{"id":71441,"date":"2019-11-16T18:52:19","date_gmt":"2019-11-16T16:52:19","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=71441"},"modified":"2019-11-16T18:52:19","modified_gmt":"2019-11-16T16:52:19","slug":"ix-r-13-18-aufloesung-einer-kapitalgesellschaft-eigenkapitalersetzendes-gesellschafterdarlehen-indizwirkung-des-festgestellten-jahresabschlusses","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ix-r-13-18-aufloesung-einer-kapitalgesellschaft-eigenkapitalersetzendes-gesellschafterdarlehen-indizwirkung-des-festgestellten-jahresabschlusses\/","title":{"rendered":"IX&nbsp;R&nbsp;13\/18 &#8211; Aufl&ouml;sung einer Kapitalgesellschaft &#8211; Eigenkapitalersetzendes Gesellschafterdarlehen &#8211; Indizwirkung des festgestellten Jahresabschlusses"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 2.7.2019, IX R 13\/18<br \/>ECLI:DE:BFH:2019:U.020719.IXR13.18.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Aufl&ouml;sung einer Kapitalgesellschaft &#8211; Eigenkapitalersetzendes Gesellschafterdarlehen &#8211; Indizwirkung des festgestellten Jahresabschlusses<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Die bis zum Senatsurteil vom 11. Juli 2017 &#8211; IX R 36\/15 (BFHE 258, 427, BStBl II 2019, 208) anerkannten Grunds&auml;tze zur Ber&uuml;cksichtigung von nachtr&auml;glichen Anschaffungskosten aus eigenkapitalersetzenden Finanzierungshilfen sind weiter anzuwenden, wenn der Gesellschafter eine eigenkapitalersetzende Finanzierungshilfe bis zum 27. September 2017 geleistet hatte oder wenn eine Finanzierungshilfe des Gesellschafters bis zu diesem Tag eigenkapitalersetzend geworden war (Best&auml;tigung der Rechtsprechung).<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Haben die Gesellschafter einer GmbH durch Feststellung des Jahresabschlusses untereinander und im Verh&auml;ltnis zur Gesellschaft rechtsverbindlich best&auml;tigt, dass eine im Jahresabschluss ausgewiesene Verbindlichkeit der Gesellschaft gegen&uuml;ber einem Gesellschafter in der ausgewiesenen H&ouml;he besteht, ist dies auch f&uuml;r die Besteuerung des Gesellschafters von Bedeutung; die Feststellung des Jahresabschlusses spricht dann zumindest indiziell f&uuml;r das Bestehen der Forderung des Gesellschafters gegen die Gesellschaft dem Grunde und der H&ouml;he nach.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision des Kl&auml;gers wird das Urteil des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg vom 18.04.2018 &#8211; 3 K 3138\/15 aufgehoben, die Einkommensteuer 2012 wird unter &Auml;nderung des ge&auml;nderten Einkommensteuerbescheids f&uuml;r 2012 vom 3. Dezember 2015 auf den Betrag festgesetzt, der sich ergibt, wenn bei den Eink&uuml;nften aus Gewerbebetrieb Ver&auml;u&szlig;erungsverluste nach &sect; 17 des Einkommensteuergesetzes in H&ouml;he von 133.149 EUR zugrunde gelegt werden.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des gesamten Verfahrens hat der Beklagte zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) war Alleingesellschafter und -gesch&auml;ftsf&uuml;hrer einer von ihm 1997 gegr&uuml;ndeten GmbH. Die GmbH betrieb ein Bauunternehmen einschlie&szlig;lich Bauplanung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 23.&nbsp;Dezember 1999 schloss der Kl&auml;ger mit der GmbH einen Rahmendarlehensvertrag. Auslagen des Kl&auml;gers f&uuml;r die GmbH und sonstige Einlagen sollten in der Buchf&uuml;hrung der GmbH auf einem Darlehenskonto des Kl&auml;gers gebucht werden. Das Darlehen war unverzinslich. Die GmbH durfte das Darlehen jederzeit in beliebiger H&ouml;he tilgen. Die K&uuml;ndigung durch den Kl&auml;ger war nur mit einer Frist von drei Monaten zum Monatsende m&ouml;glich. Im Vertrag erkl&auml;rte der Kl&auml;ger au&szlig;erdem unwiderruflich, er werde das von ihm gew&auml;hrte Darlehen in der Krise der Gesellschaft stehen lassen. Die GmbH werde ab diesem Zeitpunkt keine Tilgungen mehr vornehmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Wenn die GmbH liquide Mittel ben&ouml;tigte, stellte der Kl&auml;ger ihr diese zur Verf&uuml;gung oder er entnahm sie einer anderen von ihm in der Rechtsform einer Kommanditgesellschaft betriebenen Baufirma und f&uuml;hrte sie der GmbH zu. Barausgaben der GmbH verauslagte der Kl&auml;ger. Diese Zahlungsstr&ouml;me wurden in der Buchf&uuml;hrung der GmbH als Darlehen des Kl&auml;gers und im Verlauf der Zeit auf unterschiedlichen Buchf&uuml;hrungskonten erfasst. Auf die diesbez&uuml;glichen Feststellungen des Finanzgerichts (FG) wird Bezug genommen. Erstmals mit dem Jahresabschluss zum 31.&nbsp;Dezember 2006 und danach durchgehend trat der Kl&auml;ger zur Beseitigung einer &Uuml;berschuldung der GmbH mit seinen Anspr&uuml;chen auf R&uuml;ckzahlung des Darlehens hinter s&auml;mtliche gegenw&auml;rtigen und zuk&uuml;nftigen anderen Gl&auml;ubiger der GmbH zur&uuml;ck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 16.&nbsp;November 2009 beschloss die Gesellschafterversammlung die Aufl&ouml;sung der Gesellschaft zum 31.&nbsp;Dezember 2009. Der Kl&auml;ger wurde zum alleinigen Liquidator bestellt. Nach Beendigung der Liquidation wurde die GmbH am 1.&nbsp;Oktober 2012 im Handelsregister gel&ouml;scht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die letzte Bilanz der GmbH zum 31.&nbsp;Dezember 2011, aufgestellt am 25.&nbsp;April 2012, weist nur noch das gezeichnete Kapital in H&ouml;he von 25.564,59&nbsp;EUR und die verbliebenen Verbindlichkeiten gegen&uuml;ber dem Kl&auml;ger von 196.350,19&nbsp;EUR aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In seiner Einkommensteuererkl&auml;rung f&uuml;r 2012 machte der Kl&auml;ger einen Verlust aus der Aufl&ouml;sung der GmbH in H&ouml;he von 221.914&nbsp;EUR geltend. Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) ber&uuml;cksichtigte keinen Verlust (Einkommensteuerbescheid f&uuml;r 2012 vom 29.&nbsp;September 2014). Zwar sei dieser im Jahr 2012 grunds&auml;tzlich zu erfassen, jedoch sei die H&ouml;he nicht dargetan.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Einspruchsverfahren machte der Kl&auml;ger einen Verlust von 143.845,32&nbsp;EUR geltend (60&nbsp;% der Anschaffungskosten von 25.564,59&nbsp;EUR zuz&uuml;glich nachtr&auml;glicher Anschaffungskosten von 214.177,61&nbsp;EUR entsprechend dem Saldo des Darlehenskontos zum 31.&nbsp;Dezember 2010). Das FA ber&uuml;cksichtigte mit &Auml;nderungsbescheid vom 29.&nbsp;Oktober 2014 lediglich den Verlust des Stammkapitals (60&nbsp;% von 25.564,59&nbsp;EUR) und wies den Einspruch im &Uuml;brigen zur&uuml;ck (Einspruchsentscheidung vom 15.&nbsp;Mai 2015).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Einkommensteuerbescheid 2012 ist am 3.&nbsp;Dezember 2015 aus hier nicht streitigen Gr&uuml;nden erneut ge&auml;ndert worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat die Klage abgewiesen. Mit der Revision verfolgt der Kl&auml;ger sein Begehren weiter. Er r&uuml;gt die Verletzung von &sect;&nbsp;17 des Einkommensteuergesetzes (EStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt,<br \/>das angefochtene Urteil aufzuheben und die Einkommensteuer 2012 unter Ab&auml;nderung des ge&auml;nderten Einkommensteuerbescheids 2012 vom 3.&nbsp;Dezember 2015 auf den Betrag festzusetzen, der sich ergibt, wenn die negativen Eink&uuml;nfte des Kl&auml;gers aus &sect;&nbsp;17 EStG um 117.810&nbsp;EUR (60&nbsp;% von 196.350&nbsp;EUR) h&ouml;her zugrunde gelegt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung des angefochtenen Urteils und zur Stattgabe der Klage (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Zur Begr&uuml;ndung seines Urteils hat das FG u.a. ausgef&uuml;hrt, zwar sei das Darlehen des Kl&auml;gers von Anfang an krisenbestimmt gewesen. Der Senat habe sich jedoch nicht davon &uuml;berzeugen k&ouml;nnen, dass dem Kl&auml;ger am 31.&nbsp;Dezember 2011 eine Forderung in H&ouml;he von 196.350&nbsp;EUR gegen die GmbH zustand. Die Bilanz der GmbH sei nicht mehr als ein Eigenbeleg. Dem Kl&auml;ger sei es nicht gelungen, die Entstehung des Saldos darzulegen. Dazu h&auml;tte er &uuml;ber all die Jahre jeden einzelnen Buchungsvorgang erl&auml;utern und nachweisen m&uuml;ssen. Diese Anforderungen gingen zwar &uuml;ber die f&uuml;r die GmbH geltenden Aufbewahrungsfristen hinaus; der Kl&auml;ger h&auml;tte jedoch gleichwohl Beweisvorsorge treffen m&uuml;ssen. Dessen ungeachtet k&ouml;nne sich das FG darauf beschr&auml;nken, die Buchf&uuml;hrungsunterlagen und Jahresabschl&uuml;sse der GmbH auf Plausibilit&auml;t und Seriosit&auml;t zu pr&uuml;fen. Dabei weise die Buchf&uuml;hrung insgesamt so gravierende L&uuml;cken auf, dass sich der Senat eine &Uuml;berzeugung vom Darlehensbestand nicht habe bilden k&ouml;nnen. Zum 31.&nbsp;Dezember 2005 sei offenbar ein negativer Kassenbestand zu Lasten des Darlehenskontos ausgebucht worden. Schon dies zeige, dass der Kl&auml;ger seine Ausgabenbelege nicht zeitnah aufgezeichnet habe und begr&uuml;nde erhebliche Zweifel an der Aussagekraft der Buchf&uuml;hrung. Au&szlig;erdem seien f&uuml;r die Jahre bis 1998 keine Buchf&uuml;hrungsunterlagen vorgelegt worden. Auch eine Sch&auml;tzung komme nicht in Betracht, weil nicht ausgeschlossen werden k&ouml;nne, dass &uuml;berhaupt kein Darlehenssaldo zugunsten des Kl&auml;gers bestanden habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In rechtlicher Hinsicht sei dem Bundesfinanzhof (BFH) au&szlig;erdem zu widersprechen, soweit er die Anwendung der bisherigen Grunds&auml;tze zur Ber&uuml;cksichtigung von nachtr&auml;glichen Anschaffungskosten bis zum 27.&nbsp;September 2017 angeordnet habe (vgl. BFH-Urteil vom 11.&nbsp;Juli 2017&nbsp;&#8211; IX&nbsp;R&nbsp;36\/15, BFHE 258, 427, BStBl II 2019, 208). Daf&uuml;r fehle jede Rechtsgrundlage.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Darlehen k&ouml;nne auch nicht bei den Eink&uuml;nften aus Kapitalverm&ouml;gen angesetzt werden. Da das Darlehen unverzinslich gewesen sei, sei die Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht zu verneinen; die Erwartung zuk&uuml;nftiger Gewinnaussch&uuml;ttungen gen&uuml;ge nicht. Das Darlehen sei au&szlig;erdem zum Teil schon vor Einf&uuml;hrung der Abgeltungssteuer entstanden und auch f&uuml;r die Kapitaleink&uuml;nfte k&ouml;nne die H&ouml;he des Darlehens nicht festgestellt oder gesch&auml;tzt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Diese Ausf&uuml;hrungen sind nicht frei von Rechtsirrtum. Zum einen h&auml;lt der Senat daran fest, dass die Grunds&auml;tze zur Ber&uuml;cksichtigung von nachtr&auml;glichen Anschaffungskosten aus eigenkapitalersetzenden Finanzierungshilfen &uuml;bergangsweise weiter anzuwenden sind (3.). Zum andern leidet die &Uuml;berzeugungsbildung des FG unter Rechtsm&auml;ngeln. Das FG hat die Rechtswirkung des festgestellten Jahresabschlusses f&uuml;r das Bestehen einer Forderung zwischen Gesellschaft und Gesellschafter verkannt und deshalb zu Unrecht nach der Feststellungslast entschieden (4.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. F&uuml;r die H&ouml;he der (nachtr&auml;glichen) Anschaffungskosten kommt es im Streitfall auf den unter der Geltung des Eigenkapitalersatzrechts zu &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG entwickelten normspezifischen Anschaffungskostenbegriff an (vgl. Senatsurteil in BFHE 258, 427, BStBl II 2019, 208, Rz&nbsp;40). Der streitige Sachverhalt ist in den Jahren bis 2011 verwirklicht worden; auf die am 27.&nbsp;September 2017 ver&ouml;ffentlichte Neuausrichtung der Rechtsprechung kann die Entscheidung nicht gest&uuml;tzt werden, weil bis dahin niemand wissen konnte, wie der BFH bei der Anwendung von &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG auf die zivilrechtliche Aufhebung des Eigenkapitalersatzrechts reagieren w&uuml;rde. Anders als das FG meint, ergeben sich aus der Aufhebung des zivilrechtlichen Eigenkapitalersatzrechts insofern auch keine gesetzlichen Vorgaben, gegen die der Senat versto&szlig;en haben k&ouml;nnte. Der Gesetzgeber des Gesetzes zur Modernisierung des GmbH-Rechts und zur Bek&auml;mpfung von Missbr&auml;uchen vom 23.&nbsp;Oktober 2008 (BGBl I 2008, 2026) hat die steuerlichen Folgen der Aufhebung des Eigenkapitalersatzrechts weder bedacht noch geregelt. Vor diesem Hintergrund hat der Senat bei unver&auml;ndertem Wortlaut der anzuwendenden Norm (&sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG) in seinem Urteil in BFHE 258, 427, BStBl II 2019, 208 seine langj&auml;hrige Rechtsprechung ge&auml;ndert und versch&auml;rft (vgl. Crezelius, Der Betrieb 2018, 2401). In einer solchen Situation kann die Rechtsprechung ausnahmsweise typisierenden Vertrauensschutz gew&auml;hren, ohne dass deshalb ein Versto&szlig; gegen den Grundsatz der Gewaltenteilung anzunehmen ist (vgl. Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 17.&nbsp;Dezember 2007&nbsp;&#8211; GrS&nbsp;2\/04, BFHE 220, 129, BStBl II 2008, 608, dort beginnend unter D.IV.2.b). Weshalb Steuerpflichtige nach der Aufhebung des Eigenkapitalersatzrechts im Hinblick auf &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG nicht am ehesten auf die Fortgeltung der bisherigen Grunds&auml;tze h&auml;tten vertrauen sollen, erschlie&szlig;t sich dem Senat nicht, zumal dies der ge&auml;u&szlig;erten und praktizierten Auffassung der Finanzverwaltung entsprach.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Das FG hat zu Unrecht nach der Feststellungslast entschieden (Versto&szlig; gegen &sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO). Eine Entscheidung nach der Feststellungslast kommt nur als ultima ratio in Betracht, wenn alle gebotenen Bem&uuml;hungen, den Sachverhalt zu ermitteln und festzustellen, erfolglos geblieben sind. Daran fehlt es. Das FG hat bei seiner &Uuml;berzeugungsbildung die Rechtswirkungen nicht beachtet, die sich aus der Feststellung des Jahresabschlusses f&uuml;r die Rechtsverh&auml;ltnisse zwischen Gesellschaft und Gesellschafter im Zivilrecht und f&uuml;r das Steuerrecht ergeben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Mit der Feststellung des Jahresabschlusses best&auml;tigen die Gesellschafter nicht nur die Richtigkeit der Angaben zu den Verm&ouml;gensverh&auml;ltnissen der Gesellschaft, sondern sie bekr&auml;ftigen zugleich rechtsverbindlich die im Jahresabschluss ausgewiesenen Rechtsverh&auml;ltnisse im Verh&auml;ltnis der Gesellschafter zur Gesellschaft und im Verh&auml;ltnis der Gesellschafter untereinander und verzichten auf diesbez&uuml;gliche Einreden und Einwendungen. Der festgestellte Jahresabschluss kann insofern zivilrechtlich die Bedeutung eines deklaratorischen Schuldanerkenntnisses haben (vgl. Urteile des Bundesgerichtshofs vom 2.&nbsp;M&auml;rz 2009&nbsp;&#8211; II&nbsp;ZR&nbsp;264\/07, Deutsches Steuerrecht 2009, 1272, unter II.2.b, und vom 18.&nbsp;Juli 2013&nbsp;&#8211; IX&nbsp;ZR&nbsp;198\/10, Neue Juristische Wochenschrift 2014, 305, Rz&nbsp;20). Festgestellt ist der Jahresabschluss, soweit keine besonderen gesetzlichen Regeln zu beachten sind (vgl. &sect;&sect;&nbsp;172, 173 des Aktiengesetzes), wenn ihn die Gesellschafter durch Beschluss f&uuml;r verbindlich erkl&auml;rt haben (vgl. nur Baumbach\/Hopt\/Merkt, HGB, 38.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;245 Rz&nbsp;3).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Ob eine Forderung besteht, ist auch im Steuerrecht zun&auml;chst eine zivilrechtliche Frage. Haben die Gesellschafter einer GmbH durch Feststellung des Jahresabschlusses untereinander und im Verh&auml;ltnis zur Gesellschaft rechtsverbindlich best&auml;tigt, dass eine im Jahresabschluss ausgewiesene Verbindlichkeit der Gesellschaft gegen&uuml;ber einem Gesellschafter (in der ausgewiesenen H&ouml;he) besteht, ist dies auch f&uuml;r die Besteuerung des Gesellschafters von Bedeutung (vgl. Senatsurteil vom 10.&nbsp;Mai 2016&nbsp;&#8211; IX&nbsp;R&nbsp;13\/15, BFH\/NV 2016, 1556). Die Feststellung des Jahresabschlusses spricht dann zumindest indiziell f&uuml;r das Bestehen der Forderung des Gesellschafters dem Grunde und der H&ouml;he nach.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Das FG ist von anderen Grunds&auml;tzen ausgegangen. Soweit es die festgestellte Bilanz der GmbH als blo&szlig;en Eigenbeleg gew&uuml;rdigt hat, hat es ihr jegliche Indizwirkung f&uuml;r den Bestand und die H&ouml;he der streitigen Forderung abgesprochen. Es hat dabei gedanklich die Trennung von Gesellschaft und Gesellschafterebene au&szlig;er Acht gelassen. Das ist jedoch auch bei einer Einmann-GmbH nicht zul&auml;ssig. Das Urteil des FG kann schon aus diesem Grund keinen Bestand haben. Dass das FG als Folge dieses Rechtsfehlers auch die Anforderungen an die Darlegung der H&ouml;he eines sukzessive entstandenen Darlehens und die diesbez&uuml;glichen Nachweisanforderungen &uuml;berspannt hat, bedarf keiner weiteren Ausf&uuml;hrungen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Sache ist spruchreif. Der Senat entscheidet auf der Grundlage der vom FG festgestellten Tatsachen in der Sache selbst (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 FGO). Die Klage ist begr&uuml;ndet. Der angefochtene Steuerbescheid ist rechtswidrig und verletzt den Kl&auml;ger in seinen Rechten (&sect;&nbsp;100 Abs.&nbsp;1 FGO). Der Senat &auml;ndert den Steuerbescheid und setzt die Einkommensteuer 2012 niedriger fest (&sect;&nbsp;100 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 FGO). Die Berechnung der Steuer wird dem FA &uuml;bertragen (&sect;&nbsp;100 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 FGO). Die &quot;Ver&auml;u&szlig;erungsverluste nach &sect;&nbsp;17 EStG&quot; sind &#8211;wie beantragt&#8211; um 117.810&nbsp;EUR h&ouml;her mit insgesamt 133.149&nbsp;EUR (117.810&nbsp;EUR + 15.339&nbsp;EUR) anzusetzen. Der Kl&auml;ger ist bei Aufl&ouml;sung der GmbH mit einem eigenkapitalersetzenden (weil von Anfang an krisenbestimmten) Darlehen von zuletzt 196.350&nbsp;EUR ausgefallen, welches bei der Ermittlung des Aufl&ouml;sungsverlusts gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3c Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG i.V.m. &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;40 Buchst.&nbsp;c EStG zu 60&nbsp;% anzusetzen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Zu Recht ist das FG davon ausgegangen, dass der Verlust aus der Aufl&ouml;sung der GmbH nach Abschluss der Liquidation im Streitjahr zu erfassen ist. Es begegnet auch keinen Bedenken, wenn das FG die (anf&auml;ngliche) Krisenbestimmtheit des Darlehens aufgrund des Vertrags vom 23.&nbsp;Dezember 1999 bejaht und zudem festgestellt hat, der Darlehensvertrag sei (korrekt) umgesetzt worden. Es trifft ferner zu, dass der Kl&auml;ger nur den letzten Saldo des Darlehenskontos geltend machen kann. Im Revisionsverfahren hat er seinen Antrag insofern angepasst.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Auf der Grundlage der Indizwirkung des festgestellten Jahresabschlusses der GmbH auf den 31.&nbsp;Dezember 2011 ist der Senat davon &uuml;berzeugt, dass der Kl&auml;ger am Bilanzstichtag eine offene Forderung gegen seine GmbH in H&ouml;he von 196.350&nbsp;EUR hatte, mit deren R&uuml;ckzahlung er bei der Schlussverteilung im Liquidationsverfahren vollst&auml;ndig ausgefallen ist. In dem vom Kl&auml;ger als Alleingesellschafter festgestellten und damit f&uuml;r verbindlich erkl&auml;rten Jahresabschluss der GmbH ist die Verbindlichkeit der GmbH gegen&uuml;ber dem Kl&auml;ger in dieser H&ouml;he ausgewiesen. Gesellschaft und Gesellschafter haben dieser Feststellung ausdr&uuml;cklich zugestimmt und damit rechtsverbindlich zum Ausdruck gebracht, dass die Forderung in dieser H&ouml;he besteht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die tats&auml;chlichen Feststellungen, aus denen das FG Zweifel an der Richtigkeit und Aussagekraft der Buchf&uuml;hrung der GmbH hergeleitet hat, reichen nicht aus, um die Indizwirkung des festgestellten Jahresabschlusses zu entkr&auml;ften. Der Senat setzt sich damit nicht &uuml;ber eine (ihn m&ouml;glicherweise bindende) tats&auml;chliche Schlussfolgerung des FG hinweg. Das FG hat die Indizwirkung des festgestellten Jahresabschlusses nicht erkannt. Es hat sich deshalb auch nicht zu der Frage ge&auml;u&szlig;ert, unter welchen tats&auml;chlichen Voraussetzungen die Indizwirkung entkr&auml;ftet sein kann. Der Senat beantwortet diese Frage auf der Grundlage der vom FG festgestellten Tatsachen selbst.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Indizwirkung des festgestellten Jahresabschlusses entf&auml;llt unter den Umst&auml;nden des Streitfalls insbesondere nicht deshalb, weil in der Buchf&uuml;hrung der GmbH f&uuml;r 2005 bei Abschlussarbeiten ein &quot;negativer&quot; Kassenbestand ausgebucht worden ist. Zwar handelt es sich dabei um einen erheblichen Fehler der Buchf&uuml;hrung. Aus den Umst&auml;nden des Streitfalls ergibt sich jedoch mit hinreichender Sicherheit, dass sich dieser Fehler auf die zutreffende Erfassung des Gesellschafterdarlehens nicht ausgewirkt hat. Es ist nicht davon auszugehen, dass die GmbH Bareinnahmen hatte. Selbst wenn also damals Ausgaben der GmbH zu Lasten der Kasse nacherfasst worden sein sollten, &auml;ndert dies an deren betrieblicher Veranlassung nichts und begr&uuml;ndet auch keinen Zweifel daran, dass die Ausgaben angefallen und vom Kl&auml;ger verauslagt worden sind. Vielmehr entspricht es den vertraglichen Abreden, wenn der Ausgleichsbetrag letztlich darlehenserh&ouml;hend erfasst worden ist, denn bare Auslagen des Kl&auml;gers f&uuml;r die GmbH sollten vereinbarungsgem&auml;&szlig; nicht &uuml;ber das Kassenkonto (als Auslagenersatz), sondern als Darlehen gebucht werden. So ist es am Ende auch geschehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Indizwirkung des festgestellten Jahresabschlusses wird weiter nicht dadurch geschw&auml;cht oder entkr&auml;ftet, dass der Kl&auml;ger f&uuml;r die Jahre bis 1998 keine Buchf&uuml;hrungsunterlagen der GmbH mehr vorlegen konnte. Zum einen datiert der Darlehensrahmenvertrag erst von Dezember 1999, so dass es f&uuml;r den Darlehensbestand auf die Jahre bis 1998 nicht ankommt. Zum andern hat das FG auch nicht konkretisiert, welche Unrichtigkeit es insofern vermutete. Rein theoretische Zweifel sind aber nicht geeignet, die Indizwirkung des festgestellten Jahresabschlusses zu beseitigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>6. Da die Klage aus &sect;&nbsp;17 EStG begr&uuml;ndet ist, kommt es auf das Verh&auml;ltnis zu &sect;&nbsp;20 EStG nicht an (&sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;8 EStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>7. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;1 FGO und &sect;&nbsp;136 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 FGO. Zwar hat der Kl&auml;ger im Revisionsverfahren seinen Antrag geringf&uuml;gig nach unten korrigiert. Das darin gegen&uuml;ber dem Klagantrag liegende &quot;Teilunterliegen&quot; ist jedoch geringf&uuml;gig, so dass ihm deswegen keine Kosten aufzuerlegen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 2.7.2019, IX R 13\/18ECLI:DE:BFH:2019:U.020719.IXR13.18.0 Aufl&ouml;sung einer Kapitalgesellschaft &#8211; Eigenkapitalersetzendes Gesellschafterdarlehen &#8211; Indizwirkung des festgestellten Jahresabschlusses Leits&auml;tze 1. Die bis zum Senatsurteil vom 11. Juli 2017 &#8211; IX R 36\/15 (BFHE 258, 427, BStBl II 2019, 208) anerkannten Grunds&auml;tze zur Ber&uuml;cksichtigung von nachtr&auml;glichen Anschaffungskosten aus eigenkapitalersetzenden Finanzierungshilfen sind weiter anzuwenden, wenn der Gesellschafter &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ix-r-13-18-aufloesung-einer-kapitalgesellschaft-eigenkapitalersetzendes-gesellschafterdarlehen-indizwirkung-des-festgestellten-jahresabschlusses\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">IX&nbsp;R&nbsp;13\/18 &#8211; Aufl&ouml;sung einer Kapitalgesellschaft &#8211; Eigenkapitalersetzendes Gesellschafterdarlehen &#8211; Indizwirkung des festgestellten Jahresabschlusses<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-71441","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71441","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=71441"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71441\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=71441"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=71441"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=71441"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}