hat, kann der Senat dahinstehen lassen, ob dem FG der ger&uuml;gte Verfahrensfehler unterlaufen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die &Uuml;bertragung der Kostenentscheidung auf das FG beruht auf &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 22.5.2019, VI R 11\/17ECLI:DE:BFH:2019:U.220519.VIR11.17.0 Zusammenhang einer gepachteten Jagd mit einem ebenfalls gepachteten land- und forstwirtschaftlichen Betrieb einer Personengesellschaft Leits&auml;tze 1. Die Eink&uuml;nfte aus der Jagd stehen im Zusammenhang mit einem land- und forstwirtschaftlichen Pachtbetrieb, wenn sich das gepachtete Jagdaus&uuml;bungsrecht auf die bewirtschafteten Pachtfl&auml;chen erstreckt. 2. 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