{"id":71222,"date":"2019-09-28T17:49:48","date_gmt":"2019-09-28T15:49:48","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=71222"},"modified":"2019-09-28T17:49:48","modified_gmt":"2019-09-28T15:49:48","slug":"vi-r-26-17-vorbehaltsniessbrauch-bei-unentgeltlicher-uebertragung-eines-verpachteten-land-und-fortwirtschaftlichen-betriebs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-26-17-vorbehaltsniessbrauch-bei-unentgeltlicher-uebertragung-eines-verpachteten-land-und-fortwirtschaftlichen-betriebs\/","title":{"rendered":"VI&nbsp;R&nbsp;26\/17 &#8211; Vorbehaltsnie&szlig;brauch bei unentgeltlicher &Uuml;bertragung eines verpachteten land- und fortwirtschaftlichen Betriebs"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 8.5.2019, VI R 26\/17<br \/>ECLI:DE:BFH:2019:U.080519.VIR26.17.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Vorbehaltsnie&szlig;brauch bei unentgeltlicher &Uuml;bertragung eines verpachteten land- und fortwirtschaftlichen Betriebs<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Bei den Eink&uuml;nften aus Land- und Fortwirtschaft hat die Bestellung eines Nie&szlig;brauchs zur Folge, dass zwei Betriebe entstehen, n&auml;mlich ein ruhender Betrieb in der Hand des nunmehrigen Eigent&uuml;mers (des Nie&szlig;brauchsverpflichteten) und ein wirtschaftender Betrieb in der Hand des Nie&szlig;brauchsberechtigten und bisherigen Eigent&uuml;mers (Best&auml;tigung der st&auml;ndigen Rechtsprechung).<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Die Rechtsprechung zur unentgeltlichen &Uuml;bertragung eines land- und forstwirtschaftlichen Betriebs unter Nie&szlig;brauchsvorbehalt gilt auch f&uuml;r die &Uuml;bertragung eines Verpachtungsbetriebs.<\/p>\n<\/p>\n<p>3. Zahlungen f&uuml;r die Entlassung des Grundbesitzes aus der Pfandhaft eines zum Betriebsverm&ouml;gen geh&ouml;renden Nie&szlig;brauchsrechts sind betrieblich veranlasst und erh&ouml;hen ihrerseits das Betriebsverm&ouml;gen.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision der Kl&auml;gerin gegen das Urteil des Schleswig-Holsteinischen Finanzgerichts vom 11. Mai 2016&nbsp;&nbsp;5 K 207\/13 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat die Kl&auml;gerin zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Ehemann (E) der Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) war Inhaber eines landwirtschaftlichen Betriebs. Es handelte sich um einen Hof i.S. der H&ouml;feordnung mit einer Gr&ouml;&szlig;e von &#8230;&nbsp;ha. E hatte den zum Betrieb geh&ouml;renden Grundbesitz an fremde Dritte verpachtet und erzielte aus der Betriebsverpachtung Eink&uuml;nfte aus Land- und Forstwirtschaft.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit notariell beurkundetem Hof-&Uuml;berlassungsvertrag von November 2002 &uuml;bertrug E den Hof an seinen Sohn (S). E behielt sich auf seine Lebensdauer das unentgeltliche Nie&szlig;brauchsrecht an dem &uuml;berlassenen Grundbesitz vor. Dar&uuml;ber hinaus behielt sich E f&uuml;r die Kl&auml;gerin ein durch seinen Tod aufschiebend bedingtes unentgeltliches Nie&szlig;brauchsrecht an dem &uuml;berlassenen Grundbesitz vor, das S der Kl&auml;gerin in dem Hof-&Uuml;berlassungsvertrag einr&auml;umte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>E erhielt aufgrund des Nie&szlig;brauchs auch nach Abschluss des Hof-&Uuml;berlassungsvertrags die Pachteinnahmen, die er weiterhin als Eink&uuml;nfte aus Land- und Forstwirtschaft versteuerte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>E verstarb im Jahr 2006. Mit seinem Tod stand der Kl&auml;gerin das ihr in dem Hof-&Uuml;berlassungsvertrag einger&auml;umte Nie&szlig;brauchsrecht vollen Inhalts zu. Auch sie erkl&auml;rte als Nie&szlig;brauchsberechtigte aus der Verpachtung Eink&uuml;nfte aus &sect;&nbsp;13 des Einkommensteuergesetzes (EStG), die sie durch Betriebsverm&ouml;gensvergleich f&uuml;r das landwirtschaftliche Normalwirtschaftsjahr ermittelte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Vertrag von Dezember 2008 ver&auml;u&szlig;erte S die Hofstelle sowie einen Teil des Grund und Bodens (insgesamt &#8230;&nbsp;ha) mit Wirkung zum 1.&nbsp;Juli 2009 an H. Der Vertrag stand unter der aufschiebenden Bedingung, dass sich H mit der Kl&auml;gerin &uuml;ber die Entlassung des verkauften Grundbesitzes aus der Pfandhaft f&uuml;r ihr Nie&szlig;brauchsrecht einigte. Mit weiterem Vertrag von Dezember 2008 vereinbarten H und die Kl&auml;gerin, dass diese den von H erworbenen Grundbesitz gegen Zahlung eines im Wirtschaftsjahr 2009\/2010 f&auml;lligen Betrags von &#8230;&nbsp;EUR aus der Pfandhaft entlie&szlig;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin erfasste die von H geleistete Zahlung in ihrer Gewinnermittlung f&uuml;r das Wirtschaftsjahr 2009\/2010 nicht als Betriebseinnahme. Sie vertrat die Auffassung, es handele sich um ein privates Ver&auml;u&szlig;erungsgesch&auml;ft, das nicht zu Eink&uuml;nften aus Land- und Forstwirtschaft f&uuml;hre.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Anschluss an eine bei der Kl&auml;gerin durchgef&uuml;hrte Au&szlig;enpr&uuml;fung gelangte der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) jedoch zu der Ansicht, der Gewinn der Kl&auml;gerin sei um die im Wirtschaftsjahr 2009\/2010 vereinnahmte Zahlung des H zu erh&ouml;hen und erlie&szlig; entsprechende Einkommensteuerbescheide f&uuml;r die Streitjahre (2009 und 2010).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) wies die hiergegen nach erfolglosem Vorverfahren erhobene Klage mit den in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2017, 1643 ver&ouml;ffentlichten Gr&uuml;nden ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gt die Kl&auml;gerin die Verletzung materiellen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sie beantragt,<br \/>das Urteil des FG aufzuheben und die Einkommensteuerbescheide f&uuml;r 2009 und 2010 in der Gestalt der Einspruchsentscheidung dahin zu &auml;ndern, dass anstelle der Eink&uuml;nfte aus Land- und Forstwirtschaft Eink&uuml;nfte aus Vermietung und Verpachtung angesetzt und diese f&uuml;r 2009 und 2010 um jeweils &#8230;&nbsp;EUR herabgesetzt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG hat zu Recht entschieden, dass die Zahlung von &#8230;&nbsp;EUR, die die Kl&auml;gerin f&uuml;r die Entlassung des Grundbesitzes aus der Pfandhaft erhalten hat, gewinnerh&ouml;hend bei den Eink&uuml;nften aus Land- und Forstwirtschaft zu erfassen war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach den mit Revisionsr&uuml;gen nicht angegriffenen und den Senat daher bindenden Feststellungen des FG (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO) war E Inhaber eines land- und forstwirtschaftlichen Betriebs, dessen Betriebsgrundst&uuml;cke verpachtet waren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat ferner festgestellt, dass E diesen ruhenden, verpachteten Betrieb unter Nie&szlig;brauchsvorbehalt auf S &uuml;bertrug. Die Beteiligten haben auch hiergegen keine Revisionsr&uuml;gen vorgebracht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Betriebs&uuml;bertragung erfolgte unentgeltlich. Eine Gegenleistung hatte S nach dem vom FG festgestellten Inhalt des Hof-&Uuml;berlassungsvertrags nicht zu leisten. Insbesondere stellte die Bewilligung des Nie&szlig;brauchs keine Gegenleistung des S als Erwerber dar (s. Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 25.&nbsp;Januar 2017 X&nbsp;R&nbsp;59\/14, BFHE 257, 227, Rz&nbsp;37, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die unentgeltliche &Uuml;bertragung des ruhenden Verpachtungsbetriebs auf S unter Vorbehalt des Nie&szlig;brauchs f&uuml;hrte bei E nicht zu einer Betriebsaufgabe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Wird ein land- und forstwirtschaftlicher Betrieb unentgeltlich (im Wege der vorweggenommenen Erbfolge) &uuml;bertragen, so liegt weder eine Entnahme noch eine Betriebsaufgabe vor. Der Betrieb wird vielmehr steuerrechtlich unver&auml;ndert durch den Rechtsnachfolger fortgef&uuml;hrt (BFH-Urteil vom 26.&nbsp;Februar 1987 IV&nbsp;R&nbsp;325\/84, BFHE 150, 321, BStBl II 1987, 772, unter 1., m.w.N.). Der Rechtsnachfolger ist an die Buchwerte des Rechtsvorg&auml;ngers gebunden (&sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 EStG). Auch ein ruhender, verpachteter und noch nicht aufgegebener Betrieb kann &Uuml;bertragungsgegenstand i.S. des &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 EStG sein (BFH-Urteil in BFHE 257, 227, Rz&nbsp;39, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Bei den Eink&uuml;nften aus Land- und Forstwirtschaft hat die Bestellung eines Nie&szlig;brauchs nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des BFH zur Folge, dass zwei Betriebe entstehen, n&auml;mlich ein ruhender Betrieb in der Hand des nunmehrigen Eigent&uuml;mers (des Nie&szlig;brauchsverpflichteten) und ein wirtschaftender Betrieb in der Hand des Nie&szlig;brauchsberechtigten und bisherigen Eigent&uuml;mers (z.B. Senatsurteil vom 23.&nbsp;Oktober 2018 VI&nbsp;R&nbsp;5\/17, BFHE 262, 425, Rz&nbsp;31; BFH-Urteil vom 7.&nbsp;April 2016 IV&nbsp;R&nbsp;38\/13, BFHE 253, 390, BStBl II 2016, 765, Rz&nbsp;26, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>An dieser Rechtsprechung h&auml;lt der Senat fest. Soweit der X.&nbsp;Senat des BFH f&uuml;r die Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb eine abweichende Auffassung vertritt (BFH-Urteil in BFHE 257, 227), hat der Senat erhebliche Bedenken, ob er sich dem anschlie&szlig;en k&ouml;nnte. Dies kann hier jedoch dahinstehen. Denn die Rechtsprechung des X.&nbsp;Senats f&uuml;hrt im Streitfall zu keinem abweichenden Ergebnis. Der X.&nbsp;Senat geht n&auml;mlich ebenfalls davon aus, dass die Betriebs&uuml;bertragung unter Nie&szlig;brauchsvorbehalt &#8211;auch bei einem Verpachtungsbetrieb&#8211; keine Aufgabe des Betriebs des vormaligen Eigent&uuml;mers und nunmehrigen Nie&szlig;brauchsberechtigten ausl&ouml;st (BFH-Urteil in BFHE 257, 227, Rz&nbsp;40, 48). Eine Betriebsaufgabe liegt in einer solchen Konstellation bereits deshalb nicht vor, weil der Nie&szlig;brauchsberechtigte &#8211;hier E&#8211; seine bisherige land- und forstwirtschaftliche T&auml;tigkeit &#8211;hier in Form der Betriebsverpachtung&#8211; nicht einstellt, sondern die wesentlichen Betriebsgrundlagen aufgrund des ihm vorbehaltenen Nie&szlig;brauchs weiterhin selbst verpachtet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Die Rechtsprechung des IV. und des erkennenden Senats zur (unentgeltlichen) &Uuml;bertragung eines land- und forstwirtschaftlichen Betriebs unter Vorbehalt des Nie&szlig;brauchs ist auch bei der &Uuml;bertragung eines Verpachtungsbetriebs anwendbar. Es ist insoweit unerheblich, ob ein aktiv betriebener oder ein ruhender Betrieb &uuml;bertragen wird. Eine Zwangsbetriebsaufgabe tritt auch bei &Uuml;bertragung eines Verpachtungsbetriebs unter Nie&szlig;brauchsvorbehalt nicht ein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Der Steuerpflichtige hat nach st&auml;ndiger Rechtsprechung im Fall der Verpachtung seines Betriebs ein Wahlrecht, ob er den Vorgang als Betriebsaufgabe i.S. des &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;3 EStG behandeln und damit die Wirtschaftsg&uuml;ter seines Betriebs unter Aufl&ouml;sung der stillen Reserven in sein Privatverm&ouml;gen &uuml;berf&uuml;hren oder (ob und wie lange er) das Betriebsverm&ouml;gen w&auml;hrend der Verpachtung fortf&uuml;hren und daraus betriebliche Eink&uuml;nfte erzielen will (grundlegend Urteil des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 13.&nbsp;November 1963 GrS&nbsp;1\/63&nbsp;S, BFHE 78, 315, BStBl III 1964, 124; zuletzt Senatsurteil vom 17.&nbsp;Mai 2018 VI&nbsp;R&nbsp;66\/15, BFHE 262, 33, Rz&nbsp;36). Geht ein verpachteter Betrieb unter Fortbestand des Pachtvertrags im Wege der vorweggenommenen Erbfolge auf den Rechtsnachfolger &uuml;ber, so tritt dieser hinsichtlich des Wahlrechts, die Betriebsaufgabe zu erkl&auml;ren, in die Rechtsstellung des bisherigen Verp&auml;chters ein, selbst wenn der Rechtsnachfolger den Betrieb zu keiner Zeit selbst bewirtschaftet hat (BFH-Urteil vom 28.&nbsp;November 1991 IV&nbsp;R&nbsp;58\/91, BFHE 167, 19, BStBl II 1992, 521, unter 2.b, m.w.N.). Der Gesetzgeber hat mit &#8211;dem im Streitfall allerdings noch nicht anwendbaren&#8211; &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;3b EStG die Betriebsverpachtung ebenfalls anerkannt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Diese Grunds&auml;tze der Betriebsverpachtung sind auch bei unter Vorbehalt des Nie&szlig;brauchs &uuml;bertragenen ruhenden Verpachtungsbetrieben anwendbar. Entsprechend hat der IV.&nbsp;Senat des BFH anerkannt, dass die Hof&uuml;bergabe unter Vorbehaltsnie&szlig;brauch und gleichzeitiger Verpachtung des Betriebs an den Hofnachfolger (sog. Rheinische Hof&uuml;bergabe) den Betriebsverpachtungsgrunds&auml;tzen unterliegt (BFH-Urteil vom 24.&nbsp;Februar 2005 IV&nbsp;R&nbsp;28\/00, BFH\/NV 2005, 1062, unter II.1., m.w.N.). F&uuml;r die Verpachtung des Betriebs an Dritte gilt nichts anderes. Denn f&uuml;r die M&ouml;glichkeit der Wiederaufnahme der aktiven Bewirtschaftung des ruhenden Betriebs, die f&uuml;r die Einr&auml;umung des Wahlrechts zur Betriebsaufgabe entscheidend ist, ist es grunds&auml;tzlich ohne Bedeutung, ob die Verpachtung an den neuen Eigent&uuml;mer und Hofnachfolger oder an Dritte erfolgt. Wie bereits unter II.2.b dargelegt, hat die Bestellung des Nie&szlig;brauchs an einem aktiv bewirtschafteten Betrieb grunds&auml;tzlich zur Folge, dass zwei Betriebe entstehen, ein ruhender in der Hand des nunmehrigen Eigent&uuml;mers (und Nie&szlig;brauchsverpflichteten) und ein wirtschaftender in der Hand des Nie&szlig;brauchsberechtigten. Die Bestellung eines Nie&szlig;brauchs an einem verpachteten Betrieb f&uuml;hrt zwar dazu, dass drei Betriebe entstehen, ein ruhender in der Hand des nunmehrigen Eigent&uuml;mers (und Nie&szlig;brauchsverpflichteten) sowie ein ruhender in der Hand des Nie&szlig;brauchsberechtigten und bisherigen Eigent&uuml;mers und ein wirtschaftender in der Hand des P&auml;chters. Diese Dreiteilung zwingt aber nicht zu der Annahme, dass der bisherige Betriebsinhaber dadurch seinen ruhenden Verpachtungsbetrieb zwangsweise aufgegeben hat. Der BFH hat eine Betriebsaufgabe bei der Bestellung eines Nie&szlig;brauchs im Rahmen der Generationennachfolge an einem aktiv bewirtschafteten Eigentumsbetrieb verneint, weil er von einer lediglich vor&uuml;bergehenden Aufspaltung des Betriebs in einen ruhenden und einen wirtschaftenden ausgegangen ist, der sich mit dem sp&auml;teren Wegfall des Nie&szlig;brauchs in der Person des Rechtsnachfolgers wiedervereinigt. Beide Vorg&auml;nge hat er dem Anwendungsbereich des &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;3 EStG unterstellt (BFH-Urteil in BFHE 253, 390, BStBl II 2016, 765, Rz&nbsp;28). Diese Betrachtung muss gleicherma&szlig;en gelten, wenn ein ruhender Betrieb unter Nie&szlig;brauchsvorbehalt &uuml;bertragen wird und die Wiederaufnahme der aktiven Bewirtschaftung des Betriebs durch den Nie&szlig;brauchsberechtigten und\/oder den Eigent&uuml;mer m&ouml;glich ist und die Aufgabe des Betriebs nicht ausdr&uuml;cklich erkl&auml;rt wurde. Insoweit ist der ruhende Eigent&uuml;merverpachtungsbetrieb steuerlich unabh&auml;ngig von dem wirtschaftenden Pachtbetrieb in der Hand des Dritten zu betrachten. Auch der Verpachtungsbetrieb wird nur in zwei Betriebe aufgespalten und vereinigt sich nach dem Wegfall des Nie&szlig;brauchs wieder in der Person des Rechtsnachfolgers. Angesichts dessen h&auml;lt es der Senat nicht f&uuml;r geboten, die im Zusammenhang mit der Generationennachfolge stehende &Uuml;bertragung eines ruhenden Verpachtungsbetriebs unter Nie&szlig;brauchsvorbehalt als Aufgabe des Betriebs anzusehen mit der Folge der Aufdeckung aller stillen Reserven durch den bisherigen Eigent&uuml;mer.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Die in der Literatur gegen die Rechtsprechung zur Hof&uuml;bergabe unter Vorbehaltsnie&szlig;brauch bei gleichzeitiger Verpachtung des Betriebs erhobenen Bedenken (z.B. Felsmann, Einkommensbesteuerung der Land- und Forstwirte, A Rz&nbsp;253; ablehnend auch FG K&ouml;ln, Urteil vom 23.&nbsp;August 1990&nbsp;&nbsp;5&nbsp;K&nbsp;1105\/87) teilt der Senat nicht. Solange die Wiederaufnahme der aktiven Bewirtschaftung des Betriebs m&ouml;glich erscheint, scheidet eine Betriebsaufgabe ohne Abgabe einer eindeutigen Betriebsaufgabeerkl&auml;rung aus (so jetzt auch &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;3b EStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Entgegen der Ansicht der Kl&auml;gerin ergibt sich aus dem BFH-Urteil in BFHE 150, 321, BStBl II 1987, 772 nichts anderes. Soweit der BFH dort &#8211;und in weiteren Urteilen&#8211; von dem wirtschaftenden Betrieb in der Hand des Nie&szlig;brauchsberechtigten und vormaligen Eigent&uuml;mers gesprochen hat, beziehen sich diese Ausf&uuml;hrungen ersichtlich auf den Regelfall der &Uuml;bertragung eines landwirtschaftlichen Betriebs im Wege der vorweggenommenen Erbfolge unter Nie&szlig;brauchsvorbehalt, bei dem der Nie&szlig;braucher die (aktive) Bewirtschaftung des Hofs fortsetzt. Ein solcher Sachverhalt lag auch dem BFH-Urteil in BFHE 150, 321, BStBl II 1987, 772 zugrunde. Jenes Urteil betraf somit nicht den hier vorliegenden Fall einer Betriebsverpachtung durch den Nie&szlig;brauchsberechtigten. Demzufolge hat sich der BFH zu einer solchen Konstellation in seinem Urteil in BFHE 150, 321, BStBl II 1987, 772 auch nicht verhalten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das BFH-Urteil vom 20.&nbsp;April 1989 IV&nbsp;R&nbsp;95\/87 (BFHE 157, 365, BStBl II 1989, 863) f&uuml;hrt f&uuml;r den hier zu beurteilenden Fall der unentgeltlichen Betriebs&uuml;bertragung unter Nie&szlig;brauchsvorbehalt ebenfalls zu keinem anderen Ergebnis. Zwar erzielt der Erwerber eines land- und forstwirtschaftlichen Betriebs, der nur das Eigentum erwirbt, aber zu keinem Zeitpunkt als Land- und Forstwirt t&auml;tig wird, im Fall der sofortigen Verpachtung des erworbenen Betriebs nur Eink&uuml;nfte aus Vermietung und Verpachtung (ebenso Senatsurteil vom 29.&nbsp;M&auml;rz 2017 VI&nbsp;R&nbsp;82\/14, Rz&nbsp;17, m.w.N.). Diese Rechtsprechung betrifft jedoch (nur) den entgeltlichen Erwerb eines Betriebs (s. auch BFH-Beschluss vom 19.&nbsp;September 2017 IV&nbsp;B&nbsp;85\/16, Rz&nbsp;19). Ein entgeltlicher Erwerb liegt jedoch nicht vor, wenn ein land- und forstwirtschaftlicher Betrieb unentgeltlich unter Nie&szlig;brauchsvorbehalt &uuml;bertragen wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Da weder E noch S die Aufgabe des Verpachtungsbetriebs erkl&auml;rt haben, ging dieser mit dem Tod des E im Jahr 2006 unentgeltlich auf die Kl&auml;gerin &uuml;ber.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Zwar erlosch der Nie&szlig;brauch des E gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;1061 Satz&nbsp;1 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs mit dessen Tod. Gleichzeitig erstarkte aber der aufschiebend bedingte Nie&szlig;brauch der Kl&auml;gerin, den sich E in dem Hof-&Uuml;berlassungsvertrag ebenfalls vorbehalten und der Kl&auml;gerin unentgeltlich zugewandt hatte, zum Vollrecht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zum (notwendigen) Betriebsverm&ouml;gen des hiernach (fortbestehenden) land- und forstwirtschaftlichen Verpachtungsbetriebs der Kl&auml;gerin geh&ouml;rte insbesondere der ihr von E zugewandte Nie&szlig;brauch. Denn die Kl&auml;gerin konnte den auf sie unentgeltlich &uuml;bergegangenen Verpachtungsbetrieb nur aufgrund des ihr zugewandten Nie&szlig;brauchs betreiben (s. BFH-Urteile vom 4.&nbsp;November 1980 VIII&nbsp;R&nbsp;55\/77, BFHE 132, 414, BStBl II 1981, 396, unter 3., und vom 1.&nbsp;September 2011 II&nbsp;R&nbsp;67\/09, BFHE 239, 137, BStBl II 2013, 210, Rz&nbsp;32, 33).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Kl&auml;gerin konnte in ihrer Bilanz f&uuml;r das Nie&szlig;brauchsrecht jedoch keinen Wert ansetzen. Sie trat, was die Nutzung des Betriebsverm&ouml;gens zur Einkunftserzielung betraf, wie ein Rechtsnachfolger an die Stelle des die Nutzungsberechtigung &Uuml;berlassenden. Der in &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;3 EStG zum Ausdruck gebrachte Grundsatz findet auch auf die unentgeltliche &Uuml;bertragung des Rechts zur Nutzung eines Betriebs in der Form der Bestellung eines dinglichen Nie&szlig;brauchs am Unternehmen entsprechende Anwendung (BFH-Urteile in BFHE 132, 414, BStBl II 1981, 396, unter 3., und in BFHE 239, 137, BStBl II 2013, 210, Rz&nbsp;34, 35).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Schlie&szlig;lich ist der Verpachtungsbetrieb von S auch nicht durch die Ver&auml;u&szlig;erung der Hofstelle an einen Dritten aufgegeben worden (vgl. dazu BFH-Urteil vom 8.&nbsp;M&auml;rz 2007 IV&nbsp;R&nbsp;57\/04, BFH\/NV 2007, 1640, unter II.3.). Dies ist zwischen den Beteiligten zu Recht nicht streitig. Der Senat sieht daher insoweit von weiteren Ausf&uuml;hrungen ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Nach alledem war die Zahlung f&uuml;r die (teilweise) Abl&ouml;sung des zum (notwendigen) Betriebsverm&ouml;gen der Kl&auml;gerin geh&ouml;renden (Zuwendungs-)Nie&szlig;brauchs in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR im Wirtschaftsjahr 2009\/2010 betrieblich veranlasst. Sie erh&ouml;hte folglich das land- und forstwirtschaftliche Betriebsverm&ouml;gen der Kl&auml;gerin. Da die Kl&auml;gerin f&uuml;r den Nie&szlig;brauch in ihrer Bilanz keinen Buchwert ansetzen konnte, war wegen der Entlassung des verkauften Grundbesitzes aus der Pfandhaft andererseits keine Betriebsverm&ouml;gensminderung eingetreten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat daher zu Recht entschieden, dass der Gewinn der Kl&auml;gerin f&uuml;r das Wirtschaftsjahr 2009\/2010 um &#8230;&nbsp;EUR zu erh&ouml;hen war und ihre Eink&uuml;nfte aus Land- und Forstwirtschaft f&uuml;r die Streitjahre deshalb um jeweils &#8230;&nbsp;EUR h&ouml;her angesetzt werden mussten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 8.5.2019, VI R 26\/17ECLI:DE:BFH:2019:U.080519.VIR26.17.0 Vorbehaltsnie&szlig;brauch bei unentgeltlicher &Uuml;bertragung eines verpachteten land- und fortwirtschaftlichen Betriebs Leits&auml;tze 1. Bei den Eink&uuml;nften aus Land- und Fortwirtschaft hat die Bestellung eines Nie&szlig;brauchs zur Folge, dass zwei Betriebe entstehen, n&auml;mlich ein ruhender Betrieb in der Hand des nunmehrigen Eigent&uuml;mers (des Nie&szlig;brauchsverpflichteten) und ein wirtschaftender Betrieb in der &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-26-17-vorbehaltsniessbrauch-bei-unentgeltlicher-uebertragung-eines-verpachteten-land-und-fortwirtschaftlichen-betriebs\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VI&nbsp;R&nbsp;26\/17 &#8211; Vorbehaltsnie&szlig;brauch bei unentgeltlicher &Uuml;bertragung eines verpachteten land- und fortwirtschaftlichen Betriebs<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-71222","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71222","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=71222"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71222\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=71222"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=71222"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=71222"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}