{"id":71261,"date":"2019-10-11T17:46:31","date_gmt":"2019-10-11T15:46:31","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=71261"},"modified":"2019-10-11T17:46:31","modified_gmt":"2019-10-11T15:46:31","slug":"x-r-19-17-abzinsung-von-unverzinslichen-langfristdarlehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-19-17-abzinsung-von-unverzinslichen-langfristdarlehen\/","title":{"rendered":"X&nbsp;R&nbsp;19\/17 &#8211; Abzinsung von unverzinslichen Langfristdarlehen"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 22.5.2019, X R 19\/17<br \/>ECLI:DE:BFH:2019:U.220519.XR19.17.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Abzinsung von unverzinslichen Langfristdarlehen<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Vertragsbeziehungen zwischen verschw&auml;gerten Personen unterliegen als Angeh&ouml;rigenvertr&auml;ge einer Fremdvergleichskontrolle.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Eine r&uuml;ckwirkend auf den Vertragsbeginn vereinbarte Verzinsung eines zun&auml;chst unverzinslich gew&auml;hrten Darlehens ist (bilanz-)steuerrechtlich unbeachtlich, sofern diese Vereinbarung erst nach dem Bilanzstichtag getroffen wird.<\/p>\n<\/p>\n<p>3. Gegen die H&ouml;he des Abzinsungssatzes f&uuml;r unverzinsliche Verbindlichkeiten gem&auml;&szlig; &sect; 6 Abs. 1 Nr. 3 Satz 1 EStG bestehen f&uuml;r das Jahr 2010 keine verfassungsrechtlichen Bedenken.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision der Kl&auml;ger wird das Urteil des Finanzgerichts K&ouml;ln vom 01.09.2016 &#8211; 12 K 3383\/14 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Sache wird an das Finanzgericht K&ouml;ln zur&uuml;ckverwiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Diesem wird die Entscheidung &uuml;ber die Kosten des Verfahrens &uuml;bertragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) werden als Eheleute f&uuml;r das Streitjahr 2010 zur Einkommensteuer zusammenveranlagt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die im Jahr (&#8230;) geborene Kl&auml;gerin f&uuml;hrte zun&auml;chst einen gewerblichen Einzelhandel (Betrieb&nbsp;1). Ende des Jahres 2010 er&ouml;ffnete sie hierneben einen Lebensmittel-Einzelhandel (Betrieb&nbsp;2). F&uuml;r beide Betriebe ermittelt sie den Gewinn durch Betriebsverm&ouml;gensvergleich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In den Jahren 2010\/2011 errichtete die Kl&auml;gerin ein Wohn- und Gesch&auml;ftshaus, das seit der Fertigstellung zu ca. 64&nbsp;% f&uuml;r den Betrieb&nbsp;2, zu ca. 19&nbsp;% f&uuml;r den Betrieb&nbsp;1 und im &Uuml;brigen f&uuml;r eigene Wohnzwecke genutzt wird. Die Kosten von etwa 1,6&nbsp;Mio.&nbsp;EUR finanzierte sie &uuml;berwiegend fremd. Neben Bankendarlehen wurden ihr mehrere Darlehen aus dem Familien- und Bekanntenkreis gew&auml;hrt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Januar 2010 gingen auf dem betrieblichen Konto der Kl&auml;gerin zwei &Uuml;berweisungen aus Russland ein, zum einen in H&ouml;he von 238.216,37&nbsp;EUR von ihrem Schwager K, zum anderen in H&ouml;he von 257.480,02&nbsp;EUR von einem Dritten (G). Zu G besteht nach den Feststellungen des Finanzgerichts (FG) kein Verwandtschaftsverh&auml;ltnis. Den Zahlungen liegen Darlehensvertr&auml;ge urspr&uuml;nglich vom 14.&nbsp;Oktober 2009 zugrunde, in denen als Verwendungszweck jeweils &quot;Neubau eines Gesch&auml;ftshauses&quot; angegeben war. Die Vertr&auml;ge sahen jeweils eine R&uuml;ckzahlung ab Oktober 2030 innerhalb von 15&nbsp;Jahren in gleichm&auml;&szlig;igen Raten vor. Die vom Vertragsformular vorgesehene Passage &quot;Zinssatz und Zinszahlungen&quot; wurde jeweils gestrichen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In der Schlussbilanz auf den 31.&nbsp;Dezember 2010 f&uuml;r den Betrieb 1 passivierte die Kl&auml;gerin beide Darlehen vollumf&auml;nglich zum Nominalbetrag.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) legte die erkl&auml;rten Eink&uuml;nfte aus den beiden Gewerbebetrieben dem urspr&uuml;nglichen Einkommensteuerbescheid f&uuml;r 2010 zugrunde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>W&auml;hrend einer f&uuml;r das Streitjahr durchgef&uuml;hrten Au&szlig;enpr&uuml;fung setzte die Pr&uuml;ferin das f&uuml;r die Erbschaft- und Schenkungsteuer zust&auml;ndige FA &uuml;ber die zinslosen Darlehensgew&auml;hrungen durch G und K in Kenntnis, das daraufhin in H&ouml;he der gew&auml;hrten Zinsvorteile schenkungsteuerpflichtige Tatbest&auml;nde annahm.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im November 2012 &#8211;noch w&auml;hrend der Au&szlig;enpr&uuml;fung&#8211; reichte die Kl&auml;gerin zwei mit &quot;Zusatzvereinba[h]rung&quot; &uuml;berschriebene Schriftst&uuml;cke ein, die das Datum des 10.&nbsp;August 2012 tragen und in denen unter Bezugnahme auf die urspr&uuml;nglichen Darlehensvertr&auml;ge eine ab dem 1.&nbsp;Januar 2012 beginnende Verzinsung von 2&nbsp;% festgelegt wurde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Den Erkenntnissen der Au&szlig;enpr&uuml;fung folgend, ging das FA davon aus, dass die Darlehen als unverzinsliche Verbindlichkeiten nach &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 des Einkommensteuergesetzes (EStG) zum 31.&nbsp;Dezember 2010 abzuzinsen seien; die nachtr&auml;glichen Zinsvereinbarungen aus dem Jahr 2012 lie&szlig; es f&uuml;r das Streitjahr unber&uuml;cksichtigt. Demzufolge erh&ouml;hte das FA insoweit den Gewinn f&uuml;r den Betrieb&nbsp;1 um 195.913&nbsp;EUR (Darlehen G) sowie um weitere 181.255&nbsp;EUR (Darlehen K).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ihren Einspruch begr&uuml;ndeten die Kl&auml;ger damit, die Darlehensvertr&auml;ge mit G und K seien r&uuml;ckwirkend aufgehoben und durch neue Vertr&auml;ge, die von Beginn an eine Verzinsung vors&auml;hen, ersetzt worden. Hierzu legten sie im Juli 2014 Vertr&auml;ge vor, die das Datum des 14.&nbsp;Oktober 2009 (Darlehen G) bzw. 22.&nbsp;Januar 2010 (Darlehen K) tragen. Beide Vertr&auml;ge weisen die urspr&uuml;nglichen Valuten aus und enthalten einen Jahreszinssatz von 1&nbsp;%.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA gab dem Einspruch insoweit statt, als es den Abzinsungsertrag um den Anteil minderte, der auf Darlehen f&uuml;r die Erwerbskosten der privat genutzten Wohnung entfiel. Soweit die Kl&auml;ger die Abzinsung aufgrund der r&uuml;ckwirkend vereinbarten Verzinsung in G&auml;nze bestritten, folgte das FA dem unter Hinweis auf &sect;&nbsp;38 der Abgabenordnung (AO) nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Klageverfahren machten die Kl&auml;ger erneut die &Auml;nderung der Vertr&auml;ge, ferner den Umstand geltend, dass als Gegenleistung f&uuml;r die Darlehen auch kostenlose oder verbilligte Eink&auml;ufe sowie die Verk&ouml;stigung der Familien anl&auml;sslich von Inlandsaufenthalten in Betracht k&auml;men. Zudem verwiesen sie auf eine fehlende Fremd&uuml;blichkeit der Vereinbarungen, so dass die Darlehensverbindlichkeiten bereits keine Betriebsschulden seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG wies die Klage ab (Entscheidungen der Finanzgerichte &#8211;EFG&#8211; 2017, 1412). Die Abzinsung sei nach &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3&nbsp;EStG geboten. Die Darlehen seien nach den Vereinbarungen sowie ihrer bilanziellen Behandlung als Betriebsschulden zu passivieren, zumal K als Schwager kein enger und G als Dritter gar kein Verwandter sei, so dass Anhaltspunkte f&uuml;r einen Interessengleichklang fehlten. Die sp&auml;tere &Auml;nderung der Darlehensvertr&auml;ge entfalte keine steuerliche R&uuml;ckwirkung. Eine Verzinslichkeit durch nicht-monet&auml;re Gegenleistungspflichten sei nicht nachgewiesen, da die Darlehensvertr&auml;ge klare Vereinbarungen zum Zins enthielten, die Ausf&uuml;hrungen der Kl&auml;ger zu verbilligten Einkaufsm&ouml;glichkeiten vage geblieben seien und es auch nicht notwendig gewesen sei, zu sp&auml;terer Zeit &uuml;ber Vertrags&auml;nderungen die Verzinslichkeit der Darlehen zu dokumentieren, wenn diese von Beginn an verzinslich gewesen seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Revision stellen die Kl&auml;ger in Frage, ob die Darlehen als betriebliche Verbindlichkeiten zu qualifizieren seien. Es fehle an h&ouml;chstrichterlicher Rechtsprechung, wie Darlehen innerhalb des durch gesellschaftlichen Wandel ver&auml;nderten Familienverbunds bzw. -bilds steuerlich zu behandeln seien. Ferner habe das FG seine Sachaufkl&auml;rungspflicht verletzt, indem es unterlassen habe, Zeugen dazu zu vernehmen, ob G und K anstelle eines nominalen Zinses andere Leistungen gew&auml;hrt worden seien. Das FG habe dar&uuml;ber hinaus die zivilrechtlich r&uuml;ckwirkend vereinbarte Verzinsung zu Unrecht steuerrechtlich unbeachtet gelassen. Soweit das FA f&uuml;r Zwecke der Abzinsung die Restlaufzeit der Darlehen analog &sect;&nbsp;13 Abs.&nbsp;2 des Bewertungsgesetzes (BewG) gesch&auml;tzt habe, sei dies unzul&auml;ssig und verletze das Rechtsstaatsgebot; der Tilgungszeitraum sei vereinbart worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sollte eine Abzinsung der Verbindlichkeiten einfachgesetzlich gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 EStG zum Tragen kommen, halten die Kl&auml;ger dies f&uuml;r verfassungswidrig. Der Zinssatz von 5,5&nbsp;% sei willk&uuml;rlich. Der Gesetzgeber habe die H&ouml;he des Abzinsungssatzes im Rahmen des Steuerentlastungsgesetzes (StEntlG) 1999\/2000\/2002 vom 24.&nbsp;M&auml;rz 1999 (BGBl I 1990, 402) nicht erl&auml;utert. Ein Verfassungsversto&szlig; gegen Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 des Grundgesetzes (GG) ergebe sich auch daraus, dass der Zinssatz des &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 EStG &#8211;ebenso wie derjenige der &sect;&sect;&nbsp;12 bis 14 BewG&#8211; au&szlig;erhalb jeden Verh&auml;ltnisses zum nachhaltig gesunkenen Marktzinssatz sowie im Widerspruch zur geldpolitischen Realit&auml;t stehe. Die bereits im Jahr 2008 eingetretene Niedrigzinsphase h&auml;tte den Gesetzgeber veranlassen m&uuml;ssen, zeitnah den Zinssatz zu senken; sein Gestaltungsspielraum sei &uuml;berschritten. Die Verfassungswidrigkeit ergebe sich auch vor dem Hintergrund der geringen praktischen Relevanz der Regelung, da die Finanzverwaltung bereits bei einer Minimalverzinsung vom Abzinsungsgebot absehe. Ferner versto&szlig;e der fiktive Abzinsungsertrag gegen den Grundsatz der Besteuerung nach der wirtschaftlichen Leistungsf&auml;higkeit und sei auch nicht mit dem Realisationsprinzip vereinbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die enorme Steuerlast aus der Abzinsung habe &quot;erdr&uuml;ckende&quot; Wirkung und versto&szlig;e daher gegen Art.&nbsp;14 Abs.&nbsp;1 GG. H&auml;tte die Steuerbelastung zur Insolvenz der Kl&auml;gerin gef&uuml;hrt, h&auml;tten die gegenl&auml;ufigen steuerlichen Vorteile aus der nachfolgenden Aufzinsung gar nicht mehr in Anspruch genommen werden k&ouml;nnen. Die existenzbedrohende Steuerfestsetzung ber&uuml;hre die Kl&auml;gerin zudem in ihrer Berufsaus&uuml;bungsfreiheit (Art.&nbsp;12 Abs.&nbsp;1 GG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Vorschrift des &sect;&nbsp;6 EStG sei auch insofern verfassungswidrig, als mit dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) vom 25.&nbsp;Mai 2009 (BGBl I 2009, 1102) ein rechtlicher Zustand geschaffen worden sei, durch den das Ergebnis der Steuerbilanz mehr und mehr von dem der Handelsbilanz abgekoppelt werde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger beantragen (sinngem&auml;&szlig;),<br \/>das angefochtene Urteil aufzuheben und den Einkommensteuerbescheid f&uuml;r das Jahr 2010 vom 4.&nbsp;Februar 2014 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 31.&nbsp;Oktober 2014 dahingehend abzu&auml;ndern, dass eine gewinnerh&ouml;hende Abzinsung der von G und K gew&auml;hrten Darlehen unterbleibt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hilfsweise beantragen sie (sinngem&auml;&szlig;),<br \/>das Revisionsverfahren auszusetzen und gem&auml;&szlig; Art.&nbsp;100 Abs.&nbsp;1 GG die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) einzuholen, ob sowohl &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 EStG als auch &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 BewG im Hinblick auf den hierin jeweils festgelegten Zinssatz von 5,5&nbsp;% verfassungswidrig sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA sieht die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 EStG als gegeben an und teilt die verfassungsrechtlichen Einwendungen der Kl&auml;ger nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung des angefochtenen Urteils und zur Zur&uuml;ckverweisung der Sache zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Das angefochtene Urteil ist aufzuheben, da das FG keine ausreichenden Feststellungen zu der entscheidungserheblichen Frage getroffen hat, ob der zwischen der Kl&auml;gerin und ihrem Schwager K geschlossene Darlehensvertrag den besonderen Anforderungen an die steuerliche Anerkennung von Angeh&ouml;rigenvertr&auml;gen gen&uuml;gt und daher &uuml;berhaupt als betriebliche Verbindlichkeit, die einer Abzinsung unterliegen k&ouml;nnte, zu werten ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der Abzinsung einer Verbindlichkeit gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 EStG systematisch vorgelagert ist die Feststellung, ob jene Verbindlichkeit dem Betriebsverm&ouml;gen des Steuerpflichtigen zuzuordnen ist. Dies vermag der erkennende Senat nach den bisherigen Feststellungen des FG nicht sicher zu beurteilen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die Zuweisung einer Verbindlichkeit zum Betriebsverm&ouml;gen setzt voraus, dass der hierf&uuml;r ausl&ouml;sende Vorgang einen tats&auml;chlichen oder wirtschaftlichen Zusammenhang mit dem Betrieb aufweist. Darlehensverbindlichkeiten stellen Betriebsverm&ouml;gen dar, wenn die Kreditmittel f&uuml;r betriebliche Zwecke, insbesondere zum Erwerb von Wirtschaftsg&uuml;tern, verwendet werden. Die Person des Gl&auml;ubigers oder dessen Beweggr&uuml;nde f&uuml;r die Darlehenshingabe sind regelm&auml;&szlig;ig unbeachtlich (vgl. Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 13.&nbsp;Juli 2017&nbsp;&#8211; VI&nbsp;R&nbsp;62\/15, BFHE 259, 91, BStBl II 2018, 15, Rz&nbsp;15, m.w.N.; Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 4.&nbsp;Juli 1990&nbsp;&#8211; GrS&nbsp;2-3\/88, BFHE 161, 290, BStBl II 1990, 817, unter C.II.3.d).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Wurde allerdings ein Darlehen, dessen Valuta betrieblich eingesetzt wird, von einem nahen Angeh&ouml;rigen gew&auml;hrt, erfordert die Zuordnung zum Betriebsverm&ouml;gen im Hinblick auf den bei Angeh&ouml;rigen vielfach fehlenden nat&uuml;rlichen Interessengegensatz dar&uuml;ber hinaus, dass der zugrunde liegende Vertrag unter Fremdvergleichsaspekten steuerrechtlich anzuerkennen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die hierf&uuml;r erforderliche Pr&uuml;fung kn&uuml;pft seit der Neuausrichtung der h&ouml;chstrichterlichen Rechtsprechung im Anschluss an den Beschluss des BVerfG vom 7.&nbsp;November 1995&nbsp;&#8211; 2&nbsp;BvR&nbsp;802\/90 (BStBl II 1996, 34, unter B.I.2.) an die Gesamtheit der objektiven Gegebenheiten an. Nach wie vor wird vorausgesetzt, dass die vertraglichen Hauptpflichten klar und eindeutig vereinbart sowie entsprechend dem Vereinbarten durchgef&uuml;hrt werden. Jedoch schlie&szlig;t nicht mehr jede geringf&uuml;gige Abweichung einzelner Sachverhaltsmerkmale vom &Uuml;blichen die steuerrechtliche Anerkennung des Vertragsverh&auml;ltnisses aus. Vielmehr sind einzelne Kriterien des Fremdvergleichs im Rahmen der gebotenen Gesamtbetrachtung unter dem Gesichtspunkt zu w&uuml;rdigen, ob sie den R&uuml;ckschluss auf eine privat veranlasste Vereinbarung zulassen (vgl. statt vieler Senatsurteil vom 10.&nbsp;Oktober 2018&nbsp;&#8211; X&nbsp;R&nbsp;44-45\/17, BFHE 263, 11, BStBl II 2019, 203, Rz&nbsp;18&nbsp;f., m.w.N.). Indiz f&uuml;r die Zuordnung der Vertragsbeziehung zum betrieblichen Bereich ist insbesondere, ob der Vertrag sowohl nach seinem Inhalt als auch nach seiner tats&auml;chlichen Durchf&uuml;hrung dem entspricht, was zwischen Fremden &uuml;blich ist. In diesem Zusammenhang erlangt der Umstand, ob die Vertragschancen und -risiken in fremd&uuml;blicher Weise verteilt sind, wesentliche Bedeutung (BFH-Urteil vom 25.&nbsp;Januar 2000&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;R&nbsp;50\/97, BFHE 191, 267, BStBl II 2000, 393, unter II.2.; ebenso Senatsurteil vom 22.&nbsp;Oktober 2013&nbsp;&#8211; X&nbsp;R&nbsp;26\/11, BFHE 242, 516, BStBl II 2014, 374, Rz&nbsp;35). Speziell bei Darlehensvertr&auml;gen h&auml;ngt die Intensit&auml;t der Pr&uuml;fung des Fremdvergleichs vom Anlass der Darlehensaufnahme ab. Hierbei unterliegen Vertragsbeziehungen, bei denen das Darlehen der Finanzierung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten von Wirtschaftsg&uuml;tern dient, einer eher gro&szlig;z&uuml;gigen Fremdvergleichspr&uuml;fung (Senatsurteil in BFHE 242, 516, BStBl II 2014, 374, Rz&nbsp;40).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Diese Grunds&auml;tze hat das FG in Bezug auf das Vertragsverh&auml;ltnis zu K rechtsfehlerhaft nicht hinreichend beachtet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwar ist die finanzgerichtliche Feststellung, die Zahlung von K &#8211;ebenso wie diejenige von G&#8211; sei aus Sicht der Kl&auml;gerin als Verbindlichkeit und eben nicht als Schenkung zu werten, mangels gegenteilig vorgebrachter Anhaltspunkte revisionsrechtlich nicht zu beanstanden. Ferner steht fest, dass die Verbindlichkeit im Umfang der beabsichtigten gewerblichen Nutzung der Immobilie einen betrieblichen Bezug aufwies. Allerdings reichen weder die Feststellungen noch die W&uuml;rdigung des FG aus, um abschlie&szlig;end beurteilen zu k&ouml;nnen, ob die Darlehensgew&auml;hrung durch K fremd&uuml;blich war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Wenn das FG formuliert, die Verschw&auml;gerung mit K begr&uuml;nde &quot;kein enges&quot; Verwandtschaftsverh&auml;ltnis, das von &quot;vornherein auf einen Interessengleichklang hindeutet&quot;, verkennt es bereits, dass generell auch Vertragsbeziehungen zwischen verschw&auml;gerten Personen steuerrechtlich einem Fremdvergleich standhalten m&uuml;ssen. Zwar hat dies die h&ouml;chstrichterliche Rechtsprechung &#8211;soweit ersichtlich&#8211; bislang nur f&uuml;r Mietvertr&auml;ge entschieden (vgl. BFH-Urteile vom 7.&nbsp;Mai 1996&nbsp;&#8211; IX&nbsp;R&nbsp;69\/94, BFHE 180, 377, BStBl II 1997, 196, unter 1.; vom 27.&nbsp;Juli 2004&nbsp;&#8211; IX&nbsp;R&nbsp;73\/01, BFH\/NV 2005, 192, unter II.4.). Allerdings sind keine Gr&uuml;nde daf&uuml;r ersichtlich, weshalb nicht Selbiges f&uuml;r Darlehensvertr&auml;ge gelten soll.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die vom FG &#8211;dennoch&#8211; vorgenommene W&uuml;rdigung einzelner Aspekte, die f&uuml;r einen fremd&uuml;blich ausgestalteten Darlehensvertrag sprechen sollen, halten einer revisionsrechtlichen &Uuml;berpr&uuml;fung nicht stand. Dessen W&uuml;rdigung ber&uuml;cksichtigt wesentliche Einzelfallumst&auml;nde, die f&uuml;r die Beurteilung der Fremd&uuml;blichkeit h&auml;tten angef&uuml;hrt und abgewogen werden m&uuml;ssen, nicht, so dass das Ergebnis der W&uuml;rdigung nicht nach &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO zugrunde gelegt werden kann (vgl. hierzu Senatsurteil in BFHE 263, 11, BStBl II 2019, 203, Rz&nbsp;21, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG leitet die Fremd&uuml;blichkeit der Darlehensgew&auml;hrung neben dem betrieblichen Verwendungszweck und dem bilanziellen Ausweis der Verbindlichkeit vornehmlich daraus ab, dass die beiderseitigen Pflichten vertraglich klar geregelt worden seien. Letzteres trifft zu, gen&uuml;gt aber selbst unter Beachtung der gro&szlig;z&uuml;gigeren Fremdvergleichspr&uuml;fung bei Investitionsdarlehen nicht. Das FG lie&szlig; zum einen den Gesichtspunkt ungew&uuml;rdigt, ob die gew&auml;hlte Gestaltung die gegenseitigen Vertragschancen und -risiken ausgewogen verteilt hat. Die Vereinbarung h&auml;tte Anlass zu der Erw&auml;gung geben m&uuml;ssen, ob die fast 35-j&auml;hrige Darlehensgesamtlaufzeit und der fast 20&nbsp;Jahre andauernde tilgungsfreie Zeitraum f&uuml;r den Darlehensgeber K nicht mit unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;igen Risiken behaftet ist, denen keine erkennbaren ad&auml;quaten Chancen &#8211;insbesondere keine Ertr&auml;ge aus einer Kapitalanlage&#8211; gegen&uuml;berstehen. In diesem Zusammenhang h&auml;tte das FG auch den Umstand einbeziehen m&uuml;ssen, dass zu Gunsten des K nach der schriftlichen Vertragslage keine Sicherheiten bestellt wurden. Deren Fehlen wird zwar von der Rechtsprechung &#8211;f&uuml;r sich betrachtet&#8211; jedenfalls bei Investitionsdarlehen keine ausschlaggebende Bedeutung beigemessen, ist allerdings zu w&uuml;rdigen und kann bei langfristig unk&uuml;ndbaren Darlehen an Gewicht gewinnen (vgl. Senatsurteil in BFHE 242, 516, BStBl II 2014, 374, Rz&nbsp;54&nbsp;ff.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zum anderen fehlen Feststellungen des FG zum Lebensalter des Darlehensgebers. Hieraus h&auml;tte sich ergeben k&ouml;nnen, ob dieser mit Blick auf den tilgungsfreien Zeitraum bis Oktober 2030 unter Ber&uuml;cksichtigung der durchschnittlichen statistischen Lebenserwartung &uuml;berhaupt noch von der R&uuml;ckzahlungsverpflichtung durch die Kl&auml;gerin h&auml;tte profitieren k&ouml;nnen. Zu w&uuml;rdigen gewesen w&auml;re ebenso das Lebensalter der Kl&auml;gerin, da die vereinbarte Tilgung in den Jahren von 2030 bis 2045 Zeitr&auml;ume umfasst, in denen die im Jahr (&#8230;) geborene Kl&auml;gerin altersbedingt wom&ouml;glich keiner Erwerbst&auml;tigkeit mehr nachgehen kann, so dass der R&uuml;ckzahlungsanspruch von j&auml;hrlich fast 16.000&nbsp;EUR (neben den gegen&uuml;ber G bestehenden Zahlungsverpflichtungen von j&auml;hrlich gut 17.000&nbsp;EUR) ggf. gef&auml;hrdet sein k&ouml;nnte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Die Anpassung bzw. Neugestaltung der Vertragsbedingungen in den Jahren 2012 und 2014 kann die vorliegend ausschlie&szlig;lich f&uuml;r das Streitjahr 2010 vorzunehmende Beurteilung fremd&uuml;blicher Vereinbarungen nicht beeinflussen (vgl. hierzu auch unter II.2.a&nbsp;cc&nbsp;(2)).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Ferner l&auml;sst sich eine Fremd&uuml;blichkeit des Darlehensvertrags mit K nicht ohne Weiteres aus dem Umstand ableiten, dass die Kl&auml;gerin zeitgleich einen vereinbarungsidentischen Vertrag mit G geschlossen hat. F&uuml;r den Senat ist mangels entsprechender Feststellungen des FG nicht erkennbar, ob und &#8211;wenn ja&#8211; welche pers&ouml;nlichen Beziehungen der Kl&auml;gerin zu G bestehen, die zwar dessen grunds&auml;tzliche Qualifizierung als &quot;fremder Dritter&quot; nicht in Frage stellen w&uuml;rden, wohl aber die Eignung, als <em>objektiver<\/em> Fremdvergleichsma&szlig;stab f&uuml;r die Vertragsbeziehung zu K zu dienen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Das FG wird im zweiten Rechtsgang die erforderlichen Feststellungen und die hieraus abzuleitende Gesamtw&uuml;rdigung nachzuholen haben. Hierbei k&ouml;nnte sich eine pers&ouml;nliche Anh&ouml;rung der Kl&auml;ger ebenso anbieten wie eine Zeugeneinvernahme des K.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Legt man die &#8211;revisionsrechtlich nicht zu beanstandenden&#8211; Feststellungen des FG zu dem zwischen der Kl&auml;gerin und G bestehenden Vertragsverh&auml;ltnis zugrunde, ist die hieraus resultierende Verbindlichkeit f&uuml;r das Streitjahr 2010 dem Grunde und der H&ouml;he nach zu Recht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 EStG abgezinst worden (unter a). Die von den Kl&auml;gern insbesondere mit Blick auf den Abzinsungszinssatz von 5,5&nbsp;% erhobenen verfassungsrechtlichen Einwendungen werden vom Senat jedenfalls f&uuml;r das vorliegend ma&szlig;gebliche Streitjahr nicht geteilt (unter b).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Abweichend von der handelsrechtlichen Bewertung (&sect;&nbsp;253 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 des Handelsgesetzbuches &#8211;HGB&#8211;) sind Verbindlichkeiten f&uuml;r Zwecke der steuerlichen Gewinnermittlung nach &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 EStG unter sinngem&auml;&szlig;er Anwendung von &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG anzusetzen und mit einem Zinssatz von 5,5&nbsp;% abzuzinsen. Das Abzinsungsgebot findet nach Satz&nbsp;2 der Vorschrift keine Anwendung auf solche Verbindlichkeiten, deren Laufzeit am Bilanzstichtag weniger als zw&ouml;lf Monate betr&auml;gt, ebenso wenig auf solche, die verzinslich sind oder auf einer Anzahlung oder Vorausleistung beruhen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das durch das StEntlG 1999\/2000\/2002 mit Wirkung f&uuml;r nach dem 31.&nbsp;Dezember 1998 endende Wirtschaftsjahre eingef&uuml;hrte Abzinsungsgebot gr&uuml;ndet auf der typisierenden Vorstellung, dass eine erst in Zukunft zu erf&uuml;llende Verpflichtung den Schuldner weniger belastet als eine sofortige Leistungspflicht (vgl. zuletzt BFH-Urteile vom 18.&nbsp;September 2018&nbsp;&#8211; XI&nbsp;R&nbsp;30\/16, BFHE 262, 386, BStBl II 2019, 67, Rz&nbsp;24, sowie in BFHE 259, 91, BStBl II 2018, 15, Rz&nbsp;19; ebenso bereits BFH-Entscheidungen vom 6.&nbsp;Oktober 2009&nbsp;&#8211; I&nbsp;R&nbsp;4\/08, BFHE 226, 347, BStBl II 2010, 177, unter II.3.a; vom 27.&nbsp;Januar 2010&nbsp;&#8211; I&nbsp;R&nbsp;35\/09, BFHE 228, 250, BStBl II 2010, 478, unter II.2.a). Das Abzinsungsgebot folgt mathematisch und &ouml;konomisch dem Grundsatz, dass erst in Zukunft zu erbringende Zahlungen gegenw&auml;rtig mit ihrem Barwert abzubilden sind (BFH-Urteil vom 5.&nbsp;Mai 2011&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;32\/07, BFHE 233, 524, BStBl II 2012, 98, unter II.1.c&nbsp;aa [zu &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3a EStG]).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der durch die Unverzinslichkeit hervorgerufene Minderaufwand wird kapitalisiert und als Ertrag vorweggenommen (Groh, Der Betrieb &#8211;DB&#8211; 2007, 2275, 2276). Gegenl&auml;ufig entsteht in den folgenden Jahren aufgrund der sich stetig verk&uuml;rzenden Restlaufzeit jeweils Aufzinsungsaufwand, bis zum R&uuml;ckzahlungszeitpunkt der Nominalwert erreicht ist (Korn\/Strahl in Korn, &sect;&nbsp;6 EStG Rz&nbsp;371). Ist das Darlehen dagegen verzinst, ist der Steuerpflichtige mit einer in der Zukunft zu erf&uuml;llenden Verpflichtung nicht weniger belastet als mit einer sofortigen Leistungspflicht, so dass die Abzinsung &#8211;im Einklang mit dem handelsrechtlichen Ansatz nach &sect;&nbsp;253 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 HGB&#8211; entf&auml;llt (BFH-Urteil in BFHE 262, 386, BStBl II 2019, 67, Rz&nbsp;24).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diesen Grunds&auml;tzen folgend, hat das FG &#8211;soweit man dessen Feststellungen zu den Vertragsbeziehungen zu G zugrunde legt&#8211; zu Recht angenommen, dass die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 EStG zum Bilanzstichtag 31.&nbsp;Dezember 2010 gegeben waren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die &Uuml;berweisung von G im Jahr 2010 erfolgte darlehensweise und begr&uuml;ndete f&uuml;r die Kl&auml;gerin eine Verbindlichkeit, d.h. eine Verpflichtung zu einer dem Inhalt und der H&ouml;he nach bestimmten Leistung an einen Dritten, die erzwingbar ist und somit eine wirtschaftliche Belastung darstellt (vgl. hierzu BFH-Urteil vom 4.&nbsp;Februar 1999&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;54\/97, BFHE 187, 418, BStBl II 2000, 139, unter II.2.b&nbsp;aa). Die Kl&auml;ger haben in der m&uuml;ndlichen Verhandlung vor dem FG &#8211;&uuml;ber ihre Prozessbevollm&auml;chtigten&#8211; in Abrede gestellt, dass das Kapital im Wege einer verschleierten Schenkung zugef&uuml;hrt wurde; derartige Erw&auml;gungen hat nach Aktenlage auch das FA nicht angestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die Darlehensmittel wurden &#8211;wie oben bereits dargelegt&#8211; betrieblich verwandt. Das Darlehensverh&auml;ltnis der Kl&auml;gerin zu G unterliegt auch keiner Fremdvergleichskontrolle. G ist als Nicht-Angeh&ouml;riger &#8211;obwohl mit der Kl&auml;gerin pers&ouml;nlich bekannt&#8211; f&uuml;r Zwecke des steuerrechtlichen Pr&uuml;fungsma&szlig;stabs im Verh&auml;ltnis zu ihr als fremder Dritter anzusehen. Vertragsbeziehungen zwischen Bekannten m&ouml;gen Elemente der Gef&auml;lligkeit enthalten. Ein fehlender nat&uuml;rlicher Interessengegensatz kann hierbei &#8211;anders als bei Vertr&auml;gen unter nahen Angeh&ouml;rigen&#8211; aber nicht ohne Weiteres unterstellt werden, so dass die Gefahr des Missbrauchs zivilrechtlicher Gestaltungsm&ouml;glichkeiten in der Regel von vornherein nicht droht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Das Darlehen des G war auf den Bilanzstichtag des 31.&nbsp;Dezember 2010 als unverzinslich zu qualifizieren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Ein Darlehen ist dann unverzinslich, wenn die Vertragsbeteiligten zum einen keine nominale Verzinsung vereinbart haben und die Verbindlichkeit zum anderen nicht mit anderweitigen wirtschaftlichen Nachteilen verbunden ist, so z.B. die Verpflichtung des Darlehensnehmers zur unentgeltlichen &Uuml;berlassung eines Wirtschaftsguts des Betriebsverm&ouml;gens (vgl. Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen &#8211;BMF&#8211; vom 26.&nbsp;Mai 2005, BStBl I 2005, 699, Rz&nbsp;14; ebenso BFH-Urteil in BFHE 262, 386, BStBl II 2019, 67, Rz&nbsp;24; Schmidt\/Kulosa, EStG, 38.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;6 Rz&nbsp;461 &quot;verdeckte Zinsleistungen&quot;; M.&nbsp;Prinz in Bordewin\/Brandt, &sect;&nbsp;6 EStG Rz&nbsp;1\/610; Schindler in Kirchhof, EStG, 18.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;6 Rz&nbsp;150 &quot;Sachleistungsverpflichtungen&quot;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Abstandnahme vom Abzinsungsgebot erfordert allerdings keine durchg&auml;ngige Verzinsung. Nach Auffassung der Finanzverwaltung soll die Abzinsung selbst dann entfallen, wenn die Verzinsung nur f&uuml;r einen kurzen Teil der Gesamtlaufzeit vorgesehen ist (BMF-Schreiben in BStBl I 2005, 699, Rz&nbsp;17; offengelassen dagegen im BFH-Beschluss vom 22.&nbsp;Juli 2013&nbsp;&#8211; I&nbsp;B&nbsp;183\/12, BFH\/NV 2013, 1779, Rz&nbsp;7; zweifelnd Schmidt\/Kulosa, a.a.O., &sect;&nbsp;6 Rz&nbsp;461). In jedem Fall besteht keine Abzinsungspflicht, wenn ein Darlehen zun&auml;chst unverzinslich hingegeben und erst sp&auml;ter eine Verzinsung vereinbart wird. Denn die Abzinsung ber&uuml;cksichtigt auch zuk&uuml;nftige Zinsaspekte, so dass der Vorteil der Unverzinslichkeit bei einer ge&auml;nderten Vereinbarung nicht mehr besteht (BFH-Urteil in BFHE 262, 386, BStBl II 2019, 67, Rz&nbsp;27; Groh, DB 2007, 2275, 2277).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Im Streitfall lassen weder der urspr&uuml;ngliche Vertrag vom 14.&nbsp;Oktober 2009 (unter (a)) noch die Zusatzvereinbarung vom 10.&nbsp;August 2012 (unter (b)) und ebenso wenig der im Juli 2014 eingereichte, eine r&uuml;ckwirkende Verzinsung begr&uuml;ndende Darlehensvertrag (unter (c)) das Abzinsungsgebot zum 31.&nbsp;Dezember 2010 entfallen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(a) Der Darlehensvertrag vom 14.&nbsp;Oktober 2009 enth&auml;lt unstreitig keine nominale Verzinsung; der in dem Formularvertrag hierf&uuml;r vorgesehene &sect;&nbsp;4 wurde handschriftlich gestrichen. Dem schriftlichen Vertrag kann zudem keine anderweitige wirtschaftliche Last der Kl&auml;gerin, namentlich die von ihr angef&uuml;hrte Verpflichtung, dem Darlehensgeber und dessen Familie w&auml;hrend der Aufenthalte in der Bundesrepublik Deutschland kostenfreie Unterkunft und Verpflegung sowie verbilligte bzw. unentgeltliche Lebensmitteleink&auml;ufe zu gew&auml;hren, entnommen werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Erw&auml;gung des FG, die Kl&auml;ger h&auml;tten aufgrund ihres lediglich vagen Sachvortrags zum Bestehen derartiger Verpflichtungen keinen Nachweis erbracht, dass insoweit eine synallagmatische Verkn&uuml;pfung mit der Darlehensgew&auml;hrung bestehe, erweist sich revisionsrechtlich als fehlerfrei. Die von den Kl&auml;gern insoweit erhobene Sachaufkl&auml;rungsr&uuml;ge (&sect;&nbsp;76 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO) greift nicht durch.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Vorbringen der Kl&auml;ger im ersten Rechtsgang beschr&auml;nkte sich auf die nicht n&auml;her substantiierte Behauptung, dass &quot;kostenlose\/verbilligte (Familien-)Eink&auml;ufe get&auml;tigt werden durften&quot; (Schreiben der XY Steuerberatungsgesellschaft vom 24.&nbsp;Juni 2015 an das FA) bzw. es &quot;f&uuml;r die Darlehensgeber sonstige Vorteile, z.B. die Verk&ouml;stigung anl&auml;sslich der Aufenthalte der Familie in Deutschland&quot; gegeben habe (Protokoll der m&uuml;ndlichen Verhandlung vom 1.&nbsp;September 2016).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>51<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Unter Beachtung der die Kl&auml;ger betreffenden Mitwirkungspflichten im Rahmen der Sachaufkl&auml;rungspflicht des FG (vgl. nur Senatsurteil vom 30.&nbsp;Juli 2003&nbsp;&#8211; X&nbsp;R&nbsp;28\/99, BFH\/NV 2004, 201, unter II.1., m.w.N.) h&auml;tte es den Kl&auml;gern oblegen, schl&uuml;ssig und nachvollziehbar darzulegen, welche konkreten Vorteile und Beg&uuml;nstigungen f&uuml;r den Darlehensgeber im Hinblick auf dessen nominal unentgeltliche Kapitalgew&auml;hrung vereinbart und in welchem Umfang diese auch in Anspruch genommen worden seien. Hierzu bestand bereits deshalb Anlass, da im schriftlichen Vertrag vom 14.&nbsp;Oktober 2009 keine dementsprechende Vereinbarung getroffen wurde und es im &Uuml;brigen keiner nachtr&auml;glichen Zinsregelung bedurft h&auml;tte, wenn die Kl&auml;gerin tats&auml;chlich von Anfang an durch Sachleistungsverpflichtungen wirtschaftlich belastet gewesen w&auml;re. Gerade deshalb musste sich f&uuml;r das FG auch keine weitere Sachaufkl&auml;rung von Amts wegen aufdr&auml;ngen; dies mag im zweiten Rechtsgang ggf. nachgeholt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>52<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(b) Die Zusatzvereinbarung vom 10.&nbsp;August 2012, wonach mit Wirkung ab 1.&nbsp;Januar 2012 Zinsen von 2&nbsp;% zu zahlen seien, wirkt sich nicht auf den Bilanzstichtag 31.&nbsp;Dezember 2010 aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>53<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aufgrund des im Bilanzsteuerrecht geltenden Stichtagsprinzips (&sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Halbsatz&nbsp;1 EStG i.V.m. &sect;&nbsp;252 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 und 4 HGB) hat eine nachtr&auml;gliche Verzinsungsabrede nur dann Relevanz f&uuml;r den in Frage stehenden Stichtag, wenn die Vereinbarung eben bis zu jenem Stichtag getroffen wurde (vgl. hierzu BFH-Urteil in BFHE 262, 386, BStBl II 2019, 67, Rz&nbsp;27). &Auml;nderungen, die erst nach dem Bilanzstichtag vereinbart werden, wirken als wertbegr&uuml;ndende Ereignisse nicht zur&uuml;ck, selbst wenn die Vereinbarung vor der Bilanzaufstellung getroffen worden sein sollte (Korn\/Strahl in Korn, &sect;&nbsp;6 EStG Rz&nbsp;371; Tiede, Steuern und Bilanzen &#8211;StuB&#8211; 2019, 82, 83). Derartige &Auml;nderungen lassen die Abzinsung erst zum Bilanzstichtag nach der Vereinbarung &#8211;aufwandswirksam&#8211; entfallen (Schmidt\/Kulosa, a.a.O., &sect;&nbsp;6 Rz&nbsp;461; ebenso BMF-Schreiben in BStBl I 2005, 699, Rz&nbsp;18). Im Streitfall wurde die &Auml;nderungsvereinbarung erst nach dem 31.&nbsp;Dezember 2010 geschlossen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>54<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(c) Schlie&szlig;lich &auml;ndert auch die vom FG festgestellte Vereinbarung, durch die r&uuml;ckwirkend auf den Zeitpunkt der Kapitalgew&auml;hrung im Jahr 2010 ein Zins von 1&nbsp;% p.a. festgelegt wurde, das steuerliche Ergebnis f&uuml;r das Streitjahr 2010 nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>55<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwar weist jene Neufassung das Datum des 14.&nbsp;Oktober 2009 aus. Nach den Feststellungen des FG wurde der Vertrag aber erst w&auml;hrend des Einspruchsverfahrens im Juli 2014 eingereicht. Mangels gegenteiliger Behauptung der Kl&auml;ger und wegen ansonsten bestehender Widerspr&uuml;che zur zeitlichen Abfolge des urspr&uuml;nglichen Darlehensvertrags (2009), dessen Erg&auml;nzung (2012) und der Neufassung ist allerdings davon auszugehen, dass Letztere erst nach dem 31.&nbsp;Dezember 2010 geschlossen wurde, dieser aber zivilrechtliche R&uuml;ckwirkung auf den Zeitpunkt der Darlehensgew&auml;hrung beigemessen wurde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>56<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(aa) Die von den Kl&auml;gern begehrte steuerliche R&uuml;ckwirkung ihrer letzten Vertrags&auml;nderung verstie&szlig;e zum einen gegen das bilanzsteuerrechtliche Stichtagsprinzip, wonach die Bilanz die objektiv bestehenden Verh&auml;ltnisse des Bilanzstichtags abzubilden hat (vgl. hierzu BFH-Urteil vom 28.&nbsp;M&auml;rz 2000&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;R&nbsp;77\/96, BFHE 191, 339, BStBl II 2002, 227, unter II.2.c&nbsp;bb, m.w.N.). Sp&auml;ter eingetretene Umst&auml;nde sind f&uuml;r die Bilanzierung im Regelfall unbeachtlich. Lediglich wertaufhellende Umst&auml;nde sind grunds&auml;tzlich zu ber&uuml;cksichtigen. Wertaufhellend sind indes nicht solche Umst&auml;nde, die entweder erst nach dem Bilanzstichtag eingetreten sind (u.a. BFH-Urteil vom 19.&nbsp;Oktober 2005&nbsp;&#8211; XI&nbsp;R&nbsp;64\/04, BFHE 211, 475, BStBl II 2006, 371, unter II.3.c) oder erst im Anschluss an die Bilanzaufstellung erkennbar sind (BFH-Urteil vom 15.&nbsp;September 2004&nbsp;&#8211; I&nbsp;R&nbsp;5\/04, BFHE 208, 116, BStBl II 2009, 100, unter II.7.b). Unerheblich ist hierbei, ob einer sp&auml;teren &Auml;nderungs- oder Aufhebungsvereinbarung zivilrechtliche R&uuml;ckwirkung zukommen soll oder nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>57<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Demzufolge k&ouml;nnte die r&uuml;ckwirkend vereinbarte Verzinsung bilanzsteuerrechtlich erst zu dem Stichtag Ber&uuml;cksichtigung finden, der der zivilrechtlichen Gestaltung folgt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>58<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(bb) Zum anderen ist die von den Kl&auml;gern begehrte Rechtsfolge &#8211;wie vom FG zutreffend beurteilt&#8211; nicht mit &sect;&nbsp;38 AO vereinbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>59<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hiernach entstehen Anspr&uuml;che aus dem Steuerschuldverh&auml;ltnis, sobald der Tatbestand verwirklicht ist, an den das Gesetz die Leistungspflicht kn&uuml;pft. Hieraus folgt, dass der durch Tatbestandsverwirklichung &#8211;vorliegend in Form des Erhalts eines unverzinslichen Darlehens&#8211; entstandene Anspruch aus dem Steuerschuldverh&auml;ltnis im Regelfall unab&auml;nderlich ist (vgl. Dr&uuml;en in Tipke\/Kruse, Abgabenordnung, Finanzgerichtsordnung, &sect;&nbsp;38 AO Rz&nbsp;28, m.w.N.). Vor diesem Hintergrund ist eine steuerliche R&uuml;ckwirkung ausgeschlossen, wenn die Vertragsparteien &#8211;wie im Streitfall&#8211; im Wege freier Parteivereinbarung r&uuml;ckwirkend schuldrechtliche Vertragsverh&auml;ltnisse aufheben, &auml;ndern oder begr&uuml;nden (vgl. hierzu u.a. BFH-Urteil vom 24.&nbsp;August 2006&nbsp;&#8211; IX&nbsp;R&nbsp;40\/05, BFH\/NV 2006, 2236, unter II.2.a; Loose in Tipke\/Kruse, a.a.O., &sect;&nbsp;175 AO Rz&nbsp;35, m.w.N.). Andernfalls st&uuml;nde es im Belieben des Steuerpflichtigen, durch r&uuml;ckwirkende Vereinbarungen auf einen bereits entstandenen Steueranspruch mit Wirkung f&uuml;r die Vergangenheit Einfluss nehmen zu k&ouml;nnen (vgl. insoweit BFH-Urteil vom 24.&nbsp;April 1997&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;R&nbsp;53\/95, BFHE 183, 155, BStBl II 1997, 682, unter II.2.). Ausnahmen hiervon sind allenfalls dann anerkannt, wenn &#8211;anders als vorliegend&#8211; die schuldrechtliche R&uuml;ckbeziehung nur von kurzer Dauer ist und sich hieraus keine steuerrechtlichen Folgen ergeben (Senatsurteil vom 25.&nbsp;November 1992&nbsp;&#8211; X&nbsp;R&nbsp;148\/90, BFH\/NV 1993, 586).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>60<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(cc) Der Einwand der Kl&auml;ger, der Finanzbeh&ouml;rde entst&uuml;nde bei einer steuerrechtlichen Anerkennung der r&uuml;ckwirkenden Zinsvereinbarung kein Nachteil, da in den nachfolgenden Jahren kein gegenl&auml;ufiger Aufwand durch eine Aufzinsung zu ber&uuml;cksichtigen sei, verf&auml;ngt bereits deshalb nicht, da andernfalls das Prinzip der Abschnittsbesteuerung unbeachtet bliebe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>61<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Liegen die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 EStG vor, ordnet die Vorschrift eine Abzinsung mit einem Zinssatz von 5,5&nbsp;% an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>62<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Abzinsung erfolgt grunds&auml;tzlich nach finanz- oder versicherungsmathematischen Grunds&auml;tzen, wobei es die Finanzverwaltung aus Vereinfachungsgr&uuml;nden ebenso f&uuml;r gerechtfertigt h&auml;lt, den Abzinsungsbetrag nach &sect;&sect;&nbsp;12&nbsp;ff. BewG zu ermitteln (BMF-Schreiben in BStBl I 2005, 699, Rz&nbsp;2; ebenso Kiesel in Herrmann\/Heuer\/Raupach &#8211;HHR&#8211;, &sect;&nbsp;6 EStG Rz&nbsp;704&nbsp;f.; Schindler in Kirchhof, a.a.O., &sect;&nbsp;6 Rz&nbsp;149). Letzteres begegnet bereits deshalb keinen rechtlichen Bedenken, da unverzinsliche Kapitalforderungen und Schulden, deren Laufzeit mehr als ein Jahr betr&auml;gt und die zu einem bestimmten Zeitpunkt f&auml;llig sind, auch f&uuml;r Zwecke des Bewertungsrechts mit einem Zinssatz von 5,5&nbsp;% abzuzinsen sind (&sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;3 BewG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>63<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dieser gesetzlichen Grundlage folgt die Berechnung des FA, wobei sich unter Ber&uuml;cksichtigung der Tabellen&nbsp;2 und 3 zum BMF-Schreiben in BStBl I 2005, 699 auf den 31.&nbsp;Dezember 2010 f&uuml;r das von G gew&auml;hrte Darlehen ein Barwert von 61.566&nbsp;EUR ergibt. Hierbei ging das FA nach Ma&szlig;gabe des Vertrags vom 14.&nbsp;Oktober 2009 zu Recht davon aus, dass die Tilgungszeit 15&nbsp;Jahre (1.&nbsp;Oktober 2030 bis 30.&nbsp;September 2045) und die Aufschubzeit bis zum Beginn der Tilgung &#8211;berechnet ab dem Bilanzstichtag&#8211; 19&nbsp;Jahre und neun Monate betr&auml;gt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>64<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit die Kl&auml;ger einwenden, das FA habe f&uuml;r die Ermittlung des Barwerts die Darlehenslaufzeit analog &sect;&nbsp;13 Abs.&nbsp;2 BewG gesch&auml;tzt, deckt sich dies nicht mit der Aktenlage.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>65<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ee) Zu Recht hat das FG darauf hingewiesen, dass die ausschlie&szlig;liche Zuordnung des Abzinsungsertrags zum Gewinn des Betriebs&nbsp;1 unzutreffend war. Soweit das Darlehen der Finanzierung der Anschaffungs-\/Herstellungskosten diente, die anteilig auf die Nutzung der Immobilie f&uuml;r den Betrieb&nbsp;2 entfielen, h&auml;tte es dort bilanziert werden m&uuml;ssen, so dass die Abzinsung dort zu Gewinn gef&uuml;hrt h&auml;tte (63,92&nbsp;%). Einkommensteuerlich ist die fehlerhafte Zuordnung im Streitfall ohne Bedeutung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>66<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Dem (sinngem&auml;&szlig;) hilfsweise gestellten Antrag der Kl&auml;ger, das Verfahren nach &sect;&nbsp;74 FGO auszusetzen, und die Entscheidung des BVerfG einzuholen, ob &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 EStG und\/oder &sect;&sect;&nbsp;12&nbsp;ff. BewG verfassungswidrig sind, war bereits mangels Entscheidungserheblichkeit nicht nachzukommen. Unabh&auml;ngig hiervon greifen die von den Kl&auml;gern geltend gemachten Verfassungsverst&ouml;&szlig;e nicht durch.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>67<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die von den Kl&auml;gern vordergr&uuml;ndig erhobenen Einwendungen gegen die H&ouml;he des Zinssatzes von 5,5&nbsp;% teilt der Senat jedenfalls f&uuml;r das Streitjahr 2010 nicht. Insbesondere ist der allgemeine Gleichheitssatz (Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 GG) nicht verletzt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>68<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 GG gebietet dem Gesetzgeber, wesentlich Gleiches gleich und wesentlich Ungleiches ungleich zu behandeln (BVerfG-Beschl&uuml;sse vom 29.&nbsp;M&auml;rz 2017&nbsp;&#8211; 2&nbsp;BvL&nbsp;6\/11, BVerfGE 145, 106, BStBl II 2017, 1082, Rz&nbsp;98; vom 7.&nbsp;Mai 2013&nbsp;&#8211; 2&nbsp;BvR&nbsp;909\/06, 2&nbsp;BvR&nbsp;1981\/06, 2&nbsp;BvR&nbsp;288\/07, BVerfGE 133, 377, Rz&nbsp;73; vom 6.&nbsp;Juli 2010&nbsp;&#8211; 2&nbsp;BvL&nbsp;13\/09, BVerfGE 126, 268, BStBl II 2011, 318, Rz&nbsp;35). Dabei ergeben sich je nach Regelungsgegenstand und Differenzierungsmerkmalen aus dem allgemeinen Gleichheitssatz im Sinne eines stufenlosen am Grundsatz der Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit orientierten Pr&uuml;fungsma&szlig;stabs unterschiedliche Grenzen f&uuml;r den Gesetzgeber, die vom blo&szlig;en Willk&uuml;rverbot bis zu einer strengen Bindung an Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeitserfordernisse reichen (BVerfG-Beschl&uuml;sse in BVerfGE 145, 106, BStBl II 2017, 1082, Rz&nbsp;98, und in BVerfGE 133, 377, Rz&nbsp;74).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>69<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r das Steuerrecht wird dem Gesetzgeber ein weitreichender Entscheidungsspielraum zugestanden. Dies gilt f&uuml;r die Auswahl des Steuergegenstands und auch f&uuml;r die Bestimmung des Steuersatzes (BVerfG-Beschl&uuml;sse vom 4.&nbsp;Dezember 2002&nbsp;&#8211; 2&nbsp;BvR&nbsp;400\/98, 2&nbsp;BvR&nbsp;1735\/00, BVerfGE 107, 27, BStBl II 2003, 534, unter C.I.1.b, und vom 22.&nbsp;Juni 1995&nbsp;&#8211; 2&nbsp;BvL&nbsp;37\/91, BVerfGE 93, 121, BStBl II 1995, 655, unter C.II.1.d). Das BVerfG erkennt in st&auml;ndiger Rechtsprechung Typisierungs- und Vereinfachungserfordernisse an (BVerfG-Beschl&uuml;sse in BVerfGE 126, 268, BStBl II 2011, 318, und vom 15.&nbsp;Januar 2008&nbsp;&#8211; 1&nbsp;BvL&nbsp;2\/04, BVerfGE 120, 1, unter C.I.2.a&nbsp;aa; BVerfG-Urteil vom 9.&nbsp;Dezember 2008&nbsp;&#8211; 2&nbsp;BvL&nbsp;1,&nbsp;2\/07, 1,&nbsp;2\/08, BVerfGE 122, 210, unter C.I.2.). Dabei ist insbesondere zu ber&uuml;cksichtigen, dass Steuergesetze in der Regel Massenvorg&auml;nge des Wirtschaftslebens betreffen. Sie m&uuml;ssen, um praktikabel zu sein, Sachverhalte, an die sie dieselben steuerrechtlichen Folgen kn&uuml;pfen, typisieren und dabei in weitem Umfang die Besonderheiten des einzelnen Falles vernachl&auml;ssigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>70<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die wirtschaftlich ungleiche Wirkung auf die Steuerzahler darf allerdings ein gewisses Ma&szlig; nicht &uuml;bersteigen. Vielmehr m&uuml;ssen die steuerlichen Vorteile der Typisierung im rechten Verh&auml;ltnis zu der mit der hiermit notwendig verbundenen Ungleichheit der Belastung stehen (BVerfG-Entscheidungen vom 20.&nbsp;April 2004&nbsp;&#8211; 1&nbsp;BvR&nbsp;905\/00, 1&nbsp;BvR&nbsp;1748\/99, BVerfGE 110, 274, Rz&nbsp;58; in BVerfGE 133, 377, Rz&nbsp;88; vom 5.&nbsp;November 2014&nbsp;&#8211; 1&nbsp;BvF&nbsp;3\/11, BVerfGE 137, 350, Rz&nbsp;66, sowie in BVerfGE 120, 1, unter C.I.2.a&nbsp;aa).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>71<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Au&szlig;erdem darf eine gesetzliche Typisierung keinen atypischen Fall als Leitbild w&auml;hlen, sondern muss sich realit&auml;tsgerecht am typischen Fall orientieren (BVerfG-Beschl&uuml;sse in BVerfGE 133, 377, Rz&nbsp;87; vom 4.&nbsp;Juli 2012&nbsp;&#8211; 2&nbsp;BvC&nbsp;1,&nbsp;2\/11, BVerfGE 132, 39, Rz&nbsp;29, und in BVerfGE 120, 1, unter C.I.2.a&nbsp;aa; vgl. zudem BFH-Urteil vom 9.&nbsp;November 2017&nbsp;&#8211; III&nbsp;R&nbsp;10\/16, BFHE 260, 9, BStBl II 2018, 255, Rz&nbsp;15). Hieraus folgt, dass eine gesetzliche Zinssatztypisierung, die sich evident von realit&auml;tsgerechten Verzinsungen am Markt entfernt (hat), den gleichheitsrechtlichen Anforderungen nicht mehr gen&uuml;gt (vgl. hierzu BFH-Beschluss vom 25.&nbsp;April 2018&nbsp;&#8211; IX&nbsp;B&nbsp;21\/18, BFHE 260, 431, BStBl II 2018, 415, Rz&nbsp;18&nbsp;ff. &#8211; f&uuml;r den 6&nbsp;%-igen Zinssatz gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;238 AO; ebenso Vorlagebeschluss des FG K&ouml;ln vom 12.&nbsp;Oktober 2017&nbsp;&#8211; 10&nbsp;K&nbsp;977\/17, EFG 2018, 287, Rz&nbsp;65&nbsp;ff. &#8211; f&uuml;r den 6&nbsp;%-igen Abzinsungssatz bei Pensionsr&uuml;ckstellungen nach &sect;&nbsp;6a Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 EStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>72<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Diese verfassungsrechtlichen Grenzen wurden im Streitfall nicht &uuml;berschritten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>73<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(a) Mit dem Abzinsungsgebot nach &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 EStG beabsichtigte der Gesetzgeber, steuerbilanziell den Zustand abzubilden, der sich daraus ergibt, dass unverzinsliche Verbindlichkeiten bei l&auml;ngerer Laufzeit wirtschaftlich weniger belastend sind als markt&uuml;blich verzinste (BTDrucks 14\/23, 171&nbsp;f. [f&uuml;r R&uuml;ckstellungen] sowie BTDrucks 14\/443, 23 [f&uuml;r Verbindlichkeiten]). Es sollen wirtschaftliche Vorteile abgesch&ouml;pft werden, die sich aus dem Empfang eines unverzinsten Darlehens ergeben (vgl. Cloer\/Holle\/ Niemeyer, Deutsches Steuerrecht &#8211;DStR&#8211; 2019, 347, 350; Schmidt\/Kulosa, a.a.O., &sect;&nbsp;6 Rz&nbsp;454: &quot;Vorwegnahme des eingesparten Zinsaufwands f&uuml;r die gesamte Laufzeit&quot;; Groh, DB 2007, 2275, 2276: &quot;Minderaufwand infolge der Zinslosigkeit&quot;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>74<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(b) Die BFH-Rechtsprechung hat die Einf&uuml;hrung der steuerrechtlichen Abzinsung von Verbindlichkeiten ebenso wie diejenige von R&uuml;ckstellungen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3a EStG f&uuml;r verfassungsrechtlich unbedenklich gehalten (BFH-Entscheidungen in BFHE 259, 91, BStBl II 2018, 15, Rz&nbsp;21; in BFHE 226, 347, BStBl II 2010, 177, unter II.5.; in BFHE 228, 250, BStBl II 2010, 478, Rz&nbsp;20, sowie in BFHE 233, 524, BStBl II 2012, 98, Rz&nbsp;41&nbsp;ff.). Dieser Ansicht schlie&szlig;t sich der erkennende Senat an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>75<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Wenn die Kl&auml;ger darauf hinweisen, dass der Gesetzgeber die Zinssatzh&ouml;he unbegr&uuml;ndet lie&szlig;, trifft dies zwar zu. In Anbetracht des sich auch auf die Auswahl des Steuersatzes bestehenden weiten Entscheidungsspielraums des Gesetzgebers, der klar erkennbaren Anlehnung an die allgemeine Bewertungsregelung in &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;3 BewG sowie der im Jahr der Einf&uuml;hrung (1999) noch marktgerechten Abbildung des Zinsniveaus h&auml;lt der Senat dies allerdings f&uuml;r entbehrlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>76<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Vom BFH bereits entschieden wurde zudem, dass die vertragliche Gestaltungsm&ouml;glichkeit, selbst durch eine nur sehr geringe Verzinsung die Rechtsfolgen des &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 EStG auszuschalten, keinen Versto&szlig; gegen den allgemeinen Gleichheitssatz bedeutet (BFH-Beschluss in BFHE 226, 347, BStBl II 2010, 177, unter II.3.a).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>77<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(c) Die verfassungsrechtlichen Einwendungen, die wegen des inzwischen nachhaltig gesunkenen Marktzinsniveaus &#8211;neben den Kl&auml;gern&#8211; von weiten Teilen in der Literatur gegen die gesetzliche Zinssatzh&ouml;he erhoben werden (u.a. Kiesel in HHR, &sect;&nbsp;6 EStG Rz&nbsp;700; Cloer\/Holle\/Niemeyer, DStR 2019, 347, 350&nbsp;f.; Hey\/Steffen, Schriften des Instituts Finanzen und Steuern 511, 126&nbsp;ff.; Paus, Finanz-Rundschau &#8211;FR&#8211; 2005, 1195, 1198; Tiede, StuB 2019, 82, 83; ggf. auch Schindler in Kirchhof, a.a.O., &sect;&nbsp;6 Rz&nbsp;149; Schmidt\/ Kulosa, a.a.O., &sect;&nbsp;6 Rz&nbsp;454: &quot;in der derzeitigen Niedrigzinsphase recht hoch erscheinender[n] Zinssatz[es]&quot;), k&ouml;nnen f&uuml;r das Streitjahr 2010 keine Geltung beanspruchen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>78<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Jahr 2010 hat sich noch kein strukturelles niedriges Marktzinsniveau verfestigt, aufgrund dessen der Gesetzgeber unter Ber&uuml;cksichtigung einer angemessenen Beobachtungsphase (vgl. hierzu Hey, FR 2016, 485, 489, m.w.N.) nicht weiterhin berechtigt gewesen w&auml;re, im Interesse der Praktikabilit&auml;t und Verwaltungsvereinfachung an dem statisch-typisierenden Zinssatz von 5,5&nbsp;% festzuhalten. Trotz einer bereits l&auml;ngerfristig zu verzeichnenden Absenkung des gesamten Zinsniveaus gilt zu ber&uuml;cksichtigen, dass der &#8211;gemessen am Normzweck des &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 EStG relevante&#8211; Fremdkapitalmarktzinssatz im Dezember 2010 f&uuml;r die vorliegend einschl&auml;gigen Parameter (Kredite an nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften bis 1&nbsp;Mio.&nbsp;EUR bei mehr als f&uuml;nfj&auml;hriger Laufzeit\/Neugesch&auml;ft) seinerzeit noch zwischen 3,81&nbsp;% und 3,86&nbsp;% lag und sich demzufolge &#8211;im Gegensatz zum aktuellen Niveau (1,85&nbsp;%; Dezember 2018)&#8211; noch nicht als dramatischer Abfall zum gesetzlichen Zinssatz darstellte (vgl. zum Zahlenmaterial Monatsberichte der Deutschen Bundesbank f&uuml;r M&auml;rz 2011, 44, 47 sowie f&uuml;r M&auml;rz 2019, 47). Ferner war der R&uuml;ckzahlungsanspruch f&uuml;r G nicht besichert. Hinzu kommt, dass der von der Deutschen Bundesbank nach Ma&szlig;gabe der R&uuml;ckstellungsabzinsungsverordnung vom 18.&nbsp;November 2009 (BGBl I 2009, 3790) ermittelte, monatlich bekannt gegebene Abzinsungssatz bei einer Laufzeit von 34 bis 35&nbsp;Jahren im Dezember 2010 noch ca. 5,10&nbsp;% betrug (Dezember 2018: 2,51&nbsp;%) und somit ein nach wie vor durchaus realit&auml;tsgerechtes Vergleichsbild zum gesetzlichen Zinssatz von 5,5&nbsp;% gezeichnet wurde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>79<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Soweit die Kl&auml;ger ferner die Vorschrift des &sect;&nbsp;6 EStG global als verfassungswidrig r&uuml;gen, fehlt es an einer substanziellen Begr&uuml;ndung. Wenn sie in diesem Zusammenhang meinen sollten, mit den durch das BilMoG geschaffenen bilanzsteuerrechtlichen Neuregelungen werde das Ergebnis der Steuerbilanz zunehmend vom handelsbilanziellen Ergebnis abgekoppelt, mag dies inhaltlich zutreffen. Abweichungen vom handelsrechtlichen Ma&szlig;geblichkeitsprinzip sind aber durch &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Halbsatz&nbsp;2 und Abs.&nbsp;6 EStG steuerrechtlich legitimiert (vgl. insoweit f&uuml;r &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3&nbsp;EStG Kiesel in HHR, &sect;&nbsp;6 EStG Rz&nbsp;701); sie begr&uuml;nden grunds&auml;tzlich keinen aus dem Gleichheitssatz abzuleitenden Versto&szlig; gegen das Gebot der Folgerichtigkeit. Das BVerfG hat bereits entschieden, dass das Ma&szlig;geblichkeitsprinzip keine strikte und einmal getroffene Belastungsgrundentscheidung des Gesetzgebers, sondern lediglich eine &quot;entwicklungsoffene Leitlinie&quot; darstellt und somit keinen Verfassungsrang genie&szlig;t (Beschluss vom 12.&nbsp;Mai 2009&nbsp;&#8211; 2&nbsp;BvL&nbsp;1\/00, BVerfGE 123, 111, BStBl II 2009, 685, unter B.I.2.b&nbsp;bb; U.&nbsp;Prinz, DB 2019, 804).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>80<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Abweichungen vom Ma&szlig;geblichkeitsgrundsatz verletzen ausnahmsweise nur dann das Gebot folgerichtiger Ausgestaltung steuergesetzlicher Belastungsentscheidungen, wenn sich hierf&uuml;r kein sachlicher Grund finden l&auml;sst, sie also als willk&uuml;rlich zu bewerten sind (BFH-Urteil in BFHE 233, 524, BStBl II 2012, 98, Rz&nbsp;46, m.w.N.). Die Entscheidung des Gesetzgebers, die weniger wirtschaftlich belastende Wirkung eines unverzinsten Darlehens durch eine Abzinsung bilanziell darzustellen, stellt sich indes nicht als Willk&uuml;rakt dar (in diesem Sinne auch BFH-Urteil in BFHE 226, 347, BStBl II 2010, 177, unter II.5.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>81<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Ebenso wenig vermag der Senat f&uuml;r den vorliegend relevanten Bilanzstichtag einen Versto&szlig; gegen das Realisationsprinzip zu erkennen. Der Abzinsungsgewinn nach &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 EStG weist auf den 31.&nbsp;Dezember 2010 keine nicht realisierbaren Zinsertr&auml;ge aus, sondern nimmt kapitalisiert f&uuml;r die gesamte Vertragslaufzeit den ersparten Zinsaufwand vorweg. Durch die in den nachfolgenden Wirtschaftsjahren aufwandswirksamen Aufstockungen der Barwerte wird fiktiver Zinsaufwand periodengerecht zugeordnet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>82<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 EStG verletzt die Kl&auml;gerin auch nicht in ihrem Grundrecht aus Art.&nbsp;12 Abs.&nbsp;1 GG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>83<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Abgabenrechtliche Vorschriften sind grunds&auml;tzlich nur dann an Art.&nbsp;12 GG zu messen, wenn sie objektiv eine Tendenz zur Regelung des von der Steuer betroffenen Berufs erkennen lassen (BVerfG-Entscheidungen vom 30.&nbsp;Oktober 1961&nbsp;&#8211; 1&nbsp;BvR&nbsp;833\/59, BVerfGE 13, 181, unter B.1.; vom 11.&nbsp;Oktober 1977&nbsp;&#8211; 1&nbsp;BvR&nbsp;343\/73 u.a., BVerfGE 47, 1, BStBl II 1978, 174, unter C.IV., und vom 18.&nbsp;Juni 1991&nbsp;&#8211; 2&nbsp;BvR&nbsp;760\/90, juris, unter I.2.). Die aus der Berufsaus&uuml;bung resultierende Ertragsteuerbelastung schr&auml;nkt weder eine bestimmte berufliche T&auml;tigkeit ein noch beeinflusst sie deren Inhalt; der Schutzbereich des Art.&nbsp;12 Abs.&nbsp;1 GG ist daher nicht ber&uuml;hrt (vgl. insoweit auch BFH-Urteil vom 19.&nbsp;September 2002&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;45\/00, BFHE 200, 317, BStBl II 2003, 21, unter II.3.d &#8211; Gewerbesteuerbelastung).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>84<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ee) Das Abzinsungsgebot f&uuml;hrt auch unter dem Aspekt einer &Uuml;berma&szlig;besteuerung nicht zu einem Verfassungsversto&szlig;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>85<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sofern die hierdurch hervorgerufene Steuerbelastung in den Schutzbereich der Eigentumsfreiheit nach Art.&nbsp;14 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 GG f&auml;llt (vgl. BVerfG-Beschluss vom 18.&nbsp;Januar 2006&nbsp;&#8211; 2&nbsp;BvR&nbsp;2194\/99, BVerfGE 115, 97, unter C.II.1.; dagegen offengelassen vom BVerfG-Beschluss in BVerfGE 123, 111, BStBl II 2009, 685, unter B.III. &#8211; ggf. auch das subsidi&auml;re Grundrecht der allgemeinen Handlungsfreiheit [Art.&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 GG]), ist nicht erkennbar, dass das Abzinsungsgebot eine verfassungsrechtliche Obergrenze zumutbarer Belastung erreichen und daher die Eigentumsfreiheit verletzen w&uuml;rde. Zwar bewirkt &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 EStG eine (ausschlie&szlig;lich) von H&ouml;he und Laufzeit des Darlehens beeinflusste Eink&uuml;nfteerh&ouml;hung im Wirtschaftsjahr des Darlehenszuflusses. Der Gewinn- und Steuererh&ouml;hung aus der kapitalisierten Vorwegnahme des eingesparten Zinsaufwands steht allerdings die aufwandswirksame Aufstockung des Darlehens in den Folgejahren gegen&uuml;ber, so dass die steuerliche Belastung im Abzinsungsjahr &#8211;ungeachtet von Progressionswirkungen (vgl. BFH-Beschluss in BFHE 226, 347, BStBl II 2010, 177, unter II.3.a)&#8211; &uuml;ber die Darlehenslaufzeit voll kompensiert wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>86<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die im Streitfall erheblichen Gewinn- und Steuerauswirkungen bei der Kl&auml;gerin stellen die grunds&auml;tzliche Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit von &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 EStG nicht in Frage. Die Belastungsh&ouml;he beruht &#8211;neben der H&ouml;he des Zinssatzes&#8211; auf dem Umstand, dass ihr ein zun&auml;chst unverzinsliches Darlehen von ca. 257.000&nbsp;EUR &uuml;ber eine Laufzeit von fast 35&nbsp;Jahren gew&auml;hrt wurde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>87<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ff) Wenn die Kl&auml;ger dar&uuml;ber hinaus die &sect;&sect;&nbsp;12 bis 14 BewG wegen des dort zugrunde gelegten Zinssatzes von 5,5&nbsp;% (gemeint sein kann insoweit nur die Vorschrift des &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;3 BewG) f&uuml;r verfassungswidrig erachten, gelten die unter II.2.a)&nbsp;aa) dargelegten Erw&auml;gungen sinngem&auml;&szlig;. Zudem verweist &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 EStG nicht auf &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;3 BewG, sondern gibt lediglich den n&auml;mlichen Abzinsungssatz vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>88<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>gg) Die Bezugnahme der Kl&auml;ger auf die Verfassungsbeschwerde 2&nbsp;BvR&nbsp;1711\/15 kann ebenfalls nicht zur Aussetzung des Verfahrens f&uuml;hren. Die dort ma&szlig;geblichen Fragen, ob sich einerseits die Besteuerung von Erstattungszinsen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;233a AO als Einnahmen aus Kapitalverm&ouml;gen (&sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;7 Satz&nbsp;3 EStG) bei gleichzeitiger Nichtabzugsf&auml;higkeit von Nachzahlungszinsen (&sect;&nbsp;12 Nr.&nbsp;3 EStG) als gleichheitswidrig erweist und andererseits die durch das Jahressteuergesetz (JStG) 2010 eingef&uuml;hrte r&uuml;ckwirkende Geltung des Besteuerungszugriffs nach &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;7 Satz&nbsp;3 EStG (&sect;&nbsp;52a Abs.&nbsp;8 Satz&nbsp;2 i.d.F. des JStG 2010) dem verfassungsrechtlichen R&uuml;ckwirkungsverbot widerspricht (vgl. vorhergehend BFH-Urteil vom 15.&nbsp;April 2015&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;R&nbsp;30\/13, juris), haben vorliegend keine Relevanz.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>89<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 22.5.2019, X R 19\/17ECLI:DE:BFH:2019:U.220519.XR19.17.0 Abzinsung von unverzinslichen Langfristdarlehen Leits&auml;tze 1. Vertragsbeziehungen zwischen verschw&auml;gerten Personen unterliegen als Angeh&ouml;rigenvertr&auml;ge einer Fremdvergleichskontrolle. 2. Eine r&uuml;ckwirkend auf den Vertragsbeginn vereinbarte Verzinsung eines zun&auml;chst unverzinslich gew&auml;hrten Darlehens ist (bilanz-)steuerrechtlich unbeachtlich, sofern diese Vereinbarung erst nach dem Bilanzstichtag getroffen wird. 3. Gegen die H&ouml;he des Abzinsungssatzes f&uuml;r unverzinsliche &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-19-17-abzinsung-von-unverzinslichen-langfristdarlehen\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">X&nbsp;R&nbsp;19\/17 &#8211; Abzinsung von unverzinslichen Langfristdarlehen<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-71261","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71261","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=71261"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71261\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=71261"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=71261"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=71261"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}