{"id":71527,"date":"2019-12-06T20:29:41","date_gmt":"2019-12-06T18:29:41","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=71527"},"modified":"2019-12-06T20:29:41","modified_gmt":"2019-12-06T18:29:41","slug":"xi-r-7-17-ort-der-leistungen-eines-boxtrainers","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-7-17-ort-der-leistungen-eines-boxtrainers\/","title":{"rendered":"XI&nbsp;R&nbsp;7\/17 &#8211; Ort der Leistungen eines Boxtrainers"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 23.7.2019, XI R 7\/17<br \/>ECLI:DE:BFH:2019:U.230719.XIR7.17.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Ort der Leistungen eines Boxtrainers<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. NV: Der Anwendungsbereich des &sect; 3a Abs. 2 Nr. 3 Buchst. a UStG a.F. ist nicht auf Leistungen bei Veranstaltungen beschr&auml;nkt.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. NV: Trainerleistungen stellen mit sportlichen Leistungen zusammenh&auml;ngende T&auml;tigkeiten dar, die f&uuml;r die Aus&uuml;bung der Leistungen unerl&auml;sslich sind, wenn der Sport auf demselben Niveau und in vergleichbarer Qualit&auml;t ohne die zu pr&uuml;fende T&auml;tigkeit nicht gew&auml;hrleistet w&auml;re.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision des Kl&auml;gers wird das Urteil des Finanzgerichts Mecklenburg-Vorpommern vom 18.10.2016 &#8211; 3 K 464\/13 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Sache wird an das Finanzgericht Mecklenburg-Vorpommern zur&uuml;ckverwiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Diesem wird die Entscheidung &uuml;ber die Kosten des Verfahrens &uuml;bertragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) ist Boxtrainer. In den Streitjahren war er aufgrund einer Vereinbarung vom 01.11.2005 f&uuml;r einen sog. Boxstall t&auml;tig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach der Vereinbarung sollte der Kl&auml;ger auf Basis eines freien Mitarbeiterverh&auml;ltnisses die Boxer in Trainings- und Wettkampfbelangen sportlich betreuen. Er sollte den Umfang seiner T&auml;tigkeit frei mit den Boxern bestimmen, wobei gew&auml;hrleistet sein musste, dass jene in angemessenem und gut trainiertem Zustand gehalten und in Abstimmung mit dem Auftraggeber auf die jeweiligen Box-K&auml;mpfe vorbereitet werden. Das Honorar sollte sich gestaffelt nach Anzahl der im jeweiligen Monat betreuten Personen bemessen. Zus&auml;tzlich sollte der Kl&auml;ger pro Titel-Kampf eines von ihm betreuten Boxers (Weltmeisterschafts- und Europameisterschaftsk&auml;mpfe) als Honorar eine Provision in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;% der Netto-Kampf-B&ouml;rse des jeweiligen Boxers (nach Abzug der vertraglichen Provisionsanspr&uuml;che des Boxstalls) erhalten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger stellte in den Streitjahren &quot;f&uuml;r die Trainert&auml;tigkeit in der Vorbereitung &#8230; gem&auml;&szlig; Vereinbarung vom 01.11.2005&quot; Anteile an den Kampfb&ouml;rsen sowie Festbetr&auml;ge aus den K&auml;mpfen von vier Boxern im Ausland in Rechnung. Die Entgelte hierf&uuml;r betrugen 2008 insgesamt &#8230;&nbsp;EUR und 2009 insgesamt &#8230;&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger unterwarf diese Ums&auml;tze in seinen Umsatzsteuer-Jahreserkl&auml;rungen vom 30.11.2009 (f&uuml;r 2008) und 21.02.2011 (f&uuml;r 2009) unter Verweis auf den Leistungsort im Ausland nicht der deutschen Umsatzsteuer. Daneben stellte der Kl&auml;ger dem Boxstall f&uuml;r die Boxer das laufende Training in Rechnung und unterwarf diese Entgelte der deutschen Umsatzsteuer.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach einer Au&szlig;enpr&uuml;fung kam der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) u.a. zu dem Ergebnis, dass der Kl&auml;ger alle Leistungen im Inland erbracht habe, da die Betreuung der Boxer am Kampftag im Ausland in dem gesamten Leistungspaket lediglich eine untergeordnete Rolle spiele, und erlie&szlig; am 19.10.2012 entsprechende Umsatzsteuer-&Auml;nderungsbescheide f&uuml;r 2008 und 2009.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dem hiergegen gerichteten Einspruch gab das FA mit seiner Einspruchsentscheidung vom 27.11.2013 nur insoweit statt, als es die Trainingsleistungen hinsichtlich des Boxers S in 2008, f&uuml;r den der Kl&auml;ger lediglich die Beteiligung an der Wettkampfb&ouml;rse im Ausland in Rechnung gestellt hatte, als nicht im Inland steuerbar ansah. Im &Uuml;brigen unterwarf das FA jedoch weiterhin Wettkampfprovisionen als Ums&auml;tze in 2008 in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR und 2009 in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR der Umsatzsteuer und wies den Einspruch insoweit als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Urteil vom 18.10.2016&nbsp;&#8211;&nbsp;3&nbsp;K&nbsp;464\/13 (ver&ouml;ffentlicht in Entscheidungen der Finanzgerichte 2017, 788) wies das Finanzgericht Mecklenburg-Vorpommern (FG) die Klage ab. Es folgte der Auffassung des FA.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der vom FG zugelassenen Revision r&uuml;gt der Kl&auml;ger die Verletzung materiellen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt,<br \/>unter Aufhebung der Vorentscheidung und &Auml;nderung des Umsatzsteuerbescheids f&uuml;r 2008 vom 19.10.2012 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 27.11.2013 die Umsatzsteuer um &#8230;&nbsp;EUR herabzusetzen und unter Aufhebung der Einspruchsentscheidung und &Auml;nderung des Umsatzsteuerbescheids f&uuml;r 2009 vom 19.10.2012 die Umsatzsteuer um &#8230;&nbsp;EUR herabzusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist begr&uuml;ndet; sie f&uuml;hrt zur Aufhebung der Vorentscheidung und zur Zur&uuml;ckverweisung der Sache zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung an das FG (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Das FG hat die den Leistungsort bestimmende Regelung des &sect;&nbsp;3a Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a des Umsatzsteuergesetzes in der in den Streitjahren geltenden Fassung (UStG a.F.) dahingehend rechtsfehlerhaft ausgelegt, dass es danach einer veranstaltungsbezogenen T&auml;tigkeit bed&uuml;rfe und nur eine solche unerl&auml;sslich f&uuml;r die in &sect;&nbsp;3a Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a UStG a.F. aufgef&uuml;hrten T&auml;tigkeiten sein k&ouml;nne.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Abweichend von der Bestimmung zum Ort der Leistung in &sect;&nbsp;3a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UStG f&uuml;hrt der Unternehmer in den Streitjahren nach &sect;&nbsp;3a Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a UStG&nbsp;a.F. u.a. wissenschaftliche, unterrichtende, sportliche oder &auml;hnliche Leistungen einschlie&szlig;lich der Leistungen der jeweiligen Veranstalter sowie die damit zusammenh&auml;ngenden T&auml;tigkeiten, die f&uuml;r die Aus&uuml;bung der Leistungen unerl&auml;sslich sind, dort aus, wo er jeweils ausschlie&szlig;lich oder zum wesentlichen Teil t&auml;tig wurde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Diese Vorschrift beruht auf Art.&nbsp;52 Buchst.&nbsp;a der Richtlinie 2006\/112\/EG des Rates vom 28.11.2006 &uuml;ber das gemeinsame Mehrwertsteuersystem in der f&uuml;r die Streitjahre geltenden Fassung (MwStSystRL&nbsp;a.F.). Nach Art.&nbsp;52 Buchst.&nbsp;a MwStSystRL&nbsp;a.F. erbringt der Steuerpflichtige bei T&auml;tigkeiten auf dem Gebiet der Kultur, der K&uuml;nste, des Sports, der Wissenschaften, des Unterrichts, der Unterhaltung oder &auml;hnlichen T&auml;tigkeiten, einschlie&szlig;lich derjenigen der Veranstalter solcher T&auml;tigkeiten sowie gegebenenfalls der damit zusammenh&auml;ngenden Dienstleistungen, die Leistung an dem Ort, an dem die Dienstleistung tats&auml;chlich bewirkt wurde (zuvor inhaltsgleich Art.&nbsp;9 Abs.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;c erster Gedankenstrich der Sechsten Richtlinie 77\/388\/EWG des Rates vom 17.05.1977 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten &uuml;ber die Umsatzsteuern).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) &sect;&nbsp;3a Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a UStG&nbsp;a.F. ist i.S. des Art.&nbsp;52 Buchst.&nbsp;a MwStSystRL&nbsp;a.F. richtlinienkonform auszulegen (vgl. Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH &#8212; vom 01.12.2010 &#8211; XI&nbsp;R&nbsp;27\/09, BFHE 232, 560, BStBl II 2011, 458, Rz&nbsp;48; BFH-Beschluss vom 04.04.2012&nbsp;&#8211; V&nbsp;B&nbsp;78\/11, BFH\/NV 2012, 1195, Rz&nbsp;7, und zur Rechtslage seit 2011: BFH-Urteil vom 12.10.2016&nbsp;&#8211; XI&nbsp;R&nbsp;5\/14, BFHE 255, 457, BStBl II 2017, 500, Rz&nbsp;33, jeweils m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zu beachten ist dabei, dass die Regel des Art.&nbsp;52 Buchst.&nbsp;a MwStSystRL&nbsp;a.F. &#8211;auch wenn darin ein besonderer steuerlicher Ankn&uuml;pfungspunkt geregelt ist&#8211; nicht als eng auszulegende Ausnahme von einem allgemeinen Grundsatz angesehen werden darf (Urteile des Gerichtshofs der Europ&auml;ischen Union &#8211;EuGH&#8211; Srf konsulterna vom 13.03.2019&nbsp;&#8211; C-647\/17, EU:C:2019:195, H&ouml;chstrichterliche Finanzrechtsprechung &#8211;HFR&#8211; 2019, 442, Rz&nbsp;22; Geelen vom 08.05.2019&nbsp;&#8211; C-568\/17, EU:C:2019:388, Mehrwertsteuerrecht &#8211;MwStR&#8211; 2019, 362, Rz&nbsp;25, jeweils m.w.N.). Allerdings ist auch nichts daf&uuml;r ersichtlich, dass diese Regelung weit auszulegen w&auml;re (BFH-Beschluss vom 29.08.2012&nbsp;&#8211; XI&nbsp;R&nbsp;19\/09, BFH\/NV 2013, 272, Rz&nbsp;8).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die in Art.&nbsp;52 Buchst.&nbsp;a MwStSystRL&nbsp;a.F. genannten Leistungen sind insbesondere dadurch gekennzeichnet, dass sie sich an eine Vielzahl von Empf&auml;ngern richten, n&auml;mlich an alle Personen, die in unterschiedlicher Weise an T&auml;tigkeiten auf dem Gebiet der Kultur, der K&uuml;nste, des Sports, der Wissenschaften, des Unterrichts oder der Unterhaltung teilnehmen (vgl. EuGH-Urteil Kronospan Mielec vom 07.10.2010&nbsp;&#8211; C-222\/09, EU:C:2010:593, BFH\/NV 2010, 2377, Rz&nbsp;24; BFH-Urteil in BFHE 255, 457, BStBl II 2017, 500, Rz&nbsp;35 zu Art.&nbsp;54 MwStSystRL&nbsp;n.F.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Au&szlig;erdem fallen unter die besondere Ortsregelung des Art.&nbsp;52 Buchst.&nbsp;a MwStSystRL&nbsp;a.F. nicht nur Leistungen, die sich auf die dort genannten T&auml;tigkeiten beziehen, sondern alle jene Leistungen, die zwar selbst keine solche T&auml;tigkeit darstellen, aber mit ihr zusammenh&auml;ngen und f&uuml;r ihre Aus&uuml;bung unerl&auml;sslich sind, ohne dass darauf abzustellen w&auml;re, wer die T&auml;tigkeit aus&uuml;bt (vgl. EuGH-Urteil Dudda vom 26.09.1996&nbsp;&#8211; C-327\/94, EU:C:1996:355, BStBl II 1998, 313, Rz&nbsp;25, 28&nbsp;ff.; BFH-Urteil in BFHE 255, 457, BStBl II 2017, 500, Rz&nbsp;36 zu Art.&nbsp;54 MwStSystRL&nbsp;n.F.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Die von Art.&nbsp;52 Buchst.&nbsp;a MwStSystRL&nbsp;a.F. erfassten unterschiedlichen Kategorien von Dienstleistungen haben u.a. gemeinsam, dass sie im Allgemeinen anl&auml;sslich punktueller Veranstaltungen erbracht werden und der Ort, an dem diese Dienstleistungen tats&auml;chlich bewirkt werden, grunds&auml;tzlich einfach festzustellen ist, weil diese Veranstaltungen an einem bestimmten Ort stattfinden (vgl. EuGH-Urteile Gillan Beach vom 09.03.2006&nbsp;&#8211; C-114\/05, EU:C:2006:169, HFR 2006, 628, Rz&nbsp;24&nbsp;f.; Inter-Mark Group vom 27.10.2011&nbsp;&#8211; C-530\/09, EU:C:2011:697, BStBl II 2012, 160, Rz&nbsp;23; Geelen, EU:C:2019:388, MwStR 2019, 362, Rz&nbsp;39).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Allerdings ist &sect;&nbsp;3a Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a UStG a.F. nicht auf Leistungen bei Veranstaltungen beschr&auml;nkt (vgl. BFH-Urteil in BFHE 255, 457, BStBl II 2017, 500, Rz&nbsp;39 mit Bezug u.a. auf EuGH-Urteil RAL (Channel Islands) u.a. vom 12.05.2005&nbsp;&#8211; C-452\/03, EU:C:2005:289, BFH\/NV 2005, Beilage&nbsp;4, 302, Rz&nbsp;30&nbsp;ff.; so auch Ruppe\/Achatz, UStG, &sect;&nbsp;3a Rz&nbsp;109; kritisch: W&auml;ger in S&ouml;lch\/Ringleb, Umsatzsteuer, &sect;&nbsp;3a Rz&nbsp;159; Stadie in Rau\/D&uuml;rrw&auml;chter, Umsatzsteuergesetz, &sect;&nbsp;3a Rz&nbsp;344). Dies gilt in den Streitjahren insbesondere auch mit Blick auf den nicht auf Veranstaltungen abstellenden Wortlaut des Art.&nbsp;52 Buchst.&nbsp;a MwStSystRL a.F. Soweit eingewandt wird, dass nur bei einer veranstaltungsbezogenen Leistung der Leistungsort einfach festgestellt werden k&ouml;nne (vgl. W&auml;ger in S&ouml;lch\/Ringleb, a.a.O., &sect;&nbsp;3a Rz&nbsp;159), hat der EuGH in der Entscheidung Geelen (EU:C:2019:388, MwStR 2019, 362, Rz&nbsp;42) klargestellt, dass der Anwendung der Ortsregel nach Art.&nbsp;52 Buchst.&nbsp;a MwStSystRL&nbsp;a.F. nicht entgegensteht, wenn eine leichte Identifizierbarkeit oder genaue Bestimmung des Ortes, an dem die T&auml;tigkeit tats&auml;chlich bewirkt wird, nicht m&ouml;glich ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Das FG ist abweichend von diesen Grunds&auml;tzen davon ausgegangen, dass der Anwendung des &sect;&nbsp;3a Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a UStG a.F. entgegenstehe, dass die kl&auml;gerischen Leistungen nicht im Rahmen einer Veranstaltung von den Besuchern dieser Veranstaltung &quot;verbraucht&quot; w&uuml;rden, und hat die Unerl&auml;sslichkeit der Trainerleistung f&uuml;r die sportliche T&auml;tigkeit der Boxer wegen fehlender Veranstaltungsbezogenheit abgelehnt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Damit kann die Vorentscheidung keinen Bestand haben. Sie ist deshalb aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Sache ist nicht spruchreif.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Das FG-Urteil enth&auml;lt keine tragf&auml;hige Tatsachengrundlage f&uuml;r die der Tatsacheninstanz obliegende Beurteilung, was Leistungsinhalt und wer Leistungsempf&auml;nger war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) So wird das FG im zweiten Rechtsgang nach Feststellung der wesentlichen T&auml;tigkeitsmerkmale und der Gesamtumst&auml;nde der Leistungserbringung anhand der hierzu in der Rechtsprechung entwickelten Kriterien (vgl. EuGH-Urteile Stadion Amsterdam vom 18.01.2018&nbsp;&#8211; C-463\/16, EU:C:2018:22, Deutsches Steuerrecht 2018, 246, Rz&nbsp;22; BFH-Urteile vom 21.01.2015&nbsp;&#8211; XI&nbsp;R&nbsp;13\/13, BFHE 248, 462, BStBl II 2015, 730, Rz&nbsp;28; vom 02.08.2018 &#8211;&nbsp;V&nbsp;R&nbsp;6\/16, BFHE 262, 272, BStBl II 2019, 293, Rz&nbsp;13; vom 14.02.2019&nbsp;&#8211; V&nbsp;R&nbsp;22\/17, BFHE 264, 83, BStBl II 2019, 350, Rz&nbsp;15&nbsp;f., jeweils m.w.N.) zu w&uuml;rdigen haben, ob es sich bei der Leistung des Kl&auml;gers um eine komplexe einheitliche Leistung handelt oder ob &#8211;wie in der Regel&#8211; jede Leistung als eigene, selbst&auml;ndige Leistung zu betrachten ist (vgl. EuGH-Urteile Deutsche Bank vom 19.07.2012&nbsp;&#8211; C-44\/11, EU:C:2012:484, BStBl II 2012, 945, Rz&nbsp;24&nbsp;f.; Bastova vom 10.11.2016&nbsp;&#8211; C-432\/15, EU:C:2016:855, Umsatzsteuer-Rundschau &#8211;UR&#8211; 2016, 913, Rz&nbsp;74; BFH-Urteile vom 26.03.1992&nbsp;&#8211; V&nbsp;R&nbsp;16\/88, BFHE 168, 458, BStBl II 1992, 929, unter II.2., Rz&nbsp;11; in BFHE 232, 560, BStBl II 2011, 458, Rz&nbsp;17&nbsp;f.; in BFHE 262, 272, BStBl II 2019, 293, Rz&nbsp;13&nbsp;f.). Dabei k&ouml;nnen die Rechnungsstellungs- und Preisbildungsmodalit&auml;ten Hinweise auf die Einheitlichkeit einer Leistung liefern, da sie die Interessen der Vertragsparteien widerspiegeln k&ouml;nnen, ohne dass diesen Faktoren jedoch eine entscheidende Bedeutung zuk&auml;me (vgl. EuGH-Urteile Everything Everywhere vom 02.12.2010&nbsp;&#8211; C-276\/09, EU:C:2010:730, HFR 2011, 224, Rz&nbsp;29; BGZ Leasing vom 17.01.2013&nbsp;&#8211; C-224\/11, EU:C:2013:15, HFR 2013, 270, Rz&nbsp;44&nbsp;f., jeweils m.w.N.; BFH-Urteile vom 13.11.2013&nbsp;&#8211; XI&nbsp;R&nbsp;24\/11, BFHE 243, 471, BStBl II 2017, 1147, Rz&nbsp;53; vom 27.02.2014&nbsp;&#8211; V&nbsp;R&nbsp;14\/13, BFHE 245, 272, BStBl II 2014, 869, Rz&nbsp;24). Auch nicht allein bedeutsam ist, ob die Beteiligten die Vereinbarungen in ein oder zwei Vertragsurkunden niedergelegt haben (BFH-Urteil in BFHE 264, 83, BStBl II 2019, 350, Rz&nbsp;20, m.w.N.). Zu w&uuml;rdigen ist zudem der Beteiligtenvortrag zu den Umst&auml;nden der tats&auml;chlichen Leistungserbringung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Im Hinblick auf den Vertragswortlaut unter Ziff.&nbsp;1.1 ist zu beurteilen, ob Leistungsempf&auml;nger nicht der jeweilige betreute Sportler war und es sich insofern um Entgelt von dritter Seite handelte oder dass wom&ouml;glich weitere vertragliche Beziehungen des Kl&auml;gers zu den Boxern bestanden, die Aufschluss &uuml;ber den Leistungsinhalt geben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch sind die Bestimmungen unter Ziff.&nbsp;7 des Vertrags daraufhin zu pr&uuml;fen, ob es sich bei der hierin geregelten Rechte&uuml;bertragung lediglich um Nebenleistungen handelt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Au&szlig;erdem wird das FG unter Ber&uuml;cksichtigung des Gesamtbildes der Verh&auml;ltnisse zu verifizieren haben, ob der Kl&auml;ger &#8211;entsprechend dem Vertragswortlaut&#8211; tats&auml;chlich selbst&auml;ndig i.S. des &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UStG t&auml;tig war (vgl. allgemein BFH-Urteile vom 14.04.2010 &#8211; XI&nbsp;R&nbsp;14\/09, BFHE 230, 245, BStBl II 2011, 433, Rz&nbsp; 20&nbsp;f.; vom 11.11.2015&nbsp;&#8211; V&nbsp;R&nbsp;3\/15, BFH\/NV 2016, 795, Rz&nbsp;20&nbsp;f.; vom 22.06.2016 &#8211; V&nbsp;R&nbsp;46\/15, BFHE 254, 272, Rz&nbsp;18&nbsp;ff., jeweils m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im &Uuml;brigen fehlen auch tats&auml;chliche Feststellungen zum wettkampfbezogenen Entgelt, die &#8211;im Hinblick auf die zu platzierungsabh&auml;ngigen Preisgeldern ergangene Rechtsprechung&#8211; m&ouml;glicherweise relevant sind (vgl. EuGH-Urteil Bastova, EU:C:2016:855, UR 2016, 913, Rz&nbsp;54; BFH-Urteile vom 30.08.2017&nbsp;&#8211; XI&nbsp;R&nbsp;37\/14, BFHE 259, 175, BStBl II 2019, 336, Rz&nbsp;25; vom 02.08.2018&nbsp;&#8211; V&nbsp;R&nbsp;21\/16, BFHE 262, 548, BStBl II 2019, 339, Rz&nbsp;23; BFH-Beschluss vom 25.07.2018&nbsp;&#8211; XI&nbsp;B&nbsp;103\/17, BFH\/NV 2019, 299, Rz&nbsp;10).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Bei der anschlie&szlig;enden Leistungsortbestimmung und Pr&uuml;fung des &sect;&nbsp;3a Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a UStG a.F. hat das FG zu beurteilen, ob die Trainings- und Betreuungsleistungen mit sportlichen Leistungen zusammenh&auml;ngende T&auml;tigkeiten darstellen, die f&uuml;r die Aus&uuml;bung der Leistungen unerl&auml;sslich sind. Dabei wird es zu beachten haben, dass davon zwar nur solche Leistungen erfasst werden, die sich unmittelbar und direkt auf die Aus&uuml;bung der T&auml;tigkeiten auf dem Gebiet des Sports beziehen (vgl. BFH-Beschluss in BFH\/NV 2013, 272, Rz&nbsp;5). Insofern ist entscheidend, ob der Sport auf demselben Niveau und in vergleichbarer Qualit&auml;t ohne die zu pr&uuml;fende T&auml;tigkeit gew&auml;hrleistet w&auml;re (vgl. BFH-Urteil vom 16.10.2013 &#8211; XI&nbsp;R&nbsp;34\/11, BFHE 243, 435, Rz&nbsp;56). Das Merkmal der Unerl&auml;sslichkeit ist jedoch nach der Rechtsprechung f&uuml;r den Fall des Golfunterrichts erf&uuml;llt (BFH-Urteile vom 02.03.2011&nbsp;&#8211; XI&nbsp;R&nbsp;21\/09, BFHE 233, 269, Rz&nbsp;33; in BFHE 243, 435, Rz&nbsp;47).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Daran, dass die Leistung eines Trainers selbst als sportliche Leistung anzusehen ist, bestehen allerdings nicht zuletzt im Hinblick auf den fehlenden Auftritt als Sportler in der &Ouml;ffentlichkeit (vgl. auch BFH-Urteil vom 20.12.2017 &#8211; I&nbsp;R&nbsp;98\/15, BFHE 260, 169, Rz&nbsp;35&nbsp;ff.) Zweifel.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Wenn das FG nach eingehender Pr&uuml;fung weiterhin von einer einheitlichen Leistung ausgehen sollte,&nbsp;&nbsp;kann nach der Rechtsprechung des erkennendes Senats der Ort der Leistungen anteilig in verschiedenen Mitgliedstaaten liegen (BFH-Urteil in BFHE 255, 457, BStBl II 2017, 500, Rz&nbsp;30). Abweichend hiervon hat der &Ouml;sterreichische Verwaltungsgerichtshof (Erkenntnisse vom 30.03.2006&nbsp;&#8211; 2002\/15\/0075; vom 16.12.2009 &#8211; 2007\/15\/0208; vom 28.06.2012&nbsp;&#8211; 2010\/15\/0152, jeweils abrufbar im &quot;Rechtsinformationsdienst des Bundes&quot; unter www.ris.bka.gv.at) eine Aufteilung der Leistungen eines Trainers abgelehnt. Auf die Diskussion in der Literatur, ob der Leistungsort nach dem T&auml;tigkeitsschwerpunkt (qualitativ bzw. subsidi&auml;r nach Zeitaufwand) einheitlich zu bestimmen ist (Sarnthein, &Ouml;sterreichische Steuer-Zeitung 2000, 203; Mairinger, Steuer-und Wirtschaftskartei &#8211;SWK&#8211; 2007, S&nbsp;266; Ruppe\/Achatz, UStG, &sect;&nbsp;3a Rz&nbsp;105; Nr.&nbsp;II.1 der &Ouml;sterreichischen Umsatzsteuer-Richtlinien 2000 zu &sect;&nbsp;3a UStG) oder das Entgelt nach T&auml;tigkeitsdauer aufgeteilt in verschiedenen L&auml;ndern zu besteuern ist (Beiser, Umsatzsteuer- und Verkehrsteuer-Recht 2004, 48 und SWK 2010, S&nbsp;577), so dass der Frage der Einheitlichkeit der Leistung keine Bedeutung zuk&auml;me (vgl. Anm.&nbsp;H&ouml;rtnagl, SWK 2007, S&nbsp;269), sowie &sect;&nbsp;3b UStG wird ebenso verwiesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ob es auf diese Frage entscheidungserheblich ankommen wird, ist nach den derzeitigen Feststellungen des FG nicht ersichtlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Schlie&szlig;lich hat das FG zu ber&uuml;cksichtigen, dass die streitgegenst&auml;ndlichen Ums&auml;tze in 2009 &#8211;nach Aktenlage und entgegen der Bezifferung im Urteil mit &#8230;&nbsp;EUR&#8211; insgesamt &#8230;&nbsp;EUR betrugen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die &Uuml;bertragung der Kostenentscheidung auf das FG beruht auf &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 23.7.2019, XI R 7\/17ECLI:DE:BFH:2019:U.230719.XIR7.17.0 Ort der Leistungen eines Boxtrainers Leits&auml;tze 1. NV: Der Anwendungsbereich des &sect; 3a Abs. 2 Nr. 3 Buchst. a UStG a.F. ist nicht auf Leistungen bei Veranstaltungen beschr&auml;nkt. 2. NV: Trainerleistungen stellen mit sportlichen Leistungen zusammenh&auml;ngende T&auml;tigkeiten dar, die f&uuml;r die Aus&uuml;bung der Leistungen unerl&auml;sslich sind, wenn der &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-7-17-ort-der-leistungen-eines-boxtrainers\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">XI&nbsp;R&nbsp;7\/17 &#8211; Ort der Leistungen eines Boxtrainers<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-71527","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71527","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=71527"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71527\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=71527"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=71527"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=71527"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}