{"id":71426,"date":"2019-11-09T16:19:02","date_gmt":"2019-11-09T14:19:02","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=71426"},"modified":"2019-11-09T16:19:02","modified_gmt":"2019-11-09T14:19:02","slug":"ix-r-10-19-zwischenvermietung-fuer-die-anwendung-der-ausnahmevorschrift-des-par-23-abs-1-satz-1-nr-1-satz-3-2-alternative-estg-unschaedlich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ix-r-10-19-zwischenvermietung-fuer-die-anwendung-der-ausnahmevorschrift-des-par-23-abs-1-satz-1-nr-1-satz-3-2-alternative-estg-unschaedlich\/","title":{"rendered":"IX&nbsp;R&nbsp;10\/19 &#8211; &quot;Zwischenvermietung&quot; f&uuml;r die Anwendung der Ausnahmevorschrift des &sect; 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Satz 3&nbsp;&nbsp;2. Alternative EStG unsch&auml;dlich"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 3.9.2019, IX R 10\/19<br \/>ECLI:DE:BFH:2019:U.030919.IXR10.19.0<\/p>\n<p class=\"titel\">&quot;Zwischenvermietung&quot; f&uuml;r die Anwendung der Ausnahmevorschrift des &sect; 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Satz 3&nbsp;&nbsp;2. Alternative EStG unsch&auml;dlich<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>NV: Wird eine Wohnimmobilie im Jahr der Ver&auml;u&szlig;erung kurzzeitig vermietet, ist dies f&uuml;r die Anwendung der Ausnahmevorschrift des &sect; 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Satz 3&nbsp;&nbsp;2. Alternative EStG unsch&auml;dlich, wenn der Steuerpflichtige das Immobilienobjekt &#8211;zusammenh&auml;ngend&#8211; im Ver&auml;u&szlig;erungsjahr zumindest an einem Tag, im Vorjahr durchgehend sowie im zweiten Jahr vor der Ver&auml;u&szlig;erung zumindest einen Tag lang zu eigenen Wohnzwecken genutzt hat.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision des Beklagten gegen das Urteil des Finanzgerichts Baden-W&uuml;rttemberg vom 07.12.2018 &#8211; 13 K 289\/17 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat der Beklagte zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Streitig ist, ob der Kl&auml;ger und Revisionsbeklagte (Kl&auml;ger) im Veranlagungszeitraum 2014 (Streitjahr) einen steuerbaren Gewinn aus einem privaten Ver&auml;u&szlig;erungsgesch&auml;ft (&sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 des Einkommensteuergesetzes &#8211;EStG&#8211;) erzielt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger erwarb 2006 eine Eigentumswohnung, die er bis einschlie&szlig;lich April 2014 durchgehend zu eigenen Wohnzwecken nutzte und mit notariell beurkundetem Kaufvertrag vom 17.12.2014 wieder ver&auml;u&szlig;erte. Im Zeitraum von Mai 2014 &#8211;seinem Auszug&#8211; bis zur Ver&auml;u&szlig;erung im Dezember 2014 hatte der Kl&auml;ger die Wohnung an Dritte vermietet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) ermittelte hieraus einen steuerpflichtigen Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn i.S. des &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG und erfasste diesen im Einkommensteuerbescheid f&uuml;r das Streitjahr vom 20.05.2016. Der hiergegen gerichtete Einspruch des Kl&auml;gers hatte keinen Erfolg.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) gab der Klage statt. Es vertrat in seiner in Entscheidungen der Finanzgerichte 2019, 710 ver&ouml;ffentlichten Entscheidung die Auffassung, der Kl&auml;ger habe den Tatbestand des &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG nicht erf&uuml;llt, da er das ma&szlig;gebliche Wirtschaftsgut &#8211;die Eigentumswohnung&#8211; im Jahr der Ver&auml;u&szlig;erung bis einschlie&szlig;lich des Monats April und in den beiden vorangegangenen Jahren vollst&auml;ndig zu eigenen Wohnzwecken genutzt habe. Die Vermietung in den Monaten Mai bis Dezember 2014 sei unsch&auml;dlich. Die im Streitfall einschl&auml;gige Regelung in &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3&nbsp;&nbsp;2.&nbsp;Alternative EStG verlange nicht, dass die Nutzung zu eigenen Wohnzwecken im Jahr der Ver&auml;u&szlig;erung w&auml;hrend des gesamten Kalenderjahres vorgelegen haben m&uuml;sse.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hiergegen wendet sich das FA mit der Revision. Das FA vertritt die Auffassung, dass die Ausnahmeregelung des &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3&nbsp;&nbsp;2.&nbsp;Alternative EStG im Streitfall nicht greifen k&ouml;nne, da unmittelbar vor der Ver&auml;u&szlig;erung der Eigentumswohnung weder eine Eigennutzung durch den Kl&auml;ger stattgefunden noch ein Eigennutzungs&auml;quivalent (Leerstand) vorgelegen habe. Die Auffassung des FG, wonach eine Zwischennutzung durch Vermietung im Jahr der Ver&auml;u&szlig;erung unsch&auml;dlich sei, widerspreche dem Leitmotiv der gesetzlich geregelten und einheitlich zu betrachtenden Ausnahmetatbest&auml;nde in &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 EStG. Lediglich ein Leerstand &#8211;als Verl&auml;ngerung der Eigennutzung&#8211; k&ouml;nne insoweit als unsch&auml;dlich angesehen werden, nicht jedoch eine Nutzung zu Vermietungszwecken.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>das Urteil des FG vom 07.12.2018&nbsp;&#8211; 13&nbsp;K&nbsp;289\/17 aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt,<br \/>die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und nach &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) zur&uuml;ckzuweisen. Das FG ist zu Recht davon ausgegangen, dass der Kl&auml;ger aufgrund der Ver&auml;u&szlig;erung seiner Eigentumswohnung den Tatbestand eines privaten Ver&auml;u&szlig;erungsgesch&auml;fts (&sect;&sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;2, 23 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG) nicht erf&uuml;llt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;2 EStG sind sonstige Eink&uuml;nfte (&sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;7 EStG) auch Eink&uuml;nfte aus privaten Ver&auml;u&szlig;erungsgesch&auml;ften i.S. des &sect;&nbsp;23 EStG. Dazu geh&ouml;ren gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG u.a. Ver&auml;u&szlig;erungsgesch&auml;fte bei Grundst&uuml;cken, bei denen der Zeitraum zwischen Anschaffung und Ver&auml;u&szlig;erung nicht mehr als zehn Jahre betr&auml;gt. Ausgenommen sind gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 EStG Wirtschaftsg&uuml;ter, die im Zeitraum zwischen Anschaffung oder Fertigstellung und Ver&auml;u&szlig;erung ausschlie&szlig;lich zu eigenen Wohnzwecken (1.&nbsp;Alternative) oder im Jahr der Ver&auml;u&szlig;erung und in den beiden vorangegangenen Jahren zu eigenen Wohnzwecken (2.&nbsp;Alternative) genutzt wurden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der Ausdruck &quot;Nutzung zu eigenen Wohnzwecken&quot; setzt in beiden Alternativen lediglich voraus, dass eine Immobilie zum Bewohnen geeignet ist und vom Steuerpflichtigen auch bewohnt wird. Eine Nutzung zu &quot;eigenen Wohnzwecken&quot; liegt nicht vor, wenn der Steuerpflichtige die Wohnung entgeltlich oder unentgeltlich an einen Dritten &uuml;berl&auml;sst, ohne sie zugleich selbst zu bewohnen (Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 27.06.2017&nbsp;&#8211; IX&nbsp;R&nbsp;37\/16, BFHE 258, 490, BStBl II 2017, 1192, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Ausnahmevorschrift des &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3&nbsp;&nbsp;2.&nbsp;Alternative EStG setzt voraus, dass die Wohnung im Jahr der Ver&auml;u&szlig;erung und in den beiden vorangegangenen Jahren zu eigenen Wohnzwecken genutzt wird. Dabei muss die Nutzung zu eigenen Wohnzwecken im Jahr der Ver&auml;u&szlig;erung und im zweiten Jahr vor der Ver&auml;u&szlig;erung nicht w&auml;hrend des gesamten Kalenderjahrs vorgelegen haben; vielmehr gen&uuml;gt ein zusammenh&auml;ngender Zeitraum der Nutzung zu eigenen Wohnzwecken, der sich &uuml;ber drei Kalenderjahre erstreckt, ohne sie &#8211;mit Ausnahme des ersten Jahres vor der Ver&auml;u&szlig;erung (&quot;mittleres Kalenderjahr&quot;)&#8211; voll auszuf&uuml;llen (BFH-Urteil in BFHE 258, 490, BStBl&nbsp;II 2017, 1192, m.w.N.; Trossen, Neue Wirtschaftsbriefe 2017, 3256 [3257]). Das bedeutet: Ausreichend f&uuml;r die Anwendung der Ausnahmevorschrift ist eine zusammenh&auml;ngende Nutzung von einem Jahr und zwei Tagen &#8211; wobei sich die Nutzung zu eigenen Wohnzwecken auf das gesamte mittlere Kalenderjahr erstrecken muss, w&auml;hrend die eigene Wohnnutzung im zweiten Jahr vor der Ver&auml;u&szlig;erung und im Ver&auml;u&szlig;erungsjahr nur jeweils einen Tag zu umfassen braucht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Das angefochtene Urteil des FG entspricht diesen Ma&szlig;st&auml;ben. Zutreffend ist das FG von dem Grundsatz ausgegangen, dass eine &quot;Zwischenvermietung&quot; vor der Ver&auml;u&szlig;erung eines n&auml;mlichen Wirtschaftsguts i.S. des &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG f&uuml;r die Anwendung der Ausnahmevorschrift des &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3&nbsp;&nbsp;2.&nbsp;Alternative EStG unsch&auml;dlich ist, wenn der Steuerpflichtige das Wirtschaftsgut &#8211;zusammenh&auml;ngend&#8211; im Ver&auml;u&szlig;erungsjahr zumindest an einem Tag, im Vorjahr durchgehend und im zweiten Jahr vor der Ver&auml;u&szlig;erung zumindest einen Tag lang zu eigenen Wohnzwecken genutzt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Sache ist spruchreif. Der Kl&auml;ger hat seine Eigentumswohnung zwar innerhalb der in &sect;&nbsp;23&nbsp;Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG genannten Ver&auml;u&szlig;erungsfrist angeschafft und wieder ver&auml;u&szlig;ert. Das Ver&auml;u&szlig;erungsgesch&auml;ft ist jedoch nicht steuerbar, da die Ausnahmevorschrift des &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3&nbsp;&nbsp;2.&nbsp;Alternative EStG im Streitfall greift: Unstreitig hat der Kl&auml;ger seine im Dezember 2014 ver&auml;u&szlig;erte Wohnung in den Jahren 2012 und 2013 sowie im Zeitraum von Januar bis einschlie&szlig;lich April 2014 durchgehend zu eigenen Wohnzwecken genutzt; die Nutzung erstreckt sich, wie von der genannten Ausnahmevorschrift verlangt, demnach &uuml;ber drei Kalenderjahre. Die &quot;Zwischenvermietung&quot; der Wohnung im Zeitraum von Mai 2014 bis Dezember 2014 ist f&uuml;r die Anwendung der Ausnahmevorschrift des &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3&nbsp;&nbsp;2.&nbsp;Alternative EStG unsch&auml;dlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 3.9.2019, IX R 10\/19ECLI:DE:BFH:2019:U.030919.IXR10.19.0 &quot;Zwischenvermietung&quot; f&uuml;r die Anwendung der Ausnahmevorschrift des &sect; 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Satz 3&nbsp;&nbsp;2. 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