{"id":71474,"date":"2019-11-28T19:23:32","date_gmt":"2019-11-28T17:23:32","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=71474"},"modified":"2019-11-28T19:23:32","modified_gmt":"2019-11-28T17:23:32","slug":"iii-r-64-18-erlassunwuerdigkeit-bei-mitwirkungspflichtverletzung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-r-64-18-erlassunwuerdigkeit-bei-mitwirkungspflichtverletzung\/","title":{"rendered":"III&nbsp;R&nbsp;64\/18 &#8211; Erlassunw&uuml;rdigkeit bei Mitwirkungspflichtverletzung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 17.7.2019, III R 64\/18<br \/>ECLI:DE:BFH:2019:U.170719.IIIR64.18.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Erlassunw&uuml;rdigkeit bei Mitwirkungspflichtverletzung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>NV: Erlassw&uuml;rdigkeit setzt ein Verhalten des Steuerpflichtigen voraus, das nicht in eindeutiger Weise gegen die Interessen der Allgemeinheit verst&ouml;&szlig;t und bei dem die mangelnde Leistungsf&auml;higkeit nicht auf einem Verhalten des Steuerpflichtigen selbst beruht. Ein Versto&szlig; gegen die Interessen der Allgemeinheit liegt beispielsweise auch dann vor, wenn der Steuerpflichtige bei der Entstehung der Forderung seine Mitwirkungspflichten verletzt.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision der Beklagten wird das Urteil des Finanzgerichts Baden-W&uuml;rttemberg vom 23.03.2018 &#8211; 2 K 1854\/17 aufgehoben, soweit der Erlass der Hauptforderung in H&ouml;he von 5.302 EUR betroffen ist.<\/p>\n<\/p>\n<p>Insoweit wird die Klage abgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Im &Uuml;brigen wird die Revision mit der Ma&szlig;gabe zur&uuml;ckgewiesen, dass die Beklagte verpflichtet wird, den Kl&auml;ger unter Beachtung der Rechtsauffassung des Senats erneut zu bescheiden.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des gesamten Verfahrens hat der Kl&auml;ger zu 2\/3 und die Beklagte zu 1\/3 zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beteiligten streiten &uuml;ber den Billigkeitserlass einer R&uuml;ckforderung von Kindergeld f&uuml;r den Zeitraum April 2007 bis Dezember 2009, Zinsen und S&auml;umniszuschl&auml;gen in einer Gesamth&ouml;he von 7.819&nbsp;EUR gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;227 der Abgabenordnung (AO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger und Revisionsbeklagte (Kl&auml;ger) hat f&uuml;r seinen Sohn im Streitzeitraum Kindergeld erhalten. Mit Bescheid vom 24.11.2011 hat die Beklagte und Revisionskl&auml;gerin (Familienkasse) die Festsetzung des Kindergeldes ab April 2007 aufgehoben und &uuml;berzahltes Kindergeld in H&ouml;he von 5.302&nbsp;EUR zur&uuml;ckgefordert. Dies begr&uuml;ndete sie damit, die Fortdauer und das Ende der Berufsausbildung des Sohnes sei nicht nachgewiesen worden. Der Einspruch hiergegen wurde wegen Verfristung als unzul&auml;ssig verworfen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit E-Mail vom 26.09.2016 beantragte der Kl&auml;ger, die Forderung in H&ouml;he von 7.819&nbsp;EUR (Ursprungsforderung nebst Zinsen und S&auml;umniszuschl&auml;gen) zu erlassen. Die Familienkasse lehnte den Erlass mit Bescheid vom 07.03.2017 ab, den Einspruch hiergegen wies sie mit Einspruchsentscheidung vom 12.06.2017 als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck. Die Voraussetzungen f&uuml;r einen Erlass der R&uuml;ckforderungsbetr&auml;ge gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;227 AO l&auml;gen nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) gab der Klage hiergegen statt. Es war der Meinung, die Entscheidung der Familienkasse sei ermessensfehlerhaft. Zwar sei ein sachlicher Billigkeitserlass aufgrund der fehlenden Rechtsverfolgung ausgeschlossen, jedoch d&uuml;rfe im Rahmen pers&ouml;nlicher Erlassgr&uuml;nde kein weiteres Mal zum Nachteil des Kl&auml;gers ber&uuml;cksichtigt werden, dass er den R&uuml;ckforderungsbescheid nicht angefochten habe. Daher hob es den Ablehnungsbescheid und die Einspruchsentscheidung auf und verpflichtete die Familienkasse, den Erlassantrag unter Beachtung seiner Rechtsauffassung erneut zu bescheiden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Revision r&uuml;gt die Familienkasse die Verletzung von Bundesrecht (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Sie ist der Ansicht, die Verletzung von Mitwirkungspflichten nach &sect;&nbsp;68 Abs.&nbsp;1 des Einkommensteuergesetzes (EStG) sei im Rahmen der Erlassw&uuml;rdigkeit zu ber&uuml;cksichtigen (vgl. Dienstanweisung zum Kindergeld nach dem Einkommensteuergesetz &#8211;DA-KG&#8211; 2018, BStBl&nbsp;I 2018, 823, Abschn.&nbsp;V 25.2 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;4).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Familienkasse beantragt,<br \/>das angefochtene Urteil aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt,<br \/>die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Er ist der Ansicht, die Mitwirkungspflichtverletzung sei lediglich ein allgemeines Fehlverhalten, das kein Besteuerungssubstrat oder staatliche Mittel gef&auml;hrdet. Weil die Voraussetzungen f&uuml;r den Anspruch auf Kindergeld vorgelegen h&auml;tten, sei die Mitwirkungspflichtverletzung nur eine Selbstsch&auml;digung gewesen. Dies sei im Rahmen der Erlassw&uuml;rdigkeit zu ber&uuml;cksichtigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision der Familienkasse ist teilweise begr&uuml;ndet (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 FGO). Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung der Vorentscheidung und Klageabweisung, soweit der Erlass der Hauptforderung in H&ouml;he von 5.302&nbsp;EUR betroffen ist. Im &Uuml;brigen wird die Revision mit der Ma&szlig;gabe zur&uuml;ckgewiesen, dass die Familienkasse verpflichtet wird, den Kl&auml;ger nach der Rechtsauffassung des Senats erneut zu bescheiden (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;4 FGO). Das FG ging zu Unrecht davon aus, dass die Mitwirkungspflichtverletzung zweimal zum Nachteil des Kl&auml;gers ber&uuml;cksichtigt worden sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Bez&uuml;glich der Hauptforderung in H&ouml;he von 5.302&nbsp;EUR ist die Entscheidung des FG rechtsfehlerhaft und die Revision begr&uuml;ndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Entscheidung &uuml;ber den Erlass ist eine Ermessensentscheidung der Beh&ouml;rde (grundlegend: Beschluss des Gemeinsamen Senats der obersten Gerichtsh&ouml;fe des Bundes vom 19.10.1971&nbsp;&#8211; GmS-OGB&nbsp;3\/70, BFHE 105, 101, BStBl&nbsp;II 1972, 603). Dem folgt die st&auml;ndige Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) zu &sect;&nbsp;227 AO (z.B. BFH-Urteile vom 01.06.2016&nbsp;&#8211; X&nbsp;R&nbsp;66\/14, BFH\/NV 2016, 1668, Rz&nbsp;14; vom 18.09.2018&nbsp;&#8211; XI&nbsp;R&nbsp;36\/16, BFHE 262, 297, BStBl&nbsp;II 2019, 87, Rz&nbsp;27, und vom 13.09.2018&nbsp;&#8211; III&nbsp;R&nbsp;19\/17, BFHE 262, 483, BStBl&nbsp;II 2019, 187, Rz&nbsp;13). Im finanzgerichtlichen Verfahren kann die beh&ouml;rdliche Ermessensentscheidung nach &sect;&nbsp;102 FGO nur daraufhin &uuml;berpr&uuml;ft werden, ob die Grenzen der Ermessensaus&uuml;bung eingehalten worden sind (Gr&auml;ber\/Stapperfend, Finanzgerichtsordnung, 9.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;102, Rz&nbsp;15, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Unbilligkeit kann in der Sache selbst oder in der Person des Steuerpflichtigen begr&uuml;ndet liegen (z.B. BFH-Urteile vom 23.02.2017&nbsp;&#8211; III&nbsp;R&nbsp;35\/14, BFHE 257, 20, BStBl&nbsp;II 2017, 757, Rz&nbsp;17; vom 26.10.2011&nbsp;&#8211; VII&nbsp;R&nbsp;50\/10, BFH\/NV 2012, 552, Rz&nbsp;25, jeweils m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Rechtsfehlerfrei haben die Familienkasse und das FG eine sachliche Unbilligkeit abgelehnt. Vers&auml;umnisse des Steuerpflichtigen w&auml;hrend des Festsetzungs- und Rechtsbehelfsverfahrens k&ouml;nnen nicht im Billigkeitswege zu seinen Gunsten korrigiert werden. Denn der Erlass dient nicht dazu, die Folgen schuldhafter Vers&auml;umnis von Rechtsbehelfsm&ouml;glichkeiten auszugleichen. Im Erlassverfahren ist vielmehr davon auszugehen, dass die Forderung zu Recht festgesetzt worden ist (BFH-Beschluss vom 30.09.1996&nbsp;&#8211; X&nbsp;B&nbsp;131\/96, BFH\/NV 1997, 326). Bei Einw&auml;nden, die die materiell-rechtliche Richtigkeit der Steuerfestsetzung betreffen, ist ein Erlass aus Billigkeitsgr&uuml;nden nur m&ouml;glich, wenn die Steuerfestsetzung offensichtlich und eindeutig falsch ist und dem Steuerpflichtigen nicht zuzumuten war, sich rechtzeitig gegen die Fehlerhaftigkeit zu wenden (st&auml;ndige BFH-Rechtsprechung, vgl. Urteile vom 19.10.2010&nbsp;&#8211; X&nbsp;R&nbsp;9\/09, BFH\/NV 2011, 561, Rz&nbsp;18; vom 14.11.2007&nbsp;&#8211; II&nbsp;R&nbsp;3\/06, BFH\/NV 2008, 574, unter II.1.; vom 13.01.2005&nbsp;&#8211; V&nbsp;R&nbsp;35\/03, BFHE 208, 398, BStBl&nbsp;II 2005, 460, jeweils m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dies verkennt der Kl&auml;ger, der darauf abstellt, dass die R&uuml;ckforderung nur ihn selbst sch&auml;dige und nicht die Allgemeinheit. Dass im Streitfall der Ausnahmefall eines offensichtlich und eindeutig unrichtigen Aufhebungsbescheides vorliegt und der entsprechende Rechtsbehelf nicht oder nicht in zumutbarer Weise eingelegt werden konnte, ist nicht vorgetragen noch sonst ersichtlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Fehlerhaft hat das FG jedoch die durch &sect;&nbsp;102 FGO gezogenen Grenzen richterlicher &Uuml;berpr&uuml;fung von Ermessensentscheidungen im Rahmen der pers&ouml;nlichen Unbilligkeit unbeachtet gelassen. Seine Entscheidung ist deswegen bez&uuml;glich der Hauptforderung in H&ouml;he von 5.302&nbsp;EUR aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Der Erlass aus pers&ouml;nlichen Billigkeitsgr&uuml;nden setzt Erlassbed&uuml;rftigkeit und Erlassw&uuml;rdigkeit voraus. Nur die Erf&uuml;llung beider Voraussetzungen l&auml;sst die Einziehung der Steuer als unbillig erscheinen. Selbst bei Erlassbed&uuml;rftigkeit ist die Verwaltung nicht zum Erlass verpflichtet, wenn es an der Erlassw&uuml;rdigkeit fehlt. Deshalb reicht f&uuml;r die Ablehnung eines Erlasses bereits die Verneinung einer Voraussetzung aus (BFH-Urteil in BFH\/NV 2012, 552, Rz&nbsp;26; BFH-Beschluss vom 09.12.2009&nbsp;&#8211; IX&nbsp;B&nbsp;132\/09, BFH\/NV 2010, 646, unter 2.d; jeweils m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Erlassw&uuml;rdigkeit setzt ein Verhalten des Steuerpflichtigen voraus, das nicht in eindeutiger Weise gegen die Interessen der Allgemeinheit verst&ouml;&szlig;t und bei dem die mangelnde Leistungsf&auml;higkeit nicht auf einem Verhalten des Steuerpflichtigen selbst beruht (grundlegend BFH-Urteil vom 14.11.1957&nbsp;&#8211; IV&nbsp;418\/56&nbsp;U, BFHE 66, 398, BStBl&nbsp;III 1958, 153; st&auml;ndige BFH-Rechtsprechung, vgl. BFH-Urteil in BFH\/NV 2012, 552, Rz 26).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ein Versto&szlig; gegen die Interessen der Allgemeinheit liegt beispielsweise auch dann vor, wenn der Steuerpflichtige bei der Entstehung der Forderung seine steuerlichen Mitwirkungspflichten verletzt (BFH-Beschl&uuml;sse vom 17.12.1993&nbsp;&#8211; IV&nbsp;B&nbsp;21\/93, BFH\/NV 1994, 606, unter&nbsp;2.a.; vom 19.02.1991&nbsp;&#8211; IV&nbsp;B&nbsp;124\/90, BFH\/NV 1993, 286 a.E.; vom 11.12.1990&nbsp;&#8211; V&nbsp;B&nbsp;81\/90, BFH\/NV 1993, 28, unter II.1.d, und VII&nbsp;B&nbsp;94\/90, BFH\/NV 1991, 787, unter II.2.d.; vom 18.08.1988&nbsp;&#8211; V&nbsp;B&nbsp;71\/88, BFH\/NV 1990, 137; vom 07.08.1987&nbsp;&#8211; VI&nbsp;B&nbsp;50\/87, BFH\/NV 1987, 804; BFH-Urteil vom 29.06.1987&nbsp;&#8211; X&nbsp;R&nbsp;22\/81, BFH\/NV 1987, 693; BFH-Beschluss vom 09.02.1987&nbsp;&#8211; IV&nbsp;B&nbsp;53\/86, BFH\/NV 1987, 488, unter 1.b der Entscheidungsgr&uuml;nde.). Dies gilt auch f&uuml;r die Mitwirkungspflichten nach &sect;&nbsp;90 Abs.&nbsp;1 AO und &sect;&nbsp;68 Abs.&nbsp;1 EStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Nach &sect;&nbsp;102 FGO k&ouml;nnen Ermessensentscheidungen durch das FG nur darauf &uuml;berpr&uuml;ft werden, ob die gesetzlichen Grenzen des Ermessens &uuml;berschritten sind oder von dem Ermessen in einer dem Zweck der Erm&auml;chtigung nicht entsprechenden Weise Gebrauch gemacht ist. Dabei muss das Gericht auf die Sach- und Rechtslage im Zeitpunkt der letzten Verwaltungsentscheidung abstellen (BFH-Urteil vom 06.03.1996&nbsp;&#8211; II&nbsp;R&nbsp;102\/93, BFHE 180, 178, BStBl&nbsp;II 1996, 396). Gegen diese Grunds&auml;tze hat das FG mit seinem Urteil versto&szlig;en, indem es seiner Entscheidung einen Sachverhalt zugrunde gelegt hat, der mit dem Sachverhalt nicht &uuml;bereinstimmt, auf dem die zu &uuml;berpr&uuml;fenden Verwaltungsentscheidungen beruhen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Die Familienkasse ist in ihrer ablehnenden Erlassentscheidung davon ausgegangen, dass der Kl&auml;ger gegen seine Mitwirkungspflichten nach &sect;&nbsp;68 EStG versto&szlig;en hat, weil er trotz der schriftlichen Aufforderungen vom 22.07.2010, 01.12.2010 und 29.03.2011 bis zum Fristablauf keine Nachweise &uuml;ber die Fortdauer oder das Ende der Berufsausbildung f&uuml;r das Kind vorgelegt und auch keine Hinderungsgr&uuml;nde mitgeteilt hat. Erst im November 2016 sind Nachweise &uuml;ber die Berufsausbildung des Kindes im Streitzeitraum bei der zust&auml;ndigen Familienkasse eingegangen. Angesichts dieser Mitwirkungspflichtverletzung fehlt es im Fall des Kl&auml;gers an der Erlassw&uuml;rdigkeit (vgl. DA-KG&nbsp;2018, Abschn.&nbsp;V 25.2 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;4). Dies ist entgegen der Auffassung des FG nicht zu beanstanden. Denn erst die Verletzung dieser Mitwirkungspflicht hat die &Uuml;berzahlung des zur&uuml;ckgeforderten Kindergeldes verursacht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Gegensatz dazu geht das FG bei seiner Entscheidung davon aus, dass die Familienkasse den Umstand, dass der Kl&auml;ger den Aufhebungsbescheid nicht rechtzeitig angefochten habe, zwar zu Recht bei der Frage der sachlichen Unbilligkeit, jedoch zu Unrecht &quot;ein weiteres Mal&quot; bei der Erlassw&uuml;rdigkeit im Rahmen der pers&ouml;nlichen Billigkeitsgr&uuml;nde ber&uuml;cksichtigt habe. Das FG st&uuml;tzt mithin seine die Ermessensaus&uuml;bung des FA &uuml;berpr&uuml;fende Entscheidung auf eine Tatsache, von der die Familienkasse bei ihrer Entscheidung selbst nicht ausgegangen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Soweit die Familienkasse auch den Erlass der Nebenforderungen abgelehnt hat, ist die Entscheidung der Familienkasse ermessensfehlerhaft. Insoweit hat das FG im Ergebnis zu Recht die Entscheidung der Familienkasse aufgehoben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) In Bezug auf den auch begehrten Erlass der Nebenforderungen (Zinsen oder S&auml;umniszuschl&auml;ge) hat es die Familienkasse unterlassen, ihre insoweit ablehnende Erlassentscheidung zu begr&uuml;nden. Eine nicht begr&uuml;ndete Ermessensentscheidung der Verwaltung ist im Regelfall fehlerhaft (Senatsentscheidung vom 08.11.2018&nbsp;&#8211; III&nbsp;R&nbsp;31\/17, BFH\/NV 2019, 557, Rz&nbsp;27).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Eine Begr&uuml;ndung konnte auch nicht entfallen, da S&auml;umniszuschl&auml;ge ein Druckmittel eigener Art sind, die nach &sect;&nbsp;240 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;4 AO unber&uuml;hrt bleiben, wenn die Festsetzung der Hauptforderung aufgehoben oder ge&auml;ndert wird. Der Grundsatz der Akzessoriet&auml;t, nach dem S&auml;umniszuschl&auml;ge als steuerliche Nebenleistungen grunds&auml;tzlich vom Bestehen der ihnen zugrunde liegenden Steuerschuld abh&auml;ngig sind, wird durch diese Vorschrift nach dem ausdr&uuml;cklichen Willen des Gesetzgebers f&uuml;r S&auml;umniszuschl&auml;ge durchbrochen (Senatsentscheidung in BFH\/NV 2019, 557, Rz&nbsp;29, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Der Senat kann dahinstehen lassen, ob eine ausdr&uuml;ckliche Begr&uuml;ndung (vgl. &sect;&nbsp;121 AO) auch bei akzessorischen Nebenforderungen erforderlich ist oder ob f&uuml;r diese die Begr&uuml;ndung der Hauptschuld tr&auml;gt. Denn hier fehlt eine Begr&uuml;ndung zum Erlass der Nebenforderungen, worin auch S&auml;umniszuschl&auml;ge enthalten sind, insgesamt. Die ma&szlig;geblichen Ermessenserw&auml;gungen der Ablehnungsentscheidung der Familienkasse sind nicht erkennbar. Sie wird daher &uuml;ber den Erlass der Nebenforderungen (Zinsen, S&auml;umniszuschl&auml;ge, etc.) neu entscheiden m&uuml;ssen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Sache ist spruchreif. Der Senat kann in der Sache selbst entscheiden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Ermessenserw&auml;gung der Familienkasse, einen Erlass der Hauptforderung in H&ouml;he von 5.302&nbsp;EUR abzulehnen, ist nicht zu beanstanden (&sect;&nbsp;102 FGO). Insoweit war die Vorentscheidung aufzuheben und die Klage abzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bez&uuml;glich der Nebenforderungen hat das FG im Ergebnis zu Recht die Entscheidung der Familienkasse aufgehoben; insoweit war die Revision zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;4 FGO). Die Familienkasse bleibt verpflichtet, &uuml;ber den Erlassantrag neu zu entscheiden, allerdings mit der Ma&szlig;gabe, dabei die Rechtsauffassung des Senats zu beachten. Die Familienkasse wird insoweit auch zu ber&uuml;cksichtigen haben, dass nach der st&auml;ndigen Rechtsprechung S&auml;umniszuschl&auml;ge in der Regel zur H&auml;lfte zu erlassen sind, wenn ihre Funktion als Druckmittel ihren Sinn verliert (BFH-Urteil vom 30.03.2006&nbsp;&#8211; V&nbsp;R&nbsp;2\/04, BFHE 212, 23, BStBl&nbsp;II 2006, 612, unter II.2.b, m.w.N).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;136 Abs.&nbsp;1 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 17.7.2019, III R 64\/18ECLI:DE:BFH:2019:U.170719.IIIR64.18.0 Erlassunw&uuml;rdigkeit bei Mitwirkungspflichtverletzung Leits&auml;tze NV: Erlassw&uuml;rdigkeit setzt ein Verhalten des Steuerpflichtigen voraus, das nicht in eindeutiger Weise gegen die Interessen der Allgemeinheit verst&ouml;&szlig;t und bei dem die mangelnde Leistungsf&auml;higkeit nicht auf einem Verhalten des Steuerpflichtigen selbst beruht. Ein Versto&szlig; gegen die Interessen der Allgemeinheit liegt beispielsweise auch dann &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-r-64-18-erlassunwuerdigkeit-bei-mitwirkungspflichtverletzung\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">III&nbsp;R&nbsp;64\/18 &#8211; Erlassunw&uuml;rdigkeit bei Mitwirkungspflichtverletzung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-71474","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71474","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=71474"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71474\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=71474"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=71474"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=71474"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}