{"id":71493,"date":"2019-11-28T19:23:41","date_gmt":"2019-11-28T17:23:41","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=71493"},"modified":"2019-11-28T19:23:41","modified_gmt":"2019-11-28T17:23:41","slug":"v-r-15-18-vollverzinsung-beim-bautraeger-der-auch-bauunternehmer-ist","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/v-r-15-18-vollverzinsung-beim-bautraeger-der-auch-bauunternehmer-ist\/","title":{"rendered":"V&nbsp;R&nbsp;15\/18 &#8211; Vollverzinsung beim Bautr&auml;ger, der auch Bauunternehmer ist"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 8.10.2019, V R 15\/18<br \/>ECLI:DE:BFH:2019:B.081019.VR15.18.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Vollverzinsung beim Bautr&auml;ger, der auch Bauunternehmer ist<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. F&uuml;r &sect; 233a Abs. 5 Satz 4 und Abs. 3 Satz 3 AO ist bei mehrfachen &Auml;nderungen von Steuerfestsetzungen die letzte Zahlung auf den Steuerbescheid ma&szlig;geblich, in dem die Besteuerungsgrundlage enthalten war, die aufgrund des &Auml;nderungsbescheids entf&auml;llt.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. F&uuml;r die Bestimmung des Steuerschuldners bei Bauleistungen kommt es ausschlie&szlig;lich auf die Voraussetzungen von &sect; 13b UStG, nicht aber darauf an, ob der Leistungsempf&auml;nger geltend macht, dass er nicht Steuerschuldner nach dieser Vorschrift sei, dass er einen Steuerbetrag an den leistenden Bauunternehmer nachzahlt oder dass das FA gegen einen Erstattungsanspruch, der sich aus einer unzutreffenden Anwendung von &sect; 13b UStG ergibt, aufrechnen kann, so dass hierin kein r&uuml;ckwirkendes Ereignis i.S. von &sect; 233a Abs. 2a AO liegt.<\/p>\n<\/p>\n<p>3. Ist ein Zinserlass gem&auml;&szlig; &sect; 239 Abs. 1 AO i.V.m. &sect; 163 AO in der Weise geboten, dass jede andere Entscheidung ermessensfehlerhaft ist, handelt es sich bei den in dieser Weise erlassenen Zinsen nicht um festzusetzende Zinsen i.S. von &sect; 233a Abs. 5 Satz 3 AO.<\/p>\n<\/p>\n<p>4. Eine Zinspflicht nach &sect; 233a AO ist sachlich unbillig, wenn der Leistende bei der Ausf&uuml;hrung seines Umsatzes in &Uuml;bereinstimmung mit den zu diesem Zeitpunkt geltenden Verwaltungsanweisungen davon ausgehen konnte und musste, dass nicht er, sondern der Leistungsempf&auml;nger Steuerschuldner sei.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Nach Erledigung des Rechtsstreits in der Hauptsache werden die Kosten des gesamten Verfahrens nach &sect; 143 Abs. 1 i.V.m. &sect; 138 Abs. 2 Satz 1 der Finanzgerichtsordnung dem Beklagten auferlegt.<\/p>\n<\/p>\n<p>Das Urteil des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg vom 28.03.2018 &#8211; 7 K 7243\/16 ist gegenstandslos.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin), eine GmbH, war im Streitjahr 2009 sowohl als Bauunternehmer wie auch als Bautr&auml;ger t&auml;tig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Streitjahr bezog die Kl&auml;gerin f&uuml;r ihre Bautr&auml;gert&auml;tigkeit steuerpflichtige Leistungen in H&ouml;he von 123.201&nbsp;EUR von Bauunternehmern, wobei die Beteiligten davon ausgingen, dass die Kl&auml;gerin als Leistungsempf&auml;nger Steuerschuldner nach &sect;&nbsp;13b des Umsatzsteuergesetzes (UStG) sei. Die Kl&auml;gerin erbrachte im Streitjahr auch Bauleistungen an die A-GmbH, die mit 174.000&nbsp;EUR verg&uuml;tet wurden, wobei die Beteiligten auch hier von einer Anwendung von &sect;&nbsp;13b UStG ausgingen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dementsprechend gab die Kl&auml;gerin f&uuml;r das Streitjahr Voranmeldungen ab, bei denen sie die f&uuml;r ihre Bautr&auml;gert&auml;tigkeit bezogenen Leistungen als Leistungsempf&auml;nger mit einer Steuer von 23.408,19&nbsp;EUR versteuerte, w&auml;hrend eine Versteuerung der an die A-GmbH erbrachten Bauleistungen im Hinblick auf die Annahme einer auch hier f&uuml;r den Leistungsempf&auml;nger bestehenden Steuerschuld unterblieb. Die Kl&auml;gerin leistete alle f&uuml;r die Voranmeldungen geschuldeten Zahlungen bis zum 25.02.2010.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 09.06.2011 meldete die Kl&auml;gerin in ihrer Umsatzjahressteuererkl&auml;rung 2009 eine Umsatzsteuer in H&ouml;he von 27.948,11&nbsp;EUR an, was zu einer Nachzahlung in H&ouml;he von 2.561,42&nbsp;EUR f&uuml;hrte, die sie am 13.07.2011 tilgte. Mit Bescheid vom 27.06.2011 setzte der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) Nachzahlungszinsen in H&ouml;he von 25&nbsp;EUR fest.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 11.04.2014 beantragte die Kl&auml;gerin, die Umsatzsteuer 2009 um 23.408,11&nbsp;EUR herabzusetzen, da sie im Hinblick auf die f&uuml;r ihre Bautr&auml;gert&auml;tigkeit bezogene Bauleistung nicht Steuerschuldner gewesen sei. Das FA lehnte dies ab, wogegen die Kl&auml;gerin Einspruch einlegte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Anschluss an eine w&auml;hrend des Einspruchsverfahrens durchgef&uuml;hrte Umsatzsteuersonderpr&uuml;fung ging das FA davon aus, dass die Kl&auml;gerin die bezogenen Bauleistungen zwar zu Unrecht nach &sect;&nbsp;13b UStG versteuert habe. Sie m&uuml;sse jetzt aber auch die an die A-GmbH erbrachten Leistungen, bei denen gleichfalls &sect;&nbsp;13b UStG zu Unrecht angewendet worden sei, als Leistende versteuern. Der Rechnungsbetrag in H&ouml;he von 174.000&nbsp;EUR (brutto) sei als Gegenleistung zu behandeln, so dass sich f&uuml;r die Kl&auml;gerin eine herauszurechnende Umsatzsteuer und Steuerschuld in H&ouml;he von 27.781,42&nbsp;EUR Umsatzsteuer ergebe. Zudem schlossen die Kl&auml;gerin und das Land Brandenburg am 26.10.2015 einen Abtretungsvertrag, mit dem die Kl&auml;gerin dem Land eine Forderung auf eine gegen die A-GmbH nachberechnende Umsatzsteuer abtrat. Die A-GmbH beantragte bei dem f&uuml;r sie zust&auml;ndigen FA das Entfallen ihrer Steuerschuld aus den von ihr von der Kl&auml;gerin bezogenen Bauleistungen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ge&auml;ndertem Umsatzsteuerbescheid 2009 vom 30.10.2015 setzte das FA die Umsatzsteuer auf 61.008,11&nbsp;EUR fest, woraus sich eine Nachzahlung in H&ouml;he von 33.060&nbsp;EUR ergab. Das FA behandelte dabei die von der A-GmbH gezahlte Verg&uuml;tung als Entgelt, zu dem die Umsatzsteuer hinzuzurechnen sei. Eine Zinsfestsetzung zu Lasten der Kl&auml;gerin unterblieb.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 08.12.2015 erlie&szlig; das FA einen erneuten &Auml;nderungsbescheid und rechnete nunmehr aus den Rechnungsbetr&auml;gen f&uuml;r die an die A-GmbH erbrachten Leistungen die Umsatzsteuer heraus. Dementsprechend ergab sich nunmehr eine Umsatzsteuer in H&ouml;he von 55.729,53&nbsp;EUR und ein auf 27.781,42&nbsp;EUR verminderter Nachzahlungsbetrag. Die Zinsen wurden auf 0&nbsp;EUR herabgesetzt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Infolge der Abtretung wurde ein von der A-GmbH vereinnahmter Zahlungseingang in H&ouml;he von 27.781,42&nbsp;EUR bereits mit Wirkung zum 26.10.2015 auf dem Steuerkonto der Kl&auml;gerin verbucht, um die Steuerschuld der Kl&auml;gerin aus den von ihr an die A-GmbH erbrachten Leistungen zu tilgen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit einem weiteren &Auml;nderungsbescheid vom 17.12.2015 setzte das FA die Umsatzsteuer 2009 auf 32.321,34&nbsp;EUR herab, woraus sich zugunsten der Kl&auml;gerin ein Guthaben in H&ouml;he von 23.408,19&nbsp;EUR ergab. Dabei setzte das FA Erstattungszinsen in H&ouml;he von 117&nbsp;EUR fest. Der &Auml;nderungsbescheid beruhte auf der fehlenden Steuerschuld der Kl&auml;gerin aus den Leistungsbez&uuml;gen f&uuml;r ihre Bautr&auml;gert&auml;tigkeit entsprechend ihrem Antrag vom 11.04.2014. Gegen die Zinsfestsetzung legte die Kl&auml;gerin ohne Erfolg Einspruch ein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Demgegen&uuml;ber gab das Finanzgericht (FG) der Klage &uuml;berwiegend statt. Nach seinem in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2018, 989 ver&ouml;ffentlichten Urteil habe nach den materiell-rechtlichen Vorschriften kein r&uuml;ckwirkendes Ereignis i.S. des &sect;&nbsp;175 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 der Abgabenordnung (AO) vorgelegen. Allerdings habe das FA konkludent eine Billigkeitsma&szlig;nahme i.S. des &sect;&nbsp;163 AO dahin gehend erlassen, dass der Zinslauf f&uuml;r die Versteuerung der an die A-GmbH in H&ouml;he von 146.218&nbsp;EUR &quot;netto&quot; erbrachten Leistungen mit dem Antrag der A-GmbH auf Erstattung der von ihr daf&uuml;r nach &sect;&nbsp;13b UStG angemeldeten Umsatzsteuer begonnen habe. F&uuml;r die Bemessung der Erstattungszinsen unter Ber&uuml;cksichtigung von &sect;&nbsp;233a Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 und Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;4 AO sei nicht auf die am 26.10.2015 erfolgte Tilgung, sondern auf die zuvor geleisteten Betr&auml;ge abzustellen. Zahlungen k&ouml;nnten unterschiedlichen Teil-Unterschiedsbetr&auml;gen zuzuordnen sein. Ansonsten w&uuml;rde die zuvor getroffene Billigkeitsregelung nur unvollkommen umgesetzt. Daher sei die bei der Kl&auml;gerin vorzunehmende Versteuerung f&uuml;r die Bauleistungen an die A-GmbH erst ab 01.04.2016 zu verzinsen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hiergegen wandte sich das FA mit der Revision.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Revisionsverfahren erging ein Gerichtsbescheid, mit dem der Senat die Revision des FA im Ergebnis als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckwies. Hiergegen stellte das FA Antrag auf m&uuml;ndliche Verhandlung, erlie&szlig; einen Abhilfebescheid und erkl&auml;rte den Rechtsstreit f&uuml;r erledigt. Die Kl&auml;gerin trat der Erledigungserkl&auml;rung bei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Der Rechtsstreit ist infolge der &uuml;bereinstimmenden Erkl&auml;rungen der Beteiligten in der Hauptsache erledigt. Die Erledigung der Hauptsache kann auch dann erkl&auml;rt werden, wenn nach Ergehen eines Gerichtsbescheids Antrag auf m&uuml;ndliche Verhandlung gestellt worden ist (Beschluss des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 13.05.2004&nbsp;&#8211; IX&nbsp;R&nbsp;8\/02, BFH\/NV 2004, 1290; BFH-Urteil vom 30.03.2006&nbsp;&#8211; V&nbsp;R&nbsp;12\/04, BFHE 212, 411, BStBl II 2006, 542). Das angefochtene Urteil einschlie&szlig;lich der darin enthaltenen Kostenentscheidung ist deshalb gegenstandslos geworden (BFH-Beschluss vom 19.11.2008&nbsp;&#8211; VI&nbsp;R&nbsp;80\/06, BFHE 223, 410, BStBl II 2009, 547). Der beschlie&szlig;ende Senat hat nur noch &uuml;ber die Kosten des Rechtsstreits zu entscheiden (&sect;&nbsp;138 Abs.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Erledigt sich die Hauptsache durch &Auml;nderung des angefochtenen Verwaltungsakts in vollem Umfang des Klagebegehrens, so sind die Kosten grunds&auml;tzlich der Finanzbeh&ouml;rde aufzuerlegen, wenn sie &#8211;wie hier&#8211; den Bescheid &auml;ndert, weil sie an ihrer Rechtsauffassung nicht mehr festh&auml;lt (&sect;&nbsp;138 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 FGO; BFH-Beschl&uuml;sse in BFH\/NV 2004, 1290; vom 07.11.2007&nbsp;&#8211; III&nbsp;R&nbsp;7\/07, BFH\/NV 2008, 403, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">III.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese unter II. aus grunds&auml;tzlichen Erw&auml;gungen begr&uuml;ndete Kostenentscheidung ergibt sich hier insbesondere dadurch, dass der Senat das der Klage stattgebende Urteil des FG durch seinen gegenstandslos gewordenen Gerichtsbescheid aus folgenden Gr&uuml;nden best&auml;tigt hat:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Wird die Steuerfestsetzung ge&auml;ndert, ist gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;233a Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 AO die bisherige Zinsfestsetzung zu &auml;ndern. Ma&szlig;gebend f&uuml;r die Zinsberechnung ist nach &sect;&nbsp;233a Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 AO der Unterschiedsbetrag zwischen der festgesetzten Steuer und der vorher festgesetzten Steuer. Dieser bel&auml;uft sich nach dem &Auml;nderungsbescheid zur Umsatzsteuer 2009 vom 17.12.2015 auf 23.408,19&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Wie das FG entgegen der Auffassung des FA im Ergebnis zutreffend entschieden hat, begann die Verzinsung des Erstattungsbetrags zur Umsatzsteuer 2009 am 01.04.2011.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Bei einer ge&auml;nderten Steuerfestsetzung i.S. von &sect;&nbsp;233a Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 AO beginnt der Zinslauf gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;233a Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 AO im Regelfall 15&nbsp;Monate nach Ablauf des Kalenderjahres, in dem die Steuer entstanden ist und endet nach &sect;&nbsp;233a Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 AO mit Ablauf des Tages, an dem die Steuerfestsetzung wirksam wird. Danach begann im Streitfall der Zinslauf am 01.04.2011 und endete, wie zwischen den Beteiligten insoweit unstreitig ist, am 21.12.2015.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Voraussetzungen f&uuml;r einen hiervon abweichenden Beginn des Zinslaufs gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;233a Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;4 AO liegen nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Nach &sect;&nbsp;233a Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;4 AO i.V.m. Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 AO ist ein Unterschiedsbetrag zugunsten des Steuerpflichtigen nur bis zur H&ouml;he des zu erstattenden Betrags &#8211;von im Streitfall 23.408,19&nbsp;EUR (s. oben III.1.)&#8211; zu verzinsen, wobei die Verzinsung fr&uuml;hestens mit dem Tag der Zahlung beginnt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Entgegen der Auffassung des FA ist f&uuml;r den Tag der Zahlung nicht auf den 26.10.2015 abzustellen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Besteht der zu erstattende Betrag aus mehreren Einzahlungen, richtet sich der Zinsberechnungszeitraum im Allgemeinen nach der Einzahlung des jeweiligen Teilbetrags, wobei unterstellt wird, dass die Erstattung zuerst aus dem zuletzt gezahlten Betrag erfolgt (f&uuml;r den Regelfall zutreffend Anwendungserlass zur Abgabenordnung zu &sect;&nbsp;233a AO Nr.&nbsp;53). Hat der Steuerpflichtige die nach einem Ausgangsbescheid geschuldete Steuer z.B. zu unterschiedlichen Zeitpunkten getilgt, bestimmt sich der nach &sect;&nbsp;233a Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;4 und Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 AO ma&szlig;gebliche Tag der Zahlung vorrangig nach der zuletzt erfolgten Zahlung. Damit wird dem sich aus &sect;&nbsp;233a Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;4 und Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 AO ergebenden Ist-Prinzip (vgl. hierzu z.B. Heuermann in H&uuml;bschmann\/Hepp\/Spitaler &#8211;HHSp&#8211;, &sect;&nbsp;233a AO Rz&nbsp;56) Rechnung getragen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) F&uuml;r &sect;&nbsp;233a Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;4 und Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 AO ist die letzte Zahlung auf den Steuerbescheid ma&szlig;geblich, in dem die Besteuerungsgrundlage enthalten war, die aufgrund des &Auml;nderungsbescheids entf&auml;llt. Hatte der Steuerpflichtige z.B. Zahlungen auf einen Ausgangsbescheid geleistet und kommt es sp&auml;ter zu einem ersten &Auml;nderungsbescheid, durch den sich aus der insoweit erstmaligen Erfassung zus&auml;tzlicher Besteuerungsgrundlagen eine Mehrsteuer ergibt, die der Steuerpflichtige tilgt, w&auml;hrend ein zweiter &Auml;nderungsbescheid zu einer Mindersteuer durch Entfallen von im Ausgangsbescheid enthaltenen Besteuerungsgrundlagen f&uuml;hrt, ist im Rahmen von &sect;&nbsp;233a Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;4 und Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 AO auf die letzte Zahlung auf den Ausgangsbescheid, nicht aber auf die letzte Zahlung auf den ersten &Auml;nderungsbescheid abzustellen. Damit ist das Ist-Prinzip auf den jeweils ma&szlig;geblichen Steuerbetrag i.S. von &quot;Teil-Unterschiedsbetr&auml;gen&quot; anzuwenden. Aus &sect;&nbsp;233a Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;4 und Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 AO folgt somit entgegen der Auffassung des FA nicht, dass auch bei mehrfachen &Auml;nderungen von Steuerfestsetzungen stets auf die jeweils letzte Zahlung als Verzinsungsbeginn abzustellen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Danach ergibt sich im Streitfall nach &sect;&nbsp;233a Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;4 und Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 AO kein von &sect;&nbsp;233a Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 AO abweichender Beginn des Zinslaufs. Denn der die Erstattung begr&uuml;ndende &Auml;nderungsbescheid vom 17.12.2015 beruhte auf dem Entfallen von Besteuerungsgrundlagen, die bereits in den Voranmeldungen f&uuml;r das Streitjahr enthalten waren und f&uuml;r die die Kl&auml;gerin die insoweit geschuldeten Zahlungen nach den bindenden Feststellungen des FG (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO) bereits vor dem nach &sect;&nbsp;233a Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 AO ma&szlig;geblichen 01.04.2011 geleistet hatte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Ein abweichender Beginn des Zinslaufs ergibt sich auch nicht aus &sect;&nbsp;233a Abs.&nbsp;2a AO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Bei einem r&uuml;ckwirkenden Ereignis beginnt der Zinslauf nach &sect;&nbsp;233a Abs.&nbsp;2a AO erst 15&nbsp;Monate nach Ablauf des Kalenderjahres, in dem das r&uuml;ckwirkende Ereignis eingetreten ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Ob ein r&uuml;ckwirkendes Ereignis i.S. von &sect;&nbsp;233a Abs.&nbsp;2a AO vorliegt, bestimmt sich ebenso wie bei &sect;&nbsp;175 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 AO nach dem materiellen Recht (Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 19.07.1993&nbsp;&#8211; GrS&nbsp;2\/92, BFHE 172, 66, BStBl II 1993, 897) und damit im Streitfall nach dem materiellen Umsatzsteuerrecht. Ein Ereignis wirkt dabei nur dann in die Vergangenheit, wenn anstelle des zuvor verwirklichten Sachverhalts nunmehr der ver&auml;nderte Sachverhalt der Besteuerung zu unterwerfen ist (BFH-Urteil vom 12.07.2017&nbsp;&#8211; I&nbsp;R&nbsp;86\/15, BFHE 259, 200, BStBl II 2018, 138).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Bei einer Beurteilung nach dem materiellen Recht kommt es f&uuml;r die Bestimmung des Steuerschuldners bei Bauleistungen ausschlie&szlig;lich auf die Voraussetzungen von &sect;&nbsp;13b UStG, nicht aber auch darauf an, ob der Leistungsempf&auml;nger geltend macht, dass er nicht Steuerschuldner nach dieser Vorschrift sei, dass er einen Steuerbetrag an den leistenden Bauunternehmer nachzahlt oder dass das FA gegen einen Erstattungsanspruch, der sich aus einer unzutreffenden Anwendung von &sect;&nbsp;13b UStG ergibt, aufrechnen kann (BFH-Urteil vom 27.09.2018&nbsp;&#8211; V&nbsp;R&nbsp;49\/17, BFHE 262, 571, BStBl II 2019, 109), so dass hierin kein r&uuml;ckwirkendes Ereignis i.S. von &sect;&nbsp;233a Abs.&nbsp;2a AO liegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aus dem Erstattungsantrag der Kl&auml;gerin vom 11.04.2014, mit dem sie geltend machte, dass sie auf die von ihr bezogenen Bauleistungen &sect;&nbsp;13b UStG zu Unrecht angewendet hat, folgt daher keine Verschiebung des Beginns des Zinslaufs auf den 01.04.2016. Ebenso ist entgegen dem Urteil des FG der Erstattungsantrag der A-GmbH, f&uuml;r deren Bautr&auml;gert&auml;tigkeit die Kl&auml;gerin Bauleistungen erbracht hatte, f&uuml;r die Verzinsung bei der Kl&auml;gerin ohne Bedeutung. Gleiches gilt im &Uuml;brigen auch f&uuml;r die Abtretung und Verrechnung zur Tilgung der Steuerschuld, die sich f&uuml;r die Kl&auml;gerin aus den von ihr an die A-GmbH erbrachten Leistungen ergab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Dem vom FG bejahten Zinsanspruch der Kl&auml;gerin steht keine Hinzurechnung nach &sect;&nbsp;233a Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;3 AO entgegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Dem Zinsbetrag sind gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;233a Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;3 AO bisher festzusetzende Zinsen hinzuzurechnen. Zudem entfallen bei einem Unterschiedsbetrag zugunsten des Steuerpflichtigen darauf festgesetzte Zinsen. Hieraus folgt, dass eine derartige Hinzurechnung zu einer Minderung von Erstattungszinsen f&uuml;hren kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Festzusetzende Zinsen i.S. von &sect;&nbsp;233a Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;3 AO sind die Zinsen, die unbeschadet ihrer tats&auml;chlichen Festsetzung nach den gesetzlichen Vorschriften h&auml;tten festgesetzt werden m&uuml;ssen. Einzubeziehen sind daher Zinsen, deren Festsetzung trotz entsprechender Steuerfestsetzung bislang vers&auml;umt wurde (Heuermann in HHSp, a.a.O., Rz&nbsp;71).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) F&uuml;r den Fall einer bei einer fr&uuml;heren Steuerfestsetzung getroffenen Billigkeitsentscheidung, die z.B. durch eine abweichende Zinsfestsetzung aus Billigkeitsgr&uuml;nden gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;239 Abs.&nbsp;1 AO i.V.m. &sect;&nbsp;163 AO erfolgen kann (vgl. z.B. FG K&ouml;ln, Urteil vom 18.06.2014&nbsp;&#8211; 14&nbsp;K&nbsp;1714\/10, EFG 2014, 1925; zum Zinserlass nach &sect;&nbsp;227 AO vgl. BFH-Urteil vom 05.06.1996&nbsp;&#8211; X&nbsp;R&nbsp;234\/93, BFHE 180, 240, BStBl II 1996, 503) ist dabei wie folgt zu unterscheiden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Bei einer gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;233a Abs.&nbsp;5 AO zu &auml;ndernden Zinsberechnung ist es grunds&auml;tzlich unerheblich, ob die Finanzbeh&ouml;rde urspr&uuml;nglich festgesetzte Nachzahlungszinsen nach &sect;&nbsp;227 AO erlassen oder aus Billigkeitsgr&uuml;nden abweichend mit 0&nbsp;EUR festgesetzt hat, da dem neu berechneten Zinsbetrag nach &sect;&nbsp;233a Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;3 AO die bisher festzusetzenden Zinsen hinzuzurechnen sind. Selbst wenn &sect;&nbsp;163 AO nicht &#8211;wie &sect;&nbsp;227 AO&#8211; das Erhebungsverfahren betrifft, kann es in diesem Zusammenhang ersichtlich nur auf die nach der Vorschrift des &sect;&nbsp;233a AO festzusetzenden Zinsen, nicht jedoch auf eine im Ermessen des FA liegende abweichende Billigkeitsfestsetzung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;163 AO ankommen (BFH-Beschluss vom 11.12.2012&nbsp;&#8211; III&nbsp;B&nbsp;91\/12, BFH\/NV 2013, 509, zu einem Erlass nach &sect;&nbsp;227 AO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Anders ist es, wenn ein Zinserlass gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;239 Abs.&nbsp;1 AO i.V.m. &sect;&nbsp;163 AO in der Weise geboten ist, dass jede andere Entscheidung ermessensfehlerhaft ist. Bei einer derartigen Ermessensreduktion auf null (vgl. hierzu z.B. Oellerich in Gosch, AO &sect;&nbsp;163 Rz&nbsp;185) handelt es sich bei den in dieser Weise erlassenen Zinsen nicht um festzusetzende Zinsen i.S. von &sect;&nbsp;233a Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;3 AO. Denn festzusetzende Zinsen sind nur rechtm&auml;&szlig;ige Zinsen, nicht aber auch Zinsen, die zwingend zu erlassen sind, so dass ihre Erhebung von vornherein rechtswidrig ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>So ist es im Streitfall. Wie der erkennende Senat bereits ausdr&uuml;cklich entschieden hat, steht Bauunternehmern im Anwendungsbereich von &sect;&nbsp;27 Abs.&nbsp;19 Satz&nbsp;1 UStG Vertrauensschutz gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;176 Abs.&nbsp;2 AO zu, so dass &Auml;nderungsbescheide gegen Bauunternehmer nur auf der Grundlage von &sect;&nbsp;27 Abs.&nbsp;19 Satz&nbsp;1 UStG, nicht aber auch nach &sect;&nbsp;164 AO ergehen k&ouml;nnen (BFH-Urteil vom 23.02.2017&nbsp;&#8211; V&nbsp;R&nbsp;16,&nbsp;24\/16, BFHE 257, 177, BStBl II 2017, 760, Rz&nbsp;29).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ergeht der &Auml;nderungsbescheid gegen einen Bauunternehmer bei einer Leistungserbringung an einen Bautr&auml;ger daher nicht nach &sect;&nbsp;164 AO, sondern nur gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;27 Abs.&nbsp;19 Satz&nbsp;1 UStG, steht der dem Bauunternehmer zu gew&auml;hrende Vertrauensschutz bei einer &Auml;nderung nach dieser Korrekturvorschrift der Zinspflicht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;233a AO entgegen. Denn eine Zinspflicht nach dieser Vorschrift ist sachlich unbillig, &quot;wenn der Leistende bei der Ausf&uuml;hrung seines Umsatzes in &Uuml;bereinstimmung mit den zu diesem Zeitpunkt geltenden Verwaltungsanweisungen davon ausgehen konnte und musste, dass nicht er, sondern der Leistungsempf&auml;nger Steuerschuldner sei&quot; (Senatsurteil in BFHE 257, 177, BStBl II 2017, 760, Rz&nbsp;37). Hiervon geht im Ergebnis im &Uuml;brigen auch die Finanzverwaltung aus (Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen vom 31.07.2014, BStBl I 2014, 1073, Rz&nbsp;16).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dementsprechend erfolgte das vom FA ausgesprochene Unterbleiben einer Zinsfestsetzung in den &Auml;nderungsbescheiden vom 30.10.2015 und 08.12.2015 auf der Grundlage von &sect;&nbsp;239 Abs.&nbsp;1 AO i.V.m. &sect;&nbsp;163 Satz&nbsp;2 AO im Rahmen einer Ermessensreduktion auf null, f&uuml;r die neben dem materiell-rechtlich zu gew&auml;hrenden Vertrauensschutz f&uuml;r den Streitfall auch eine Selbstbindung der Verwaltung spricht. Soweit es f&uuml;r eine derartige Selbstbindung darauf ankommt, dass eine Billigkeitsrichtlinie der Verwaltung Recht und Billigkeit entspricht (vgl. BFH-Urteil vom 19.03.2009&nbsp;&#8211; V&nbsp;R&nbsp;48\/07, BFHE 225, 215, BStBl II 2010, 92), ist dies f&uuml;r den Streitfall zu bejahen. Da insoweit eine abweichende Zinsfestsetzung aus zwingenden Billigkeitsgr&uuml;nden vorliegt, wirkte der Billigkeitserlass entgegen dem Vorbringen des FA unmittelbar auf die Zinsfestsetzung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auf die &Uuml;berlegungen des FG zu einer erst am 01.04.2016 beginnenden Zinspflicht kommt es daher nicht an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Im &Uuml;brigen ist die das FA treffende Verzinsungspflicht entgegen der Auffassung des FA unter Ber&uuml;cksichtigung der f&uuml;r den Bauunternehmer bestehenden Unm&ouml;glichkeit, eine Gegenleistung einschlie&szlig;lich Umsatzsteuer vom Bautr&auml;ger zu vereinnahmen (vgl. hierzu Senatsurteil in BFHE 257, 177, BStBl II 2017, 760) weder sinnwidrig noch wirtschaftlich ungerechtfertigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Schlie&szlig;lich h&auml;tte das FA, wenn es die &Auml;nderungen durch die Steuerfestsetzungen vom 30.10.2015 sowie vom 08. und 17.12.2015 in einem &Auml;nderungsbescheid zusammengefasst h&auml;tte, eine dem Ergebnis des tats&auml;chlich verwirklichten Streitfalls entsprechende Billigkeitsentscheidung nach &sect;&nbsp;239 Abs.&nbsp;1 AO i.V.m. &sect;&nbsp;163 AO zugunsten der Kl&auml;gerin treffen m&uuml;ssen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Auf die Frage, ob der der Vollverzinsung zugrunde zu legende Zinssatz verfassungswidrig ist (vgl. hierzu z.B. BFH-Beschluss vom 25.04.2018&nbsp;&#8211; IX&nbsp;B&nbsp;21\/18, BFHE 260, 431, BStBl II 2018, 415), kommt es bei einer Verzinsung zugunsten des Steuerpflichtigen nicht an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>6. Damit erweist sich die vom FG vorgenommene Zinsberechnung im Ergebnis als zutreffend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 8.10.2019, V R 15\/18ECLI:DE:BFH:2019:B.081019.VR15.18.0 Vollverzinsung beim Bautr&auml;ger, der auch Bauunternehmer ist Leits&auml;tze 1. F&uuml;r &sect; 233a Abs. 5 Satz 4 und Abs. 3 Satz 3 AO ist bei mehrfachen &Auml;nderungen von Steuerfestsetzungen die letzte Zahlung auf den Steuerbescheid ma&szlig;geblich, in dem die Besteuerungsgrundlage enthalten war, die aufgrund des &Auml;nderungsbescheids entf&auml;llt. 2. F&uuml;r &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/v-r-15-18-vollverzinsung-beim-bautraeger-der-auch-bauunternehmer-ist\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">V&nbsp;R&nbsp;15\/18 &#8211; Vollverzinsung beim Bautr&auml;ger, der auch Bauunternehmer ist<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-71493","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71493","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=71493"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71493\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=71493"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=71493"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=71493"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}