{"id":71559,"date":"2019-12-14T16:19:23","date_gmt":"2019-12-14T14:19:23","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=71559"},"modified":"2019-12-14T16:20:57","modified_gmt":"2019-12-14T14:20:57","slug":"iv-r-51-16-endgueltige-einnahmelosigkeit-einer-kapitalbeteiligung-als-rueckwirkendes-ereignis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-51-16-endgueltige-einnahmelosigkeit-einer-kapitalbeteiligung-als-rueckwirkendes-ereignis\/","title":{"rendered":"IV&nbsp;R&nbsp;51\/16 &#8211; Endg&uuml;ltige Einnahmelosigkeit einer Kapitalbeteiligung als r&uuml;ckwirkendes Ereignis"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 25.7.2019, IV R 51\/16<br \/>ECLI:DE:BFH:2019:U.250719.IVR51.16.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Endg&uuml;ltige Einnahmelosigkeit einer Kapitalbeteiligung als r&uuml;ckwirkendes Ereignis<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Endg&uuml;ltig einnahmelos ist eine Kapitalbeteiligung erst, wenn feststeht, dass Einnahmen oder Betriebsverm&ouml;gensmehrungen aus der n&auml;mlichen Beteiligung niemals als Einnahmen oder Betriebsverm&ouml;gensmehrungen i.S. des &sect; 3 Nr. 40 EStG einer bestandskr&auml;ftigen Veranlagung des Steuerpflichtigen oder einer bestandskr&auml;ftigen gesonderten und ggf. einheitlichen Feststellung seiner Eink&uuml;nfte zugrunde gelegen haben.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Die endg&uuml;ltige Einnahmelosigkeit ist ein r&uuml;ckwirkendes Ereignis i.S. des &sect; 175 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 AO.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision des Beklagten wird das Urteil des Nieders&auml;chsischen Finanzgerichts vom 05.09.2016 &#8211; 2 K 176\/14 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Sache wird an das Nieders&auml;chsische Finanzgericht zur&uuml;ckverwiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Diesem wird die Entscheidung &uuml;ber die Kosten des Verfahrens &uuml;bertragen.<\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin) ist eine GmbH &#038; Co. KG, an der neben der R-GmbH als Komplement&auml;rin nur nat&uuml;rliche Personen als Kommanditisten beteiligt sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin war seit deren Gr&uuml;ndung im Jahr 2006 mit jeweils rund 21&nbsp;% (106.000&nbsp;EUR) am Stammkapital der B1&nbsp;GmbH und der B2&nbsp;GmbH beteiligt. Zur Abdeckung zwischenzeitlich entstandener Verluste mussten die Gesellschafter der B1&nbsp;GmbH Einzahlungen in H&ouml;he von rund 25&nbsp;Mio.&nbsp;EUR leisten; der Anteil der Kl&auml;gerin betrug rund 5,3&nbsp;Mio.&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In der Handels- und Steuerbilanz der Kl&auml;gerin zum 31.12.2008 war die Beteiligung an der B2&nbsp;GmbH mit 106.000&nbsp;EUR aktiviert, die Beteiligung an der B1&nbsp;GmbH mit rund 5,45&nbsp;Mio.&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach einer durchgehenden Verlustphase von mehr als drei Jahren fassten die Gesellschafter der B1&nbsp;GmbH und der B2&nbsp;GmbH im November 2009 den Beschluss, diese Gesellschaften zu liquidieren, da nachhaltig keine Aussicht mehr auf die Realisierung des Projekts bestand. Der Liquidationserl&ouml;s sollte entsprechend der Beteiligungsquote aufgeteilt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In ihrem Jahresabschluss auf den 31.12.2009 schrieb die Kl&auml;gerin die Beteiligungen wegen voraussichtlich dauernder Wertminderungen au&szlig;erplanm&auml;&szlig;ig auf 0&nbsp;EUR ab. Im Hinblick auf den (zu diesem Zeitpunkt noch) erwarteten Liquidationserl&ouml;s aktivierte sie eine Forderung gegen die B1&nbsp;GmbH in H&ouml;he von rund 200.000&nbsp;EUR. In der diese Forderung &uuml;bersteigenden H&ouml;he wies sie in der Gewinn- und Verlustrechnung somit einen Aufwand in H&ouml;he von insgesamt 5,35&nbsp;Mio.&nbsp;EUR aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Beschl&uuml;ssen vom 26.06.2010 wurden die Gesellschaften zum Ablauf des 30.09.2010 aufgel&ouml;st und ein Liquidator bestellt. Zudem wurde vereinbart, dass die Kl&auml;gerin aus der Liquidation der beiden Gesellschaften jeweils einen Festbetrag in H&ouml;he von 60.000&nbsp;EUR erh&auml;lt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In ihrer Feststellungserkl&auml;rung f&uuml;r das Streitjahr 2009 rechnete die Kl&auml;gerin die auf die Komplement&auml;rin entfallenden Teilwertabschreibungen (nach &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes &#8211;KStG&#8211;) dem Gewinn wieder hinzu. Bez&uuml;glich der Anteile der Kommanditisten nahm sie die Teilwertabschreibungen jedoch in voller H&ouml;he (2.669.516,25&nbsp;EUR) erfolgswirksam vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Rahmen einer Au&szlig;enpr&uuml;fung vertrat der Pr&uuml;fer die Auffassung, auf die auf die Kommanditisten entfallende Teilwertabschreibung sei das Teilabzugsverbot (nach &sect;&nbsp;3c des Einkommensteuergesetzes &#8211;EStG&#8211;) anzuwenden. Leistungen im Rahmen der Aufl&ouml;sung einer Gesellschaft, Ver&auml;u&szlig;erungserl&ouml;se, Aussch&uuml;ttungen u.a. f&uuml;hrten zu dessen Anwendung, auch wenn sie noch so gering seien. Da die Kl&auml;gerin aus der Liquidation der Gesellschaften nach eigenen Angaben noch Anspr&uuml;che erhalte, sei die Teilwertabschreibung nur zu 60&nbsp;% abziehbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Daraufhin rechnete der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) die auf die Kommanditisten entfallenden Teilwertabschreibungen (in H&ouml;he von 40&nbsp;%, d.h. 1.067.806,50&nbsp;EUR) im Bescheid f&uuml;r 2009 &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung der Besteuerungsgrundlagen f&uuml;r die Kl&auml;gerin (Gewinnfeststellungsbescheid) vom 02.05.2011 wieder hinzu. Der hiergegen gerichtete Einspruch der Kl&auml;gerin hatte keinen Erfolg (Einspruchsentscheidung vom 18.03.2013).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) gab der daraufhin erhobenen Klage der Kl&auml;gerin mit Urteil vom 05.09.2016&nbsp;&#8211; 2&nbsp;K&nbsp;176\/14 statt. Im Streitfall l&auml;gen keine einkommensteuerbaren Betriebsverm&ouml;gensmehrungen oder Einnahmen vor, die zu einer Anwendung der Steuerbefreiung des &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;40 EStG und damit des Teilabzugsverbots nach &sect;&nbsp;3c Abs.&nbsp;2 EStG f&uuml;hrten. Bei den streitigen Betr&auml;gen von jeweils 60.000&nbsp;EUR handele es sich um eine steuerneutrale Kapitalr&uuml;ckzahlung. Ein steuerbarer (und ggf. teilweise steuerfreier) Beteiligungsertrag liege erst vor, wenn die Aussch&uuml;ttung (aus dem steuerlichen Einlagekonto oder von Nennkapital) den Buchwert der aussch&uuml;ttenden Kapitalgesellschaft &uuml;bersteige. Auch die Fiktion des &sect;&nbsp;27 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 KStG f&uuml;hre zu keinem anderen Ergebnis, denn der darin vorgesehenen Bescheinigung, bei deren Nichtvorliegen von einer Einlagenr&uuml;ckgew&auml;hr in H&ouml;he von 0&nbsp;EUR auszugehen sei, habe es im Streitfall nicht bedurft.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit seiner Revision r&uuml;gt das FA eine Verletzung materiellen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Hinblick auf die Anwendbarkeit des &sect;&nbsp;3c Abs.&nbsp;2 EStG habe das FG Aussch&uuml;ttungen aus dem Nennkapital oder dem steuerlichen Einlagekonto bei im Betriebsverm&ouml;gen gehaltenen Anteilen an der aussch&uuml;ttenden Gesellschaft anders beurteilt, als der Bundesfinanzhof (BFH) sie in seinem zu &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;4 EStG und damit zu im Privatverm&ouml;gen gehaltenen Anteilen ergangenen Urteil vom 06.05.2014&nbsp;&#8211; IX&nbsp;R&nbsp;19\/13 (BFHE 245, 225, BStBl II 2014, 682) beurteilt habe. Darin liege eine nicht gerechtfertigte Ungleichbehandlung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>das angegriffene Urteil aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision des FA hat Erfolg. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung des angegriffenen Urteils und zur Zur&uuml;ckverweisung der Sache an das FG zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Zu Unrecht hat das FG im Streitjahr 2009 die zwischen den Beteiligten streitige Frage entschieden, ob es sich bei dem Betrag von jeweils 60.000&nbsp;EUR, den die Kl&auml;gerin im Rahmen der Liquidation der B1&nbsp;GmbH und der B2&nbsp;GmbH erhalten hat, um Einnahmen oder Betriebsverm&ouml;gensmehrungen i.S. des &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;40 EStG handelt (dazu II.2.). Auf der Grundlage der bisherigen Feststellungen kann der Senat nicht entscheiden, ob die im Streitjahr 2009 geltend gemachten Teilwertabschreibungen auf die Beteiligungen der Kl&auml;gerin an der B1&nbsp;GmbH und an der B2&nbsp;GmbH dem Teilabzugsverbot des &sect;&nbsp;3c Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG unterfallen (dazu II.3.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Gegenstand des Revisionsverfahrens ist allein die selbst&auml;ndig anfechtbare Feststellung, ob die in den festgestellten laufenden Eink&uuml;nften enthaltenen Teilwertabschreibungen in H&ouml;he von 2.669.516,25&nbsp;EUR (brutto) &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;40, &sect;&nbsp;3c Abs.&nbsp;2 EStG bzw. dem &sect;&nbsp;8b KStG unterfallen. Dabei ist zwischen den Beteiligten nicht (mehr) streitig, dass die Teilwertabschreibungen, die insgesamt 5.350.000&nbsp;EUR (brutto) betrugen, soweit sie auf die R-GmbH entfielen, d.h. in H&ouml;he von 2.680.483,75&nbsp;EUR (brutto), dem &sect;&nbsp;8b KStG unterfallen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Wie der Senat mit Urteil vom 25.07.2019&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;47\/16 (zur amtlichen Ver&ouml;ffentlichung vorgesehen) entschieden hat, handelt es sich bei der Feststellung, ob und ggf. in welcher H&ouml;he in gesondert und einheitlich festgestellten laufenden Eink&uuml;nften solche enthalten sind, die unter &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;40, &sect;&nbsp;3c Abs.&nbsp;2 EStG bzw. &sect;&nbsp;8b KStG fallen, um eine selbst&auml;ndig anfechtbare Feststellung. Zur weiteren Begr&uuml;ndung nimmt der Senat auf die Ausf&uuml;hrungen in jenem Urteil Bezug.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Zu Unrecht ist das FG (stillschweigend) davon ausgegangen, dass die Frage, ob Einnahmen oder Betriebsverm&ouml;gensmehrungen, die die Kl&auml;gerin in einem anderen Jahr als dem Streitjahr aus den Beteiligungen an der B1&nbsp;GmbH und der B2&nbsp;GmbH erzielt hat, dem &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;40 EStG unterfallen, im Streitjahr 2009 zu pr&uuml;fen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Zwischen den Beteiligten ist zu Recht nicht streitig, dass der Kl&auml;gerin die streitigen Betr&auml;ge von jeweils 60.000&nbsp;EUR jedenfalls nicht im Streitjahr 2009 als Einnahmen oder Betriebsverm&ouml;gensmehrungen i.S. des &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;40 EStG zuzurechnen sind, da die den Zahlungen zugrunde liegenden Beschl&uuml;sse erst im Jahr 2010 gefasst wurden und die Zahlungen unstreitig auch erst in einem dem Streitjahr nachfolgenden Jahr erfolgten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Zu Unrecht gehen die Beteiligten und das FG davon aus, dass die Frage, ob die streitigen Betr&auml;ge unter &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;40 EStG fallen, deshalb bereits im Streitjahr 2009 zu kl&auml;ren sei, weil davon die Frage abh&auml;nge, ob die von der Kl&auml;gerin in diesem Jahr geltend gemachten Teilwertabschreibungen dem Teilabzugsverbot nach &sect;&nbsp;3c Abs.&nbsp;2 EStG unterfallen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Nach &sect;&nbsp;3c Abs.&nbsp;2 EStG in der auf den Streitfall noch anzuwendenden (dazu s. unten II.3.c) Fassung des Unternehmensteuerreformgesetzes 2008 vom 14.08.2007 (BGBl I 2007, 1912) d&uuml;rfen (u.a.) Betriebsverm&ouml;gensminderungen oder Betriebsausgaben, die mit den dem &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;40 EStG zugrunde liegenden Betriebsverm&ouml;gensmehrungen oder Einnahmen in wirtschaftlichem Zusammenhang stehen, unabh&auml;ngig davon, in welchem Veranlagungszeitraum die Betriebsverm&ouml;gensmehrungen oder Einnahmen anfallen, bei der Ermittlung der Eink&uuml;nfte nur zu 60&nbsp;% abgezogen werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Fallen keine Betriebsverm&ouml;gensmehrungen oder Einnahmen an, kommt eine anteilige Steuerbefreiung nach &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;40 EStG nicht in Betracht. Es tritt die nach &sect;&nbsp;3c Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG ma&szlig;gebende Bedingung daf&uuml;r, entsprechende Aufwendungen nur anteilig zu ber&uuml;cksichtigen, nicht ein. Werden daher aus einer Kapitalbeteiligung endg&uuml;ltig keine Einnahmen oder Betriebsverm&ouml;gensmehrungen erzielt, ist f&uuml;r Veranlagungszeitr&auml;ume bis 2010 das Teilabzugsverbot &#8211;vor Geltung des heutigen &sect;&nbsp;3c Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;7 EStG&#8211; nicht anzuwenden und der Erwerbsaufwand in vollem Umfang abziehbar. Dies gilt auch, wenn die Kapitalbeteiligung, wie im Streitfall, in einem Betriebsverm&ouml;gen gehalten wird (z.B. BFH-Urteil vom 28.02.2013&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;49\/11, BFHE 240, 333, BStBl II 2013, 802, Rz&nbsp;33&nbsp;ff., m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Ob eine Kapitalbeteiligung endg&uuml;ltig einnahmelos ist, steht regelm&auml;&szlig;ig erst fest, wenn die Beteiligung ver&auml;u&szlig;ert oder die Gesellschaft, an der die Beteiligung gehalten wurde, vollbeendet wurde (z.B. BFH-Urteil in BFHE 240, 333, BStBl II 2013, 802). Voraussetzung f&uuml;r die endg&uuml;ltige Einnahmelosigkeit ist, dass Einnahmen oder Betriebsverm&ouml;gensmehrungen aus der n&auml;mlichen Beteiligung niemals als Einnahmen oder Betriebsverm&ouml;gensmehrungen i.S. des &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;40 EStG einer bestandskr&auml;ftigen Veranlagung des Steuerpflichtigen oder einer bestandskr&auml;ftigen gesonderten und ggf. einheitlichen Feststellung seiner Eink&uuml;nfte zugrunde gelegen haben. Anderenfalls k&auml;me es zur Pr&uuml;fung der n&auml;mlichen Frage in unterschiedlichen Veranlagungs- bzw. Feststellungszeitr&auml;umen mit ggf. unterschiedlichen Ergebnissen. So ist z.B. in einem Fall wie dem Streitfall die Frage, ob es sich bei den streitigen Betr&auml;gen in H&ouml;he von jeweils 60.000&nbsp;EUR um Einnahmen oder Betriebsverm&ouml;gensmehrungen i.S. des &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;40 EStG handelt, jedenfalls in dem Jahr zu kl&auml;ren, in dem die entsprechenden Einnahmen oder Betriebsverm&ouml;gensmehrungen steuerlich zu erfassen sind. W&auml;re sie dar&uuml;ber hinaus auch in einem anderen Jahr zu pr&uuml;fen, in dem es um die Anwendung des &sect;&nbsp;3c Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG auf mit den Einnahmen oder Betriebsverm&ouml;gensmehrungen in wirtschaftlichem Zusammenhang stehende Betriebsverm&ouml;gensminderungen oder Betriebsausgaben geht, w&auml;re eine unterschiedliche steuerliche Beurteilung der n&auml;mlichen Einnahmen oder Betriebsverm&ouml;gensmehrungen nicht ausgeschlossen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dass es zu einer Einnahme oder Betriebsverm&ouml;gensmehrung in Bezug auf die jeweilige Beteiligung gekommen ist, bedarf weder im Jahr ihrer ertragsteuerlichen Ber&uuml;cksichtigung noch zu einem anderen Zeitpunkt einer eigenst&auml;ndigen gesonderten Feststellung. Es reicht aus, dass die Einnahme oder Betriebsverm&ouml;gensmehrung als Rechnungsposten in die Bemessungsgrundlage der Steuerfestsetzung oder in den gesondert festgestellten Gewinn eingegangen ist. Ob dies der Fall ist, muss bei der Festsetzung der Einkommensteuer bzw. gesonderten Feststellung der Eink&uuml;nfte eines jeden Jahres gepr&uuml;ft werden, in dem mit der Beteiligung in Zusammenhang stehende Gewinnminderungen zu ber&uuml;cksichtigen sind. Das Abzugsverbot greift dabei nur dann nicht ein, wenn zu diesem Zeitpunkt bereits aufgrund bestandskr&auml;ftiger Einkommensteuerfestsetzungen oder gesonderter Eink&uuml;nftefeststellungen feststeht, dass niemals Einnahmen oder Betriebsverm&ouml;gensmehrungen aus der Beteiligung bezogen worden sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Bei der endg&uuml;ltigen Einnahmelosigkeit handelt sich um ein r&uuml;ckwirkendes Ereignis i.S. des &sect;&nbsp;175 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 der Abgabenordnung &#8211;AO&#8211; (vgl. auch BFH-Urteil vom 27.03.2013&nbsp;&#8211; I&nbsp;R&nbsp;14\/12; ebenso Desens in Herrmann\/Heuer\/Raupach, &sect;&nbsp;3c EStG Rz&nbsp;5, m.w.N.). Hat der Steuerpflichtige seine Kapitalbeteiligung ver&auml;u&szlig;ert oder wurde die Gesellschaft, an der er die Beteiligung gehalten hat, vollbeendet und liegen f&uuml;r alle Jahre seiner Beteiligung bereits bestandskr&auml;ftige Einkommensteuer- bzw. Gewinnfeststellungsbescheide vor und wurden in keinem dieser Bescheide Einnahmen oder Betriebsverm&ouml;gensmehrungen aus der Beteiligung als Einnahmen oder Betriebsverm&ouml;gensmehrungen i.S. des &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;40 EStG ber&uuml;cksichtigt, so steht fest, dass die betreffende Beteiligung endg&uuml;ltig einnahmelos war. Darin liegt ein r&uuml;ckwirkendes Ereignis, das auf diejenigen Jahre der Beteiligung zur&uuml;ckwirkt, in denen Aufwendungen nach &sect;&nbsp;3c Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG im Hinblick auf ihren wirtschaftlichen Zusammenhang mit (etwaigen) Einnahmen oder Betriebsverm&ouml;gensmehrungen aus der Beteiligung bislang nur eingeschr&auml;nkt zum Abzug zugelassen wurden. Die Steuerbescheide solcher Jahre sind dann nach &sect;&nbsp;175 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 AO entsprechend zu &auml;ndern.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Ausgehend von den dargestellten Grunds&auml;tzen durfte das FG die Frage, ob die streitigen Betr&auml;ge in H&ouml;he von jeweils 60.000&nbsp;EUR dem &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;40 EStG unterfallen, nicht im Rahmen des gegen den Feststellungsbescheid 2009 gerichteten Klageverfahrens entscheiden. Sein Urteil ist daher aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Sache ist nicht spruchreif.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Zwischen den Beteiligten ist zwar zu Recht nicht streitig, dass die Einbuchung einer Forderung gegen die B1&nbsp;GmbH im Streitjahr 2009 objektiv unrichtig und dementsprechend bei der Gewinnermittlung der Kl&auml;gerin nicht zu ber&uuml;cksichtigen war (vgl. Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 31.01.2013&nbsp;&#8211; GrS&nbsp;1\/10, BFHE 240, 162, BStBl II 2013, 317). Lagen also insoweit schon keine Einnahmen oder Betriebsverm&ouml;gensmehrungen vor, stellte sich auch nicht die Frage, ob solche unter &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;40 EStG fallen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Das FG hat &#8211;aus seiner Sicht zu Recht&#8211; bislang aber keine Feststellungen dazu getroffen, ob in einem dem Streitjahr 2009 folgenden Jahr Einnahmen oder Betriebsverm&ouml;gensmehrungen aus den streitigen Beteiligungen der Kl&auml;gerin in einem bestandskr&auml;ftigen Gewinnfeststellungsbescheid als Einnahmen oder Betriebsverm&ouml;gensmehrungen i.S. des &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;40 EStG ber&uuml;cksichtigt wurden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Das FG hat die Rechtm&auml;&szlig;igkeit eines Verwaltungsakts nach der Sach- und Rechtslage im Zeitpunkt seiner Entscheidung zu beurteilen (&sect;&nbsp;100 Abs.&nbsp;1, &sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;1 FGO) und hierbei &#8211;vorbehaltlich einer Wesens&auml;nderung des Bescheids&#8211; auch (materiell-rechtlich) r&uuml;ckwirkende Ereignisse zu ber&uuml;cksichtigen (z.B. BFH-Urteile vom 03.09.2009&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;17\/07, BFHE 227, 293, BStBl II 2010, 631; in BFHE 240, 333, BStBl II 2013, 802).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Das FG hat deshalb zu pr&uuml;fen, ob im Zeitpunkt seiner erneuten Entscheidung die endg&uuml;ltige Einnahmelosigkeit der Beteiligungen festgestellt werden kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sind danach im Zeitpunkt der erneuten Entscheidung des FG die Feststellungsverfahren der Kl&auml;gerin f&uuml;r die Jahre bis zur Vollbeendigung der B1&nbsp;GmbH und der B2&nbsp;GmbH bereits bestandskr&auml;ftig abgeschlossen, h&auml;ngt die Frage, ob die auf diese Beteiligungen vorgenommenen Teilwertabschreibungen im Streitjahr 2009 dem Teilabzugsverbot des &sect;&nbsp;3c Abs.&nbsp;2 EStG unterfallen, davon ab, ob f&uuml;r die Kl&auml;gerin in den verbliebenen Jahren ihrer Beteiligung an der B1&nbsp;GmbH und der B2&nbsp;GmbH in einem Gewinnfeststellungsbescheid Einnahmen oder Betriebsverm&ouml;gensmehrungen aus diesen Beteiligungen als dem &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;40 EStG unterfallend ber&uuml;cksichtigt wurden. Dabei hat das FG bei seiner Entscheidung lediglich zu pr&uuml;fen, ob Einnahmen oder Betriebsverm&ouml;gensmehrungen als solche i.S. des &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;40 EStG ber&uuml;cksichtigt wurden, nicht aber die Rechtm&auml;&szlig;igkeit der Nicht-\/Ber&uuml;cksichtigung. Sollten die streitigen Zahlungen z.B. in dem Gewinnfeststellungsbescheid der Kl&auml;gerin f&uuml;r 2010 als in diesem Jahr anzusetzen und dem &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;40 EStG unterfallend ber&uuml;cksichtigt worden und dieser Gewinnfeststellungsbescheid bereits bestandskr&auml;ftig sein, m&uuml;sste das FG die Klage abweisen, denn dann h&auml;tte das FA die Teilwertabschreibungen im Gewinnfeststellungsbescheid 2009 zu Recht dem Teilabzugsverbot unterworfen. Sollten die streitigen Zahlungen in dem (bestandskr&auml;ftigen) Gewinnfeststellungsbescheid f&uuml;r 2010 hingegen als in diesem Jahr anzusetzen, aber nicht dem &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;40 EStG unterfallend ber&uuml;cksichtigt worden sein, k&auml;me es f&uuml;r die Frage, ob die Teilwertabschreibungen im Streitjahr dem &sect;&nbsp;3c Abs.&nbsp;2 EStG unterfallen, darauf an, in welchem Jahr die B1&nbsp;GmbH und die B2&nbsp;GmbH vollbeendet wurden und ob und ggf. mit welchem Ergebnis im Hinblick auf etwaige (weitere) Einnahmen oder Betriebsverm&ouml;gensmehrungen der Kl&auml;gerin auch f&uuml;r diese Jahre im Zeitpunkt der Entscheidung des FG die entsprechenden Feststellungsverfahren bereits bestandskr&auml;ftig abgeschlossen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sollten im Zeitpunkt der (erneuten) Entscheidung des FG noch nicht alle danach ma&szlig;geblichen Feststellungsverfahren bestandskr&auml;ftig abgeschlossen sein, m&uuml;sste das FG die Klage abweisen. Denn dann erwiese sich die Feststellung des FA, dass die Teilwertabschreibungen im Streitjahr 2009 unter das Teilabzugsverbot des &sect;&nbsp;3c Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG fallen, als (derzeit) rechtm&auml;&szlig;ig. Denn solange die endg&uuml;ltige Einnahmelosigkeit der Beteiligung im vorgenannten Sinn nicht feststeht, geht das Gesetz davon aus, dass aus einer mit Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht gehaltenen Beteiligung auch Einnahmen oder Betriebsverm&ouml;gensmehrungen erzielt werden. Stellt sich dann nach bestandskr&auml;ftigem Abschluss der entsprechenden Feststellungsverfahren heraus, dass die Beteiligungen der Kl&auml;gerin endg&uuml;ltig einnahmelos geblieben sind, liegt ein r&uuml;ckwirkendes Ereignis i.S. des &sect;&nbsp;175 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 AO vor, das steuerlich auf das Streitjahr 2009 zur&uuml;ckwirkt. Der f&uuml;r dieses Jahr ergangene Gewinnfeststellungsbescheid w&auml;re dann dahin zu &auml;ndern, dass die Feststellung der laufenden Eink&uuml;nfte, die &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;40, &sect;&nbsp;3c Abs.&nbsp;2 EStG bzw. &sect;&nbsp;8b KStG unterfallen, um den Betrag der Teilwertabschreibung, soweit er auf nat&uuml;rliche Personen entf&auml;llt, zu mindern ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Entgegen der Auffassung des FA ist die Klage nicht schon deshalb abzuweisen, weil auf den Streitfall bereits die Neufassung des &sect;&nbsp;3c Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 (jetzt Satz&nbsp;7) EStG i.d.F. des Jahressteuergesetzes 2010 vom 08.12.2010 (BGBl I 2010, 1768) &#8211;JStG 2010&#8211; anzuwenden sei, da diese bei Eintritt der Endg&uuml;ltigkeit der Einnahmelosigkeit gegolten habe. Streitig ist vorliegend, ob im Streitjahr 2009 vorgenommene Teilwertabschreibungen dem Teilabzugsverbot des &sect;&nbsp;3c Abs.&nbsp;2 EStG unterfallen. Der durch das JStG 2010 in &sect;&nbsp;3c Abs.&nbsp;2 EStG eingef&uuml;gte neue Satz&nbsp;2 (jetzt Satz&nbsp;7), demzufolge f&uuml;r die Anwendung des &sect;&nbsp;3c Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG die Absicht zur Erzielung von Betriebsverm&ouml;gensmehrungen oder Einnahmen i.S. des &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;40 EStG ausreicht, ist nach &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;8a EStG i.d.F. des JStG 2010 erstmals ab dem Veranlagungszeitraum 2011 anzuwenden, also erstmals auf Aufwendungen, die im Jahr 2011 anfallen. Unerheblich ist in diesem Zusammenhang der Zeitpunkt der Endg&uuml;ltigkeit der Einnahmelosigkeit. Diese wirkt zwar als r&uuml;ckwirkendes Ereignis i.S. des &sect;&nbsp;175 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 AO auf die Anwendbarkeit des Teilabzugsverbots in einem vergangenen Jahr zur&uuml;ck. Sie f&uuml;hrt aber nicht dazu, dass deshalb auch &sect;&nbsp;3c Abs.&nbsp;2 EStG nunmehr in der im Zeitpunkt der Endg&uuml;ltigkeit der Einnahmelosigkeit geltenden Fassung auf entsprechende vorangegangene Zeitr&auml;ume r&uuml;ckwirkend anzuwenden w&auml;re.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 25.7.2019, IV R 51\/16ECLI:DE:BFH:2019:U.250719.IVR51.16.0 Endg&uuml;ltige Einnahmelosigkeit einer Kapitalbeteiligung als r&uuml;ckwirkendes Ereignis Leits&auml;tze 1. Endg&uuml;ltig einnahmelos ist eine Kapitalbeteiligung erst, wenn feststeht, dass Einnahmen oder Betriebsverm&ouml;gensmehrungen aus der n&auml;mlichen Beteiligung niemals als Einnahmen oder Betriebsverm&ouml;gensmehrungen i.S. des &sect; 3 Nr. 40 EStG einer bestandskr&auml;ftigen Veranlagung des Steuerpflichtigen oder einer bestandskr&auml;ftigen gesonderten und ggf. &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-51-16-endgueltige-einnahmelosigkeit-einer-kapitalbeteiligung-als-rueckwirkendes-ereignis\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">IV&nbsp;R&nbsp;51\/16 &#8211; Endg&uuml;ltige Einnahmelosigkeit einer Kapitalbeteiligung als r&uuml;ckwirkendes Ereignis<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-71559","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71559","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=71559"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71559\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=71559"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=71559"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=71559"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}