{"id":71154,"date":"2019-09-12T16:49:29","date_gmt":"2019-09-12T14:49:29","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=71154"},"modified":"2019-09-12T16:49:29","modified_gmt":"2019-09-12T14:49:29","slug":"iv-r-19-16-in-vergangenheit-unterlassene-einlage-nicht-ueber-formellen-bilanzenzusammenhang-erfolgswirksam-nachholbar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-19-16-in-vergangenheit-unterlassene-einlage-nicht-ueber-formellen-bilanzenzusammenhang-erfolgswirksam-nachholbar\/","title":{"rendered":"IV&nbsp;R&nbsp;19\/16 &#8211; In Vergangenheit unterlassene Einlage nicht &uuml;ber formellen Bilanzenzusammenhang erfolgswirksam nachholbar"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 17.6.2019, IV R 19\/16<br \/>ECLI:DE:BFH:2019:U.170619.IVR19.16.0<\/p>\n<p class=\"titel\">In Vergangenheit unterlassene Einlage nicht &uuml;ber formellen Bilanzenzusammenhang erfolgswirksam nachholbar<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Werden Sonderbetriebsausgaben, die aus privaten Mitteln bestritten worden sind, im Jahr der Entstehung des Aufwands nicht ber&uuml;cksichtigt, kommt eine erfolgswirksame Nachholung in einem Folgejahr nach den Grunds&auml;tzen des formellen Bilanzenzusammenhangs nicht in Betracht.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision der Kl&auml;gerin wird das Urteil des Finanzgerichts K&ouml;ln vom 01.03.2016 &#8211; 15 K 317\/12 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Klage wird abgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des gesamten Verfahrens hat die Kl&auml;gerin zu tragen. Au&szlig;ergerichtliche Kosten der Beigeladenen werden nicht erstattet.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) ist eine im Jahr 2005 gegr&uuml;ndete KG. Sie betreibt eine Solaranlage und ermittelt ihren Gewinn durch Betriebsverm&ouml;gensvergleich. Ihre Komplement&auml;rin ist die P-GmbH. Kommanditisten der Kl&auml;gerin waren urspr&uuml;nglich je zur H&auml;lfte die im Rahmen des finanzgerichtlichen Verfahrens mit Beschluss des Finanzgerichts K&ouml;ln (FG) vom 21.&nbsp;Oktober 2015 beigeladene F (Beigeladene) und ihr damaliger Ehemann (E). Ebenfalls zu je 50&nbsp;% hielten die Beigeladene und E die Anteile an der P-GmbH. Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der P-GmbH war urspr&uuml;nglich E.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beigeladene beauftragte die Rechtsanwaltssoziet&auml;t &#8230;&nbsp;LLP (RA-LLP) mit der Wahrnehmung ihrer Rechte, als sie davon erfahren hatte, dass E sich, ohne einen Gesellschafterbeschluss herbeigef&uuml;hrt zu haben, von der Kl&auml;gerin ein Darlehen &uuml;ber 50.000&nbsp;EUR gew&auml;hrt, ein auch von ihm privat genutztes Fahrzeug geleast und der Beigeladenen die Einsichtnahme in die Buchhaltung der Kl&auml;gerin verweigert hatte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Ehe zwischen der Beigeladenen und E wurde im November 2008 geschieden. Die Beigeladene erwarb mit notariellem Vertrag vom &#8230; Februar 2009 zum 25.&nbsp;Juni 2009 den Kommanditanteil des E an der Kl&auml;gerin sowie dessen Gesch&auml;ftsanteil an der P-GmbH und wurde zur Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerin der P-GmbH bestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die RA-LLP stellte der Beigeladenen im Jahr 2008 Rechnungen &uuml;ber &#8230;&nbsp;EUR f&uuml;r Leistungen betreffend den Zeitraum vom 30.&nbsp;M&auml;rz&nbsp;2008 bis zum 10.&nbsp;Juni&nbsp;2008 und &#8230;&nbsp;EUR f&uuml;r den Zeitraum vom 25.&nbsp;Juni&nbsp;2008 bis zum 5.&nbsp;November 2008. Die abgerechneten Leistungen standen im Zusammenhang mit der Wahrnehmung von Gesellschafterrechten bei der Kl&auml;gerin wie auch der Komplement&auml;r-GmbH. Die Beigeladene beglich die Rechnungsbetr&auml;ge in H&ouml;he von insgesamt &#8230;&nbsp;EUR noch im Jahr 2008 aus ihren privaten Mitteln.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) stellte mit Bescheid vom 2.&nbsp;M&auml;rz 2010 die Eink&uuml;nfte der Kl&auml;gerin f&uuml;r 2008 erkl&auml;rungsgem&auml;&szlig; gesondert und einheitlich fest (Gewinnfeststellung). Die verfahrensgegenst&auml;ndlichen Rechtsberatungskosten waren f&uuml;r das Jahr 2008 nicht erkl&auml;rt und auch nicht bei der Gewinnfeststellung ber&uuml;cksichtigt worden. F&uuml;r die Beigeladene waren keine Sonderbetriebsausgaben festgestellt worden. Der auf den 31.&nbsp;Dezember 2008 verbleibende vortragsf&auml;hige Gewerbeverlust f&uuml;r die Kl&auml;gerin wurde am 5.&nbsp;M&auml;rz 2010 erkl&auml;rungsgem&auml;&szlig; auf &#8230;&nbsp;EUR festgestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Rahmen der Feststellungserkl&auml;rung der Kl&auml;gerin f&uuml;r das Streitjahr (2009) vom 13.&nbsp;September 2010 wurden f&uuml;r die Beigeladene als Sonderbetriebsausgaben Rechts- und Beratungskosten von &#8230;&nbsp;EUR sowie Aufwendungen f&uuml;r die Abfindung eines l&auml;stigen Gesellschafters mit &#8230;&nbsp;EUR geltend gemacht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA stellte den Gewinn f&uuml;r die Kl&auml;gerin f&uuml;r 2009 mit Bescheid vom 25.&nbsp;November 2010 fest. Die Sonderbetriebsausgaben f&uuml;r die Beigeladene wurden wie erkl&auml;rt mit &#8230;&nbsp;EUR festgestellt. Mit am 14.&nbsp;September 2010 bei dem FA eingegangener Erkl&auml;rung wurde der verbleibende vortragsf&auml;hige Gewerbeverlust 2009 f&uuml;r die Kl&auml;gerin in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR erkl&auml;rt. Das FA stellte ihn am 25.&nbsp;November 2010 auf den 31.&nbsp;Dezember 2009 erkl&auml;rungsgem&auml;&szlig; fest.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Rahmen eines Einspruchsverfahrens gegen den Gewinnfeststellungsbescheid f&uuml;r 2009 und den Bescheid &uuml;ber die gesonderte Feststellung des vortragsf&auml;higen Gewerbeverlustes zum 31.&nbsp;Dezember 2009 machte die Kl&auml;gerin nunmehr weitere Rechtsberatungskosten als Sonderbetriebsausgaben f&uuml;r die Beigeladene geltend, u.a. die streitigen Rechtsanwaltskosten aus dem Jahr 2008. Der Einspruch wurde mit Einspruchsentscheidung des FA vom 29.&nbsp;Dezember 2011 als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Gerichtsbescheid vom 1.&nbsp;M&auml;rz 2016&nbsp;&#8211; 15&nbsp;K&nbsp;317\/12 gab das FG der Klage gegen den Gewinnfeststellungsbescheid 2009 und die Feststellung des vortragsf&auml;higen Gewerbeverlustes auf den 31.&nbsp;Dezember 2009 statt, soweit die Kl&auml;gerin den Abzug von &#8230;&nbsp;EUR Rechtsanwaltskosten f&uuml;r Leistungen aus dem Jahr 2009 als Sonderbetriebsausgaben f&uuml;r 2009 begehrte. Soweit sie die Ber&uuml;cksichtigung der streitigen Rechtsanwaltskosten aus dem Jahr 2008 in H&ouml;he von insgesamt &#8230;&nbsp;EUR als Sonderbetriebsausgaben begehrte, wies das FG die Klage ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin r&uuml;gt mit ihrer Revision die Verletzung des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 des Einkommensteuergesetzes (EStG) und der Grunds&auml;tze des formellen Bilanzenzusammenhangs. Entgegen der Ansicht des FG sei der Ausweis des Eigenkapitals nicht nur zum 31.&nbsp;Dezember 2008 fehlerhaft gewesen, sondern auch noch im Streitjahr. Denn es sei f&uuml;r den Vortrag des Eigenkapitals in das Folgejahr nicht auf dessen Saldo abzustellen, sondern auf die verschiedenen Teilbetr&auml;ge, aus denen sich der Saldo zusammensetze.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 22.&nbsp;April 2016 hat das FA den Gewinnfeststellungsbescheid 2009 und den Bescheid &uuml;ber den vortragsf&auml;higen Gewerbeverlust auf den 31.&nbsp;Dezember 2009 unter Bezugnahme auf das Urteil des FG ge&auml;ndert. Mit weiterem &Auml;nderungsbescheid vom 4.&nbsp;August 2016 &auml;nderte das FA schlie&szlig;lich aus hier nicht streitigen Gr&uuml;nden erneut den Gewinnfeststellungsbescheid f&uuml;r die Kl&auml;gerin f&uuml;r 2009.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt,<br \/>den Gerichtsbescheid des FG K&ouml;ln vom 1.&nbsp;M&auml;rz 2016 aufzuheben und den Bescheid &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen 2009 f&uuml;r die Kl&auml;gerin vom 4.&nbsp;August 2016 sowie den Bescheid &uuml;ber die gesonderte Feststellung des vortragsf&auml;higen Gewerbeverlustes f&uuml;r die Kl&auml;gerin auf den 31.&nbsp;Dezember 2009 vom 22.&nbsp;April 2016 dahingehend zu &auml;ndern, dass bei der Gewinnermittlung f&uuml;r die Kl&auml;gerin weitere Sonderbetriebsausgaben der Beigeladenen in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR ber&uuml;cksichtigt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das angegriffene Urteil ist bereits aus verfahrensrechtlichen Gr&uuml;nden aufzuheben, da w&auml;hrend des Revisionsverfahrens zwei ge&auml;nderte Gewinnfeststellungsbescheide f&uuml;r 2009 und ein ge&auml;nderter Bescheid &uuml;ber den vortragsf&auml;higen Gewerbeverlust auf den 31.&nbsp;Dezember 2009 an die Stelle der angegriffenen Bescheide getreten und nach &sect;&nbsp;68 Satz&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung (FGO) zum Gegenstand des Revisionsverfahrens geworden sind. Damit liegen dem FG-Urteil nicht mehr existierende Bescheide zugrunde mit der Folge, dass das FG-Urteil keinen Bestand haben kann (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. Urteile des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 19.&nbsp;Juli 2011&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;42\/10, BFHE 234, 226, BStBl&nbsp;II 2011, 878, Rz&nbsp;17, und vom 14.&nbsp;Juli 2016&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;34\/13, BFHE 255, 12, BStBl II 2017, 175, Rz&nbsp;23). Diese Folge ergibt sich auch, soweit das FA am 22.&nbsp;April 2016 nur die teilweise Klagestattgabe durch das FG-Urteil in Bescheidform umgesetzt hat. Denn nach &sect;&nbsp;100 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;3 FGO h&auml;tte es bis zur Rechtskraft des betreffenden FG-Urteils nur die Neuberechnung der &quot;Steuer&quot; bzw. der streitigen Feststellungen mitteilen d&uuml;rfen. Da es jedoch stattdessen (f&ouml;rmliche) &Auml;nderungsbescheide erlassen hat, sind diese nach &sect;&nbsp;121 Satz&nbsp;1, &sect;&nbsp;68 Satz&nbsp;1 FGO zum Gegenstand des Revisionsverfahrens geworden. Das FG-Urteil muss deshalb aufgehoben werden, ohne dass es einer Zur&uuml;ckverweisung bedarf (vgl. BFH-Urteil vom 20.&nbsp;November 2003&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;31\/02, BFHE 204, 166, BStBl II 2006, 7, unter I.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">III.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Sache ist spruchreif. Die Klage ist abzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 FGO). Die noch streitigen Aufwendungen der Beigeladenen f&uuml;r Rechtsberatung des Jahres 2008 sind nicht im Streitjahr gewinnmindernd zu ber&uuml;cksichtigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Der Senat entscheidet &uuml;ber die nach &sect;&nbsp;121 Satz&nbsp;1, &sect;&nbsp;68 Satz&nbsp;1 FGO zum Gegenstand des Verfahrens gewordenen &Auml;nderungsbescheide vom 22.&nbsp;April 2016 und vom 4.&nbsp;August 2016 auf Grundlage der verfahrensfehlerfrei zustande gekommenen und damit nach &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO weiterhin bindenden Feststellungen des FG nach &sect;&sect;&nbsp;121, 100 FGO in der Sache. In Bezug auf den in dem Revisionsverfahren noch streitigen Punkt &#8211;Abzug der Rechtsanwaltskosten aus dem Jahr 2008 im Streitjahr&#8211; haben sich durch die nach der Vorentscheidung ergangenen Bescheide keine &Auml;nderungen ergeben. Der Senat sieht daher wegen Vorliegens der Spruchreife von einer Zur&uuml;ckverweisung nach &sect;&nbsp;127 FGO ab und entscheidet in der Sache selbst (vgl. BFH-Urteile in BFHE 255, 12, BStBl II 2017, 175, Rz&nbsp;23, und vom 8.&nbsp;Juni 2017&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;30\/14, BFHE 258, 403, BStBl II 2017, 1061, Rz&nbsp;22).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Bei der Ermittlung des vortragsf&auml;higen Gewerbeverlustes und der Gewinnfeststellung der Kl&auml;gerin (dazu unter a) sind die der Beigeladenen f&uuml;r Rechtsberatung im Vorjahr entstandenen Aufwendungen im Streitjahr nicht mehr zu ber&uuml;cksichtigen (dazu unter b). Ein Abzug kommt auch nach den Grunds&auml;tzen des formellen Bilanzenzusammenhangs nicht in Betracht (dazu unter c).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Zu den gewerblichen Eink&uuml;nften des Gesellschafters einer Personengesellschaft i.S. von &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG geh&ouml;ren auch alle Einnahmen und Betriebsausgaben, die ihre Veranlassung in der Beteiligung des Steuerpflichtigen an der gewerblich t&auml;tigen Personengesellschaft haben. Sie sind bei ihm als Sonderbetriebseinnahmen oder Sonderbetriebsausgaben zu erfassen (BFH-Urteil vom 7.&nbsp;November 2018&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;20\/16, BFHE 262, 435, BStBl II 2019, 224, Rz&nbsp;46).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Rechtsanwaltskosten sind als Kosten gesellschaftsrechtlicher Beratung der Beigeladenen dem Grunde nach abziehbar, jedoch nicht dem Streitjahr zuzuordnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Abziehbarkeit der Kosten f&uuml;r die Inanspruchnahme der Dienste der RA-LLP ist wie bei der Abzugsf&auml;higkeit von Prozesskosten allgemein nach dem Gegenstand der Beratung zu beurteilen (vgl. BFH-Urteil vom 13.&nbsp;April 2010&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;R&nbsp;27\/08, Rz&nbsp;12). Da die verfahrensgegenst&auml;ndlichen Rechtsanwaltskosten auf die Rechtsberatung und Vertretung der Interessen der Beigeladenen im Rahmen ihrer gesellschaftsrechtlichen Auseinandersetzung mit dem fr&uuml;heren Mitgesellschafter E bei der Kl&auml;gerin und der P-GmbH entfallen und nicht mit dem (aktivierungspflichtigen) Erwerb der Anteile des E an diesen Gesellschaften durch die Beigeladene zusammenh&auml;ngen, sind sie dem Grunde nach als Sonderbetriebsausgaben abziehbar (vgl. BFH-Urteil vom 31.&nbsp;Juli 1985&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;R&nbsp;345\/82, BFHE 145, 139, BStBl II 1986, 139, unter 2.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Da die verfahrensgegenst&auml;ndlichen Leistungen der RA-LLP f&uuml;r die Beigeladene jedoch bereits im Jahr 2008 erbracht wurden, ist eine entsprechende Verbindlichkeit in ihrem Sonderbetriebsverm&ouml;gen bei der Kl&auml;gerin auch bereits in diesem Jahr entstanden und f&uuml;hrt deshalb zu einem Aufwand in der Gewinnermittlung f&uuml;r das Jahr 2008; eine (unmittelbare) Ber&uuml;cksichtigung des Aufwands im Streitjahr 2009 kommt nicht in Betracht. Da dies zwischen den Beteiligten nicht im Streit steht, wird auf weitere Ausf&uuml;hrungen verzichtet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Auch die Grunds&auml;tze des formellen Bilanzenzusammenhangs f&uuml;hren nicht zu einer Ber&uuml;cksichtigung des streitigen Aufwands im Streitjahr. In der Vergangenheit bilanziell nicht erfasste Einlagen k&ouml;nnen nicht im Wege des formellen Bilanzenzusammenhangs sp&auml;ter &#8211;den Veranlagungszeitraum &uuml;bergreifend&#8211; erfolgswirksam nachgeholt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Im Rahmen der Grunds&auml;tze des formellen Bilanzenzusammenhangs sind fehlerhafte Bilanzans&auml;tze aus der Vergangenheit in sp&auml;teren Veranlagungszeitr&auml;umen zu berichtigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Steuerpflichtige darf nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG die Verm&ouml;gens&uuml;bersicht (Bilanz) auch nach ihrer Einreichung beim Finanzamt &auml;ndern, soweit sie den Grunds&auml;tzen ordnungsm&auml;&szlig;iger Buchf&uuml;hrung unter Befolgung der Vorschriften des EStG nicht entspricht; diese &Auml;nderung ist nicht zul&auml;ssig, wenn die Bilanz einer Steuerfestsetzung zugrunde liegt, die nicht mehr aufgehoben oder ge&auml;ndert werden kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bilanzierungsfehler sind grunds&auml;tzlich und vorrangig in der Bilanz des Wirtschaftsjahres zu berichtigen, in dem es zu der fehlerhaften Bilanzierung gekommen ist. Liegt f&uuml;r das Jahr, in dem es zu der fehlerhaften Bilanzierung gekommen ist, bereits ein Steuerbescheid vor, der aus verfahrensrechtlichen Gr&uuml;nden nicht mehr ge&auml;ndert werden kann, so ist nach dem Grundsatz des formellen Bilanzenzusammenhangs der unrichtige Bilanzansatz grunds&auml;tzlich in der ersten Schlussbilanz richtigzustellen, in der dies unter Beachtung der f&uuml;r den Eintritt der Bestandskraft und der Verj&auml;hrung ma&szlig;geblichen Vorschriften m&ouml;glich ist (vgl. BFH-Urteil vom 19.&nbsp;Juli 2011&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;53\/09, BFHE 234, 221, BStBl II 2011, 1017, Rz&nbsp;13).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der formelle Bilanzenzusammenhang durchbricht nicht die Bestandskraft der Veranlagung des Fehlerjahres. Der Bilanzierungsfehler wird vielmehr unter Beachtung der Zweischneidigkeit der Bilanz (&sect;&nbsp;252 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 des Handelsgesetzbuchs &#8211;HGB&#8211;: Bilanzidentit&auml;t zwischen Endverm&ouml;gen des Wirtschaftsjahres und Anfangsverm&ouml;gen des Folgejahres) sowohl im Interesse eines zutreffenden perioden&uuml;bergreifenden Gesamtgewinns als auch im Interesse der Praktikabilit&auml;t in die Folgejahre transportiert und dort &#8211;unter Wahrung der verfahrensrechtlichen Schranken f&uuml;r den Erlass von Steuer- und Steuer&auml;nderungsbescheiden&#8211; korrigiert (vgl. BFH-Urteil vom 25.&nbsp;Juni 2014&nbsp;&#8211; I&nbsp;R&nbsp;29\/13, Rz&nbsp;20).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Nach diesen Grunds&auml;tzen kommt die Ber&uuml;cksichtigung der streitbefangenen Anwaltskosten im Streitjahr nicht in Betracht. Die bilanzielle Behandlung der streitigen Anwaltskosten durch die Kl&auml;gerin im Jahr 2008 war zwar fehlerhaft. Dies hat sich jedoch zum Ende des Wirtschaftsjahres 2008 nicht in einem fehlerhaften Bilanzposten niedergeschlagen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin hat die verfahrensgegenst&auml;ndlichen Anwaltskosten nicht in ihrer Buchhaltung, Steuerbilanz und Feststellungserkl&auml;rung f&uuml;r das Jahr 2008 als Sonderbetriebsausgaben erfasst. Richtigerweise h&auml;tte im Jahr 2008 jedoch zun&auml;chst eine Verbindlichkeit gegen&uuml;ber der RA-LLP im Sonderbetriebsverm&ouml;gen der Beigeladenen passiviert und der Aufwand als Sonderbetriebsausgabe erfasst werden m&uuml;ssen. Die Verbindlichkeit ist dann durch Zahlung in Gestalt einer Einlage noch vor dem Bilanzstichtag 31.&nbsp;Dezember 2008 erloschen, denn die Beigeladene hat die verfahrensgegenst&auml;ndlichen Forderungen der RA-LLP nach den Feststellungen des FG noch im Jahr 2008 mit Mitteln aus ihrem Privatverm&ouml;gen erf&uuml;llt. Zum Bilanzstichtag 31.&nbsp;Dezember 2008 &#8211;also in der Schlussbilanz des Vorjahres&#8211; war danach aus diesem Vorgang kein Wirtschaftsgut mehr zu bilanzieren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Die Grunds&auml;tze des formellen Bilanzenzusammenhangs k&ouml;nnen keine Grundlage daf&uuml;r sein, einen im Vorjahr zu Unrecht unterbliebenen Ausweis einer Einlage nachzuholen. Denn in diesem Fall k&auml;me es nicht wegen der Zweischneidigkeit der Bilanz zur Nachholung eines Bilanzansatzes, sondern zur Nachholung des richtigen Unterschiedsbetrags als Saldoposten der Gewinnermittlung nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG und Teil des auszuweisenden Eigenkapitals. Eine so weitgehende Au&szlig;erachtlassung der richtigen zeitlichen Zuordnung des ermittelten Gewinns ist &#8211;zulasten wie auch zugunsten des Steuerpflichtigen&#8211; nicht mit dem Grundsatz des formellen Bilanzenzusammenhangs zu begr&uuml;nden (vgl. BFH-Urteil vom 30.&nbsp;Januar 2013&nbsp;&#8211; I&nbsp;R&nbsp;54\/11, BFHE 240, 246, BStBl II 2013, 1048).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Zutreffend hat das FG entschieden, dass sich aus den Entscheidungen des Senats zum Zusammenhang einer Bilanzberichtigung mit einer Bilanz&auml;nderung bei der Korrektur von Falschbuchungen von Entnahmen und Einlagen (BFH-Urteile vom 31.&nbsp;Mai 2007&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;54\/05, BFHE 218, 188, BStBl II 2008, 665, und IV&nbsp;R&nbsp;25\/06, BFH\/NV 2007, 2086) nichts anderes ergibt. In jenen F&auml;llen ging es nicht um die Korrektur eines Bilanzierungsfehlers in einem sp&auml;teren Wirtschaftsjahr, sondern um den Ausgleich eines Bilanzierungsfehlers durch Aus&uuml;bung eines Wahlrechts in demselben Wirtschaftsjahr (so zutreffend BFH-Beschluss vom 8.&nbsp;Februar 2017&nbsp;&#8211; X&nbsp;B&nbsp;138\/16, Rz&nbsp;43).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ee) Aus den Regelungen &uuml;ber die Feststellungen von &Uuml;ber- oder Unterentnahmen nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;4a EStG und der beschr&auml;nkten Ausgleichsf&auml;higkeit von Verlusten bei beschr&auml;nkter Haftung nach &sect;&nbsp;15a EStG ergibt sich entgegen der Annahme der Kl&auml;gerin kein anderes Entscheidungsergebnis. Denn f&uuml;r diese speziellen Feststellungen, die einen mehrj&auml;hrigen Kontrollzeitraum er&ouml;ffnen, gibt es jeweils eigene Rechtsgrundlagen und Regelungszwecke. F&uuml;r eine Nachholung unterlassener Einlagen entgegen den Regelungen &uuml;ber die zeitliche Zuordnung entstandener Gewinne bestehen solche Rechtsgrundlagen und auch Rechtfertigungsgr&uuml;nde indes nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Kostenentscheidung folgt hinsichtlich der Kosten des Revisionsverfahrens aus &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO. Die Kosten des FG-Verfahrens tr&auml;gt die Kl&auml;gerin entsprechend der Kostenentscheidung des FG nach &sect;&nbsp;137 Satz&nbsp;1, &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;1 FGO. Die Kosten der Beigeladenen sind nach &sect;&nbsp;139 Abs.&nbsp;4 FGO nicht erstattungsf&auml;hig, denn sie hat keine Antr&auml;ge gestellt und das Verfahren nicht mit eigenen Beitr&auml;gen gef&ouml;rdert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 17.6.2019, IV R 19\/16ECLI:DE:BFH:2019:U.170619.IVR19.16.0 In Vergangenheit unterlassene Einlage nicht &uuml;ber formellen Bilanzenzusammenhang erfolgswirksam nachholbar Leits&auml;tze Werden Sonderbetriebsausgaben, die aus privaten Mitteln bestritten worden sind, im Jahr der Entstehung des Aufwands nicht ber&uuml;cksichtigt, kommt eine erfolgswirksame Nachholung in einem Folgejahr nach den Grunds&auml;tzen des formellen Bilanzenzusammenhangs nicht in Betracht. Tenor Auf die Revision &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-19-16-in-vergangenheit-unterlassene-einlage-nicht-ueber-formellen-bilanzenzusammenhang-erfolgswirksam-nachholbar\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">IV&nbsp;R&nbsp;19\/16 &#8211; In Vergangenheit unterlassene Einlage nicht &uuml;ber formellen Bilanzenzusammenhang erfolgswirksam nachholbar<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-71154","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71154","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=71154"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71154\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=71154"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=71154"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=71154"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}