{"id":71443,"date":"2019-11-16T18:52:15","date_gmt":"2019-11-16T16:52:15","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=71443"},"modified":"2019-11-16T18:52:15","modified_gmt":"2019-11-16T16:52:15","slug":"ix-r-18-18-zur-pruefung-der-einkuenfteerzielungsabsicht-fuer-ein-in-einem-hotelkomplex-befindliches-dauerhaft-an-eine-hotelbetriebsgesellschaft-zur-nutzung-ueberlassenes-appartement","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ix-r-18-18-zur-pruefung-der-einkuenfteerzielungsabsicht-fuer-ein-in-einem-hotelkomplex-befindliches-dauerhaft-an-eine-hotelbetriebsgesellschaft-zur-nutzung-ueberlassenes-appartement\/","title":{"rendered":"IX&nbsp;R&nbsp;18\/18 &#8211; Zur Pr&uuml;fung der Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht f&uuml;r ein in einem Hotelkomplex befindliches, dauerhaft an eine Hotelbetriebsgesellschaft zur Nutzung &uuml;berlassenes Appartement"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 2.7.2019, IX R 18\/18<br \/>ECLI:DE:BFH:2019:U.020719.IXR18.18.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Zur Pr&uuml;fung der Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht f&uuml;r ein in einem Hotelkomplex befindliches, dauerhaft an eine Hotelbetriebsgesellschaft zur Nutzung &uuml;berlassenes Appartement<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. NV: Entschlie&szlig;t sich der Steuerpflichtige, nach einer vorangegangenen dauerhaften Vermietung eine &quot;andere Form der Vermietung&quot; aufzunehmen, ist der subjektive Tatbestand des &sect; 21 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 EStG in diesem Zeitpunkt neu zu bewerten.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. NV: Die zur Vermietung von Ferienwohnungen aufgestellten Rechtsprechungsgrunds&auml;tze gelten in gleicher Weise, wenn der Steuerpflichtige seine Wohnung nicht tageweise, sondern wochen- oder monatsweise an &quot;Kurzzeitmieter&quot; &uuml;berl&auml;sst.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision des Beklagten gegen das Urteil des Hessischen Finanzgerichts vom 28.05.2018 &#8211; 2 K 1925\/16 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat der Beklagte zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Streitig ist, ob der Kl&auml;ger und Revisionsbeklagte (Kl&auml;ger) ein in einem Hotelkomplex in Z befindliches, dauerhaft an eine Hotelbetriebsgesellschaft zur Nutzung &uuml;berlassenes Appartement mit Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht vermietet hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger erwarb mit notariell beurkundetem Kaufvertrag vom 04.03.1991 ein im Jahr 1993 fertiggestelltes, 38&nbsp;m&sup2; gro&szlig;es, mit K&uuml;che und Bad ausgestattetes Appartement zum Gesamtkaufpreis von ca. 343.000&nbsp;DM; die Anschaffungskosten des Objektes waren in voller H&ouml;he fremdfinanziert. Das im Alleineigentum des Kl&auml;gers stehende Appartement befindet sich in einer Hotelanlage, die von einer Betriebsgesellschaft betrieben wird. Die jeweiligen Endnutzer sind berechtigt, das Appartement wahlweise mit oder ohne Hotelbetrieb anzumieten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Unter dem 29.10.\/04.11.1992 schloss der Kl&auml;ger mit der seinerzeitigen Betriebsgesellschaft (B-GmbH) einen Mietvertrag &uuml;ber das Hotelappartement ab; das Mietverh&auml;ltnis wurde beginnend mit der Fertigstellung des f&uuml;r das Objekt betreffenden Bauabschnitts f&uuml;r die Dauer von zehn Jahren (mit 2-maliger Verl&auml;ngerungsoption von jeweils f&uuml;nf Jahren) fest abgeschlossen. Der (feste) Mietzins betrug im Zeitpunkt des Vertragsschlusses einschlie&szlig;lich des seinerzeit g&uuml;ltigen Umsatzsteuersatzes 1.190,35&nbsp;DM brutto. Nach &sect;&nbsp;7 des Mietvertrages war die B-GmbH berechtigt, die Mietsache durch Abschluss eines Untermietvertrages an Hotelg&auml;ste und Kurzzeitmieter weiterzuvermieten. Eine Selbstnutzung durch den Kl&auml;ger fand w&auml;hrend der Dauer des Mietverh&auml;ltnisses mit der B-GmbH nicht statt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nachdem die B-GmbH in Insolvenz gefallen war, vermietete der Kl&auml;ger das Hotelappartement unter dem 11.05.2001 an die den Hotelbetrieb weiterf&uuml;hrende X-GmbH. Das Mietverh&auml;ltnis begann mit dem 01.02.2001 und wurde bis zum 31.12.2012 fest abgeschlossen. &sect;&nbsp;2 des Mietvertrages er&ouml;ffnete der X-GmbH eine Verl&auml;ngerungsoption, die auch wahrgenommen wurde; das Mietverh&auml;ltnis dauerte im Streitjahr an. Der dem Kl&auml;ger zustehende Mietzins dr&uuml;ckt sich in einem Promille-Satz aus, der seinem Anteil an der zu verteilenden Netto-Kalt-Miete entspricht. Diese errechnet sich aus der Netto-Mietzahlung des Endnutzers an den Mieter abz&uuml;glich der Verwaltungskosten der X-GmbH. Nach &sect;&nbsp;7 des Mietvertrages ist die X-GmbH berechtigt, die Mietsache durch Abschluss eines Untermietvertrages an Hotelg&auml;ste und Kurzzeitmieter weiterzuvermieten. Eine Selbstnutzung durch den Kl&auml;ger fand w&auml;hrend der Dauer des Mietverh&auml;ltnisses mit der X-GmbH nicht statt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger erzielte seit dem Erwerb des Objektes im Jahr 1993 bis einschlie&szlig;lich des Streitjahres (2014) stets Werbungskosten&uuml;bersch&uuml;sse, die er bei den Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung geltend machte. So ermittelte der Kl&auml;ger im Rahmen der Einkommensteuererkl&auml;rung f&uuml;r das Streitjahr einen Werbungskosten&uuml;berschuss f&uuml;r das Appartement in H&ouml;he von .\/.&nbsp;5.306&nbsp;EUR, den der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) im Einkommensteuerbescheid f&uuml;r 2014 vom 14.07.2015 zun&auml;chst antragsgem&auml;&szlig; &#8211;wegen nicht abschlie&szlig;end gekl&auml;rter Fragen jedoch unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;164 Abs.&nbsp;1 der Abgabenordnung (AO)&#8211; ber&uuml;cksichtigte; gleichzeitig erging der Bescheid hinsichtlich der Eink&uuml;nfte aus Vermietung und Verpachtung vorl&auml;ufig i.S. des &sect;&nbsp;165 Abs.&nbsp;1 AO. Unter dem 24.08.2015 erlie&szlig; das FA einen ge&auml;nderten Einkommensteuerbescheid f&uuml;r das Streitjahr, in dem der Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung nach &sect;&nbsp;164 Abs.&nbsp;2 AO aufgehoben wurde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ein gegen den &Auml;nderungsbescheid gerichteter Einspruch, mit dem der Kl&auml;ger u.a. die Rechtswidrigkeit des Vorl&auml;ufigkeitsvermerks geltend machte, hatte in dem hier interessierenden Kontext keinen Erfolg. Das FA vertrat die Auffassung, dass die Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht des Kl&auml;gers bez&uuml;glich der Vermietung des Hotelappartements mittels einer &Uuml;berschussprognose zu &uuml;berpr&uuml;fen sei; hiernach sei nicht ersichtlich, dass der Kl&auml;ger aus der Vermietung des Objekts einen Total&uuml;berschuss erzielen k&ouml;nne.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die hiergegen erhobene Klage hatte Erfolg. Das Finanzgericht (FG) vertrat die Auffassung, dass es sich bei dem Hotelappartement des Kl&auml;gers um eine Wohnimmobilie, nicht aber, wovon das FA im Veranlagungsverfahren ausgegangen war, um eine Gewerbeimmobilie handele. Eine Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht des Kl&auml;gers sei daher nicht zu pr&uuml;fen, sondern vielmehr typisierend zu unterstellen. Die Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht des Kl&auml;gers stehe auch nicht deswegen in Frage, weil orts&uuml;bliche Vermietungszeiten unterschritten w&uuml;rden. Der Kl&auml;ger habe vielmehr in der m&uuml;ndlichen Verhandlung unwidersprochen vorgetragen, dass die Auslastung des Appartements durch Vermietung bei 70&nbsp;% bis 80% gelegen habe; dieser Vortrag werde durch die vom Kl&auml;ger in &quot;beachtlichem&quot; Umfang erzielten Mieteinnahmen best&auml;tigt. Auch die hohe Zinsbelastung k&ouml;nne im Streitfall nicht allein dazu f&uuml;hren, die Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht des Kl&auml;gers zu bezweifeln; vielmehr habe der Kl&auml;ger dargelegt, dass die bestehenden Darlehensverbindlichkeiten durch die Auszahlung einer Lebensversicherung im Jahre 2021 nahezu vollst&auml;ndig getilgt werden k&ouml;nnten. Ab diesem Zeitpunkt sei mit einer &quot;nicht unbeachtlichen Rendite&quot; zu rechnen. Unbeschadet davon l&auml;gen im Streitfall auch keine anderen Indizien vor, die gegen das Vorliegen einer &Uuml;berschusserzielungsabsicht sprechen w&uuml;rden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hiergegen wendet sich das FA mit der Revision. Zu Unrecht sei das FG davon ausgegangen, dass die Auslastung des Appartements bei 70% bis 80&nbsp;% gelegen habe; zum einen k&ouml;nne die Auslastung nicht nur anhand der Einnahmen ermittelt werden, zum anderen habe der Kl&auml;ger &#8211;insbesondere in den Jahren 2007 und 2008&#8211; nur geringe Einnahmen erzielt. Auch die vertragliche Gestaltung des &#8211;nach Auffassung des FA umsatzabh&auml;ngigen&#8211; Mietzinses spreche gegen das Vorliegen einer Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht. Die Einlassung des Kl&auml;gers im finanzgerichtlichen Verfahren, er habe das Objekt zur Absicherung seiner Altersversorgung angeschafft, spreche weniger f&uuml;r die Intention der Erzielung positiver Eink&uuml;nfte, sondern mehr f&uuml;r die Intention der Erzielung nicht steuerbarer Verm&ouml;gensmehrungen. Zu Unrecht gehe das FG auch davon aus, dass die hohen Zinsbelastungen nicht zum Anlass genommen werden k&ouml;nnten, dem Kl&auml;ger eine fehlende Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht zu unterstellen. Entgegen der Auffassung des FG sei daher im Streitfall eine Total&uuml;berschussprognose zu erstellen, welche negativ ausfalle. Denn der Kl&auml;ger k&ouml;nne innerhalb des ma&szlig;geblichen Zeitraums von 30&nbsp;Jahren &#8211;mithin in den Jahren von 1993 bis 2023&#8211; keinen Total&uuml;berschuss erwirtschaften. Die diesem Ergebnis entgegenstehenden Tatsachen habe das FG unter Versto&szlig; gegen das Gesamtergebnis des Verfahrens festgestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>das angefochtene Urteil des FG vom 28.05.2018&nbsp;&#8211; 2&nbsp;K&nbsp;1925\/16 aufzuheben und die Sache zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung an das FG zur&uuml;ckzuverweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt,<br \/>die Revision des FA als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger weist darauf hin, dass das ma&szlig;gebliche Objekt seit der Anschaffung stets dauerhaft vermietet und zu keinem Zeitpunkt selbst genutzt worden sei. Dar&uuml;ber hinaus habe das FG ohne Versto&szlig; gegen Denkgesetze und Erfahrungss&auml;tze bindend festgestellt, dass der Kl&auml;ger in allen Jahren beachtliche Mieteinnahmen erzielt und die Auslastung des Appartements bei bis zu 70&nbsp;% bis 80&nbsp;% gelegen habe. Entgegen der Auffassung des FA liege keine umsatzabh&auml;ngige Mietzinsvereinbarung vor; Schwankungen der Ertr&auml;ge seien aufgrund der Saldierung von Mietzahlungen mit entsprechenden Instandhaltungskosten und Mietverzichten in Umbauphasen entstanden. Ausweislich der Prognoserechnung des Kl&auml;gers, welche im Investitionszeitpunkt (1992) erstellt worden sei, f&uuml;hre die Vermietung zu einem Total&uuml;berschuss. Zus&auml;tzliche Aufwendungen f&uuml;r das Objekt, welche Einfluss auf die Prognose hatten, seien durch die Insolvenz der B-GmbH sowie die Notwendigkeit entstanden, verschiedene Umbauten am Gesamtobjekt (d.h. am Hotelkomplex) mitzufinanzieren. Zu Unrecht unterstelle das FA, dass die Werbungskosten&uuml;bersch&uuml;sse vom Kl&auml;ger in Kauf genommen wurden, um einen nicht steuerbaren Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn zu erzielen. Rechtsirrig gehe das FA auch davon aus, dass die Sachverhaltsaufkl&auml;rung sowie die Gesamtw&uuml;rdigung des FG rechtsfehlerhaft seien. S&auml;mtliche Feststellungen des FG erg&auml;ben sich aus den Steuerakten sowie dem schl&uuml;ssigen und nachvollziehbaren Vortrag des Kl&auml;gers im finanzgerichtlichen Verfahren. Auch der Auslastungsgrad des Objektes sei nachweislich zutreffend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist nach &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) zur&uuml;ckzuweisen; denn sie ist unbegr&uuml;ndet. Zutreffend hat das FG im Ergebnis die Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht des Kl&auml;gers in Bezug auf das dauerhaft vermietete Hotelappartement bejaht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Eink&uuml;nfte aus Vermietung und Verpachtung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;21 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 des Einkommensteuergesetzes (EStG) erzielt, wer ein Grundst&uuml;ck, Geb&auml;ude oder Geb&auml;udeteil gegen Entgelt zur Nutzung &uuml;berl&auml;sst und beabsichtigt, auf die voraussichtliche Dauer der Nutzung einen &Uuml;berschuss der Einnahmen &uuml;ber die Werbungskosten zu erzielen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach dem Regelungszweck des &sect;&nbsp;21 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG ist bei einer auf Dauer angelegten Vermietungst&auml;tigkeit grunds&auml;tzlich und typisierend davon auszugehen, dass der Steuerpflichtige beabsichtigt, einen Einnahmen&uuml;berschuss zu erwirtschaften, auch wenn sich &uuml;ber l&auml;ngere Zeitr&auml;ume Werbungskosten&uuml;bersch&uuml;sse ergeben. Dies gilt jedoch nur f&uuml;r die Vermietung von Wohnungen; abweichend hiervon ist bei Gewerbeimmobilien die &Uuml;berschusserzielungsabsicht stets ohne typisierende Vermutung im Einzelfall festzustellen (st&auml;ndige Rechtsprechung, s. z.B. Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 17.04.2018&nbsp;&#8211; IX&nbsp;R&nbsp;9\/17, BFHE 261, 400, BStBl II 2019, 219, mit zahlreichen weiteren Nachweisen). Dabei sind Gewerbeimmobilien &#8211;in Abgrenzung zu einer Wohnung&#8211; alle Immobilien, die nicht Wohnzwecken dienen (BFH-Urteil vom 09.10.2013&nbsp;&#8211; IX&nbsp;R&nbsp;2\/13, BFHE 244, 247, BStBl II 2014, 527; Bl&uuml;mich\/Schallmoser, &sect;&nbsp;21 EStG Rz&nbsp;226).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Nach den zur Vermietung von Ferienwohnungen aufgestellten Rechtsprechungsgrunds&auml;tzen des erkennenden Senats ist grunds&auml;tzlich und typisierend von der Absicht des Steuerpflichtigen auszugehen, einen Einnahmen&uuml;berschuss zu erwirtschaften, wenn er eine Ferienwohnung ausschlie&szlig;lich an Ferieng&auml;ste vermietet und in der &uuml;brigen Zeit hierf&uuml;r bereith&auml;lt, soweit das Vermieten die orts&uuml;bliche Vermietungszeit von Ferienwohnungen &#8211;abgesehen von Vermietungshindernissen&#8211; nicht erheblich (d.h. um mindestens 25&nbsp;%) unterschreitet. Dabei geht die Rechtsprechung davon aus, dass das Vermieten einer Ferienwohnung mit einer auf Dauer angelegten Vermietung vergleichbar ist, wenn die Ferienwohnung im ganzen Jahr &#8211;bis auf orts&uuml;bliche Leerstandszeiten&#8211; an wechselnde Ferieng&auml;ste vermietet wird. Diese Grunds&auml;tze gelten in gleicher Weise, wenn der Steuerpflichtige die Wohnung nicht tageweise, sondern wochen- oder monatsweise an &quot;Kurzzeitmieter&quot; &uuml;berl&auml;sst (vgl. BFH-Urteil vom 08.01.2019&nbsp;&#8211; IX&nbsp;R&nbsp;37\/17, BFH\/NV 2019, 390, m.w.N.); sie sind daher auch auf die &#8211;im Streitfall zu beurteilende&#8211; dauerhafte (Zwischen-)Vermietung eines Hotelappartements zu &uuml;bertragen, das wahlweise tageweise oder l&auml;ngerfristig &uuml;ber eine Hotelbetriebsgesellschaft an Endnutzer &uuml;berlassen wird und bei dem sich der dem Steuerpflichtigen zustehende Mietzins nicht in einem festen Betrag, sondern in einem Promille-Satz ausdr&uuml;ckt, der seinem Anteil an der zu verteilenden Netto-Kalt-Miete entspricht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Entschlie&szlig;t sich der Steuerpflichtige, nach einer vorangegangenen dauerhaften Vermietung eine &quot;andere Form der Vermietung&quot; aufzunehmen, ist der subjektive Tatbestand des &sect;&nbsp;21 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG in diesem Zeitpunkt neu zu bewerten (vgl. BFH-Urteil in BFH\/NV 2019, 390, m.w.N.). Eine dahin gehende &quot;andere Form der Vermietung&quot; liegt auch dann vor, wenn der Steuerpflichtige ein dauerhaft vermietetes Immobilienobjekt gegen einen erfolgs- oder umsatzabh&auml;ngigen Mietzins &#8211;statt wie bisher gegen einen Mietzins, der sich in einem Festbetrag ausdr&uuml;ckt&#8211; zur Nutzung &uuml;berl&auml;sst.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Zur Pr&uuml;fung der Auslastung einer Ferienwohnung m&uuml;ssen die individuellen Vermietungszeiten des jeweiligen Objekts an Ferieng&auml;ste oder andere &quot;Kurzzeitmieter&quot; mit denen verglichen werden, die bezogen auf den gesamten Ort im Durchschnitt erzielt werden. Dabei ist &quot;Ort&quot; nicht identisch mit dem Gebiet einer Gemeinde; er kann, je nach der Struktur des Marktes, das Gebiet einer oder mehrerer vergleichbarer Gemeinden sowie lediglich Teile davon umfassen (BFH-Urteil in BFH\/NV 2019, 390, m.w.N.). Auf die Pr&uuml;fung der Auslastung eines dauerhaft im Rahmen eines Zwischenmietverh&auml;ltnisses &#8211;zu einem nach einem Promille-Anteil errechneten Mietzins&#8211; &uuml;berlassenen Hotelappartements sind diese Grunds&auml;tze entsprechend anzuwenden; dabei h&auml;lt es der Senat f&uuml;r erforderlich, aber grunds&auml;tzlich auch f&uuml;r ausreichend, auf die Auslastung des ma&szlig;geblichen Hotelkomplexes (anstatt auf die Auslastung s&auml;mtlicher Hotels am &quot;Ort&quot;) abzustellen. Erreicht diese schon im Normalfall &#8211;d.h. abgesehen von Vermietungshindernissen wie etwa Zeitr&auml;ume des sanierungsbedingten Leerstands&#8211; schon 70&nbsp;% oder mehr, ist ohne weitere Pr&uuml;fung davon auszugehen, dass die orts&uuml;blichen Vermietungszeiten nicht erheblich unterschritten werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Nach diesen Grunds&auml;tzen ist das FG &#8211;jedenfalls im Ergebnis&#8211; zu Recht davon ausgegangen, dass der Kl&auml;ger im Streitfall bei der Vermietung seines Hotelappartements mit Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht gehandelt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der Kl&auml;ger hat das Hotelappartement im Zeitraum von Januar 1993 bis einschlie&szlig;lich Januar 2001 dauerhaft zu einem festen Mietzins an die B-GmbH vermietet. F&uuml;r diesen Zeitraum ist die Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht typisierend zu unterstellen; einer &Uuml;berschussprognose bedarf es nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Ab dem 01.02.2001 hat der Kl&auml;ger das Hotelappartement dauerhaft an die X-GmbH vermietet. Der dem Kl&auml;ger zustehende Mietzins dr&uuml;ckte sich von diesem Zeitpunkt an nicht mehr in einem Festbetrag, sondern in einem Promille-Satz aus, der seinem Anteil an der zu verteilenden Netto-Kalt-Miete f&uuml;r das Gesamtobjekt entsprach. Diese errechnete sich aus der durch die Endnutzer an den Mieter (X-GmbH) geleisteten Netto-Mietzahlung abz&uuml;glich der Verwaltungskosten des Mieters. Durch diese &Auml;nderung der Mietkonditionen, welche durch die vorangegangene Insolvenz der B-GmbH und die &Uuml;bernahme der Zwischenvermietung durch die X-GmbH erforderlich geworden war, hat der Kl&auml;ger ab Februar 2001 eine andere Form der Vermietung gew&auml;hlt. Denn von diesem Zeitpunkt an war das Mietverh&auml;ltnis nicht mehr durch die blo&szlig;e Nutzungs&uuml;berlassung gegen (Fest-)Entgelt gepr&auml;gt, sondern durch eine zus&auml;tzliche, vertraglich vereinbarte erfolgsabh&auml;ngige Komponente. Dieser erfolgsabh&auml;ngige Aspekt l&auml;sst die Nutzungs&uuml;berlassung, welche bis dahin einer auf Dauer angelegten Vermietungst&auml;tigkeit entsprach, bei der grunds&auml;tzlich und typisierend davon auszugehen ist, dass der Steuerpflichtige beabsichtigt, einen Einnahmen&uuml;berschuss zu erwirtschaften, nunmehr einer Ferienwohnvermietung vergleichbar erscheinen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Indes ist die Vermietungst&auml;tigkeit des Kl&auml;gers auch unter diesem Blickwinkel nicht durch eine Prognose zu &uuml;berpr&uuml;fen. Denn der Kl&auml;ger hat zum einen sein Hotelappartement dauerhaft an die X-GmbH vermietet, ohne es selbst zu nutzen. Zum anderen hat das FG &#8211;f&uuml;r den BFH nach &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO bindend&#8211; festgestellt, dass die Vermietungst&auml;tigkeit des Kl&auml;gers die orts&uuml;bliche Vermietungszeit nicht erheblich unterschreitet. So ist insbesondere die auf dem Vortrag des Kl&auml;gers basierende Feststellung des FG, dass die Auslastung des Hotelkomplexes &#8211;abgesehen von Vermietungshindernissen wie etwa Zeitr&auml;ume des sanierungsbedingten Leerstands&#8211; zwischen 70&nbsp;% und 80&nbsp;% lag, nicht zu beanstanden. Dieser Schluss des FG ber&uuml;cksichtigt, dass die Einnahmen des Kl&auml;gers nicht auf der tats&auml;chlichen Auslastung &quot;seines&quot; Immobilienobjekts, sondern auf der Basis der zu verteilenden Netto-Kaltmiete ermittelt werden. Soweit das FA hierin einen Verfahrensmangel sieht, erkennt es nicht, dass es im Streitfall nicht auf die individuellen Vermietungszeiten des im Eigentum des Kl&auml;gers stehenden Objekts, sondern auf die Vermietungszeiten des Gesamtkomplexes ankommt. Liegen die Vermietungszeiten des Gesamtkomplexes indes schon zwischen 70&nbsp;% und 80&nbsp;%, kann von einer Unterschreitung orts&uuml;blicher Vermietungszeiten unter keinem denkbaren rechtlichen Aspekt ausgegangen werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Zu Recht ist das FG auch davon ausgegangen, dass die Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht im Streitfall nicht schon deshalb zu pr&uuml;fen ist, weil der Kl&auml;ger die Anschaffungskosten des Vermietungsobjekts mittels Darlehen finanziert hat, die erst bei F&auml;lligkeit durch den Einsatz von Lebensversicherungen abgel&ouml;st werden sollen (vgl. BFH-Urteil vom 19.04.2005&nbsp;&#8211; IX&nbsp;R&nbsp;15\/04, BFHE 210, 24, BStBl II 2005, 754). Denn es ist weder festgestellt noch aus den Akten ersichtlich, dass der Kl&auml;ger dabei auch anfallende Schuldzinsen fremdfinanziert hat und damit Zinsen auflaufen lie&szlig;, deren Kompensation nicht durch ein entsprechendes Finanzierungskonzept vorgesehen war (vgl. BFH-Urteil vom 10.05.2007&nbsp;&#8211; IX&nbsp;R&nbsp;7\/07, BFHE 218, 160, BStBl II 2007, 873).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Sache ist spruchreif. F&uuml;r den Zeitraum von Januar 1993 bis einschlie&szlig;lich Januar 2001 ist die Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht des Kl&auml;gers schon mit Blick auf die dauerhafte Vermietung zu einem festen Mietzins nicht zu pr&uuml;fen. Auch in den Jahren ab 2001 hat der Kl&auml;ger ein nach den Rechtsprechungsgrunds&auml;tzen &uuml;ber die Vermietung von Ferienwohnungen zu beurteilendes Objekt dauerhaft vermietet; er hat das Objekt weder selbst genutzt noch wurden orts&uuml;bliche Vermietungszeiten erheblich unterschritten. Vor diesem Hintergrund ist auch f&uuml;r diesen Zeitraum grunds&auml;tzlich und typisierend davon auszugehen, dass der Kl&auml;ger mit der Absicht gehandelt hat, bei seinen Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung einen Einnahmen&uuml;berschuss zu erwirtschaften. Einer &Uuml;berschussprognose bedarf es nicht. Hiervon ist im Ergebnis auch das FG ausgegangen, wenngleich es &#8211;ebenso wie die Beteiligten&#8211; in Unkenntnis des erst sp&auml;ter ergangenen BFH-Urteils in BFH\/NV 2019, 390 unterstellt hat, dass der Prognosezeitraum bereits im Jahr 1993 beginne.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit das FG &#8211;unabh&auml;ngig hiervon&#8211; auch die Annahme des FA, wonach im Streitfall eine &Uuml;berschussprognose durchzuf&uuml;hren sei, mit dem Argument verworfen hat, dass die Prognose zugunsten des Kl&auml;gers ausfalle, kommt es hierauf im Revisionsverfahren ebenso wenig an wie auf die in diesem Zusammenhang vom FA erhobenen Revisionsr&uuml;gen, welche angesichts des vorstehenden rechtlichen Befunds nicht entscheidungserheblich sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 2.7.2019, IX R 18\/18ECLI:DE:BFH:2019:U.020719.IXR18.18.0 Zur Pr&uuml;fung der Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht f&uuml;r ein in einem Hotelkomplex befindliches, dauerhaft an eine Hotelbetriebsgesellschaft zur Nutzung &uuml;berlassenes Appartement Leits&auml;tze 1. NV: Entschlie&szlig;t sich der Steuerpflichtige, nach einer vorangegangenen dauerhaften Vermietung eine &quot;andere Form der Vermietung&quot; aufzunehmen, ist der subjektive Tatbestand des &sect; 21 Abs. 1 Satz 1 Nr. &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ix-r-18-18-zur-pruefung-der-einkuenfteerzielungsabsicht-fuer-ein-in-einem-hotelkomplex-befindliches-dauerhaft-an-eine-hotelbetriebsgesellschaft-zur-nutzung-ueberlassenes-appartement\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">IX&nbsp;R&nbsp;18\/18 &#8211; Zur Pr&uuml;fung der Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht f&uuml;r ein in einem Hotelkomplex befindliches, dauerhaft an eine Hotelbetriebsgesellschaft zur Nutzung &uuml;berlassenes Appartement<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-71443","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71443","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=71443"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71443\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=71443"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=71443"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=71443"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}