{"id":71383,"date":"2019-11-01T11:38:20","date_gmt":"2019-11-01T09:38:20","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=71383"},"modified":"2019-11-01T11:38:20","modified_gmt":"2019-11-01T09:38:20","slug":"iii-b-2-19-keine-minderung-der-kfz-steuer-durch-verhaengung-von-dieselfahrverboten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-b-2-19-keine-minderung-der-kfz-steuer-durch-verhaengung-von-dieselfahrverboten\/","title":{"rendered":"III&nbsp;B&nbsp;2\/19 &#8211; Keine Minderung der Kfz-Steuer durch Verh&auml;ngung von Dieselfahrverboten"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 13.8.2019, III B 2\/19<br \/>ECLI:DE:BFH:2019:B.130819.IIIB2.19.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Keine Minderung der Kfz-Steuer durch Verh&auml;ngung von Dieselfahrverboten<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>NV: Die Verh&auml;ngung von Dieselfahrverboten hat f&uuml;r davon betroffene Kfz keinen Einfluss auf die H&ouml;he der Kfz-Steuer.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Beschwerde des Kl&auml;gers wegen Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des Finanzgerichts Hamburg vom 14.11.2018 &#8211; 4 K 86\/18 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Beschwerdeverfahrens hat der Kl&auml;ger zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) ist seit 07.11.2017 Halter eines erstmalig am 13.10.2010 zugelassenen Kfz. Bei dem Fahrzeug handelt es sich nach den Feststellungen der Zulassungsbeh&ouml;rde um einen Selbstz&uuml;nder mit einem Hubraum von 1&nbsp;461&nbsp;cm&sup3; und einer Kohlenstoffdioxidemission von 145&nbsp;g\/km (Emissionsklasse Euro&nbsp;5).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Bescheid vom 16.11.2017 setzte der fr&uuml;here Beklagte und Beschwerdegegner (Hauptzollamt &#8230;) f&uuml;r das Fahrzeug des Kl&auml;gers bez&uuml;glich des Zeitraums 07.11.2017 bis 06.11.2018 Kfz-Steuer in H&ouml;he von 192&nbsp;EUR fest.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit dem hiergegen gerichteten Einspruch machte der Kl&auml;ger geltend, dass er aufgrund der von einigen St&auml;dten und Gemeinden seit 2018 verh&auml;ngten Fahrverbote in der Nutzung seines Fahrzeugs eingeschr&auml;nkt werde. Die Kfz-Besteuerung f&uuml;hre daher zu einer unrechtm&auml;&szlig;igen Ungleichbehandlung. Das Hauptzollamt wies den Einspruch mit Einspruchsentscheidung vom 28.06.2018 als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die dagegen gerichtete Klage wies das Finanzgericht (FG) im Hinblick auf den Hauptantrag, mit dem der Kl&auml;ger eine nicht n&auml;her bezifferte Herabsetzung der Kfz-Steuer begehrte, als unzul&auml;ssig ab. Soweit der Kl&auml;ger mit dem Hilfsantrag die Aufhebung des angefochtenen Bescheides und der Einspruchsentscheidung beantragte, wies das FG die Klage als unbegr&uuml;ndet ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der dagegen gerichteten Beschwerde begehrt der Kl&auml;ger die Zulassung der Revision wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;) und zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beschwerde ist unbegr&uuml;ndet und deshalb durch Beschluss zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 FGO). Denn sofern Zulassungsgr&uuml;nde &uuml;berhaupt in einer den Darlegungsanforderungen des &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO gen&uuml;genden Form geltend gemacht wurden, liegen sie jedenfalls nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Im Streitfall hat im Laufe des Beschwerdeverfahrens zum 01.01.2019 ein gesetzlicher Beteiligtenwechsel stattgefunden (z.B. Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 22.08.2007&nbsp;&#8211; X&nbsp;R&nbsp;2\/04, BFHE 218, 533, BStBl II 2008, 109, unter II.1.). Beklagter und Beschwerdegegner ist nunmehr das durch Zusammenlegung der Hauptzoll&auml;mter &#8230; und &#8230; neu errichtete Hauptzollamt &#8230; . Das Rubrum war entsprechend zu &auml;ndern.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Revision ist nicht wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung der Rechtssache zuzulassen (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Grunds&auml;tzliche Bedeutung i.S. des &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO kommt einer Rechtssache zu, wenn die f&uuml;r die Beurteilung des Streitfalls ma&szlig;gebliche Rechtsfrage das abstrakte Interesse der Allgemeinheit an der einheitlichen Entwicklung und Handhabung des Rechts ber&uuml;hrt, d.h. wenn die Beantwortung der Rechtsfrage aus Gr&uuml;nden der Rechtssicherheit, der Rechtseinheitlichkeit oder der Rechtsentwicklung dem allgemeinen Interesse dient (BFH-Beschluss&nbsp;&nbsp;vom 21.04.1999&nbsp;&#8211; I&nbsp;B&nbsp;99\/98, BFHE 188, 372, BStBl II 2000, 254). Es muss sich um eine kl&auml;rungsbed&uuml;rftige Rechtsfrage handeln, die im Revisionsverfahren auch gekl&auml;rt werden k&ouml;nnte. Am Kl&auml;rungsbedarf fehlt es, wenn die Rechtsfrage anhand der gesetzlichen Grundlagen und der bereits vorliegenden Rechtsprechung beantwortet werden kann und keine neuen Gesichtspunkte erkennbar sind, die eine erneute Pr&uuml;fung und Entscheidung dieser Frage durch den BFH geboten erscheinen lassen. Im &Uuml;brigen kommt eine Zulassung der Revision nicht schon deshalb in Betracht, weil es zu den konkret im Streitfall zu beurteilenden Fragen noch keine BFH-Entscheidung gibt (vgl. BFH-Beschluss vom 31.01.2019&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;B&nbsp;41\/18, BFH\/NV 2019, 702, Rz&nbsp;3, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Nach diesen Grunds&auml;tzen kommt der Rechtssache keine grunds&auml;tzliche Bedeutung nach &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Dies gilt soweit der Kl&auml;ger sinngem&auml;&szlig; die Rechtsfrage aufwirft, ob die Verh&auml;ngung von Fahrverboten zu geringeren Schadwirkungen des davon betroffenen Fahrzeugs f&uuml;hre und sich diese geringeren Schadwirkungen auf die Bemessung der Kfz-Steuer auswirken m&uuml;ssten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Steuergegenstand der Kfz-Steuer ist nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 des Kraftfahrzeugsteuergesetzes (KraftStG) &#8211;worauf das FG zu Recht hingewiesen hat&#8211; das Halten von inl&auml;ndischen Fahrzeugen zum Verkehr auf &ouml;ffentlichen Stra&szlig;en (Senatsurteil vom 21.03.2019&nbsp;&#8211; III&nbsp;R&nbsp;30\/18, Neue Juristische Wochenschrift 2019, 2343, Rz&nbsp;12). Die Steuerpflicht dauert gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 KraftStG bei einem inl&auml;ndischen Fahrzeug, vorbehaltlich des &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;2 KraftStG, solange das Fahrzeug zum Verkehr zugelassen ist, mindestens jedoch einen Monat. Steuerschuldner ist nach &sect;&nbsp;7 Nr.&nbsp;1 KraftStG bei einem inl&auml;ndischen Fahrzeug die Person, f&uuml;r die das Fahrzeug zum Verkehr zugelassen ist. Insofern ist in der Rechtsprechung gekl&auml;rt, dass der Tatbestand des Haltens auch dann erf&uuml;llt ist, wenn die Benutzungsm&ouml;glichkeit eingeschr&auml;nkt ist, wobei gleichg&uuml;ltig bleiben muss, ob die Einschr&auml;nkung auf gesetzlichem Zwang oder auf dem freien Willen des Halters oder einem sonstigen beim Halter liegenden Umstand beruht (BFH-Urteil vom 06.08.1958&nbsp;&#8211; II&nbsp;109\/57&nbsp;U, BFHE 67, 332, BStBl III 1958, 402). Der steuerliche Tatbestand ist damit nicht erst dann verwirklicht, wenn mit dem Fahrzeug eine &ouml;ffentliche Stra&szlig;e tats&auml;chlich befahren wird, sondern schon dann, wenn das Fahrzeug nach den verkehrsrechtlichen Vorschriften &uuml;ber das Zulassungsverfahren f&uuml;r Kfz (&sect;&sect;&nbsp;1&nbsp;ff. der Fahrzeug-Zulassungsverordnung) &quot;zum Verkehr zugelassen&quot; worden ist. Denn mit der Zulassung hat der Halter das Recht erlangt, das Fahrzeug &quot;auf &ouml;ffentlichen Stra&szlig;en &#8230; in Betrieb&quot; zu setzen (BFH-Urteil vom 18.04.2012&nbsp;&#8211; II&nbsp;R&nbsp;32\/10, BFHE 240, 413, BStBl II 2013, 516, Rz&nbsp;9, m.w.N.). Das Fahrzeug wird daher auch dann gehalten, wenn von dem durch die Zulassung einger&auml;umten Recht, es auf &ouml;ffentlichen Stra&szlig;en in Betrieb zu setzen, kein Gebrauch gemacht wird oder wenn es trotz der Zulassung im Stra&szlig;enverkehr nicht genutzt werden darf (Senatsurteil vom 14.06.2018&nbsp;&#8211; III&nbsp;R&nbsp;26\/16, BFHE 261, 480, Rz&nbsp;13).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Entsprechend kommt es auch f&uuml;r die Bemessung der Kfz-Steuer nicht darauf an, ob das Fahrzeug tats&auml;chlich infolge einer umfangreicheren Nutzung mehr Schadstoffe oder infolge einer nur eingeschr&auml;nkt m&ouml;glichen Nutzung weniger Schadstoffe ausst&ouml;&szlig;t. Vielmehr bemisst sich die H&ouml;he der Kfz-Steuer f&uuml;r das streitgegenst&auml;ndliche Fahrzeug &#8211;worauf das FG ebenfalls zu Recht hingewiesen hat&#8211; gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;8 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;b KraftStG nach den von der Zulassungsbeh&ouml;rde mit Bindungswirkung (&sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 KraftStG) f&uuml;r die Steuerbeh&ouml;rde getroffenen Feststellungen zur Fahrzeugklasse, zu den Kohlendioxidemissionen und zum Hubraum. Entgegen der Auffassung des Kl&auml;gers stellt auch die heutige Fassung des KraftStG keinen Zusammenhang zwischen dem durch Fahrverbote beeinflussten Umfang der tats&auml;chlichen Nutzungsm&ouml;glichkeit und der Steuerbemessungsgrundlage her, so dass sich im Hinblick auf die der Entscheidung in BFHE 67, 332, BStBl III 1958, 402 zugrundeliegenden Erw&auml;gungen kein neuer Kl&auml;rungsbedarf ergibt. Ebenso wenig ergibt sich im Hinblick auf den Schadstoffbegriff weiterer Kl&auml;rungsbedarf, da die Steuerbeh&ouml;rde insoweit weder eine eigenst&auml;ndige Pr&uuml;fung des allgemeinen Abgasverhaltens des Fahrzeugs (s. hierzu BFH-Urteil vom 05.12.2012&nbsp;&#8211; II&nbsp;R&nbsp;23\/11, BFH\/NV 2013, 992, Rz&nbsp;22) noch eine Pr&uuml;fung der tats&auml;chlichen Nutzung oder Nutzungsm&ouml;glichkeit vorzunehmen, sondern die f&uuml;r die Bemessungsgrundlage ma&szlig;geblichen Feststellungen der Zulassungsbeh&ouml;rde zu &uuml;bernehmen hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Grunds&auml;tzliche Bedeutung kommt ferner auch nicht der vom Kl&auml;ger aufgeworfenen Rechtsfrage zu, ob darin eine Ungleichbehandlung zu erblicken sei, dass nach der urspr&uuml;nglichen Intention des Gesetzgebers Halter von nach Euro&nbsp;5 und Euro&nbsp;6 eingestuften Fahrzeugen untereinander gleich und gegen&uuml;ber Haltern von Fahrzeugen der Klassen Euro&nbsp;1 bis 4 besser behandelt werden sollten, nun aber der Halter eines Euro&nbsp;5-Fahrzeugs mehr Opfer f&uuml;r den Umweltschutz erbringen m&uuml;sse. Insoweit weist das FG ebenfalls zu Recht darauf hin, dass die Bemessungsgrundlage der Kfz-Steuer nach dem Willen des Gesetzgebers nicht von dem &#8211;durch den tats&auml;chlichen Nutzungsumfang beeinflussten&#8211; Schadstoffaussto&szlig; des Fahrzeugs auf den vom Steuerpflichtigen befahrenen Stra&szlig;en abh&auml;ngig ist, sondern von den allgemeinen Schadstoffeinstufungen des Fahrzeugs. Insofern ist weder im Hinblick auf die Rechtssetzungsgleichheit noch unter dem Gesichtspunkt der Rechtsanwendungsgleichheit erkennbar, dass der Kl&auml;ger gegen&uuml;ber Haltern derselben oder anderer Schadstoffklassen ungleich behandelt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Revision ist auch nicht wegen Divergenz zuzulassen (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;2 FGO), da der Kl&auml;ger die Voraussetzungen dieses Zulassungsgrundes nicht in der erforderlichen Weise dargelegt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Zur schl&uuml;ssigen Darlegung einer solchen Abweichungsr&uuml;ge muss der Beschwerdef&uuml;hrer tragende und abstrakte Rechtss&auml;tze aus dem angefochtenen FG-Urteil einerseits und aus den behaupteten, genau bezeichneten Divergenzentscheidungen andererseits herausarbeiten und einander gegen&uuml;berstellen, um so die behauptete Abweichung zu verdeutlichen (z.B. Senatsbeschluss vom 11.03.2011&nbsp;&#8211; III&nbsp;B&nbsp;76\/10, BFH\/NV 2011, 981, Rz&nbsp;15). Au&szlig;erdem muss sich aus der Beschwerdebegr&uuml;ndung ergeben, dass dem Streitfall ein vergleichbarer Sachverhalt zugrunde liegt wie der Divergenzentscheidung und es sich um eine identische Rechtsfrage handelt (z.B. Senatsbeschluss vom 30.09.2013&nbsp;&#8211; III&nbsp;B&nbsp;20\/12, BFH\/NV 2014, 58, Rz&nbsp;3). Dabei muss der Beschwerdef&uuml;hrer von den vom FG getroffenen tats&auml;chlichen Feststellungen ausgehen, die den BFH gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO auch im Beschwerdeverfahren wegen Nichtzulassung der Revision grunds&auml;tzlich binden (BFH-Beschluss vom 27.03.2009&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;B&nbsp;184\/08, BFHE 224, 458, BStBl II 2009, 850, Rz&nbsp;20).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Hieran fehlt es. Der Kl&auml;ger f&uuml;hrt lediglich aus, dass das angefochtene Urteil bez&uuml;glich der Zul&auml;ssigkeit des Hauptantrags im Widerspruch zum BFH-Urteil VI&nbsp;B&nbsp;114\/1 (gemeint ist wohl der BFH-Beschluss vom 17.01.2002&nbsp;&#8211; VI&nbsp;B&nbsp;114\/01, BFHE 198, 1, BStBl II 2002, 306) stehe. Weitere Ausf&uuml;hrungen, insbesondere zu etwaigen divergierenden Rechtss&auml;tzen und zur Vergleichbarkeit der Sachverhalte, fehlen indessen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Von einer weiteren Begr&uuml;ndung sieht der Senat gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 FGO ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 13.8.2019, III B 2\/19ECLI:DE:BFH:2019:B.130819.IIIB2.19.0 Keine Minderung der Kfz-Steuer durch Verh&auml;ngung von Dieselfahrverboten Leits&auml;tze NV: Die Verh&auml;ngung von Dieselfahrverboten hat f&uuml;r davon betroffene Kfz keinen Einfluss auf die H&ouml;he der Kfz-Steuer. Tenor Die Beschwerde des Kl&auml;gers wegen Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des Finanzgerichts Hamburg vom 14.11.2018 &#8211; 4 K 86\/18 wird &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-b-2-19-keine-minderung-der-kfz-steuer-durch-verhaengung-von-dieselfahrverboten\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">III&nbsp;B&nbsp;2\/19 &#8211; Keine Minderung der Kfz-Steuer durch Verh&auml;ngung von Dieselfahrverboten<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-71383","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71383","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=71383"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71383\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=71383"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=71383"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=71383"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}