{"id":71591,"date":"2019-12-21T18:43:55","date_gmt":"2019-12-21T16:43:55","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=71591"},"modified":"2019-12-21T18:43:55","modified_gmt":"2019-12-21T16:43:55","slug":"x-r-31-16-einkommensteuer-als-masseverbindlichkeit-einkuenfte-des-insolvenzschuldners-aus-einer-treuhaenderischen-beteiligung-an-einer-personengesellschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-31-16-einkommensteuer-als-masseverbindlichkeit-einkuenfte-des-insolvenzschuldners-aus-einer-treuhaenderischen-beteiligung-an-einer-personengesellschaft\/","title":{"rendered":"X&nbsp;R&nbsp;31\/16 &#8211; Einkommensteuer als Masseverbindlichkeit &#8211; Eink&uuml;nfte des Insolvenzschuldners aus einer (treuh&auml;nderischen) Beteiligung an einer Personengesellschaft"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 10.7.2019, X R 31\/16<br \/>ECLI:DE:BFH:2019:U.100719.XR31.16.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Einkommensteuer als Masseverbindlichkeit &#8211; Eink&uuml;nfte des Insolvenzschuldners aus einer (treuh&auml;nderischen) Beteiligung an einer Personengesellschaft<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Im Falle der Beteiligung des Insolvenzschuldners an einer Personengesellschaft ist es zur Begr&uuml;ndung von Masseverbindlichkeiten ausreichend, wenn die Beteiligung im Zeitpunkt der Er&ouml;ffnung des Insolvenzverfahrens zur Insolvenzmasse geh&ouml;rte und die Eink&uuml;nfte hieraus nach Er&ouml;ffnung des Insolvenzverfahrens erzielt wurden.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Diese Rechtsgrunds&auml;tze gelten im Falle einer treuh&auml;nderisch gehaltenen Beteiligung des Insolvenzschuldners an einer Personengesellschaft entsprechend, wenn die auf die Treuhand-Gesellschafter entfallenden Gewinnanteile an der Personengesellschaft auch nach Er&ouml;ffnung des Insolvenzverfahrens weiterhin steuerrechtlich dem Insolvenzschuldner als Mitunternehmer zuzurechnen sind.<\/p>\n<\/p>\n<p>3. Werden in einem bestandskr&auml;ftigen Feststellungsbescheid die Gewinnanteile der Treuhand-Gesellschafter trotz des Insolvenzverfahrens weiterhin dem Insolvenzschuldner als Mitunternehmer steuerlich zugerechnet, so ist aufgrund der Bindungswirkung dieses Grundlagenbescheids f&uuml;r das Einkommensteuerverfahren vom Fortbestand des Treuhandverh&auml;ltnisses auszugehen.<\/p>\n<\/p>\n<p>4. Die Bindungswirkung der f&uuml;r die Personengesellschaft und die Treuhand ergangenen Feststellungsbescheide erstreckt sich nicht auf die tatbestandlichen Voraussetzungen des &sect; 55 Abs. 1 InsO, die daher im Einkommensteuerverfahren eigenst&auml;ndig zu pr&uuml;fen sind.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision des Beklagten wird das Urteil des Finanzgerichts D&uuml;sseldorf vom 21.07.2016 &#8211; 11 K 613\/13 E insoweit aufgehoben, als es den Einkommensteuerbescheid 2010 vom 31.05.2012 und die hierzu ergangene Einspruchsentscheidung vom 22.01.2013 &uuml;ber eine festgesetzte Einkommensteuer in H&ouml;he von 23.541 EUR hinaus aufgehoben hat.<\/p>\n<\/p>\n<p>Insoweit wird die Klage abgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Klageverfahrens haben der Beklagte zu 95 % und der Kl&auml;ger zu 5 % zu tragen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens haben bis zum 02.11.2016 der Kl&auml;ger zu 58 % und der Beklagte zu 42 % und anschlie&szlig;end der Kl&auml;ger allein zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger und Revisionsbeklagte (Kl&auml;ger) ist Insolvenzverwalter &uuml;ber das Verm&ouml;gen des B (Insolvenzschuldner). Das Insolvenzverfahren wurde am 27.03.2003 er&ouml;ffnet; zum Insolvenzverwalter wurde zun&auml;chst der zwischenzeitlich verstorbene Rechtsanwalt H bestellt. Der Kl&auml;ger &uuml;bernahm das Amt im September 2009.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Insolvenzschuldner war bis zum 31.12.2009 Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der am 17.06.2001 gegr&uuml;ndeten B-KG. Kommanditisten sind zwei Kinder des Insolvenzschuldners sowie dessen Ehefrau. &Uuml;ber das Verm&ouml;gen der B-KG wurde im Jahr 2011 ebenfalls das Insolvenzverfahren er&ouml;ffnet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bez&uuml;glich ihrer Beteiligungen an der B-KG hatten die Kommanditisten mit dem Insolvenzschuldner unter dem 17.06.2001 notariell beurkundete Treuhandvertr&auml;ge geschlossen. Danach hielten sie ihre Gesch&auml;ftsanteile ausschlie&szlig;lich treuh&auml;nderisch f&uuml;r den Insolvenzschuldner. Sie waren ihm gegen&uuml;ber zur Herausgabe alles Erlangten und seinen Anweisungen zu folgen verpflichtet. Zur Abtretung, Verpf&auml;ndung, entgeltlichen oder unentgeltlichen &Uuml;bertragung der treuh&auml;nderisch gehaltenen Kommanditanteile waren sie nicht berechtigt. Ebenfalls am 17.06.2001 gaben die Kommanditisten notariell beurkundete Abtretungsangebote gegen&uuml;ber dem Insolvenzschuldner ab, in denen sie ihre Kommanditanteile an der B-KG zur Abtretung an den Insolvenzschuldner oder einen von diesem zu benennenden Dritten anboten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Treuhandvertr&auml;ge sowie die Abtretungsangebote waren dem verstorbenen Insolvenzverwalter nicht und wurden dem Kl&auml;ger erst am 15.03.2010 bekannt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach einer Betriebs- und Steuerfahndungspr&uuml;fung bei der B-KG erlie&szlig; der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) u.a. f&uuml;r das Jahr 2010 im Wege des f&uuml;r Treuhand-Konstruktionen anzuwendenden zweistufigen Feststellungsverfahrens Bescheide &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen. Im Feststellungsbescheid der ersten Stufe verteilte es den Gewinn der B-KG auf die Gesellschafter, wobei der Insolvenzschuldner mit einem Gewinnanteil von 0&nbsp;EUR und die Treuhand-Kommanditisten mit insgesamt 99.000&nbsp;EUR benannt wurden. Im Feststellungsbescheid der zweiten Stufe rechnete es die auf die Treuhandgemeinschaft entfallenden Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb in H&ouml;he von 99.000&nbsp;EUR (109.000 EUR laufende Eink&uuml;nfte .\/. 10.000&nbsp;EUR Sonderbetriebsausgaben) dem Insolvenzschuldner zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Klage des Kl&auml;gers gegen die in vorstehender Weise ge&auml;nderten Feststellungsbescheide f&uuml;r 2010 wies das Finanzgericht (FG) mit &#8211;rechtskr&auml;ftig gewordenem&#8211; Urteil ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit dem streitgegenst&auml;ndlichen Einkommensteuerbescheid f&uuml;r 2010 setzte das FA Einkommensteuer in H&ouml;he von 40.037&nbsp;EUR als Masseverbindlichkeit fest. Dabei legte es die einheitlich und gesondert festgestellten Beteiligungseink&uuml;nfte betreffend die B-KG in H&ouml;he von 99.000&nbsp;EUR sowie Eink&uuml;nfte des Insolvenzschuldners aus nichtselbstst&auml;ndiger Arbeit aufgrund der seit dem 01.01.2010 ausge&uuml;bten T&auml;tigkeit als Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer bei der C-KG in H&ouml;he von 35.698&nbsp;EUR zugrunde. Den Bescheid richtete es an den Kl&auml;ger als Insolvenzverwalter f&uuml;r B.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach erfolglos durchgef&uuml;hrtem Einspruchsverfahren gab das FG der Klage mit dem in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2016, 1906 ver&ouml;ffentlichtem Urteil in Bezug auf den streitgegenst&auml;ndlichen Einkommensteuerbescheid statt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dem Antrag des FA auf Beiladung des Insolvenzschuldners gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;174 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2, Abs.&nbsp;4 der Abgabenordnung (AO) entsprach es nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In der Sache vertrat das FG die Auffassung, weder die das Gesch&auml;ftsf&uuml;hrergehalt betreffenden noch die auf den Gewinn an der B-KG entfallenden Einkommensteuern stellten Masseverbindlichkeiten dar. Nach dem eindeutigen Wortlaut des &sect;&nbsp;55 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 der Insolvenzordnung (InsO) m&uuml;sse die Verbindlichkeit auf eine &#8211;wie auch immer geartete&#8211; Verwaltungsma&szlig;nahme des Insolvenzverwalters in Bezug auf die Insolvenzmasse zur&uuml;ckzuf&uuml;hren sein. Eine solche liege unter Geltung der im Klageverfahren einschl&auml;gigen Insolvenzordnung in der Fassung vor dem 01.07.2007 nicht vor, wenn der Insolvenzverwalter die (selbst&auml;ndige) T&auml;tigkeit eines Insolvenzschuldners lediglich wissentlich dulde, aber keine dar&uuml;ber hinausgehenden Aktivit&auml;ten entfalte. Allein die Zugeh&ouml;rigkeit der mit der treuh&auml;nderischen Beteiligung an der B-KG zusammenh&auml;ngenden Rechte und Anspr&uuml;che zur Insolvenzmasse und das aus &sect;&nbsp;80 Abs.&nbsp;1 InsO folgende Verwaltungs- und Verf&uuml;gungsrecht des Insolvenzverwalters f&uuml;hre nicht zur Qualifizierung der mit der treuh&auml;nderischen Beteiligung zusammenh&auml;ngenden Steuerschuld als Masseverbindlichkeit.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit seiner Revision wendet sich das FA dagegen, dass das FG die im Zusammenhang mit der Beteiligung an der B-KG stehenden Einkommensteuerschulden, soweit sie auf die Zeit nach dem Bekanntwerden (ab dem 15.03.2010) entfallen, nicht als Masseverbindlichkeiten angesehen habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach dem zum Gewinnanteil an einer Mitunternehmerschaft ergangenen Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 18.05.2010 &#8211; X&nbsp;R&nbsp;60\/08 (BFHE 229, 62, BStBl II 2011, 429) gen&uuml;ge es f&uuml;r die Annahme einer Masseverbindlichkeit, dass die Entstehung der Steuerverbindlichkeit ihre Ursache in einem zur Insolvenzmasse geh&ouml;renden Gegenstand habe. Dies sei hier hinsichtlich des zur Masse geh&ouml;renden Anteils an der B-KG der Fall. Dem stehe nach dem BFH-Beschluss vom 18.12.2014 &#8211; X&nbsp;B&nbsp;89\/14 (BFH\/NV 2015, 470) auch nicht entgegen, dass der Insolvenzmasse nach Angaben des Kl&auml;gers jedenfalls bisher keine liquiden Mittel aus der Beteiligung des Insolvenzschuldners an der B-KG zugeflossen seien. Die Annahme von Masseverbindlichkeiten sei vorliegend auch sachgerecht. Der Kl&auml;ger habe sich ab dem 15.03.2010 bewusst daf&uuml;r entschieden, dass die Beteiligung an der B-KG und die damit in Zusammenhang stehenden Gewinnanteile zur Insolvenzmasse geh&ouml;rten, da er keine Freigabeerkl&auml;rung abgegeben habe. Andernfalls w&uuml;rde es zu dem paradoxen Ergebnis kommen, dass die Insolvenzmasse keine Steueranspr&uuml;che zu tragen habe, obwohl ihr bei einem Erfolg der Bem&uuml;hungen des Kl&auml;gers zur Vereinnahmung &#8211;er habe zwischenzeitlich Auskunftsklage gegen die Treuhandkommanditisten erhoben&#8211; die korrespondierenden Erl&ouml;se (noch) zufl&ouml;ssen. Insoweit w&auml;re sogar von einer (aktiven) Verwaltungsma&szlig;nahme des Insolvenzverwalters auszugehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Unter Ber&uuml;cksichtigung der vorgenannten Erw&auml;gungen sei die einheitlich ermittelte Einkommensteuerschuld 2010 teilweise dem Massebereich und teilweise dem insolvenzfreien Verm&ouml;gen zuzuordnen. Die somit erforderliche Verteilung der Jahressteuerschuld auf die betroffenen insolvenzrechtlichen Verm&ouml;gensbereiche erfolge nach dem Verh&auml;ltnis der auf die jeweiligen Bereiche entfallenden Eink&uuml;nfte zueinander. Infolgedessen sei im Streitfall die Zuordnung der auf die Gesamteink&uuml;nfte (99.000&nbsp;EUR + 35.698&nbsp;EUR = 134.698&nbsp;EUR) entfallenden Einkommensteuer 2010 in H&ouml;he von 40.037&nbsp;EUR dergestalt vorzunehmen, dass auf den Massebereich, der die (anteiligen) Beteiligungseink&uuml;nfte ab dem 15.03.2010 (292\/365 von 99.000&nbsp;EUR =&nbsp;79.200&nbsp;EUR) umfasse, 23.541&nbsp;EUR entfielen, die als Masseverbindlichkeiten anzusehen seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im &Uuml;brigen sei das angefochtene Urteil des FG bezogen auf die Einkommensteuer 2010 auch deshalb aufzuheben, weil das FG der vom FA beantragten Beiladung des Insolvenzschuldners nach &sect;&nbsp;174 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 AO nicht entsprochen habe. &quot;Hilfsweise&quot; werde die Beiladung des Insolvenzschuldners zum Revisionsverfahren gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;60 Abs.&nbsp;3 der Finanzgerichtsordnung (FGO) begehrt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt (sinngem&auml;&szlig;),<br \/>das angefochtene Urteil insoweit aufzuheben, als es den Einkommensteuerbescheid 2010 vom 31.05.2012 und die hierzu ergangene Einspruchsentscheidung vom 22.&nbsp;01.2013 &uuml;ber eine festgesetzte Einkommensteuer in H&ouml;he von 23.541&nbsp;EUR hinaus aufgehoben hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Er vertritt die Auffassung, die Beteiligung an der B-KG und die hieraus resultierenden Eink&uuml;nfte geh&ouml;rten nicht zur Insolvenzmasse. Vorliegend unterfielen lediglich die Anspr&uuml;che aus dem notariellen Abtretungsangebot vom 17.06.2001 sowie die Anspr&uuml;che aus dem schuldrechtlichen notariellen Treuhandvertrag vom 17.06.2001, wie der Auskunftsanspruch, dem Insolvenzbeschlag.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Weitere Voraussetzung f&uuml;r die Begr&uuml;ndung von Masseverbindlichkeiten gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;55 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Halbsatz&nbsp;2 InsO sei jedoch, dass diese durch die (aktive) Verwaltung der Insolvenzmasse entstanden seien. Dies sei hier &#8211;wie das FG zutreffend ausgef&uuml;hrt habe&#8211; nicht der Fall.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Sichtweise des FA, dessen Hinweis auf die erst 2013 erhobene Auskunftsklage ohnehin keine Bedeutung f&uuml;r die Beurteilung des Streitjahres 2010 zukomme, lasse die Pflichten eines Insolvenzverwalters gem&auml;&szlig; &sect;&sect;&nbsp;148, 80 InsO au&szlig;er Acht. Hiernach habe der Insolvenzverwalter zu pr&uuml;fen, welche Anspr&uuml;che zur Insolvenzmasse geh&ouml;rten, diese zu sichern und gegebenenfalls gerichtlich durchzusetzen. Entsprechende Pr&uuml;fungs- und Sicherungsma&szlig;nahmen k&ouml;nnten (noch) nicht zur Annahme eines Verwalterhandelns und damit zwangsl&auml;ufig zur Entstehung von steuerlichen Masseverbindlichkeiten gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;55 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 InsO f&uuml;hren. Andernfalls w&auml;re einem Insolvenzverwalter die Abw&auml;gung, ob m&ouml;gliche Zahlungsanspr&uuml;che (deren Bestehen und H&ouml;he ihm nicht bekannt sei) den Wert gleichzeitig entstehender steuerlicher Masseverbindlichkeiten &uuml;berstiegen, entzogen. Zur Vermeidung steuerlicher Masseverbindlichkeiten w&auml;re er gehalten, auf die Pr&uuml;fung m&ouml;glicher Anspr&uuml;che und Sicherung durch Klageerhebung zu verzichten. Dem Insolvenzverwalter w&uuml;rde mithin ein insolvenzzweckwidriges Verhalten abverlangt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Das FA ist w&auml;hrend des Revisionsverfahrens nach X umgezogen und entsprechend umbenannt worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Revision ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung des angefochtenen FG-Urteils und zur Abweisung der Klage in dem vom FA beantragten Umfang.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zu Recht hat das FA die Einkommensteuer, soweit sie auf die ab dem 15.03.2010 erzielten Eink&uuml;nfte des Insolvenzschuldners aus der treuh&auml;nderischen Beteiligung an der B-KG entf&auml;llt, in dem Einkommensteuerbescheid f&uuml;r 2010 als Masseverbindlichkeit erfasst, die gegen&uuml;ber dem Kl&auml;ger als Insolvenzverwalter geltend zu machen war (unten&nbsp;3.). Die H&ouml;he der auf diese Eink&uuml;nfte entfallenden Einkommensteuer hat das FA in nicht zu beanstandender Weise mit 23.541&nbsp;EUR beziffert. Das FG-Urteil ist daher aufzuheben, soweit es den Einkommensteuerbescheid 2010 vom 31.05.2012 und die hierzu ergangene Einspruchsentscheidung vom 22.01.2013 &uuml;ber eine festgesetzte Einkommensteuer in H&ouml;he von 23.541&nbsp;EUR hinaus aufgehoben hat; die Klage ist insoweit abzuweisen (unten&nbsp;4.). Im Hinblick auf die Beschr&auml;nkung des Revisionsantrags durch das FA und den Erfolg der Revision in der Sache kommt der R&uuml;ge eines Verfahrensmangels, das finanzgerichtliche Urteil (auch) wegen der Ablehnung der Beiladung des Insolvenzschuldners zum Verfahren gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;174 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 AO aufzuheben, keine entscheidungserhebliche Bedeutung mehr zu (unten&nbsp;5.). Die &quot;hilfsweise&quot; begehrte notwendige Beiladung des Insolvenzschuldners zum Revisionsverfahren kommt nicht in Betracht (unten 6.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Zu Recht hat das FA die Einkommensteuer, soweit sie auf die ab dem 15.03.2010 erzielten Eink&uuml;nfte des Insolvenzschuldners aus der treuh&auml;nderischen Beteiligung an der B-KG entf&auml;llt, in dem angefochtenen Einkommensteuerbescheid f&uuml;r 2010 als gegen&uuml;ber dem Kl&auml;ger als Insolvenzverwalter festzusetzende Masseverbindlichkeit i.S. des &sect;&nbsp;55 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Halbsatz&nbsp;2 InsO erfasst.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Durch die bestandskr&auml;ftigen Feststellungsbescheide f&uuml;r das Jahr 2010 betreffend die B-KG steht f&uuml;r die Einkommensteuer 2010 bindend fest, dass die den Treuhandkommanditisten zugewiesenen Gewinnanteile aufgrund insolvenzrechtlich fortbestehender Treuhandvertr&auml;ge dem Insolvenzschuldner als Mitunternehmer zuzurechnen sind und er insoweit Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb in H&ouml;he von 99.000&nbsp;EUR erzielt hat (unten a). Die hierauf entfallende Einkommensteuer &#8211;f&uuml;r den Zeitraum vom 15.03.2010 bis zum 31.12.2010&#8211; stellt eine Masseverbindlichkeit i.S. des &sect;&nbsp;55 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Halbsatz&nbsp;2 InsO dar (unten b).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die dem Kl&auml;ger gegen&uuml;ber bekanntgegebenen bestandskr&auml;ftigen Feststellungsbescheide f&uuml;r das Jahr 2010 betreffend die B-KG sind als Grundlagenbescheide gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;182 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AO f&uuml;r den Einkommensteuerbescheid 2010 als Folgebescheid bindend. Die Bindungswirkung erstreckt sich auf die Feststellungen, dass den Treuhandkommanditisten bestimmte Anteile am Gewinn der B-KG zugewiesen sind, diese Anteile dem Insolvenzschuldner als Mitunternehmer zugerechnet werden und er insoweit Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb in H&ouml;he von 99.000&nbsp;EUR erzielt hat. Da der Insolvenzschuldner zivilrechtlich nicht Gesellschafter der B-KG war, setzt die &#8211;verfahrensrechtlich bindend vorgenommene&#8211; steuerliche Zurechnung der Besteuerungsgrundlagen der Treuhandkommanditisten beim Insolvenzschuldner materiell-rechtlich zugleich voraus, dass die Treuhandvertr&auml;ge betreffend die B-KG durch das im Jahr 2003 er&ouml;ffnete Insolvenzverfahren insolvenzrechtlich nicht erloschen waren. Von dem Fortbestand dieser Treuhandvertr&auml;ge ist daher f&uuml;r das Einkommensteuerverfahren aufgrund der dargestellten Bindungswirkung ohne nochmalige materiell-rechtliche Pr&uuml;fung auszugehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die auf die treuh&auml;nderische Beteiligung an der B-KG entfallende Einkommensteuer &#8211;f&uuml;r den Zeitraum vom 15.03.2010 bis zum 31.12.2010&#8211; stellt eine Masseverbindlichkeit i.S. des &sect;&nbsp;55 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Halbsatz&nbsp;2 InsO dar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Bindungswirkung der Feststellungsbescheide erstreckt sich nicht auf &sect;&nbsp;55 Abs.&nbsp;1 InsO. Die tatbestandlichen Voraussetzungen dieser insolvenzrechtlichen Vorschrift sind im Einkommensteuerverfahren eigenst&auml;ndig zu pr&uuml;fen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Entscheidend f&uuml;r die Qualifikation der Einkommensteuerschulden als Masseverbindlichkeiten ist im Streitfall &#8211;&sect;&nbsp;55 Abs.&nbsp;1 Nrn.&nbsp;2 und 3 InsO sind offensichtlich nicht einschl&auml;gig&#8211;, ob die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;55 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 InsO gegeben sind. Danach sind Masseverbindlichkeiten die Verbindlichkeiten, die durch Handlungen des Insolvenzverwalters oder in anderer Weise durch die Verwaltung, Verwertung und Verteilung der Insolvenzmasse begr&uuml;ndet werden, ohne zu den Kosten des Insolvenzverfahrens zu geh&ouml;ren. Vorliegend sind die Tatbestandsmerkmale des &sect;&nbsp;55 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Halbsatz&nbsp;2 InsO erf&uuml;llt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die in Rede stehenden Eink&uuml;nfte des Insolvenzschuldners an der B-KG fielen in die Insolvenzmasse.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;35 Abs.&nbsp;1 InsO erfasst das Insolvenzverfahren das gesamte Verm&ouml;gen, das dem Schuldner zur Zeit der Er&ouml;ffnung des Insolvenzverfahrens geh&ouml;rt und das er w&auml;hrend des Verfahrens erlangt (Insolvenzmasse).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Im Streitfall umfasste das Verm&ouml;gen &#8211;wie das FG zutreffend erkannt hat&#8211; nicht nur das Recht auf Annahme des von den Treuh&auml;ndern notariell beurkundeten Abtretungsangebots, sondern im Streitjahr 2010 vor allem auch den Anspruch auf Herausgabe des Erlangten (der Gewinnanteile der Treuhandkommanditisten an der B-KG). Denn die Gewinne waren nach der Er&ouml;ffnung des Insolvenzverfahrens entstanden und damit Teil der Insolvenzmasse, da der Insolvenzverwalter diesbez&uuml;glich keine Freigabe erkl&auml;rt hatte (vgl. Urteil des FG D&uuml;sseldorf vom 21.07.2016 &#8211; 11&nbsp;K&nbsp;423\/15&nbsp;F betreffend das Feststellungsverfahren 2010, juris, Rz&nbsp;29).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Danach m&ouml;gen zwar &#8211;worauf der Kl&auml;ger abstellt&#8211; insolvenzrechtlich nicht unmittelbar die Beteiligungen der Treuhandkommanditisten an der B-KG selbst dem Insolvenzbeschlag unterlegen haben, jedoch fielen der Abtretungs- und der Herausgabeanspruch &#8211;insoweit kann von der &quot;treuh&auml;nderisch gehaltenen Beteiligung an der B-KG&quot; gesprochen werden&#8211; sowie die hieraus resultierenden Eink&uuml;nfte in die Insolvenzmasse.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die auf die Eink&uuml;nfte des Insolvenzschuldners an der B-KG entfallende Einkommensteuer f&uuml;r den Zeitraum vom 15.03.2010 bis zum 31.12.2010 erf&uuml;llte &#8211;was die Zuordnung zu den insolvenzrechtlichen Forderungskategorien betrifft&#8211; die Voraussetzungen f&uuml;r die Annahme einer Masseverbindlichkeit.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Im Zeitpunkt der Insolvenzer&ouml;ffnung bereits begr&uuml;ndete Steueranspr&uuml;che sind zur Insolvenztabelle anzumelden. Nach Insolvenzer&ouml;ffnung begr&uuml;ndete Steueranspr&uuml;che, die als Masseverbindlichkeiten nach &sect;&nbsp;55 Abs.&nbsp;1 InsO zu qualifizieren sind, sind gegen&uuml;ber dem Insolvenzverwalter durch Steuerbescheid festzusetzen (vgl. z.B. BFH-Urteil vom 16.07.2015 &#8211; III&nbsp;R&nbsp;32\/13, BFHE 251, 102, BStBl II 2016, 251, Rz&nbsp;19). Alle sonstigen Anspr&uuml;che sind insolvenzfrei. Die einheitliche Einkommensteuerschuld ist gegebenenfalls in eine Insolvenzforderung, eine Masseforderung und eine insolvenzfreie Forderung aufzuteilen, wobei &uuml;ber die Zuordnung der Einkommensteuerschuld zu den unterschiedlichen insolvenzrechtlichen Forderungskategorien nicht im einheitlichen und gesonderten Gewinnfeststellungsverfahren, sondern erst im Einkommensteuerfestsetzungsverfahren zu entscheiden ist. Denn diese Zuordnung betrifft allein die Auswirkung der unterschiedlichen Verm&ouml;gensmassen eines Insolvenzverfahrens auf die Einkommensteuerfestsetzung (vgl. BFH-Urteil in BFHE 251, 102, BStBl II 2016, 251, Rz&nbsp;16). Der gegen die Masse gerichtete Bescheid ist ein gegenst&auml;ndlich beschr&auml;nkter Steuerbescheid, mit dem die Einkommensteuer festgesetzt wird; er ist Teil des Festsetzungsverfahrens (vgl. BFH-Urteil in BFHE 229, 62, BStBl II 2011, 429, Rz&nbsp;35).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Abgrenzung zwischen Insolvenzforderungen und (sonstigen) Masseverbindlichkeiten richtet sich ausschlie&szlig;lich nach dem Zeitpunkt der insolvenzrechtlichen Begr&uuml;ndung. Entscheidend ist dabei, ob und wann ein Besteuerungstatbestand nach seiner Art und H&ouml;he tatbestandlich verwirklicht und damit die Steuerforderung insolvenzrechtlich begr&uuml;ndet worden ist. Dies richtet sich allein nach steuerrechtlichen Grunds&auml;tzen (st&auml;ndige Rechtsprechung, so bereits BFH-Urteile vom 16.11.2004 &#8211; VII&nbsp;R&nbsp;75\/03, BFHE 208, 296, BStBl II 2006, 193, unter II.2.; vom 29.08.2007 &#8211; IX&nbsp;R&nbsp;4\/07, BFHE 218, 435, BStBl II 2010, 145, unter III.2.b&nbsp;dd&nbsp;(1), m.w.N., sowie vom 16.05.2013 &#8211; IV&nbsp;R&nbsp;23\/11, BFHE 241, 233, BStBl II 2013, 759, Rz&nbsp;19). F&uuml;r die insolvenzrechtliche Begr&uuml;ndung des Einkommensteueranspruchs kommt es deshalb darauf an, ob der einzelne (unselbst&auml;ndige) Besteuerungstatbestand &#8211;insbesondere die Erzielung von Eink&uuml;nften nach &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 des Einkommensteuergesetzes (EStG)&#8211; vor oder nach Insolvenzer&ouml;ffnung verwirklicht wurde. Entscheidend ist, wann der Tatbestand, an den die Besteuerung kn&uuml;pft, vollst&auml;ndig verwirklicht ist (so bereits BFH-Urteil in BFHE 241, 233, BStBl II 2013, 759, Rz&nbsp;19). Auf die steuerrechtliche Entstehung der Anspr&uuml;che aus dem Steuerschuldverh&auml;ltnis (z.B. &sect;&nbsp;38 AO i.V.m. &sect;&nbsp;36 Abs.&nbsp;1 EStG) und deren F&auml;lligkeit kommt es dagegen nicht an (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. Senatsurteil vom 09.12.2014 &#8211; X&nbsp;R&nbsp;12\/12, BFHE 253, 482, BStBl II 2016, 852, Rz&nbsp;26).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Nach Ma&szlig;gabe dieser Grunds&auml;tze hat das FA zu Recht die aus der treuh&auml;nderischen Beteiligung an der B-KG resultierende Einkommensteuerschuld f&uuml;r den Zeitraum vom 15.03.2010 bis zum 31.12.2010 der Kategorie der Masseverbindlichkeit zugeordnet. Im Streitfall war n&auml;mlich der in Rede stehende Besteuerungstatbestand des &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2, Abs.&nbsp;2 EStG nach Insolvenzer&ouml;ffnung verwirklicht worden. Auf einen Zufluss von Einnahmen kam es bei der B-KG, die als Personenhandelsgesellschaft als Kaufmann gilt (vgl. &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 des Handelsgesetzbuchs &#8211;HGB&#8211;) und dementsprechend zur Buchf&uuml;hrung und Bilanzierung verpflichtet war (vgl. &sect;&sect;&nbsp;238&nbsp;ff. HGB), und der sich hiernach richtenden Gewinnzurechnung bei ihren Gesellschaftern bzw. beim treuh&auml;nderisch beteiligten Insolvenzschuldner nicht an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Die Einkommensteuerschulden betreffend die Eink&uuml;nfte aus der treuh&auml;nderischen Beteiligung an der B-KG sind &#8211;als weitere Voraussetzung f&uuml;r die Begr&uuml;ndung von Masseverbindlichkeiten gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;55 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Halbsatz&nbsp;2 InsO&#8211;&quot;in anderer Weise durch die Verwaltung, Verwertung und Verteilung der Insolvenzmasse&quot; begr&uuml;ndet worden; sie geh&ouml;ren nicht zu den Kosten des Insolvenzverfahrens gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;54 InsO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Nach der Rechtsprechung des Senats sind Masseforderungen u.a. diejenigen Einkommensteuerschulden, die sich aus &quot;echten&quot; Gewinnen der Personengesellschaft ergeben. In diesem Fall kommt der gegen die Gesellschaft gerichtete Gewinnanspruch unmittelbar der Insolvenzmasse zugute (vgl. BFH-Urteil in BFHE 229, 62, BStBl II 2011, 429, Rz&nbsp;37).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Seit seinem Urteil in BFHE 229, 62, BStBl II 2011, 429 erachtet es der Senat &#8211;im Falle der Beteiligung des Insolvenzschuldners an einer Personengesellschaft&#8211; zur Begr&uuml;ndung einer Masseverbindlichkeit f&uuml;r ausreichend, wenn die Beteiligung zum Zeitpunkt der Er&ouml;ffnung des Insolvenzverfahrens zur Insolvenzmasse geh&ouml;rte und die Eink&uuml;nfte hieraus nach Er&ouml;ffnung des Insolvenzverfahrens erzielt wurden. Zur Begr&uuml;ndung hat der Senat darauf hingewiesen, das Gesetz sehe ausdr&uuml;cklich vor, dass Masseverbindlichkeiten nicht nur durch Handlungen des Insolvenzverwalters, sondern auch &quot;in anderer Weise durch die Verwaltung der Insolvenzmasse&quot; begr&uuml;ndet werden k&ouml;nnten. Letzteres sei anzunehmen, wenn die Entstehung der Steuerverbindlichkeit ihre Ursache in der (zur Masse geh&ouml;renden) Beteiligung des Steuerpflichtigen an der GbR und der daraus entstehenden Teilhabe an deren Ergebnissen habe (vgl. BFH-Urteil in BFHE 229, 62, BStBl II 2011, 429, Rz&nbsp;41&nbsp;f.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) An dieser Rechtsprechung hat der Senat in der Folgezeit festgehalten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(a) In dem Beschwerdeverfahren in BFH\/NV 2015, 470 hat der Senat entschieden, die Eink&uuml;nfte aus der Beteiligung des Insolvenzschuldners an Personengesellschaften, die steuerrechtlich in vollem Umfang nach der Er&ouml;ffnung des Insolvenzverfahrens entstanden seien, seien der Masse zuzurechnen. Die sich aus den laufenden Gewinnen ergebende Einkommensteuer sei Masseverbindlichkeit. Unerheblich sei, welche Alternative des &sect;&nbsp;55 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 InsO zur Anwendung komme. Zumindest auch durch die Verwaltung der Insolvenzmasse (&sect;&nbsp;55 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Halbsatz&nbsp;2 InsO), zu der auch die Beteiligungen geh&ouml;rten, seien diese Masseverbindlichkeiten begr&uuml;ndet worden (vgl. BFH-Beschluss in BFH\/NV 2015, 470, Rz&nbsp;21).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(b) Auch in seinem Urteil vom 01.06.2016 &#8211; X&nbsp;R&nbsp;26\/14 (BFHE 253, 518, BStBl II 2016, 848) hat der Senat keine &Auml;nderung der oben genannten Grunds&auml;tze vorgenommen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In jenem Rechtsstreit war der Insolvenzschuldner an einer GbR mit 70 Gesellschaftern beteiligt, deren Gewinnanteile nach Ma&szlig;gabe der vom jeweiligen Gesellschafter erwirtschafteten Ums&auml;tze ermittelt wurden. Aufgrund der einheitlichen und gesonderten Gewinnfeststellung stand f&uuml;r die Einkommensteuerfestsetzung bindend fest, dass die Einkommensteuern aus Eink&uuml;nften des Insolvenzschuldners als Mitunternehmer nach &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG und nicht etwa aus anderen selbst&auml;ndigen (gewerblichen) oder nichtselbst&auml;ndigen T&auml;tigkeiten herr&uuml;hrten. Hiernach unterscheidet sich jener Sachverhalt bez&uuml;glich der mitunternehmerischen Stellung des Insolvenzschuldners nicht von den vorliegenden Gegebenheiten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwar hat der Senat im Urteil in BFHE 253, 518, BStBl II 2016, 848 ausgef&uuml;hrt, zur Begr&uuml;ndung einer Masseverbindlichkeit &quot;in anderer Weise&quot; gen&uuml;ge ein Unterlassen des Insolvenzverwalters nur, wenn er dadurch eine Amtspflicht zum T&auml;tigwerden verletze. Dementsprechend mache lediglich die Duldung einer (freiberuflichen) T&auml;tigkeit des Insolvenzschuldners durch den Insolvenzverwalter oder dessen blo&szlig;e Kenntnis die Einkommensteuer, die aufgrund dieser Eink&uuml;nfte entstehe, nicht zu einer Masseverbindlichkeit i.S. des &sect;&nbsp;55 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 InsO (Rz&nbsp;41).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese Ausf&uuml;hrungen kn&uuml;pfen aber erkennbar lediglich &#8211;einzelfallbezogen&#8211; an das Vorbringen des klagenden Insolvenzverwalters im finanzgerichtlichen Verfahren an (vgl. Schleswig-Holsteinisches FG, Urteil vom 28.11.2013 &#8211; 1&nbsp;K&nbsp;159\/12, EFG 2014, 1407, Rz&nbsp;19), der eine blo&szlig;e Duldung der T&auml;tigkeit des Insolvenzschuldners behauptet hatte, so dass nach der von ihm zitierten h&ouml;chstrichterlichen Rechtsprechung zur selbst&auml;ndigen T&auml;tigkeit das Tatbestandsmerkmal des Verwaltens der Insolvenzmasse nicht erf&uuml;llt sei. Dieser Behauptung einer blo&szlig;en Duldung ist der Senat entgegengetreten, wobei er zu diesem Zweck lediglich die vom Kl&auml;ger angef&uuml;hrte Rechtsprechung zur selbst&auml;ndigen T&auml;tigkeit wiederholte bzw. unterstellte. Dabei hob er hervor, dass in der Geltendmachung eines Anspruchs auf Auszahlung der Eink&uuml;nfte aus der GbR eine Verwaltungshandlung nach &sect;&nbsp;55 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Halbsatz&nbsp;2 InsO liege. Diese T&auml;tigkeit des Kl&auml;gers stelle erkennbar mehr als ein blo&szlig;es Dulden dar (vgl. BFH-Urteil in BFHE 253, 518, BStBl II 2016, 848, Rz&nbsp;42).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(c) Dass der Senat in dem Urteil in BFHE 253, 518, BStBl II 2016, 848 keine &Auml;nderung seiner Rechtsprechung vornehmen wollte, wird auch aus seinem nachfolgenden Urteil vom 03.08.2016 &#8211; X&nbsp;R&nbsp;25\/14 (BFH\/NV 2017, 317) deutlich, mit dem er die bisherigen Rechtsgrunds&auml;tze best&auml;tigt hat. In dieser Entscheidung hat der Senat die Qualifizierung einer Einkommensteuerschuld als Masseverbindlichkeit erneut allein davon abh&auml;ngig gemacht, dass die Beteiligung an der Personengesellschaft im Zeitpunkt der Insolvenzer&ouml;ffnung Teil der verwalteten Insolvenzmasse sei, die an den Ergebnissen der Beteiligung teilhabe; unerheblich sei, ob der Insolvenzverwalter den dem Insolvenzschuldner zuzurechnenden Erl&ouml;s zur Masse habe ziehen k&ouml;nnen (Rz&nbsp;29&nbsp;ff.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(d) Dass es insoweit keiner &#8211;&uuml;ber die allgemeine Verwaltung der Insolvenzmasse hinausgehenden&#8211; besonderen Verwaltungsma&szlig;nahme bed&uuml;rfe, ergab sich in jenem Rechtsstreit schon aufgrund des Umstandes, dass der Gesellschafter der Personengesellschaft wegen der Er&ouml;ffnung des Insolvenzverfahrens aus der unter den &uuml;brigen Gesellschaftern fortgesetzten Gesellschaft ausschied und nur noch dar&uuml;ber zu befinden war, ob die Einkommensteuer, die sich aufgrund seines gesellschaftsvertraglichen Auseinandersetzungsguthabens ergab, eine Masseverbindlichkeit darstellte. Dies hat der Senat mit der Begr&uuml;ndung bejaht, zu den Ergebnissen der Beteiligung geh&ouml;ren auch das unmittelbar nach Insolvenzer&ouml;ffnung angefallene Auseinandersetzungsguthaben und der sich hieraus ergebende Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Die Rechtsprechung des Senats wird in der Literatur &uuml;berwiegend lediglich wiedergegeben und mit dem Hinweis versehen, dass der Insolvenzverwalter angesichts der BFH-Rechtsprechung regelm&auml;&szlig;ig zu pr&uuml;fen habe, ob die Freigabe der Beteiligung zur Vermeidung von Masseverbindlichkeiten angezeigt sei (vgl. Loose in Tipke\/Kruse, Abgabenordnung, Finanzgerichtsordnung, &sect;&nbsp;251 AO, Rz&nbsp;72; Bremen in Graf-Schlicker, InsO, 4.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;55 Rz&nbsp;24; Damerius, Betriebs-Berater 2010, 2551; Schmittmann in Karsten Schmidt, InsO, 19.&nbsp;Aufl., Anhang Steuerrecht, Rz&nbsp;122; Pape\/Schaltke in K&uuml;bler\/Pr&uuml;tting\/ Bork, InsO, &sect;&nbsp;55 Rz&nbsp;40&nbsp;f.; Petersen\/Winkelhog in Sonnleitner, Insolvenzrecht unter besonderer Ber&uuml;cksichtigung des Insolvenzplanverfahrens, 2017, Kap.&nbsp;4 Rz&nbsp;113). Andere Teile der Literatur sind der Senatsrechtsprechung ausdr&uuml;cklich gefolgt und haben diese als gerechtfertigt angesehen (vgl. Frotscher, Besteuerung bei Insolvenz, 8.&nbsp;Aufl., 2014, S.&nbsp;169; Hefermehl in M&uuml;nchner Kommentar zur Insolvenzordnung, 4.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;55 InsO Rz&nbsp;72; de&nbsp;Weerth, Entscheidungen zum Wirtschaftsrecht 2010, 677&nbsp;f.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach einer differenzierenden Meinung sollen die Wertungen des BFH jedenfalls dann gelten, wenn die Ertragsteuerforderungen gegen einen insolventen Gesellschafter einer Personengesellschaft aus Ertr&auml;gen des operativen Gesch&auml;fts resultieren, die die Personengesellschaft nach Er&ouml;ffnung des Insolvenzverfahrens &uuml;ber das Verm&ouml;gen des Gesellschafters erzielt hat, nicht aber aus der Aufl&ouml;sung vorinstanzlich gebildeter R&uuml;ckstellungen. In diesem Fall n&auml;hmen die Forderungen den Rang von Masseverbindlichkeiten ein, solange der Insolvenzverwalter die Beteiligung an der Personengesellschaft nicht aus der Insolvenzmasse des Gesellschafters freigegeben habe (vgl. Roth, Insolvenzrecht, 2.&nbsp;Aufl., Kap.&nbsp;4 Rz&nbsp;4.217).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Schlie&szlig;lich sind die vom Senat entwickelten Rechtsgrunds&auml;tze auch auf Kritik gesto&szlig;en. Vor allem wird &#8211;im Anschluss an das hier angegriffene FG-Urteil&#8211; eingewandt, dass eine besondere massebezogene Verwaltungsma&szlig;nahme auch dann gegeben sein m&uuml;sse, wenn diese auf einen zur Insolvenzverwaltung geh&ouml;renden Gegenstand gerichtet sei (vgl. Bodden in Korn, &sect;&nbsp;2 Rz&nbsp;273.24).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>51<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(4) Der Senat h&auml;lt aus folgenden Erw&auml;gungen an seiner Rechtsprechung fest:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>52<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Da die (treuh&auml;nderische) Beteiligung an einer Personengesellschaft in der Insolvenzmasse gebunden ist, kann der (anteilige) Gewinn aus der Personengesellschaft aufgrund der Regelung des &sect;&nbsp;80 Abs.&nbsp;1 InsO grunds&auml;tzlich nicht dem Insolvenzschuldner (in dessen insolvenzfreies Verm&ouml;gen) zuflie&szlig;en. Gleichwohl w&uuml;rde der Insolvenzschuldner &#8211;w&auml;re der Auffassung des Kl&auml;gers zu folgen&#8211; mit der hierauf entfallenden Einkommensteuer belastet. Dieses Ergebnis erscheint nicht sachgerecht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>53<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach Auffassung des Senats ist regelm&auml;&szlig;ig ein Gleichklang zwischen der Massezugeh&ouml;rigkeit der (treuh&auml;nderischen) Beteiligung an einer Personengesellschaft und der damit einhergehenden Steuerbelastung herzustellen. Die Entrichtungspflicht des Insolvenzverwalters f&uuml;r die anteilige Einkommensteuer ordnet die Steuerlast derjenigen Verm&ouml;gensmasse zu, in deren Bereich sie entstanden ist (vgl. auch BFH-Urteil vom 10.02.2015&nbsp;&#8211; IX&nbsp;R&nbsp;23\/14, BFHE 249, 202, BStBl II 2017, 367, Rz&nbsp;44).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>54<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese Behandlung stellt sich als Gegenst&uuml;ck zur Senatsrechtsprechung dar, nach welcher der Insolvenzschuldner &#8211;jedenfalls im Falle selbst&auml;ndiger Bet&auml;tigung&#8211; durch seine steuerrelevante T&auml;tigkeit, die er ohne Wissen und Wollen des Insolvenzverwalters aus&uuml;bt und bei der keine Ertr&auml;ge zur Masse gelangen, keine Einkommensteuerschulden zulasten der Insolvenzmasse begr&uuml;nden kann (vgl. Urteil vom 18.05.2010 &#8211; X&nbsp;R&nbsp;11\/09, BFH\/NV 2010, 2114, Rz&nbsp;25&nbsp;f.). Umgekehrt erscheint es daher zutreffend, wenn der Insolvenzverwalter bei Kenntnis der (treuh&auml;nderischen) Beteiligung an einer Personengesellschaft den Insolvenzschuldner nicht mit Einkommensteuern auf solche Gewinnanteile belasten kann, die mangels Freigabe nicht dem insolvenzfreien Verm&ouml;gen des Insolvenzschuldners zuflie&szlig;en k&ouml;nnen, sondern der Insolvenzmasse zugeh&ouml;ren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>55<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Insolvenzverwalter kann daher die Zuordnung der entstandenen Einkommensteuer nicht in einem Schwebezustand halten, indem er weder die Freigabe erkl&auml;rt noch eine ausdr&uuml;ckliche Verwaltungshandlung nach &sect;&nbsp;55 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Halbsatz&nbsp;1 InsO vornimmt. Vielmehr muss er die aus der weiteren Massezugeh&ouml;rigkeit der (treuh&auml;nderischen) Beteiligung an einer Personengesellschaft erwachsene Einkommensteuer als Verbindlichkeit gegen die Masse gelten lassen und hinnehmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>56<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(5) Nach diesen Grunds&auml;tzen stellen die Einkommensteuerschulden, die sich aus dem Gewinn der B-KG im Streitjahr ergeben und dem Insolvenzschuldner &#8211;nach den bindenden Feststellungsbescheiden f&uuml;r 2010&#8211; steuerlich als Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb zuzurechnen sind, ab dem 15.03.2010 (dem Zeitpunkt der Kenntnis des Kl&auml;gers von der Zugeh&ouml;rigkeit der treuh&auml;nderischen Beteiligung zur Masse) Masseverbindlichkeiten dar. Der Kl&auml;ger als Insolvenzverwalter h&auml;tte zur Vermeidung einer Massebelastung die treuh&auml;nderische Beteiligung bzw. die Anspr&uuml;che auf Abtretung und Herausgabe durch entsprechende Erkl&auml;rung gegen&uuml;ber dem Insolvenzschuldner freigeben k&ouml;nnen. Die Befugnis des Insolvenzverwalters, einzelne Verm&ouml;gensbestandteile aus dem Insolvenzbeschlag zu Gunsten des Schuldners freizugeben, ist seit jeher auch ohne ausdr&uuml;ckliche gesetzliche Regelung anerkannt (vgl. Urteil des Bundesgerichtshofs vom 09.02.2012 &#8211; IX&nbsp;ZR&nbsp;75\/11, BGHZ 192, 322, Rz&nbsp;22).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>57<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(6) Die vorstehende Beurteilung steht nicht im Widerspruch zur Rechtsprechung anderer Senate des BFH.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>58<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Insbesondere weicht sie nicht vom Urteil des III.&nbsp;Senats des BFH vom 16.04.2015 &#8211; III&nbsp;R&nbsp;21\/11 (BFHE 250, 7, BStBl II 2016, 29) ab, auf das sich das FG gest&uuml;tzt hat. Denn diese Entscheidung ist zu einer &quot;selbst&auml;ndigen&quot; (gewerblichen) T&auml;tigkeit ergangen. Demgegen&uuml;ber ist der Insolvenzschuldner im Streitfall nicht als Einzelunternehmer t&auml;tig, sondern nach den insoweit bindenden Feststellungsbescheiden &#8211;&uuml;ber die Treuhand vermittelt&#8211; Mitunternehmer der B-KG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>59<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dass die Voraussetzungen f&uuml;r die Qualifizierung als Masseverbindlichkeit bei einer T&auml;tigkeit als Einzelunternehmer und einer solchen als Mitunternehmer einer Personengesellschaft unterschiedlich sind, wird im &Uuml;brigen auch aus dem &#8211;zeitlich nachfolgenden&#8211; Urteil des III.&nbsp;Senats in BFHE 251, 102, BStBl II 2016, 251 deutlich. Darin nimmt er selbst eine entsprechende Unterscheidung vor und kn&uuml;pft &#8211;f&uuml;r den Fall einer Mitunternehmerstellung des Insolvenzschuldners&#8211; ausdr&uuml;cklich an das Senatsurteil in BFHE 229, 62, BStBl II 2011, 429 an, nach welchem Einkommensteuerschulden, die aus einem zur Masse geh&ouml;renden Gesellschaftsanteil an einer GbR resultierten, Masseverbindlichkeiten seien. Der III.&nbsp;Senat f&uuml;hrt dabei aus, die in Bezug genommene Entscheidung habe &#8211;wie vorliegend&#8211; einen Fall betroffen, in dem der insolvente Gesellschafter seine gesellschaftsrechtliche Stellung bereits vor der Er&ouml;ffnung des Insolvenzverfahrens innegehabt habe (Rz&nbsp;37&nbsp;f.). Aber auch f&uuml;r den Fall, dass sich &#8211;sofern zivilrechtlich m&ouml;glich&#8211; eine insolvente Person w&auml;hrend des Insolvenzverfahrens auch ohne Freigabe des Gesellschaftsanteils durch den Insolvenzverwalter an einer Personengesellschaft als Gesellschafter beteilige, w&auml;re der neu entstandene Gesellschaftsanteil nicht insolvenzfrei, sondern ebenfalls massezugeh&ouml;rig (Rz&nbsp;39).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>60<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(7) Im Streitfall kommt es auf die Frage, ob sich ein Insolvenzschuldner zivilrechtlich w&auml;hrend des Insolvenzverfahrens an einer Personengesellschaft beteiligen kann (vgl. BFH-Urteile in BFHE 251, 102, BStBl II 2016, 251, Rz&nbsp;39, und in BFHE 253, 518, BStBl II 2016, 848, Rz&nbsp;35) bzw. ob jedenfalls aufgrund einer steuerrechtlichen Betrachtung bei faktischer Fortf&uuml;hrung von einer Beteiligung an einer (neuen) Personengesellschaft auszugehen ist, nicht an, da vorliegend der Insolvenzschuldner nicht unmittelbar Gesellschafter der B-KG war, so dass zivilrechtlich seine Insolvenz keine Auswirkungen auf den Bestand der B-KG hatte. Er war lediglich &#8211;&uuml;ber die Treuhandvertr&auml;ge und die Abtretungsangebote vermittelt&#8211; in steuerrechtlicher Hinsicht Mitunternehmer, da ihm der Gewinnanteil der Treuhandkommanditisten zuzurechnen war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>61<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(8) Masseverbindlichkeiten scheiden auch nicht deshalb aus, weil vorliegend der Insolvenzverwalter (bislang) den dem Insolvenzschuldner zugerechneten Gewinnanteil tats&auml;chlich nicht zur Masse ziehen konnte. Im Einklang mit der Rechtsprechung des IV.&nbsp;Senats des BFH (vgl. Urteil in BFHE 241, 233, BStBl II 2013, 759, Rz&nbsp;29&nbsp;f.) kommt es hierauf nicht an (so schon Senatsurteil in BFHE 253, 482, BStBl II 2016, 852, Rz&nbsp;46). Im &Uuml;brigen hat das FA unwidersprochen vorgetragen, der Kl&auml;ger habe mittlerweile eine Stufenklage gegen die Treuhandkommanditisten erhoben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>62<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die H&ouml;he der auf die ab dem 15.03.2010 erzielten Eink&uuml;nfte des Insolvenzschuldners aus der treuh&auml;nderischen Beteiligung an der B-KG entfallenden Einkommensteuer, die als Masseverbindlichkeit zu qualifizieren ist, hat das FA im Revisionsverfahren in nicht zu beanstandender Weise mit 23.541&nbsp;EUR beziffert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>63<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sind in einem Veranlagungszeitraum &#8211;wie hier&#8211; mehrere insolvenzrechtliche Forderungskategorien betroffen, so ist die einheitlich ermittelte Einkommensteuerschuld aufzuteilen. Die Aufteilung der Jahressteuerschuld erfolgt nach dem Verh&auml;ltnis der auf die jeweiligen Verm&ouml;gensbereiche entfallenden Eink&uuml;nfte zueinander, was auch in Ansehung der progressiven Einkommensteuerbelastung sachgerecht ist, weil zur Jahressteuerschuld ununterscheidbar alle Einkommensteile unabh&auml;ngig von ihrem zeitlichen Anfall beigetragen haben (vgl. BFH-Urteile vom 29.03.1984 &#8211; IV&nbsp;R&nbsp;271\/83, BFHE 141, 2, BStBl II 1984, 602, unter&nbsp;4.; vom 11.11.1993 &#8211; XI&nbsp;R&nbsp;73\/92, BFH\/NV 1994, 477, unter II.4.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>64<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dabei steht die H&ouml;he der dem Insolvenzschuldner aus der treuh&auml;nderischen Beteiligung an der B-KG insgesamt zuzurechnenden Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb (99.000&nbsp;EUR) aufgrund der bindenden Feststellungsbescheide fest. Diese Eink&uuml;nfte hat das FA in nicht zu beanstandender Weise im Wege einer Sch&auml;tzung nach Zeitanteilen auf der Grundlage eines Kalenderjahres mit 365 Tagen aufgeteilt (Eink&uuml;nfte Massebereich ab dem 15.03.2010 bis zum 31.12.2010: 292\/365 = 79.200&nbsp;EUR; Eink&uuml;nfte insolvenzfreies Verm&ouml;gen vom 01.01.2010 bis 14.03.2010: 73\/365 = 19.800&nbsp;EUR). Soweit das FG die anteilig auf den Arbeitslohn des Insolvenzschuldners als Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der C-KG (35.698&nbsp;EUR) entfallende Einkommensteuer nicht als Masseverbindlichkeit angesehen hat, ist dies mit der Revision nicht angegriffen worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>65<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Vor diesem Hintergrund ist die festgesetzte Einkommensteuer 2010 in H&ouml;he von 40.037&nbsp;EUR (Summe der Eink&uuml;nfte: 134.698&nbsp;EUR = 100&nbsp;%) nach dem Verh&auml;ltnis der auf den Massebereich entfallenden Eink&uuml;nfte (79.200&nbsp;EUR = 58,8&nbsp;%) und der auf das insolvenzfreie Verm&ouml;gen entfallenden Eink&uuml;nfte (55.498&nbsp;EUR = 41,2&nbsp;%) aufzuteilen. Hiernach ergibt sich f&uuml;r die den Massebereich betreffenden Teileink&uuml;nfte &#8211;wie das FA zutreffend berechnet hat&#8211; eine Einkommensteuer in H&ouml;he von 23.541&nbsp;EUR (58,8&nbsp;% von 40.037&nbsp;EUR).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>66<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das angefochtene FG-Urteil ist daher aufzuheben, soweit es den Einkommensteuerbescheid 2010 vom 31.05.2012 und die hierzu ergangene Einspruchsentscheidung vom 22.01.2013 &uuml;ber eine festgesetzte Einkommensteuer in H&ouml;he von 23.541&nbsp;EUR hinaus aufgehoben hat; die Klage ist insoweit abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>67<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Im Hinblick auf die Beschr&auml;nkung des Revisionsantrags durch das FA und den Erfolg der Revision in der Sache kommt dem Antrag, das finanzgerichtliche Urteil (auch) wegen der Ablehnung der Beiladung des Insolvenzschuldners zum Verfahren gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;174 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 AO aufzuheben, keine Bedeutung mehr zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>68<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA hat beantragt, das angefochtene Urteil des FG (nur) betreffend die Einkommensteuer 2010 &quot;mit der Ma&szlig;gabe aufzuheben&quot;, dass ein Betrag von 23.514&nbsp;EUR als Masseverbindlichkeit gegen&uuml;ber dem Kl&auml;ger als Insolvenzverwalter festgesetzt wird. Somit hat das FA seine Revision beschr&auml;nkt. Es begehrt keine vollst&auml;ndige Aufhebung des angefochtenen Urteils bez&uuml;glich der Einkommensteuer 2010 und akzeptiert die finanzgerichtliche Entscheidung, soweit das FG die &uuml;ber den Betrag von 23.514&nbsp;EUR hinausgehende Einkommensteuer (16.496&nbsp;EUR) dem insolvenzfreien Verm&ouml;gen des Insolvenzschuldners zugerechnet hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>69<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit das FA in seiner Revisionsbegr&uuml;ndung noch ausf&uuml;hrt, das finanzgerichtliche Urteil sei auch deshalb aufzuheben, weil das FG der beantragten Beiladung des Insolvenzschuldners nach &sect;&nbsp;174 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 AO verfahrensfehlerhaft nicht entsprochen habe, stellt sich dieses Vorbringen im Verh&auml;ltnis zu dem Revisionsantrag eindeutig als nachrangiges bzw. hilfsweise gestelltes Begehren dar. Insbesondere vermag der Senat &#8211;angesichts des ausdr&uuml;cklich gestellten, die Anfechtung beschr&auml;nkenden Revisionsantrags&#8211; nicht zu erkennen, dass das lediglich hilfsweise formulierte Begehren weiter als der Hauptantrag reichen sollte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>70<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>6. Die vom FA lediglich &quot;hilfsweise&quot; begehrte notwendige Beiladung des Insolvenzschuldners zum Revisionsverfahren gem&auml;&szlig; &sect;&sect;&nbsp;123 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2, 60 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 FGO kommt nicht in Betracht, da die entsprechenden Voraussetzungen im Streitfall nicht erf&uuml;llt sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>71<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ist &#8211;wie hier&#8211; streitig, ob eine Steuerverbindlichkeit eine Masseverbindlichkeit i.S. des &sect;&nbsp;55 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 InsO ist, sind die Interessen von Insolvenzverwalter und -schuldner nicht &#8211;wie gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;60 Abs.&nbsp;3 FGO erforderlich&#8211; &quot;nach den Steuergesetzen&quot;, sondern durch die Auslegung des Insolvenzrechts ber&uuml;hrt. Das schlie&szlig;t eine notwendige Beiladung des Insolvenzschuldners aus (vgl. BFH-Urteil vom 08.09.2011 &#8211; V&nbsp;R&nbsp;38\/10, BFHE 235, 488, BStBl II 2012, 270, Rz&nbsp;23; Beschluss vom 12.05.2009 &#8211; VIII&nbsp;B&nbsp;27\/09, BFH\/NV 2009, 1449, unter II.1.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>72<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der vom FA angef&uuml;hrte Senatsbeschluss vom 17.07.2003 &#8211; X&nbsp;B&nbsp;28\/03 (BFH\/NV 2003, 1539) ist zu einem anderen Sachverhalt &#8211;zur Klage von Eheleuten auf Feststellung der Nichtigkeit von Einkommensteuerbescheiden, die sowohl konkursbefangene Eink&uuml;nfte (der in Konkurs gefallenen Ehefrau) als auch konkursfreie Eink&uuml;nfte betrafen&#8211; ergangen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>73<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>7. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 und &sect;&nbsp;136 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1, Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>74<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Da sich der Streitwert im Revisionsverfahren gegen&uuml;ber dem Klageverfahren verringert hat, ist eine Kostenentscheidung nach Verfahrensabschnitten angemessen. Auch eine solche Entscheidung wahrt den Grundsatz der Einheitlichkeit der Kostenentscheidung (vgl. BFH-Urteile vom 05.11.2009 &#8211; IV&nbsp;R&nbsp;99\/06, BFHE 228, 98, BStBl II 2010, 593, unter III.; vom 03.07.2014 &#8211; III&nbsp;R&nbsp;41\/12, BFHE 247, 125, Rz&nbsp;31). Entsprechend dem materiellen Ausgang des Verfahrens hat das FA die Kosten des Klageverfahrens, das die Veranlagungszeitr&auml;ume ab 2003 bis einschlie&szlig;lich 2013 betraf, zu 95&nbsp;%, der Kl&auml;ger zu 5&nbsp;% zu tragen. Die Kosten des Revisionsverfahrens, in dessen Verlauf das FA bis zu seinem Schriftsatz vom 02.11.2016 eine vollst&auml;ndige Aufhebung des FG-Urteils bez&uuml;glich des Streitjahres, sodann nur noch eine Teilaufhebung begehrte, haben dementsprechend bis zum 02.11.2016 der Kl&auml;ger zu 58&nbsp;% und das FA zu 42&nbsp;%, anschlie&szlig;end hat der Kl&auml;ger die Kosten allein zu tragen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 10.7.2019, X R 31\/16ECLI:DE:BFH:2019:U.100719.XR31.16.0 Einkommensteuer als Masseverbindlichkeit &#8211; Eink&uuml;nfte des Insolvenzschuldners aus einer (treuh&auml;nderischen) Beteiligung an einer Personengesellschaft Leits&auml;tze 1. Im Falle der Beteiligung des Insolvenzschuldners an einer Personengesellschaft ist es zur Begr&uuml;ndung von Masseverbindlichkeiten ausreichend, wenn die Beteiligung im Zeitpunkt der Er&ouml;ffnung des Insolvenzverfahrens zur Insolvenzmasse geh&ouml;rte und die Eink&uuml;nfte hieraus &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-31-16-einkommensteuer-als-masseverbindlichkeit-einkuenfte-des-insolvenzschuldners-aus-einer-treuhaenderischen-beteiligung-an-einer-personengesellschaft\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">X&nbsp;R&nbsp;31\/16 &#8211; Einkommensteuer als Masseverbindlichkeit &#8211; Eink&uuml;nfte des Insolvenzschuldners aus einer (treuh&auml;nderischen) Beteiligung an einer Personengesellschaft<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-71591","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71591","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=71591"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71591\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=71591"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=71591"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=71591"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}