{"id":71328,"date":"2019-10-20T17:29:27","date_gmt":"2019-10-20T15:29:27","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=71328"},"modified":"2019-10-20T17:29:27","modified_gmt":"2019-10-20T15:29:27","slug":"ix-r-28-18-grundstuecksenteignung-kein-privates-veraeusserungsgeschaeft-is-des-par-23-abs-1-satz-1-nr-1-estg-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ix-r-28-18-grundstuecksenteignung-kein-privates-veraeusserungsgeschaeft-is-des-par-23-abs-1-satz-1-nr-1-estg-3\/","title":{"rendered":"IX&nbsp;R&nbsp;28\/18 &#8211; Grundst&uuml;cksenteignung kein privates Ver&auml;u&szlig;erungsgesch&auml;ft i.S. des &sect; 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 EStG"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 23.7.2019, IX R 28\/18<br \/>ECLI:DE:BFH:2019:U.230719.IXR28.18.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Grundst&uuml;cksenteignung kein privates Ver&auml;u&szlig;erungsgesch&auml;ft i.S. des &sect; 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 EStG <\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Eine Anschaffung bzw. Ver&auml;u&szlig;erung i.S. des &sect; 23 EStG liegt nicht vor, wenn der Verlust des Eigentums am Grundst&uuml;ck ohne ma&szlig;geblichen Einfluss des Steuerpflichtigen stattfindet. Ein Entzug des Eigentums durch Sonderungsbescheid nach dem Bodensonderungsgesetz ist danach keine Ver&auml;u&szlig;erung i.S. des &sect; 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 EStG.<\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision des Beklagten gegen das Urteil des Finanzgerichts M&uuml;nster vom 28.11.2018 &#8211; 1 K 71\/16 E wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat der Beklagte zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Streitig ist, ob der Kl&auml;ger und Revisionsbeklagte (Kl&auml;ger) aufgrund einer durch Sonderungsbescheid angeordneten &Uuml;bertragung des Eigentums an einem ihm geh&ouml;renden Grundst&uuml;ck auf eine &ouml;ffentlich-rechtliche K&ouml;rperschaft (Stadt&nbsp;X) den Tatbestand eines privaten Ver&auml;u&szlig;erungsgesch&auml;fts i.S. des &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;2 i.V.m. &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 des Einkommensteuergesetzes in der im Streitjahr geltenden Fassung (EStG) verwirklicht hat. Ferner ist in verfahrensrechtlicher Hinsicht streitig, ob der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) die Einkommensteuerfestsetzung f&uuml;r das Jahr 2009 noch nach &sect;&nbsp;174 der Abgabenordnung (AO) &auml;ndern durfte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger wurde in den Streitjahren (2009, 2012) mit seiner Ehefrau, der Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagten, zusammen zur Einkommensteuer veranlagt. Anfang der 1990er Jahre erwarb der Kl&auml;ger einen h&auml;lftigen Miteigentumsanteil an einem unbebauten Grundst&uuml;ck, das mit einem B&uuml;rogeb&auml;ude bebaut und sodann vermietet werden sollte; dieses Vorhaben lie&szlig; sich indes nicht realisieren. Im Jahr 2005 erwarb der Kl&auml;ger durch Zuschlag in der Zwangsversteigerung den anderen h&auml;lftigen Miteigentumsanteil am ma&szlig;geblichen Grundst&uuml;ck und war fortan Alleineigent&uuml;mer. Das Grundst&uuml;ck blieb weiterhin unbebaut.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Jahr 2008 f&uuml;hrte die Stadt&nbsp;X ein Bodensonderungsverfahren durch und erlie&szlig; unter dem 11.09.2008 einen das ma&szlig;gebliche Grundst&uuml;ck betreffenden und an den Kl&auml;ger gerichteten Sonderungsbescheid nach dem Bodensonderungsgesetz vom 20.12.1993 (BGBl I 1993, 2215). Als Entsch&auml;digung f&uuml;r den &Uuml;bergang des Eigentums an dem Grundst&uuml;ck setzte die Stadt&nbsp;X nach den ma&szlig;geblichen Bestimmungen der Bodensonderungsvorschrift vom 17.12.1997 (BAnz 1998, Nr. 25a) eine Entsch&auml;digung in H&ouml;he von 470.000&nbsp;EUR zu Gunsten des Kl&auml;gers fest, die dem Kl&auml;ger &#8211;dies ist zwischen den Beteiligten nunmehr unstreitig&#8211; im Streitjahr 2009 zugeflossen ist. Der Kl&auml;ger legte gegen den Sonderungsbescheid Widerspruch ein, mit dem er sich ausschlie&szlig;lich gegen die H&ouml;he der Entsch&auml;digungszahlung, nicht aber gegen den im Bescheid angeordneten Eigentumsverlust wandte. In dem anschlie&szlig;enden Klageverfahren einigten sich der Kl&auml;ger und die Stadt&nbsp;X auf eine Erh&ouml;hung der Entsch&auml;digungssumme um 130.000&nbsp;EUR auf 600.000&nbsp;EUR. Der Erh&ouml;hungsbetrag wurde in zwei Raten an den Kl&auml;ger ausgezahlt: Im Streitjahr 2012 erhielt er einen Teilbetrag in H&ouml;he von 87.000&nbsp;EUR; der Restbetrag in H&ouml;he von 43.000&nbsp;EUR wurde im hier nicht streitbefangenen Jahr 2014 ausgezahlt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In ihrer am 30.12.2010 beim FA eingegangenen Einkommensteuererkl&auml;rung f&uuml;r das Jahr 2009 gaben die Kl&auml;ger bei ihren Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung einen das ma&szlig;gebliche Grundst&uuml;ck betreffenden Werbungskosten&uuml;berschuss in H&ouml;he von 18.887&nbsp;EUR an. Das Grundst&uuml;ck war (auch) zu diesem Zeitpunkt weder bebaut noch vermietet. Auf schriftliche Nachfrage des FA vom 01.02.2011, wann bei dem Grundst&uuml;ck mit der Erzielung von Mieteinnahmen gerechnet werden k&ouml;nne, teilte der Kl&auml;ger mit, das Grundst&uuml;ck sei von der Stadt&nbsp;X enteignet worden, und dagegen werde zur Zeit gerichtlich vorgegangen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Einkommensteuerbescheid vom 04.04.2011 setzte das FA die Einkommensteuer f&uuml;r das Streitjahr 2009 aufgrund eines bestehenden Verlustvortrags auf 0&nbsp;EUR fest und legte dabei den von den Kl&auml;gern erkl&auml;rten Werbungskosten&uuml;berschuss zugrunde. Die Steuerfestsetzung erfolgte hinsichtlich der Eink&uuml;nfte des Kl&auml;gers aus Vermietung und Verpachtung aus dem Grundst&uuml;ck in der Stadt&nbsp;X nach &sect;&nbsp;165 Abs.&nbsp;1 S&auml;tze&nbsp;1 und 2 AO vorl&auml;ufig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gegen diesen Bescheid legten die Kl&auml;ger wegen hier nicht streitbefangener Punkte Einspruch ein, der mehrfach zu &Auml;nderungen der Festsetzung f&uuml;hrte. Noch w&auml;hrend des Einspruchsverfahrens gegen die Einkommensteuerfestsetzung f&uuml;r das Jahr 2009 ordnete das FA mit Pr&uuml;fungsanordnung vom 25.03.2013 bei den Kl&auml;gern eine Betriebspr&uuml;fung f&uuml;r Einkommen-, Gewerbe- und Umsatzsteuerzwecke f&uuml;r die Jahre 2009 bis 2011 an. In ihrem Betriebspr&uuml;fungsbericht vom 28.08.2013 vertrat der Pr&uuml;fer die Auffassung, dass die Enteignung des Grundst&uuml;cks durch die Stadt&nbsp;X ein steuerpflichtiges Ver&auml;u&szlig;erungsgesch&auml;ft i.S. des &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG darstelle, der &#8211;zwischen den Beteiligten der H&ouml;he nach unstreitige&#8211; Gewinn i.S. des &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 EStG 175.244,97&nbsp;EUR betrage und dieser im Jahr 2010 zu erfassen sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ge&auml;ndertem Einkommensteuerbescheid f&uuml;r 2009 vom 23.12.2013 setzte das FA verschiedene, nicht die Grundst&uuml;cksver&auml;u&szlig;erung betreffende Feststellungen der Betriebspr&uuml;fung betreffend das Streitjahr 2009 um. Mit Einspruchsentscheidung vom 07.01.2014 wies das FA den noch offenen Einspruch der Kl&auml;ger als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Feststellungen der Betriebspr&uuml;fung betreffend das Jahr 2010 setzte das FA mit ge&auml;ndertem Einkommensbescheid f&uuml;r 2010 vom 12.12.2013 um und legte dabei einen Gewinn i.S. des &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 EStG in H&ouml;he von 175.244&nbsp;EUR der Besteuerung zugrunde. Gegen diesen Bescheid legten die Kl&auml;ger unter dem 10.01.2014 Einspruch ein und f&uuml;hrten zur Begr&uuml;ndung u.a. aus, dass eine Enteignung nicht die Voraussetzungen eines steuerpflichtigen Ver&auml;u&szlig;erungsgesch&auml;fts erf&uuml;lle. Ferner machten die Kl&auml;ger geltend, dass der angefochtene Bescheid bereits deshalb aufzuheben sei, weil die f&uuml;r das Grundst&uuml;ck von der Stadt&nbsp;X festgesetzte Entsch&auml;digung in H&ouml;he von 470.000&nbsp;EUR dem Kl&auml;ger nicht erst im Jahr 2010, sondern bereits im Jahr 2009 zugeflossen sei. Das FA schloss sich den Rechtsausf&uuml;hrungen der Kl&auml;ger zum Zeitpunkt des Zuflusses der Entsch&auml;digung an und erlie&szlig; unter dem 17.06.2015 einen ge&auml;nderten Einkommensteuerbescheid f&uuml;r das Jahr 2010, in dem der Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn nicht mehr angesetzt wurde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Einkommensteuerbescheid vom 17.06.2015 &auml;nderte das FA die Einkommensteuerfestsetzung f&uuml;r das Streitjahr 2009 mit der Ma&szlig;gabe, dass der streitgegenst&auml;ndliche Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn in H&ouml;he von 175.244&nbsp;EUR nunmehr diesem Veranlagungszeitraum zugeordnet wurde; als &Auml;nderungsnorm wurde im Bescheid nur &quot;&sect;&nbsp;174 AO&quot; &#8211;ohne Angabe des einschl&auml;gigen Absatzes&#8211; genannt. Der bis dahin in den Einkommensteuerbescheiden 2009 enthaltene Vorl&auml;ufigkeitsvermerk wurde aufrechterhalten. Der hiergegen gerichtete Einspruch der Kl&auml;ger hatte keinen Erfolg.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwischenzeitlich hatte das FA auch die Veranlagung f&uuml;r das Streitjahr 2012 durchgef&uuml;hrt. Im Einkommensteuerbescheid f&uuml;r 2012 vom 06.01.2015 legte es im Hinblick auf die weitere Entsch&auml;digungszahlung der Stadt&nbsp;X einen &#8211;der H&ouml;he nach unstreitigen&#8211; Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn nach &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG in H&ouml;he von 43.500&nbsp;EUR (1\/2 von 87.000&nbsp;EUR) der Besteuerung zugrunde. Der hiergegen gerichtete Einspruch der Kl&auml;ger hatte keinen Erfolg.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die gegen die ge&auml;nderten Einkommensteuerbescheide f&uuml;r 2009 und f&uuml;r 2012 gerichtete Klage hatte Erfolg. Das Finanzgericht (FG) entschied in seinem in Entscheidungen der Finanzgerichte 2019, 98 ver&ouml;ffentlichten Urteil, dass die dem Kl&auml;ger in den Streitjahren f&uuml;r die durch Sonderungsbescheid angeordnete hoheitliche &Uuml;bertragung des Eigentums an dem ma&szlig;geblichen Grundst&uuml;ck in der Stadt&nbsp;X zugeflossenen Entsch&auml;digungszahlungen keinen steuerbaren Gewinn aus einem privaten Ver&auml;u&szlig;erungsgesch&auml;ft i.S. des &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG darstellten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hiergegen richtet sich die Revision des FA. Das FA vertritt die Auffassung, dass auch Ver&auml;u&szlig;erungen unter Zwang &#8211;wie beispielsweise im Fall der Enteignung&#8211; unter &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG zu subsumieren seien. Die Beweggr&uuml;nde f&uuml;r ein Ver&auml;u&szlig;erungsgesch&auml;ft seien unbeachtlich; lediglich ma&szlig;geblich sei, dass dem Steuerpflichtigen die Werterh&ouml;hung w&auml;hrend der Haltefrist wirtschaftlich zugef&uuml;hrt werde. Von Bedeutung sei &uuml;berdies, dass der Kl&auml;ger im Widerspruchsverfahren gegen den Sonderungsbescheid, in dem ausschlie&szlig;lich um die H&ouml;he der Entsch&auml;digungssumme gestritten wurde, durchaus Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht entfaltet habe. Jenseits dessen sei die Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht bei &sect;&nbsp;23 EStG durch die kurzen Haltefristen objektiviert und typisiert. Auch in anderen grundst&uuml;cksbezogenen Rechtsbereichen wie dem Grunderwerbsteuerrecht werde zur Besteuerung von Grundst&uuml;cks&uuml;bertragungen in Enteignungsf&auml;llen die Bemessungsgrundlage anhand der Entsch&auml;digungssumme ermittelt. Auch die historische Entwicklung und der Zweck der Regelung in &sect;&nbsp;23 EStG spr&auml;chen daf&uuml;r, auch in Enteignungsf&auml;llen von einer Ver&auml;u&szlig;erung i.S. der Vorschrift auszugehen. Die &Auml;nderung des Einkommensteuerbescheids f&uuml;r 2009 vom 17.06.2015 sei &uuml;berdies nach &sect;&nbsp;174 Abs.&nbsp;4 AO zul&auml;ssig gewesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>das angefochtene Urteil des FG vom 28.11.2018&nbsp;&#8211; 1&nbsp;K&nbsp;71\/16&nbsp;E aufzuheben und die Klage als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger beantragen,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger vertreten die Ansicht, dass sich weder aus der Gesetzeshistorie noch aus den Gesetzesmaterialien zu &sect;&nbsp;23 EStG herleiten lasse, dass jeder entgeltliche Rechtstr&auml;gerwechsel eine Ver&auml;u&szlig;erung i.S. von &sect;&nbsp;23 EStG darstellen m&uuml;sse. Schon der Wortlaut der Norm, der die Begriffe &quot;privat&quot;, &quot;Gesch&auml;ft&quot; und &quot;Ver&auml;u&szlig;erung&quot; enthalte, weise darauf hin, dass die Norm nur die Rechtsfolgen einer wirtschaftlichen Bet&auml;tigung des Steuerpflichtigen zum Regelungsgegenstand habe. Dies sei im Streitfall indes nicht geschehen. &Uuml;berdies sei &sect;&nbsp;23 EStG eine Ausnahmevorschrift, die realisierte Wertver&auml;nderungen im Zusammenhang mit Wirtschaftsg&uuml;tern des Privatverm&ouml;gens besteuere; dies schlie&szlig;e eine extensive Auslegung des Ver&auml;u&szlig;erungsbegriffs innerhalb der Norm aus. Entgegen der Auffassung des FA folge das angefochtene Urteil des FG auch den Grundlinien der bisherigen Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) in diesem Bereich, auch wenn die hier streitgegenst&auml;ndliche Rechtsfrage noch nicht explizit Gegenstand einer h&ouml;chstrichterlichen Entscheidung gewesen sei. Zu Unrecht wolle das FA zudem in dem rechtlichen Vorgehen des Kl&auml;gers gegen den Sonderungsbescheid eine rechtsgesch&auml;ftliche Bet&auml;tigung erkennen. Auch der vom FA gezogene Vergleich mit Vorschriften des Grunderwerbsteuergesetzes gehe fehl, da dieses Gesetz als Rechtsverkehrssteuer eine vollst&auml;ndig andere Zielsetzung als &sect;&nbsp;23 EStG zum Gegenstand habe. Schlie&szlig;lich habe der Einkommensteuerbescheid f&uuml;r 2009 nicht mehr ge&auml;ndert werden k&ouml;nnen, da der Tatbestand der vom FA urspr&uuml;nglich auf Nachfrage benannten &Auml;nderungsnorm (&sect;&nbsp;174 Abs.&nbsp;3 AO) nicht erf&uuml;llt gewesen sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und nach &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) zur&uuml;ckzuweisen. Das FG ist zu Recht davon ausgegangen, dass der Kl&auml;ger aufgrund der durch Sonderungsbescheid angeordneten &Uuml;bertragung des Eigentums an dem ma&szlig;geblichen Grundst&uuml;ck auf die Stadt&nbsp;X den Tatbestand eines privaten Ver&auml;u&szlig;erungsgesch&auml;fts i.S. der &sect;&sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;2, 23 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG nicht erf&uuml;llt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;2 EStG z&auml;hlen zu den sonstigen Eink&uuml;nften (&sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;7 EStG) auch solche aus privaten Ver&auml;u&szlig;erungsgesch&auml;ften i.S. des &sect;&nbsp;23 EStG. Diese umfassen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG u.a. Ver&auml;u&szlig;erungsgesch&auml;fte bei Grundst&uuml;cken, soweit der Zeitraum zwischen Anschaffung und Ver&auml;u&szlig;erung nicht mehr als zehn Jahre betr&auml;gt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die in &sect;&nbsp;23 EStG verwendeten Begriffe &quot;Anschaffung&quot; und &quot;Ver&auml;u&szlig;erung&quot; erschlie&szlig;en sich aus den Bestimmungen des &sect;&nbsp;6 EStG, des &sect;&nbsp;255 Abs.&nbsp;1 des Handelsgesetzbuches und der &sect;&sect;&nbsp;135, 136 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs. Unter Anschaffung bzw. Ver&auml;u&szlig;erung i.S. des &sect;&nbsp;23 EStG ist danach der entgeltliche Erwerb und die entgeltliche &Uuml;bertragung eines Wirtschaftsguts auf eine andere Person zu verstehen (st&auml;ndige Rechtsprechung, s. etwa BFH-Urteil vom 08.11.2017&nbsp;&#8211; IX&nbsp;R&nbsp;25\/15, BFHE 260, 202, BStBl II 2018, 518, mit zahlreichen weiteren Nachweisen).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach dem Wortlaut sowie dem Sinn und Zweck des &sect;&nbsp;23 EStG sollen innerhalb der Ver&auml;u&szlig;erungsfrist realisierte Wert&auml;nderungen eines bestimmten Wirtschaftsguts im Privatverm&ouml;gen des Steuerpflichtigen der Einkommensteuer unterworfen werden, soweit sie auf der entgeltlichen &quot;Anschaffung&quot; und der entgeltlichen &quot;Ver&auml;u&szlig;erung&quot; des n&auml;mlichen Wirtschaftsguts innerhalb der ma&szlig;geblichen Haltefrist beruhen (s. BFH-Urteile vom 12.06.2013&nbsp;&#8211; IX&nbsp;R&nbsp;31\/12, BFHE 241, 557, BStBl II 2013, 1011, und in BFHE 260, 202, BStBl II 2018, 518, zur &quot;N&auml;mlichkeit&quot;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Der entgeltliche Erwerb &#8211;die Anschaffung&#8211; und die entgeltliche &Uuml;bertragung des n&auml;mlichen Wirtschaftsguts auf eine andere Person &#8211;die Ver&auml;u&szlig;erung&#8211; m&uuml;ssen wesentlich vom Willen des Steuerpflichtigen abh&auml;ngen (BFH-Urteile vom 13.04.2010&nbsp;&#8211; IX&nbsp;R&nbsp;36\/09, BFHE 229, 193, BStBl II 2010, 792; vom 29.03.1995&nbsp;&#8211; X&nbsp;R&nbsp;3\/92, BFHE 177, 418; vom 19.04.1977&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;R&nbsp;23\/75, BFHE 122, 453, BStBl II 1977, 712, jeweils zur Frage ob ein &quot;Anschaffungsgesch&auml;ft&quot; vorliegt) und mithin Ausdruck einer &quot;wirtschaftlichen Bet&auml;tigung&quot; sein (so ausdr&uuml;cklich BFH-Urteil vom 07.12.1976&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;R&nbsp;134\/71, BFHE 120, 531, BStBl II 1977, 209; s.a. BFH-Urteile vom 16.01.1973&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;R&nbsp;96\/70, BFHE 108, 502, BStBl II 1973, 445, zum Fall der &quot;Ver&auml;u&szlig;erung&quot;; vom 05.05.1961&nbsp;&#8211; VI&nbsp;107\/60&nbsp;U, BFHE 73, 326, BStBl III 1961, 385, und vom 15.01.1974&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;R&nbsp;63\/68, BFHE 112, 31, BStBl II 1974, 606, jeweils zum Fall der &quot;Anschaffung&quot;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Eine dahin gehende willentliche wirtschaftliche Bet&auml;tigung als Merkmal eines Anschaffungs&#8211; und Ver&auml;u&szlig;erungsgesch&auml;fts i.S. des &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG misst die h&ouml;chstrichterliche Rechtsprechung beispielsweise auch der Abgabe des Meistgebots in der Zwangsversteigerung eines Grundst&uuml;cks bei. Denn die Abgabe des Meistgebots entspricht in ihrer Wirkung dem Abschluss eines schuldrechtlichen Kaufvertrages &uuml;ber ein Grundst&uuml;ck, erwirbt doch der Meistbietende damit nach &sect;&sect;&nbsp;81 Abs.&nbsp;1, 90 Abs.&nbsp;1 des Gesetzes &uuml;ber die Zwangsversteigerung und die Zwangsverwaltung den Anspruch, dass ihm das Eigentum an dem versteigerten Grundst&uuml;ck durch Zuschlagsbeschluss des Versteigerungsgerichts &uuml;bertragen wird (BFH-Urteile vom 28.06.1977&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;R&nbsp;30\/74, BFHE 123, 27, BStBl II 1977, 827; vom 29.03.1989&nbsp;&#8211; X&nbsp;R&nbsp;4\/84, BFHE 156, 465, BStBl II 1989, 652; vom 27.08.1997&nbsp;&#8211; X&nbsp;R&nbsp;26\/95, BFHE 184, 385, BStBl II 1998, 135).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Demgegen&uuml;ber fehlt es nach der h&ouml;chstrichterlichen Rechtsprechung am willentlichen Erwerb bzw. an einer willentlichen &Uuml;bertragung auf eine andere Person, wenn &#8211;wie im Falle einer Enteignung oder Umlegung&#8211; die Begr&uuml;ndung oder der Verlust des Eigentums am Grundst&uuml;ck &quot;ohne ma&szlig;geblichen Einfluss des Steuerpflichtigen stattfindet&quot; (BFH-Urteile in BFHE 73, 326, BStBl III 1961, 385, und in BFHE 177, 418). In gleicher Weise kann es am willentlichen Erwerb bei Rechtsgesch&auml;ften zur Vermeidung einer Enteignung oder Umlegung fehlen (vgl. BFH-Urteil in BFHE 229, 193, BStBl II 2010, 792).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Dieses Ergebnis folgt bereits aus dem Wortlaut der ma&szlig;geblichen Norm in &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG. Denn das Gesetz spricht von einem Ver&auml;u&szlig;erungs&quot;gesch&auml;ft&quot;, d.h. von einem schuldrechtlichen, dem rechtsgesch&auml;ftlichen Willen des Steuerpflichtigen unterworfenen Vertrag. Ein solcher liegt im Falle einer Enteignung &#8211;d.h. der Entziehung von Eigentum an einem Wirtschaftsgut durch staatlichen Hoheitsakt&#8211; nicht vor; vielmehr f&uuml;hrt die Enteignung zu einem Eigentums&uuml;bergang, der sich gegen oder ohne den Willen des Rechtsinhabers (Eigent&uuml;mers) vollzieht. Ein derartiger, nicht vom Willen des Ver&auml;u&szlig;ernden getragener Eigentums&uuml;bergang f&uuml;hrt &#8211;ebenso wie eine (rechtsgesch&auml;ftliche) Anschaffung oder Ver&auml;u&szlig;erung unter Zwang wegen drohender und unmittelbar bevorstehender Enteignung&#8211; nach der h&ouml;chstrichterlichen Rechtsprechung nicht zur Verwirklichung des Tatbestands eines privaten Ver&auml;u&szlig;erungsgesch&auml;fts; denn eine zwangsweise vorgenommene &quot;Anschaffung&quot; und &quot;Ver&auml;u&szlig;erung&quot; reicht nicht aus, um eine f&uuml;r die Tatbestandsverwirklichung des &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG zu fordernde wirtschaftliche Bet&auml;tigung anzunehmen (s. BFH-Urteile in BFHE 120, 531, BStBl II 1977, 209; in BFHE 108, 502, BStBl II 1973, 445; in BFHE 73, 326, BStBl III 1961, 385; in BFHE 112, 31, BStBl II 1974, 606; ebenso Musil in Herrmann\/Heuer\/Raupach &#8211;HHR&#8211;, &sect;&nbsp;23 EStG Rz&nbsp;73; Wernsmann, in: Kirchhof\/S&ouml;hn\/Mellinghoff, EStG, &sect;&nbsp;23 Rz&nbsp;B&nbsp;111&nbsp;f., B&nbsp;202 &quot;Enteignung gegen Entsch&auml;digung&quot;; T.&nbsp;Carl&eacute; in Korn, &sect;&nbsp;23 EStG Rz&nbsp;28; Hoheisel in Littmann\/ Bitz\/ Pust, Das Einkommensteuerrecht, Kommentar, &sect;&nbsp;23 Rz&nbsp;150; Spiegelberger\/ Schallmoser, Immobilien im Zivil-und Steuerrecht, 3.&nbsp;Aufl. 2018, Rz&nbsp;12.16; a.A. Bl&uuml;mich\/ Ratschow, &sect;&nbsp;23 EStG Rz&nbsp;146; Schmidt\/Weber-Grellet, EStG, 38.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;23 Rz&nbsp;55; Kube in Kirchhof, EStG, 18.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;23 Rz&nbsp;14; KKB\/B&auml;uml &sect;&nbsp;23 EStG, 4.&nbsp;Aufl., Rz&nbsp;253&nbsp;f.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Diese am Wortlaut orientierte Gesetzesauslegung entspricht auch dem historischen Willen des Gesetzgebers.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Regelungen in &sect;&sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;2, 23 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG gehen auf &sect;&sect;&nbsp;41, 42 EStG i.d.F. vom 10.08.1925 (RGBl I 1925, 189) zur&uuml;ck. &sect;&nbsp;41 Abs.&nbsp;1 EStG 1925 unterwarf &quot;sonstige Leistungsgewinne&quot; der Besteuerung; hierzu z&auml;hlten nach Nr.&nbsp;1 der Vorschrift auch &quot;Eink&uuml;nfte aus Ver&auml;u&szlig;erungsgesch&auml;ften in den Grenzen des &sect;&nbsp;42&quot;. Nach &sect;&nbsp;42 Abs.&nbsp;1 EStG 1925 unterlagen Eink&uuml;nfte aus Ver&auml;u&szlig;erungsgesch&auml;ften (nur) dann der Besteuerung, wenn sie als &quot;Spekulationsgesch&auml;fte&quot; anzusehen waren. &sect;&nbsp;42 Abs.&nbsp;1 Satz 2 EStG 1925 bestimmte, dass Spekulationsgesch&auml;fte solche Ver&auml;u&szlig;erungsgesch&auml;fte seien, die innerhalb der in Nr.&nbsp;1 und Nr.&nbsp;2 der Vorschrift genannten Haltefristen get&auml;tigt werden. Der Gesetzgeber hatte die Regelungen der &sect;&sect;&nbsp;41, 42 EStG 1925 geschaffen, nachdem sich die Vorg&auml;ngerregelung (&sect;&sect;&nbsp;5, 11 Nr.&nbsp;5 EStG i.d.F. vom 29.03.1920, RGBl I 1920, 359) als in der Praxis nicht handhabbar erwiesen hatte (vgl. die Begr&uuml;ndung zum Entwurf eines Einkommensteuergesetzes vom 23.04.1925, in: Reichstag&nbsp;III.&nbsp;1924\/25 Drucksache Nr.&nbsp;794\/802, S.&nbsp;59&nbsp;f.; s. ferner Strutz, Kommentar zum Einkommensteuergesetz, Berlin 1929, &sect;&nbsp;42 EStG Anm.&nbsp;1). Im Gesetzgebungsverfahren hat die Regelung des &sect;&nbsp;42 EStG 1925 erhebliche &Auml;nderungen in Richtung einer Einschr&auml;nkung der Steuerpflicht erfahren (Strutz, a.a.O., Anm.&nbsp;2; zur Entwurfsfassung s. Reichstag&nbsp;III. 1924\/25 Drucksache Nr.&nbsp;794\/802, S.&nbsp;10; zur ge&auml;nderten Fassung nach erster Lesung im Reichstag s. Reichstag&nbsp;III. 1924\/25 Drucksache Nr. 795, unter II. Zusammenstellung des Entwurfs eines Einkommensteuergesetzes &#8211;Nr.&nbsp;795 der Drucksachen&#8211; mit den Beschl&uuml;ssen des 6.&nbsp;Ausschusses in erster Lesung, dort S.&nbsp;19&nbsp;f.). Anl&auml;sslich der Beratungen im Reichstag wurde dabei von einem Reichstagsabgeordneten auch die Frage aufgeworfen, ob &quot;&sect;&nbsp;42 auch bei Zwangsenteignungen in Frage kommen solle&quot;. Der Bericht des Reichstagsausschusses f&uuml;r Steuerfragen erl&auml;utert hierzu, dass der Staatssekret&auml;r im Reichsfinanzministerium Prof. Dr.&nbsp;P. als Mitglied der Reichsregierung auf die Frage des Abgeordneten wie folgt erwiderte: (&#8230;) &quot;bei Zwangsenteignungen solle eine Steuerpflicht weder nach &sect;&nbsp;42 Nr.&nbsp;1 noch nach &sect;&nbsp;42 Nr.&nbsp;2 in Frage kommen&quot; (Bericht des 6.&nbsp;Ausschusses &#8211;Steuerfragen&#8211; &uuml;ber den Entwurf eines Einkommensteuergesetzes &#8211;Nr.&nbsp;795 der Drucksachen&#8211;, Reichstag&nbsp;III. 1924\/25 Drucksache Nr.&nbsp;1229, S.&nbsp;17; s. hierzu ferner Strutz, a.a.O., Anm.&nbsp;2).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Vor diesem Hintergrund gibt die h&ouml;chstrichterliche Rechtsprechung, die f&uuml;r die Verwirklichung des Tatbestandes des &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG eine wirtschaftliche, vom Willen des Steuerpflichtigen getragene Bet&auml;tigung verlangt, den Willen des Gesetzgebers bei der Schaffung der (Vorl&auml;ufer-)Vorschrift zutreffend wieder. Die zwischenzeitlichen &Auml;nderungen der ma&szlig;geblichen Norm einschlie&szlig;lich ihrer Neunummerierung durch das Einkommensteuergesetz 1934 vom 16.10.1934 (RGBl I 1934, 1005) und Umbenennung durch das Steuerentlastungsgesetz 1999\/2000\/2002 vom 24.03.1999 (BGBl I 1999, 402) k&ouml;nnen an diesem historischen Befund nichts &auml;ndern, da diese &Auml;nderungen die Tatbestandsmerkmale der &quot;Anschaffung&quot; und &quot;Ver&auml;u&szlig;erung&quot; nicht betrafen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Diese, den Wortlaut der Norm und den historischen Kontext ber&uuml;cksichtigende Auslegung ist auch vor dem Hintergrund eines systematischen Auslegungsansatzes folgerichtig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Im Bereich der steuerlichen Erfassung betrieblicher Eink&uuml;nfte kann die &Uuml;bertragung oder Belastung des Eigentums von Wirtschaftsg&uuml;tern des Betriebsverm&ouml;gens aufgrund beh&ouml;rdlichen oder gesetzlichen Zwangs &#8211;etwa durch Enteignung&#8211; zur Annahme einer Ver&auml;u&szlig;erung und mithin zur steuerlichen Ber&uuml;cksichtigung einer Enteignungsentsch&auml;digung als Betriebseinnahme f&uuml;hren (so schon Urteil des Reichsfinanzhofs vom 09.02.1938 VI&nbsp;29\/38, Steuer und Wirtschaft 1938, Nr.&nbsp;139 &#8211;S.&nbsp;287&#8211;, zu Entsch&auml;digungsleistungen f&uuml;r die Enteignung eines Betriebs als gewerbliche Eink&uuml;nfte nach &sect;&nbsp;16 EStG 1934; s. auch BFH-Urteil vom 21.11.2018&nbsp;&#8211; VI&nbsp;R&nbsp;54\/16, BFHE 263, 191, BStBl II 2019, 311, zu Entsch&auml;digungszahlungen f&uuml;r die Eintragung einer beschr&auml;nkt pers&ouml;nlichen Dienstbarkeit zur Vermeidung einer sonst zul&auml;ssigen f&ouml;rmlichen Enteignung als Betriebseinnahme; s. ferner Bl&uuml;mich\/Nacke, &sect;&nbsp;14 EStG Rz&nbsp;16, zu Eink&uuml;nften aus Land- und Forstwirtschaft). F&uuml;r die Besteuerung derartiger Entsch&auml;digungsleistungen ist allein ma&szlig;geblich, dass es durch die beh&ouml;rdliche oder gesetzliche Zwangsma&szlig;nahme zur Gewinnverwirklichung kommt; ein in diesem Zusammenhang entstehender Verlust des Steuerpflichtigen ist gewinnwirksam und im Rahmen der Ermittlung der Summe der Eink&uuml;nfte in voller H&ouml;he ausgleichsf&auml;hig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Im Bereich der Besteuerung privater Ver&auml;u&szlig;erungsgesch&auml;fte i.S. des &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG kommt es demgegen&uuml;ber nicht zur Gewinnverwirklichung; die Besteuerung kn&uuml;pft allein daran an, dass das ma&szlig;gebliche Wirtschaftsgut mit Willen des Steuerpflichtigen entgeltlich auf einen Dritten &uuml;bertragen wird. Vor diesem Hintergrund w&uuml;rde die Subsumtion einer Enteignung gegen oder ohne den Willen des Steuerpflichtigen unter die Tatbestandsmerkmale der &quot;Anschaffung&quot; und &quot;Ver&auml;u&szlig;erung&quot; in &sect;&nbsp;23 EStG nach Auffassung des Senats nur dann dem Gebot der folgerichtigen Ausgestaltung des steuerrechtlichen Ausgangstatbestands entsprechen, wenn ein in diesem Zusammenhang entstehender Verlust des Steuerpflichtigen in den nach &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 EStG zu ermittelnden &quot;Gewinn&quot; einflie&szlig;en w&uuml;rde <em>und<\/em> im &Uuml;brigen bei der Summe der Eink&uuml;nfte ausgeglichen werden k&ouml;nnte (ebenso HHR\/Musil, &sect;&nbsp;23 EStG Rz&nbsp;73). Gerade dies ist nach &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;7 und&nbsp;8 EStG indes nicht der Fall. Der Senat ber&uuml;cksichtigt hierbei, dass die Beschr&auml;nkung des Verlustausgleichs bei privaten Ver&auml;u&szlig;erungsgesch&auml;ften durch &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;7 und&nbsp;8 EStG dem Grunde nach nicht zu beanstanden ist (s. etwa Senatsurteile vom 18.10.2006&nbsp;&#8211; IX&nbsp;R&nbsp;28\/05, BFHE 215, 202, BStBl II 2007, 259; vom 12.07.2016&nbsp;&#8211; IX&nbsp;R&nbsp;11\/14, BFH\/NV 2016, 1691); als ma&szlig;geblich hierf&uuml;r hat es der Senat indes angesehen, dass die ma&szlig;geblichen Regelungen nur die innerhalb der Haltefristen durch Ver&auml;u&szlig;erung realisierten Wertver&auml;nderungen der Einkommensteuer unterwerfen <em>und<\/em> der Steuerpflichtige die M&ouml;glichkeit hat, durch die Wahl des Ver&auml;u&szlig;erungszeitpunkts &uuml;ber den Eintritt des Steuertatbestandes zu entscheiden und damit sein Recht auf wirtschaftliche Bet&auml;tigungsfreiheit in Anspruch zu nehmen. Diese Entscheidungsfreiheit ist dem Steuerpflichtigen jedoch genommen, sobald man &#8211;&uuml;ber den Wortlaut der Vorschrift hinaus&#8211; die hoheitlich angeordnete &Uuml;bertragung eines Grundst&uuml;cks mit einer der freien Willensentschlie&szlig;ung unterliegenden rechtsgesch&auml;ftlichen Ver&auml;u&szlig;erung gleichsetzen wollte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Hiernach erscheint die von der langj&auml;hrigen Rechtsprechung getragene Auslegung der ma&szlig;geblichen Norm des &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG auch unter systematischen Gesichtspunkten folgerichtig. Eine in systematischer Hinsicht hiervon abweichende rechtliche Handhabung m&uuml;sste sich &uuml;berdies mit der Frage befassen, ob eine mit der tatbestandlichen Erfassung einer Enteignungsentsch&auml;digung im Bereich des &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG verbundene Steuerlast im Einzelfall als &quot;Schaden&quot; des von der Enteignungsma&szlig;nahme betroffenen Eigent&uuml;mers anzusehen und daher ggf. zus&auml;tzlich bei der Bemessung der Entsch&auml;digungsleistung zu ber&uuml;cksichtigen w&auml;re.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Sache ist spruchreif. Die durch Sonderungsbescheid angeordnete &Uuml;bertragung des Eigentums auf die Stadt&nbsp;X stellt keine &quot;Ver&auml;u&szlig;erung&quot; des vom Kl&auml;ger im Jahr 2005 (anteilig) durch Zuschlag in der Zwangsversteigerung angeschafften Grundst&uuml;cks i.S. des &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG dar; vor diesem Hintergrund ist das FG zutreffend davon ausgegangen, dass der Tatbestand der genannten Norm im Streitfall nicht vollst&auml;ndig erf&uuml;llt ist. Auf die Frage, zu welchem Zeitpunkt der Zufluss einer zus&auml;tzlichen finanziellen Gegenleistung &#8211;vorliegend der im Streitjahr 2012 sowie im Kalenderjahr 2014 gezahlten weiteren Entsch&auml;digungsbetr&auml;ge&#8211; im Rahmen des &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG zu Steuerfolgen f&uuml;hrt, kommt es danach nicht mehr an. Nicht mehr entscheidungserheblich ist ferner, ob der angefochtene, vom FG schon aus materiellen Gr&uuml;nden zu Recht aufgehobene Einkommensteuerbescheid f&uuml;r das Streitjahr 2009 verfahrensrechtlich noch ge&auml;ndert werden durfte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 23.7.2019, IX R 28\/18ECLI:DE:BFH:2019:U.230719.IXR28.18.0 Grundst&uuml;cksenteignung kein privates Ver&auml;u&szlig;erungsgesch&auml;ft i.S. des &sect; 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 EStG Leits&auml;tze Eine Anschaffung bzw. Ver&auml;u&szlig;erung i.S. des &sect; 23 EStG liegt nicht vor, wenn der Verlust des Eigentums am Grundst&uuml;ck ohne ma&szlig;geblichen Einfluss des Steuerpflichtigen stattfindet. 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