{"id":71273,"date":"2019-10-11T17:44:57","date_gmt":"2019-10-11T15:44:57","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=71273"},"modified":"2019-10-11T17:45:45","modified_gmt":"2019-10-11T15:45:45","slug":"xi-b-71-18-dauer-der-ablaufhemmung-stattfinden-der-schlussbesprechung-is-des-par-171-abs-4-satz-3-ao","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-b-71-18-dauer-der-ablaufhemmung-stattfinden-der-schlussbesprechung-is-des-par-171-abs-4-satz-3-ao\/","title":{"rendered":"XI&nbsp;B&nbsp;71\/18 &#8211; Dauer der Ablaufhemmung; &quot;Stattfinden&quot; der Schlussbesprechung i.S. des &sect; 171 Abs. 4 Satz 3 AO"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 12.6.2019, XI B 71\/18<br \/>ECLI:DE:BFH:2019:B.120619.XIB71.18.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Dauer der Ablaufhemmung; &quot;Stattfinden&quot; der Schlussbesprechung i.S. des &sect; 171 Abs. 4 Satz 3 AO<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>NV: Eine Schlussbesprechung hat erst i.S. des &sect; 171 Abs. 4 Satz 3 AO &quot;stattgefunden&quot;, wenn die zuletzt von der Finanzbeh&ouml;rde anberaumte Besprechung beendet ist.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Beschwerde der Kl&auml;gerin wegen Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des Hessischen Finanzgerichts vom 13.04.2018 &#8211; 6 K 2031\/16 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Beschwerdeverfahrens hat die Kl&auml;gerin zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin), eine GmbH &#038; Co. KG, hatte mit ihrer Klage gegen die &#8211;aufgrund einer bei ihrer Rechtsvorg&auml;ngerin (ebenfalls einer GmbH &#038; Co. KG) durchgef&uuml;hrten Au&szlig;enpr&uuml;fung ergangenen&#8211; &Auml;nderungsbescheide wegen Umsatzsteuer 1996 bis 2000 vom 06.05.2008 Festsetzungsverj&auml;hrung geltend gemacht. Die Schlussbesprechung i.S. des &sect;&nbsp;201 der Abgabenordnung (AO) habe sp&auml;testens am 15.12.2003 stattgefunden mit der Folge, dass mit Ablauf des Jahres 2007 Festsetzungsverj&auml;hrung eingetreten sei; bei der sp&auml;teren Besprechung am 22.03.2004 habe es sich nicht um eine Schlussbesprechung i.S. des &sect;&nbsp;201 AO gehandelt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Hessische Finanzgericht (FG) wies die Klage mit Urteil vom 13.04.2018&nbsp;&#8211; 6&nbsp;K&nbsp;2031\/16 als unbegr&uuml;ndet ab und lie&szlig; die Revision nicht zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hiergegen richtet sich die Nichtzulassungsbeschwerde der Kl&auml;gerin, mit der sie die grunds&auml;tzliche Bedeutung der Rechtssache (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;), das Erfordernis einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs (BFH) zur Fortbildung des Rechts und zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 FGO) sowie Verfahrensm&auml;ngel (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 FGO) geltend macht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beschwerde hat keinen Erfolg. Soweit die Kl&auml;gerin Zulassungsgr&uuml;nde i.S. des &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 FGO den Anforderungen des &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO gen&uuml;gend dargelegt hat, liegen diese nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Revision ist nicht wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung der Rechtssache (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO) oder zur Fortbildung des Rechts (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;1 FGO) zuzulassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Darlegung des Zulassungsgrundes der grunds&auml;tzlichen Bedeutung der Rechtssache oder des Erfordernisses einer Entscheidung des BFH zur Fortbildung des Rechts als Unterfall des Zulassungsgrundes der grunds&auml;tzlichen Bedeutung verlangt substantiierte Ausf&uuml;hrungen zur Kl&auml;rungsbed&uuml;rftigkeit einer hinreichend bestimmten Rechtsfrage, die im konkreten Streitfall voraussichtlich kl&auml;rbar und deren Beurteilung zweifelhaft oder umstritten ist. Hierzu muss sich der Beschwerdef&uuml;hrer mit der Rechtsprechung des BFH und den &Auml;u&szlig;erungen im Schrifttum auseinandersetzen. Insbesondere sind Ausf&uuml;hrungen dazu erforderlich, in welchem Umfang, von welcher Seite und aus welchen Gr&uuml;nden die Beantwortung der Rechtsfrage zweifelhaft und umstritten ist. Liegt zu der vom Beschwerdef&uuml;hrer herausgestellten Rechtsfrage bereits h&ouml;chstrichterliche Rechtsprechung vor, so geh&ouml;rt zu der Darlegung der Kl&auml;rungsbed&uuml;rftigkeit eine fundierte Stellungnahme dazu, weshalb diese Rechtsprechung noch nicht zu einer hinreichenden Kl&auml;rung gef&uuml;hrt habe oder aufgrund welcher neuen Entwicklung sie nunmehr erneut in Frage gestellt werden m&uuml;sse. Allein der Umstand, dass zu einer bestimmten Rechtsfrage noch keine Entscheidung des BFH vorliegt, rechtfertigt noch nicht die Revisionszulassung wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung (vgl. z.B. BFH-Beschl&uuml;sse vom 20.10.2015&nbsp;&#8211; IV&nbsp;B&nbsp;80\/14, BFH\/NV 2016, 168, Rz&nbsp;7; vom 26.09.2017&nbsp;&#8211; XI&nbsp;B&nbsp;65\/17, BFH\/NV 2018, 240, Rz&nbsp;12&nbsp;ff.). Dies gilt entsprechend f&uuml;r die Variante der Rechtsfortbildung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Ausgehend von diesen Grunds&auml;tzen kommt vorliegend eine Revisionszulassung wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung oder zur Fortbildung des Rechts nicht in Betracht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die Kl&auml;gerin sieht die &quot;Kriterien der Schlussbesprechung im Sinne des &sect;&nbsp;201 AO in Verbindung mit deren Bedeutung f&uuml;r die Festsetzungsverj&auml;hrungsfrist nach &sect;&nbsp;171 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;3 AO&quot; als kl&auml;rungsbed&uuml;rftig an. Zu kl&auml;ren sei, &quot;inwieweit teilweise fehlende oder noch nicht abgeschlossene Teilpr&uuml;fungen des steuerlichen Sonderbetriebsverm&ouml;gens der steuerlichen Mitunternehmer Einfluss auf den Zeitpunkt der Schlussbesprechung nach &sect;&nbsp;201 AO haben&quot; bzw. sinngem&auml;&szlig;, ob diese &quot;Teilpr&uuml;fungen&quot; in Bezug auf andere Pr&uuml;fungsgegenst&auml;nde &#8211;hier die Umsatzsteuer&#8211; geeignet sind, &quot;den Zeitpunkt des Beginns der Festsetzungsverj&auml;hrungsfrist nach &sect;&nbsp;171 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;3 AO hinauszuschieben&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Nach den Feststellungen des FG, an die der erkennende Senat in einem anschlie&szlig;enden Revisionsverfahren gebunden w&auml;re (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO), hatte das FA bei der Rechtsvorg&auml;ngerin der Kl&auml;gerin eine Au&szlig;enpr&uuml;fung f&uuml;r die Kalenderjahre 1996 bis 2000 betreffend gesonderte und einheitliche Feststellung der Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb, Umsatzsteuer und Gewerbesteuer sowie wegen Einheitswert des Betriebsverm&ouml;gens zum 01.01.1997 angeordnet. Das FG hat entschieden, die ma&szlig;gebliche Vorschrift des &sect;&nbsp;171 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;3 AO lasse sich ohne weiteres dahingehend auslegen, dass eine Schlussbesprechung i.S. dieser Vorschrift erst dann &quot;stattgefunden hat&quot;, wenn die zuletzt von der Finanzbeh&ouml;rde anberaumte Besprechung beendet ist. Dies sei im Streitfall am 22.03.2004 bzw. am 02.04.2004 der Fall gewesen; zum Zeitpunkt der Besprechung am 15.12.2003 und auch in der Zeit bis zum 31.12.2003 habe das Pr&uuml;fungsergebnis i.S. des &sect;&nbsp;201 AO noch nicht vorgelegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Die von der Kl&auml;gerin aufgeworfene Rechtsfrage ist nicht kl&auml;rungsbed&uuml;rftig, weil sie so zu beantworten ist, wie es das FG getan hat (vgl. zur fehlenden Kl&auml;rungsbed&uuml;rftigkeit in einer solchen Konstellation z.B. BFH-Beschluss vom 25.09.2018&nbsp;&#8211; III&nbsp;B&nbsp;160\/17, BFH\/NV 2019, 40, Rz&nbsp;17, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Der BFH konnte es in seinem Urteil vom 26.06.2014&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;51\/11 (BFH\/NV 2014, 1716, Rz&nbsp;42) f&uuml;r einen Fall, in dem zwei Besprechungen &uuml;ber Pr&uuml;fungsergebnisse erfolgt waren, noch dahingestellt sein lassen, auf welche der beiden Besprechungen zur Berechnung der Frist des &sect;&nbsp;171 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;3 AO abzustellen ist, weil beide Besprechungen im selben Kalenderjahr stattgefunden hatten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ee) Im Streitfall ist, wie das FG zutreffend entschieden hat, das Tatbestandsmerkmal des &sect;&nbsp;171 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;3 AO &quot;Schlussbesprechung stattgefunden hat&quot; erst mit dem 22.03.2004 bzw. dem 02.04.2004 erf&uuml;llt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Schlussbesprechung ist die Besprechung &quot;&uuml;ber das Ergebnis der Au&szlig;enpr&uuml;fung&quot; (&sect;&nbsp;201 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AO). Die Au&szlig;enpr&uuml;fung kann eine oder &#8211;wie im Streitfall&#8211; mehrere Steuerarten und einen oder &#8211;wie im Streitfall&#8211; mehrere Besteuerungszeitr&auml;ume umfassen (&sect;&nbsp;194 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 AO), bei einer Personengesellschaft &#8211;wie im Streitfall&#8211; umfasst sie die steuerlichen Verh&auml;ltnisse der Gesellschafter insoweit, als diese Verh&auml;ltnisse f&uuml;r die zu &uuml;berpr&uuml;fenden einheitlichen Feststellungen von Bedeutung sind (&sect;&nbsp;194 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 AO); zu diesen Verh&auml;ltnissen z&auml;hlt auch das von der Kl&auml;gerin in der Beschwerdebegr&uuml;ndung angef&uuml;hrte Sonderbetriebsverm&ouml;gen der Mitunternehmer.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Der BFH hat mit seinem Urteil vom 26.04.2017&nbsp;&#8211; I&nbsp;R&nbsp;76\/15 (BFHE 258, 210, BStBl II 2017, 1159, Leitsatz&nbsp;1) entschieden, dass auch sog. qualifizierte Pr&uuml;fungshandlungen, die nur ein Pr&uuml;fungsjahr betreffen, dazu f&uuml;hren, dass die Au&szlig;enpr&uuml;fung insgesamt &#8211;also auch bezogen auf andere Pr&uuml;fungsjahre&#8211; als nicht unmittelbar nach dem Pr&uuml;fungsbeginn unterbrochen i.S. des &sect;&nbsp;171 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;2 AO gilt. Bestimmend hierf&uuml;r ist das &quot;Verst&auml;ndnis der einheitlichen Au&szlig;enpr&uuml;fung&quot;, das der Vorschrift des &sect;&nbsp;171 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;2 AO zugrunde zu legen ist (BFH-Urteil in BFHE 258, 210, BStBl II 2017, 1159, Rz&nbsp;31).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Es ist weder von der Kl&auml;gerin, die sich nicht mit dem BFH-Urteil in BFHE 258, 210, BStBl II 2017, 1159 auseinandergesetzt hat, dargelegt worden noch ist sonst etwas daf&uuml;r ersichtlich, dass der Bestimmung des &sect;&nbsp;171 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;3 AO, die eine Schlussbesprechung &uuml;ber das Ergebnis der Au&szlig;enpr&uuml;fung (&sect;&nbsp;201 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AO) erfordert, ein anderes Verst&auml;ndnis als das der &quot;einheitlichen Au&szlig;enpr&uuml;fung&quot; zugrunde zu legen w&auml;re. Ein anderes Verst&auml;ndnis b&ouml;te gerade keine Gew&auml;hr daf&uuml;r, dass &#8211;was die Kl&auml;gerin auf Seite&nbsp;9 der Beschwerdebegr&uuml;ndung zu Recht fordert&#8211; Fristbeginn und Fristablauf zweifelsfrei erkennbar, belegbar und nachvollziehbar w&auml;ren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Das Erfordernis einer Entscheidung des BFH zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;2 FGO) hat die Kl&auml;gerin nicht aufgezeigt. Ihr diesbez&uuml;glicher Vortrag gen&uuml;gt nicht den Anforderungen des &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO, weil sie bereits keine Divergenzentscheidung benannt hat, die zu dem angefochtenen FG-Urteil im Rechtsgrunds&auml;tzlichen in Widerspruch st&uuml;nde (vgl. zu diesem Erfordernis z.B. BFH-Beschluss vom 27.11.2017&nbsp;&#8211; III&nbsp;B&nbsp;179\/16, BFH\/NV 2018, 350, Rz&nbsp;12).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Verfahrensm&auml;ngel i.S. des &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 FGO hat die Kl&auml;gerin entweder nicht schl&uuml;ssig geltend gemacht oder sie liegen nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Ein Versto&szlig; gegen den klaren Inhalt der Akten ist nur dann ein Zulassungsgrund, wenn er gleichzeitig eine Verletzung des &sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;1 FGO und damit einen Verfahrensfehler i.S. des &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 FGO darstellt. Ein solcher Verfahrensfehler liegt vor, wenn das FG seiner Entscheidung einen Sachverhalt zugrunde gelegt hat, der dem schriftlichen oder protokollierten Vorbringen der Beteiligten nicht entspricht oder wenn es eine nach den Akten klar feststehende Tatsache unber&uuml;cksichtigt gelassen hat und die angefochtene Entscheidung darauf beruht. Von der Sachverhaltsfeststellung zu unterscheiden ist die W&uuml;rdigung des festgestellten Sachverhalts. Wird diese angegriffen, so handelt es sich grunds&auml;tzlich um die R&uuml;ge eines materiell-rechtlichen Fehlers, die die Zulassung der Revision nicht rechtfertigt (vgl. hierzu z.B. BFH-Beschluss vom 22.10.2015&nbsp;&#8211; I&nbsp;B&nbsp;94\/14, BFH\/NV 2016, 748, Rz&nbsp;8, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Mit der R&uuml;ge, das FG habe verkannt, dass aus dem Sonderbetriebsverm&ouml;gen der Gesellschafter keine f&uuml;r die Kl&auml;gerin umsatzsteuerrechtlich relevanten Sachverhalte zu ermitteln waren, stellt diese die materielle Richtigkeit der Vorentscheidung infrage, was die Zulassung der Revision grunds&auml;tzlich nicht zu begr&uuml;nden vermag (vgl. z.B. BFH-Beschluss vom 05.01.2017&nbsp;&#8211; VI&nbsp;B&nbsp;8\/16, BFH\/NV 2017, 602, Rz&nbsp;10, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Wird die Verletzung der Sachaufkl&auml;rungspflicht nach &sect;&nbsp;76 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO ger&uuml;gt, muss dargelegt werden, weshalb sich auf der Grundlage des materiell-rechtlichen Standpunkts des FG eine weitere Aufkl&auml;rung des Sachverhalts h&auml;tte aufdr&auml;ngen m&uuml;ssen. Dies erfordert nicht nur die genaue Angabe des Beweisthemas und der Beweismittel, die das Gericht nicht ber&uuml;cksichtigt hat. Geboten ist dar&uuml;ber hinaus die Darlegung, welches Ergebnis die unterlassene Beweisaufnahme nach Auffassung des Kl&auml;gers erbracht h&auml;tte und wieso dieses Ergebnis zu einer anderen Entscheidung des FG h&auml;tte f&uuml;hren k&ouml;nnen (vgl. z.B. BFH-Beschluss vom 07.08.2018&nbsp;&#8211; IX&nbsp;B&nbsp;118\/17, BFH\/NV 2018, 1155, Rz&nbsp;9).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diesen Anforderungen gen&uuml;gt die Beschwerdebegr&uuml;ndung der Kl&auml;gerin nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Die von der Kl&auml;gerin nur &quot;vorsorglich&quot; erhobene R&uuml;ge der Verletzung rechtlichen Geh&ouml;rs (Art.&nbsp;103 Abs.&nbsp;1 des Grundgesetzes, &sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;2 FGO) ist nicht schl&uuml;ssig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ausweislich des Protokolls &uuml;ber die m&uuml;ndliche Verhandlung vor dem FG am 13.04.2018 (Bl.&nbsp;442 bis 455 FG-Akte) wurde die rechtliche Einordnung der Besprechungen u.a. vom 15.12.2003 und vom 22.03.2004 eingehend mit den Beteiligten er&ouml;rtert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Der Senat sieht von einer weitergehenden Begr&uuml;ndung ab (&sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 12.6.2019, XI B 71\/18ECLI:DE:BFH:2019:B.120619.XIB71.18.0 Dauer der Ablaufhemmung; &quot;Stattfinden&quot; der Schlussbesprechung i.S. des &sect; 171 Abs. 4 Satz 3 AO Leits&auml;tze NV: Eine Schlussbesprechung hat erst i.S. des &sect; 171 Abs. 4 Satz 3 AO &quot;stattgefunden&quot;, wenn die zuletzt von der Finanzbeh&ouml;rde anberaumte Besprechung beendet ist. Tenor Die Beschwerde der Kl&auml;gerin wegen Nichtzulassung &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-b-71-18-dauer-der-ablaufhemmung-stattfinden-der-schlussbesprechung-is-des-par-171-abs-4-satz-3-ao\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">XI&nbsp;B&nbsp;71\/18 &#8211; Dauer der Ablaufhemmung; &quot;Stattfinden&quot; der Schlussbesprechung i.S. des &sect; 171 Abs. 4 Satz 3 AO<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-71273","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71273","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=71273"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71273\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=71273"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=71273"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=71273"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}