{"id":71376,"date":"2019-11-01T11:38:01","date_gmt":"2019-11-01T09:38:01","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=71376"},"modified":"2019-11-01T11:38:01","modified_gmt":"2019-11-01T09:38:01","slug":"xi-b-29-19-ueberhoehtes-entgelt-als-umsatzsteuerrechtliche-bemessungsgrundlage-kein-missbrauch-von-gestaltungsmoeglichkeiten-des-rechts-allein-wegen-vereinbarung-eines-ueberhoehten-entgelts","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-b-29-19-ueberhoehtes-entgelt-als-umsatzsteuerrechtliche-bemessungsgrundlage-kein-missbrauch-von-gestaltungsmoeglichkeiten-des-rechts-allein-wegen-vereinbarung-eines-ueberhoehten-entgelts\/","title":{"rendered":"XI&nbsp;B&nbsp;29\/19 &#8211; &Uuml;berh&ouml;htes Entgelt als umsatzsteuerrechtliche Bemessungsgrundlage; kein Missbrauch von Gestaltungsm&ouml;glichkeiten des Rechts allein wegen Vereinbarung eines &uuml;berh&ouml;hten Entgelts"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 23.7.2019, XI B 29\/19<br \/>ECLI:DE:BFH:2019:B.230719.XIB29.19.0<\/p>\n<p class=\"titel\">&Uuml;berh&ouml;htes Entgelt als umsatzsteuerrechtliche Bemessungsgrundlage; kein Missbrauch von Gestaltungsm&ouml;glichkeiten des Rechts allein wegen Vereinbarung eines &uuml;berh&ouml;hten Entgelts<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>NV: Es ist nicht kl&auml;rungsbed&uuml;rftig, dass<\/p>\n<\/p>\n<p>&#8211; auch ein &uuml;berh&ouml;htes Entgelt Bemessungsgrundlage f&uuml;r die Umsatzsteuer ist, solange nur feststeht, dass der unmittelbare Zusammenhang zwischen Leistung und Gegenleistung besteht;<\/p>\n<\/p>\n<p>&#8211; eine analoge Anwendung des &sect; 10 Abs. 5 Satz 1 UStG auf dort nicht geregelte Fallgruppen grunds&auml;tzlich nicht in Betracht kommt;<\/p>\n<\/p>\n<p>&#8211; &sect; 42 AO bei der Umsatzsteuer bereichsspezifisch i.S. der Missbrauchs-Rechtsprechung des EuGH auszulegen ist;<\/p>\n<\/p>\n<p>&#8211; &sect; 42 AO in F&auml;llen des &uuml;berh&ouml;hten Entgelts zwar grunds&auml;tzlich nicht zur Anwendung kommt, da die Vorschrift nicht der Korrektur einer Gestaltung dient, die zu einer h&ouml;heren Umsatzsteuer f&uuml;hrt, als sie bei einer den wirtschaftlichen Vorg&auml;ngen angemessenen rechtlichen Gestaltung angefallen w&auml;re, die Regelung aber bei Erf&uuml;llung weiterer Voraussetzungen zur Anwendung kommen kann;<\/p>\n<\/p>\n<p>&#8211; die Feststellung eines Missbrauchs i.S. des &sect; 42 AO auch in F&auml;llen des &uuml;berh&ouml;hten Entgelts zum einen erfordert, dass die fraglichen Ums&auml;tze (trotz formaler Anwendung der Bedingungen der einschl&auml;gigen Bestimmungen der Richtlinie 77\/388\/EWG bzw. der MwStSystRL und des zu ihrer Umsetzung erlassenen nationalen Rechts) einen Steuervorteil zum Ergebnis haben, dessen Gew&auml;hrung dem mit diesen Bestimmungen verfolgten Ziel zuwiderlaufen w&uuml;rde, und zum anderen ersichtlich ist, dass mit den fraglichen Ums&auml;tzen im Wesentlichen ein Steuervorteil bezweckt wird.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Beschwerde des Beklagten wegen Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des Nieders&auml;chsischen Finanzgerichts vom 07.03.2019 &#8211; 11 K 23\/18 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Beschwerdeverfahrens hat der Beklagte zu tragen.<\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beteiligten streiten im Verfahren wegen Nichtzulassung der Revision darum, ob die Vereinbarung eines &uuml;berh&ouml;hten Preises einen Missbrauch von Gestaltungsm&ouml;glichkeiten des Rechts (&sect;&nbsp;42 der Abgabenordnung &#8211;AO&#8211;) bzw. einen Rechtsmissbrauch i.S. der Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europ&auml;ischen Union (EuGH) darstellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Beschwerdegegnerin (Kl&auml;gerin), eine GmbH &#038; Co. KG, betreibt Biogasanlagen und Blockheizkraftwerke. An ihr sind 57 Landwirte als Gesellschafter beteiligt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin erwarb in den Streitjahren (2011 bis 2014) f&uuml;r ihre Biogasanlagen zwischen 36&nbsp;000&nbsp;t und 38&nbsp;000&nbsp;t G&uuml;lle zum Preis von 12,50&nbsp;EUR bis 13,50&nbsp;EUR pro Tonne. Sie zahlte den liefernden Landwirten dar&uuml;ber hinaus eine Transportentsch&auml;digung in Abh&auml;ngigkeit von der jeweiligen Entfernung. Die vom jeweiligen Landwirt f&uuml;r die G&uuml;llelieferung abzunehmende Menge an G&auml;rresten wurde dem Landwirt zus&auml;tzlich mit 0,50&nbsp;EUR bis 1,50&nbsp;EUR pro Tonne verg&uuml;tet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Lieferer waren &#8211;bis auf eine Ausnahme (Fremdanbieter)&#8211; Gesellschafter der Kl&auml;gerin (allerdings waren nicht alle Gesellschafter G&uuml;llelieferanten). Der Fremdanbieter stand in einem Gesellschaftsverh&auml;ltnis zu einem Gesellschafter der Kl&auml;gerin. Die &uuml;berwiegende Anzahl der liefernden Landwirte, aber nicht alle, versteuerten die G&uuml;llelieferungen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;24 des Umsatzsteuergesetzes (UStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Preis der G&uuml;lle wurde nach Angaben der Kl&auml;gerin auf Grundlage des D&uuml;ngewertes und der Entfernung zum Lieferort ermittelt. Zu Beginn der G&uuml;llelieferungen sei ein Preis in H&ouml;he von 7&nbsp;EUR pro Tonne G&uuml;lle angeboten worden. Dieser Preis habe jedoch die R&uuml;cknahmepflicht einer entsprechenden Menge G&auml;rsubstrats beinhaltet. Viele Landwirte h&auml;tten deshalb zun&auml;chst keine G&uuml;lle angeboten, da sie &uuml;ber kein G&auml;rrestelager verf&uuml;gten, weshalb die Biogasanlagen Probleme gehabt h&auml;tten, ausreichend G&uuml;lle einzukaufen. Daher sei der Preis auf 12&nbsp;EUR pro Tonne angehoben worden. Die Kl&auml;gerin hat hierzu ein Protokoll ihrer Verwaltungsratssitzung vorgelegt, aus dem der einstimmige Beschluss des Verwaltungsrats &uuml;ber die Erh&ouml;hung der Verg&uuml;tung hervorgeht, wobei ausschlaggebend die z&ouml;gerliche Anfuhr der G&uuml;lle nach Plan besonders in den Arbeitsspitzen auf den Betrieben sei. Ferner habe die F&uuml;tterung der Biogasanlagen mit mindestens 30&nbsp;% an G&uuml;lle notwendig ununterbrochen gew&auml;hrleistet sein m&uuml;ssen, um den sog. G&uuml;llebonus nach dem Gesetz f&uuml;r den Vorrang Erneuerbarer Energien (Erneuerbare-Energien-Gesetz &#8211;EEG&#8211;) zu erhalten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Beschwerdef&uuml;hrer (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) nahm nach Durchf&uuml;hrung einer Au&szlig;enpr&uuml;fung in Umsatzsteuer-&Auml;nderungsbescheiden vom 02.03.2017 an, dass die f&uuml;r die G&uuml;lle gezahlten Preise deutlich &uuml;berh&ouml;ht seien. Bereits im Jahr 2011 seien auf dem G&uuml;llemarkt Preise um 3&nbsp;EUR pro Tonne &uuml;blich gewesen. Auch die N&auml;he der Anbieter zur Biogasanlage sei kein nachvollziehbarer Grund f&uuml;r so stark vom Marktwert abweichende Preise. Die Preisgestaltung sei i.S. des &sect;&nbsp;42 AO rechtsmissbr&auml;uchlich und letztlich allein aus steuerlichen Motiven gew&auml;hlt worden, da dem Vorsteuerabzug auf Seiten der Kl&auml;gerin keine Zahlungsverpflichtung auf Seiten der liefernden Landwirte gegen&uuml;bergestanden habe, weil (und soweit) diese ihre Ums&auml;tze nach &sect;&nbsp;24 UStG versteuert h&auml;tten. Es k&uuml;rzte daher die in den Gutschriften mit 10,7&nbsp;% ausgewiesenen Vorsteuern um 75&nbsp;% und erkannte damit einen G&uuml;llepreis von durchschnittlich lediglich ca. 3&nbsp;EUR pro Tonne an. Im &Uuml;brigen wertete es den Ausweis der Umsatzsteuer in den Gutschriften als unberechtigt, da dieser nicht durch die Lieferung begr&uuml;ndet sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Einspr&uuml;che blieben erfolglos (Einspruchsentscheidung vom 12.12.2017). Das FA f&uuml;hrte erg&auml;nzend aus, die Tatsache, dass nicht s&auml;mtliche Gesellschafter an den Lieferungen beteiligt seien, &auml;ndere am Vorliegen einer rechtsmissbr&auml;uchlichen Gestaltung nichts, da die Gestaltung der Kl&auml;gerin insgesamt zugutekomme und sich &uuml;ber die Gewinnbeteiligung auch bei den wenigen nicht liefernden Gesellschaftern positiv auswirke. Die G&uuml;llelieferungen erm&ouml;glichten der Kl&auml;gerin den Bezug des sog. G&uuml;llebonus nach dem EEG. Die Kl&auml;gerin erhalte mithin erh&ouml;hte Erl&ouml;se, an denen alle Gesellschafter partizipierten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Nieders&auml;chsische Finanzgericht (FG) gab der Klage mit seinem Urteil vom 07.03.2019&nbsp;&#8211; 11&nbsp;K&nbsp;23\/18 statt und lie&szlig; die Revision nicht zu. Es entschied, der Kl&auml;gerin stehe der Vorsteuerabzug aus den G&uuml;llelieferungen ihrer Gesellschafter in der in den Gutschriften ausgewiesenen H&ouml;he zu. Auch wenn die Gegenleistung im Verh&auml;ltnis zum allgemeinen Marktpreis weit &uuml;berh&ouml;ht sei, stelle sie nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) das Entgelt dar. Ein Missbrauch von Gestaltungsm&ouml;glichkeiten des Rechts liege nicht vor. Das FG k&ouml;nne nicht feststellen, dass die Entgelte f&uuml;r die G&uuml;llelieferungen in nicht mehr nachvollziehbarer H&ouml;he &uuml;berschritten worden seien. Laut Protokoll der Verwaltungsratssitzung der Kl&auml;gerin habe sie die G&uuml;lleverg&uuml;tung wegen der z&ouml;gerlichen Anfuhr der G&uuml;lle nach Plan besonders in den Arbeitsspitzen auf den Betrieben erh&ouml;ht. Die Kl&auml;gerin habe hierzu ausgef&uuml;hrt, dass die Biogasanlagen, um den sog. G&uuml;llebonus zu bekommen, jeden Tag mindestens 30&nbsp;% G&uuml;lle einsetzen mussten. Die Nichteinhaltung dieser Vorgabe an einem einzigen Tag habe die Streichung des Bonus f&uuml;r das gesamte Jahr zur Konsequenz gehabt. Somit gebe es f&uuml;r die Erh&ouml;hung des Entgelts f&uuml;r die G&uuml;lle einen nachvollziehbaren wirtschaftlichen Grund. Dass die interne Ausschreibung der G&uuml;llemengen nach der Preiserh&ouml;hung unter Beibehaltung der bisherigen Lieferquoten stattfand, sei kein Grund, die Angaben der Kl&auml;gerin als Schutzbehauptung zu werten. Denn die interne Ausschreibung sage nichts &uuml;ber die vereinbarungsgem&auml;&szlig;e tats&auml;chliche Anfuhr der G&uuml;lle (besonders in Arbeitsspitzen) aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit seiner Beschwerde wegen Nichtzulassung der Revision macht das FA geltend, die Revision sei wegen Divergenz zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;), zur Fortbildung des Rechts (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;1 FGO) sowie wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung der Rechtssache (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO) zuzulassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beschwerde ist unbegr&uuml;ndet. Die geltend gemachten Zulassungsgr&uuml;nde liegen, soweit sie i.S. des &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO hinreichend dargelegt worden sind, nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Grunds&auml;tzliche Bedeutung i.S. des &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO kommt einer Rechtssache zu, wenn die f&uuml;r die Beurteilung des Streitfalls ma&szlig;gebliche Rechtsfrage das (abstrakte) Interesse der Allgemeinheit an der einheitlichen Entwicklung und Handhabung des Rechts ber&uuml;hrt. Au&szlig;erdem muss die Rechtsfrage kl&auml;rungsbed&uuml;rftig und in einem k&uuml;nftigen Revisionsverfahren kl&auml;rbar sein (vgl. BFH-Beschl&uuml;sse vom 15.11.2018&nbsp;&#8211; XI&nbsp;B&nbsp;49\/18, BFH\/NV 2019, 208, Rz&nbsp;8; vom 13.03.2019&nbsp;&#8211; XI&nbsp;B&nbsp;89\/18, BFH\/NV 2019, 945, Rz&nbsp;16).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Das Erfordernis einer Entscheidung des BFH zur Fortbildung des Rechts (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;1 FGO) ist ein Unterfall des Zulassungsgrunds der grunds&auml;tzlichen Bedeutung (vgl. BFH-Beschl&uuml;sse vom 24.07.2017&nbsp;&#8211; XI&nbsp;B&nbsp;37\/17, BFH\/NV 2017, 1635, Rz&nbsp;16; vom 21.03.2018&nbsp;&#8211; XI&nbsp;B&nbsp;113\/17, BFH\/NV 2018, 739, Rz&nbsp;8). Die Revision ist zur Fortbildung des Rechts zuzulassen, wenn davon auszugehen ist, dass im Einzelfall Veranlassung besteht, Grunds&auml;tze und Leitlinien f&uuml;r die Auslegung von Gesetzesbestimmungen des materiellen Rechts oder des Verfahrensrechts aufzustellen oder Gesetzesl&uuml;cken rechtssch&ouml;pferisch auszuf&uuml;llen (vgl. z.B. BFH-Beschluss vom 24.06.2014&nbsp;&#8211; XI&nbsp;B&nbsp;45\/13, BFH\/NV 2014, 1584, Rz&nbsp;35, m.w.N.). Auch dieser Zulassungsgrund setzt eine kl&auml;rungsbed&uuml;rftige und kl&auml;rbare Rechtsfrage voraus (vgl. z.B. BFH-Beschluss vom 24.07.2017&nbsp;&#8211; XI&nbsp;B&nbsp;25\/17, BFH\/NV 2017, 1591, Rz&nbsp;25).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Rechtsfragen der genannten Art (s. zu 1. und zu 2.) wirft die Beschwerde nicht auf, so dass die Revision weder wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung noch zur Fortbildung des Rechts zuzulassen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Beschwerde wirft zun&auml;chst folgende Rechtsfrage auf:<br \/>&quot;Ist ein Rechtsmissbrauch in den F&auml;llen, in denen sich ein nicht dem Fremdvergleich entsprechendes vereinbartes Entgelt dahingehend auswirkt, dass der Leistungsempf&auml;ngerin regelm&auml;&szlig;ig ein Vorsteuer&uuml;berschuss zuw&auml;chst, dem bei ihren nach &sect;&nbsp;24 Abs.&nbsp;1 i.V.m. Abs.&nbsp;2 UStG durchschnittssatzversteuernden Gesch&auml;ftspartnern keine Zahllast gegen&uuml;ber steht, bereits aus dem Grund zu verneinen, dass der Gesetzgeber das Problem des unangemessenen Entgelts gesehen und nur in den F&auml;llen der Mindestbemessungsgrundlage f&uuml;r das unangemessen niedrige Entgelt geregelt hat?&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Diese Rechtsfrage ist im Streitfall bereits nicht kl&auml;rbar; denn das FA hat weder dargelegt noch ist nach dem Akteninhalt ersichtlich, dass der Kl&auml;gerin als Leistungsempf&auml;ngerin, die fast ausschlie&szlig;lich Ums&auml;tze zum Regelsteuersatz ausf&uuml;hrt, regelm&auml;&szlig;ig ein Vorsteuer&uuml;berschuss zuw&auml;chst.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Au&szlig;erdem hat das FG trotz des Umstands, dass der Gesetzgeber in &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 UStG nur die Mindestbemessungsgrundlage geregelt hat, zus&auml;tzlich eine Pr&uuml;fung anhand des &sect;&nbsp;42 AO in Gestalt des unionsrechtlichen Missbrauchsverbots vorgenommen. Das FG hat damit im angefochtenen Urteil die Anwendung des &sect;&nbsp;42 AO nicht bereits deshalb verneint, weil der Gesetzgeber nur die Mindestbemessungsgrundlage geregelt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die vom FA aufgeworfene Rechtsfrage, ob<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>&sect;&nbsp;42 AO dahingehend richtlinienkonform auszulegen ist, dass ein Rechtsmissbrauch vorliegt, wenn entsprechend der Regelung des Art.&nbsp;80 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Buchst.&nbsp;c der Richtlinie 2006\/112\/EG des Rates vom 28.11.2006 &uuml;ber das gemeinsame Mehrwertsteuersystem (MwStSystRL) eine Gegenleistung h&ouml;her ist als der Nominalwert, der Lieferer nicht zum vollen Vorsteuerabzug berechtigt ist und die Lieferung an Empf&auml;nger erfolgt, zu denen entsprechende Bindungen i.S. des Art.&nbsp;80 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 MwStSystRL bestehen,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>ist nicht kl&auml;rungsbed&uuml;rftig; denn durch die Rechtsprechung des BFH ist bereits gekl&auml;rt, dass sie in dieser Allgemeinheit zu verneinen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) FG und FA haben zutreffend ausgef&uuml;hrt, dass der Mitgliedstaat Bundesrepublik Deutschland von der Option des Art.&nbsp;80 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Buchst.&nbsp;c MwStSystRL keinen Gebrauch gemacht hat. Dies hat der Gesetzgeber durch &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 UStG mit Wirkung vom 31.07.2014 gesetzlich klargestellt. Nur im Sonderfall der verbilligten Leistungen an den in &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;5 UStG benannten Personenkreis ist die Mindestbemessungsgrundlage zu pr&uuml;fen und entsprechend der h&ouml;chstrichterlichen Rechtsprechung eine Begrenzung auf das markt&uuml;bliche Entgelt vorzunehmen (BTDrucks 18\/1529, S.&nbsp;73, zu Nr.&nbsp;2).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Dies entspricht der st&auml;ndigen Rechtsprechung des BFH zur fr&uuml;heren Rechtslage (vgl. BFH-Urteile vom 06.10.1988&nbsp;&#8211; V&nbsp;R&nbsp;124\/83, BFH\/NV 1989, 469, unter II.1.c, Rz&nbsp;26; vom 22.06.1989&nbsp;&#8211; V&nbsp;R&nbsp;37\/84, BFHE 158, 144, BStBl II 1989, 913, unter II.2.c, Rz&nbsp;27; vom 10.05.1990&nbsp;&#8211; V&nbsp;R&nbsp;47\/86, BFHE 161, 185, BStBl II 1990, 757, unter II.2.b, Rz&nbsp;26; s.a. Abschn.&nbsp;10.1 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;3 des Umsatzsteuer-Anwendungserlasses). Danach ist die Angemessenheit des Entgelts im Hinblick auf den objektiven Wert von Leistung und Gegenleistung insoweit ohne Belang, solange nur feststeht, dass Leistung und Gegenleistung miteinander innerlich verbunden sind. Auf eine m&ouml;gliche ertragsteuerrechtliche Einstufung als verdeckte Gewinnaussch&uuml;ttung o.&Auml;. kommt es nicht an (vgl. BFH-Urteil vom 25.11.1987&nbsp;&#8211; X&nbsp;R&nbsp;12\/81, BFHE 151, 492, BStBl II 1988, 210).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Ebenfalls bereits gekl&auml;rt ist, dass eine analoge Anwendung des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 UStG auf dort nicht geregelte Fallgruppen grunds&auml;tzlich nicht in Betracht kommt, da die Regelung als nationale Sonderma&szlig;nahme eng auszulegen ist (vgl. BFH-Urteil vom 28.06.2017&nbsp;&#8211; XI&nbsp;R&nbsp;12\/15, BFHE 258, 532, BFH\/NV 2017, 1400, Rz&nbsp;70&nbsp;f.). Dar&uuml;ber hinaus widerspr&auml;che sie seit 31.07.2014 der Regelung des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 UStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Weiterhin ist bereits gekl&auml;rt, dass &sect;&nbsp;42 AO in F&auml;llen des &uuml;berh&ouml;hten Entgelts grunds&auml;tzlich nicht zur Anwendung kommt; denn die Vorschrift dient nicht der Korrektur von Gestaltungen, die zu einer h&ouml;heren Steuer f&uuml;hren, als sie bei einer den wirtschaftlichen Vorg&auml;ngen angemessenen rechtlichen Gestaltung angefallen w&auml;re (vgl. BFH-Urteil vom 03.03.1988&nbsp;&#8211; V&nbsp;R&nbsp;183\/83, BFHE 153, 90, BStBl II 1989, 205, unter II.2., Rz&nbsp;14). Die H&ouml;he des Entgelts spricht f&uuml;r sich genommen nicht f&uuml;r das Vorliegen eines Missbrauchs (vgl. BFH-Urteil vom 01.06.2016&nbsp;&#8211; XI&nbsp;R&nbsp;17\/11, BFHE 254, 164, BStBl II 2017, 581, Rz&nbsp;36). Dies gilt auch in F&auml;llen, in denen der liefernde Unternehmer seine Ums&auml;tze nach Durchschnittss&auml;tzen versteuert (vgl. dazu BFH-Urteil in BFHE 161, 185, BStBl II 1990, 757, unter I. und II.2.b, Rz&nbsp;7 und 29).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ee) Dies schlie&szlig;t es zwar nach der Rechtsprechung des BFH nicht aus, dass nach dem bei der Umsatzsteuer bereichsspezifisch i.S. der Missbrauchs-Rechtsprechung des EuGH auszulegenden (vgl. BFH-Urteile vom 11.04.2013&nbsp;&#8211; V&nbsp;R&nbsp;28\/12, BFH\/NV 2013, 1638, Rz&nbsp;28; vom 16.06.2015&nbsp;&#8211; XI&nbsp;R&nbsp;17\/13, BFHE 250, 470, BStBl II 2015, 1024, Leitsatz&nbsp;4 und Rz&nbsp;34&nbsp;ff.; vom 09.09.2015&nbsp;&#8211; XI&nbsp;R&nbsp;21\/13, BFH\/NV 2016, 597, Rz&nbsp;34) &sect;&nbsp;42 AO unter weiteren Voraussetzungen zur Anwendung gelangen kann (vgl. BFH-Urteil vom 18.12.1996&nbsp;&#8211; XI&nbsp;R&nbsp;12\/96, BFHE 182, 395, BStBl II 1997, 374, unter II.1., Rz&nbsp;20). Der BFH hat dies z.B. angenommen, wenn ein H&auml;ndler und ein Landwirt die Ums&auml;tze des Landwirts durch Verkauf und R&uuml;ckkauf von Tieren oder sonstigen landwirtschaftlichen Produkten ohne R&uuml;cksicht auf den wirtschaftlichen Gehalt der vom Landwirt erbrachten Leistung k&uuml;nstlich erh&ouml;hen und der H&auml;ndler in den Genuss eines hierdurch erh&ouml;hten Vorsteuerabzugs zu gelangen versucht (vgl. BFH-Urteil vom 09.07.1998&nbsp;&#8211; V&nbsp;R&nbsp;68\/96, BFHE 186, 161, BStBl II 1998, 637).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Allerdings erfordert die Feststellung einer missbr&auml;uchlichen Praxis zum einen, dass die fraglichen Ums&auml;tze &#8211;trotz formaler Anwendung der Bedingungen der einschl&auml;gigen Bestimmungen der Sechsten Richtlinie 77\/388\/EWG des Rates vom 17.05.1977 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten &uuml;ber die Umsatzsteuern (Richtlinie 77\/388\/EWG) bzw. der MwStSystRL und des zu ihrer Umsetzung erlassenen nationalen Rechts&#8211; einen Steuervorteil zum Ergebnis haben, dessen Gew&auml;hrung dem mit diesen Bestimmungen verfolgten Ziel zuwiderlaufen w&uuml;rde. Zum anderen muss auch aus einer Reihe objektiver Anhaltspunkte ersichtlich sein, dass mit den fraglichen Ums&auml;tzen im Wesentlichen ein Steuervorteil bezweckt wird (vgl. EuGH-Urteile Halifax&nbsp;u.a. vom 21.02.2006&nbsp;&#8211; C-255\/02, EU:C:2006:121, BFH\/NV 2006, Beilage&nbsp;3, 260, Rz&nbsp;74&nbsp;ff.; Cussens&nbsp;u.a. vom 22.11.2017&nbsp;&#8211; C-251\/16, EU:C:2017:881, H&ouml;chstrichterliche Finanzrechtsprechung 2018, 80, m. Anm.&nbsp;Klenk, Rz&nbsp;53 und 70; s.a. EuGH-Urteil T Danmark und Y Denmark vom 26.02.2019&nbsp;&#8211; C-116\/16, C-117\/16, EU:C:2019:135, Internationales Steuerrecht 2019, 266, Rz&nbsp;97).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Die Feststellung eines Rechtsmissbrauchs in diesem Sinne erfordert eine tats&auml;chliche W&uuml;rdigung der Umst&auml;nde des jeweiligen Einzelfalls durch das FG, die in den Grenzen des &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO auch in einem gedachten Revisionsverfahren f&uuml;r den BFH bindend ist (vgl. BFH-Urteile vom 19.01.2016&nbsp;&#8211; XI&nbsp;R&nbsp;38\/12, BFHE 252, 516, BStBl II 2017, 567, Rz&nbsp;45; in BFHE 258, 532, BFH\/NV 2017, 1400, Rz&nbsp;66). Eine Zulassung der Revision wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung oder zur Fortbildung des Rechts wegen solcher einzelfallbezogener Beurteilungen kommt nicht in Betracht (vgl. BFH-Beschl&uuml;sse vom 29.01.2009&nbsp;&#8211; IX&nbsp;B&nbsp;23\/08, nicht ver&ouml;ffentlicht; vom 04.05.2012&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;B&nbsp;174\/11, BFH\/NV 2012, 1330, Rz&nbsp;5; s.a. BFH-Beschluss vom 14.12.2001&nbsp;&#8211; V&nbsp;B&nbsp;184\/00, BFH\/NV 2002, 681).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Nur beil&auml;ufig weist der Senat deshalb darauf hin, dass das FG in dem Interesse der Kl&auml;gerin an der Sicherung des sog. G&uuml;llebonus einen beachtlichen au&szlig;ersteuerrechtlichen Grund f&uuml;r die H&ouml;he des gezahlten Entgelts gesehen hat und die tats&auml;chliche W&uuml;rdigung des FG im &Uuml;brigen in Einklang mit derjenigen in Rz&nbsp;29 des BFH-Urteils in BFHE 161, 185, BStBl II 1990, 757 steht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ff) Die Auffassung des FA, in F&auml;llen des Art.&nbsp;80 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Buchst.&nbsp;c MwStSystRL typisierend (ohne au&szlig;ersteuerrechtliche Gr&uuml;nde f&uuml;r eine entsprechende Preisgestaltung zuzulassen) einen Missbrauch anzunehmen, w&uuml;rde dazu f&uuml;hren, dass wegen Art.&nbsp;325 des Vertrags &uuml;ber die Arbeitsweise der Europ&auml;ischen Union eine Verpflichtung der Mitgliedstaaten zur Einf&uuml;hrung einer dem Art.&nbsp;80 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Buchst.&nbsp;c MwStSystRL entsprechenden Regelung best&uuml;nde. Dies widerspr&auml;che sowohl dem Richtlinienwortlaut als auch dem Willen des Richtliniengebers, in Anbetracht der unterschiedlichen Erfordernisse der Mitgliedstaaten nur allen Mitgliedstaaten die M&ouml;glichkeit einzur&auml;umen, diese Regeln zu erlassen, wenn sich dies als notwendig erweist (so der 1. Erw&auml;gungsgrund der &Auml;nderungsrichtlinie 2006\/69\/EG des Rates vom 24.07.2006 zur &Auml;nderung der Richtlinie 77\/388\/EWG hinsichtlich bestimmter Ma&szlig;nahmen zur Bek&auml;mpfung der Steuerhinterziehung oder -umgehung, zur Vereinfachung der Erhebung der Mehrwertsteuer sowie zur Aufhebung bestimmter Entscheidungen &uuml;ber die Genehmigung von Ausnahmeregelungen). Darauf kommt es aber in diesem Verfahren nicht mehr an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Die Beschwerde wirft drittens die Rechtsfrage auf:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>Kann eine Unangemessenheit i.S. des &sect;&nbsp;42 AO schon dadurch ausgeschlossen sein, dass der nationale Gesetzgeber das Problem eines unangemessen erh&ouml;hten Entgelts &uuml;ber den fakultativ anwendbaren Art.&nbsp;80 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Buchst.&nbsp;c MwStSystRL zwar kennt, aber von einer m&ouml;glichen Anwendung bislang keinen Gebrauch gemacht hat und die Frage der Angemessenheit im UStG grunds&auml;tzlich nicht gestellt wird?<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch diese Rechtsfrage ist aus den unter II.3.b&nbsp;ee&nbsp;(3) genannten Gr&uuml;nden im Streitfall nicht kl&auml;rbar, weil das FG die Anwendung des &sect;&nbsp;42 AO aus anderen Gr&uuml;nden (Absicherung des sog. G&uuml;llebonus als beachtlicher au&szlig;ersteuerrechtlicher Grund) ausgeschlossen hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Au&szlig;erdem ist die Rechtsfrage durch die unter II.3.b&nbsp;ee genannte Rechtsprechung dahingehend gekl&auml;rt, dass &sect;&nbsp;42 AO im Umsatzsteuerrecht anwendbar ist, wenn Gr&uuml;nde vorliegen, die einen Missbrauch i.S. der Rechtsprechung des EuGH begr&uuml;nden (vgl. BFH-Urteile in BFH\/NV 2013, 1638; in BFHE 250, 470, BStBl II 2015, 1024).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Bereits nicht i.S. des &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO hinreichend dargelegt hat das FA, dass die Revision zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung wegen Divergenz zuzulassen sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Zur schl&uuml;ssigen Darlegung dieses Zulassungsgrundes muss sich aus der Beschwerdebegr&uuml;ndung u.a. ergeben, dass dem Streitfall ein vergleichbarer Sachverhalt zugrunde liegt wie der angeblichen Divergenzentscheidung (vgl. z.B. BFH-Beschl&uuml;sse vom 03.02.2016&nbsp;&#8211; XI&nbsp;B&nbsp;53\/15, BFH\/NV 2016, 954, Rz&nbsp;15; vom 26.09.2017&nbsp;&#8211; XI&nbsp;B&nbsp;65\/17, BFH\/NV 2018, 240, Rz&nbsp;25; jeweils m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) An derartigen Darlegungen fehlt es im Streitfall.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Das FA behauptet zwar, dass das Urteil des FG vom Urteil des FG M&uuml;nchen vom 01.07.2015&nbsp;&#8211; 3&nbsp;K&nbsp;2165\/12 (Deutsches Steuerrecht\/Entscheidungsdienst &#8211;DStRE&#8211; 2017, 241) sowie dem Beschluss des FG M&uuml;nster vom 23.01.2017&nbsp;&#8211;&nbsp;15&nbsp;V&nbsp;2563\/16 U (Entscheidungen der Finanzgerichte &#8211;EFG&#8211; 2017, 530) abweiche und die Sachverhalte vergleichbar seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Allerdings haben sowohl das FG M&uuml;nchen (DStRE 2017, 241, Rz&nbsp;34 und 35) als auch das FG M&uuml;nster (EFG 2017, 530, Rz&nbsp;39) das Vorliegen eines Missbrauchs wesentlich auf den h&ouml;heren Steuersatz f&uuml;r die Eingangslieferung (&sect;&nbsp;24 UStG) und den niedrigeren Steuersatz auf die Ausgangslieferung (&sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 UStG) gest&uuml;tzt, so dass in den von ihnen beurteilten F&auml;llen aufgrund der Steuererm&auml;&szlig;igung f&uuml;r die Ausgangslieferung jeweils regelm&auml;&szlig;ig ein &Uuml;berschuss der Vorsteuer &uuml;ber die Umsatzsteuer entstand. Dass im Streitfall eine vergleichbare Situation bei der Kl&auml;gerin, die Biogasanlagen und Blockheizkraftwerke betreibt, vorliegt, ist vom FA bereits nicht dargetan (und im &Uuml;brigen aus den angefochtenen Umsatzsteuerbescheiden auch nicht ersichtlich).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Der Senat sieht von einer weiteren Begr&uuml;ndung ab (&sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 Halbsatz&nbsp;2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>6. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 23.7.2019, XI B 29\/19ECLI:DE:BFH:2019:B.230719.XIB29.19.0 &Uuml;berh&ouml;htes Entgelt als umsatzsteuerrechtliche Bemessungsgrundlage; kein Missbrauch von Gestaltungsm&ouml;glichkeiten des Rechts allein wegen Vereinbarung eines &uuml;berh&ouml;hten Entgelts Leits&auml;tze NV: Es ist nicht kl&auml;rungsbed&uuml;rftig, dass &#8211; auch ein &uuml;berh&ouml;htes Entgelt Bemessungsgrundlage f&uuml;r die Umsatzsteuer ist, solange nur feststeht, dass der unmittelbare Zusammenhang zwischen Leistung und Gegenleistung besteht; &#8211; eine &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-b-29-19-ueberhoehtes-entgelt-als-umsatzsteuerrechtliche-bemessungsgrundlage-kein-missbrauch-von-gestaltungsmoeglichkeiten-des-rechts-allein-wegen-vereinbarung-eines-ueberhoehten-entgelts\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">XI&nbsp;B&nbsp;29\/19 &#8211; &Uuml;berh&ouml;htes Entgelt als umsatzsteuerrechtliche Bemessungsgrundlage; kein Missbrauch von Gestaltungsm&ouml;glichkeiten des Rechts allein wegen Vereinbarung eines &uuml;berh&ouml;hten Entgelts<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-71376","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71376","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=71376"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71376\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=71376"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=71376"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=71376"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}