{"id":71448,"date":"2019-11-16T18:52:03","date_gmt":"2019-11-16T16:52:03","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=71448"},"modified":"2019-11-16T18:52:03","modified_gmt":"2019-11-16T16:52:03","slug":"viii-r-12-16-aufloesung-einer-positiven-ergaenzungsrechnung-anlaesslich-der-veraeusserung-eines-teilmitunternehmeranteils","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-r-12-16-aufloesung-einer-positiven-ergaenzungsrechnung-anlaesslich-der-veraeusserung-eines-teilmitunternehmeranteils\/","title":{"rendered":"VIII&nbsp;R&nbsp;12\/16 &#8211; Aufl&ouml;sung einer positiven Erg&auml;nzungsrechnung anl&auml;sslich der Ver&auml;u&szlig;erung eines Teilmitunternehmeranteils"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 6.8.2019, VIII R 12\/16<br \/>ECLI:DE:BFH:2019:B.060819.VIIIR12.16.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Aufl&ouml;sung einer positiven Erg&auml;nzungsrechnung anl&auml;sslich der Ver&auml;u&szlig;erung eines Teilmitunternehmeranteils<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Erwirbt ein Mitunternehmer einen weiteren Anteil an derselben Personengesellschaft aufgrund des Todes eines Mitgesellschafters im Wege der Anwachsung hinzu, vereinigt sich der hinzuerworbene Anteil in der Regel mit dem bisherigen Mitunternehmeranteil des Erwerbers zu einem einheitlichen Mitunternehmeranteil. Dies gilt auch dann, wenn der Mitunternehmer bereits im Anwachsungszeitpunkt die Absicht hat, den hinzuerworbenen Anteil an einen anderen Mitgesellschafter zu ver&auml;u&szlig;ern (Anschluss an BFH-Urteil vom 22.06.2017 &#8211; IV R 42\/13, BFHE 259, 258).<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Die Aufl&ouml;sung oder Beibehaltung des Korrekturpostens zu den dem Gesellschafter anteilig zuzurechnenden Wirtschaftsg&uuml;tern des Gesamthandsverm&ouml;gens in einer positiven Erg&auml;nzungsbilanz oder -rechnung ist von der Beibehaltung des Umfangs der Beteiligung an den Wirtschaftsg&uuml;tern des Gesamthandsverm&ouml;gens abh&auml;ngig. Im Fall der Ver&auml;u&szlig;erung eines Teilmitunternehmeranteils ist die positive Erg&auml;nzungsbilanz oder -rechnung korrespondierend in H&ouml;he des ver&auml;u&szlig;erten Bruchteils des Anteils aufzul&ouml;sen und das Mehrkapital insoweit in das anteilige Buchkapital des ver&auml;u&szlig;erten Teilanteils einzubeziehen.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision der Kl&auml;ger gegen das Urteil des Finanzgerichts N&uuml;rnberg vom 26.01.2016 &#8211; 1 K 773\/14 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens haben die Kl&auml;ger zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwischen den Beteiligten ist streitig, ob und in welcher H&ouml;he die Gesellschafter der Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin zu 1 (Kl&auml;gerin zu 1), einer als Rechtsanwaltsgesellschaft t&auml;tigen Partnerschaftsgesellschaft, M (Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger zu 2) und S (Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger zu 3) im Streitjahr (2005) jeweils einen Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 des Einkommensteuergesetzes in der im Streitjahr anzuwendenden Fassung (EStG) erzielt haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Jahr 2004 waren an der Kl&auml;gerin zu 1 als Gesellschafter M (zu 42&nbsp;%), X (zu 25&nbsp;%), S (zu 25&nbsp;%) und F (Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger zu 4) &#8211;zu 8&nbsp;%&#8211; beteiligt. X verstarb unfallbedingt noch im Jahr 2004 und schied aufgrund einer Fortsetzungsklausel im damaligen Partnerschaftsvertrag gegen eine Abfindung aus der Kl&auml;gerin zu 1 aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit dem Ausscheiden des X wuchs dessen verm&ouml;gensm&auml;&szlig;ige Beteiligung an der Kl&auml;gerin zu 1 den verbleibenden Gesellschaftern an. Zum Ende des Jahres 2004 waren damit an der Kl&auml;gerin zu 1 M zu 56&nbsp;%, S zu 33,33&nbsp;% und F zu 10,67&nbsp;% beteiligt. Die Abfindungszahlung an die Erbin des X wurde von der Kl&auml;gerin zu 1 beglichen; zudem wurde die Erbin von der Verpflichtung freigestellt, das zum Zeitpunkt des Ausscheidens bestehende negative Kapitalkonto des X ausgleichen zu m&uuml;ssen. Je nach Umfang der Anwachsung wurde die Abfindungszahlung der Kl&auml;gerin zu 1 als Verbindlichkeit des M, des S und des F gegen&uuml;ber der Kl&auml;gerin zu 1 behandelt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin zu 1 ermittelte ihren Gewinn im Jahr 2004 und im Streitjahr im Wege der Einnahmen&uuml;berschussrechnung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;3 EStG. In der Gewinnermittlung f&uuml;r 2004 wurden f&uuml;r M, S und F jeweils positive Erg&auml;nzungsrechnungen gebildet. In diesen Erg&auml;nzungsrechnungen wurden die dem M, S und F zugeordneten Teilbetr&auml;ge der Abfindung an die Erbin des X als Anschaffungskosten f&uuml;r den Praxiswert im Gesamthandsverm&ouml;gen der Kl&auml;gerin zu 1 erfasst und fortan abgeschrieben. Die H&ouml;he der Anschaffungskosten f&uuml;r den Praxiswert und die Methode zur Ermittlung der Abschreibungsbetr&auml;ge in den Erg&auml;nzungsrechnungen ist zwischen den Beteiligten nicht mehr streitig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"3\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"3\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Im Streitjahr wurde in einer Vereinbarung vom 1.&nbsp;August, die zwischen der Kl&auml;gerin zu&nbsp;1 sowie M, S, F und der bislang bei der Kl&auml;gerin zu 1 angestellten Rechtsanw&auml;ltin A (Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin zu 5) geschlossen wurde, Folgendes bestimmt:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">A wurde mit einem Anteil von 10&nbsp;% als neue Partnerin aufgenommen. Zudem wurde die Beteiligung des F von 10,67&nbsp;% auf 18&nbsp;% aufgestockt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Hierzu &uuml;bertrug M 10&nbsp;% seines Anteils auf A und 4&nbsp;% seines Anteils auf F. Im Gegenzug hatte A einen Kaufpreis von 160.000&nbsp;EUR und F einen Kaufpreis von 64.000&nbsp;EUR zu zahlen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">S &uuml;bertrug 3,33&nbsp;% seines Anteils auf F gegen Zahlung eines Kaufpreises in H&ouml;he von 53.280&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">A und F hatten die gegen&uuml;ber M und S geschuldeten Kaufpreise an die Kl&auml;gerin zu 1 zu zahlen. Dort wurden die Betr&auml;ge als Tilgungsleistungen auf die Verbindlichkeiten des M und des S aus der Abfindung der Erbin des X behandelt. Ferner mussten S und F ihre Verbindlichkeiten aus der Abfindung der Erbin des X gegen&uuml;ber der Kl&auml;gerin zu 1 vollst&auml;ndig tilgen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach dem ebenfalls am XX.XX.2005 geschlossenen neuen Partnerschaftsvertrag waren (mit R&uuml;ckwirkung zum 1.&nbsp;Januar des Streitjahres) an der Kl&auml;gerin zu 1 somit M zu 42&nbsp;%, S zu 30&nbsp;%, F zu 18&nbsp;% und A zu 10&nbsp;% beteiligt. In der Gewinnermittlung f&uuml;r das Streitjahr wurde infolge der Abtretung der Anteile an A und F in den positiven Erg&auml;nzungsrechnungen des M und des S jeweils der Praxiswert vollst&auml;ndig gewinnmindernd ausgebucht. Die Zahlungen der A und des F wurden in den Erg&auml;nzungsrechnungen des M und des S mit den Minderungsbetr&auml;gen verrechnet, wodurch sich jeweils ein Verlust ergab. Korrespondierend erfasste die Kl&auml;gerin zu 1 in den positiven Erg&auml;nzungsrechnungen der A und des F Zug&auml;nge f&uuml;r den Praxiswert und jeweils ein entsprechendes Mehrkapital.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In der Feststellungserkl&auml;rung f&uuml;r das Streitjahr wurden dementsprechend keine Ver&auml;u&szlig;erungsgewinne des M und des S aus der &Uuml;bertragung der Bruchteile an den Partnerschaftsanteilen, sondern Verluste aus den Erg&auml;nzungsrechnungen erkl&auml;rt. Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) erlie&szlig; unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung einen erkl&auml;rungsgem&auml;&szlig;en Bescheid zur gesonderten und einheitlichen Feststellung der Eink&uuml;nfte f&uuml;r das Streitjahr.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Rahmen einer Au&szlig;enpr&uuml;fung gelangte der Pr&uuml;fer zu der Auffassung, M und S h&auml;tten im Streitjahr aufgrund der &Uuml;bertragung von Teilmitunternehmeranteilen jeweils steuerpflichtige Ver&auml;u&szlig;erungsgewinne erzielt. Der Pr&uuml;fer ermittelte den Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn des M in H&ouml;he von 190.645,69&nbsp;EUR, indem er den Zahlungen von A und F zur Tilgung der Verbindlichkeiten des M als Ver&auml;u&szlig;erungsentgelt einen anteiligen Buchwert des ver&auml;u&szlig;erten Teilmitunternehmeranteils gegen&uuml;berstellte. F&uuml;r die Ermittlung dieses anteiligen Buchwerts bezog er sowohl das negative Kapitalkonto des M in der Gesamthandsbilanz als auch das Mehrkapital aus der positiven Erg&auml;nzungsrechnung des M in H&ouml;he des ver&auml;u&szlig;erten Bruchteils des Partnerschaftsanteils (25&nbsp;%) in die Berechnung ein. Ebenso verfuhr der Pr&uuml;fer bei S und ermittelte f&uuml;r diesen einen Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn f&uuml;r den Teilanteil in H&ouml;he von 45.637,89&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA erlie&szlig; am 26.03.2010 gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;164 Abs.&nbsp;2 der Abgabenordnung (AO) einen ge&auml;nderten gesonderten und einheitlichen Feststellungsbescheid f&uuml;r das Streitjahr.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der hiergegen von der Kl&auml;gerin zu 1 erhobene Einspruch blieb erfolglos. Zum Einspruchsverfahren, das zum einen die festgestellten Ver&auml;u&szlig;erungsgewinne des M und des F und zum anderen die H&ouml;he der Abschreibungen auf den Praxiswert in den Erg&auml;nzungsrechnungen s&auml;mtlicher Gesellschafter der Kl&auml;gerin zu 1 zum Gegenstand hatte, zog das FA die Gesellschafter M, S, F und A hinzu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die anschlie&szlig;ende Klage wurde im Namen der Kl&auml;gerin zu 1 und s&auml;mtlicher hinzugezogener Gesellschafter erhoben. Sie richtete sich nur gegen den Ansatz und die H&ouml;he der Ver&auml;u&szlig;erungsgewinne des M und des S.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) wies die Klage mit Urteil vom 26.01.2016&nbsp;&#8211; 1&nbsp;K&nbsp;773\/14 als unbegr&uuml;ndet ab. Die Begr&uuml;ndung des FG ist in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2016, 812 mitgeteilt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Revision verfolgen die Kl&auml;ger ihr Begehren weiter. Die Entscheidung des FG verletze materielles Bundesrecht in Gestalt der &sect;&sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;3, 16 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2, 16 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 EStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zu Unrecht nehme das FG an, die zivilrechtlich grunds&auml;tzlich einheitliche Mitgliedschaft des Gesellschafters einer Personengesellschaft bewirke, dass sich auch steuerrechtlich die durch die Anwachsung neu erworbenen Mitberechtigungen am Praxiswert und den &uuml;brigen Wirtschaftsg&uuml;tern mit den alten Mitberechtigungen des M und des S zwangsweise vereinigt haben m&uuml;ssten. Ein schon beteiligter Gesellschafter k&ouml;nne einen Teilanteil hinzuerwerben und genau diesen Teilanteil weiterver&auml;u&szlig;ern. Zur Ermittlung des Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns sei dann zielgenau auf diejenigen Anschaffungskosten abzustellen, die der Gesellschafter f&uuml;r den Hinzuerwerb getragen habe. Die vom FA angewendete Durchschnittsbewertung der Mitunternehmeranteile f&uuml;hre im Fall eines Praxiswerts, der selbst geschaffen und von einem schon beteiligten Gesellschafter teilweise hinzuerworben werde, zu sinnwidrigen Ergebnissen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger beantragen<em>,<\/em><br \/>das angefochtene Urteil der Vorinstanz und die Einspruchsentscheidung vom 10.06.2014 aufzuheben sowie den Bescheid &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung der Besteuerungsgrundlagen 2005 vom 26.03.2010 dergestalt zu &auml;ndern, dass ein Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn f&uuml;r die Gesellschafter M und S entf&auml;llt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Entscheidung ergeht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;126a der Finanzgerichtsordnung (FGO) durch Beschluss. Der Senat h&auml;lt einstimmig die Revision f&uuml;r unbegr&uuml;ndet (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 FGO) und eine m&uuml;ndliche Verhandlung nicht f&uuml;r erforderlich. Die Beteiligten sind davon unterrichtet worden und hatten Gelegenheit zur Stellungnahme.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Soweit sie von F und A erhoben wurde, ist die Revision gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 und Abs.&nbsp;4 FGO unbegr&uuml;ndet. Das FG h&auml;tte die Klage insoweit als unzul&auml;ssig und nicht als unbegr&uuml;ndet abweisen m&uuml;ssen. Die Vorentscheidung ist auch insoweit im Ergebnis dennoch zu best&auml;tigen (siehe unten II.3.). &Uuml;ber die Revision darf gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;126a FGO auch durch Beschluss entschieden werden, wenn sie mit anderer Begr&uuml;ndung zur&uuml;ckgewiesen wird (Beschluss des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 12.07.2017&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;R&nbsp;48\/14, BFH\/NV 2018, 412, Rz&nbsp;7).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Revision ist gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 FGO unbegr&uuml;ndet, soweit sie von der Kl&auml;gerin zu 1 und von M und S erhoben wurde. Das FG ist im Ergebnis zutreffend davon ausgegangen, dass M und S Teile ihrer Mitunternehmeranteile im Streitjahr ver&auml;u&szlig;ert haben. Es hat zu Recht auch die H&ouml;he der festgestellten Ver&auml;u&szlig;erungsgewinne nicht beanstandet (siehe unten II.4. bis 5.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Der Senat geht mit den Beteiligten davon aus, dass in dem angefochtenen Gewinnfeststellungsbescheid f&uuml;r das Streitjahr vom 26.03.2010 f&uuml;r M und S jeweils ein Gewinn aus der Ver&auml;u&szlig;erung eines Bruchteils des jeweiligen Partnerschaftsanteils gesondert und einheitlich festgestellt worden ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA ging davon aus, dass die von M und S erzielten Gewinne aus der Ver&auml;u&szlig;erung ihrer Teilmitunternehmeranteile gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 i.V.m. &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 EStG kraft Gesetzes als laufende Gewinne zu behandeln sind und hat diese Ver&auml;u&szlig;erungsgewinne (vgl. BFH-Urteile vom 20.08.2015&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;34\/12, BFH\/NV 2016, 41, Rz&nbsp;19; vom 01.03.2018&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;38\/15, BFHE 260, 543, BStBl II 2018, 587, Rz&nbsp;27) im angefochtenen Gewinnfeststellungsbescheid auch festgestellt. Neben deren Anteilen am laufenden Gewinn umfasst die Feststellung des laufenden Gewinns aus der Gesamthand bei der Kl&auml;gerin zu 1 auch die laufenden Ver&auml;u&szlig;erungsgewinne f&uuml;r M und S. Nur die Feststellungen zu den laufenden Ver&auml;u&szlig;erungsgewinnen des M und des S wurden mit der Klage angefochten und bilden den Gegenstand des Verfahrens (zur Anfechtbarkeit dieser Feststellung siehe z.B. BFH-Urteile in BFHE 260, 543, BStBl II 2018, 587, Rz&nbsp;26&nbsp;f.; in BFH\/NV 2016, 41, Rz&nbsp;19; vom 10.02.2016&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;R&nbsp;38\/12, BFH\/NV 2016, 1256, Rz&nbsp;30, sowie vom 15.04.2010&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;9\/08, BFHE 229, 42, BStBl II 2010, 929, Rz&nbsp;23).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Soweit F und A Revision erhoben haben, verletzt das FG-Urteil zwar Bundesrecht (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;1 FGO). Die Revision ist insoweit aber gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 und Abs.&nbsp;4 FGO im Ergebnis als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Weist das FG eine Klage als unbegr&uuml;ndet statt als unzul&auml;ssig ab, verletzt das FG-Urteil Bundesrecht. Es hat aber Bestand, weil der Urteilstenor richtig ist. Die Revision ist insoweit gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;4 FGO mit der Ma&szlig;gabe zur&uuml;ckzuweisen, dass die Klage unzul&auml;ssig ist (BFH-Urteil vom 07.05.2013&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;R&nbsp;17\/09, BFH\/NV 2013, 1581, Rz&nbsp;11, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Dies ist hier der Fall. Die Klage h&auml;tte vom FG, soweit sie von A und F erhoben wurde, als unzul&auml;ssig abgewiesen werden m&uuml;ssen. Hinsichtlich der festgestellten Ver&auml;u&szlig;erungsgewinne f&uuml;r M und S sind neben der Kl&auml;gerin zu 1 gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;48 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 FGO (zu deren Klagebefugnis siehe z.B. BFH-Urteil in BFHE 229, 42, BStBl II 2010, 929, Rz&nbsp;15) nur die Ver&auml;u&szlig;erer M und S gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;48 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 FGO jeweils pers&ouml;nlich klagebefugt (vgl. BFH-Urteile vom 16.05.2013&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;21\/10, BFH\/NV 2013, 1586, Rz&nbsp;15, und vom 28.09.2017&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;51\/15, BFH\/NV 2018, 246, Rz&nbsp;20), nicht aber A und F. Eine Klagebefugnis f&uuml;r A und F l&auml;sst sich auch nicht daraus ableiten, dass sie gem&auml;&szlig; &sect;&sect;&nbsp;359 Nr.&nbsp;2, 360 Abs.&nbsp;1 und 4 AO zum Einspruchsverfahren hinzugezogen waren und ihnen die Einspruchsentscheidung bekannt gegeben worden ist, in der der Einspruch als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen wurde. Eine Rechtsverletzung des Hinzugezogenen i.S. der &sect;&sect;&nbsp;40 Abs.&nbsp;2, 48 FGO liegt nur vor, wenn aufgrund der Bindungswirkung der Entscheidung der Finanzbeh&ouml;rde zu seinen Lasten eine materiell-rechtliche Beschwer oder eine formelle Beschwer (wegen zur&uuml;ckgewiesener eigener Antr&auml;ge im Einspruchsverfahren) vorliegt (siehe zum Ganzen BFH-Urteil vom 29.04.2009&nbsp;&#8211; X&nbsp;R&nbsp;16\/06, BFHE 225, 4, BStBl II 2009, 732, unter II.2.c). Daran fehlt es hier.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Revision der Kl&auml;gerin zu 1 sowie des M und des S ist unbegr&uuml;ndet (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat im Ergebnis zutreffend entschieden, dass M und S im Streitjahr jeweils gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 i.V.m. &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;3 EStG einen steuerpflichtigen Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn aus der Ver&auml;u&szlig;erung eines Teils ihres Mitunternehmeranteils erzielt haben (siehe unten II. 4.a bis b). Auch die H&ouml;he der festgestellten Ver&auml;u&szlig;erungsgewinne ist nicht zu beanstanden (siehe unten II.5.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die W&uuml;rdigung des FG, M und S h&auml;tten im Jahr 2004 im Wege der Anwachsung jeweils Teile des Mitunternehmeranteils des verstorbenen X erworben, ist zutreffend. Scheidet ein Gesellschafter aufgrund einer Fortsetzungsklausel im Todesfall gegen eine Barabfindung aus einer Mitunternehmerschaft aus, liegt hierin eine Ver&auml;u&szlig;erung des Mitunternehmeranteils durch den Erblasser und in der Anwachsung dessen Erwerb durch die verbleibenden Gesellschafter (BFH-Urteil vom 05.02.2002&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;R&nbsp;53\/99, BFHE 197, 546, BStBl II 2003, 237, unter II.1.a). In den positiven Erg&auml;nzungsrechnungen, die anl&auml;sslich der Abfindung der Erbin des X f&uuml;r M und S im Jahr 2004 gebildet wurden, wurden dementsprechend die von M und S getragenen Abfindungszahlungen ankn&uuml;pfend an den Anteilserwerb einvernehmlich als Anschaffungskosten f&uuml;r den im Gesamthandsverm&ouml;gen befindlichen Praxiswert der Kl&auml;gerin zu 1 behandelt (vgl. zur Bildung einer Erg&auml;nzungsrechnung beim Erwerber eines Mitunternehmeranteils BFH-Urteile vom 06.07.1995&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;30\/93, BFHE 178, 176, BStBl II 1995, 831, unter 1.; vom 24.06.2009&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;R&nbsp;13\/07, BFHE 225, 402, BStBl II 2009, 993, unter II.2.; vom 20.11.2014&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;1\/11, BFHE 248, 28, BStBl II 2017, 34, Rz&nbsp;14, und vom 09.05.2017&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;R&nbsp;1\/14, BFH\/NV 2017, 1418, Rz&nbsp;62).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die im Jahr 2004 hinzuerworbenen Teile des Partnerschaftsanteils des X haben sich wie vom FG angenommen mit den von M und S zuvor gehaltenen Partnerschaftsanteilen jeweils zu einem einheitlichen Anteil vereinigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Nach der gefestigten Rechtsprechung des BFH (vgl. dazu BFH-Urteil vom 13.02.1997&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;15\/96, BFHE 183, 39, BStBl II 1997, 535, unter 1., mit Zitaten aus der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs &#8211;BGH&#8211;, vgl. z.B. BGH-Urteil vom 11.04.1957&nbsp;&#8211; II&nbsp;ZR&nbsp;182\/55, BGHZ 24, 106) h&auml;lt der Gesellschafter einer Personengesellschaft, wenn er Anteile an derselben Gesellschaft zu unterschiedlichen Zeitpunkten erwirbt, grunds&auml;tzlich nur einen einheitlichen Gesellschaftsanteil an dieser Gesellschaft. Ausnahmen vom Grundsatz der zivilrechtlichen und steuerlichen Unteilbarkeit des Anteils an einer Personengesellschaft kommen allenfalls in F&auml;llen der personellen Sonderzuordnung des Anteils in Betracht (BFH-Urteil in BFHE 183, 39, BStBl II 1997, 535, unter 1.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Danach haben sich auch im Streitfall die angewachsenen Anteile mit den urspr&uuml;nglichen Partnerschaftsanteilen des M und des S zu einheitlichen Anteilen vereinigt. Anhaltspunkte f&uuml;r eine personelle Sonderzuordnung der durch die Anwachsung erworbenen Anteile sind nicht erkennbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Daf&uuml;r, dass M und S einem Treuh&auml;nder &auml;hnliche Stellung eingenommen haben, gibt es keine Anhaltspunkte. Auch der Umstand, dass der Hinzuerwerb der Anteile kraft Anwachsung durch den Unfalltod des X verursacht wurde, f&uuml;hrt zu keiner Sonderzuordnung. Der Hinzuerwerb der Anteile beruhte insoweit auf der im fr&uuml;heren Partnerschaftsvertrag enthaltenen Fortsetzungsklausel, der M und S zugestimmt hatten. Schlie&szlig;lich enth&auml;lt die Vereinbarung vom XX.XX.2005 auch keine Bestimmungen, aus denen auf eine Sonderzuordnung der angewachsenen Teilanteile zu schlie&szlig;en sein k&ouml;nnte. M und S sollten nach der Vereinbarung Teile ihrer im &Uuml;bertragungszeitpunkt bestehenden einheitlichen mitgliedschaftlichen Stellung (ihre Partnerschaftsanteile &#8211;M: 56&nbsp;% \/ S: 33,33&nbsp;%&#8211;), wie sie nach der Anwachsung bestand, auf A und F &uuml;bertragen. Deutlich wird dies insbesondere daraus, dass nach der Vereinbarung Teilbetr&auml;ge von den zu diesem Zeitpunkt bestehenden unver&auml;nderlichen Festkapitalkonten des M und des S auf A und F &uuml;bertragen wurden. Das unver&auml;nderliche Festkapital war sowohl f&uuml;r die verm&ouml;gensm&auml;&szlig;ige Beteiligung an der Partnerschaft als auch f&uuml;r die Gewinn- und Verlustbeteiligung ma&szlig;gebend; zudem richtete sich das Stimmrecht der Partner in Angelegenheiten, die den Kernbestand der Partnerschaft betrafen, nach dem Anteil an der Partnerschaft (&sect;&sect;&nbsp;2, 7 Nr.&nbsp;2 und 9 des Partnerschaftsvertrags vom XX.XX.2005). Mit Blick auf die vorhergehende Anwachsung wurde in der Vereinbarung vom XX.XX.2005 lediglich bestimmt, dass zur Tilgung der Verbindlichkeiten des M und des S aus der Abfindung die ihnen zustehenden Kaufpreise von A und F direkt an die Kl&auml;gerin zu 1 gezahlt werden sollten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Die Absicht des M und des S im Anwachsungszeitpunkt, die von X hinzuerworbenen Teilanteile alsbald auf F und A zu &uuml;bertragen, f&uuml;hrt zu keiner anderen Beurteilung. Denn Mitunternehmer ist auch, wer einen Anteil an einer Personengesellschaft in der Absicht erwirbt, diesen kurze Zeit sp&auml;ter weiterzuver&auml;u&szlig;ern (BFH-Urteil vom 22.06.2017&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;42\/13, BFHE 259, 258). Dies gilt ebenso f&uuml;r die im Streitfall hinzuerworbenen und zur Weiterver&auml;u&szlig;erung bestimmten Teilanteile.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Ausgehend vom Bestand einheitlicher Mitunternehmeranteile nach der Anwachsung ist das FG zutreffend zu dem Ergebnis gelangt, dass M und S im Streitjahr Bruchteile ihrer Mitunternehmeranteile gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG an A und F ver&auml;u&szlig;ert haben. Allerdings hat das FG das Vorliegen einer Teilanteilsver&auml;u&szlig;erung des M nicht ganz zutreffend begr&uuml;ndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) M hat als Altgesellschafter anl&auml;sslich der Aufnahme der A seinen ganzen Mitunternehmeranteil in eine um die A erweiterte Personengesellschaft gegen Empfang einer sog. Zuzahlung eingebracht (BFH-Urteile vom 08.12.1994&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;82\/92, BFHE 176, 392, BStBl II 1995, 599; vom 17.09.2014&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;33\/11, BFHE 248, 121, BStBl II 2015, 717; vom 27.10.2015&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;R&nbsp;47\/12, BFHE 252, 80, BStBl II 2016, 600; in BFHE 260, 543, BStBl II 2018, 587, Rz&nbsp;50). Die Einbringung des Mitunternehmeranteils geschah f&uuml;r Rechnung der A, soweit A die Verbindlichkeiten des M gegen&uuml;ber der Kl&auml;gerin zu 1 getilgt und hierdurch anl&auml;sslich ihrer Aufnahme eine Zuzahlung in das Privat- oder Sonderbetriebsverm&ouml;gen des M geleistet hat (vgl. dazu BFH-Urteile in BFHE 176, 392, BStBl II 1995, 599, unter 4.; in BFHE 248, 121, BStBl II 2015, 717, Rz&nbsp;20; in BFHE 252, 80, BStBl II 2016, 600, Rz&nbsp;35). Die Einbringung des Mitunternehmeranteils durch M erfolgte zudem f&uuml;r Rechnung des F, soweit M gleichzeitig Teile seiner Beteiligung an F entgeltlich &uuml;bertragen hat. Da es sich bei der Vereinbarung vom XX.XX.2005 um eine Vereinbarung zwischen s&auml;mtlichen Gesellschaftern und A handelt, die zeitgleich vollzogen wird, liegt ein einheitlich zu w&uuml;rdigender Vorgang vor. Soweit die Einbringung des Mitunternehmeranteils durch M f&uuml;r fremde Rechnung der A und des F geschieht, ver&auml;u&szlig;ert M Teile seines Mitunternehmeranteils gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 i.V.m. &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;3 EStG. Er kann das Entstehen eines Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns nicht durch die Anwendung des Bewertungswahlrechts gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;24 des Umwandlungssteuergesetzes (UmwStG) vermeiden (BFH-Urteile in BFHE 176, 392, BStBl II 1995, 599, unter 2.; in BFHE 252, 80, BStBl II 2016, 600, Rz&nbsp;35).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Soweit M seinen Mitunternehmeranteil f&uuml;r eigene Rechnung einbringt, ist grunds&auml;tzlich das Bewertungswahlrecht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;24 UmwStG er&ouml;ffnet. Zwar kann auch aufgrund der Einbringung f&uuml;r M ein &#8211;ebenfalls als Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn des M i.S. des &sect;&nbsp;16 EStG festzustellender (BFH-Urteile vom 30.03.2017&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;11\/15, BFHE 257, 324, BStBl II 2019, 29, Rz&nbsp;32; in BFHE 260, 543, BStBl II 2018, 587, Rz&nbsp;25)&#8211; Einbringungsgewinn gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;24 Abs.&nbsp;3 S&auml;tze&nbsp;1 und 3 UmwStG i.V.m. &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 und Abs.&nbsp;2 EStG entstehen, wenn in der Bilanz der Personengesellschaft einschlie&szlig;lich einer Erg&auml;nzungsrechnung des M f&uuml;r die eingebrachten Wirtschaftsg&uuml;ter h&ouml;here Werte als die bisherigen Buchwerte angesetzt werden (BFH-Urteil in BFHE 176, 392, BStBl II 1995, 599, unter 1.; in BFHE 257, 324, BStBl II 2019, 29, Rz&nbsp;32). Das Entstehen eines solchen Einbringungsgewinns des M ist im Streitfall aber nicht ersichtlich, da f&uuml;r den Ansatz der Wirtschaftsg&uuml;ter der Kl&auml;gerin zu 1 oberhalb der bisherigen Buchwerte anl&auml;sslich der Aufnahme der A im Streitfall kein Anhaltspunkt besteht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) S hat im Streitjahr gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 i.V.m. &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;3 EStG einen Teil seines Mitunternehmeranteils an F ver&auml;u&szlig;ert, ohne gleichzeitig seinen Mitunternehmeranteil gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;24 Abs.&nbsp;2 UmwStG einzubringen. Er hat an den schon zuvor an der Kl&auml;gerin zu 1 beteiligten F ein Zehntel seines Partnerschafts- und Mitunternehmeranteils abgetreten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Ermittlung der H&ouml;he der f&uuml;r M und S festgestellten Ver&auml;u&szlig;erungsgewinne l&auml;sst im Hinblick auf die allein streitige Aufl&ouml;sung der positiven Erg&auml;nzungsrechnungen des M und des S keinen Rechtsfehler erkennen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der Gewinn aus der Ver&auml;u&szlig;erung eines Teilmitunternehmeranteils ist gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG zu ermitteln, indem dem Ver&auml;u&szlig;erungsentgelt die Ver&auml;u&szlig;erungskosten und der anteilige Buchwert des Teilanteils gegen&uuml;bergestellt werden (BFH-Urteil in BFH\/NV 2016, 41, Rz&nbsp;19).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dies gilt auch f&uuml;r den Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn des M, soweit dieser aufgrund der Einbringung des Mitunternehmeranteils f&uuml;r fremde Rechnung in die um A erweiterte Partnerschaft erzielt wurde. Die hierdurch verwirklichte Ver&auml;u&szlig;erung eines Teilanteils f&uuml;hrt in H&ouml;he der Differenz zwischen der Zuzahlung der A sowie des Kaufpreises des F einerseits und den &#8211;ebenfalls im Wege der Durchschnittsbewertung zu bestimmenden&#8211; anteiligen Buchwerten des von M f&uuml;r fremde Rechnung eingebrachten Betriebsverm&ouml;gens (hier: ein Viertel seines Anteils) andererseits zu einem Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn (BFH-Urteile in BFHE 176, 392, BStBl II 1995, 599; in BFHE 225, 402, BStBl II 2009, 993, sowie Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 18.10.1999&nbsp;&#8211; GrS&nbsp;2\/98, BFHE 189, 465, BStBl II 2000, 123; vom 18.09.2013&nbsp;&#8211; X&nbsp;R&nbsp;42\/10, BFHE 242, 489, BStBl II 2016, 639, Rz&nbsp;50; vgl. zu einer alternativen Berechnungsweise auch das BFH-Urteil in BFHE 242, 489, BStBl II 2016, 639, Rz&nbsp;50).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die H&ouml;he des zu ber&uuml;cksichtigenden anteiligen Buchwerts ist bei der Ver&auml;u&szlig;erung des Bruchteils eines Mitunternehmeranteils, der &#8211;wie im Streitfall&#8211; zuvor sukzessiv zu verschiedenen Zeitpunkten erworben wurde, auch f&uuml;r die Rechtslage nach Inkrafttreten des &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 EStG im Wege der sog. Durchschnittsbewertung zu bestimmen (BFH-Urteil in BFHE 183, 39, BStBl II 1997, 535, unter 1.; in BFH\/NV 2016, 41, Rz&nbsp;19; aus der finanzgerichtlichen Rechtsprechung Urteile des Hessischen FG vom 24.03.2010&nbsp;&#8211; 13&nbsp;K&nbsp;2850\/07, EFG 2011, 622, und des FG D&uuml;sseldorf vom 22.10.2013&nbsp;&#8211; 13&nbsp;K&nbsp;2696\/11&nbsp;F, EFG 2014, 132; ebenso z.B. Schmidt\/Wacker, 38.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;16 Rz&nbsp;409; Seer in Kirchhof, EStG, 18.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;16 Rz&nbsp;254). Das Buchkapital entf&auml;llt somit gleichm&auml;&szlig;ig auf den gesamten Mitunternehmeranteil. Dem ver&auml;u&szlig;erten Bruchteil des Anteils ist quotal ein anteiliges Buchkapital in H&ouml;he des ver&auml;u&szlig;erten Bruchteils zuzuordnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Bei der Ermittlung des Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns f&uuml;r einen (Teil-)Mitunternehmeranteil gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;2 EStG ist auch das Mehrkapital aus einer positiven Erg&auml;nzungsbilanz oder -rechnung des Ver&auml;u&szlig;erers zu ber&uuml;cksichtigen. Es bildet zusammen mit dem Kapitalanteil in der Gesellschaftsbilanz\/Gesamthand den Buchwert des Mitunternehmeranteils (vgl. z.B. Schmidt\/Wacker, a.a.O., &sect;&nbsp;16 Rz&nbsp;463; Seer in Kirchhof, a.a.O., &sect;&nbsp;16 Rz&nbsp;254; Bolk, Bilanzierung und Besteuerung der Personengesellschaft und ihrer Gesellschafter, 3.&nbsp;Aufl., Rz&nbsp;14.55; Kahle, Finanz-Rundschau &#8211;FR&#8211; 2013, 873, 880&nbsp;f.). Auch hier sind f&uuml;r einen sukzessiv erworbenen Mitunternehmeranteil die Grunds&auml;tze der Durchschnittsbewertung ma&szlig;geblich. Das Buchkapital aus der Gesamthand und das Mehrkapital aus der Erg&auml;nzungsbilanz bzw. -rechnung entf&auml;llt danach gleichm&auml;&szlig;ig auf den sukzessiv erworbenen Mitunternehmeranteil, von dem sp&auml;ter ein Bruchteil ver&auml;u&szlig;ert wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Bei der Ver&auml;u&szlig;erung des Bruchteils eines Mitunternehmeranteils ist eine positive Erg&auml;nzungsbilanz oder -rechnung f&uuml;r ein Wirtschaftsgut des Gesamthandsverm&ouml;gens korrespondierend aufzul&ouml;sen (vgl. BFH-Urteil in BFHE 248, 28, BStBl II 2017, 34, Rz&nbsp;14; zur Ver&auml;u&szlig;erung des Wirtschaftsguts BFH-Urteil vom 28.09.1995&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;57\/94, BFHE 179, 84, BStBl II 1996, 68, unter 2.; Kahle, FR 2013, 873&nbsp;ff., m.w.N.). Das in der Erg&auml;nzungsrechnung oder -bilanz enthaltene Mehrkapital ist in diesem Umfang in das anteilige Buchkapital des ver&auml;u&szlig;erten Teilanteils einzubeziehen. Es handelt sich bei den Ans&auml;tzen in einer Erg&auml;nzungsbilanz\/-rechnung um Korrekturposten zu den dem jeweiligen Gesellschafter anteilig zuzurechnenden Wirtschaftsg&uuml;tern (hier: dem Praxiswert der Kl&auml;gerin zu 1) des Gesamthandsverm&ouml;gens (BFH-Urteil in BFHE 248, 28, BStBl II 2017, 34, Rz&nbsp;17). Dementsprechend ist die Aufl&ouml;sung und Beibehaltung der Korrekturposten von der Beibehaltung des Umfangs der ideellen Beteiligung des Ver&auml;u&szlig;erers an den Wirtschaftsg&uuml;tern des Gesamthandsverm&ouml;gens abh&auml;ngig. Eine &uuml;berquotale Aufl&ouml;sung der positiven Erg&auml;nzungsrechnung und Ber&uuml;cksichtigung des Mehrkapitals anl&auml;sslich der Ver&auml;u&szlig;erung eines Teilanteils ist danach nicht zul&auml;ssig (vgl. auch FG M&uuml;nster, Urteil vom 09.06.2016&nbsp;&#8211; 6&nbsp;K&nbsp;1314\/15&nbsp;G,F, EFG 2017, 42, Rz&nbsp;34; zustimmend z.B. Bolk, a.a.O., Rz&nbsp;14.55; Ley, K&ouml;lner Steuerdialog 2001, 12982, 12989, Rz&nbsp;30; siehe auch Weiss, Betriebs-Berater 2017, 305).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Das FG ist im Ergebnis zutreffend von den vorstehenden Grunds&auml;tzen ausgegangen. M und S haben Bruchteile ihrer einheitlichen Mitunternehmeranteile ver&auml;u&szlig;ert, f&uuml;r die das anteilige Buchkapital im Wege der Durchschnittsbewertung quotal zu ermitteln ist. Das FG hat zudem das Mehrkapital aus den Erg&auml;nzungsrechnungen nur quotal f&uuml;r die Ermittlung des anteiligen Buchkapitals der ver&auml;u&szlig;erten Teilanteile ber&uuml;cksichtigt. Im &Uuml;brigen ist die Ermittlung der Ver&auml;u&szlig;erungsgewinne des M und des S zwischen den Beteiligten nicht streitig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>6. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 6.8.2019, VIII R 12\/16ECLI:DE:BFH:2019:B.060819.VIIIR12.16.0 Aufl&ouml;sung einer positiven Erg&auml;nzungsrechnung anl&auml;sslich der Ver&auml;u&szlig;erung eines Teilmitunternehmeranteils Leits&auml;tze 1. Erwirbt ein Mitunternehmer einen weiteren Anteil an derselben Personengesellschaft aufgrund des Todes eines Mitgesellschafters im Wege der Anwachsung hinzu, vereinigt sich der hinzuerworbene Anteil in der Regel mit dem bisherigen Mitunternehmeranteil des Erwerbers zu einem einheitlichen Mitunternehmeranteil. &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-r-12-16-aufloesung-einer-positiven-ergaenzungsrechnung-anlaesslich-der-veraeusserung-eines-teilmitunternehmeranteils\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VIII&nbsp;R&nbsp;12\/16 &#8211; Aufl&ouml;sung einer positiven Erg&auml;nzungsrechnung anl&auml;sslich der Ver&auml;u&szlig;erung eines Teilmitunternehmeranteils<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-71448","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71448","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=71448"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71448\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=71448"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=71448"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=71448"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}