{"id":71368,"date":"2019-11-01T11:39:39","date_gmt":"2019-11-01T09:39:39","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=71368"},"modified":"2019-11-01T11:39:39","modified_gmt":"2019-11-01T09:39:39","slug":"v-r-41-17-grenzueberschreitender-apothekenrabatt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/v-r-41-17-grenzueberschreitender-apothekenrabatt\/","title":{"rendered":"V&nbsp;R&nbsp;41\/17 &#8211; Grenz&uuml;berschreitender Apothekenrabatt"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss (EuGH-Vorlage) vom 6.6.2019, V R 41\/17<br \/>ECLI:DE:BFH:2019:VE.060619.VR41.17.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Grenz&uuml;berschreitender Apothekenrabatt<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Dem EuGH werden folgende Fragen zur Vorabentscheidung vorgelegt:<\/p>\n<\/p>\n<p>1. Ist eine Apotheke, die Arzneimittel an eine gesetzliche Krankenkasse liefert, aufgrund einer Rabattgew&auml;hrung an den Krankenversicherten zur Minderung der Steuerbemessungsgrundlage auf der Grundlage des EuGH-Urteils Elida Gibbs Ltd. vom 24.10.1996 &#8211; C-317\/94 (EU:C:1996:400) berechtigt?<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Bei Bejahung: Widerspricht es den Grunds&auml;tzen der Neutralit&auml;t und der Gleichbehandlung im Binnenmarkt, wenn eine Apotheke im Inland die Steuerbemessungsgrundlage mindern kann, nicht aber eine Apotheke, die aus einem anderen Mitgliedstaat an die gesetzliche Krankenkasse innergemeinschaftlich steuerfrei liefert?<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>I. Dem Gerichtshof der Europ&auml;ischen Union werden folgende Fragen zur Vorabentscheidung vorgelegt:<\/p>\n<\/p>\n<p>1. Ist eine Apotheke, die Arzneimittel an eine gesetzliche Krankenkasse liefert, aufgrund einer Rabattgew&auml;hrung an den Krankenversicherten zur Minderung der Steuerbemessungsgrundlage auf der Grundlage des Urteils des Gerichtshofs der Europ&auml;ischen Union Elida Gibbs Ltd. vom 24.10.1996 &#8211; C-317\/94 (EU:C:1996:400) berechtigt?<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Bei Bejahung: Widerspricht es den Grunds&auml;tzen der Neutralit&auml;t und der Gleichbehandlung im Binnenmarkt, wenn eine Apotheke im Inland die Steuerbemessungsgrundlage mindern kann, nicht aber eine Apotheke, die aus einem anderen Mitgliedstaat an die gesetzliche Krankenkasse innergemeinschaftlich steuerfrei liefert?<\/p>\n<\/p>\n<p>II. Das Verfahren wird bis zur Entscheidung des Gerichtshofs der Europ&auml;ischen Union ausgesetzt.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) lieferte im Streitjahr (2013) aus den Niederlanden verschreibungspflichtige Fertigarzneimittel (Arzneimittel) in das Inland (Bundesrepublik Deutschland &#8211;Deutschland&#8211;). Der Warenversand erfolgte dabei durch die Kl&auml;gerin zum einen an Personen mit gesetzlicher Krankenversicherung (sog. Kassenversicherte als gesetzlich krankenversicherte Personen) und zum anderen an Personen mit privater Krankenversicherung (Privatversicherte). Die Kl&auml;gerin leistete in beiden F&auml;llen als Aufwandsentsch&auml;digung bezeichnete Zahlungen f&uuml;r die Beantwortung von Fragen zur jeweiligen Erkrankung (&quot;Arzneimittel-Check&quot;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bei der Lieferung verschreibungspflichtiger Arzneimittel an Privatversicherte ging die Kl&auml;gerin davon aus, dass sie Kaufvertr&auml;ge &uuml;ber die Arzneimittel mit den Privatversicherten abgeschlossen habe und diese daher unmittelbar beliefert habe. Sie behandelte diese Lieferungen aufgrund der Versandhandelsregelung in Art.&nbsp;33 der Richtlinie 2006\/112\/EG des Rates vom 28.11.2006 &uuml;ber das gemeinsame Mehrwertsteuersystem (MwStSystRL) und &sect;&nbsp;3c des Umsatzsteuergesetzes in der Fassung des Streitjahres 2013 (UStG) als im Inland steuerpflichtig. Sie war zudem der Auffassung, dass die Zahlung der Aufwandsentsch&auml;digungen (Rabatte) an die Privatversicherten gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;1 UStG zu einer Minderung der Bemessungsgrundlage f&uuml;r die danach im Inland steuerpflichtigen Lieferungen an die Privatversicherten gef&uuml;hrt habe. Diese Besteuerung der Lieferungen an Privatversicherte hat der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) nicht beanstandet und ist im vorliegenden Verfahren nicht streitig. Gleiches gilt f&uuml;r die Lieferung rezeptfreier Produkte an Privatversicherte und gesetzlich krankenversicherte Personen aufgrund von Kaufvertr&auml;gen, die die Kl&auml;gerin unmittelbar mit diesen abgeschlossen hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bei Lieferungen verschreibungspflichtiger Arzneimittel an gesetzlich krankenversicherte Personen rechnete die Kl&auml;gerin mit den gesetzlichen Krankenkassen ab. Die gesetzlichen Krankenkassen bezahlten aufgrund sozialversicherungsrechtlicher Regelungen. Die Kl&auml;gerin ging bei diesen Lieferungen seit 01.10.2013 davon aus, dass sich der Ort der Lieferung in den Niederlanden befinde, sie dort die Steuerfreiheit f&uuml;r innergemeinschaftliche Lieferungen in Anspruch nehmen k&ouml;nne und die gesetzlichen Krankenkassen innergemeinschaftliche Erwerbe im Inland nach Art.&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;b Ziff.&nbsp;i MwStSystRL und &sect;&nbsp;1a UStG zu versteuern haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zudem ging die Kl&auml;gerin bei der Lieferung verschreibungspflichtiger Arzneimittel an gesetzlich krankenversicherten Personen davon aus, dass die an diese gezahlten Aufwandsentsch&auml;digungen (Rabatte) nach &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;1 UStG die Bemessungsgrundlage f&uuml;r die an die Privatversicherten im Inland ausgef&uuml;hrten Lieferungen gemindert haben und machte eine dem entsprechende Steuerberichtigung geltend. Dem folgte das FA nicht und erlie&szlig; einen &Auml;nderungsbescheid, gegen den die Kl&auml;gerin erfolglos Einspruch einlegte und Klage zum Finanzgericht (FG) erhob. W&auml;hrend des finanzgerichtlichen Verfahrens wurden zun&auml;chst die Umsatzsteuerfestsetzung 2013 vom 11.02.2015 und sp&auml;ter ein nach &sect;&nbsp;164 Abs.&nbsp;2 der Abgabenordnung ergangener &Auml;nderungsbescheid vom 02.06.2016 zum Gegenstand des Klageverfahrens nach &sect;&nbsp;68 der Finanzgerichtsordnung (FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Klage zum FG hatte nach dem in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2018, 889 ver&ouml;ffentlichten Urteil des FG keinen Erfolg. Hiergegen wendet sich die Kl&auml;gerin mit der Revision, mit der sie insbesondere geltend macht, dass sie nach dem Urteil des Gerichtshofs der Europ&auml;ischen Union (EuGH) Elida Gibbs Ltd. vom 24.10.1996&nbsp;&#8211; C-317\/94 (EU:C:1996:400), dem sich der Bundesfinanzhof (BFH) angeschlossen habe, zu einer Steuerberichtigung aufgrund einer Entgeltminderung berechtigt sei. Regelungen des F&uuml;nften Buchs Sozialgesetzbuch (SGB&nbsp;V) st&uuml;nden dem nicht entgegen. Auch der Umsatzsteuer-Anwendungserlass (UStAE), eine Verwaltungsanweisung ohne Gesetzescharakter, die in gerichtlichen Verfahren nicht bindend ist, best&auml;tige ihre Rechtsauffassung. W&auml;hrend des Revisionsverfahrens erging am 23.10.2018 ein &Auml;nderungsbescheid, der gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;68 FGO zum Gegenstand des Revisionsverfahrens wurde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Senat legt dem EuGH die in den Leits&auml;tzen bezeichneten Fragen zur Auslegung der MwStSystRL vor und setzt das Verfahren bis zur Entscheidung durch den EuGH aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td><strong>1. Rechtlicher Rahmen<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td><strong>a) Unionsrecht<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach Art.&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a und Buchst.&nbsp;b Ziff. i MwStSystRL unterliegen der Mehrwertsteuer<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>a) die Lieferungen von Gegenst&auml;nden, die ein Steuerpflichtiger als solcher im Gebiet eines Mitgliedstaats gegen Entgelt t&auml;tigt;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>b) der innergemeinschaftliche Erwerb von Gegenst&auml;nden im Gebiet eines Mitgliedstaats gegen Entgelt<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>i) durch einen Steuerpflichtigen, der als solcher handelt, oder durch eine nichtsteuerpflichtige juristische Person, wenn der Verk&auml;ufer ein Steuerpflichtiger ist, der als solcher handelt, f&uuml;r den die Mehrwertsteuerbefreiung f&uuml;r Kleinunternehmen gem&auml;&szlig; den Art.&nbsp;282 bis 292 nicht gilt und der nicht unter Art.&nbsp;33 oder 36 f&auml;llt &#8230; .<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Art.&nbsp;13 Abs.&nbsp;1 MwStSystRL bestimmt: Staaten, L&auml;nder, Gemeinden und sonstige Einrichtungen des &ouml;ffentlichen Rechts gelten nicht als Steuerpflichtige, soweit sie die T&auml;tigkeiten aus&uuml;ben oder Ums&auml;tze bewirken, die ihnen im Rahmen der &ouml;ffentlichen Gewalt obliegen, auch wenn sie im Zusammenhang mit diesen T&auml;tigkeiten oder Ums&auml;tzen Z&ouml;lle, Geb&uuml;hren, Beitr&auml;ge oder sonstige Abgaben erheben. Falls sie solche T&auml;tigkeiten aus&uuml;ben oder Ums&auml;tze bewirken, gelten sie f&uuml;r diese T&auml;tigkeiten oder Ums&auml;tze jedoch als Steuerpflichtige, sofern eine Behandlung als Nichtsteuerpflichtige zu gr&ouml;&szlig;eren Wettbewerbsverzerrungen f&uuml;hren w&uuml;rde. Die Einrichtungen des &ouml;ffentlichen Rechts gelten in Bezug auf die in Anhang I genannten T&auml;tigkeiten in jedem Fall als Steuerpflichtige, sofern der Umfang dieser T&auml;tigkeiten nicht unbedeutend ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Art.&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 MwStSystRL lautet: Als &quot;innergemeinschaftlicher Erwerb von Gegenst&auml;nden&quot; gilt die Erlangung der Bef&auml;higung, wie ein Eigent&uuml;mer &uuml;ber einen beweglichen k&ouml;rperlichen Gegenstand zu verf&uuml;gen, der durch den Verk&auml;ufer oder durch den Erwerber oder f&uuml;r ihre Rechnung nach einem anderen Mitgliedstaat als dem, in dem sich der Gegenstand zum Zeitpunkt des Beginns der Versendung oder Bef&ouml;rderung befand, an den Erwerber versandt oder bef&ouml;rdert wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Art.&nbsp;73 MwStSystRL ordnet an: Bei der Lieferung von Gegenst&auml;nden und Dienstleistungen, die nicht unter die Art.&nbsp;74 bis 77 fallen, umfasst die Steuerbemessungsgrundlage alles, was den Wert der Gegenleistung bildet, die der Lieferer oder Dienstleistungserbringer f&uuml;r diese Ums&auml;tze vom Erwerber oder Dienstleistungsempf&auml;nger oder einem Dritten erh&auml;lt oder erhalten soll, einschlie&szlig;lich der unmittelbar mit dem Preis dieser Ums&auml;tze zusammenh&auml;ngenden Subventionen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Art.&nbsp;90 Abs.&nbsp;1 MwStSystRL regelt: Im Falle der Annullierung, der R&uuml;ckg&auml;ngigmachung, der Aufl&ouml;sung, der vollst&auml;ndigen oder teilweisen Nichtbezahlung oder des Preisnachlasses nach der Bewirkung des Umsatzes wird die Steuerbemessungsgrundlage unter den von den Mitgliedstaaten festgelegten Bedingungen entsprechend vermindert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Art.&nbsp;138 Abs.&nbsp;1 MwStSystRL bestimmt: Die Mitgliedstaaten befreien die Lieferungen von Gegenst&auml;nden, die durch den Verk&auml;ufer, den Erwerber oder f&uuml;r ihre Rechnung nach Orten au&szlig;erhalb ihres jeweiligen Gebiets, aber innerhalb der Gemeinschaft versandt oder bef&ouml;rdert werden von der Steuer, wenn diese Lieferung an einen anderen Steuerpflichtigen oder an eine nichtsteuerpflichtige juristische Person bewirkt wird, der\/die als solche\/r in einem anderen Mitgliedstaat als dem des Beginns der Versendung oder Bef&ouml;rderung der Gegenst&auml;nde handelt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td><strong>b) Nationales Recht<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td><strong>aa) Umsatzsteuerrecht<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 und Nr.&nbsp;5 UStG, die insbesondere zur Umsetzung von Art.&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a und b MwStSystRL dienen, unterliegen der Umsatzsteuer<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>1. die Lieferungen und sonstigen Leistungen, die ein Unternehmer im Inland gegen Entgelt im Rahmen seines Unternehmens ausf&uuml;hrt, &#8230;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>5. der innergemeinschaftliche Erwerb im Inland gegen Entgelt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zur Umsetzung von Art.&nbsp;20 MwStSystRL regelt &sect;&nbsp;1a Abs.&nbsp;1 UStG:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>Ein innergemeinschaftlicher Erwerb gegen Entgelt liegt vor, wenn die folgenden Voraussetzungen erf&uuml;llt sind:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Ein Gegenstand gelangt bei einer Lieferung an den Abnehmer (Erwerber) aus dem Gebiet eines Mitgliedstaats in das Gebiet eines anderen Mitgliedstaats oder aus dem &uuml;brigen Gemeinschaftsgebiet in die in &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 bezeichneten Gebiete, auch wenn der Lieferer den Gegenstand in das Gemeinschaftsgebiet eingef&uuml;hrt hat,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>2. der Erwerber ist<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>a) ein Unternehmer, der den Gegenstand f&uuml;r sein Unternehmen erwirbt, oder<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>b) eine juristische Person, die nicht Unternehmer ist oder die den Gegenstand nicht f&uuml;r ihr Unternehmen erwirbt, und<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>3. die Lieferung an den Erwerber<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>a) wird durch einen Unternehmer gegen Entgelt im Rahmen seines Unternehmens ausgef&uuml;hrt und<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>b) ist nach dem Recht des Mitgliedstaats, der f&uuml;r die Besteuerung des Lieferers zust&auml;ndig ist, nicht auf Grund der Sonderregelung f&uuml;r Kleinunternehmer steuerfrei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;3 Satz 1 UStG, der unionsrechtlich auf Art.&nbsp;13 Abs.&nbsp;1 MwStSystRL beruhte, waren im Streitjahr die juristischen Personen des &ouml;ffentlichen Rechts nur im Rahmen ihrer Betriebe gewerblicher Art (&sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;6, &sect;&nbsp;4 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes) und ihrer land- oder forstwirtschaftlichen Betriebe gewerblich oder beruflich t&auml;tig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 S&auml;tze 1 bis 3 UStG in ihrer im Streitjahr geltenden Fassung bestimmten zur Umsetzung von Art.&nbsp;74 MwStSystRL: Der Umsatz wird bei Lieferungen und sonstigen Leistungen (&sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1) und bei dem innergemeinschaftlichen Erwerb (&sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5) nach dem Entgelt bemessen. Entgelt ist alles, was der Leistungsempf&auml;nger aufwendet, um die Leistung zu erhalten, jedoch abz&uuml;glich der Umsatzsteuer. Zum Entgelt geh&ouml;rt auch, was ein anderer als der Leistungsempf&auml;nger dem Unternehmer f&uuml;r die Leistung gew&auml;hrt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;1 Satz 1 UStG ordnet in Umsetzung von Art.&nbsp;90 MwStSystRL an: Hat sich die Bemessungsgrundlage f&uuml;r einen steuerpflichtigen Umsatz i.S. des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 ge&auml;ndert, hat der Unternehmer, der diesen Umsatz ausgef&uuml;hrt hat, den daf&uuml;r geschuldeten Steuerbetrag zu berichtigen. Weitere f&uuml;r den im Streitfall nicht bedeutsame Anwendungsf&auml;lle ergeben sich aus &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;2 UStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td><strong>bb) Krankenversicherungsrecht<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 und Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 und 3 SGB&nbsp;V lauten:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Die Krankenkassen stellen den Versicherten die im Dritten Kapitel genannten Leistungen unter Beachtung des Wirtschaftlichkeitsgebots (&sect;&nbsp;12) zur Verf&uuml;gung, soweit diese Leistungen nicht der Eigenverantwortung der Versicherten zugerechnet werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Die Versicherten erhalten die Leistungen als Sach- und Dienstleistungen, soweit dieses oder das Neunte Buch nichts Abweichendes vorsehen. &#8230; &Uuml;ber die Erbringung der Sach- und Dienstleistungen schlie&szlig;en die Krankenkassen nach den Vorschriften des Vierten Kapitels Vertr&auml;ge mit den Leistungserbringern.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 SGB&nbsp;V ordnet an: Die Krankenkassen sind rechtsf&auml;hige K&ouml;rperschaften des &ouml;ffentlichen Rechts mit Selbstverwaltung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&sect;&nbsp;27 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 und Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 SGB&nbsp;V regelt: Versicherte haben Anspruch auf Krankenbehandlung, wenn sie notwendig ist, um eine Krankheit zu erkennen, zu heilen, ihre Verschlimmerung zu verh&uuml;ten oder Krankheitsbeschwerden zu lindern. Die Krankenbehandlung umfasst &#8230; Versorgung mit Arznei-, Verband-, Heil- und Hilfsmitteln &#8230; .<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&sect;&nbsp;31 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 SGB&nbsp;V bestimmt: Versicherte haben Anspruch auf Versorgung mit apothekenpflichtigen Arzneimitteln, soweit die Arzneimittel nicht nach &sect;&nbsp;34 oder durch Richtlinien nach &sect;&nbsp;92 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;6 ausgeschlossen sind, und auf Versorgung mit Verbandmitteln, Harn- und Blutteststreifen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&sect;&nbsp;129 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1, Abs.&nbsp;2 und 3 SGB&nbsp;V regeln:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Die Apotheken sind bei der Abgabe verordneter Arzneimittel an Versicherte nach Ma&szlig;gabe des Rahmenvertrages nach Abs.&nbsp;2 verpflichtet zur 1.&nbsp;Abgabe eines preisg&uuml;nstigen Arzneimittels in den F&auml;llen, in denen der verordnende Arzt<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>a) ein Arzneimittel nur unter seiner Wirkstoffbezeichnung verordnet oder<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>b) die Ersetzung des Arzneimittels durch ein wirkstoffgleiches Arzneimittel nicht ausgeschlossen hat, 2. Abgabe von preisg&uuml;nstigen importierten Arzneimitteln, deren f&uuml;r den Versicherten ma&szlig;geblicher Arzneimittelabgabepreis unter Ber&uuml;cksichtigung der Abschl&auml;ge nach &sect;&nbsp;130a Abs.&nbsp;1, 1a, 2, 3a und 3b mindestens 15 vom Hundert oder mindestens 15&nbsp;Euro niedriger ist als der Preis des Bezugsarzneimittels; in dem Rahmenvertrag nach Abs.&nbsp;2 k&ouml;nnen Regelungen vereinbart werden, die zus&auml;tzliche Wirtschaftlichkeitsreserven erschlie&szlig;en, 3.&nbsp;Abgabe von wirtschaftlichen Einzelmengen und 4. Angabe des Apothekenabgabepreises auf der Arzneimittelpackung. &#8230;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Der Spitzenverband Bund der Krankenkassen und die f&uuml;r die Wahrnehmung der wirtschaftlichen Interessen gebildete ma&szlig;gebliche Spitzenorganisation der Apotheker regeln in einem gemeinsamen Rahmenvertrag das N&auml;here.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Der Rahmenvertrag nach Abs.&nbsp;&nbsp;2 hat Rechtswirkung f&uuml;r Apotheken, wenn sie<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>1. einem Mitgliedsverband der Spitzenorganisation angeh&ouml;ren und die Satzung des Verbandes vorsieht, dass von der Spitzenorganisation abgeschlossene Vertr&auml;ge dieser Art Rechtswirkung f&uuml;r die dem Verband angeh&ouml;renden Apotheken haben, oder<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>2. dem Rahmenvertrag beitreten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td><strong>2. Vorbemerkungen zu den Lieferbeziehungen<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td><strong>a) Rechtsprechung des EuGH<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der EuGH hat bereits gekl&auml;rt, welche Anforderungen an die gem&auml;&szlig; Art.&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a MwStSystRL in den Anwendungsbereich der Steuer fallende Lieferung gegen Entgelt und die Bestimmung des Leistungsempf&auml;ngers zu stellen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td><strong>aa) Erfordernis eines Rechtsverh&auml;ltnisses<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach st&auml;ndiger EuGH-Rechtsprechung wird eine Lieferung oder Dienstleistung nur dann gegen Entgelt erbracht, wenn zwischen dem Leistenden und dem Leistungsempf&auml;nger ein Rechtsverh&auml;ltnis besteht, in dessen Rahmen gegenseitige Leistungen ausgetauscht werden, wobei die vom Leistenden empfangene Verg&uuml;tung den tats&auml;chlichen Gegenwert f&uuml;r die dem Leistungsempf&auml;nger erbrachte Dienstleistung bildet (EuGH-Urteile MacDonald Resorts vom 16.12.2010&nbsp;&#8211; C-270\/09, EU:C:2010:780, Rz&nbsp;16, sowie Newey vom 20.06.2013&nbsp;&#8211; C-653\/11, EU:C:2013:409, Rz&nbsp;40). Dies ist dann der Fall, wenn es zwischen der erbrachten Leistung und dem erhaltenen Entgelt einen unmittelbaren Zusammenhang gibt, wobei die gezahlten Betr&auml;ge die tats&auml;chliche Gegenleistung f&uuml;r eine bestimmbare Leistung darstellen, die im Rahmen eines solchen Rechtsverh&auml;ltnisses erbracht wurde (EuGH-Urteile Tolsma vom 03.03.1994&nbsp;&#8211; C-16\/93, EU:C:1994:80, Rz&nbsp;13&nbsp;f.; MacDonald Resorts, EU:C:2010:780, Rz&nbsp;16 und 26, sowie Ba&#353;tov&aacute; vom 10.11.2016&nbsp;&#8211; C-432\/15, EU:C:2016:855, Rz&nbsp;28; Marcandi vom 05.07.2018&nbsp;&#8211; C-544\/16, EU:C:2018:540, Rz&nbsp;36&nbsp;f.). Dem folgt der BFH in st&auml;ndiger Rechtsprechung (vergleiche &#8211;vgl.&#8211; zum Beispiel &#8211;z.B.&#8211; BFH-Urteil vom 02.08.2018&nbsp;&#8211; V&nbsp;R&nbsp;21\/16, Sammlung der Entscheidungen des Bundesfinanzhofs &#8211;BFHE&#8211; 262, 548, Bundessteuerblatt &#8211;BStBl&#8211;&nbsp;II 2019, 339, Rz&nbsp;22).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td><strong>bb) Bestimmung des Leistungsempf&auml;ngers (Abnehmers)<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Insbesondere um den Erfordernissen der Rechtssicherheit Rechnung zu tragen, sind die einschl&auml;gigen Vertragsbestimmungen bei der Feststellung, wer Erbringer (Leistender) und wer Beg&uuml;nstigter (Leistungsempf&auml;nger) einer Dienstleistung &#8211;oder dem gleichgestellt: wer Abnehmer einer Lieferung&#8211; ist, zu ber&uuml;cksichtigen (EuGH-Urteil Newey, EU:C:2013:409, Rz&nbsp;43). Dementsprechend geht der BFH in st&auml;ndiger Rechtsprechung davon aus, dass sich die Person des Leistenden und des Leistungsempf&auml;ngers nach dem der Leistung zugrunde liegenden Rechtsverh&auml;ltnis bestimmt (vgl. z.B. BFH-Urteil vom 22.11.2018&nbsp;&#8211; V&nbsp;R&nbsp;65\/17, BFHE&nbsp;263, 90, Rz&nbsp;19).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td><strong>b) Folgerungen f&uuml;r den Streitfall<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Unter Beachtung dieser unionsrechtlichen Erfordernisse liegt im Streitfall eine Kette von zwei Lieferungen vor, von denen nur die erste in den Anwendungsbereich der Steuer f&auml;llt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td><strong>aa) Bestimmung des entgeltbegr&uuml;ndenden Rechtsverh&auml;ltnisses<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Kommt es nach der vorstehenden Rechtsprechung des EuGH auf das Rechtsverh&auml;ltnis an, das den unmittelbaren Zusammenhang zwischen Lieferung und Entgelt begr&uuml;ndet, bestand dieses zwischen der Kl&auml;gerin und den gesetzlichen Krankenkassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung geben die Apotheken gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;129 SGB&nbsp;V und nach den erg&auml;nzenden Rahmenvereinbarungen und Landesvertr&auml;gen &auml;rztlich verordnete Arzneimittel an Versicherte der gesetzlichen Krankenversicherung ab. Nach der h&ouml;chstrichterlichen Rechtsprechung begr&uuml;ndet &sect;&nbsp;129 SGB&nbsp;V im Zusammenspiel mit den konkretisierenden vertraglichen Vereinbarungen eine &ouml;ffentlich-rechtliche Leistungsberechtigung und Leistungsverpflichtung f&uuml;r die Apotheken zur Abgabe von vertrags&auml;rztlich verordneten Arzneimitteln an die gesetzlich krankenversicherten Personen. Mit der Abgabe vertrags&auml;rztlich verordneter Arzneimittel erf&uuml;llen die gesetzlichen Krankenkassen ihre im Verh&auml;ltnis zum gesetzlich Krankenversicherten bestehende Pflicht zur Krankenbehandlung nach &sect;&nbsp;27 Abs.&nbsp;1 Satz 2 Nr.&nbsp;3 und &sect;&nbsp;31 SGB V. Die vertrags&auml;rztliche Verordnung eines Arzneimittels dokumentiert, dass es als Sachleistung der gesetzlichen Krankenversicherung (&sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;2 SGB&nbsp;V) auf Kosten der gesetzlichen Krankenkassen an den Versicherten abgegeben wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Apotheken erwerben im Gegenzug f&uuml;r ihre &ouml;ffentlich-rechtliche Leistungspflicht einen durch Normenvertr&auml;ge n&auml;her ausgestalteten gesetzlichen Anspruch auf Verg&uuml;tung gegen die gesetzlichen Krankenkassen, der schon in &sect;&nbsp;129 SGB&nbsp;V vorausgesetzt wird. Als Pendant zur Lieferberechtigung und Lieferverpflichtung besteht daher ein Verg&uuml;tungsanspruch des Apothekers gegen die gesetzlichen Krankenkassen. Der Anspruch wird durch die vertrags&auml;rztliche Verordnung als dem f&uuml;r das Abrechnungsverh&auml;ltnis zwischen Apotheker und der gesetzlichen Krankenkasse ma&szlig;geblichen Dokument konkretisiert (Urteil des Bundessozialgerichts &#8211;BSG&#8211; vom 28.09.2010&nbsp;&#8211; B&nbsp;1&nbsp;KR&nbsp;3\/10&nbsp;R, BSGE 106, 303; ebenso zuvor BSG-Urteil vom 17.12.2009&nbsp;&#8211; B&nbsp;3&nbsp;KR&nbsp;13\/08&nbsp;R, BSGE 105, 157).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Wie das FG f&uuml;r den erkennenden Senat bindend (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO) festgestellt hat, war die Kl&auml;gerin in Bezug auf die hier streitigen Lieferungen auf der Grundlage von &sect;&nbsp;129 SGB&nbsp;V t&auml;tig, wie sich auch aus ihrem mehrere Jahre vor dem Streitfall erfolgten Beitritt zum nach &sect;&nbsp;129 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;2 und Abs.&nbsp;2 SGB&nbsp;V abgeschlossenen Rahmenvertrag ergibt (vgl. hierzu BSG-Urteil vom 24.01.2013&nbsp;&#8211; B&nbsp;3&nbsp;KR&nbsp;11\/11&nbsp;R, BSGE 113, 24, Rz&nbsp;18 und Kozianka\/Hu&szlig;mann, Pharmrecht 2017, 10&nbsp;ff., 15). Mit Blick auf die wirtschaftliche Realit&auml;t (EuGH-Urteil Newey, EU:C:2013:409, Rz&nbsp;45) kommt es dabei nicht darauf an, ob sich die Kl&auml;gerin insoweit an alle f&uuml;r sie bestehenden Verpflichtungen wie etwa das Verbot, Rabatte zu gew&auml;hren, gehalten hat. Entscheidend ist vielmehr, dass die Kl&auml;gerin auf sozialversicherungsrechtlicher Grundlage Arzneimittel an die gesetzlich krankenversicherten Personen abgegeben hat und hierf&uuml;r nicht von diesen, sondern von den gesetzlichen Krankenkassen verg&uuml;tet wurde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Damit stellt das sozialversicherungsrechtlich begr&uuml;ndete Rechtsverh&auml;ltnis den nach der Rechtsprechung des EuGH ma&szlig;geblichen Zusammenhang zwischen Lieferung und Entgelt (siehe &#8211;s.&#8211; oben II.2.a)aa) her. Denn zahlungsverpflichtet f&uuml;r den Erhalt der Arzneimittel waren nicht die gesetzlich krankenversicherten Personen, denen der Preis der Arzneimittel im Regelfall nicht einmal bekannt war, sondern die gesetzlichen Krankenkassen. Diese erbrachten den Gegenwert f&uuml;r die Lieferung der Arzneimittel.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td><strong>bb) Erste Lieferung an gesetzliche Krankenkassen<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bestand das f&uuml;r die Lieferung der Kl&auml;gerin ma&szlig;gebliche Rechtsverh&auml;ltnis somit zwischen ihr und den gesetzlichen Krankenkassen, waren die gesetzlichen Krankenkassen, nicht aber die gesetzlich krankenversicherten Personen die Abnehmer der von der Kl&auml;gerin erbrachten Lieferungen (vgl. oben II.2.a)bb).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hierbei handelte es sich um innergemeinschaftliche Lieferungen, die f&uuml;r die Kl&auml;gerin aufgrund des Warenversands aus den Niederlanden in das Inland (Deutschland) an die gesetzlichen Krankenkassen als Abnehmer gem&auml;&szlig; Art.&nbsp;138 MwStSystRL und der hierzu in den Niederlanden ergangenen Umsetzungsvorschrift steuerfrei waren. Zwar handelt es sich bei den gesetzlichen Krankenkassen nach Art.&nbsp;13 Abs.&nbsp;1 MwStSystRL nicht um Steuerpflichtige. Denn sie sind juristische Personen des &ouml;ffentlichen Rechts (&sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 SGB&nbsp;V), die gegen&uuml;ber den bei ihnen pflichtversicherten Personen auf &ouml;ffentlich-rechtlicher Grundlage t&auml;tig sind (vgl. &sect;&nbsp;5 SGB&nbsp;V), ohne dass dabei ein Wettbewerbsverh&auml;ltnis zu privaten Krankenversicherungsanbietern besteht. Da die gesetzlichen Krankenkassen aber juristische Personen sind (&sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 SGB&nbsp;V), waren die Lieferungen gleichwohl in den Niederlanden als innergemeinschaftliche Lieferungen auf der Grundlage von Art.&nbsp;138 MwStSystRL steuerfrei. In &Uuml;bereinstimmung hiermit bestand f&uuml;r die gesetzlichen Krankenkassen eine Verpflichtung zur Erwerbsbesteuerung als juristische Person nach Art.&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;b Ziff.&nbsp;i MwStSystRL in Verbindung mit &#8211;i.V.m.- Art.&nbsp;20 MwStSystRL (&sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 UStG i.V.m. &sect;&nbsp;1a UStG), wobei f&uuml;r die gesetzlichen Krankenkassen mangels Eigenschaft als Steuerpflichtige kein Recht auf Vorsteuerabzug bestand.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td><strong>cc) Zweite Lieferung durch gesetzliche Krankenkasse<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Lieferung durch die Kl&auml;gerin an die gesetzlichen Krankenkassen folgte eine zweite Lieferung durch die gesetzlichen Krankenkassen an die gesetzlich bei ihnen krankenversicherten Personen nach.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Das dieser Lieferung zugrunde liegende Rechtsverh&auml;ltnis ergibt sich aus dem Sozialversicherungsrecht. Denn mit der Abgabe vertrags&auml;rztlich verordneter Arzneimittel erf&uuml;llen die gesetzlichen Krankenkassen ihre im Verh&auml;ltnis zum Versicherten bestehende Pflicht zur Krankenbehandlung nach &sect;&nbsp;27 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 und &sect;&nbsp;31 SGB&nbsp;V (s. oben II.2.b)aa)(1).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Diese zweite Lieferung f&auml;llt nicht in den Anwendungsbereich der Steuer nach Art.&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a MwStSystRL. Zum einen erfolgte diese Lieferung unentgeltlich, da die gesetzlich krankenversicherten Personen f&uuml;r die einzelnen Lieferungen von Arzneimitteln kein Entgelt aufwendeten. Die von ihnen und ihren Arbeitgebern gezahlten Pflichtversicherungsbeitr&auml;ge stellen ein Entgelt f&uuml;r das Versicherungsverh&auml;ltnis als solches, nicht aber ein Entgelt f&uuml;r die im Rahmen dieses Versicherungsverh&auml;ltnisses erbrachten Leistungen dar. Zum anderen handelte es sich bei den Lieferungen durch gesetzliche Krankenkassen gem&auml;&szlig; Art.&nbsp;13 MwStSystRL und &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 UStG nicht um Lieferungen durch Steuerpflichtige.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Dem Vorliegen von zwei Lieferungen (Kl&auml;gerin an gesetzliche Krankenkasse und gesetzliche Krankenkasse an gesetzlich krankenversicherte Personen) steht der unmittelbare Warenversand durch die Kl&auml;gerin an die gesetzlich versicherten Personen nicht entgegen, wie der EuGH bereits mehrfach entschieden hat (vgl. z.B. zu zwei aufeinanderfolgenden Lieferungen desselben Gegenstandes, wobei nur eine einzige innergemeinschaftliche Versendung dieses Gegenstandes vom ersten Lieferer zum zweiten Abnehmer vorliegt, EuGH-Urteil EMAG vom 06.04.2006&nbsp;&#8211; C-245\/04, EU:C:2006:232).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>51<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td><strong>c) Einwendungen der Kl&auml;gerin<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>52<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die hiergegen gerichteten Einwendungen der Kl&auml;gerin greifen nicht durch.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>53<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td><strong>aa) Zuzahlungsverpflichtung kein hinreichender Gegenwert<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>54<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin f&uuml;hrt gegen die vorstehende Bestimmung der Leistungsverh&auml;ltnisse an, dass die gesetzlich krankenversicherten Personen zur Leistung von Zuzahlungen verpflichtet gewesen seien. Allerdings deckten die Zuzahlungen regelm&auml;&szlig;ig den Wert der abzugebenden Arzneimittel nur in einem betragsm&auml;&szlig;ig geringen Umfang ab und sind daher kein &quot;tats&auml;chlicher Gegenwert&quot; (s. oben II.2.a)aa) f&uuml;r die Lieferung von Arzneimitteln. So betrugen die Zuzahlungen, die die gesetzlich krankenversicherten Personen zu leisten hatten, nach &sect;&nbsp;61 Satz&nbsp;1 SGB&nbsp;V nur 10&nbsp;von Hundert des Abgabepreises und dabei mindestens 5&nbsp;EUR und h&ouml;chstens 10&nbsp;EUR. Versicherte hatten w&auml;hrend jedes Kalenderjahres nach &sect;&nbsp;62 SGB&nbsp;V nur Zuzahlungen bis zu einer nach dem Jahreseinkommen bestimmten Belastungsgrenze zu leisten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>55<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die h&ouml;chstrichterliche Rechtsprechung sieht in diesen Zuzahlungen eine Abgabe sui generis (BSG-Urteil vom 25.06.2009&nbsp;&#8211; B&nbsp;3&nbsp;KR&nbsp;3\/08&nbsp;R, BSGE 103, 275, unter&nbsp;5.), bei der zudem die Krankenkasse der Gl&auml;ubiger ist und die Apotheke lediglich als Einzugs- oder Inkassostelle fungiert (vgl. BSG-Urteil in BSGE&nbsp;103, 275, unter&nbsp;3.). Damit ist die Zuzahlung f&uuml;r die umsatzsteuerrechtliche Bestimmung des Leistungsempf&auml;ngers ohne Bedeutung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>56<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td><strong>bb) Keine Entgeltbegr&uuml;ndung durch Sorgfaltspflichten<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>57<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Unerheblich f&uuml;r die Bestimmung des Leistungsempf&auml;ngers sind weiter die Sorgfalts- oder Aufkl&auml;rungspflichten zwischen Apotheke und der gesetzlich krankenversicherten Person. Aus diesen rechtlichen Beziehungen ergibt sich kein Rechtsverh&auml;ltnis, das einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen einer Lieferung und einem damit in Zusammenhang stehenden Entgelt begr&uuml;ndet (s. oben II.2.a).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>58<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td><strong>cc) EuGH-Rechtsprechung zu anderen F&auml;llen nicht einschl&auml;gig<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>59<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine abweichende Bestimmung des Leistungsempf&auml;ngers folgt auch nicht aus der von der Kl&auml;gerin angef&uuml;hrten EuGH-Rechtsprechung zu Tankkarten (EuGH-Urteile Auto Lease Holland vom 06.02.2003&nbsp;&#8211; C-185\/01, EU:C:2003:73, BStBl&nbsp;II 2004, 573, und Vega International Car Transport and Logistic vom 15.05.2019&nbsp;&#8211; C-235\/18, EU:C:2019:412). Danach liegt in einem Fall, in dem z.B. ein Leasingnehmer das geleaste Fahrzeug im Namen und f&uuml;r Rechnung des Leasinggebers bei Tankstellen betankt, keine Kraftstofflieferung des Leasinggebers an den Leasingnehmer vor. Der EuGH begr&uuml;ndete dies insbesondere damit, dass der Leasinggeber gegen&uuml;ber dem Leasingnehmer in Wirklichkeit die Funktion eines Kreditgebers &uuml;bernommen habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>60<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hieraus l&auml;sst sich nicht ableiten, dass die gesetzlich versicherte Person, nicht aber die gesetzliche Krankenkasse Abnehmer ihrer Lieferungen sei. Denn die gesetzliche Krankenkasse verf&uuml;gt dadurch &uuml;ber die gelieferten Arzneimittel, dass sie aufgrund der mit den Apotheken getroffenen Rahmenvereinbarungen entscheidet, welche Arten von Arzneimitteln geliefert werden k&ouml;nnen. Zudem finanziert die gesetzliche Krankenkasse nicht einen Erwerb von Arzneimitteln, f&uuml;r die die gesetzlich krankenversicherte Person ein Entgelt entrichtet. Die gesetzliche Krankenkasse kommt vielmehr ihrer eigenen Versicherungspflicht nach. Dabei tragen die gesetzlich krankenversicherten Personen nur die Kosten ihrer Versicherungsbeitr&auml;ge, soweit diese nicht durch Arbeitgeber abgedeckt werden, nicht aber auch die Kosten f&uuml;r den Erwerb einzelner Arzneimittel (s. oben II.2.b)cc)(1).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>61<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das weiter von der Kl&auml;gerin angef&uuml;hrte EuGH-Urteil Fast Bunkering Klaipeda vom 03.09.2015&nbsp;&#8211; C-526\/13 (EU:C:2015:536) besch&auml;ftigt sich mit den Besonderheiten der Steuerfreiheit nach Art.&nbsp;148 Buchst.&nbsp;a MwStSystRL und ist schon deshalb nicht auf die hier streitige Fallgestaltung &uuml;bertragbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>62<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td><strong>dd) Widerspruch zur wirtschaftlichen Realit&auml;t<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>63<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im &Uuml;brigen setzt sich die Kl&auml;gerin mit ihrem Vortrag in Widerspruch zu der &#8211;von ihr selbst geschaffenen&#8211; wirtschaftlichen Realit&auml;t, da sie bei der Erteilung von Abrechnungen die gesetzlichen Krankenkassen als Rechnungsempf&auml;nger und als Abnehmer ihrer Lieferungen behandelt hat. W&auml;re demgegen&uuml;ber von einer unmittelbaren Lieferung der Kl&auml;gerin an die gesetzlich krankenversicherten Personen auszugehen, stellen sich die streitigen Rechtsfragen nicht. Denn die Lieferungen der Kl&auml;gerin an die gesetzlich krankenversicherten Personen als Letztverbraucher w&auml;ren dann nach Art.&nbsp;33 MwStSystRL (&sect;&nbsp;3c UStG) im Inland (Deutschland) steuerpflichtig, nicht aber als innergemeinschaftliche Lieferung in den Niederlanden steuerfrei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>64<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine derartige Versteuerung im Inland hat die Kl&auml;gerin nicht vorgenommen. Sie wird nicht von der deutschen Finanzverwaltung als zutreffend erachtet. Davon geht auch der Senat aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>65<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td><strong>d) Kompetenzverteilung zwischen EuGH und nationalen Gerichten<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>66<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach der Rechtsprechung des EuGH ist es Sache der nationalen Gerichte, die jeweiligen im Ausgangsverfahren in Rede stehenden T&auml;tigkeiten anhand der vom EuGH herausgearbeiteten Kriterien einzuordnen (EuGH-Urteil Ba&#353;tov&aacute;, EU:C:2016:855, Rz&nbsp;30). Dies entspricht der zwischen dem EuGH und den nationalen Gerichten im Verfahren des Vorabentscheidungsersuchens nach Art.&nbsp;267 des Vertrages &uuml;ber die Arbeitsweise der Europ&auml;ischen Union (AEUV) bestehende Kompetenzverteilung, nach der der EuGH zust&auml;ndig ist f&uuml;r die Festlegung der Kriterien, nach denen sich der Leistungsempf&auml;nger (Abnehmer) ergibt. Kommt es hierf&uuml;r unionsrechtlich (s. oben II.2.a)bb) auf das der Leistung zugrunde liegende Rechtsverh&auml;ltnis an, obliegt es den nationalen Gerichten, das der Leistung im konkreten Fall zugrunde liegende Rechtsverh&auml;ltnis zu bestimmen (s. oben II.2.b). Hierzu weist der Senat darauf hin, dass in Bezug auf die Bestimmungen der Leistungsverh&auml;ltnisse im Streitfall keine sich aus dem Unionsrecht ergebenden Auslegungszweifel bestehen, so dass es insoweit keiner Entscheidung durch den EuGH bedarf.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>67<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td><strong>3. Zur ersten Vorlagefrage<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>68<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td><strong>a) Gegenstand der ersten Vorlagefrage<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>69<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Mit der ersten Vorlagefrage soll gekl&auml;rt werden, ob eine Apotheke, die im Streitfall,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Arzneimittel an eine gesetzliche Krankenkasse im Anwendungsbereich der Steuer liefert (s. oben II.2.b)bb) und die<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">aufgrund einer Rabattgew&auml;hrung an eine gesetzlich krankenversicherte Person, die Abnehmer einer zweiten Lieferung durch die gesetzliche Krankenkasse ist, wobei diese zweite Lieferung nicht in den Anwendungsbereich der Steuer f&auml;llt (s. oben II.2.b)cc),<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">zur Minderung der Steuerbemessungsgrundlage auf der Grundlage des EuGH-Urteils Elida Gibbs Ltd. (EU:C:1996:400) berechtigt ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>70<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Streitfall geht es somit darum, ob die Kl&auml;gerin eine Minderung der Steuerbemessungsgrundlage f&uuml;r die erste Lieferung an die gesetzlichen Krankenkassen geltend machen kann, da sie einen Rabatt an den Abnehmer der zweiten Lieferung, die die gesetzliche Krankenkasse gegen&uuml;ber der gesetzlich krankenversicherten Person ausf&uuml;hrt, gew&auml;hrt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>71<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dass ein derartiger Rabatt grunds&auml;tzlich zu einer Minderung der Steuerbemessungsgrundlage f&uuml;hrt, ist unstreitig. Kl&auml;rungsbed&uuml;rftig ist demgegen&uuml;ber, ob dies auch dann gilt, wenn die zweite Lieferung nicht in den Anwendungsbereich der Steuer f&auml;llt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>72<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r die Beantwortung dieser Frage ist nicht danach zu unterscheiden, ob die Apotheke wie im Streitfall aus dem Ausland oder als Inlandsapotheke liefert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>73<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td><strong>b) M&ouml;gliche Beantwortung der ersten Vorlagefrage<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>74<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td><strong>aa) Bisherige EuGH-Rechtsprechung<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>75<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Wenn ein Hersteller eines Erzeugnisses, der zwar nicht vertraglich mit dem Endverbraucher verbunden ist, aber das erste Glied einer zu diesem f&uuml;hrenden Kette von Ums&auml;tzen bildet, dem Endverbraucher einen Preisnachlass gew&auml;hrt, muss nach der Rechtsprechung des EuGH die Besteuerungsgrundlage f&uuml;r die Mehrwertsteuer um diesen Nachlass vermindert werden (EuGH-Urteile Elida Gibbs Ltd., EU:C:1996:400; Ibero Tours vom 16.01.2014&nbsp;&#8211; C-300\/12, EU:C:2014:8, Rz&nbsp;29). Grundlage hierf&uuml;r ist Art.&nbsp;90 MwStSystRL. Dabei hat der EuGH aber eine Minderung abgelehnt, wenn ein Reiseb&uuml;ro als Vermittler dem Endverbraucher aus eigenem Antrieb und auf eigene Kosten einen Nachlass auf den Preis der vermittelten Leistung gew&auml;hrt, die von dem Reiseveranstalter erbracht wird (EuGH-Urteil Ibero Tours, EU:C:2014:8, Rz&nbsp;33). Schlie&szlig;lich hat der EuGH in Bezug auf einen Abschlag, den ein pharmazeutisches Unternehmen aufgrund einer nationalen Gesetzesregelung einem Unternehmen der privaten Krankenversicherung gew&auml;hrt, die Minderung der Steuerbemessungsgrundlage bejaht, wenn es Arzneimittel &uuml;ber Gro&szlig;h&auml;ndler an Apotheken liefert, die die Arzneimittel an privat Krankenversicherte liefern, denen von der privaten Krankenversicherung die Kosten f&uuml;r den Bezug der Arzneimittel erstattet werden (EuGH-Urteil Boehringer Ingelheim Pharma GmbH &#038; Co. KG vom 20.12.2017&nbsp;&#8211; C-462\/16, EU:C:2017:1006, Leitsatz).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>76<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td><strong>bb) Beurteilung im Streitfall<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>77<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Kl&auml;rungsbed&uuml;rftig ist im Streitfall, wie der vom EuGH verwendete Begriff der Kette von Ums&auml;tzen zu verstehen ist, die bei demjenigen beginnt, der den Rabatt gew&auml;hrt, und bis zu demjenigen reicht, der den Rabatt empf&auml;ngt. Ist hierf&uuml;r eine Kette von Ums&auml;tzen erforderlich, die nach Art.&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 MwStSystRL ausnahmslos in den Anwendungsbereich der Steuer fallen, ist die erste Vorlagefrage zu verneinen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>78<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hierf&uuml;r k&ouml;nnte sprechen, dass der EuGH die Minderung der Steuerbemessungsgrundlage bei einer Rabattgew&auml;hrung an den Abnehmer einer nachfolgenden Lieferung damit begr&uuml;ndet hat, dass das Grundprinzip der Neutralit&auml;t verlangt, dass gleichartige Waren innerhalb der einzelnen L&auml;nder ungeachtet der L&auml;nge des Produktions- und Vertriebswegs steuerlich gleich belastet werden (EuGH-Urteile Elida Gibbs Ltd., EU:C:1996:400, Rz&nbsp;20, und Boehringer Ingelheim Pharma GmbH&nbsp;&#038; Co.&nbsp;KG, EU:C:2017:1006, Rz&nbsp;33). Die L&auml;nge dieses Produktions- und Vertriebswegs wird nach Auffassung des erkennenden Senats durch die Ums&auml;tze bestimmt, die nach Art.&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 MwStSystRL in den Anwendungsbereich der Steuer fallen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>79<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zudem ist der Abnehmer der letzten Lieferung, die in den Anwendungsbereich der Steuer f&auml;llt, derjenige Endverbraucher, nach dessen Aufwendungen sich die f&uuml;r die Umsatzkette letztlich ergebende Steuerlast richtet. Dies zeigt sich auch im Streitfall. Denn die Rabattgew&auml;hrung an die gesetzlich krankenversicherten Personen mindert nicht die Aufwendungen der gesetzlichen Krankenkasse.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>80<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dementsprechend geht der EuGH in seinem Urteil Boehringer Ingelheim Pharma GmbH&nbsp;&#038; Co.&nbsp;KG, EU:C:2017:1006 (Leitsatz) zur Rabattgew&auml;hrung an private Krankenversicherungsunternehmen von einer dem Anwendungsbereich der Steuer unterfallenden Kette von Ums&auml;tzen aus, bei der Apotheken die letzte Lieferung in der Umsatzkette erbringen und dabei &quot;die Arzneimittel an privat Krankenversicherte liefern&quot;, wof&uuml;r ein Entgelt entrichtet wird. Dabei minderten sich durch den Rabatt in dieser Rechtssache die Aufwendungen der privaten Krankenversicherungsunternehmen und damit die Aufwendungen desjenigen, der die Kosten f&uuml;r diesen steuerpflichtigen Arzneimittelerwerb zu tragen hatte. Hieran fehlt es im Streitfall: Die Rabattgew&auml;hrung an die gesetzlich krankenversicherten Personen hat keinerlei Auswirkungen auf die von den gesetzlichen Krankenkassen zu leistenden Aufwendungen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>81<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gleichwohl ist dem erkennenden Senat eine eigene Sachentscheidung hierzu verwehrt, da es ihm nicht zusteht, die Reichweite der Elida-Gibbs-Rechtsprechung (EU:C:1996:400) des EuGH verbindlich zu bestimmen. Die Kl&auml;rung der sich aus dieser Rechtsprechung zu Inlandsapotheken ergebende Zweifelsfrage f&auml;llt in die Zust&auml;ndigkeit des EuGH.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>82<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td><strong>c) Keine Diskriminierung<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>83<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Vorsorglich weist der Senat darauf hin, dass die Verneinung der ersten Vorlagefrage aus zwei Gr&uuml;nden nicht zu einer Diskriminierung der Kl&auml;gerin im Vergleich zu Inlandsapotheken f&uuml;hrt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>84<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zum einen ist eine vergleichbare Rabattgew&auml;hrung den Inlandsapotheken untersagt. Dieses Verbot w&uuml;rde an sich auch f&uuml;r die Kl&auml;gerin gelten, wurde aber vom EuGH in einem die Kl&auml;gerin betreffenden Streitfall f&uuml;r Auslandsapotheken au&szlig;er Kraft gesetzt (EuGH-Urteil Deutsche Parkinson Vereinigung vom 19.10.2016&nbsp;&#8211; C-148\/15, EU:C:2016:776, Leits&auml;tze&nbsp;1 und 2, vgl. Montag, Europ&auml;ische Zeitschrift f&uuml;r Wirtschaft 2017, 936).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>85<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sollte es gleichwohl Inlandsapotheken geben, die vergleichbare Rabatte gew&auml;hren, w&uuml;rde eine Verneinung der ersten Vorlagefrage nicht nur die Kl&auml;gerin, sondern auch diese Inlandsapotheken treffen. Zwar bejaht die bisherige Verwaltungsauffassung, die den Senat als blo&szlig;e Meinungs&auml;u&szlig;erung der Finanzverwaltung nicht bindet, eine Entgeltminderung, wenn sie bei der Lieferung von Arzneimitteln an gesetzliche Krankenkassen Rabatte an die gesetzlichen Versicherten einr&auml;umen (Abschn.&nbsp;10.3 Abs.&nbsp;7 Satz&nbsp;4 und Satz&nbsp;5 UStAE). Hieran w&auml;re aber bei einer Verneinung der ersten Vorlagefrage nicht mehr festzuhalten und damit eine steuerrechtliche Gleichbehandlung von Auslands- und Inlandsapotheken gew&auml;hrleistet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>86<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td><strong>4. Zur zweiten Vorlagefrage<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>87<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td><strong>a) Gegenstand und Bedeutung der zweiten Vorlagefrage<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>88<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die zweite Vorlagefrage stellt sich nur, wenn der EuGH die erste Vorlagefrage und damit eine Minderung der Steuerbemessungsgrundlage bejaht. Unter den besonderen Umst&auml;nden des Streitfalls reicht dies aber nicht aus, um den von der Kl&auml;gerin erstrebten Anspruch zu bejahen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>89<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Denn die Kl&auml;gerin fordert im Inland (Deutschland) eine Minderung der Steuerbemessungsgrundlage f&uuml;r Lieferungen, die weder im Inland noch im Abgangsmitgliedstaat, den Niederlanden, steuerpflichtig sind (s. oben II.2.b)bb).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>90<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Insoweit stellt sich die zweite Vorlagefrage, ob es den Grunds&auml;tzen der Neutralit&auml;t in Bezug auf Vertriebsketten (s. oben II.3.b) und der Gleichbehandlung in Bezug auf den Binnenmarkt (s. nachfolgend unter II.4.b) widerspricht, wenn eine Apotheke im Inland die Bemessungsgrundlage steuerrechtlich mindern kann, nicht aber eine Apotheke, die aus einem anderen Mitgliedstaat an die gesetzliche Krankenkasse innergemeinschaftlich steuerfrei liefert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>91<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dabei kann die zweite Frage schon deshalb zu verneinen sein, weil der EuGH das Rabattverbot f&uuml;r die Lieferung von Arzneimitteln nur f&uuml;r Auslandsapotheken aufgehoben hat, so dass es f&uuml;r Inlandsapotheken unver&auml;ndert fortbesteht (s. oben II.3.c) zum EuGH-Urteil Deutsche Parkinson Vereinigung, EU:C:2016:776). Bereits im Hinblick auf das Verbot der Rabattgew&auml;hrung f&uuml;r Inlandsapotheken, k&ouml;nnte sich die Frage nach einer Ungleichbehandlung zwischen Auslands- und Inlandsapotheken in Bezug auf die mehrwertsteuerrechtlichen Folgen einer derartigen Rabattgew&auml;hrung er&uuml;brigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>92<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sollte der EuGH dies aber als unerheblich ansehen, k&auml;me es demgegen&uuml;ber auf die nachfolgend zu er&ouml;rternde Bedeutung von Art.&nbsp;90 MwStSystRL an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>93<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td><strong>b) M&ouml;gliche Beantwortung der zweiten Vorlagefrage<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>94<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td><strong>aa) Anwendung von Art.&nbsp;90 MwStSystRL<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>95<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Minderung der Steuerbemessungsgrundlage nach Art.&nbsp;90 MwStSystRL f&uuml;hrt im Zusammenhang mit der Bemessungsgrundlage f&uuml;r einen steuerpflichtigen Umsatz zu einer Steuerminderung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>96<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dabei sprechen zwei Gr&uuml;nde gegen eine Steuerminderung zugunsten der Kl&auml;gerin. Zum einen hat sie in Bezug auf die Lieferungen, f&uuml;r die eine Steuerminderung in Betracht kommt, im Inland keinen steuerpflichtigen Umsatz ausgef&uuml;hrt. Denn aufgrund des Beginns der Versendung der an die gesetzlichen Krankenkassen ausgef&uuml;hrten Lieferungen in den Niederlanden liegt im Inland (Deutschland) kein steuerpflichtiger Umsatz vor, dessen Steuerbemessungsgrundlage im Inland gemindert werden k&ouml;nnte. Zum anderen sind die in den Niederlanden an die gesetzlichen Krankenkassen ausgef&uuml;hrten Ums&auml;tze dort als innergemeinschaftliche Lieferungen steuerfrei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>97<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td><strong>bb) Gleichstellung von Inlands- und Binnenmarktums&auml;tzen<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>98<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gleichwohl k&ouml;nnte die zweite Vorlagefrage zu bejahen sein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>99<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Nach der gesetzgeberischen Konzeption der MwStSystRL geh&ouml;ren die Niederlande und Deutschland mehrwertsteuerrechtlich einem Binnenmarkt an. Auf dieser Grundlage w&auml;re eine Lieferung aus den Niederlanden nach Deutschland eigentlich nicht anders zu behandeln als eine Inlandslieferung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>100<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Allerdings war nach dem im Streitjahr bestehenden Harmonisierungsstand der Binnenmarkt zwischen den Mitgliedstaaten der Union nur unvollkommen verwirklicht, da die nationalen Besteuerungshoheiten fortbestanden (und weiter fortbestehen). Daher sind auf die Lieferungen aus einem in einen anderen Mitgliedstaat zwischen Steuerpflichtigen oder wie im Streitfall f&uuml;r Lieferungen durch Steuerpflichtige an juristische Personen Sonderregelungen anzuwenden, die zu einer Steuerfreiheit als innergemeinschaftliche Lieferung im Abgangsmitgliedstaat (hier: Niederlande) nach Art.&nbsp;138 MwStSystRL und zu einer Steuerpflicht als innergemeinschaftlicher Erwerb nach Art.&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;b MwStSystRL i.V.m. Art.&nbsp;20 MwStSystRL im Bestimmungsmitgliedstaat (hier: Deutschland) f&uuml;hren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>101<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese beiden Tatbest&auml;nde bilden gemeinsam den innergemeinschaftlichen Umsatz, durch den die Besteuerung aus dem Abgangs- in den Bestimmungsmitgliedstaat verlagert wird. Hierzu hat der EuGH bereits entschieden, dass innergemeinschaftliche Lieferung und innergemeinschaftlicher Erwerb &quot;ein und derselbe wirtschaftliche Vorgang&quot; (EuGH-Urteil Teleos vom 27.09.2007&nbsp;&#8211; C-409\/04, EU:C:2007:548, Rz&nbsp;23&nbsp;f.) und dabei Teil eines &quot;innergemeinschaftlichen Umsatzes&quot; sind (EuGH-Urteil Teleos, EU:C:2007:548, Rz&nbsp;37 und 41), der bezweckt, die &quot;Steuereinnahmen auf den Mitgliedstaat zu verlagern, in dem der Endverbrauch der gelieferten Gegenst&auml;nde erfolgt&quot; (EuGH-Urteile Teleos, EU:C:2007:548, Rz&nbsp;36; Coll&eacute;e vom 27.09.2009&nbsp;&#8211; C-146\/05, EU:C:2007:549, Rz&nbsp;22, und Twoh International vom 27.09.2009&nbsp;&#8211; C-184\/05, EU:C:2007:550, Rz&nbsp;22; X und fiscale eenheid Facet BV-Facet Trading BV vom 22.04.2010&nbsp;&#8211; C-536\/08, C-539\/08, EU:C:2010:217, Rz&nbsp;30, und R vom 07.12.2010&nbsp;&#8211; C-285\/09, EU:C:2010:742, Rz&nbsp;37).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>102<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Im Hinblick auf die vorstehende Regelung zum Binnenmarkt stellt sich die Frage, ob die Kl&auml;gerin, obwohl sie in Bezug auf die hier streitigen Lieferungen im Inland (Deutschland) keinen steuerpflichtigen Umsatz ausgef&uuml;hrt hat, nicht trotzdem so zu behandeln ist, als ob ein derartiger Umsatz vorliegt. Die steuerfreie innergemeinschaftliche Lieferung in den Niederlanden w&auml;re dann im Hinblick auf den Versand des gelieferten Gegenstandes in das Inland (Deutschland) einem im Inland steuerpflichtigen Umsatz gleichzustellen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>103<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hierf&uuml;r spr&auml;che eine Gleichbehandlung von Binnenmarkt- und Inlandsums&auml;tzen, so dass dem lediglich rechtstechnischen Element eines dazwischengeschalteten innergemeinschaftlichen Umsatzes zur Verlagerung der Besteuerungshoheit zwischen den Mitgliedstaaten keine entscheidende Bedeutung zukommt. In einem echten Binnenmarkt w&auml;ren die von der Kl&auml;gerin ausgef&uuml;hrten Lieferungen wie Inlandslieferungen zu behandeln, so dass es aufgrund einer Entgeltminderung zu einer Steuerberichtigung k&auml;me. Unerheblich w&auml;re dann, dass die Steuer f&uuml;r die Lieferung durch die Kl&auml;gerin nicht von ihr, sondern im Rahmen der Erwerbsbesteuerung von den gesetzlichen Krankenkassen zu tragen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>104<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(4) Dem EuGH-Urteil Kommission\/Deutschland vom 15.10.2002&nbsp;&#8211; C-427\/98 (EU:C:2002:581, Rz&nbsp;64&nbsp;f.) ist hierzu keine Kl&auml;rung zu entnehmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>105<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der EuGH hat hier entschieden, dass in den F&auml;llen, in denen der auf dem Preisnachlassgutschein angegebene Wert aufgrund einer Steuerbefreiung in dem Mitgliedstaat, aus dem die Ware versandt wird, nicht steuerbar ist, in keinem der auf dieser oder einer folgenden Stufe der Absatzkette berechneten Preis Mehrwertsteuer enthalten ist, so dass auch ein Preisnachlass oder eine teilweise Preiserstattung keinen Mehrwertsteueranteil umfassen kann, der eine Verminderung der vom Hersteller entrichteten Steuer veranlassen k&ouml;nnte. Bei steuerbefreiten innergemeinschaftlichen Lieferungen k&ouml;nnten die Steuerbeh&ouml;rden den Hersteller daher daran hindern, von seiner Mehrwertsteuerschuld einen Mehrwertsteuerbetrag abzuziehen, der fiktiv w&auml;re. Dabei k&ouml;nne ein &uuml;berh&ouml;hter Mehrwertsteuerabzug durch Kontrollen der Buchhaltung des Herstellers vermieden werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>106<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Senat versteht dies dahingehend, dass, bezogen auf die Verh&auml;ltnisse des Streitfalles, die Kl&auml;gerin nicht berechtigt ist, eine Entgeltminderung im Abgangsmitgliedstaat der steuerfreien Lieferung (Niederlande) geltend zu machen, dass hierdurch aber keine Entscheidung &uuml;ber die M&ouml;glichkeit einer Entgeltminderung im Bestimmungsmitgliedstaat (Deutschland) getroffen wurde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>107<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td><strong>c) Vorsorglicher Hinweis zur umsatzbezogenen Betrachtung<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>108<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Vorsorglich weist der Senat darauf hin, dass dem von der Kl&auml;gerin geltend gemachten Anspruch,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>&#8211; aufgrund einer Rabattgew&auml;hrung an gesetzlich versicherte Personen<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>&#8211; zu einer Minderung der Steuerbemessungsgrundlage f&uuml;r Lieferungen an privat versicherte Personen berechtigt zu sein,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>nicht zu folgen ist. Denn insoweit handelt es sich nicht um zwei Lieferungen desselben Gegenstandes, die aufeinander folgen, sondern um Lieferungen, die nichts miteinander zu tun haben. W&uuml;rde die Rechtsauffassung der Kl&auml;gerin zutreffen, w&auml;re z.B. auch ein Steuerpflichtiger, der zum einen aus den Niederlanden in das Inland steuerfrei Kraftfahrzeuge und zum anderen im Inland steuerpflichtig K&uuml;hlschr&auml;nke liefert, bei einer Rabattgew&auml;hrung f&uuml;r die Kraftfahrzeuge berechtigt, im Inland die Steuerbemessungsgrundlage f&uuml;r die Lieferung von K&uuml;hlschr&auml;nken zu mindern.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>109<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Senat h&auml;lt dies im Hinblick darauf, dass sich eine Rabattgew&auml;hrung nur als Minderung des Entgelts f&uuml;r die Lieferung auswirken kann, auf die sich der Rabatt bezieht, f&uuml;r ersichtlich unzutreffend. Er hat insoweit keine Zweifel an der zutreffenden Auslegung des Unionsrechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>110<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Daher kommt es f&uuml;r den Steuerminderungsanspruch in Bezug auf eine steuerfreie innergemeinschaftliche Lieferung in den Niederlanden nicht auf das zus&auml;tzliche Vorliegen eines steuerpflichtigen Inlandsumsatzes an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>111<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ist aufgrund einer Bejahung der beiden Vorlagefragen in Bezug auf eine in den Niederlanden steuerfreie innergemeinschaftliche Lieferung im Inland ein Steuerminderungsanspruch zu gew&auml;hren, w&auml;re dieser daher im normalen Besteuerungsverfahren festzusetzen und mangels &#8211;oder nach&#8211; Verrechnung mit einer Steuerschuld aus Inlandsums&auml;tzen an die Kl&auml;gerin auszuzahlen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>112<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td><strong>5. Entscheidungserheblichkeit<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>113<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Beide Vorlagefragen sind f&uuml;r den Streitfall entscheidungserheblich. Setzt die Entgeltminderung aufgrund der Elida-Gibbs-Rechtsprechung (EU:C:1996:400) eine Kette in den Anwendungsbereich der Steuer fallender Ums&auml;tze voraus, ist die erste Vorlagefrage zu verneinen und die Klage entsprechend dem Urteil des FG abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>114<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ist die erste Vorlagefrage demgegen&uuml;ber zu bejahen, stellt sich die zweite Frage, ob f&uuml;r einen Auslandsumsatz im Inland eine &Auml;nderung der Steuerbemessungsgrundlage beansprucht werden kann. Ist auch die zweite Frage zu bejahen, w&auml;re die Klage begr&uuml;ndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>115<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td><strong>6. Zum Rechtsgrund der Vorlage<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>116<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Vorlage beruht auf Art.&nbsp;267 AEUV.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>117<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td><strong>7. Zur Verfahrensaussetzung<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>118<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Aussetzung des Verfahrens beruht auf &sect;&nbsp;121 Satz&nbsp;1 FGO i.V.m. &sect;&nbsp;74 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss (EuGH-Vorlage) vom 6.6.2019, V R 41\/17ECLI:DE:BFH:2019:VE.060619.VR41.17.0 Grenz&uuml;berschreitender Apothekenrabatt Leits&auml;tze Dem EuGH werden folgende Fragen zur Vorabentscheidung vorgelegt: 1. Ist eine Apotheke, die Arzneimittel an eine gesetzliche Krankenkasse liefert, aufgrund einer Rabattgew&auml;hrung an den Krankenversicherten zur Minderung der Steuerbemessungsgrundlage auf der Grundlage des EuGH-Urteils Elida Gibbs Ltd. vom 24.10.1996 &#8211; C-317\/94 (EU:C:1996:400) berechtigt? 2. &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/v-r-41-17-grenzueberschreitender-apothekenrabatt\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">V&nbsp;R&nbsp;41\/17 &#8211; Grenz&uuml;berschreitender Apothekenrabatt<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-71368","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71368","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=71368"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71368\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=71368"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=71368"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=71368"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}