{"id":71446,"date":"2019-11-16T18:51:55","date_gmt":"2019-11-16T16:51:55","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=71446"},"modified":"2019-11-16T18:51:55","modified_gmt":"2019-11-16T16:51:55","slug":"v-r-67-16-fehlende-selbstlosigkeit-einer-zu-steuerbeguenstigten-finanzierungszwecken-zwischengeschalteten-ggmbh","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/v-r-67-16-fehlende-selbstlosigkeit-einer-zu-steuerbeguenstigten-finanzierungszwecken-zwischengeschalteten-ggmbh\/","title":{"rendered":"V&nbsp;R&nbsp;67\/16 &#8211; Fehlende Selbstlosigkeit einer zu steuerbeg&uuml;nstigten Finanzierungszwecken zwischengeschalteten gGmbH"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 22.8.2019, V R 67\/16<br \/>ECLI:DE:BFH:2019:U.220819.VR67.16.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Fehlende Selbstlosigkeit einer zu steuerbeg&uuml;nstigten Finanzierungszwecken zwischengeschalteten gGmbH<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Eine K&ouml;rperschaft ist dann nicht selbstlos t&auml;tig, wenn sie die durch Spenden ihrer Gesellschafter erlangten (nicht gebundenen) Verm&ouml;gensmittel ausschlie&szlig;lich und von vornherein zur Finanzierung einer von diesen Gesellschaftern beherrschten Personengesellschaft einsetzt.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision der Kl&auml;gerin gegen das Urteil des Finanzgerichts M&uuml;nchen vom 25.04.2016 &#8211; 7 K 1252\/14 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat die Kl&auml;gerin zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Streitig ist, ob der Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) die Anerkennung als gemeinn&uuml;tzige GmbH (gGmbH) f&uuml;r die Jahre 2010 und 2011 (Streitjahre) zu Recht versagt wurde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin ist eine in 2010 als gemeinn&uuml;tzige GmbH errichtete und noch im selben Jahr in das Handelsregister des Amtsgerichts X eingetragene Kapitalgesellschaft mit einem Stammkapital von 51.000&nbsp;EUR. Ihr Gesellschaftszweck ist die F&ouml;rderung des Gesundheitswesens, insbesondere die F&ouml;rderung von Forschung und Bildung im Gesundheitswesen sowie die Unterst&uuml;tzung von Krankenh&auml;usern und Kliniken in X (&sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 und 3 der Abgabenordnung &#8211;AO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Gesch&auml;ftsanteile der Kl&auml;gerin werden von vier famili&auml;r verbundenen Gesellschaftern (C, F, U sowie A) gehalten, ihr Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer ist C. In den Streitjahren waren diese vier Gesellschafter auch mit 98&nbsp;% an der A-KG beteiligt: C, F und A als Kommanditisten, U (neben der A-GmbH) als Komplement&auml;r. Die A-KG wies zum 31.12.2010 keinerlei Verbindlichkeiten gegen&uuml;ber Kreditinstituten auf, w&auml;hrend die Verbindlichkeiten gegen&uuml;ber ihren Gesellschaftern zu diesem Zeitpunkt&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;EUR (zum 31.12.2009: ca.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;EUR) betrugen; zum 31.12.2010 wies die A-KG Verbindlichkeiten gegen&uuml;ber den Gesellschaftern von ca.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;EUR aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 08.12.2010 und am 05.12.2011 hatte die Kl&auml;gerin mit der A-KG Darlehensvertr&auml;ge abgeschlossen, in denen sie sich verpflichtete, dieser jeweils 3&nbsp;Mio.&nbsp;EUR als Darlehen f&uuml;r die Dauer von zehn Jahren zu einem j&auml;hrlich am 02.01. festzulegenden Zinssatz zu gew&auml;hren. Der ma&szlig;gebliche Zinssatz richtete sich nach dem Festgeldsatz auf der Basis des 1-Jahres-Euribor zuz&uuml;glich einer Marge von 0,6&nbsp;%. Sicherheiten wurden nicht vereinbart, das Darlehensverh&auml;ltnis konnte aber aus wichtigem Grund gek&uuml;ndigt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nachdem der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) der Kl&auml;gerin am 20.12.2010 f&uuml;r Spendenzwecke eine &quot;vorl&auml;ufige Bescheinigung&quot; erteilt hatte, wonach sie aufgrund der eingereichten Satzung ausschlie&szlig;lich und unmittelbar steuerbeg&uuml;nstigten gemeinn&uuml;tzigen Zwecken diene, spendeten die vier Gesellschafter am 21.12.2010 insgesamt 3&nbsp;Mio.&nbsp;EUR (U:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;EUR, C und F jeweils&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;EUR, A:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;EUR) zur Anlage in den Verm&ouml;gensstock der Kl&auml;gerin (&sect;&nbsp;58 Nr.&nbsp;11b AO i.d.F. der Streitjahre &#8211;AO a.F.&#8211;). Aufgrund der Spenden und der bereits zuvor vereinbarten Darlehensgew&auml;hrung der Kl&auml;gerin an die A-KG minderten sich die Gesellschafterdarlehen in entsprechender H&ouml;he. Im Folgejahr &uuml;berwiesen die Gesellschafter am 22.12.2011 erneut insgesamt 3&nbsp;Mio.&nbsp;EUR; auch hierf&uuml;r erteilte ihnen die Kl&auml;gerin jeweils Spendenquittungen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auf der Grundlage des zum 02.01.2010 ma&szlig;geblichen Euribor (1,251&nbsp;%) ergab sich bei einem Zuschlag von 0,6&nbsp;% ein Zinssatz von 1,851&nbsp;% f&uuml;r 2010. Anfang 2011 betrug der Euribor 1,504&nbsp;%, die Verzinsung f&uuml;r das Jahr 2011 wurde daher mit 2,104&nbsp;% vorgenommen. Der Kl&auml;gerin flossen auf der Grundlage dieser Zinss&auml;tze 1.833,34&nbsp;EUR (2010) und 67.650&nbsp;EUR (2011) zu. Zur Erf&uuml;llung ihres Gesellschaftszwecks beschlossen die Gesellschafter am 18.12.2012, Zinsertr&auml;ge in H&ouml;he von 67.980&nbsp;EUR an eine Kinderklinik zu spenden; dieser Beschluss wurde in 2013 ausgef&uuml;hrt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nachdem das FA der Kl&auml;gerin im Schreiben vom 15.04.2013 mitgeteilt hatte, dass &#8211;nach &Uuml;berpr&uuml;fung der eingereichten Unterlagen&#8211; die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;55 AO (Selbstlosigkeit) nicht erf&uuml;llt seien, weil die Kl&auml;gerin mit der Vergabe zinsg&uuml;nstiger und ungesicherter Darlehen an eine den Gesellschaftern nahestehende Personengesellschaft (A-KG) vorrangig zur F&ouml;rderung eigenwirtschaftlicher Interessen der Gesellschafter t&auml;tig geworden sei, widerrief es mit Bescheid vom 14.08.2013 die f&uuml;r Spendenzwecke erteilte &quot;vorl&auml;ufige Bescheinigung&quot;; der Widerruf bezog sich auch auf die Berechtigung, k&uuml;nftig Zuwendungsbest&auml;tigungen auszustellen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gegen die hierauf vom FA erlassenen K&ouml;rperschaftsteuer- und Gewerbesteuermessbescheide der Streitjahre legte die Kl&auml;gerin Einspruch ein und &uuml;bersandte zum Nachweis, dass Sicherheiten f&uuml;r die Darlehen nicht erforderlich seien, die Jahresabschl&uuml;sse der A-KG zum 31.12.2010 sowie zum 31.12.2011. Den Einspruch wies das FA mit Einspruchsentscheidung vom 09.04.2014 als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die dagegen erhobene Klage vor dem Finanzgericht (FG) hatte keinen Erfolg. Das FG begr&uuml;ndete die Klageabweisung in seinem in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2017, 753 ver&ouml;ffentlichten Urteil damit, dass die Kl&auml;gerin durch die Darlehensvergabe zu einem vergleichsweise niedrigen Zinssatz verdeckte Gewinnaussch&uuml;ttungen (vGA) an die A-KG vorgenommen habe. Daneben sei mit der Vergabe von nahezu s&auml;mtlichen Mitteln als ungesichertes Darlehen die &auml;u&szlig;erste Grenze eines unter Risikogesichtspunkten zul&auml;ssigen Verhaltens &uuml;berschritten worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die aus dem Euribor abgeleiteten Zinss&auml;tze bewegten sich nicht im fremd&uuml;blichen Rahmen, da die Kl&auml;gerin in 2010 ca.&nbsp;2,8&nbsp;% (Erwerb einer zehnj&auml;hrigen Bundesanleihe) bzw. ca. 3,3&nbsp;% (Sparbrief mit zehnj&auml;hriger Laufzeit) h&auml;tte erhalten k&ouml;nnen und f&uuml;r Hypothekendarlehen bei zehnj&auml;hriger Laufzeit sogar ca.&nbsp;3,6&nbsp;% erzielt worden seien. Bei Hingabe des zweiten Darlehens im Dezember 2011 h&auml;tte die Kl&auml;gerin ca.&nbsp;2,2&nbsp;% (Erwerb von zehnj&auml;hrigen Bundesanleihen) bzw. ca.&nbsp;3,5&nbsp;% (Sparbrief mit zehnj&auml;hriger Laufzeit) erhalten k&ouml;nnen, die Hypothekenzinsen h&auml;tten ca.&nbsp;3,2&nbsp;% betragen. Zinssteigernd m&uuml;sse zudem ber&uuml;cksichtigt werden, dass f&uuml;r ein ungesichertes Unternehmensdarlehen erfahrungsgem&auml;&szlig; h&ouml;here Zinss&auml;tze als f&uuml;r Hypothekendarlehen entrichtet w&uuml;rden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gemeinn&uuml;tzigkeitssch&auml;dlich sei au&szlig;erdem, dass die Kl&auml;gerin nahezu s&auml;mtliche Mittel als ungesichertes Darlehen f&uuml;r die Dauer von zehn Jahren vergeben habe (Mittelfehlverwendung). Die K&ouml;rperschaft m&uuml;sse eine dauerhafte Erhaltung des Verm&ouml;gensstocks gew&auml;hrleisten. Daran fehle es, weil ein ordentlicher und gewissenhafter Gesch&auml;ftsleiter einem fremden Dritten kein ungesichertes Darlehen &uuml;ber das nahezu gesamte Verm&ouml;gen ausgereicht h&auml;tte. Auf eine Sicherung habe &#8211;trotz ausreichenden Eigenkapitals der A-KG und des gro&szlig;en Privatverm&ouml;gens des Komplement&auml;rs der A-KG&#8211; nicht verzichtet werden k&ouml;nnen. Die Besicherung des Darlehens sei auch nicht wegen der jederzeitigen K&uuml;ndigungsm&ouml;glichkeit entbehrlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Revision r&uuml;gt die Kl&auml;gerin die Verletzung materiellen Rechts (&sect;&nbsp;55 AO) und tr&auml;gt zur Begr&uuml;ndung im Wesentlichen vor:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Entgegen dem Urteil des FG sei die getroffene Zinsvereinbarung markt&uuml;blich. Der Euribor sei ein geeigneter Zinsma&szlig;stab, da er jedenfalls bei Anwendung eines Aufschlags von 0,6&nbsp;% zu markt&uuml;blichen Zinsen f&uuml;hre. Angesichts der wirtschaftlich voneinander unabh&auml;ngigen Vertragsparteien und der Darlehensgew&auml;hrung zu Investitionszwecken seien besondere Sicherheiten nicht erforderlich gewesen; das Fehlen solcher Sicherheiten erfordere jedenfalls keinen Zinsaufschlag. Der nicht erfolgten Bestellung von Sicherheiten komme allenfalls eine geringe und damit keine entscheidungserhebliche Bedeutung zu. Abgesehen davon seien die Darlehen durch die gute Bonit&auml;t der A-KG sowie das gro&szlig;e Verm&ouml;gen des pers&ouml;nlich haftenden Gesellschafters hinreichend abgesichert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine Verm&ouml;gensanlage versto&szlig;e nicht gegen das Gebot der Selbstlosigkeit, wenn sich diese nach Art und H&ouml;he der Rendite im pflichtgem&auml;&szlig;en Ermessen des gesch&auml;ftsf&uuml;hrenden Organs bewege und lediglich als Nebeneffekt einen wirtschaftlichen Vorteil beim Gesellschafter der gemeinn&uuml;tzigen K&ouml;rperschaft bewirke. Selbst wenn der vereinbarte Zinssatz zu niedrig sei, habe die Kl&auml;gerin in erster Linie selbstlos gehandelt, ein eventueller Nutzen der Gesellschafter der A-KG sei lediglich ein unsch&auml;dlicher Nebeneffekt, der nicht zur Aberkennung der Gemeinn&uuml;tzigkeit f&uuml;hre. Jedenfalls ergebe eine Abw&auml;gung, dass auch bei einem gewissen Nutzen der Gesellschafter die allgemeinwohlf&ouml;rdernde T&auml;tigkeit der Kl&auml;gerin &uuml;berwiege.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt,<br \/>das Urteil des FG M&uuml;nchen vom 25.04.2016&nbsp;&#8211; 7&nbsp;K&nbsp;1252\/14 sowie die K&ouml;rperschaftsteuerbescheide und Bescheide &uuml;ber den Gewerbesteuermessbetrag 2010 und 2011 vom 04.09.2013 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 09.04.2014 aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision als unbegr&uuml;ndet abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es schlie&szlig;t sich den Ausf&uuml;hrungen des FG im angefochtenen Urteil an und tr&auml;gt erg&auml;nzend vor: Die Vereinbarung eines variablen Zinssatzes beeinflusse nicht die Laufzeit von zehn Jahren und k&ouml;nne insbesondere nicht dazu f&uuml;hren, dass sich ein angemessener Zinssatz an einj&auml;hrigen Anlageformen zu orientieren habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit die Kl&auml;gerin ausf&uuml;hre, dass allein Angebot und Nachfrage auf dem Kapitalmarkt den Marktpreis bestimmten, habe sie keinerlei Vergleichsangebote aus diesem Privatmarkt vorgelegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG habe zutreffend darauf abgestellt, dass die zivilrechtliche K&uuml;ndigungsm&ouml;glichkeit eine Besicherung der Darlehen nicht entbehrlich mache, da wegen der Beteiligung s&auml;mtlicher Gesellschafter der Kl&auml;gerin an der A-KG die Interessen der Kl&auml;gerin nicht hinreichend gesch&uuml;tzt seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision der Kl&auml;gerin ist unbegr&uuml;ndet und daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 und 4 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG hat die Steuerfreiheit wegen Verfolgung gemeinn&uuml;tziger Zwecke im Ergebnis zu Recht versagt. Die tats&auml;chliche Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung der Kl&auml;gerin war in den Streitjahren nicht selbstlos (&sect;&nbsp;55 AO), sondern diente vorrangig eigenwirtschaftlichen Zwecken der Kl&auml;gerin und ihrer Gesellschafter.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin ist in den Streitjahren nicht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;9 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes (KStG) und &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;6 des Gewerbesteuergesetzes (GewStG) von der K&ouml;rperschaftsteuer und der Gewerbesteuer befreit.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Steuerbefreiungen des &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;9 KStG, &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;6 GewStG setzen voraus, dass die K&ouml;rperschaft nach ihrer tats&auml;chlichen Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung ausschlie&szlig;lich und unmittelbar gemeinn&uuml;tzigen (im Streitfall: &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 und 3 AO) oder &#8211;was im Streitfall nicht in Betracht kommt&#8211; mildt&auml;tigen oder kirchlichen Zwecken dient (&sect;&nbsp;59, &sect;&nbsp;63 Abs.&nbsp;1 AO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AO verfolgt eine K&ouml;rperschaft gemeinn&uuml;tzige Zwecke, wenn ihre T&auml;tigkeit darauf gerichtet ist, die Allgemeinheit auf materiellem, geistigem oder sittlichem Gebiet &quot;selbstlos&quot; zu f&ouml;rdern. Dabei tr&auml;gt eine K&ouml;rperschaft, die eine Steuerbefreiung oder Steuererm&auml;&szlig;igung wegen Verfolgung steuerbeg&uuml;nstigter Zwecke begehrt, die Feststellungslast f&uuml;r die Tatsachen, aus denen sich ergibt, dass sie die Voraussetzungen der Steuerbefreiung oder Steuererm&auml;&szlig;igung erf&uuml;llt (Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 23.02.2017&nbsp;&#8211; V&nbsp;R&nbsp;51\/15, BFH\/NV 2017, 882; BFH-Beschluss vom 28.10.2004&nbsp;&#8211; I&nbsp;B&nbsp;95\/04, BFH\/NV 2005, 160).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die F&ouml;rderung steuerbeg&uuml;nstigter Zwecke geschieht selbstlos, wenn dadurch nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke &#8211;zum Beispiel gewerbliche Zwecke oder sonstige Erwerbszwecke&#8211; verfolgt werden (&quot;Selbstlosigkeit im engeren Sinne&quot;) und dar&uuml;ber hinaus die gesetzlichen Vorgaben f&uuml;r die Mittel- und Verm&ouml;gensverwendung eingehalten werden. &sect;&nbsp;55&nbsp;AO unterscheidet somit zwischen einem Verbot der prim&auml;ren Verfolgung eigenwirtschaftlicher Zwecke nach &sect;&nbsp;55 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Halbsatz&nbsp;1 AO und weiteren Vorgaben f&uuml;r die Mittel- und Verm&ouml;gensverwendung nach &sect;&nbsp;55 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Halbsatz&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 bis 5 AO (vgl. H&uuml;ttemann, Gemeinn&uuml;tzigkeits- und Spendenrecht, 4.&nbsp;Aufl., Kap.&nbsp;4, Rz&nbsp;4.67). Selbst einer objektiv im gemeinn&uuml;tzigen Sinn t&auml;tigen K&ouml;rperschaft kann nach diesen Ma&szlig;st&auml;ben im Einzelfall die Steuerbefreiung versagt werden, wenn die Mitglieder, der Stifter oder die Gesellschafter in erster Linie eigenwirtschaftliche Interessen verfolgen (Schauhoff, Handbuch der Gemeinn&uuml;tzigkeit, &sect;&nbsp;9 Rz&nbsp;67).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) &quot;Eigenwirtschaftliche Zwecke&quot; werden nicht nur verfolgt, wenn es um die wirtschaftlichen Interessen und Vorteile der K&ouml;rperschaft selbst geht (vgl. hierzu BFH-Urteil vom 26.04.1989&nbsp;&#8211; I&nbsp;R&nbsp;209\/85, BFHE 157, 132, BStBl II 1989, 670); eine K&ouml;rperschaft handelt auch dann nicht selbstlos, wenn sie in erster Linie unmittelbar oder mittelbar die wirtschaftlichen Interessen ihrer Mitglieder (BFH-Urteile vom 13.12.1978&nbsp;&#8211; I&nbsp;R&nbsp;39\/78, BFHE 127, 330, BStBl II 1979, 482; in BFHE 157, 132, BStBl II 1989, 670, sowie vom 23.10.1991&nbsp;&#8211; I&nbsp;R&nbsp;19\/91, BFHE 165, 484, BStBl II 1992, 62) oder die Interessen der den Mitgliedern nahestehenden Personen wahrnimmt (H&uuml;ttemann, Gemeinn&uuml;tzigkeits- und Spendenrecht, 4. Aufl., Kap.&nbsp;4, Rz&nbsp;4.76; FG K&ouml;ln, Urteile vom 10.10.2002&nbsp;&#8211; 13&nbsp;K&nbsp;1465\/00, EFG 2003, 422, sowie vom 15.07.2004&nbsp;&#8211; 13&nbsp;K&nbsp;2530\/03, EFG 2005, 222; Unger in Gosch, AO, &sect;&nbsp;55 AO Rz&nbsp;21).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine K&ouml;rperschaft verfolgt &quot;in erster Linie&quot; eigenwirtschaftliche Zwecke, wenn sie vorrangig und somit nicht nur nebenbei ihre eigenen wirtschaftlichen Interessen oder (mittelbar) die ihrer Mitglieder f&ouml;rdert (BFH-Beschluss vom 27.04.2005&nbsp;&#8211; I&nbsp;R&nbsp;90\/04, BFHE 209, 489, BStBl II 2006, 198, unter II.1.a, Rz&nbsp;25; BFH-Urteil in BFHE 165, 484, BStBl II 1992, 62; Seer in Tipke\/Kruse, Abgabenordnung, Finanzgerichtsordnung, &sect;&nbsp;55 AO Rz&nbsp;4). An der Selbstlosigkeit fehlt es nicht nur dann, wenn der Eigennutz der Mitglieder in den Vordergrund tritt (BFH-Urteil in BFHE 127, 330, BStBl II 1979, 482), Selbstlosigkeit i.S. von &sect;&nbsp;55 AO ist im Regelfall auch dann zu verneinen, wenn das Entstehen von eigenwirtschaftlichen Vorteilen f&uuml;r alle Beteiligten oder wenigstens f&uuml;r einen wesentlichen Teil der Beteiligten mitentscheidend gewesen ist (H&uuml;ttemann, Gemeinn&uuml;tzigkeits- und Spendenrecht, 4.&nbsp;Aufl., Kap.&nbsp;4, Rz&nbsp;4.81). Eigenwirtschaftliche Zwecke der Mitglieder werden somit &quot;in erster Linie&quot; verfolgt, wenn die bewirkte F&ouml;rderung der Allgemeinheit im Vergleich zu den eigenwirtschaftlichen Vorteilen der Mitglieder oder ihnen nahestehenden Personen nicht &uuml;berwiegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Feststellung der fehlenden Selbstlosigkeit erfordert eine Abw&auml;gung zwischen den eigenwirtschaftlichen Vorteilen und der F&ouml;rderung der Allgemeinheit (H&uuml;ttemann, Grundprinzipien des steuerlichen Gemeinn&uuml;tzigkeitsrechts, Deutsche Steuerjuristische Gesellschaft &#8211;DStJG&#8211;, Bd.&nbsp;26, S.&nbsp;49&nbsp;ff., 68, unter 2.; Schauhoff, Handbuch der Gemeinn&uuml;tzigkeit, &sect;&nbsp;9 Rz&nbsp;15 sowie Rz&nbsp;67). Dabei sind Art und Ausma&szlig; des eigenwirtschaftlichen Vorteils des einzelnen Mitglieds ebenso zu ber&uuml;cksichtigen wie die Anzahl der wirtschaftlich gef&ouml;rderten Mitglieder im Verh&auml;ltnis zur Gesamtzahl der Mitglieder und der gef&ouml;rderten Personen insgesamt (Schauhoff, a.a.O., &sect;&nbsp;9 Rz&nbsp;15 a.E.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der Selbstlosigkeitsgrundsatz ist nicht auf wirtschaftliche Vorteile der Mitglieder in ihrer Erwerbssph&auml;re beschr&auml;nkt; sch&auml;dlich sind &uuml;berdies wirtschaftliche Vorteile im privaten Bereich, also auch ersparte Aufwendungen. Erstreben die Mitglieder einer K&ouml;rperschaft durch ihre Beteiligung an der Gr&uuml;ndung in erster Linie eine &quot;Ausgabenersparnis&quot;, fehlt es daher an der Selbstlosigkeit (H&uuml;ttemann, Gemeinn&uuml;tzigkeits- und Spendenrecht, 4. Aufl., Kap.&nbsp;4, Rz&nbsp;4.79; Unger in Gosch, AO &sect;&nbsp;55 Rz&nbsp;22; Musil in H&uuml;bschmann\/ Hepp\/Spitaler, &sect;&nbsp;55 AO Rz&nbsp;24; Seer, Gemeinwohlzwecke und steuerliche Entlastung, DStJG, Bd.&nbsp;26 (2003), S.&nbsp;11&nbsp;ff., 32). Eine (sch&auml;dliche) Ausgabenersparnis tritt auch dann ein, wenn wirtschaftliche Vorteile in Gestalt der Steuerersparnis erlangt werden sollen (vgl. hierzu FG K&ouml;ln in EFG 2003, 422 zur Inanspruchnahme des erm&auml;&szlig;igten Steuersatzes durch Gr&uuml;ndung eines Luftsportvereins).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Der BFH hat die Gemeinn&uuml;tzigkeit wegen fehlender Selbstlosigkeit verneint, wenn ein Wettbewerbsverein (Abmahnverein) vornehmlich zur Wahrung der gewerblichen Interessen seiner unternehmerisch t&auml;tigen Mitglieder t&auml;tig wird (BFH-Urteil vom 06.10.2009&nbsp;&#8211; I&nbsp;R&nbsp;55\/08, BFHE&nbsp;226, 525, BStBl II 2010, 335) oder wenn sich ein Verein mit dem Zweck der sozialen, gesundheitlichen und kulturellen Betreuung von Angestellten mehrerer Banken und ihrer Angeh&ouml;rigen darauf beschr&auml;nkt, seinen Mitgliedern preisg&uuml;nstige Reisen zu vermitteln und zinsg&uuml;nstige Darlehen zu gew&auml;hren (BFH-Urteil vom 28.06.1989&nbsp;&#8211; I&nbsp;R&nbsp;86\/85, BFHE 157, 416, BStBl II 1990, 550). Im Urteil in BFH\/NV 2017, 882 hat der erkennende Senat einer Stiftung wegen fehlender Selbstlosigkeit die Gemeinn&uuml;tzigkeit versagt, weil der Kunstbestand in den Privatr&auml;umen des Stifters untergebracht und nur eingeschr&auml;nkt der &Ouml;ffentlichkeit zug&auml;nglich gemacht wurde. Der private &quot;Genuss&quot; des Kunstbestands &uuml;berwog hier die nur eingeschr&auml;nkte F&ouml;rderung der Allgemeinheit.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Nach diesen Ma&szlig;st&auml;ben erweist sich das Urteil des FG als im Ergebnis zutreffend. Die Kl&auml;gerin hat mit der Darlehensvergabe an die A-KG gegen &sect;&nbsp;55 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Halbsatz&nbsp;1 AO versto&szlig;en. Die Abw&auml;gung des von ihr bewirkten Gemeinwohlnutzens mit den von ihr selbst und ihren Gesellschaftern verfolgten eigenwirtschaftlichen Interessen f&uuml;hrt zu dem Ergebnis, dass die objektiv bewirkte F&ouml;rderung der Allgemeinheit die eigenwirtschaftlichen Vorteile s&auml;mtlicher Mitglieder und der ihnen nahestehenden A-KG nicht &uuml;berwiegt, sondern die eigenwirtschaftlichen Vorteile zumindest mitentscheidend f&uuml;r die Gr&uuml;ndung der Kl&auml;gerin waren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der Senat verkennt nicht, dass die Kl&auml;gerin die Allgemeinheit objektiv dadurch gef&ouml;rdert hat, dass sie zur Erf&uuml;llung ihres Gesellschaftszwecks (F&ouml;rderung des Gesundheitswesens) die j&auml;hrlichen Zinsertr&auml;ge f&uuml;r gemeinn&uuml;tzige Zwecke verwendete. Laut Gesellschafterbeschluss vom 18.12.2012 waren dies 67.980&nbsp;EUR, die einer Kinderklinik in X zugewendet wurden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Bei der gebotenen Abw&auml;gung zwischen den eigenwirtschaftlichen Interessen (Vorteilen) und der F&ouml;rderung der Allgemeinheit kann allerdings nicht unber&uuml;cksichtigt bleiben, dass die Kl&auml;gerin zur mittelbaren Gesellschafterfinanzierung der A-KG eingesetzt wurde und sie erst dadurch ihren Gesellschaftern eine erhebliche Steuerersparnis erm&ouml;glichte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die A-KG wies in den Streitjahren keine Verbindlichkeiten gegen&uuml;ber Kreditinstituten aus, da sie ihren Kapitalbedarf &uuml;ber Gesellschafterdarlehen deckte, die zu 0,5&nbsp;% verzinst wurden. Diese Gesellschafterdarlehen wurden in 2010 von ca.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;EUR um 3&nbsp;Mio.&nbsp;EUR auf ca.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;EUR zur&uuml;ckgef&uuml;hrt. Der fortbestehende Kapitalbedarf wurde nunmehr dadurch gedeckt, dass die Kl&auml;gerin die bislang von den Gesellschaftern vorgenommene Finanzierung &uuml;bernahm. Hierzu schloss die A-KG mit der Kl&auml;gerin am 08.12.2010 und am 05.12.2011 Darlehensvertr&auml;ge &uuml;ber jeweils 3&nbsp;Mio.&nbsp;EUR ab. Die hierf&uuml;r erforderlichen Mittel erhielt die Kl&auml;gerin durch die Zahlungen der Gesellschafter vom 21.12.2010 und vom 22.12.2011 direkt im Anschluss an die &Uuml;bermittlung der Spendenquittungen. Ihre durch Spenden erlangten Mittel waren zur Finanzierung der A-KG fest und von vornherein eingeplant. Dies ergibt sich nicht nur daraus, dass eine alternative Kapitalanlage der Mittel (z.B. in Bundesanleihen oder Sparbriefen) von der Kl&auml;gerin weder gepr&uuml;ft noch &uuml;berhaupt in Erw&auml;gung gezogen wurde, sondern auch daraus, dass die Zuwendungen an die Kl&auml;gerin sofort im Anschluss an die Ausstellung der Spendenquittungen an die A-KG weitergeleitet wurden. Die Finanzierungsfunktion der Kl&auml;gerin wird besonders im Streitjahr 2010 offensichtlich, als zun&auml;chst Gesellschafterdarlehen in H&ouml;he von 3&nbsp;Mio.&nbsp;EUR an die Gesellschafter zur&uuml;ckgezahlt wurden, dieser Betrag jedoch gegen Jahresende wieder als Darlehen &#8211;nunmehr von der Kl&auml;gerin&#8211; an die A-KG ausgereicht wurde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin kann ihrer Funktion als Finanzierungsgesellschaft der A-KG nicht entgegenhalten, dass es keine Pflicht der Gesellschaft zu einer optimalen Verm&ouml;gensanlage gebe. Denn es geht hier nicht um die H&ouml;he der tats&auml;chlich erzielten oder erzielbaren Zinsen, sondern darum, ob sie dem Grunde nach eher gemeinn&uuml;tzige oder &uuml;berwiegend erwerbswirtschaftliche Ziele ihrer Gesellschafter bzw. der diesen nahestehenden A-KG verfolgt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Dar&uuml;ber hinaus erlangten die Gesellschafter mit der Umstellung der direkten Gesellschafterfinanzierung in eine indirekte Finanzierung &uuml;ber die Zwischenschaltung der Kl&auml;gerin eigenwirtschaftliche (steuerliche) Vorteile in erheblichem Umfang: Die Gesellschafter der Kl&auml;gerin und der A-KG konnten nunmehr &#8211;anders als bei der bisher praktizierten direkten Gesellschafterfinanzierung&#8211; die Spenden in voller H&ouml;he steuerwirksam geltend machen. Nach &sect;&nbsp;10b Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 des Einkommensteuergesetzes (EStG) sind Spenden zur F&ouml;rderung steuerbeg&uuml;nstigter Zwecke i.S. der &sect;&sect;&nbsp;52 bis 54 AO insgesamt bis zu 20&nbsp;% des Gesamtbetrags der Eink&uuml;nfte als Sonderausgaben abzugsf&auml;hig, da diese Zuwendungen &#8211;wie im Streitfall&#8211; an eine nach &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;9 KStG steuerbefreite K&ouml;rperschaft geleistet wurden. Soweit dieser H&ouml;chstbetrag &uuml;berschritten wird, k&ouml;nnen die Spenden im Rahmen der H&ouml;chstbetr&auml;ge nach &sect;&nbsp;10b Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;9 EStG in den folgenden Veranlagungszeitr&auml;umen im Rahmen der H&ouml;chstbetr&auml;ge als Sonderausgaben abgezogen werden (&quot;Spendenvortrag&quot;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Abzugsf&auml;higkeit der geleisteten Spenden von jeweils 3&nbsp;Mio.&nbsp;EUR f&uuml;hrt &#8211;bei Gewinnaussch&uuml;ttungen der A-KG in Millionenh&ouml;he&#8211; zu einer Steuerersparnis von ca. 50&nbsp;%, wie die Kl&auml;gerin in der m&uuml;ndlichen Verhandlung best&auml;tigt hat. Dar&uuml;ber hinaus bewirkte die Umstellung der Finanzierung, dass weder die Gesellschafter noch die Kl&auml;gerin Zinseinnahmen aus den Darlehen zu versteuern hatten, w&auml;hrend die A-KG den Betriebsausgabenabzug f&uuml;r die an die Kl&auml;gerin gezahlten Darlehenszinsen geltend machen konnte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Feststellung eigenwirtschaftlicher Vorteile steht nicht entgegen, dass die in den Verm&ouml;gensstock gespendeten Betr&auml;ge in dem Sinne &quot;weg&quot; sind, dass sie der Verf&uuml;gungsmacht der spendenden Gesellschafter auf Dauer entzogen wurden. Abgesehen davon, dass bei der gegebenen Steuerersparnis allenfalls eine teilweise Verm&ouml;gensminderung in Betracht kommt, ber&uuml;cksichtigt diese Argumentation nicht, dass die gespendeten Betr&auml;ge direkt und langfristig an die A-KG weitergeleitet wurden. Die A-KG ben&ouml;tigte fortw&auml;hrend finanzielle Mittel, die ihr bislang von den Gesellschaftern direkt und ohne Spendenabzug zugef&uuml;hrt wurden. Da der A-KG diese Darlehen nicht ohne Ersatzfinanzierung entzogen werden konnten, waren sie bereits vor der Finanzierung &uuml;ber die Kl&auml;gerin de facto der Verf&uuml;gungsbefugnis der Gesellschafter weitgehend entzogen. Hinzu kommt, dass die Gesellschafter der Kl&auml;gerin als beherrschende Gesellschafter der A-KG im Rahmen der Verwaltung der A-KG &uuml;ber die Darlehensvaluta verf&uuml;gen k&ouml;nnen. Auch wenn eine Laufzeit der Darlehen von zehn Jahren vereinbart war und die Darlehen dann vollst&auml;ndig zu tilgen sind, ist wegen der vorliegenden Gesellschafterkonstellation nicht ausgeschlossen, dass es nach der Darlehensr&uuml;ckzahlung zu einer erneuten Darlehensgew&auml;hrung an die A-KG kommt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Bei fehlender Selbstlosigkeit ist nicht dar&uuml;ber zu entscheiden, ob die von der Kl&auml;gerin (auch) verfolgten eigenwirtschaftlichen Zwecke eine Versagung der Gemeinn&uuml;tzigkeit wegen Versto&szlig;es gegen das Ausschlie&szlig;lichkeitsgebot (&sect;&nbsp;56 AO) rechtfertigen k&ouml;nnten. Der Senat hat im Urteil vom 23.02.2012&nbsp;&#8211; V&nbsp;R&nbsp;59\/09 (BFHE 237, 255, BStBl II 2012, 544) einen derartigen Versto&szlig; bejaht, weil die Kl&auml;gerin in jenem Verfahren zumindest auch gegr&uuml;ndet worden war, um die wirtschaftliche T&auml;tigkeit der dortigen A-GmbH zu f&ouml;rdern und um den umsatzsteuerrechtlichen Vorteil (voller Vorsteuerabzug aus den Eingangsleistungen und Versteuerung der eigenen Ums&auml;tze zum beg&uuml;nstigten Steuersatz) zu nutzen und der nicht gemeinn&uuml;tzigen A-KG zuzuf&uuml;hren. Neben ihren gemeinn&uuml;tzigen Zwecken verfolge die Kl&auml;gerin mit dieser gezielten Nutzung eines steuerlichen Vorteils durch eine eigens darauf ausgerichtete Gestaltung auch einen nicht gemeinn&uuml;tzigen Zweck. Darin liegt ein Versto&szlig; gegen das Ausschlie&szlig;lichkeitsgebot (BFH-Urteil in BFHE 237, 255, BStBl II 2012, 544, unter II.2.b&nbsp;bb, Rz&nbsp;26).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Im Hinblick darauf, dass die Revision bereits nach den Ausf&uuml;hrungen unter II.2. als unbegr&uuml;ndet abzuweisen ist, kann der Senat offenlassen, ob er sich der Auffassung des FG anschlie&szlig;en k&ouml;nnte, wonach ein Versto&szlig; gegen den Grundsatz der Selbstlosigkeit aus dem Vorliegen von vGA durch Vergabe zu niedrig verzinster und ungesicherter Darlehen folgt, obwohl das FG bei seiner Entscheidung nicht ber&uuml;cksichtigt hat, dass der f&uuml;r den Fremdvergleich ma&szlig;gebliche Zinssatz bei Vergabe von Darlehen an Gesellschafter jedenfalls dann nach dem f&uuml;r die Gesellschaft auf dem Markt erzielbaren Habenzinsen zu bemessen ist, wenn der Gesellschaft &#8211;wie im Streitfall&#8211; hinreichend Liquidit&auml;t zur Verf&uuml;gung steht (vgl. dazu Gosch, KStG, &sect;&nbsp;8 Rz&nbsp;693; Schallmoser\/Eisgruber\/Janetzko in: Herrmann\/Heuer\/Raupach, 290.&nbsp;Lieferung 01.2019, &sect;&nbsp;8 KStG, Rz&nbsp;314 Darlehen, Stichwort: Verzinsung; H&uuml;ttemann, Gemeinn&uuml;tzigkeits- und Spendenrecht, 4.&nbsp;Aufl., Kap.&nbsp;4, Rz&nbsp;5.70; Schwedhelm\/Olbing\/Binnewies, GmbH-Rundschau 2009, 1233, 1250; Neu, EFG 2006, 594; Janssen, Verdeckte Gewinnaussch&uuml;ttungen, 12.&nbsp;Aufl., Rz&nbsp;1652; Feldgen in Feldgen, verdeckte Gewinnaussch&uuml;ttungen und verdeckte Einlagen, 74.&nbsp;Lieferung 2019, Fach&nbsp;4, Darlehen, Rz&nbsp;139).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 22.8.2019, V R 67\/16ECLI:DE:BFH:2019:U.220819.VR67.16.0 Fehlende Selbstlosigkeit einer zu steuerbeg&uuml;nstigten Finanzierungszwecken zwischengeschalteten gGmbH Leits&auml;tze Eine K&ouml;rperschaft ist dann nicht selbstlos t&auml;tig, wenn sie die durch Spenden ihrer Gesellschafter erlangten (nicht gebundenen) Verm&ouml;gensmittel ausschlie&szlig;lich und von vornherein zur Finanzierung einer von diesen Gesellschaftern beherrschten Personengesellschaft einsetzt. Tenor Die Revision der Kl&auml;gerin gegen das Urteil &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/v-r-67-16-fehlende-selbstlosigkeit-einer-zu-steuerbeguenstigten-finanzierungszwecken-zwischengeschalteten-ggmbh\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">V&nbsp;R&nbsp;67\/16 &#8211; Fehlende Selbstlosigkeit einer zu steuerbeg&uuml;nstigten Finanzierungszwecken zwischengeschalteten gGmbH<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-71446","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71446","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=71446"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71446\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=71446"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=71446"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=71446"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}