{"id":71232,"date":"2019-09-28T17:49:31","date_gmt":"2019-09-28T15:49:31","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=71232"},"modified":"2019-09-28T17:49:31","modified_gmt":"2019-09-28T15:49:31","slug":"ix-b-1-19-nichtzulassungsbeschwerde-vorliegen-einer-divergenz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ix-b-1-19-nichtzulassungsbeschwerde-vorliegen-einer-divergenz\/","title":{"rendered":"IX&nbsp;B&nbsp;1\/19 &#8211; Nichtzulassungsbeschwerde: Vorliegen einer Divergenz"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 18.7.2019, IX B 1\/19<br \/>ECLI:DE:BFH:2019:B.180719.IXB1.19.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Nichtzulassungsbeschwerde: Vorliegen einer Divergenz<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>NV: Eine Divergenz (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 2&nbsp;&nbsp;2. Alternative FGO) liegt nicht vor, wenn die angegriffene Entscheidung des FG in ihren tragenden Rechtss&auml;tzen vollumf&auml;nglich den in einer Entscheidung des BFH aufgestellten Grunds&auml;tzen folgt und diese auf den Streitfall anwendet.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Beschwerde der Kl&auml;gerin wegen Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des Finanzgerichts D&uuml;sseldorf vom 27.11.2018 &#8211; 2 K 29\/17 E wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Beschwerdeverfahrens hat die Kl&auml;gerin zu tragen.<\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beschwerde ist unbegr&uuml;ndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der von der Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin) vorgebrachte Zulassungsgrund der Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung (Divergenz, &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2&nbsp;&nbsp;2.&nbsp;Alternative der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;) liegt nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Zulassung der Revision zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung setzt voraus, dass das Finanzgericht (FG) in einer Rechtsfrage von der Entscheidung eines anderen Gerichts abgewichen ist, dass dabei &uuml;ber dieselbe Rechtsfrage entschieden wurde und diese f&uuml;r beide Entscheidungen rechtserheblich war, dass die Entscheidungen zu gleichen oder vergleichbaren Sachverhalten ergangen sind, dass die abweichend beantwortete Rechtsfrage im Revisionsverfahren gekl&auml;rt werden kann und dass eine Entscheidung des Bundesfinanzhofs (BFH) zur Wahrung der Rechtseinheit erforderlich ist (vgl. u.a. BFH-Beschluss vom 19.12.2018&nbsp;&#8211; IX&nbsp;B&nbsp;142\/17, BFH\/NV 2019, 284, Rz&nbsp;4).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Daran gemessen liegt ein Versto&szlig; gegen tragende Rechtsgrunds&auml;tze in dem von der Kl&auml;gerin angef&uuml;hrten BFH-Urteil vom 13.03.2018&nbsp;&#8211; IX&nbsp;R&nbsp;18\/17 (BFHE 261, 264, BStBl II 2018, 531) nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach dem Senatsurteil in BFHE 261, 264, BStBl II 2018, 531 gen&uuml;gt die Annahme der Leistung der Gegenseite nicht, um den (fehlenden) besteuerungsrelevanten Veranlassungszusammenhang i.S. des &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 des Einkommensteuergesetzes herzustellen, wenn der Leistende nicht die M&ouml;glichkeit hat, durch seine Leistung das Entstehen des Anspruchs auf die Leistung des Vertragspartners positiv zu beeinflussen. Im dortigen Streitfall hatten die vom Steuerpflichtigen auf der Grundlage eines &quot;Exclusivity Agreements&quot; zu erbringenden Leistungen die Gegenleistung nicht ausgel&ouml;st; er hatte durch sein Verhalten nicht positiv beeinflussen k&ouml;nnen, ob sich die Gegenseite f&uuml;r oder gegen die Abgabe eines &ouml;ffentlichen Angebots entscheiden und damit ob der Anspruch auf Zahlung einer &quot;Break Fee&quot; entstehen w&uuml;rde. Daher fehlte es an steuerbaren Eink&uuml;nften aus Leistungen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die angegriffene Entscheidung des FG folgt in ihren tragenden Rechtss&auml;tzen vollumf&auml;nglich den in der Entscheidung in BFHE 261, 264, BStBl II 2018, 531 aufgestellten Grunds&auml;tzen und wendet diese auf den Streitfall an. Es hat allein in tats&auml;chlicher Hinsicht einen entscheidungserheblichen Unterschied in dem Umstand gesehen, dass die Kl&auml;gerin das Entstehen des Anspruchs auf das Bindungsentgelt durch ihre Leistung habe beeinflussen k&ouml;nnen. Entgegen der in der Nichtzulassungsbeschwerde dargelegten Auffassung der Kl&auml;gerin ist das Bindungsentgelt auf der Grundlage der nicht weiter mit Verfahrensr&uuml;gen angegriffenen und damit nach &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO bindenden Feststellungen des FG nicht als Gegenleistung f&uuml;r das Nichtzustandekommen des Grundst&uuml;ckskaufvertrags (&quot;Break&quot;) anzusehen, sondern als Gegenleistung f&uuml;r das Angebot zum Abschluss eines Kaufvertrags und die Bindung innerhalb der Annahmefrist; damit hat die Kl&auml;gerin &#8211;worauf der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt) zu Recht hinweist&#8211; die Entstehung des Anspruchs auf das Bindungsentgelt positiv beeinflusst.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Vor diesem Hintergrund sind das Senatsurteil in BFHE 261, 264, BStBl II 2018, 531 und die angegriffene Entscheidung des FG nicht zu gleichen oder vergleichbaren Sachverhalten ergangen. Eine Divergenz besteht nicht. Letztlich r&uuml;gt die Kl&auml;gerin eine materiell-rechtlich fehlerhafte Rechtsanwendung, also die Unrichtigkeit des FG-Urteils; mit einer dahin gehenden R&uuml;ge kann aber die Zulassung der Revision jenseits von &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2&nbsp;&nbsp;2.&nbsp;Alternative FGO nicht erreicht werden (vgl. BFH-Beschluss vom 21.03.2017&nbsp;&#8211; IX&nbsp;B&nbsp;132\/16, BFH\/NV 2017, 913, Rz&nbsp;2).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Von einer weiter gehenden Begr&uuml;ndung wird gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 FGO abgesehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135&nbsp;Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 18.7.2019, IX B 1\/19ECLI:DE:BFH:2019:B.180719.IXB1.19.0 Nichtzulassungsbeschwerde: Vorliegen einer Divergenz Leits&auml;tze NV: Eine Divergenz (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 2&nbsp;&nbsp;2. Alternative FGO) liegt nicht vor, wenn die angegriffene Entscheidung des FG in ihren tragenden Rechtss&auml;tzen vollumf&auml;nglich den in einer Entscheidung des BFH aufgestellten Grunds&auml;tzen folgt und diese auf den Streitfall anwendet. Tenor Die Beschwerde &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ix-b-1-19-nichtzulassungsbeschwerde-vorliegen-einer-divergenz\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">IX&nbsp;B&nbsp;1\/19 &#8211; Nichtzulassungsbeschwerde: Vorliegen einer Divergenz<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-71232","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71232","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=71232"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71232\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=71232"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=71232"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=71232"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}