{"id":71485,"date":"2019-11-28T19:16:53","date_gmt":"2019-11-28T17:16:53","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=71485"},"modified":"2019-11-28T19:16:53","modified_gmt":"2019-11-28T17:16:53","slug":"ii-b-79-18-keine-analoge-anwendung-der-parpar-13a-und-13b-erbstg-auf-im-privatvermoegen-des-erblassers-gehaltenen-mietwohnbestand","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ii-b-79-18-keine-analoge-anwendung-der-parpar-13a-und-13b-erbstg-auf-im-privatvermoegen-des-erblassers-gehaltenen-mietwohnbestand\/","title":{"rendered":"II&nbsp;B&nbsp;79\/18 &#8211; Keine analoge Anwendung der &sect;&sect; 13a und 13b ErbStG auf im Privatverm&ouml;gen des Erblassers gehaltenen Mietwohnbestand"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 29.8.2019, II B 79\/18<br \/>ECLI:DE:BFH:2019:B.290819.IIB79.18.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Keine analoge Anwendung der &sect;&sect; 13a und 13b ErbStG auf im Privatverm&ouml;gen des Erblassers gehaltenen Mietwohnbestand<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. NV: Eine analoge Anwendung der &sect;&sect; 13a und 13b ErbStG auf den im Privatverm&ouml;gen des Erblassers gehaltenen, ererbten Mietwohnbestand scheidet mangels Regelungsl&uuml;cke aus. Der Gesetzgeber hat mit der abgestuften Ausgestaltung der unterschiedlichen Beg&uuml;nstigungen f&uuml;r ererbtes Verm&ouml;gen unmissverst&auml;ndlich zum Ausdruck gebracht, dass er ererbte Mietwohngrundst&uuml;cke im Privatverm&ouml;gen in deutlich geringerem Ma&szlig;e beg&uuml;nstigen will als ererbte, im Betriebsverm&ouml;gen gehaltene Mietgrundst&uuml;cke, die die Voraussetzungen des &sect; 13b Abs. 2 Satz 2 Nr. 1 Satz 2 Buchst. d ErbStG erf&uuml;llen.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. NV: Die Differenzierung zwischen verschiedenen Beg&uuml;nstigungsregelungen von Mietwohngrundst&uuml;cken in den Verm&ouml;gensarten Betriebs- und Privatverm&ouml;gen ist trotz der enormen Ungleichbehandlung verfassungskonform.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Beschwerde der Kl&auml;gerin wegen Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des Finanzgerichts Hamburg vom 27.06.2018 &#8211; 3 K 15\/17 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Beschwerdeverfahrens hat die Kl&auml;gerin zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beschwerde der Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin) ist unbegr&uuml;ndet, denn die Rechtssache hat keine grunds&auml;tzliche Bedeutung i.S. des &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung (FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Grunds&auml;tzliche Bedeutung i.S. des &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO kommt einer Rechtssache nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) zu, wenn die f&uuml;r die Beurteilung des Streitfalls ma&szlig;gebliche Rechtsfrage das (abstrakte) Interesse der Allgemeinheit an der einheitlichen Entwicklung und Handhabung des Rechts ber&uuml;hrt. Au&szlig;erdem muss die Rechtsfrage kl&auml;rungsbed&uuml;rftig und in einem k&uuml;nftigen Revisionsverfahren kl&auml;rungsf&auml;hig sein. Ist die Rechtslage eindeutig, bedarf es keiner Kl&auml;rung in einem Revisionsverfahren. Das gilt auch dann, wenn sie bereits durch den BFH gekl&auml;rt ist und keine neuen Gesichtspunkte erkennbar sind, die eine erneute Pr&uuml;fung und Entscheidung dieser Frage durch den BFH geboten erscheinen lassen (vgl. BFH-Beschluss vom 22.11.2018&nbsp;&#8211; II&nbsp;B&nbsp;51\/18, BFH\/NV&nbsp;2019, 205, Rz&nbsp;11, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Nach diesen Ma&szlig;st&auml;ben kommt der Rechtssache grunds&auml;tzliche Bedeutung nicht zu, weil die von der Kl&auml;gerin aufgeworfenen Rechtsfragen zur analogen Anwendung der &sect;&sect;&nbsp;13a und 13b i.V.m. &sect;&nbsp;13c des Erbschaft- und Schenkungsteuergesetzes in der f&uuml;r das Jahr 2010 geltenden Fassung des Wachstumsbeschleunigungsgesetzes vom 22.12.2009 (BGBl&nbsp;I 2009, 3950) &#8211;ErbStG&#8211; und zur Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit der Vorschriften nicht kl&auml;rungsbed&uuml;rftig sind. Sie sind eindeutig so zu beantworten, wie es die Vorinstanz in dem angegriffenen Urteil getan hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Eine analoge Anwendung der &sect;&sect;&nbsp;13a und 13b ErbStG auf den im Privatverm&ouml;gen des Erblassers gehaltenen, ererbten Mietwohnbestand scheidet aus. Die aufgeworfene Rechtsfrage ist nicht kl&auml;rungsbed&uuml;rftig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die analoge Anwendung einer Rechtsnorm setzt eine Gesetzesl&uuml;cke i.S. einer planwidrigen Unvollst&auml;ndigkeit voraus. Die Norm muss gemessen an ihrem Zweck unvollst&auml;ndig, d.h. erg&auml;nzungsbed&uuml;rftig sein. Ihre Erg&auml;nzung darf nicht einer vom Gesetzgeber beabsichtigten Beschr&auml;nkung auf bestimmte Tatbest&auml;nde widersprechen. Dass eine gesetzliche Regelung rechtspolitisch als verbesserungsbed&uuml;rftig anzusehen ist (&quot;rechtspolitische Fehler&quot;), reicht nicht aus. Ihre Unvollst&auml;ndigkeit muss sich vielmehr aus dem gesetzesimmanenten Zweck erschlie&szlig;en. Eine Auslegung gegen den Wortlaut kommt zudem nur unter sehr engen Voraussetzungen in Betracht, wenn n&auml;mlich die auf den Wortlaut abgestellte Auslegung zu einem sinnwidrigen Ergebnis f&uuml;hren w&uuml;rde (BFH-Urteil vom 02.06.2005&nbsp;&#8211; III&nbsp;R&nbsp;15\/04, BFHE 210, 141, BStBl&nbsp;II 2005, 828, unter B.II.2.a; vgl. ferner Beschluss des Bundesverfassungsgerichts &#8211;BVerfG&#8211; vom 31.10.2016&nbsp;&#8211; 1&nbsp;BvR&nbsp;871\/13, H&ouml;chstrichterliche Finanzrechtsprechung 2017, 172, Rz&nbsp;22).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die Voraussetzungen f&uuml;r eine analoge Anwendung der &sect;&sect;&nbsp;13a und 13b i.V.m. &sect;&nbsp;13c ErbStG auf Mietwohngrundst&uuml;cke im Privatverm&ouml;gen sind damit nicht erf&uuml;llt. Es fehlt bereits an einer Regelungsl&uuml;cke. Die Normen sind gemessen an ihrem Zweck im Hinblick auf ererbte Mietwohngrundst&uuml;cke im Privatverm&ouml;gen nicht unvollst&auml;ndig, d.h. erg&auml;nzungsbed&uuml;rftig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aaa) F&uuml;r den Erwerb von Betriebsverm&ouml;gen sieht &sect;&nbsp;13a i.V.m. &sect;&nbsp;13b ErbStG unter bestimmten Voraussetzungen Steuerbefreiungen in H&ouml;he von mindestens 85&nbsp;% vor (BFH-Urteil vom 24.10.2017&nbsp;&#8211; II&nbsp;R&nbsp;44\/15, BFHE 260, 363, BStBl II 2018, 358, Rz&nbsp;11&nbsp;ff.). Demgegen&uuml;ber sind nach dem klaren Wortlaut des &sect;&nbsp;13c Abs.&nbsp;1 und Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;1 und Nr.&nbsp;3 ErbStG zu Wohnzwecken vermietete Grundst&uuml;cke, die nicht zum beg&uuml;nstigten Betriebsverm&ouml;gen i.S. des &sect;&nbsp;13a ErbStG geh&ouml;ren, mit 90&nbsp;% ihres Werts anzusetzen. Der Wortlaut des &sect;&nbsp;13c ErbStG ist gerade im Hinblick auf das Verh&auml;ltnis zu &sect;&nbsp;13a ErbStG unmissverst&auml;ndlich. Eine Beg&uuml;nstigung von Mietwohngrundst&uuml;cken sowohl im Betriebs- als auch im Privatverm&ouml;gen in H&ouml;he von jeweils 85&nbsp;% ist im ErbStG nicht vorgesehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bbb) Die Absicht des Gesetzgebers bietet keine Anhaltspunkte daf&uuml;r, bei der Anwendung des &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Buchst.&nbsp;d ErbStG den Erwerb von Mietwohngrundst&uuml;cken im Privatverm&ouml;gen einzubeziehen (BTDrucks 16\/11107, S.&nbsp;11&nbsp;f., und 16\/7918, S. 23, 33 ff.). Den Gesetzesmaterialien l&auml;sst sich ein derartiger Wille, der eine unbeabsichtigte, durch teleologische Auslegung zu f&uuml;llende Regelungsl&uuml;cke begr&uuml;nden w&uuml;rde, nicht entnehmen. Im Gegenteil hat der Gesetzgeber bei Mietwohngrundst&uuml;cken bewusst zwischen den Verm&ouml;gensarten Privatverm&ouml;gen und Betriebsverm&ouml;gen differenziert; er ist insoweit planvoll t&auml;tig geworden (BTDrucks 16\/7918, S.&nbsp;23&nbsp;ff., 35&nbsp;f.). Anders als die Kl&auml;gerin vortr&auml;gt, wollte der Gesetzgeber keinen Ausgleich zwischen Wohnungsunternehmen und privaten Wohnungsanbietern. Vielmehr beabsichtigte er lediglich, die Steuerlast der privaten Wohnungsanbieter &#8211;auch im Verh&auml;ltnis zu den gro&szlig;en Unternehmen&#8211; zu verringern. Das hat er mit einer Reduzierung des Wertansatzes von 10&nbsp;% bei privatem Mietwohngrundst&uuml;cksbesitz umgesetzt. Indem er ausf&uuml;hrte, durch diese Regelung [&sect;&nbsp;13c ErbStG] werde der Wettbewerbsnachteil gegen&uuml;ber der institutionellen Konkurrenz verringert, die anders als private Immobilienbesitzer oder Personenunternehmen nicht durch die Erbschaftsteuer belastet sei (BTDrucks 16\/7918, S.&nbsp;36), hat er in der Begr&uuml;ndung zu &sect;&nbsp;13c ErbStG explizit die H&ouml;he der Beg&uuml;nstigung von 10&nbsp;% der H&ouml;he der Beg&uuml;nstigung in den &sect;&sect;&nbsp;13a und 13b ErbStG beim betrieblichen Verm&ouml;gen gegen&uuml;bergestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Gesetzgeber hat mit seiner abgestuften Ausgestaltung der unterschiedlichen Beg&uuml;nstigungen f&uuml;r ererbtes Verm&ouml;gen unmissverst&auml;ndlich zum Ausdruck gebracht, dass er ererbte Mietwohngrundst&uuml;cke im Privatverm&ouml;gen in deutlich geringerem Ma&szlig;e als ererbte, im Betriebsverm&ouml;gen gehaltene Mietgrundst&uuml;cke, die die Voraussetzungen von &sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 Satz 2 Buchst.&nbsp;d ErbStG erf&uuml;llen, beg&uuml;nstigen will. Bei allen Formen des &Uuml;bergangs von Betriebsverm&ouml;gen geht es dem Gesetzgeber insbesondere um die mit einem Familienunternehmen einhergehende hohe personelle Verantwortung, wie er an verschiedenen Stellen zum Ausdruck gebracht hat (so auch explizit zu &sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Buchst.&nbsp;d ErbStG in BTDrucks 16\/11107, S.&nbsp;12). Anders als die Kl&auml;gerin meint, ist diese Verantwortung nicht dieselbe, wenn die Verwaltung von Mietgrundst&uuml;cken an ein externes Unternehmen abgegeben wird. Eine pers&ouml;nliche Beziehung zu den Angestellten des eigenen Unternehmens ist qualitativ nicht mit der zu Angestellten eines Dienstleisters zu vergleichen. Auch fehlt das unternehmerische Risiko wie die Lohnfortzahlung bei Krankheit eines Angestellten oder &auml;hnliches bei der Delegierung von Verwaltungsaufgaben auf einen Dritten; es geht nicht um das Risiko, das mit der Kapitalanlage selbst einhergeht, wie z.B. bei Vermietung und Verpachtung das Risiko von Mietnomaden oder Leerstand. Dem Gesetzgeber kam es nicht auf den Schutz irgendwelcher, sondern gerade auf die in den Familienunternehmen selbst vorhandenen Arbeitspl&auml;tze an (z.B. BTDrucks 16\/7918, S.&nbsp;33; vgl. ferner BVerfG-Urteil vom 17.12.2014&nbsp;&#8211; 1&nbsp;BvL&nbsp;21\/12, BVerfGE 138, 136, BStBl&nbsp;II 2015, 50, Rz&nbsp;162).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die R&uuml;ge der Kl&auml;gerin, der aus dem Verkauf des KG-Anteils stammende und in ein Mietwohngrundst&uuml;ck investierte Erl&ouml;s sei nach den &sect;&sect;&nbsp;13a und 13b ErbStG analog, jedenfalls aber nach &sect;&nbsp;13c Abs.&nbsp;1 ErbStG analog zu beg&uuml;nstigen, geht ebenfalls fehl.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) In Bezug auf die geltend gemachte Analogie der &sect;&sect;&nbsp;13a und 13b ErbStG wird auf die Ausf&uuml;hrungen unter 2.a verwiesen. Eine Regelungsl&uuml;cke liegt nicht vor. Im &Uuml;brigen ist nach &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;4 ErbStG von einer Reinvestition auszugehen, wenn der Ver&auml;u&szlig;erungserl&ouml;s innerhalb von sechs Monaten in entsprechendes Verm&ouml;gen investiert wird. Vorliegend ist der Erbfall im September 2010 eingetreten. Das Mietwohngrundst&uuml;ck wurde hingegen erst zwei Jahre sp&auml;ter, n&auml;mlich im September 2012, erworben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Auch eine Analogie von &sect;&nbsp;13c ErbStG kommt nicht in Betracht. Denn f&uuml;r die Beurteilung, ob die Voraussetzungen des verminderten Wertansatzes nach &sect;&nbsp;13c ErbStG erf&uuml;llt sind, ist &#8211;wie das Finanzgericht zutreffend ausgef&uuml;hrt hat&#8211; entscheidend auf die Verh&auml;ltnisse zum Zeitpunkt der Entstehung der Steuer abzustellen. Die Erbschaftsteuer entsteht bei Erwerben von Todes wegen regelm&auml;&szlig;ig mit dem Tode des Erblassers (&sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 ErbStG). Deshalb ist nach den Verh&auml;ltnissen zum Zeitpunkt des Ablebens des Erblassers zu beurteilen, ob ein Mietwohngrundst&uuml;ck i.S. von &sect;&nbsp;13c Abs.&nbsp;1 und Abs.&nbsp;3 ErbStG vorliegt (BFH-Urteil vom 11.12.2014&nbsp;&#8211; II&nbsp;R&nbsp;24\/14, BFHE 248, 202, BStBl&nbsp;II 2015, 340, Rz&nbsp;17&nbsp;f., m.w.N.). Nachtr&auml;glich eingetretene &Auml;nderungen spielen grunds&auml;tzlich keine Rolle, es sei denn, dies wird ausdr&uuml;cklich gesetzlich bestimmt (BFH-Urteil in BFHE 260, 363, BStBl&nbsp;II 2018, 358, Rz&nbsp;33). Eine entsprechende gesetzliche Regelung existiert in Bezug auf Mietwohngrundst&uuml;cke im Privatverm&ouml;gen jedoch nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Ferner ist auch die kl&auml;gerische Forderung, das gewerblich genutzte Mietgrundst&uuml;ck unter die Beg&uuml;nstigung analog &sect;&sect;&nbsp;13a und 13b ErbStG, jedenfalls aber unter die nach &sect;&nbsp;13c Abs.&nbsp;1 ErbStG zu subsumieren, nicht kl&auml;rungsbed&uuml;rftig. Denn die Rechtslage ist auch insoweit eindeutig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine Analogie der &sect;&sect;&nbsp;13a und 13b ErbStG scheidet aus den unter 2.a genannten Gr&uuml;nden aus. Auch ist &sect;&nbsp;13c ErbStG nicht auf rein gewerblich genutzte Mietobjekte analog anzuwenden. Es liegt insoweit keine Regelungsl&uuml;cke vor. Der Gesetzgeber machte durch den Wortlaut und den Begr&uuml;ndungszusatz, f&uuml;r bebaute Grundst&uuml;cke (z.B. Ein- und Zweifamilienh&auml;user, Mietwohngrundst&uuml;cke, Wohnungseigentum) und Teile von gemischt genutzten Grundst&uuml;cken, die zu Wohnzwecken vermietet w&uuml;rden, sei ein Abschlag in H&ouml;he von 10&nbsp;% auf den Verkehrswert vorgesehen (BTDrucks 16\/7918, S.&nbsp;36), zugleich deutlich, dass er bewusst nur dann eine gewerbliche Nutzung eines Grundst&uuml;cks als unsch&auml;dlich f&uuml;r den Abschlag von 10&nbsp;% f&uuml;r den bewohnten Teil angesehen hat, wenn dasselbe Geb&auml;ude wenigstens teilweise zu Wohnzwecken vermietet wird. Dies &uuml;berzeugt vor dem Hintergrund, dass der Gesetzgeber mit der Beg&uuml;nstigung nach &sect;&nbsp;13c ErbStG &#8211;anders als nach &sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Buchst.&nbsp;d ErbStG&#8211; nur Wohnraum, nicht aber Betriebe erhalten wollte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Schlie&szlig;lich ist auch die von der Kl&auml;gerin aufgeworfene Frage zur Verfassungskonformit&auml;t der gesetzlichen Differenzierung zwischen den verschiedenen Beg&uuml;nstigungen von Mietwohngrundst&uuml;cken in den Verm&ouml;gensarten Betriebs- und Privatverm&ouml;gen nicht kl&auml;rungsbed&uuml;rftig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Das BVerfG hat die Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit der &sect;&sect;&nbsp;13a und 13b ErbStG gepr&uuml;ft (BVerfG-Urteil in BVerfGE 138, 136, BStBl&nbsp;II 2015, 50). Soweit die Kl&auml;gerin geltend macht, es gehe nicht um die dort entschiedenen Normen, sondern um &sect;&nbsp;13c ErbStG, geht ihr Vortrag fehl. Denn im Kern greift sie die aus ihrer Sicht im Verh&auml;ltnis zu &sect;&nbsp;13c ErbStG zu engen Tatbestandsvoraussetzungen der &sect;&sect;&nbsp;13a und 13b ErbStG an. Sie wendet sich nicht gegen die in &sect;&nbsp;13c Abs.&nbsp;1 ErbStG geregelte Beg&uuml;nstigung f&uuml;r Mietwohngrundst&uuml;cke in H&ouml;he von 10&nbsp;%. Vielmehr m&ouml;chte sie die Beg&uuml;nstigung der &sect;&sect;&nbsp;13a und 13b ErbStG auch auf ihren Fall anwenden, weil sie die Beschr&auml;nkung der durch &sect;&nbsp;13a i.V.m. &sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Buchst.&nbsp;d ErbStG geschaffenen Verg&uuml;nstigungen auf bestimmte Mietgrundst&uuml;cke im Betriebsverm&ouml;gen als verfassungswidrig ansieht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach den Ausf&uuml;hrungen des BVerfG f&uuml;hren die Verschonungsregelungen in &sect;&sect;&nbsp;13a und 13b ErbStG zu einer Besserstellung der Erwerber unternehmerischen Verm&ouml;gens gegen&uuml;ber den Erwerbern sonstigen Verm&ouml;gens, die &#8211;obwohl sie zu einer strukturellen Zweiteilung der Erbschaft- und Schenkungsteuer f&uuml;hrt&#8211; im Grundsatz mit Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 des Grundgesetzes (GG) vereinbar ist. Lediglich im Bereich des &Uuml;bergangs gro&szlig;er Unternehmensverm&ouml;gen bedurfte die Beg&uuml;nstigung der Korrektur. Dabei erkennt das BVerfG an, dass die durch die Verschonungsregelungen bewirkte Ungleichbehandlung zwischen Erwerbern beg&uuml;nstigten und sonstigen Verm&ouml;gens enorm ist (BVerfG-Urteil in BVerfGE 138, 136, BStBl II 2015, 50, Rz&nbsp;127&nbsp;ff., ausdr&uuml;cklich Rz&nbsp;157 bis 162). &sect;&sect;&nbsp;13a und 13b ErbStG wurden wegen des sehr weiten Entscheidungsspielraums des Gesetzgebers aber dennoch als verfassungsgem&auml;&szlig; erkannt. Denn die durch die Verschonungsregeln begr&uuml;ndeten Ungleichbehandlungen dienen legitimen Zielen. Die steuerliche Verschonung des unentgeltlichen Erwerbs betrieblichen Verm&ouml;gens soll vor allem Unternehmen sch&uuml;tzen, die durch einen besonderen personalen Bezug des Erblassers oder auch des Erben zum Unternehmen gepr&auml;gt sind, wie es namentlich f&uuml;r Familienunternehmen typisch ist, und in denen typischerweise vom Erblasser unternehmerische Verantwortung wahrgenommen wurde. Wie unter 2.a&nbsp;bb&nbsp;bbb gezeigt wurde, stellt die Abgabe der Verwaltung von im Privatverm&ouml;gen gehaltenen Vermietungs- und Verpachtungsobjekten an externe Dritte keine einem Familienunternehmen gleichliegende Sachverhaltskonstellation dar. Die durch die Verschonung betrieblichen Verm&ouml;gens bewirkte Ungleichbehandlung gegen&uuml;ber nichtbetrieblichem Verm&ouml;gen erweist sich im Grundsatz au&szlig;erdem als verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig im engeren Sinne, soweit die Verschonung nicht &uuml;ber den Bereich kleiner und mittlerer Unternehmen hinausgreift (BVerfG-Urteil in BVerfGE 138, 136, BStBl&nbsp;II 2015, 50, Rz&nbsp;133&nbsp;ff.). Unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig war ferner u.a. die Verschonung betrieblichen Verm&ouml;gens mit einem Verwaltungsverm&ouml;gensanteil bis zu 50&nbsp;%. Aufgrund dieser Verfassungsverst&ouml;&szlig;e waren die vorgelegten Regelungen insgesamt mit Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 GG unvereinbar. Im Streitfall geht es jedoch ausschlie&szlig;lich um das Verh&auml;ltnis der enormen Beg&uuml;nstigung von Betriebsverm&ouml;gen gegen&uuml;ber der geringen Beg&uuml;nstigung von ererbten Mietwohngrundst&uuml;cken im Privatverm&ouml;gen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ein Versto&szlig; gegen Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 GG ist auch bei der Beg&uuml;nstigung von bestimmten F&auml;llen der Reinvestition von ererbtem Betriebsverm&ouml;gen oder von gewerblich genutzten Grundst&uuml;cken nicht zu erkennen. Der Verschonungsabschlag ist beide Male ebenfalls in der vom Gesetzgeber gewollten und vom BVerfG nicht beanstandeten besonderen Beg&uuml;nstigung von Betriebsverm&ouml;gen begr&uuml;ndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Der Senat hat bereits im Urteil II&nbsp;R&nbsp;44\/15 (in BFHE 260, 363, BStBl II 2018, 358) &#8211;aus Sicht des auch hier im Zusammenhang mit &sect;&nbsp;13c ErbStG ger&uuml;gten &sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Buchst.&nbsp;d ErbStG&#8211; die Frage der Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit der erbschaftsteuerrechtlichen Beg&uuml;nstigungsvorschriften in Bezug auf Mietwohngrundst&uuml;cke bejaht, auch wenn es in der dortigen Entscheidung um Wohnungsvermietungsunternehmen ging, die zwar Betriebsverm&ouml;gen darstellten, aber nicht zum beg&uuml;nstigten Verm&ouml;gen i.S. des &sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Buchst.&nbsp;d ErbStG geh&ouml;rten. Der Senat hat in diesem Urteil ausgef&uuml;hrt, der Gesetzgeber ist verfassungsrechtlich nicht verpflichtet, in F&auml;llen, in denen sich die Vermietung von Wohnungen der Sache nach als Fruchtziehung aus zu erhaltenden Substanzwerten und Verm&ouml;gensverwaltung darstellt, die Steuerverg&uuml;nstigungen nach &sect;&sect;&nbsp;13a und 13b ErbStG allein deshalb zu gew&auml;hren, weil sich die Wohnungen ertragsteuerrechtlich im Betriebsverm&ouml;gen befinden (BFH-Urteil in BFHE 260, 363, BStBl&nbsp;II 2018, 358, Rz 35). Zwar hat sich der Senat folglich nicht direkt mit Mietwohngrundst&uuml;cken im Privatverm&ouml;gen befasst. Die Ausf&uuml;hrungen zu Mietwohnungsunternehmen, die zwar im Betriebsverm&ouml;gen gehalten werden, aber keine weiteren Leistungen erbringen, gelten jedoch grunds&auml;tzlich auch f&uuml;r im Privatverm&ouml;gen gehaltene Mietwohnungen. Denn auch bei diesen stellt sich die Vermietung von Wohnungen als Fruchtziehung und Verm&ouml;gensverwaltung dar, deren Nichtbeg&uuml;nstigung verfassungsgem&auml;&szlig; ist. Dabei hat sich der Senat ausdr&uuml;cklich auch mit einem gro&szlig;en Wohnungsbestand auseinandergesetzt (BFH-Urteil in BFHE 260, 363, BStBl&nbsp;II 2018, 358, Rz&nbsp;23).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit sich die Kl&auml;gerin gegen die Entscheidung des BFH in BFHE 260, 363, BStBl&nbsp;II 2018, 358 wendet, h&auml;lt sie den dortigen Rechtsausf&uuml;hrungen im Wesentlichen entgegen, dass die wortlautgetreue Anwendung des &sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Buchst.&nbsp;d ErbStG zu eng ist und damit die betrieblichen Wohnungsunternehmen zu stark eingegrenzt werden. Damit macht sie in der Sache nur geltend, die Auffassung des BFH in der dortigen Entscheidung sei unrichtig. Dies rechtfertigt eine Zulassung der Revision nicht (vgl. BFH-Beschluss in BFH\/NV&nbsp;2019, 205, Rz&nbsp;24).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nachdem die Rechtsfrage, ob die Beschr&auml;nkung der Verschonungsregeln auf Betriebsverm&ouml;gen verfassungskonform ist, in der h&ouml;chstrichterlichen Rechtsprechung bereits gekl&auml;rt wurde und sich daraus auch ergibt, dass im Privatverm&ouml;gen gehaltene ererbte Mietgrundst&uuml;cke nicht aus verfassungsrechtlichen Gr&uuml;nden mit ebenfalls 85&nbsp;% zu beg&uuml;nstigen sind, besteht kein Anlass, diese nochmals einer revisionsrechtlichen Pr&uuml;fung zu unterziehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Schlie&szlig;lich ist auch deshalb keine grunds&auml;tzliche Bedeutung gegeben, da eine Vorlage nach Art.&nbsp;100 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 GG zur Einholung einer Entscheidung des BVerfG &uuml;ber die Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit der &sect;&sect;&nbsp;13a und 13b i.V.m. &sect;&nbsp;13c ErbStG schon deshalb nicht in Betracht kommt, weil das BVerfG trotz festgestellter Verfassungsverst&ouml;&szlig;e durch die &sect;&sect;&nbsp;13a und 13b jeweils i.V.m. &sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 ErbStG die Weitergeltung des ErbStG bis zu einer Neuregelung, die sp&auml;testens bis zum 30.06.2016 zu treffen war, angeordnet hat (BVerfG-Urteil in BVerfGE 138, 136, BStBl&nbsp;II 2015, 50; vgl. auch BFH-Urteil vom 23.06.2015&nbsp;&#8211; II&nbsp;R&nbsp;39\/13, BFHE 250, 207, BStBl&nbsp;II 2016, 225, Rz&nbsp;30). Die Bindungswirkung des &sect;&nbsp;31 des Bundesverfassungsgerichtsgesetzes erstreckt sich auch auf die tragenden Gr&uuml;nde der Entscheidung (BVerfG-Beschluss vom 16.03.2005&nbsp;&#8211; 2&nbsp;BvL&nbsp;7\/00, BVerfGE 112, 268, Rz&nbsp;60). Die Weitergeltung umfasst die Beg&uuml;nstigungsregeln f&uuml;r Mietwohnungsunternehmen, die nicht ohne &sect;&nbsp;13c ErbStG gelesen werden k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Entscheidung ergeht im &Uuml;brigen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 FGO ohne Angabe weiterer Gr&uuml;nde, insbesondere ohne Darstellung des Tatbestands.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 29.8.2019, II B 79\/18ECLI:DE:BFH:2019:B.290819.IIB79.18.0 Keine analoge Anwendung der &sect;&sect; 13a und 13b ErbStG auf im Privatverm&ouml;gen des Erblassers gehaltenen Mietwohnbestand Leits&auml;tze 1. NV: Eine analoge Anwendung der &sect;&sect; 13a und 13b ErbStG auf den im Privatverm&ouml;gen des Erblassers gehaltenen, ererbten Mietwohnbestand scheidet mangels Regelungsl&uuml;cke aus. 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