{"id":71595,"date":"2019-12-21T18:43:45","date_gmt":"2019-12-21T16:43:45","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=71595"},"modified":"2019-12-21T18:43:45","modified_gmt":"2019-12-21T16:43:45","slug":"ii-r-15-16-beruecksichtigung-bauordnungsrechtlicher-einschraenkungen-bei-der-einheitsbewertung-von-grundstuecken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ii-r-15-16-beruecksichtigung-bauordnungsrechtlicher-einschraenkungen-bei-der-einheitsbewertung-von-grundstuecken\/","title":{"rendered":"II&nbsp;R&nbsp;15\/16 &#8211; Ber&uuml;cksichtigung bauordnungsrechtlicher Einschr&auml;nkungen bei der Einheitsbewertung von Grundst&uuml;cken"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 18.9.2019, II R 15\/16<br \/>ECLI:DE:BFH:2019:U.180919.IIR15.16.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Ber&uuml;cksichtigung bauordnungsrechtlicher Einschr&auml;nkungen bei der Einheitsbewertung von Grundst&uuml;cken<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Bei der Bewertung eines Grundst&uuml;cks ist die &uuml;bliche Miete f&uuml;r Fl&auml;chen anzusetzen, die tats&auml;chlich f&uuml;r Wohnzwecke genutzt werden k&ouml;nnen. Nicht entscheidend ist, ob diese Fl&auml;chen bauordnungsrechtlich allen Anforderungen an Wohn- oder Aufenthaltsr&auml;ume gen&uuml;gen.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Es ist grunds&auml;tzlich unter W&uuml;rdigung aller Umst&auml;nde des Einzelfalls zu entscheiden, ob und inwieweit nicht dem Bauordnungsrecht gen&uuml;gende Fl&auml;chen bei der Ermittlung der &uuml;blichen Miete zu ber&uuml;cksichtigen sind.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision der Kl&auml;ger gegen das Urteil des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg vom 13.04.2016 &#8211; 3 K 3039\/15 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens haben die Kl&auml;ger zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auf dem Grundst&uuml;ck der Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) in X war im Jahr 1956 eine Doppelhaush&auml;lfte (Einfamilienhaus) errichtet worden. Das Grundst&uuml;ck stand zun&auml;chst im Eigentum des Bundes. Nach einem Erlass des Bundesschatzministeriums aus dem Jahr 1966 sollte eine verg&uuml;nstigte Vermietung an Bundesbedienstete zu einer monatlichen Miete von 2,37&nbsp;DM\/m&sup2; erfolgen. Die Finanz&auml;mter waren gebeten worden, von einer baulichen Ausstattung des Geb&auml;udes mit dem Wert &quot;mittel&quot; auszugehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Einheitswertbescheid vom 05.01.1970 wurde f&uuml;r das Grundst&uuml;ck zum 01.01.1964 erkl&auml;rungsgem&auml;&szlig; ein Grundst&uuml;ckswert von 22.300&nbsp;DM festgestellt. Dem Wert lagen eine gesch&auml;tzte Jahresrohmiete von 2.344&nbsp;DM und ein &#8211;rechnerischer&#8211; Mietansatz von monatlich 2,22&nbsp;DM\/m&sup2; bei einer Wohnfl&auml;che von 88&nbsp;m&sup2; zugrunde. Nach den Feststellungen des Finanzgerichts (FG) weist der Mietspiegel f&uuml;r die Wertverh&auml;ltnisse zum 01.01.1964 f&uuml;r Einfamilienh&auml;user (einschlie&szlig;lich Doppelh&auml;user) mit einer Nutzfl&auml;che von 60&nbsp;m&sup2; bis 200&nbsp;m&sup2; des Baujahrs 1956 bei mittlerer baulicher Ausstattung einen Mietansatz von 2,55&nbsp;DM\/m&sup2; aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach Wegfall der Steuererm&auml;&szlig;igung f&uuml;r das in X gelegene Grundst&uuml;ck schrieb der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) durch Bescheid vom 04.02.1994 den Einheitswert auf den 01.01.1994 mit 27.800&nbsp;DM fort.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Juni 2009 erwarben die Kl&auml;ger das Grundst&uuml;ck. Das FA erlie&szlig; am 04.11.2009 einen Bescheid &uuml;ber den Einheitswert auf den 01.01.2010 und wies die Kl&auml;ger als Eigent&uuml;mer zu je &frac12; aus. Die Feststellung des Einheitswerts mit 14.213&nbsp;EUR (27.800&nbsp;DM) blieb unver&auml;ndert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger bauten im zweiten Halbjahr 2009 das Dachgeschoss in zwei R&auml;ume aus. Diese waren mit dem 1.&nbsp;OG durch eine Treppe verbunden. Eine lichte Raumh&ouml;he von 2,30&nbsp;m &uuml;ber die H&auml;lfte der (Netto-)Grundfl&auml;che wird in keinem Raum des Dachgeschosses erreicht. Nach der einschl&auml;gigen Bauordnung f&uuml;r X w&auml;re diese lichte Raumh&ouml;he erforderlich gewesen, um die Zimmer bauordnungsrechtlich als Aufenthaltsr&auml;ume qualifizieren zu k&ouml;nnen. Der gr&ouml;&szlig;ere Raum im Dachgeschoss wird als Spiel- und Kinderzimmer, der kleinere Raum als Abstellraum und bei Bedarf behelfsweise zur &Uuml;bernachtung genutzt. Nach den Feststellungen des FG wies das Geb&auml;ude vor dem Ausbau bereits eine &quot;gute&quot; bauliche Ausstattung auf, welche sich in Bezug auf das Dachgeschoss fortsetzte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA erlie&szlig; am 11.12.2013 einen Wertfortschreibungsbescheid&nbsp;&nbsp;auf den 01.01.2010, in dem der Einheitswert auf 31.291&nbsp;EUR (61.200&nbsp;DM) erh&ouml;ht wurde. Bei der Berechnung setzte das FA die &uuml;bliche Miete &#8211;unter Hinweis auf den Mietspiegel&#8211; f&uuml;r den Bauteil 01, bestehend aus den vorhandenen Geschossen und dem Keller, mit 3,20&nbsp;DM\/m&sup2; f&uuml;r eine Wohnfl&auml;che von 85&nbsp;m&sup2; und f&uuml;r den Bauteil 02 (Dachgeschoss) mit 4,90&nbsp;DM\/m&sup2; f&uuml;r eine Wohnfl&auml;che von 32&nbsp;m&sup2; an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit dem Einspruch machten die Kl&auml;ger im Wesentlichen geltend, durch den Dachgeschossausbau sei im Hinblick auf die geringe Stehh&ouml;he keine Wohnfl&auml;che geschaffen worden. Mit &Auml;nderungsbescheid vom 11.04.2014 half das FA dem Rechtsbehelf teilweise ab, indem es die Fl&auml;che der Zimmer im Dachgeschoss nur zum Teil ber&uuml;cksichtigte. Der Einheitswert wurde mit 24.848&nbsp;EUR (48.600&nbsp;DM) festgestellt. Der Einspruch blieb im &Uuml;brigen ohne Erfolg.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Klageverfahren haben die Kl&auml;ger vorgetragen, eine Fortschreibung wegen des Wegfalls der Mietbeschr&auml;nkung habe nur im Wege einer Fehlerbeseitigung mit Wirkung f&uuml;r die Zukunft zum 01.01.2013 erfolgen d&uuml;rfen. Bauteil 02 m&uuml;sse wegen Geringf&uuml;gigkeit mit dem gleichen Mietansatz wie Bauteil 01 angesetzt werden. Die Kl&auml;ger hatten zun&auml;chst als Antrag angek&uuml;ndigt, die angefochtenen Bescheide aufheben zu lassen. Einem schriftlichen Vorschlag des Berichterstatters zur Antragstellung haben die Kl&auml;ger zugestimmt, so dass das FG ohne m&uuml;ndliche Verhandlung entschieden hat, den Wertfortschreibungsbescheid auf den 01.01.2010 vom 11.12.2013, ge&auml;ndert durch den Bescheid vom 11.04.2014 und in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 05.01.2015 dahingehend zu &auml;ndern, dass bei der Berechnung der Jahresrohmiete eine monatliche Miete f&uuml;r Bauteil 01 statt von 3,20&nbsp;DM\/m&sup2; nur von 2,37&nbsp;DM\/m&sup2; und f&uuml;r Bauteil 02 statt von 4,90&nbsp;DM\/m&sup2; nur von 3,20&nbsp;DM\/m&sup2; zugrunde gelegt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat zugunsten der Kl&auml;ger erkannt, dass der Wegfall der Mietbeschr&auml;nkung als fehlerbeseitigende Wertfortschreibung erst zum 01.01.2013 habe erfolgen d&uuml;rfen. Dagegen sei die erstmalige Bewertung des Bauteils 02 grunds&auml;tzlich zutreffend. Nicht gerechtfertigt sei insoweit die K&uuml;rzung der zu ber&uuml;cksichtigenden Fl&auml;che im Dachgeschoss. Die Klage wurde zum &uuml;berwiegenden Teil abgewiesen. Das Urteil des FG ist ver&ouml;ffentlicht in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2016, 984.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hiergegen richtet sich die Revision der Kl&auml;ger. Sie bestreiten zudem eine &quot;Saldierungsbefugnis&quot; des FG mit der Begr&uuml;ndung, dem Klagebegehren habe im Hinblick auf die Wertfortschreibung wegen der Mietbeschr&auml;nkung durch eine teilweise Aufhebung der angefochtenen Bescheide stattgegeben werden m&uuml;ssen; eine Berichtigung der im Bescheid enthaltenen Fehler w&auml;re nicht m&ouml;glich gewesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger beantragen,<br \/>unter teilweiser Aufhebung bzw. &Auml;nderung des Urteils des FG Berlin-Brandenburg vom 13.04.2016<br \/>1. den Einheitswertbescheid &#8211; Wertfortschreibung &#8211; auf den 01.01.2010 vom 11.12.2013, ge&auml;ndert durch Bescheid vom 11.04.2014, hinsichtlich des Bauteils 01 insoweit aufzuheben, als der genannte Einheitswertbescheid in der Fassung des Urteils des FG Berlin-Brandenburg vom 13.04.2016 neben dem f&uuml;r die Kl&auml;ger fortgeltenden Einheitswertbescheid vom 10.01.1994 noch eine eigenst&auml;ndige rechtliche Bedeutung hat;<br \/>2. den Einheitswertbescheid &#8211; Wertfortschreibung &#8211; auf den 01.01.2010 vom 11.12.2013, ge&auml;ndert durch Bescheid vom 11.04.2014, hinsichtlich des Bauteils 02 insoweit aufzuheben, als der genannte Einheitswertbescheid in der Fassung des Urteils des FG Berlin-Brandenburg vom 13.04.2016 von einer Wohnfl&auml;che von mehr als 14&nbsp;qm und von einem anzusetzenden Mietwert von mehr als 3,20&nbsp;DM ausgeht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Rechtswidrigkeit der Fortschreibung wegen des Wegfalls der Mietbeschr&auml;nkung in den angefochtenen Bescheiden hat das FA im Revisionsverfahren nicht mehr bestritten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auf die Durchf&uuml;hrung einer m&uuml;ndlichen Verhandlung haben die Beteiligten verzichtet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist unbegr&uuml;ndet. Sie war daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Der Einheitswert ist nicht &uuml;ber den vom FG entschiedenen Umfang hinaus herabzusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Eine Rechtswidrigkeit der Wertfortschreibung wegen eines Verfassungsversto&szlig;es scheidet aus. Die im Streitfall anwendbaren Vorschriften &uuml;ber die Einheitsbewertung waren zwar jedenfalls seit dem 01.01.2002 nicht mehr verfassungsgem&auml;&szlig;. Sie d&uuml;rfen aber nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) vom 10.04.2018&nbsp;&#8211; 1&nbsp;BvL&nbsp;11\/14 u.a. (BVerfGE 148, 147) im dargestellten Umfang auch im Streitfall weiter angewandt werden (vgl. Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 19.09.2018&nbsp;&#8211; II&nbsp;R&nbsp;20\/15, BFH\/NV 2019, 193, Rz&nbsp;16).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Das FG hat zu Recht den von ihm angeregten Antrag der Kl&auml;ger mit deren Zustimmung entsprechend dem kl&auml;gerischen Begehren der Entscheidung zugrunde gelegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;76 Abs.&nbsp;2 FGO hat der Vorsitzende (Berichterstatter) darauf hinzuwirken, dass sachdienliche Antr&auml;ge gestellt werden. Das Wesen der Klage wird durch den begehrten richterlichen Ausspruch bestimmt. Hierbei ist zu ber&uuml;cksichtigen, dass im Zweifel das gewollt ist, was nach den Ma&szlig;st&auml;ben der Rechtsordnung vern&uuml;nftig ist und der recht verstandenen Interessenlage entspricht (BFH-Beschluss vom 02.07.2012&nbsp;&#8211; III&nbsp;B&nbsp;101\/11, BFH\/NV 2012, 1628, Rz&nbsp;9, m.w.N.). Aus dem Grundsatz der Bindung an das Klagebegehren (&sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 FGO) folgt allerdings, dass das Gericht nicht &uuml;ber das Klagebegehren hinausgehen darf. Dies gilt auch f&uuml;r seitens des Gerichts vorgeschlagene Antragsformulierungen. Das Gericht darf nicht auf Antr&auml;ge hinwirken, die nicht dem Klagebegehren entsprechen, und dem Kl&auml;ger nicht etwas zusprechen, was dieser nicht beantragt hat (&quot;ne ultra petita&quot;). Es darf auch nicht &uuml;ber etwas anderes (&quot;aliud&quot;) entscheiden, als der Kl&auml;ger durch seinen Antrag begehrt und zur Entscheidung gestellt hat (BFH-Urteil vom 08.03.2012&nbsp;&#8211; V&nbsp;R&nbsp;49\/10, BFH\/NV 2012, 1665). Schlie&szlig;lich ist in F&auml;llen, in denen ein rechtsunkundiger Steuerpflichtiger in unzul&auml;ssiger Weise &#8211;etwa durch Drohung, Druck, T&auml;uschung oder auch unbewusste Irref&uuml;hrung&#8211; zur Abgabe einer Prozesserkl&auml;rung veranlasst worden ist, die Unwirksamkeit dieser Erkl&auml;rung anzunehmen (vgl. BFH-Urteil vom 26.10.2006&nbsp;&#8211; V&nbsp;R&nbsp;40\/05, BFHE 215, 53, BStBl II 2007, 271, unter II.4.a zur Klager&uuml;cknahme).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Im Zusammenhang mit dem begehrten richterlichen Ausspruch ist zudem zu ber&uuml;cksichtigen, dass das Verbot der Verb&ouml;serung (&quot;reformatio in peius&quot;) das Gericht nicht daran hindert, einzelne Besteuerungsgrundlagen in tats&auml;chlicher oder rechtlicher Hinsicht f&uuml;r den Steuerpflichtigen ung&uuml;nstiger zu beurteilen, als dies in dem angefochtenen Steuerbescheid geschehen ist (vgl. grunds&auml;tzlich BFH-Beschluss vom 19.11.2013&nbsp;&#8211; XI&nbsp;B&nbsp;9\/13, BFH\/NV 2014, 373, m.w.N.). Das Verb&ouml;serungsverbot besagt nur, dass eine Schlechterstellung des Kl&auml;gers bezogen auf die mit der Klage angegriffene Steuerfestsetzung oder Feststellung von Besteuerungsgrundlagen verboten ist (BFH-Urteil vom 01.12.2010&nbsp;&#8211; XI&nbsp;R&nbsp;46\/08, BFHE 232, 232). Streitgegenstand ist nicht das einzelne Besteuerungsmerkmal, sondern die Rechtm&auml;&szlig;igkeit des jeweiligen Bescheids. Das gilt auch f&uuml;r einen angefochtenen Wertfortschreibungsbescheid.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Das FG hat bei seinem Vorschlag zur Formulierung des Antrags der Kl&auml;ger nicht gegen die vorgenannten Grunds&auml;tze versto&szlig;en.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Im Streitfall entspricht der Vorschlag des Berichterstatters, dem die Kl&auml;ger bei ihrer Antragstellung gefolgt sind, der recht verstandenen Interessenlage der Kl&auml;ger. Die zuvor von den Kl&auml;gern begehrte ersatzlose Aufhebung der angefochtenen Wertfortschreibungsbescheide h&auml;tte eine &#8211;rechnerische&#8211; Bewertung des Bauteils 02 mit &quot;0&nbsp;EUR&quot; bedeutet, wovon die Kl&auml;ger nicht ausgehen konnten. Das FG hat den Antrag der Kl&auml;ger dahin verstanden, dass sie hinsichtlich des Bauteils 01 den Ansatz der bisherigen Jahresrohmiete und damit des bisherigen Werts sowie hinsichtlich des Bauteils 02 den Ansatz einer niedrigeren Jahresrohmiete begehren. Diese Auslegung ist revisionsrechtlich nicht zu beanstanden. Dar&uuml;ber hinaus fehlt es an einer unlauteren Vorgehensweise des Berichterstatters, da dieser die Umstellung des Klageantrags offen vorgeschlagen und die Zustimmung der Kl&auml;ger eingeholt hat. Das Hinwirken des FG auf einen ge&auml;nderten Klageantrag war sachgem&auml;&szlig;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die Ber&uuml;cksichtigung der vollen Grundfl&auml;che im Bauteil 02 bei der Bemessungsgrundlage stellt keine Verb&ouml;serung dar. Entgegen der Auffassung der Kl&auml;ger gibt es im Streitfall nicht zwei angefochtene Regelungen in Gestalt der Bauteile 01 und 02. Gegenstand der Klage ist vielmehr nur ein Verwaltungsakt in Gestalt der Feststellung des Einheitswerts. Die Aufteilung in Bauteile betrifft nur die rechnerische Ermittlung der Bemessungsgrundlage f&uuml;r die Einheitswertfeststellung f&uuml;r das Grundst&uuml;ck als Ganzes. Zu vergleichen ist der Einheitswert unter Ber&uuml;cksichtigung der vollen Grundfl&auml;che f&uuml;r den Bauteil 02 aufgrund des Urteils des FG mit dem Einheitswert in dem angefochtenen Wertfortschreibungsbescheid. Der Einheitswert laut FG bel&auml;uft sich auf 48.300&nbsp;DM (Miete f&uuml;r den Bauteil 01&nbsp;&nbsp;2.417&nbsp;DM zuz&uuml;glich Miete f&uuml;r den Bauteil 02&nbsp;&nbsp;1.646&nbsp;DM [28&nbsp;m&sup2;&nbsp;x 4,90&nbsp;DM\/m&sup2; x 12] = 4.063&nbsp;DM x 11,9, abgerundet 48.300&nbsp;DM. Dagegen war in dem angefochtenen Wertfortschreibungsbescheid ein h&ouml;herer Einheitswert von 48.600&nbsp;DM festgestellt. Der Umstand, dass das FG selbst bei der Ber&uuml;cksichtigung der vollen Grundfl&auml;che f&uuml;r den Bauteil 02 den Einheitswert im Urteil zugunsten der Kl&auml;ger herabgesetzt hat, zeigt, dass keine Verb&ouml;serung vorliegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Eine Neubewertung des Grundst&uuml;cks wegen Wegfalls der Mietbeschr&auml;nkung war zum 01.01.2010 nicht zul&auml;ssig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach &sect;&nbsp;22 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 des Bewertungsgesetzes (BewG) findet eine Fortschreibung auch zur Beseitigung eines Fehlers der letzten Feststellung statt. Eine Fortschreibung ist vorzunehmen, wenn dem Finanzamt bekannt wird, dass die Voraussetzungen f&uuml;r sie vorliegen (&sect;&nbsp;22 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 BewG). Fortschreibungszeitpunkt ist bei einer fehlerbeseitigenden Fortschreibung der Beginn des Kalenderjahrs, in dem der Fehler dem Finanzamt bekannt wird, bei einer Erh&ouml;hung des Einheitswerts jedoch fr&uuml;hestens der Beginn des Kalenderjahrs, in dem der Feststellungsbescheid erteilt wird (&sect;&nbsp;22 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;3 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;2 BewG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Danach war die Erh&ouml;hung des Mietansatzes von 2,37&nbsp;DM\/m&sup2; auf 3,20&nbsp;DM\/m&sup2; f&uuml;r den Bauteil 01 im angefochtenen Wertfortschreibungsbescheid auf den 01.01.2010, der am 11.12.2013 ergangen ist, rechtswidrig. Diese fehlerbeseitigende Wertfortschreibung h&auml;tte in dem im Jahr 2013 erteilten Bescheid erst auf den 01.01.2013 vorgenommen werden d&uuml;rfen. Dies hat das FA im Revisionsverfahren auch nicht mehr bestritten. Insoweit verbleibt es bei dem bisherigen Wertansatz f&uuml;r den Bauteil 01.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Dagegen konnte der Einheitswert f&uuml;r das Grundst&uuml;ck infolge des Ausbaus des Dachgeschosses im Wege einer Wertfortschreibung wegen &Auml;nderung der tats&auml;chlichen Verh&auml;ltnisse erh&ouml;ht werden. Das FG hat zu Recht entschieden, dass bei der Ermittlung des Einheitswerts des Grundst&uuml;cks die Jahresrohmiete f&uuml;r den Bauteil 02 unter Ber&uuml;cksichtigung einer Wohnfl&auml;che von 28&nbsp;m&sup2; (32&nbsp;m&sup2; .\/. 10&nbsp;% Einfamilienhausabschlag) und einer &uuml;blichen Miete von 4,90&nbsp;DM\/m&sup2; anzusetzen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Fortschreibungszeitpunkt ist bei einer &Auml;nderung der tats&auml;chlichen Verh&auml;ltnisse der Beginn des Kalenderjahrs, das auf die &Auml;nderung folgt (&sect;&nbsp;22 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;3 Nr.&nbsp;1 BewG). Mit dem im Jahr 2009 erfolgten Dachgeschossausbau haben sich die tats&auml;chlichen Verh&auml;ltnisse ge&auml;ndert. Eine Wertfortschreibung und damit die Erh&ouml;hung des Einheitswerts war damit zum 01.01.2010 grunds&auml;tzlich zul&auml;ssig, und zwar unabh&auml;ngig davon, dass die Voraussetzungen f&uuml;r eine Wertfortschreibung wegen des Wegfalls der Mietbeschr&auml;nkung zum gleichen Zeitpunkt nicht erf&uuml;llt waren. Nach &sect;&nbsp;27 BewG sind nicht die Wertverh&auml;ltnisse im Fortschreibungszeitpunkt, sondern diejenigen im Hauptfeststellungszeitpunkt ma&szlig;gebend. Hauptfeststellungszeitpunkt ist der 01.01.1964, der durch Art.&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 des Gesetzes zur &Auml;nderung des Bewertungsgesetzes vom 13.08.1965 (BGBl 1965, 851) festgelegt wurde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Nach &sect;&nbsp;76 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 BewG ist der Wert des Grundst&uuml;cks f&uuml;r Einfamilienh&auml;user grunds&auml;tzlich im Ertragswertverfahren (&sect;&sect;&nbsp;78 bis 82 BewG) zu ermitteln.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Grundst&uuml;ckswert ergibt sich nach &sect;&nbsp;78 Satz&nbsp;2 BewG durch Anwendung eines Vervielf&auml;ltigers auf die Jahresrohmiete. Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;79 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 BewG ist Jahresrohmiete das Gesamtentgelt, das die Mieter f&uuml;r die Benutzung des Grundst&uuml;cks auf Grund vertraglicher Vereinbarungen nach dem Stand im Feststellungszeitpunkt f&uuml;r ein Jahr zu entrichten haben. Statt dieses Betrags gilt nach &sect;&nbsp;79 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 BewG die &uuml;bliche Miete als Jahresrohmiete f&uuml;r solche Grundst&uuml;cke, die eigengenutzt sind (Nr.&nbsp;1) oder die der Eigent&uuml;mer dem Mieter zu einer um mehr als 20&nbsp;% von der &uuml;blichen Miete abweichenden tats&auml;chlichen Miete &uuml;berlassen hat (Nr.&nbsp;2).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Die &uuml;bliche Miete ist nach &sect;&nbsp;79 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 BewG in Anlehnung an die Jahresrohmiete zu sch&auml;tzen, die f&uuml;r R&auml;ume gleicher oder &auml;hnlicher Art, Lage und Ausstattung regelm&auml;&szlig;ig gezahlt wird. Zur Sch&auml;tzung (&sect;&nbsp;162 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 der Abgabenordnung &#8211;AO&#8211;) der &uuml;blichen Miete ziehen die Finanzbeh&ouml;rden &uuml;berwiegend Mietspiegel heran, die regelm&auml;&szlig;ig nach Baujahren, mietpreisrechtlichen Gegebenheiten, Ausstattungsgruppen und Gemeindegr&ouml;&szlig;en gegliederte Werte zum Stand vom 01.01.1964 ausweisen. Im Hinblick auf die Ausstattungsgruppen unterteilen die Mietspiegel meist in einfache, mittlere, gute und sehr gute Ausstattung und legen hierf&uuml;r Rahmens&auml;tze f&uuml;r die anzuwendenden Mietans&auml;tze fest (vgl. BVerfG-Urteil in BVerfGE 148, 147, Rz&nbsp;12, 113). Die Heranziehung dieser auf den Hauptfeststellungszeitpunkt 01.01.1964 aufgestellten Mietspiegel f&uuml;r die Sch&auml;tzung der &uuml;blichen Miete gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;79 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 BewG auf diesen Zeitpunkt ist zul&auml;ssig, wenn eine Sch&auml;tzung der &uuml;blichen Miete im unmittelbaren Vergleich daran scheitert, dass nach Art, Lage und Ausstattung vergleichbare vermietete Objekte am 01.01.1964 nicht oder nicht in hinreichender Zahl vorhanden waren und die Mietspiegel in ihren Aufgliederungen nach Mietpreisregelungen und den anderen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;79 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 BewG ma&szlig;gebenden Kriterien (insbesondere Baujahr und Ausstattung) den vom Gesetz gestellten Anforderungen f&uuml;r die Sch&auml;tzung der &uuml;blichen Miete entsprechen (BFH-Urteile vom 16.05.2018&nbsp;&#8211; II&nbsp;R&nbsp;37\/14, BFHE 261, 364, BStBl II 2018, 692, Rz&nbsp;17, m.w.N., und in BFH\/NV 2019, 193, Rz&nbsp;22). Die Mietspiegel weisen in aller Regel einen Mietansatz in&nbsp;DM oder EUR\/m&sup2; Nutzfl&auml;che pro Monat aus, wobei die Nutzung bei Einfamilienh&auml;usern zu Wohnzwecken erfolgt. Danach wird der Mietansatz mit der ma&szlig;geblichen Fl&auml;che multipliziert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Bei der Bewertung eines Grundst&uuml;cks ist die &uuml;bliche Miete f&uuml;r Fl&auml;chen anzusetzen, die tats&auml;chlich f&uuml;r Wohnzwecke genutzt werden k&ouml;nnen. Nicht entscheidend ist, ob diese Fl&auml;chen bauordnungsrechtlich allen Anforderungen an Wohn- oder Aufenthaltsr&auml;ume gen&uuml;gen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die Vorschriften der Zweiten Berechnungsverordnung vom 01.08.1963 (BGBl I 1963, 594 &#8211;II.&nbsp;BVO a.F.&#8211;) zur Berechnung der Wohnfl&auml;che sind grunds&auml;tzlich nicht anzuwenden, soweit es um die Sch&auml;tzung der &uuml;blichen Miete nach &sect;&nbsp;79 Abs.&nbsp;2 BewG geht. Die &sect;&sect;&nbsp;42 bis 44 II.&nbsp;BVO a.F. hatten ihren gesetzlichen Anwendungsbereich insbesondere im &ouml;ffentlich gef&ouml;rderten, steuerbeg&uuml;nstigten und freifinanzierten Wohnraum im Sinne des II.&nbsp;Wohnungsbaugesetzes (II.&nbsp;WoBauG) und des Wohnungsbindungsgesetzes (vgl. Urteil des Bundesgerichtshofs &#8211;BGH&#8211; vom 30.11.1990&nbsp;&#8211; V&nbsp;ZR&nbsp;91\/89, Neue Juristische Wochenschrift &#8211;NJW&#8211; 1991, 912). Dagegen ist der Wohnungsbegriff des &sect;&nbsp;75 BewG bewertungsrechtlicher Natur; er ist daher ohne R&uuml;cksicht auf Regelungen in einem Bebauungsplan oder in anderen Gesetzen auszulegen, sofern diese Regelungen eine andere Zielrichtung als das Bewertungsrecht haben. Deshalb ist z.B. unerheblich, ob das betreffende bebaute Grundst&uuml;ck zu einem durch Bebauungsplan ausgewiesenen Wochenendhausgebiet geh&ouml;rt oder die zweite Wohnung des Hauses eine Einliegerwohnung i.S. des &sect;&nbsp;11 des II.&nbsp;WoBauG ist. Der Wohnungsbegriff im bewertungsrechtlichen Sinne begn&uuml;gt sich damit, dass die betreffenden R&auml;ume zum dauernden Aufenthalt von Menschen geeignet sind, selbst wenn sie rechtlich nicht zum dauernden Aufenthalt bestimmt sind (BFH-Urteil vom 24.04.1991&nbsp;&#8211; II&nbsp;R&nbsp;2\/89, BFHE 164, 455, BStBl II 1991, 683).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die &uuml;bliche Miete ist nach allgemeiner Auffassung auch f&uuml;r bauordnungswidrige Aufenthaltsr&auml;ume, die aus rechtlichen Gr&uuml;nden nicht zur Wohnfl&auml;che z&auml;hlen, anzusetzen. Uneinigkeit herrscht &uuml;ber die Ermittlung der &uuml;blichen Miete in diesen F&auml;llen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Nach Meinung des FG ist f&uuml;r die Sch&auml;tzung der &uuml;blichen Miete gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;79 Abs.&nbsp;2 BewG entscheidend, welchen Einfluss der Ausbau zu Wohnzwecken auf die am Wohnungsmarkt erzielbare Miete hat. Danach hat der Mietmarkt von 1964, dessen Sichtweise entscheidend sein soll, nach den damaligen Gepflogenheiten ausgebaute Dachb&ouml;den bei der Mietpreisbildung auch dann voll ber&uuml;cksichtigt, wenn die R&auml;ume im Detail den bauordnungsrechtlichen Vorschriften nicht entsprochen haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Demgegen&uuml;ber wird vertreten (FG des Saarlandes, Urteil vom 11.06.1992&nbsp;&#8211; 2&nbsp;K&nbsp;183\/88, EFG 1992, 716, unter III.2.c&nbsp;bb; FG D&uuml;sseldorf, Urteil vom 24.11.1988&nbsp;&#8211; 11&nbsp;K&nbsp;340\/85&nbsp;BG, EFG 1989, 158; &auml;hnlich noch FG Berlin, Urteil vom 31.10.1984&nbsp;&#8211; II&nbsp;116\/81, juris), dass solche bauordnungswidrigen R&auml;ume grunds&auml;tzlich nicht zur Wohnfl&auml;che gez&auml;hlt werden d&uuml;rfen. Jedoch soll ihrem den Mietwert des Hauses steigernden Vorhandensein durch einen zu sch&auml;tzenden Zuschlag auf den Mietwert der baurechtlich zugelassenen Wohnr&auml;ume des Hauses Rechnung getragen werden. Die H&ouml;he dieses Zuschlags soll nicht nach festen Grenzen, sondern nach den tats&auml;chlichen Umst&auml;nden des jeweiligen Einzelfalls bestimmt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Die Bewertung von R&auml;umen, die zwar tats&auml;chlich zum Aufenthalt von Menschen geeignet sind, bei denen dieser Aufenthalt aber bauordnungsrechtlich nicht zul&auml;ssig ist, wird auch in der Finanzverwaltung unterschiedlich vorgenommen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es wird vertreten, dass R&auml;ume, die voll nutzbar sind, bei der Berechnung der Wohnfl&auml;che zur Ermittlung der &uuml;blichen Miete auch voll ber&uuml;cksichtigt werden sollen (vgl. Finanzministerium des Landes Nordrhein-Westfalen vom 07.08.1967&nbsp;&#8211; S&nbsp;3201-2-V&nbsp;1, Bew-Kartei NW &sect;&nbsp;79 BewG C&nbsp;6). Das soll immer der Fall sein, wenn diese R&auml;ume in einem Vollgeschoss liegen (vgl. z.B. Ministerium der Finanzen Rheinland-Pfalz vom 28.06.1972&nbsp;&#8211; S&nbsp;3201&nbsp;A\/406, Bew-Kartei RP &sect;&nbsp;79 BewG Wohnfl&auml;che Karte&nbsp;5).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Demgegen&uuml;ber soll das Mehr an Mietwert durch eine entsprechende Erh&ouml;hung des m&sup2;-Preises der Wohnfl&auml;che zu ber&uuml;cksichtigen sein. Dies soll geschehen, indem f&uuml;r die Fl&auml;che dieser Zubeh&ouml;rr&auml;ume etwa die H&auml;lfte der m&sup2;-Miete f&uuml;r Wohnr&auml;ume angesetzt wird (Bayerisches Landesamt f&uuml;r Steuern vom 17.05.2010&nbsp;&#8211; S&nbsp;3202.1.1-1\/2&nbsp;St&nbsp;34, Bew-Kartei BY &sect;&nbsp;79 Abs.&nbsp;2 BewG Karte&nbsp;2). Auch die vom FG zitierte Rundverf&uuml;gung Nr.&nbsp;57\/1986 der Oberfinanzdirektion Berlin vom 14.07.1986 geht von einer Anrechnung zu &frac12; aus, wenn es sich etwa um separate, nicht mit der Wohnung unmittelbar verbundene Hobbyr&auml;ume handelt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) In der Literatur (Halaczinsky in R&ouml;ssler\/Troll, BewG, &sect;&nbsp;79 Rz&nbsp;68) wird gleichfalls die Auffassung vertreten, R&auml;ume in Dachgeschossen, die baurechtlich nicht als Aufenthaltsr&auml;ume anzusehen sind, tats&auml;chlich aber als solche genutzt werden, m&uuml;ssten bei der Sch&auml;tzung der &uuml;blichen Miete noch zus&auml;tzlich erfasst werden. Bei ausgebauten R&auml;umen in Dachgeschossen, die nicht separat, sondern mit der Wohnung verbunden sind, sollen die allgemeinen Vorschriften gelten. Daneben wird vorgeschlagen (vgl. Mannek in G&uuml;rsching\/Stenger, Bewertungsrecht, &sect;&nbsp;79 BewG Rz&nbsp;102.1), diese R&auml;ume zwar nicht zur Wohnfl&auml;che zu rechnen, die Mietwerterh&ouml;hung jedoch z.B. durch einen Zuschlag zur Spiegelmiete zu ber&uuml;cksichtigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Die Entscheidung, nach welcher Methode (Vergr&ouml;&szlig;erung der Wohnfl&auml;che, Ver&auml;nderung des Mietansatzes oder Zuschlag) bauordnungsrechtswidrige Dachausbauten bei der Ermittlung der &uuml;blichen Miete zu ber&uuml;cksichtigen sind, ist grunds&auml;tzlich unter W&uuml;rdigung aller Umst&auml;nde des Einzelfalls zu treffen. Allgemein g&uuml;ltige Regeln f&uuml;r die Ber&uuml;cksichtigung von bauordnungsrechtswidrigen Aufenthaltsr&auml;umen dem Grunde und vor allem der H&ouml;he nach lassen sich nicht aufstellen. Es bedarf einer Einzelfallpr&uuml;fung, ob und inwieweit solche R&auml;ume den Ansatz der &uuml;blichen Miete i.S. des &sect;&nbsp;79 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 BewG beeinflussen, die in Anlehnung an die Jahresrohmiete zu sch&auml;tzen ist, die f&uuml;r R&auml;ume gleicher oder &auml;hnlicher Art, Lage und Ausstattung regelm&auml;&szlig;ig gezahlt wird. Jede Ermittlung eines Grundst&uuml;ckswerts ist wegen der Sch&auml;tzung der &uuml;blichen Miete von vornherein mit Unsicherheiten belastet. Eine Abweichung, die im einen oder anderen Sinne unvermeidbar ist, kann nicht in ein Denkschema eingeordnet werden, das nur &quot;richtig&quot; oder &quot;falsch&quot; kennt (BFH-Vorlagebeschluss vom 18.12.1972&nbsp;&#8211; II&nbsp;R&nbsp;87-89\/70, BFHE 108, 393, BStBl II 1973, 329, unter C.II.2.e).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ma&szlig;geblich ist, welche Fl&auml;chen vom Markt als Wohnfl&auml;chen akzeptiert werden und somit entscheidend f&uuml;r die Wertermittlung sind (M&uuml;nzenmaier, Grundst&uuml;cksmarkt und Grundst&uuml;ckswert 2013, 214). Bei der Sch&auml;tzung der &uuml;blichen Miete kommt es darauf an, welchen Einfluss der Ausbau von Zubeh&ouml;rr&auml;umen zu Wohnzwecken auf die am Wohnungsmarkt erzielbare Miete hat (Halaczinsky in R&ouml;ssler\/Troll, BewG, &sect;&nbsp;79 Rz&nbsp;68). Hier spielt auch eine Rolle, dass etwaige &ouml;ffentlich-rechtliche Nutzungsbeschr&auml;nkungen von R&auml;umen im Dachgeschoss den Mieter zivilrechtlich nicht zur Minderung der Miete berechtigen, wenn die Nutzbarkeit dieser R&auml;ume mangels Einschreitens der zust&auml;ndigen Beh&ouml;rden nicht eingeschr&auml;nkt war (vgl. BGH-Urteil vom 16.09.2009&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;ZR&nbsp;275\/08, NJW 2009, 3421).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Nach alldem ist der Ansatz der Fl&auml;che f&uuml;r das ausgebaute Dachgeschoss von 28&nbsp;m&sup2; (nach Abzug des Abschlags von 10&nbsp;% f&uuml;r das Einfamilienhaus) durch das FG nicht zu beanstanden. Insoweit hat das FG ma&szlig;geblich darauf abgestellt, dass die von den Kl&auml;gern vorgelegte Fl&auml;chenberechnung des Architekten beim Dachgeschoss bereits eine teilweise nur halbe Anrechnung der Fl&auml;chen wegen der Deckenh&ouml;hen zwischen 1&nbsp;m und 2&nbsp;m ber&uuml;cksichtigt hat und deshalb f&uuml;r eine weitere Verminderung der nutzbaren Fl&auml;che kein Anlass bestand. Im Dachgeschoss befindet sich kein Hobbyraum, wie das FA angenommen hat, sondern ein Kinderzimmer, das &uuml;ber eine Treppe mit den unteren R&auml;umen verbunden ist. An diese Feststellungen des FG zur nutzbaren Fl&auml;che des bauordnungsrechtswidrig ausgebauten Dachgeschosses ist der BFH als Revisionsinstanz gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO gebunden, wenn sie &#8211;wie im Streitfall&#8211; keinen Rechtsirrtum enthalten, nicht gegen anerkannte Denkgesetze oder allgemeine Erfahrungss&auml;tze versto&szlig;en und nicht auf Verfahrensm&auml;ngeln beruhen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ee) Auch der Ansatz einer &uuml;blichen Miete von 4,90&nbsp;DM\/m&sup2; f&uuml;r den Bauteil 02 ist aufgrund des einschl&auml;gigen Mietspiegels m&ouml;glich. Nach den Feststellungen des FG hatte schon der vorhandene Geb&auml;udebestand in Gestalt des Bauteils 01 den Ausstattungsstandard &quot;gut&quot;, so dass dieser auf Bauteil 02 &uuml;bertragen werden konnte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 18.9.2019, II R 15\/16ECLI:DE:BFH:2019:U.180919.IIR15.16.0 Ber&uuml;cksichtigung bauordnungsrechtlicher Einschr&auml;nkungen bei der Einheitsbewertung von Grundst&uuml;cken Leits&auml;tze 1. Bei der Bewertung eines Grundst&uuml;cks ist die &uuml;bliche Miete f&uuml;r Fl&auml;chen anzusetzen, die tats&auml;chlich f&uuml;r Wohnzwecke genutzt werden k&ouml;nnen. Nicht entscheidend ist, ob diese Fl&auml;chen bauordnungsrechtlich allen Anforderungen an Wohn- oder Aufenthaltsr&auml;ume gen&uuml;gen. 2. Es ist grunds&auml;tzlich unter &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ii-r-15-16-beruecksichtigung-bauordnungsrechtlicher-einschraenkungen-bei-der-einheitsbewertung-von-grundstuecken\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">II&nbsp;R&nbsp;15\/16 &#8211; Ber&uuml;cksichtigung bauordnungsrechtlicher Einschr&auml;nkungen bei der Einheitsbewertung von Grundst&uuml;cken<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-71595","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71595","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=71595"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71595\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=71595"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=71595"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=71595"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}